rat Schritte unternommen, damit die schweizerische Republik auf Grund der Haager Friedenskonferenz ihre Vermittlung zwischen den Burenstaaten und England anbietet. Zwei Mächte, die ihre Vermittlung nicht anbieten können, seien bereit, sich dem Vorschlag einer anderen Macht anzuschließen. Wien, 5. Dezember. Im Einvernehmen mit der deutschen Regierung wurden seitens Oesterreichs und Italiens diplomatische Schritte gcthan, damit sich Präsident Krüger auch die Reise nach Wien und Rom erspare. Buren und Engländer. Das angebliche Komplott gegen Lord Roberts erweist sich als von der Polizei erfunden. Die Untersuchung gegen die 11 Verhafteten, meistens Italiener, ergab absolut nichts Belastendes, weshalb ihre Freilassung bevorsteht. — Lord Roberts erließ einen Abschiedsbefehl an die Truppen, worin er ihnen für ihre trefflichen Leistungen dankt und ihrem Mut, ihrer''Ausdauer und Menschlichkeit (!) das beste Zeugnis ausstellt. Die von ihnen geleisteten Dienste ständen seiner Ansicht nach einzig in der Geschichte da; denn sie führten ein ganzes Jahr lang ununterbrochen Krieg, und hätten nicht, wie es in anderen langen Feldzügen geschehe, Winterquartiere aufgesucht. Lord Roberts sagt schließlich, er habe während des Krieges viel gelernt; die gewonnenen Erfahrungen würde er bei der ihm nunmehr obliegenden Arbeit der Vervollkommnung des britischen Heeres verwerten. Da die antibritische Bewegung in der Kap- kolonie energisch fortgesetzt wird, hoffen alle loyalen Bürger, daß wirksame Maßregeln ergriffen werden, um den Schrecken eines möglichen Bürgerkrieges in der Kap- kolonie vorzubeugen. In der Zweiten niederländischen Kammer legte der Minister des Aeußern auf eine Anfrage des Abg. Seret vorläufig den Bericht Dr. Kosters über die Einkerkerung der Mitglieder der niederländischen Ambulanz in Transvaal und die darauf bezüglichen Schriftstücke der englischen Regierung unter der Bedingung der Geheimhaltung vor. Der Minister stellte fest, daß der Bericht und die Schriftstücke in der Hauptfrage übereinstimmten und in Einzelheiten abweichen; es sei unmöglich, zu bestimmen, welche Lesart die richtige ist. Im Repräsentantenhause zu Washington wurde ein Antrag zu gunsten der Unabhängigkeit der Buren eingebracht. Nach dieser Resolution soll dem Burenvolke die Anerkennung des amerikanischen Volkes für seine tapfere Ausdauer im Kampf für seine Unabhängigkeit ausgesprochen werden. Zugleich soll den Bestrebungen des Präsidenten Krüger die sympathische Anerkennung des amerikanischen Volkes ausgesprochen werden. Einem Privatbrief aus Prätoria entnimmt die „Köln. Ztg." folgendes: Prätoria ist öde, die meisten Einwohner sind Kriegsgefangene, viele wurden über die Grenze befördert, z. B. Lourenzo-Marquez, Durban, East London, Port Elizabeth und Kapstadt. Es sind nur noch wenige Geschäfte offen, und diese haben fast gar nichts zu thun, da sie keine Vorräte mehr haben. So stiegen die Preise z. B.: ein mittelgroßes Schwein 500 Mk., ein Huhn 7 Mk., ein Pfd. Zucker 2,50 Mk., ungesifteS Mehl 200 Pfund 180 Mk., ein Pfund Butter 7,50 und 14 Mk., Kartoffeln 1 Mk. per Pfund (jetzt noch), eine Schachtel Schwefelhölzer 1 Mk., ein Liter Milch 3,50 Mk. Erst seit voriger Woche bekommen wir täglich einige Lebensmittel. Von den schönsten Privatvillen und prachtvollen vierstöckigen neuen Palais (Gerichtshof), Schulen, Gymnasien usw. wurden Hospitäler gemacht. Wir müssen einen Aufenthaltspaß tragen, wie früher ein Kaffer, und müssen uns upi 7 Uhr abends in unsere Wohnungen verfügen. Für alles muß man einen Paß haben, für Bicycle, für Pferde, Wagen, Hunde; die Restaurationen sind alle geschlossen, und in den Hotels bekommt man nur während der Mahlzeiten zu trinken. Geistige Getränke haben wir uns schon zu verschaffen gewußt, dafür mußte man auch einen Erlaubnisschein nachsuchen, doch nur jedesmal für eine Kiste. Bier habe ich schon seit einem Jahr nicht mehr getrunken. Die ganze Stadt und Vorstadt wimmelt von Solofiten. Die Bäcker bekommen ihr Mehl vom englischen Gouverneur und backen ausschließlich fürs Militär, zu kaufen giebts keins, so sind wir gezwungen, selbst zu backen. Ein jeder läuft herum und hat nichts zu thun. Seit Mai habe ich nichts mehr verdient, alles steht still. Der Gouverneur hat alles in die Hände genommen und läßt alles durch seine Soldaten verrichten. Wir dürfen nichts kaufen oder verkaufen, ohne im Besitz eines Scheines zu sein, z. B. Holz, Eisen, Möbel. Bei mir waren schon achtmal Haus- und Vorrats- Untersuchungen, teilweise auf Gold und Waffen. Einmal wurden mir meine sämtlichen Zimmer buchstäblich untersucht, sogar Betten, Koffer, Kommoden, Schränke, und Inventar ausgenommen einschließlich der Waren und des Vorrats von den verschiedenen Lebensmitteln. Wir werden streng bewacht, teilweise durch Militärwachen, zwei auf jeder Sette in den Straßen, teilweise durch De- tectivs. Auch sind alle Banknoten gestoppt und wenn man noch Geld in der Bank hat, kann man nicht mehr als 20 Lstrl. die Woche herausholen. — Leider ist der Brief ohne Datum. Er dürfte wohl Ende Oktober geschrieben sein. * * * Telegramme des Gießener Anzeigers. Loudon, 5. Dezember. Aus Kapstadt wird gemeldet: Eine englische Kolonne, die zum Entsatz der Garnison von Schweizer Rennecks entsandt wurde, ist auf ihrem Rückwege nach Vryburg von Buren unaufhörlich belästigt worden. Dieselben feuerten von den umliegenden Kopjeu aus auf die englische Kolonne, der es trotzdem gelang, alle Wagen in Sicherheit zu bringen. London, 5. Dezember. Nach den Berichten über die englischen Verluste in Südafrika hatten die Engländer bisher 49 728 Tote, Verwundete und Gefangene. In dieser Aufstellung sind die Kranken in den Hospitälern noch nicht