Freitag den 7. September 150. Jahrgang LVOO Grstes Blatt Amts« und Anzeigeblatt für den Kreis Gieszen r^nywrr» des des überaus Kezugsprelo öietteljäbrl, 'IW monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn z durch dir tibbolcfttike D Graf Waldersee sich rühmliche Lorbeern holt, so wird dozch« nie und nimmermehr sich fügen dürfen, iva^, jenes Blatt sagt. Richt in Ostasien, sondern in Mitteleuropa glänzen hie MerM unseres Schicksals. Darf es denn jemals dazu kommen, daß aus den wilden Ereignissen in China sich tiefgreifende Verwickelungen, in Europa erheben, deren Lösung auf die Schwertfaust gestellt werden muß? Gerade, wenn wir „auf keinen Fall" und auch dann nicht Peking preisgeben würden^ wenn die Mächte einhellig ihre Truppen zurückzögen, würde die Gefahr für uns auf das Aeußerste sich steigern. Wo ist der hallende Jubel, der einst, wie die Offiziösen versicherten, an, der Newa laut wurde, als die Mission des Grasen Waldersee zuerst die Welt überraschte? Die kühlen Erklärungen des Petersburger „Regierungsboten" mit ihren nach Berlin gerichteten Spitzen, die Antwort des Kaisers Wilhelm in seiner Casseler Tischrede, schweren Stoß erlitten haben, und leicht ist es verständlich, wenn ernsthafte und zurückhaltende Organe in dem Uebermaß der von uns veranstalteten Feiern die Wurzel des gegen uns überall emporkeirnenden Argwohns erblicken. Man nimmt sich im Winterpalast, im Elysee und in Downingstreet nicht die Mühe zu psychologischen Analysen, sondern hält sich an dem thatsächlich Gegebenen, und indem man die Fülle der in Deutschland gefallenen Worte, indem man die Fülle der in Deutschland bekundeten Pläne zusammenadiert, gelangt man zu einem Faeit, das nach klaren Gesetzen die Wage des Vertrauens hoch in die Lüfte treibt. ' Wir mögen uns gegen die harte Macht der Thatsacheu sträuben: die Isolierung Deutschlands ist außer Zweifel gestellt, und wieder einmal ist die Stunde gekommen, in der wir Umschau, halten müssen nach der kühlen, selbstberechneten Freundschaft Albions. Es ist ein Fehler gewesen, daß wir allzu eifrig an die Stelle der That das überschwängliche Wort gesetzt haben. An dem, was ein Kaiser sagt, soll man nicht drehen und deuteln, und wer wollte leugnen, daß aus dem Laute seiner Worte sich Absichten herausschälen mußten, die mit den Plänen der anderen Mackste sich nur schwer vereinigen ließen. Und ein weiterer Fehler lag in der Sendung des Grafen Waldersee und in den unerfreulichen Erscheinungen, bie sie begleitet haben. Ein einhelliges, internationales Vertrauensvotum, das den tüchtigen Mann auf einen Ehrenposten berief, — nun wohl, das hätte Deutschland mit Genugthuung erfüllt, und eine besonnene, diplomatische Aktion, die vorher die Kompetenzen des Oberfeldherrn und den Umfang des gemeinsamen Vorgehens festgelegt hätte, würde dem Grafen Bülow Anerkennung eingetragen haben. Aber anders, als man annehmen durfte, haben sich die Dinge entwickelt, wir haben den Sprung gewagt, ehe wir die Tiefe ermaßen, und so müssen wir prüfen, ob uns die Gliedmaßen heil blieben. Heute bleibt uns als bester Bundesgenosse die finanzielle Depression Rußlands. , , t r ...... Wie überall, so muß auch hier jeder Schritt sorgfältig erwogen werden, die Besonnenheit muß das Steuer sUhren. Und hieran hat es gefehlt, vielleicht, weil mir allzu heftig Auslagen beim Besuch des Kreisfeuerwehrtages eine Vergütung von 2 Mark aus der Gemeindekasse zu beziehen haben. Denjenigen Besuchern, welche einen weiteren Weg, insbesondere mit der Bahn, zurückzulegen haben, empfehlen wir eine etwas erhöhte Vergütung zu bewilligen. I. V.: Boeckmann. Gießen, den 4. September 1900. Betr.: Die Unterstützung von Familien der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen em bie Geohh. Bürgermeistereien M Kreise-. Wir beauftragen Sie, die Gemeinde-Einnehmer anzuweisen, alsbald und spätestens bis zum 1. November d. Js. bezüglich der von denselben in rubro vorgelegten Beträge mit unserer Kreiskasse abzurechnen. v. Bechtvld. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme aus meine Bekanntmachung vom 16. August d. Js. gebe ich wiederholt bekannt, daß die in Gießen wohnenden Mitglieder des landw. Bezirksvereins ihr Exemplar des Büchleins über die landwirtschaftlich wichtigeren Neuerungen des bürgerlichen Gesetzbuchs kostenfrei aus der Registratur des Kreisamts in Empfang nehmen können. Gießen, 5. September 1900. Der Direktor des landw. Bezirksvereins, v. KZ echtold.. Gießen, den 3. September 1900. Betr.: Abhaltung zweier Kreisfeuerwehrtage des Kreises Gießen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien der Land- gemeinden des Kreises. Am Sonntag dem 14. Oktober d. IS. wird für den Bezirk Lich in Hungen, und am Sonntag dem 7. Oktober d. Js. für den Bezirk Grünberg in Grüv- berg ein Kreisseuerwehrtag abgehalten werden. Den Kommandanten der Feuerwehren wird hierzu besondere Einladung zugehen. Wir geben Ihnen hiervon mit dem Nnfügen Kenntnis, daß die Kommandanten oder im Verhinderungsfälle deren Stellvertreter als Ersatz für die Adreß« für Depeschen: cht«ß«, Fernsprecher Nr. 5L —R——IMt Rr. 209 jü (ätß4 sü M mb Wajdger Wk »Heff. e. ^Blätter Ne H. SMfctuufce* >.-rchL. 4 wä kifdtgt III l s Z o 5 3 s Bezeichnung der Stellen, welche Zahl der Stellen Zu welchem Teile oor- behalten Ob etatS- mäßtg im Sinne von S 10 derGrunb- sätze Etnkommm der Stellen im Jahr Anforderungen, welche an den Bewerber gestellt werden Der Anstellung gcht eine Probe- dtmstzeit voraus von Die Anstellung erfolgt: a) auf Lebenszeit, b) aus Kündigung mtt einer Frist von . . . 30lo: naten, c) aufjederzeittgen Widerruf Angabe über die Bedingungen des Auf- rückenS in höhere Stellm Bemerkungen unmittelbar aus der Zahl der Mtlitär- anwärter besetzt wer- dm können in der Regel nur im Wege des Auf- rückens zu erreichen find 1 Dimer sdes chem. Unter« suchungS« amtes der Provinz Oberheflm — 1 ganz. nein. 960 Mark. — — auf jederzeUtgen Widerruf. — — 2 Bau- schretber. — 1 zur Hälfte. ja (aufWtder- ruf). 