«SbÖ* Z‘ ^WjJtallobt 23, sstelluv-, )nsitenin-F--Mm 3930 unh ftZ" «Ä1M erhaus SUumeu per i.u ut reinliches EnL gesucht. Gr- 'aasenstetn & $ogk ' werden schriW. sveckter ches, W Schalt, Prv- , tatofyirt Siehrn SM der Rolkiver« mteofli hätte. Nede- »n ladellosem W br- ntet F. L. A. 815 an />rtt.K.MUmchm. *‘SS**’J te*(‘ r Mms Wu Ma * k. Z. ft" iWr? MatteS. f Schmitdegtscülr 3$ strut-, üefenveg 7. L sofort aefucht. Il HeinrichSrnstr, :r, AiL-n bei Eichel. imr-tstSWM^i'sn ion such! einen jener. ISO andre hprd.0-' n gchllitl- j nachttlehrlirrgM delehrlivs M. 130 Erstes Blatt. 1900 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für -en "Kreis Gieszen Donnerstag den 7. Juni Uejugsprei» vicrlcljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholcstelle» vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In« und AuSlande- uehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eatgege». Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. MMn, Gffpedition und ® ruderet: >4*f0r«6e Nr. 7. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der hessische Iandunrt, Klältrr für hesiische UolKsKunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hieß«« Fernsprecher Nr. 51. tratet ttgNch mit Ausnahme des Montag«. Die Gießener »«mitienvt-tler »erden dem Anzeiger b* Wechsel mit „Hess. BOTbrnirt* m. Matter Mr heff. volkrkunde- »SchU. 4 *•! beigelegt. U»»«ch»e Anzeigen zu der nachmittag» für bee Mfenbca Lag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 ttchr. RbbesteLungen spätesten- oben*» vorher. Bekanntmachung. Zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche wird die Abhaltung des auf den 7. Juni d. I. ia Leun anstehenden ViehmarkteS an die Bedingungen geknüpft, welche durch die untenstehende diesseitige Bekanntmachung vom 4. Oktober 1898 angeordnet worden find. Für die Einführung von Händlervieh in den Kreis Wetzlar gilt jedoch die in Nr. 110 des Wetzlarer Anzeigers vom 12. Mai dsS. IS. veröffentlichte polizeiliche Anordnung des Herrn Regierungspräsidenten vom 27. März 1900. Aus der Provinz Oberheffen des Großherzogtums Hessen und den preußischen Kreisen Biedenkopf und Usingen dürfen Rindvieh, Schweine und Schafe nicht aufgetrieben werden. Wetzlar, den 31. Mai 1900. Der Landratsamtsverwalter. Amtliche Teil. Bekanntmachung. Betr.: Beurlaubung des Großh. KreisveterinärarzteS Herrn Prof. Dr. Winkler zu Gießen. Der Großherzogliche Kreisveterinärarzt Herr Profeffor Dr. Winkler zu Gießen ist vom Heutigen ab auf sechs Wochen beurlaubt. Als sein Vertreter ist der veterinär- ärztliche Assistent, Herr Christof Hollerbach aus Darmstadt, ministeriell bestellt worden, der seine Wohnung hier ia Gießen, Frankfurterstraße 5, im Hause des Herrn Photographen Uhl, hat. Wir bringen dies zur allgemeinen Kenntnis. Gießen, den 1. Juni 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Der Krieg in Südafrika. In England wird Viktoria geschossen; zehn Tage früher, als Lord Wolseley zu. Anfang des Krieges vorausgesagt, hat Lord Robertsin Pretorias ei nenEin- zug gehalten. Die Depesche, durch die der. Feldyiar- schall ankündigt, daß die -Hauptstadt Transvaals gefallen sei, ist iam 5. Juni, vormittags 11 Uhr 40 Min. in Pretoria aufgegeben und lautet: „Wir sind im Besitzes von Pretoria, der feierliche Einzug erfolgt um 2 Uhr nachmittags." Etwa 9 Kilometer südwestlich von Pretoria war Lord Roberts am zweiten Pfingsttage auf hartnäckigen Widerstand gestoßen. Er berichtet darüber in einer aus Six Miles Spruit datierten Depesche folgendermaßen : „Wir brachen heute bei Tagesanbruch auf und marschierten etwa 16 Kilometer bis zu diesem Spruit, dessen Ufer vom Feind besetzt waren. Die berittene Infanterie und vier Kompagnien Aeomanry vertrieben den Feind vom südlichen User und verfolgten ihn eine Meile weit, bis sie sich heftigem Feuer der in Verstecken geschickt verborgenen Geschützen der Buren ausgesetzt sahen. Unsere schweren Geschütze eilten über die Pretoria umgebenden großen Hügel der Infanterie zu Hilfe und vertrieben, unterstützt von der Brigade Stevenson und der Division Pole-Carew, nach einigen Schüssen den Feind aus seinen Stellungen. Die Buren versuchten sodann unsere linke Flanke zu umgehen, was die berittene Infanterie und die Peomanry verhinderten. Da die Buren unfern Nachtrab auf dem linken Flügel fortgesetzt^ bedrängten, sandte ich dem drei Meilen links von mir vorrückenden General Hamilton den Befehl, zu mir einzuschwenken und die Lücke zwischen den beiden Kolonnen auszufüllen. Der Feind wurde sodann in der Richtung auf Pretoria zu getrieben. Der Einbruch der Nack)t verhinderte die Verfolgung. Die Gardebrigade steht ganz in der Nähe des südlichsten Forts von Pretoria (Schanz- Eopfort) und kaum 5 Kilometer von der Stadt entfernt. French und Hutton stehen nördlick) von Pretoria, die Brigade Breadwood zwischen den Kolonnen French und Hamilton. General Gordon schützt die rechte Flanke unserer Hauptarmee bei der Station Irene, welche vom Feinde zerstört ist. Ich hoffe, daß unsere« Verluste gering sind". Aus frühern Berichten wissen wir, daß gerade an der Stelle, von der Lord Roberts telegraphiert, an der Brücke des Six Mile Spruit 10 000 Buren Stellung genommen hatten, um ihm den Eingang in die Stadt zu verwehren. Sie haben, wie es scheint, tapfer Stand-' gehalten, dann aber keinen bemerkenswerten Versuch gemacht, den Engländern den Weg zu verlegen. Lord Roberts telegraphiert darüber: Gestern drängte ich, den Feind auf allen Linien zurück. Die berittene Infanterie des Generals Hamilton verfolgte den Feind bis auf 2 Kilometer von Pretoria. Die Buren ergriffen die Flucht. Kommandant de Liste wurde mit einer weißen Fahne in die Stadt geschickt, um in', meinem Namen die Uebergabe zu fordern. Kommandant Botha ließ mir mitteilen, die Stadt würde nicht verteidigt werden und er hoffe, daß den Frauen und Kindern Schutz gewährt werden würde. Drei hohe Transvaalbeamte kamen mir mit einer weißen Fahne entgegen und- drückten den Wunsch aus, die Stadt zu übergeben. Es wurde beschlossen, daß die englischen Truppen um' 2 Uhr von der Stadt Besitz ergreifen sollten. Die Gemahlinnen des Kommandanten! Botha und des Präsidenten Krüger befinden sich in der Stadt. So hat also auch Botha, der bis zuletzt die Seele deS Widerstandes war und einen Ausschuß zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in Pretoria eingesetzt hatte- den Kleinmnt seiner Leute nicht emzudammen und das Unvermeidliche nicht abzuwenden vermocht: Lord Roberts ist als Sieger in Pretoria eingezogen, und damit ist