Dienstag den 7. August IDO® weites Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen 5Mcing»preU viertkljährl. 3)Zf. 2 IS monatlich 75 Pftz. mit Bringerlohn r durch die Abholestele vierteljährl. Mk. IM monatlich 66 Pfg. vei Postbezug Mi. 2,40 vierteljLH^ mit Bestellgeld. Alle Lnzeigen-BermittluugSstellm de» An- und LuSlautzrE Lehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgcf*. AeilenpreiS: lokal 12 Pfg., »uSwäriS 20 Pftz. mbcfÜM, Gffpedition und Druckerei: ^ch«kOraße Ar. 7. Weee|*e we »«zeige« zu der ««chmMatz» für d« |eljcaH« »eg «rfchem enden Rrnmner dis Htm. W WNk« »»,gelungen spätestens cbeeM W*«. Adresse für Depeschen: Anzeiger chießs». Fernsprecher Nr. 5L Gratisbeilage«: Gießener Famitienblätter, Der heWche Kandwitt, Klätter für hestifche Volkskunde. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Die Wirren in China. Der Vormarsch auf Peking hat bereits begonnen; die Avantgarde setzte sich am Montag in Bewegung. Eine kleine Anzahl von Boxern floh vor den Russen, ihr Lager wurde genommen. Die Japaner, die auf dem rechten Peiho-Ufer vorgehen, stießen auf keinen Widerstand. Tie gesamte Streitmacht der Verbündeten wird voraussichtlich morgen Tientsin verlassen haben. Im Lager der Russen herrscht einige Unentschlossenheit. Es verlautet, das russische Kontingent habe Befehl erhalten, in Anbetracht der schweren Regengüsse nicht vorzugehen, die Russen werden jedoch wahrscheinlich trotzdem an der Expedition teilnehmen. Die für den Vormarsch verfügbaren Truppen bestehen aus: 2300 Briten, 1600 Amerikanern, 58 Oesterreichern, 53 Italienern, 12 000 Japanern und 4500 Russen, alfo insgesamt mehr als 20000 Mann. General Gaselee, der britische Befehlshaber, gedenkt, ebenso wie der Kommandeur der amerikanischen Truppen, am Peiho entlang zu marschieren, beide Kontingente werden gemeinsam operieren- , Rach einem andern Telegramm scheint der schon yalv- wegs angetretene Vormarsch gegen Peking wieder ins Stocken geraten zu sein. Ueber die Grunde liegen keine bestimmten Nachrichten vor, und so ist man gezwungen, sich an die englischen Nachrichten zu hatten, wie sie jetzt vom „Standard "veröffentlicht werdeM Der eng lische Bericht, bei dem man ja wohl keine: ParleWed gegen England anzunehmen braucht lautet recht unerfteu lich für die englische Militärverwaltung. Wurde von aus- Mainzer Handelskammer und hessische Handelshochschule. Gieße«, 6. August 1900. Aus unfern in Nr. 174, 2. Blatt, veröffentlichten Ar- I titel, in dem wir aus den Ausführungen des „Mainzer I Anzeigers" betonten, daß die dortige Handelskammer I der Ansicht gewesen sei, Mainz wäre nicht der I geeignete Platz für die hessische Handelshochschule, und I für Errichtung einer solchen im Anschlüsse an die Landes- I Universität eintraten, erwidert genanntes Blatt in seiner I gestrigen Nummer, daß es die Thatsache, daß Mainz die I größte Stadt und der bei weitem bedeutendste Handelsplatz I des GroßherzogtumS ist, mit als einen Grund betrachtet, I der für die Errichtung der Handelshochschule in I Mainz spricht. Aber ausschlaggebend ist für und dieser I Grund nicht, sondern wir legen ein weit größeres Gewicht I auf die Thatsache, daß nach der Ansicht hervorragen- I der Autoritäten eine handelswissenschaftliche I Abteilung an einer Universität oder technischen I Hochschule ihren Zweck nicht erfüllt, daß die Vor- I lefungen für die Kaufleute ganz anders gestaltet werden I müssen als für die übrigen Studenten, und daß besondere 1 Dozenten für dieselben heranzuziehen sind, daß ein Lehrgang I nötig ist, der die Hörer stets in Fühlung mit dem I praktischem Leben erhält, auf das sie sich vorbereiten, I und daß die Handelshochschule eine selbständige Anstalt sein muß. Die diesbezüglichen Aeußerungen des Universitäts- profefforS Dr. Goth ein in Bonn, der Reichstagsabgeordneten Trimborn in Köln und des Dr. Max Apt, Syndikus der Korporation der Kaufmannschaft von Berlin haben wir, so schreibt das genannte Blatt weiter, in unseren Artikeln vom 23. und 26. Juli bereits angeführt und können denselben heute aus einem Aufsatze von Dr. Alexander | Tille folgende bemerkenswerte Sätze als schätzbares Material hinzufügen: f ~ v ra „Es wächst die Anzahl der im Bankfach thätigen Juristen, der als Justitiare in große Jndustriewerke eintretenden Rechtsanwälte, der studierten Buchhändler (namentlich in wissenschaftlichen Antiquariaten) alljährlich, und die rheinischen Großindustriellen und Großkaufleute senden ihre Söhne seit Jahren mit Vorliebe auf die Ecole des Hautes Etudes Commerciales nach Paris oder aus die Handelsakademie nach Antwerpen, die einzigen beiden selbständigen Handelshochschulen Europas, sodaß die Bedürsnissrage nicht mehr im Ernst verneint werden kann. Trotzdem war bis vor Kurzem die Idee selbständiger Handelshochschulen in Deutschland in Gefahr, und nur dadurch, daß eben ein paar große deutsche Handelszentren ohne Universttäten und Technische Hochschulen mit selbständigen Gründungen vorgehen, wird sie gerettet. Ohn» em wirkliches Experiment zu machen und die selbständigen Handelshochschulen neben Handelswiffenschasten, Universitätskursen zu versuchen, hatte das Preußische Handels-Ministerium in Göttingen und Aachen ern- seitig den letzteren Weg eingeschlagen, der natürlich im Augenblick der billigere war. Der Kaufmann braucht aber eine eigens für ihn zugeschnittene Fachausbildung. Soffen wir doch den Maschinenbautechniker auch nicht bloß wafferbautechnische Vorlesungen hören und sich daraus die Brocken zusammensuchen, die er etwa für seinen Maschinenbau brauchen kann. Etwas ganz dem Aehnliches war es, wenn man dem Kaufmann zumutete, sich aus den auf ganz andere Ziele zugeschnittenen rechtswisienschaftlichen und volkswirtschaftlichen Vorlesungen der Umver- sitäten dasjenige Herauszuklauben, was sich seinen Zwecken dienstbar machen läßt. Wo ein nur zweijähriges Studium in Aussicht genommen ist, ist das Herumtappen uud Herumtasten während mehrerer Semester doppelt vom Nebel. Mit der höchsten Bildung der Zeit ausgerüstete begabte Lehrer mit lebendigem Interesse für den Handel und seine praktischen Bedürfniffe, Männer, die selbst wiffenschastlich auf dem Gebiet des Handelswesens thätig sind, und in ihren Vorlesungen und Uebungen das Lehrziel einer Handelshochschule unverrückbar vor Augen haben, sind gerade nur gut genug für die Aufgabe, unfern künftigen Grohkaufleuten eine akademische Lehrausbildung zuteil werden zu lassen. Bei einer allein aufS Praktische gerichteten Thätigkeit im späteren Leben muß nicht nur der Lehrstoff anders ausgewählt werden als für künftige akademische Lehrer und Forscher, sondern auch die Gesichtspunkte, unter denen er behandelt wird, und die Methode seiner Mitteilung müffen den besonderen Verhältniffen des Kaufmannstandes angepaßt fein." Dies ist der Standpunkt, den heute die Fachautoritäten in der Frage der Handelshochschulen einnehmen und der wohl von dem größten Teile der Kaufmannschaft und der Oeffentlichkeit geteilt werden dürfte. Wir glauben deshalb erwarten zu dürfen, daß die Mainzer Handelskammer nicht, wie das Gießener Blatt hofft, die Angelegenheit als für Mainz endgiltig abgethan betrachtet, sondern aus Grund der heutigen Sachlage, die eine wesentlich andere ist als zur Zeit ihrer Eingabe an das großherzogliche Ministerium vom 11. Januar 1899, für die Errichtung einer selbständigen Handelshochschule in Mainz eintreten wird, wobei sie wohl von den städtischen Behörden und den in Betracht kommenden kaufmännischen Vereinigungen unterstützt werden dürfte und sich den Dank der gesamten Bevölkerung verdienen wird. Soweit der .Mainzer Anzeiger". Uns liegen zu dieser Frage heute zwei Urteile von Sachverständigen aus Die Beisetzungsfeierlichkeiten in Koburg. Im Residcnzschilosse, wohin der Kaiser am Samstag alsbald nach seinem Eintreffen sich mit den Fürstlichkeiten! begab, bildete sich der Zug zur Kirche, der, ans dem Haupportal der Ehrenburg heraustretend, sich über den Schloßplatz und die obere Anlage in die Moritzkirche bewegte. Auf dem Schutt) ßplatz, der Anlage und,dem Kirchplatz waren zwei Bataillone des 6. Thür. Jns.