1200 Mark, steigend bis 1800 Mark. Praktische und theoretische Kenntntffe des RechnungSwesms 6 Monate auf Widerruf. — 3 Kreitzboten — 2 zu zwei Drittel. nein. je 600 Mark fix, Gebühren von rund 300 Mark (Transportauslagen find abgerechnet). Ftnanzexamm 2. Kategorie. auf jederzettigen Widerruf Die Gesamt- thätigkeit eines Krets- boten beläuft stch auf etwa 8 Monate im Jahr. Eigentümer — Fasel - — Gesund- Bemerkungen Ordn.- Namen Wohnort Raffe Alter Farbe Körperbeschaffenheit heits- u. Rähr- zustand 1 Carl Zimmer Klein-Eichen Vogelsberger 16 Monate rot genügend gut 2 Carl Volp Klein-Eichen ff 15 Monate genügend ■ r Johs. Schmidt V. Oueckborn ■ iv. Jahr sehr gut ff 4 Johs. Henkel Grünberg 13 Monate gut ff S Heinr. Dickhard Lehnheim * 17 Monate gut ■ s Phil. Lückert Wetterfeld ff 15 Monate genügend ff 7 Ludw. Loth Beltershain H 17 Monate genügend ff 3 Konrad Bürger Niederohmen U . iVz Jahr gut tf angekauft v. d.Gern. Freienseen 9 Carl Gemmer Oberohmen Simmth.Remz. 15 Monate Gelbrotscheck sehr gut ■ 10 11 Konrad Zimmer Otto SuMoff Lich Merlau tf V n w 14 Monate 14 Monate Falbscheck Hellfalbscheck ziemlich gut 12 Heinrich Lein Klein-Eichen ■ n 16 Monate Hellfalbscheck ft angekauft v.d.Gem Oueckborn 18 Kaspar Lbchel Reinhardshain Simmth Krzg. l‘/t Jahr Falbscheck gut • uns an Äußerlichkeiten, an Scheinerfolge klammerten. Und vor allem scheint es, als sei der wichtigste, im letzten Grunde allein maßgebende Gesichtspunkt nicht immer festgehalten worden: Kein fremdes Abenteuer, so glanzvoll es scheinen mag, darf dahin führen, daß unsere europäische Stellung eine unerträgliche Belastung erfährt. Hier, in Deutschland, zwischen Maas und Memel, leuchten die Sterne unseres Schicksals. Durum wünschen wir auch, daß Kaiser Wilhelm 'oa§ Wort nicht gesprochen habe, daß er Peking nicht aufgeben werde, auch wenn er sämtliche Armeekorps mobilisieren müßte. Wir dürfen nicht die Flöte niederlegen, aber wir dürfen auch nicht eigensinnig den chinesischen Generalmarsch blasen, wenn alle anderen^ Instrumente Friedenschoräle spielen. Das giebt keine wohlthuende Musik. Die Lage ist heute so ernst, wie sie -es wohl seit vielen Jahren nicht war. Politische Tagesschau. Von Bord des Lazarettdampfers „Köln". Der „Str. P." ist nachstehender Brief zur Verfügung gestellt worden, der an Bord des Lazarettdampsers „Köln" auf der Taku- Rheede am 26. Juli vom Arzt dieses Schiffes geschrieben, und am 31. Juli von Iokohama abgesandt worden ist: Soeben fahren wir mit einem neuen Schub von Verwundeten nach Yokohama, um sie in unserem dortigen Hospital unterzubringen. Es sind mit den Kranken 52, darunter zwei Offiziere mit zerschoffenen Ellbogen und Knie. Unter den anderen fünf schwere, sonst leichte Verwundungen. Gott sei Dank, daß die Chinesenbande nicht mit Dum- Dum schießt. Wir haben ein paar Knochensplitterschüffe, sonst nur glatte Durchschlagswunden mit brillanter Heilung. Die Geschosse find sehr klein, und so kam es, daß einige unserer Verwundeten zwei Schüsse haben, ohne bedenkliche Folgen. Durch lebensfähige Organe, Herz, Gehirn und Unterleib, sind eigentlich die einzig tötlichen Schüsse gewesen. Wir haben Lungen-, Leber-, Hals-, Bein- und Armschüfie, die alle heilen. Kürzlich brachte ich einen Verwundetentransport mit Kapitän z. S. Lans und zwei Offizieren, fünf Verwundeten und 25 Kranken nach Aokohama. Diesmal sind noch drei Marineärzte mit, die damals alle aus Schiffen oder im Felde waren. Vorgestern fuhren ein Kapitänleutnant und ich auf das Schlachtfeld, zunächst nach den Takuforts und dann nach Tonku. Großartige Befestigungsanlagen im modernsten Stile erbaut, mit kolossaler Armierung, Kruppschen Schnellladegeschützen 15 und 24 Zentimeter mit elektrischer Bedienung. Daneben eine Reihe älterer Geschütze, hohe lange Lehmwälle mit Granit- und Cementein- lagen. Unmassen von Munition find vorhanden In Tonku knatterte es noch, da und dort eine Explosion, in der Nacht Brände in der Stadt Allenthalben wird verwüstet, besonders von den Russen. Mit den Chinesen wird kurzer Prozeß gemacht, seitdem man unsere Patrouillen verstümmelt gefunden, und man weiß, was für Greuel an Gefangenen oder Verwundeten, die man nicht mitnehmen konnte, verübt wurden. Dies ist ein Krieg, wo es heißt, siegen oder sterben. Gefangene, humane Behandlung der Verwundeten giebt es nicht'; was der tierischen Cyinesenhorde in die Hände fällt, wird grausam stückweise abgeschlachtet, und gequält, den gefundenen Toten der Kopf abgeschnitten. Unsere Leute kämpfen jetzt mit einer Wut und Erbitterung, die keinen Pardon giebt. Es ist rührend zu sehen, wie die einzelnen Nationen so einmütig gemeinsame Sache machen, wie die Franzosen, Russen, Japaner usw. Schulter an Schulter mit uns fechten. Dabei muß zum Lobe un« ferer Truppen gesagt werden, daß ihre exakte und energische Kampfes- weise allen aufs Aeußerste imponiert hat, und sich z. B. die Russen immer freuten, wenn sie mit den Unsrigen kämpfen konnten. Die Japaner wollten den Mächten zeigen, daß sie würdig seien, eine Großmacht zu sein, und gehen drauf wie besessen. Das meiste haben sie mit den Russen zusammen in Tientsin geleistet, das nun endlich so besetzt ist, daß man ruhig einem überlegenen Angriff entgegensetzen kann. Hier in Tientsin will man vorläufig bleiben, bis mehr Truppen von den Verbündeten herangebracht sind. Schade, daß unsere Heimat so fern ist und wir hier nicht die ersten sein können. Ob man auf uns warten wird, ist mehr als fraglich. Halten sich Ruffen und Japaner, die jetzt 20 000 Mann hier haben, demnächst für stark genug, einen Vorstoß nach Peking zu machen, so zögern sie damit nicht, und bei der Feigheit der Chinesen werden sie aller Wahrscheinlichkeit nach Peking nehmen, ehe wir da sind. Wie geht es zu Hause? Was denkt man über die ganze Sache? Leider bekommen wir keine Post. Habe