••He« I* i S%1 J '^UUge„ H e ,cMe | 8.50 M, j U5 , 9 6 , J >M. j x ! 987 | !Htee erein. rt ttaK* 6 Uhr, reins. isikdirektor. lot). 18 und andere . 1. Brahms. R. Schwann. . R. Wagner. । Fr. Schubert. > ' . Fr. Uut ) (Sperr® JtU.5^ t Cii/? Rudolphs »fit /i ermässigten 985 Ihr. MDI 7LS8V 48 ^-Besucher. M Senfe: ipp« raut sch» AM ir AMen dir jttn an 0™*9 unbMdfUPi ihtn^L. Mt W jJ» .*1 «»lWT«S ienunfl- !nc.ni Aepalaiur" MuS lUMjfS iiSSS' ^tittwoch dm 7. Februar 1900 Zweites Blatt Nr. 31 Gießener Anzeiger General-Mutiger ZZezuflspreis ötertclidbrl. Mk. .'.20 monatlich 75 Piq. mit Bringerlohn; durch die Abholesicllev vierteljährl. Mk. 1,96 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahrs mit Bestellgeld. Alle Anzeigkn-BerrnittlungSstellen deS In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen, ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Nnnahme von Anzeigen zu der nachmittags für den felfenbcn Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Erscheint tügNch mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener giemtnen 6 tatter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter Mr hefl. BolkSkunde- wöchtl. 4 mal beigelegt. Amts- uttb Anzeigeblertt ffir ben Tiveis Gieren. Adrefs« für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Ktätter für hessische Volkskunde.__________________ Rebastivn, Expedition und Druckerei: Hchnkstraße Ar. 7. Amtlicher Teil. Gießen, 5. Februar 1900. Betr.: Die Revision der Bierdruckapparate. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen e* Me Wrohh. Bürgervreiftereieu des Äreifei. Diejenigen von Ihnen, welche mit unserer Auslage vom 18. Dezember 1899 (Gießener Anzeiger Nr. 302) noch im Rückstände sind, werden an deren sofortige Erledigung erinnert. v. Bechtold. Gießen, 3. Februar 1900. Betr.: Die Vertilgung der Raupennester. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien bezw. Lokal- PolizeibeaMteu des Kreises. Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden unter Hinweis auf § 368 pos. 2 des Retchsftrafgesetzbuches, Art. 80 des Feldstrafgesetzes zur Vertilgung der Raupennester an Bäumen, Sträuchern urd Hecken unter dem Bemerken öffentlich aufzufordern, daß gegen diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht längstens bis zum 1. April l. I. entsprochen haben werden, auf Grund der genannten Gesetzesftellen Anzeige erhoben, sowie daß die Vertilguug auf Kosten der Säumigen angeordnet werden würde. Wir erwarten, daß Sie die Feldschützen bei Erfüllung ihrer Obliegenheiten in dieser Beziehung überwachen und die bezüglich der säumigen Baumbesitzer anzuordnende Reinigung alsbald nach Ablauf des Termins anordnen, sodaß die Säuberung bis zum 15. April überall vollständig ausgeführt ist. Außerdem ist gegen die Säumigen Anzeige zur Feldrüge nach § 368 pos. 2 des Strafgesetzbuches zu erheben. Auf den der Gemeinde gehörigen Grundstücken wollen Sie die Säuberung von den Raupennestern auf Gemeindekosten alsbald veranlassen. Wenn hiernach auch jeder Baumbesitzer selbst zur Vertilgung der Raupennester verpflichtet erscheint und dieselbe gegen ihn erzwungen werden kann, so empfiehlt es sich doch viel mehr, wie es in manchen Gemeinden üblich ist, daß die Gemeinde die Vertilgung in die Hand nimmt. In den betreffenden Gemeinden, welche diesen Weg eingeschlagen haben, werden taugliche Personen bestellt, welche auf Kosten der Gemeinde und unter Aufsicht des Ortsvorstandes die Säuberung der Bäume vornehmen, wodurch eine bedeutend größere Garantie für eine gründliche Reinigung geboten wird. Wir köMen Ihnen dieses Verfahren nur empfehlen. Ihrem Berichte, daß in Gemäßheit vorstehender Verfügung die Vertilgung der Raupennester erfolgt ist, sehen wir bis zum 15. April d. I. entgegen. v. Bechtold. Gießen, 2. Februar 1900. Betr.: Die Regulierung der Gewerbesteuer. Das Großherzogliche Meisamt Gießen au die Grofih. Bürgermeistereien des KreiseS. Nach Art. 27 des Gesetzes vom 8. Juli 1884, die gleichmäßige Besteuerung der Gewerbe betreffend, geschieht die Regulierung der Gewerbesteuer durch eine Kommission, welche aus dem Steuerkommissär als Vorsitzendem und drei von der Stadtverordnetenversammlung, beziehungsweise dem Gemeinderat einer jeden Gemeinde auf drei Jahre gewählten Mitgliedern besteht. Für den Fall, daß gewählte Mitglieder mit Tod abgehen oder nicht mehr bte Bedingungen der Wählbarkeit besitzen, oder sonst dauernd außer stände sind, ihr Mandat zu erfüllen, werden in jeder Gemeinde weiter zwei Ersatzmänner gewählt, die in solchen Fällen an die Stelle von ursprünglich Gewählten zu treten haben. Zu Mitgliedern der Kommission und zu Ersatzmännern können nur solche gewählt werden, welche zurzeit der Wahl volle 30 Jahre alt sind, und welche die passive Wahlfähigkeit als Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, beziehungsweise als Gemeind- atsmitglied besitzen. Sie wollen durch die Stadtverordnetenversammlung, beziehungsweise den Gemeinderat, die Wahl der drei Mitglieder und zwei Ersatzmänner alsbald vornehmen lassen und uns das Ergebnis derselben binnen acht Tagen mitteilen. v. Bechtold. Ein sozialpolitisch hochwichtiger Antrag ist, wie schon kurz erwähnt, in der E r st e n Hessischen Kammer von deren Mitgliedern Freiherr von Heyl zu Herrnsheim und Ludwig Riedesel Freiherr zu Eiseubach eiubebracht worden, welcher geeignet ist, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, denn wenn der von den genannten Herren angedeutete Weg, wie wir hoffen, ein-' geschlagen wird, fv würde sich damit unser Land an die Spitze der Bewegung zur Regelung des Wohnungswesens für Minderbemittelte in Stadt und