m. "eitt.) i ?Ä * SüÜfM.261 ll”8*«« lüge te. inz : 6,61 Sulf« ni Moll 3h Aff. unuT~ Son 1900. t Stritt Rennes, icnommen. '•«‘•I btn 1. 3 1100 000 M., t jugeskhrt wirb. lereinS ist vortckhcher, »emngen tonnen von ommunabikmter unter SvnsiLerung |u fordern, and ftommunab ic. Le- staaenten, ferner die 3t Gesellschaften, Jeifllichea, Zahnärzte, Apotheker ,Militäi-Aerzte,M>An ei Gesellschaften und > 98(1 97 N 23 IC 41.10 4730 99.06 •i'< öiI 84.^ 4.17'/. -fuß über seine LorM tios in Harmover, :bi toBU&Ä 'S KS" " ilbernn« »Rente "amort. S-l'^ Iruxben von Mb. 0» ertfl oten I',. ht i,WN'6:i 1900. 23350. K-idh««« L, tsztty * >1tfg ,M> <« Nr. 5 rrweit-s Blatt Sonmag den 7 Januar ÄtSGTV Gießener Anzeiger General-Anzeiger Alle AnzeigeN'Vermittlungsstcllen des In- und Ausländer nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Bezugspreis vicrtcljährl. Mk. 2,29 monatlich 75 Pfg. mit Brmgcrlohn; durch die Abholestellew vierteljährl. 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Wir sind ohne unser Verschulden mit einem Schlage in einen äußerst ernsten Konflikt geraten, der von der gesamten deutschen Presse in seiner Bedeutung vollauf gewürdigt wird. Deutsche Dampfer von englischen Truppen und Behörden beschlagnahmt! Die nächsten Tage werden uns wahrscheinlich Nachrichten bringen, daß auch deutsche Schisse im Mittelmeer, bei Samoa oder im Atlantischen Ozean ausgegriffen worden sind. Wir sind jetzt darauf gefaßt. Daß hier offen Gewalt gegen internationales Recht und gegen die berechtigten Ansprüche anderer Völker geübt wird, darüber ist kein Zweifel. Ist man sich in Berlin des vollen Ernstes der Lage bewußt, so wird man doch die Erregung, die jedem Deutschen das Herz schwellen läßt, nicht über die nüchterne politische Erwägung der Lage und der Machtmittel Herr werden lasten. Der Dreibund kann uns in dieser Frage nichts helfen; an der Seine und an der Newa giebt es starke Parteien, die nur aus eine ernste Verwickelung Deutschlands warten, um sie im eigenen Interesse auszunutzen. Botschafter die Zusicherung erteilt worden, daß weder von Rußland noch von Frankreich irgend unfreundliche Schritte gegen England zu erwarten seien. Wir find also ganz zweifellos allein auf unsere eigenen Kräfte angewiesen. Nur nach sorgsamster Abwägung der beiderseitigen ^Kräfte darf der leitende Staatsmann die furchtbar schwere Verantwortung des Krieges auf sich nehmen, so lange es sich nicht darum handelt, einen ehreU- vollen Untergang, ein Ende mit Schrecken einem Schrecken ohne Ende vorzuziehen. Wir wünschen also, daß man kaltes Blut behält. Den besonderen Wunsch wollen wir noch hinzufügen, daß Prinz Heinrich von Preußen die peinliche Situation erspart werden möge, heimkehrend auf dem schönen Kreuzer „Deutschland" etwa einem englischen Kriegsschiff, mit einem beschlagnahmten Reichspostdampfer im Schlepptau, zu begegnen oder in Aden englische Blaujacken und Rotröcke an Bord deutscher Dampfer die Herren spielen zu sehen! Auch dem arglosesten Deutschen müssen nun die Augen darüber aufgehen, daß in dem Verfahren Englands ein unser den Engländern unbequem gewordener Exporthandel getroffen werden soll. Man schlägt dadurch zwei Fliegen mit einer Klappe. Die englische Presse thut in echt englischer Heuchelei unbefangen oder sie