Mittwoch den 7 November 150. Jahrgang Zweites Blatt Nr 261 ichener Anzeiger Heneral-Anzeiger > 11 > Mr. 2 °' F Zlsnts- und Zlnzeigeblutt fux? den Ttveis Gtefzen. : ■ ।**■ Alle Anzeigen-VcrmittlungSstellen deS In- und AuSiandct nrhmrn Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auSwärtS 20 Pfg^ Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den leiemben Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Klczugspreis Vierteljährl. Ml. 2,20 monatlich Pfg. mit ‘öriugcvloljn; durch die Abholestellrn vierleljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahr!, mit Bestellgeld. fr^rttU tägNch mit Ausnahme des Montags. Die Gießener AamtkteuSrällcr werben bem Anzeiger im Wechsel mit „Heft Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" wbchtl. 4 mal beigelegt. “ät ZD liessen. ** »th. WolfRe^H, .bnir aaize op.85 $»V Irthw, Mk öl' ™Beeth6t® Mk 2 m Onna®*it* 1144 AM its-Vereix.) •er d. 1, erb'. ui-sMr nd M. wird Ä Pchmin» (in««®1“' M sedmgunM iucbt ,x f, C. 4851 ; «iE-—< irf 'U^ibeile" WS- IW )er Borftaud. marck/tr. 6 uni) >er &ptitreigtlln Lmi1 lobat i, I 8il.et R°hk Mts;» •>s?r schließen seien. Das Warenhaus für Armee und Marine sollte bei dem Erlaß der Warenhaussteuer auf Betreiben । von konservativer Seite von der Besteuerung freigelassen werden. Die neueste Preisliste dieses Warenhauses vom Oktober umfaßt 348 Seiten. Dos Warenhauschat eigentlich alles zur Verfügung seiner Kunden, Militäruniformen jeglicher Art, militärische Ausrüstungsstücke, Armeefechtzeilg, Zelte, Lagcrdecken, Koch- und Bratapparate, Patentbettstellen, Schneeschuhe, Fahrräder, Civilanzüge, Hof-, Staatsund Civil-Unifonnen, Jagdanzüge, Lawn-Tennis- ustd Strandanzüge, Schuhwerk um. Gamaschen, Schlußwaffen, Munition n.nd Jagdgerät, Sättel und Reitzubehör, icg liche Bcdarfseinrichttingen für Stallgerät, tierärztlich strumente, Wagengerät, dann ferner alle Arten von Wascye und Leinen, Handschuhe, Schirme, Kiffer, -ederwar , Uhren und Uhrketten, elektrische Hau-->telegraphem Ferm qläser, Zeichengerät, Lampen Thee, ChokoladeKakao, Cigarren Cigaretten, Weine, Liköre und ..A.Ealwaster endlich natürlich auch Spielkarten und unzählige» andere^ ^^Cronberg, 5. November. Die Besserung im Be^ finden der Kaiserin Friedrich ist dem Verlaufe bei Krankheit entsprechend fortgesetzt z u fried e n st e l l e n o. Der Kräftezustand ist derart gehoben, daß die hohe Pa^ tientin fast den ganzen Tag über außer Bett zu bringen rmd I täglich Besuche empfangen kann. Tas hefNfch ')? r i ih c n ii a a r Friedrich Karl, das feit voiiger Woche seinen Wohnsitz wieder ganz ?^'legt hat, kommt täglich zum Besuch nach Schloß Friedrich.'- Hof. Von der kaiserlichen Familie ist fetzt nur noch Pnn zessin Adolf von Schaumburg-Lippe auf schloß ^riedrichs- I Hof anwesend. . treibe, erschwere nur die Durchführung der Wirtschaftspolitik des Kaisers. Von der Größe und Macht unseres I Vaterlandes habe jeder, Landwirt ober Jnbustrieller, ob I Katholik ober Protestant, bie gleichen Vorteile. — Den mehrfachen falschen Nachrichten über bie Verurteilung des Prinzen Arenberg gegenüber hört der I „Schw. Merk.", daß der Prinz kriegsgerichtlich zum Tode I verurteilt, vom Kaiser jedoch zu lo j ä h r. Z u ch t h a n s I und zur Entfernung aus dem .Heer begnadigt wurde I und daß die Zuchthausstrafe durch einen weiteren I kaiserl. Gnadenakt in Gefängnisstrafe ver- I wandelt worden ist. . - Ein hiesiges Blatt will gehört haben, der Kaiser I werde den Reichstag diesmal in eigner Person mit I Verlesung einer Thronrede eröffnen. Die Eröffnungs- I sitzung finde am 14. November, mittags 12 Uhr, im Saale I des königlichen Schlosses statt. — Beim Z u s a m m e n t r i t t des Reichstages werden I die Parteien in folgender Stärke in den Reichstag ein- I ziehen: 49 Deutsch-Konservative, 21 Reichspartei. 107 I Zentrum, 50 Nationalliberale, 13 freisinnige Vereinigung, I 27 Deutsch-freisinnige Volkspartei, 7 deutsche Volkspartei, I 55 Sozialdemokraten, 14 Polen; die deutsch-soziale Re- I formpartei ist zerfallen und den Fraktionslosen zuzu- I zählen, zu diesen gehört noch der Rest der Mitglieder. I .. — Gleich beim Wiederzusammetrnitt des Reichs - I tag es wird der Antrag auf Beseitigung des so l genannten fliegenden Gerichts st an desderi Presse von neuem eingebracht werden. Ein dahin zielen- I der Antrag war bereits vor zwei Jahren, beim Beginn I der gegenwärtigen Legislaturperiode beim Reichstage ein- I gegangen, ist aber in der vorigen Tagung überhaupt nicht mehr "zur Beratung gelangt. , I — Die im Pr-ozeß Sternberg so sensationell bc-oorgetretenen Beamten der Kriminalpolizei ~ biet und Stier st ädter sind, wie man hört, vorläufig pom Dienst suspendiert. Es ist ein Disziplinarverfahren gegen sie eingeleitet worden, und der Minister des Innern hat vom Polizeipräsidium Bericht eingefordert. — Wie die „Nat.