bildete das Handlungshaus der Fugger, das vermöge seiner Weltverbinduugen wie kein anderes hierzu geeignet war. Es war ganz natürlich, daß nur gebildete Personen sich mit der „Zeitungsschrciberei" abgeben konnten. Den Vorteil davon haben die Historiker, die in jenen ersten Zeitungen teilweise ausgezeichnete Geschichtsquellen erblicken. Der lleber- gang der geschriebenen Zeitung zur gedruckten bedarf keiner näheren Erläuterung, er war eine Notwendigkeit. Es sei hier nur kurz bemerkt, das; es im 16. Jahrhundert neben den geschriebenen auch schon gedruckte Nachrichten gab, die jedoch nur gelegentlich erschienen, also das Hauptmerkmal der Zeitung, die Regelmäßigkeit, vermissen lassen. Die ersten regelmäßigen gedruckten Blätter erschienen am Anfang des 17. Jahrhunderts in Straßburg und Frankfurt nm Main. Besonders in unserer Nachbarstadt, dem bedeutendsten . Handelsplätze Mitteldeutschlands, entstanden schnell nach einander blühende Unternehmungen. Von dort aus wurde Hessen mit Nachrichten versorgt. Es folgten von Städten, die für uns in Betracht kommen, mit Zeitungsunternehmen Hanau (1678) und Kassel (1731 und 1756). Darmstadt erhielt erst 1776 ein regelmäßig erscheinendes Blatt, das von der Regierung zur Förderung ihrer Zwecke gegründet wurde und als ersten Schriftleiter Matthias Claudius erhielt. Ein Menschenalter früher als Darmstadt erscheint unser Gießen auf dem Plan. Ehe wir uns jedoch mit dem ersten Erzeugnis unserer einheimischen periodischen Literatur beschäftigen, müssen wir einen flüchtigen Blick auf die allgemeinen Verhältnisse unserer Stadt werfen. lieber Gießen in der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts haben wir mehrere zeitgenössische Schilderungen, von denen besonders diejenigen Bahrdts und Laukhards als sehr subjektiv gefärbt mit Vorsicht zu benutzen sind. Alle jedoch stimmen darin überein, daß die Stadt ein unansehnliches Nest mit engen und krummen Straßen und häßlichen Häusern gewesen sei, umgeben von einem Wall, der höher als die meisten Häuser, der frischen Luft den Durchgang verwehrt habe. Dagegen wird die Umgebung der Stadt, trotz ihrer Vernachlässigung durch die Kunst gelobt. Die Einwohnerzahl belief sich nach mir vorliegenden Akten auf 3000—4000 Menschen, die sich meist von Ackerbau und Viehzucht nährten. Außer den üblichen Handwerkerzünften, unter denen sich eine ansehnliche Wollen- weber-Zunft befand, hatte die Industrie keine Vertretung. Auch der Handel war mäßig, trotzdem Gießen an zwei Poststraßen lag und ein verhältnismäßig lebhafter Fremdenverkehr herrschte. Obgleich die Stadt die Bezeichnung als Festung führte, war die Garnison schwach, sie zählte 400—600 Mann, so daß die Bürger gewöhnlich zum Nachtdienst herangezogen werden mußten. Die bürgerliche Gesellschaft erhielt ihren Stempel nicht durch die wenigen Offiziere, sondern durch die Universität, deren Angehörigen sich die Räte der Regierung und des Oberamtes der Stadtsyndikus, einige Advokaten u. a. anschlossen. Zwar war der unter den Studenten herrschende Ton, wie sattsam bekannt, roh, doch gab es Kreise unter ihnen, die sich einer edleren Geselligkeit befleißigten und Zutritt zu den Familien der „Honoratioren" hatten. Die akademischen Lehrer, die herabzusetzen besonders Bahrdt, teilweise auch Laukhard sich bemühen, dürfen im allgemeinen zu den bedeutenderen Gelehrten Deutschlands gerechnet werden. Man braucht nur die Zusammenstellung klangvoller Namen bei Nebel nachzulesen, um sofort zu diesem Schluß zu kommen. Ein Zeugnis davon, daß wissenschaftlicher Geist auch unter Studenten zu finden war, giebt die „deutsche Gesellschaft" bei der im Jahre 1764 der als Göthes Freund bekannte Jurist Höpfner das Amt des Sekretärs bekleidete. In die Kreise der Bürger, die fleißige, tüchtige und brave Leute waren, mochte nicht allzu viel Bildung gedrungen sein, wenigstens zeigen die Vota der Stadtväter vom Ausgange des Jahrhunderts herzlich wenig davon. Fortsetzung folgt. Samstag den 6. Januar Nr. 4 Zweites Blatt 1OOO Weßener Anzeiger Keneral-Anzeiger Amts- und Anzergedltttt für den Tlreis Gieszen Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelleu vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamiltenvtätter werden dem Anzeiger int Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für hest. Volkskunde" wöchtl. 4 mal beigelegt. 'Wem Tt Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen des In- und Ausländer nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für. hessische Ualkskunde. ______ Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstraße Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. ‘“Ä i. 5 l'hr, Greins: uarteit ' II. Violine; > Violoncello. • 4 Haydn. • A. Mozart, • L. van Beethoven, sitz Mk. 3.50) sind in Her 'Rudolphs Nach- Vorverkauf auch bei e m haben. 