hilft sich, indem sie eine naive Unverschämtheit auf eherner Stirne zur Schau trägt. Wir müssen nach dem bisherigen Verfahren Englands, das nur als eine beabsichtigte Unverschämtheit aufgefaßt werden kann, auch aus eine Verurteilung unserer deutschen Schiffe durch die gerechten englischen Prisengerichte völlig gefaßt sein. Es wäre fast ein Wunder, wenn sich in der Ladung eines großen Schiffes nicht Dinge finden sollten, die man mit soviel gutem Willen, wie wir ihn bei „Seeräubern" vorauszusetzen haben, nicht in irgend einer Beziehung zum Kriege bringen könnte. Und so ist auch die Beschlagnahme des „Bundesrats" kein völkerrechtlich zulässiger Akt sondern eine — schwere Beleidigung der deutschen Flagge! Wie der Einzelne ihm widerfahrene Beschimpfungen nicht einen Moment ungerächt läßt —, so können leider die Staatsmänner einer Nation nicht verfahren; nicht um ihr eigenes Leben handelt es sich, sondern um das Leben, das Wohl und Wehe von Hunderitausenden. Mit diesen Hunderttausenden wollte einst unser Kaiser unter „Volldampf voraus" fahren. Der Dampf scheint uns aber ausgegangen zu sein. wohlberechnetes System steckt. Von Uebergriffen englischer Kommandanten kann keine Rede sein, es erscheint vielmehr sicher, daß alle diese Kommandanten nach einer von Londo?-. aus er gangen en einheitlich cnParole handeln. Wir zweifeln nicht daran, daß außer den In einer Audienz beim Zaren ist dem britischen | Regierungen der Burenstaaten durch die Maßregel auch London, 5. Januar. „Central News" erfährt ans Berlin, die amtliche englische Antwort auf die deutsche Note wegen des „Bundesrats" habe in der Wilhelmstraße durch ihren dilatorischen Charakter und die ungenügende Aufklärung über den Thatbestand verstimmt. Man fasse nun dort den Zwischenfall ernster auf. Ein Lloyd- telegramm aus Hamburg vom heutige» Tage sagt endgiltig, die Behauptung englischer Blätter, der „Bundesrat" führe Kontrebande, sei durchaus unbegründet. Berlin, 5. Januar. Wie der „Lok.-Anz." zu berichten weiß, ist auf den Einspruch, den das Auswärtige Amt wegen der Beschlagnahme des „Bundesrat" in London erhoben hat, von dort jetzt eine dilatorische Antwort einge- Iroffen. Die englische Regierung stellt sich darnach auf den Standpunkt, daß erst das Ergebnis der örtlichen Untersuchung in Durban und der Spruch des Prisengerichtes abgewartet werden müssen. Die Vergewaltigung des Reichspostdampfers „General" dürfte auf diese Antworten noch nicht miteingewirkt haben. Man rechnet unter diesen Umständen hier mit der Möglichkeit weiterer Beschlagnahmen deutscher Schiffe und beginnt die Lage ernster anzusehen. Berlin, 5. Januar. Zu der Londoner Meldung, daß der von den Engländern bei Aden beschlagnahmte deutsche Dampfer „General" wieder freigegeben worden sei, bemerkt die „Post", daß an hiesiger unterrichteter Stelle bis jetzt noch keine Bestätigung dieser Meldung eingetroffen ist. Berlin, 5. Januar. Ein Berichterstatter schreibt über eine Unterredung mit dem hiesigen portugiesischen Gesandten, daß die portugiesische Regierung, sofort nachdem die Mitteilung von der Beschlagnahme des deutschen Reichspostdampfer „Bundesrat" in Liffabon bekannt wurde, an sämtliche Großmächte eine Note sandte, in der sie ihre Stellung zu dem Vorgehen Englands klarlcgte. Diese Note