Land stellen. Zur Durchführung ihres am 23. Dezember 1899 gestellten Antrags: „Die Regierung um die Vorlage eines Gesetzentwurfs über die leihweise Hergabe von Staatsmitteln zur Erbauung kleiner Wohnungen zu ersuchen". beantragen nunmehr die genannten Mitglieder der Ersten Kammer: „Hohe Erste Kammer wolle beschließen, die Großh. Regierung zu ersuchen, Gesetze vorzulegen: A) lieber die Erweiterung des Zwecks der Landeskreditkasse um zu ermöglichen, daß seitens der Landeskreditkasse an Kommunalverbünde, Gemeinden uni) rechtsfähige Vereine, Gesellschaften und Genossenschaften, welche alsl gemeinnützig anerkannt werden, Darlehen bewilligt werden können, und zwar dergestalt: 1. daß für die Darlehen an Kommunal-Verbände und Gemeinden eine hypothekarische Sicherheit nicht erforderlich ist, und daß die Bewilligung bis zur Höhe von 66 zweidrittel Prozent des Wertes der vermöge dieser Darlehen für den gedachte» Zweck zu beschaffenden Gebäudegrundstücke erfolgen kann; 2) daß Darlehen an gemeinnützige rechtsfähige Vereine, Gesellschaften und Genossenschaften gegen hypothekarische Sicherheit bis zu 66 pCt. des Wertes der vorgezeichneten zu beleihenden Hausgrundstücke bewilligt werden können. B) lieber die Errichtung gesunder, kleiner und billiger Wohnungen, um zu ermöglichen, daß Kommunalverbänds und Gemeinden, ohne der Genehmigung der Aufsichtsbehörde zu bedürfen, Darlehen für die gleichen Zwecke an gemeinnützige rechtsfähige Vereine, Gesellschaften und Genossenschaften, und auch an solche Private bewilligen können, die glaubhaft darthun, daß sie die Herstellung billiger Wohnungen zum gemeinnützigen Zweck unter Ausschluß jeden persönlichen Gewinnes übernehmen. Für diese Darlehen wären in dem Gesetz Normativbestimmungen festzusetzen. Bei der sozialpolitischen Tragweite des Antrages glauben wir dessen Begründung hier ausführlich wiedergeben zu sollen : „Der Antrag vom 23. Dezember 1899 ging von der Erwägung aus, "daß es Aufgabe des Staates ist, an die Behandlung der Wohnungsfrage für die unbemittelten und minderbemittelten Bevölkerungskreise heranzutreten. Daß das Wohnungswesen von der größten Bedeutung für die Erhaltung der moralischen wie körperlichen Gesundheit und Kraft unseres Volkes ist, darüber herrscht überall Einverständnis. Den Mißständen im Wohnungswesen müssen Staat und Gemeinden im Interesse der öffentlichen Wohlfahrt entgegentreten. Ein eigenes Heim, eine gesunde Wohnung ist die Voraussetzung für körperliches Wohl, für den Familienfrieden, für die Anhänglichkeit an die Heimstätte, an die Heimat und an's Vaterland. Es ist ferner eine bekannte Thatsache, daß die kleinen Wohnungen verhältnismäßig die teuersten sind, und daß der kleine Mann in der Regel für die Wohnung viel mehr aufwenden muß, als dem Ertrag seiner Arbeit entspricht. Der deutsche Reichstag hat sich der eminenten Bedeutung dieser Frage nicht verschlossen, als dieselbe im November 1899 dort zur Erörterung kam. Allein man ging int Reichstag davon aus, daß die Bundesstaaten geeigneter die Regelung in die Hand nehmen könnten, ^zn Feuilleton. Die Arbeiten für das große Bismarck- Denkmal vor dem Reichstagshause in Berlin schreiten rüstig vorwärts. Die Hauptfigur ist nach der „Rat.-Ztg." fertig. Erwähnenswert ist, daß Professor R. Begas die eine Seitengruppe einer durchgreifenden Aenderung unterzogen hat. Es war im Entwurf ein Weib, das die Krone emporhält, und zu Füßen den Tiger der Zwietracht bändigt. Gerade diese Gruppe hatte mancherlei Widerspruch erfahren. Der Meister hat infolgedessen eine ganz anders geartete Figur geschaffen, ein stolzes, majestätisches Weib von ruhiger Haltung, das die Staatskraft verkörpert; das Motiv mit der Krone ist nun ganz fallen gelassen. Die für die Hinterfront bestimmt prächtige Figur des Schmiedes, der das Reichsschwert schmiedet, ist im großen Modell nahezu fertig. Eine Riesenstadt. Eine englische Statistik stellt fest, daß London nach der letzten Volkszählung 6,500,000 Einwohner hat; die Bevölkerung wächst jährlich um 80,000 Seelen. Man schätzt, daß in London jede drei Minuten eine Geburt stattfindet und jede fünf Minuten ein Todesfall. London hat mehr Juden als Palästina, mehr Schotten als Ediuburg, mehr Iren als Belfast, mehr Katholiken als Rom. Die Länge seiner Straßen beträgt 13,000 Kilometer. 31 von je 100 Einwohnern der Riesenstadt haben keine feste Existenz. Die Polizeilisten enthalten die Namen von 220,000 Gewohnheits-Verbrechern. London verbraucht jedes Jahr: 400,000 Rinder, 1,500,000 Hämmel, 8 Millionen Stück Geflügel, 400 Millionen Pfund Fische, 500 Millionen Austern, 500 Millionen Liter Bier. Man kann Respekt vor solchen Zahlen haben, aber Wohlfahrt beweisen sie nicht. Es kommt darauf an, wieder zu dezentralisieren: Es müssen immer neue Verkehrswege gebaut und der Fahrpreis muß immer niedriger gestellt werden, damit weit draußen wohnen kann, wer im Innern der Stadt seinen Geschäften nachgehen muß. Eine köstliche Biographie des Kaisers hat ein Mülhäuser Schulmädchen geliefert. Die „Oberels. Landesztg." berichtet: „Unser Kaiser" — so lautete das Aufsatzthema einer hiesigen Schule. Nachdem das Thema reiflich durchgesprochen war, tüftelte die kleine Elsässerin folgende Litteraturprobe zusammen: „Am 27. Januar war unser Kaiser das Licht der Welt. Seine schönste Jugend brachte er auf Friedrichskron. Hier verfertigte er Klaffendienste er wasch den Schwamm spitzte die Kreide und putzte auch wohl die Tafel. Fleiß und Pünktlichkeit bringen den fleißigen eine Denkmünze. Da wurde er Offizier. Das Regiment schickte unser Kaiser in die Universität nach Bonn. Sie traten zum zweitenmal in das