me ön dem uni ll inni9h Euler. 1769 « nWm U 1 Wtnben M erhoben t *8r Dsrstaud, Mm 15. irstag: pe. 3 mß mit Staut t. Brunner. Ische ) Maß und Int: 'er 3fit Kann Mb KWnM> haus David iul Friedr. David it - Tamvavi, 8 und berühmte Fereandhao tlidi bestellte t-Kollektar der lachen 2anbt8lotiir DiSkrete [ante Bedienung. loren «V n SlMtagmiA iße durch die M 1 w* ... I Aelohnung ab^ ouoeoftra^> abMebm. ^WrbuMstM^ ig, Donnerstag,^ elbahn ftH. ** gafe^L- finbeninr*«^ Donnerstag den 8 März 1900 Zweites Blatt Uczugsprei, vierteljährl. Mk 2M monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle« vierteljährl. Mk. !£• monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljähr» mit Bestellgeld. Alle «nzeigen-vermittlungSstellea deS Jn* und AuSlauLr« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auSwärtS 20 Pfg. »n Anzeigen zu der nachmittags für den 4^n>fII „scheinenden Nummer bis Dorrn. 10 Uhr. »di^teLungen spätestens «dendS Dvrher. Gießener Anzeiger Heneral-Nn^eiger Nr. 56 OrfchsON tÄgNch mit LnSnabme deS «oniagS. T>v HKe^ner b'tW»! dem Anzeiger Achtel mit ,Heff. m. .^Blätter gk H MaNSkunde* WiM. 4 o*l deigelegt. Amt»- unb Anzeigeplatt für den Nreis Gieren. Expedition und Druckerei: >4*nUafce Ar. 7. Mrattsbeilaqeu: Gießener FamMenbtMer, Der hessische Kandwirt, Klätter für hessische Uotkskunde. Ldrefse für Depeschen: Anzeiger Hieß««. Fernsprecher Nr. 51. Vnrerrgebet. ITlit Gott für Freiheit, Recht und Gut! Wir sind noch nicht verloren. Und fließt zur Grde rot das Blut: Der Sieg wird drin geboren! Wir rufen's in die weite Welt: „Nicht Ghr- und Ruhmestrachten Trieb uns hinaus ins blut'ge Feld, 3ns mörderische Schlachten! Wir wollten keines Menschen Land Und niemand's Recht berühren. 3a, nicht ein einzig Körnlein Sand Sollt' unsre Hand entführen! Herr Gott, Du siehst in unser Herz, Führ' uns an Deiner Rechten! Bereit uns nicht den höchsten Schmerz Und mach uns nicht zu Unechten! Gieb, daß wir unser Väter Reich Nicht eh'r dem Räuber lassen, Als bis, wo wir gekämpfet, bleich, Die letzten Knochen blaffen. Herr Gott, der Du der Wahrheit Wacht, Laß unf’re Sache glücken, Und laß uns nach des Kampfes Nacht Den Freiheitsmorgen blicken!" △ „Unb da««?" Gießen, den 6. März 1900. Unter obiger Spitzmarke giebt der Pariser „Figaro" den Auslassungen eines Mannes Raum, der Menschen und Dinge in Transvaal aus eigener Anschauung kennt, und objektiv urteilend an der Hand der bisherigen Ereignisse in Süd-Afrika, insbesondere der letzten für die Engländer anscheinend günstigen Erfolge für die wahrscheinliche künftige Gestaltung der Verhältnisse in Süd-Afrika eine Perspektive eröffnet, die die jetzigen Erfolge der Engländer in ein solches Licht setzt, daß darnach für dieselben von einem dauernden Gewinn nicht die Rede sein kann. Es ist, sagt der Gewährsmann, sehr zweifelhaft, daß die Buren den Kampf aufgeben werden, weil General Cronje von Lord Roberts gefangen wurde, oder weil General Buller Ladysmith entsetzt hat. Ich müßte mich sehr täuschen, wenn die Buren sich nicht mit derselben Hartnäckigkeit, von der die Verteidigung Cronjes ein Beispiel giebt, bis zum letzten Mann und bis zur letzten Kugel schlagen würden; ja, daß, wenn der Krieg in das Gebiet der beiden Freijtaaten selbst hinüber gespielt ist, selbst Frauen dort mit eintreten werden und, ausgerüstet mit Martini-Henri- Gewehren, die sie ebenso gut wie ihre Männer das Mauser- Gewehr zu handhaben wissen, auf die Engländer feuern würden, wie ihre Gatten und Söhne auch. Man wird ungeheuerliche Dinge erleben; die Engländer werden sich gezwungen sehen, auf die Frauen, wie auf die Greise und die Kinder zu schießen. Kein Zweifel, die Engländer werden zuletzt Sieger fein, aber — dann? Dann werden sie die Wiederherstellung der Ordnung tu diesem Lande in die Hand nehmen müssen, und da sie die Buren nicht haben aus dem Lande treiben können, wie im Süden, der vollständig der britischen Herrschaft unterworfen ist, so werden die Angehörigen holländischer Abkunft immer noch zahlreicher sein, als die Vertreter der englischen Rasse; die Engländer werden nicht umhin können, mit Hilfe außerordentlicher Maßregeln ihr Regiment zu stützen, und zwar einer Bevölkerung gegenüber, die ihrem größten Teile nach ihnen feindlich gesinnt sein wird. Ueberall werden sie einem entschlossenen Widerstande begegnen, der keine Gelegenheit Vorbeigehen lassen wird, sich zu äußern, ebenso wohl bei den Buren Transvaals und des Oranjefreistaates, wie