1900 Mittwoch den 6. Juni Erstes Blatt. Amts- unb Anzeigeblcrtt füv den Ttveis Gieren fttll ierlag: ■MiWiw, «Edition und Drudrrei: Nr. 7. »r. 128 trottet tägNch Bit AuSnahmr deS Montag». Die Vießener »«milieuökLtter »erden dem Anzeiger in Wechsol mit „Hcff. Habmirt* u. ,Matter Jfcr heg. Volkskunde- wl*tL4*e( bcifleUgt. Waeebee Anzeigen zu der nachmittags für b<* häfenb«« Lag ^scheinenden Nummer brS vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abenbS vorher. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, MStter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Au»eiger $1**. Fernsprecher Nr. 51. Alle Lnzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eatgege». ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Bezugspreis viertcljährl. Ml. 2,2t monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abholrstelleu viertetjährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährt. mit Bestellgeld. «üW- SSsLi Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger M ife SpeW* selireiflen. 6,RaMiih(, Hausse ?61 Marsch 6,uber das uS . K10; Ouvertüre. ' Hausse. i2i A- 50 p(. Telegramme deS Gießener Anzeigers. Berlin, 5. Juni. Aus Laurenzo Marquez wird gemeldet, daß die Buren beabsichtigen, Kommats-Fort anzugreifen, und daß von der portugiesischen Regierung Artillerie dorthin entsendet werden soll. Londnu, 5. Juni. Die „Central News" melden aus Kimberley, daß ein großes Buren-Kommando sich bei Lichtenberg konzentriert, um sich dem General Rundle entgegenzuwerfeu. General Rundle befindet sich gegenwärtig auf dem Marsche von Mafeking nach Pretoria, h V Loudon, 5. Juni. Aus Prätoria wird vom Sonntag über Laurenzo Marquez gemeldet: Prätoria ist von den englischen Truppen eingeschlossen; die Buren habenden Widerstand aufgegeben. Die Stadt wird vom Bürgermeister übergeben werden, sobald die Bedingungen festgesetzt sind. Loudon, 5. Juni. Die Bestätigung der Meldung über den Einzug der englischen Truppen in Prätoria dürfte auf sich warten lassen, da zahlreiche Buren-Kommandos das Vordringen der Avantgarde Roberts' verhindern. Der befürchtete Guerilla-Krieg, der für die Engländer verhängnisvoll werden dürfte, scheint bereits zum Ausbruch gekommen zu sein. In den hiesigen militärischen Kreisen gewinnt nämlich immer mehr die lleberzeugung die Oberhand, daß der Plan der Buren dahin geht, ihre Leute zu schonen, sich in die Berge zurüa- zuziehen, und daß sie mit ihren 8 bis 10000 Kregern eine stete Gefahr für die Eroberer bleiben werden. Die Ausführung dieses Planes würde die Engländer zwingen, eine Armee von 125000 Mann in Südafrika zu belassen, bie dann aber stets in G-sahr schwebten, den gesamten Burenkrästen Widerstand leisten zu müssen. Pretoria, 5. Juni. Fremde schildern in den lebhaftesten Mita Feiertage: ft Marmor JH uftd 8 Uhr, Konzert 3 »tramm. Antritts Aohtun: B: 4. JuDi: I1 Der Krieg in Südafrika. Lord Roberts hat die Goldstadt Transvaals um 1 bis eineinhalb Monate früher erreicht, als nach den Erfahr- urmcii der ersten vier Kriegsmonate angenommen werden konnte. Nach nur zehntägiger Rast bei Kroonstad brach er am 22. Mai wieder nordostwaärts auf, überschritt am 23. den Rhenoster und am 27. mit der .Hauptmacht bei Lereeniaing den Vaal, nachdem schon am 25. 'und 26. westliche Seitenabteilungen bei Parys und LindequeeADrtst über den Fluß gegangen waren. Am 29. war er mit leimen Infanterie-Divisionen bei Germistosni, em paar Kilometer südöstlich von Johannesburg, und am 31. erfolgte her Einzug in die Stadt. Legen wir den Tag der Ankunft in Germiston zu gründe, so haben ferne Truppen in acht Togen eine Entfernung von 200 Kilometer in der Luftlinie zurückqelegt, das macht auf den Tag 2o Kilometer. Mit jedem neuen Anlauf ist die Geschwindigkeit eng- liicken Vormarsches gesteigert worden; von der Westbayn jGraspmi^^is Bloemfontein - 180 Kilometer - gebauchte Lord Roberts 30 Tage; von Bloemfontein his tkroonstad — 190 Kilometer, immer in der Luftlinie — deren 12. - Es bst ein.Feldzug der Derne £^r^'^u3mer.e- Di/sen verdankt Lord Roberts Haupt,achlich, daß er so rasch vorrücken konnte, denn das ohne Zweifel trefflich organisierte Nachfuhrwesen — dafür bürgt allein schon bcc Name Kitchener — hätte den starken Anforderungen doch nicht genügen können, wenn ^Ermangelung einer ausreichenden Anzahl eigentlicher Eisenbahntruppen die 13 ioniere sich nicht rasch in deren „Spezialität emgear-- beitet und außerordentliches geleistet gründlich scheinen die Buren freilich bei den BahnM- tSrungen nicht verfahren 8u fein; im übrigen lehrt die ßfeefdndite dieses Krieges, daß angesichts der dnlfsmittel modernster Technik solche Zerstörungen in verhältnismäßig kurzer Zett ™te£€r ut zu machen sind. Auch die Sprengung ^on Eisenbahnbrücken mit verhältnismäßig bedeutender Spannweite hat heutzutage nicht allzuviel auf sich: m Voraussicht der em- Setenen Verhältnisse waren von den Engländern bereits Monaten zahlreiche Brückenglieder in Eisenkonstruktion ü^r das Meer gesandt, deren Zusammensetzung an ^)rt f ine9 ’n,u großen Schwierigkeiten bereitete. L kers örle Tunnels sind, was in Bezug auf Laingsnek ««n IZedeutung ist, auch heute noch schwer wiederherzu- iieellen Sonst bietet der englische Vormarsch bis Johannes- fritier stets gleichen und allemal wirksamen Um- Än?staNik kein besonderes militärisches Interesse. Wird Eberts nun nach Erreichung von Johannesburg lernen Ark mitgenommenen Truppen dort eine Erholungspause Politische Tagesschau. Prinz Ludwig von Bayern hat schon wieder eine Rede gehalten, diesmal in Bäumenheim, wo er eine Leinenspinnerei unb Weberei besuchte. Er richtete diesmal seine Worte an die Arbeiterschaft. In den letzten 14 Tagen habe er verschiedene Teile Bayerns betucht und überall sei er auf das freundlichste willkommen geheißen worden. Sr habe daraus ersehen, daß die Bayern überall treu zu ihrem Königshaase stehen — ein Blut, ein Volk! — und besonders seinem (des Prinzen) Vater anhängen. Er habe auch auf seinen Reisen zu seiner grrßen Freude dte Wahrnehmung gemacht, daß alle Volksklafsen in Bayern in befriedigenden Erwerbsverhältnifsen leben und deshalb auch im großen Ganzen sich allgemeine Zufriedenheit zeige. Es könne mit Riecht gesagt werden, daß jede Arbeitskraft ihre Gegenleistung so finde, wir fie der Arbeit gewachsen ist, und daß auch die Arbeiter