Regiment ein. Im Jahre 1888 wurde er wach. Seither wurde er ein gerechter Fürst. (Den Frieden.) Er Pfleg den Frieden als Frömmigkeit zu befehlen." — Die Zensur lautet: „Schlecht". Die kleine Zopfträgerin soll darüber höchst betrübt gewesen sein. Von der Treffsicherheit- der Buren konnten sich Beamte der Ludwig Loewe'schen Waffenfabrik auf einem Berliner Schießplätze überzeugen. Man schreibt aus Berlin: Bor etwa vier Jahren trafen fünf Herren aus Transvaal hier ein, um einen größeren Abschluß von Ge wehren der oben erwähnten Fabrik für Transvaal zu bewirken. Bei Tegel wurden bte Gewehre eingeschossen und die Buren begaben sich selbst dorthin, um das Ein- schießen zu überwachen. Ein höherer Beamte der genannten Fabrik war ebenfalls anwesend und ließ die besten Schützen unter den Waffenarbeitern nach der 600 Meter entfernten Figurscheibe schießen. Die geübten Schützen trafen fast alle Zentrum. Dies schien aber auf die Buren wenig Eindruck zu machen; denn sie zuckten gleichqiltig die Achseln. Wortlos nahm der älteste der Buren, ein 70jähriger Herr, eines der Gewehre und schoß der Figur erst das rechte und dann das linke Auge aus. Ein weiterer Schuß traf die Figur unter dem dritten Uniformknopf. Fast in derselben Weise zielten und schossen die übrigen Buren. Ein fast unglaubliches Schießkunftstück aber leistete einer der Herren, indem er um den Kopf der Figur herum im Schnellfeuer einen förmlichen Kranz von Geschossen bildete. Das Erstaunlichste aber dabei war, daß die sechs Kugeln in genauen Abständen in dem Scheibenholz steckten, als wären die Distanzen mit dem Zentimetermaß vorher abgemessen worden. Als man den Buren über ihre vorzügliche Treffsicherheit Komplimente machte, erklärten sie, daß daheim jeder Stammgenosse so gut schieße. Einen tragischen Abschluß sand eine Hochzeit in Seurgola bei Frosinone. Bei einer Bauernhochzeit in dem reizend gelegenen Seurgola gerieten während des Tanzes der Schwiegervater und der Schwiegersohn in Streit wegen der Mitgift Der Schwiegersohn, empört über getäuschte Hoffnungen, schlich nach Hause, holte seine Doppelflinte, und streckte den Alten inmitten der vor Schreck erstarrten Hochzeitsgesellschaft durch zwei wohlgezielte Schüffe kaltblütig nieder. Die junge Frau, welche ihren Vater mit ihrem Körper decken wollte, wurde ebenfalls schwer verwundet. Der Mörder entfloh unbehindert. Der That sind die Verhältnisse in den-verschiedener! Gebieten des deutschen Vaterlandes derart mannMaltig, daß es zweckmäßiger ist, wenn diese Frage jeweils in einen! engeren, begrenzteren Gebiete geregelt wird, in welchem die beteiligten Faktoren mit allen einschlägigen Verhältnissen vertraut sind, und am besten wissen, was Land und Leuten Not thut. Seither ist die Regelung des Arbeiterwohnungswesens zumeist im Hinblick auf die industrielle Arbeiterschaft behandelt worden, allein vielfach scheint die landwirtschaftliche Bevölkerung noch weit dringender der Berücksichtigung zu bedürfen. Der bäuerliche Taglöhuer, der Landarbeiter und selbst der kleine Bauer bedarf der Anleitung und der Unterstützung, um zu gesunden Wohnungsverhältnissen, zu gesicherten, gesunden Heimstätten zu gelangen. Die Ueber- flutung der großen Städte durch heranziehende Arbeiter, die Silagen der landwirtschaftlichen Interessenten, daß auf dem Lande die Arbeiter nicht seßhaft bleiben, diese und ähnliche Mißstände finden ihren wahren, hauptsächlichen Grund darin, daß der ländliche Arbeiter häufig kein Heim hat, in welchem er sich mit seiner Familie wohl fühlen kann. Die staatliche Fürsorge, welche die Wohlfahrt aller Bürg ar des Staates unterschiedslos zu Pflegen und zu fördern hat, muß ihre Wohlfahrtseinrichtungen auf alle der Förderung bedürfenden Kreise erstrecken. In der „Landeskreditkasse" ist eine Institution geschaffen, welche in geeigneter Weise für diese weiteren Wohlfahrtszwecke einzutreten in der Lage wäre. Allerdings ist durch das Gesetz, welches die Errichtuug der Landeskreditkasse zum Gegenstand hat, dieselbe nur für die Förderung des Wohles der Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Bevölkerung bestiniint worden. Diesem Zweck wird die Landeskreditkasse treu bleibeu, allein es liegt in, dem Geist dieses Gesetzes, wenn sie auch die Sorge für Beschaffung gesunder ländlicher Wohnungen für die Arbeiterbevölkerung mit in den Kreis ihrer Wirksamkeit zieht, und gleichzeitig dieselbe Wirksamkeit auf die städtische, der Förderung bedürfende Bevölkerung ausdehnt. Auf diesem sozialpolitische!! Gebiete, das zugleich ein eminent sittliches ist, wird eine Annäherung zwischen Stadt und Land, eine Versöhnung etwa widerstreitender Interessen in gemeinnütziger Arbeit für das allgemeine Wohl herbeigesührt werden. Zu einer solchen Ausdehnung der Wirksamkeit der Landeskreditkasse märe daher im Wege eines neuen Gesetzes der Wirkungskreis derselben auf das Wohnungswesen der unbemittelten und minderbemittelten Bevölkerung zu erstrecken. Tie Hergabe von Darlehen von feiten des Staates zu diesem Zwecke erscheint als eine Notwendigkeit, um die Mittel für die Beschaffung von Wohnungen auf möglichst solider Grundlage herbeizuführen. Außerdem ist es für die Entwickelung dieses Wohnungswesens notwendig, daß die Barmittel zu einem möglichst niedrigen Zinsfüße beschafft werden, da es sich um den Schutz der wirtschaftlich Schwachen gegenüber der starken Kapitalkraft handelt, welche bei privater Bauthätigkeit ihnen gegenüber drückend wirkt. Die Hauptthätigkeit wäre hur chdi.e Gemeinden in dieser Richtung zu entfalten. Daher ist es zunächst notwendig, den Gemeinden, welche aus (Eigenem die erforderlichen Mittel