inbegriffen. Der Krieg Lu China. Es ist erklärlich, daß die Verzögerung in dem Abschluß der Friedensverhandlungen Gerüchte zeitigt, die ein Scheitern der Verständigungsbestrebungen fast befürchten lassen. Gerade jetzt zeigt es sich deutlich, daß die unzweifelhaft vorhandene ernste Absicht der Kabinette, einmütig vorzugehen, nicht genügt, wenn sie nicht nachdrücklichst und schnellstens in die Thät umgesetzt wird. Zwar will eine Londoner Meldung wissen, daß ein Einverständnis aller Mächte über die Kollektivnote jetzt bergestellt sei und daß die Gesandten dieselbe demnächst den chinesischen Bevollmächtigten überreichen würden. Hierbei darf aber keineswegs vergessen werden, daß die Erklärungen, die M c Kinley in seiner Botschaft an den Kongreß über China abgegeben hat, durchblicken lassen, daß hinsichtlich der Durchführung der Vereinbarungen immerhin noch Meinungsverschiedenheiten bestehen. Charakteristisch und bezeichnend dafür, daß die Erklärungen Mc Kinleys über China auch in London sehr abfällig beurteilt werden, ist eine Auslassung des „Standard", in der gesagt wird, daß die Negierung der Union wenig zur Stärkung des Einvernehmens der Mächte gethan hätte und daß es besser gewesen wäre, wenn sie gänzlich fern geblieben wäre, nachdem sie aber der ganzen Aktion freiwillig beigetreten sei, hätte sie nur als Fessel auf die europäische Diplomatie gewirkt. — Wenn die Nachrichten aus China selbst in letzter Zeit auch nicht sehr ungünstig lauteten, so verdienen die heutigen von Tientsin über London stammenden Meldungen doch erhebliche Beachtung. Hiernach werde mit Unterstützung des kaiserlichen Hofes eine a l l g e m e in e Volksbewaffnung gegen die Fremden organisiert. Angeblich würden in ganz China Freiwilligenkorps gebildet, die von der chinesischen Regierung mit Waffen und Munition versehen werden. — Das läßt leider nicht darauf schließen, daß das Ende der Kämpfe in China so nahe bevorsteht. Nach einer in London aus Tientsin eingetroffenen, Meldung heißt es dort, die Deutschen hätten 2 0 T o t e und viele Verwundete westlich von Paotingfu verloren, wo sie von 2500 Boxern angegriffen worden seien. In Berlin liegt bisher keinerlei Bestätigung dieser Unglücksnachricht vor. Das Oberkommando meldet aus Peking: Bei Tsing- w an tau und Schanhaikwan werden Landungsbrücken und Feldbahnen zu einer großen Eisenbahn gebaut. Die Eisenbahn Schanhaikwan-Peking wird voraussichtlich Mitte Dezember betriebsfähig. Feldmarschall Graf Waldersee meldet vom 3. ds. aus Peking: „Stärkere reguläre Truppen unter einem General stehen bei Thsang, 95 Kilometer südlich von Peking. Gegen dieselben gehen von Tientsin zwei Detachements unter Oberst v. R o h r s ch e i d t und Major v. Falkenhain auf beiden Seiten des Kaiserkanals vor." Oberst v. Rohrscheidt ist Kommandeur des 5. Infanterie-Regiments, Major v. Falkenhayn gehört dem Generalstabe des deutschen Korps an. Tangwenhuan, der Urheber der Ausschreitungen gegen die Missionare in Paotingfu, ist am 3. Dezember in Tientsin angekommen; evsvurde von einer starkenHeutschen. Wache durch die Straßen geführt und soll der provisorischen Regierung zur Vollziehung der Todesstrafe ausgeliefert werden. Nach einer 'Depesche der „Pall Mall Gazette" vom Nankoupaß, die am 30. November durch einen Courier Donnerstag dm 6. Dezember M 286 Zweites Blatt 150. Jahrgang 1900 Keneral-AnMer 'finden, Amts- unb Anzeigeblatt ftir den Areis Giefzen Ohm Krüger t arbenauSlvahl. Jotommen zu lassen. Mcur müsse in der Angelegt eil: krarnsvaal die Frage stellen, ob eine materielle Mf en- Hausgebrauch. Mög- Wchftz zwembenren im Auftrage Krügers die am Sonntag auf ehe >nd reduziert. \ \*ser Telegramme deS Gießener Anzeigers t. atttn werben nng entM'NgMülm Alle Anzeigen-Dermittlungsstellen deS In- und Auslande- nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen.. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. I Aitostivn, Expedition und Druckerei: Kchutstratze Ar. 7. Wen \e and Reste lig- SacbfoN AauHhln« von Anzeigen zu der nachmittags für den elgpbm Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. i twcciji immer voller Vertrauen. zec belgische Abg. Beyl, der in Paris eine Unterhalt- mic; mit Krüger hatte, unterbreitete der belgischen Karamlr einen Antrag auf eine Abstimmung zu Gunsten .iunkL Schiedsgerichts zwischen England und den südafri- lainifier Republiken. Der Londoner Korrespondent des ..Ecchnde Paris" berichtet seinem Blatte, Dr. Leyds habe 1 ecklKtl, Krüger verbleibe noch längere Zeit in Hol- - ai'i b, um die völlige Wiederherstellung des Zaren ('bziMartten. Demnach sei es nicht ausgeschlossen, daß streimn die Menge. Mehrere Personen wurden verhaftet. ler „Köln. Volksfr." erhielt die definitive Jnforma- tio .n, dH Krüger am Donnerstag morgen 10 Uhr über En rmerii) sich nach dem Haag begeben wird. Die Po- lizc-nbehöirde hat „im Interesse der öffentlichen Sicherheit" die iton mehreren Gesangvereinen geplante Ova- t i ii)'H für den Präsidenten untersagt. ?r. Leyds läßt im Auftrage Krügers hier die Er- tläinng veröffentlichen, daß letzterer zu niemandem nach denn: Smipfang der Absage des Kaisers geäußert habe, ,etz:t iti alles verloren. Der Präsident sei im Gegenteil Bezugspreis Vierteljahrs Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholcstellen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahrs mit Bestellgeld. ichy!cit vorliege, die Sache vor irgend ein Schiedsgericht iu» bringt-n. Da dieses nicht der Fall sei, so sei es ge- I aw-zu grausam, durch zwecklose Kundgebungen Hoff- HUNlKkii erwecken, die nicht erfüllt werden können. 