Samstag den 7. April weites Blatt 2lntts» und rlnzeigeblatt für den Ureis Gieren Amtlicher Heil. 0etr. 1 Seifobnern L-a-a-? iN1 Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchukftrahe Ar. 7. eseniam^ des Adresse für Depeschen: Anzeiger Ziehen. Fernsprecher Nr. 51. Gießen, 5. April 1900. . Die Ausführung des Gesetzes über den Urkunden- '' stempel vom 12. August 1899; hier: die Stempel- pflicht der Gewerbspatente. SEME* 8 Auskunft (ft-- ; j. H.SNlf sSS, Das Ehepaar Gönczi vor den Geschworene«. Berlin, 4. April. ß-ffidnt täglich lilsuahmc des Montags. Mck Paar W. 11 fei 1 Wat. 18 iefel Paar Ms. ]Q> er. ^ühltn), Carll^ 1L. rg:l^Sch?lt'Bl J. Carl Wtt. Bekanntmachung. Betr.: Gesuch der Versicherungsgesellschaft „Thuringia" in Erfurt um Genehmigung zur Aufnahme des Betriebes der Versicherung gegen die Folgen gesetzlicher und vertraglicher Haftpflicht jeder Art. DaS Großherzogliche Ministerium des Innern hat der Ungenannten Gesellschaft gestattet, ihren Geschäftsbetrieb im Großherzogtum Hessen auf die Versicherung gegen bie Folgen gesetzlicher und vertraglicher Haftpflicht jeder Art in erstrecken. Gießen, den 5. April 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. 'mein 'M rfSUi Bäckermeister Frach, der folgende Zeuge, hat Laden an Laden mit Gönczi in der Mühlenstratze gewohnt. Am 13. August sei der Hausverwalter Woeppel zu ihm gekommen und habe ihm erzählt, daß er einen am Montage fälligen Wechsel von Gönczi über 1000 Mark in Händen habe Woeppel habe den Zeugen gefragt, was er von Gönczi halte Der Zeuge habe erklärt, daß er Gonczi fur einen g r o ß e n L u m P e n halte, weil er ihn schon vielfach belogen habe. „Na dann werde ich wohl hinemgefallen sein", habe Woeppel erwidert. Der Zeuge behauptet weiter, daß das Gonczische Ehepaar am 14. auffallend früh fortgegangen sei. Auf Befragen des Rechtsanwa ts Tr. Frankel giebt er zu, daß er bei Gönczi einmal emen fremden Mann gesehen habe. «»N«! Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt Glätter für hessische Volkskunde. Sitzung der Stadtverordneten am 5. April 1900. Anwesend Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Wolff, von feiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmelrus, Euler, Faber, Flett, Hanau, Heichelheim, Heyligen- staedt, Huhn, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Löber, Loos, Dr. Schäfer, Schiele und Wallenfels. Entschuldigt die Herren Beigeordneter Grüneberg, Stadtverordneten vr. Fuhr, Dr. Gaffky, Grünewald, Dr. Gutfleisch, Leib, Scheel, Schwall. Die beiden ersten Gegenstände der Beratung: Pachtweise Ueberlassung von Holzlagerplätzen am Lutherberg an die Herren Bäckermeister Ludwig Engelhardt und Philipp Wehrum werden genehmigt. Ein Gesuch des Herrn Oekonomen Puth um Erlaubnis zur Errichtung einer Feldscheuer in Fachwerk am Wiesecker- weg soll befürwortet werden. Bezüglich deS Baugesuchs deS Herrn I..Hirz am Seltersweg war dem Gesuchsteller unter Verzicht auf Belassung einer Durchfahrt in seinem Neubau aufgegeben worden, im Hofe beweiben einen Hydranten anzulegeu. Infolge erhobener und eingehend begründeter B l « gegen eine solche Anlage seitens des Ga-- und Wasf-rw-n- beschloß die Versammlung, ebenfalls f ?omit dem Gesuchsteller aber aufzugeben, in ledem der Polizei Anzeige. — Präs.: Was sagen Sie dazu, Gönczi? — An ge kl.: Wenn das Fräulein sagt, ich kannte die Frau Schultze schon seit fünf Jahren, so hat sie falsch verstanden. Ich hab' gesagt, ich bin seit fünf.Jahren hier und kenne die Frau nicht. Die Zeugin bleibt bei ihrer Aussage, auch dabei, daß Gönczi ihr bereits am Montag gesagt habe, daß die Frauen nicht nur nach Hannover, fotten and) nach Brüssel und Paris gereist feien. . Maurer Habermann, der nächste Zeuge, hat bei den Schultzeschen Frauen, die kein Dienstmädchen hatten, kleine häusliche Verrichtungen besorgt. Er hat Frau Schultze zum letztenmale Freitag, 13. August, gesehen er hatte von ihr den Auftrag erhalten, Samstag nicht zu spat zu erscheinen. Am Samstag ist der Zeuge in dem Hgu,e Prenzlauer Allee beschäftigt gewesen; dorthin kam Gönczi gegen 11 Uhr vormittags und hat dem Zeugen erklärt, er brauche nachmittags nicht hinein zu kommen, denn Frau Schultze sei mit ihrer Tochter nach Hannover verreist. Er selbst habe die Hausverwaltung übernommen, sämtliche Schlusiet erhalten, und werde dem Zeugen die beantragte^ Lohner- I Höhung gewähren. Gönczi ist dann an demselben Samstag- uachmittag noch einmal gegen dreiviertelfunf Uhr m der Prenzlauer Straße erschienen und hat dem Zeugen leinen Lohn ausgezahlt Staatsanw.: Der Angeklagte meint, daß Sie auch um den Mord ganz genau wissen -Zeuge fentrüftet): Ich? — Gönczi (sehr eifrig): Jawohl! Er sollte ldie Leichen einmauern und auch 10 000 Mark erhalten. — Zeuge: Das ist eine ganz gemeine Luge! — P r a .: Gönczi hat folgendes behauptet: Er habe am 16. August I die Gasleitung revidiert, und als er sich im ersten Stock befunden, habe er im Keller ein Poltern gehört; er habe I dann Habermann gesehen, der ihm zugerufen, er habe sei I Handwerkszeug in den Keller getragen. Nach kurzer Zeit I habe er gesehen, daß Hinz und £oen)t) auf -örettenr einen Gegenstand nach dem Kettet hinuntergefchleppt hatten.. I Er habe" angenommen, daß der Wein ^gekommen sei, den Hinz im Sande habe lagern wollen, thatsachlich seien I es aber die Leichen gewesen. — Habermann erklärt I Gönczis Behauptungen für „so erlogen, d atz es keine Worte dafür gieb t". . , Der Vorsitzende macht wieder auf eine Reihe von I Widersprüchen Gönczis und seine abweichenden Aussagen I beim Untersuchungsrichter aufmerksam. Gönczi erwidert sehr lebhaft: Ter Untersuchungsrichter hat mich nicht.zu. I Worte kommen lassen. Da hieß es einfach: „Maul holten. I Und wenn der Herrgott Ihr Rechtsanwalt wäre, Sie werden Perlen besetzte Brosche, ein zu dem Collier gehöriges, nut | । hellblauen Steinen und weißen Perlen besetztes Armband, I 1 