soll eine scharfe Protesterklärung gegen das Vorgehen Englands enthalten. Berlin, 5. Januar. Die Vorstände der Abteilungen Berlin und Berlin-Charlottenburg der deutschen Kolonialgesellschaft haben die Veranstaltung von Protest Versammlungen wegen der Beschlagnahme deutscher Dampfer durch die englische Marinebehörde abgelehnt. (!) Hamburg, 5. Januar. Aus Durban erhielt die Ostafrikalinie in Hamburg folgende Meldung vom gestrigen Tage: Die Behörden glauben, daß Kontrebande an Bord des „Bundesrat" sei. Der Kapitän des Schiffes er» schien heute vor dem Prisengericht. Die Ladung wird wahrscheinlich zur Untersuchung gelandet werden. Berlin, 6. Januar. Die „Volksztg." erhält von ihrem Londoner Korrespondenten vom gestrigen Tage folgendes Telegramm: Die „BundeSrat"-Affaire wird trotz der entgegengesetzten Preß-Nachrichten sicherlich eine freundschaftliche Erledigung finden, da die Beziehungen der beiderseitigen Regierungen die besten sind. Prof. Holland in Oxford, der Verfasser des besten, als maßgebend betrachteten Werkes über Prisen-Gerichte ist der Ansicht, daß die voraussichtliche Bestimmung einer Schiffsladung für die Beschlagnahme eines Schiffes maßgebend sei und hält die Anwesenheit von Leuten, die in Transvaal Dienst nehmen könnten, für ausschlaggebend. (Offenbar stützt sich das englische Auswärtige Amt auf das Urteil des Professors Holland). London, 6. Januar. Hiesigen Blättern zufolge ist ei» Spezi al- Ko urier des deutsch en Kaisers mitBri es en und Depeschen i n Osborne eingetroffen. Diese Briefe sollen, wie behauptet wird, sich auf die Beschlagnahme des „Bundesrat" beziehen. Rom, 6. Januar. Nach einer unbestätigten Zeitungsmeldung wurde in Neapel ein deutscher Dampfer, vermutlich der „Kanzler" an der Weiterfahrt nach Südafrika verhindert, weil die als Lazarett-Material bezeichnete Ladung aus Kricgs-Contrebande besteht. Thatsache ist, daß England alle italienischen Häfen scharf überwacht, nachdem den in verschiedenen Städten erschienenen Werbern Englands so scharf auf die Finger gesehen wird. Wie rech^ wir mit unserer oben dargelegten Ansicht hatten, und wie richtig die soeben citierte „Zeitungsmeldung" ist, bestätigt uns folgendes Telegramm: Paris, 6. Januar. Nach einem Telegramm aus Marseille wurde der deutsche Dampfer „Kanzler", an dessen Bord sich die holländische und russische Ambulanz des Roten Kreuzes, sowie der deutsche Konsul in Lorenzo Marquez bc- finden, angehalten und ein Teil seiner Ladung beschlagnahmt. nur festzustellen, daß keine Frage vorliegt." — Das Zentralkomite der deutschen Vereine vom Roten Kreuz theilt mit, daß die nach dem südafrikanischen Kriegsschauplatz entsandte zweite Abordnung des Vereins sich auf dem Dampfer „Herzog" befindet, welcher am 2. Januar in Lauren^o-Marques eintreffen sollte. — Die Versetzung des bisherigen Gesandten am rumänischen Hofe, Grafen von Bray-Steinburg, in den einstweiligen Ruhestand unter Verleihung des Kronenordens 1. Klasse und die Abberufung des bisherigen Gesandten am dänischen Hofe, v. Kiderlen-Wächter, werden heute im „Reichsanzeiger" amtlich bekannt gegeben. halt», um die Verschwörer aus der Klemme ziehen und sie dem Arme der Gerechtigkeit ent« _______ o___t............ UU)M, reißen zu können. Es befinden sich Briefe darunter, | ^nieinde, die als solche sehr wohlhabend ist, soll die Bau welche von dem Anwalt Cecil Rhodes mit dem Leiter der 1 cn" südafrikanischen Abteilung des Kolonialministeriums gewechselt worden sind, und worin z. B. die Namen der- Bülow. — Bei der heutigen Hofjagd in Buckow erschien, entgegen der ursprünglichen Disposition, der Kaiser nicht, da er durch Regierungsgeschäfte verhindert war. — Nunmehr hat auch der berühmte Münchener Staatsrechtslehrer Dr. v. Seydel das Wort zu einer vielum- strittenen Frage ergriffen. Ec schreibt in der „Deutschen Juristen-Ztg." wörtlich: Die Erwähnung und Be- Wißmar, 4. Januar. Hier soll eine Genossen- schafts-Molkerei ins Leben gerufen werden. Unsere Lokales und Prouinsieües. Lollar, 5. Januar. Dem Vernehmen der „Oberhesf. Ztg." nach plant die Bahnverwaltung einen Neubau des hiesigen Bahnhofes. Jedenfalls werden die vorhandenen Räumlichkeiten und Bahnhofsanlagen nicht mehr ausreichen, wenn die Neubaustrecke Lollar—Londorf gebaut sein wird. Fraglich erscheint es, daß schon im nächsten Etat die nötigen Mittel (gegen 400,000 Mk.) eingestellt werden. Der Bahnhofs«Neubau dürfte an die Stelle des alten Gebäudes kommen, und es sollen direkte Zugänge von Lollar aus unter den Geleisen angelegt werden. Das Urteil wider D^roulöde und Genoffen ist in der letzten Sitzung des französischen Staatsgerichtshofs gefällt worden. Dsrouläde und Buffet wurden mit 115 Stimmen zu 10 Jahren Verbannung verurteilt; gegen Gus rin wurde mit 127 Stimmen auf 10 Jahre Gefängnis in einem befestigten Platze erkannt. De Lur-SaluzeS wurde in contumaciam zu der gleichen Gefängnisstrafe verurteilt. Da die übrigen Angeklagten, Godefroy, Sabran, Deramel, Devaux, Barillier und Dubuc, nicht für schuldig befunden worden waren und somit freigesprochen sind, so hat mit obigem Urteil die viel- genannte Äffaire, die monatelang den Staatsgerichtshof be- schästigte, ihren Abschluß erreicht. Uebec die Einzelheiten j bei und nach Verkündigung des Urteils verlautet noch: > In seinen allseitig ruhig angehörten Schlußworten dankte Döxouläde den Pariser Geschworenen vom Mai, die ihn bei seinem ersten Prozeß freigesprochen hatten, drohte aber dem Senate, der Bolksgeist werde nicht dulden, daß der „Reformator D'eroulöde" seine Strafe vollständig verbüße. Bei Verlesung der Urteile wurden auf den Tribünen einige Rufe wie „Hoch die Armee!" „Hoch Doroulöde!" laut. UebrigenS wurde nur bezüglich Döroulsdes auf Einrechnung der zuvor ausgesprochenen Strafen erkannt. Guörin wird seine zehnjährige Festungshaft im Mutterland verbüßen, da die Deportation nicht speziell ausgesprochen wurde. Am Abend verlautete, Deronlöde werde seinen Aufenthalt in San Sebastian in Spanien nehmen und seine Schwester erwarte ihn schon an der Grenze. Die Bevölkerung ist in seiner großen Mehrheit mit dem Urteil zufrieden. Man hofft auf einen ruhigen Verlauf der Ausstellung. — Dsroulöde, Gusrin und Buffet sind heute abend von Polizeibeamten vom Luxemburg-Palais nach dem Sante-Gefängnis gebracht worden, ohne daß es zu irgend welchen Zwischenfällen gekommen ist. jenigen Richter angedeutet werden, von denen eine Freisprechung der vor Gericht gestellten Verschwörer zu erwarten war. Im großen und ganzen geht aus den Dokumenten hervor, daß die ganze Angelegenheit der