-Regts. J5 aufgestellt. In der ersten Reihe des Zuges ging der Kaiser zwischen dem Herzog Karl Eduard von i Kobürg und dem Erbprinzen von Hohenlohe- Langenburg, sodann folgten derPrinz von Wales zwischen dem Großherzog von H e s s e n und dem Prinzen von Rumänien, weiter der Herzog von Eonnaugyr, der Herzog von 9)orE, der Prinz von Eonnautzht, die Prinzen Philipp und Leopold von Koburg, der Fürst von Bulgarien und andere Fürstlichkeiten, Vertreter anderer deutscher Höfe, Militär- und Marinedeputationen, sowie Abgesandte der Universität Jena. Die Kirche zeigte würdigen Trauerschmuck. Von der schwarzen Wandbekleidung hoben sich frische Kränze und Palmenwedel ab, bicjaulen und Pfeiler waren mit Flor bezogen und mit Tanneureis geschmückt. Von der Orgelempore hing em schwarzes Vclarium mit dem in Silber gestickten Wappen und den I Initialen des Herzogs hinab. Vor dem auf hohem Kat<^ falte ruhenden' Sarge breitete sich ein herrliches, durch zkränze gebildetes Blumenparterre aus. Um 12 Uhr betraten die Herzogin-Witwe Alexandrine, die Herzogin von Albany und« die übrigen fürstlichen Damen die Kirche deren Eniporen schpn lange vorher dicht gefüllt waren, und nahmen im Fürstenstand Platz. Die übrigen Furst- I lächleiten nahmen zu beiden Seiten des Sarges Ausstellung. I Vor dem Hauptaltar stand zu Häupten des Sarges Generalsuperintendent Bahnsen, zu seiner Rechten General! uper- I intendent Kretschmar, zur Linken Hofprediger Scholz, sowie I der römisch-katholische und der griechtsch-tathottsche Gelst- I liche und Oberhofprediger Hansen. Nach dem Präludium I und dem Gesänge des Kirchenchors hielt Genernlsuper- | intendent Bahnsen die Trauerrede, woraus nach einem I Gemeindegesang Generalsuperintendent Krets ch m a r I unter Assistenz der übrigen Geistlichkeit die Einsegnung I der Leiche vornahm. Ein abermaliger Gemeindegesang be- I schloß die Feier. Nach Beendigung verrichtete der Kaiser I mit den übrigen Fürstlichkeiten am Kopfende des Sarges I ein stilles Gebet. Nach der Trauerfeier fand im Residenz- I schlosse eine Familien täfel zu 180 Gedecken statt. I Darnach, begab sich der Kaiser in das Palais Edinburgh I und stattete dort der Herzogin-Witwe einen halbstündigen I Kondolenzbesuch ab. Abends 10 Uhr wurde der Sarg des I Herzogs Alfred in das Mausoleum auf dem Friedhose- I übergeführt und dort in die Gruft versenkt. Nach den Beisetzungsfeierlichkeiten reiste der Kais e r I nachmittags um 3 Uhr von dort nach Wilhelmshöhe ab. I Zur Verabschiedung auf dem Bahnhofe hatten sich der I Herzog Karl Eduard, der Regent Erbprinz zu Hohenlohe- I Langenburg, der Großherzog von He s s e n, der I Prinz Ferdinand von Rumänien und die Führer der Ma- I rine- und Militärdeputationen eingefunden. Die KaiserinFriedrich wohnte am Samstag mir I der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen irt I der englischen Kirche zu Homburg einem Trauer- I gottesdienste für den Herzog Alfred von I Sachsen-Koburg und Gotha bei. UniverfitätSkreisen vor, die beide ganz die gleiche ] Ansicht vertreten und u. E. den Nagel auf den Kopf getroffen haben, leider aber die Errichtung einer Handels- 1 Hochschule in Gießen nicht für ratsam halten: _Die Frage der Errichtung einer hessischen Handels- I Hochschule tauchte zuerst im Winter 1898/99 auf. Damals wurde I von der Handelskammer in Worms die Errichtung einer derartigen I Anstalt in Verbindung mit der technischen Hochschule in Darmstadt an- I geregt. Andere Handelskammern schloffen sich an. Dagegen befür- I wortete namentlich die Handelskammer in Gießen bte Ver» I bindung mit der Landesuniversiät und wandte sich zu gletcher I Zeit um Unterstützung an diese. Die Landesuniversität ließ keine Zweifel I darüber, daß sie der Angelegenhett mit großer Sympathie gegenüber- I stehe, und setzte sofort zur Vorbereitung der Sache eine Kommrssion der I hauptsächlich interessierten Fachvertreter ein. Jndeffen geriet die An- I gelegenheit ins Stocken, als von Frankfurt a. M. aus der ernstliche I Wille zu erkennen gegeben wurde, dort eine Handelshochschule ms I Leben zu rufen. Es bestand kein Zweifel darüber, daß weder eme I Darmstädter noch eine Gießener Handelsbochschule mit emer solchen I in Frankfurt a. M., dem Zentrum des südwestdeutschen I Handels, irgendwie konkurrieren könnte. So steht die Sache I auch zurzeit noch. Die Errichtung einer Handelshochschule rn I Hessen ist nur dann ratsam, wenn in Frankfurt keine! errichtet wird." , . - Diese Gründe dürsten auch für Mainz zutreffen. Zur Abfahrt der Chirratrupperr traf Prinz Heinrich Samstagnachmittag mit der Eisen- I bahn in Bremerhaven ein und begab sich mit dem I Prinzen Waldemar und seinem Gefolge alsbald zu dem Platze an der Lloydhalle. Dort hatten neben der fest- I । gemachten „Phönicia" die Truppen in einem offenen Viereck I Aufstellung genommen. Prinz Heinrich trat in diesen Raum und hielt an die Truppen etwa folgende Ansprache: „Kameraden! Der Kaiser, welcher leider durch einen Trauer - fall in einem deutschen Fürstenhause verhindert ist, sich von Euch zu verabschieden, hat mir zu besehl-n grruht, Euch feinen letzten Abschiedsgrutz mit auf den Weg zu geben. Seid versichert, daß der Kaiser mit Herz und Gedanken an jeden von Euch zurückdenkt. Im besonderen bedauert Seine Majestät, daß er Euer Kontingent heute nicht hat sehen können. Seine Majestät ermattet von jedem dop Euch, daß er als Soldat seine Pflicht thue, daß er ganz Soldat sein werde. Der Kaiser wünscht Euch eine glückliche I Reise und glückliche Vollendung Eurer Thaten, frohe Rückkehr, froheS I Wiedersehen mit den Eurigen und giebt Euch Gottes Segen aus den I Weg. ES ist das letzte Mal, daß Ihr auf deutschem Boden steht, I seid Eurer Bundesfürsten eingedenk und gedenkt mit mir an jenen, I der das Deutsche Reich mit Kraft und festem Willen stark und I mächtig gemacht hat: Es ist Euer Kaiser. Rust noch einmal auf I Eurem Mutterboden: Seine Majestät Hurra!" Die Truppen und das zahlreiche Publikum stimmten begeistert ein. Prinz Heinrich rief daraus: „Adieu Ka- 1 I meraden!" Aus diese Ansprache entgegnete Oberst Hoss- I meifter: Unter freiem Himmel, unter Sturm und Regen erneuern wir I den feierlichen Eid unverbrüchlicher Treue bis in den Tod. Seine Majestät der Kaiser Hurra!" . Auch diese Worte fanden donnernden Beifall. Pnnz I Heinrich versammelte hierauf die Offiziere um sich und richtete an sie einige kurze Worte. Sodann begab sich der I Prinz mit dem Prinzen-Sohne und dem Gefolge zu dem Dampfer „H. H. Meier" und nahm ihn in Augenschein. Bei dieser Besichtigung waren die Direktoren beider Gesellschaften und ein zahlreiches Publikum zugegen, sowie etwa | 40 Herren des Bremer Komitees, das während aller Trans- I porte in Bremen die Truppen aus dem Bahnhose bewirten I ließ. Von dem Dampfer „H. H. Meier" begab sich Prmz Heinrich mit dem Prinzen Waldemar zu der „Phöntcia", wo die Prinzen nach der Besichtigung längere Zeit verweilten. Trotz des außerordentlich schlechten Wetters wohnte eine zahlreiche Menschenmenge den Vorgängen bei. Die Matrosenkapelle spielte am Kai. Um 6V2 Uhr machte die „Phönicia" los. Die Mannscha ten standen auf Deck oder befanden sich in den Wanten; die Matrosenkapelle spielte: „Muß i denn, muß i denn zum Städtle hinaus". Unter brausenden Hurrarufen der Mannschaften und der Zuschauermenge und Tücherschwenken setzte sich das Schiff tn I Bewegung. Als die „Phönicia" die Spitze der Landzunge passierte, an der Prinz Heinrich Aufstellung genommen hatte, salutierte der Prinz; brausende Hochrufe schallten von den Mannschaften des in See stechenden Schiffes herüber, das hierauf rasch den Blicken entschwand. Bald nach der „Phönicia" stach auch der Dampfer „H. H. Meier" in See. Die Mannschaften sangen patriotische Lieder. An der äußersten Spitze der Landzunge wurde das Schiff I gleichfalls vom Prinzen Heinrich erwartet und zum letzten Male begrüßt. Der Prinz blieb stehen, bis die „Phönicia" ganz den Blicken entschwunden war und „H. H. Meier" I weit hinaus gedampft war in die Regenschleier und in bte grauweißen Wellenkämme der breiten Wesermündung. Ur. 1»2 ttgNch eü BauHMtec M Du «4c*er errfct* km