2ie für Dienstag mittag geplante Umfahrt durch die S-tcLtAö'ln ist abgesagt worden. Krüger hat das Storni Hot L Wicht verlassen. Der Präsident, der seiner Gewöhn- Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Ktätter für hessische UotKsKunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieß«. Fernsprecher Nr. 51. oer i$r sich nach Nizza oder M ento n e zur vollstän- Dignn bknesung begeben wird, wo er den Präsidenten e nltpsan gen wird. Güner Pariser Meldung zufolge ist es nicht wahr- Harht9-i(' chemlch, daß Krüger Dokumente über Chamber- 1 a iin veröffentlichen wird. t Dem Bahnhofe verunglückten Personen im Hospital. Wh dem englichen Konsulat fanden am Montag abend grL.Zne -Ansammlungen statt, wobei eine Rotte Fanatiker das« kcliilddesenglischenKonsulatsherunter- >uMeißen suchte. Berittene Schutzmannschaften zer- 8eNWig[eit c f Oetfl gemäß das Bett bald nach 6 Uhr morgens verläßt, ,, mutzte nach dem ersten Frühstück nochmals der Ruhe jSW* Die „Kölnische Zeitun g" warnt, offenbar vOh offiziös davor, eine Gefühlspolitik, die in lobernt flunftftirf#«; v 1 n Zrei heit ihrer Bewegungen durch keinerlei Kennt- eiten WM • T der südafrikanischen Verhältnisse oder der ge- ' wie m Moderner Küchei!»rWen Erfordernisse der Weltlage gehemmt wird, zu pflegen. Am Nachmittag fand mit Ausnahme einiger Pri- ■ a itMrso-nen kein Empfang statt. Nach 9 einhalb Uhr I UM/NIft'sina Krüger den Dr. Leyds. Mittags verweilte Krüger ?inr#t'3(it auf dem Balkon, wobei ihm die Menge stür- oationen darbrachte. Am Nachmittag besuchten astfpiel hur zwemjdeuren im Auftrage Krügers die am Sonntag auf 1 ” Swtaion unb , * für 6au8gebram{ unj» bi. meift „ sKrehmer Anzeiger Mn, 5. Dezember. Ein reger Depeschenwechsel k find t» zwischen Krüger und Dr. Leyds einerseits und / en® Berliner Auswärtigen Amte andererseits statt. I KrH§ empfing gestern mehrere Deputationen, so die von Äh mnas ial-Professor en, eine Deputation von Stu- P ii dierÄrckn der Er efeld er Weber sch ule, Studenten und W Al»18 T ^Zrrim Personen. An Stelle der Serenade konzertierte die -^strahe 3, E Raffydt der Deutzer Kürassiere in Zivil in den nach der kl» N'Utitloes 5 Stoinit hin geöffneten Restaurationsräumen des dem Dom- Hovvl bienachbarten Palast Hotels. In die Jubelrufe zu Ehr?« Krügers mischten sich deutlich hörbare Pfiffe, deren UrMer man nicht entdecken konnte. Nachdem das Ständchen \J1*W A der iM^zertkapelle in dem Gebet ausgeklungen war, zeigte lÄo'SH sfÄ. U' G°’' ■ Grundst»'«- mit Nach d-efmn Bericht sind die jchlimmsten BesUrck- tungen noch weit übertroffen worden. Wenn man 6cbEnM<,baJLn60n bc,? tunb 98*/2 Millionen Beleibnnqen nur 53t/a Million, also etwas mehr als die M[fte dtirck die Grundstückswerte als gerechtfertigt anerkannt werden und ferner erwägt, daß die Beleihungen der Bank sich im Betrage von über 50 Millionen auf die sogenannte Spiel- Hagen-Gruppe beziehen, so bekommt man ungefähr ein Bild der unerhörten Schiebungen, die vorgekommen sind, und deren Wirkung darin besteht, daß die Pfandbriefe in ihrem Werte in einer heute noch gar nicht abzusehenden Weise herabgesetzt sind. Wie es möglich sein wird, diesen Rattenkönig zu entwirren und ohne allzu große Schädigung der Pfandbriefbesitzer eine Liquidation herbeizuführen, entzieht sich vorläufig der Berechnung. Vor allen Dingen aber ist schon heute fest« zustellen, daß Aufsichtsrat undBankleitung für die großen Verluste, die sie dem Publikum zugefügt haben, regreßpflichtig zu machen sind, und daß dem Gesetze nach jeder Richtung hin Achtung verschafft werden muß. Welchen Einfluß dieser Bericht zunächst auf den Kursstand der Pfandbriefe der Deutschen Grundschuldbank haben wird, kann man noch nicht übersehen, da nicht zu erkennen ist, ob und inwieweit die notleidenden Hypotheken überhaupt eine Deckung für die Pfandbriefe gewähren. Deutsches Reich- Berlin, 4. Dezember. Der Kaiser hörte heute vormittag die Borträge des Chefs des Militär-Kabinets von Hahnke, den Chef dtzs Ingenieur- und Pionierkorps Frhr. von der Goltz und den Chef des AdmiralsstabeS von Diederichs. Später empfing der Kaiser den sächsischen Militär-Attachö Krug von Nidda zur Ueberreichung eines Handschreibens des Königs von Sachsen. — Im Reichstage sollen Erwägungen im Gange sein, ob eine Anfrage an den Reichskanzler wegen des amtlichen Verhaltens gegenüber dem Präsidenten Krüger zu richten sei. — In der Budgetkommission des Reichstages begann heute die Beratung des 3. Nachtragsetats für das Rechnungsjahr 1900 betreffend die Expedition nach Ostasien. Es werden 152,770,000 Mk. gefordert, die im Wege des Kredits flüssig zu machen sind. Auf Vorschlag des Vorsitzenden v. Kardorff werden zuerst die Kosten der Expedition im Bereiche der Verwaltung des Reichsheeres zur Verhandlung gestellt. Abg. Richter bezeichnet die Klagen der Presse, daß die Kommission ihre Arbeiten nicht beschleunigt habe, für unberechtigt. ES sei die > eingehendste Prüfung notwendig, da eS sich zum Teil um Summen handle, die noch garnicht verausgabt sind. Richter stellt hierauf eine Reihe von Anträge, die sich an einzelne Titel anschließen. Hierauf wird Nr. 1 des Kostenanschlages : Mobilmachungsgeld und Einkleidungsbeihilfe 13139,10 Mk. bewilligt, ebenso Nr. 2 (Nachbilden der Fahrzeuge, Füllen der Pferdearznei-Kästen rc. 16 697 Mk.). Bei § 3 (Pferde 13 457 887 Mk.), erklärt Kriegsminister v. Goßler auf Anfrage, daß die deutschen Verluste in China bis jetzt verhältnismäßig gering seien. In Tientsin herrsche Ruhr, in Peking Typhus. Der Gesamtverlust bis Ende November betrage 3 Offiziere und 62 Mann. Zur Beunruhigung sei kein Anlaß. Die Forderungen für Krankenpflege werden darauf bewilligt. Bei Nr. 13: Alle übrigen Ausgaben 14 689 584 Mk., beantragt Abg. Richter, die Pauschalsumme in zwei Teile zu zerlegen, einmalige und lausende Ausgaben zu scheiden und 10 Millionen abzusetzen. Nach längerer Debatte zieht Abg. Richter feinen Antrag auf Streichung der 10 Millionen zurück und die geforderte Summe wird bewilligt. Als Berichterstatter wird Abg. Dr. Müller- Fulda von der Kommission bestimmt. Es folgt die Be ratuug der laufenden Kosten. Die Nummern 1 bis 9 (Kriegsministerium, Kaffenwefen, Intendanturen, Geistlichkeit, Justizverwaltung rc ) werden debattelos angenommen. Bei Titel 10, Geldverpflegung der Truppen, entspinnt sich eine längere Debatte, in deren Verlaufe der Abg. Richter anfragt, ob es Thatsache sei, waS Zeitungen melden, daß die Soldaten keine Briefe mehr, sondern nur noch Postkarten schreiben dürfen. Minister v. Goßler erwidert, daß er wegen der Zeitungsmeldungen in China angefragt habe. Von hier aus sei ein solcher Befehl nicht ergangen. Staatssekretär v. Tirpitz erklärt, daß eine Reihe über Plünderungen gebrachte Berichte unwahr seien und bestreitet mit Entschiedenheit, daß Gräuelthaten, wie sie durch die Presse laufen, von deutschen Soldaten begangen worden find. Ein Antrag v. Kardorff, mit der Vorlage zugleich gesetzlich die Frage der Pensions- Versorgung der Chinatruppen zu regeln, wird angenommen. Damit ist die Position „laufende Kosten" erledigt. Bei der Beratung der Kosten der Marine entsteht ebenfalls eine längere Diskussion. Auch dieser Abschnitt gelangt unverändert zur Annahme. Die Kommission vertagt sich darauf auf morgen vormittag. — Bon anderer Seite wird gemeldet : In der Budget-Kommission des Reichstages er« klärte auf eine Anfrage Bebels, ob die China-Expedition als Krieg anzusehen sei, Staatssekretär v. Richthofen, die Expedition sei aufzufassen als ein bewaffnetes Ein« schreiten gegen anarchistische Zustände. Dieses Einschreiten hindere nicht das Fortbestehen eines gewiffen völkerrechtlichen Verkehrs zwischen dem Deutschen Reich und der legitimen Regierung Chinas. — Zum Gouverneur von Deutsch«Südwest- afrika soll der „Dtsch.Ztg " zufolge Hauptmann Graf Götzen ausersehen sein. Graf Götzen hat sich durch eine Durchquerung Afrikas und die Entdeckung des KivuseeS bekannt gemacht. — Die „K. Z." schreibt: Freisinnige und ultramontane Blätter melden, daß der Reichstagsabgeordnete für Worms, Freiherr v. Heyl zu Herrnsheim verschiedenen Abgeordneten gegenüber seickn Austritt aus der national- liberalen Reichstagsfraktion anzeigt. Wir können demgegenüber feststellen, daß bis heute mittag ein Schreiben des Freiherrn v. Heyl beim Fraktionsvorstande nicht eingegangen ist. — Zur Reform der höheren preußischen Schulen erfährt die „Kreuzztg.", daß in den Gymnasien die lateinischen Wochenstunden um drei vermehrt werden sollen. Ferner teilt sie mit, daß auch m Elsaß-Lothringen die Abschlußprüfung beseitigt werden soll. Die Nat.-Ztg." meldet: Die Abschluß. Prüfung für die Versetzung von Unter- nach Ober-Sekunda die nach Genehmigung des Kaisers aufgehoben werden soll wird voraussichtlich Ostern 1901 nicht mehr abgehalte» werden. Ausland. Brüssel, 4. Dezember. Herzog Heinrich Mecklenburg wird am 15. Dezember nach dem Haa» übersiedeln. Tie liberale Linke der Kammer und des Senates beschloß in einer heutigen Versammlung, eine geschlossem- parlamentarische Oppositionsgruppe gegen bic klerikalen Parteien zu bilden. Ihr Programm be trifft: Einführung der persönlichen Wehrpflicht, Schm zwang und verhältnismäßige Wahlen für die Pärlamenie und die Kommunen. In Betreff des allgemeinen gleichen Stimmrechts ist ein Ausschuß von 8 Mitgliedern ernannt worden, welcher diese Frage einem eingehenden Studium unterziehen wird. Paris, 4. Dezember. Im Senate gelangte fyeiw der Gesetzentwurf über die Flottenvermehrung zur Verhandlung. Senator Combles führt aus, daß einj? &r, mehrung der Seemacht Frankreichs absolut notwendig Vi, denn unter den gegenwärtigen Verhältnissen bliebe bn französischen Flotte in einem Kriege nichts anderes übrig, als sich in einen Hafen zu flüchten und dort eine günstige Gelegenheit zu einer Aktion abzuwarten. Madrid, 4. Dezember. In den ersten zehn Monaten 1900 betrug der Import Pes. 698 eine halbe Millionen, 100 Mill, weniger als im Vorjahr, der Expon Pes. 595 Millionen, 16 Mill, weniger als 1899, die Steuer einnahme 34 Mill, mehr als das Budget vorgesel)en. Tie Handelsbilanz wird also' jedes Jahr u n g ü n st i g e r. Rom, 4. Dezember. Auf verschiedene Anfragen über das Programm des Kabinetts erklärt Sarracco, er verstehe wohl, daß die äußerste Linke einer Politik das Wort rede, die auf die Herabsetzung der militärischen Kräfte und die Verminderung der öffentlichen Schuld hinziele. Tie Regierung wolle aber, ohne irgendwelche Criveiter- ungen anzustreben, weder eine Schwächung des Staates noch den Bankerott. Tie Regierung werde in dem Bei- waltungsteile des Kriegsbudgets sparsam wirtschaften, aber niemals ihre Zustimmung dazu geben, daß der Effektivbestand des Heeres vermindert werde. L i v a d i a , 4. Dezember. Der Kaiser verbrachte bk verflossenen 24 Stunden sehr gut. Gestern abend betrug die Temperatur 37,1, der Puls 80, heute morgen 35," resp. 66. Das Empfinden ist sehr gut. Der Sax^x verbringt einen Teil des Tages im Lehnstuhl fifyenb. New - York, 4. Dezember. Auf Grund der Amnestie- Proklamation'haben .gestern 2180 philippinische Insurgenten den Treueid geleistet. , Washington, 4. Dezember. Tas Ministerium des Auswärtigen hatte den Wunsch ausgesprochen, daß der Panzerkreuzer Kentucki oder ein größeres Kriegsschiff sich nach Marokko begebe, um Genug- thuung für den dort ermordeten amerikanischen Staatsangehörigen zu verlangen. Das Marineministerium erwiderte darauf, daß es das nach Marokko gesandte Schiff Dixie für »genügend erachte, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Der Kentucki, der zur Zeit bei Algier vor Anker liegt, wird nach Smyrna und von dort nach Manila gehen. 