Dreyfus Affaire in vielen Punkten ähnlich ist und daß viele Dokumente gefälscht wurden, um Jameson und seine Genossen zu retten. Brüssel, 5. Januar. Dsroulöde ist heute nachmittag Hierselbst eingetroffen, (siehe oben.) London, 5. Januar. Nach einer Meldung aus Peking ist der in Ping-Iin (Provinz Schautung) stationierte englische Missionar Brooks von Mitgliedern eines unter dem Namen „BoxeS" bekannten Geheimbundes ermordet worden. Konstantinopel, 5. Januar. Eine größere Anzahl von Offizieren und Beamten, welche in der letzten Woche wegen angeblicher jungtürkischer Umtriebe verhaftet wurden, sind auf Befehl deS Sultans in Freiheit gesetzt worden. fprechung der Reden i . ist durch keine Rechtsvorschrift verboten, sofern nur Die Grenzen gewahrt sind, die das Strafrecht steckt. Es ist eine jener Gedankenlosigkeiten, wie sie im Staatsrecht häufig sind, die ein solches allgemeines Verbot als gegeben an« nimmt, sozusagen auf Grund eines Gewohnheitsrechts. Eine Beschränkung kann die Geschäftsordnung des Reichstags einführen. Wie weit sie reicht, entscheidet gegebenfalles der Präsident des Reichstags. Einem dritten erwächst daraus kein Einspruchsrecht. Hier ist keine Frage zu klären, sondern Deutsches Keich. Berlin, 5. Januar. Der Kaiser hatte heute vormittag eine Besprechung mit dem Staatssekretär Grafen Anstand. Kopenhagen, 5. Januar. Wie von hier gemeldet wird soll die dänische Negierung beschlossen haben, das Anerbieten Amerikas, die westindischen Inseln für 1b Millionen Dollars zu kaufen, anzunehmen. Brüstel, 5. Januar. „Jndep. Belg." veröffentlicht eine Reihe hochwichtiger Dokumente in englischem Text, aus denen hervorgeht, das Chamberlain nicht nur den Ja- meson-Einfall gekannt und unterstützt hat, sondern daß er auch unter der Hand und mit Hilfe der Beamten des Kolonialmini ft eriums und seiner Freunde alles ins Werk gesetzt * . * Telegramme des „Gießener Anzeiger". London, 6. Januar. Nach Meldungen aus Kapstadt kehren Verwundete und geheilte englische Offiziere und Mannschaften, welche von den Buren gefangen und ausgeliefert worden waren, zur Front wieder zurück, obwohl dies der Genfer Konvention widerspricht. — Ferner wird aus Kapstadt gemeldet: Als der Oberst-Sherif Transvaals, Juta, im Begriffe war, mit einem Dampfer nach der Delagoa-Bai abzureisen, wurde er verhaftet und später auf Ehrenwort freigelassen. — Die „Times" meldet aus South- Hamp ton: Bei der Einschiffung des ersten Teiles der 7. Division für Südafrika kamen skandalöse Szenen vor. Das zweite Bataillon des Hampshireregiments war total betrunken, und stiftete große Kra- valle an. Viele Soldaten mußten mit Gewalt unter Deck gebracht werden. Zeitweise waren auf den Schiffsenden alle Bande der Disziplin gelöst. Ein Soldat fiel ins Wasser und ertrank. — An der Schiffsbörse versicherte man gestern, die Regierung habe Informationen erhalten, die den Befehl rechtfertigen, wonach die Geschwader-Kommandanten auf gewisse Schiffe zu fahnden haben, deren Namen ihnen angegeben sind. Die britischen Konsuln in Hamburg, Antwerpen, Havre, und Marseille sollen sich auf derartige Anzeigen verlegen. London, 6. Januar. Das Kriegsamt veröffentlicht ein Telegramm des Obersten Baden-Powell vom 26. Dezember aus Mafeting über ein dort stattgefundenes