viele heitere und ernste Ereignisse voll Wichtigkeit und Interesse für die kleinen Leser, daß diese aus der Spannung gar nicht mehr herauskommen. Tante Aurores Erbin. Ene Erzählung für junge Mädchen von Käthe van Beeker. Mit einem Titelbild von E. Keppler. Verlag von Levy u. Müller in Stuttgart. 328 Seiten. Preis eleg. geb. Mk. 4.50. — Tie Verfasserin bietet den jungen Mädchen eine Erzählung, die bei spannendem Inhalt und kunstvollem Aufbau eine prächtige Charakterzeichnung aufweist. Sie führt ein junges, leidenschaftliches Mädchen vor, das als Schlagschatten vieler tüchtiger Eigenschaften eine blinde Eifersucht und ^vilde Herrschbegier in sich trägt. Was es liebt, das soll ihm allein gehören, ohne Einschränkung und Teilung, soll sich seinem Willen fügen und seine Wege gehen. In welche Konflikte Ruth von diesen heftigen Leidenschaften geführt wird, und wie kluge, liebevolle Führung die wilde, kleine Stürmerin allmählich in die richtigen Bahnen lenkt und ihr im Kampfe mit sich selbst hilft, das ist im Verlaufe der Erzählung mit frischem, urwüchsigem Humor geschildert. Neben der Heldin der Geschichte hebt sich die Figur der Tante Aurore lebensvoll und sympathisch hervor. Man liebt sie trotz und mit all ihren wunderlichen Eigenschaften, die zu ihrem Wesen gehören wie die Federn zum Vogel. Mit gleicher Liebe sind die übrigen Gestalten der Erzählung gezeichnet. Hamerlings Werke. Volks-Ausgabe in vier Bänden. Ausgewählt und herausgegeben von Dr. Michael M. Rabenlechner. Mit einem Geleitwort von Peter Rosegger. Lieferung 1. Vollständig in 35 Lieferungen zu je 50 Pfg. Verlagsanstalt und Druckerei A.-G. (vorm. I. F. Richter) in Hamburg. — Die neue Ausgabe entspricht allen berechtigten Wünschen durch gute Ausstattung, schönen klaren Druck auf gutem, holzfreiem Papier und modernen Buchschmuck, bei relativ billigem Preise. Es wird so auch dem minder Bemittelten Gelegenheit gegeben, sich die Werke des österreichischen Dichters anzu- schaffen, der besonders in Norddeutschland manchem unbekannt geblieben ist. Die neue Ausgabe bringt an erster Stelle die Dichtung, die zuerst Hamerlings Namen bekannt gemacht hat, das Epos „Ahasver in Rom"; diesem sollen sich „König von Sion", „Germanenzug", „Amor und Psyche" und „Homunkulus", weiter das Drama „Danton und Robespierre" und das Scherzspiel „Deut", geschrieben zur Verherrlichung der deutschen Einheit, an- reihen. Dann soll die Lyrik kommen: „Sinnen unt> Minnen", „Blätter im Winde", „Venus im Exil". Den Schluß bildet der Roman „Aspasia". Hj, Ächrich. ngrvoll Seibel. 25] Kür timu W» wird für Vlihnak- Lev vom Landen gesuLt. QOQOOqoo SF zu bet* 21!L_6an*&e ig 4 n lo|ort stesuchk. 3 Pseffer, Mch- >ttger EchuhniachergeselK ifi nb ge^en hohen Lohn g?" ! v. Amevd, 06! JMtge» -MG ht. edln»/' tliittt, oeihenM, w>: j-jiifeta. W.en u.5 : hpedüion biheS MM und ein rLreidtt Ichre beim 9trt?.. Wi fu&en Stellung ini ■" C. Wallevstei^:, .28] JvvgeS y w*«**Ä* ini DLMN und -zeit. G. E- Se“f "-'-LLZLÄ ,e und Thee=: .-ah M. 286 Drittes Blatt. Donnerstag den 6. Dezember. 150. Jahrgang SVOG Gießener Anzeiger Henerat-Unzeiger Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen deS In» und Ausländer nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. > ssOtirrt täglich Ht« Ausnahme deS NontagS. ' tit Gießener Nh»»ilie«vrätter toirxii dem Anzeiger in, S-chfel mit „Hefl. £etaNrirt" u. „Blätter föfr h«ff. Volkskunde- ron» d)tl 4 mal beigelegt. Wm°hme von Anzeigen zu der nachmittags für den feC|tnbm Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Aints- und Anzeigeblatt für den Kw» Giefzen. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Matter für hessische UotlrsKunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Itbal Hon, Expedition und Druckerei: Schntstraß« Ar. 7. Eisenbahnen in Südafrika. Die englische Zeitschrift „South Afrika" hat, wie wir o o «Brei. N. N. entnehmen, eine neue Karte der geplanten Msinbohnen in Südafrika veröffentlicht, die höchst lehrreich isst und beweist, mit welcher Kraft die Engländer den Eisen- bUnu in Afrika förbertf. Den Grundstock aller Bahnen o ibtt iete transafrikauische, die vom Kap nach Kairo gehen wiB; ihc Bau hat, wie es heißt, auch während des süd- a Manischen Krieges keine Unterbrechung erfahren. An bi'sfc große Bahn schließen sich viele Abzweigungen an, billig welche die Hauptbahn erst ihren richtigen wirtschaft- li^chil Wert erhält. Nach dem atlantischen Ozean ist bisher NLreive Nebenlinie geplant, nämlich jene, die vom portu- giiefischm Moffamedes durch Deutsch-Damaral and n.llch Ahodesia führen wird. Da diese Gebiete wenig ertmicftlt sind, verspricht man sich dort keinen großen Ver- *e£r. (Sanz anders sind die Verhältnisse im Osten nach dbM indischen Ozean hin, an verschiedenen Stellen sind cki on Bahnlinien im Bau, die sich an die große Bahn an- jcks liehen sollen. Die großen Kohlenbecken von Wankie sacken durch eine Bahnlinie zugänglich gemacht werden, etMo die bedeutenden Zuckerplantagen zwischen Durban pjub bet Mündung des Tugela; eine Abzweigung soll nach dm Bo i von Sta. Lucia hergestellt werden, die zu einem gyußrn Hafen ausgebaut werden soll. Dann hat Lord WÄert» auf den Vorschlag des Oberst Girouard den Bau ciMl L inie genehmigt, die den ganzen Witwatersrand durch- fdi)iE(ib(ia und weiter südlich bis Natal gehen soll. Schon 12 000 Kaffern dabei beschäftigt. Sie wird dem Gold- jciÄjbuin hauptsächlich zu Gute kommen und soll namentlich ei M Mttbewerbsbahn für die niederländische bilden, um beetn ssehr hohen Tarif herab zu drücken. In Rhodesia hcuüniM die Bahn von Beira nach Salisbury, die als eine fchsmlspurige angelegt war, in eine normalspurige umge- w'm'cklt.. Sobald der Frieden hergestellt ist, will man danmn gehen, in ganz Südafrika ein einheitliches Tarif- syißm «inzuführen, was man innerhalb eines Jahres zu ernten hofft. Den größten Nutzen würde der Bergbau bauten haben, namentlich bei der Zufuhr von Maschinen ui* sonstigen Bedürfnissen. Nach Ansicht der Zeitschrift wiiiltie sich der Goldbergbau in Transvaal bald verdoppeln, in iModesia aber verzehnfachen. Diese Pläne find nicht nur sehr interressant, sondern auch recht nachahmungswert. Wir Deutschen können in dieis« Beziehung noch manches lernen und sollten auch Lia-ciii! bedacht sein, namentlich in Deutsch-Ostafrika durch ErÄmmg von Bahnen für Aufschließung des Hinterlandes intb kessere Verkehrswege zu sorgen. Nebenbei bemerkt, ist 'n deutsch Südwestafrika seitens des Eisenbahn-Regiments schineine nicht unbedeutende Bahnstrecke von Swakomund bisl! ßroß-Windhoek ----- 489,7 Kilom. fertig gestellt. A»s Stadt und Kaud. Gießen, 5. Dezember 1900. " Patente wurden verliehen auf eine Presse zum M'rfrrn von Leder an Jul. Thomson in Offenbach, auf i—MB— Weiynachts Fitteratur. heideblumchen. Eine Erzählung für Kinder von icftt biä zwölf Jahren von Agnes Hoffmann. Mit oicrsnrrbdruckbildern von Fritz Bergen. Verlag von Levy u. 