bei den Afrikandern des Kap. Ein großer Teil dieser letzteren hegt wohl loyale Gefühle für ihre Souveränin, für welche sie ein Gefühl der Achtung und Verehrung haben, welches man mit dem vergleichen kann, welches die verschiedenen Völker der österreichisch ungarischen Monarchie gegenüber dem Kaiser Franz Joseph beseelt. In dem einen wie in dem anderen Falle ist dieses Gefühl ein persönliches und naturgemäß nur von begrenzter Dauer. Allmählich, denn der Geist des Buren hat nicht das Gepräge besonderer Lebhaftigkeit, werden die Geister des Widerwillens, die unter den Afrikandern des Kap zu verschwinden begannen, von neuem aufstehen, werden sich verstärken, genährt durch die Keime, welche der gegenwärtige Krieg in den Köpfen gezeitigt hat, und allmählich wird man sehen, rote sich das Gefühl der Unabhängigkeit und der Geist der Empörung gegen das britische Joch bemerklich macht, wächst, sich vergrößert und sich weiter und weiter verbreitet. Hieraus wird sich mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Verlangen entwickeln, welches bis dahin, obschon die Engländer das Gegenteil behaupten, niemals vorhanden gewesen ist, nämlich der brennende Wunsch, der britischen Macht in Süd-Afrika überhaupt ein Ende zu machen. Man möge nicht eine Einwanderung von Engländern in die eroberten Staaten erwarten, auch nicht eine Rückkehr der Uitländers. Diese letzteren sind fort auf Nimmerwiedersehen. Die Geldmänner, welche die Goldgruben ausbeuten, haben kein Verlangen, sie zurückzurufen; ganz im Gegenteil. Ihre wohlverstandene Absicht ist die, an Stelle der Arbeit der Weißen die Arbeit der Eingeborenen zu setzen, und dieses System in Kimberley in den Diamantminen in Kraft zu setzen. An Stelle der Weißen, welche man mit 30 Pfd. Sterling für den Monat bezahlt, wird man in die Goldminen Kaffem einführen, welche 12 Schillinge (12 Mark!) monatlich kosten werden, die, in Kantonnements eingefchloffen, in einer Art verschleierter Sklaverei sich befinden werden, welche das englische Gesetz (!) zuläßt, die aber die Gesetze Transvaals jenen Geldmännern des Randes niemals zugestanden haben. Es liegt hier übrigens einer der argen, tatsächlichen, natürlich nicht zugestandenen, Grundsätze derjenigen vor, welche zum Kriege gehetzt haben. Und in gleicher Weise, tote die weiße Bevölkerung von Kimberley sich feit 20 Jahren vermindert hat, so wird auch die weiße Bevölkerung des Randes abnehmen, und mit ihr der immerhin lebhafte Handel. Aber die Goldgewinnung wird nichts destoweniger eine gewinnbringende fein, und die vier großen Finanzgruppen, welche neun Zehntel der Goldminen besitzen, werden ihre Gewinne ganz bedeutend erhöhen. Werden die weißen Arbeiter, welche die Goldindustrie nicht mehr anzieht, im Ackerbau thre Beschäftigung finden? Ganz gewiß nicht. Das Transvaal und der Oranjestaat sind hinsichtlich des Ackerbaues arme Länder. Die Handarbeit geschieht dort durch die Kaffem, mit denen der europäische Arbeiter nicht in Konkurrenz eintreten kann; und die Buren können nur von dem Ertrag ihrer Ackergüter leben, indem sie mit wenigem zufrieden sind. Ihre Vorstellungen vom sogen, guten Leben stehen sehr unter dem Niveau europäischer Anschauung, besonders der englischen. Warum sollten englische Auswanderer einen undankbaren Boden für einen nicht hinreichenden Lohn in Afrika bearbeiten, wenn sie in Australien, in Kanada ganz unermeßliche Einnahmequellen finden, und zu gleicher Zeit einen Wohlstand, der dem gleich ist, den sie in Europa genießen können, ja, diesen noch übertrifft? Nein, Süd-Afrika wird niemals zum größeren Teile von der englischen Rasse bewohnt sein; die holländische Nasse, die das Land gewissermaßen erst geschaffen, es urbar gemacht und bebaut hat, sie, die dort Wurzel gefaßt hat, ist dazu, was auch kommen mag, bestimmt, daselbst in der Majorität zu sein. Die Wohlhabenheit, welche dort die Industrie der Goldminen hervorgerufen hat, wird zweifelsohne so lange währen als diese Minen selbst, das will sagen, vielleicht 30 Jahre, und wenn man dann nicht neue Lager entdeckt — und es spricht nichts dafür, daß dies der Fall sein wird — so wird das Land in einer oder zwei Generationen wieder das sein, was es gewesen ist, ein armes Ackerbauernland, das nur für die Bedürfnisse eines Volkes hinreichen kann, welches so bescheidene Ansprüche macht, rote die Buren. Man mag von hier aus beurteilen, welche Aussichten die Engländer haben, wenn sie aus der Bevölkerung