54 'ein. 11. Januar er, Line. ihn. ispielhaus in Berlin. ade 10% Uhr. 1 der Kaue. 12t L 8‘/» W, Hermann 118 eit. üHHomtnen. Ter Vorstand. Brauerei Y Bräu >kte au and Irr* 6751 b II, Gi6$86n' ontenjeMeoJ^-1 ibntel nM npfieblt »ich «° Klasse! es-**, rA ...... _______ Kmtlichrr Teil. Bekanntmachung. Amtstage des Großherzoglichen Kreisamts Gießen betreffend. Die unterzeichnete Behörde wird Dienstag den 9, Januar 1900, von Vormittags 9 Uhr an, einen Amtstag im Rathause zu Grüuberg abhalten und wird den Kreis-Eingesessenen aus den Amtsgerichts-Bezirken Grünberg, Homberg und Laubach anheimgestellt, etwaige Anliegen in diesem Termine vorzubringen. Gießen, den 5. Januar 1900. Großh. Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gießen, den 5. Januar 1900. Betr.: Wie vorher. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien der itt den AurtsgerichtSdezirkeu Grünberg, Homberg und Laubach gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntnis bringen lassen. v. Bechtold. Bekanntmachung, Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Rodheim a. d. Horloff in fünf Gehöften festgestellt worden ist, haben wir Gemarkungssperre angeordnet. Gießen, den 5. Januar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Wir haben die Wahrnehmung gemacht, daß ein großer Teil der Gewerbetreibenden den Bestimmungen des nachstehend abgedruckten § 15a der Gewerbeordnung trotz wiederholter Bekanntgabe derselben noch nicht nachgekommen ist. An die Gewerbetreibenden und Kaufleute richten wir deshalb die Aufforderung die vorschriftsmäßigen Aufschriften bis spätestens 20. Januar 1900 anbringen zu lassen, widrigenfalls unnachsichtlich Anzeige gegen die Säumigen erhoben werden müßte. Feuilleton. Der Hießener Anzeiger vor 150 Jahren. Ein Stück heimischer Kulturgeschichte von Dr. Karl Ebel. Der Mensch unseres sterbenden Jahrhunderts, der morgens und abends in seiner Zeitung von Dingen liest, die tags vorher in den fernsten Winkeln der Erde vorgegangen sind, und der ungeduldig wird, lvenn die Blätter einmal ausbleiben, kann sich kaum mehr einen Begriff machen von der Zeit, in der es Zeitungen noch nicht gegeben hat. Und doch sind — wenn wir von den „Acta diurna“ der Römer absehen — von den 19 Jahrhunderten unserer Zeitrechnung 16 ohne diese jetzt unentbehrliche Einrichtung gewesen. Dafür hat sich das Zeitungswesen verhältnismäßig schnell zu höchster Blüte entfaltet: es giebt heute in der ganzen Welt rund 50 000 Zeitungen, von denen rund 7000 auf Deutschland entfallen und diesem in Bezug auf die Presse den zweiten Platz in der Reihe der Staaten sichern. Die ersten schüchternen Versuche, Nachrichten für einen größeren Leserkreis von einem Punkte Deutschlands zum anderen gelangen zu lassen, fallen in den Beginn des 16. Jahrhunderts. Es geschah dies auf brieflichem Wege, indem der Schreiber eines Privatbriefes von den Vorgängen auf politischem, wissenschaftlichem, religiösem il s' w. Gebiete Mitteilung machte. Der Empfänger gab dann den allgemein interessierenden Teil des Briefes weiter oder ließ ihn durch Abschrift vervielfältigen. Allmählich bildete sich eine regelmäßige Korrespondenz aus; Korrespondenten waren die bedeutendsten Männer, wie z. B. Melanchthon. Auch entstanden Centralstellen, an denen die Nachrichten aus allen Weltgegenden gesammelt nnd abschriftlich vervielfältigt wurden. Eine solche Sammelstelle Zugleich bemerken wir, daß der Vorname u«s- gefchriebeu werden muß und zwar bei mehreren Vornamen der Rufname. Gießen, den 4. Januar 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. § 15a. Gewerbetreibende, die einen offenen Laden haben oder Gast- oder Schankwirtschaft betreiben, sind verpflichtet, ihren Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen an der Außenseite oder am Eingänge des Ladens oder der Wirtschaft in deutlich lesbarer Schrift anzubringen. Kaufleute, die eine Handelsfirma führen, haben zugleich die Firma in der bezeichneten Weise an dem Laden oder der Wirtschaft anzubringen; ist aus der Firma der Familienname des Geschäftsinhabers mit dem ausgeschriebenen Vornamen zu ersehen, so genügt die Anbringung der Firma. Auf offne Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien finden diese Vorschriften mit der Maßgabe Anwendung, daß für die Namen der persönlich haftenden Gesellschafter gilt, was in Betreff der Namen der Gewerbetreibenden bestimmt ist. Sind mehr als zwei Beteiligte vorhanden, deren Namen hiernach in der Aufschrift anzugeben wären, so genügt es, wenn die Namen von zweien mit einem das Vorhandensein weiterer Beteiligter andeutenden. Zusatz ausgenommen werden. Die