Gefecht. Baden- Powell erklärt, daß er den Feind angegriffen habe, nm der vollständigen Einschließung durch denselben zu entgehen. Er zählt die Truppen auf, welche an diesem Ausfall teilgenommen haben und gibt zu, daß der Ausfall scheiterte, weil die Buren eine uneinnehmbare Stellung inne hatten. Er schließt mit den Worten: Unsere Kolonne zog fich zurück, nachdem 6 Offiziere gefallen waren. Der Mut der Truppen ist über alles Lob erhaben. Dem Telegramm ist eine Verlust- I liste beigefügt, welche an Toten 3 Offiziere und 18 Mann, an Verwundeten einen Offizier und 24 Mann, sowie 3 Mann als gefangen genommen bezeichnet. Man schließt hieraus, daß sich unter den Gefangenen die beiden anderen Offiziere befinden. Der neue Unfall der „Parria - genS hLn.'" „ür"iNer '«» deutsche Damper "Utria" gehoben H ’ ac|un,cnc Meile weit bugiicrt; bo™id,Gierige Um rnehm^n (X ,I,Q?C lucfu von langer Tauer getränt sein? denn das kum ÄÄte * Bom Kriegsschauplatz. London, 5. Januar. Durch einen Arweebesehl die Bildung v°» sechzehn Milizbataillon -osten für die notigen Gebäude übernehmen. Die Genossen- scha ts-Mitglieder hätten alsdann nur die Verpflichtung, dafür zu garantieren, daß der Betrieb eingerichtet und unterhalten werden kann. Milch von auswärts soll ent- werden Transportkosten etwas höher bezahlt ?!°?""bach, 5 Januar. Seit gestern abend W Uhr ""d d" anstoßenden Lagerräume des Frucht- und Mehthändlers R. Adriansen in bellen f nmm„ D>- hiesige und viele benachbarten Feuerwebren ,"n voller Thaligkeit. Das Ofener" dem ast" M- g n XX'i" "*" Ä" 8s -3™ «.t.vuyu«..a I Bahngeleises vorzugehen. Die cnglifä) worunter des Kaisers im Reichstag leicht, während die Buren gegen hundert- Mann, 'wor t ' 1 zwanria Gefangene, verloren haben sollen. Cotesvergif von den Engländern noch besetzt. (Wir regis ri die englischen Renommier- und Schwmdewepeschen lediglich der Vollständigkeit halber. D. Red. d. »• - Wie den „Central News" aus Sterkstroom gemeldet wird, sind nunmehr alle Truppen, welche General Gatacre nach Bushmanshoek entsandt hatte, Suruckgekeh> . Die Buren haben jenseits Moltenos Stellung genommen. — Nach einer Meldung aus Brüssel sind die Attaches der Transvaalgesandtschaft daselbst, Rickert und Eloff, Enkel des Präsidenten Krüger, welche sich zur Burenarmee begeben wollten, in Kapstadt verhaftet worden. ÄtrAiti ifi wieder gesunken, wobei fünf Manu ertränke^ nnd mehrere andkre verletzt wurden. Der „B. L. A." erhält bati2)oü°ei\n4C Januar" Das Wrack des Dampfers hatte viele Locker, die man zu reparieren suchte, was große Schwierigkeiten bot zumal das Schiss auch über 150 Fenster, Lichtössnungen unv Stückpforten hatte. Drei Dampfer kamen zu Hufe, um der der Bergung zu helfen, nämlich „Em. Spitzer" „Albatrotz und „Seeadler": sie hatten mächtige Pumpen, die /000 Tpns Wasser in der Stunde auspumpen konnten. In letzter Nacht war die „Patria" fertig für die Hebung. Um ,8 Uhr heute früh gingen die Berger ans Werk und zwar zunächst mit Erfolg. „Albatrotz" nahm dM Schiff an den Stern und „Seeadler" an den Bug, um die „Patria" ans Land zu ziehen, aber die frühe Flut warf das Schiff nach rechts herum, und die See wurde so stark, daß der „Seeadler" fast unter Wasser gezogen wäre. Die „Patria" begann sich festzusetzen. Ungefähr 20 Mann von den