seit Abfahrt noch keine Berliner Zeitung oder Brief in die Hand bekommen. Die „Köln* scheint ganz in Vergeffenheit geraten zu sein, niemand an Bord hat etwas von zu Hause bekommen. Bis jetzt wissen wir nur, daß am 10. Juli vier Panzer von Kiel abgegangen sind, „Fürst Bismarck" auf dem Wege hierher ist und zwei Lloyddampfer, „Wittekind" und „Frankfurt". Wann die Hauptsache kommt, die freiwilligen Armeetruppen, darüber herrschen nur vage Vermutungen. Inzwischen haben sich die Verhältnisse in Ostasien wesentlich anders gestaltet und es sind auch die Berwundetenlisten eingegangen, welche zur Genüge erkennen kaffen, daß auch das kleinkalibrige Gewehr mit Vollmantelgeschoß tot genug schießt. Die Chinesen haben dieses Geschoß in ihren Mausergewehren neuester Konstruktion zur Anwendung gebracht, und wenn man die Verlustlisten des dritten Seebataillons vom 23. Juni vor Tientsin betrachtet, so sehen wir bei den Brust- und Bauchschüssen immer einen tötlichen Erfolg. Uebrigens muffen die Chinesen eine vortreffliche Schießausbildung erhalten haben, denn die vor Tientsin bei demselben Seebataillon eingetretenen Verwundungen weisen unter 29 Schüssen nur sechs in die unteren Extremitäten auf. Alle Verwundeten wurden aber außer Gefecht gesetzt, sodaß man zur Erreichung dieses Zweckes weder Dum-Dum« noch Hohlspitzen- oder Halbmantelgeschosse nötig gehabt hätte; man kann also thatsächlich die Behauptung aufstellen, daß die Verwendung solcher Geschosse, wie sie anfänglich von den Engländern im Transvaalkriege gegen die Buren beliebt worden waren, eine grausame und inhumane ist, für die jede Berechtigung fehlt. An den orleanistischen Streiter Charles Manrras, der in zwei Pariser Zeitungen eine Erhebung über die Monarchie veranstaltet hatte, die zu Gunsten einer Wiedereinführung der französischen Königsherrschaft ausgefallen war — welcher Paul Bourget im Namen der Wissenschaft das Wort redet — richtet der ^Lhronanwärter Herzog von Orleans einen an der Spitze beider Blätter als Manifest erscheinenden Brief aus Marienbad, der lautet: Mein lieber Maurras! Mit dem größten Interesse bin ich Ihrer Erhebung über die Monarchie gefolgt und habe die Erklärungen von (den verbannten) Buffet und Sur- Saluces gelesen. Meine Freunde können über Meinungsverschiedenheiten oder Reformpläne verschiedener Ansicht fein. Das ist ihr Recht, aber was fortan feststeht, das ist die tiefe Einheit der royalistischen Idee. Sie ist reformatorisch. Reformieren, um zu erhalten, das ist mein ganzes Programm. Auf einzelne Fragen will ich nicht eingehen. Ein Fürst, dec die Anmaßung hätte sie im voraus zu regeln, besäße geringen Wert (serait' peu de chose). Ein Fürst, der sich nicht über die Grundsätze äußerte wäre nichts (ne serait rien). Ueber einige für die Lebenskraft des Landes wesentliche Fragen habe ich bereits meine Meinung ausgedrückt. Ich habe das Heer verteidigt die Ehre und die Schutzwehr Frankreichs. Ich habe den jüdischen und freimaurerischen Kosmopolitismus, das Verderben und die Unehre des Landes, gebrandmarkt. Ueber andere Fragen dürfen die Franzosen von mir eine klare und kategorische Erklärung verlangen. Dazu gehört die, welche ihnen am meisten am Herzen liegt, die Decentrali- sierung. Die Decentralisierung! Sie ist die Ersparnis; sie ist die Freiheit! Sie ist das beste Gegengewicht, wie der sicherste Schutz der Regierungsgewalt. Von ihr hängt also die Zukunft, das Heil Frankreichs ab. Nie wird eine schwache Regierung zu dezentralisieren wagen. Gestützt auf: das nationale Heer, selbst eine thatkräftige und starke, weil überlieferte Centralgewalt, bin ich allein imstande, das selbständige Gemeindeleben der Städte und Dörfer wiederherzustellen und Frankreich dem Drucke der Verwaltung, die ihm mit Erstickungstod droht, zu ent- reißen. Die Decentralisierung hängt zum Teil von der königlichen Gewalt und dem Gefühle, die sie beseelt, wie auch von der Richtung ab, die der König selbst ihr geben kann; aber sie ist auch eine Frage der politischen und geographischen Organisierung. Ihr wird mein erster Gedanke gehören. Die Frage wird sogleich vorgenommen werden, mit dem festen Willen nicht nur, ans Ziel zu gelangen, sondern daß es rasch geschehe. Es liegt mir daran, daß man es wisse. Ich bin, mein lieber Maurras, Ihr wohlgeneigter Philipp. Wann die Krönung sein soll, hat „König Philipp" X)ox= läufig noch nicht mitgeteilt. Aus Stadt und Kan-. Gießen, 6. September 1900. •’ Auszeichnung. Dem Obersten a. D. v. Renz, seither Kommandeur des 2. Großh. Feld-Artillerie-Regi- mentS Nr. 61, wurde das Komturkreuz 2. Klaffe, und dem Oberleutnant Seelmann-Eggebert von der 2. Eisen- bahnbau-Kompagnie des Ostasiatischen Expeditions-Korps, seither im 4. Großh. Infanterie Regiment (Prinz Carl) Nr. 118, das Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Bessungen Rendanten Christian Müller aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Nierstein Rendanten Joseph Dapper aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Ritterkreuz zweiter Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Gießener Volksbad. Es wurden verabreicht im Monat August 7436 Bäder gegen 12508 im Juli 1900 und 7374 im August 1899 oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 256 Bäder gegen 439 im Juli 1900 und 254 im August 1899. — Der Besuch im einzelnen hat sich verteilt wie folgt:j Schwimmbad 3569 Männer, darunter 550 zu 10 Pf., 1129 Frauen, „ 348 „ 10 M Wannenbäder 1. Klasse 180 Männer, 72 Frauen, ,r 2. „ 607 548 „ Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 66 Männer, 18 Frauen, Brausebäder zusammen 1247. Die Personenwage wurde von 280 Personen benützt, das Bad von 33 Personen besichtigt. — Die im Bade aufgestellten Personenwagen können von jedermann, so lange die Anstalt geöffnet ist, gegen eine Gebühr von 10 Pfg. benützt werden. ** Die Lehrer-Versammlung im Hotel „Großherzog von Hessen" findet erst Samstag