1900 Sonntag den 8. April 171 Aints- rind Anzeigeblott für den Tireis Gieren Uermrsthtes Eine w°u°;„lor^ Bezugspreis viertrljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Psg. mit Briiigerlohn; durch dir Abholrstrlleu vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. 103 t mehr 5 108 Redaktion, Expedition und Druckerei: S4»rst,-tze Nr- 7. bringe, der andere erinnerte daran, daß inzwischen der Geburtstag des alten eisernen Kanzlers angebrochen sei, und daß man ihm als dem Muster der Pflichttreue und seinen unvergänglichen Verdiensten um des Vaterlandes Herrlichkeit ein stilles Glas zu weihen habe. Von einem Gaste wurde eine „Doppelkrone" für die Nachtwächter ge- _ ’ <-.• rr-.. i____ «2 S ihm nPtril AYYI PTPT Kapitals von 1000 Mark. So verflossen die Stunden aufs angenehmste und heiterste, und kaum gewahrte man, wie die Morgenröte heranzog. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hietzeu. Fernsprecher Nr. 51. tot Hess. Volkskunde" Lkchtl. 4 mal beigelegt. All« Anzeigen-VermittlmigSstellen deS In- und Auslande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Psg., auSwärtS 20 Pfg. Gratisbeilagen: Gießener Zamitienbtatter, Der hessische Landwirt, Matter für hessische Volkskunde. Hagen Meder s cvesovd ‘6* Md ionto 5albo U, UL HL Hl Ei« Bonner Stndenteufest. Bonn, 4. April. pscheiut täglich ui, Ausnahme deS * Der falsche Ostertermin 1900. Der Mensch kann sich das Leben ja einrichten, wie er will, und er kann daher z. B. auch das Osterfest feiern, wann er will, und es kommt höchstens darauf an, daß man sich überall darüber r i einig ist. Wir werden es uns aber gefallen lassen müssen, . I wenn die Astronomen uns belehren, daß wir das dies- ' 1 iährige Osterfest eigentlich an einem falschen Sonntag eiern. Die Regel für die Festsetzung des Osterfestes beruht auf einer alexandrinischen Berechnung und gründet sich darauf, daß der Ostersonntag der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmoud sein soll- Wenn letzterer selbst auf einen Sonntag fällt, so kann demnach das Osterfest erst am nächsten Sonntag gefeiert werden. Nun kann aber auch der merkwürdige Fall eintreten, daß die Zeit des ersten Frühlingsvollmondes gerade auf die Wende Zwischen einem Samstag und einem Sonntag fällt, und zwar so, daß er für die eine Halbkugel der Erde noch am Samstag und für die andere am Sonntag stattfindet. So kann es kommen, daß nach richtiger astronomischer Berechnung m Amerika das Osterfest acht Tage früher gefeiert werden müßte, als in Europa. Dieser Fall tritt nun gerade im lausenden Jahre ein. In Berlin ist der Zeitpunkt des ersten Vollmondes nach Frühlingsanfang um 1 Uhr 56 Mm. am Morgen des 15. April, in Paris um 1 Uhr 11 Mm. in Rom um 1 Uhr 52 Min., in London um 1 Uhr 2 Mm. und auch noch in Lissabon 25 Minuten nach 12 Uhr, so daß ganz Europa seinen ersten Frühlmasvollmond am Morgen des 15. April hat. An der Westküste von Afrika ! dagegen fällt er schon vor Beginn des 15 April und m New Bork gar auf sechs Minuten vor 8 Uhr abends des 14 April Aus diesen Verhältnissen ist die Folgerung zu ziehen, daß das Osterfest in diesem Jahre in Europa eigentlich am 22. April begangen werden müsste, wahrend es