beschaffen können, hierbei zur Seite zu stehen. Es wird im einzelnen Fall zu erwägen sein, ob diese Darlehen gegen oder ohne hypothekarische Sicherheit zu geben sind. Die Landeskreditkasse besitzt insbesondere in der Verwaltungs- kommissiion ein Organ, loelches zur Prüfung dieser Frage legitimiert und befähigt ist. Als Grenze für die Gewährung von Darlehen wäre für Geweindeu und Kommunalverbände zwei Drittel des Wertes der zu beschaffenden Baugrundstücke angemessen. Die Gemeinden würden dann das weiter Erforderliche selbst aufbringen oder auf andere Weise zu beschaffen in der Lage sein. Aber auch abgesehen von Gemeinden werden sonstige Verbände im Sinne dieser Bestrebung wirksam sein können und wollen. Die Besserung der Lage der minder Begüterten wird immer mehr als eine soziale Pflicht von denjenigen anerkannt, welche sich größerer Glücksgüter erfreuen. Die Anbahnung besserer Zustände ist Gebot der Nächstenliebe -iittD Ausfluß einer gesunden wirtschaftlichen Erkenntnis. Es bestehen bereits eine Anzahl gemeinnütziger Gesellschaften, welche die Besserung des Wohnungswesens und die Begründung von Wohlfahrtseinrichtungen für Arbeiter und für minder Begüterte sich zur Aufgabe machen. Für das Großherzogtum Hessen selbst ist Dank einer von hoher Stelle bereits im vorigen Jahr ausgegangenen Initiative die Begründung eines Vereins im Gange, welcher speziell sich diesen Fragen widmen wird. Solche Vereine und Institutionen, mögen sie in Form von Aktiengesellschaften oder Genossenschaften oder in anderer Weise sich konstituieren, werden ihre Wirksamkeit über das ganze Land verbreiten. Sie werden bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern, in Gemeinden und überall sonst, wo es Not thut, das Interesse für die Sache erwecken und zu fördern wissen. Dort wo es an der erforderlichen Initiative und Sachkenntnis fehlen würde, können diese Institutionen eingreifen. Sie verdienen dann aber and) die Berücksichtigung von Seiten des Staates, wenn sie darthun, daß sie unter Ausschluß des eigenen Gewinnes im Interesse des allgemeinen Wohles zu arbeiten bestrebt sind. Die Landeskreditkasse wird daher auch diesen Vereinen Darlehen gewähren können, freilich hier unter allen erforderlichen Kanteten, also insbesondere nur gegen hypothekarische Sicherheit und unter Festsetzung der Beleihungsgrenze etwa auf 60 Prozent. Wünschenswert wäre für die Darlehens-Gewährung, daß die Verzinsung sich jeweils nach den bestehenden Verhältnissen richtet. Es wird deshalb zweckmäßig sein, dem Finanzministerium das Reck)t einzuräumen, den Zinsfuß für die zu gewährenden Darlehen zu bestimmen. Um einen rascheren und leichteren Geschäftsgang herbeizuführen, wird es dann endlick) zweckmäßig sein, daß die Gemeinden- und Siommunalverbände, welche Darlehen bei der Landeskreditkasse aufnehmen, hierfür von der Zustimmung der Aufsichts-Behörde befreit sind. Ein schwieriger, langsam sich bewegender Apparat würde die Dhätig- keit lähmen, während andererseits die Landeskreditkasse in der Lage ist, die Verhältnisse selbst zu prüfen und zu ermessen, ob die Aufnahme der Darlehen jeweils der wirtschaftlichen Lage der Gemeinden entspricht. Des Weiteren aber ist ein anderes Gesetz erforderlich, welches die Darlehenshingabe der Gemeinden und Kom- niunalverbände selbst an die betreffenden Interessenten ermöglicht und erleichtert. Hierfür ist bereits ein gesetzgeberisches Vorbild in dem vor einigen Monaten in England erlassenen Gesetz „betreffend den Erwerb kleiner Wohnungen" (small dwellings aequisition act vom 9. August 1899) vorhanden. Dort werden unter ganz genau im Einzelnen ausgeführten Bestimmungen die Ortsbehörden eines Bezirks ermächtigt, den Bewohnern ihres Bezirks Geld vorzuschießen, nm sie in dem Erwerb des Eigentums eines kleinen Hauses zu unterstützen mit der Maßgabe, daß kein Vorschuß vier Fünftel des Schätzungswertes des betreffenden Hauses überschreitet. Bei und werden wir nicht soweit zu gehen gebrauchen, es wird genügen und wird wohl im Interesse der Sicherheit der Gemeinden und Kommunalverbände liegen, wenn man die Beleihungsgrenze^ an Private auf drei Viertel des Schätzungswertes festsetzt und für die Normierung des Zinsfußes — analog der entsprechenden Bestimmung des englischen Gesetzes — denjenigen Zinssatz zu Grunde legt, welchen die Gemeinde' an die Landeskreditkasse zu zahlen hat, mit einer Erhöhung von in maximo einhalb Prozent pro Jahr (zur Vergütung für Zinsverluste, Arbeit re.). Aber es wird si chyveiter empfehlen, daß die Gemeinden und Kommunalverbände nicht nur zu Darlehen an diese einzelnen Hausbewohner autorisiert, sondern ferner in den Stand gesetzt werden, Vereinen und Instituten solche Darlehen zu gewähren nnb auch private Unternehmer in ihrer Thätigkeit zu Gunsten des allgemeinen Wohles zu unterstützen, wenn nachgewiesen ist, daß dieselben lediglich im allgemeinen Interesse unter Ausschluß^des eigenen Gewinnes für das Wohnungswesen für unbemittelte und minder Bemittelte zu arbeiten bestrebt sind. J1' allen Fällen wird erforderlich sein, daß für die Kapita. Hergabe von Seiten der Gemeinden diesen eine hypoth karische Sicherheit zu gewähren ist. Man wird aber auch Vorsorge dafür treffen müssen, daß die betreffendem zu errichtenden kleinen, gesunden und billigen Wohnungen nicht Gegenstand der Spekulation werden, sondern daß die Erwerber und Bewohner seßhaft auf ihrem Besitz bleiben, um die damit zu erzielende moralische und hygienische Kräftigung der Bevölkerung thunlick)st zu sichern. Das kann sowohl durch persönliche Verpflichtung der Beteiligten in den Schuldurkunden und Hypotheken, wie durch