den 15. September statt. ** Ueber die BehandlungderRebhühnernach dem Abschuß und über ihren Versandt möge folgendes erwähnt sein: Die Hühner müssen möglichst sofort nach dem Abschuß ausgezogen und in die Schlingen genommen werden. Insbesondere ist dafür zu sorgen, daß den geschossenen Tieren möglichst freihängend die Lebenswärme entweicht. Für den selbstverständlich möglichst schnellen Versandt gilt als oberster Grundsatz, daß noch lebendwarmes Geflügel nicht verpackt werden darf, da solches auf dem Transport fast unfehlbar verdirbt. Die Versendung geschieht am zweckmäßigsten in luftdurchlässigen Weidenoder Spahnkörben; luftabschließende Emballagen, wie Kisten oder Kartons, sind durchaus zu vermeiden, da bei ihnen das notwendige Ausdünsten der verpackten Tiere unmöglich wird. Ferner benutze man nur möglichst flache Körbe und vermeide ein zu großes Uebereinanderschichten der Tiere; als Regel soll gelten, daß man nicht mehr als drei Schichten übereinander packt. Zwischen jede Schicht werde gutes trockenes Langstroh gelegt, das die sich bildende Feuchtigkeit aufnimmt. Vor dem Einlegen der ausgekühlten Hühner in die Körbe umwickle man jedes Huhn sorgfältig, und zwar nachdem man es lang ausgestreckt hat, mit Zeitungspapier, sodaß Kopf und Ständer freibleiben und ein Entweichen der sich entwickelnden Gase ermöglicht wird. Bei sehr warmer Witterung empfiehlt es sich, in die Mitte des Korbes eine mit Pergamentpapier umhüllte Eisblase zu legen. Werden diese einfachen Regeln befolgt, so wird sich der Absender vor Schaden bewahren, der Konsument aber sich über das schöne frische Rebhuhn freuen. ** Von den Herb st Übung en der Hessischen Division. Ueberall wurden die Hessen, die noch nie in der Gegend bei Usingen Manöver hatten, von der Bevölkerung herzlich empfangen, und es herrscht nur eine Stimme des Lobes über die vorzügliche Verpflegung. Das gilt besonders von den in Usingen selbst, in Eschbach usw. liegenden 116em und 168ern, die schon vor acht Tagen dort ihr Regimentsexerzieren begonnen hatten. Am Sonntag, dem 2. September, vereinigte fich Militär und Civilbevölkerung zum Gottesdienste, bei dem in angemessener Weise der Schlacht bei Sedan gedacht und auch auf die Ereignisse der Gegenwart hingewiesen wurde. Der Sonntag-Nachmittag diente zur Schließung noch engerer Beziehungen zwischen Einwohnern und Einquartierung, wozu in verschiedenen Orten eine regelrechte Tanzmusik wesentlich beitrug. Am Montagmorgen 2 Uhr 45 Min. wurde, wie die „N. Hess. Volksbl." schreiben, die gesamte Brigade alarmiert. Nach zehn Minuten schon stauben die Kompagnien fast sämtlich an ihren Alarmplätzen nahezu vollständig marschbereit, um halb 5 Uhr war die Brigade bei Usingen versammelt. Es folgte ein Vormarsch gegen Gräfenwiesbach, der mit einem Gefecht gegen einen markierten Feind endigte. Kurz vor 12 Uhr war alles wieder in den Quartieren, nachdem auf dem Rückmarsch noch ein zweites Gefaßt kurz vor Usingen stattgefunden hatte. Der nia?n"und^9lvvÄs ^bsteht bekanntlich nur aus Gewehrrei- rngen und Appell. Die übrige Zeit wird von den Mann- chaften zu Ken mannigfaltigsten Geschäften benutzt: da steht man Soldaten ins Heu fahren, Getreide abladen Holz hacken, dreschen und alte möglichen anderen Arbeiten verrichten. Auch, die Wirtshäuser machen gute Geschäfte zumal Mer Aepfelwein rc. in jener Gegend des Taunus vorzüglich ist. Um 9 Uhr wird es still auf den Straßen und in den Häusern, da Dienstag früh noch bei dunkler Nacht angetreten wird zum Brigade-Exerzieren. Die sich anschließenden Gefechte sind für die Zuschauer schöner wie für dw daran Beteiligten, da es bei Usingen ständig bera- auf und bergab geht und bei der Feuerwirkung der heutigen Schußwaffen alle Bewegungen rasch ausgeführt werden müssen Um zehneinviertel Uhr ertönte endlich das ersehnte Signal „Das Ganze halt!" worauf der Rückmarsch in pte Kantonnements begann. . Steinbach, 6. September. Der letzte Sonntag wurde m unserer Gemeinde besonders festlich begangen; galt es doch, .das Kirchweih- und Sedanfest, das 25jährige Jubiläum des Kriegervereins und vor allem die Einweihung unseres Kriegerdenkmals zugleich festlich zu begehen. Aus diesem Anlaß waren viele Krieger- vereine von nah und fern zur Verherrlichung des Festes herbeigeeilt. Um 2 Uhr bewegte sich ein stattlicher Festzug, an dem auch der Provinzialdirektor Geheimerat v. Bechtold zu Wagen teilnahm, nach dem Denkmalsplatze an der Kirche. Hier wurden die Festteilnehmer zunächst durch den Bürgermeister begrüßt, worauf Pfarrer Haacke den eigentlichen Weiheakt vollzog. Der Präsident des Kriegervereins, Herr Schäfer, richtete dann noch eine patriotische Ansprache an die Festgenoffen, durch Mitglieder des Kriegervereins wurden drei Salven abgefeuert und zum Schluß fang der Gesangverein „Eintracht" unter Leitung des Lehrers Nanz den packenden Chor „Germania, verzage nichtl" Nach der Enthüllungsfeier bewegte sich der Festzug nach dem prächtig gelegenen Festplatze auf den Wiesen hinter dem Dorfe, wo sich bald ein fröhliches Treiben entwickelte, und auch die Tanzlustigen, insbesondere die „Kirmesborsch", hatten hier in eigenartiger Weise und abends in den verschiedenen Lokalen des Ortes vollauf Gelegenheit, ihre prächtig herauS- geputzten Schönen zum Tanz zu führen. § Butzbach, 5. September. Oberlehrer M. erlitt heute nachmittag im Schulhof einen bedauerlichen Unfall. Der Genannte kam beim Fußballspiel mit Schüler« plötzlich zum Sturze und zog sich hierdurch einen schweren Knöchelbruch am rechten Fuße zu, so daß er mittels Tragbahre nach Hause gebracht werden mußte. Ein Arzt war alsbald zur Stelle. Vilbel, 3. September. Gestern nachmittag versammelten sich im Garten der Gastwirtschaft zur „Stadt Kassel" nicht nur die Deputationen der sämtlichen Kriegervereine des Bezirks Vilbel, sondern auch alle hiesigen Vereine, um mit dem hiesigen Kriegerverein die Ueberreichung der von dem Kaiser