in Westafrika und in Amerika am 15. April gefeiert werden dürfte. Der kirchliche Kalender aber hat das einheitliche I Datum des 15. April für die ganze Welt festgesetzt, und man wird sich damit wohl auch zufrieden geben können, I da die allzu genaue Beachtung der astronomischen Ver- Gießener Anzeiger General-Unzeiger Er. 83 Drittes Blatt Femüetm. Berliner Brief. (Plaudereien aus der Kaiserstadt.) (Nachdruck verboten.) Riabetitlaeerci in Berlin. — Bei den „falschen Hasen" °» Alexanderplatz. Die Ausbeutung der Kinderkräfte zu gewerblichen rivecken wird durch! vernünftige Bestimmungen immer inefir eingeengt und dadurch der gesundheitlichen Entwicke- una sowohl als auch der besseren geistigen Ausbildung nuferer Heranwachsenden Jugend ein wesentlicher dienst >i leistet Trotz alledem wollen spät abends, sogar in den Nachtstunden, die halbwüchsigen, elenden Gestalten, die ge- inöbnlich Zündhölzer anbieten, und dann von dieser ober iener mitkeidigen Seele einen Nickel geschenkt bekommen,, nicht verschwinden. Trägheit und Trunksucht der Alten, -st wohl auch die bittere Not, die dahernr aus der Schwelle (wett treibt sie immer wieder hinaus, in das laute, lat> Le oftmL heutige Treiben der Grotzst-dt und ILßt ihre jungen Herzen vergiften. Schlimmer noch als Se armen Berliner Kinder haben es die schwarzäugigen st rausköpse die aus der warmen Sonne Italiens unter den rmuhen Himmel Spree-Athens verpflanzt worden sind, und im kärglichen Solde geriebener Unternehmer die bekannten Wypssiguren^ feilbieten. Gar keinen Brocken Derttsch zu verstehen, fangen die Heinen u nb wissen auch nach einem Jahre ba^ Ee^otwendigste im radebrechen. ’ Das „Deutsch" ist so entsetzlich schwer und g Esichauch niemand die Mühe, es ihnen beizubringen Wenn nur aLäteu Abend der Erlös für eine genügend qnoße Anzahl Kaiser- oder Bismarckbusten m den kleinen Tiaschen klimpert! Darum leuchten auch die^ub^u sch^ zsm Augen so prächtig auf, wenn einmal em lustiger Maler m btüi- Kneipe, darin sie gerade hausieren gehen, em paar itlalienische Worte an sie richtet. Wie die bleichen Gesichter s^er^uMfohlenen^ forschen. Fand er den iju stand schon Bedenken erregend, so hals er m der liebenswürdigsten, zuvorkommendsten und ^soPserndstenWeise leeren. Verspürte man emmal Lust zu nächtlicher Ruhestörung, so wandte man sichan denNachtwachter, und hnmn hipfe p«• Herr Doktor, gohn Se IN de Bachstraß, oa t^zwäckter von d° is grad °v der Wach, da könnt er et iiicle." Auch funktionierte ihr Nachtwächterdienst besser wie edes Gehcimpolizistenbüreau. Nur ein Fall sei erwähnt, ein jetzt schon in Amt und Würden stehender alter H^r der Palatia wurde wegen seiner Verdunste um das Be- I-Nchtungswesen in der Nachtwachterspruche „Et Brest genannt. Einmal war dieser zwei Jahre lang abwesend; In.-6m. bon anj.ig.n ,u der n-chmi,mg- ,ür dm „Igrntm Tag -llchnn-ndm Rumm-r 'n- bann. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Swächter fielen als ein Opfer des Fortschrittes und des- 20. Jahrhunderts, unfern Nachkommen werde es wie ein Märchen aus Taufend und eine Nacht einmal erklingen, PMWUMNI StÄBÄ-KS 5adner führte dann einzelne Bel g f «ipneive I dem Oberbürgermeister mit Grüßen sämtlicher Anwesenden zursorge der Nach Wachter vor. Saß mau n der « "5„e,t&taä machte'es auch als Nachtrat I» erschien punkt 11 Uhr de': Nachtwachte -o g B J Regiment das Lied anstimmen ließ: sw«'°r oder auch dreier Am sgenos n um nach dem ä w -erue mit lautem Hörnerklang!'' , Kl „Hinaus'in die"Ferne'"mit lautem Hörnerklang!" Zu mitternächtlicher Stunde zog man denn auch wirklich m geordnetem Zuge, Arm in Arm, unter den Klangen der Musik nach dem Markt um die Fontäne herum, wo man die Nachträte zur Vorsicht vor dem anwesenden „Pochpen gemahnte, dann die große Freitreppe vor dem Rathause bestieg, wo des Stadtoberhauptes wiederum in einer Ansprache warm gedacht und ein Bierglas zerschmettert wurde als ein Zeichen der untergegangenen Glanzperiode. Nach der Rückkehr zur Kaiserhalle erhielt man den Besuch meh. rerer hoher Offiziere, von denen zwei sofort lebhaft unb thatkräftiq in die Verhandlungen eingriffen. Der eine pries das Fest als solches, das dem Verdienste seine Kronew MM »eine iete zu ^teD r-h Siidanlage 5. Ein eigenartiges humorvolles Fest spielte sich am I ßaristagabend in der Kaiserhalle ab. Es galt den mit I bem 31. März von der Schaubühne des öffentlichen -ebens I Mietenden Nachtwächtern, denen unsere akademische Zug end einen weihevollen Abschied zu bereiten sich ge- bmiigen gefühlt hatte. Tie Zahl der geladenen Nacht- wiukster belief sich auf 30. Sie hatten an sem-auberliche qedi-ckter besonderer Tafel Platz genommen, frische Mai- | cköckchen schmückten ihre Brust; ihnen gegenüber saßen die Mulsensöhne, Korpsstudenten, denn diese waren die Ver- cmsi alter des Festes. Einer unter ihnen, cand. zur. H., tmn neben dem Korpsband, das auch die übrigen angelegt Hatlien, einen etwa zwei Finger dreiteii Lederriemen, an des en Ende zwei große gekreuzte Nachtwachterschlussel pro ngten. Er war zum EhrenmitgHede dieser ehrsamen stuiift geschmiedet worden. Als das Präsidium, em alter Öcir der Saxonia, den Festabend mit einigen Worten eröffnet hatte, wurde das erste Trauerlied „O alte Burschen- hemlichkeit" gesungen und dann wurde ein alter Herr der Straßburger Alsatia zum Fuchsmajor ernannt und an ine lanel der Nachtwächter abkommandiert. Jetzt wurde Speise unb Trank den Herren des Tages aufgetragen. Weihevolle Sti Ile trat ein, als sich das Präsidium tzur F e st r e b e erhob. gleich in die Breite gehen vor Entzücke^ und die kleine Zunge sich rührt! Eine ganze Springflut von Worten stürzt über die Lippen, und das klingt und singt so suß, so lustig, so rührend tinderfroh, daß es aus mancher Börse einen Nickel giebt, die sonst nicht gerade leicht zu offnen sein soll! Ganz beseligt zieht der kleine Kerl ab. Doch noch von der Thüre her ruft er und winkt er Mit der diesem Volke angeborenen Anmut Dank und ckbschiedvgruße zu. Wer will dem armen Burschen diesen Lichtblick m dem grauen Einerlei seiner Berliner Hungertage nicht gönnen ? Ach, er hat einen Leidensgefährten, dem es viel schlimmer noch geht als ihm, der nicht so schone Glutaugen, keine so weiche, einschmeichelnde Sprache hat, wie er- das ist der kleine schmutzige Slovak, der halbnackt, hungernd und frierenb von Haus zu Haus pilgert, um seine Drahtbindereien an