ein Brillantenarmband in Goldfassung, em Brillantring, ein Paar Chemisett-Knöpfe von Brillanten, em Kreuz mit Goldopalen, und eine dazu gehörige — lange — goldene Kette ein Armband in Form eines einfachen Goldreifens, I ein goldener Siegelring mit hellblauem glatten Stern, ein Gemmenschmuck und ein goldenes Armband in Form einer Schlange, deren Augen aus Brillanten bestanden. Gönczi bestreitet, daß bei den Schmuckfachen, die I ibm angeblich Loewy auf dem Bahnhofe Friedrichstraße I Übergab, ein Brillantarmband sich befunden habe, wo-. I gegen Frau Gönczi behauptet, daß em Brillantarmband in Brüssel verkauft worden sei. — Gönczi: MemeEhe- | krau irrt sich, das war in Antwerpen, da hat Loewy em I Armband verkauft und hat mir Geld von dem lÄckos Qe- I neben —Präs.: Das ist wieder ganz etwas neues. Bisher haben Sie kein. Wort davon gesagt, datzLoewy auch m ! Antwerpen mit Ihnen zusammen war. — An ge tl.. Bitt schön, Herr Präsident, Loewy ift nach Antwerpen gekommen, weil er schpn mal in Brasilien war und nut der I Ueberfahrt Bescheid wußte. - Präs.: F^u Gonezi, haben Sie etwas von hem Loewy gesehen? — Frau Gonczr. l I ch habe nie einen Loewy gesehen P ras.. I Nun, Angeklagter, das ist doch sehr auffallend, daß ^hre Frau einen Mann, der angeblich mit Ihnen nach Brussel gefahren ist, sich dort lange nut Ihnen ausgehalten haben und auch noch mit Ihnen m Antwerpen zusammen gewesen sein soll, niemals gesehen hat. - Angekst: Er wollte I sich vor der Frau nicht sehen lassen. — P^s - Las I I war denn der Loewy für em Landsmann? — ^ugekl.. Er war ans Brüssel gebürtig und ein getaufter Jude - I Präs ■ Sprach er französisch? — Angekl.. Er sprach französisch und auch belgisch. (!) - Präs.: Also auch belgisch? - Angell.: Jawohl, er hat doch rn Brussel perfekt gesprochen - Präs.: Er sprach boch auch beutsch? I Angekl.: Sehr gut deutsch! Zeuge Dr. meb. Schlesinger hatte die Wohnung I unter der Schultzeschen inne. Als er an dem in Rede stehen- I den Samstag gegen 6 einhalb Uhr seine Bahnung verließ I unb die Hintertreppe benutzte, begegnete ihm Gönczi, der vom Hose kam. Gönczi sei auffallend erregt gewesen, so dust der Zeuge ihn gefragt habe, wa^ ihm fehle, xer Angeklagte habe erwidert, daß die Hausverwaltung ihm viel Aerger bereite, besonders fei es ihm unangenehm, daß zwei Wohnungen leer ständen Der Zeuge habe gesagt, daß man sich darüber doch nicht m zu ärgern brauche, es sei doch in erster Linie Sache der Frau Schultze. "Ach di Danien sind ja gestern abgereist", yabe Gönczi erwidert. Als der Zeuge eingewendet habe, daß dies nicht möglich sei, da er noch gestern das Gehen der beiden grauen gehört habe, sei Gönczi mit der Bemerftmg herausgekommen. „Na, dann werden sie wohl heute früh gefahren fern . Es folgt die Vernehmung der Zeugin Franz. Sie ist Wirtschafterin beim Geheimrat Thur, der eine Woh- nuna neben derjenigen der Damen Schultze inne hat. Am 14. August sei es ihr aufgefallen, daß der Eismann kemen Einlaß in die Wohnung finden konnte. Gönczi habe ihr später die Mitteilung gemacht, daß die Damen verrech eien. Befremdet habe es die Zeugin, datz Goncz Erde und Schutt in den sauber gestrichenen und tapezierten Keller habe werfen lassen. Auf Befragen habe Gönczi erklärt, daß er einen kleinen Weinhandel anfangen und bie Erde zum Lagern des Weines benutzen wolle. Gönczi habe ihr erzählt, die Schultzes seien nach Brussel und Paris gefahren, sie kehrten vielleicht nicht mehr zuruck, denn fw wollten-sich eine Villa kaufen und hatten ihn beauftragt, das Haus zu verwalten und die Wirtschaft- nachzuschicken; er kenne Frau Schultze schon seit fünf' l Zähren, eine Frau sei eine entfernte Verwandte von ihr. ! Am Tage darauf sei sie von einem spaziergange zuruck- nnrnuf fie entgegnete: „Tas haben Sie mir ja schon aestern gesagt"? Sie sah sich dann die Schultzesche Wohnung an Diese sah aus'wie eine Trödelbude und bet Zeugin siel es auf, daß die Betten ganz m Unordnung waren, wie sie doch jemand, der berreijt, nicht zurucklasfe. Za die Zeugin im Berliner Zimmer auch die Hute der I Schultzeschen Damen liegen sah und wutzte, datz diese lerne anderen besaßen, so erschien ihr tue ganze Sache höchst, 1 verdächtig und unheimlich, und sie hat sich Mfort über ihre I Begegnungen mit Gönczi am 16 und 1 (. August schriftliche I Aufzeichnungen gemacht. Sie hat dann am Abend noch I die frühere Portiers ft au Frau Murawski auf gesucht und dieser ihre Bedenken mitgeteilt, sie erzählte dabei auch. I die Behauptung des Gönczi, daß dieser die ^rau ^chultze angeblich schon fünf Jahre lang kenne. Frau Murawski erklärte dies sofort für eine grobe Luge, war auch uber- I zeugt, daß hier ein Verbrechen vorliege, und erstattete Es werden einige der ermordeten FE Schultze ver- iembte Frauen darüber vernommen, welche Schmucksachen Srau Schultze besessen hat, und welche abhanden ge Immen sind. Nach der Ansicht dieser Zeuginnen fehlten tin aus Türkisen nnd weißen P"len SMammengesetztep Miet, eine ans einem Stein bestehende, mit weißen 1900 Bezugspreis vicrteljährl. Ml. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestcllen vicrteljährl. Ml. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Ml. 2,40 vicrteljährl. mit Bestellgeld. Politische Tagesschau. Wie aus Konstantinopel telegraphiert wird, ist Ghazi I Däm an Pascha, der Löwe von Plewna, gestorben. I Lor einigen Wochen hatte man den schwer erkrankten Mar- IckiU schon tot gesagt. Nun ist mit ihm einer der ersten I Ne.i aus der jüngsten Kriegsgeschichte des osmanischen Keichs abberufen worden. Den Krimkrieg und fast alle I bie Kämpfe, welche die Türkei gegen äußere ^embe und I Änpörer im Innern seitdem bestehen mutztehat erinit- crcmackt Ein 17 jähriger Junglmg, trat er 18d4 als Ka- »llllerieleutnant in die Armee ein. 1860 stand Osm.au ae en die aufrührerischen Drusen im Fettre, und die große ; »siurrektion auf fcta rief ihn einige Jahre darauf nach djiesemfoiel umstrittenen Eiland. Vierzig ^ahre ?lt, kämpfte n 1876 als Divisionsgeneral gegyi Serbien, ein Feldzug, her das Vorspiel zum letzten russisch-türkischen Kriegs sm!