dem genannten Verein verliehenen Schleife mit Fahnennagel festlich zu begehen. Um 4 Uhr begrüßte Kamerad Herget in Vilbel die Erschienenen und wünschte, daß alle befriedigt von hier scheiden möchten. Geh. Regierungsrat Dr. Braden überreichte mit dem Wunsche des Wachsens, Blühens und Gedeihens die Schleife, worauf Herget dankte und das Hoch auf Seine Majestät den Kaiser ausbrachte. Kamerad Will, Vorsitzender des Bezirks, brachte sein Hoch dem hohen Protektor der „Hasfia" und überreichte an den zum Ehrenvorsitzenden ernannten seitherigen Vorsitzenden Völker ein prachtvoll ausgeführtes Diplom. Die Kameraden Mohr und Dirlam toasteten auf den Verein Vilbel und Kamerad Völker bezw. die „Hasfia" und Geheimrat Dr. Braden, worauf letzterer dankte. Kamerad Kulm an n weihte sein Glas den nach China gegangenen Kriegern. Die von den Gesangvereinen, Krieger- verein, Liederkranz und Liederzweig, dem Mufikchvr vor- getragenen Lieder bezw. Musikstücke trugen wesentlich zur Erhöhung der Festesfreude bei. (Darmst. Ztg.) Mainz, 4. September. Gegen ein Mitglied des Gemeinderats zu Bretzenheim ist eine strafrechtliche Untersuchung wegen Beleidigung, Drohung und Nötigung des Bürgermeisters eingeleitet worden. Vor einigen Wochen erhielt nämlich der Bürgermeister von Bretzenheim von einem Mitgliede des Gemeinderats ein Schreiben mit der Mitteilung, daß er bis zum 1. September bei dem Kreisamte die Erklärung abgeben möge, daß er feine Stelle als Bürgermeister niederlege, damit eine Neuwahl anberaumt werden könne. Dieses Schreiben war mit einer Reihe von Bemerkungen gespickt, die eine schwere Beleidigung für den Bürgermeister involvierten. Aber anstatt dem Gemeinde- ratsmitgliede den Gefallen zu thun, fein Amt niederzulegen, übersandte der Bürgermeister das Schreiben dem Großh. Kreisamt Mainz mit dem Ersuchen, gegen den Schreiber des Brieses eine DiSziplinaruntersuchung einzuleiten. DaS KreiSamt übersendete aber das Schreiben der Staatsanwaltschaft zur strafrechtlichen Untersuchung gegen das Mitglied des Gemeinderats. — Der Vorstand des Vereins selbstständiger Gewerbetreibender hat, wie der „Mainz. Anz." schreibt, eine Versammlung abgehalten, behufs Stellungnahme zum Acht-Uhr-Ladenschluß. Bei der Besprechung stellte es sich nun heraus, daß über das am 1. Oktober in Kraft tretende Gesetz noch viel zu viel Unklarheit herrscht, daß sich z. B. besonders über die nach dem Gesetz platzgreifenden Ausnahmebestimmungen die verschiedenartigsten Anschauungen ergaben. Es wurde daher vor allen Dingen notwendig erachtet, die Gewerbetreibenden Über die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen aufzuklären. Der Vorstand beschloß deßhalb, in den nächsten Tagen eine allgemeine Mitgliederversammlung zu berufen, in der Rechtsanwalt Dr. Fuld eine genaue Erklärung der gesetzlichen Bestimmungen zum Vortrag bringen soll. — Die nordwestliche Umwallung der hiesigen Festung ist jetzt zum größten Teil nie der gelegt. Die NiedcrlegungSarbeite« wurden sehr beschleunigt, was hauptsächlich um deswillen geschah, weil ein großer Teil des freiwerdenden Festungs- geländeS für die Vergrößerung einer Kavalleriekaftrne und für die Herstellung der neuen Bahnlinie Mainz-Mombach- Castel-Bifchofsheim erforderlich ist. Mainz, 5. September. Ein Vorfall, der sich, wie der „M. Anz." schreibt, gestern abend auf dem Schillerplatz zutrug, verfehlte nicht in seiner drastischen Wirkung eine große Zuschauermenge anzulocken. Ein bekannter Rennfahrer ging mit einem Freunde über den Platz, als eine junge Dame auf die beiden zutrat und. ohne langes Besinnen aufden Rennfahrer kräftig mit den Fäusten.-'und dem Schirme einzuschlagen begann. Verschmähte Liebe und das Gefühl, schmählich betrogen worden zu sein, verliehen dem Mädchen ungeahnte Kräfte, die den Herrn Rennfahrer unfähig zu jedem Widerstande machten. Ein Schutzmann brachte sie beide auf den Bezirk. Die „schlagfertige" junge Dame folgte dem Hüter des Gesetzes nicht eher, als bis auch der einstige Geliebte aufgesordert wurde, mit auf den Bezirk zu gehen. - Bei dem Mangel an geeigneten Dienstboten macht sich neuerdings die Spezies der Mietgeld sch wrndler- innen in bedenklicher Weise breit, und es vergeht keine Woche in der nicht eine Reihe von Anzeigen dieser Art bei den Polizeibezirken einlaufen. Der Dienstbotenmangel läßt nämlich die Hausfrauen bei dem Mieten von Personal Die früher geübte Vorsicht bei Seite lassen. Meldet sich heute ein Mädchen, so wird in vielen Fällen gar nicht nach seinem Dienstbuch gefragt. Das Mädchen verspricht, sein Buch alsbald zu beschaffen, wird ohne ein solches gemietet und bekommt häufig bis zu drei Mark Mietgeld — und dann geht Johanna und niminer kehrt sie wieder. Eine dieser Schwindlerinnen gelang es gestern zu verhaften, aber noch eine stattliche Anzahl wird von der Polizei gesucht. Braunfels, 4. September. Bei der heutigen Trauerfeier für den Prinzen Hermann zu Solms-Braunfels hatten sich in dem Schlosse eine große Anzahl durch Geburt und hohen Rang hervorragende Trauergäste Rendezvous gegeben. Außer den fürstlichen Verwandten waren Vertreter regierender und befreundeter Fürstenhäuser, hohe Staatsbeamte, zahlreiche Offiziere usw. gekommen. Der Fürst zu Reuß j. L., Erbprinz und Erb- prinzessin zu Reuß j. L., Freiherr v. Röder, Flügeladjutant, als Vertreter des Großherzogs von Hessen, Kam- merherr von Reden, Vertreter des Herzogs von Cumberland, General von der Lühe, Vertreter des Herzogs von Sachsen-Altenburg, Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich, Fürst zu Jsenburg-Birstein, Fürst zu Löwenstein, Füflst Bentheim, Prinz Ratibor, Prinz Ludwig zu Solms-Hohensolms- Lichi, Graf Görtz-Schlitz, Graf Erbach, Graf Jsenburg- Meerholz usw.; ferner die Mitglieder des Kreisausschiusses Wetzlar, Bürgermeister Moritz von Wetzlar, die Bürgermeister, Geistlichen, Lehrer und Vorsteher des Patronatsgebiets, die Stadtvertretungen von