den Mann §u 6nngen, damit ihm abends nicht die unbarmherzige Prügel seines Brotherrn statt der kärglichen Mahlzeit zu teil werden, wie das vielleicht gestern und schon manchen Tag vorher geschehen ist! Ganz blöde vor Hunger und Müdigkeit traf ich noch unlängst einen dieser beklagenswerten Heinen Gesellen in einem Hausthor der Königgrätzer Straße, abends gegen zehn Uhr. Er fürchtete sich, den Heimweg anzutreten, und war doch nicht mehr imstande, ein Wort an die Passanten zu richten. Ein «Ähutzmann nahm sich endlich seiner an, nachdem ihm von hilfsbereiten Händen schnell ein Imbiß und ein paar Groschen gespendet worden waren. Armer Slovake! Was ist aus dir wohl geworden in abermals zwölf Jahren? Es ist traurig, darüber nachzudenken, zumal wenn einem im Weiterschlendem plötzlich die gefühlsselige Melodie Lortzings ans Ohr klingt: „O selig, o selig, ein Kind noch zu sein!" wie das an jenem Abend geschah. Der Zufall ist ironischer als man glaubt! ... Da haben es jene anderen Geschöpfe, die auch im Dienste der Mäuse- und Rattenvertilgung stehen, doch tausendmal besser! Hat man ihnen zu Liebe doch in diesen Tagen sogar eine richtige Ausstellung eröffnet, in der sie sich bewundern lassen, die schmunzelnden und schnurrenden Großneffen und Großnichten des alten epischen Charakter-Katers Hiddigeigei, die sich so gern dehnen und strecken über das weiche Fell streicheln lassen, Milch kneipen und auf den Dächern spazieren gehen! In den Festsälen des Grand Hotel Alexanderplatz haben sie Wohnung genommen, die Herren Hinz und Peter, Mur- und Leiseschlick), und die Damen Murzchen und Miezchen, Pusselchen und Mirka Nur fünfzig Pfennig braucht man entrichten und man wird vorgelassen bei den edelsten des Katzengeschlechts, die vom Verein für Katzenschutz, Zucht und Pflege aus allen Weltgegenden hier zusammengeholt sind. Ein wahres Kesseltreiben von „falschen Hasen", das da stattgefunden haben muß; denn weit über hundert haben sich eingestellt und strecken die Pfötchen unb blinzeln mit den grünen Augen und machen die niedlichsten Gesichter von der Welt, zumal wenn gute ältere Damen mit einem Stück Zucker in die Nähe kommen! Wahrhaftig, die Katzengesichter bieten eine überraschende Fülle von Abwechselung, und eins ist immer noch hübscher als das andere! Kein Wunder, wenn sich die Herren Kater um so ein liebes kokettes Miezchen mitunter eklich ins Haar geraten! Aber auch häßliche, vergrollte und boshafte Gesichter tauchen bei der Besichtigung auf, ganz waschechte „alte Katzen"! Mitunter bekommen sie die An^ Wandlung, einen Orchester-Verein zu gründen, wie das augenblicklich in Berlin riesig Mode ist, und dann erschallt ein so famoses, buntes und zu Herzen dringendes Ton- gewoge, daß man den ganzen Wert und Zauber der berühmten „Katzenmusik" zu ahnen beginnt und scheu nach dem Ausgange schielt. Aber die Philharmoniker beruhigen sich wieder, und so wandern wir weiter zu den Cyper- katzew und der bläulichen Karthäuserkatze, begrüßen die spanischen, die beinahe in deutschen Reichsfarben erschein , und huldigen endlich dem Könige aller Kater dem stolzen Dodo aus dem Angora-Geschlechte, der. einen a« hundertjährigen Stammbaum aufzilweis h ^lkater! gehätschelt und gepflegt wird, der preisg — Arme Slovakenkinber! . . . $5^ Montag«. D» «en» »,»ilie«vrat1er 8 M tzinkr, trrtun drm Änzckger in Ärchstl nut „M- “ huoront" h. „Btä"«r HM tzstW ’ fandlvllg ift ptt M i WerS in dn tzM! i Mr die Reftamk > s MM Mn ■ Pächter iM Hosmavvstrai aNtg-vnändm»''- mng befinde! sijvM ■5, mBeck tr. scheudeM v 'schuhvereivS: 1 I' eiltjiil«: RonhoHt: flefuiL W >k» Soiishfe 1 18 bi$ 20 U,.! RöhM'-' !