Anzeiger le «MM ■** S—e. „Blätter Mr WL •eCHhtnbe- ländischen Blättern behauptet werden, daß die englischen Vorbereitungen in gradezu beklagenswert langsamer Weise vor sich gehen und daß nur die englische Unfähigkeit die andern Truppen, die auf das Vorrücken brennen, noch zurückhält, so würde in England ob solcher Beurteilung ein Sturm der Entrüstung ausbrechen. Was man nun zu den Angaben des. englischen Blattes sagen wird, darauf darf man gespannt sein. So wie die Dinge heute thatsächlich liegen, möchten wir wirklich glauben, oaß nur militärische, durch die Lage in Tientsin — also auch möglicherweise durch die Rückständigkeit des einen oder des andern Kontingents — bedingte Gründe den Vormarsch aufhalten; denn daß man sich durch die Jeremiaden Li-Hung-Tschangs und die Drohung mit der Ermordung der als Geiseln zurückgehaltenen Gesandten wird behindern lassen, ist um so weniger anzunehmen, als die Gesandten selbst, die doch sicher die besten Beurteiler ihrer Lage sind und kein Interesse daran haben, sich abschlachten zu lassen, auf das dringlichste den Vormarsch fordern. Wenn übrigens heute gewisse Vizekönige und der berühmte Taotai Tscheng nach, den letzten Depeschen offen erklären, man werde in Peking die Gesandten ermorden, wenn der Vormarsch nicht unterlassen würde, so sollte man diese Herrschaften doch sehr nachdrücklich darauf aufmerksam machen, daß auch sie ihren Teil der Verantwortung für ein solches Verbrechen zu tragen haben würden, wenn sie nicht in allem Ernste ihren ganzen Einfluß aufwenden, um ihrer Regierung die Folgen eines solchen Verhaltens klarzumachen. Angesichts der jetzt wieder cingetretenen Verzögerung wird es fast wahrscheinlich, daß amh unsere beiden Seebataillone, die heute Singa- pore verlassen haben, wenigstens^ schon an dem Zuge nach Peking werden Mitwirken können, denn in acht Tagen können sie sich in Tientsin befinden. Wie erinnerlich, besteht dieser Transport aus zwei über kriegsstarken Bataillonen zu je 1200 Mann, denen auch Artillerie beigegeben ist. * ♦ * Bei Aer Nachricht, daß nm 29. Juli in Peking H s u - tschingtscheng der frühere Gesandte in Rußland und ein anderer hoher Beamter auf Befehl der Kaiserin auf den Rat Lipinghengs enthauptet wurden, weil sie befürwortet hätten, daß man trachten solle, die ausländischen Mächte zu versöhnen, erinnert man sich hier, daß Hsu- tschingtscheng eine besonders russenfreundliche Persönlichkeit war, der durch,russischen Einfluß seinerzeit an die .Spitze der chinesischen Ostbahn und später auch in das Tsungliyamen befördert wurde. Nach einer Meldung des „Daily Expreß" aus Schanghai vom 3. August hätte Lihung- tschang als Vicekönig Tschilis einen Aufruf an die Boxer erlassen mit dem Befehl, -auseinanderzugehen, unter der Drohung, daß er andernfalls seine Heere gegen sie führen werde. Der Berichterstatter der „Times" bemerkt freilich zrh diesem Aufruf, er laufe thatsächlich auf eine Amnestie-Erklärung hinaus, falls die Boxer von den Ruhestörungen ablassen und heimkehren wollten. Lihung- tschang soll neuerdings drei dringende Berufungen nach Peking erhalten haben, sich in ziemlicher Verlegenheit befinden und ernste Krankheit vorschätzen. Nach einer Meldung der „Daily Expreß" aus Syanghai ging dort aus Nanking die Nachricht ein, Admiral Seymour sei bemüht, den Vieekönig Liukunyi zu bewegen, die Wusung- forts und die sonstigen Befestigungen am Jangtse auf die Dauer der gegenwärtigen Krisis au räumen, der Vicekönig habe versprochen, den Vorschlag zu erwägen, doch sei einstweilen seine Zustimmung wenig wahrscheinlich. Die „Times" bemerkt im Leitartikel, sehr viel hänge von dem Besuchs Seymours in Nanking und davon ab, ob der Admiral sich von Lius Ehrlichkeit überzeugen könne. Mittelbar! werde diese Begegnung auch dazu beitragen, die schwierige Frage der Zustimmung tzu der von Tschantschitung, dem Vicekönig des mittleren Yangtses, nachgesuchten Anleihe von 50 000 Pfund! zu entscheiden, der die „Times" habei wieder das Wort redet. Ueberhaupt sollte man sich im Gegensatz« Zu dem bisherigen Verfahren mit diesen mehr ats halb unabhängigen Vicekönigen grundsätzlich auf güten Fuß stellen. Der „Daily News" wird aus Tientsin vom 25. Juli gemeldet, ein dort aus einer christlichen Ortschaft, zehn Meilen von Tientsin, eingetroffener Flüchtling berichte, daß 10 000 bis 15 000 chinesische Christen von kaiserlichen Truppen gemordet worden feien. — Wie Ritz aus Bureau meldet, erhielt Pastor Lvegstrup in Fredericia heute ein Telegramm aus Tschifu des Inhalts, daß es auch dem dänischen Missionar Bolwig gelungen sei, sich nach Korea zu retten und somit alle dänischen Missionare jetzt gerettet seien. Wolffs Bureau meldet aus Tientsin vom 1. Aug.: Ein vom japanischen Gesandten abgeschickter Bote, der Peking am 26. Achgust verließ, berichtet, daß die Ursache der Einstellung der dortigen Feindseligkeiten der Abmarsch des Generals Tung mit seinen Truppen nach Peitsang sei. Der Generalgouverneur von Tschili habe die Wieder^- eroberüng der Takuforts und Tientsins durch Soldaten aus Shangtung und dem Süden beim Throne angeregt. Ein entsprechendes kaiserliches Edikt sei unter dem 24. Juli ergangen. — Reuter meldet aus Shanghai vom 5. August: Lihungtschang beging Selbstmord. — Dasselbe Bureau meldet ferner: Die Chinesen haben die Damm- aufschüttung des Kanals durchstochen und das Land zwischen Tientsin und Peking unter Wasser gesetzt. 30 000 Boxers stehen 8 Meilen nördlich von Tientsin. Rußland und die Mandschurei. General Grodekow telegraphierte an den Krieasminister aus Chabarpwsk unterm 3. August: Heute früh8Uhr setzten die Kolonnen der Obersten Schwerin und Servianow bei Blagowieschtschensk auf das rechte Amur-Ufer Über, warfen die chinesischen Truppen mit großen Verlusten zurück und nahmen Saghalin, wobei viele Waffen, Mausergewehre und Patronen, sowie ein Geschütz erbeutet wurden. Der Dampfer Selenga hat unter dem Gewehrfeuer stark gelitten. Die transsejische Abteilung unter Oberst Pfotenhauer hat Aigun mit 12 Feldmörsern beschossen. Die Chinesen antworteten. Unsere Verluste betragen 6 Offiziere und 5 Mann tot, 15 Mann verwundet — Ein anderes Telegramm des Generals Grodekow aus Chabarowsk vom 2. August meldet dem Verkehrsminister, daß die zur Beförderung von Lokomotiven eingerichteten Amurdampfer sich auch als ausgezeichnet Petersburg, 6. August. Die Stadt Aigun ist nach hartnäckigem Widerstande der Chinesen eingenommen und niedergebrannt worden. Der Feind wurde verfolgt und flüchtete in der Richtung nach Zizikar. New-York, 6. August. Der „New-Aork Herald" veröffentlicht ein Telegramm aus Tschifu vom 5. August, worin berichtet wird, daß die verbündeten Truppen den Bormarsch am Sonntagmorgen begonnen haben. Der Krieg Lu Südafrika. Lord Roberts meldet aus Pretoria vom 3. August: General Know griff gestern die Buren auf dem Rhe- nosterkopje nördlich von Kroonstad an. Die Buren flohen und ließen 5 Wagen und einige Rinder zurück.— Bei Honigspruit, südlich von Kronstad wurde ein Eisenbahnzug, auf dessen Maschine die amerikanischeFlagge gehißt war, da der amerikanische Generalkonsul, Oberst Stowe, im Zuge reiste, von einer fliegenden Patrouille der Buren zum Entgleisen gebracht und in Brand gesteckt. Dabei wurden vier Mann getötet, und drei verletzt. Oberst Lord Algernon Lennox und 40 Mann wurden gefangen genommen, aber aus Ersuchen des amerikanischen Generalkonsul freigelassen. General Botha und Präsident Krüger erließen eine Proklamation, in der sie sagen, sie würden für allen Schaden, den die Engländer den Farmen zusügten, Ersatz zahlen, wenn die Besitzer dieser Farmen bei den Kommandos blieben. Ein Telegramm Roberts aus Pretoria vom 4. ds. meldet: Die Buren, welche einen Bahnzug südlich von Kroonstad zum Entgleisen brachten, setzten den Obersten Lennox wieder in Freiheit, nahmen aber zwei Offiziere gefangen. Die Buren werden durch berittene Infanterie verfolgt. 3 Buren wurden getötet, mehrere verwundet. — General Olivier flüchtete mit ungefähr 1500 Mann nach Bethlehmsberge. Er wies die Aufforderung PrinSloo's, sich mit seiner ganzen Streitmacht zu ergeben, zurück und sprach die Absicht aus, den Krieg fortzusetzen. Er nahm eine Stellung zwischen Harrismith und Newmarket ein und wird von Rundle verfolgt. 