Braunfels und Hungen, der Krieger- und Gesangverein von Braunfels, sowie zahlreiche sonstige Personen von nah und fern, namentlich aus den Städten Braunfels, Wetzlar und Hungen. — Pünktlich! um halb 3 Uhr, wie in den ergangenen Einladungen angegeben, nahm die Trauerfeier ihren Anfang. Unter Vorantritt fürstlicher Beamten begaben sich die im Schlosse wohnenden Fürstlichkeiten und sonstigen Herrschaften (im Zuge nach der Schloßkapelle, vor deren Eingang die anderen Trauergäste, Korporationen, Vertretungen und Vereine Aufstellung genommen hatten. Die nächsten Verwandten des Verstorbenen hatten in dem für die fürstliche Familie reservierten Gestühl Platz genommen!, während die anderen Fürstlichkeiten, die Vertretungen usw. die vorderen Bänke vor der Empore besetzten, aus der der Sarg stand. Dieser war von prachtvollen Kranzspenden und Blumenarrangements in reichster Fülle umgeben und bedeckt. Es hatten u. a. Kränze gesandt: Der Kaiser und die Kaiserin, die Kaiserin Friedrich, Prinz Georg von Preußen, die Großherzöge von Baden, Hessen und Luxemburg, der Herzog von Cumberland, die Königin von England, die Prinzessin Marie, der Herzog von Sachsen-Altenburg, die konservative Partei des Reichstages und Abgeordnetenhauses, milder Widmung „Ihrem treuen Freunde", der Kreis Wetzlar, die Städte Braunfels und Hungen, die Bürgermeistereien, des Patronatsgebietes, die fürstliche Beamtenschaft usw. Auf dem Sarg ruhten außer den Blumen auch noch dio Offiziersabzeick)en des verstorbenen Prinzen, die Majors- epauletten, Helm, Säbel usw., sowie seine zahlreichen Orden. Zu Häupten erhob sich die Fürstenkrone des Solms- Braunfelsischen Geschlechts. Nach der weit über eine halbe Stunde dauernden Predigt des Oberpfarrers Rebens- burg-Köln ließ der Braunfelser Gesangverein die Verse des Liedes: „Christus, der ist mein Leben" ertönen. Hieraus folgten Gebet, Glockengeläute und Ehrensalven. Der Gesang des Lehrerchors: „Auferstehen, ja auferstehen" und der Segen des Geistlichen beschlossen-die erhebende Trauerfeier. Die Ueberführung der Leiche in die Familiengruft nach Altenberg erfolgte noch gestern abend. Hieran nahmen auch die meisten Fürstlichkeiten Anteil. Prinz Hermann schläft nun in der Ruhestätte seines Geschlechts feinen letzten Schlaf. Sein Andenken aber wird als das eines Mannes von echt ritterlicher Gesinnung, von lauterem, besten Wollen, voll wohlwollender Herzensgüte und Freundlichkeit in dem Andenken aller derer fortleben, die ihn gekannt haben. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Gambach brachte die Kuh des Landwirts Heinrich Biedenkopf ein Kalb zur Welt, dem der Schwanz vollständig fehlt. Der Rückgrad des Tieres ist vollkommen ausgewachsen, auch ist das Tier im Uebrigen gesund. — In Mainz feierte der Justizrat und Notar a. D. Adolph Lipp old im Alter von 90 Jahren das Fest seiner gvldnen Hochzeit. Der Jubilar, der lange Jahre Notar in Oppenheim war, erfreut sich noch großer Rüstigkeit. Vermischtes. ° : » Aschaffenburg, 5. September. Heute nacht drei Uhr brach in der Wirtschaft „Zum Deutschen Hof" Feuer aus. Das Feuer ergriff sofort das Stiegenhaus und das Erdgeschoß und verbreitete sich, da viel Holz dort lagerte, mit großer Geschwindigkeit. Bald standen auch der Dachstuhl und sämtliche oberen Räume des Hauptgebäude- in Flammen. Leider find bei dem Brande drei Menschen, die nicht mehr über die brennende Treppe hinab konnten, in den Flammen umgekommev. Unter der Mansarde des Hauptgebäudes wurden die vollständig verkohlten Leichen der Dienstmädchen Eva Steuernagel und Katharina Wiebel aufgefunden und in einem Zimmer des Hintergebäudes die Leiche des dreißigjährigen Gaswerkbeamten Deitz. Deitz ist erstickt, die beiden Mädchen sind verbrannt. Sie haben schrecklich um Hilfe geschrieen, aber es war nicht mehr möglich, sie zu retten. *DieBilanzderPariserWeltausstellung. Die Weltausstellung kostet bekanntlich, abgesehen von den Privatbauten, 105 Millionen Franken, wovon 20 vom Staate, 20 von der Stadt Paris hergegeben und 65 durch Ausgabe von Bons aufgebracht worden sind. Bei der Ausgabe dieser Bons, deren Inhaber bekanntlich je zwanzig Tickets erhalten haben, wurde auf einen Besuch von 60 Millionen Personen gerechnet. Die Zahl der Besucher im Jahre 1867 belief sich auf 11 Millionen, 1878 auf 13 Millionen, 1889 auf 23 Millionen. Wird nun dieses Jahr ein Besuch von 60 Millionen erzielt werden? Es erscheint dies mehr als fraglich. Vom 15. April bis zum 31. Juli, also während mehr als der Hälfte der Dauer der Ausstellung, wurde letztere insgesamt von 16 475 104 Personen besucht. Wenn man annimmt, daß der Besuch sich auf der gegenwärtigen Höhe erhält, ja sich noch etwas steigert, so wird die Zahl der Besucher am Schlußtage, dem 5. November auf rund 40 Millionen zu schätzen sein. Mithin gehen für 25 Millionen Franken Tickets verloren, und man kann sagen, daß die Ausstellung mit einem Defizit von 'gleicher Höhe abschließen wird._____________ Universität und Hochschule. — Der Philologe Geh.'Regierungsrat Prof. Franz Susemihl in Greifswald begeht am 7. Oktober sein goldenes Doktorjubiläum. Der Jubilar, der im 74. Lebensjahr steht, erwarb die Doktorwürde an der Universität Gießen. — In Leipzig werden auch in diesem Winter volkstümliche Hochschulkurse abgehalten. - Dem Stadtpfarrer Dr. Von Höffer in Gmünd ist die erledigte Stelle eines Bibliothekars an der königl. öffentlichen Bibliothek in Stuttgart übertragen worden. — Der Profeffor an der königl. Bergakademie in Berlin Dr. Fritz Kötter ist zum etatsmäßigen Profeffor an der technischen Hochschule m Berlin ernannt worden. Es wurde ihm die neuerrichtete Professur der technischen Mechanik für Bauingenieure verliehen.— Aus Königsberg wird gemeldet: Der a.