«einen 9% ft - >• (Uw. __ ' WN cM. flnfältr, Str^iramnneinti meine ~ fu: $lNe Zeugniff« &5S FrSl ter-Präparatc d. alten, bekannt, u. bewährt. Firma T.LIick.Colberg, sind anerkannt gnte, sehr beliebte u. volkstllml Hausmittel! Sie erobern fick infolge Ihr. Rcelli- tätu.segenSrrlch. Erfolge alleLSn- hältnisse für das bürgerliche Leben unpraktisch und kleinlich wäre. Unterzeichneter, welcher das Konservatorium in Souders- Hausen mit bestem Erfolg besucht hat und als I. Violinist in der dortigen Hofkapelle unter Leitung des Herrn Professor Carl Schroeder thätig war, ertheilt grfinMi^n Mmicht im Niolichiel, sowie im Klomechiel. Anmeldungen werden in meiner Wohnung, Seltersweg 6 7, entgegen genommen. Gleichzeitig empfehle ich mich zur Mitwirkung bei Konzerten, Kirchenkonzerten u. s. w. als Violin-Solist. J2473 Hochachtungsvoll Ohr. Hüttcnberger. NB. Der Unterricht beginnt nach Ostern. D. O. * Eine grauenhafte Liebestragödie hat sich in Budapest abgespielt. Der Eisenbahubedienstete Bela Faludr führte mit der unverehelichten Janka Krainzinger einen gemeinsamen Haushalt. Diesem Verhältnis waren zwei Kinder, Luise und Pepita, entsprungen. In letzter Zeit ging es dem Paare schlecht; es mußten Schulden gemacht werden, um nur das nötigste zu beschaffen. Die von Anverwandten erwartete Hilfe blieb aus; es gab Tage, wo die Kinder nur in Wasser aufgeweichte Brotkrumen zu essen hatten. Faludi sah sich bereits mit den Kindern und deren Mutter auf das Straßenpflaster gesetzt. — Der Verzweiflung nahe, beschloffen die Eltern im gemeinsamen Einverständnisse freiwillig in den Tod zu gehen und die Klemen mitzunehmen. Bevor das Paar den verhängnisvollen Schritt that, legte es die besten Kleider au; desgleichen wurde Luise nett angezogeu und auch der Säugling in neue Windeln gewickelt. Als man die Wohnung betrat, fand man auf dem ganz frisch überzogenen Bette Faludi, daneben seine Geliebte. Diese hatte ein verschlissene« Seidenkleid an. Seine Rechte hing schlaff herab • der Hand war die Todeswaffe, ein sechsläufiger Revolver! aller Art uut> StiI, einfach und reich dekoriert mit gewöhnlicher Regulierung «nd ameriLanischem Aenernngs-Syste«. Spezialität: Altdeutsche Kachel-Oefen «nd Kamine. Das Setzen der Oefen geschieht durch Fachleute ujnter Garantie meisterhafter, kompletter Ausführung. 1746 Engelswerk C/.W. Engels in Foche 31, b. Sotingen. Grösste Stahlwarenfabrik mit Versand an Private. 68 M btfieht, aus weid Mweck, als qi MWM bti Afoig bestandene DierbezüM mden des Vne Mt Mr btttfo |r.831 Erstes utrlannc umsonst ®e- braudj»nniüdfung von (S. ßüd, (folbcrg. Dorzüal. Erfolge. 