15 Gefangene, welche Jan Hamilton am 2. August machte, sagen aus, daß von ihren Kommandos nur Geschosse mit weicher Spitze gebraucht wurden. Die Verwundungen unserer Leute find demgemäß ernster Art. Er werde Botha Vorstellungen darüber machen. Das Reutersche Bureau meldet aus Fouriesburg vom 3. August: Im Lager Hunters befinden sich 2500 Buren, in Hamiltons Lager 1500 Buren mit 9 Geschützen. Ursprünglich waren im Thale 5000 Buren. Diejenigen, welche entkommen sind, haben jetzt durch Abgesandte nach den Bedingungen gefragt, unter denen sie sich ergeben können. In den Lagern sind große Massen von Vieh. Die Wege sind auf eine Strecke von 20 Meilen durch Wagen gesperrt. Ausland. Stockholm, 5. August. Der König verlieh dem Lotsenchef Jantz en in Warnemünde die goldene Medaille fünfter Größe und zwölf Lotsen ebendaselbst je 25 Reichsmark als Belohnung für Rettung des Kapitäns und der Mannschaft des schwedischen Schoners „Christiane", welcher am 24. Oktober 1899 bei Warnemünde strandete. Loudon, 5. August. Das Oberhaus nahm die Bill betr. die Marinereserve in dritte Lesung au. — Der Schah von Persien gab, tote das Reutersche Bureau amtlich meldet, den Besuch Englands wegen dis Todes des Herzogs von Sachsen-Koburg-Gotha auf — Der „Birmingham Post" zufolge wird Lord Salisbury nach den nächsten Parlamentswahlen nicht resignieren. Owar sei er dieses Jahr 70 Jahre alt geworden und habe schon lange gefühlt, daß er Ruhe gebrauche, aber er er- kenne nicht nur den Wunsch feiner Anhänger, sondern auch den Wunsch der Königin an, daß er am Ruder bleiben solle. Deutsches Deich. Berlin, 5. August. Wie aus Wilhelmshöhe gemeldet wird, ist der Kaiser gestern dort eingetroffen und von der Kaiserin empfangen worden. Auf der Fahrt von Koburg nahm der Kaiser den Vortrag des Grafen Bülow entgegen, der sich in Eisenach verabschiedete, um von dort nach, Berlin zurückzukehren. — Der Kaiserin wurde bei der Ankunft in Wahlershausen von einer Dame ein prachtvolles Blumenarrangement überpeichi, das huldvollst angenommen wurde. Der Eingang zum Wilhelmshöher Schlosse war mit Gnirlanden, das Vestibül auf das herrlichste mit Blattpflanzen von der Königlichen Hofgärtnerer geschmückt. Dre Kaiserin begab sich nach! 10 Uhr mit den Prinzen und der Prinzessin in die Anlagen am Schlosse und verweilte dort längere Zeit. t , — Prinz Heinrich von Preußen, der stch tu Vertretung des Kaisers, zu den Beisetzungsfeierlichketteni des Königs Humbert von Italien nach Rom begtebt, wird heute auf Wilhelmshöhe eintreffen und reist Montagabend mit dem griechischen Kronprinzen nach Rom. ^ut Gefolge des Prinzen Heinrich, nehmen an den Betsetzungsfeierlichkeiten teil: Hafmarschall Viceadmiral Frhr. von S e ck e n d lo r f f und Korvettenkapitän v. W i tz l e b e n. — Der „Nordd. Allg. 3tg." zufolge lautet das Antwort telegram m des Königs VtktorEm an ucls von Jta lien aus das Beileidstelegramm des „Dein Telegramm hat Mich>tref gerührt und ist Mtr Beweis, daß Du auf Mich die brüderliche Freundschaft übertragen willst, die Du für Meinen trefflichen, so grausam hingemordeten Vater immer gehegt hast. Sem Andenken, das in unseren Herzen fortleben wird, mag die seit jeher unsere Völker einigenden festen Bande ebenso unabänderlich machen." ' geeignet gezeigt haben, Gefechte aufzunehmen und daß sie reichliche Dienste als Kriegsdampfer leisten. Besonders hätten sich die Dampfer Selenga, Michael und Ssnn- gari bewährt. — Eine Depefche des Ingenieurs Offenberg vom Flusse Gasimur in Transbaikalien vom 1. August berichtet, oaß die auf dem Rückzüge nach der Grenze befindlichen Angestellten und Arbeiter nebst der Schutzwache in den Chingan-Pässen von Chinesen beschossen wurden und erst nach Vorzeigung eines Schreibens des (bei Charbin den Oberbefehl führenden) chinesischen Generals Pan freien Durchgang erhielten. Drei Mann von der Schutzwache und ein Arbeiter wurden getötet. Rüstungen. Die Abreise der letzten Chinareiter ans Potsdam vollzog sich Freitagabend unter allgemeiner Anteilnahme der Bevölkerung. Auch der Kronprinz war bei der Mreise .anwesend. Um 6 Uhr hatten die Reiter int Lustgarten Aufstellung .genommen, an der Seite der Kriegervereine von Potsdam mit ihren Fahnen, sowie zahlreiche Offiziere der Potsdamer Garnison. Der Kronprinz nahm den P a r a d e m a r sch der Eskadron in Zügen ab. Dann hielt der Kommandant von Potsdam, General v. Moltke, eine Ansprache an die Mannschaften, die in einem gurret auf den Kaiser ausklang. Auf dem Bahn- hof erschien kurz von per Abreise Prinz Friedrich Leopold. Der Zug, der die Mannschaften nach Bremerhaven brachte, fetzte sich unter den Hurrarufen der Menge um,7 Uhr 30 Minuten.in Bewegung. Die Mobilisierung eines zweiten kriegsstarken bayerischen Bataillons ist angeordnet worden; zu demselben werden auch die Freiwilligen aus dem Beurlaubtenstande genommen. Samstag nachmittag kam der Befehl des Kriegsministers auf sofortige Stellung weiterer Freiwilliger in Würzburg an und die noch von der ersten Meldung vorhandenen mußten bereits abends antreten. Sonntag morgen traten die Kompagnien des 9. Jns.- Regts. im Kasernenhof an, aber bei der Anfrage nach Freiwilligen ist bei einzelnen Kompagnien nicht ein ein- zigerMann vorgetreten. Dagegen sollen die Meldungen der Reservisten sehr zahlreich sein. Beim aktiven Militär hat die Lust, nach China zu kommen, bedeutend nachgelassen. — Die Zahl der gegenwärtig in China befindlichen' französischen Truppen beträgt 2600 Mann. Vom 1. bis 20. Juli sind 6500 Marinesoldaten von Frankreich abgegangen, von denen das erste Drittel gegen den 10. August in Taku erwartet wird, während die beiden anderen Drittel zwischen dem 20. und 31. August daselbst eintreffen sollen. Die aus Landtruppen gebildete Brigade wird ungefähr 10 000 Mann star^ Mn. Dieselben werden abteilungsweise vom 2. bis 24. August ausrücken. In Jndo- china werden 4000 Mann zurückbleiben. Das französische Kontingent in der internationalen Armee wird also etwa 15 000 Mann stark sein. Die französischen Seestreitkräfte in Ostasien werden aus einem Panzerschiff, 9 Kreuzern, 10 Kanonenbooten oder Avisos und 3 Transportschiffen bestehen. * Telegramme des Gießener Anzeigers. Berlin, 6. August. Die von London aus verbreitete Meldung aus Shanghai, daß Li-Hung-Tschang Selbstmord begangen habe, ist bisher unbestätigt. Die Nachricht muß einstweilen mit aller Reserve ausgenommen werden, wird aber, selbst wenn sie sich bestätigt, nicht von entscheidender Bedeutung für die Lösung der Chinasrage sein. Die Doppelzüngigkeit dieses chinesischen Staatsmannes habe die europäischen Diplomaten schon längst mit berechtigtem Mißtrauen ersüllt. Berlin, 6. August. Aus London wird telegraphiert: Eine Tientsiner Depesche vom 30. Juli meldet: Der Vormarsch habe aus der ganzen Linie begonnen und zwar nach der Herstellung einer Verständigung über folgenden O p e- rations-Plan: Konvergierendes Vorrücken bis in die Nähe von Peking. Daraus Gesamt-Vorstoß und Befreiung der Belagerten. Deutsche und amerikanische Soldaten bilden die Vorhut, die Russen operieren entlang der Bahnlinie am linken Peiho-Ufer. Die Japaner sind seit vorgestern in Fühlung mit dem Feinde. Die Engländer folgen. Berlin, 6. August. Am Samstagabend sind vom Anhalter Bahnhof 15 Krankenpfleger vom Zentral- Komitee vom Roten Kreuz nach China abgegangen. Sie begeben sich nach Genua und fahren von dort mit der „Savoya" nach Ostasien. Bor ihrer Abreise sand nachmittags eine Abschiedsfeier statt, der der Kommissar der freiwilligen Krankenpflege, Prinz Sol ms beiwohnte. London, 6. August. Ein Telegramm aus Viktoria (Britisch Kolumbien) berichtet den Ausbruch ernster Unruhen in dem Chinesen-Viertel der Stadt. Die Chinesen sind noch ziemlich zahlreich vertreten und werden seit dem Ausbruch des Krieges von den Europäern als Feinde betrachtet. Diese Feindseligkeiten drücken sich in täglichen Angriffen gegen die Chinesen ans. Das Parlament beschäftigt sich zurzeit mit der Lösung der Frage der Einschränkung