Süd- Feuilleton. Die Mitschüler des Kronprinzen in Plön, die bisherigen Oberprimaner des dortigen Kadettenhauses, Gras von Hochberg, Freiherr zu Fürstenstein, Sohn des Generalintendanten der Königlichen Schauspiele Grafen Bolko Hon Hochberg, von Sommerfeld und Steinbömer, welche mit dem Kronprinzen am 22. Februar die Reifeprüfung nach den Anforderungen eines Realgymnasiums bestanden haben, sind laut Allerhöchster Kabinettsordre d. d. Hubertusstock 24. Februar er. als Fähnriche in der Armee angestellt, und zwar Gras Hochberg im ersten Garde-Regiment KU Fuß, von Sommerfeld im Königin Elisabeth Garde-Gre- nadier-Regiment Nr. 3 und Steinbömer im Hessischen Feld- Artillerie-Regiment Nr. 11. Zur Verheiratung der Kronprinzessin- Witwe Stephanie. Die „Neue Freie Presse" erfährt, daß die Kronprinzessin-Witwe Stephanie am Mittwoch, den 7. März, von Wien nach Schloß Miramar bei Triest abreist, woselbst am Donnerstag, dem 22. März, ihre Vermählung mit dem Grasen Elemer Lonyay stattfindet. Begleitet wird die Kronprinzessin-Witwe von ihrer Tochter, der Erzherzogin Elisabeth, dem Oberhosmeister Grasen Eholoniewski, drei Hofdamen und Dienerschaft. Die kirch- ltche Trauung findet in aller Stille in der Schloßkapelle von Miramar durch den Wiener Hofburgpfarrer Bischof Laurenz Mayer statt. Es heißt, ein Erzherzog werde der Trauung beiwohnen. Graf Lonyay traf schon Ende Februar in Triest ein, da er als Ungar drei Wochen im ?rke des Aufgebots seinen festen Wohnsitz haben muß. ^-nt einigen Tagen ist er vorübergehend in Wien. Nach seiner Vermählung macht das Paar eine Reise nach der Riviera, wenn das Wetter günstig ist, zur See mit einem Lloyddampfer. Gestern, Sonntag, gab die Kronprinzessm- Witwe in ihren Apartements in der Burg ein Abschiedsdiner, wozu meist frühere Oberhosmeister und Hofdamen geladen waren. Nach der Rückkehr von der Riviera nimmt das Paar den Sommeraufenthalt in Rodaun bei Wien. Ein aufmerksamer Schwiegersohn. Folgendes nette Geschichtchen wird über einen bekannten Pariser Arzt, der viele vornehme Damen der Seinestadt zu seinen Patientinnen zählt, ausgeplaudert: Vor kurzem wurde Dr. B. zur Baronin de M. gerufen, die über starkes Kopfweh, Gliederschmerzen und allgemeine Schwäche klagte. In der Erwartung, der Arzt werde bei ihr die Modekrankheit Influenza konstatieren, irrte sich Madame aber. „Ich werde Ihnen sagen, was Sie thun müssen, um sich in wenigen Stunden wieder wohlauf zu fühlen", bemerkte der ärztliche Ratgeber. „Schaffen Sie sofort jenen amerikanischen Ofen dort ab, der die Luft in Jhtem Zimmer mit schädlichen Gasen erfüllt. Diese modernen Kohlenöfen sind wahre Giftreservoire, die kein menschliches Wesen, dem am langer Lebensdauer etwas gelegen ist, in seiner Nähe dulden dürfte." „Der Ofen aber hat mich 120Frcs. gekostet", protestierte die Baronin. „Ganz egal, besser die größte Geldsumme verlieren, als Gesundheit und Leben. Ich werde Ihnen einen Vorschlag machen. Hier haben Sie 25 Frcs., überlassen Sie mir dafür den Ofen und ich werde schon sehen, wie ich das Teufelsding los werde." Die Dame willigte ein, und der. Doktor ließ den Ofen abholen. Nach wenigen Tagen begab sich die einen Wohnungswechsel beabsichtigende Aristokratin auf die Suche nach einem neuen Logis. In einem Salon der ersten Wohnung, die sie inspizierte, entdeckte sie ihren Ofen. „Wer wohnt hier?" fragte sie die sie umherführende Dienerin. „Mm. E., die Schwiegermutter des berühmten Dr. B.", lautete die respektvolle Antwort. Mit einem verständnisinnigen Lächeln trat die Baronin in den nächsten Salon. Mmaristisches. Berliner Französisch. In einer größeren Gesellschaft befindet sich auch eine Pariserin, die ziemlich gelangweilt dasitzt, weil sie einer deutschen Konversation nicht mächtig ist. Deshalb stellt die Frau des Hauses an die Anwesenden die Frage, ob jemand französisch spräche. Einen Augenblick herrscht Stille; dann ertönt aus irgend einer Ecke: „Je!!