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Nach Gutachten von Sachverständigen werden solche Säcke nur auf Bestellung gefertigt, und in der Regel zum Versand von Blauholz benutzt. Es geht daraus hervor, daß an dem Morde Leute beteiligt gewesen sein müssen, die mit Drogen und Farbwaren zu thun haben. * Zu der Blutthat in Warmbrunn wird berichtet, daß auch Frau Hirsch — nicht Hirt, wie es von einer Seite hieß — ihren furchtbaren Verletzungen im Kranken- icren cryamlch. man aIi unecht,urück. 1.50 u. 3.— HL ES giebt keinen Ersatz f. decht. Lück'schcn ILträutrr-Prüpa- I rait! — SS darf nur dl« I>r.Fer- ncst'schc Lebens- Essenz v. E-Liick, Eolberg, olSechi I verkauft werdenl Bestandteile: 100 LltofSOproe. tipl- rltue mit 8.C kg.Bua. berber, l.k kr. Zilt- wer-Äert., 2,8kr. Rn- * Die Bilder - Galerie des Herzogs von Sagan. Die sensationelle Verhaftung, die in der An- tzelegenheit des Herzogs von Sagau erfolgte, versetzte die Kriminalbehörden in mehreren Städten in rege Thätigkeit, und die Recherchen fördern immer interessantere Details zu Tage. Außer dem in München verhafteten Geldmakler Baumann hielten sich dort noch drei weitere Herren auf, von denen der eine sich „Freiherr" titulieren ließ. Er soll in der That ein preußischer Freiherr sein. Drei dieser Herren fuhren eines Tages in einem Hotel am Maximiliansplatz vor und nahmen Quartier; am darauf- I haus erleaen ist Der iimendlickie WHrhpr orffrph cäivfa re & BsseBhs issss erschien stets geschniegelt und gebügelt, mit Zylinder und Monocle; er machte durchaus den Eindruck eines Aristokraten, und niemand hätte in dem etwa 50 Jahre alten Mann einen Schwindler gesucht. Baumann dagegen, ein großer starker Mann von etwa 40 Jahren, macht mehr den Eindruck eines Kommissionärs. Das erste Geschäft, das die vier Lebemänner in Fluß bringen wollten, war eine angebliche Erbschaft in Böhmen. Sie suchten daher Der- Irdene Geldmänner auf, denen sie erzählten, daß ein bohmycher Graf eine große Erbschaft zu erwarten hätte. Das Bargeld sei bei einem Notar in Prag hinterlegt. Auf diefe Erbschaft wollten sie ein Darlehen von 20 000 Mark aufnehmen. Tas Geschäft kam aber nicht zustande, weil die vorgelegten Papiere nicht authentisch genug schienen, größer angelegte Geschäft, womit die Herren ihr Gluck versuchen wollten, war folgendes: Sie boten einer Anzahl von Finanzleuten eine hervorragende Bildergalerie zum Kaufe an, die zum Besitze des Herzogs von Sagan gehören und sich in Antwerpen befinden sollte In dieser Bildergalerie sollten sich Werke weltberühmter alter und neuer Meister befinden. Die Leute wollten auf „Galerie ein Darlehen von 200 000 Mark aufnehmen natürlich mutier im Auftrage des Herzogs von Sagan. Auch diesmal wurde aus dem Geschäfte nichts, und zwari wurde es dadurch vereitelt, daß die hiesigen Geldmänner dav Verlangen stellten, man möge die Bilder nach München schassen, andernfalls aber möge man ihnen die Reise nach Antwerpen, sowie die Schätzungsspesen für die Bilder am dortigen Platze vorstrecken. Nachdem alle diese groß angelegten Geschäfte nicht von Erfolg gekrönt waren, suchte man den Schaden durch viele kleinere Machinationen wieder I gu ersetzen. Diese Geschäfte wurden dem Baumann über- I tragen, da er, als mit den örtlichen Verhältnissen betraut, I hiezu am geeignetsten befunden