'Dhi Iler in Stuttgart. 224 Seiten. Preis eleg. geb. Mikl 4.— Agnes Hoffmann hat im „Heideblümchen" ein MM'rßtück geliefert, sowohl was spannenden Inhalt, als auch ivos Charakterzeichnung ihrer jungen Helden und feihtv Verständnis für die Freuden und Leiden der KiiMh erzen ' anbetrifft. Heideblümchen ist ein heiteres, foittniged Waldkind, das einzige Töchterchen eines Försters, daüi winen Namen dem Umstande zu verdanken hat, daß es geraibe in der Zeit geboren wurde, wo die Heide in vovltt Llüte stand. Innige Liebe verbindet sie mit ihrem äWhtn Bruder, und als dieser in die Stadt ins Lehrer- feriinüt: kommt, fühlt sich das Kind vereinsamt. Ihn es w r. feinst freien Zeit zu beschäftigen und das spärliche !om:men zu erhöhen, entschließt sich der Vater, das gcEaunrige Forsthaus zur Sommerszeit an Gäste zu ver- mtiitlin. Nicht lauge dauert es, so stellen sich die ersten Lärme-cftischler ein, und zwar eine Gouvernante mit kränklichen Kinde ihrer Herrschaft. Bald darauf romiUim noch mehr Kinder in das Forsthaus, und aus oeM ^Msammenleben dieser Gesellschaft entwickeln sich so einen in einer Dilatationszange angeordneten Pulverbläfer an Dr. A. Schwan in Gedern, auf ein Verfahren zur elektrolytischen Darstellung v. Tropinon an die Firma E. Merk in Darmstadt, auf eine Daubenfügemaschine an Gebr. Schmaltz in Offenbach, und auf ein Verfahren zur Herstellung unlöslicher Gelatinefolien, erste Offenbacher Gelatine-Folien-Fabrik, an Koch & LiDmann in Offenbach. -t- Postalisches. Wie bereits mitgeteilt wurde, ist Grüningen dem Landbestellbezirk der Postagentur Steinberg zugeteilt worden. Briefe nach Grüningen sind deshalb nicht mit 5, sondern mit 10 bez. 20 Pfg. zu frankieren, Postkarten mit 5 Pfennig. Zum Landbestellbezirk Gießen zählen jetzt nur noch folgende Orte z. B.: Hardt, Philosophenwald, Feldschlößchen, Lindenburg, Liebigshöhe, Schützenhaus, Braunsteinbergwerk, Braunsteinwäsche, Hardthof, Klein linden, Forsthaus Hochwart, Teufelsmühle, Thonwerk, AllendorfLahn,Alten-Buseck, Annerod, Trohe, Rödgen, Lützellinden, Belzermühle, Mittelsmühle. Im Landbestellbezirk beträgt das Porto wie im Ort selbst: für Briefe bis 250 Gramm 5 Pfg., für Postkarten 2 Pfg., für Postkarten mit Antwort 4 Pfg, Drucksachen bis 50 Gramm 2 Pfg., über 50 bis 100 Gramm 3 Pfg., über 100 bis 250 Gramm 5 Pfg., über 250 bis 500 Gramm 10 Pfg., über 500 bis 1000 Gramm 15 Pfg., GeschästSpapiere bis 250 Gramm 5 Pfg., über 250 bis 500 Gramm 15 Pfg., über 500 bis 1000 5 Pfg., Warenprobe bis 250 Gramm 10 Pfg., über 250 bis 350 Gramm 10 Pfg. Die von den Besatzungen der Kriegsschiffe in Ostasien zur Auflieferung kommenden Postanweisungen sollen von jetzt ab, gleich den Postanweisungen von den mobilen Landtruppen des Heeles und der Marine, als Feldpostanweisungen portofrei befördert werden. — Im Verkehr mit der deutschen Postanstalt in China und im Schutzgebiete Kiautschon, soweit sie am internationalen Post- anweisnngSdienst sich beteiligen, sind Nachnahmen auf Einschreibbriefen bis 800 Mk. zulässig. Die Nachnahmebeträge müssen in Mark und Pfennig angegeben werden- ** Vermieter und Mieter. Im Interesse der großen Menge derer, die zur Miete wohnen, muß der Kenntnis deS § 574 des Bürgerlichen Gesetzbuches die größte Verbreitung gewünscht werden; denn danach kann ein Mieter, der dem Hauswirt für längere Zeit Vorschüsse geleistet hat, leicht infolge einer durch den Vermieter vorgenommenen Veräußerung des Hauses erhebliche Verluste erleiden. Rechtsgeschäfte nämlich, die zwischen dem Mieter und Vermieter in Ansehung der Mietzinsforderung abgeschlossen werden, so z. B. die Entrichtung des Mietzinses, sogen. Zahlungen pränumerando, oder Aufrechnungs-, Erlaß- und Stundungsverträge, sind dem neuen Erwerber gegenüber nur soweit wirksam, als sie sich nicht auf den Mietzins für eine spätere Zeit als das Kalendervierteljahr, in dem der Mieter von dem Uebergange des Eigentums Kenntnis erlangt, und daS darauf folgende Vierteljahr beziehen. Ein vorsichtiger Mieter wird demnach jetzt gut thun, niemals mehr als den Mietzins für ein Kalenderjahr im voraus zu bezahlen. ** Die Zahl der aufgegebenen Ansichtskarten hat das Reichspostamt bei Gelegenheit her regelmäßigen Briefzählung während der sieben Tage vom 9. bis 16. August ermitteln lassen. Es ergiebt sich daraus, daß fast die Hälfte aller aufgegebenen Postkarten Ansichtskarten sind. Von 20 808 313 aufgegebenen Karten trugen 10 128 569 Bilder. Im Durchschnitt wurden täglich l’/z Millionen Ansichtskarten aufgeliefert. Unter den 1 iy2 Millionen Drucksachen waren ferner 559 219 Karten dieser Art. Der Portobetrag für den Tag stellt sich auf 69 010,76 Mark. Mit 2 Pfennig frankiert waren täglich 128 548 Ansichtskarten, mit 5 Pfennig 1 196 817, mit 10 Pfennig 41 625. Von den Universitätsstädten erhalten außer Berlin Leipzig 21 900, BreSlau 12 200, Halle 12 727, Kiel 9259, Heidelberg 8255, Bonn 7724, Straßburg 6368, Freiburg 5000, Gießen 3500, Münster 2800, Marburg 1160 Stück 2c. Von Orten mit starkem Fremdenverkehr seien genannt: Der Kyffhäuser mit 8901 Karten während der sieben Tage, Niederwald 3415, Saalburg (Curaus publicus- Agentur) 3543, Weißenburg 1071, Wörth 7769, Gravelotte 9769, Friedrichsruh 2022, Schönhausen 258, Barzin 32, Säckingen 2788, Wartburg 12 402, Rüdesheim 31 704, Königswinter 12 744, Drachenfels 12 969, Honnef 2793, Rolandseck 6691. Auf der Schneekoppe wurden 10 228 Katten mit Ansichten, aber keine einzige „ohne" aufgeliefert? Wieviel Ansichtskarten aus das Jahr kommen, dürste sich aus der Zählung kaum berechnen lassen, aber auf etwa 300 Millionen Stück zu veranschlagen sein. ** Hausbesitzer, be^w. deren Stellvertreter, werden auf die in der heutigen Nummer enthaltene Bekanntmachung des städtischen Gas- und Wasserwerks, betr. „V o r f e i) r u n g,c n gegen das Einfrieren der H a u s w a s j c r l e i t a n g e n" aufmerksam gemacht, um das Erforderliche zu veranlassen, bezw. Beschädigungen an Gebäuden und Unannehmlichkeiten für die Mieter usw. vorzubeugen. Es empfiehlt sich für die Beteiligten, sofern dies noch nicht angeordnet ist, dahin Fürsorge zu treffen, daß die Beaufsichtigung der Wasserleitung während der kälteren Zeit gesichert ist. — Gleiche Schutzvorrichtungen empfehlen sich für solche Gasmesser und an dieselben anschließende Teile der Gasleitungen, welche wegen ihrer Stellung und Lage leichter dem Frost ausgesetzt sind. — Wenn das Gas- und Wasserwerk empfiehlt, in Fällen vorkommender Störung sich z u n ä ch st an dasjenige Jnstallationsgeschäft zu wenden, welches die betr. Leitung seinerzeit ausgeführt hat, so geschieht dies aus besonderen Gründen der Verwaltung. Es soll hiermit nicht entfernt gesagt fein, daß die Gas- und Wasser- werksverwaltung derartige Abhilfe an von anderer Seite a u s g e f ü h r t e n Einrichtungen grundsätzlich ab- lehne. Alzey, 3. Dezember. Der Großherzog hat dem Photographen I. Beckmann hier eine goldene Vorst ecknadel mit Krone, Namenszug und mit Edelstein besetzt, zum Geschenk gemacht und gleichzeitig nachfolgendes Anerkennungsschreiben übersenden lassen: „Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben sich gnädigst bereit erklärt, das unternr 24. d. M. von Ihnen eingesandte Älbum anzunehmen und uns beauftragt, Ihnen für dasselbe Allerhöchst seinen besten Dank auszusprechen. Uebri- gens haben Se. Königl. Hoheit der Großherzog sich über die durch die Dedikation dieses Albums bekundete freundliche Absicht, sowie über die technisch-schöne, sehr gelungene Ausführung der Bilder in gnädigster Weife ausgesprochen und uns beauftragt, Ihnen als sichtbaren Ausdruck Aller Genres, die in den letzten Jahrhunderten an der « rercherung des menschlichen Wissens gearbeitet Blarse Pascal. Obgleich er schon im Alter von 39 Än' starb, hat er auch außerhalb seiner eigentlichen 9ßi?{pn schatt praktische Leistungen von großer Tragweite au werfen, zu denen neben der Konstruktion der noch K überall benutzten Form des Schiebkar»cns auch die des Omnrbus zu rechnen ist. Im Jahre 1661 ließ er Ä Wagen bauen, um sie in Paris auf verschiedenen l, strmmten Strecken verkehren zu lassen. Zur Ausiübrn» dreses Planes verband er sich mit einigen einflußreiü Freunden, darunter dem Herzog von Roannes hin % miar 1662 erhielt er vom König einen Patentbrief, in hi» es hieß: „Diese Wagen sind bestimmt für die Becmem lrchkert einer großen Zahl in ungünstiger Lage befin kicher Personen, z. B. solcher, die oft auf das (&Ä 3u gehen haben, dann Schwächlichjer und Kranker h tte doch nicht die Mittel besitzen, sich im Tragstuhl ob? m einer Karosse befördern zu lassen, weil diese ein ob* zwei Pistolen täglich kostet". Diese ersten Omnibusse Warin aber noch nicht für jedermann benutzbar, da man \vh damals im Zeitalter der Privilegien befand- QL geschlossen von ihrer Benutzung waren laul köniqlictier Verordnung Soldaten, Pagen, Lakaien und andere Lenke in Livree, sogar Handwerker und Lastträger. Pascal Mm an der Entwickelung des Omnibusverkehrs ständig aro^ Interesse und hinterließ dem Unternehmen auch emrdv trachtliche Summe als Stiftung. Nach seinem Tode es trotzdem aus verschiedenen Gründen bald in Schwiena kerten und ging nach einem 16 jährigen Bestände 16?8 em. Ein ähnlicher Versuch wurde erst viel später 18i-> in Bordeaux gemacht, dann 1821 in Nantes und endlick 1827 in Paris. Diesmal wurden die Wagen eudgiltia jedermann zugänglich gemacht, und seitdem haben ji? chren Namen Omnibus, d. h. „für alle" erhalten. Höchstseiner Anerkennung die mitfolgenSe, mit den Initialen des Namens Sr. Königl. Hoheit versehenen Nadel zu übersenden". FC. Frankfurt a. M., 3, Dezember. Mitte Dezember wird sich die geplante Kohlen-Einkaufs-Gesellschaft für das Main-Rhein-Gebiet definitiv konstituieren. In einer von 80 Vertretern von Kohlenkassen besuchten Versammlung erstattete der Vorsitzende der zur Vorberatung eingesetzten Kommission, Dr. Stein, Bericht. Das Stammkapital soll mindestens 20,000 Mk., die Stammeinlage des einzelnen Gesellschafters mindestens 500 Mk. betragen, wovon mindestens 250 Mk. eingezahlt werden müssen. Kleinere Kohlenkassen sollen, um ihnen die Stammeinlage zu erleichtern, emen etwas höheren Preis zahlen, und der dadurch erzielte Mehrbetrag soll ihnen unverzinslich gutgeschrieben werden, bis er die Höhe einer Stammeinlage erreicht hat. Mit einer Zeche sind bereits Unterhandlungen angeknüpft worden. •* Kleine Mitteilungen aus Hesse« und den Nachbarstaaten. In Nieder-Wöllstadt wurde der seitherige Bürgermeister Weith einstimmig wieder gewählt. — Der preußische Eisenbahn - Minister von Thielen hat die projektierte Bahnstrecke Mainz —Wiesbaden besichtigt wegen des von der Stadt Mainz erhobenen Protestes. — Im kommenden Jahr läuft die Wahlperiode des Oberbürgermeisters Dr. Gebeschus in H a n a u ah. Die städtischen Behörden haben beschlossen, von einem Ausschreiben der Oberbürgermeisterstelle Abstand zu nehmen und das Gehalt des Oberbürgermeisters bei der Wiederwahl um 2000 Mk. zu erhöhen. — Gegenwärtig ist man damit beschäftigt, die Trace der Ebsdorfer-Bahn abzustecken. Hoffentlich wird nun auch bald mit dem Bahnbau begonnen. — Der christliche Arbeiterverein Hanau beschloß in seiner am Samstag abgehaltenen Monatsversammlung, sich mit einer nennenswerten Stammeinlage an dem Fonds zum gemeinschaftlichen Kohlenbezuge der Kohlenkassen des Main-Rheingebietes zu beteiligen. — In Düdelsheim war Donnerstag Morgen gegen V24 Uhr in der Hofraite des Schreiner Preußer Feuer ausgebrochen, ein Stall wurde vernichtet. — Ein Einwohner von Mainz hatte den Beruf seines zweijährigen Kindes folgendermaßen eingetragen: „Trinkt viel Milch und schreit nachts dermaßen, daß man nicht schlafen kann." — Bei Prüfung der Pläne für die Erbauung einer Bahn von Mainz nach Wiesbaden haben die Stadt Mainz, die Handelskammern, der Verein Mainzer Kaufleute, der Gartenfelder Verein, die Militärverwaltung, der Kreisausschuß des Kreises Mainz und die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft Protest erhoben. — Bei der Einweihung der Eiftnbahnbrücke hatte der Mainzer Oberbürgermeister Dr. Gaßner eine Unterredung mit dem Eisenbahnminister von Thielen. Nach den Mitteilungen des Eisenbahnministers ist begründete Hoffnung vorhanden, daß der Protest gegen die projektierte Bahnlinie Berücksichtigung findet. — Auf den Gärtnergehilfen Schultze in Wiesbaden, der vor acht Tagen von drei Männern überfallen und geknebelt wurde, ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag fast an derselben Stelle abermals ein Attentat verübt worden. Er erhielt einen wohlgezielten Revolverschuß in der Herzgegend; die Kugel prallte zum Glück an der Hosenträgerschnalle ab. Schultze stürzte sich mit einem Schlagring auf den Angreifer, der aber entkam, nachdem ihm beim Ringen eine Ueberziehertasche ausgerissen worden war. Kunst und Wissenschaft. Berlin, 4. Dezember. Ein Schriftsteller von hohen Gaben, ist soeben in der Blüte der Jahre wie der Kraft von einer rasch anstürmenden Krankheit hinweggerafft worden. Ludwig Jacobowski ist von einem hitzigen Fieber hinweggerafft worden. Im dreiunddreißigsten Lebensjahr (geb 21. Januar 1868 in Strelno) scheidet Jacobowski aus der Fülle eines reichen, vielgestaltigen Schaffens. Er war u. a. mit Dr. M. G. Conrad Herausgeber und Redakteur der „Gesellschaft" (E. Pierson's Verlag in Dresden.) Vermischtes. * Der Erfinder des Omnibus. Nicht nur bei uns in Gießen, sondern in ganz Deutschland schätzt man den Omnibus als lieben Bekannten. Wer weiß aber heute noch, welchem Manne die schöpferische Idee zu danken yt, Wagen zur Benutzung für jedermann auf bestimmten Straßenstrecken verkehren zu lassen - — In Paris, wo man dem Gefährt noch immer ein fast zärtliches Interesse widmet, hat man bis jetzt geglaubt, daß das Geburtsjahr des Omnibus auf etwa 1820 fiele. Das ist aber ein dicker Irrtum, der umsomehr eine Berichtigung verlangt, als der thatsächliche Erfinder des Omnibus ein hoch- beruhmter Mann gewesen ist, ein Mathematiker und Physiker ersten Ranges und überhaupt eines der vielseitigsten , Verdauung und reger Appetit zählen mit zu da wesentlichsten Lebensbedingungen, von denen das Wohlbkfinden bei Menschen abhängt. Eine große Anzahl von Krankheiten ist aus «et dauungsstörungen und schwächlichen Magen zurückzuführen, sodaß die Darreichung von gewöhnlicher, gemischter Kost nicht angängig ist. Hier ist darauf zu achten, dem Magen eine eiweißreiche Nahrung in möglichst konzentriertem Zustand zuzuführen und gleichzeitig in einer Form, i, welcher dieselbe vom Organismus rasch und vollständig ausgenommen wird. Em derartiges, vorzügliches Kräftigungsmittel mit hohem Nährwert ist die aus Fleisch hergestellte, völlig geschmacklose Somatose. Dieselbe enthält, neben einigen, für die Ernährung wichtigen Salzen deS Fleisches, über 90pCt. Einweißstoffe und zwar in einer Form, in der sie direkt in den Organismus übergehen, sofort an der Ernährung teilnehmen und somit in kürzester Zeit zur Hebung der Körperkräste beitragen können. Kis Meihnachtrn offeriere ich einen Gelegenheitsposten reinwollener Kleiderstoffe MW 2. s. ttleinhennMW ^Mahnhofftr. 59. — Teleph. 66.$ irr'7'“' Giessen. ttti MUW/WMM WM __~ Kakao Wag-ner Ohokolade Wagner als vorzüglich bekannt. Zu Weihuachts-Gescheukea speziell geeignet. In allen Preislagen stets frisch vorrätig bei 7265 Emil Fischbach, Kietzen. 7771 6 Marktplatz 6 ./. Pfeffer Auf eine grosse Partie Reste aller Art zu sehr billigen Preisen mache ich besonders aufmerksam. Max Weissbäckerl X K-hlen-Offerte. x h IM’itfifinßrptt ,,• tTOt 1 Aft Tu moflavio Gnftfott ... ODf 1 la. Wußkohlen zu Mk. 1.40, la. melierte Kohlen zu Mk.-l.SV 7843 von vorzügliche Qualität, zu Mk. 1.35 den Meter. Bitte Schaufenster zu beachten. 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Die x werben, sind so schwerwi Üx t find, schon wegen des Anseh> tnüLinles durch Erhebung der P elung herbeisühren müßte; jedi Ltcitt mit dem Erscheinen der Pe «Mstl!!, ein ursächlicher Zusamm ■ietmt deshalb nicht ausgeschlossen. *'w 1M . M Steßmer ■ V Äln« WJ ■k*w mit 5» Matter Ä®»-* Vy Mmalbeigtlegt. Lu. Amte Dr. Richter'fche Hotz' uud Steinbaukasteu Alle Arten SklöfibeschSftisnnss- und Gksktlschsftslpiklk nach Dr. Georgens Fröbel Laternamagieas u. Kinematograpben 7479 (Lebende Bilder) Schaukel- und Htosspferde 9 KichenM. ÄUSVerlllRllf- Kircheupkh 9. Wegen demnächstigen Umzugs in das von uns erworbene Anwesen der Firma 8. Weimersheim Nachfolger, 13 Kreuzplatz 13 beabsichtigen wir einen vollständigen Ausverkauf unseres Lagers A einschliesslich der Neuheiten dieser Saison. Wir haben deshalb die Preise derart ermässigt, dass sich Gelegenheit zu solch vorteilhaftem Einkäufe wohl nicht wieder bieten wird. Die Preise sind an jedem Stück mit roten Zahlen bezeichnet, 7206 Sonnenstrasse 25. 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