entsprechende Eintragung von „Vorbemerkungen" oder dinglichen Lasten und dergl. im Grundbuch herbeigeführt werden. Hand in Hand mit dieser Thätigkeit wird die Entwickelung dieser Selbsthilfe unter den minder Begüterten anzuregen fein. Gerade darin wird sich wesentlich die Thätigkeit der gemeinnützigen Vereine zu bewähren haben. Vermittelst wöchentlicher oder monatlicher Einlagen in vorhandene oder zu gründende Sparvereine werden die in Frage kommenden Bevölkerungsklassen selbst dafür eintreten, daß sie sich ein kleines Kapital ersparen, um die erforderlichen kleineren Anzahlungen für den Erwerb eines Hauses und die Kapitalabtragungen aufzubringen. Auch hierfür fehlt es nicht an Vorbildern, welche von gemeinnützigen Anstalten geschaffen sind. Der gesunde Sinn der Bevölkerung ist nur darauf hinzuleiten, um größere Erfolge damit zu erzielen. Derjenige Staat, welcher in diesem Sinne fördernd und beispielgebend vorangeht, erwirbt sich ein großes Verdienst um die Wohlfahrt des Vaterlandes. Lokales and MoviiyieUes. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 6. Februar 1900. ** Geschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Bor 88 Jahren, am 7. Februar 1812, wurde zu Landport bei Portsmouth der englische Dichter Charles Dickens (Boz) geboren. Er ist einer der größten Humoristen aller Zeiten, und begründete durch ferne ersten humoristischen Weite aus dem Volksleben der englischen Weltstadt seinen Rus als witziger und gemütlicher Volksschrtslsteller. Seine Wirksamkeit gehö.t zu den wohlthättgften, die je ein Schriftsteller geübt; er starb am 9. Juli 1870 aus Gadskill bei London^ 1' Vom Laude, 5. Februar. Wie aus anderen Gegenden berichtet wird, so sind auch hierzulande die Holzpreise in den letzten Jahren bedeutend in die Höhe gegangen. Bau- und Nutzholz sowohl, als auch das Brennholz werden jetzt weit teurer bezahlt, als dies früher jemals der Fall war, Besonders das Fichtenbauholz ist sehr gesucht. Bei jüngst stattgehabten Holzversteigerungen wurde der Festmeter mit 27 bis 30 Mark bezahlt; im Vorjahre galt 25 Mark schon als sehr hoher Preis. — Die Ursache dieser Preissteigerung ist wohl hauptsächlich in dem Umstande zu suchen, daß immer mehr auswärtige Holzhändler an den Versteigerungen teilnehmen. Der Kohlenmangel' und die dadurch bedingten hohen Kohlenpreise dürften — trotz des gelinden Winters — bei den noch ftattfinbenben Brennholzversteigerungen eine abermalige Preissteigerung zur Folge haben. [j Burkhards, 3. Februar. Die gestrige Holzversteigerung in den Distrikten Roth, Neuhecke, Hillerswald, Billsteinsheege u. s. w. hiesiger Forstwartei war gut, besonders von Handwerkern besucht. Das Holz, fast nur Bau- nnd Nutzholz, wurde im Turck)schnitt mit 18 bis 20 Mark pro Festmeter bezahlt. — Im nächsten Frühjahre soll im Distrikte „Hillerswald" ein Forstgarten angelegt werden. Auch soll daebi sogleich eine Schutzhütte, ähnlich derjenigen im vorigen Jahre im fiskalischen Pflanzgarten „Drsmckt Rothebach" (Großh. Oberförsterei Grebenhain) bei Bermuthshain errichteten, für die Arbeiter erbaut derbem 88 Crainfeld, 5. Februar. Gestern nachmittag hielt' hier im „Gasthaus zur Krone" im Auftrag des hiesigen Ortsgewerbe-Vereins Herr Rechtsanwalt Reh aus Alsfeld einen Vortrag über das Verjährungsrecht nach dem burger- lickien Gesetzbuch unter Berücksichtigung unseres hessischen Rechts Eine große Anzahl Zuhörer aus allen umliegenden Orten waren erschienen. Herr Zimmermeister Sebastian Fritz II eröffnete pünktlich 2 Uhr die Versammlung, hieß alle Mitglieder des Ortsgewerbe-Vereins, wie and) Nichtmitglieder herzlich willkommen und erteilte dann Herrn Rechtsanwalt Reh das Wort. Herr Rechtsanwalt Reh führte in etwa eineinhalbstündiger Rede ausführlich die Abweichungen des neuen bürgerlichen Gesetzes von dem seitherigen alten Gesetz bezüglich der Verjährung, sowohl bei Kaufleuten, als auch Gewerbetreibenden aus. Sodann sprach Herr Reh über das Verjährungsrecht beim Vieh- handel, welches gerade in unserer Gegend von Wichtigkeit ist. Wir wünschen, daß die Ausführungen des Herrn Reh auf guten Boden gefallen sind, damit unsere Landwirte in Zukunft beim Vieh- und Warenhandel vor Schaden bewahrt bleiben. § Grünberg, 5. Februar. Der hiesige Männer- Gesangverein veranstaltet näd)ften Sonntagabend in dev Turnhalle fein diesjähriges Konzert. Das sehr reichhaltige Programm läßt erhoffen, daß den Konzertbesuchern • einige recht genußreiche Stunden in Aussicht stehen, zumal der Verein über verschiedene sehr tüchtige Kräfte verfügt. [§] Ortenderg, 4. Februar. Aus unserem Städtchen ist eine mit sehr zahlreichen Unterschriften versehene Eingabe an unseren Reichstags - Abgeordneten Herrn Köhler- Langsdorf abgesandt worden, in welcher der festen Zuversicht Ausdruck verliehen wird, daß derselbe für das neue Flottengesetz stimmen werde, ohne Rücksicht, ob dies and) gewisse Opfer fordere. Es, dürften sich allseits solche Kundgebungen empfehlen, um| zum Ausdruck zu bringen, daß die Mehrheit unseres Volkes zur Sicherheit und Ehre unseres Vaterlandes eine Stärkung der Flotte wünsck)t. ** Darmstadt, 4. Februar. (Marine-Ausstellung.) Es würde zu weit führen, alle die herrlichen AusstellungS-» Gegenstände, Modelle, einzeln aufzuführen und zu beschreiben. Ihr Berichterstatter fürchtet auch hierin seiner Aufgabe nicht ganz gewachsen zu sein, obwohl er selbst schon auf Seedampfern gefahren ist. — Diese großartigen: Modelle in ihrer meist unübertrefflich feinen Ausführung und Ausstattung ließen sich eben nicht beschreiben, die muß man mit eignen Augen gesehen haben. Ich will nur einzelnes besonders Interessante