* ssws, oh nur her Siintaer brachte feine durch Dvtleben umschlossene Stellung zu Fall. Ein verzweifelter Versuch, idj durchzuschlagen, mißlang, und am Itt Dezenter 1877 munte das türkische Heer und sem verwundeter sichrer iw’bem iibermädjtigen Gegner iaMtlieren. 9te ho& toeä unglücklicheu Ausgangs behielt OEan Paslha den 2m von seinem Souvcrain verliehenen Titel Ghazi, d y^ dlr Siegreiche, wie er für die übrige Welt der Held von Llewna blieb. Beim Friedensfchlnß ans der rustijchen- Kcsangenschaft heimgekehrt, übernahm Ovman dav Kriegs- Ministerium, das er bis zum Jahre 1885 verwaltete. Ghazi Osman Pascha war ein Mann der alten türkischen Art. Lcstliche Bildung war ihm fremd geblieben, abm: er er- Eonnte ihre Ueberlegenheit zumal auf militari,chem Ge- biet rückhaltlos an. Für Deutschland hegte er auftichtige KUS uni) kurz vor feiner Erkrankung sagte er zum Mrften Maurokardatis: „Ich gratuliere Ihnen, daß Enechenland nach Deutschland OM^ere sende dort zu leinen Anck meinen Sohn habe ich in die deutjcye firmte Leihen lassen und er l,a. ine, nnd tüchtiges gelernt^ »s Age Anzelgeu-Vermiltlungsstcllen des In- und Auslände- nehmrn Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreiö lokal 12 Pfg, austvärts 20 Pfg. & M M Großherzogliche Kreisamt Gießen «»tte Großh. Bürgermeistereie» des Kreise». ■Wliüj zur Beseitigung mehrfach h-rvorgetreten-r Zweifel hat Me abend ancr; GMerzogliches Ministerium der Finanzen angeordnet, datz „ , W, Gewerb«p°t°nt- der in Artikel 3 d-S G-w-rb-ft-u-r. NASI, I ,Mea vom 8. Juli 1884 bestimmte Stempel von 40 Pfg ■ , 8er8,enbung ,u kommen ha«, während die demnächst Ain nicht«- - ‘ul Grund des Artikel« 24 d-S Vermögenssteuergefetze« >P1 non 12. August vor. IS. zur Ausfertigung gelangenden ,eS™-! «m-rbescheine nach Nr. 38 des Tarifs zum Urkunden- ä iftemödaefefe zu behandeln, also dem Stempel von oO Pfg. teÄÄV il® unterwerfen sind. vwnuwni, s, $ V.: Dr. Wagner. OUl nßvsi Mvier. iei auch drei W-:: ourzeill ii. Preirang.c Mt. 82__ < (Micliciift ilnyiflct 4 mal beigelegt. K A • ss-äää-k General - Amnaer Abbcstellungen spätestens abendS vorher. -i- Krofdorf, 5. April. Mit dem 1. April er. sind hier und in Wißmar vier Schulstellen errichtet worden. In Wißmar ist bereits vor mehreren Jahren bei Gründung der dritten Lehrerstelle ein großes mit 2 Lehrsälen und Lehrerwohnungen versehenes Schulhaus erbaut worden. Hier dagegen muß der neue vierte Lehrer vorläusig mit dem dritten Lehrer in demselben Lehrsaal unterrichten. Ueber den Bau einer neuen Schule ist man zur Zeit noch nicht schlüssig. -i- Kinzenbach, 5. April. Bekanntlich ist in unserem Dorfe vor zwei Jahren eine Zigarrenfabrik entstanden. Der Besitzer, Landfried aus Dillenburg (Firma Daniel Haas) hat die hiesige Fabrik im vorigen Jahr durch eine« Bau vergrößert. Er umfaßt zwei geräumige Säle in denen nahezu 100 Arbeiter beschäftigt sind. m. Franken berg, 5. April. Nach einer aus par-i lamentarischen Kreisen hierhergelangten telegraphischen in der Werkstatt im Anschluß an die HauSwafserleitung einen Feuerhahn anbringen zu lassen. Herr I. Pfeffer hat im Jahre 1897 in seinem Hinterhause nach der Nachbarhofraite des Herrn Scheel einige kleine Fenster brechen lassen, worauf ihm auf erfolgte Anzeige ein auf Entfernung derselben lautender Polizeibefehl zuging. In einer längeren, eingehend begründeten Eingabe sucht Herr Pfeffer um Aufhebung des betr. Polizeibefehls nach. Die Versammlung sprach sich für ausnahmsweise Genehmigung des Gesuchs aus, solange die anstoßenden Bureaugebände des Herrn Scheel nicht erhöht werden. ES soll weiter dem Gesuchsteller aufgegeben werden, die Fenster so einzurichten, daß sie nicht geöffnet werden können. Dem Gesuch des Herrn Karl Bieler um Erlaubnis zur Herstellung eines Zufuhrweges von der Lonystraße nach seinem Hause an der Südanlage soll stattgegeben werden, sofern er das an der Wieseck gelegene Gelände in Eigentum der Stadt zum üblichen Preise von Mk. 1.12 pro Quadratmeter abtritt, der Besitzer des Nachbarhauses an der Goethestraße auf Einhaltung des mit der Stadt abgeschlossenen Pachtvertrages verzichtet, bezw. der Gesuchsteller die bisher von Letzterem entrichtete Pacht bezahlt. Auf Ersuchen der Burschenschaft Alemannia und des Herrn Fabrikanten MyliuS, welche die zur Anlage von Vorgärten vor ihren an der „Gutenbergstraße" zu errichtenden Neubauten nötigen Erdarbeiten schon jetzt vornehmen wollen, wird beschlossen, den Gesuchstellern 70 Pfg. , pro Cbmtr. Auffüllung zu vergüten, wenn die Straße aus- I gebaut ist. Nachdem früher bereits der Schließung des von der Liebigstraße nach der Wilhelmstraße führenden alten Verbindungsweges zugestimmt worden, ist seitens der katholischen Gemeinde ein neuer Weg projektiert, der den Zugang zum kath. Pfarrhause bezw. der neu zu errichtenden Kirche von der Wilhelmstraße aus für Fuhrwerk vermitteln soll. Die Versammlung stimmte einem Anträge der Baudeputation zu, wonach das Befahren des Weges während der Bauzeit der katholischen Kirche gestattet werden soll, wenn der Weg chaussiert und auf einer Seite mit geschütztem Fußweg versehen wird. Die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. hat um An- I schluß ihrer jenseits der Frankfurterstraße errichteten I Arbeiterhäuser an die städtische Wasserleitung nachgesucht. Das Gesuch wird, da die Eisenbahndirektion I eine jährliche Wafferabgabe von 250 Mk., entsprechend I 10 Proz. der Anlagekosten, garantiert, genehmigt. Die I Eisenbahndirektion beabsichtigt übrigens, wie mitgeteilt I wurde, auf dem bezeichneten Gelände noch eine größere I Anzahl Arbeiterwohnhäuser zu errichten. Herr Fr. Krogmann hat, nachdem ihm die Er- I laubnis zur Ueberbrückung des Stadtgrabens von der I Schanzenstraße aus