“ Aus dem iSeschäftSleven. Ein Geschäftsreisender ist von seiner Frau mit Drillingen beschenkt worden, als er gerade im Begriffe steht, sich auf die Tour zu begeben. Jnfolgedeffen fühlt sich sein Chef verpflichtet, für diesesmal sein eigner Reisender zu sein. Er betritt das Haus des ersten Kunden. „Nanu, Sie reisen jetzt?" empfängt ihn dieser. — „Ja, was soll ich machen? Mein Reisender ist plötzlich Vater von Drillingen geworden!" — „Ach Gott, der arme Kerl! Er hat doch schon so eine Menge Kinder," äußert der Kunde bedauernd. Der Chef besucht den zweiten Kunden. „Was ist denn los? Sie reifen jetzt persönlich?" ruft man ihm entgegen, und aus feine Erklärung erfolgt prompt die mitleidige Antwort: „Nein, thut mir der arme Mensch leid, bet seinem geringen Gehalt, und dazu gleich drei!" Der Chef kommt zum dritten Kunden: „Wo kommen Sie denn her? Ist denn Ihr Reisender weg?" — „Nein, aber bei meinem Reisenden sind Drillinge angekommen." — „Was sagen Sie?! Drillinge? Sie! Das ist ja großartig! Nein, freut mich das! Das geschieht dem Kerl recht!" — „Aber erlauben Sie 'mal, warum freut Sie denn das so ungemein? Sie sind wirklich der erste, dem der Mensch nicht leid thut!" — „Nee, wissen Sie," grinst der Kunde, „das gönne ich dem . . .! Jetzt sieht er doch wenigstens einmal, was das heißt, wenn man ein Stück bestellt, und dreie kommen an!!" (Münch. Jugend.) Afrikas loyale und patriotisch gesinnte britische Unterthanen und Bürger machen wollen. Die Engländer säen Wind in Afrika und werden den Sturm ernten, der losbrechen wird an dem Tage, wenn England auf irgend einem beliebigen Punkt des Erdballes in ernstere Schwierigkeiten verwickelt sein wird. Die Kapitulation Cronjes und das offizielle Berlin. Selten, sehr selten befinden wir uns mit dem „B a y» erischen Vaterland" des Dr. jur. Sigl einigermaßen in Uebereinstimmuna. Sigls Haltung gegen Preußen und die großen Männer der letzten 30 Jahre ist fast immer ungerecht, gehässig und kleinlich, und obschon er in manchen Dingen Recht hat, im ganzen höchst unsympathisch. In y seiner Beurteilung des neudeutschen Zickzack-Kurses aber trifft Sigl oft den Nagel auf den Kopf. So bringt das „Vaterland" unter obiger Ueberschrist einen Artikel, der bitteren Ernst mit grimmigem Hohn vereint und — leider — die Wahrheit sagt. Wir sind überzeugt, daß S^l mit seinen Ausführungen nicht nur die Stimmung in Bayern widerspiegelt, sondern auch die Meinung weitester Bevölkerungskreise in ganz Deutschland auf seiner Seite hat, wenn er schreibt: Es scheint nun ganz klar zu sein, daß General C r o n j e sich und den kleineren Teil seiner Armee geopfert, und mit ihm über eine Woche hindurch einer lOfachen feindlichen Uebermacht gegenüber stand gehalten hat, nur um die Hauptmacht retten zu können. Er hat persönlich die schwierigste Aufgabe übernommen, er hat die Nachhut befehligt, um des Gelingens seines Planes sicherer zu sein, mit der fast bestimmten Aussicht, seinen Namen unter die unvermeidliche Kapitulation setzen zu müssen. Das ist ein großer Sieg, der Sieg über sich selbst. Cronje hat sich geopfert, um die anderen zu retten. Fast in der gesamten gesitteten Welt wird denn auch dem tapferen Greise die höchste Anerkennung und Bewunderung gezollt. Eine Ausnahme hiervon scheint — die „Reichshauptstadt" Berlin zu machen. Das deutsche Volk war seit mehr als einem Jahrzehnt daran gewöhnt worden, in Frankreich den künftigen guten Freund und Nachbarn zu erblicken, und die Liebenswürdigkeiten, mit denen man die Franzosen traktierte, von den berühmten Atelierbesuchen der Kaiserin Friedrich angefangen,, bis zum allerhöchsten Besuche eines französischen Kriegsschiffes in den norwegischen Gewässern, waren ohne Zahl. Und doch, wenn man dieselben heute Revue passieren lcsßt, so muten sie einen ganz altertümlich an; wer heiM noch die Möglichkeit eines Besuches der Pariser Wettausstellung oder das Einlaufen des Kaiserschiffes in einen französischen Hafen diskutieren wollte, der würde, obwohl dies alles noch vor Jahresfrist in den offiziösen Kreisen Berlins ernsthaft und beharrlich erörtert wurde, mit sehr erstaunten Augen angesehen werden, als einer, der die letzten Monate verschlafen hat. Ja, in Berlin wird man ärgerlich, wenn man nur an die früheren „Träumereien" erinnert wird, und der Regent von Mecklenburg-Sck)werin, der einem französischen Reporter allerhand schöne Empfehlungen an den „gallischen Erbfeind" aufgetragen hat, hat von Berlin eine fürchterliche Nase bekommen, wie auch Fürst Hohenlohe den „fau^x ßM^des Herzog-Regenten damit paralysieren mußtet daß er im Reichstag bei Beratung des Diktaturparagraphen Töne gegen Frankreich anschlug, die er wohl den Kompositionen Bismarcks aus den 70 er Jahren entnommen hat. Lokales und Provinzielles. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welche« Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen«) Gießen, 7. März 1900. e* Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, zum 6. März dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Friedrich Conradi aus Anlaß seines 50jährigen Dienstjubiläums das Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. ** Berichtigung. Der Polizeibericht hatte in der Nr. 52 unseres Blattes vom 3. März unter der Spitzmarke „Rohheit" das unerhörte Betragen eines Studenten Adam Barth aus Heubach an den Pranger gestellt. Von autoritativer Seite hören wir nun, daß dieser Herr der Universität als Student nicht mehr angehörte, zurzeit da er die erwähnten Rohheiten beging. ** Von der Landeslotterie. Sämtliche Kollekteure des Landes waren am Samstag von der Großherzogl. Lotterie- direktion zu einer gemeinschaftlichen Konferenz nach Frankfurt a. M. beschieden. Die Herren waren fast vollzählig selbst aus den entlegensten Landesteilen erschienen. Auch sonstige Jnteresienten und Berichterstatter hatten sich eingefunden. Vor Beginn der Tagesordnung mußten letztere aber den Saal verlassen, da die Verhandlungen streng vertraulich gepflogen wurden. ES handelte sich hauptsächlich um Entgegennahme von Belehrungen und Vorschriften. Das Verhalten besonders sogenannter Lose-Wiederverkäufer wurde ernst getadelt, da sich das Gebahren vieler dieser Leute mit einer staatlichen Veranstaltung nicht vereinbaren läßt. Wie wir weiter hören, sollen auch zur Stunde noch soviel Lose auf Lager sein, daß solche kaum vollen Absatz finden werden. Allgemein ist man der Ansicht, daß es weit besser gewesen wäre, nicht zu hohe Gewinne, sondern mehr kleinere Gewinne zu fixieren, um gleichfalls wie bei anderen Lotterien schon auf zwei Lose einen Treffer zu schaffen. ** Auf Grund des deutsch - amerikanischen Packet- Abkommens werden versiegelte Postpackete nach den Bereinigten Staaten nicht zugelassen, weil der Inhalt den Zoll- und Postbeamten leicht zugänglich sein muß. Deshalb sind die Postanstalten seitens des Reichspostamts angewiesen, versiegelte Postpackete nach den Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr anzunehmen, sondern den Absendern zur Aenderung des Verschlusses zurückzugeben. Rockenberg, 6. März. Gestern nachmittag verschied nach vorausgegangenem kurzem Kranksein infolge eines Herzschlages der in weiten Kreisen hochgeachtete Geistliche unserer Gemeinde, Herr Pfarrer A. MeeS im 65. Lebensjahre. In dem nun Entschlafenen betrauert die hiesige Einwohnerschaft einen Seelsorger, der es mit jedem wohl meinte. Am 14. Februar d. I. waren 31 Jahre verflossen, daß der hochwürdige Herr in unserer Gemeinde im Interesse des Einzelnen als der Gesamtheit gewirkt und sich hierdurch unvergeßliche Verdienste erworben hat. Aber nicht allein hier hat Herr Pfarrer Mees seinen schweren Beruf aufs gewissenhafteste erfüllt, sondern bis vor einigen Jahren hat derselbe, als Butzbachs katholische Gemeinde noch keinen eigenen Pfarrer hatte, dort zu jeder Jahreszeit den Beruf eines Geistlichen pflichtgetreu und mit größter Liebe vollführt. Möge der nun Dahingeschiedene in Frieden ruhen, fein Andenken bleibe ein stets gesegnetes. §§ Ober-Schmitten bei Nidda, 5. März. Vergangene nacht sprang die geistesgestörte Katharine Mandel von hier aus dem Fenster ihrer Wohnung in unangekleidetem Zustande und ertränkte sich in der unmittelbar an ihrer Behausung vorbeifließenden hochangeschwollenen Nidda. Griesheim, 5. März. Heute nacht verstarb hier nach längerem Leiden im besten Mannesalter der Großh. Beigeordnete Jakob Nothnagel. Der Verstorbene, eine allgemein geachtete und in weitesten Kreisen bekannte Persönlichkeit, war Rechner der Darlehnskasse, Mitglied des Kreistags, Präsident des Soldatenvereins und zweiter Komman- banrber Freiwilligen Feuerwehr. Das allzufrühe Hinscheiden des allen örtlichen gemeinnützigen Bestrebungen stets zugänglichen und um ihre Förderung wohlverdienten Mannes wird aufs schmerzlichste empfunden. Wetzlar, 6. März. Der „Wetzl. Anz." schreibt: Was gerüchtweise schon seit einigen Wochen verlautete, ist, wie wir von zuverlässiger Seite erfahren, nun leider tatsächlich eingetreten: wir verlieren unsern Landrat Herrn Dr. G o e- decke. Erst vor wenigen Monaten drohte uns die gleiche Gefahr'; damals war Herr Dr. Goedecke zum Landrat des großen Kreises Saarbrücken ausersehen. So ehrenvoll dieser Ruf für ihn war, lehnte er es doch ab, demselben Folge zu leisten, weil er sich nicht von dem ihm lieb gewordenen Kreise Wetzlar trennen wollte. In gleich günstiger Weise ist diesmal die Sache für letzteren nicht verlaufen. Herr