Hamburger Hilfsdampfern stürzten dabei plötzlich in das 50 Fuß tiefe Wasser. Es war eine schreckliche Scene, doch wurde die Mehrheit der in die See gestürzten in sehr erschöpftem Zustande wieder gerettet und an Bord gebracht, die Männer, welche an Deck der „Patria" waren, gingen unter, nämlich der erste Taucher Leopold Helfried, der sich in einem am Stern der „Patria" befestigten Boote befand und noch zwei andere Taucher von den Hilfsdampfern. Zwei Bootsmänner sind ebenfalls ertrunken. Die Scene war herzzerreißend. Das Springen der Schiffswände der „Patria" will man kurz vor dem Versinken des Schiffes gehört haben. Nach drei Tagen soll die „Patria" nochmals von Tauchern untersucht werden, falls die See ruhig ist; man will sich überzeugen, ob noch eine Aussicht auf Hebung derselben vorhanden ist. Die Sache erscheint aber fraglich: manche versichern, das Schiff sei jetzt total wrack und werde durch den nächsten Sturm vollständig, zertrümmert werden. Vermischtes. * Berlin, 5. Januar. Zur Untersuchung des gestern nachmittag auf dem Bahnhof Bischweiler vorgekommenen schweren Ujn falls hat sich der vortragende Rat im Reichseisenbahnamt v. Misani an Ort und Stelle begeben. * Leipzig, 5. Januar. Der in der Nähe von Borna belegene Kohlenschacht Espenhain ist zusammengestürzt. Drei Personen fanden hierbei ihren Tod, während fünf weitere gerettet werden konnten. Der Zusammensturz sand statt bei Herstellung des Raumes für das Schachtmauerfundament zufolge einer Lockerung der darüber befindlichen Zimmerung. Die Bergpolizei hat die Untersuchung eingeleitet. * Roda (bei Jena), 4. Januar. In die Lotterie- Einnahme der Thüringisch-Anhalter Lotterie eines Kollekteurs fiel bei der letzten Ziehung die Prämie von 300 000 Mk. Als er die Nachricht durch den Draht erhielt, bestieg er sein Rad und fuhr damit nach Ottendorf, wo der Gastwirt Militzer ein Zehntel spielte, auf dessen Nummer der Prämiengewinn fiel. Militzer hatte das Los noch nicht bezahlt, und der Einnehmer bringt es durch seine Redegewandtheit so weit, daß Militzer ihm die Hälfte der Losnummer überläßt. Nun greift er in seine Tasche, zeigt die Depesche und sagt: „Nun hast Du 13 000 Mark gewonnen und ich ebensoviel". Militzer betroffen über diese Ueberlistüng, wandte sich an die Generaldirektion nach Gotha und diese sandte einen Angestellten nach Ottendorf, der dem Militzer die Versicherung gab, daß er in kurzer Zeit auch die 13 000 Mark des Kollekteurs erhalten werde. * Lengenfeld (im Vogtland), 5. Januar. Die Persönlichkeiten der am 3. Januar erschossen aufgefundenen Mädchen sind nunmehr festgestellt. Es sind dies die 21jährige Tochter des früher hier wohnhaft gewesenen Korbmachers Drässe und 2 Töchter des Lokomotivführers Richardt aus Leipzig. Fräulein Drässe erschoß erst die beiden anderen und dann sich selbst. Das Motiv zu der That ist unbekannt. * Straßburg i. E., 4. Januar. Heute ist der v-Zug 76 infolge falscher Weichenstellung auf den Schluß des Güterzuges 1238 in Bischweiler aufgesahren. Der letzte Wagen des Güterzuges war ein Kesselwagen mit Spiritus, der sofort in Brand geriet und auch den Postwagen des D-Zuges in Brand setzte. Fünf Postbeamte wurden hierbei getötet, zwei Lokomotivbeamte und der Packmeister schwer verletzt. Verletzungen von Reisenden