-o. Profeffor Lic. theol. Gustav Ecke ist zum o. Profeffor in der theologischen Fakultät der hiesigen Universität ernannt worden. — Die durch Berufung des Profeffors Dr. Bäumker nach Bonn freigewordene Stelle des Direktors am akademischen Institut für Kirchenmusik an der Universität Breslau wurde dem Profeffor Dr Vogt übertragen. — In Rom starb am 29. August Professor A. Berwin, Direktor der Bibliothek der königl. Akademie SantaCecilia daselbst, im Alter von 55 Jahren. — Aus Marburg wird geschrieben: Vom 9. Januar bis zum 27. März n. I. sollen hier wissenschaftliche Vorlesungen für Volks - schullehrer und Lehrerinnen von Universitäts-Profefforen abgehalten werden. Es werden lesen: Profeffor G. v. Below: „Deutsche Wirtschaftsgeschichte"; Prof. Paul Ratorp: „Die psychologischen Grundlagen der Pädagogik"; Prof. Edward Schröder: „Geschichte der deutschen Sprache im Rahmen einer kurzen Geschichte der deutschen Litteratur". — Dr. Franz Kaulen, Profeffor der katholischen alt- testamentlichen Theologie an der Universität Bonn, beging sein fünfzigjähriges Priesterjubiläum. Kaulen ist 1827 in Düffeldorf geboren und wurde 1863 Privatdozent in Bonn, 1880 wurde er zum a.-o., 1882 zum o. Profeffor ernannt. Er ist einer der ältesten Lehrer der rheinischen Hochschule. — Der Profeffor der darstellenden Geometrie und des konstruktiven Zeichnens an der technffchen Hochschule in Wien, Regierungsrat Dr. Gustav Ad. V. Peschka feierte seinen 70. Geburtstag. — Dem im vorigen Jahre zum a.-o. Profeffor ernannten Dr. R. Martin an der Universität Zürich wurde ein Ordinariat übertragen, neben dem Lehrstuhl Johannes Rankes in München nunmehr der zweite für das Fach der physischen Anthropologie an einer Hochschule deutscher Zunge. — In Berlin ist der Geh. Sanitätßrat Dr. Moritz Markuse, der Gründer und Vorsitzende des dortigen militärärztlichen Vereins, im Alter von 63 Jahren gestorben. — Dem a.-o. Profeffor an der philosophffchen Fakultät in Jena, Dr Theodor Pfeiffer ist die erbetene Entlastung aus seiner akademischen Stellung für den 1. Oktober erteilt worden. — In Danzig hat dieser Tage Oberpräsident v. Goßler den ersten Spatenstich zum Gebäude für die neue technische Hochschule gethan. — Am 4. Oktober wird die Universität Czernowitz ihr fünf: undzwanzigstes Gründungsfest feiern. Sie ist die jüngste der fünf deutschen Universitäten Oesterreichs; aber daß gerade in Czernowitz eine deutsche Universität blüht, das macht dieses Fest auch in der Ferne beachtenswert. Kunst und Wissenschaft. — Sein 50jähriges Doktorjubiläum hat dieser Tage, wie wir bereits mitteilten, der Geh.-Oberregierungsrat Dr. Georg Hinz- Peter, der Erzieher des Kaisers, gefeiert. Hinzpeter erwarb seinen Doktortitel an der Universität Berlin. Als Doktorschrift lieferte Hinzpeter eine geschichtliche Untersuchnng: „De vi ac natura graecorum oraculorum praesertim belli Peloponesiaci aetate“. 1827 zu Bielefeld als der Sohn des Gymnasialprofestors Friedrich Wilhelm Hinzpeter geboren, erhielt er feine Schulbildung auf dem Gymnasium feiner Vaterstadt. Mit 20 Jahren bezog er die Universität Halle, um Philologie, Geschichte und Philosophie zu studieren. Rach zweijährigem Studium in Halle wandte sich Hinzpeter nach Berlin. Rach dem Abgang von der Universität war Hmzpeter einige Zeit lang Lehrer am Gymnasium zu Bielefeld. Den Schwerpunkt feiner pädagogischen Thätigkeit legte Hinzpeter nicht auf das Wirken an einer öffentlichen Schule. Er fand fein Behagen an der Arbeit als Erzieher in vornehmen Häusern. Als Student unterrichtete er in der v. Schaper'schen Familie in Berlin. Später war er nacheinander in mehreren adeligen und fürstlichen Häusern mit der Ausbildung der Söhne betraut. Die Erfolge, die er dabei erzielte, war für den nachmaligen Kaiser und seine Gemahlin bestimmend, Hinzpeter 1866 zur wissenschaftlichen Erziehung chrer beiden ältesten Söhne zu berufen. 1874 begleitete Hinzpeter dre Prinzen Wrlhelm und Heinrich nach Kaffel. Der Kronprinz und die Kronprinzessin hielten es für angebracht, daß, ganz gegen den sonstigen Brauch, die kaiserlrchen Prinzen eine Zeitlang an dem Unterricht in einer öffentlichen Schule teilnehmen sollten. Für die Wahl des Gymnasiums in Kastel war mrt der Umstand bestimmend, daß der vorwiegend militärischen Erziehung ein Gegengewicht gegeben werden sollte. Insbesondere sollte Prinz Wilhelm in Kaffel mit seiner Industrie und seinem Erwerbsleben kennen lernen, was für die allgemeine Wohlfahrt der Bürgerfleiß bedeutet. .Hinzpeter blieb bis zur Großjährigkeit des Prinzen Wilhelm fein Lehrer. Dann zog er sich in feine Heimat Bielefeld zurück. Man weiß, daß der Kaiser seinen einstigen Lehrer hochschätzt und wohl auch seinen Rat einholt. 1889 ließ sich der Kaiser von Hmzpeter über den Bergarbeiterausstand in Rheinland und Westfalen Bericht erstatten. Beständiger Vertrauensmann des Monarchen ist Hinzpeter in den Fragen der Schulreform. Was Hinzpeter als Erzieher des Kaisers für sich in Anspruch nimmt, das ist, daß er durch seine „philosophisch-räsonierende Art in seinem Schüler eine gewiste Neigung zum Argumentieren und Diskutieren" erweckt habe. Aus der Thätigkeit Hinzpeters im kron- prinzlichen Haufe find zwei kleine Schriften erwachsen, für die man ihm dankbar sein muß. Die eine hat den Kaiser und die Kaiserin Friedrich zum Vorwurf. Sie erschien zu ihrer silbernen Hochzeit unter dem Titel „Zum 25. Januar 1883, eine Unterhaltung am häuslichen Herd für den Tag der silbernen Hochzeit des kronprinzlichen Paares". Im Mittelpunkte der an guten psychologischen Beobachtungen reichen Darstellung Hinzpeters steht eine Analyse der Grsinnungs» und GeistesgemeinschafL des Kronprinzen und der Kronprinzessin. Besonderes Gewicht legte Hinzpeter darauf, zu zeigen, wie diese Gemeinschaft durch wechselseitige Einwirkung allmählich sich ausbildete. Von Interests sind Hinzpeter- Nachrichten über die sozialen Bestrebungen des kronprinzlichen Paare-. Kaum auf einem anderen Gebiete, sagt er, wurde der Austausch und das Ergänzen im Denken und Fühlen zwffchen den beiden Gatten so eifrig und fruchtbar, als