bis zu seinem hinter dem ehemals I Orbig'schen Hause an der Bahnhofstraße errichteten Werk- I stättenbau gestattet worden, um kostenfreie Zuführung der I Gas- und Wasserleitung entlang der bezeichneten Ueber- I brückung nachgesucht. Das Gesuch wird genehmigt, doch I soll der Gesuchsteller so lange zur Zurückerstattung der etwa 470 Mk. betragenden Kosten verpflichtet bleiben, als der I Gas- und Wasserbezug den Betrag von 4200 Mk. nicht I erreicht. Gelegentlich der Beratung des Voranschlags wurde I aus der Mitte der Versammlung die Frage gestellt, ob I nicht eine Ermäßigung der Gasmessermiete, sowie eine I solche für das Aufsetzen neuer Glühkörper am Platze I sei. Die Deputation für das GaS- und Wasserwerk hat I die Frage verneint, und beantragt, eine Ermäßigung nicht I eintreten zu lassen. Herr Gaswerkdirektor Bergen be-I richtete in der Stadtverordneten-Versammlung eingehend I über die Kosten der Unterhaltung der Gasmesser, sowie über I diejenigen für das Aufsetzen der Glühkörper, und legte dar, daß vorerst eine Preisherabsetzung weder auf diesem I "och auf jenem Gebiete eintreten könne, wenn man nicht I mit Verlust arbeiten wolle. Es wird danach Beibehaltung der jeweiligen Ansätze beschlossen. Auf Gesuch des Schuldieners Becker wird beschlossen, demselben zur Heizung und Reinigung der Stadtmädchenschule für die Wintermonate eine Hilfskraft beizugeben, I und dafür pro Tag bis zu Mk. 1.50 vorzusehen. Die erhöhte Frequenz der Klaffe 6 der höheren Mädchenschule macht die Teilung dieser Klaffe nötig. Die neu zu bildende Abteilung soll im Turmhaus am Brand I untergebracht, und deren Leitung, vorbehaltlich der Ge- nehmigung, provisorisch der Lehrerin Frl. Birnbaum übertragen werden. Mit der von Großh. KreiSamt erlassenen neuen Wiesenpol i z e i o r d n u n g hat sich die landwirtschaftliche Kommission I und der Wiesenvorstand beschäftigt. Die von denselben bean- ttagte Aenderung in Bezug auf die Zeit des Aberutens und die Bestimmungen über das Viehhüten auf den Wiesen werden I angenommen. der Gesuche der Herren Joh. Seibel (Ludwigs- platz 13) und Hernr. Monick (Wallthorstr. 46) um Er- m^^c^.?'"^^tSbetrieb beschloß die Versammlung, dre Bedürfnisfrage zu bejahen. | ihm bemerkt, daß dieser Paragraph hier ganz und gar keine I Anwendung findet; denn seine Zuschrift enthält keineswegs I eine „thatsächliche Berichtigung" im Sinne des Gesetzes. I Sie lautet: I Aus dem Herzogtum Anhalt wird der „Allgem. Deutschen I Lehrerzeltung" geschrieben: „Da die Finanzlage des Landes sehr | günstig ist, so hat die Regierung dem Landtage verschiedene GehaltS- | aufbesserungen vorgeschlagen, an denen sowohl die Lehrer höherer I Lehranstalten, wie einige Lehrerkategorien der Volksschulen beteiligt I stad. Manche Vorschläge der Regierung übersteigen thatsächlich die I bisher laut gewordenen Erwartungen der betreffenden Kollegen. I Was die Volksschullehrer im allgemeinen anlangt, so nehmen sie an I dieser Gehaltserhöhung deshalb nicht teil, weil fie erst kürzlich eine I Höherbesoldung erreicht haben; aber sie werden doch die Gelegenheit I benutzen, ihre Wünsche vorzubringen." — Man sieht also, daß auch I in Anhalt das Streben der Lehrerschaft nach Gleichstellung ent- I sprechend der Vorbildung vorhanden ist. Wenn der Zusatz in Nr. 16, I 2. Blatt, des „Gteßenener Anzeiger" unter 9) Herzogtum Anhalt, I Absatz 3: „Für die den Lehrern gewährten Dienstwohnungen werden | 10 Prozent des pensionsberechtigten Gesamteinkommens auf das I Gehalt angerechnet", so aufzufassen ist, daß, wenn die Wohnung I in natura gestellt wird, dafür 10 Prozent am Gehalte abgezogen I werden, dann ist thatsächlich die hessische Regterungsskala günstiger, I als die Skala des Herzogtums Anhalt. Allerdings haben die | Anhalter Lehrer jetzt schon seit drei Jahren einen bedeutenden Vor- I sprung, und sie werden auch, falls Heffen mit ober allein an der I Spitze marschiert, voraussichtlich nicht lange zurückbleiben. Erläuternd sei beigefügt, daß wir in unserer Nr. 16 I einem Schreiben des Großh. Ministeriums des Innern an I die Zweite Kammer der Stände Raum gaben, in dem der | oben zitierte Satz nach dem im Herzogtum Anhalt geltenden I Lehrereinkommen Normativ wiedergegeben war. I . ** Der Zweiten Kammer der Land stände I find neuerdings mehrere Anträge, Vorlagen, Anfragen rc. I I zugegangen, die das allgemeine Interesse beanspruchen. Ein Antrag des Abg. Wolf und Genossen betrifft die Warenhäuser. Er wünscht die Vorlage eines Gesetzentwurfs, der geignet wäre, den Br a n dun fä ll e n der Großbazare und Warenhäuser nach Möglichkeit vorzubeugen und zwar unter Berücksichtigung folgender besonderer Bestimmungen: 1. Öffentliche Verkaufsräume (Läden) dürfen nur ebener Erde und eine Treppe hoch liegen. 2. Befinden sich zwei Läden übereinander, so muß die Zwischendecke feuersicher sein. 3. Ebenso dürfen in größeren Läden die in gleicher Höhe liegenden einzelnew Abteilungen nur durch feuersichere Wände getrennt werden. 4. Die Treppen müssen feuersicher sein. Waren dürfen in den Treppenräumen nicht aufgestellt oder aufgehängt werden. 5. Die Gänge zwischen den Verkaufsständen müssen I ! breit sein. Waren dürfen in ihnen nicht aufgestellt werden. I 6. Stets beleuchtete leicht auffindbare Notausgänge sind herzustellen. 7. Die Beleuchtung, namentlich in den Schau- I fenstern, muß mit solchen Vorrichtungen versehen sein, I daß die Entstehung eines Brandes durch sie verhindert I wird. 8. Für das Vorhandensein von Feuermeldern und I ständig vorrätigem Wasser zum Löschen, sowie kleinerer I Löschgeräte muß gesorgt werden. 