herausgreifen und darauf aufmerksam machen: Da der beschränkten Näumlichkeiten halber die Reihenfolge des Katalogs nicht ganz eingehalten werden konnte, so ist der Ueberblick etwas erschwert, doch findet man sich leicht zurecht, da an jedem einzelnen Gegenstand die Katalognummer deutlich sichtbar angebracht ist. — Der Einfachkeit halber will ich mich daher auch an den Katalog halten, der ja jedem Besucher bei 50 Pfg. Eintritt kostenfrei verabfolgt wird. — In der ersten Gruppe finden wir zunächst das Panzerschiff: Kaiser Wilhelm II., ein Linienschiff, dessen Schwesterschiffe sind: Kaiser Friedrich III., Kaiser Wilhelm der Große, Kaiser Karl der Große. Letztere drei sind in der Fertigstellung begriffen, dieselben sind 115 Meter lang, 20 Meter breit und haben 7,83 Meter Tiefgang. Ihre Maschinenleistung beträgt 13 000 Pferdestärken. Die Bewaffnung besteht aus 4 Stück 24 Zentimeter-, 18 Stück 15 Zentimeter-, 12 Stück 8,8 Zentimeter - Schnellladekanonen, 12 Stück 3,7 Zentimeter-Maschinenkanonen und 12 Stück 8 Millimeter-Maschinengewehren. Die stärkste Panzerung ist im Gürtel in bet Wasserlinie 30 Zentimeter, im Panzerdeck 6,5 Zentimeter. Dieselbe besteht aus Nickelstahl. Die Besatzung beträgt 651 Köpfe. Man baut an den Schiffen seit 1893. — Aehnlich, aber nicht so lang, ist das Linienschiff „Brandenburg", „Sachsen" und „Oldenburg", der Knotenpanzer „Siegfried", die Panzerkanonenboote „Bremen" und „Weser". Es folgen die großen Kreuzer, von denen „Deutschland" das allgemeine Interesse erregen dürfte, da sie bekanntlich das Flaggenschiff des Prinzen Heinrich von Preußen auf seiner demnächst beendeten Reise nach Ostasien ist. — Die „Deutschland" ist 85 Meter lang, 19 Meter breit, und hat 7,5 Meter Tiefgang, mit 8000 Pferdestärken. Sie hat als Bewaffnung 36 Geschütze, Schnelllade« und Maschinen- Kanonen, sowie 8 Maschinen-Gewehre. Die Besatzung ist 656 Köpfe stark. Nr. 11. ^„Kaiserin Augusta" gehört ebenfalls zum Kreuzergeschwader des Prinzen Heinrich in Ost-Asien, sie ist 118 Meter lang. Von den kleinen Kreuzern sind erwähnenswert: „Irene" mit 26 Geschützen, zur Zeit bei dem Geschwader des Prinzen Heinrich, ebenso „Gefion", welche bekanntlich von den englischen Dampfern aufgebracht, aber wieder los- gelassen wurden, desgl. „Condor". — Ferner das Kanonenboot „Iltis" und Habicht, welche sich beide in ausländischen Gewässern befinden. „JltiS" ist ein Ersatzboot für das seinerzeit untergegangene Bo-ot gleichen Namens, dessen Besatzung sich bekanntlich unsterblichen Ruhm errungen hat. — Wir finden dann die Kaiserliche Dacht „Hohenzollern" mit 116 Meter Länge, 14 Meter Breite und 5,9 Meter Tiefgang. Seine Maschinenleistung beträgt 9000 Pferdestärken. DaS Schiff hat 310 Manu Besatzung, hat aber keine Panzerung, ferner die Schulschiffe „Friedrich Karl", „MarS", „Stosch", „Marie", „Carola" und „Grille". Die Nummern 37—49 stellen Torpedoboote und Zerstörer für die deutsche, russische, chinesische, japanische Marine, von denen Nr. 43 das neueste deutsche System und Nr. 47 einen Torpedobootszerstörer für die chines. Marine darstellt, der 35 Knoten die Stunde läuft, eine bisher kaum erreichte Geschwindigkeit, er ist 1896—1897 von I. Schichau in Elbing mit noch drei anderen erbaut worden, und zeichnen sich besonders durch ihre Seetüchtigkeit und geringen Kohlen- verbrauch aus. Die dritte Gruppe enthält eine ganze Menge fremder, in Deutschland erbaute Kriegsschiffe. Es sind Panzer und Torpedokreuzer meist für Rußland, sowie für Oesterreich, Norwegen, China, Brasilien erbaut. Sehr viel Interessantes bietet die vierte Gruppe an alten englischen, dänischen, holländischen Kriegsschiffen, eine chinesische Handelsdschunke, preußische Ruderkanonenboote rc. Hier findet sich auch die „Gazelle" besonders bekannt durch ihre wissenschaftliche Expedition nach den Kerguelen-Inseln unter Kapitän Freiherr von Schleinitz im Jahre 1875. „Meteor", welcher 1870 unter dem Kommando des Kapitänleutnant Knorr (der spätere Admiral) vor Havanna den viel größeren und stärkeren französischen Dampfer „Bouv et" in die Flucht jagte. Die fünfte Gruppe, Post- und Passagierdampfer wird wohl mit die meisten Zuschauer herbeilocken, bei sie jährlich von Tausenden und Abertausenden benutzt werden und deren Einrichtung, ........... in »«J? & k* vermeh^ . fangs brir M dasnr. Landw'E/ac den 5runbltuc iv/0 ‘ hQü eine z M/»en, Md. ssS: Lvhv i,;, Mjetzt: man nicht- ouiv _ In einige» W iM «er«» W. eine im -> Broschüre betitelt: ei« 3 M^^süd°r>/a'"sch schichte der heilen Wft 7 Logen nur w. V-- Darmstadt, 4. Fei qrfjabten SaabRonhiueny Im HnnM Er. stim tmoxi ftBi E bürgte Pagäe'stln 13,80 Punkten txtytU v mit 12,81 PunNen ti den 4. Preis mit 12 Wiesbaden. Die Kc insgesamt hochachtbare Mmann vom Radfahr. GiuMnfahren tintn k Franlsuün Bicycle-Klu Medaillen. - Großai Döring und Müller sl der Darmstadter Bicycl geführte Reigen. - Di- Freiherr v. Stnarcltnt M fyil'btm B. betreffen! Das Polheittgle und Frldbefitztr die ih wegen eichiedigenden 1,25 Mr Höhe und mit dem Ansügen viel «i'nhandlMtzrn auf t hxafe von 1 bta 10 ? Tfthrn, ton Gu 8F1 „W» bi» ®tof RechnunMahr 19( Wege öffentlicher geben werden: -oaawne.i, Fleischm^ ^er unb E «Her, Wein, Wtetoaren m SWitnbe, |S®«ren, «Srs Xs iXr* Sü! asAfi aus. ~ . >■ beim ’JSi &üon gen bca c?)h9= - unsere 9net? KZ l.cn 0er>ehen- \to$er 6« Ä e?I6e r cjj W r Ordere, re» Men, um unsetts Volkes 'eine Stärkung 6,5 Minetn. faM beträgt N 1893. - fff „Branden- tn Meta’* ! und iu t(, ’ ’«'» Ick« W !t (d6| ie großartige ", Mutung 'ben, die mufe nur ein» w Wqä\ uu\. pulten werden Mt doch fiubn rtn Gegenstand cht ist. -Da n den Katalog Eintritt kosten- Gruppe finden W\ II., ein i WmfyUY, I dn tzrchk. rißen, dieselbei eit und habro eistung betrüg! eht aus 4 Stüü Stück 8,8 Zenli- Zentimeter-M. eter-Masch/M- Gütte/ in btt ftuoUnWF i * oh „Mer". „Deutschland' ; sie bekanntlich m Preußen aus Ren ist. - Di itttr breit, und Wen. Sie Hal und Maschinen- Die Besatzung •rin Augusta" de- Prinzen Meter lang, ert- „Irene' Aeschwader M etchr bekanntlich aber wieder W Ferner das & ich beide in av rinErsatzb°°- Boot gletchn lich unsterblW n bie Kaisers L 14 9» L, 310 ®* W»'!