-Ztg." erfährt, ist es noch fraglich, ob der preußische Landtag sicb bereits in diesem Winter mit einer neuen Wohnungs-Vorlage zu beschäftigen haben wird. Die Regierung behandelt angelegent- lichst die Wohnungsfrage, doch sind die Arbeiten noch nicht so weit gediehen, sd aß der zu beschreitende Weg mit Sicher- | heit festgelegt werden könne. Im Kolonialamt hat unter dem Vorsitz des Direktors Dr. Stübel eine Konferenz von Vertretern der Reichsregierung, des preußischen Handelsministeriums und verschiedener Kolonial-Gesellschaften zur Vorbereitung der Gegenstände der nächsten Kolonialratssitznng stattgefunden. Wie nach der „National-Zeitung" verlautet, gewinnt es an Wahrscheinlichkeit, daß General Lieb er t bis auf weiteres im Kolonialdien st verbleiben und wieder nach O st a f r i k a zurückkehren wird. - Der Kolonialrat dürfte sich außer mit den Etats für die Schutzgebiete auch mit einer Verordnung beschäftigen, welche die Ausfuhr Farbiger zum Zwecke der Schaustellung verbietet. — Wie dem „Berl. Tgbl." mitaeteilt wird, hat am Samstag Nacht eine Zusammenkunft von etwa 70 Kriminalbeamten stattgefunden, die mit den in der Erklärung der „Berl. Ko'rr." verlautbarten Anschauungen des Polizeipräsidiums im Zusammenhang zu stehen scheint. (Siehe „Prozeß Sternberg. D. Red.) — Auf die Anfrage des Deutschen Handelstages bei den Handelskammern,' ob die Errichtung einer Auskunftsstelle für den Außenhandel erstrebenswert sei, haben sich 22 Handelskammern dafür erklärt, 38 dagegen. Acht Handelskammern nehmen eine vermittelnde Stellung ein; sie treten dafür ein, daß eine Auskunftsstelle mit beschränkten Zielen errichtet werde, wobei hauptsächlich daran gedacht wird, daß die Auskunft den Inhalt amt- I 1 ich er Veröffentlichungen zum Gegenstand habe, während I Mitteilungen zur Anbahnung geschäftlicher Verbindungen I weniger in Betracht kommen könnten oder gänzlich auszugesprochen habe. Die Verteidiger Iustizrat Dr. Sello und Tr. Heinemann finden es doch sehr bedenklich, daß in einer io wichtigen Sache, bei der es sich um Kopf und Kragen nicht nur eines, sondern vieler Männer handele, von einem Beamten doch so vieles verschwiegen morden )ei, was für die Beurteilung der Glaubwürdigkeit der Fncoa Woyda doch! von so großer Erheblichkeit sei. Pra).: Warum haben Sie von alledem nicksts erzählt? Zeuge Stierstädter: Wenn ich alles hätte erzählen wollen, was m den Dingen erzählt worden und vorgekommen ist, dann hätte ich wohl die ganze Zeit, die für die Verhandlung angesetzt ist, allein auszufüllen gehabt. * Der „Nordd. AUg* Ztg." zufolge hat heute Reichskanzler Gras Bülow wegen der Vorgänge iw Prozcsst Sternberg den Minister des Innern, Freiherrn N Rhe im baben, zu einer Besprechung eingeladen. Die mm»- sterielle ,Berl. Korresp." schreibt: Die Vorkommnisse m i dem jetzt schwebenden St e r n b e r g s ch e n P r o z e s) e, insbe ondere das Verhalten der beteiligten .Kriminal-B^ amten, werden von den vorgesetzten Instanzen emaeh^'v »erfolgt. Tas P°liz-i-Präsidmm hat um doUcS LrH ube- die Auzeleseuheü jit verbreiten, den betreffenden Beamten. Prozeß Sternberg. Berlin, 5. November. Von der Verteidigung ist für heute der Polizeibirektor: v. M e e r sch e ib t-H ü l l e s e m als Zeuge gelaben. worben. Der Chef ber Kriminalpolizei, Regierungsrat Diele- r ici, wohnt ber Verhanblung bei. Als erste Zeugin wirb Frau B l ü m k e, bie verheiratete Schwester ber Frieda Woyda, vernommen. Sie erklärt auf wiederholtes Befragen des Vorsitzenden, daß sie sich nicht mehr auf die Einzelheiten erinnern könne, die Frieda Woyda bei einer ersten Darstellung von den Ereignissen bei der Margarete Fischer angegeben hat. Der Vorsitzende befragt die Zeugin eindringlich, ob sie etwa von irgend einer Seite beeinflußt worden sei. Sie bestreitet dies, erzählt dann aber mehrere Thatsachen, die doch auf eine solche Beeinflussung