Dr. Goedecke ist als Vortragender Rat in das Finanzministerium berufen worden unter Umständen, die es für ihn ausschließen mußten, auch diese Berufung abzulehnen. Dem Vernehmen nach wird uns unser Herr Landrat nach beinahe vierjähriger segensreicher Thätigkeit in unserem Kreise bereits am 1. April mit dreimonatlichem Urlaub verlassen, um am 1. Juli sein neues Amt zu übernehmen. Er darf bei seinem Scheiden von hier versichert sein, daß ihm der Kreis Wetzlar allezeit ein dankbares Andenken bewahren wird. Marburg, 5. März. Nach einer hierher gelangten Mitteilung unseres Landtagsabgeordneten, des Landrats v. Negelein in Berlin, sind die von der BürgervereinS- Kommifsion unternommenen Schritte behufs Belassung der hiesigen Polizei im königlichen Dienste erfolglos gewesen. Vermischtes. Bad Kisfingen, 5. März. Behördlicherseits wurde die Auslieferung, bezw. der Rücktransport des in Konkurs geratenen, in Newyork sistierten hiesigen LederhändlerS David Kissinger von hier nach Schweinfurt verfügt. Selbst die hier lebenden, gut situierten beiden Brüder des Bankerotteurs verlieren große Summen. Die Passiva Kissingers, darunter meist Wechselforderungen, werden 200,000 Mk. überschreiten. Universität Md Hochschule. — Verschiedenes r Man berichtet aus Heidelberg: Durch das Ableben des Geh. Rats Georg Meyer sind im Lehrplan der hiesigen juristischen Fakultät etliche Verschiebungen für kommendes Sommersemester notwendig geworden. Professor Jellinek wird die Vorlesung über „Allgemeines und deutsches Reichs- und Landesstaatsrecht" übernehmen. Von bestimmten Ersatzvorschlägen verlautet noch nichts. So wird denn in diesem Sommer die an der Universität Heidelberg radi- tionelle besondere Pflege der öffentlich rechtlichen und staatswiffenschaft- lichen Disziplinen einem einzigen Ordinarius obliegen. Denn Professor Max Weber hat zwar „Theoretische Nationalökonomie" angekündigt, wird aber aus Gesundheitsrücksichten nicht lesen. Bei Prüfungen vertritt ihn der a.-o. Professor Leser. — Zu der Regierungsentschließung, an den beiden badischen Universitäten Frauen zur Immatrikulation zu- »ulaffen, wird aus Heidelberg geschrieben: Eine völlige Gleichstellung mit oen Studenten ist durch diesen Erlaß noch nicht erfolgt, denn im Gegensatz zu der Behandlung der Studenten werden Studentinnen ohne Maturitätsexamen nach wie vor nur als Hospitantinnen zugelaffen. Den immatrikulierten Damen dagegen steht fortan jeder Hörsaal, auch der des widerwilligen Dozenten, offen. Zwei Tage vor Eintreffen der Ministerialverfügung hat eine Heidelberger Studentin, die Amerikanerin Frl. Hittl, durch eine Dissertation über „die Präposition wip im Altenglischen" sich mit dem seltenen Prädikat summa cum laude den philosophischen Doktorhut errungen. — Aus Straßburg schreibt man: Der katholische Priester und Stadtbibliothekar in Schlettfiadt, Joseph G6ny, der in den wiffenschastlichen Kreisen durch mehrere historische Arbeiten über diese seine Vaterstadt schon bekannt ist, wurde Don'bec philosophischen Fakultät der hiesigen Universität auf Grund seiner bisherigen litterarischen Thätigkeit und eines mit bestem Erfolg abgelegten Examens zum Doktor der Philosophie promoviert. Kirche und Schuir. Haftet die Schulbehörde für das Eigentum der Schüler? Die Frage ist jüngst vom Hamburger Oberlandesgertcht zu Gunsten der Schüler entschieden worden. Einem Schüler des dortigen Wilhelms- Gymnasiums war vom Flur des Gymnasialgebäudes, der den Schülern zur Aufbewahrung ihrer Ueberröcke, Kopfbedeckungen, Schirme ufro. angewiesen ist, ein Winter-Ueberzieher nebst darin steckenden Tüchern und Handschuhen gestohlen worden Auf die Klage der Mutter verurteilte das Oberlandesgericht die Schulbehörde zur Zahlung des Schadens von 70 Mark. In den Urteilsgründen heißt es, daß die Eltern, die ihre Kinder auf die Staatsschulen schicken, mit der Schulverwaltung ein vertragsähnliches Verbältnis eingehen, in dem die Gewährung des Unterrichts usw. als Leistung und die Zahlung des Schulgeldes als Gegenleistung zu betrachten sei. Die Schulverwaltung habe die notwendige« Schulemrichtungen deshalb so zu liefern, daß für die Benutzer keine Nachteile daraus hervorgingen. Zu diesen Einrichtungen gehöre aber auch ein vor Diebstahlsgefahr gesicherter Platz zum Aushängen der von den Schülern mitgebrachten Wintermäntel, Kopfbedeckungen usw Wenn nicht anders em konkurrierendes Verschulden des Bestohlenen nachzuweffen sei, müsse die