wurde. Dieser in Börsen- I 'reffen noch gut bekannte Mann hat an der Börse sein I ßroßes Vermögen verloren; er bekam von seiner Mutter I E s ehr vermöglich ist, einen bestimmten jährlichen Zuschuß I von erheblichem Betrage, der jedoch auch mit Beschlag be- I legt war. — Die Untersuchung der Angelegenheit wird I dadurch erschwert, weil die beteiligten anderen drei Herren I nach der Verhaftung ihres Genossen das Weite suchten: I sie werden steckbrieflich verfolgt. *ZumMordein Könitz schreibt das „Kl. Jonrn." I Seitens des Kommissars Wehn ist der Sack, in dem einzeln ■ Jnka-Seifenpulver (Salmiak-Terpentin-Seifenpulver) ißt ein unübertreffliches, allgemein beliebtes Wasch- und Bleichmittel. Es verleiht der Wäsche einen anhaltend angenehmen Geruch, üeberall erhältlich. 224 Man achte auf das Wort HJnka“. * Ueber einen entsetzlichen Doppelmord berichtet em Telegramm des „B. T." aus Roveredo, Südtirol: Am Dienstag sind der Direktor des hiesigen Gymnasiums, Dr. Johann Alton, und seine Nichte von emem unbekannten Manne ermordet. Der Mörder entfloh, ohne etwas geraubt zu haben, weshalb man den Doppelmord für einen Racheakt hält. Dr. Alton war bis zum Beginn dieses Jahres Gymnasialprofessor der klassi- fchen Sprachen in Wien und Privatdozent der romanischen Philologie an der Wiener Universität; er wurde erst im Januar zum Direktor des Gymnasiums in Roveredo er- 55 Jahre alt und unverheiratet, seine 24chhrige Nichte führte ihm den Haushalt. Der Mann, der den Doppelmord verübte, erschien zuerst im Gymnasium, fragte nach des Direktors Wohnung, erwürgte dort zuerst m der Küche die Nichte mit einer Schnur, tötete dann den Direktor Alton durch einen Messerstich in den Hals und entfernte sich dann unbehelligt ohne Raub. Er ist ein Deutscher, der gebrochen italienisch spricht. Der Mord, wurde erst am Mittwoch entdeckt. Korbware«! 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M., im März 1900. Die General-Agentur: Storck & Hahn. Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich zur Annahme von Verficherungsanträgen für genannte Gesellschaft und bin zu jeder über dieselbe gewünscht werdende Auskunft gerne bereit. Heuchelheim, im März 1900. 2085 J- Schleenbecker II., Spteglttmtifter. ÄKÄ’ä-Ä Mundhöhle ihr Lebe» verloren hatten.^ D^n Säualin. war die Kugel unterhalb des rechten Ohres e?naedrunn?» In der Wohnung wurden mehrere Abschiedsschrttben Zo^ gefunden. Ein an die Polizeibehörde gerichtetes Schreibe» lautet: „Wir beschloffen im gemeinsamen Einverständnisse uns und die Kinder umzubringen, weil wir den rückständig^ Zins nicht zahlen können. Gott sei unseren armen Seelef gnädig. Wir bitten, uns vier in ein gemeinschaftliches Grab zu betten, denn wir hatten uus ja im Leben st oern Mögen wir denn auch nach dem Tode vereint bleib/n i Bela und Janka." * Was einem Rechts-Anwalt passieren kann. Ern junger Rechtsanwalt in Charkow hat vor kurzem in feiner Praxis einen Fall erlebt, der einzig j« serner Art sein durfte. Der Anwalt hatte ein des Dieb! stahls beschuldigtes Individuum zu verteidigen. Seine Rede wirkte so überzeugend auf die Geschworenen, daß ihr Verdikt auf „nicht schuldig" lautete, und der Angeklaa e Gericht fteigesprochen