Polizeibehörde kann im einzelnen Falle die Angabe der Namen aller Beteiligten anordnen. \ * Reden und handeln. Gießen, den 5. Januar 1900. In schwungvoller Ansprache hat Kaiser Wilhelm das neue Jahrhundert begrüßt. Er hat sich nicht mit seinem Wünschen und Hoffen an das deutsche Volk gewendet, wie er ja auch damals, als er den Thron seiner Väter bestieg, zuerst seine Worte an Heer und Marine gerichtet hat. Kaiser Wilhelm hat im Zeughause, in der Schatzkammer aller Insignien preußischer und deutscher Tapferkeit, zurückgewiesen auf die Zeiten der Erniedrigung, da die glorreiche Armee des großen Friedrich auf ihren Lorbeeren eingeschlafen war, da sie von altersschwachen, kriegsuntüchtigen Offizieren geführt wurde, da ihr Offizierkorps fördernder Arbeit entwöhnt, in Luxus und thörichter Selbstüberhebung verkommen war. Kaiser Wilhelm hat nur eines hinzuzu- fügcn vergessen: daß diese verhängnisvolle Wandlung in der preußischen Armee herbeigeführt worden ist vor allem durch jenen Hohenzollernkönig, der, von den Armen der zur Gräfin Lichtenau erhobenen Frau seines Kammerdieners Ritz umschlungen, der Welt die Lehre gab, daß, wenn aller Glanz der Völker das Verdienst der Krone wäre, so auch alle Schmach auf sie zurückfallen müßte. Friedrich Wilhelm II. und nur er allein trug die Schuld an der in der preußischen Armee herrschenden Zersetzung, und auch sein Nachfolger, so ernst seine Sittlichkeit war, hat dennoch nicht die Kraft und den weiten Blick besessen, sie vor Jena und Auerstädt zu schützen. Scharnhorst und Gneisenau, Blücher, 9)orf und Kleist waren die Schöpfer des neuen Geistes, und sie waren schon preußische Soldaten, als „die glorreiche Armee Friedrichs des Großen auf ihren Lorbeeren eingeschlafen war". Die Schuld war bei dem Meister, bei den Handlangern das Verdienst. Und so hat in richtigem Empfinden Kaiser Wilhelm es betont, daß das Volk „aus sich selbst heraus" den hehren Gedanken der allgemeinen Wehrpflicht gebar. Und mit dem gleichen Rechte hat der Monarch das große Verdienst der Heeresreform König Wilhelm I. zugewiesen, denn hier hat in der That, wie nirgend sonst, die Last des Handelns ausschließlich in seiner Hand gelegen, und erst im Kampfe mit dem „Widerstande, den Unverstand ihm setzte", brauchte er der Stütze und des Schildes, die ein Anderer ihm bot. Darum war es sein Geist, der in dem neuen Heere lebte, der das Volk in Waffen beseelte, und es zu neuen Siegen führte. Das Werk, das der Ahne für das Landheer durchführte, will jetzt der Enkel ausnehmen für die deutsche Marine, damit auch sie gleichberechtigt an der Seite der Streitkräfte zu Lande stehen möge, und durch sie das Deutsche Reich auch im Auslande in der Lage sei, den noch nicht erreichten Platz zu erringen. Dieser Mahnruf zeigt einen starken Unterschied zu den Ausführungen der Hamburger Rede. Dort sprach sich eine Art von Resignation in den Worten aus, vielleicht auch eine Art von Bitterkeit; hier weht etwas von Kampfesfreudigkeit und Konfliktslust. An sich ist der Unterschied durch den Charakter der Adressaten begründet: Dort hat es sich um eine politische, an das Bürgertum gerichtete Kundgebung gehandelt, hier um eine soldatische Ansprache. Aber ein anderes, tieferes Moment mag dennoch vor allem für den Unterschied in Klang und Farbe bestimmend gewesen fein: Seit dem Hamburger Tage mag Kaiser Wilhelm gesehen haben, daß fein Appell nicht ungehört im deutschen Lande verhallt, daß vielmehr breite Massen des Volkes bereit sind, den Gedanken der Flotten- zehnt. kaiserlichen Als sein ehemaliger einer E r - zu vertreten. Und liefern denn die Ereignisse des Tages nicht immer neue Argumente für das, was der Kaiser und mit ihm bte nationalgesinnten Elemente des Volkes fordern? Zeigen sie nicht, auch wenn Eroberungsgier und Annexionslust schweigen, daß das deutsche Reich „noch nicht" den gebührenden Platz errungen hat? Die Beschlagnahme des deutschen Reichspostdampfers „Bundesrat" durch die Engländer, die brüske Form, m der jeot Rechtfertigung oder auch nur Erklärung vor dem Spruch des englischen Gerichtes zurückgewiesen wird, sollte doch auch den Gleichgiltigsten darüber belehren, daß einmal die Schicksalsstunde kommen muß, in der Deutschland mit den Söhnen Albions abrechnet, in denen es Rechenschaft fordert für die Unbill von Jahrhunderten. Diese Abrech krankung des Papstes sind unbegründet. Rom, 4. Januar. Der englische General-Konsul in Neapel verständigte den Kapitän des Dampfers Herzog, auf welchem sich eine Abteilung des holländischen und russischen Roten Kreuzes befindet, die sich nach der Delagoa Bai einschifften, daß ihre Landung nicht gestattet werden wird. Paris, 4. Januar. Der Staatsgerichtshof verurteilte den Sekretär des