* «f. >°to, &*: rbtn, uob r«tz° »-ring-«* „ädlt eine 9an» "&e LSD Ksr c rineÄ in, emr w ßii! iboote • cj :« b.I°«°'A r-rs*W-. im 3“!>ieh. M ßom” fW»1 i«* J&J-? «•£*» T6R.IL per Es ist ein schweres Unrecht, Kindern den aufregenden Bohnenkaffee zu geben. Für sie ist der wohlschmeckende Kathreiner's Malzkaffee das gesündeste Getränk. ult. ult. ult. Notierungen: Kreditaktien 236 90-00, Diskonto-Komman- dit 196 90-70-00, Staatsbahn 186.70, Gotthard 142.00, Lombarden 27.60-00-00, Ungar. Goldrente 99.50, Italiener 94 50, 3proz. Mexikaner 26.60-00, Oesterr. Coupons 84«/,, Amerik. Coupons 4.19V«, Privat-Diskont 40/0. V/4 bis 23/4 Uhr: Kredit 236.90-237.30-237-238.10, Diskonto 196.70-80 60, Staatsbahn 137-138 30, Lombarden 27.60-90. io Preise L Mk. 15.— in bar. 25 Preise: Eleg. Kaffee Services. 50 Preise: Jsolier-Büaeleisen. Bormittag hatte in der „Stadt Pfungstadt" eine Gauvorstands-Sitzung stattgefunden, in der beschlossen wurde, jebem Vereinsmitglied und jedem Einzelfahrer des Gaus die nachstehenden vier Sektionen der Raven- stein'schen Karte, 1. Reg -Bez. Wiesbaden, 2. Oberhefsen, 3. Starkenburg mit Speffart rc. und 4 Rheinhessen mit Pfalz gratis zugehen zu laffen, ein für die Bundesmitglieder sehr wichtiger Beschluß. Auch die Ortsvertretcr hielten eine gut besuchte Versammlung ab; in der Fahrwarte-V rsammlung wurde beschlossen, daß alle Mitglieder des Gaues, auch Emzelfahrer, die sich an drei von vier ausgeschrieben Gau-Touren beteiligen, einen Gaubecher erhalten. Fleisch-Extract übertrifft trotz billigeren Preises an Nlhrkraft und Wohlgeschmack die Liebig’schen Extract« und ist in allen besseren Drogen-, Delicatesaen- und Colonialwaaren-Handlunzen zn haben. Drucksachen^ Rechnungen, Iactvren, ßircnkare, Briefbögen, AmfchtLge mit Airmendrnck fertigt billig Kruhi'sche Univ.-§uch- u. ßtrivdrucktrei, Gchulstratze 7. Prämien auf Kredit per ult. Februar 1.30%, do. _ März 2.50%, Diskonto Kommandit per ult. Febr. 1.20%, do. per März 2.30*/o, Lombarden per ult. Februar 0,65% do. per März 1.00%, Deutsche Bank per ult März 2.60%, Dresdener Bank per ult. März 0 00%, Berliner Handelsges. per ult. Febr. 1.50. eiden8toffe,'“:,j;^Ä"i.'.'V.n™ Sammle von Elten & Keussen und Velvets men HtL unser Mllstersorttmrnt. so deutlich und übersichtlich gezeigt wird, daß man wirklich staunen muß. Wetzlar, 7. Februar. Der Vorstand der Rheinischen Landwirtschafts-Kammer zu Boirn hat beschlossen, an den Landwirtschaftsminister die Bitte zu richten, die Zahl der Spezialkommissare und der ihnen beigegebenen Landmesser in der Nheinprovinz mit möglichster Beschleunigung zu vermehren. Es besteht infolge des stets wachsenden Umfange der Zusammenlegungen ein dringendes Bedürfnis dafür. Wie wir hören, hat sich das in dem Anträge der Landwirtschaftskammer ausgedrückte Bedürfnis auch für den Kreis Wetzlar, in welchem die wirtschaftliche Zusam- leaunq der Grundstücke in den letzten Jahren ja sehr erfreulich fortgeschritten ist, fühlbar gemacht. Wahrscheinlich wird es in Folge dessen in nicht zu ferner Zeit dazu loinmen, daß eine zweite Spezialkommission in unserer Stadt errichtet wird. Frohnhausen, 4. Febr. Seit etwa acht Tagen wird ein hiesiger Einwohner vermißt. Derselbe brachte sich nämlich am Montag in seiner Wohnung unachtsamer Weife eine Wunde an der Hand bei. Nachdem er sich in der Klinik zu Marburg hatte verbinden lassen, zertrümmerte er nach Hause kommend, eine Anzahl Gegenstände und ging dann querfeldein in der Richtung auf die Lahn zu. Ob er nun vielleicht dort seinen Tod fand, weiß man nicht. Bis jetzt fehlt jede Spur. (Oberh. Ztg.) Jagd und Sport. Darmstadt, 4. Februar. Bei dem gestern im Saalbau stattgehabten Saal Konkurrenzsahren des Darmstädter Bicycle Klubs errang den Ehrenpreis Se. König!. Hoheit des Großherzogs, des hohen Protektors des Klubs, einen wertvollen silbernen Pokal der Aschaffenburger Bicycle-Klub mit 13,86 Punkten, den 2. Preis mit 13,80 Punkten erhielt der Offenbacher Bicycle-Klub, den 3. Preis mit 12,81 Punkten erhielt der Bad-Rauheimer Bicycle-Klub, den 4. Preis mit 12,34 Punkten erhielt der Radfahrer-Verein Wiesbaden. Die Konkurrenz war eine sehr scharfe und die Leistungen insgesamt hochachtbare; die Mitglieder Friedrich, Traut, Wernig und Kullmann vom Radfahrer-Verein Aschaffenburg erhielten für ihr hübsches Gruppenfahren einen hübschen silbernen Humpen. Die 8 Damen deS Frankfurter Bicycle-Klub erhielten für ihren hübschen Damenreigen acht Medaillen. — Großartiges leisteten die beiden Kunfimeisterfahrer Döring und Müller sowohl auf dem Rieder- wie auf dem Hochrad; der Darmstädter Bicycle-Klub fuhr außer Konkurrenz drei sehr gut ausgeführte Reigen. — Die Preisverteilung nahm Herr Provinzialdirektor Freiherr v. Senarclens-Graucz selbst vor, der auch ein dreifaches „All Heil" dem hohen Protektor des Vereins ausbringen ließ. — Am Kunst-Ausstellung. ausatellang im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwoche auch noch von 3 b s 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg-, an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. Spitlplsa der verewigten jrsuksnrter Stadtchrairr.^ Opernhaus. Mittwoch, den 7. Februar. 7 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Die lustigen Weiber von Windsor". Außer Ab. Donnerstag, den 8 Februar. %7 Uhr. „Bärenhäute r". Im Ab. Gew. Preise. Freitag, den 9. Februar. Geschloffen. Samstag, den 10. Februar. 3% Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Prinzessin Gold haar". Außer Ab. 7 Uhr. „Figarro's Hochzeit". Im Ab. Gew. Preise. Schauspielhaus. Mittwoch, den 7. Februar. 7 Uhr. Zum ersten Male. „Jugend von heute". Im Ab. Gew. Preise. Donnerstag, den 8. Februar. 7 Uhr. Z u Wilhelm Jordans Geburtstag. Vorstillung bei kleinen Preisen. „Durchs Ohr", vorher „Rat- cliff". Außer Ab. Freitag, den 9. Februar. 7 Uhr. „Wenn w i r T o t e n e r w a ch e n". Im Ab. Gew. Preise. Samstag, den 10. Februar. 7 Uhr. Zum ersten Male wiederholt. „Jugend von heute" Im Ab. Gew. Preise. Sonntag, den 11. Februar. 3% Uhr. Vorstellung bei k l e i n e n Preisen. „Heimat". Außer Ab. 7 Uhr. „Jugend von h eute". Im Ab. Gew Preise. Montag, den 12 Februar. „Wenn wir Toten erwachen". Im Ab. Gew. Preise. Mteratur. — In einigen Tagen erscheint im Verlage von Hermann Walther in Berlin W. eine im offiziellen Auftrage der Regierung der Südafrikanischen Republik von dem Staatssektär Dr. F. W. Reitz verfaßte Broschüre betitelt: Ein Jahrhundert voller Unrecht. Ein Rückblick auf die südafrikanische Politik Englands. Die Schrift, die auch in englischer, holländischer und französischer Sprache erscheint, giebt eine nutbentische Darstellung der mit Blut und Thränen geschriebenen Geschichte der beiden Burenstaaten. Der Preis ist trotz des UmfangeS von 7 Bogen nur Mk. 1,—. LUHNS SÄÄ LUHNS Je nach Anzahl der Ende jeden Monats eingesandten Einschläge usw. von Luyns Wasch-Extrakt (mit rotem Band), Luutlh- Seife (nut Bergmann», LuhnS Salm.-Terp.-Kernseife (mit rotem Kreuz), Luhus Mond-Seife, Luhus Kinder-Seife, Luhus Blumen» Seffe usw. werden folgende Preise verteilt: . 1 Preis ä Mk. 50.— in bar. ,Z1 geben werden: 1. Lieferung von Backwaren, Fleischwaren, Spezereiwaren, Milch, Butter und Eier, Bier, Ei-, Wein, Mtneralwaffer, Bürftenwacen und Toilette- gegenstände, Porzellan- und Glaswaren, Emaillewaren, Schreibmaterialien, Kleider für Pfleger, Schuhe für Kranke und Personal ea. 400 Ctr. melierte Kohlen, ea, 400 Ctr. Nußkohlen. 2. Das Reinigen der Personal- und Kcankenmäsche (getrennt oder zusammen). 3. Das Reinigen des Küchenherdes und der Oefen. 4. Das Leerfahren der Senkgruben und Fortschaffen des Kchrichts. 6. Die Abgabe von Knochen und G spül. Die für die Lieferung gütigen allgemeinen Bedingungen (Erlaß der Großh. Ministerien vom 16. 6. 93) und die speziellen Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Ver- waltungabureau offen. Offerten find versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 22. Iieöruar 1900, vormittags 11 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bi» 8. März 1900. Gießen, 25. Januar 1900. Großh. VerwaltungS-Direktion der psychiatrischen Klinik. Sommer. 741 MMWililM, Aohmrsteigerung im Gießener Ktadtmld. Montag den 12. Februar, vormittags SVr Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald im Distrikt Charlottenwald versteigert werden: 15 Erlenstämme mit 7,26 fm, 4 Fichtenstämme mit 0,59 fm, 7 Fichtenstangen mit 0,71 fm, 2 rm E'chen-Rutzscheitholz, 121 „ Buchen-Scheitholz, 96 „ Eichen-Scheitholz, 3 „ Erlen Scheitholz, Hacboer-Backöfcn ■ D.R.P. Uber 50000 im Gebrauch D.R.P* Y fcrospecte gratis. Uertreler an fast allen PlÄfzeit» J.6.BonbonSobnCarl,Hachen. 360 31 rm Buchkn-Knüppelhoh, 95 „ Eichen-Knüppelholz, 1 „ Erlen-Knüppelholz, 22 „ Buchen-Stockholz, 101 „ Eichen-Stockholz, 2 Erlen-Stockholz, 1320 Wellen Buchen Reisig, 2900 „ Eichen Re.sig, HO „ Nadel Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 8. Schmise. Gießen, 3. Februar 1900. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 936 StauilichichmstkjgeiMg. Montag den 158. Februar l. Js., vormittags 11 Uhr anfangend, kommt im Grävenwiesbacher Gemeiudewald folgendes Holz zur Versteigerung: Distrikt Bogelsgruud 2». 146 Eichenstämme mit 191,11 fm, Distrikt Kapch. 49 Eichenstämme mit 16,80 fm, 33 Eichenflangen 1. Kl., 18 Eichenstangrn 2. Kl., 14 Hainbuchenstämmchen mit 2,43km 85 Stangen Nadelholz 2. und 3.Kl. Distrikt Gebraudehaag. 6 Eichenstämme mit 7,51 fm, 9 Buchenstämme mit 10,61 fm. Der Anfang wird in dem Distrikt Kapch gemacht. Die Stämme im Gebraudehaag können bd Schluß im Vogelsgrund mit ver steigcrt werden und wollen sich KaufUebhober dieselben vorher ansthen. Dienstag den 13, Februar, vormittags 11 Uhr anfangend, kommen im Distrikt Hardt zur Versteigerung: 177 Rottannenstämme mit 26 fm, 440 Rottannenstangkn 1. Kl., 580 „ 2. „ 1150 „ 3. „ 130 „ 4. , Grävenwiesbach, 2. Febr. 1900. Der Bürgermeister. Jung. 942 K— IitJÄ Kreppet, Cafv- und Thee-Gebälk, große Auswahl in Kuchen und Torten empfiehlt täglich frisch in nur bester Qualität 849 Konditorei H. 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Beäh (' welche der Paragri erpresserischen Zwei Annahme seines Ai Abg. keine 0 sich seine Freunde solchen Strasgesetzen Paragraphen stimm Die Strasbestimmun viel zu niedrig, do höhere Strasnorm j auszuschließen, beanti jährungsfr/st 'Ser et Arbeitgeber geübte M sich allerbingb burd) t trefferifdtr tfbfidjten ein össentliches Jntere< ex. er TiaaMretür A i Anttage Beüh zu tzru wendet sich hinauf ge dessen Wünsche eine g- würden. Ta die Erpr müßte doch das ganze vidiert, und die Verjähr werden, Herr Seine r er wolle die Strasverst aber würden doch wied biindeten Regierungen Tie verbündeten vi| Elches ?°"rsesi