der chinesischen Einwanderung. London, 6. August. „Daily Mail" meldet aus Tientsin: Die verbündeten Truppen stoßen aus großen Widerstand. Der Feind bedroht die Verbindungslinien. — Dasselbe Blatt erfährt weiter: Li-Ping-Heng fordert die Hinrichtung Li-Hung-Tschangs. Ein kaiserliches Edikt fordert die Begleitung der fremden Botschafter bis Tientsin unter persönlicher Verantwortlichkeit der Gouverneure und Behörden. — Amtlichen Meldungen zufolge solle» die Russen Atnko und Thieling besetzt haben. Loudon, 6. August. Die Morgenblätter bringen nur spärliche Nachrichten über die chinesischen Angelegenheiten. Sie verzeichnen ein Telegramm aus Iökohama, worin der japanische General Surasi seiner Regierung amtlich gemeldet hat, Japan brauche keine weiteren Truppen zu senden. Man schließt aus diesem Telegramm, daß die vorhandenen verbündeten Truppen zahlreich eine Rekonstruktion des Kabinetts folgen werde, in dem sich wahrscheinlich ein neuer Schatzkanzler befinden werde, so sei doch jetzt nicht anzunehmen, daß die Königin einen neuen Premierminister zu wählen haben werde. Paris, 5. August. Der „Figaro- berichtet, Saison erklärte, er wollte den Schah nur deshalb tobten, weil er der Herrscher eine- großen Staats sei und versicherte, daß er keine Mitschuldigen habe und keiner Anarchistengruppe angehöre. Der Richter besuchte den Schah, welcher seine Befriedigung darüber aussprach, daß es sich nicht um einen Racheakt, sondern um die Thal eines Fanatikers handelt. — Im Laufe des gestern stattgehabten Verhörs erklärte Saison dem Richter, er habe sich vor einiger Zeit in Pontsur Seine hinter Buschwerk versteckt aufgehalten, um zu versuchen, Casimir Peri er mit einem Revolver zu töten. Die Waffe habe aber nicht funktioniert. Monza, 5. August. Gestern nachmittag wurde aus Anordnung des Königs die eiserne Krone der lombardischen Könige aus der hiesigen Stiftskirche geholt. Die Krone, die während der Trauerfeierlichkeit in Nom auf dem Sarg Humberts liegen soll, wurde vom weltlichen und kirchlichen Behörden unter Geleit der Würdenträger des Hofes ins königliche Schloß gebracht. Eine ungeheure Volksmenge wohnte der Zeremonie bei. — König Viktor Emanuel richtete an die Armee und Marine einen Tagesbefehl, worin es heißt: Die Trauer des Landes über das tragische Ende König Humberts fand sicherlich Wiederhall in eueren Herzen, gute, treue Soldaten! In diesem traurigen Augenblick richten sich meine Gedanken voller Vertrauen auf euch alle, die ihr auf mich die Liebe übertragen werdet, welche ihr König Humbert entgegenbrachtet, eine Liebe, welche ich nach dem Vorbild meines Vaters aus treuem Soldatenherzen erwidere. Mit euch schweifen meine Gedanken zu eueren Gefährten, welche in Kreta, Erythrea, China die traditionellen Eigenschaften der italienischen Soldaten bewiesen haben, und das glorreiche nationale Banner, das Wahrzeichen der Größe und Einheit unseres Vaterlandes, hoch zu halten wissen. — Die Leichenfeierlichkeiten in Rom sind jetzt auf Donnerstag früh festgesetzt. Die Leiche wird nicht erst im Quirinal aufgebahrt, sondern sofort vom Bahnhof in feierlichem Zug nach dem Pantheon Übergeführt. Petersburg, 5. August. Infolge der mit den Ereignissen im fernen Osten verbundenen außerordentlichen Ausgaben befahl der Kaiser, die Zölle des europäischen Handels- -tarifs unter Aufrechterhaltung der Konventionstarife der mit den auswärtigen Mächten abgeschlossenen Handelsverträge zeitlich zu erhöhen. Belgrad, 5. August. Heute fand mit großem Pomp die Vermählung des Königs Alexander mit Frau Draga Ma sch in in der Belgrader Kathedrale statt. Die Trauungszeremonie wurde vom Metropoliten JnnocentiuS unter Assistenz sämtlicher Bischöfe von Serbien bei dem schönen Chorgesang des Belgrader Gesangvereins celebrirt. Anwesend waren nebst den geladenen Gästen die Minister, hohen Beamten, das OffizierkorqS, die Abgeordneten, auch sämtliche Vertreter der auswärtigen Mächte, mit Ausnahme red englischen und italienischen, die wegen Landestrauer nicht erschienen. Der H och zeit Szu g war imposant. Der König und die Braut im ersten Wagen wurden von der Menge mit Ziviprufen begrüßt, aus welche besonders die Braut freundlich dankte. Die Brauttoilette — weiße Seide mit crepe de chine, mit einem prachtvollen Brautschleier — ein Diadem im dunklen Haar und herabwallenden Goldfedern nach serbischer Sitte, kleidete sie sehr hübsch. Beim Verlassen der Kirche sprach der König lächelnd mit der Braut und beobachtete aufmerksam die Menge. Während der Fahrt sah er oft nach den Fenstern und Häusern empor. Der erste Schritt des Königs nach der Vermählung war die Amnestie Tauschanowitsch's, der sofort in Freiheit gesetzt wurde. New-York, 5. August. Die Amerikaner erlitten eine empfindliche Schlappe bei San Isidora auf Luzon, wo eine ganze Abteilung verwundet ober gefangen wurde. Aus Stadt und Land. Gießen, 5. August 1900. * * Oeffentliche Lesehalle. Da die BücherauSgabe während des Monats August geschlossen ist, konnten Ende Juli nur Bücher zurückgenommen, keine ausgeliehen werden. Es waren daher im Juli nur 11 Ausgabetagen, an denen 946 Bände verliehen wurden. Davon kommen auf: Illustrierte Zeitschriften 217, Erzählende Litteratur 466, Versdichtungen 12, Iugendschristen, Märchen, Sagen 143, Kulturgeschichte 12, Litteraturgeschichte 4, Geschichte und Biographien 33, Länder- und Völkerkunde 23, Naturwissenschaft, Technologie 34, fremdsprachliche Litteratur 2 Bände. Es wurden verliehen an: Handwerksmeister 134, akademisch Gebildete 10, Kaufleute 81, Beamte 9, Unter* beamte 43, Techniker, Schriftsetzer 58, Arbeiter, Tage löhner 28, Diener, Kellner 33, Lehrlinge, Gehilfen 175, Schüler 6, Studenten 28, Soldaten 5, zusammen 610 Bände; an Ehefrauen, Witwen, ältere Unverheiratete 101, Gewerbe treibende 53, Dienstmädchen, Laufirauen 18, Arbeiterinnen 34, Beamtinnen 13, Pflegerinnen 6, junge Mädchen, Lehrmädchen 111, zusammen 336 Bände. Nach auswärts kamen 8 Bande. * * Merkblatt für Lungenkranke. Die Tuberkulose wird mit Recht als die verderblichste aller Volkskrankheiten bezeichnet. Dies geht daraus hervor, daß nach der amtlichen, von den Bundesregierungen erhobenen Statistik über die Todesursachen jährlich über 100000 Menschen im Deutschen Reiche daran sterben, und daß insbesondere don den im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 60 Jahren sterbenden Personen jeder Dritte der Tuberkulose erliegt. Andererseits gilt sie aber aucy als die am leichtesten heil- care aller mit ihr in Vergleich zu stellenden Volkskrank- tzelten. Zum Beweise hierftir wird, abgesehen von den Erfolgen der Lungenheilstätten, auf die Tbatsache hingewiesen, daß nady den Sektionsbefunden der Anatomen reichlich 25 pCt. aller Leichen solcher Personen, welche an anderen Todesursack>cn gestorben sind, Spuren überftanbcner Tuberkulose aufweisen. Mit Recht wird daher auf die Notwendigkeit hingewiesen, daß die Kenntnis von der Art der Verbreitung und von den hierauf beruhenden Schutz- maßregeln den weitesten Kreisen zugängig gemacht wird. Das Kaiserliche Gesundheitsamt hat auf Grund dieser Erwägungen soeben ein „Tuberkulose-Merkblatt" herausgegeben, welches die wichtigsten Thatsack>en und Ratschläge für jedermann nach den obenbezeichneten Richtungen hin enthält. Tas Merkblatt ist in Format und Ausstattung dem in den Jahren Ü892 und 1893 vertriebenen Cholera- Flugblatt nachgebildet und im Berlage von Julius Springer, Berlin 9i., Montbijouplatz 3, erschienen. Der Vorstand der O r t s k r a n k e n k a s s e G i e ß e n hat beschlossen, an die Mitglieder der Kasse dieses Blatt unentgeltlich zu verabreichen. Wir verweisen auf das diesbezügliche Inserat. ' * * Zur Kohl ennot. Die Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Kassel hat eine eingehend motivierte Eingabe wegen der K o h l e n n o t an den Landwirtschaftsminister gerichtet, da zu befürchten stehe, daß beim Anhalten der jetzigen Verhältnisse im Herbst und Winter nicht das Material zum Betriebe der landwirt- scha.stlichien Maschinen,Ija lnichtz einmal per n ö t i g e 5) a u s - brand zu beschaffen sein würde. Die Eingabe luirft dem Kohlensyndikate eine Förderung der Ausfuhr vor und bemerkt u. a.: ,,Bei den Lieferungsverträgen, welche am 1. April d. I. in Kraft traten, wurden sämtlichen Kohlenhändlern die Lieferungen um ein Viertel gekürzt, trotzdem die Sydikatsvertreter selbst ausgesprochen haben, daß die Produktion im laufenden Jahre um 8 Prozent an der Ruhr, 7 Prozent in Oberschlesien, 9 Prozent in Niederschlesien und 7 einhalb Prozent an der Saar gesteigert werden würde. Die Kohlenhändler und -Konsumenten fürchteten sogleich, daß dies nichts anderes als eine Preissteigerung zu bedeuten habe. Und ihre Befürchtungen bewahrheiteten sich in nicht geahntem Maße. Der Kohlenpreis ist von den offiziellen Vertretungen des Syndikats für Nußkohlen im freihändigen Verkauf feit April um ca. 40 Mark pro Waggon erhöht worden, das sind 30 Prozent des Wertes. Nur schwer wird das Kohlensyndikat sich von dem Verdachte reinigen können, daß es die Anteile der Kohlenhändler bei gleichzeitiger Verstärkung der Produktion lediglich zu dem Zwecke verkürzt, um größere Mengen au Spekulationszwecken zur Verfügung zu haben. Wie sich dieses Vorgehen des Syndikats mit dem oft von ihm erhobenen Anspruch verträgt, daß es Stetigkeit in die Verhältnisse der Kohlengewinnung und Versorgung gebracht habe und noch bringe, wird wohl Geheimnis des Syndikats bleiben. Die Verkürzung der Lieferungsmengen ist es aber nicht allein, was an den neuen Lieferungsverträgen mit dem Syndikate auszusetzen ist. Die Verträge sind so gefaßt, daß der Abnehmer bei Nichterfüllung der Lieferung fast gar nichts machen kann. Bekommt er einen Waggon Kohlen, der für den Sommer bestellt war, z. B. im Oktober, so hat er nicht nur vielleicht ungeheuren Schaden (der Landwirt z. B. wegen der Unmöglichkeit, rechtzeitig sein Getreide zu dreschen), sondern er muß auch, noch den höheren Winterpreis für die Kohlen zahlen." Die Eingabe bittet zum Schluß den Minister, mit Hilfe der zuständigen Organe in eine Prüfung darüber einzutreten, ob und in welcher Weise dem der inländischen Produktion feindlichen Vorgehen des Kohlensydikats allgemein gesteuert werden könne, sowie dahin wirken zu wollen, daß diejenigen Kohlenausfuhrtarife, welche die jetzige Politik des Syndikats zu unterstützen geeignet sind, aufgehoben werden, und die vorübergehende Einführung von billiaen Einfuhrtarifen von den Seehäfen anzuregen. Bei den Kohlenabgaben aus den Staatsbergwerken sollen zugleich die kleinen Abnehmer bevorzugt werden. * • Truppenschau. Aus Mainz, 5. August, wirb be« richtet: lieber bie Hierherkunft beS Kaisers ist zu be- richten, daß derselbe am Vormittag des 10. August, von Kassel kommend, direkt mit seinem Hofzug nach dem provisorischen Bahnhof an der Gastell'schen Fabrik fährt. Dort findet kurze Begrüßung durch die Spitzen der militärischen, staatlichen und städtischen Behörden statt. Dann steigt der Kaiser zu Pferd (in dem an der Aussteigeftelle von Pionieren errichteten Zelt) und reitet nach dem Paradefeld. Außer den hiesigen Truppen nehmen an der Truppenschau noch teil die Jnf.-Regimenter Nr. 116 (Gießen), 166. (Hanau) und das 1. und 2. Bataillon 80. (Wiesbaden), sowie das Ulanen-Regiment Nr. 6 (Hanau), bad Hess. Husaren- Regiment Nr. 13 (Frankfurt) und die Unteroffizierschule (Biebrich). Nach der Truppenschau fährt der Kaiser direkt nach Homburg, wo am anderen Tag bie Einweihung der Saalburg stattfindet. • » Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Totgeborenen, betrug in der Woche vom 22. bis 28. Juli in Mainz 53, in Darmstadt 44, in Offenbach 25, in WormS 32 und in Gießen 14, zusammen 168, darunter 79 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 1000 Einwohner kamen auf Mainz 33,8, Darmstadt 32,4, Offenbach 29,9, Worms 43,6 und auf Gießen 29,1 (ohne 4 Ortsfremde 21). — Die Todesursache anbelangend, Der* starben an Masern und Röteln 3 (2 in Mainz, 1 in Darmstadt), an Scharlach 1 (Darmstadt), an Halsbräune 1 (Darmstadt), an Keuchhusten 3 (2 in Mainz, 1 in Darmstadt), an Diarrhöe und Brechdurchfall 48 (14 in Mainz, 13 in Darmstadt, 9 in Offenbach, 11 in Worms, 1 in Gießen), an Wochenbettkrankheiten 1 (Offenbach), an Lungenschwindsucht 16 (8 in Mainz, 3 in Darmstadt, je 2 in Offenbach und Gießen, 1 in WormS), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 15 (5 in Mainz, je 4 in Darmstadt und Offenbach, 2 in WormS), an Gehirn-Apoplexie 10 (je 2 in Mainz und Offenbach, je 3 in Darmstadt und Gießen), an allen übrigen Krankheiten 63 (19 in Mainz, 17 in Darmstadt, 6 in Offenbach, 14 in WormS, 7 in Gießen); gewaltsamen Tod erlitten 7 Personen (je 1 in Mainz, Offenbach und Gießen, 4 in Worms). • • In Amerika verstorbene Hessen. In New-Dorkr August Hill, 52 Jahre alt, aus Alsfeld. Offenbach, 5. August. Die Handelskammer hat auf bie Beschwerde einer Firma der Lederwaren-Jndustrie Über häufige Betäubungen von nach England gehenden Sendungen Ermittelungen angestellt, bie ergeben haben, baß in ber That ganz außerorbentlich häufig Lederwaren aus nach England bestimmten Verpackungen verschwinden; aus den festgestellten begleitenden That» umständen muß geschloffen werben, daß bie Diebstähle nicht auf beutschem Boden ftattfinben. Es würbe beShalb be* schloffen, in einer Eingabe an baS Ministerium des Innern barum zu bitten, daß von Reichswegen bie englische Regierung um eine bessere Ueberwachung ber englischen Zollstellen ersucht werben möge. — AuS beteiligten Kreisen ist barauf aufmerksam gemacht worben, daß baS Wasserbauamt seinerzeit bekannt gegeben habe, ber Main könne trotz ber Vollenbung ber Oberraber Schleuse noch nicht gestaut werben, weil die Fahrrinne noch nicht hinreichend vertieft sei. Nachdem inzwischen der Stau bewerkstelligt worden sei, ohne einschränkende Bekanntmachung über den Zustand ber Fahrrinne, hätte man annehmen müssen, baß bie Schiffahrtstraße nunmehr vollstänbig hergestellt worben sei. Das ist aber nicht ber Fall, vielmehr ist ein Schiff, trotz großer Vorsicht, in ber Ausnutzung seiner Labefähig» feit aufgelaufen und leck geworden. Es wirb beschlossen, wegen beschleunigter Fertigstellung ber Fahrrinne im hessischen Teil beS kanalisierten Mains zustänbigen Ortes vorstellig zu werben. * * Kleine Mitteilungen aus tzeffen und den Nachbarstaaten. Dem Fußgendarm Bielecke zu Ehringshausen ist „in Anerkennung seiner wiederholten Verdienste um den Jagdschutz" von ber Wetzlarer Sektion des Allgemeinen Deutschen Jagdschutz^Vereins ein Diplom in Begleitung eines Geldgeschenks Übermittelt worden.__ Vermischtes. * Leipzig, 4. August. Der hochangesehene Großindustrielle Julius Krauß in Reichenbach (Vogtland), Inhaber der am vergangenen Samstag eingeäscherten Stark- scheu Streichgarnspinner ei, wurde unter dem dringenden Verdacht der Brandstiftung verhaftet. Der Fall erregt außerordentliches Aufsehen. * Paris, 4. August. Gegen 1500 Droschkenkutscher, etwa ein Zehntel der Gesamtheit, find im Laufe des Tages in Ausstand getreten. Es tarn zu einzelnen Raufereien zwischen Streikenden und Nichtstreikenden. • Bern, 4. August. Der Engländer Way, Gast im Kurhaus Maloja, bestieg ohne Führer mit seinem dreizehnjährigen Sohn und einem anderen Herrn die Cima di roaao in Graubünden (3371 Mtr.) Vater und Sohn stürzten ab. Eine Hilfskolonne fand den Vater tot, der Sohn lebte noch, starb aber bald an seinen Verletzungen. * Znusbruck, 4. August. Vom Langkofel stürzten zwei deutsche Touristen samt ihrem Führer ab. Die Touristen sind der Kaufmann Holzer und ber Schlossermeister Schmidt aus Nürnberg. Beide find schwer, doch nicht lebenSgesähr- lich verwundet._____________________________________________ Universität und Hochschule. — Den Studierenden von deutschen technischen Hochschulen und Bergakademien, insgesamt etwa 850, die unter Führung des Geh. Bergrates Dr. H. Wedding zum Studium der Weltausstellung nach Pari- gereist sind, ist am Sonntag, 29. Juli, vom Verein deutscher Ingenieure ein freundlicher Empfang in Form eines Frühstücks mit fröhlichem Frühschoppen innerhalb der Ausstellung im deutschen Wirtshaus zum Spatenbräu bereitet worden. Es beteiligten sich daran außer den Studierenden als geladene Gäste auch Vertreter der deutschen Botschaft, der bayerischen Gesandtschaft, des Reichskommissars und die gerade in Paris anwesenden Mitglieder des Vereins deutscher Ingenieure, deffen Vorstand durch Regierungs- und Baurat Truhlsen Berlin vertreten war. Namens des Vereins begrüßte deffen ständiger Vertreter in Paris, Ingenieur Möller, die Gäste, in deren Namen Geh.-Rat Wedding dankte. Kommerzienrat Engelhard-Offenbach gedachte der unablässigen Bemühungen des Verein« deutscher Ingenieure um das technische Unterrichtswesen und widmete sein Hoch den deutschen technischen Hochschulen und Beraakademien. Handel Md Kerkchr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 4. August» Wechsel auf New-York zu 0.00-00. FrSjnEen auf Kredit per ult. Äug. 1.70°/q, do. per ult Sept. 2.700/o, Diukonto-Kommandit per ult. Aug. 1.35%, do. per ult. Sept 2.35%, Lombarden per ul*-. Aug. 0 70%, do. per ult Sept. 1.10%. Deutsche Bank per ult. Juli 0.00 %. Äuti»rungen : Kreditaktien 206 80-90-600 0, EMskonto- Kommandit 175.70-80-70, Staatsbahn 140.50, Lombarden 25.60-00, Italiener 93.50. Spanier 71.60-00, 8pH» Mexikaner 25.20, Bochumer 193.50-95.70 Laura210.50bz., Harpener 185-184.0 bz., Gelsenkirchen 192.20 bz., Ungar. Goldrente 00, Oesterr. Coupons 00.00, Amerfk. Coupon»* 0.00, Privat-Diskont 4,/a° o- 1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 206.80-0.00-00 bz., Diskonto - Kommandlt 175.70-00 bz., Berliner Handelsgesellschaft 00 00 bz., Staatsbahn 140 50-00 bz., Lombarden 25.60 b., Laura 00.00. Bochumer 192.50-10 bz. Märkte. Grünberg, 4. August. Fruchtmarkt. Weizen 00,00—00,00 Mark, Korn 15,vO—15,2ü Mark, Gerste 00,00—00,00 Mark, Hafer 14,25—14,50 Mark, Erbsen 00,00—00,00 Mark, Linsen 00,00—00,00 Mark, Samen 25,00—26 Mark, Kartoffeln 4,50-0,00 Mark.________ Arvestr Meldungen. London, 6. August. Die heutigen Morgenblätter veröffentlichen Einzelheiten über die vom Sturm am Samstag angerichteten Schäben. Die @rnk hat sehr gelitten. In Cowes sind mehrere Dachten verloren gegangen, die an ber Regatta teilnehmen sollten. Rom, 6. August. Die Polizei hat bisher 1800 Verhaftungen von Personen, bie an ber anarchistischen Propaganda beteiligt waren, vorgenommen. Die Polizei glaubt, einem ungeheuren großen anarchistischen Komplott auf ber Spur zu sein. Trotzbem ist es bis jetzt nicht gelungen, den Freund Brescis, ber diesen nach Monza begleitete, ausfindig zu machen. Bekanntmachung. Herr Medizinalrat Dr. Rouge in Hungen, sowie Herr Julius Fendt daselbst sind bis zum 11. Juli 1902 als Mitglieder des Vorstandes der Spar- und Leih raffe in Hungen, eingetragene Genoffenschast mit unbeschränkter Haftpflicht, gewählt worden. 6323 Hungen, den 3. August 1900. GrotzherwglichcS Amtsgericht. Dachdecker-Aröeil. DaS Umdeckeu des Schieferdaches (ca. 170 qm) des hiesigen Pfarrhauses soll vergeben werden. Die Bedingungen find durch das hiesige Pfarramt zu erfahren. 5324 Offerten sind bis zum 15. August an dasselbe verschloffen einzureichen. Rodheim a. B., den 14. Aug. 1900. Der ev.'luth. Kirchenvorstand. Freitag hm 10. August d. nachmittags 2V0 Uhr, sollen die den Georg Brömer Erben zustehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen: Flur 28 Nr. 180 - 1300 qm Acker zwischen dem Sandkauter- und Erdkauterweg, Flur 2S Nr. 181 — 1300 qm Acker daselbst, Flur 28 Nr. 182 — 2750 qm Acker daselbst, Flur 28 Nr. 1653/w — 1599 qm Acker daselbst, Flur 28 Nr. 1 658/iq — 193 qm Acker daselbst, Flur 29 Nr. lOOVi) — 1262 qm Acker am Ohleberg, rechts des Erd- kautei Weges auf hiesigem Ortsgericht einer dritten und letzten öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Gießen, den 6. August 1900. Großh. Ortsgericht Gießen. ____________I V.: Keller. 5335 Mittwoch hm 8. August l. I., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Bieker'schen Saale: 3 Sofas, 1 ov. Tisch, 1 Konsol, 1 Sekretär, 1 Nähmaschine, 1 Regulator, 3 Kleiderschränke, 1 Spiegel, 1 vollst. Bett, 2 Faß Wein, 1 Faß Feinsprit, 1 Hobelbank, 1 Damenfabrrad, 3 Zugpferde u. a. m. 5332 Geißler, Gerichtsvollzieher. MAGGI Produkte: Maggi zum Würzen, Gemüse- und Kraftsuppen, Bouillon-Kapseln, 5284 Gluten-Kakao, empfiehlt bestens Bobert Hecker, am Wallthor. Ortskrankenkasse Gießen. Bom Kaiserlichen Gesundheitsamt zu Berlin ist ein „Tuberkulosen- Merkblatt" herausgegeben worden, welches dazu bestimmt ist, die Kenntnis von den Verbreitungswegen und von den gegen diese verderblichste aller Volkstkrankheiten anzuwendenden Schutzmaßregeln den weitesten Kreisen zugänglich zu machen. Die Tuberkulose ist die verderblichste aller Krankheiteu. In Deutschland sterben daran jährlich über 100000 Menschen. Jeder dritte im Atter von 15-60 Jahren stervende Mensch erliegt der Kuverkntose. Unsere Mitglieder machen wir darauß aufmerksam, daß das „Tuber- kulosen-Merkblatt" auf unserer Kaffe kostenfrei zu haben ist, und wünschen wir, daß von dem Bezug allseitig reger Gebrauch gemacht wird. An Nichtmitglieder wird dasselbe gegen Entrichtung des Selbstkostenpreises (5 Pfg. pro Stück) ebenfalls abgegeben. 5338 Der Vorstand: ’®. Dahmer, Vorsitzender. MI dl Ak' dedtcke Wasserdichte Wasserdichte ■ ■ ■ ■ ■ Wagendecken Pferdedecken ZklttMWirWstshMu Grösste Spezialfabrik. La Stromeyer & Co., Konstanz. Meeh. Weberei, Decken-, Zelte- und Säckefabrik. 5340 Vertreter: Otto Scheel, Giessen, Bahnhofstrasse 50. Eduard. Gerlach, Lübbecke i.W. Gesetzlich CD a> Dosen zu 40 und 75 Pfg. bei: Otto Schaaf, Seltersweg 39. o Z O» « CD •a ü = .2 =3 a? » O) "a y geschützt □anooaoaoaacxxxxxsa 4672] Einpferdiger, gut erhaltener Gasmotor, noch im Betrieb, wegen Anschaffung eines größeren, auf Wunsch mit vollständiger Einrichtung billig abzugeben bei Fr. Krogmann, Wetzsteingasse 33. Hagen- und DnleiMt erreichen in kürzester Zeit überraschende Erfolge, menn fieSoson, das beste aller existierenden Nähr- und Kräftigungsmittel, nehmen, es kann allen Speisen und Getränken, auch ohne Wiffen des Patienten, beigemengt werden. 4285 50 gr 100 gr 250 gr 500 gr 45 40^ 70 JL 1.60 JL3.— Alleinige Fabrikanten: TorilCie., Altona. Zu hab. i. Apotheken u.Drogengeschäften. litt verhülfen 3188] Einige gut erhaltene Zk Betten zu verkaufen. Seltersweg 50, I. Ein junger Mel, 03185 Bleichstratze 5. Hermann Thiele sche l Besitzung, bestehend in! mehreren Wohngebäuden und größerem Garten, letzterer zu mindestens 4 Bauplätzen der- wendbar, in bester Lage der Liebigstraße befindlich, ist preiswert durch den Unterzeichneten aus der Hand zu verkaufen. 4660 Der Konkursverwalter: J. Boeck, 3tkin8raße15. Packheu tauft32 9 Herm. Kühler, Grünbergerstrqße 8. Vermietungen 5325] Im neu erbauten Hause Bismarckstraße 36 ist der dritte Steck mit fünf Zimmern, Kabinett und Küche mit allem Zubehör, zu vermieten. Ferner Riegelpfad 33 III drei Zimmer, Küche und Zubehör. Näheres BiSmarckstratze 32, II. /Lin kleines Familienlogis zu vermieten. ™ 03229 Wwe. Nagel, Brandgaffe 4. IHiinliimnnuilin. ^Steinstraße 29. T im Hinterhaus, drei Zimmer, zu vermieten. 5337______________Marktplatz 17. Kleines möbliertes Zimmer zu verm. JV Q323Q_________ Marktplatz 2. 03225] Zwei inemandergeh., gut möbl. Zimmer zu verm. Ludwigsplatz 4, III. (Offene Stollen 5330] Für eine erste Dachschiefer- grabe an der Mosel wird für Gietzen und Umgegend ein fleißiger, solider Vertreter gesucht, welcher bei der einschlägigen Kundschaft gut eingeführt ist. Off. beförd. Haaferrstein & Bögler, A.-G., Frankfurt a. M., unter V. N. 792._____________________________ Die Kauptagentur I einer gut eingeführten und Sastpfiilht- Neksichernvg mit bedeutendem Inkasso ist an einen kautionsfäbigen Herrn zu vergeben. Gefl. Offerten unter Nr. 03224 an die Expedition dieses Blattes Tüchtige Agenten zum Vertrieb von lohnenden Artikeln gegen Teilzahlungen an Privatkunden werden angenommen. 5242 A. Schenk, Mannheim, 2 Querstr. 16. Schreinergeselle ges. 5336 Aug. Hofmann, Wetzsteinstr. 40. Flotter Verkäufer gesucht für ein Manufaklurwarengeschäfe zum baldigen Eintritt. Offerten unter Chiffre P. U. 5334 an die Expedition dieses Blattes erbeten,. 03193) Tüchtiger Dachdecker gesucht. ______Ehr. Schwalb, Dackdeckermeiffer. Erd- und Brucharbeiter gesucht. Erhöhter Gtundenlohu. Preußisch Hessische Basaltwerke 5331 in Keffelbach bei Londorf, ^kkökkllklhl ^arlEuler,Hammstr^ der mit Pferden um» gehen kann, gesucht. 5341_________________Bleichstratze 4. Junges MsWu Ä,t£anbe 5342_______________ Bleichstratze 4, 03226] Lauffrau oder -Mädchen ür 2 bis 3 Stunden nachmittags gesucht. Grabenstratze 9, l. Ein Fräulein wird als Stütze der Hausfrau in ein Hotel zum baldigen Eintritt gesucht. Zu erfragen in der Exp. d. Bl. 5327 03202] Sofort oder später ein sauberes, jüngeres Mädcken für Hausarbeit gesucht. _______Frankfurterstratze 4, Part. 5208] Ein hiesiges, besseres Kurrund Wollwarengeschäft sucht sofort ein kräftiges Lehrmädchen aus achtbarer Familie gegen monatliche Vergütung von 10 bis 15 Mark. Offerten unter Z. 5208 befördert die Expedition d. Bl. Tüchtiges Dienstmädchen bei gutem Lohn per sofort gesucht. 4723________________GelterSweg 2, I. 5277] Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit, sobald wie möglich, gegen hohen Lohn gesucht. Näheres Bahnhofstraße 71. Verheir. Buchhalter, der eins. Buchführung mächtig, wünscht seine jetzigeStelle baldigst zu verändern. Offerten unter X 03186 an die Expedition d. Bl. 4927 ----'} Sächsisch-Thürlng. Technikum Rudolstadt I. Höhere Fachschule für: Architekten, Bau-Ingenieure, Feldmesser, Cultur- u. Vermessungs-Techniker. 2. Mittlere Fachschule für Hochbau- (Baugewerk- sohule), Tiefbau- (Eisenb.-, Strassen- u. Wasserbau-) und Steinmetz-Techniker. 3. Tlscnlerfachschule. Staatsaufsicht-^Fürstliche NI inlsterium. 03227] Diejenige Person, welche beim Jugendfest von einem Tisch zwei Sonnenschirme mitnahm, wird gebeten, di. selben Grünbergerstratze 36 abzugeben. AMrHttGchngmem Dienstagabend: 533s Albold. CourSbericht von IMetz«, BMgeschäst, Gießen, Schnlstraße 10. II «uursr vom 1 28./7. I 4./8. * 1 «surso ooml 28./7. | 4./8. | 1 Sours« 00m I «r 28./7. | 4./8. 1 Sourss 00m I 1 28./7. 1 4./8. I i" I 00m I f | 28-/7. | 4./8. | Ä Lo«rf 21./7 | • 4. 8. «Vs 8 «Ve 8 «7. 3Ve 37, «7, 8 37 372 37, 6 4 L 8 4 47° 3 5 47, 8 5 4 «7$ D »«Ische. D.Reichs-Anl. do...... Preuß ConsolS do...... Badische v. 86 Bayr.St.-Obl. a-Heff.St.-Obl. do. ..... do...... Württemberg. Bremen v.1899 Hambg.v.1899 RuAlSndisch«. Griech.E.B. v. 1890 .... Griech.Monop. Italiener Rte. do...... Oest.Goldrte.. Oest. Silberrte. Oest.Lokalbahn n Galiz. Karl Ludw. - Bahn in Silber . . Portug. Staat do...... Rum. am. Rte. Rumän.v.1890 Ruffen v. 80 . Russen Gold- Anl...... Nuss. Staats- Rte., Rubel . Schwedens. 80 Schweiz. . . . Serben v. 95 . Spanier . . . Türk.Zoll-Obl. bo.IonD.LitB. bo.conüJLitC. bo. Lit.D. rinn Koldrte.. 94.85 85.80 95- 86 25 9345 101.90 92.85 82.80 93.80 39.50 45.80 58.30 97.20 96.40 92.60 99.— 97.10 95.15 86.05 95.— 86.10 93.— 92.65 100.60 92.25 82.70 98.50 91.30 87.50 42.80 93.55 57.20 97.70 96.40 93.60 35.40 23.40 90 — 77.40 97.— 1 l iV, 17, 1 5 5 372 472 4 37- 3 5 5 3 4 37, 37, 37, 4 87, 4 4 37, 37, 37s 4 4 4 4 Ung. Anl. . . bo.Staatsrte. do.E.B.Gold v. 89 . . . . Arg. inn. Anl. bo. ituß. v. 88 bo. v. 1897 ChinefischeAnl. n • • . * v.1898 Egypt. unific.. Egypt. priv. . „ garant. Mexico o. 99 . do. Ser.I-III do. SUber. . riDSt-Odl. Darmstädter . bo. ...... Gießener (alte) bo. v. 96 . . Mainzer . . . bo. ..... Offenbacher. . Wormser . . . bo...... Frankfurt a.M. Darmstadt . . Mannheimer . Münchener . . Nürnberger. . Pforzheim . . Wiesbaden . . Babenhausen . Lissaboner . . Rom n—VIII Buenos - Aires Stoldeßpl.^Ui. S.-B«aunf.. . bo...... bo. Lich . . . Usnbg.-Bierst. DttUsch». 8 Homburger . 77.40 90.60 100.80 67.90 62.30 83.70 96.20 95.50 69.50 99.30 100.— 98.85 40.70 25.50 99.— 90.50 98.70 92.— 92.— 90.50 99.50 99.50 100.70 100.40 100.50 98.10 66.80 95.20 85.51 77.10 90.70 100.80 67.20 62 50 86.25 97 50 96.50 71.40 103.80 99.15 100.— 98.10 40.65 25.20 92*— 91.70 10080 100.40 101’10 98.10 66.20 95.20 96.51 85'51 ?7a Wi 372 4 4 4 4 3 4 3 3 3 8 3 3 4 3 3 4 5 4 4 4 4 5 3 Pfälzische. . . Pfälzische. . . Dtsche. Eisenb. Sübb. Braunschweig. Lds.-E.-B.IIE. bo. I E. Allg.bt.Kleinb. SwSI»«»ttcha. Elisab.-B.strfr. Kaschau-Oderberger v. 91 Lombarden. . do...... Oest. Staatsb. bo. i-vin . do. v. 85 . . do. Erg.-Retz Prag-Dux 96 . Raab-Oedenb. (alte) . . . do. v. 97 . . Rudolf Gold . Jtal. gar.E.B. Livorneser . . Sicil. v. 91 . ToScaner . . Ruff. Südost . do. Südwest Rjäsan-Uralsk Wladikawkas . Anatolier. . . Salon.-Mon. . 98.90 97*50 89.— 91.— 96.40 97.20 97^80 86.- 75’70 72.- 69.— 96.90 57.05 59.05 96.50 94.— 95*40 95 80 95.70 55.40 —.— 4 91.65 97.50 4 89.- 37, 37 —4 96.50 4 98.— 37 4 __4 37 —.— 4 98.60 4 86.45 __4 37 75.60 37 72.60 37 69 — 57*15 4 59.10 96.30 94.30 4 95.40 4 41 95.30 95 20 96.10 55.50 Frkft. Hyp.- Creditverein do. Ser. 27 . do. Ser. 28, 30, 33 . . - bo. Ser. 29 . Ldw.Ered.-Bk. Hambg. Hypbk. Ser.141—250 bo. 46—190 Meining. Hyp. bo. neue . . bo. unk. 1907 Pomm. Hypbk. Preuß. Hypbk. VIII-XII do. neue. . . , bo. 1905 . . 1 Rhein. Hypbk. unk. 1904 . , Westdeutsche Bodencredit in Cöln . . Ung. Lds.-Ctr. Akrrft. Buderus . . . Eisenb. Rtbk. . f» Hirzh. u. Lollar Kwk.AMe». Dtsch.R^ichsbk. Berliner H-rnd. 98.80 92.— 92 — 98.60 98.75 91.50 99.— 99.50 92.— 97.75 98.25 99.10 91.20 90.70 92 20 90.— 94.— 98.— 156.50 148.— 99.50 92.— 92.- 98.60 98 75 91.20 99.— 99 — 92.— 97.75 98.25 98 80 91.10 90.70 91.— 90.— 98.— 157.— 148.30 1 Mitteldt. . . . Nationalbk. . . Oest.Cred.-Act. Wien.Bankver. r»d«ßrir.rür» Kley er Fahrrad Henninger Brauerei. . Farbw. Höchst. Zementfabrik Karlstadt . . Bad. Anil.- u. Sodafabrik . Fabrik Griesh. Chem. Fabrik Albert.... Elektr. Boese. „ Anl. Köln „Kontiuentl. Rürnbg. . „ Helios. . , Lahmeyer „ Schuckert „ Siemens & Halske Filzfabr. Fulda Löhnbgr Mühle Faber LSchlei- cher..... MaschfGritzner Schnellpreffen Frankenthal . SchuhfabrOtto Herz & Co. . Siemens Glas Nordd. Lloyd . Bliesenbach Bergw. . . • Concordia Bergw. . • • Dortm. Union EschwlrBergw. Donnersmarkhütte ..... 109.90 133.80 208 — 123.60 165.— 130.50 372.— 112.— 387.— 244.— 157.25 128.50 84.50 101.70 137.75 135.10 202.90 167.— 129.— 78.90 170.50 175.— 179.— 109.90 133 10 206 20 122.10 172.20 131.— 370.50 112.— 388.— 244.— 161.50 128 — 85.— 102.30 135.85 133.80 201.50 160.90 128.— 77.— 172.— 175.— 179.— 4 4 5 37. 3 4 5 8 2V. Hörder Bergw. Kölner „ Mannst.-Faron Nordst. Bergw. Phönix „ RiebeckMontan Schalter Grub. Bochumer Guh Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. Set. Königs- u. Laura . . . Oest. Staatsb. do. Südbahn Gotthardbahn. Jura-Simplon Prine Henry . Northern Pac. Transvaal . Loose bi Procentev. Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Regul. Cöln-Mnden. Madrider. . . Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Grazer . Türk. sts. 400 per Stück ta Mr. Ansbacher fl. 7 Augsburg, fl. 7 Brschw.Thlr20 Freiburg, fs.10 Mailänd.fs.10 Meininger fl. 7 Pappenh. fl. 7 Venedig« 2.80 158.— 401.— 278.— 232.50 167.80 369*75 197.80 198 — 185.40 214,50 139.30 25.25 136.— 113*40 72 — 176.— 137.50 158 55 130*50 134.90 122 90 94.— 109.— 153.60 397.75 287.— 230 — 165.- 210.— 348.50 194.— 192.10 184 50^ 211 — 140.50 25 60 186,— 113*50 72.30 179 — 14V— 132*30 129.20 133.40 123.— 93.45 110.40 4 «7 37 3 4 4 5 1 1 1 97.41 59.51 71.91 25'2 96.3 96.71 59'2 71.6 45*- ) 25.7 D 96 4 4 4 4 471 4 ) 3»/ -37 -37 J 5 41 4 4 4 -87, 4 -» IfouiWt. Gothaer unkb. 1903 . . . . Grundschök. Ser. V—VI do. I—II do. unk. 1906 Frist. Hypbk. XIV..... ,l bo.xn-xin ,| do. XV. . . 99.— 99 — 98.20 91.10 99.- 92.11 92.91 99.- 99.- 98.20 91.10 99.— 92 10 ) 92 90 Darmstadt. Bk. Deutsche Bk. . Dt. Gerroffbk.. D'sct. •- Eomm. Dresdener . . Franks. Bank . D.Eff.u.Wechr selbank . . . Pfälzische Bank Schaffhsr. , Bank f. Süd- deutschland . 133.— 189.90 108.- 175.11 148.45 182.51 122 41 131.51 130.51 102.5 133 30 189.50 108.50 176.20 148.50 191.50 122.31 132.71 130.51 5 102.31 140.— 238.— 170.80 173.— 804.- 100.51 236.51 233 - 140.— 239.— 107.75 163.— 300.50 99.90 232.5c 228.7k 3 40.— 25.50 13*- 24.21 25.— 128.20 24*26 23.20 —.— —.— und Steindruckerei (Pietsch Erben) m Gteßen.. ---^antwortlich für den allgemeinen Teil: I. B.: «. Stesfenhagen; für den Anzeigenteil: Hanü Beck. — *)rua uno «eriag oer -ornyruy^ uh. ,