hindeuten. Staatsanwalt Brant: Als Ihre Schwester davon sprach, daß sie ihr Gewissen erleichtern wolle, muß Sie das doch sehr erschüttert haben. Haben Sie denn nicht heftige Vorwürfe gegen das Kind erhoben ober es gestraft, ober voll Entsetzen bie Sache bem Gericht mitgeteilt? Zeugin : Ich war sehr aufgeregt unb habe das Mäbchen immer tuieber gefragt, wie sie zu solck>en- Lügen gekommen sei. Staatsanwalt: Hat sie benn überhaupt zugegeben, baß sie „gelogen" habe? Zeugin: Sie hat immer wieber gesagt: Sie weiß nicht mehr, es sei nichts passiert. Staatsanw.: Also, baß sie gelogen hat, hat sie nicht gesagt? Zeugin: Nein, sie hat immer gesagt, sie wisse von nichts, sie habe bem Herrn Stier- stäbter auf seine Fragen oft gesagt: Ich weiß nichts; Herr Stierstädter habe aber geantwortet: Du weißt es doch. Du weißt noch mehr! Auf Befragen des R.-A. Fuchs bestätigt die Zeugin, daß Herr Stierstädter bei den Besuchen, die e;r machte, das Wort geführt und versucht habe, über die Vorgänge in der Fischerschen Wohnung das Kind auszuholen. Stierstädter habe sich nur sehr pflichteifrig gezeigt und sei sehr eilig in seinen Schlußfolgerungen gewesen. Sachen, auf die sich das Kind nicht besninen konnte und die es noch nicht ausgesprochen, habe Herr ötier)tobter selbst 'ausgesprochen. Herr Stierstädter habe jeme B^iuck)^ bis in die neueste Zeit fortgesetzt. Rechtsanw. HUchs I.: Hat sich Ihre Schwester vor Herrn Stierstadter gefürchtet. Zeugin: Sie hat gesagt, Herr Stierstädter sei wie eine Hyäne, sie fürchte sich vor ihm. An die Zeugm wird noch von Rechtsanwalt W r o n k e r, Reck>tsanwalt Heinemann, Justizrat Sello und einigen Beisitzern । eine ganze Reihe von Fragen gerichtet, die auf die Aussagen der Zeugin Bezug haben. Die Zeugin bleibt il a. dabei, daß sie Herrn Stierstädter vor etwa vierzehn Tagen gesagt habe, die Sache werde diesmal doch vielleicht anders kommen, denn sie habe inzwischen, seitdem die Frieda bei ihr sei, doch das Mädchen wiederholt ans Lügen ertappt. Herr Stierstädter habe darauf p „Das brauchen Sie doch nicht zu sagen! DA stnd kleine Notlügen, wie sie alle Kinder mal sagen. . Meine Kinder belügen mich auch manchmal!" Herr SNerltadter habe dann noch mehr Fragen an Frieda g-nch£ unib u a. gesagt: Wenn das Kind znrnckzoppt, dann kommt Cterm berg frei. Er hat dann auch von großen Summen " MG I Mark oder 120 000 Mark gesprochen und gesagt, er könne auch Herrn Justizrat Sello hineinlegen, denn wenn er eiruae Dinae zur Sprache bringe, schieße bieder sich eine | r,1 ß, Qcuge Stierstabter bestreitet bies. Auf Grund einÄ ihm kurz vorher zugegangenen Briefes rickstet Iustizrat Dr. S e l l o an den Zeugen Sticr- üäbter die Frage, wo und wann er gebient habe, und ab es ihm bekannt sei, baß er bei feinem Regiment den Kviknamen „Sck)windel-Stierstäbter" geführt habe. Zeuge NkerstädtT?: I Gott bewahre. Frau Bliimke wird weiter gefragt, wann sie bas Kiub aus bem Waisen- hause genommen habe. Sie bekunbet: Frieba hatte sich über schlechtes Essen im Waisenhause beklagt. Darauf habe Stierstäbter recht mit Eclat gesagt, bas Kinb sollte un Waisenhause gewiß vergiftet werben. Zeuge Stierstäbter bestreitet auch! dies mit der größten Entschiedenheit und behauptet, daß Frau Blümke den Verdacht zuerst aus- rin* des Ter nidlt ZK'L W 'Garantie Zurück- k nähme. Von grösstem Wert bei Herstellung von Puddings, Mayonnaisen etc. Aüiierdem als extrastarke EmailichOMol das ganze Jahr Aber vielfach verwendbar. Erhält!, in feineren einschläg Geschäften: wo nicht, direkt vom alleinigen Fabrikanten B. v. HCneradorfi Kachf., Stuttgart, welcher auch Prospekte u. la. Zeugn. grat u. frco. versend. Wiadarverkänfarn lohnender Rabatt, Von einer praktischen Hausfrau erfunden! Preis nur nochx 16.- (ohne Befestigungsvorrichtg. A 13). Zelt- u. Kraftereparnie beim Teigrühren. Unerreicht prachtvolle Back-Resultate! 