Schulverwaltung für den gestohlenen Gegenstand hasten. Iitteratur. Meyer- Hand * Atlaö. Die zweite neubearbeitete und vermehrte Auflage von Meyers Hand-Atlas mit 113 Kartenblättern, (9 Textbeilagen und Register aller auf den Karten und Plänen vorkommenden Namen), Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien, ist vor kurzem vollständig erschienen. Der vorzüglich und zweckdienlich ausgestattete Buch-Atlas steht vollkommen auf der Höhe seiner Aufgaben, und er entspricht vermöge seiner wissenschaftlichen und praktischen Ausgestaltung den modernen Anforderungen in allen Beziehungen. Als ein besonderes Verdienst muß es angesehen werden, daß die Herausgeber den im Vordergründe des politischen Tagesintereffes stehenden kolonialen Bestrebungen und dem dadurch gesteigerten Orientierungsbedürfnis ein feines Verständnis entgegengebracht haben lvergl. die neuen Karten von Kamerun, Togoland, Französtsch-Hinterindien, Britisch-Nordamerika rc.). Von aktuellem Werte ist neben der im großen Maßstabe gehaltenen Karte von Ostafrika die Äfftte: Südafrika mit dem Karton von Natal. Interessant veranschaulicht ferner die graphische Darstellung von Aequa- torial-Afrika unter anderm auch die von dem Deutschen Reich gegen den Kongostaat beanspruchte Grenze am Kivu-See. Den Fortschritten der deutschen und englischen Eisenbahnbauten in Afrika ist besondere Aufmerksamkeit gewidmet und unsern letzten kolonialen Erwerbungen durch die Spezialkarte der Marshall-Karolinen, Palau- und Marianen- Jnseln (mit Karton der wichtigsten Inselgruppen) Rechnung getragen worden. — Fügen wir noch hinzu, daß die Behandlung der öffentlichen Verkehrsmittel, Eisenbahnen, Dampffchiffe und Telegraphen (Kabel), nach offiziellem Material erfolgt ist; im Anschluß daran gewährt das Folioblatt Weltverkehr eine vortreffliche Uebersicht über die heutigen großen Verkehrswege und -Mittel. Als nicht geringste Neuerung endlich ist die Beigabe eines erschöpfenden Namenregisters, das die Brauchbarkeit des Meyerschen Hand-Atlasses wesentlich erhöht, hervorzuheben. Hier galt es, 75,000 geographische Namen alphabetisch zu ordnen und, wo nötig, durch entsprechende Zusätze näher zu bezeichnen. Kurz, Meyers Hand-Atlas wird sich mehr noch wie zuvor in Schule und Haus, in den Stätten geistiger Arbeit das Bürgerrecht dauernd sichern, und in allen Fällen, in welchen eine zuverlässige Orientierung nicht von der Hand zu weisen ist, dürfte sich dieser Buch Atlas aufs beste bewähren. Der Preis sür den in Halbleder gebundenen Band beträgt 13 Mark 50 Pfg., daneben besteht auch eine Lieferungsausgabe in 38 Heften zu je 30 Pfg. Jagd und Sport. Hannover, 6. März. Die Geweih- und Jagdtrophäen-Ausstellung des deutschen Jagdschutzvereins (Landesverein Hannover), die vom 2. bis 6. März im Palmengarten zu Hannover für die deutschen Waidmänner und alle Freunde des edlen Waidwerkes ihre Pforten geöffnet hielt, ist die erste Geweih-Ausstellung Nordwestdeutschlands. Die Zahl der ausgestellten Trophäen beträgt über 1300, darunter ca 700 Reh- gehörne und 300 Hirsch-Geweihe. Interessant ist die Sonderausstellung für Damschaufeln, Wapitihirsche, Schwarzwild, Elche und dergl. mehr. Da die Ausstellung aus allen Revieren Deutschlands und des Auslandes beschickt wurde, so darf die Ausstellung als eine der bedeutendsten bisherigen des Reiches gelten, zumal erfahrene Fachmänner sie für wett vollendeter erklären, als die alljährlich in Berlin stattfindenden Gewech- ausstellungen. Die Sammlungen alter Adelsgeschlechter, Grasen und Fürsten, mehrerer Forstmeistereien und Oberförstereien bieten ausgezeichnetes Material, das die Bewunderung aller Jäger und Forstbeamten erweckt. Die am Samstagabend beendete Prämiierung brachte den nach- benannten Ausstellern die höchste Auszeichnung, den „silbernen Schild": Bresener-Hamburg, Buchmann-Rebberlah, Oberamtmann Ehlermann-Celle, Grafregent Ernst zu Lippe-Detmold, Generaloberst Graf v. Waldersee, Freiherr v. Knigge-Beienrode, Graf v d. Schulenburg-Wolfsburg, Dr. Fritze, Fürst zu Inn- und Knyphausen, Major Freiherr v. Marschall, F. Behrens Hannover, Landwirtschaftsminifier v. Hammerstein-Loxten. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Gtetzen, 6. März. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.80—0.90, Hühnereier per St. 5—6 H, 2 St. 00—00 Enteneier 1 St. 0—0 4, Gänse« eier per St. 6—00 H, Käse 1 St. 6—8 H, Käsematte 2 St. 5—6 4« Erbsen per Liter 20 Linsen per Liter 39 Tauben per Paar X i.t 0—1.20, Hühner per St. X 1.20—2.20, Hahnen per Stück X 1.20-2.00, Enten per St. X 2.00—2.40, Gänse per Pfund 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh« und Rindfleisch per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60—72 H, Schweine« fleisch, gesalzen, per Pfd. 76 3», Kalbfleisch per Pfd. 64—66 4, Hammelfleisch per Pfd. 60—64 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 bÄ 4.50 X, Weißttaut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 6.60—7.00, Milch per Liter 16 4. Frankfurter Börse vom 6. März Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult. März 1.25 %, do. per ult. April 2.20*/, Diskonto Kommandit per ult. März 1.10%, do. per ult. April 28/q. Lombarden per ult. März O.75n/o, do. per ult April 1.00%, do. per ult. Mai 0.00, Deutsche Bank per alt. März 0 00. Notierungen: Kreditaktien 235-234.90-235.00, Dtekonto- Kommandit 197.20-40, Staatsb. 189.40, Gotthard 143.70, Lombarden 29.20-00, Ungar. Goldrente 98.25, Italiener 94 90-00, Sproz. Mexikaner 26.20, Oesterr. Coupons 845/s» Amerik. Coupons 4.19'/», Privat-Diskont 51/t«-5,/8% ll/i bis 2»/i Uhr: Kreditaktien 235-5.40, Diakonto-Komman- dit 197.40, Staatsbahn 189.40, Lombarden 29.20-30.__ Wetterbericht. Sowohl bas norböstliche Depressionsgebiet als auch bas über bem Mittelmeer gelegene Minimum finb im Abziehen begriffen. Von Norbwesten her hat bas barometrifd>e Maximum seine Herrschaft noch weiter über bte kontinentalen Lagen ausgedehnt, unb bedingt dasselbe, von Morgennebeln abgesehen, vorwiegend heiteres Wetter. Namentlich das Alpengebiet hat vorwiegend heiteren Himmel. Der Frost hat bereits erheblich nachgelassen und wird noch toeiter abnehmen, da das baro trische Maximum im Nordwesten vor einer vom Ozean hereindrängenden Depression gegen Südosten zurückzuweichen scheint. Voraussichtliche Witterung: Meist heiteres Frostwetter. Morgens Nebel, unter Tags wärmer. Man pflege die Haut nehme Storung des Wohlbefindens wird vermieden, denn die Thätigkeit der Haut und ihre Einflüsse auf die Gesundheit ist viel größer, als die meisten glauben. Nach den Urteilen der Aerzte hat die Patent-Myrrholin-Seise alle Eigenschaften zu einer Toilette-Gesundheitsseife für den täglichen Gebrauch und empfehlen ihre Anwendung aufs wärmste. Ueberall, auch in den Apotheken, erhältlich.___________________________________________________123 Kunst-Ausstellung. au s Stellung im Turmhaus am Brand ist täglich tou 11 bis 1 Uhr mittags m Ausnahme des S imstags geöffnet. Mittwochs auch noch ron 8 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50Pfg< an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. In den zusaumei Hochelheim, r a 1. Dornholzk In 3 nach Nicdeik „DorchlM §oWm, n a) 5 Stamme unb 3 rm W. W l urtb 27 ru b) Hochelhei« 3. fll. = Aadel: 4t § L. Vollnkirchen schlag". Dort 2 unb 3 mitve Wen: 7 C = MH NW Huchen: 1 Mchhofi: Wx 7 unb 2.: w Weideuhc Haag", an t »Streitheck" Achen: 3 Aadel: l v KleinHe«i ebeMs an ‘ ßichev: s s Aa-el: 3 § 12 tn in bei «itK® ,„A* «>»L? äs «eÄ H'" M, * sÄ * "Äräib di! iniwi"6* ’Wg AS * Die Vergebung M m 16;5l .Mmeim unb den *6 A M WM VrM bti aefunbtnet AW -chlgm, tm Uebng Gießen, be LttGM.ObN-E m ] 3em ' wer bit Wim $e Neuerung tnU\4 hin oxW'r un'b, ;■ W. Aw,, Ney« ult unb HM, in k, sichern, und in üa I uicht von bet hin beste bewähren, iägl 13 Start 50 ?■: Heften zu je 30$ n Seimi? ß"!Wtnbti lich 2p unb Ti«. L'SS Üfftt ^WjBbebürjnS ♦nR r Wieti!« Ki Ä Seltenen iL Jtton von »af.f S?Äs* bvoMen-AuSste^ Monet), bie oerni ' bie beutjihen Er: ihre Pforten geöffrz -utsihlmdS, Sie 34 larunfer ca 700 W bie Smderaurst^ lche unb bergf ach. önb beiNImbtb >et bebeckndstm b» »minner sie sür wi stattfinbenben Teoch chlechter, Srojen ict) iger unb ZoKm- ung Wkn nat >en Jfan Stilb* M v. ffialbtx\«, urg-WoWnxg, Dr. :eihtn v. Maxschal, hMMchtin-Lorten M«M Lus dm 1* 30-0.90, HÜhmrm 610-0 * matte 2 6L 6-6 A 5|, Tauben per ), bahn-" per W >, Unfe per M Anb> unb Kinbfltb! $0-12 L W» n» M. 64—88 j 100 Silo 4.00 B )tr4tr.46^-7* Di«1 >. H®rz .25 % «t°- März l.W’/oi d0, V 0.757», d°- Mo Bank per1“ jener * w®11,11 Ltot« gelegt :ss* sft*3 |0t bere" §baV K unb mW tfi ntho" ,eut unb ip KZ Vergebung-. »n, da« fflroSb Pr°°in,ial-Arresthr.us dahier soll die Lieferung der foigenLL d.fZ°il°E 1. AM 1900 dis SLWr, 1901 erforderlichen Werrekrungs- und Werörauchsgegenflande: Arod Wecke Ochfeofleifch. 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