9. Eine Ueberfüllung I der Warenhäuser darf nicht stattfinden. Für jedes Waren- I haus ist von der Polizeibehörde unter Berücksichtigung I aller Verhältnisse festzustellen, wieviel Personen darin im I höchsten Falle gleichzeitig anwesend sein dürfen. — Eine I Regierungsvorlage betrifft Kap. 48 Titel 2 des Staats- I Voranschlags pro 1897/1900 „Erweiterte Volks- ! schule n". Nach den Erläuterungen zu Kapitel 48 Titel 2 I des Staatsvoranschlags pro 1897/1900 „Erweiterte Volks- I schulen" sollen den in provisorischer Weise an den erweiter- I ten Volksschulen (höheren Bürgerschulen) verwendeten I akademisch gebildeten Lehrern zur Gleichstellung I mit den gleichalterigen Lehrern derselben Kategorie au den staatlichen höheren Lehranstalten Vergütungen bis! zumHöchstbetragvon2000Mark gewährt werden. I In den Nachtragsforderungen des Ministeriums der Fi- I nanzen zu dem auf das Jahr 1900/1901 erstreckten Hauptvoranschlag pro 1897/1900 wird unter Kapitel 114 Titel 4 I die ständische Ermächtigung dazu beantragt, den in staat- I licher Verwendung befindlichen Regier ungs-, Ge- | richts - und Lehramtsassessoren künftig in der I Regel folgende Vergütungssätze zu gewähren: im 1. Jahr | der Verwendung 2100 Mk., im 2. 2200 Mk., im 3. 2300 Mk., I im 4. 2400 Mk., im 5. 2500 Mk., im 6. 2600 Mk. In Ueber- I einstimmung hiermit sind in den Nachtragsforderungen des I Ministeriums des Innern für 1900/1901 die Vergütungen I für provisorische Lehrer an den staatlichen höheren Lehr- I anstalten, die bisher 1800—2000 Mk. betrugen, entsprechend I erhöht und es ist als mutmaßlich erforderlich werdender I Durchschnittsbetrag für einen provisorischen Lehrer der I Betrag von 2300 Mk. vorgesehen worden. Falls diese er- I höhten Sätze die ständische Genehmigung finden, dürfte es I nicht zu umgehen sein, auch die Vergütungen für diejenigen I akademisch gebildeten Lehrer gleichmäßig zu erhöhen, die I an den erweiterten Volksschulen (höheren Bürgerschulen) I in provisorischer Weise verwendet sind. Das Ministerium I wünscht nun die Zustimmung der Stände dazu, daß die zu I dem angegebenen Zweck erforderlichen Aufwendungen zu I Lasten des Fonds unter Kapitel 48 Titel 2 des auf das I Jahr 1900/1901 erstreckten Hauptvoranschlags pro 1897/1900 I verrechnet, bezw. die dort eingestellte Summe von jährlich I 10 000 Mk. nach, Bedarf überschritten werden darf. — Eine I Anfrage des Abg. Dr. Schmitt und Genossen betrifft den I Bahnhof in Kastel und verlangt Beseitigung der! dortigen „trostlosen Zustände", und eine weitere Anfrage I von derselben Seite tritt für die B e freiun g d e r Re - I kruten von Kastelund Ko st heim vom'Brücken - I geld ein. -n-Friedberg, 5. April. Um das Jahr 1300, wahr- I scheinlich von 1290 bis 1320, wurde die im reinen gotischem I Stile geplante Stahtkirche zu bauen begonnen, die I bis heute noch nicht vollendet ist. Gleich bei Beginn des- I Baues bezogen die Baumeister Steine und Holz aus der I Bellmuther Gegend, wie urkundlich nachgewiesen wurde. I Das herrliche Bauwerk soll jetzt völlig ausgebaut werden' I und es sind schon erfreuliche Fortschritte gemacht worden. I Auch jetzt wieder soll Baumaterial, Holz und Steine aus; I der Gegend von Bellmuth bezogen werden, wie vor 600 I Jähren. )( Ruppertenrod, 5. April. Tie Maul- und I Klauenseuche ist in mehreren Stallungen unserer Ge-. I mein&e bei Rindvieh und Schweinen ausgebrochen. Auch I £-UJPrten uVjerer Nachbarschaft wird das Auftreten der I e>eiiq)e gemeldet. Die Seuche ist um so empfindlicher,- 1 Lokales und Nrsvnyiettes. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen ^ndalteS. werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 6. April 1900. ** (Nachdruck verboten.) Vor 26 am 7. April 1874, starb in München Wilhelm v Kaul back' Die Hauptleistung seine« Leben« ist die Ausschmückung deS Trevoe?- hause« im Berliner Museum: eine bildliche Darstellung de^ae- waltigen Abschnitte der Weltgeschichte. K. wurde am 15. Oktober 1805 zu Arolsen geboren. X Aus Lehrerkreiseu erhalten wir eine Zuschrift, der wir gern Raum gewähren. Wenn sich jedoch der Herr Einsender dabei aus § 11 des Preßgesetzes beruft, so sei . glberfel ■««•ja... ■ Bim« WblülU i willig m , gesMeli- Nächste • 'm einen Kollegen» «Herr Dollar, * Sir schnell h ^rrigeiprvchen.' nch M Sie inltrr i mjiiHW. M • Ache fomml spat I (ötr bei einer Be' i giert): „Sil ' .U Mr, Hä' LhwW, rvM Henhtskdft dazu, sich Bar £anbgcrid)t9rQt, tban.“ Gerte 1 schwinbchafleS ( id) bitt Sie, H |o strenge auf. dreimal Laudge: gegen prolestirrt fljjunft." - B Sperrhalen, bin geil..- „De// fn i tiorf.: „MeM I Win finden! ! dichter: „Geben Sie bebanrrn, bah ^ngrll.: > gegeben habe." - anvaltS: Je Verteidiger behau: seien. Das ist o schuldlos rvilrrn, recht halten. 1 9WR habe, m1 kus dem Plaid "ch btn Ard Rardrriioys ... ,d r^ahn! in? rJLfe Bar ernste. & W ^Iir » Ucll8( Ba bayer v. ** ’^arzer Äs I di- Frühjahrsbestellung, ohnehin durch die llngun» | der Witterung verspätet, vor der Tbür stebt Auck,St Mi^Frage ^^"rktes auf unseren, Frühjahrs,nark!^ ! Gedern, 5. April. Vor wenigen Tagen stürmen- m dem nahe gelegenen Wenings kurz nacheinander I Leute vom Gerüst in die Tenne. Heute wiederbolle Hrb I derselbe Fall hier in Gedern, indem der bei Herrn Vonalf- I dienende Keil ebenfalls in der Scheune abstürzte Glück I licherweise trug er nur eine Luxation des Oberarmes hn* I von: auch die in Wenings sollen keine bedeutenden Ver^ I letzungen davon getragen haben. Die Leute waren vlötz-^ I lich von der Influenza befallen worden. (D Langenhain (Kr. Lauterbach), 4. April. Der Sohn I des hiesigen Landwirtes H., der vor einigen Jahren beim I Infanterie-Regiment Nr. 115 in Darmstadt seiner Milüär- I pflicht genügte, ist vor wenigen Tagen spurlos Dtt, I schwunden. Man nimmt an, daß er nach ©üb Qftita I gegangen ist, um auf Seite der Buren zu kämpfen. I O Bleicheubach, 4. April. Dem hiesigen Bürgermeister I Johannes Bickel IV., der 33 Jahre mit großer Pflicht- treue seinem Amte vorsteht, ist der Orden «Für langjährige, I treue Dienste" verliehen worden. Herr Kreisrat Jrle aus Büdingen überreichte ihm den Orden mit einer Ansprache I vor versammeltem Gemeinderat auf dem hiesigen Nathausr I .. )( Aus dem Kreise Alsfeld, 