6973 Mk. 15 716.69 d. h. zur Hälfte der durch verschiedene Um- | änderungen im Bahnhof Offenbach notwendig gewordenen Herstellung und Verlegung der Feldstraße daselbst entstandenen Auslagen und Kosten herangezogen. Der Fiskus weigerte sich aus verschiedenen Gründen, für den Betrag aufzukommen; der Provinzialausschuß bestätigte aber das Urteil des Kreisausschusses, wonach der Eisenbahnfiskus, der den meisten Vorteil von der Anlage hat, für die vor- genannte Summe aufkommen muß, auch hat er die Kosten des Rekurses zu tragen. — In derselben Sitzung wurde dem Gastwirt Friedrich Schreyer, hier, LogierhauS „3ur Stadt Wiesbaden", Schloßgraben 15, wegen Duldung und Unterstützung unsittlicher Handlungen die Konzes- sion entzogen. Worms, 5. November. Ein aus allen Kreisen des hiesigen Bürgertums zusammengesetztes Komitee hat bereits die erste Beratung über ein Denkmal für den verstorbenen hessischen Finanzminister und früheren Oberbürgermeister von Worms, Wilhelm Küchler, gepflogen. Bei Gelegenheit der Einweihung der Straßenbrücke wurde von einem hiesigen Bürger der Stadt resp. dem Oberbürgermeister ein Betrag von 1OOOO Mk. zur Verschönerung der Umgebung derselben zur Verfügung gestellt. Auf Anregung des Schenkgebers und im Einverständnis mit dem Oberbürgermeister soll dieser Betrag nunmehr als erster Grundstock für die Errichtung des Denkmals dienen. Durch Sammlungen soll dem Bürgerrum alsdann Gelegenheit gegeben werden, thätigen Anteil an einer Aufgabe zu nahmen, die jeder Wormser sicherlich mit Freuden unterstützen wird. -w- Worms, 5. November. Heute wurde die Lehrer- tompagnie entlassen, die hier sechs Wochen übte und dem Inf.-Regt. Nr. 118 zugeteilt war. Daß dies die letzte sechswöchige Hebung sei — wie mehrere Blätter meldeten — ist nicht richtig, vielmehr sind noch so viel Lehrer zurück, die die erste zehnwöchentliche Hebung gemacht haben, daß mindestens noch in den Jahren 1901 und 1902 sechswöchentliche Lehrerkompagnien gebildet werden müssen, während die vierwöchentlichen Hebungen der Lehrer nicht vor 1905 aufhören dürften, falls man so verfährt wie seither. Seit 1. Oktober d. I. dienen die Lehrer einjährig-freiwillig, die letzte zehnwöchentliche Hebung fand voriges Jahr statt. Wetzlar, 5 November. Die heute vormittag hier vollzogene Ersatzwahl eines Abgeordneten zum preußischen Landtage an Stelle des Prinzen Hermann zu Solms- Braunfels hat das vorauszusehende Ergebniß gehabt. Von den gewählten 192 Wahlmännern waren 169 bei der Wahl erschienen und es vereinigten sich sämtliche abgegebenen Stimmen auf die Person des von den vereinigten konservativen und liberalen Parteien aufgestellten Kandidaten, Kreissparkassendirektor Schlabach (kons.), dessen Wahl mithin einstimmig erfolgt ist. ric Krieskasten Ser Redaktion. D. Die Meldung der „Post" ist salsch: Major v. Madai ist weder gestorben noch erkrankt, er hat vielmehr den Tod der beiden See- soldaten, wie wir gestern richtig berichteten, gemeldet. Gerichtssaal. -nn. Darmstadt, 5. Rooemde.. Ein Urteil von prinzipieller Bedeutung fällte heute die Strafkammer in der Siche gegen den Jakob Siefert von Strümpfelbrunn i. O. weaen Zuwiderhandlung gegen das Gewerbesteuergesetz. Er betreibt seit Jahren im Hinteren Odenwald gewerbsmäßigen Güterhandel, sog. Güterschlächterei, indem er in Not geratenen Landwirten ihr Gütchen möglichst billig abhandelt und in Parzellierung wieder anbei wäcks v-ikauft. ohne hierzu e>n entsprechendes Giw:rbspatent zu lösen. Er Hai seit 1892 ca. 23 derartige Händel im Gesamtbeträge von ca. 200000 Mk. abgeschlossen, und die Vorschußkasse hat ihn bei diesem Treiben unterstützt. Aut erfolgte Anzeige der Steuerbehörde wurde er von der Vorinstan; mit einer Geldstrafe von 400 Mk. belegt, gegen die er heute mit gutem Erfolg Berufung verfolgte, indem die Verteidigung anführte, baß daS Gswerbesteuergesetz von 1827 (I), das hier in Flage kommt, trotz verschiedener Ergänzungen und Nachträge eine be'ondere Besteuerung dieses Gewerbes nicht vorschretbt, und daß eine Klassifizierung in irgend eine der vorhandenen Tarifklassen nicht möglich sei. Nach nahezu einstündiger Beratung schloß sich das Gericht diesen Ausführungen an, hob das Urteil der Vorinfianz auf und sprach den Angeschuldigten von Strafe und Kosten frei. Voraussichtlich dürfte diese Frage auch noch höhere Instanzen beschäftigen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Religionsunterricht in der FortbttvupgSschuIe? D!e Notiz in Nr. 258 des „Gießener Anzeiger", wonach eine NeligionSlehrer-Konferenz in Ruppertsburg beschlossen bat, die Einführung des Religionsunterrichts in die Fortbtld ungs- schule anzustreden, hat uns einigermaßen in Erstaunen verseht. Wir fragen, waS foll denn mit dieser Einführung bezweckt werden? Welches ist überhaupt die Aufgabe di s Fortdildungsschul-Unterrichts? Die beste Antwort auf die letze