3Lxs Stadt and Zand. Gießen, 5. Dezember 1900. Perfonalnachrichten. Der Großherzog Hat am 22. November den Stellvertreter des evang. Dekans bt6 Dekanats Gießen, Pfarrer Georg Schlosser, \w Nachsuchen vom Amte entbunden, ferner am 22. November die von der Dekanatssynode des Dekanats Gießen für ben Rest der Jahre 1903 ablaufenden Wahlperiode vollzogene Wahl des evang. Pfarrers Strack in Leihgestern zum Dekan und den evang. Pfarrer Dr. Karl Naumann zum Stellvertreter bestätigt. •• Ein Kaiserwort. Nach der Enthüllung des Denkmals für die Königin Luise in Tilsit war dem „Gießener Anzeiger" aus jener ostpreußischen Stadt von einem dortigen Leser, einem Richter, dessen soziale Stellung also keinen Zweifel über die Richtigkeit der Mitteilung zuließ, ge- schrieben worden, der Kais er habe bei dem von Radfahrern und Radfahrerinnen veranstalteten Festzuge zu einer der neben ihm stehenden Ehrenjungfrauen, der Tochter des dortigen Dragonerregiments - Kommandeurs, und andere/' Damen die mißbilligende Bemerkung gemacht: „3-4 h'ltt Sie, meine Damen, steigen Sie nicht aufsNad Diese unsere Notiz ging in die gesamte deutsche Preffe über. Seitdem zerbrechen sich einige Sportfreunde unauSges^ den Kopf über die „Auslegung" dieses Kaiserwortes. So finden wir jetzt in der „Märkischen Radfahrerzeüuug folgenden geistvollen Erguß: „Ein angebliches Kaiserwort. Za unserem Artikel in Nr. schreibt unß ein Freund unseres BiatteS: Betreffend den bewuUo> verhängnisvollen Ausspruch des Kaisers über daS Radfahrm Damen ist es meinen Bemühungen nun endlich gelungen, heraus»»' bekommen, daß nur ein Mißverständnis oorliegt. Wie eS j« gar nicht anders sein kann, hat Se. Majestät so ziemlich gerade v« Gegenteil gesagt und es besteht nur noch die Frage, ob sich die Damco verhört haben oder ob der falschen Wiedergabe — (denkbar das auch!) — eine tendenziöse Absicht zu Grunde gelegm i)«-/'. Der Kaiser hat nicht gesagt: „Ich bitte Sie, meine Damen, gjg Sie nicht aufs Rad!", sondern: „Ich bitte Sie, meine Damen, JWJ Sie nicht aufs Rad?". Se. Majestät hat damit aber wohl Wunsche Ausdruck geben wollen, die schmucken, schneidigen jungsrauen gleichfalls auf dem Rade bewundern zu können. » eine Frage und eine Aufforderung statt einer Abmahnung. - - - - Der neueste Kommentator von Kaiserworten hat. u. feinen Beruf verfehlt. Es dürfte sich empfehlen, W1* Zivil-Kabinet des Kaisers oder in der Redaktion des „Reichs anzeigers" anzustellen, wo es ihm gewiß gelingen wl - durch sein hier so glänzend bewährtes Frage- und Antwo spiel alle weiteren Mißverständnisse von Kaiserwor zwanglos zu beseitigen. i ..... ' Lovbolt, >'LallerzieM W 2 Darbietungen $ Bestellungen «W3;SU st«1® imW’ tv J in WBEM ' in ZKSL" LAÄ afejsÄ SäSäS (•riolqt die Abfahrt U.ov Mxuszug aus dem Amstei . c damer Schlafwagen, bem | t Berliner Schlafwagen, oem t Miner fyufiuagen. ur. ' n M M Dienstag bezw. I Öl? ÄÄte Worms 1'2.5', L Straßburg 3.30, Aolm iwnuwol 4.5U Petit M Tie Zollrevision erfolgt i MWn den beiden letzte iitation erreicht der Rivier« istille am Abend des Tie tÄmstag. und zwar Nizzi | " -.1.30 abends. Tie Rückfahl .Morden erfolgt jeden Mont, i-Äentonc 9.30, Nizza ab 10. r vvn Bremen, Altona-Ham ' der Miera und umgelch : auf wenig über 30 Stunde ■ verringert außerdem nie deutschen Städten, z. B. : Stunden, um ein bedeute er dürfte besonders bura : Hafenstädten • ausgeht, i : 2trom von reichen Astai 1 land zu fuhren. AtinMti, 4. 1 ^Volkszählung in unsere - Ml von M 1525 »nur 1297 betrag. Wenn zunimmt, wird fit bald erreichen. ' 4. Derer ton Miet XXV[[ W bet ftfbernen fyrfwit -Morgen werben bie Wen ®QWr VII, j Stall' S'.S-Ä' ML fejMt tofdumt Sirb'W® 5 Menej ---3. 8.? 4. 4,6/q Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 do. 4 0/o 3y2o/o do. 3Vl% Reichsanleihe 3 % do Tendenz: schwach. Bekanntmachung 789V Spor- und KihKaffe Gießen - Sitzungszimmer Großh. Bürgermeisterei dahier. 7896 'r Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oebterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . . 8. 15-18 unk. b. 19Ö0 8. 19-20, unk. b. 1905 8. 13, 14 8. 21, 22, unk. b. 1905 Kirchliche Nachrichten. Evangelische Äemeiu «r. 95.10 87 25 95.05 87.40 93 — 95.— 43 80 24.80 25.45 76 30 LandgerichtSralS Wehner ihren Anfang. Zu verantworten hatte sich der am 19. August 1882 zu Schloppe (Kreis Deutsch-Krone) geborene Txenstknecht Wilhelm Anklam wegen eines am 14. Oktober l. Is. in der Nähe von Hungen verübten Notzuchtversuchs. Der Angeklagte ist deS ihm zur Last gelegten Verbrechens geständig. Das Gericht verurteilte denselben — nachdem die Geschworenen ein Schuldig über ihn gesprochen hatten, ihm auch mildernde Umstände zugebilligt hatten — zu einem Jahr Gefängnis. Sechs Wochen der erlittenen Untersuchungshaft kommen an der Strafe in Abzug. 8 5/6 unk. b. 1904 8. 7/8, unk. b. 1906 iif hfrirhipfipn» box Hier Schlafwagen, dem Hamburger Schlafwagen, dem (« prffSE 4n,rQ^ B erlin ar Schlafwagen, dem Berliner Speisewagen und dem infe pinp/Em'^7 «111 ar Packwagen. Ter Riviera-Expreß berührt in der einer foutit bo» wlun Dienstag bezw. Donnerstag, oder Sonntag dE StLdte Worms 12.57, Ludwigshafen 1.20, Lauterburg Gi.eßen, den 3. Dezember 1900. Dirrktion der Spar- und Lethkasse Gießen. Wiener. 7891] Die Einlösung der am 2. Januar 1901 fälligen Coupons unserer Pfandbriefe erfolgt bereits vom 15. Dezember er. ab kostenlos an unserer Kaste, sowie an den bekannten Zahlstellen. Neustrelitz, 5 Dezember 1900. Mklklellbnrg-StreliM Kypstzektubimk. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I- V.: Wolff, Beigeordneter. Vorsitz der Großherzogin fand heute vormittag in der Alice Schule die Generalversammlung des Alice- Frauenvereins für daS Großherzogtum Hesten statt, die, da sie gleichzeitig die 25 Wiederkehr des StiftungS- tages darstellte, ein schönes festliches Gepräge hatte. Im Gefolge Ihrer Kgl. Hoheiten befanden sich Exzellenz von Westerweller und Frau, die Schlüsseldame Freiin v. Grancy, Hofdame Freiin v. RotSmann und Madame Dawitoff. Im Anschluß an die Generalversammlung fand die Eröffnung der Ausstellung von Schülerinnenarbeiten statt, die recht sehenswert ist. Offenbach, 4. Dezember. EinschlimmeSAbenteuer erlebte ein junger Schäftemacher von hier, der sich gestern nach Frankfurt begeben hatte. Er war mit Bekannten in einem Lokale eingekehrt und hatte von dort ein Mädchen auf dessen Heimweg begleitet. Dann ging er in die Stadt zurück, setzte sich am Bethmannsweiher auf eine Bank und schlief ein. Um 3 Uhr morgens vernahmen Passanten Hilferufe, sie eilten hinzu und fanden nun den jungen Mann im Weiher und bemüht, das Ufer wieder zu gewinnen. Nachdem er aufs Trockene gebracht worden war, gab er an, er sei Überfällen und seiner Uhr und deS Geldes beraubt worden, dann hätten die Räuber ihn inS Wasser geworfen. Er wurde zunächst auf die Polizei und dann zur SanitätSwache gebracht, die für seine Ueberführung nach Offenbach Sorge trug. ** Kleine Mitteilnngen aus Hessen und den Nachbarstaaten Vergiftet mittelst Gas hat sich eine in Mainz wohnende ältere Frau in einem Anfalle von Tiefsinn. — So weit als sich nach den bisherigen Feststellungen ergeben konnte, hat Bingen nunmehr das erste Zehntausend der Bevölkerungsziffer überschritten. Der enorme Zuwachs gegen die Ziffer des Jahres 1895 ergiebt sich aus dem überaus starken Besuch des Technikums und der Baugewerkschule. — Die Bezirkssynode Wiesbaden hat einen Antrag auf die Teilnahme von Geistlichen im Ornat an den Leichenfeiern bei Feuerbestattungen angenommen. Universität und Hochschule. Nach dem Personalverzeichnis der Tech»Ischen Hochschule zu Darmstadt für da« Wintersemester 1900/1901 zählt diese 1664 Hörer gegen 1563 im letzten Sommersemester. ES studieren: 143 Architekten (darunter 31 Hospitanten), 200 Jngenieurwesen (15), 420 Maschinenbau (43), 625 Elektrotechnik (67), 134 Chemie (10), 31 in der Allgemeinen Abteilung (8), dazu 111 Teilnehmer an einzelnen Vorlesungen (darunter 61 Damen). Die 1664 Hörer verteilen sich aus Hessen: 429, andere deutsche Staaten zusammen: 812, Übrige europäische Staaten: 409, außereuropäische Staaten: 14. Donnerstag den 6. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal (Kirchstraße 9). Ps. 8. Pfarrer Schlosser. liefert billigst Kruhl'sche Nmvttßiiits-Aruilrttti. Straßburg 3.30, Kolmar 4.29, Mülhausen 5.15, Alt- nmüiistei ol 4.54, Petit Croix 5.50, Belfort 6.15 morgens. T i’.-e Zollrevision erfolgt im Zuge während der Fahrt M lschkiu den beiden letztgenannten Städten. Die End- stch tion «erreicht der Riviera-Expreß über Lyon und Marse M vm Abend des Dienstag bezw. Donnerstag oder SÄlinsuug, und zwar Nizza um 8.30 und Mentone um 150 abends. Die Rückfahrt von der Rieviera nach dem N Hilden erfolgt jeden Montag, Mittwoch und Samstag von M'mton e 9.30, Nizza ab 10.30 vormittags. Die Fahrtdauer vc?ni Ist emen, Altona-Hamburg, Berlin, Amsterdam nach iH.'nfflili'iera und umgekehrt ist durch den Riviera-Expreß wenig über 30 Stunden verkürzt. Der neue Luxuszug vtinrbifl ert außerdem nicht blos zwischen den einzelnen Mnitfdrn Städten, z. B. Berlin—Frankfurt a. M. acht SMhiii, um ein bedeutendes die Entfernungen, sondern, .‘t: diirsste besonders durch den Umstand, daß er von den S? -MiiMdten ausgeht, dazu beitragen, einen großen Slnom von reichen Ausländern nach und durch Deutschland zia führen. •r- Klein-Linden, 4. Dezember. DaS Ergebnis der V MSKählung in unserer Gemeinde zeigt eine Einwohnerzahl vorn rund 1525 Personen, während diese 1895 num!297 betrug. Wenn bei uns die Einwohnerzahl weiter joi! jtininnmt, wird sie bald das benachbarte Großen-Linden cncit^en. ’ k'ang-Göns, 4. Dezember. Heute konnten die Eheleute A >Mton Müller XXVIII., Metzgerei und Wirtschaft, das FeM der silbernen Hochzeit in guter Gesundheit feiern. — NRmgm werden die Eltern bezw. Schwiegereltern, Jo- ha,vne s Wagner VII., das Fest der goldenen Hochzeit be^chn. Da rmstadt, 4. Dezember. Gestern fand, wie gemeldet, inw tmnichsteiner Park eine Jagd auf Sauen statt, zu bei: her hiesige preußische Gesandte Prinz Hohenlohe- Oülfringen und der kommandierende General Exzellenz Vermischtes. * Essen (Ruhr), 4. Dezember. (Amtlich). Gestern Nachmittag wurde infolge nicht rechtzeitigen SchließenS der Wegschranken ein den Uebergang an der Westseite deS Bahnhofes Langendreer passierendes, mit 2 Pferden bespanntes Lastfuhrwerk durch den Schnellzug 24 Dortmund-Köln überfahren. Die Pferde wurden getötet, das Fuhrwerk zertrümmert, der Lokomotivführer leicht verletzt. Der Zug erlitt eine einstündige Verspätung. * Blankenburg (Harz), 4. Dezember. Otto Fischer, Inhaber der hiesigen Bankfirma Otto Trumpfs, hat sich vergiftet. DaS Geschäft ist im Konkurs; die Unterbilanz soll eine halbe Million betragen. Viele kleine Leute sind geschädigt. • Leipzig, 4. Dezember. Heute Mittag platzte in der Dampfbuchdruckerei von Barthel ein Dampfrohr. 5 Arbeiter wurden schw er verletzt und in einem Krankenhaufe untergebracht. * München, 4. Dezember. Der flüchtige Räuber und Mörder Math. Kneißl, der in der Nacht zum 1. Dezember im Weiler Jrchenhausen, Gemeinde Hohenzell bei Altomünster, den Gendarmerie Kommandanten Brand- maier erschossen und den Soldaten Scheidler durch einen Schuß schwer verletzt hat, besitzt zwei Pfandbriefe der Bayrischen Hypotheken- und Wechselbank und zwar Lit. K. Nr. 168,802 zu 2000 Mk. und Lit. M. Nr. 93,599 zu 500 Mk. Diese Obligationen rühren von dem am 25. Oktober in Oberbirnbach auSgeführten Raube her. Eine amtliche Notiz in den „M. N. N." ersucht dringend, bei Angebot dieser Papiere den Inhaber verhaften zu lassen. * Paris, 4. Dezember. Von der hiesigen Polizei sind heute 2 gräßliche Morde entdeckt worden. In zwei verschiedenen Stadtvierteln sind Leichenteile eines Mannes und einer in derselben Weise verstümmelten Frau aufge- funden worden. 66.50 M. 66.50 „ 00.00 „■ 99.50 » 90.50 n 84.10 , 84.10 M. 84.10 „ 76.10 , 76.10 „ 4 0/o D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 3'/,% do. unk. 1905 4O/o Preuss. Hyp’-A.-Bank 8. 8-12 . 211.50 . 180 40 . 133.20 . 148 80 . It2.—< . 143 — . 145.90 . 204.50 . 185 70 . 179.90 i.._ Schwurgericht. Gießen, 5. Dezember 1900. Die Schwurgerichts Verhandlungen für boT Quartal 1900 nahmen am Montag unter dem Vorsitze der Börsennachrichten. Berlin,^4. Dezember. MdI. Schlachthaus. Freibank. 7850 Hrrrte uud rsrorgerr: AGll-eW 55 Psg. Schweilltüeisch 45 Psg. M Haarchkettku Weihnachtsgeschenken ? i geeignet, 7712 fertigt billigst an H. Tichy, Skltkrsmg 43. 3l/i % Konsols . . . 8 ^/o do ... 31,2 Vo Hessen . . . 5 7o Italien. Rente . . 4» o Griech Monop.-Anl. 3 o/o Portugiesen . . 3 o/ > Mexikaner . . . 44/, o/0 Chinesen . . . r öffentlichen Schuld b . ohne irgendwelche fc» eine Schwächung ? Regierung werde in h? Neueste Meldungen. Berlin, 5. Dezember. Die 200 Iahrfeier des preußischen Königreichs solle einen historischen Charakter erhalten. Der Kaiser wünscht namentlich die Abkommen von Personen zu sehen, welche 1701 an der Krönungsfeier teilgenommen haben. Der Kaiser wird bestimmt im Laufe des nächsten Jahres in Königsberg anwesend sein, ob während der Manöver oder schon früher, steht noch nicht fest. Frankfurt a. M., 5. Dezember. Heute früh 7 Uhr traf der Großherzog von Luxemburg , von München kommend, hier ein. Paris, 5. Dezember. Das Blatt „Epoche" versichert, in diplomatischen Kreisen verlaute, daß durch die Intervention des Fürsten von Montenegro Rußland der italienischen Regierung angeboten fyabe, falls der Dreibund nicht erneuert werde, eine russisch-italienische Konvention abzuschließen und Italien besondere Vorteile zu gewähren. Die Frage sei jedoch wegen der Krankheit des Zaren noch nicht entschieden. (Das Blatt „Epoche" wird mit dieser fetten Ente nicht Epoche machen. D. Red.) Rom, 5. Dezember. Man erwartet stündlich den Zusammenbruch der Ufermauern zwischen der Cestino- und der Palatin-Brücke. Erdsenkungen werden auch darüber hinaus festgestellt, desgleichen vor der Engelsbrücke und zwischen der Cavour- und Margherita-Brücke, sodaß fast oas ganze westliche Ufer i n Gefahv schwebt. Wie Fachleute versichern, würde die Wiederherstellung der beschädigten User 8 Mill. Lire kosten. tt B N- Merr 5, D/Mbv Ar Sroßherzog ttttr des Eg. T- 8e°rg ihtn, inner tzr- Dekanat- ? vo!v Liv deq nist aus Frankfurt eingeladen waren, tote auch rinne An zahl hiesiger Herren. Die Jagd war in der Nähe des? KorsthauseS „Einsiedel" und waren bei Schluß der- ch der ElitMW stl idn: 67 Sauen und 1 Stück Damwild erlegt. Jedenfalls Tilsit ' üunMie stattfindende Nachsuche noch eine Anzahl ergeben, ^preußischen ® -- Inter Anwesenheit des Großherzogs und unter dem ■'Ä'Swä - ... Bekanntmachung. "„^krauen, der ar Diejenigen hiesigen Smwohner, welche im Laufe dieses Jahres Hunde nl2manbtur^ aber^a-fft haben, wollen dies spätestens bis zum 3 l. Dezember d. I. ent- ,„na aeinachk- «ö we schriftlich oder mündlich in Selbstperson bei der imterzeichn-ten c®eI istc nicht ans ^triL anzeigen, indem sonst hie Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundö' deutsches auch im folgenden Jahre und solange fortdauert, als diese An. )ie 9eJ?® rtfteunbe ""7 ZeigjLv^säumt wird. G-ießen, den 3. Dezember 1900. Verdingung von Weitzbiuderarbett. Die zur Instandsetzung der Wohnungen in der vormals Löwenstein. schein Hofraite in der Schloßgaffe erforderlichenWeißbinderarbeitensollen Montag, 10. Dezember, vormittags ll3/i Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Beding, ungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 6 während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin einzureichen. Gießen, 5. Dezember 1900. Das Stadtbauamt. _________Schmandt._____7907 Bekanntmachung. Donnerstag den 6. d. M., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 55 Hausgeräte all. Art. sowie 4 Paar Lorbeerbäume, 50 St. Palmen, 30 Blumenkörbe u. a. m. zwangsweise gegen bar versteigert werden. Gießen, den 5. Dezember 1900. 05181 Stipel, Gerichtsvollzieher. gsbudgets spach? 1 Zustimmung dazu er; eeres vermindert M r. 2er Kaiser v hr gut. Gesternt Puls 80, heuteM' ist sehr gut. Ä7 es im &5W///W tber. tofSM der samr nijehe nber. Das Mnisteckr) sch ausgesprochen, M' ein größeres Sri?: tlo degebe, um öfiif rmordeten ommM yaen Tas McklmM is nach Marokko te um das angefrrebv. , der zur M bei W' tna und von dort M - Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 5. Dezember. la. franz. Wallnüsse Italien. Haselnüsse Tafelmandeln Tafelrosinen Tafelfeigen Datteln empfiehlt 7897 Emil Fischbach. Geriebene Mandel „ Haselnüsse sowie sämtliche Artikel der Feinbäckerei empfiehlt billigst 7901 Gust. Walter, ES»t englische ummischuhe billigst bei 7903 Ph. Schlatter, 4 o/g do. 4 o/g do. 3* 2 % do. 3l/a o/o do. nie" gtir hsSSä H ' A»ssch«tz-Sitz«ng den 7. Aezenröer 190^ nachmittags 3*/2 Hlhr DK Emkäs mit Firm sJS. °" na*c$ilSt " Arn« dem Theaterbureau. Die ..Schliersee'r" in der letzten Zeit an den Hofbühnen in Staun- 1901 nicht ! and Dessau, an den Stadttheatern zu Magdeburg, Düsseldorf, Köln — sind soeben im Hoftheater , in PeSbaden und anschließend im Schauspielhause zu w iwfnrt a. M. Bon dort kommen die Gäste zu uns nach r * GioW. Ueberall erzielten die „Schliersee'r- ausverkaufte iS ^rzvg .yüüiltr; ihre Darbietungen wurden überall mit Jubel auf- ^lnber nach -lencoimcn. — Bestellungen auf Eintrittskarten zu den er hieic flattfinbenben Aufführungen der „Schliersee'r" werben kriaSec und schtzljetzt in Ernst Challier'S Musikalienhandlung ent- ioueine fit3geMgkvommen. u bilden V°Seg^ "Die neuen Riviera-Expreßzüge. Der Er- ^sönlichen K.ösMngstermin der neuen Riviera-Expreßzüge war auf Dezember festgesetzt. Die Abfahrtszeiten von den -tienLnnr tzanggSslationen sind dreimal in der Woche, an ledem ‘B Von fiSEme^n; Mittwoch und Samstag folgende: Berlin, Anh. e einem8 ^"gliedern B>.-_hnhojf 3.40 Uhr nachmittags, Altona 1.27 mittags, (Ham- cinpm v IllDÜfl d.-±u Ul)L nuujmiLiuyy, «uvuu W"»» nem eingehenden - biungl.«? mittags), Bremen 2.50 mittags, Amsterdam 2.5/ k mr/tiaQi (Haag 2.25 mittags). Zunächst vereinigt sich der dm ^enate ge( HcuMwger Zug, der in Uelzen 3.10, Lehrte 4.15 anhält, u oUenvermehru, mit dem Bremer Zug in Hannover. Abfahrt von hier ^ssuhrt aus, dass eil nachmittags. Dann geht's über Göttingen 6.22 und ,nW absolut nottoen Üe[ ' 38 nach Bebra, wo der Berliner Zug hinzutritt, "gen Verhältnissen bli? D («ser machte inzwischen die Fahrt über Halle 5.47 und ” niräts anberp- Ml '?.21. Abfahrt von Bebra erfolgt um 8.55 abends uchten und dort eine i 'NU Aufenthalt in Elm 10.19 und in Offenbach 10.23 11 abzuwarten. nci^chFrankfurt a. M. ??ier tritt die letzte Bereinigung ein -r. 3n den ersten unud zwar mit dem Amsterdamer Zuge, der inzwischen ,ort M 698 einp ßn h ‘ aiM'Nachmittage in Utrecht 3.30, Arnheim 4.21, Emmerich als im Vorjahr iS?1 6.M Wesel 6.39, Oberhausen 7.04, Duisburg 7.14, Düssel- weniaer als ma k»« doiis 7^6, Köln 8.06, Bonn 8.45, Coblenz 9.38, Mainz 11.02 s das Budget vorael lllVdCU Aufenthalt nahm. Bon Frankfurt a M. d alin^ iPhp erichoigi die Abfahrt 11.55 nachts. Nunmehr besteht der 1 1 UE5 Liüruszug aus dem Amsterdamer Packwagen, dem Amstcr- OOOOOOOOOOÖOOOOOO^OOOOOOOOOOQOOOO Danksagung Familie Buseck Heilbronn, Worms, Gießen, Fairvtew (Amerika) den 5. Dezember 1900. 05132 GOOOOOüOOÜOGöOÖÖÖÖögöOOOOOOOÖOOOOüOi Wolkengasse 26. 05129 Gießen, den 5. Dezember 1900. 7895 werden sofort gesucht. 7902 I Pfeffer, Marktplatz 6. Erstes SptDigeslhäft fürEimahvitivge» aller Art, 05180 Großen-Buseck, den 3. Dezember 1900. 7888 Unterricht -Ms Goldene Brillen und Pincenez empfiehlt 4876 | Emil Schmidt, Neuenweg 16 4783 Foxterrier entlaufen. Lang toupiert, Lump Benner & Krumm, Aug. Noll II, Jul. Bach 7791 ®ru «raftsupprn, Maggi'- Bouillon-Kapseln, Maggi's Gluten-Kakao bei Ihr. Wallenfels, Marktplatz 17. Danksagung. Allen denen, die bei dem herben Verluste unseres lieben Sohnes und Bruders so innig Anteil genommen haben, sowie für die Blumenspenden und für die trostreiche Rede des Herrn Pfarrer D sichert sagen wir auf diesem Wege unfern innigsten Dank. Familie Dörr. Koldene Medaille Karis 1899. Brüche. Unfälle MWnkiWM erteile Danun und Herren zu jcber Tageszeit. 7857 « Eo Seng, Mafchivenfchreiöerei, Seltersw.g 77. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem uns be Hochachtungsvoll Johann Seibel Ball- und Gesellschaftsfächer. Gürtel grosse Auswahl, stets Neuheiten. Pompadours. Damen-Hand- und Reise-Taschen. Album für Photographien und Postkarten. Portemonnaies, Xthreibmappeii, Stlumitkkasleo. Grosse Auswahl in Lederwaren. Künstliche Pflanzen und Blumen. Blumentische und Blumenständer. Rauchtische, Rauchgarnituren, Wandschränke etc Originelle Neuheiten in aparten Cigarrenspitzen und -Behältern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Hinscheidens unseres geliebten Töchterchens und Schwesterchens Elisabeth für die überaus zahlreichen Blumenspenden, sowie Herrn Pfarrer Euler für die trostreichen Worte am Grabe sagen innigsten Dank Ferd. Sturm, nebst Frau und Kindern. Es ist eine bekannte Thatsache, daß Brucheinklemmungen oft einen tödtlichen Ausgang nehmen. Um derartige Fälle za verhüten, empfiehlt eä sich, ein Bruchband zu tragen das genau angepaßt ift. Mein Bruchband ist ohne Aeder, kein Gummi w"«"' Empfehle jedem Leidenden, emen Bersuch damit zu macken selbst bte schwersten Bruche halte zurück. Gleickzeitia empfehle meine Leibbinden, Nabel-Borfall-Bandagen. 5 9 Hochachtend f x J- A- Saenger. Wruchfat (Baden) 13 ru sprechen am. 12 Dezember in Wetzlar im Hotel Kaltwaffer, -s. Dezember m Gießen im Hotel Riegelmann. 7394 Für die innige Teilnahme bei unserem schweren Verluste, insbesondere Herrn L. Ramge, Heilbronn, für den herzlichen Nachruf sagen besten Dank 7900 Ludwigsplah 13 Geschäfts-Eröffnung. Donnerstag den 6. Dezember d. I. eröffne ich 13 Ludwigsplah 13, vebe« meiner Weinstube, Reichhaltige Ausstellung der altbewährten Fabrikate Westphälisthen «itkelwalawerks. Tafelgeschirre und Kochtöpfe in nickelplattiert, reinnickel u. nicket kupferplattiert Theetische und Theeständer in prima Nickel und echt Kupfer. Grosse Auswahl Ofenschirme in aparten, neuen, modernen Mustern. Stets ausgedehntes Lager von Bowlen, Bechern, Kannen, Weinküblern etc. in Kaiserzinn, Edelzinn und Reichszinn. Familie Spuck. Klein-Linden, den 4. Dezember 1900. 7905 Eoigiiahm-, Delikaten- uni Cigantiesti und bitte meine verehrliche Nachbarschaft und werten Freunde um geneigten Zuspruch. Z# empfehle ich grösste Auswahl' Neuheiten in Luxuswaren und Gebrauchs-Artikeln Buchhalter, verheiratet, wünscht seine Stelle zu wechseln. Offerten u. N 05124 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 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