sind bis jetzt noch nicht zur Anzeige gekommen. * Innsbruck, 5. Januar. Der Monteur Kolkowsky aus Rosenheim in Bayern, welcher während der Weihnachts- feiertage eine Tour in das Zillerthal unternommen hatte, ist vom Turerjoch abgestürzt und wurde nunmehr tot aufgefunden. ..,-‘5 ft'1 Br. budM 8 pf. tue W; ein L-i Md Veit M WWffin -°ir l SÄ“,’S Konkurseröff Emaiilewarenbänd Heim, Berlin; Koaf Laikit tW 15 Prozent der ö ein 9n dm -"dein ___- Lacki md Fränkin Wechsel auf N Prämien at Februar» Disk Februar 2.80%, Loml «,00%. Notierung« aandit 192-192.lQ.lt U2.10, Lomb. 28.10, Henkaner 25.15,Of VJihie 2^' Staatebahn 135.10, SOfor 8< Universität und Hochschule Universität Dr. M. H. — Ernannt! Die buddhistische Maha—Bodhi-Society in Cal- j cutta folgende Indologen zu Ehrenmitgliedern: Sir Edwrn Arnold London) Professor Max Müller (Oxford), Colonel H. S. Olcott (Madras), Prof. Rhys-Davids (London), Dr. Paul Carus (Chicago), L®ußcn Aeumann (Wien), Dr. Arthur Pfungst (Frankfurt ^ M.) Pandrt M. Dharmaratna (Calcutta). — An der U,' “ °er Privatdozent für deutsche Sprache und Littekatur Dr. Jellinek zum a.=o. Professor. E " Die Pensionierung des Profeffors Schenk. Wie schon kurz ßemelbet, roub der Vorsteher des embrnologischen Instituts der Unwersitat Wren Prof. Dr. Leopold S. Schenk in nächster Zeit in Pension gehen. Das „Neue Wiener Tageblatt^ berichtet über den Fall: öotort, nachdem Prof. Schenk seine Broschüre: „Heber die Geschlechts- ' b^.%nf^en" veröffentlicht halte, trat in Professorenkreisen ^blaste Mrßssimmung gegen den Verfasser zutage. Man warf ihm a C^en Broschüre, in reklamehaster Art seine Person Vordergrund gerückt habe. Eine Kritik der Broschüre unterließ PT« t m - iCt ausdrücklichen Erklärung, daß das Büch unw is se n- ü V ? ^arbeitet und einer e r n st e n Widerlegung nicht würdig _ Ansehen der Universität — so wurde schließlich erklärt , - Die Folge war, daß gegen Profeffor Schenk eine D i s- ^.'^"?brs"chung eingeleitet wurde, die ziemlich lange Sckenk' ftJie abgeschlossen und das Ergebnis ist, daß Prof. Lesiuna wurde um fernen Rücktritt vom Lehramt und von der M 8°9,fSen °nzusuchen. Profeffor Schenk strenaüna^^™ r* l5n emfl£e(eitete,t Disziplinarverfahrens An- nich? durcb /echtfertigen. Hiermit drang er jedoch Amte enUernt werde^cofefforenkreffen wurde verlangt, daß er aus dem ! anomert. Das Unternchtsmrnrsterrum schloß sich dieser Anschauung. WIM «aas*« "»« »efid e Ni, tu, I S^«te6i„, «WS?!* Ihr «ach'^'ik > heute,rü?»- bie Erfolg. ' ■" an öen mQtl0«" 'ühe ^u9- um 'aitgv» petfber her Seobnis'cfl tl0“ i" befeSS 1 den f)i|LCn '5oote lj en. L'''Ldmp,trn. I loanbe ber'T füQr 1 lhisjes ge öAla“ I von * haben, k ?Ss । Siyg«; Jung des gestern JJ vorgekonnnenen E Rat im Reichs- ?t{De begeben. ' W von Sorna , ^^,Z^sa^men- "erbei ihren Tod. konnten. Der Zu- !s Raumes für das terung der darüber hat die Unter« Jlt bie Lotteriealter Lotterie eines mg die Prämie von >urch den Draht er- mit nach Ottendorf, spielte, auf dessen ihn hatte das Los dringt eS durch seine r ihm die Hälfte an greift er in seine ; „Nun hast Du ’itl". M/per be- ch an bie @tnerab einen Angestellten Sicherung gad, der Metteur- er« muar. Die Per erschossen auf« hr festgestelli. 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