auf dem der sozialen Reform, wo politische- und humanitäres Interesse verbunden, den Eifer verdoppeln mußten. Während die Prinzessin mit Adam Smith und Thornton auch Stuart Mill und Spencer herbeibrachte, machte sich der Kronprmz die Ideen und Pläne von Rodbertus und Huber, von Schäffle und Adolf Wagner zu eigen; suchte das eine Mal Schulze-Delitzsch aus der Menge der Abgeordneten zu einem längeren Gespräch heraus, und empfing ein anderes Mal den Pastor v. Bodelschwingh zu einem Vortrag über seine Arbeiterkolonie Wilhelmsdorf. Hinzpeters zweite Schrift führt den Titel „Kaffer Wilhelm II., eine Skizze, nach der Natur gezeichnet". Es kam Hinzpeter, als Kaiser Wilhelm II. die Negierung antrat, darauf an, weitere Kreise mit der Eigenart des neuen Herrschers bekannt zu machen. Bor allem betont er in seiner Skizze die „stark ausgeprägte Individualität des Monarchen. Stockholm, 4. September. Die schwedische Nordpol- Expedition des Forschungsreisenden Kolthoff ist gestern abend in Tronthjem eingetroffcn, nach einer interestanten Reise durch das Polar- eis von Spitzbergen nach Ostgrönland. Die ornithologischen und sonstigen zoologischen Sammlungen, die die Expedition mitbringt, werden als die reichhaltigsten bisher aus der Polarqegend nach Schweden gebrachten angesehen. Die Expedition wird in Tronthjem aufgelöst. Gerichtssaal. Konih, 5. September. Vor der Strafkammer hatte sich gestern zu verantworten der Rechtsanwalt und Notar Willutzki aus Flatow wegen Unterschlagung resp. Veruntreuung ihm anvertrauter Gelder in Hohe von 2680 Mk. Der in Untersuchungshaft befindliche Angeklagte ist Landwebrosfizier c. D. und Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl., er befand sich in hochangesehener Stellung, war Magistratsmitglied, Mitglied der Anwaltskammer, Vorsitzender des Krtegervereins und war auch sonst in allen möglichen Körperschaften; anderer Strasthaten wegen wird er sich noch vor den Geschworenen zu verantworten haben. Der Angeklagte war heute im vollsten Matze geständig. Zwei Sachverständige sagten aus, daß er sich zurzeit der Einlieferung in die Jcrenanstalt Conradstetn, wo er auf seinen Geisteszustand hin untersucht werden sollte, wohl in einer gewißen nervösen Erregung befunden habe, zweiffelloS aber im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten sei und auch gewesen sei. Das Urteil lautete auf (ine Gefängnisstrafe von 1 Jahr 6 Monate, 1000 Mk. Geldstrafe, im Unvermögenstalle noch 100 Tage Gefängnis und Ehrverlust auf die Dauer eines Jahres. Wöchentliche lleberstcht der Todesfälle in Gießen. 35. Woche. Vom 26. August bis 1. September 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800 (ivcl. 1600 Mann Militär) SterblichkettSziffer: 8,38, nach Abzug von 2 OrtSfremdm 4.19°/«. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tm 9tm 1. Lebensjahr: 2.—IS.Jahrr 1 — — 1 — — Summa: 4 (2) 4 (2) — — Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gietzen gebrachte Kranke komme». Bronchitis und Leberentzündung 1 Rippenfellentzündung 1 Eitervergiftung (Pyämie) 1 (1) Lungenentzündung 1 (1) Sandel und Verkehr. Uolkswirtjchafl. Fraaktorter Böjree vom 5. September. Wechsel auf New-York zu 0.00-00. Prämie» auf Kredit per ult Sept. 1.75%, do. per ult Okt. 2.70%, Diekonto-Kommandit per ult. Sept. 1.40 %, do. per ult Okt. 2.45 o/o, Lombarden per ult Sept. 0.80%, do. per ult Okt. 0.00%. Deutsche Bank per ult. Sept. 0.00%. NoÜerancen r Kreditaktien 210.30-000.00, Diskonto- Kommandit 175.60-50-60.00, Staatsbahn 143.30-20, Lombarden 27.30-40-20, Italiener 94.50, Spanier 73.00, Bproz. Mexikaner 25.40, Bochumer 186.20-50 bz., Laura 203.50-000.00 bz., Harpener 183.20-60.00 bz., Gelsenkirchen 194.40-80 bz. G., Privat-Dis- kont 4% % Gt 1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 210.30-209.70 bz., Dis- konto-Kommandit 175.60-30 bz., Staatsbahn 143.30-142.90 bzn Lombarden 27,20-26.90 b., Laura 000-00, Berliner Handelsgesellschaft 00.00 bz., 3proz. Mexikaner 00.00 bz, 3proz. Portugiesen 24.10-20 bz., Ottomanbank 109.20 bi. Märkte. Limburg a. d.Lahn, 5. September. Fruchtmarkt Durch- schnittspreis pro Malter. Roter Weizen, alter, 14.35 Mk., neuer 12.25 Mk., Weißer Weizen —.— Mk., Korn 00.00 Mk., neues Korn 0 00 Mk., Gerste 00.00 Mk., Hafer, alter, 8.00 M., neuer 6.00 Mk., Erbsen —Mk., Kartoffeln —Mk. ______________________ Kriefkasten der Redaktion. „Finanzen*. Sie thun am besten, sich an Herrn Hauptsteueramtsassistent Weise oder an Herrn Oktroi-Inspektor Mäser in Gießen zu wenden, die Herausgeber des Materials und Leiter des betr. Kursus sind, und gewiß gern die gewünschte Auskunft geben werden. Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch dis Agratra Earl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 3. September. IPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer „Mainz", Kapitän H. Ahrens, vom Norddeutschm Lloyd in Bremen, ist am 1. September 2 Uhr nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 3. September. sVer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer „Helgoland", KapUän W. Franke, vom Norddeutsche Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr abends wohlbehaltm in Baltimore angekommen. Schul nzüge in grosser Auswahl! Giessen, Kirchenplatz 11. Markus Bauer. hirlWU, kMiNM, tmiMMdle Elegante englische Wagen Luxuriöse Ausstattung. Hochmoderne Ausführung. mit und Xtoderwagen LedertuohauBsohJag, Mk. 17.—. Billigste Preise. Braune Wagen mit Verdeck Mk. 10.—, Neu! NT* Sicherheits-Gürtel Neu! das Herauefallon der Kinder aus Kinderwagen, Bettchen und Stühlen unmöglich machend. D. R. M. angemeldet. Awgust Kilhinger 19 SelterswegjilB 2633 C eme ntbe ton-~ Äsp h a 11- «nJerrazzogeschäft Meöernahme aller Ausführungen. Tadellose Kerstessung. Weitgehende Garantie 5693 -st.-ch.» Mainz. 5754 Packlage sucht sofort 5897 bei hohem Lohn gesucht. 5690 C. 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