Frage gibt uns wohl das hessische Volksschulgesctz selbst, wenn es in seinem Arrikel 16 sagt: „Ausgabe der Fortbildungsschule ist die weitere allgemeine Avrbilbung der Schüler, insbesondere deren Befestigung und Wetterführung in denjenigen Kenntnissen und Fertigkeiten, welche für das bürgerliche Leben vorzugsweise von Nutzen sind." Diese Kenntnisse erstrecken sich doch wohl auf Deutsch (Lesen, GeschästSaussätze, Buchführung), gewerbliches Rechnen (Wechsellrhre) R-ichs- und Landesverfassung, Versicherungswesen. Denn sider junge Mann, wir denkm vo-zugS- weise an junge Handwerker, Kaufleute und Landwirte, muß heute, wenn er in seinem Berufe sorlkommen will, ein gewiss?? Meß dieser Kenntnisse besitzen, und diese können ihm am besten durch eine Fortbildungsschule, sei diese welcher Art sie wolle, übermittelt werden. Von Jabr zu Jahr steigern sich die Anforderungen, die man an die Berufsausbildung stellt, die Stundenzqhl muß erhöht werden, tun oll dazu auch noch der Religtonsunterricht treten, der, unserer Meinung nach, wöhrend der Schulzeit größtenteils mit Gutem Erfolg und in ausreichende!: Weise getrieben wurde. Zudem findet ja, wie bekannt, für die aus der Schule entlaßene Jugend die sog. Ermsten- lehre statt, in der sie noch drei Jahre lang in Religion unterwiesen wird. Warum will man nun dtesin Unterricht gerade der Fortbildungsschule aufd»ängkn? Es wäre, denken wir, Sache der Geistlichkeit, den Religionsunterricht zu erteilen, oder fir d die in der Christenlehre erzielten Resu täte nicht genügende? Bedürfen nur die Besucher der gesetzlichen Fortbildungsschule des Religionsunterrichts, oder soll er auch auf die Schüler der Handwerkerschulen, der kaufmännischen und landwirtschaftlichen Fachschulen ausgedehnt werden? Wir können uns gar nicht denken, in welcher Weise ein solcher Unterricht erteilt werden soll Will man ihn schulmäßig gestalten, biblische Sprüche und G« schichten, sogar solche des alten Testaments, lernen lassen? Dann wäre wohl dem Ganzen mehr geschadet als genützt. — Die Notiz in dem „Gt.ß. Anz." schließt mit den Worten: „Doch ist die Sache noch nicht spruchreif." Auch wir sind dieser Ansicht und wünschen, daß sie auch nie zur Reife komme. Möge darum unser Schulministerium auf dem bisher beschrittenen Wege bleiben und da« hessische Fortbildungsschulwesen, das in der letzten Zeit in einem erfreulichen Aufschwung begriffen ist, immer weiter ausbauen zum Segen der hessischen Jugend. Wir aber schließen mit den Worten: „Der Kirche, was der Kirche, der Fortbildungsschule jedoch, was der Fortbildungsschule gehört." K Neueste Meldungen. Berlin, 6. November. Der Dampfer Marienburg, auf dem der gestern an der Pest verstorbene Seemann Kunze in Bremen eintraf, ging am 3. ds. nach La Plata ab, und trifft Sonntag in Antwerpen ein, wo das Schiff voraussichtlich in Quarantäne gelegt werden wird. Paris, 6. November. Heber die Vorgeschichte der jüngsten carlistischen Hnruhen wird gemeldet: Die spanische Regierung besitzt untrügliche Beweise, daß am vorgestrigen Namenstage Don Carlos' die Insurrektion in Katalonien ausbrechen sollte, aber der gleich Don Carlos in Venedig weilende Adlatus des Prätendenten, Mora, gab Gegeninstruktionen. Der Carlisten Chef für Katalonien mobilisierte seine Leute, indem er darauf rechnete, einen Teil der Garnison von Barcelona zu gewinnen. Die Regierung hatte in Erkenntnis der Sachlage einen Garnisonswechsel vorgenommen. Jetzt erklärt sie den carlistischen Anschlag für völlig vereitelt. In Katalonien stehen jetzt 10> bis 12,000 Mann, die alle etwa auftauchenden Banden vertreiben können. Die Verhaftungen dauern fort. Preßburg, 6. November. In der gestrigen Sitzung des hiesigen Gemeinderats wurde ein Antrag auf Beseitigung der deutschen Verhandlungssprache wegen der heftigen Opposition der deutschen Mitglieder zurückgezogen. Auf der Straße wurden die Wortführer der Deutschen von der magyarischen Studrntenscha t mir Percat- und Abzugrufen empfangen und ausgepfiffen. Man befürchtet weitere Hnruhen seitens der magyarischen Bevölkerung. New-Nork, 6. November. Eine Gruben-Explosion ereignete sich in Virginia. Sämtliche in der Grube befindlichen Arbeiter wurden verschüttet. Die Anzahl der Verunglückten ist noch nicht bekannt. Bis jetzt sind zwölf Leichen ans Tageslicht befördert. Vermischtes. * B r e m e n, 5. November. Tie