Herzogs von Orleans, Buffet, mit 115 gegen 58 Stimmen zu 10 Jahren Verbannung, Dörouläde mit 115 gegen 21 Stimmen ebenfalls zu 10 Jahren Verbannung. Guörin zu 10 Jahren Festungshaft und den Baron de Lur-Saluees in contumaciam ebenfalls zu 10 Jahren Verbannung. New-York, 4. Januar. Der Kanal, welcher den Michigan-See mit dem Mississippi verbindet, ist gestern eröffnet worden. Die Arbeiten, welche 7 Jahre in An- spruch genommen haben, erforderten einen Kostenaufwand von 30 Mill. Dollar. einen deutschen Reichs-Postdampfer mit Beschlag zu belegen. Im Gefühle der eigenen Verantwortlichkeit müsse man mit Mühe zurückhalten, von dieser allseitigen Entrüstung öfentlich Kenntnis zu geben. Die Dinge seien ernstlicher Art, die zur Entscheidung ständen. Das Auswärtige Amt habe sofort mit vollstem Nachdruck und klarer Erkenntnis der Wichtigkeit des Zwischenfalles alle erforderlichen Schritte gethan, um volle Aufklärung und Ge- nugthuung zu erhalten, die englischerseits auch gegeben werden dürfte. Solche Zwischenfälle wären unmöglich, wenn unsere Seemacht in gleicher Weise gekräftigt und gefördert worden wäre, wie das Landheer im letzten Jahr« Ausland. Budapest, 4. Januar. Der Minister am Hoflager, Graf Czecheny hat demissioniert. Nachfolger wird der Graf Albert Aponnyi, Führer der National-Partei genannt. Rom, 4. Januar. Die Gerüchte von nung hat schon vor einem , , , Thuchdides vorausgesagt, der Mann, der endlich bewußt mit der grauen Theorie von der Objektivität aller Geschichtsdarstellung brach und zurückwies auf die Macht des Gemüts, das den Geschichtsschreibern des Altertums ihre Größe verlieh, der von dem Historiker ein starkes Herz forderte, das die Geschicke des Vaterlandes wie selbsterlebtes Leid und Glück empfindet. Damals, vor fünfundzwanzig Jahren, schrieb Heinrich von Treitschke, indem er auf die kommende Abrechnung hinwies: „Die schlimmste Folge der britischen Handelspolitik ist der ungeheure, wohlberechtigte Haß, der । ««« ~~~ 3- - - „ , „ sich allmählich in allen Völkern gegen England angesammelt des Dampfers ..Bundesrat und sagt, es sei Hochs hat. England ist heute der Ort der Barbarei im Völker- | bedauerlich, daß em englifäer recht; England allein verschuldet, daß der Seekrieg auch heute nur ein organisierter Seeraub ist, und eher nicht kann die Welt zn einem menschlichen Seerechte ge« langen, als wenn auch auf den Meeren, wie längst auf dem Festlande, ein Gleichgewicht der Mächte besteht und kein Staat mehr wagen darf, sich alles zu erlauben." * Vom Kriegsschauplatz. Es ist zum Lachen! 60. Oktober gingen, wie erinnerlich, dem General Whtte bei seinem ersten großen Ausfall aus Ladysmith die Esel durch, was eine schwere Niederlage zur Folge hatte, jetzt ist dem guten General French, der bekanntlich noch vor Thorschluß aus Ladysmith entkam, ein ganzer Eisen - bahnzug mit Proviant davon und mitten in die Stellung der Buren hineingelaufen. Difficile est satu-am non ecribere. Wir berichteten nach Londoner Blattern schon kurz über diese, angeblich von Verräterhand nngeschobene unvorhergesehene Nummer des englischen Schlachtprogramms, aber wir geben gern auch noch die jetzt vorliegende ausführlichere Meldung. Sie lautet: 3°"uar. Heber den Zwischenfall, der den nach Ett-nbabNjug betraf, wird d-m her C“U aus Naauwpoort von heute gemeldet: Aus r. r egnete- sich ein unglücklicher Zufall. 26 mi iU p, ün?crn begann. Daraufhin wurde ein 8ua aus 3m ßanjtn feuerten sie 20 ©efdtoff? ab S*lleS r,t.^8ht’Oren.e' als 9$roft Estrigen Londoner Abendblätter -luchten bte fruchte, bte ein sreunbliches Geschick ihnen Bor ber 9. ©traffammer bes Lanbgericht«I würbe heute gegen den Grafen PUckl-r und d-n Redakteur ber „Staatsbürger Zeitung L9 @tQ9at«. Aufreizung zum Klassenhaß ÄIno Ä anwalt beantragte gegen betbe Angeklagte ■ . • strafe. Nach kurzer Beratung würben lneselb«- re . gesprochen. - Morgen abenb spricht Gras Pückler einer Volksversammlung über seinen Prozeß. Jahrhunberten. Diese »brech- I — Nach einer in '5“mtl“r9..ch1''929Bf9 general" Bierteljahrhnnbert ber beutsche | au« «ben i(t bort ber bcutf ft Pf » — - - 1 non ber englischen Haf-ndchördc Militärisch ocievi worben. Dieselbe verlangt die Löschung der angeblich KriegS- Kontrebande enthaltenden Ladung. , , — Wie die „National-Zeitung" hort, tst auch heute hier noch keine Erklärung der englischen Negierung auf die deutsche in der Form eine« Pro memona , erfolgten völkerrechtlichen Beschwerde wegen der Beschlag- e nähme des Dampfers „Bundesrat" eingegangen. Köln, 4. Januar. Die „Köln. Ztg." wendet sich heute erneut gegen das englische Vorgehen in en _ ° ° m i .... .in «A Co» fcnrtift Vergrößerung aufzunehmen, und in allen politischen Kämpfen | Battu r^u