in Bäumen- heva ihr gutes Fortkommen haben. Der Redner kam sodann auf die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern zu sprechen. Im werteren Laufe der Rede betonte Seine König!. Hoheit, daß es überall Setgen gäbe, in den niederen Volksschichten seien es hauptsächlich Aahrungssorgen, es sei aber durchaus irrig, anzunehmen, daß die höheren Stände sorgenfrei seien. Die in bevorzugteren Ständen sich befindenden Personen hätten in noch viel höherem Grade chre Sorgen, rit Verantwortung wachse mit dem Wirkungskreise. Das könne er aus eixener Erfahrung am besten bestätigen. Es sei aber sehr zu be- daaern, daß die Bestrebungen und guten Absichten so häufig verkannt werden. So sei es ihm in vielen Fällen ergangen, und besonders auch in seinen Bestrebungsn in der Kanalfrage. Das ganze westliche Deutschland sei durch den Rhein, das nördliche durch verschiedene andere Ströme mit dem Meere verbunden; auch daS jenseitige Bayern habe Verbindung mit dem Meere, während das diesseitige, sowie Württemberg eine derartige Verbindung vollständig entbehre und deshalb in der Konkurrenz mit dem Ausland gegenüber dem übrigen Deutschland wesentlich benachteiligt sei. Es sei daher zu hoffen, daß die Wichtigkeit der Kanalfrage, die für die Zukunft von hervorragender Be- boitung sei, immermehr anerkannt werde. Seine Thätigkeit in dieser Fuage bezwecke ja nur das allgemeine Gedechen. Wenn die einzelnen Staaten prosperiren, dann gedeihe auch das ganze Deutsche Reich. Er freue sich deshalb, durch Förderung der bayerischen Jnter- tfien auch zur Wohlfahrt des ganzen Reiches beitragen zu können. Rur bmrch dasZusammenwirken aller Kreise könne das allgemeine Veste gefördert werden und er wünsche, daß nicht nur Bayern, sondern mit demselben auch das ganze Deutsche Reich blühe und gedeihe und sein Hoch gelte deshalb dem Bayerlande rote auch dem Reiche. ________ Sindley zu vertreiben, wo 500 Mann Yeomanry abgeschnilten waren. Der Zweck wurde erreicht, die Deomanry wurden gerettet. Den ganzen Tag über wurde heiß gekämpft. Die Buren befanden sich in vollkommener Deckung auf einem hoben Kopje. Die Garden verloren 37 Tote und 115 Verwundete. Die Verluste der Buren sind bedeutend. Der Kommandant wurde schwer verwundet. General Clements traf in Senekal ein, Brabant in Ficksburg. Nach einer Depefche aus Lorenzo Marquez vom 1- Ium verlautet aus einer Burenquelle, daß die Kommunikation der britischen Hauptarmee am Baalflusse abgeschmtten sei und daß bei ElandSfontein schwer gekämpft werde. Die Buren seien in den nordöstlichen Distrikten deS Oranje- freistaates wieder vorgedrungen und wären bei VenterS- burg und Harrysmith engagiert. Die direkte Verbindung mit Durban sei unterbrochen. Unter dem Vorsitze von de Villiers, dem Bruder des Oberrichters, fand in Gonasf-Reinct (Kapkchonie) eine Volksversammlung statt, an der ungefähr 800 Personen teilnahmen. Nach heftigen Reden wurde einstimmig eme Resolution angenommen, in der es heißt, nach der Ansicht der Mehrheit der Bewohner der Kapkolonie sei die unmittelbare und hauptsächlichste Ursache des Krieges die unverantwortliche, unerträgliche Einmischung des Ministeriums in London m die inneren Angelegenheiten der Südafrikanischen Republik gewesen. Ein Redner, der für die Resolution eintrat, führte aus, es sei u n m ö g l i ch , nach dem Kriege den E n g - 1 ländern bie Hand 0 e r Freunds ch ast zu reichen. „Können wir", fragte er, „eine englische Hand ergreifen, die vielleicht mit Bruderblut befleckt ist? Der Vorsitzende fiel dem Redner heftig ins Wort unb, riet zur Mäßigung und Vorsicht in Bezug auf die AeußerungW der Redner. Die Versammlung nahm ferner einstunnng Refsolutionen an, in denen erklärt wird, wenn die britische Regierung auf der Einverleibung der Buren- republiken bestehe, so würden Friede und Wohlstand des Landes unheilbar geschädigt werden und verhängnisvolle Wirkungen eintreten. Das Land werde nie wieder Frieden und Eintracht kennen lernen. Die Beilegung des Kampfes sollte in der Wiederherstellung bedingungsloser Freiheit und Unabhängigkeit der Republiken bestehen. Die Bevölkerung der Kapkolonie sollte eine Stimme bei der Ernennung des Gouverneurs haben, wodurch es unnötig würde, stehende Heere zur Beherrschung des Volkes! zu unterhalten. Dann würden die Buren-Republiken stets bereit sein, den Bewohnern der Kapkolonie gegen jeden I etwaigen Einfall einer fremden Macht in Südafrika Hilfe I zu leisten. Der Kongreß ernannte Abgesandte, die Eng- I land, Australien und Canada besuchen sollen, um dort die I Gesinnungen der Bewohner der Kapkolonie zum Ausdruck I zu bringen. it • yf* gönnen? Das ist kaum wahrscheinlich. Nur zwei Tage- I Märsche weiter winkt die Einnahme Pretorias, mit der er I gerade feinen gefährlichsten Gegner trifft Westen, auf ihren rechten Flügel stieß, statt auf den weniger I gut angelernten linken. Trotz der Abtrennung des größten. I Teiles der Freistacttburen konnte es ihnen, fofern Louis I Botha noch einige Macht über die Seinen hatte, nicht schwer I fallen, bei Johannesburg in gleicher Kopfstärke zu er- I cbeinen, wie Lord Roberts. Und warum erdrücken sie die I allein am Laingsnek stehen gebliebene Division Clery nicht, I gegen deren 6-7000 Mann fie, falls die verbreiteten Starke- I Angaben zutreffend sind, ohne Schwierigkeit 10—11000 I Mann hätten jufammenbringen können? Warum fallen I fie nicht über die nach Utrecht geschickte Division her? Ent- I weder sind die Buren in der Thctt gänzlich entmutigt oder I der Gedanke an Lydenburg, ihre angeblich auf drei ^ahre I verproviantierte, natürliche Bergveste, hypnotisiert sie ge- I radezu. Wollen sie ihre 4—5000 englischen Gefangenen, I immerhin noch ein Unterpfand für etwas mildere Uever- I gabebeoingungen, mit in die Berge schleppen oder sind I jene schon dorthin gebracht? — Das sind zurzeit bie bren- I nenbften Fragen. Setzen sich bie Buren in irgenb nennenswerter Zahl im Bezirk Lvbenburg fest, so wirb ben Eng- länbern nichts übrig bleiben, als ihnen schließlich borthin °U ^1? Pretoria aus bürste Roberts bann vielleicht mit ben Buren verhanbeln unb zugleich Anstalten treffen, um Buller zum bitten Male in biesem Kriege „siegen zu lassen. Freilich könnte bie Zerstörung des Laings-Nek- I Tunnels den Engländern einen argen Strich durch die Rechnung madjen. Roberts verfügt