Bekanntmachung des Medizinalamts bezüglich der Vorsichtsmaßregeln, die an< läßlich des Pestfalles getroffen, besagt ausführlicher: Der Seemann Kunze ist gestern in die Isolierbaracke der Krankenanstalt gebracht worden. Alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Die mit den Kranken in Berührung gelangten Personen sind unter Beoback),tung gestellt. Der Dampfer „Marienburg", mit dem der an Pest erkrankte Seemann eingetroffen ist, kam aus Rosario. * Lyon, 5. November. Infolge einer Kessel-Ex- plosiou stürzte ein Teil der Kraftstation der e l e k t r i s ch e n Straßenbahn zusammen, wodurch ein Angestellter getötet und fünf Personen verwundet wurden. Tie Maschinenhalle wurde vollständig zerstört. Der Straßenbahnverkehr ist unterbrochen. * A g e n (a. d. Garonne), 5. November. Gestern abend kehrte der kommandierend General des 13. Armeekorps, T e B o y s s o n , zu Wagen von seinem Schloß in der Nähe..von Croix Blanche hierher zurück. Unterwegs gingen die Pff erde durch: der General stürzte auf die Straße und erlitt einen Schüdelbruch, infolge dessen der Tod sofort eintrat. * Lemberg, 5. November. In P r z e m y s l ist das Sokolgebäude niedergebrannt. Drei Feuerwehrleute sind dabei ums Leben gekommen. X 0.50—0.80, Hühner per St. X 0.90—1.20, Hahnen per Stück X 0.50—1 0% ih’.ten per St. .<1.80—2 20, Gänse per Pfund x 0.46-0 58 Ocb'enfieüch per Pfd. 68—;»^, Kuh« und Rindfleisch per Pfd. 62 i/4 4 Schwemeflcgch per Pfd. 50—<0 Schweine» fletsch, acicuzen, per Pfd. 74 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 Kartoffeln per 100 Kilo 4.50 bi» 5.20 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per 6tr. X 4.00—4.50, Milch per Liter 18 Zwetschen X 3 00—5.00. — Darmstädter Bank. Zwischen dieser Bank und den Bankfirmen Otto Dav.ffon und H. Oppenheimer in Hannover schweben Ver» Handlungen, welche die Ueberführung dieser Geschäfte in eine Filiale der Darmstädter Bank in Hannover bezwecken. Ass Stadt und Kand. Gießen, 6 November 1900. * Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten« Bersammlung am Donnerstag den 8. November 1900, nachmittags 3% Uhr: 1. Baugesuch des Hans Meyer für die Westanlage; hier: Dispens. 2. Baugesuch des Joh. Georg Pfaff für den Schiffenbergerweg; hier: Dis- pmS. 3. Gesuch desselben; hier: Dispens. 4. Gleiches Gesuch des Joh. Georg Pfaff; hier: Dispens. 5. Baugesuch deS M. Levi für den SelterSweg; hier: Dispens. 6. Gesuch deS Joh. Nickel um Erlaubnis zur Aufstellung eines Steinbrechers im Stadtwald; hier: Dispens. 7. Gesuch des Gffellschaftsvereins wegen Einfriedigung in der Weidengasse; hier: Feststellung der Baufluchtlinie. 8. Gesuch des Gustav Kreuder um Angabe der Baufluchtlinie vor seinem Hause in der Neustadt. 9. Die Hofraite zum Pfau; hier: Erbauung einer Waschküche. 10. Herrichtung einer Läutevorrichtung in den Schulgebäuden der höheren und erweiterten Mädchenschule. 11. Das Gebäude der Stadtmädchenschule; hier: Die Badeeinrichtung. 12. Die Roon- straße; hier: Geländeaustausch mit Seuling, Prang, Schäfer und Größer. 13. Gesuch des Otto Schaaf um käufliche Heberlassung von städtischem Gelände in der Goethestraße. 14. Gesuch des Professors Dr. Biermer um Verpachtung von Gelände in der Lonystraße. 15. Gesuch des W. Gail um Geländeabtretung am Ekdkauterweg. 16. Rechnungsabschluß des Gas und Wasserwerks fürs Jahr 1899/1900. 17. Die Festsetzung der Kokspreise. 18. Die Höhe der Kohlenpreise; hier: Abgabe von Kohlen seitens der Stadt. 19. Die Straßenbeleuchtung der Stadt Gießen; hier: Die Beleuchtung in der Marburgerstraße. 20. SubmissionS- holcherkauf aus dem Stadtwald für das Rechnungsjahr pro 1901/02. 21. Vergebung der Holzhauer- und Waldkulturlöhne für die Stadtwaldungen pro 1901/02. 22. Gesuch des Otto Luft um Heberlassung von Fichtenstammholz aus der Hand. 23. DaS Obstbaumstück der Stadt Gießen; hier: Aufhebung des mit dem 1. Bataillon abgeschlossenen Pachtvertrages. 24. Gesuch des Vorstandes des Gießener EisoereinS um Heberlassung der Wiesen hinter den Eichen. 25. Die Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Gießen. 26. Die Rechnung der Stadt Gießen für 1899/1900; hier: Hebertragung von Kredite für 1900/01. 27. Die Rechnung der Plock'schen Stiftung für 1899/1900. 28. Der Voranschlag der Plock'schen Stiftung für 1901/02. 