nTe^b^r Dr'ohuns der Beschlagnahme an der Weiterfahrt von Port Elisabeth nach der Delagoabai verhindert worden ist. Die Bark wurde aufgefordert, die ganze für die Delagoabai bestimmte Ladung m Port Elisabeth zu Sicherlich ist auch Kaiser Wilhelm tief durchdrungen von I den Gedanken und Empfindungen, die den Historiker durch- I fluten, denn jedes deutsche Gemüt muß an ihnen Teil haben. I Und noch der letzte Tag des scheidenden Jahrhunderts hat I in seltsamer Fügung prägnant und klar uns auf die Auf- I gäbe der Zukunft gewiesen. Und zugleich hat uns dieser I Tag die Antwort auf die unselige Engländerfahrt gebracht, I die der gesunde Instinkt des Volkes so einmütig veiurteilt | hat. Jetzt ist die Gelegenheit gegeben, günstiger, als sie I Graf Bülow sich geträumt haben mag, durch eine scharfe | und entschlossene Sprache den englischen Ministern zu er« I weisen, daß das deutscheVolk nicht derSchleppen- | träger der englischen Politik ist. Der Vorgang, | ber sich jenseits des Aequators abgespielt hat, ist ein Schlag I in das Gesicht, und noch immer war es bisher deutsche I Sitte, Schlag mit Schlag zu erwidern, nicht aber durch I höfliche oder demütige Vorstellungen nachzuweifen, daß man I den Schlag nicht verdient habe. Das Märchen, daß der „Bundesrat" Kriegscontrebande I geführt habe, wird selbst in England nicht geglaubt. Wäre I es wahr, so hätte man längst das Verbrechen der schaden- I frohen Welt bekannt gegeben. Mehr oder weniger deutlich I ist es schon jetzt zu erkennen, daß es sich nicht um Waffen I und Munition, daß es sich auch nicht um die Zufuhr von Pferden, Kohlen und Geld gehandelt hat. An Bord des I Postschiffes sollen sich Leute befinden, die gewillt sind, sich I den Führern der Buren als Offiziere und Soldaten zur I Verfügung zu stellen. Das mag sein, und es soll England I nicht verdacht werden, wenn es solche Leute anhält. Allein I heute sind diese Leute noch friedliche Reisende, deutsche I Staatsbürger, die mit den üblichen Verkehrsmitteln nach I einer portugiesischen Besitzung reisen, und noch niemals ist I in der Welt die Behauptung vertreten worden, daß un- I bewaffnete Reisende als Kriegskontrebande anzusehen seien. I Wie soll denn auch der Schiffsführer in der Lage sein, I Herz und Nieren seiner Passagiere zu prüfen, und die I Absichten zu ergründen, die sie vielleicht einmal, wenn sie I die portugiesische Besitzung verlaffen haben, auszuführen I gedenken? Schon die Berechtigung, Mehl zu beschlag- I nahmen, wie es auf holländischen Schiffen geschehen ist, I kann als mehr denn zweifelhaft gelten. England aber hat I wohl gewußt, warum es im Haag der Ordnung all' dieser I Fragen widerstrebte; es fühlte sich als Herr des Meeres I und wollte nicht auf das Privileg verzichten, organi- I fierten Seeraub zu betreiben. England gleicht einem Poltron, der Lärm macht, um feine eigene Furcht nicht erkennen zu laffen. Die Buren haben uns bewiesen, wie wankend und schwankend ihre Herrschaft ist. Ganz Europa hat durch hundert Jahre einem Aberglauben gefröhnt. Und unsere Diplomatie hat gleichzeitig den großen Fehler begangen, die Burenkraft zu ! unterschätzen. Jetzt ist die Stunde gekommen, den Irrtum zu verbessern. Deutsches Keich. Berlin,4. Januar. Der Kaiser empfing heute mittag 1 Uhr die Bischöfe von Osnabrück und Kulm. - Die Ankunft des Prinzen Heinrich in Kiel ist nunmehr cnbgtlhg auf den 10. Februar festgesetzt — In der heutigen Stadtverordnetenver« fammlung wurde zunächst die Bestätigung des Bürgermeisters Kirschner zum Oberbürgermeister von Berlin mit- geteilt und alsdann zur Borsteherwahl geschritten. Dr. Langer« Hans wurde emftimmtg zum Stadtverordnetenvorsteber wiedergewählt, zu deffen Stellvertreter der Stadtverordnete Michelet. — Nach einer Meldung au6 Rom ist daselbst der spanische Botschafter beim Quirinal, Graf vonBenomar welcher früher Gesandter am Berliner Hose war gestorben. — Aus einer Zuschrift der Hamburger Firma H. D. I. Wagner an die „Deutsche Warte" geht hervor, daß die vom Baume schüttelte, nur aufzulesen. Bequemer konnte t8 ihnen wahrhaftig nicht gemacht werden. Auch der andere Trost Verräter hätten den Stretch gesptelt, scheint den betrübten Lohgerbern genommen zu werden, denn nach der Darstellung des Reuterschen Bureaus ist der Zug auf abschüssiger Bahn ins Lausen gekommen, weil er ungenügend bedient worden ist. Die Schuld liegt also an der mangel« haften Organisation des Angriffs. Auffallend ist die Schlußbemerkung des Telegramms, die Verluste der Engländer seien nicht bekannt. Wenn der Entsatzzug nach Rendsburg zurückgekehrt ist, mußte doch ein einfacher Namensaufruf ergeben, wer gefehlt hat. Oder ist die Sufsolk-Kom- panie überhaupt nicht zurückgekehrt? Im