der Krieg, sowohl was seine politischen Zwecke rote auch Flüchtlingen abgegangen war, hatte ein scharfes Gefecht mit den Boxern und brachte ihnen schwere Verluste bei. Von den Russen wurde ein Offizier und drei Mann verwundet, von den Boxern 16 getötet und viele verwundet. Dieselbe Quelle meldet aus Tientsin, daß der britische Missionar Robinson, Mitglied der Nord China- Mission, nebst fünf eingeborenen Christen getötet worden und daß Norman, derselben Mission angehörig, in Wuchiayung, zwei Meilen von Henching, in Gefangenschaft geraten sei und sich in großer Gefahr befinde. Auch sind beunruhigende Berichte über die Lage der amerikanischen und englischen Missionare aus Paotingfu inj Tientsin eingelaufen. Drei belgische Ingenieure sind dort angekommen; nach Mitteilung des französischen Konsuls werden noch elf von ihnen vermißt, doch besteht die Hoff-, nung, daß fünf gerettet werden. — In Peking ist nunmehr auch das deutsche Detachement in Stärke von 1 Offizier und 50 Mann des Seebataillons eingetroffen. Company »erschien kt sei. Die Ausrede, daß inan ja politisch Herr über das Land bleibe, daß man das Verkaufsrecht besitze, und daß überhaupt das verschleuderte Land keinen besonderen Wert habe, zeige, wie unsicher man sich im Kolonialamt fühle. Man wisse dock) ganz genau, welche großen politischen Pläne Cecil Rhodes mit Südafrika verfolge, und müsse ihm nach dieser Richtung hin leider einen größeren Patriotismus nachrühmen, als ihn deutsche Großkapitalisten von der Art des Herrn von Hansemann u. a. an den Tag legten. Eine überaus traurige Rolle spielten bei den Minen-Kon- zessionen die angeblich deutschen Mitglieder der in Betracht kommenden Gesellschaften, die in Wahrheit ganz im Solde Englands ständen. Redner greift schließlich den als Vertreter der Abteilung Hamburg im Saale anwesenden Rechtsanwalt Dr. Scharlach-Hamburg, der einer der Direktoren der in London residierenden South-West-African-Company ist, in sehr heftiger Weise an und ruft ihm schließlich, zu: Sehen Sie mich mal an, Herr Dr. Scharlach, wenn Sie den Mut haben! Dr. Scharlach (in höchster Erregung): Das werde ich nicht thun: Das ist ja eine Frechheit, eine Unverschämtheit! (Allgemeine Ohorufe und große Bewegung.) Herzog Johann Albrecht: Ich ersuche dringend, alle Zwischenrufe und beleidigenden Bemerkungen zu unterlassen. Dr. Passarge erklärt, er habe nichts mehr hinzuzufügen. Dr. Scharlach berief sich darauf, daß er bei den Kv- lonialdirektoren Kayser, v. Ri-chthofen und v. Buchka immer als koloniale Autorität gegolten habe und betonte besonders, daß man die Kolonialpolitik mehr vom geschäftlichen, als vom politischen Gesichtspunkte aus behandeln müsse; übrigens säßen im Vorstande der South-West-African-Company sieben Deutsche, darunter Freiherr von dtordenflycht, v. Brand, Woermann, Wichmann und er, so daß die Gesellschaft deutschen Bestrebungen huldige, wenn auch ihr Kapital englisch sei. Staatsminister v. Hofmann: Er müsse Namens der ganzen Gesellschaft gegen den Vorwurf protestieren, als ob irgend ein Mitglied weniger Patriotismus und weniger Mut besitze, als Dr. Scharlach (Lebhafter Beifall.) Trotz der langen Rede des Dr. Scharlach bleibe doch im allgemeinen die Ansicht bestehen, daß durch die Konzessionen an die South-West-African-Company eine erhebliche Beunruhigung in den interessierten kolonialen Kreisen hervorgerufen sei und trotz der Erklärungen Scharlachs bestehen bleiben werde. (Beifall.) Bei aller Hochachtung vor dem Kolonialamt und seinen Leistungen müsse man doch sagen, daß diese Konzessionen Muster von solchen seien, wie keine Regierung sie je erteilen sollte. (Stürmischer Beisall.) Wenn die South-West- African-Company einen angeblich ganz harmlosen Vertrag mit der Debeers-Company über die Ausbeutung der Minen abgeschlossen habe, so soll sie ihn doch einfach veröffentlichen. (Sehr richtig.) Dr. Scharlach-Hamburg: Dem stehe Herr Woermann entgegen, weil er nicht wolle, daß die Gesellschaft in eine Verteidigungsstellung 'geraten solle. Der A u s s ch u ß a n t r a g, der hierauf einstimmig zur Annahme gelangte, lautet: Die Hauptversammlung wolle beschließen, den Reichskanzler zu ersuck)en, nur solche Gesellschaften auf Grund von Land- oder sonstigen Konzessionen zur wirt- schastlichen Erschließung unserer Kolonien zuzulassen, in deren Verwaltung der deutsche Einfluß ausschlaggebend gesichert ist und auch dauernd gesichert bleibt. Bei Erteilung von Konzessionen für bergbauliche Betriebe, insbesondere auf Edelmetalle und Edelsteine, soweit solche Konzessionen nach der kaiserlichen Verordnung vom 15. August 1889 überhaupt noch zulässig sind, wolle die Regierung außerdem Vorsorge treffen, daß mit dem Bergbaubetriebe binnen einer bestimmten Frist begonnen und die Gewinnung abbauwürdiger Lagerstätten bei Verlust der Genehmigung mit ausreichendem Kapital nach technisch bewährten Grundsätzen gesichert werde". Die Situation in China verschlechtert sich fortwährend. Die zur Unterdrückung des Boxeraufstandes von den Großmächten getroffenen Maßnahmen erwiesen sich leider als nicht ausreichend. Die internationalen Geschwader-Chefs sind daher neuerdings mit allen erforderlichen Vollmachten versehen worden, um jeden Augenblick den Umständen entsprechend handeln zu können. Falls es erforderlich sein sollte, würde ein Oberbefehlshaber über das gesamte internationale Geschwader ernannt werden. Die Aufständigen stehen bereits in einer Entfernung von nur vier Meilen von Tientsin und rüsten sich zu einem Angriff auf die Stadt, die allerdings darauf vorbereitet sein soll. Inzwischen haben russische Truppen einen blutigen Zusammen st oß mit den Boxern gehabt. Eine Depesche des Reuter'schen Bureaus besagt: Eine Abteilung Kosaken, die zum Aufsuchen von Bekanntmachung vom 4. Oktober 1898. An die Abhaltung der im Kreise Wetzlar stattfindenden Biehmärkte werden zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche bis aus weiteres folgende Beding- uvgen geknüpft: 1, Für den Auf- und Abtrieb der Tiere ist je eine bestimmte Stelle zu schaffen. Die Benutzung anderer Stellen für den Auf- und Abtrieb, ebenso das Handeln mit Vieh außerhalb der Marktplätze ist verboten. Der Auftrieb darf im Winter nicht vor 9 Uhr und im Sommer nicht vor 8 Uhr vormittags statt- fiuden. 