bei Johannesburg über zwei Infanteriedivisionen, ein Korps berittener Infanterie und eine Kavallerie - Division, zusammen höchstens noch 25 000 Mann. Wo ist der große Rest von ben 222000 Mann bie nach Mr. Wyndhams VeSicherung zur Zeit in Südafrika stehen? Sehen wir von den Etappentruppen ab, so befinden sich auf dem westlichen Kriegsschauplätze: die 3, Division bei Springfontein, die 9. in Kroonstabt unb Umgegenb (Annahme), bie 6. in Bloemfontein, bie 9. in Kroonstabt unb Umgegenb (Annahme), bie 1. irgenbioo zwischen Hoopstab unb Johannesburg, die 10. nebst ben von Rhobesia gekommenen Korps teils auf bem Wege von Mafeking nach Pretoria, teils noch auf bem: Wege nach Mafeking. Ebenso bunt sieht es auf bem östlichen Kriegsschauplatz aus: bie zweite Division vor Laings-Nek, bie 5. nach, Utrecht unb bie 4. noch weiter südlich über den Buffalofluß entsandt. Eine Verzettelung sondergleichen. An einer Stelle — bei Johannesburg — (teilt eine größere Truppenzahl versammelt; sonst sind die ganzeii englischen Stteitkräfte in einzelnen Divisionen derart über bas weite Laub verteilt, baß keine einzige im staube ist, bie nächste, etwa in Bebrängnis geratene, zu unterstützen. Welch günstige Gelegenheiten zu Einzelschlägen bieten sich ba, obenbwn erleichtert burch bie Eigenart des Kriegsschauplatzes, bem Gegner! Aber bieser ist nicht mehr ber alte. Sonst hätte er bie Lücke zwischen bem Witwars Raub unb ben Bergen, die sich in gleicher Richtung durch den nördlichen von Johannesburg ziehen, den berittenen Infanteristen Jan Hamiltons nicht preisgegeben. Günsttgeres konnte sich für die Buren ja gar nicht ereignen, als daß bie übliche englische Umgehungnlskolonne, höchst wahrscheinlich veranlaßt burch bie günstigen UebergangSbebingungen über den Vaal tm UebrigenS zeigen bie Buren in Den letzten Tagen wieber einigen Wiberstanb. Eine Depesche von Lord Roberts aus Johannesburg von 31. Mai meldet: Ich erhielt ben Bericht über bie Operation bes Generals French vom 28. unb 29. Mai. French stieß während des ganzen Marsches auf Wiberstanb, es gelang ihm jeboch, ben Feinb aus einer starken Stellung nach der anbern mit sehr geringen Verlusten zu vertreiben. French hat jetzt eine Stellung nörblich von Johannesburg inne, bie ich ihm ein« zunehmen angewiesen hatte. Unsere Verluste betragen zwei Offiziere verwunbet, zwei Mann tobt, 27 verwundet. Die Verluste bes Generals Hamilton in bem Kampfe am 29. bei Johannesburg beziffern sich auf einen Oberst unb 8 verwunbete Offiziere. Ein Telegramm aus Pretoria vom Donnerstag melbet, daß bie Buren-Komandos sich nach ber Hauptstadt begeben unb dort 10 000 Mann vereinigt werben würben. Dally Mail, bie dieses Telegramm veröffentlicht, fügt hinzu, daß sie an der Richtigkeit ber Meldung zweifle. Aus New-Castle wird gemeldet, die Buren machen nicht die geringsten Anstalten, ihre Stellungen zu räumen. Laingsueck wird noch immer von ben Buren besetzt gehalten. Eine kleine Abteilung Freistaatler hält die Pässe ber Drakensberge besetzt; ebenso wirb Branbfort immer noch von den Buren besetzt gehalten. Sie scheinen dort einen Angriff zu erwarten. Mit dem Gefecht am 29. Mai in ber Nähe von Senekal bezweckte General R und le, den Feind von itnu Peter Lelliek, rald. tag: wert All ,116, Kaiser Wi . Krausse. Entree 80 Pl| -MM W, Fahrrad 1 Karben fcen guten Eindruck, den es gemacht hat, als Präsident Krüger Pretoria verließ und die beiden Führer Louis Botha und Lukas Mayer Reden an die Bevölkerung hielten, worin sie aufforderten, den Krieg weiter fortzuführen. New-Hark, 5. Juni. Der Senator Mason brachte im Senat eine neue Tagesordnung ein, worin er die Hoffnung ausspricht, daß England den beiden Buren-Republiken ihre Unabhängigkeit bewahren werde. (Diese Tagesordnung wird wahrscheinlich nicht angenommen werden. D. Red.) Deutsches Keich. Berlin, 4. Juni. Nach dem „Reichsanz." hat der Kaiser im hiesigen Königlichen Schlosse den neu ernann-, ten außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister der Vereinigten Staaten von Mexiko, General Rin- cin Gallardo in Audienz empfangen und das Abberufungsschreiben seines Vorgängers und sein Beglaubigungsschreiben von ihm entgegengenommen. Der Audienzj wohnte der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Graf v. Bülow bei. Unmittelbar nach der Audienz wurde der Gesandte von der Kaiserin empfangen. Der Kaiser hörte dann die Vorträge des Chefs des Militär-Kabinetts v. Hahnke und des Kriegsministers v. Goßler. — Die Schulkonferenz beginnt am nächsten Donnerstag. Redendem Abgeordneten van der Borght sollen der Abg. Dr. Kropatscheck, Dr. Lange, Prof Paul Güßfeldt und Geheimrat Hintzpeter geladen worden sein. Die Konferenz wird von dem Kaiser eröffnet werden. — Rechtsanwalt Dr. Vielhaben, Mitglied der deutsch-sozialen Reformpartei, Vertreter des Wahlkreises Rinteln-Hofgeismar, hat dem Präsidenten des Reichstages mitgeteilt, daß er sein Mandat aus Geschäftsrücksichten niederlege. — .Nach dem „Berliner Tageblatt wird die Parade über die Berliner Garnison in diesem Jahre überhaupt nicht stattfinden. — Zwei neue Orden sind die Rote Adler- Orden-Medaille und die Kr on en - O r d en-M e-i d a i l l e, die, wie gemeldet, den Unteroffizieren des ersten Garde-Regiments bei der Großjährigkeit des Kronprinzen verliehen worden sind. Rach der „Post" hat die Rote Adler-Orden-Medaille die Größe eines Einmarkstückes und ist aus Silber gefertigt. Sie zeigt auf der Vorderseite den Roten Adler-Orden, auf der Rückseite ein W. Sie ist ferner mit einer offenen Königskrone geziert und wird getragen am Bande des Roten Adler-Ordens (weißes Band mit an den Seiten orangefarbenen Streifen). Dis Kronen-Orden-Medaille dagegen ist vergoldet und hat ebenfalls die Größe eines Einmarkstückes. Auf der Vorderseite zeigt sie den Kronenorden, auf der Rückseite ein W. R. Die Medaille trägt oberhalb die offene Königskrone und wird an dem kornblumenblauen Bande des Königlichen Kronenordens getragen. — Der „Post" wird von offiziöser Stelle die Nachricht von einem Proteste der Vereinigten Staaten und Englands gegen das vom Reichstag beschlossene Fleischbeschaugesetz bestätigt. — Zahlreiche Erkrankungen, jedoch unbedenklicher Art sind bei dem Füsilierbataillon des Kaiser Alexander-Regiments vorgekommen. Bon Freitag Morgen bis Freitag Abend um! 8 Uhr trat bei 71 Mann leichtes Erbrechen, Durchfall und Kopsweh auf. Die Erkrankungen sind jetzt bereits im Abnehmen begriffen. Gegenwärtig liegen noch HO Mann krank darnieder, von denen ungefähr 20 erheblicher erkrankt und dem Garnison- Lazarett zugeführt worden sind. Am schlimmsten betroffen wurden die 9. und 40. Kompagnie, bei denen Fälle zu verzeichnen waren, wo die Leute bis zu 41 Grad Fieber hatten. — Die Reichspariei wird am 6. Juni unter dem Vorsitz des Abg. v. Kardorff zusammentreten, um zur 2. Lesung der Flottenvorlage im Plenum des Reichstages Stellung zu nehmen und zugleich die Deckungsfrage zu besprechen. Die Sozialdemokraten haben ihre Frak- tionssitzung am 6. Juni unmittelbar nach der Plenarsitzung anberaumt. — Nach einer Mitteilung des Bundes der In-» dustriellen benachtigte der Staatssekretär des Aeußeren den Ausschuß für Errichtung von Reichshandelsstellen, er habe auf ein entsprechendes Gesuch des Auslandes zu berichten, und werde die eingehenden Berichte dem Ausschüsse zur Kenntnis bringen. Ferner ordnete Staatssekretär Graf Bülow den Legitimationsrat Pul in den von dem Bunde der Jndusttiellen gebildeten Ausschuß ab. Koblenz, 4. Juni. Die deutsche Kolonialgesell- fchaft beschloß, eine Geschichte der deutschen Kolonialgesellschaft vorzubereiten. Ein Antrag von Metz betr. die Ausfuhr von Eingeborenen aus den deutschen Kolonieen zum Zwecke der Ausstellung wurde angenommen. Ein Antrag von Metz auf Besserung der Besiedelung von Deutsch- Ostafrika wurde als verfrüht dem Ausschüsse zur Weiterberatung übergeben. Ein Antrag von Metz betr. den baldigen Bau von Eisenbahnen im Interesse der wirtschaftlichen Erschließung unserer mittelafrikanischen Kolonieen wurde angenommen. Der Präsident Herzog Johann von Mecklen- burg schloß hierauf die Versammlung. Ausland. London, 4. Juni. Die Polizei verhaftete 17 Mit- glreder des bekannten Copthallklubs. Die Ursache ist noch unbekannt. — Die heutigen Morgenblätter veröffentlichen den Bericht des Verwalters des amerikanischen Hilfskomitees für die Opfer der Hungersnot und der Pest in Indien. Dieser Bericht stellt fest, daß 6 Millionen Einwohner von der Regierung Beköstigung erhalten haben. Die Cholera und die Pocken fordern ungeheuere Opfer. In vier Tagen kamen in Godhra 3000, in Dehad 2500 Personen um. Der Schmutz auf den Straßen ist unglaublich. — Aus Shanghai wird berichtet: Ein Telegrrmm aus Tientsin meldet, daß die Boxer neues Unheil verursachten, indem sie vier belgische Ingenieure töteten, als diese im Begriff waren, aus Pao-Ting-Fu nach Tientsin zu flüchten. — Ein Privattelegramm aus Peking berichtet, daß der Missionar Stevenson der englischen protestantischen Mission von Yen-Sing von den Boxern angegriffen worden ist, und daß ein anderes Mitglied der Mission verschwunden ist. — Das französische Konsulat erhielt die Nachricht, daß am Donnerstag früh dreißig Ausländer, darunter sechs Frauen und ein Kind, welche sich in Booten auf der Flucht von Paotingfu nach Tientsin befanden, von mehr als 700 mit Flinten und Speeren bewaffneten Boxers angegriffen und vier davon getötet, sowie mehrere verwundet wurden. Ueber das Schicksal der Ueberlebenden ist nichts bekannt. — Das britische Kriegsschiff „Centurion" und das italienische Kriegsschiff „Calabria" sind vor Taku eingetroffen. Der Kreuzer „Kaiserin Augusta" ist am 1. Juni in Taku eingetroffen. — Ein Amtsbericht des belgischenGesandten in Peking beschuldigt formell die chinesischenBehörden der Mitschuld an den Unruhen. Die Hauptstation der belgischen Eisenbahn wurde in Gegenwart von 1200 chinesischen Soldaten eingeäschert, die keine Hand zur Rettung rührten. Der Gesandte fordert sofortige militärische Besetzung der Eisenbahn. Die belgischen Missionshäuser befinden sich in größter Gefahr. Brüssel, 2. Juni. Das hiesige Kriegsgericht verurteilte den Sergeanten Jaspers, der der offenen Revolte angeklagt war, zu zwei Jahren Gefängnis. Jaspers hatte in der Trunkenheit einem Offizier den Gehorsam verweigert und von seiner Schußwaffe Gebrauch gemacht, ohne jemand zu verletzen. — Das Blatt „Soir" kündigt an, daß es in den nächsten Tagen eine Serie Artikel über den Spionagendienst, den Deutschland und Frankreich in Brüffel noch immer unterhalten, veröffentlichen werde. Das Blatt hofft, daß durch diese Veröffentlichungen die belgische Regierung Schritte unternehmen werde, um die beiden Regierungen zu veranlassen, ihre Spionagebureaus in Brüffel aufzuheben. — Die Vermählung des Prinzen Albert von Belgien mit der Herzogin Elisabeth in Bayern wird in München stattfinden. Paris, 4. Juni. Nach längerer heftiger Debatte nahm der Senat mit 238 gegen 40 Stimmen die Amnestievorlage an. Der Senat beschloß sodann mit 178 gegen 41 Stimmen den öffentlichen Anschlag der Rede Waldeck- Rousseaus. Rom, 4. Juni. Die Parlamentswahlen sind in ganz Italien ruhig verlaufen. Bisher sind 398 Wahlresultate bekannt; gewählt wurden 301 Constitutionelle, darunter 66 Anhänger der verfaffungstreuen Opposition, ferner 25 Radikale und 53 Republikaner und Sozialisten. 19 Stichwahlen sind bisher erforderlich. Bemerkenswert ist die Wiederwahl Crispi's und die Niederlage Colombo'S, ferner die Wiederwahl von fünf Ministern und zwei Unterstaatssekretären. Wien, 4. Juni. Dem Ministerpräsidenten v. Koerber soll es gelungen sein, zum Zwecke der Isolierung der Tschechen eine starke Ordnungsmajorität zu bilden. Die Tschechen sollen mürbe gemacht werden durch verlängerte Abendfitzungen, in denen die erste Lesung des Budgetprovisoriums durchberaten werden soll. Wenn das Budgetprovisorium durchgebracht wird, wird die Regierung bis zum Herbst keine Gewaltmaßregeln in Anwendung bringen und auch keine Versuche mit einschneidenden Experimenten machen. Pilse», 4. Juni. Hier wurden 3 Studenten der Prager „Arminia" vom Polizeikommandanten angehalten und aufgefordert, die Kouleur abzunehmen. Als die Studenten diesem Befehl nicht nachkamen, wurden sie für verhaftet erklärt und auf die Polizeiwache gebracht. Einem Polizisten, der einen der Studenten beim Arme ergreifen wollte, erklärte der Student, er lasse fich nicht wie ein Verbrecher durch die Straßen führen, er folge freiwillig. Aus der Wachstube wurde den Verhafteten erklärt, deutsche Farben zu tragen sei in Pilsen verboten; im Wiederholungsfälle würden fie verhaftet werden. Die Studenten mußten auf der Wache bleiben, bis Hüte herbeigeschafft waren. Deutscherseits will man gegen dieses ungerechtfertigte Einschreiten der Polizei protestieren, weil das angeführte Verbot in Wirklichkeit nicht existiert und czechische Studenten anstandslos in czechischer Kouleur Pilsen besuchen dürfen._____________________________________________ Aus Stadt und Land. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 5. Juni 1900. * * Pfingsten ist nun vorüber. Diesmal war's ein wahres Hochfest des Frühlings, überall Frühlingszauber und Frühlingsduft, blauer Himmel, lachende Sonne, fröhliche Herzen, schmunzelnde Wirte, schwitzende Radler usw. Prangend in Schönheit und Farbenpracht war der Schmuck des Waldes und der Flur, ein köstlicher Rahmen für die Feier des Pfingstfestes. Nicht mehr ahnungsvoll knospender Frühling, sondern verheißungsvoll blühender Sommer, wallendes Kornfeld, nicht sprossende Saat. Das Wetter meinte es beinahe zu gut. Zu keiner Zeit des Jahres sind die Wettererwartungen so hochgespannt wie zu Pfingsten. In den Ausdrücken „Osterspaziergang" und „P fing stau sflug" tritt schon der Unterschied in der Art der Feier des hohen Festes klar hervor: Zu Ostern ein erster vorsichtiger Gang auf ein paar Stündchen, zu Pfingsten eine mehrtägige Streife durch die Wälder, durch die Auen. Die Pfingsttage haben mehr Stunden als sonst ein Tag im Jahr, d. h. mehr Tagesstunden. Sie fangen schon morgens 4 Uhr an. Die Nächte hatten diesmal die normale Tageswärme, die Tage aber brachten in den Mittagsstunden eine fast peinigende Gluthitze. Jedenfalls hat jedoch das Fest die frohen Erwartungen Tausender aufs beste erfüllt und vielfach übertroffen. * • Bou der Universität. Am letzten Samstag unternahm eine Gesellschaft von 20 Geologie- und Mineraloaie- Studierenden der hiesigen Universität unter Leitung des Professors Dr. R. Brauns eine auf acht Tage berechnete wissenschaftliche Exkursion nach Luxemburg und der Eifel. • • 1. Preis. Der auf dem Gebiete des Volks- und Kunstgesanges mehrfach ausgezeichnete hiesige „Bauer'sche Gesangverein" errang bei dem gestrigen Wettstreit in Weisenau bei scharfer Konkurrenz in Klaffe n mit 414 Punkten den 1. Preis, bestehend in 300 Mk. bar. Personalnachrichte». Dem Major von Worgitzky, Bataillons-Kommandeur im Grenadier-Regiment König Fn'ed- rich Wilhelm IV. (1. PommerscheS) Nr. 2, seither kommandiert als Adjutant zur Großherzoglichen (25.) Division, wurde das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Der RegierungSaffeffor Hein- rich Gebhardt in Gießen wurde mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Polizei-Inspektors bei dem Polizeiamt Darmstadt beauftragt. Zu SteuerkommiffariatSgehilfen wurden ernannt am 23. Mai Christian Stof ft zu Wörrstadt, Wilhelm Scheer zu Lauterbach und Ludwig Wil- Helm Beiling zu Wörrstadt — sämtlich mit Wirkung vom 1. Juni l. I. an. * * Postbeamtenlaufbahn. Aus Postbeamtenkreisen wird uns unter Bezugnahme auf die Notiz in Nr. 127 unseres Blattes unter „Deutsches Reich" geschrieben: Da die Neuordnung der Personalverhältniffe bei der Reichspostverwaltung erst seit dem 1. Januar 1900 besteht, und zum Eintritt in den mittleren Dienst das vollendete 17. Lebensjahr (früher das 16.) vorgeschrieben ist, können auf den höheren Schulen geeignete Bewerber kaum vorhanden sein. Die Mindestanforderung in schulwiffenschaftlicher Beziehung (Reife für die Untersekunda einer Vollanstalt, bezw. Versetzung in die erste Klaffe einer Realschule) läßt sich mit der erhöhten Altersgrenze nicht vereinbaren. Bei Annahme dieses Bildungsgrades wird ein Durchschnittsschüler im Alter von 14—15 Jahren stehen; er muß demnach noch 2—3 Jahre warten. Im Alter von 17 Jahren werden Schüler höherer Lehranstalten meistens vorziehen, die Maturitätsprüfung abzulegen und die Universität zu be» suchen. Der für Postanwärter scheinbar verlockenden Aussicht, „mindestens ein Jahr weniger die Schulbank zu drücken", steht nämlich die Forderung gegenüber, fich mindestens ein Jahr länger vorzubereiten, als bei anderen Behörden, und fich während dieser vierjährigen BorbereitungS- zeit auf eigene Kosten in den verschiedensten Orten zu unterhalten. Der Andrang zur Poft und Telegraphie findet gegenwärtig von den höheren Töchterschulen aus statt; den Beamtinnen winkt der Vorzug, bald und gut bezahlt zu werden. () M ü n z e n b e r g, 4. Juni. In unserem zu Her jetzigen Jahreszeit doppelt schönen Ort findet am nächsten Sonntag um halb 5 Uhr nachmittag ein großes Kirchenkonzert bei freiem Eintritt statt. Das Programm weist in geschickter Abwechselung gemischte Chöre, Soli, Duette; und Terzette für Frauenstimmen und Tenor, sowie Vorträge für Violine und Orgel auf. Mancher Leser dürfte uns vielleicht für diesen Hinweis dankbar sein und am nächsten Sonntag Münzenberg zuin Ziel seiner Wanderung machen. Darmstadt, 4. Juni. In der „Darmst. Ztg." finden, wir folgende Auslassung des Obersthofmarschalls v. Westerweller: „Ihre Königlichen Hoheiten der G r o ß h e r z o g und» die Großherzogin haben nach der schweren Heimsuchung,-die von Gottes Vorsehung beschieden war, Beweise aufrichtiger Teilnahme aus allen Kreisen des Landes erhalten und darin ein erhebendes Gefühl des Trostes empfunden, sodaß es der Allerhöchste dringendes Wunsch ist, dafür allen den herzlichsten Dank auszusprechen." Weiter veröffentlicht dasselbe Blatt ein vom Geh^ Med.-Rat Prof. Dr. Löhlein unterzeichnetes Bulletin/ demzufolge der Großherzogin Kräftezustand und Stimmung recht befriedigend sind. Der Ablauf der ersten, Woche zeigte keinerlei Störung. D a r m st a d t, 5. Juni. Die Herzogin und die Prinzessin Beatrice von Sachsen-Coburg und Gotha sind Samstag abend zum Besuche auf Schloß Wolfsgarten eingetroffen. — Der Stadtbaumeister von. Darmstadt, Baurat Stephan Braden, ist heute nacht nach langem, schweren Leiden gestorben. — Eine größere, Zahl Studierender der hiesigen Technischen Hochschule ist gestern unter Begleitung von Professoren dieser Lehranstalt nach Paris zum Besuche der Weltausstellung abgereist. 8. Darmstadt, 4. Juni. Am ersten Feiertag Mittag machten fich Einbrecher, die mit den Verhältnissen ziemlich vertraut sein müssen, den Umstand zu Nutzen, daß das herrliche Pfingstwetter alle Welt zu Ausflügen gelockt hatte, brachen mit Nachschlüffeln, Dietrichen rc. in die Wohnungen einer Anzahl hiesiger Geschäftsleute ein und plünderten durch Erbrechen der Pulte, Sekretäre rc. die vorhandenen Geldvorräte, Schmucksachen, Wertpapiere u. Bei einem Metzgermeister in der Kahlertstraße machten sie eine Beute von 600 Mk. Bargeld, auch nahmen die Diebe Lose und sonstige Wertpapiere mit. Auch bei den anderen Einbrüchen, von denen bis jetzt einer bei einem Bäckermeister O. in der Heinrichstraße, Metzgermeister Sch., Karl- ftraße und Bäckermeister M. in der Viktoriastraße bekannt sind, erbeuteten sie nicht unbeträchtliche Summen. Die Diebstähle müffen alle in der Zeit von 3 bis 8 Uhr passiert fein. Den Spitzbuben kam die Abwesenheit der Dienstboten sehr zu statten. Man ist den Dieben auf der Spur und hat schon gestern abend einen Verdächtigen festgenommen. Jedenfalls ist es eine Mahnung, bei den jetzigen hübschen Sonntagen die Wohnungen nicht ganz ohne Aufsicht zu lasten. — Während der Pfingstfeiertage hielten die deutschen Großlogen hier eine Hauptloge ab. — Eine große Anzahl Weißbinder und Tüncher hatten sich hier * * N ItlbS1 ’tttt, hhT u”t " *«fcs >° saft'1" 300 üg“ D '• 2, fx schweren hem- e'Meden war, ^e- tilen Äxnsen bfi edenbrs W » ^höchste dringende ichslen Dant W glatt ein vom M netes Lullen. (l Ablauf dereM .»rzogin und Wch- «"ffS *Mabibwfflfl,er ?*, SSX rSä* rsrs- litltit« J M«L^. 4tn W*?- u4 z°ch b'l E Kik * Ö*\» n auf nt« &»r» •£*>* — Pommersche Hypotheken-Vlttien-Bank. Wie aus dem Inseratenteile unserer heutigen Zeitung ersichtlich, werden d,e am 1. Juli er. fälligen Psandbrief-KouponS bereits vom IS..Jun, er. ab kostenlos eingelöst. Die Bank macht gleichzeitig bekannt, daß eine Kündigung oder Verlosung ihrer Pfandbriefe Em. V und VI vorläufig nicht beabsichtigt ist. . Ä . = - M-cklenburg-Strelitzsche Hypoth-ken-Bank. Wre aus dem Inseratenteile unserer heutigen Zeitung ersichUlch, werden die am 1. Juli er. fälligen Pfandbrief-Koupons bereits vom 15. Junr er. ab kostenlos eingelöst. Universität und Hochschule. — Verschiedenesr Das weimarische Staatsministerium hat folgende Bekanntmachung erlaffen: „Volksschullehrer, die in der Entlaffungs- und Anstellungsprüfung die erste Zensur erhalten, werden zwecks Studiums bei der Universität Jena immatrikuliert, sodaß ihnen die Möglichkeit offen steht, akademische Examen abzulegen." — Strasrechtsprofeffor van Calcker (Straßburg) hat den Ruf nach Bern (er sollte den nach Breslau abgegangenen Professor Gretener ersetzen) abgelehnt. Der Berner Lehrstuhl für Strafrecht wird nun wahrscheinlich ausgeschrieben. _______ Vermischtes. Samen, 4. Juni. In der Zündhütchenfabrik von Hoesterey ist eine Pulver explosion vorgekommen. Drei Arbeiter wurden schwer verletzt. Großer Schaden wurde durch den Luftdruck angerichtet. Budapest, 4. Juni. Der hiesige angesehene Bauunternehmer Herold hat sich auf dem Bahnhofe von Fiume von einem Eisenbahnzug überfahren lassen. Finanzielle Kalamitäten sollen die Ursache sein. zasammengefunden, um eine „Süddeutsche Vereinigung" zu gründen. M a i n z, 4. Juni. Mit Rücksicht auf die in Aussicht gestellten Zollerhöhungen auf Champagner und Spirituosen hat die Einfuhr gegenwärtig große Dimensionen angenommen, da jeder noch bei den jetzigen Zöllen fernen Bedarf decken will. Die Erhöhungen sollen nach! Vorschlag der Kommission bekanntlick) schon am ersten Juli in Kraft treten. Nach neueren Mitteilungen ist es nicht ausgeschlossen, daß der Reichstag diese Frist noch abkürzt. — Es trennen uns noch drei volle Wochen von dem Gutenberg- feste, aber heute schon sind in allen hiesigen Hotels und Gasthäuser alle Zimmer für die Festtage belegt, sodaß man in großer Verlegenheit ist, was mit den ständig im verstärkenden Maße eintreffenden Anmeldungen zu beguinen ist. Ein Teil der Fremden wird in den nahen Nachbarstädten plaziert, weswegen eben mit den beteiligten Eisenbahndirektionen Unterhandlungen über Einlage geeigneter Extrazüge «geführt werden. Nachideu Feststellungen' der verschiedenen Ausschüsse belaufen sich die Gesamtkosten für das Gutenbergfest 123 800 Mark. Den Löwenanteil verschlingt hiervon der Festzug, für den 60000 Mark vorgesehen sind. Nächst dem Zuge erfordern die Festschrift die Huldigungsseier und die Ausstellung die größten Beträge. Die Festschrift allein verursacht 16 000 Mark Kosten. **KleineMitteilungen ausHessen und den N a ch b a r st a a t e m Die Zusammenkunft der Ritter des Johanniterordens in Hessen und Hessen-Nassau findet am 6. Juni zu Niederweisel statt. — BeimBahn- bau Lauterbach — Grebenhain kam ein Arbeitsmann an der Bahnhofsanlage bei Rixfeld unter einem .Kippwagen so unglücklich zu Fall, daß ihm der linke Brustkasten eingedrückt wurde. Der verunglückte, im 40. Lebensjahr stehende Mann st a r b nach, Verlauf weniger Stunden. — In der Weserstraße in Kassel prallte ein Radfahrer mit seinem Rade so unglücklich gegen eine des Weges kommende Bauersfrau an, daß in eenem Augenblick Rad, Radfahrer und Bauersfrau mitsamt der Kötze derselben! hinfielen und zunächst ein unentwirrbares Durcheinander bildeten. Zum Unglück hatte die Bäuerin auch/ noch einige Stiegen Eier in der Kötze mitgeführt, die bei dem Falle zerbrachen und die auf der Erde Liegenden mit einem gelben Brei übergossen. Die eben aus der Schule kommende liebe Jugend ließ es sich nicht nehmen, die zum Teil nur halb zerbrochenen Eier aufzulesen und auszutrinken. — Nach bergmännischer Feststellung sind in den Gemarkungen der Gemeinden Singlis, Borken und Pfaffenhausen im Kreise Homberg an der Efze große Braunkohlenlager oufgefunden worden, die nunmehr durch die „Gewerkschaft Arnsbach" zu Kassel ausgebeutet werden sollen. Das der Gewerkschaft zu diesem Zwecke vom Oberbergamt verliehene Bergwerksfeld umfaßt einen Flächeninhalt von ca. 200 Hektar. — In Mainz machte der Buchhalter eines großen Baugeschäftes seinem Leben durch Einatmen von Leuchtgas ein Ende, indem er den Hahn des Gasofens in seinem Zimmer offenstehen ließ. Während das Zimmer sich mit Gas füllte, machte er Aufzeichnungen über sein körperliches Wohlbefinden: er klagt nur über etwas Kopf- fclnnerzen, sonst findet er das Sterben sehr leicht. Schließlich bemerkt er, daß er schlafen möchte, „ich lege mich hin und werde hoffentlich nicht mehr erwachen". So geschah es. Als die geschlossene Thür gewaltsam geöffnet wurde, fand man den Toten. Jagd und Sport. Für die am 17. Juni in Marburg stattfindende internationale Hundeausstellung sind bis heute 470 Hunde gemeldet. Der Meldetermin ist bis zum 10. Juni verlängert. Wien, 4. Juni. Die Sieger in der Automobilwettfahrt Salzburg-Wien sind Herr und Frau Dr. v. Stern aus Wien. Innsbruck, 4 Juni. Von der Arlbergbahnfiation Imst über den Fernpaß nach Reutte wird nun eine Automobilwagenfahrt eingerichtet, womit der Verkehr von Füssen und den bayerischen Königs- schlöffern her durch dieses herrliche Einbruchsthor nach Tirol wesenllich bequemer und billiger wird. Vorerst werden 4, später vielleicht 8 große 14sitzige Motorwagen fahren. Die Fahrdauer bettägt 3»/» Stunden, der Fahrpreis 7 Kronen. Bei der vergangene Woche vorgenommenen Probefahrt wurde die Strecke von Imst nach Reute sogar in 3 Stunden 11 Minuten und herein in 3 Stunden 6 Minuten zurückgelegt. Lenkung und Bremsung funktionierten vortrefflich. Neueste Meldungen. 8. Darmstadt, 5. Juni. (Telephonmeldung.) Heute nacht 2 Uhr wurde die in der Louisenstraße bedienstete Anna Hofmann aus Rad bei Dieburg auf dem Nachhauseweg vom Tanzvergnügen in der großen Ochsengasse von dem Hausburschen Wilhelm Serbe aus Sttttt- gart mit einem Revolver tätlich verletzt. Der Schuß drang in Hals und Brust, sodaß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. ,. .. . . . Fulda, 5. Juni. Gestern wurde hter die Hauptversammlung des Vereins katholischer deut,cher Lehrerinnen eröffnet. Sie ist sehr zahlreich besucht. Berlin, 5. Juni. Nach einem Telegramm überfielen die Boxer einen Schnellzug und plünberten die Reisenden. Mehrere wurden verwundet, einige sehr schwer. Berlin, 5. Juni. Der Direktor der KriegS-Akademie, General der Artillerie von Billaume, ist in Berlin ge- storben.^, $ ^aS Stiftungsfest des Lehr- Infanterie-Bataillons fand in üblicher Weise m Potsdam statt. An demselben nahmen u. a. teil: daS Kaiserpaar, der Kronprinz, der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland und die kaiserlichen Prinzen. Eine Deputation des deutsch-amerikanischen KnegerbundeS war ebenfalls geladen und nahm an der Feier teil. Der Kaiser ließ sich dieselbe vorstellen. Nach der Feier fand । im Neuen PalaiS eine große Gala-FrühstückStafel statt, I dann hörte der Kaiser den Vortrag des Grafen Bülow. Könitz, 5. Juni. Neuerdings sollen sich Verdachts- Momente gegen einen Kaufmann Rosenthal ergeben haben. . w „ Paris', 5. Juni. Die Zahl der AuSstellungs- be such er'am PfingfdSonntag betrug 515,700. ChalonS, 5. Juni, Ein weiterer Verwundeter von dem vorgesterigen Zusammenstoß zwischen der Gendarmerie und den ausständischen Hüttenarbeitern ist gestorben. Die Zahl der Getöteten beträgt setzt I zwei. Unter den 15 schwer Verwundeten befindet sich auch I der Gendarmerie-Hauptmann. Kuffsteiu, 5. Juni. Bier Studenten der Münchener I Universität, Mitglieder der akademischen Sektion des deutsch- I österreichischen Alpenvereins, unternahmen während der Feier- I tage eine Tour in das Kaisergebirge. Sie verirrten I sich jedoch und gerieten gegen abend in eine Schnee- I Rinne, wodurch eine Lawine hervorgerufen wurde. Tin I Tourist namens Meier aus Berlin stürzte in die Tiefe. I Erst am nächsten morgen erreichten die anderen drei Hinter- I Bärshad. Ardetterbewezmlz. Hannover, 4. Juni. Eine Deputation der Straßenbahn-An- gestellten begab sich zu dem Stadt-Direktor Tramm und bat ihn, die Vermittelung mit der Trambahn-Direktion zu übernehmen. Er ,agte zu, wurde aber von der Straßenbahn-Direktion abgewiesen. Streiks von Angestellten der Straßenbahnenwerden aus Köln, Hannover, Danzig und Königsberg gemeldet. In Köln kam es zu gelegentlichen Ruhestörungen. _______________ Spiralen der otreiuigteu Frankfurter Stsdtttzeakr. Opernhaus. Mittwoch, e. Juni 1/28 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Fledermaus-. Auß. Ab. Donnerstag, 7. Ium. 7 Uhr. .Figaro's Hochzeit. Im Ab. Gew. Pr. Freitag, 8. Ium. Geschloffen. Samstag, 9. Juni. 7 Uhr. „Der fliegende Holländer. Im Ab. Gew. Pr. Sonntag, 10. Juni. 7 Uhr. „Fra Dravol» . Im Ab. Große Pr. Montag, 11. Juni. Geschloffen. Schauspielhaus. Mittwoch, 6. Juni. 7 Uhr. „Als ich wrederkam". Im Ab. Gew. Pr. Donnerstag, 7. Juni. -/»« Uhr. Vorstellung bei erm. Preisen. Volksvorstellung „Fuhrmann Henschel«. Außer Ab. Frer- tag, 8. Juni. 7 Uhr. „Ehre". Im Ab. Gew. Pr. Samstag, 9. Juni. 7 Uhr. „Torquato Lasso". Im Ab. Gew. Pr. Sonntag, 10. Juni. 7 Uhr. „Zaza". Im Ab. Gew. Pr. Montag, 11. Ium. 7 Uhr. „Tartuffe"; hierauf „Eingebildete Kranke". Im Ab. Gew. Pr. Brtanntmachung. In unserem Genossenschastsregisier wurde unter Nr. 2 die Sparund Vorschub Kaffe Mainzlar e. G. m. u. H. eingetragen. Das Statut ist am 21. 3. 1900 errichtet. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Bankgeschäften behufs gegenseitiger Beschaffung der in Gewerbe und Wirtschaft nötigen Geldmittel für die Vereinsmitglieder auf gemeinschaftlichen Kredit. Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Genoffen- schast in dem „Gießener Anzeiger". Die Willenserklärungen bei Vorstandes erfolgen durch mindestens zwei Mitglieder, die Zeichnung geschieht, indem zwei Mitglieder der Firma ihre Namensunterschrift beifügen. Der Vorstand besteht aus: Wilhelm Singel, Wilhelm Philipp Schlapp und Ludwig Spaar I. zu Mainzlar. Gießen, den 26. Mai 1900. 3962 Grobherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unserem Gesellschaftsregister wurde bezüglich der Aktiengesellschaft „Gießener Volksbad" zu Gießen gewahrt, daß Christian Bansa zu Gießen ans dem Vorstande ausgeschieden ist, und an seiner Stelle Fabrikant Heinrich Schaffstädt daselbst in dm Vorstand gewählt wurde. Gießen, dm 22. Mai 1900. 3963 Grobherzogliches Amtsgericht. Die am 1. Juli er. fälligen Coupons unserer Pfandbriefe werden bereit* vom 15. Juni er. ab an unserer Kasse in Berlin und an den bekannten Zahlstellen kostenlos eingelost. Gleichzeitig bringen wir auf vielfache Anfragen aus den Kreisen unserer Pfandbriefbeaitzer hierdurch zur Kenntnis, dass eine Kündigung oder Verlosung unserer Hypotheken-Pfandbriefe Em. V und VI vorläufig nicht beabsichtigt ist. Die Ausgabe der neuen Couponbogen für Em. V erfolgt vom 1. November d. J. ab. 39°3 Pommerscbe Hypotheken-Aktien-Bank. Waldgirmes. . Kriegcrfest “O’U südlichst einlabet ^vir!: Ludwig Weimer? 