übrigen: „General Frenchs Lage ist unverändert. Er manöveriert noch und glaubt, daß er mit geringen Verstärkungen den Feind aus Colesberg vertreiben könnte." So das amtliche Telegramm. Das also ist das glorreiche Ende der „Schlacht" bei Colesberg. Ins Nichtamtliche Übersetzt, heißt es: Frenchs Angriff auf Colesberg wurde zurück- geschlagen, die Stellungen der Buren sind für ihn — ohne Verstärkungen, auf die er nicht rechnen kann — uneinnehmbar! Er glaubte es besonders schlau anzufangen, indem er versuchte, die Buren mit ihrer eigenen Taktik zu schlagen: Scheinangriff auf das Zentrum, Hauptangriff auf die Flanken des Feindes, den er umgangen zu haben glaubte. Jetzt ist die Situation aller Wahrscheinlichkeit nach so: French wurde umgangen und nach drei Seiten abgeschnitten. So ist das Schema der englischen „Siege" auch hier wieder prompt ausgefüllt. Lassen wir nun die Buren in Gemütsruhe den ihnen mit so großer Zuvorkommenheit zur Verfügung gestellten englischen Proviant verzehren und werfen noch einen flüchtigen Blick auf die Lage in Natal. Aus Pietermaritzburg wird gemeldet, daß Ladysmith seit der letzten Woche heftiger beschossen wird. Es wird immer deutlicher, daß ein Angriff Bullers auf die Stellung der Buren am Tugela sehr nahe bevorsteht. 100 europäische uyd 100 indische Ambulanzenträger wurden in Durban telegraphisch für Bullers Truppen bestellt. Dieselben sollten sofort zur Front abgehen. Ein in London lebender höherer Offizier, der ein alter Kamerad Bullers ist, soll, wie der „Frkf. Ztg." berichtet wird, vorgestern nachmittag gesagt haben: „Schwere Rechnungen werden, glaube ich, gewöhnlich am vierten des Monats beglichen." * ♦ * Aus Kimberley wird gemeldet, daß unter der Garnison der Skorbut mit typhusartigen Erscheinungen ausgebrochen sei und weiter um sich greife. — „Daily Mail" meldet aus Naauwpoort: Obwohl die Buren ihre Lage außerhalb von Schußweite der britischen Kanonen verlegten, haben sie noch in beträchtlicher Zahl eine starke Stellung rund um Colesberg inne. Die britischen Truppen beherrschen die Nonwaltspont-Brücke mit 2 Kanonen, ebenso die Colesberger-Brücke. Neue Kämpfe werden erwartet. * Telegramme des „Gießener Anzeiger". London, 5. Januar. Der Korrespondent der „Times" meldet aus Sterkstrom: Der Verlust der Buren am Mittwoch wird für beträchtlich (?) gehalten. Demselben Blatte wird aus Rendsburg telegraphiert: General Frenchs Streitkräfte behaupten fortgesetzt eine starke Stellung, melche die Straße nach Colesberg beherrscht. Oberst Porter hat mit zwei Kanonen und berittener Infanterie eine Stellung in der linken Flanke der Buren inne. Dieselbe ist sehr stark und es wird schwer halten, ihn ohne weitere Verstärkung zu vertreiben. Das Bureau Reuter erfährt aus Rendsburg vom 3. Januar. Neu- Südwales Lanzenreiter, die entsandt waren, um die Plünderung eines Vergnügungszuges zu verhindern, waren einem starken Gewehr- und Granatfeuer ausgesetzt. Sie nahmen gute Deckung und hielten sich in ihrer Stellung 5 Stunden, indem sie das feindliche Feuer erwiderten. Zwei ihrer Leute wurden leicht verwundet und fünf Pferde getötet. Der Feind bei Colesberg leistete kräftigen Widerstand. Die britischen Truppen schließen ihn jedoch all- mählig in Coleskop ein. London, 5. Januar. „Daily Mail" meldet aus New- Aork, daß die irländische Vereinigung im Begriffe sei, vier Regimenter irländischer Truppen zusammenzustellen, welche für Südafrika bestimmt sind. London, 5. Januar. Die heutigen Morgenblätter erhalten keine neuen Mitteilungen vom Kriegsschauplätze, drücken jedoch die Hoffnung aus, daß General Buller Ladysmith bald entsetzen werde. Druffel, 5. Januar. Die „Jndependance beige" meldet, m ®nglanb den Zwischenfall mit demDampfer „Bundesrat" nur provozierte, um einen Anlaß Besetzung der Delagoa-Bai zu haben. Die hlesige Gesandtschaft von Transvaal teilt vollkommen diese und glaubt, man müsse sich auf einen Gewaltakt fettens Englands in der Delagoa-Frage gefaßt machen. Wien, 5. Januar. Die hiesigen Blätter bezeichnen das Vorgehen Englands gegenüber den fremden Schiffen als unanständig und geeignet, England vollständig zu isolieren. London, 5. Januar. Mehrere Blätter fordern die Negierung anf, gegen die aufständischen Holländer c. ..cnJ.° to0r8u9een, wie man gegen die aufständischen Indier vorgegangen sei. London, 5 Januar. Der Pernellisten-Führer Redmond erließ einen Aufruf, in welchem er die Irländer zu offenem Aufstande auffordert hPHtS^,%5, $Tar- ^QiI9 Teiegraph" berichtet, der taJL* "®enctQl“« der von den Ena- fre^geg^be^?