2. Auf die Märkte dürfen nur Tiere aus seuchefreien Orten, deren Führer mit gütigen behördlichen Ursprungszeugnissen versehen sind, aufgetrieben werden, Tiere von Händlern aber nur dann, wenn in jenen Ursprungszeugnissen weiter bescheinigt ist, daß die Tiere sich die letzten sieben Tage in unverseuchtem Zustande in seuchenfreien Orten befunden haben. Im Uebrigen gilt für die Einführung von Händlervieh in den Kreis Wetzlar die in Nr. 109 des Wetzlarer Anzeigers vom 11. Mai 1897 veröffentlichte polizeiliche Anordnung des Herrn Regierungspräsidenten zu Koblenz vom 13. April 1897. 3. Bei dem Auftrieb der Tiere hat der Eigentümer oder Führer dem anwesenden Polizeibeamten das unter Nr. 2 erwähnte UrsprungSzeugniß vorzuzeigen. Außer von der Kontrolle der Ursprungszeugnisse ist der Auftrieb von der vorherigen Besichtigung uud Nichtbeanstandung der Tiere durch den Kreis- tierarzt abhängig. 4. Seuchenkrank und seuchenverdächtig befundenes Vieh unterliegt den vorläufigen Anordnungen deS Kreis- tierarztes.________________________________________________ Politische Tagesschau. In der Hauptversammlung der Kolonialgesell- scha>t zu Koblenz brachte Dr Passarge die in der Presse viel besprochenen Land-Konzessionen in Afrika zur Erörterung. In dem uns vorliegenden Berichte lesen wir über diesen Teil der Verhandlungen: W Dr. Passarge wandte sich in schärfster Weise gegen die Art und Weise, wie das Kolonialamü unter Herrn von Buchka große deutsche Gebietsteile sozusagen v e r - i ch l eube r t habe. Man könne wohl sagen, daß Deutsch- Südwestaftika zu zwei Dritteln an die Debeers- was die militärischen Operationen größeren Stils angeht- zu Ende. Was jetzt noch folgt, sind politische Sorgen lind die Erfordernisse des kleinen Krieges, die auf bie vollständige Unterwerfung und Beruhigung des Landes gerichtet sind. Obwohl diese Dinge mehr organisatorisches« als strategisches Geschick beanspruchen, wird Roberts sich ihnen vermutlich aud) noch unterziehen, aber seine Aufgabe als Feldherr ist im großen und ganzen beendet. Allerdings haben ihm die Buren die letzten Tage noch schwer gemacht. Es ging uns heute früh aus London folgendes Extra-Telegramm zu: London, 6. Juni. Lord Roberts telegraphiert aus Pretoria vom 5. Juni 12 Uhr 55 Min. nachmittags: Ich habe das Bedauern, mitteilen zu müssen, daß das 13. Y eo m a n r y - B a t a ill o n sich am 31. Mai b e i L i n d - ley dem Feinde ergeben mußte. Ms ich erfuhr, daß das Bataillon angegriffen war, befahl ich sofort Lord' M e t h u e n , d»em Bataillon Verstärkungen zu bringen. Methuen befand sich zu dieser Zeit zwischen Kronstadt unb’ Heilbronn. Eine halbe Stunbe nach Empfang meines Telegramms am 1. Juni trat er um 10 Uhr morgens den Marsch an. Am nächsten Tage hatte er schon 44 Meilen, zurückgelegt, kam aber zu spät, um bas Bataillon zu entsetzen. Methuen griff ben Feinb, ber 2- bis 3000 Mann stark war, an unb zwang ihn, nach fünfstündigem Gefecht, sich zurückzuziehen. Ich hoffe, baß die Gefangennahme desl Bataillons nicht von langer Dauer sein wird. Unb immer noch mehr Blut wollen bie Buren vergießen, unnützes Blut, bas bas endgiltige Schicksal bes Krieges doch nicht mehr wenden kann. Wie aus London gemeldet wird, sind 5000 Buren von Standerton nach be'm Freistaat aufgebrochen; dieses würde eine Verstärkung ber General Rundle bekämpfenden Buren sein, der schon alle Hände voll hat. Der Plan der Buren ist offenbar, Marschall Roberts Verbindungslinie zu durchbrechen, um ihn wenigstens für einige Zeit lahmzulegen. Der Aerger darüber, daß Präsident Krüger alles bare Geld in, wie man sagt, übereilterFlucht mitgenomm en habe, hat sich gelegt, nachdem die Beamten die Mitteilung erhalten haben, daß die Assignaten sofort in Metall eingelöft werden sollen. Die Auswanderung aus Pretoria hat fast aufgehört. Eine Depesche des Bureau Laffan vom 1. Juni sagt, General DelareyS und Keys Kommandos halten ein britisches Regiment an der Dynamitfabrik eingeschlossen. Drei Batterien Transvaaler Staatsartillerie stehen südöstlich von Pretoria, ungefähr in der Mitte von Johannes? bürg und Delagoabaybahn. Telegramme deS Gietzerrer Anzeigers. Loudon, 6. Juni. Die Nachricht von der Besetzung Pretorias veranlaßte hier begeisterte patriotische Kundgebungen vor dem Mansion House. Der Lordmajor sandte im Namen der Bürger Londons eine Glückwunsch Depesche an Lord Roberts. Die öffentlichen Gebäude und viele Privathäuser legten Flaggenschmuck an. Sonst wird die Nachricht im allgemeinen ruhig ausgenommen. Loudon, 6. Juni. Wie aus Pretoria gemeldet wird, sind einzelne englische Gefangene entfernt worden. Die meisten befinden sich noch in Watervaal. Mehr als 100 englische Offiziere befinden sich noch in Pretoria unb sind anscheinend) bei guter Gesundheit. Loudon, 6. Juni. Nach einem Telegramm befahl so- sofort nach dem Einrücken in Pretoria Marschall Roberts dem General French, nach Waterwal, 15 Meilen von der Stadt, zu gehen und die Gefangenen zu befreien. Petersburg, 6. Juni. Gestern sind von hier neuerdings eine große Anzahl Freiwilliger, mit Waffen, Munition unb Zelten ausgerüstet, nach dem südafrikanischen Kriegsschauplatz abgegangen, um an der Seite der Buren den Feldzug mitzumachen.___________________________________ Deutsches Reich. Berlin, 5. Juni. Der Kaiser empfing gestern den Herzog von Loubat. Nach der Frühstückstafel hatte ber Kaiser mit bent Staatssekretär Grafen Bülow unb dem Chef des Civilkabinetts Wirkt. Geh. Rat Dr. v. Lu- canns eine längere Besprechung. Die Abendtafel, an der bie kronprinzlich griechischen Herrschaften mit bem Prinzen Georg von Griechenland, ber Kronprinz unb bie Prinzen! Eitel Friebrich, Abalbert, August Wilhelm unb Oskar, bas Gefolge ber griechischen Herrschaften, Oberstleutnant von Pritzelwitz, Kapitänleutnant von Ammon unb Herr Neyret teilnahmen, fanb im Marmorpalais statt. — Heute morgen machte bas Kaiserpaar mit bem Kronprinzen von Griechenland, sowie ben Prinzen Eitel Friebrich unb Abalbert einen« Spazierritt unb wohnte auf bem Bornstebter Felbe bem Exerzieren des 1. Garde-Regiments zu Fuß bei. In das Neue Palais zurückgekehrt, nahm der Kaiser den Vortrag des Chefs des Admiralstabes ber Marine, Vice-Abmirals v. Dieberichs entgegen unb empfing um 12 Uhr ben Gouverneur von Kamerun, v. Puttkamer, zur Rückgabe der Orben seines verstorbenen Vaters. Anschließend barem env pfing ber Monarch ben Vertreter bes deutschen Brennerei- Gewerbes Gans Eblen zu Puttlitz. — Der Kaiser wirb morgen einer Einlabung des« 2. Garbe-Regiments zur Tafel folgen. Es hanbelt sich um bas Abschiebsessen für ben bisherigen Kommanbeur und jetzigen militärischen Begleiter des Kronprinzen, Oberst v. Pritzelwitz. — Die Frühjahrsparabe ist für bie Truppen der Stanborte Berlin, Charlottenburg, Groß-Lichterfelde, Spanbau unb Tempethof nunmehr auf Tvnnerstagmorgen 9 Uhr angesetzt worden. — Die Reisedispositionen des Schahs von Persien haben unerwartet eine kleine Aenderung erfahren. Wie der „Post" gemeldet wirb, soll ber Schah auf ber Reise nach Europa leicht erkrankt sein unb beshalb die Weiterfahrt verschoben haben. Er konnte daher auch nicht, wie ursprünglich geplant, am 2. b. Mts., von Warschau kommend, in Breslau eintreffen. Seine Ankunft in Warschau erfolgt vielmehr erst am 6. b. Mts. Deinent- sprechenb wirb sich auch die Abreise von dort nach Breslau um drei Tage verzögern. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung' bes Geh. Ober-Regiemngs-rats v. Sydow im Reichsamt bes Innern zum stellvertretenben Mitgliebe bes Diszipli- narhofes für bie Schutzgebiete. — Der Kaiserliche Generalkonsul in Kapstadt, D r. Focke, der durch einige euglandfreundliche Aeußerungew die Gefühle der Deutschen in ber Kapkolonie verletzt hatte, ist in ben einstweiligen Ruhestanb versetzt worben. Zu seinem Nachfolger ist ber zurzeit in ber Kolonialabteilung bes Auswärtigen Amtes beschäftigte Stellvertreter bes Gouverneurs von Deutsch-Sübwest-Asrika v. Linde- q u i ft ausersehen. — Dr. Focke hatte unter anberem zu einer Aborbnung von Deutschen bem Sinne nach gesagt, bie Deutschen in Sübafrika würben auf bie Dauer boch nicht ihre nationale Eigenart gegenüber ben Englänbern behaupten können. — Wie aus Aachen gemeldet wird, hat sich das Be- finben des von einem Schlaganfall betroffenen Reichstags- abgeorbneten Dr. Lingens erheblich gebessert. — Zu ben Erkrankungen beim Füsilier-Bataillon bes Alexanber-Regiments wirb mitgeteilt, baß alle Erkrankten sich auf bem Wege der Besserung behüben. Die Ursache der Massenerkrankungen ist immer noch nicht festgestellt. Der Ausschuß für bie Errichtung einer Reichs- Hanbelsstelle hat bas Auswärtige Amt erfaßt, durch das Konsularkorps Erkundigungen über gleiche unb ähnliche Einrichtungen bes Auslanbes einziehen zu wollen. Der Staatssekretär bes Auswärtigen, Graf von Bülow, hat bem Ausschuß erwibert, baß er bis kaiserlichen Vertretungen im Auslande bem Ansuchen gemäß beauftragt habe, unb bie eingehenben Berichte bem Ausschuß für bie Errichtung einer Reichshanbelsstelle zur Kenntnis bringen werde. Braunschweig, 5. Juni. Der hier tagende, von 250 hervorragenden Schulmännern Deutschlanbs besuchte deutsche Gymnasialverein nahm nach den Vor-< trägen Jaeger-Köln und Seeliger-Zittau eine Resolution gegen die Verallgemeinerug des Lehrplanes des Reformgymnasiums und die Einführung eines gemeinsamen lateinlosen Unterbaues für bie höheren Schulen an. Der Verein wünscht, baß bas Gymnasium in seiner Eigenart nach unten unb oben erhalten bleibe unb keine Aenderung bezüglich des Unterrichts im Griechischen stattfinde. Gegen die Ausdehnung der Berechtigung zum akademischen Studium auf bie Oberrealschulen unb Realgymnasien erhebt ber Verein keinen Einspruch Ausland. Gent, 5. Juni. Heute nachmittag kam es zu einem Zusammenstoß zwischen ber sozialistischen unb liberalen Partei angehörigen Hafenarbeitern. Erstere hatten bie letzteren seit einiger Zeit baran zu verhinbern gesucht, Löscharbeiten bei ben Schiffen zu verrichten. Die Polizei, bie einschritt, würbe mit Steinwürfen empfangen. Sie machte barauf von ber Schußwaffe Gebrauch. Ein Arbeiter würbe getötet, mehrere verwunbet. Eine Anzahl würbe verhaftet. Jetzt ist bie Orbnung wieber hergestellt. Paris, 5. Juni. Wie einige Blätter berichten, würbe gestern ein Rekrut verhaftet, ber eingestanben haben soll, berjenige zu sein, ber bie Gräfin Marcel (Gyp) nach bem geheimnisvollen Schloß gefahren habe. Er erklärte jeboch, weitere Enthüllungen nicht machen zu wollen. (Das ist recht schabe. D. Reb.) — Der neue Kriegsminister hat anläßlich seines Amtsantritts einen umfaffenben Straferlaß angeordnet unb ben Offizieren bas Tragen von Zivilkleiberu außer Dienst, bas Galliffet verboten hatte, wieber gestattet. Budapest, 5. Juni. Fünfhunbert Universitätshörer übersandten dem Führer der klerikalen Volks- Partei, Abg. Abtpfarrer Molmar eine Dankabresse für sein Eintreten für bie Interessen bes Christentums ge- legentlich der Kreuzschänbung am Universitätsgebäude. Die radikalen unb liberalen Stubenten bereiten eine große Gegenbemonstration vor. Konstantinopel, 5. Juni. Die Königin von Griechenlanb hat sich hier beim Passieren bes Bosporus anberthalb Stunden aufgehalten. Zur Begrüßung ber- f eiben namens bes Sultans sanden sich an Bord ein der Schwager des Sultans, Achmed Damab unb ber Minister des Aeußeren, Tewfik Pascha. Die Königin brückte ben Delegierten gegenüber die Hoffnung aus, daß das Vergangene vergessen werbe, unb baß sich bie Beziehungen zwischen betben Höfen unb Staaten zu ben freundschaftlichsten gestalten mögen. Die Königin soll ferner die Gelegenheit benutzt haben, um auf die drückenden Bestimmungen des türkischen Spezialtarifs gegenüber Griechenland hinzuweisen. Während der Konversation arrangierten Palastbeamte auf dem Deck eine große Tafel mit vom Sultan gesandten auserlesensten Früchten. Die Tafel prangte in ben griechischen unb türkischen Farben. Aus Stadt und Land. * *H. Gesangs Wettstreit. Bei bem am Pfingstmontag in Weisenau stattgehabten Wettstreit erhielt in ber ersten Klasse (über 50 Sänger) den ersten Preis mit 449 Punkten „Lieberkranz" - Beuel, ben zweiten mit 370 Punkten „Polyhymnia"-Bieber, ben brüten mit 341 Punkten „Männergesangverein"-Mannheirn. In ber zweiten Klasse (40 bis 50 Sänger), wie wir gestern bereits mitteilten, ben ersten Preis mit 414 Punkten „Bauer - s ch er Gesangverein"-Gießen, ben zweiten mit 357 Punkten „Thalia"-Frankfurt, ben dritten mit 320 Punkten „Brüberlichkeit"-Neuenhain, ben vierten „Harrnonie"-Worms. In der dritten Klasse (30 bis 40 Sänger) ben ersten Preis mit 413 Punkten „Sängerheim"-Mannheim, ben zweiten mit 409 Punkten „Lieberkranz"-Langendiebach, den dritten mit 380 Punkten „Einigkeit"-Gonsenheim, ben vierten mt 378 Punkten „Harmonia" - Hechtsheim, ben fünften mit 353 Punkten „Lieberkranz"-Eltville", den sechsten mit 347 Punkten „Concorbia" Kloppenheim, den siebenten mit 328 Punkten „Männerquartett"-Hechtsheim, ben achten mit 322 Punkten „Männergesangverein"-Oberstein, den neunten mit 307 Punkten „Eintracht"-Kloppenheim, ben zehnten mit 294 Punkten „Harmonia" Nierstein. In ber vierten Klaffe (20 bis 30 Sänger) den ersten Preis mit 326 Punkten „Männergesangverein" - Bornheim, den zweiten mü 301 Punkten „Frohsinn" - Fechenheim, den dritten mit 297 Punkten „Doppelquartett"-Darmstadt, den