29. Reichswaisenhaus Lahr; hier: Gesuch um Einzahlung von 1000 Mk. an den Fechtverband Gießen Lahr. 30. Gesuch des Julius Schulhof um Erlaubnis zum Kleinverkauf von Branntwein int Hanse Marktstraße 4. 31. Desgl. des Emil Bender um Erlaubnis zum Branntweinausschank über die Straße im Hause Neustadt 53. 32. DeSgl. der Elisabeths Sorgenfrei um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Neustadt 14. •* Landwirtschaftlicher Verein. Die Präsidenten-- wähl des Landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oderhessen steht, wie gemeldet, auf der Tagesordnung der Generalversammlung des genannten Vereins, die am Donnerstag den 8. November, mittags 12 Hhr, in „Steins Saalbau" abgehalten wird. Wie wir hören, sind bis jetzt drei Kandidaten in Aussicht genommen: 1. Der seitherige Vizepräsident, Oekonomierat Schlenke-Hardthof, 2. Graf Oriola, 3. Gutsbesitzer Schade-Altenburg. ** Luftballonfahrt. Am 8. November findet eine inter- nationaleBallonfahrt behufs Erforschung der höheren Luftschichten statt. Es werden bemannte und unbemannte Ballons an folgenden Orten aufgelassen: Trappes, Paris, Straßburg i. E., München, Wien, Bath bei Bristol, Berlin und Petersburg. Der Finder eines unbemannten Ballons erhält 20 Mk. Belohnung, wenn er diesen sowie den an ihm hängenden Korb mit dem Instrument sorgfältig birgt, das letztere unberührt läßt und sofort telegraphische Nachricht an die jedem unbemannten Ballon beiliegende Adreffe schickt. Ebenso erwünscht ist es, wenn die Sichtbarkeit des B lllonS unter Angabe der Zeit und der Himmelsrichtung den benachbarten Instituten mitgeteilt wird. Butzbach, 5. November. Einer Einladung der Herren Melchior Folge leistend, besuchte am Samstag nachmittag die Gießener Burschenschaft „Germania- die hiesige Gambrinusbrauerei. Der hierbei in gastfreundlicher Weise kredenzte Trunk soll den „Germanen- trefflich gemundet haben, die anscheinend Kenner derartiger vorzüglicher Stoffe zu sein scheinen. Es mögen wohl einschließlich der alten Herren ca. 40 Gäste von den Schwarz rot-goldenen ge- wesen sein. (Butzb. Zkg.) -v- Stangenrod, 5. November. In diesem Sommer wurde hier mit dem Neubau eines Schulhauses be gönnen. Die Arbeiten sind ziemlich rasch fortgeschritten, sodaß der Rohbau bereits fertiggestellt ist. Im Laufe des Winters und Frühjahrs werden die inneren Arbeiten vollendet. Mit Beginn des nächsten Schuljahrs wird alsdann das Gebäude eingeweiht und bezogen. Der Neubau enthält einen Schulsaal und eine geräumige Lehrerwohnung. -nn. Darmstadt, 5. November. Der Provinzialausschuß der Provinz Starkenburg verhandelte heute in der Beschwerdesache des EisenbahnfisknS der Kgl. Preuß. und Großh. Hess. Eisenbahndirektion Mainz gegen die S t a d t v e r - waltung Offenbach. Diese hatte den FlskuS mit ’• November. er Polizeidirektor 9e Äen. wor- ungsra/D/ere- &uqui wird S ötieba verholtes Be- W mHr au\. 'E Bvcha bei >>en bei der fc Hende befragt die cgend einer Seite >es, erzählt dann li eine solche Beran t: Als Ihre wiffen erleichtern laben. Haben Sie ind erhoben ober sche dem Gericht Mttzi M tykbe oü sie zu solchen l t: Hat sie denn habe? Zeugin: iß nicht mehr, ei i, daß sie gelogen in, sie hat immer iem Herrn Stier- Miß nichts; Herr )u weißt es bftf, :s R.-A. Fuchs bv : bei den msich M über im bis Kind croA® r Mchteiftia, ge ßfolgeruntzen ge t besinnen konnte Herr Bier,Wer >abc seine «esuche MM ssUchs 1.: fftädter gefürchtet/ ierftäbter sei W An die Zeugm er, MMnwall einigen Beisitzer , die aus die Äus- e Zeugin Mbl vor etm vieW diesmal doch viel * rffi- '• Kinder ä'Liäbter hade und n. 0. m lommt Stern- Lummen, »w gejagt, er tonne binn wenn - diejer ick '™e ■t bestreuet b«i t ,eu Zeugen-nn -dient hab-- :"i»s LW5 erst erdacht s -i. örbttn ml ’ "’tl ^fangen eH™ ,®anila ’ bin* t*»«. ■ 3 «'mitte. Ijdh'i'stMNÜM e SS*** Stieg ^egenrevolu- ^llo und ^er t b, daß a Arage« , u^levonei"^ 7 houdelk' v ,(elt wollen batUi für h,e hobt unter Entbindung von der Pflicht zur Amtsverschnnegen- heit die Ermächtigung zu uneingeschränkter Aussage erteilt. Ebenso nimmt int Auftrage des Polizei-Präsidenten der Chef der Kriminal-Abteilung, Regierungsrat Tieterici, mit Erlaubnis des Gerichtshofes, an den Prozeßverhandlungen teil. Ter Kriminalschutzmann Stierstädter und der Kriminalkommissarius Thiel üben dienstliche Funktionen gegenwärtig nicht aus. Die zu ergreifenden disziplinären Maßregeln müssen, um dem Gange des gerichtlichen Verfahrens nicht vorzugreifen, einstweilen Vorbehalten bleiben. Nach Klärung der Sachlage im gerichtlichen Verfahren wird im Tisziplinarwege sofort und unnachsichtlich eingeschritten werden, die erforderlichen Ermittelungen sind sofort ciuflclcitet.