^ beschlagnahmt worden war, ist wieder i * Ä l weise" W § oe ■ -, idl bm® S-* ! «titiing erfut), iinblung iel"; Li Sor*1* i ’ litt berihniid- M Sönnern und W i: $orl»illlS beI Hetzeners Anzeiger foN es uns seiner verungen, die mar gmohntistMal Wohlwollen und d illezelt zu erfreut letzter Zeit, zu ein- iem Unternehmen wahrend uns das, EisMnz unseres' ..31 in unsem OMd " flamamn Dienste, ein neue unser hochverehrt nun wieder zu e hassen wir aber de iamiatmufitaben' Mang unserer Heil werben! Ist unb feinfte aller ZuhömM gtfö fagen, biefammern Zeichen Lerhältnis, icichnung, eine köstli und der, ikikseines Gabelfrühs ehr Waber solche ich ein treffliches, d-h nicht nur halte luLcrwählten langers »eranwachsen werden leht uns bevor! solche Sachen gebot zuie Stadt gebunder ]on uns haben Gel Wir danken es £ i ichrn Freunden hei i°üden bei uns scho HLr den 1, Abcnd zugesagt, ** ©enüffe, di, e *lm, ®ar (« aeiif L-r ’^Sler. ft *5 T«fc» MM ■N di-,, L»«L I °°I °b- anb** DÄ ? “Weränberf b ®?* Set, Ä"ft X-.t i«btm er *"1" Wagen: „ W »t bit * glaubte. W«t nach fo. ' d"i Seite, ^>hen.,Sirge" ^"he den ihnen '"WS gestellten "vch einen flüch, daßLadhsmith 'vird. Es wird Ellers ans die nahe bevorstrht. ^träger wurden )en bestellt. Die. Ein in London Ramttab Dnllns wird, vorgestern Ahnungen werden, Monats beglichen." ter der Garnison gen MSgedrochrn iy Mail" meldet ihre Loge außer- inanen verlegten, t starke Stellung *n Truppen be- lanonen, ebenfo den erwartet. Inyxyt“. rent der „Times" der Buren am ilttn. Demselben aphirrt: General ine starke Stellung, ht. Ober» Porter : Infanterie eint m inne. Dieselbe lten, ihn ohne en. Das Bureau Januar. Neu- en, um die Pliin- fern, waren einem ßt. Sie nahmen ellung 5 Stunden, ten. Zwei ihrer ns Pferde getötet, listigen Wider- :n ihn jedoch all- meldet aus New- n Begriffe M* zusammenzus« WrgenblM tt- / General W WtWH* UM klNtv iltw^uuft J'h' 3‘fl6‘ «tiS ’igVet, J18«« Ander war- !P Kotralcs und UrsviivieUes. «uouyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen! Gießen, 5. Januar 1900. In den 150. Jahrgang tritt mit dem 6. Januar der Gießener Arrzeiger. Indem wir unseren geschätzten zahlreichen Lesern und werten Mitarbeitern hiervon gebührend Mitteilung machen, weisen wir auf den im heutigen Feuilleton beginnenden Aufsatz unseres verehrten langjährigen Mitarbeiters, des Herrn Dr. Karl Ebel hier:„DerGießenerAnzeiger - o r 150 I a h r e n" hin. Anderweiter dringender Arbeiten und geschäftlicher Veränderungen wegen war es uns leider unmöglich, den Anzeiger heute in einem der Bedeutung des Tages entsprechenden Gewände erscheinen zu lassen; doch hoffen wir dies im Laufe des Jubeljahres nachholen zu können. Die Wandlungen, welche der Gießener Anzeiger während anderthalb Jahrhunderten an Inhalt, Gestalt und Leitung erfuhr, werden Gegenstand einer besonderen Abhandlung fein; sie stehen in engem Zusammenhänge mit den Fortschritten, welche im Laufe der Zeit die Technik bei Herstellung des Blattes verzeichnen konnte. Dieses Gebiet berührend, teilen wir unfern Lesern, Mitarbeitern, Gönnern und Geschäftsfreunden mit, daß wir heute zwei Setzmaschinen — gewissermaßen als Zeugen des jüngsten Fortschrittes der Buchdruckertechnik — in den Dienst des Gießeners Anzeigers gestellt haben. Damit, so hoffen wir, soll es uns fernerhin gelingen, den billigen Anforderungen, die man an die Presse der Neuzeit zu stellen gewohnt ist, überall zu genügen. Schließlich bitten wir, das Wohlwollen und die Wertschätzung, deren sich unser Blatt allezeit zu erfreuen hatte, und die ihm, besonders in letzter Zeit, zu einer stetig wachsenden Auflage verhalfen, dem Unternehmen auch fernerhin erhalten zu wollen, während uns das Jubeljahr Veranlassung geben soll, der Erfüllung unseres Wahlspruches „Niemals rückwärts" in unferm gesamten Betriebe Geltung zu verschaffen. •• Kammermustkabende. Es ist eines der vielen Ver dienste, ein neues Blatt zu feinem Ehrenkranz, das sich unser hochverehrter Herr Musikdirektor G. Trautmann nun wieder zu erwerben anschickt, wenn er einige wenige, hoffen wir aber desto sicherer wiederkehrende und regelmäßige Äammermusikabende ins Leben ruft. Möge ihm die Unterstützung unserer kunstsinnigen Kreise in reichem Maße zu ■ eil werden! Ist doch dieser Zweig der Musik der intimste und feinste aller für eine größere oder kleinere öffentliche Zuhörerschaft geschriebenen Musik überhaupt. Man möchte sagen, die Kammermusik steht zur großen Orchestermusik im gleichen Verhältnis, wie eine herrliche innerliche Hand- zcichnung, eine köstliche Radierung zu einem großen Wandgemälde und der, verzeihen Sie den Vergleich, wie ein pckfeines Gabelfrühstück zu einem großen Diner. Also alle ihr Liebhaber solcher Genüsse heran! Unsere Stadt wird sich ein treffliches Zeugnis ausstellen, wenn diese Sache sich nicht nur halten kann, sondern solche Abende zu den auserwählten langersehnten