vierten mit 297 Punkten „Männergesangverein I." - Laubenheim, ben fünften mit 283 Punkten „Eintrachtt'-Jgstabt, ben sechsten mit 276 Punkten „Heyer'scher Männerchor"-Eckenheim, den siebenten mit 270 Punkten „Arion"-Dotzheim, ben achten mit 234 Punkten „Männergesangverein"-Frauenstein, ben neunten mit 192 Punkten „Cäcilia"-Finthen, den zehnten mit 182 Punkten „Männergesangverein"-HechtSheim. In der fünften Klasse (unter 20 Sänger) den ersten Preis mit 387 Punkten „Frohsinn" - Menden, den zweiten mit 310 Punkten „Männerquartetf-Jsenburg, den dritten mit 277 Punkten „Einigkeif'-Nieder-Jngelheim, und den vierten Preis mit 265 Punkten „Gemütlichkeit"-HatterSheim. — Aus Anlaß des errungenen Erfolges wurden bie heim- kehrenben Sänger am Bahnhof festlich empfangen, mit Musik unter Borantragen des mit Mebaillen, Lorbeerkränzen unb ber von ben Frauen unb Jungfrauen gestifteten Fahnenschleife geschmückten Banners burch die Stabt nach bem Vereinslokal „Postkeller" geleitet, wo sich bei den Klängen ber Musik bie Mitglieber des „Bauer'schen Gesangvereins" mit ihren Damen zu einem gemütlichen Zusammensein vereinigten, bei bem manch' treffliches Wort gesprochen, bie Pflege bes deutschen Liebes zu förbern unb ben Gesang zu veredeln und verschönern, feierlich gelobt, ber Thätigkeit bes Dirigenten, sowie aller berjenigen, bie zu bem Gelingen beigetragen, ehrenb gedacht und bem Verein ein weiteres Wachsen, Blühen unb Gebeihen gewünscht würbe. Wir aber sind stolz darauf, eine solch' wackere Sängerschaar in unfern Mauern zu besitzen und geben ber Hoffnung Ausdruck, baß dieselbe auch fernerhin aus friedlichem Wettstreit preisgekrönt heimkehre. • * Theater. Die für gestern angetünbigte Vorstellung „Gewonnene Herzen" fiel aus, fobaß bie zahlreichen Besucher unverrichteter Sache wieber heimgehen mußten. Herr Stein hatte von ber Direktion ein Telegramm aus Wetzlar erhalten, des Inhalts, baß kein Vorverkauf statt- gefunben, unb beshalb die Vorstellung ausfalle. • * Unglück oder Selbstmord? Gestern nachmittag verletzte sich im Schiffenberger Wald der Besitzer eines hiesigen Zement- unb Asphaltgeschäfts, ein Herr T. aus der Liebig- straße, durch einen Revolverschuß. Der Verwundete vermochte noch bis zum Waldesrand ohne Hilfe zu gehen. * • Den Tod zwischen den Puffern fanb gestern nachmittag gegen 3 Uhr der 33jährige Hilfsbremser Hele von Dutenhofen beim Rangieren auf der Station Wetzlar. Der Verstorbene, ber kürzlich seine Frau verloren hatte, hinterläßt drei Kinder. • * Zu Vertretern der Geselleuansschüffe von Handwerkerinnungen zum GesellenauSschusse der Handwerkskammern wurden aus Gießen als Mitglied Bäcker Karl Wilhelm Gengnagel und als Ersatzmann Bäcker Johannes Hahn gewählt. • * Postpersonalnachrichten. Ernannt ist der Ober« Postbirektionssekretär Lenharbt in Mainz zum Post- kassierer ; in ben Reichspostbienst angenommen sind als Postagenten ber frühere Polizeibiener Jung in Dietesheim (Kreis Offenbach), ber Lanbwirt Peter Hinkel in Framersheim, ber Posthülfsstelleninhaber Handwerk in Holzheim (Kreis Gießen), ber Posthülfsstelleninhaber Treusch in Pfaffenbeerfurth (Obenwalb) unb der Landwirt Weinsheimer in Wonsheim; ausgeschieben sinb bie Post- agenten Ebuarb Hinkel in Framersheim unb Eller in Wonsheim. * * Eisenbahnpersonalnachrichten. EisenbahnbirektionS- präsibent Thoms wirb vom 6. Juni bis 8. Juli b. IS. zum Gebrauch eines Bades abwesend sein; seine Vertretung erfolgt durch Oberbaurat Knoche ober bei besten Ver- hinberung burch OberregierungSrat Dr. So mb art. Versetzt sinb: Bahnmeister Decker von Altenkirchen nach Gießen, Bahnmeister DeweS von Gießen nach Limburg. Belohnungen haben erhalten: ber Lokomotivführer Kaufmann 1 in Betzborf unb der Weichensteller Lenz in Wetzlar, weil durch deren entschlossenes Handeln am 21. Marz bei Einfahrt des Zuges 636 in Station Wetzlar ein Unfall verhütet worden ist; ber Lokomotivführer Weber 2 in Betzbors, weil burch rechtzeitiges Stellen beS von ihm geführten PerfonenzugeS 635 am 18. Februar drei Knaben vor bem Ueberfahrenwerben gerettet worben sind. Einmalige Lohn- zulagen haben erhalten: a. nach 25jähriger zufriebenftellenber Dienstzeit: bie ©üterbobenarbeiter Hoffmann zu Dillenburg, Wickel zu Betzborf; bie Streckenarbeiter Müller in Langgöns, Klotz in Lorch; ber Lampenputzer Rinn w Wetzlar; bie Werkstättenarbeiter Hahn, Naumann, Beinhauer, Euler in Gießen, Koch, Pfeiffer in Betzborf; ber Lokomotivputzer Neuhaus in Wetzlar; b. nach 35jähriger zufriebenftellenber Dienstzeit (60 Mk.): bie Werkstättenarbeiter Zeibter unb Breitstäbt in Gießen; c. nach 50jähriger zufriebenftellenber Dienstzeit (100 Mk.): ber Werkstättenarbeiter Billasch in Gießen. Ferner sinb Belohnungen für bie Entdeckung von Schäden an Betriebsmitteln unb Bahnanlagen gewährt worben an die Wagenmeister Hartbrob in Wetzlar unb Klif f - müller in Gießen. , _ Eine Ueberficht der Schulen unserer Stadt betreffs ihres Bestandes für das Sommerhalbjahr 1900 ist in der letzten Sitzung ber Stabtverorbneten gegeben worben, die sich wie folgt stellt: rlafse 60 60 68 Klaffe 1 a 137 33 30 31 28 21 nib nie IV a 49, im Ganzen 318 Schüler 35 Klaffe 2 Malgymnasium 29 2b 61 20 19 1. lb 28 32 5b 58 36 28 33 32 1 56 48 Vb 29 42 8b 74 71 J2. lb 42 3a 61 2a 45 8a 73 72 1 a 28 32 5a 57 -Klaffe I 19 15 hier Hingerichteten Schuhmacher Christian Kuh michel I i aus Schierstein ein Justizmord verübt worden sein könne. I Im Oktober 1891 wurde der Landwirt Arndt von Mör- I selben aus der Straße zwischen dem ForsthauS Mitteldick I und Treburer Forsthaus durch Messerstiche getötet und I seiner ca. 70 bis 100 Mk. betragender Barschaft beraubt. I Der That wurde der erst zwei Tage vorher auS dem I Zuchthaus Ziegenhain entlassene, mehrfach (auch wegen I Straßenraubs) vorbestrafte Kuhmichel beschuldigt, vom I Schwurgericht auf Indizienbeweise hin zum Tode verurteilt | und, nachdem der Großherzog das Gnadengesuch verworfen I hatte, hingerichtet. Nunmehr geht das Gerücht, Förster I Sauerwein, der damals auf dem Mörfelder ForsthauS I gestanden, später nach Oberhessen versetzt wurde, habe I sich erhängt und in einem zurückgelassenen Briefe erklärt, I daß er der Mörder des Arndt sei. Von anderer Seite | aus wird behauptet, daß Sauerwein geisteskrank gewesen I i sei. Die Staatsanwaltschaft soll Erhebungen in dieser I Angelegenheit gemacht haben. Thatsache ist, daß Kuhmichel I seine Schuld bestimmt geleugnet hat. Am Schluffe der I Verhandlung erklärte er in großer Erregung, er habe aus I der Verhandlung den Eindruck gewonnen, daß ihm die I Schuld mit Gewalt aufgebürdet werden solle. Er I sei unschuldig und seine Unschuld werde noch an den Tag | kommen. Bevor sich die Geschworenen zur Beratung über I die Schuldfrage zurückzogcn, beteuerte Kuhmiche! nochmals, | daß er diese schwere That nicht begangen habe, mit freiem I Gewissen dürfe er sagen, daß diese Hand (er erhob dabei die Hand) von der That rein sei. Als ihm die Mitteilung I von der bevorstehenden Hinrichtung gemacht wurde, nahm I Kuhmichel es mit ziemlicher Fassung entgegen und verlor I auch in der Folge seine ruhige Haltung nicht. Nachdem I Kuhmichel dem Scharfrichter übergeben und bereits auf I das Brett geschnallt war, erklärte er nochmals mit fester I Stimme, daß er unschuldig sterbe. Wie dem „Darmst. I I Tägl. Anz." mitgeteilt wird, entbehrt die Nachricht von I einem Geständnis Sauerweins, der bald nach der Mord- I affaire Kuhmichel von Mitteldick nach Konradsdorf I versetzt wurde, bis jetzt jeder amtlichen Bestätigung. Bingen, 6. Juni. Für die armen OpferderRhein- I katastrophe fand in unserer Pfarrkirche ein feierliches I Requiem statt. Geistl. Rat Dekan und Pfarrer Engel- I Hardt hielt eine ergreifende, tief zu Herzen gehende Trauer- I rede. Kein Auge blieb bei der rührenden Schilderung der I Begebenheit trocken. Die Kirche war bis in die hintersten I Ecken dicht besetzt. Die Spitzen der staatlichen und städtischen I Behörden, der Stadtvorstand, die katholischen Lehrer der I Realschule und der Volksschule, sowie die höheren Klassen I dieser Schulen waren vertreten. Unser Kirchenchor sang I ein feierliches Requiem. Auch Vertreter der Studentenver. I bindungen mit ihren Fahnen waren in vollem Wichs er- I Menen. Der Besuch des Trauergottesdienstes war em I Beweis, welche Anteilnahme man den Verunglückten und I deren Hinterbliebenen von unserer gesamten Bürgerschaft I entgegenbringt. m. m Homberg, Bz. Kassel, 5. Ium. Er. Ritz-rt bet I seit 133/4 Jahren an der hiesigen Taubstummenanstalt als I Lehrer thätig war, ist mit Wirkung vom 1. Juli er. ab I zum Realgymnasiallehrer in Gießen ernannt worden. 22 23 52 312 3. Vorschule. 3 wurde. Abends 6 Uhr langte die Expedition in Kufstein an, — Wie man aus Zürich meldet, ist am Sonntagnachmitlag oberhalb Lauterbrunn der Teilnehmer einer Bergpartie, Swanens Daniel, infolge eines Schwindelanfalles abgestürzt. Die Leiche ist im Trümclbach verschwunden. — Von der Rax alpe stürzten während der Feiertage zwei junge Wiener Touristen ab und wurden schwer verletzt. — Im Hallerthal verunglückte der Privatier Jakoubek samt seiner Begleiterin Fräulein Wawrinetz. Trotz eifrigen Nachforschens konnten sie noch nicht aufgefunden werden. * Innsbruck, 5. Juni. Gestern mittag brannte am Achensee Rainers Hotel „Seehof" ab. DaS Feuer ist angeblich durch das Kamin entstanden; es verbreitete sich rapid. Nur wenig wurde gerettet; auch einigen einlogierten Fremden verbrannten Sachen. • Budapest, 5. Juni. In später Abendstunde entgleiste gestern im Auwinkel ein mit heimkehrenden AuS- flüglern überfüllter elektrischer Straßenbahnwagen und siel in den neben dem Geleise befindlichen Graben. Bisher ! sind fünf Tote geborgen. Man zählt fünf Schwerverwundete und zahlreiche leichter Verwundete. Der Unfall passierte an einer scharfen Kurve, bei welcher der Wagen plötzlich aus dem Geleise sprang. Ein furchtbares Schreien und Wehklagen erhoben die Verunglückten. Im umstürzenden Wagen erloschen die elektrischen Lampen, die Menschen lagen buchstäblich übereinander getürmt. Ans die Hilferufe eilten Spaziergänger herbei, die sich bemühten, die Verwundeten aus ihrer Lage zu befreien. Aus der Jnfanterre- I Kadettenschule wurde zur Aufrechterhaltung der Ordnung I und zur Hilfeleistung eine Abteilung Kadetten herangezogen. I Bei Fackelschein wurden die Getöteten und Verwundeten I geborgen. Ein Mann, dessen Frau und Kind bei dem Un° I glück getötet wurden, ist wahnsinnig geworden und konnte I nur mit Gewalt von dem Unglücksorte entfernt werden. IVb 38 Schüler 36 B. Höhere Schule«. 1. Realgymnasium. OII UII Dill UIII IV V Familien Nachrichten. Gestorben: Herr Generalmajor a. D. Franz RüüKommandeur des Großh. Gendarmeriekorps t. P. m Darmstadt. H .. Körniger, Großh. Hess. Oberamtsnchter a. D. m Groß-Lrchterfelde. 34 41, Sa. im Ganzen 131 Schüler 31 40 120 „ und Realschule hat eine Schülerzahl von 695 gegen 697. Temperatur der Lahn und Luft nach Riaumur g.m-ll-n raW Mmlt und 12 Uhr mittag?: Rübsamen'sche Badeanstalt. Vermischter. • Ludwigshafen a. Rh., 5. Juni. Am Morgen des Pfingst-Sonntags erfolgte in dem Hause des Privatmannes I Lerchenmüller, der im Keller für sein Motorrad eine I Flasche Benzin abfüllen wollte, eine Benzin-Ex- plosion. Das Feuer dehnte sich sofort auf das Treppen- I haus aus, das in kurzer Zeit in hellen Flammen stand. I Die im vierten Stock wohnende Postbotenfrau Kleiner suchte sich mit ihren vier Kindern über die brennende Treppe zu retten. Sie erlitt aber so schwere Brandwunden, daß sie mit drei Kindern bald darauf starb. Das vierte Kind erlitt nur leichte Brandwunden. * Bamberg, 5. Juni. Der Schnellzug Nr. 28 von Kissingen nach Bamberg stieß bei Staffelbach auf einen Güterzug. Nach einer amtlichen Mitteilung wurden vier Personen schwer verletzt und ist viel Vieh getötet, das der Güterzug mit sich führte. Der Bamberger Güterzug stand in Staffelbach und erwartete den Schnellzug von Kissingen, weil die Strecke nur eingeleisig ist. Infolge falscher Weichenstellung entstand das Unglück. • Abstürze in dm Alpen. Neber den Unfall im Kaisergebirge, von dem wir gestern eine kurze Mitteilung brachten, | wird heute folgendes berichtet: Als Pfingstpartie haben sich j die Akademiker aus München Freiherr von Saar, Günther , Ihßen Dörpinghaus und Scherer, Sohn des verstorbenen Berliner Universitätsprofeffors, den Treffauer Kaiser auserkoren, den sie von Bärnstatt aus am Pfingstsonntag früh 3 Uhr bestiegen. Die Partie ging glücklich von statten bis zum Abstieg. Es war Abends 9 Uhr, schon dunkel, als : Scherer etwas zurückblieb, auf einem Schneefeld sich zur Abfahrt anrichtend, dies bemerkte Dörpinghaus und rief ihm zu: „Nicht abfahren, sehr gefährlich!" was Scherer nicht mehr gehört haben mochte. Im nächsten Augenblick sauste der Unglückliche auch schon an seinen Freunden mit Windeseile vorbei, Fels an Fels anschlagend, in die tiefe Schlucht. Erschreckt durch den schauerlichen Anblick, beim Einbruch der finsteren Nacht und dem schwierigen Terrain haben es seine Freunde vorgezogen, die Nacht über bei eisiger Kälte an Ort und Stelle zu verweilen. Am Pfingstmontag früh 4 Uhr kamen die Herren nach Hinterbärenbad I und brachten die traurige Nachricht vom Absturze ihres I Freundes. Sofort machten sich die Führer Strasser, Tavo- I naro, Pfand!, Sepp und Kaindl auf, den Verunglückten zu | holen. Nach kurzer Zeit fanden sie den Leichnam auf dem I oberen Scharlingerboden beim Einstieg in den Treffauer. I Sie banden ihn in Latschen und brachten ihn Nachmittags I 2 Uhr nach Hinterbärenbad, wo er im Kirchlein untergebracht A. Volksschule«. Stadtknabenschule. 2a 39 42 6a 46 VI 28 Schüler 38 , 3b 3c 46 45 46 Schülerinnen Hlllffe Jia 20 15 « Va 30 38 2. Ilb Hla 29 42 32 44 Ardetterbewes»»nr. Darts, 4. Juni. In Chalon sur Saoue stnd Samstag- nachmtttag und nacht schwere Ruhestörungen v°^er°mmen. Die Arbeiter der Galland'schen Werke waren Streik eingetretm, weil der Besitzer den Werkführer Monnol nicht entlassen wollte. Die Menge warf die Gendarmen mit Steinen, das GaS wurde auS- gelöfcht, dann sielen Schüsse, man weiß E von wel^r Seite, wodurch vier Personen verwundet wurden. Zwei der Bekundeten, sind gestorben. Auf die Nachricht, daß Monnol seine Enttassimg eingereicht habe, und daß diese angenommen sei, beschlossen die Streikenden, die Arbeit sofort wieder aufzunehmm. 31 23 28 27 39 30 Neueste Meldungen. Berlin, 6. Juni. Nach einem Telegramm auS London erfährt die in Shanghai erscheinende „China Gazette", die Kaiserin hätte der Regierung befohlen, lieber ganz Europa zu trotzen, als sich in die Boxerbewegung zu mischen. Die chinesischen Truppen sollen Operationen ausführen, die bezwecken, weitere Entsendungen europäischer Truppen nach Peking zu verhindern. Der Vizekönig habe befohlen, die weitere Landung von Mannschaften zu verhindern. Im Palast herrscht eine ernste Krisis. Ein Ort, 3 engl. Meilen von Tientsin, wurde von den Boxern geplündert. Drei belgische Ingenieure wurden ermordet. Alle Maßregeln zum Schutze der Fremden find ergriffen. Kol« a. Rh., 6. Juni. Der Petersburger Korrespondent der „Köln. Ztg." meldet gegenüber den durch die russische Preffe gehenden Mitteilungen über ernste Verwicklungen zwischen Rußlandund Japan. An der die auswärtigen Angelegenheiten Rußlands leitenden Stelle herrscht bezüglich der allgemeinen Lagein Ostasien eine durchaus beruhigte Ansicht. Es wird im Ministerium des Auswärtigen den Vorgängen in China eine ernstere Bedeutung nicht beigemessen. Man ist überzeugt, daß die Unruhen dank dem nachdrucksvollen Vorgehen der Mächte bald beendet sein werden, und daß die chinesische Regierung genügende Sicherheit geben wird, um die Person und das Eigentum Der Ausländer in Zukunft besser zu schützen, sowie daß auch , volle Entschädigung für den durch die Rebellen ange- richteten Schaden gewährt werden wird. Die Jntegritä Koreas sei durch die Mächte gewährleistet. Das wisst man in Tokio ebenso gut wie m Petersbu^ Der Sampf, der I in Korea geführt werde, sei rem wirtschaftlicher Natur. 900 885 Stadtmädchenschule. ß* Ri * ff” * * c * A», Ä" * bet eifc*» mit 326 M ' »eh ben briti,,1,1 ben nieti,.519 Mt, ben L ft? de» jtftautnflein, &?•* Mm. (en'W de» jtwitn de» brüte U-m, nttb b„ , »wben bie h» ui len' Sotbeertränjn ^lüfteten .Stadt nach btn ch bei den kläng» >en Gesangvereins" Jusammensein v«. ort gesprochen, du unb ben Gesang °bt, der Thätigkl« - die zu dem & d dem Verein tu it gewünscht uM h wackere Säizc nd geben der 'hin aus friedlicher kündigte LorjickiA i die zahlreiche heimgehül ein aut in ömMf M- nschiiltag verletzte her eines hiesigen t ans der Liebig. : Verwundete ver> Hilfe zu gehen. mb Mn nach- cemser Hrle von 'M M lM, Muhe von handlvertn. HavdwerkSkamm Mr Sarl Wb er Johannes haft nnt ist der Odn- Mainz W niommtii fw 'M lang en Dietechm intet H««* nhabet ' : 2anb»nt ■ ben finb b« P'' ti[en^»b«'* tis s. guit y csine LertreMj eis, der bei * » ir. ©ombart. v MennachGeeb nach LiwbE ». komotivführer ®ül’ (le”atM8er 8ti«'' lawpenptt»" ma,i Jo'M, r ©iw4 S&S ,,e# fj* 4. Höhere Mädchenschule. II in IV V VI VII VIII IX X 41 38 48 40 31 31 35 Schülerinnen 37 43 37 50 27 33 31 Kunst und Wissenschaft. Leipzig, 5. Juni. Der Kongreß der Neuphilologe« beschloß, die Unterrichtsbehörden Deutschlands und Deutsch-Oester- reichs zu ersuchen, den Ober-Realschulen in Gleichstellung mit den Realgymnasien die Berechtigung zum Studium der neuen Philologie zuzuerkennen. ben Bestände des Vorjahres an. ~ . I -r Obbornhofen, 5. Juni. Em auf hiesigem Hosgute beschäftigter auswärtiger Arbeiter wurde gestern Abend I von einigen hiesigen jungen Burschen auf dem Heimwege überfallen nnb so zugerichtet, baß er infolge schw erer Verletzungen alsbalb starb. Der Getötete lag heute morgen noch auf bet Ortsstraße, bis da- Gericht erschien unb ben Thalbestand feststellte. Dre, noch nicht 20 Jahre ilte Burschen würben sosort verhaftet. Weitere Ber- dwstunqen werben wohl noch folgen. Darmstadt, 5. Juni. Heber den Mord, von dem wir „eitern eine kurze telephonische Meldung brachten, berichtet die Darmst. Ztg.": Heute nacht um 2 Uhr wurde hier ii'e"blutige That verübt, bei der es sich allem Anschein «ach um einen Mordversuch aus Eifersucht handelt. Orr au« Stuttgart stammende, zuletzt bei Schneldermel,ter Schmidt beschäftigte, 24jährige Schneidergeselle Wilhelm Seite gab aus die 17jährige D.enstmagd Anna Ho - „ann aus Radheim bei Dieburg, mit der er em Verhältnis dattc vier scharfe Revolverschüsse aus nächster Nahe ab Einer verfehlte sein Ziel, während zwei Kugeln ben (topf trafen unb einer in bie rechte Brust ber H. embrang, |ob«6 das Mäbchen sofort schwer verletzt zu Boden sank. Milsbann richtete S. mit den Worten. „Die ist für mich " Waffe gegen sich selbst, führte aber seine Absicht °nt- „,[ber nicht auS ober ber Schuß versagte; wenigstens sanben sich später in bem sechsläufigen Revolver noch zwei unver- ebrte Patronen vor. Zwar trug auch S. mehrere Ver. le »ungen bauen, bie seine vorübergehende Verbringung ,n da» Krankenhaus nötig machten, doch sind diese leichter Wtatut unb vermutlich Folgen ber von mehreren handfesten Viffanten bei Ergreifung des Thäters an ihm sosort ge- -niederveraeltung. Die H. liegt im städtifchen Kran- Lau? Ünd°st noch nicht °er7ehmuugSsäh.g, schwebt jedoch tmrzeit in keiner direkten Lebensgefahr. S. soll sich kurz 7r Begehung der That von einem Wirt m,t den Worten Rimmerwiedersehen" verabschiedet haben, woraus IN LbiLg mtt einem sonstigen Verhalten und den Übrigen ^ständen des Falles auf die Absicht einer geplanten vor- Ätzlichen Tötung geschlossen werden kann. S. ist m Unter* ^^“Äpaw'T^uni. Verschiedene Blätter deuten die Möglichkeit an, daß an dem 1892 im Provinzialarresthaus Aaffe OI UI ~~ 20 246 gegen 265 Schüler. Realschule. Brown n. Polsons Mondamin ist so ergiebig, daß man aus einem „ganzen Packet" Mondamin 1 ' 0 12 Mondamin-Flammris fiir ie vier Personen anrichten kann. Ein solches Packet erhalt üfipraii für 60 Pfa Diese auf zwölf Mondamin-Flammris verteitt ergeben für lede'n Flammris^so geringe Mehrkosten, daß sich Mondamin jeder gestatten kann. Alle mit Mondamin gekochten Speisen gewinnen an Wohlgeschmack und Bekömmlichkett. Mondamin ist überall für 30 P ennig u. 15 Pfennig käuflich. Brown u. Polfons „neue" Rezepte fin^> a s e-m »Mein bei deutlicher Adressenangabe Berlin C. 2, kostenlos zu haben. 18 26 28 — mithin 330 gegen 327 Schülerinnen. 5. Erweiterte Mädchenschule. Sluffe 1 b 2b 3b 4b 5b 6b 7b 8b Ä 27 31 36 21 23 33 33 Schülerinnen 18 -- 24 23 28 35 29 20 23 80 „ mithin 222 gegen 212, im Ganzen 552 gegen 539 NB. Die kleingedruckten Zahlen geben bie entsprechen- 1025 3. Schwachsinnige Kinder, a Knaben b Mädchen 6 4 Sa. 10 7 2 „ 9 mithin im Ganzen 1966 Volksschüler gegen 1919 2b 3a 3b 4a 4b 39 57 55 57 59 Schüler 40 48 48 58 59 ■ 6b 6c 7a 7b 7 C M 46 45 47 46 46 tl TsT 58 45 48 48 • "Tis" S a. im Ganzen 37 4a 4b 58 54 40 5 a 54 53 5b 55 54 5c 50 66 67 6c 45 ft If 6a 45 133 6b 42 112 48 48 45 60 159 60 53 53 53 ■ 141 120 7a 7b 7 c 8a 8b 52 52 52 77 79 If 44 42 44 80 78 ff Sa. im Ganzen 1056 ff 0 0 im 71. Lebensjahre. Giessen, den 6. Juni 1900. 0 Beerdigung Donnerstag, den 7. Juni, Vormittags 91/, Uhr vom Sterbehause Seltersweg 52. Arbeiterinnen gesucht. in bestem Betrieb, liefert 3716 Aufnahme finden. 3771 per 1. Juli. S- Leitzow. Gießen, den 6. Juni 1900. 3992 Zwei tüchtige Waschfrauen gesucht 3979 »reuzplatz 12* Ein in ■ oder Laden. 3982 ooooooooooooooooooooooooo 9r. Zinsser ist Verreist 3991 Eine Solider Arbeiter für sofort gesucht. 3976 Alexander Mayer. Carl Schwaab, Hofl., Seltersweg. Gelds orten: Brief gLraves Dienstmädchen auf sofort ~ gesucht. Goethestratze 34. [3618 AVendcourser 2284» Darmst. Bk.-Actien 000.00 j Oesterr. Tredit-Actien Anuf Gelnche verloren WWWMM Stelleil-Mfiiche ^Gefunden Vereine Per schied enes Itlivtiivliidjr (Offene Steilen MAGGI 1» eli n mit m niij u n ßcn Jii uerkiuifeu o o o o o 0 20 Franken-St. Engl. SovrreignS Dollars in Gold Geld 16.31 20.40 4.17 Gclt 81.25 84.30 4.17«/, Gestern Nachmittag 2 Uhr entschlief sanft nach jahrelangen, mit grosser Geduld getragenen Leiden unsere liebe, gute unvergessliche* Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Gluten-Kakao Gemüse- und Kraft - Suppen Bouillon-Kapseln 3889 Hermann Hetz. Die Beerdigung findet Freitag den 8. Juni, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Bergstraße 22, aus statt. 3976] Ein Familienlogis zu vermieten. Neustadt 31. 3980] Frisch gestochener Spargel per Psd. 60 Pfg. Pfeiffer, Seltersweg 14. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 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Brief 16.35 20.43 4.20 Todes-Anzeige. Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unsere liebe Schwester und Tante Johannette Westrupp heute nacht 11 ,/a Uhr im vollendeten 80. Lebensjahre nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Heirir. Westrnpp. W4 Donnerstag den 7. Juni, abends 8V< Uhrr BT U-bung. -Wtt Das Kommando. Proceut 31/, Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. ConsolS 3«/, Gr. Hessische Obl. 4 Stadt Darmstadt v. 1891 4 Stadt WormS unk. b. 1901 Wirtschafts-Verpachtung. Zu dem 2k jährigen Stiftungsfeste des Ernst Challier (Rudolphs Nacht) Glessen. Spexlal-Geschäft für Musikwaren aller Art. Greife Aaswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-HandBung und Leihanstelt Spezialität: Billige Angaben. AM. SchichihMs. Hreibask. 3993 Heute und morgen: Ochseußkisch 50 Pfg. Bekanntmachung. Das Heberegister Über die Umlagen der Stadt Gietzen pro 1900/01 liegt acht Tage lang auf unserem Büreau, Zimmer Nr. 15, zur Einsicht eines jeden Beteiligten offen. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Beschwerden gegen die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei Großh. Kreiramt Gießen vorgebracht werden müssen und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden können. Gießen, den 6. Juni 1900. Katharina Wenzel geb. Schäfer ------------ Offerten unter A. H. 02425 stogis zu vermieten. 02428 an die Expedition diesrs Blattes. d* Näheres Asterweg 23, Hinterhaus. I Bekanntmachung. Donnerstag den 7. d. M., nachmittags von 3 Uhr an, sollen dahier Neustadt 55: 1. 2 Pferde und 2 Wagen, 2. Haus- und Küchengeräte aller Art, S. Gegenstände zu Telephon- und elektr. Alchtanlagen (darunter ei« großes Schaltbrett und Apparate aller Art, eine größere Anzahl Afolatoren, Z^orzellan-Aolleu und pfeifen, Aoge«- und Deckenlampen, Lampenschirme, Glasglocke«, Hle- meutgtäser. Gpltnder), sowie eine Ladeneinrichtung u. ». a. zwangsweise gegen öar versteigert werden NB. Die unter ad 3 aufgeführten Gegenstände kommen bestimmt zur Versteigerung. Gießen, den 5. Juni 1900. 8987 Seipel, Gerichtsvollzieher. Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. von 16 bis 18 Jahren gesucht. 3670 tu S« DirM ^streichelt 5 stets ber Lgeganx -vtond weit l steht. Der un4 w sich zum. äli um vüüs ' 'chon h^ unterhält, t kosendem ■ oebende C un^ teljüt Wfjenfn ”6. 8ngtft ®E,bc" 'hr ffenbqrtn , tennt Leiten bt ft» 4 Hb Züllgklks DlklljlmSdchku gesucht. 555 Frech, Liebigstraße 41. «»«Uwortlich für dm «llgew einen SW: P. 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Od Männer, die die Egge ver Feiglinge ge suhlen.- bie Herden, um wird erst bie Urteil vorzux wir noch heu: folgen, in de ihre Freiheit hängen des i und Staaten i Gebilde empo- verfallen, wir tvnden? Äeü den 1 übergab, ist glänzende । gewöhnen, ment schier und den le: Fahne fin einer Richt Voll zu ver geraubt, Sc alle schieden begabte, sich an ihre Stc des Miliz,yi Volkes, das Kriegsübun -dennoch Ar europäische tonnte. Ak der Bur, ( HtrlrttPtt in der Frankfurterstraße yillUll.ll (Wilhelmstraße bis Anlape- am Samstagabend zwischen 9*/» biö 9i/t Uhr ein großer Hundemaulkorb. Abzug, gegen Belohn. Grünbergerstr. 1. lllolliinnu _________Kaplaneigasse 9. wiener (ÄL Grossherzog Inhaber: Gustav Skalizky. Er Zk Eröffnung des Gartens. IZZ Eingänge Bahnhofstrasse und Westanlage. iIKKH1I1911I7 • Genossenschafts - Bräu, Pilsen. AUmllallK. Hacker-Bräu, München. Pilsener Bier der Aktien-Brauerei Giessen. 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