0 Die Dampfstrabenwalze arbeitet in den nächsten Tagen wie folgt: Am 5. und 6. d. M. in der Hinter- gaffe zu Krofdorf; am 7. auf dem Weg Krofdorf—Fellingshausen, am 8. und 9. d. Mts. Transport und Walzen in Kinzenbach. Die den. Sttaben sind an den betr. Tagen für Fracht- und Holzfuhrwerk polizeilich gesperrt. Krofdorf, den 2. Juni 1900. Der Bürgermeister. 3957 Lichtenthaeler. 3958] Die am I. Juli 1900 fälligen Pfandbrief-Coupons werden vom 15. Juni a. er. ab in Berlin an unserer Kasse und auswärts bei den bekannten Pfandbrief-Verkaufsstellen eingelöst. Deutsche Grundschuld-Bank. 3951] Die am 1. Juli 1900 fälligen Coupons unserer Pfandbriefe werden bereits vom 15. Jnui er. ab an unserer Kaffe sowie an den bekannten Zahlstellen kostenlos eingelöst. Mkcklellbllrg'Strklihsche Kypothekevblmk. HmniöusHesellfchast Hießen. Zwei Einspänner- und ein Doppel- spänner-OmnibussollenzumLackiere» vergeben werden. Offerten werden bis zum 9. d. Mts. an Betriebsleiter Brau«, Marburgerstraße 29, erbeten. 3969 9 Morgen Kleegras werden vom Unterzeichneten an Ort und Stelle, Kreuzung Wißmar—Kreisstraße und Feldweg nach Johannesberg in der Lichtenau morgenweise an den Meistbietenden versteigert Versteigerung findet Freitag nachmittag 3 Uhr statt. »2415 Brau». Bilanz am 31. Aktiva. JU 1. Aus geliehene Kapitalien, und zwar: a) gegen Obligationen 336 688 64 b) gegen Bürgschaft c) gegen Güterkauf- 94 659 19 gelber d) gegen Wertpapiere nach dem Kurs am 10 634 60 31. Dezember 1899 11016 — 2. Kaffevorrat 959 21 3. Ausstände 29 999 29 4. Unersetzte Vorlagen 5. Mobilien226,80Mk. 2 50 10 •/• Abschreibung 204 12 484 163 55 Dezember 1899. Passiva. H 1. Aufgenommene Kapitalien 459 348 13 2. Stammguthaben der MUglieder 9 245 14 3. Reservefonds JL H 6859 97 Eintrittsgeld in 1899 5 — Zuweisung aus dem Reingewinn pro 1898 2962 93 9 827 90 4. Betriebsrücklage 1 600 — 5. Reingewinn 4 142 38 484163 55 Mitgliederstand Ende 1898 56 Zugang in 1899 4 Abgang in 1899 Zahl der Mitglieder Ende 1899 60 General-Versammlung DormerStag bett 14. Juai l. IS., »achmittagS 3 Uhr, im Gasthaus zur Germania. Fagesordtmag: a) Prüfung bezw. Verkündigung der Rechnung; b) Verteilung der Dividende pp. Beuern, am 5. Juni 1900. Spar- and Aorschußvereiv Meuern L (Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.) Der Vorsitzende de» AuffichtSratS: Wilhelm Otto III. Restaurant zur jVletzebnrg, Wetzlar Schöner Ausflugsort. 15 Minuten vom Bahnhof. Direkter Aufgang von der Brücke. Wundervolles Panorama nach der Stadt. «roße uni kleine Gesellschgstsstmmrr. W« «-rtt-mrlschalt. Gute Bedienung. bbe*ei” Frau Wilh. Kuppel Witwe, 3956 früher Sieben, Riegelpfad. 6 Vorsicht! Malztaffce zu sich in eine bessere "Welt. Pfarrer Neurath und Frau, Bechtelsheim, den 4. Juni 1900. gsr nicht messen können. 3856 3915. C. G. Klein bene, Bahnhofstrasse 59. W Gießen, dm 5. Juni 1900. 3972 Ar, Theinhardt’s o Ktnderttahrung 3854 1 Eine Mein A 6 bis 10 Mark täglich 3959 3971 Auf Verlange« Prospekte. «erantworttich für drn allgemeinen Teil: P. ZBittte; für den «n-eigenteil: HanS Beck. — Druck und Verlag der Brühl scheu UniverfitätS-Buch. und Etemdruckerei (Pietsch (Erben) in Gieße». MAGGI Vermietungen 11 er Md ents (Ottene stellen Äuüf Gesuche sollte nur in plombierten Packeten mit dem Bilde de» Prälatm Kneipp als Schutzmarke gekauft werden — dann rmr hat man die Garantie, dm wohlschmeckenden und be- kömmlichen echten Malzkaffee aus Kathreiner'» Malzkaffee-Fabrtkeu zu erhalten. 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Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß die Anstalt in allen Ab« teilungen eröffnet ist, und lade ich zum Abonnement höflichst ein. Die Lifte liegt in der Anstalt zum Einzeichnen offen, und bitte ich, nähere Bedingungen daselbst zu erfragen. (Für Familim Preisermäßigung; Semesterkarten für die Herren Studenten ebenfalls zu ermäßigten Preisen.) Die Badestunden für die Schuljugend sind vormittags von 10 bis 1 Uhr und nachmittags von 3 bis 6 Uhr. In diesen Stunden wird gute, gewissenhafte Aussicht geübt, sodaß die geehrten Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. Schwimmunterricht in den gleichen Stunden. Die Anstalt ist geöffnet von morgens 6 Uhr bis 1 Uhr mittags und von 3 Uhr mittags bis 8 Uhr abends, 3973 Albert Rübsamen. /«tudenten-Verbindung sucht vom ö 1. Oktober ab eine Kneipe. Angebote unter A Z 02361 an die Geschäftsstelle d. Bl.____________ Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei dem schmerzlichen Verluste unseres lieben Gatten, Vaters, Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Hem Friedrich Pansch sagen wir allen, insbesondere der Gesellschaft „Concordia", den beiden Feuerwehren, den Schwestern für die opferwillige Pflege, Herrn Pfarrer Schlosser für die trostreiche Grabrede, sowie für vie zahlreichen Blumenspenden unseren innigsten Dank. Die trauernden HiuterbNebeuerr. Kamillenblüten kurzgepflückt, kauft 3967 die Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. Danksagung. Für freundliche Teilnahme und Blumenspenden bei unserem Trauer - falle wiederholen wir unseren innigen Dank, besonders dem Grossh. Hess. Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm“ und dem Herrn Pfarrer Schlosser gegenüber. Familien Savelsberg und Engel. 02418 Tropon Nahrungs-Eiweiss. Die am Mittwoch dem 23. Mai d. I. im Bahnhof Gießen abgehaltene Schwellenversteigerung wurde genehmigt. 3960 Gießen, 2. Juni 1900. Großh. Gisenbahn-Betriebsinspektion 1. 02413] Ein gut und ein einfach möb- liertes Zimmer zu verm. Westanlgge 19 Am ersten Pfingsttage, nachmittags 5 Uhr, nahm der Allmächtige unser unvergessliches Kind, unseren lieben Julius ■ 4Uio q( ■ “Mmten tt» Da hon, ! ? ’N Staub ** Ivar । Ä Ä «amen nie k°»°nz, IW,81,* Die »kß Irbtn de»» W Dechsel imi »t hrl- 9 *2 macht Aäume- in denen es öenutzl wird, staubfrei und bakterieurein. Hierüber liegen wissenschaftliche Gutachten der Bakteriologen Dr. Enoch in Hamburg und Dr. Hefelmann in Dresden vor. nnrfpifßrtff fär Heschästscokate, Läden, Aüreans, Speicher, WUtlU/iyi Aakrike«,Werkräume, Schulen, Krankenhäuser,3M- anßaltcn, Auchdruckereien, Aeßaurants, Kausffure, Forräume und Hreppe», da keine Scheuerfrau mehr nölig, kein Aößäuöen mehr nötig. Die Haupt-Agentur E<. Stern, Gießen. Ladwigstrah- «S. Telephon Nr. 241. 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