5. April. Unsere I kürzlich gebrachte Mitteilung über die unangenehme Er- I sahrung zweier Züchter reinen Rassengeflügels auf | Ausstellung können wir dahin ergänzen, daß auch der I zweite Fall seine befriedigende Lösung gefunden hat. Der I Aussteller ist seiner Forderung gemäß von dem Geflügel- zuchtverein Wetzlar entschädigt worden. Tas fehlende Huhn war auf dem Beförderungsweg verendet, und aus dem Korbe entfernt worden. Da die Versendung unrichtig und statt nach Mücke nach Hanau erfolgte, war der Verein entschädigungspflichtig. — Die Zucht reinen Rassengeflügels hat in unserem Kreise einen bemerkenswerten Aufschwung genommen. Die Liebhaber dieser Züchtereien mehren sich, seit vom landwirtschaftlichen Vereine Zuchtstationen gegründet worden sind. Darmstadt, 5. April. Die Abreise des Großherzogs nach Italien (Capri) erfolgte heute abend 11 Uhr 31 Min. | via St. Gotthardbahn. Die Rückkehr der Großherzog I lichen Familie dürfte Ende April oder anfangs Mai erfolgen und dann das Hoflager sogleich nach Jagdschloß Wolfsgarten verlegt werden. Bald nach Rückkehr der Allerhöchsten Herrschaften wird auch der Besuch des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen mit ihren Söhnen am hiesigen Hofe erfolgen. Darmstadt, 5. April. Der hier lebende Königlich preußische General der Infanterie z. D. v. Schkopp konnte am 1. d. MtS. sein 60jährigeS Militär- Dienst-Jubiläum begehen. Otto Bernhard v. Schkopp steht im 84. Lebensjahre. Im deutsch-französischen Kriege war v. Schkopp von der Schlacht bei Wörth bis vor Paris Führer der 22. Infanterie-Division, während der Belagerung bis zum Waffenstillstände Führer der 21. Infanterie-Division, wurde 1871 Kommandeur der 27. In- fanterie-Division, 1873 zum Kommandeur der 31. Division ernannt, 1878 Gouverneur von Straßburg i. E. und 1881 als General der Infanterie zur Disposition gestellt, v. Schkopp ist u. a. Ritter des Eisernen Kreuzes 1. Klaffe. Griesheim, 5. April. Hier starb dieser Tage der frühere Ortsdiener Thomas. Obwohl er kinderlos war und ein beträchtliches Vermögen besaß, lebte er in den aller dürftigsten Verhältniffen; sein Geiz ging soweit, daß er sich nicht einmal satt aß und jede ärztliche Hilfeleistung bis zum Tagr vor seinem Tode ablehnte. Als vor Jahren seine Frau starb, fand die zur Inventur-Aufnahme erschienene Gerichtskommission Wertpapiere im Betrage von ca. 34 000 Mk. auf dem Speicher in einem alten Kasten versteckt, und bei seinem Ableben fand man 1200 Mk., die er in einem Spreuhaufen und 200 Mk., die er im Strohsack seines Bettes verborgen hatte. Man vermutet, daß er eine noch größere Summe irgend sonstwo verborgen hat. Der größte Teil des Vermögens fällt an Verwandte in Amerika. □ Dieburg, 5. April. Die Schulverwalterin Albertine Deckel mann zu Seligenstadt, eine geborene Dieburgerin, ist als Lehrerin der hiesigen obersten Mädchenschulklasse bestätigt worden. Sie wird ihre neue Stelle voraussichtlich mit dem bevorstehenden Schuljahre übernehmen. Um die erledigte Schulstelle hatten sich 4 Lehrerinnen beworben. x Mainz, 5. April. Mit der allgemeinen Kohlennot hat die hiesige städtische Verwaltung sehr zu rechnen. Bei der Eröffnung der Submissionsofferten für die Lieferung der Brennmaterialien für die städtische Verwaltung hat sich die überraschende Thatsache gezeigt, daß gar keine Offerten für den hauptsächlichen Bedarf eingelaufen waren. Die gleiche Erfahrung mußten die städtischen Hospizienanstalten machen. Die städtische Verwaltung hat noch keinen Beschluß gefaßt, in welcher Weise man dieser Kohlenkalamität entgegen treten will. « Be a. . obige W mit 525 s ft* N 6l M As u Arbeiterbewegung. in bejahendem Sinne ein Beschluß gefaßt. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. per ult. er von epochemachender Bedeutung. Albert Hess, Ofensetzer 2525 2600 Aür Auswärtige H^eufis« im Kaufe. 2333 Verwaltung des kgl, bayer. Mineralbades Brückenau. 16M4 Mai ult. Mai Frankfurter Börse vom 5. April. Wechsel auf New-York zu 4.21*/s"221/,. Prämien auf Kredit per ult. April 1.20 %, do. v------ ...» . v , Carmaux, 5, April. In einer gestern hier abgehaltenen Ver- IE) bitte, Herr Landgerichtsrat, es ist eine menschliche I sammlung der streikenden Arbeiter wurden zwischen den Arbeitgebern, ---tCL “ 1 den Arbeitern und der Negierung ausgetauschten Schriftstücke verlesen. Altzdann wurde über die Fortsetzung des Ausst and es beraten und BEdel. Krebse garantiert sprinal. Ankunft ins Haus je 5 Kg.-Korb, franko, 70 bis 80 Stück Mittel Tafelkrebse^L 4.80, 50 bis 60 schöne Riesen m. fett. dick. Scheren JL 6.—, 35 bis 40 ausges. gr. Solokrebse JL 7.80, für Hoteliers und Wiederverkäufer billiger. LI. Müller in PodwolSczyöka. l«n Bekanntmachung. Bett.. Die Heichelheim'sche Stiftung. Au» obiger Stiftung sind am 19. Juni d. I». die halbjährigen Zinsen mit 525 Mk. an eine in Gießen wohnhaft-, würdige und bedürftige israelitische Familie oder Person zu vergeben. Anmeldungen werdm bi» 15. April auf unserem Bureau entgegengenommen. Gießen, am 30. März 1900. Henkers Bleich-Soda, seit 25 Jahren bewährt als bestes und billigstes Wasch- und Michnutter. Henkel Sf Cie., Düsseldorf. nn Wohnungsveränderung Meine Wohnung befindet sich ab 1. April Märkte. X Granberg, 5. April. Heute fand hier der „Ostermarkt", der erste in der Reihe unserer Jahrmärkte, statt. Da in der zweiten Hälfte deS vorigen Jahres der Maul- und Klauenseuche wegen kein Biehmarkt abgehalten werden konnte, war mit dem heutigen Markte Rindvieh«, Schweine- und Schafmarkt verbunden. Es herrschte recht lebhafter Verkehr. — Mit Schweinen war der Markt recht zahlreich befahren, und der Handel ging sehr flott. Sechs bis acht Wochen alte Ferkel kosteten 32 bis 40 Mk. das Paar, vierteljährige 45 bis 58 Mk. Läufer waren entsprechend teurer. — An Rindvieh waren etwa 100 Stück aufgefahren, der Handel war weniger lebhaft, die Preise waren infolgedessen mäßig. — Zu der um 10 Uhr beginnenden Faselschau, die zum Zwecke der Änkörung durch die Körkommission veranstaltet wurde, waren größtenteils recht schöne Tiere ' der Vogelsberger und Simmen- thaler Rasse vorgeführt worden. — Der Krammarkt wies verhältnismäßig besthl erlösten. • (Heiteres aus dem Gerichtssaal.) Im Diener Extrablatt teilt Eduard Seidel eine Serie unfrei- roiüig komischer Aussprüche mit, die er im Gerichtssaal gefummelt. Nachstehend eine Blutenlese daraus: Advokat lzu einem Kollegen, der wegen seiner Mißerfolge bekannt ift): „Herr Doktor, die Verhandlung hat schon angefangen, gehen Sie schnell hinein, sonst wird Ihr Klient am Ende freigesprochen." — Vorsitzender: „Herr Verteidiger, ich muß Sie bitten, dem Angeklagten seine Antworten nicht einzufiüskrn. Lassen Sie nur ihn sich verantworten, die Reihe kommt später auch an Siet" — Gerichtsadjunkt (öei bei einer Verhandlung gegen einen Hochstapler fun .giert): „Sie haben sich Baron genannt!" Angekl.: Unwrrsttät und Hochschuir. — Ernannt: Der Gymnasialprosessor am Kadettenkorps und Privatdozent an der kgl. Technischen Hochschule in München Dr. Wilhelm Götz zum Honorarprofeffor der Technischen Hochschule. — Gestorben: Der Geh. Rat Dr. Robert Schneider, Pro- feffor an der Berliner Universität, der sich um sein Sonderfach, die Chemie, vielfältige Verdienste erworben, im Alter von 75 Jahren. — Verschiedenes: Wie die „Allgemeine Ztg." berichtet, wurde der o. Professor an der Universität München Geh. Rat Dr. August v. Rothmund seinem Gesuch entsprechend, vom 1. August an von der Vorstandschaft der ophtalmologischen Klinik und der Vorlesungs-Pflicht enthoben. Bullerwerkauf. Montag bett 9. April d. I., mittag» 1 Uhr, kommt in Krofdorf ein, der Gemeinde gehöriger, dreijähriger Bulle zum Verkauf. Zusammenkunft am Rathaus. Der Gemeinde-Vorsteher. Pfeiffer. 2618 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Töchter-Institut, Oberftrabe 24. Junge Mädchen, die Ostern die Schule Verlusten, und solche, die aus Gesundheitsrücksichten durch wenig Stunden gefördert werden sollen, finden Ostern Aufnahme zur weiteren Ausbildung in allen Fächern. Beginn des Ilnterrichts am 30. April. Außerdem wird Unterricht erteilt in Sprachen, Musik, Malen und Handarbeiten, auch in Einrelkurfen für Damen. Meratur. - Die »Gesellschaft der Bibliophilen-, die sich die Aufgabe stellt, als erster deutscher Verein dieser Art, schöne und wertvolle Publ kationen nur für ihre Mitglieder zu veranstalten, versandte soeben ihren ersten Jahresbericht nebst Mitgliederverzeichnis. Wir entnehmen diesem Bericht die interessante Thalfache, daß der Verein trotz seines kurzen Bestehens schon seine französischen und englischen Vorbilder hinsichtlich der Frequenz geschlagen hat, da er bereits mit mehr als 410 Mitgliedern in sein zweite» Jahr ein- getretm ist. Man erkennt daraus wieder einmal die Uihaltbarkett der so oft gehörten Behauptung, baß e» in Deutschland keinen Boden für derartige Bestrebungen gebe. Als erste Veröfi-ntlichung batte die Gesellschast eine vortrefflich gelungene Facfimtle-Reproduktion von Goethr'S Lustspiel „Die Mitschuldigen" herausgegeben, als weitere folgen j-tzt ein lexikalisches „Handbuch des Bücherfreundes" und die erste deutsche Uebersetzung des „Philobiblion" des R. de Bury, eines kulturhistorisch und bibliophiltfch hochtnterestanten Werkes. Nähere Auskunft über die Gesellschast erteilt ihr Sekretär, Herr V. Oitmann in Stuttgart, Hasenbergstraße 19 Vermischtes. • Elberfeld, 4. April. Gegen den Rentner Larbach in Godesberg, der früher hier Hotelier war, unb in dem Militärbefreiungs-Prozeß die Der- düchtigung, Schlepper von Strucksberg gewesen zu sein, Mich abstritt, ist wegen Meineidsverdachts ein Haft- 2.10%. Diskonto Kommandit per ult. April 1.15%, do. per Mai 2.00%. Lombarden per ult April 0.65%, do. per ult. 0.95%, Spanier per ult. Mai 0.00. Notierungen: Kreditaktien 232 00-80.000, Diskonto- Kommandit 191 40-190.70, Staatsbahn 184.80-135.20, Gotthard 142, Lombarden 27.90-28.10-28, Ungar. Goldrente 97.50, Italiener 94.60, Sproz. Mexikaner 26.00, Oesterr. Coupons 84.00, Amerik. Coupons 4.19%. Privat-Diskont 4%% G. 1% bis 2%Uhr: Kreditaktien 232.90-233.00, Diskonto-Kommandit 190.80-70-191.10, Staatsbahn 135.20, Lombarden —. Schwäche, wenn man für mehr gelten will, als man ist." Gerichtsadjunkt: „Ja, aber Sie hatten kein Recht dazu, sich Baron zu nennen." Angekl.: „Gewiß, Herr L^bgerichtsrat, aber ich habe bad nur aus Eitelkeit ge- Gerichtsadjunkt: „Sie wollten dadurch Ihr schwindelhaftes Gebühren unterstützen!" Angekl.: „Aber, ich bitt Sie, Herr Landgerichtsrat, fassen Sie das nicht so strenge auf. Sehen Sie, ich habe Sie jetzt auch schon dreimal Landgerichtsrat genannt, ohne daß Sie dagegen protestierten, und Sie sind doch nur — Gerichts- astinkt." — Vors.: „Woher hatten Sie denn den Sperrhaken, den man Ihnen abgenommen hat?" Am gefl.: „Den habe ich auf der Straße gefunden." Lors.: „Merkwürdig, daß manche Diebe immer Sperr, haken finden! Ich habe noch nie einen gefunden." — Richter: „Geben Sie dem Kläger eine Ehrenerklärung. Sie bedauern, daß Sie ihm eine Ohrfeige gegeben haben." Nngekl.: „Ja, ich bedauere, daß ich ihm eine Ohrfeige gegeben habe." — Aus dem Plaidoyer eines Staats - ailwaltS: „Meine Herren Geschworenen! Die Herren Verteidiger behaupten, daß die Angeklagten schuldlos seien. DaS ist aber nicht richtig. Denn wenn sie schuldlos wären, könnte ich doch nicht die Anklage aufrecht halten. Da ich jedoch die Anklage nicht zurück- gezogen habe, müssen die Angeklagten schuldig sein!" — »US dem Plaidoyer eines Verteidigers: „Ich will nicht den Redepinsel der Verteidigung in den Farbentopf der Beschönigung tauchen!" Aus dem Geschüstsledeu. Köstritz (Thüringen). Die im hiesigen Orte bestehende Fürstl'che Brauerei, welche mit zu den ältesten Deutschlands gehört unv Produkte schon im 16. Jahrhundert weit über die Grenzen °er . Heimat hinaus bekannt waren, hat im Laufe der Jahre einen veve den Aufschwung genommen. , . Das „Köstrizer Schwarzbier" behauptet unter allen den modernen Bierarten die erste Stelle als ein Getränk, das so recht dazu bestimmt ist, ernährend und stärkend auf den menschlichen Organismus emzuwirken. Im Gegensatz zu den alkoholhaltigen Getränken wirkt das Kostritz Schwarzbier durchaus nicht aufregend, sondern nur belebend aus v Verdauung und den gesamten Stoffumsatz ein. rL>n Der Bezug ist, da sich in allen größeren Städten Verkaufsstellen befinden, verhältnismäßig leicht, und ist der Preis nicht hoher als für andere ausländische Biere. , , .. 1inh Wer sich und seinen Angehörigen eine rechte Freude bereiten und für deren Gesundheit etwas thun will, versäume nicht einen Versuch mU diesem heilsamen Getränk zu unternehmen und als ständigen haust rum einzuführen. — Wegen des Bezuges verweisen wir die geehrten xqer auf den Inseratenteil unserer Zeitung. Gerichtssaal. — Mainz, 5. April. Wegen fortgesetzter Verwendung gefälschter Briefmarken verurteilte die Strafkammer den 58jährigen Postschaffner Adam Sauer aus Schönbrunn zu vier Monaten Gefängnis. Sauer hatte in 75 Fällen Postpackete mit gefälschten Marken versehen und sich die betreffenden Beträge zu Nutze gemacht. Wie er" in den Besitz der gefälschten Marken gekommen ist, konnte nicht ermittelt werden. „enigt Setfaufsfiin». auf; di-Ä-sch-Wl-itt- in bet Stabt hatte, durch- weg vollauf zu thun. k Kirchhain, 5. April Der vorgestrige Rindviehmarkt war nicht so gut betrieben wie der am 20. März, int ganzen mochten 600 Stück Rindvieh zugettieben sein. Während der Handel aus dem letzten Markte sehr flott war und hohe Preise erzielt wurden herrschtt aeftern bei aerinaer Nachfrage em matter Handel, und die Preise waren gedrückt. Da schon mehrere Großhändler ihren^Bedarf .^°^rkauf gedeckt hatten, konnte viel Vieh nicht an den Mann gebracht werden^ der Markt wurde darum nicht geräumt. Sm shehzug, der aus Wagen bestand, brachte das ausgetaufte Vieh an ^en Bestunniungs r. Di- Zu,uh- ,u d-m gleichzeitigen Schwememur! bU-b auch g-g-n des letzten Marktes erheblich zurück. Saugferkel wurden mstemt ch großer Anzahl feilgeboten, doch war auch bet schwacher Nachtrag der Handel schleppend; dennoch hielten sich die Pret e auf Wei " wie auf dem letzten Martte. Für ein Paar Saugferkel, sechs bis neu« Wochen alt, wurden je nach Qualität 24—34 Mk. gezahlt. - t schweine erzielten entsprechend höhere Preise. — Ein neues Antisevticum, welches sich vornehmlich zur Mund- und Zahnpflege eignet, ist in dem so rasch beliebt gewordenen Äosmin- Mund wasser enthalten. Dasselbe übertrifft dadurch alle anderen Mund- und Zahnwässer ckn desinfizierender .Kraft, greift babet die Zähne in keiner Weise an und besitzt überaus er-, frischenden Wohlgeschmack. Gelegentlich einer Sitzung der Berliner zahnärztlichen Gesellschaft hat Dr. Blume-Berlin! Kosmin-Mundwasser außerordentlich empfohlen; auch, andere Autoritäten bezeichnen dasselbe als eine Erfindung» bie - Mt : ! des£«* fc Ne 5 St >en. ' April. ’N feiner * IPW 1“ tatnofen. .^großer ft ü ?leisrat feinet Q %'t 1 gefunden Has - 1 bon dem GG Das fehlende und aus t Ena unrichtige Marder Vereins nen Rassengestüi werten AuM Jtereien mehrend ' Zuchtstationez: des Grohhem end II Uhr 3!-b hr der @ro^ r anfangs Ll 'ch nach M nach Mch ik h der W ch 'm frujtti xfylgfiL IMt MM Ä v. Schkvyh ges M'üttär- chard tz. Schlop unzöstjchrn Sntti i Wötth bis te von, während k der 21. - abeur der 27. :ut der 31. Divifii bürg i. E. unb IN. Disposition gtM in Kreuzes 1. Sich b dieser Tage de chl er kinderlos n: ß, lebte er in fc z ging soweit, dch i ärztliche Mrifth ite. W vor Ich oentupAufnahwe & ere im Betragt - einem alten mn 1200 Äb« f„ die er bW Kan vmmitt, «1 b jjjüt an jiMenschulklasiek Stelle voraasM krirchen. Uw 'Mnen ^rrvorbet gemeinen Haltung fW tc bi» ft«* V, Hatsache ^zeig - i «■ f"! Bad Brückenau Kgl. bayer. Mineralbad i. d. Röhn. Saison: Mai—Sept. — Bahn, Post, Telegraph, Telephon. 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Gemuth, der hicr in Garnison lag, wurde seit mehreren Tagen vermißt. BMA « < Ä Ä aus Tuch, Serge, Posamenterie Hchtts ttttd uots tüu ,u,i spten ■■Carl u I hHW/ WWW wundervolle Neuheiten. NOWaCK eidenstoffe, «ÄJSÄ- Sammte von Elten & Keussen und Velvets M« HXt »nser mxftaferttitu* — Die Influenza oder Grippe gehört mitl zu den weitverbreitetsten Infektionskrankheiten, deren an* steckunqsgefahr im Jahre 1892 von P eMer m Gestatt eines Bacillus (stäbchenförmigen Kleinlebewesens) nach gewiesen wurde. Ter von Influenza Befallene erkrantt plötzlich ohne Vorboten an einem heftigen Schüttelfrost^ oder Frösteln, welchem gewöhnlich ^ln längeres oder kürzeres Fieber nachfolgt. Gleichzeitig stellen sich heftige Kopf-, Rücken-, Kreuz- und Gliederschmerzen ein, der ^lppetit läßt nach und der Patient leidet an allgemeiner Abgeschlagenheit. Als wirksames Mittel gegen Influenza. Kopfschmerzen, Schnupfen und Erkältungen ist das Sa- lophen zu empfehlen, welches in Dosen von em biS eineinhalb Gramm alle zwei bis drei Stunden genommen wird und die verschiedenen Beschwerden schon nach kurzem Gebrauche zum Verschwinden bringt. Salophen ist em vollkommen unschädliches Produkt, kann daher auch Kmdern in Dosen von ein bis zwei Gramm verabreicht werden. Es ist in jeder Apotheke vorräthig. Schwarze Dame« Strümpfe, Paar 38, 45 Pfg. rc. Richard Loewenthal 4* 1° 1 Wahnhofstraße 1 Giessen 2266 Gesangbücher K 2616 in großer Auswahl empfiehlt Wilhelm Klee, Markt-raße^ Deutsch« Weine I Großh. Kess. Ztaatslotterie- noch zu haben bei 2607 01363 ZU baben bei bald oder später gesucht. 2592 Hch. Wallach, Seltersweg 62. [2615 C. Röhr & Co 2389 000.00 Otto Schaaf, Giessen. 702 Gsldsortrar Stil f 25 60 ®3ttRtL letten Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. 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