ständigen Kunstfreuden Gießens heranwachsen werden. Und welch' ein treffliches Programm steht mns bevor! (Siehe Inserat.) Wo bekommt man solche Sachen geboten, wenn man sein Geschick an unsere gute Stadt gebunden hat? Wie ganz außerordentlich wenige von uns haben Gelegenheit diese Sachen einmal zu hören? Wir danken es Herrn Trautmann und seinen trefflichen Freunden Herrn Redner und Herrn He gar, letztere beiden bei uns schon früher gehörte und gerngesehene Gäste! Für den 1. Abend hat außerdem Frau Uzielli ihre Mit- Wirkung zugesagt, und wir Gießener erinnern uns gern der Genüsse, die wir schon früher von dieser vorzüglichen Sängerin geboten erhielten. Wenn uns eine Frage erlaubt ist: War es Zweifel an der Zugkraft des Unternehmens, wenn die Abende in der Aula unserer Alma mater statt- finden, statt im Klubsaale? Wir glauben nicht, daß wir Gießener solchen Zweifel verdient haben. Weshalb also? -r- * Mit Anfang dieses Monats hat die Allgemeine rutsche Kleinbahn-Gesellschaft als Eigentümerin den Betrieb her Bieberthalbahn selbst übernommen. Zum verantwortlichen Betriebsleiter wurde der Oberbeamte, der Eisen- bahn-Betriebs.Jngenieur Stütz er von der Direktion Frankfurt ernannt. Das Publikum wird diese Veränderung, welche eine gedeihliche Entwickelung des Bieberthalbahn- Betriebes erhoffen läßt, sicher mit Freude begrüßen. ** Stadttheater. Nächsten Sonntag bringt das Sradttheater die interessante Komödie von Franz v. Schön- than: „Zirkusleute" zur Aufführung. Die weibliche Hauptrolle des Stückes liegt diesmal in Händen von Lucie Kugler. — Am Montag findet außer der Reihe wieder Bolksvorstellung statt, und zwar wird als solche das Lustspiel: „Der Hypochonder" oder „Eine Stadtverordnetensitzung" gegeben. — Die Aufführung von „Zaza" soll nunmehr, nachdem sich Fräulein Hammer wieder gesund gemeldet hat, am nächsten Dienstag statt - fitiben. *• Bauernkniff. Steht da vor einiger Zeit aus dem Markte in Steinau ein Bäuerlein aus dem „blauen Eck" bei einem Säckchen voll Linsen. Verschiedene Käufer sind schon bei ihm gewesen, aber, da die Linsen nicht schön sind, will sie keiner zu 14 Pfg. das Pfund haben. Alle anderen haben ihre Linsen bereits verkauft, nur unser Stöffel nicht, Md das ist um so ärgerlicher, da er gerade diese Linsen für feine Schwester zum Verkaufen mitgenommen hatte. Endlich naht sich noch ein Käufer, doch auch der will nur Pfg- für das Pfund geben. Ein Bekannter von unserem vlöffel sieht, wie dieser die Linsen gern los wäre, und beschließt, ihm zu helfen. Er eilt auf seinen Nachbar zu und fragt: „Mann, wo seid Ihr denn her?" — „Aus —mühl," ist die Antwort. — „Ach, da seid Ihr ja der Mann, bei dem ich jedes Jahr meine Linsen kaufe; habt Ihr noch welche?" Der Stöffel brauchte nicht zu antworten; denn als der biedere Bürger aus Steinau sah, daß noch ein Käufer da war, packte er das Linsensäckchen mit beiden Händen und rief eilig: „Ich will se behalte!" — Daß die beiden Vogelsberger Schlaumeier sich über den gelungenen Streich weidlich satt gelacht, läßt sich denken. F. Aus dem Kreise Friedberg, 4. Januar. In Nr. 1, zweites Blatt Ihrer Zeitung berichtet ein Korrespondent aus Grünberg, daß auf dem dortigen Neujahrsmarkte keine Spinnräder mehr ausgeboten wurden, diese nützlichen Hausgeräte vielmehr nur noch in der Rumpelkammer zu finden seien, und daß die Heranwachsende Generation sie nur noch dem Namen nach kenne. Da sieht es doch bei uns noch besser aus. Die feineren Damen schaffen sich nämlich bei uns wieder vielfach Spinnräder an und stellen sie als Zierde in ihre „altdeutsche" Wohnstube, wo sie gebührendermaßen kräftig bewundert werden. Daß nun aber auch daraus gesponnen werde--ja! das ist eine andere Frage. Spinnen thut man nicht, das muß höchstens noch der Fuchs pro poena auf der Kneipe aus der Kanne. Es ist aber immerhin schon etwas, daß die Spinnräder wieder Mode werden. — Lützellinden, 5. Januar. Wie in früheren Jahren, so wurde auch in dem verflossenen Jahre am Weihnachtsfeste dem Vorstände der hiesigen Kleinkinderschule die Freude zuteil, daß Herr Fer nie, der frühere Besitzer des Brannsteinbergwerks, durch gütige Vermittelung von Herrn Direktor Pascoe der Schule die Gabe von 150 Mk. zur Bestreitung ihrer Unkosten in hochherziger Weise zuwandte. Diese Gabe ist der hiesigen Schule um so wertvoller, als dieselbe ganz durch freiwillige Liebesgaben gegründet wurde und bis heute dadurch unterhalten wird; feste, regelmäßige Unterstützung oder Zuschüffe von Behörden besitzt dieselbe bis jetzt nicht. Der Vorstand der Kleinkinderschule verfehlt daher nicht, auch an dieser Stelle den edlen Wohlthätern herzlichen Dank und ein „Vergelts Gott" auszusprechen. Vermischtes. * Köln a. Rh., 4. