sch :er. eo, 89 rt bendi 5 Uhr, weins: d. iSätB idt ..Li, Beethoven . . 0. r. Haendel . . Scarlatti . . Scarlatti. . . C Stdnt-ßnm. . , F. Chopin. . . F. Liezt. . . . P. de Sarasal? II * erreih Mk. 4.-) ballier (Rudolph’s Sacht) verkauf auch bei Hem za haben. •n ErMt Ch&Uler nicht etatt. liehen. Les CB Leib: tben tu»i w “6: «5^ 0.80 N g haben Dame einruführen. Der_Vorstap^ W«M ,68 8 * lers... «del- . M» 260 Erstes Blatt Dienstag den 6. November 150. Jahrgang LSOQ Gießener Anzeiger General-Anzeiger Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen d«S In« und AuLlendeA nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZcilcnpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2M monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholcstelle« vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Olunahme von Anzeigen zu der nachmittag- für bce folgendeo Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abend- vorher. Orfchetut tägNch mit Ausnahme de- Montags. Die Gießener Mimikteu0kätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt^ u. „Blätter für hesi. Volkskunde" wvchtl. 4 mal beigelegt. Amts- und Anzeigeblatt für den Itrci» Gietzen. vedoktion, Expedition und Druckerei: Zchulstraße Mr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hefjifche Zandwirt, Malier für hessische UatKsKunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kietze«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Heil. Bekanntmachung. Zar Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche wird der Auftrieb von Rindvieh, Schweinen und Schafen aus den Kreisen Gießen und Wetzlar zu den am 12. ds. Mts in Herborn und am 15. ds. MtS. in Harger stattfindenden Märkten verboten. Dillenburg, den 1. November 1900. Der Königliche Landrat: v. Beckerath. Bekauutmachuug. Betr.. Die Ausführung des Gesetzes vom 1. Juni 1895 über den Ersatz des Wildschadens. Der Großherzogliche Bürgermeister Otto zu Beuern ist als Vorfitzender der Sachverständigen-Kommission für den 3. Wildschadensbezirk des Kreises Gießen bestellt und verpflichtet worden. Gießen, den 2. November 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gießen, den 2. November 1900. Betr.: Pflege des Tierschutzes in den Volksschulen. Die Großh. Kreis-Schulcommission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Der Tierschutzverein des Großherzogtums Hessen und der Kreisausschuß des Vereins Gießen haben uns eine Anzahl Tierschutzkalender für das Jahr 1901 zur Verteilung an die Herren Lehrer und die Schulkinder des Vereins zur Verfügung gestellt. Wir beauftragen Sie, die Lehrer Ihrer Gemeinden zu bedeuten, daß dieselben oder von ihnen Beauftragte, so lange Vorrat reicht, Tierschutzkalender (von Dienstag dem 13. d. M. an) an allen Amtstagen auf der Amtsstube unseres technischen Referenten in Empfang nehmen können. v. Bechtold. Gießen, den 2. November 1900. Betr.: Jahresberichte der Gewerbeinspektionen für 1900. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Polizeibehörde« und Gr. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 11. Oktober 1900 noch nicht nachgekommen find, werden an deren sofortige Erledigung erinnert. _________________v. Bechtold._________________ Bekanntmachung. Betr.: Hauptversammlung des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen. Zur diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung beehre ich mich die VereinSmitglieder hierdurch auf: Douuerstag, de« 8. November d. IS. . r mittags 12 Uhr, in „StemS Garten" in Gießen ergebens! einzuladen. Gegenstände der Verhandlung werden sein: 1. Erstattung des Jahresberichtes; 2. Abänderungen der Vereinssatzungen, zwecks Erlangung des Rechtes der juristischen Person bezw. Eintragung des Vereins in das Vereinsreaister. 3. Wahl des Präsidiums. Hardt-Hof, den 22. Oktober 1900. Der Präsident des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberheffen. I. V.: Schlenke. Bekanntmachung. Zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche wird die Abhaltung des auf den 8. November dss. Js. in Leun anstehendenBiehmarktes an die Bedingungen geknüpft, welche durch meine, den letzten Markt in Leun betreffende Bekanntmachung in Nr. 168 des diesjährigen Kreisblattes veröffentlicht worden sind. Der Auftrieb beginnt um 9 Uhr vormittags. Aus der Provinz Oberheffen des Großherzogtums Hessen und den preußischen Kreisen Marburg, Biedenkopf, Usingen, Dillenburg und Weilburg und den Orten Hochelheim und Klein'Rechtenbach der Bürgermeisterei Rechtenbach und sämtlichen Ortschaften der Bürgermeisterei Greifenstein dürfen Rindvieh, Schweine und Schafe nicht aufgetrieben werden. Ferner ist das Durchtreiben von Tieren dieser Arten durch Hochelheim und Klein-Rechtenbach der Bürgermeisterei Rechtenbach und sämtlichen Ortschaften der Bürgermeisterei Greifenstein diesseitigen Kreises verboten. Wetzlar, den 31. Oktober 1900. Der Landratsamtsverwalter. Der Krieg in China. Der Gouverneur von Kiautschon meldet: Am 1. November mußte ein 10 Kilometer nordöstlich von Kaumi gelegenes Dorf,idias von Räubern und Boxern in Uniform hartnäckig verteidigt wurde, gestürmt werden. Hierbei wurden verwundet der Seesoldat Emil Walter und der Hornist Josef Städele, beide der 3. Kompagnie des 3. Seebataillons angehörend. Der Gegner hatte beträchtliche Verluste. Die „Pall Mall Gazette" meldet aus Jtschou vom 28. Oktober über Taku über scharfe Kämpfe im westlichen Gebirge an der Grenze von Schansi; die deutsch-englische Streitmacht, 1500 Mann stark, unter Oberst v. Normann, stürmte den Paß von Tsching- kung. Die Chinesen hielten eine starke Stellung auf der Paßhöhe besetzt und leisteten sehr hartnäckigen Widerstand. Die Vorhut der Kolonne von Normann bestand aus 80 Deutschen unter dem Major v. Förster (zweites ostasiatisches Regiment). Nach einem Nachtmarsche erreichte die Hauptkolonne bei Tagesanbruch den Fuß der Berge. Der Angriff entwickelte sich schnell; die Chinesen eröffneten ein heftiges Flagkenfeuer gegen Major v. Försters kleine Abteilung, allein bengalische Kavallerie und berittene Pioniere saßen ab, stürmten die Höhen, um- gingeir die Flanken des Feindes und machten den Deutschen Luft. Leutnant Paterson vom englischen Jn- genieurkorps war der erste auf der Höhe. Die Engländer hatten keine Verluste. Die Untersuchung in Paotingfu ergab, daß am 30. Juni a cht amerikanische Missionare in ihren Häusern verbrannt und fünf andere am 1. Juli enthauptet wurden. Die Kirche wurde z e r - st ö r t und 50 prote st an tische Chinesen ermordet. Die anderen Chinesen versteckten sich; ihr Eigentum im Werte von 40 000 Mark wurde vernichtet. Vier chinesische Beamte wurden unter deutschen Gewahrsam gestellt. Der Provinzialkämmerer beteuert seine Unschuld; doch niemand plaidiert für ihn: die thatsächlichen Beweise gegen ihn sind unwiderleglich. Der Provinzialrichter wurde unter französischen Gewahrsam gestellt; doch kann er' wahrscheinlich nicht bestraft werden. Der Gouverneur von Sckfansi, Nuntschien, wurde degradiert, sonst aber nicht bestraft. Der Römischen „Tribuna" ist ein Telegramm zugegangen, nach dem italienische Soldaten in der Nähe von Paotingfu von 3000 Boxern angegriffen wurden. Die Italiener zogen sich in guter Ordnung zurück und verloren nur zwei Tote. Die Boxer erlitten indes große Verluste. Unter anderm soll ihr Anführer gefallen sein. Wie aus Shanghai gemeldet wird, verfügte ein geheimer Erlaß des Kaisers die Dekapitalisierung Pekings für ewige Zeiten. Die Petersburger chinesische Gesandtschaft erklärt, daß die fremdenfeindliche Gesinnung unter der Bevölkerung von Shanghai zunehme: die revolutionäre Bewegung in Kuangsi sei nicht im Wachsen begriffen. China'sehne sich nach Frieden. Der Kaiser werde bald nach Peking zurückkehren; Prinz Tuan weile nicht mehr in seiner Umgebung. Dem Standard" zufolge haben- die fremden Gesandten die chinesischen Behörden aufgefordert, ihnen die Leiche des angeblich durch Selbstmord geendeten Kangyi, sowie den Kopf des angeblich, Hingerichteten Boxerführers Yuh- sien auszuliefern. Die Behörden in Kanton sollen eine Summe von 4000 Dollars auf die Köpfe der hervorragenden Anhänger der Reformpartei ausgesetzt haben. Viele derselben sind nach Hongkong und Macao geflohen. Der „Times" wird aus Shanghai telegraphiert: Ein kaiserliches Edikt bezeichnet die Gouverneure von Nanking und Hankau als Mitglieder der chinesischen Frieden - Verhandlungskommission, der bereits Li-Hung-Tschang und Prinz Tsching angehören. „Daily Ep^eß" meldet aus Petersburg, daß die Ordnung in der Mandschurei vor Dezember wiederhergestellt sein werde. Von den 100 000 chinesischen Soldaten, die zwischen Mukdeü und Kirin ausgestellt waren, befinden sich; 15 000 als Gefangene in den Händen der Russen. „Daily News" berichtet aus Shanghai : Einem Edikk vom 27. Oktober zufolge haben Mandschus die Portefeuilles des Ministeriums des Innern, der Finanzen und ber Justiz erhalten. Wie Gouverneur Jaeschke telegraphiert, ist der £)ber< maschinistenmaat Krüger vom Kreuzer „Hansa" am 31. Oktober in Tsingtau an Darmtyphus gestorben. Die „Nowoje Wremja" meldet aus Wladiwostok vom 29. Oktober: In Nowoliewsk sind mehrere Fälle von Erkrankungen an Cholera vorgekommen. Es sind Maßregeln ergriffen worden, um die Epidemie auf ihren Herd zu beschränken. In Santschun (Mandschurei) und in Wladiwostok sind Fälle von Ruhr festgestellt. Auf der Ussuri- bahn ist eine sorgfältige Desinfektion eingeführt roorbert, demnächst sollen Krankenwagen verkehren. Folgendes Telegramm erhielt der Reichskanzler Graf von Bülow: „Bei Bekanntwerden des Wortlautes des deutsch-englischen Abkommens erlaubt fid) die deutsche Kaufmannschaft Hongkongs chrer Genug- thuung ehrerbietigst Ausdruck zu geben." • * * Telegramme des Gießener Anzeigers. Kiel, 5. November. Major v. Madai telegraphiert: aus Taku: Die Seesoldaten Wyngaard und Pulekel sind an Tarmtyphus und der Seesoldat Karing an akuter Malaria gestorben. Sie gehörten dem 2. See-Bataillon an. London, 5. November. Aus Peking wird gemeldet: Mehrere Gesandten ersuchten den Grafen Waldersee^ das Todesurteil, das von dem internationalen Gerichtshöfe in Paotingfu über mehrere chinesische Beamte gefällt worden ist, nicht zu bestätigen, da dies einen schlechten Eindruck auf den chinesischen Kaiser machen würde. Paris, 5. November. Der Korrespondent des „Teinps" in Shanghai meldet: Die Kaisergräber wurden ohne Kampf besetzt, um auf den chinesischen Hof Eindruck zu chachen. Die Deutschen marschieren auf Kal g au. Der Sekretär des Tsung-liAamen kündigte die bevorstehende Rückkehr des Kaisers Kwangsü nach Peking an. Die offiziellen Verhandlungen dürften in drei Wochen) beginnen. Südafrikanisches. „Daily News" berichtet, daß dieHaltung der Buren auf einen lang anhaltenden Feldzug schließen laffe. Die englischen Truppen können nicht vor Januar oder Februar heimkehren. Bis dahin werden wahrscheinlich noch Truppen-TranSporte notwendig sein. Die Buren verfügen noch über ausreichende Munition. Außerdem befürchtet man den Ausbruch einer Rebellion durch holländische Ansiedler. — Aus Pretoria wird gemeldet, Lord Kitchener werde bis zur vollständigen Beendigung der Kriegs-Operationen in Südafrika bleiben. — Auch in Triest weilende freiwillige Offiziere erklärten, daß die Buren den Engländern noch lange Widerstand leiste« würden. Die Generale Botha und De Wet verfügte« über 20 000 Mann, die fürs äußerste entfchloffen feien. Der Proviant- und Munitionsmangel werde durch Wegnahme der für die Engländer bestimmten Transporte para- lisiert werden. — Unter den aus Transvaal in Trieft angelangten Freiwilligen befindet sich auch der Oberrichter von Transvaal, Dr. Koch. Derselbe wartet dort die Ankunft des Präsidenten Krüger ab, dem er sich sodann anschließen wird. Den letzten amtlichen Ausstellungen zufolge betrugen die englischen Verluste in Südafrika an Toten, Verwundeten und Kranken im Oktober 3601 Mann. Bisher sind im Ganzen 11000 Mann getötet worden oder ge- storben. Dem „Eclair" zufolge beabsichtigt der Pariser Gemeinderat den Präsidenten Krüger im Rathause z« empfangen. In Marseille wird Krüger am 14. November eintreffen. In Port Said trifft der Dampfer „Gelderland" am 9. d. Mts. ein. Die Marseiller Behörden sind angewiesen, Krüger gegenüber die einem inkognito reisenden StaatS-Chef schuldigen Rücksichten zu beobachten, aber poli« tische Manifestationen hintanzuhalten. Ventersburg ist von den Buren zerstört. Westlich von Kroonstad stehen Schaaren von ihnen, ebenso in der Umgegend von Lindley. Die Buren sagen, daß sie im Distrikt von Ficksburg große Mengen von tiou aufgehäuft haben. Infolge der heftig^^'^E^r? ist das Biwakieren für die Engländer sehr 300 Buren drangen am 26. Ofto6er/^ef^hc.rI% ~ ein; die aus 2 Leutnants und 30 ^ann beftehenbe^«^8 satzung ergab sich und tvnrbt frei»'e[affen Die beschlagnahmten all- in den chagazin-n b-fikd^ Waren und ließen in einem MaL-in Regierung des Orangefreistaats üjEr i ßnn o L D°- -»-lisch-«-i°g-°m. °-r°fs-5-ich!^L-.-uE^ Aufruf des Feldmarschalls Roberts an das englische Volk, in dem er anrät, den vom Kriegsschauplätze zurückkehrenden Soldaten keine geistigen Getränke anzubieten. Roberts bezeichnet weiter die Soldaten als seine tapferen Kameraden, die sich nicht nur wie Helden, sondern wie Gentlemen benommen hätten. Während des ganzen Feldzuges sei nicht ein einziges ernstes Verbrechen begangen worden, die friedlichen Einwohner des Landes seien zuerst durch böswillige Erfindungen der Buren-Behörden eingeschüchtert worden, doch hätten sie bald eingesehen, daß sie von den Leuten in Khaki nichts zu fürchten hätten. (Mancher wird doch der Meinung sein, daß Lord Roberts seine Kameraden etwas zu kräftig herausstreicht. Das war um so weniger nötig, als man von Leuten, deren Handwerk der Krieg ist, kaum erwarten kann, daß sie fromm und brav sind wie junge Lämmer.) Die in Mailand eingetroffenen Freiwilligen aus Transvaal wurden, trotzdem ihre Papiere in Ordnung waren und sie reichlich Geld hatten, verhaftet. Deutsches Mich. Berlin, 4. November. Der Kaiser hörte die Vorträge des Chefs des Generalstabes der Armee Grafen Schlieffen und des Chefs des Militär-Kabinetts v. Hahnke. Später wohnte der Kaiser der Hubertus - Jagd bei Döberitz bei. — Der Hauptverband der deutschen Flottenvereine im Auslande teilt mit: Der Kaiser hat aus dem seiner Bestimmung unterliegenden Vermögen des Hauptverbandes der deutschen Flottenvereine im Auslande die Summe von 15000 Mark der Gesellschaft „Seemannshaus" zur Ver fügung gestellt. Die von dem Hauptverbande gesammelten Gelder belaufen sich zurzeit auf mehr als eine Viertelmillion Mark. — Das Befinden der Kaiserin Friedrich ist andauernd günstig. — Die Berliner Stadtverordneten-Versamm- lung hat in ihrer letzten geheimen Sitzung beschlossen, der Kaiserin Friedrich zu ihrem Geburtstage eine GlückwunschAdressezu überreichen. (Und der Kaiserin Augusta Viktoria nicht! D. Red.) — Das preußische Staatsmini st erium trat gestern unter Vorsitz des Grafen Bülow zu einer Sitzung zusammen. Dem Bundesrat sind wieder mehrere Spezialetats zugegangen. Der Etat für den Reichskanzler und die Reichskanzlei schließt wie im vorigen Jahre mit 233000 Mk. ab. Der Etat für das Reichsmilitärgericht erfordert an fortdauernden Ausgaben 467 584 Mk., an einmaligen 18000 Mk. zur Beschaffung der für die Bibliothek erforderlichen Werke. — Bei dem Marineetat betragen die fortdauernden Ausgaben 79831422 Mk., die einmaligen 120986150 Mk. Im Extraordinarium werden u. a. gefordert: Zur Erweiterung der Werft zu Wilhelmshaven durch Herstellung eines neuen Ausrüstungsbassins und einer dritten Hafeneinfahrt eine erste Rate von 1 Million. Die Kosten sind auf 30 Mill. Mark veranschlagt, für die Bauausführung sind etwa zehn Jahre in Aussicht genommen; zur Erweiterung der Werft zu Kiel durch den Bau eines neuen Ausrüstungsbassins eine erste Rate von 3 Mill, (im ganzen 10 Mill. Mark); zur Verlegung der Hafenanlagen für die Torpedoabteilungen von Kiel nach der Wieker Bucht bei Kiel: erste Rate 400000 Mk. (im ganzen 2600000 Mk.). Zur Einrichtung eines Torpedoschießplatzes an der Flensburger Föhrde: erste Rate 600000 Mk. (im ganzen 1000000 Mk.). Zum Ersatz einer Küstenbatterie in Wilhelmshaven 1300000 Mk. — Die „Kreuzztg." schreibt: Der Generalfeldmarschall Graf Blumenthal, dessen Ankunft gestern erwartet wurde, hat die Reise hierher abermals vertagt. Wie wir hören, läßt die Gesundheit des ehrwürdigen Neunzigers einiges zu wünschen übrig. — Der Generalmajor z, D. Frht. von Senden- Bibran, zuletzt Kommandeur der 18. Kavalleriebrigade, ein Bruder des Chefs des Marinekabinetts, ist gestern nachmittag hier infolge eines Blutsturzes Plötzlich gestorben. — Eine Petition an den Reichstag, die auf nichts geringeres zielt als auf die Gründung eines deutschen Nationaltheaters, hat die Schriftstellerin L. Gutbier (Jean Christ) abgesandt. (Die Absicht ist unzweifelhaft gut — aber wir fürchten, der Reichstag wird der Sache wenig Interesse entgegenbringen. D. Red.) — Der Ausschuß der Deutschen Kolonialgesell- schaft hat in seiner letzten Sitzung beschlossen: bei der Reichsregierung dahin zu wirken, daß in die neuen Handelsverträge eine Bestimmung ausgenommen wird, wonach die mrt Ursprungszeugnissen versehenen, aus deutschen Schutz- und Pachtgebieten stammenden tropischen Plantagenprodukte, Kaffee, Kakao, Thee, Mais, Tabak und Gewürze, zoll- frei, bezw. mit besonderen Zollvergünstigungen in das deutsche Zollgebiet eingeführt werden können. — Die Winter-Tagung des Vorstandes der Deutschen Kolonialgesellschaft findet in Berlin statt. Als Termin ist der 1. Dezember in Aussicht genommen. — Als lästige Ausländer sind nach der dieswöchigen Liste des Polizeipräsidums zu Berlin vier österreichische, zwei russische und je ein italienischer und ein TUtmä^sHer'Htaatsangehöriger aus Preußen ausgewiesen worden. — Nach Wer Mitteilung des „Schuhmarkt" sind die von den SachvivKändigen aus der Schuhbranche im Wirtschaftlichen Ausschuß zum Zolltarif gestellten Anträge sämtlich unberücksichtigt geblieben. Das Schema des Tarifs wurde belassen, und als besondere Position wurden noch SchuhnLaren mit Holzsohlen ausgenommen. Es werden danach zntzei Zollsätze für Schuhfabrikate beibehalten, einer für sogtzn. „grobe" Schuhwareu und einer | für sogen, „feine" Schuhwaren. Somit falle die gewünschte besondere Zollerhöhung für Ballschuhe weg. Zur Unterscheidung der „groben" von den „feinen" Schuhwaren ist eine Gewichtsgrenze aufzustellen. Und diese Gewichtsgrenze ist mit 800 Gr. angenommen worden. Demnach wird ein Paar Schuhe oder Sliefel, das mehr als 800 Gr. wiegt, unter die „groben" Schuhwaren rangieren, während andererseits alle Schuhe und Stiefel, die pro Paar 800 Gr. Gewicht nicht überschreiten, als „feine" Schuhwaren gelten. Herren-Schuhwaren würden also in der Hauptsache unter die erstere Kategorie fallen. Stuttgart, 4. November. In gemeinsamer Sitzung beider Kammern verlas Ministerpräsident Frhr. v. Mittnacht ein königliches Dekret, wodurch die Auflösung des Landtags verfügt und die demnächfiige Ausschreibung von Neuwahlen in Aussicht gestellt wird. Ausland. Kopenhagen, 4. November. Die Kaiserin- Witwe von Rußland ist hier erkrankt. Sie leidet heftige Rückenschmerzen und kann das Zimmer nicht verlassen. Haag, 4. November. Wie amtlich gemeldet wird, soll die Vermählung der Königin Ende Januar oder Anfang Februar stattfinden. B r ü s s e l, 4. November. S i p i d o hat seinen kranken Vater besucht. — Der „Soir" meldet, daß das Ministerium beschlossen habe, eine Kommission zum Studium der Armeereform einzusetzen; dieselbe solle bestehen aus Deputierten, Senatoren und Offizieren. Paris, 5. November. Wie die aus Lyon vorliegenden Nachrichten bekunden, verlief die Enthüllung des Carnot-Denkmals ohne Störung. Präsident Lou- b e t wurde überall von der Bevölkerung begeistert begrüßt. Bei der Enthüllung des Denkmals hielt Waldeck- Rousseau eine Rede. Beim Empfang der Behörden betonte Loubet, daß die Regierung der Republik die Freiheit des Gewissens und Glaubens achte und schütze, aber jede Intoleranz unterdrücken müsse. Am Abend präsidierte Loubet dem Festessen im Rathaus. Seine Ansprache feierte das Andenken Carnots und endete mit einem reichen Lob auf den liberalen und fortschrittlichen Geist der Lyoner Bevölkerung. Den Glanzpunkt bildete eine von Loubet zu Beginn seiner Rede verlesene Depesche des russischen Kaiserpaares, die wörtlich lautet: „Die heutige Enthüllung des Denkmals Ihres erlauchten Vorgängers ruft mir die bedeutenden Verdienste in Erinnerung, welche der verstorbene Präsident Carnot Frankreich erwiesen, und seine kräftige Mitarbeit an dem großen, wesentlich friedlichen Zielen dienenden Werke der intimenAnnäherung unserer befreundetenundverbündetenLänder. Indem ich von ganzem Herzen Glück wünsche, bitte ich, immer an meine Gefühle der aufrichtigen und unveränderlichen Freundschaft zu glauben. Nicolau s." Loubet wiederholte die vom Zaren gebrauchten Worte „Verbündete und befreündete Länder" und schloß ebenfalls mit der Versicherung aufrichtiger und unveränderlicher Freundschaft. Madrid, 4. November. In allen Hauptzentren des Carlismus finden Verhaftungen, Haussuchungen und Ausweisungen statt. Im allgemeinen macht das kräftige Vorgehen der Behörden den besten Eindruck, da kein Zweifel mehr darüber besteht, daß eine ausgedehnte, aber zu früh ausgebrochene Verschwörung vorliegt, worin zahlreiche G e i st l i ch e und Aristokraten verwickelt sind. In Prera bei Barcelona, wohin der Klerus am vorigen Sonntag eine große Wallfahrt unter Beteiligung der Spitzen unternehmen wollte, tauchte eine Carlistenbande auf, die augenblicklich von Truppen verfolgt wurde. Tie Gendarmerie hat in der Umgebung von Jaen eine Carlistenschaar gefangen genommen. In den Provinzen wurden einige Priester verhaftet. Zürich, 4. November. Der schweizerische Bundesrat hat die 1889 auf Drängen Deutschlands gegen den sozialistischen Schriftsteller Eduard B e r n st e i n verfügte Ausweisung aufgehoben und dessen Rückkehr nach der Schweiz erlaubt. New Pork, 4. November. In dem Plan für Marinebauten werden für 1901 drei Schlachtschiffe von 15 000 T., zwei Panzerkreuzer von 15 000 T., sechs Kanonenboote von 2000, sechs von 600, zehn von 200 T. geordert, ferner drei Kohlenschliffe mit je 15 000 T., ein Reparaturschiff von 7000, ein Transportschiff von 7000 T. Prozeß Sternberg. Berlin, 3. November 1900. In der heutigen Sitzung im Prozeß Sternberg ist unter anderen Zeugen auch der Kriminalkommissar Thiel erschienen. Justizrat Dr. Sello bittet, den Kriminalkommissar Thiel als Zeugen zu vernehmen und zwar so bald als möglich. Tie Aussagen des Zeugen Stierstädter seien so ungeheuerlich, daß es im dringendsten allgemeinen öffentlichen Interesse liege, schnellstens völlige Klarheit zu schaffen. Tas Vorkommen dieser Zeugen-Aus- sage sei ein solches, daß ihm kein Beispiel aus der preußischen Rechtsgeschichte zur Seite gestellt werden könne. Kriminalkommissar Thiel stellt hierauf die dringende Bitte, ihn sofort zu vernehmen oder ihn zu beurlauben, damit er schleunigst nach Hause eilen könne, um seine Frau zu beruhigen, die sich in großer Aufregung befinde. Ter Gerichtshof beurlaubt ihn auf kurze Zeit. Es ent- spinnt sich nunmehr eine längere Kontroverse zwischen dem Staatsanwalt Braut und der Verteidigung, weil ersterer die Mitteilung gemacht, daß er noch mehrere Zeugen und zwar Gerichtspersonen vorgeladen habe, welche über die früheren Bekundungen der Woyda vernommen werden sotten. Tie Verteidiger ersuchen dringend um Mitteilung des Beweisthemas. Justizrat Tr. Sello erklärt im Laufe der Auseinandersetzung mit dem Staatsanwalt, daß die Verteidigung es durchaus nicht für angängig halte, daß hier nach Belieben einige Mitglieder des früheren Gerichtshofes als Zeugen auftreten. Sie müßten in diesem ,volle den Antrag stellen, daß sämtliche Mitglieder des früheren Gerichtshofes, der damalige Gerichtsschreiber und sämtliche Personen geladen werden, die damals der Aussage der Woyda beigewohnt haben. Der Gerichtshof zieht sich zur Beratung zurück und erklärt bei feinem Wiedererscheinen, er habe beschlossen, zunächst nur die von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagenen Zeugen zu vernehmen. Ter Vorsitzende giebt nunmehr Kenntnis von dem Eingang zweier anonymer Briefe. Ter eine davon ist an Stierstädter gerichtet. Es werden in demselben gegen den Rechtsanwalt Tr. Werthauer Anschuldigungen erhoben, daß er seinen Einfluß ausgeübt habe, um die Woyda bezüglich ihrer Aussage umzustimmen. Rechtsanwalt Dr. Werthauer erklärt diese Behauptung für eine absolut böswillige Erfindung. Es folgt die Fortsetzung der Beweisaufnahme. Die Zeugin Woyda wird nochmals eingehend vernommen. Sie bleibt bei ihrer gestrigen Darstellung Alles sei unwahr, was sie früher ausgesagt habe, gestern aber habe sie die reine Wahrheit gesagt. Die Zeugin kommt bei ihren Aussagen immer wieder zu der Schlußversicherung, daß sie durch Stierstädter zu ihrer früheren Aussage vorbereitet worden sei. Alsdann wird der Schutz- manu Stierstädter mit der Woyda konfrontiert. Stier städter wird gefragt, ob das, was die Woyda gesagt, auch wahr sei. Zeuge Stierstädter erwidert mit nein; es sei unwahr, daß er in der Droschke auf das Kind eingewirkt habe. Er habe auch bei Vernehmung des Mädchens kein Notizbuch in der Hand gehabt. Die Zeugin Woyda bleibt nochmals dabei, daß sich die Angelegenheit so verhalte, wie sie behaupte. Nach einer kurzen Vernehmung des Zeugen v. T r e s k o w wird die Schwester der Woyda, Frau Blümke aufgerufen und vernommen. Da die Zeugin öfters in lautes Weinen ausbricht, wird auf Anraten des Sachverständigen, K-reisPhysikus Dr. Stürmer, deren Vernehmung unterbrochen und auf Montag vertagt. Es folgt die Vernehmung des Kriminalkommissars Thiel, der telephonisch wieder herbeigerufen worden ist. Er bekundet in sichtlicher Erregung, daß er mit Stierstädter im ganzen fünf bis sechs Mal zusammen gewesen sei. Auf einem Spaziergange durch die Friedrichstraße habe Stierstädter ihm viel über Sternberg erzählt, unter anderem auch, daß er, wenn er zwei Millionen von Sternberg haben wolle, sie auch bekommen würde. Darauf habe er, Zeuge Thiel, geantwortet, dann geben Sie mir eine Million ab. Auch daß er ein Haus von Sternberg bekommen könnte, habe Stierstädter ihm erzählt, worauf er, Thiel, erwiderte: „Ja, warum denn nicht gleich eine Villa am Genfer See." Auf die Frage des Staatsanwalts, ob an ihn, den Zeugen Thiel, jemals von Sternbergscher Seite aus eine Versuchung herangetreten sei, antwortet Thiel mit einem entschiedenen „Nein". Ter Zeuge Stierstädter wird aufgefordert, sich Ms sdlen Bekundungen des Zeugen Thiel zu äußern. Er betont, daß sämtliche Bekundungen Thiels eine vollständige Entstellung bedeuten. — Wie noch gemeldet wird, wurde Kriminalkommissar Thiel nach seiner verantwortlichen dienstlichen Vernehmung sofort vom Amte suspendiert, desgleichen Stierstädter. Der Prozeß Masloff in Stonit?. Könitz, 3. November. Bei der heutigen Sitzung erllärt der Vorsitzende, daß sich die Verhandlung heute hauptsächlich um den Fall Meyer und den Fall Rosenthal drehen werde. Ersterer Zeuge ist der Zahnarzt Meid au er. Er bekundet, daß er sich ebenfalls an oen Ermittelungen zur Aufdeckung der Mordsache und zur Ermittelung des oder der Thäter beteiligt und Masloff über seine Beobachtungen befragt habe. Der nächste Zeuge ist der Verleger Bruhn, der gleichfalls mit Masloff Unterredungen hatte, in denen letzterer seine int Hause Levy angeblich gemachten Beobachtungen erzählte. Das Wort „Winseln" habe Masloff nicht gebraucht; er habe nur von einem Rumors gesprochen. Zeuge beschreibt die Besichtigung, Vottd* cr abends in der Hinter- und Rähmesttaße mit S^asloff vorgenommen habe. Schließlich bekundet er nod) näheres über die Vorgeschichte der von ihm in Fluß gebracksten Affaire Meyer. Alsdann läßt der Präsident die Zeugen zu den Fällen Meyer und Rosenthal aufrufen. Die Zeugen Josef Ebes und Frau Rosenthal werden zu diesem Zweck aus der Haft vorgesührt. Aus Stadt «ad Land. Sieben, 5. November 1900. *• Gießener Volksbad. Im Monat Oktober wurden verabreicht 7455 Bäder gegen 7304 im September 1900 und 7682 im Oktober 1899 oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 257 Bäder gegen 265 im September 1900 und 265 im Oktober 1899. — Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt>erteilt: Schwimmbad 4217 Männer, darunter 690 zu 10 Ps., 871 Frauen, „ 317 „ 10 „ Wannenbäder 1. Klasse 205 Männer, 53 Frauen, „ 2. „ 493 „ 411 „ Dampf« und Heißlustbäder, sowie Massage zusammen 109 Männer, 9 Frauen, Brausebäder zusammen 1087. Die Personenwage wurde von 120 Personen benützt, das Bad von 41 Personen besichtigt. ** Konzertverein. Wohl selten hat ein Kammermusik-Konzert eine solche Anziehungskraft auf unsev Publikum ausgeübt wie das gesttige, mit dem der Konzert- verem die diesjährige Saison in glücklichster Weise eröffnete. Wir haben schon öfter mit Freuden konstatiert, daß der umsichtige Vorstand des Konzertvereins von dem Guten immer nur das Beste für seine Zwecke auswählt, und haben auch gestern wieder die Wahrnehmung gemacht, daß dieses Prinzip das einzig richtige ist, wenn ein derartiges Jnstttut seine Unternehmungen von wahrhaftem Erfolg gekrönt fefyen will. Pablo d e Sarasate ist ein Künstler, dessen bloßer Name dafür birgt, daß der Zuhörer nur Darbietungen allerersten Ranges zu höre» bekommt, und wenn er seine Vorträge mit einer Mnstleri« wie Frau Berthe Marx-Goldschmidt zu Gehör bringt, so kann die Kritik eigentlich nichts besseres thurt als schweigen. Wenn es einem Künstlerpaar gelingt, das Publikum derartig zu fesseln, daß es stellenweise den Atem anhält, um die Schönheiten der Vorträge voll und ganz zu genießen, — und das konnten wir gestern mchr- fach bemerken — so ist dies der beste Beweis für die Tadellosigkeit des Gebotenen, und tadellos war gestern alles von der ersten bis zur letzten Note. Die frühere Be^ <*„ w I Achten AI kennen, die I tretettnnen W als eine de« sondern an« in hohem MI Barcarole, M so spielt, mW hörten, gehM Pianistinnen. > denen aB W der Sarajate» dach „der Bei baß /ich die ■ faujen kannte» Vorstand des» MäbMn » nelles Lean» geht morgen! Abonnement! woch löirb I btümchen", I geben, sonde! wonnene I geführt, föl nientsfapelte I " Mfl Lolksversamm in Wieseä i Dr. David-l ben interna Wcltpoliti ung. Für die die Mitteilung« Deutschland zu Abordnung vo wie sie in Hra MiUerand weiteren Äuss nach ihren h« der politisck machten es e in den Ansic ihre Ideale Wigen Aus Gemütsart de falsches Bild was der Red, Knde des Ko? h^vrzuheben. An raßeller b Arbriter-Lrtei die Ansicht einer Mw teter General- Mehrheit der noch nicht bt Men bat fid) "'ternatio Brüstch ve ^‘«ietretariat "Nung des j le” Moment ”bezüglich &beMfenen Stift Fre.-s'^ner das ^lluy Vs ^den M? Kurz h' yii ment aus fl'rr 0 Mil Wer M ,k. ämt?,en!d6Iuff? b-r Detailltstm -um gemeiuschaftltchm Einkauf bmch Abschluß an die bestehenden oder Gründung von neuen Einkaufs- Genossenschaften. Ein Referat über „Nettoberechnung für Zucker" hielt Herr Nassauer- Gießen. Hierzu wurde beschlossen, „dahür zu wirken, daß durch gesetzliche Regelung sämtliche Arten von Zucker in ganz Deutschland nur noch nach dem wirklichen Nettogewicht verkauft, resp. berechnet werden dürfen." Nachträglich war auf Antrag von Mainz noch der hessische Handelskammergesetzentwurf auf die Tagesordnung gekommen. Auf Vorschlag des Landtagsabg. Molthan- Mainz erklärten sich die Vereine von Mainz, Darmstadt und Gießen bereit, den Entwurf zu prüfen und in einer spezialisierten Eingabe an den maßgebenden Stellen die Wünsche dec Detaillisten anzubringen. Die Gründung eines Verbandsorgans wurde ebenfalls beschlossen und dem vor» der Preßkommission mit dem Druckereibesitzer Herzog-Mainz vereinbarten Vertrag Zustimmung erteilt. thorstraße. Das Feuer, das in dem als Lagerraum für Briketts rc. dienenden vorderen Parterreraum ausgebrochen war, konnte bald bewältigt werden, so daß nennenswerter Schaden nicht entstand. •* Flotteuverein. Am Mittwoch den 14. November hält auf Veranlassung des Provinzialausschusses für Ober- Hessen des deutschen Floltenvereins in „Steins Saalbau", wie im Inseratenteil angezeigt ist, Kapitän z. S. a. D. Foß einen Vortrag über „Die deutschen Interessen inChina und die vonChina seit 1840 geführten Kriege" unter Vorführung von Lichtbildern. Herr Foß hat im letzten Jahre mit großem Erfolge ähnliche Vorträge gehalten, und gegenwärtig dürfte gerade das gewählte Thema das Interesse weitester Kreise erregen. Wie wir hören, wird Herr Foß auch in Friedberg und Bad-Nauheim voraussichtlich am 16. und 20. ds. Mts. Vorträge halten. Darmstadt, 4. November. In der Frage der Errichtung von kleinen Wohnungen durch die Stadt ist wiederum ein bedauerlicher Stillstand eingetreten. Nachdem der damit befaßte Ausschuß der Stadtverordneten die Vorschläge der Bürgermeisterei vor einiger Zeil als unannehmbar an die Bürgermeisterei zurückgegeben hat, ist weiteres bislang nicht erfolgt. Hoffentlich kommt demnächst ein etwas schnelleres Tempo in den Gang dieser Angelegenheit, die auch in Darmstadt eine sehr brennende ist. Man ist, so wird der „Frkft. Ztg." geschrieben, überhaupt in letzter Zeit in der Bürgerschaft mit der Art der Erledigung wichtiger Angelegenheiten durch die Bürgermeisterei nicht recht zufrieden. Vielleicht empfiehlt sich die Einstellung weiterer Arbeitskräfte oder was wesentlich einfacher und weniger kostspielig wäre, die Aufhebung des freien Samstagnachmittags für die städtischen Bureaus, dessen Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit vielfach angezweifelt wird. -nn. Darmstadt, 5. November. (Tel.-Meld. d. „Gieß. Anz.") Von der Zivilkammer des hiesigen Landgerichts wurde heute der Einspruch des Prinzen Max von Isenburg-Wächtersbach gegen die von der Berg.-Märk. Bank, die Zwangsvollstreckung der Fürstlich Isen- burgischen Besitzungen betr., verworfen. Offenbach, 3. November. In Ergänzung des in einem großen Teil unserer Sonntagsnummer, 2. Blatt, noch gemeldeten Leichenbegängnisses des Finanzministers a. D. Küchler, der hier heute mittag 12 Uhr durch Feuer bestattet wurde, teilen wir noch folgendes mit: Die Beisetzungsfeier gestaltete sich außerordentlich einfach, da au den ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen Reden am Sarge unterblieben, gerade in dieser Einfachheit aber war sie doch ungemein ergreifend. Zu Füßen des unter dem Baldachin aufgestellten Sarges lagen prächtige Kranzspenden des Großherzogs, der Technischen Hochschule in Darmstadt, des Wahlausschusses der Nationalliberalen Partei, der Handelskammer zu Worms, der Stadtgemeinde Worms rc. An der Feier nahmen Teil Staatsminister Rothe, Finanzminister Gnauth, Ministerialrat Breidert, Finanzrat Fuchs, Kreisrat v. Hombergk, ferner Vertreter der Militärbehörden, Vertreter der Städte Darmstadt, Mainz, Worms und der Gemeinde Bodenheim, Vertreter der Technischen Hochschule, des Korps „Teutonia"-Gießen und „Rhenania"-Heidelberg, sowie des Gießener S. C. Der Sarg war von Blumen- und Kranzspenden fast vollständig verdeckt. Das Gebet wurde von Pfarrer Lehn von der französisch reformierten Gemeinde in Offenbach gesprochen. Die ganze Feier war einfach und schlicht. B. Hanau, 4. November. Heute fand hier im Hotel Riesen unter dem Vorsitze dos Kaufmanns Almeroth- Hanau die 8. Konferenz südwestdeutscher Detail- ltsten-Vereine statt. Den Geschäftsbericht erstattete Herr Ferdinand Schmidt-Darmstadt. Punkt 1 der Tagesordnung betraf die Schaffung einer festen Organisation der südwestdeutschen Detaillisten-Vereine, derart, daß die beteiligten Vereine einen Jahresbeitrag von 30 Pfg. für jedes ihrer Mitglieder leisten. Der Antrag fand ein- stimmige Annahme. Es gehören dem neugegründeten Verbände südwestdeutscher Detaillisten-Vereine zurzeit folgende Vereine an: Darmstadt, Mainz, Frankfurt, Hanau, Worms, Bingen, Homburg v. d. H., Gießen, Höchst, Kirn, Landau, Mühlhausen, Metz, Oberftein, Pirmasens, Sachsenhausen, Wetzlar. Punkt 2 der Tagesordnung lautete: Erfahrungen auf dem Gebiete des unlauteren Wettbewerbs, speziell des Ausverkaufswesens. Nach längerer Debatte, an der sich hauptsächlich Rechtsanwalt Fuld-Mainz und Landtags-Abg. Molthan-Mainz beteiligten, wurde auf Antrng deg ersteren folgende Resolution einstimmig angenommen: Unter Anerkennung, daß da« Gesetz vom 27. Mai 1896 sich in der Hauptsache bewährt hat, ist eine Ergänzung desselben zum Zwecke der Bekämpfung der Ausverkäufe dringend geboten. Es ist insbesondere erforderlich: 1. Aussprechen, daß Nachschub von Waren bei einem Ausverkauf unbedingt verboten ist; 2. daß die Dauer jedes Ausverkaufs zeillich im Hinblick auf die durchschnittliche Dauer der Ausverkäufe in den betreffenden Branchen während der letzten Jahre gesetzlich begrenzt wirb; 3. daß bezüglich der sogen. Spezialtage bestimmt roetben muß, daß die offerierten Rabatte und PretSoorschläge sich auf alle zu der betreffenden Zett in dem Hause vorhandenen Waren beziehen; 4. daß als Ausverkauf nur der Verkauf bezeichnet werden darf, bet welchem die Absicht besteht, sämtliche vorhandenen Bestände zu verkaufen. Neber die Bedeutung des Genossenschaftswesens zum gemeinsamen Warenbezug der Detaillisten referierte Herr Almeroth-Hanau. An der Hand von Beispielen erläuterte er die großen Vorteile, die diese Genossenschaften bieten, und zwar hob er hervor: 1. billige Einkaufspreise, 2. verminderte Arbeit bezüglich des Ein- kaufes und dadurch ermöglichte bessere Pflege des Verkaufs, ^leichte und sichere Orientierung über Konjunkturen und Marktverhaltntffe, 4. Erfahrungsaustausch mit Kollegen. Diesen Vorteilen gegenüber sind die Leistungen der Genossen minimal. Hierzu gelangte nachstehende Resolution zur Annahme: Die 8. Konferenz südwestdeutscher Detaillisten-Vereine anerkennt Ä sicher astrksames Bollwerk gegen das Eindringen des Großkapital« und der Warenhäuser die Zweckmäßigkeit des Zu- Vermischtes. i - Berlin, 4. November. Verhaftung. Der s. Z. von hier geflüchtete Geldbriefträger Schwarz ist jetzt, nachdem er etwas über 1 Jahr unentdeckt geblieben, von der Polizei in London verhaftet worden. * Brüssel, 4. November. Auf dem hiesigen Kanal explodierte der Kessel einer Vergnügungsyacht. Der Besitzer und feine Frau erlitten schwere Brandwunden. Die Yacht mußte, da an ein Löschen des Feuers nicht zu denken war, in den Grund gebohrt werden. * Diebstahl im Vatikan. In Genua und Mailand wurde bei Wechslern ein großer Teil der im Vatikan gestohlenen Titres im Werte von über 200000 FrcS. beschlagnahmt. • Wien, 3. November. Hier zirkulieren Gerüchte von einem Zusammenstoß des Orient-ExpreßzugeS mit einem anderen Zuge an der rumänischen Grenze. Einzelheiten fehlen noch. * Belgrad, 3. November. Seit gestern wird vergeblich nach dem Kassierer der Nation albank, Michails Ilitsch, gefahndet, der gegen 10 Uhr Vormittags mit 135 000 Fr. und dem Diener der Nationalbank verschwunden ist. Er sollte sich nach" der Post begeben. * Konstantinopel, 4. November. Nach einer Meldung brach am 3. d. M. hier ein große Brandkatastrophe ans. 135, meist von der armen, griechischen Bevölkerung bewohnte Häuser brannten ab. * Petersburg, 4. November. Die Ernte im Gouvernement Cherson und in den übrigen südlichen Provinzen ist so schlecht ausgefallen, daß eine Hungersnot für den Winter auszubrechen droht. * New-York, 4. November. Bei einer Explosion in der Berryburg-Kohlengrube wurden 10 Arbeiter getötet und 4 schwer verletzt. * Schiffsuusälle. Ein Börsentelegramm berichtet aus Nakasaki: Der norwegische Dampfer Talenda stieß mit einem anderen Dampfer zusammen. Der norwegische Dampfer sank innerhalb weniger Minuten. Die meiste» Passagiere und ein großer Teil der Mannschaft ertrank. — Aus San Franzisko wird gemeldet: Der hier eingetroffene Segler Mile verlor während eines schrecklichen Sturmes die Schiffsmasten und einen Matrosen, die von den Wellen über Bord gespült wurden. Arbeiterbewegung. n Le«S, 2. November. Die Arbeit wurde an verschiedene» Stellen wieder ausgenommen, doch beträgt die Zahl der Ausständigen noch 8800. Die vergangene Nacht verlief ziemlich lebhaft Kriefkasten öer Redaktion. «5* Die Mutter des verstorbenen Finanzministers Küchler war auä der politischen Bewegung der vormärzlichen Zeit annten Gebrüder Follen. Küchler bezog mit 18 Jahren die Univ ersitä t Gerichtssaat. O 1 b. November. Das Kriegsgericht verurteilte he* 7-Jnf.-Regirmnt, weil bei einer Schießübung “ fLb„n Schreßständen bei Gonsenheim ein Soldat aus Un» \ v^0flen rourbe' einer Festungshaft von 6 Monaten N .^m Urtell wird ausgeführt, daß der Offizier bei der Hebung ta nötige Vorsicht außer Acht gelassen habe. ® Häuptling einiger Kritiker, Sarasate sei als' Südländer fein Beethovenspicler, sand in der gestrigen Interpretation der Krentzersonate eine glänzende Widerlegung, und in den übrigen dcummern des Programms zeigte sich der Mnstter nur würdig des ausgezeichneten Rufes, den e-r längst mit Recht genießt. Auch in der eigenen Komposition, die er auf feinem prachtvollen Straduarius vorführte, zeigte er sich als guten Musiker, der bei aller Ausnutzung der verschiedenen Gelegenheiten, seine technischen Fertigkeiten zu zeigen, stets im Rahmen des Schönen und Geschmackvollen bleibt. In Frau Berthe Marx-Goldschmidt lernten wir gestern ein Pianistin kennen, die wir unbedenklich zu den bedeutendsten Vertreterinnen ihres Faches rechnen, und die sich nicht nur als eine bedeutende Interpretin klassischer Werke erwies, sondern auch den Anforderungen der modernen Autoren in hohem Maße gerecht zu werden versteht. Wer Chopins Barcarole, die für Gießen übrigens eine Novität war, so spielt, wie wir sie gestern von Frau Marx-Goldschmidt hörten, gehört unseres Erachtens zu den bedeutendsten Pianistinnen. Daß bei diesen vorzüglichen Leistungen, bei denen auch Herrn Goldschmidts gediegene Begleitung der Sarasate'schen Tarantella nicht unerwähnt bleiben darf, der Beifall ein außerordentlich starker war, und daß sich die Künstler nur durch mehrere Zugaben loskaufen konnten, ist kein Wunder. Sicher ist, daß der Vorstand des Konzertvereins auf dieses Konzert mit Stolz zurückblicken kann. Pr. ** Stadttheater. Gerhart Hauptmanns sensationelles Schauspiel aus den vierziger Jahren „Die Weber" geht morgen Dienstag erstmalig in Scene, und zwar int Abonnement bei gewöhnlichen Kassenpreisen. Am Mittwoch wird als V o l k s v o r st e l l u n g nicht „Mauerblümchen", wie auf dem Dienstags-Theaterzettel angegeben, sondern das dreiaktige Volksstück mit Gesang „Ge- wonnene Herzen" oder „Nord und Süd" aufgeführt. Es wirkt in dieser Volksvorstellung unsere Regü- mentskapelle mit. ** Volksversammlung en. Zwei stark besuchte Volksversammlungen fanden am Samstag und Sonntag in Wieseck und Gießen statt. Landtagsabgeordneter Dr. David-Mainz sprach in beiden Versammlungen über den internationalen Arbeiter-Kongreß, die Weltpolitik und die arbeitende Bevölkerung. Für die Mehrheit der Anwesenden waren besonders die Mitteilungen interessant, die der Redner über die in Deutschland zurzeit noch als undenkbar zu betrachtende Abordnung von Arbeitervertretern in das Ministerium, wie sie in Frankreich in der Person des Handelsministers M i l l e r a n d bereits zur Thatsache geworden, machte. Die wetteren Ausführungen des Redners über die verschiedenen nach ihren hervorragendsten Führern benannten Gruppen der politisch organisierten Arbeiterschaft Frankreichs machten es erklärlich, daß die noch bestehenden Gegensätze rn den Ansichten darüber, auf welchem Wege die Arbeiter ihre ideale zur Verwirklichung zu bringen suchen, zu heftigen Auseinandersetzungen führten, und den über die Franzosen nicht unterrichteten Gegnern ein falsches Bild von dem Kongresse lieferten. — Von dem, was der Redner über die wesentlichsten Beratungsgegenstande des Kongresses mitteilte, ist der Generalstreik hervorzuheben. Daß über denselben nicht im Sinne der Antragsteller beschlossen wurde, sei den Vertretern der Arbeiterpartei Deutschlands zuzuschreiben, die mit Erfolg Ine Ansicht vertraten, daß ein nim Zwecke der Erzwingung einer Forderung politischer oder sozialer Natur eingeleiteter Generalstreik nur dann Erfolg haben könne, wenn die Mehrheit der Arbeiter organisiert sei; letzteres könne heute noch nicht behauptet werden, denn es sei noch mit über 80 Prozent unorganisierten Arbeitern zu rechnen. — Dagegen hat sich der Kongreß viel von der Errichtung eines internationalen Arbeitersekretariats (Sitz in Brüssel) versprochen. Durch das internationale Ar- bettersekretariat werde es in Zukunft möglich auf Verbesserung des Loses der Arbeiter gerichtete Anträge in allen Parlamenten zu erheben und damit allen Einwendungen, bezüglich der Konkurrenz des mit allem, loas Ar- betterwohlfahrt und sozialpolitische Gesetzgebung betrifft, nicht betroffenen Auslandes von vornherein zu begegnen. Mit der „Weltpolitik" ging Redner eingehend und scharf tm Sinne des von der sozialdemokratischen Presse vertretenen Standpunktes ins Gericht. — In beiden Versammlungen veranlaßten die Darlegungen des Redners rege Debatten. a ** Generalversammlung des Vereins F r e i s i n n i g e V o l k s p a r t e i. Man schreibt uns: „Wie aus einer Veröffentlichung des Vorstandes des hiesigen -verein^ der freisinnigen Volkspartei zu ersehen ist, findet am morgenden Dienstag eine Generalversammlung statt. Beri^Ä-f^bnung ist sehr reichhaltig und namentlich die fragen jit referieren und zu ihnen Stellunq zu nehmen Von allen morgen zur Besprechung kommkn^n Ge^en- standen ist dieser letztere von gan% befnnhprJ? e •/ vor wichtigen tz.ttscheiduW Md In SSÄ ment tt>o politische und wirtschaftliche Reaktion im Bu^de °u, allen Gebieten die fortschrittliche Weiterentwicke^ng unserer vaterlandlschen Interessen zurllckzudammen bestrebt ßind, ist es Pflicht eines jeben Vaterlandsfreundes mit Gleichgesinnten zur Abwehr jener Sonderinteressen ru- sammenzustehen. Dieser Erkenntnis werden auch die hierzu berufenen Gießener politischen Vereine sich nicht verfließen. — Nichts ist in Zeiten politischer Bewegung mehr Z-u beklagen, der Jndifferentismus der Mitglieder Wlcher Vereine, denen eine Stellungnahme obliegt und deren Wirksamkeit — so auch in Gießen — durch jenes Uebel gar häufig lahmgelegt wird. Möchte diese Mahnung twn denen beherzigt werden, an deren Adresse sie sich nchtet und die Generalversammlung in Bethätigung der Zugehörigkeit recht zahlreich sein. **. Studentenversammluug Morgen abend wird Dr. phil. *m. ”£>otcl Einhorn" über das Thema sprechen: ,,^at die heutige Studentenschaft noch religiöse Bedürfnisse?" a Durch Feuerlärm wurde gestern abend N-m erschreckt. Es brannte 6c” ^benhause des Bäckermeisters Löb er in der Wall- Mw 'Ugeii zu v von her 'Sbon dem^^v. . Rechts?°»° °d°r SU d« »ftonti»L S' C5 Mädchens fein J* W veralte, wie a die Zeuqin * ‘“f »mten L "rnier, deren ontag vertagt, tz; "nmGrs Thiel 'vorden ist. Er be- 'nit Stierstädter im gewe/'en fei Lis Itta/je f)abe &tier> Runter anderem haße er, Zeuge u eine Million ab. bekommen könnte, r, Thiel, erwiderte: a am Genfer See." n ihn, den Zeugen le aus eine Ler- iel mit einem ent- ädter wird aufge- o Zeugen Thiel zu Endungen Thiels - Wie noch pf- ThielnachM :ng sofort vom tierstadter. i 3. November. Vorsitzende, daß ch um den Fall >en werde. Ersterer Er bekundet, daß n zur Aufdeckung ; oder der Thater rachtungen befragt rleger Bruhn, der hatte, in denen ich gemachten Be- nseln" habe Ma-- n einem Ruinös ccke Mt ,i eI ^-nähere. ■SS prüfen. Du nthal werden tt__|___, ü>. Mwber 1900. Stober wurden September 1900 Durchschnitt als •65 im Sept* Der SN w 590 zu W ni «10 " 53 Frauen, denk E'Lert, «ngen* faie i>ct jur firc« Äs n,ir W Kandwittschastliches. LR. Darmstadt, 3. November. Dem städtischen Garteninsvektor Hermann Stapel-Darmstadt wurde seitens des hessischen Landwirt- schaftsrats rn Anerkennung seiner Verdienste um die Schaffung der g°L7'LstL^ di° Sandel und Uerkehr. Nolkswittschaft w'iÄaT0-00'00 h,_ Hypothekenbank ist, auf die Ankündigung der inzwischen wieder aufgegebenen Kundgebung der anderen Banken aus dem Hilfskomitee für die Spielhagen-Banken ausgetreten. Labak. Mannheim, 2. November. Die Verkäufe in neuen Tabake Äe25" 26etSe,fflfal8 5ottflan9- Harthausen erlöste für feS CTnte 25—26 Mk., Gommerheim 243/4—25 Mk Waldsee 9Q_9ß sm» b.en y^eD.0ro gehenden Ablieferungen von Sandblättern verrechnete Kandel 24—26 Mk. und Neubosen ft Z n End/d^20 Mk'^bis räumte mit seinen Erträgniffen'zu des am Dache befindlichen Tabaks, -?!.^?^Abhängen begonnen werden konnte. Im Handel mit ÄSfr ? das Angebot mangels entsprechender Vorräte hinter Absatz ^18dS-r"«^.^?eres Pfalzer Sandblatt fand zu 20 Mk., Vfäl.er JJr*tS ^°nspruchren Preise zu Ende der 20 Mk. rSe angeboten waren, blieben ungefragt. r.ose feine Ware erlöste 9 Mk., gebündelte 10« 4—11 Mk für die 50 Kilo. Woche stand die politische Erörterung noch immer im Zeichen des Falles PosadowSky-Woedtke-Bueck. Der Versuch des Leipziger sozialdemokratischen Blattes, zu dem ersten Zwölftausend Mark-Fall noch einen zweiten zu kon» struieren, ist mißglückt, aber der Thatbestand des ersten Falles konnte von keiner Seite bestritten werden. Selbst diejenigen, welche geneigt sind, das Verhalten des Reichsamtes des Innern zu entschuldigen und zu verteidigen, haben doch zumeist wenigstens eingestehen müssen, daß hier ein ^bedauerlicher Mißgriff" vorliege. Wie die Angelegenheit sich weiter entwickeln und ob sie nach der einen oder anderen Richtung hin politische Folgen zeitigen wird, bleibt abzuwarten, das aber steht fest, daß die Regierung im Reichstage keinen leichten Stand haben wird, die Angriffe, die dort gegen das Reichsamt des Innern mit Sicherheit zu erwarten sind, abzuwehren. Dagegen haben die Bemühungen der Regierung, in Sachen der chinesischen Frage wenigstens mit einer Halbwegs geklärten Situation vor den Reichstag treten zu können, in letzter Zeit eine wesentliche Förderung erfahren. Das deutsch-englische Abkommen, das zuerst von etlichen Politikern, die deutscher zu sein glauben als andere, heftige Anfeindungen zu erdulden hatte, hat sich in der Thal als ein Erfolg der deutschen Politik erwiesen, und der neue Reichskanzler kann sich rühmen, sich hiermit auf dem Gebiet der auswärtigen Politik in sein Amt eingeführt zu haben. Wie erinnerlich, enthält das deutsch englische Abkommen vier Punkte. Artikel 1 proklamiert die Politik der offenen Thür für China, und Artikel 2 enthält die Verpflichtung, den Territorialbestand des chinesischen Reiches unvermindert zu erhalten. Die Artikel 3 und 4 haben nur eine sekundäre Bedeutung. Artikel 3 enthält den Vorbehalt etwaiger Schritte zur Sicherung der eigenen Interessen falls eine andere Macht territoriale Vorteile in China an strebt, und Artikel 4 enthält die Aufforderung an die anderen Mächte, diesem Abkommen beizutreten. Dieser letzteren Aufforderung sind alle Mächte bezüglich der Artikel 1 und 2 insofern gefolgt, als sie ihre Zustimmung dazu unverkennbar geäußert haben, und damit hat der Eventual-Artikel 3 jede praktische Bedeutung verloren. Dieser Erfolg ist um so höher anzuschlagen, als mehrfach von Seiten Frankreichs und Rußlands und auch der Vereinigten Staaten von Amerika Schwierigkeiten erwartet wurden. Aber Rußland und Frankreich haben jenem deutsch-englischen Programm nicht gut widersprechen können, ohne ihrem eigenen Programm ins Gesicht zu schlagen. Und waS die Vereinigten Staaten von Amerika betrifft, so hat man dort längst erkannt, daß in der chinesischen Frage jede Sonderaktion ebenso gefährlich und schädlich wäre, als der einige Zeit lang ins Auge gefaßte Verzicht auf jegliche Aktion. In den Vereinigten Staaten von Amerika sind zurzeit überhaupt alle politischen Interessen zurück getreten vor dem Kampf um die Präsidentschaftswahlen, deren Beginn unmittelbar bevorsteht. * Aus diesem Kampf sind zurzeit sowohl die chinesische wie die anderen internationalen Fragen ausgeschieden, und die Demokraten beschränken sich auf die Parole: „Für das Silber und gegen den Imperialismus!", die Republikaner auf die Parole: „Gegen das Silber und für den Imperialismus!" Was die Aussichten der Wahl betrifft, so behaupten beide Parteien, sowohl die Republikaner, deren Kandidat MacKinley ist, als auch die Demokraten, deren Kandidat Bryan ist, daß ihnen der Sieg sicher sei, aber nach den Stimmungsberichten aus Washington scheinen die Aussichten der Republikaner die größeren zu sein. Aber wie auch die Wahl ausfällt, die einstmals von den Buren gehegte Hoffnung, daß sie von Amerika aus irgend welche Schritte zur Hilfeleistung zu erwarten hätten, hat sich längst als eitel erwiesen. Nicht minder aussichtslos scheint der letzte Versuch zu sein, den Präsident Krüger unternimmt, um die eine oder andere der europäischen Mächte zu einer Intervention zu veranlassen und auf diese Weise wenigstens die völlige Vernichtung der Burenstaaten abzuwenden. Im Uebrigen haben die Engländer das Fell des Bären zerteilt, bevor er erlegt ist. Auf dem südafrikanischen Kriegsschauplatz geht der Guerillakrieg noch immer seinen Gang und die Hoffnungen der Engländer, diesen Krieg in absehbarer Zeit zu beendigen, haben sich erheblich herabgestimmt. Wenn übrigens Chamberlain gehofft hat, auf Grund der zweifelhaften südafrikanischen Erfolge zu einem höheren Gipfel der Macht emporzuklettern, so hat er sich geschnitten. Lord Salisbury hat sich entschlossen, fürs erste an der Spitze des Kabinetts zu verharren, und wenn er auch auf die Leitung der äußeren Politik verzichten will, so geschieht dies nicht zugunsten des Herrn Chamberlain. Trostlos sehey die Verhältnisse in Spanien aus. Die ungeheure wirtschaftliche Kalamität ist der Boden, auf dem me Karlistenbewegung neue und reiche Nahrung gefunden hat. Die erst kürzlich beigelegte Kabinettskrisis erscheint bedeutungslos gegenüber der chronischen wirtschaftlichen und politrschen Krisis, bie das Land unaufhaltsam dem Niedergang entgegensuhrt. Potitifche Tagesschau. Wir lesen in der „Voss. Ztg.": Die lebhafte Beängstigung, die in weitesten Kreisen der I-abak- industriellen infolge der Bestrebungen einzelner T-b!?pfl-m7r»ur Erhöhung -e- Ta-akschutzzoveS und der gleichzeitigen Versuche eine Erhöhung deS bestehenden EingangSzolle« auf Eiaarren und Cigaretten Platz gegriffen hat, sucht man jetzt durch die Nachricht zu beruhigen, daß in dem neuen Zolltarif der EinganaSroll auf Rohtabak tn der alten Höhe erscheinen werde. Wir bemerken dazu, daß daran eigentlich niemand gezweifelt hat, aber ebensowenig ist eS zweifelhaft, daß bet der Beratung deS neuen Tarif« im Reichstage und in der Kommission deS Reichstages der Antrag auf eine Verdoppelung des bestehenden Schutzzolles gestellt werden wird. Ob die Einbringung dieses Antrages seitens des Zentrums oder der nationalliberalen Partei geschehen wird, ist ziemlich gleich-, gtlttg. Sicher ist aber, daß in beiden Parteien nicht alle Mitglieder gleicher Ansicht sind; e8 giebt viele, bie gegen einen solchen Antrag sind, besonders solche Abgeordnete, welch! in Wahlbezirken gewählt worden stad, in denen eine starke E'garrenindustrte zu Hause ist. Am 7. Dezember 1899, nachmittags 2 Uhr, übergab der italienische Justizminister Bonasi dem Kammerpräsidenten Colombo ein versiegeltes Paket. Es enthielt das B e - lastungSmaterial gegen den Abgeordneten für Palermo I, den Gutsbesitzer, Gemeinderat, Großoffizier des italienischen Kronenordens, Komtur deS griechischen Erlöserordens und anderer Ehrenzeichen, Raffaele Palizzolo, geb. 1845, wegen Anstiftung des Mordes an dem Bank- Direktor Notarbartolo zu Palermo. Um 5 Uhr erstattete der ad hoc eingesetzte Untersuchungsausschuß von fünf Abgeordneten den Bericht an daS Parlament, der die Aberkennung der parlamentarischen Unverletzlichkeit des Abg. Palizzolo begehrte. Um 6 Uhr abends hatte die Kammer mit 320 Stimmen gegen 16 dem Justizminister die Erlaubnis zur strafrechtlichen Verfolgung des Angeschuldigten gegeben. Um 6 Uhr 10 Minuten ging daS Telegramm des Gesamt- ministeriumS an den Präfekten nach Palermo, den Angeschuldigten augenblicklich zu verhaften. Um 7 Uhr 5 Min. traf dessen Nachricht ein, daß Palizzole dem Gefängnis eingeliefert sei. Um 7 Uhr 20 Min. wurde der telegraphische Dienst mit der Insel ©teilten, der für das Publikum von nachmittags 2 Uhr an suspendiert war, wieder freigegeben. Alle diese energischen Vorkehrungen deS Generals Pelloux und des Justizministers Bonasi waren wohl angebracht; denn Palizzolo als Haupt der Maffia hatte seine Flucht nach Griechenland aufs sorgfältigste vorbereitet und Freunde im Parlament gerade genug, die ihn rechtzeitig zu warnen willens waren. Die Voruntersuchung begann sofort und führte zur Verhaftung von Notarbartolos Mörder, dem Guts aufseh er Fontana. Gleichzeitig aber griff der Untersuchungsrichter eine andere Strafsache auf: die Erforschung eines anderen Mordfalles, worin das sterbende Opfer Gott und seine Heiligen als Zeugen dafür angerufen hatte, daß niemand anders als der schlimme Nachbar Palizzolo den Auftrag zu seiner Ermordung gegeben habe. Dieser Ermordete war der Gutsbesitzer Francesco Miceli. Schon Ende der 80er Jahre geriet Miceli in Streit mit seinen Nachbarn Vitale und Palizzolo wegen verschiedener diesen wenig bequemer Weg- und Wasserdienstbarkeiten. Miceli hatte auf seiner Seite das Recht, das Haupt der Maffia aber die Macht. Zuerst wurde darum — die Herren Mörder auf der altfeudalen Insel sind höfliche Leute — Mieeli eindringlich gewarnt, einmal, zweimal, zuerst mündlich, dann symbolisch. Als er eines Abends in Begleitung seiner Frau heimkehrte, ging aus nächster Nähe ein Schuß los. Miceli tröstete die geängstigte Frau mit den Worten: „Hab' keine Furcht. Der Schuß war blind, es ist die letzte gütliche Ermahnung der Maffia, sie war mir vor drei Tagen angekündigt!" Palizzolo als richtiger Güterschlächter erbot sich damals, die besten Stücke des Micelischen Gutes Gentile um eine Bagatelle zu kaufen, aber Miceli wies das listige Angebot ab, wodurch dem Käufer der Rest des Gutes von selber zufallen mußte, und fügte seiner Weigerung die Bemerkung hinzu, er verachte die Drohungen der Maffia. Damit war sein Los besiegelt. Am Abend des 17. Juli 1892 wurde Miceli, als er von einem Trauerbesuche heimfuhr, an der Seite seiner Frau durch Flintenschüsse ermordet. Die in vier Bänden zu je 500 Seiten niedergelegte Voruntersuchung schloß mit der Verweisung Palizzolos wegen Anstiftung zum Mord und der Gebrüder Vitale und des Palizzolo'schen Feldhüters Trapani wegen Ausführung des Mordes vor das Schwurgericht. Die Verhandlung wird selbstverständlich nicht vor sizilianischen, sondern vor oberitalienischen Geschworenen stattfinden. Das Ergebnis im Fall Notarbartolo, das sieben Foliobände füllt, ist erst in etwa drei Wochen zu erwarten. Aus Stadt und Kand. Gießen, 5 November 1900. ** Personalnachrichten. Mit Wahrnehmung der Tienstverrichtungen eines Amtsrichters wurden beauftragt bei dem Amtsgericht Offenbach der Gerich^sassessor Dr. Mahr in Offenbach, bei dem Amtsgericht Seligenstadt der Gerichtsassessor Dr. Jäger in Darmstadt, bei dem Amtsgericht Gießen der Gerichtsassessor Schumacher in Gießen, bei dem Amtsgericht Alzey der Gerichtsafsessor Hörtfch in Wöllstein, bei dem Amtsgericht Wöllstein der Gerichtsassessor B o n h a r d in Alzey; mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Staatsanwalts am Landgericht der Provinz Oberhessen der Gerichtsassessor Dr. Maurer in Darmstadt; mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts bei den Amtsgerichten Darmstadt, Groß-Gerau und Langen der Gerichtsassessor Kißner in Mainz, bei den Amtsgerichten Offenbach und Seligenstadt der Gerichtsassessor Bernhards in Büdingen und bei den Amtsgerichten Büdingen, Altenstadt, Nidda, Ortenberg und Schotten der Gerichtsassessor Dr. Weiffenbach in Friedberg. ** P o stp e r s o n a l n achr ich t e n. Versetzt sind: die Postkassierer Brügge mann von Offenbach (Main) nach Chemnitz als com. Postinspektor und Schultze von Windhoek (Deutsch-Südwestafrika) nach Offenbach, der Oberpostdirektionssekretär Hedler von Darmstadt nach Brandenburg als com. Postkassierer und der Postsekretär Ger- d i n g von Minden nach Darmstadt als com. Ober-Post direktionssekretär; ernannt ist zum Ober-Postdirektions- sekretär der Postsekretär Eh le in Darmstadt: angestellt sind: als Postassistent der Postanwärter Kuhl in Büdingen : als Telegraphenassistent die Telegraphenanivärter Gresser in Darmstadt und M e ch l e r in Mainz; angenommen ist als Postagent der Gemeinderechner und Post- hilfsstelleninhaber Biedert in Dalehim; in den Ruhestand übergetreten ist der Postdirektor Andreß in Darmstadt; gestorben ist der Postverwalter a. D. Jochim in Birkenau. — Der frühere Postassistent C o l l m a n n , der seit 1890 in Bangkok thätig ist, wurde zum Generalinspektor der siamesischen Post- und Telegraphen-Ver | Wallung ernannt. (Collmann ist Hesse, Sohn des Tier-» arzts Collmann in Hanau: er war vor 14 Jahren noch hier in Gießen als Postgehilfe thätig.) ** Verlorene Gegen st än de auf der Eisenbahn. Als eine Erleichterung für die Reisenden zur Wiedererlangung in Verlust gerathener Gegenstände stellt sich eine Einrichtung dar, die jetzt auf^, den preußischen Staatsbahnen getroffen worden ist. Die Zugführer der Personen- und Schnellzüge sind mit Formularien zu Verlust-Anzeigen ausgestattet worden, die von den Reisenden während der Fahrt ausgefüllt und auf der nächsten geeigneten Station abgegeben werden können. Bisher konnten diese Formulare nur bei den Stationen entnommen werden, was immerhin etwas Zeitversäumnis verursachte. ** Ein bedauerlicher Unfall. Der Heldendarsteller des Nürnberger Stadttheaters, Herr Dietz sch, der zurzeit bie dem dort garnisonierenden Feloartillerie - Regiment sein Einjährig-Freiwilligenjahr abdient, gleichzeitig aber mit Bewilligung des Prinzregenten seine Thätigkeit am Stadttheater sortsetzen darf, ist bei einer Reitübung so unglücklich gestürzt, daß er sich eine Schulterverletzung zuzog, die ihn nach beiden Richtungen hin für einige Zeit dienstunfähig macht. Herr Dietzsch ist auch den hiesigen Theaterfreunden wohl bekannt. § Butzbach, 5. November. Gegen die Früher- legung der obligatorischen Fortbildungsschule macht sich hierorts eine Opposition im Kreise der Industriellen und Handwerksmeister geltend, weil dieselben durch die Entziehung der Lehrlinge in der Zeit von 1—3 Uhr angeblich geschädigt würden. ** Nidda, 3. November. Die Gemeinde Bad Salzhausen hat sich, wie schon kurz gemeldet, während sie früher zu Kohden gehörte, nunmehr auf eigene Füße gestellt. Aus den Einwohnern, die die gesetzliche Zeit dort wohnen, wurde ein Gemeinderat von sieben Mitgliedern gebildet. Neuerdings ist die Gemarkung durch Geländeankauf aus der anstoßenden Feldmark Geiß-Nidda arrondiert worden. — Die freiwillige Feuerwehr wird den Geburtstag des Großherzogs und der Großherzogin durch einen Kommers begehen; jedoch soll dem Vernehmen nach mit Rücksicht auf das Totenfest ein anderer Tag als der 25. November gewählt werden, wodurch man allen Wünschen gerecht werden will. — Das Wintersemester der erweiterten Handwerkerschute hier hat am 1. November mit 12 Schülern der Oberklasse und 2 Modellierhospitanten, 10 der ersten Kl., 12 der zweiten Kl. für die Tagesschule begonnen. Tie gewerbliche Abendschule besuchen 20 Schüler. Die Sonntags- schule wurde im Sommer von 88 und wird jetzt von 66 Schülern besucht. — 7 Herren unterrichten zum Teil an den verschiedenen Schulen. An der Tagesschule lehren 5 und 1 im Modellieren; an der Abendschule und Sonntagsschule sind je 2 Lehrkräfte beschäftigt. Mainz, 2. November. Die hier wohnende verhetratete Sängerin Wichert von Frankfurt a. M. hat sich heute morgen um 3 Uhr in den Rhein gestürzt. Ein Schiffer von dem Dampfer „Moselana" hörte den Hilferuf der Frau und rettete die Lebensmüde. Worms, 1. November. An die Mitglieder der Stadt- verordneten-Bersammlung hat Oberbürgermeister Köhler die Einladung zu einer Trauerversammlung aus Anlaß des Ablebens des Finanzministers a. D. Wilhelm Küchler in Darmstadt auf Freitag, 2. November, vormittags */,12 Uhr in den Rathaussaal ergehen lassen. Die Versammlung ist öffentlich. ____________________ Vermischtem * Heidelberg, 1. November. Heule nachmittag stch der 50 Jahre alte Friseur Josef Miller, den ein Nervenleiden plagte, von der Teufelslanzel, dem bekannten, etwa 200 Meter hohen Aussichtspunkt, herabgestürzt. Er war sofort tot. . • München, 4. November. Dieser Tage wurde auf einer Wiese unweit der Ecke der Rosenheimer- und Orleans» stcaße die der Prostitution ergebene 17jährige Dienstmagd Franziska Dachs ermordet aufgefunden. Die Lerche wies eine große klaffende Schnittwunde an der linken Halsseite auf. Bald nach Auffindung der Leiche wurden zwei vagierende, zur Klasse der Zuhälter gehörige Bäckerburschen und ein der Prostitution ergebenes Weib aufgegriffen. Letzteres erklärte, am letzten Sonntag mit der Dachs der Prostitution nachgegangen zu sein. 8 \ abends sei die Dachs mit einem fremden Burschen auf die Wiese gegangen. Gleich darauf s-i dt-s-r «ursche geflohen und ihm ein Kamerad, der aus der Strafe gewartet hatte, nachgeeilt. Di- beiden Backer und da« W-.b habendann angeblich die Dachs gesucht, diese al« L-tche gesunden und sich sofort, ohne irgend itmanb Mitteilung zu machen, m die Stadt begeben. Nach dem heutigen Stand der Erhebungen besteht kein Zweifel, daß die Angaben richtig sind. Als Thäter wird nunmehr verfolgt: Kook (auch Cok), Guiseppe, lediger Ziegelarbeiter von Buja bei Gemona, Provinz Udine, etwa 1,69 Mtr. groß, untersetzt, schwarze Haare, schwarzer Schnurrbart, ovale Gesichtsform, gesunde Zähne, spricht ziemlich gut deutsch, trug ber Der Flucht dunkelbraunen Sackanzug und schwarzen, weichen, oben eingedrückten Filzhut. Sein mir ihm flüchtig gegangener Kamerad ist der Ziegeleiarbeiter Antonio Mizzau, vulgo „Gendarmen-Toni" (Carabinierie-Toni), 32 Jahre alt, mittelgroß, etwa 1,69 Meter, schlank, mit dunklen Haaren, dunklem Schnurrbart, ovaler Gesichtsform, gesunder Gesichtsfarbe, schwarzen Augenbrauen, spricht rasch und hat aufgeregtes Benehmen. Er trug bei der Flucht grüne« Hut mit weißer, langer Flaumfeder, grüne Joppe, helle, weiß und schwarz karrirte Hose und schwarze Lederschuhe. Auch Mizzau spricht ziemlich gut deutsch. Kook und Mizzau standen bisher in einer Ziegelei in Unterföhring bei München in Arbeit, waren am letzten Sonntag in München uub kamen am folgenden Morgen uach Unterföhring zurück. Hier packten sie ihre Sachen und verließen die Arbeit, unter dem Vorgeben, in ihre Heimat reisen zu wollen- n bet I* $"** "tt6e mrd-« M AMMD A ä* W ’’ w r Ä‘ .rtjen W» Deck h°°°, S'B ÄS s°oL ©etnon“’ W (iwjtit Ml- Ä btt I M*. »eii»’ 1 WS Ä®1«'"“ »w? i d--Lp-.h° ' 8^*1 4** jjp; U ?0^ bta >. 5*"n^ I biJ^ile«. S*S ZLS Von den sfiS Hr- -'derüE'7 f a ta . b - Regiment ce;n SS'}'?»6« S“"8 io «»•• SchultervechKma M kn hi!s>,,„ " di- Früher. Wtobuw- geltend, weil die- elmge in der iit 'den. 'eindeAaL>§asz- ^eldet, während \\t ui eigene Füße y- gesetzliche Zeit d'oü »rcben Mitgliedern 'ifl burd) Gelände- ÄrWMn nrron- Vuerroefcr roirb '.jogs und der :rs degchen; jedoch lt aus das Toten- ?mber gewählt wer- ;cht werden will. — Handwerker- t 12 Schülern dec , 10 der ersten U, begonnen. Tie ge- ler. Die Sonnlags- ) wird seht von 66 chten zum reit an Tagesschule lehw idschule und Sm- tigt. ohnende verlmatete M. hat sh Nc vfiut. Ei» Schisser , den Mus tylitba btt Stadt. zerweM Kohler mUug aus Anlatz LilhelmKiichler vormittags )ie Versammlung 'N Kook ließ sich von seinem Akkordanten 30 Mk. Lohn aus- zahlen. Einem seiner Landsleute hat er aber anvertraut, baß er am letzten Sonntag nachts sich mit einer Weibsperson abgegeben und infolge von Zahlungsdifferenzen mit seinem Taschenmesser (einem großen Messer mit stark gebogener Klinge, wie sie die italienischen Arbeiter zu tragen pflegen), die Weibsperson schwer verletzt habe. Gerichtssaal. G. C. Gießen, 2. November. (Strafkammer.) Die Strafkammer verhandelte heute zunächst in der Straf- sache gegen den Sel)reiner Friedrich Lampert zu Nieder- Erlenbach wegen Diebstahls. Der Angeklagte war beschuldigt, kurz vor Weihnachten 1895 dem inzwischen verstorbenen Metzger Odem er zu Nieder-Erlenbach wiederholt aus einer verschlossenen Tischschublade Geld im Gesamtbeträge von mindestens 43 Mk. in der Absicht rechtswidriger Aneignung weggenommen und zwar den Diebstahl derart ausgeführt zu haben, daß er zur Oeffnung der Schublade einen falschen Schlüssel benützte. Der Angeklagte ist zwar geständig, wiederholt Geldbeträge aus der Schublade entwendet und sich angeeignet zu haben, bestreitet aber entschieden, sich eines falschen Schlüssels bedient zu haben. Der Sohn des Bestohlenen, der heutige Zeuge Odemer, bekundet demgegenüber bestimmt, daß er den Angeklagten dabei erwischte, wie er mit einem, nicht seinem verstorbenen Vater gehörigen Schlüssel die Schublade öffnete. Das Gericht schenkte dem Zeugen Odemer vollen Glauben und verurteilte den Angeklagten wegen scheren Diebstahls auf Grund der §§ 242, 243 Pos. 3 Str.-G.-B. in eine Gefängnisstrafe von 6 Wochen. — Der Landwirt Karl Stumpf zu Nieder-Gemünden fuhr am 25. Juli l. Js. mit seinem Fuhrwerke auf der Staatsstraße Nieder-Geniünden—Homberg. Plötzlich ertönte ein Schuß, das Pferd machte einen Seitensprung, Stumpf fiel vom Wagen und zog sich eine nicht unerhebliche Verletzung an der Hüfte zu. Der Schuß war von dem Schacht- meister Wilhelm Schindler zur Sprengung von Steinen und Lek in der Nähe der Chaussee abgegeben worden. Unter Anklage der fahrlässigen Körperverletzung steht derselbe heute vor Gericht Es wurde festgestellt, daß die Stelle, an welcher der Sprengschuß abgegeben wurde, von der Unfallsstelle nur 15 bis 17 Schritte entfernt ist, ein Posten an der nahen Chaussee, welcher Passanten auf die drohende Gefahr aufmerksam machte, nicht aufgestellt war. Tas Gericht hielt den Causalzusammenhang zwischen dem Vergehen des Angeklagten und dem Unfälle für erwiesen und verurteilte denselben auf Grund des § 230 Str.-G.-B. zu einer Geldstrafe von 20 Mk. event. vier Tagen Gefängnis. — Der Schmied Johs. Curt Köhler zu Zell war «ngeklagt, in der Nacht vom 5. auf 6. August zu Zell den Heinr. Wilh. Kasch daselbst durch einen Stich mit einem Messer oder anderen gefährlichen Werkzeugen vorsätzlich körperlich mißhandelt zu haben. Die heutige Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte und der Verletzte schon seit einiger Zeit in Streitigkeiten mit einander leben. Am Abend des 5. August l. I. befanden sich die beiden in der Wirtschaft von Most zu Zell. Um die Polizeistunde entfernte sich zunächst der Verletzte und bald darauf der Angeklagte, beide in angetrunkenem Zustande. In der Nähe der Molkerei, in welcher der Verletzte Kasch bedienstet ist, ssi nun, wie Kasch heute als Zpuge aussagt, plötzlich der Angeklagte an ihn herangetreten und habe ihn mit einem spitzen Gegenstände, wahrscheinlich einem Messer, in den. Unterleib gestochen, er habe den Angeklagten bestimmt erkannt. Der Letztere leugnete die That in vollem Umfange und versuchte heute durch eine größere Anzahl von Zeugen einen Entlastungsbeweis zu führen. Das Gericht erachtete indessen den Beweis dafür, daß der Angeklagte der Thäter ist, besonders durch die glaubhafte, nicht im geringsten widerlegte Aussage des Verletzten für erbracht und verurteilte den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von acht Monaten, ferner wurde dem Anträge des Verletzten entsprechend, welcher sich als Nebenkläger angeschlossen hatte, eine Buße von 100 Mk. zugebilligt. — Als Berufungsinstanz verhandelte hierauf die Strafkammer in der Privatklagesache des Bürgermeisters P.., der Hebamme K. und der Regine Z. zu O. gegen den Feldschützen Z. daselbst. Nach dem Eröffnungsbeschlusse Großh. Amtsgerichts Ortenberg war dem Angeklagten zur Last gelegt worden, dem Gendarmen H. zu Ortenberg gegenüber geäußert zu haben und zwar in Bezug auf Bürgermeister P., derselbe sei bei Nacht in das Haus der Regine Z. eingedrungen und stehe mit dieser wie auch mit der anderen Privatklägerin in unsittlichem Verkehre. Das Schöffengericht Ortenberg sprach den Angeklagten von dem ihm zur Last gelegten Vergehen der Beleidigung frei. In der Begründung des Urteils war ausgesührt, daß von dem Angeklagten zwar ein voller Wahrheitsbeweis für seine Behauptungen nicht erbracht sei, demselben aber der Schutz des § 193 Str.-G.-B. zu- gebilligt werden müsse. Nach zahlreichen Entscheidungen des Reichsgerichts müsse jedem Staatsangehörigen die Befugnis zugesprochen werden, zur Aufrechthaltung der öffentlichen Ordnung strafbare und pflichtwidrige Handlungen, welche er in Erfahrung bringe, auch wenn er nicht unmittelbar davon betroffen werde, und bezüglich deren ihnl eine spezielle Denunziantenpflicht nicht obliege, zum Zwecke der Verfolgung bei der zuständigen Behörde zur Anzeige zu bringen. Aus der Form der erhobenen Anzeige und den Umständen sei auch vorliegenden Falles die Absicht zu beleidigen nicht ersichtlich. Die Strafkammer schloß sich diesen Ausführüngen an und verwarf kosten- fällig die von den Privatklägern verfolgte Berufung. — In engem Zusammenhänge mit vorstehend verhandelter Privatklage steht die weiter zur Verhandlung gekommene Sache derselben Privatkläger gegen den Maurer Chr. K. zu O. Der Letztere war beschuldigt, eint 27. Februar l. I. an Großh. Kreisamt Schotten eine Eingabe gerichtet zu haben, in der dem Bürgermeister P. dieselben Vorwürfe gemacht wurden, wie in der vorher abgehandelten Sache. In der Verhandlung vor dem Schöffengerichte gestand der Angeklagte in glaubhafter Weise ein, die Eingabe geschrieben zu haben, doch habe er nur ein von dem Feldschützen N. entworfenes Konzept redigiert und abgeschrieben, hierfür sei er von demselben bezahlt worden. Diese Eingabe schloß mit den Worten „schöne Vorbilder das". Der Angeklagte wurde vom Schöffengericht Ortenberg freigesprochen. Nach den Urteilsgründen sei auch in diesem Falle ein Wahrheitsbeweis seitens der Angeklagten nicht erbracht: die That des Angeklagten stelle sich als Beihilfe zu einer von dem Feldschützen N., dem Urheber der Eingabe, begangenen Beleidigung dar. Wegen der Hauptthat sei kein Strafantrag gestellt, dieselbe sei aber auch, wenn diese Formalie gewahrt wäre, nach den Ausführungen, wie sie im vorigen Falle dargelegt sind, nicht strafbar; da aber seitens des Thäters keine strafbare Handlung vorliege, sei auch eine Bestrafung des Gehilfen ausgeschlossen. Die Strafkammer schloß sich auch hier im wesentlichen den Ausführungen des Schöffengerichts an und erkannte auf Verwerfung der von den Privatklägern eingelegten Berufung. Auch in dem Ausdrucke „schöne Vorbilder das" konnte die Strafkammer weder in der Form, noch aus den Umständen, unter welchen diese Aeußerung geschah, eine Beleidigung erblicken. Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen. Aufgebote. Oktober 27. Johs. Heistrich Noll, Küfer zu Kirchhain mit Katharine Margarethe, Elisabeth Korell daselbst. 29. Wilhelm Meun, Dienstknecht in Wenings mit Karoline Neun, Dienstmagd dahier. 80. Louis Winn Eisenbahnarbeiter zu Klein-Karben mit Elisabethe Stork, Arbeiterin daselbst. Julius Karl Stohr, Schlosser in Gießen mit Anna Katharine Marie Wilhelmine Henriette Lichtenfels in Butzbach. 31. Michael Heisel Maurer in Ober-Ramstadt mit Elisanethe Neubert daselbst. Ludwig Ulmer, Schreiner in Betzdorf mit Katharine Emilie Louise Hollmann daselbst. Philipp Luh, Schreiner zu Großen-Linden mit Marie Seth daselbst. November 2. Elias Schön, Eisendreher dahier wit Margarethe Aff Hierselbst. Eheschließungen. Oktober 27. Albert Jakob Emil Weither, Schlosser dahier mit Lousse Philippine Größer Hierselbst. «edoreue. Oktober 21. Dem Schreiner Konrad Drescher ein Sohn, Karl Heinrich. 24. Dem Postboten Franz Joseph Münch ein Sohn. Dem Taglöhner Heinrich Schmidt XI. ein Sohn, Johann Heinrich. 26. Dem Ausläufer Philipp Römer eine Tochter. Dem Maurer Ernst Hauser em Sohn, Georg Hermann August. 27. Dem Dreher Karl Woldt ein Sohn. Dem Schlosser Heinrich Lehrmund eine Tochter. 28. Dem Obergärtner Hans Köhler eine Tochter, Martha Margarethe Ottilie. 30. Dem Kaufmann Heinrich Altstadt eine Tochter, Elisabelhe. «estorveue. Oktober 28. Heinrich Ludwig Mühlhause, 5 Monate alt, Sohn von Gerber Ludwig Mühlhause dahier. 29. Wilhelmine Berninger, geb. Neutze, 50 Jahre alt, Ehefrau von Werkstätte-Vorsteher Karl Ludwig Berninger dahier. 30. Katharine Langsdorf, geb. Ewald, 57 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Johannes Langsdorf V. zu Leihgestern. No- vember 1. Johann Schlag, 17 Jahre alt, Landwirt von Kirchvers. Gingefandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Gelegentlich der Controverse, betreffend Verlegung des Totenfestes, sende ich Ihnen folgende kurze Notiz zur event. Verwertung in Ihrem geschätzten Blatt: Während meiner Mtlitärdienstzett 1879/80 fiel der Geburtstag Kaiser Wilhelm« I, — 22. MärztmJabre 1880 — aus den Montag nach Palmsonntag, also in die Charwoche. Die weltlichen Festlichkeiten, als Paraden, Festessen, Tanzunterhaltungen 2C. wurden bereits am Samstag dem 20. März abgehalten, während die kirchliche Feier zu Ehren des Kaisers am 22. März abgehalten wurde. ES nimmt nur Wunder, daß daS Ktrchenregiment nicht nach Präzedenzfällen gesucht hat. Man könnte in diesem Jahre in ähnlicher Weise wie anno 80 verfahren. M. in Baben, 1. November 1900. Hochachtungsvoll ___________________H. B., langjähriger treuer Abonnent des „G. A." Spitlplea der Btnhugtrn Frankfurter Stittttzeutrr. Opernhaus. DienStag, 7 Uhr: „Die Hugenotten". Gew. Preise. — Mittwoch, 7 Uhr: Konzert unter Mitwirkung des Herrn Pablo de Sarasate und unter Leitung deS Kapellmeisters Dr. Rottenberg. Konzertpreise. — Donnerstag, 7 Uhr: „Fidelio". 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V.: Wolff.____________________7241 Bekanntmachung. sroi*^ir^I>rln9ett ^durch zur öffentlichen Kenntnis, daß der für Mittwoch de« 7. November 1900 vorgesehene Krämer tu stattfiudet, daß aber die für den 6. und 7. November vorgesehenen Viehmärkte ansfallen. Gießen, den 31. Oktober 1900. 7228 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________________I. V.: Wolfs. Verdingung der Drucklegung der amtlichen Pläne der Großherzogltch Hessischen Landeslotterie in der Auflage von wenigstens 150000 Exemplaren für jede Lotterie. Bedingungen werden gegen Zahlung von 60 Pfg. für das Exemplar abgegeben oder gegen porto- und bestellgeldfreie Einsendung von 80 Pfg. portofrei zugesandt. Schriftliche Angebote sind bis spätestens zum 10. November d. Js., vormittags 11 Uhr, einzureichen. 7218 Zuschlagsfrist 5 Tage. Darmstadt, den 2. Nov. 1900. Grobherzogl. Landeslotteriedirektion. Bekanntmachung. D-r Voranschlag der Gemeinde B-lterShai» für da- Jahr 1961/1902 liegt vom 7. November L I. an acht Tage lang aus Grohh Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht offen. “ 8 ' B9' Beltershain, den 3. November 1900. Der Bürgermeister: _______________________________Bast._____________________7232 Christbäumchen-Versteigemrng. Montag den 12. d. Mts., vormittags 10 Uhr, sollen im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Lumdaer Heide, ca. 4—5000 Christ' Läumcheu in 4 Losen meistbietend versteigert werben. Stangenrod, den 3. November 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Stangenrod. Bock. 7238 Ettingshausen. Die Gemeinde will ihren Pflafter- steinbruch (Steine erster Sorte) Samstag den 10. November 1900, nachmittags 2 Uhr verpachten. Die Bedingungen liegen von heute an auf dem Bürgermeistereibureau offen. Ettingshausen, 1. November 1900. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. R rit. Beigeordneter. 7195 UIHEbf. Mtberiihmte Steiuhuder Tischzeuge, Hand- tlicher, Halbleinen :c, bittet au« der Fabrik v. (t. Schuftet, Steinhude, in jed. Quant. Fabtikprcis. zu beziehen. Mustet frei. 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