__ Arbeiterbewegung. Dünkirchen, 5. November. Eine Anzahl Hafenarbeiter, Heizer und Kohlenträger sind wiederum in den Ausstand getreten und verlangen Lohnerhöhung. HMdel und Uerkehr. Uolkswickschaft. •tote», 6. November. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kosteten: Butter ver Pfd. X 0.95—1.10, Hühnereier per St. 7-9 4, 2 St. 00-00 Enteneier 2 St. 00—16 4, Gänse, der per St. 00—00 H, Käse \ St. 5—7 Küsematte 2 St. 5—6 4. Erbsen per Liter 24 Linsen per Liter 34 Tauben per Paar Gießen, den 6. November 1800. 7266 sagen innigsten Dank 7278 Familie Lotz. Familie Flamme. tieiben sanft entschlafen ist. 7265 Die Beerdigung findet Donnerslag den 8. November, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Löwengasse 2, aus statt. Gießen, Butzbach, den 6. November 1900. Dlü Beerdigung findet Mittwoch den 7. November, nachmittags 4 Uhr, von der alten Klinik aus statt. Gustav Orbig Die tieftrauerudeu Hiuterdltedeuerrr I. d. N.: Frau Louise Orbig, geb. Gerhardt. Gustav Gerhardt uud Frau. Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwägerin, Schwiegermutter und Großmutter Kau Henriette Räuber, geb. Silß am 5. November, abends 11 Uhr, nach langem, schwerem Leidm sanft dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Räuber. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben, unvergeßlichen Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber Gatte, 23.der, Schwtegecvatcr und Großvater Herr Adam Lotz Aahrrwärter aus Autzbach am 5. November, morgens 5 Uhr, nach langem, schwerem Städtischer Arbeitsnachweis Meße« Garteustrabe L. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Buchbinder, 1 Metzger, 1 Bauschlofser, 3 Bauschremer, 1 Büreaud.ener, 1 Fuhr knecht, 1 Kutscher, 3 Hausburschen, 3 Taglöhner, 2 Waschfrauen. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Blechner, 1 Metzger, 1 Küfer, 4 Rock- arbei er, 1 Schneider auf Woche, 1 Schuhmacher, 3 Bauichreiner, 1 Taglöhner, 1 Dienstmädchen, 1 Laufmädcken. Deutsche chrundschutd-IZank. Die auf Mittwoch, d^n 28. November 1900, mittags 12 Uhr, anberaumte außerordentliche General - Versammlung finde' nicht in den Sälen M Hotels „Vier Jahreszeilen ".sondern im Kihrnrgs- saake unserer Mauk, Dorotheenstraße Nr. 95/86, statt. 7163 Berlin, den 5. November 1900. Die Direktion. Sanden. Warsinski. Sgy ♦ d* j J* Heute, Dienstag: liillfrtllOf. »SSy-t ßivlritt frei. 04807 Anfang 8 Ilhr. Kakao Wagner Chokolade Wagner als vorzüglich bekannt. Zu Weihnachts-Geschenken speziell geeignet. In allen Preislagen stets frisch vorrätig bei 7255 Emil Fischbach, Hießen. feinste deutsche, 7251 feinste französische Produkte Emil Fischbach. Emil Pistor Nachfolger Giessen, WarKtstraße 10. Gisen-, Wetallwaren- und Werkzeughandlung Haushaltungs und Küchengeräte Ofenschirme, Kohlenkasten, Wärmflaschen Ateifch-ackmafchinen, Waagen, Kyroler Krant-ovet. Soeben wieder eingetroffen: 7189 Oefen und Kochherde in reichhaltiger Auswahl. 1627 srüdling! Sommer! Inrbst! Winter! Tlllhlige Rockiirdkiler gesucht W. 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Dezember) 69,53 Mk. an solche evangelische würdige Stadtarme verteilt werden, welche selbst in Gießen geboren find, und deren Eltern und Groß ltern ebenfalls dorten zur Welt klwen und daselbst das Bürgerrecht inre haben oder hatten. Anmeldungen zum'Bezu^ dieser Z'nsen sind auf dem Armenamt bis zum 1. Dezember er. zu erstatten. Mittwoch den 7. Dovemöer 1900, a^nds 81/, Uhr pünktlich, im Hotel Grohherzog von Hessen: General-Versammlung Fages-chrdnung. I. Geschäfts-- und Kassenbericht. 2. Mitteilungen 3. Eicktrische Beleuchtung dec Eisbahn. 4. Vorstandrwahl. . Stock, 5 eventl. 6 Zimmer mit Gartenanteil, Bleichplatz u all. Zubehör sof. ob. spater zu verm. Ederstr. 2, Ecke Nordanl. 01799] Eine schöne, neu hergertchlele Mansardenwohnung (LRäurne) m Bleichplatz u. Oarlenanteil sofort oder später zu vermieten. Ederstrasse 2, Ecke Nordanl. ÖJletnea Logis zu vermieten. 04795 "Löwengaffe 17. ^Stren^eclle^illsgst^vczus S auellel In mehr als LSOSOVJainttlentm Gebrauche! 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