wurde. Ter erkenntliche Went raan-^=Jet?enl Verteidiaer unter Thränen zuerst im Gerichtssaale, darauf in dessen Wohnung. Bald nach dem Fortgänge seines „Klienten" vermißte der Advokat eine große Anzahl Kleidungsstücke und verschiedene andere Gegenstände. Der dankbare Klient hatte sich nicht qetoeut Jetnen Verteidiger, dem er die Freisprechung verdankte, in frechster Weise zu bestehlen. Der Dieb wurde zwar bald darauf ergriffen, doch hatte er schon Zeit gehabt, die meisten Sachen loszuschlagen. Die Unverschämtheit des Menschen gmg aber noch weiter. Während der Untersuchungshaft schrieb er dem Advokaten und bat ihn — auch dieses Mal Verteidigung zu übernehmen! Die Geschichte ist that- sachlich passiert und nicht etwa einem Witzblatte entnommen! m * daris, 5. April. Das erste Duell in Sachen Rothschild - Lubersac hat gestern stattgefunden. - Ephrussr und Lubersac ritzten sich gegenseitig die Haut nach den alten Regeln des Ehrenkodex. . * Als Aufseher für die deutsche Abteilung der Pariser Weltausstellung haben sich jetzt von verschie- denen Regimentern zwölf dazu beurlaubte Sergeanten und Vicefeldwebel vder Vicewachtmeister nach Paris begeben foej-5en dort abwechselnd den Dienst in den deutschen Ausstellungsräumen versehen und erhalten dafür von der Regierung je 10 Mark Tagegelder, aufjerbem freie Woh- nung und Erstattung der Reisekosten. Eine Uniform, ähn nch wie sie die Hofbediensteten des Kaisers tragen, wurde ihnen gleichfalls geliefert. An der Mütze befindet sich der Reichsadler und die Inschrift: „Sektion d'Allemagne". Nur Militärpersonen, die fertig französisch sprachen, wurden für diese Aufseherposten ausgewählt und mußten zuvor eine Prüfung ablegen. Als erster Aufseher wird der Vicewachtmeister Rudolph von der Leib-Gendarmerie be* Kaisers thätig sein. Fast 60 Iastrc be- Empfohlen bei harluöckiaer Stubl- d toabtU ^" Beweis verstspsana, Beroovuunsbörnnoeri. SAuh h?a mJh? lt Gllic, SoHbltät u. nngetoöf)n(td)e ®l0en» Blähungen, fanrtra Änfftobe», «öd! schäften!—In Taufen- brenne». aezelchnete» Mittel bei schlechter Verdauung, Schwäche de« Magen«. w w : Dllellii n stattgefni^ - gegenseitig .scheM/rig [ jetzt tr bteSeiM^M, ach N bt^tu 'ft in hbe^ip Iten bafüi Don * freie Ach ahn- s tragen, wurde befindet sich bet illemugne". M machen, wurdet ) mußten zuvoi r wird der Bice- mbarmerie bei milftl ngeneb®80 °* .Oef«« Atz «iMtiwa i|WW limllfaafr iMfdiÖttdbd ;Ut Bntaums, ÜitHlvH »MtW* »1.8W.WW itdnsraiikiraä titMm «" daig< tnfrcfl «• ciiir^ingwe . 2Ü, «'M üorjiilLMillf' 411’i" । •■ '■■- rffctartiW Itht-U-MK lyto Iriftt £üat foM-W” „HauW M '«Hb ein e K?"e 'n u LKr « N, l«=« «Ä • WJM 11 »«tiet Zr W'einbS L-idig,/: !"b,dtt W Äitlii » tonen ,*? ,.to «dv°!«i M W gG ^gverdach ■ zwar ij Itzabt, bie,?:- ■tfot des HutersuchunL auch dieses e Geschichte «t Witzblatt!; öle ilver) W aschmangeln W aschmaschinen Leitern Rasenmäher Gartenmöbel Gartengeräte Rollschutzwände Eisschränke. Schutzmarke Mit dieser versehen find alle CONTINENTAL CAOUTCHOÜC & GUTTAPERCHA CO,, HANNOVER. 2555 K Tapktm verkauft. 2083 Ernst Bloedner, Feltersveg fS> 881 in Offenbach a. M., Kaiserstraße 17—19. 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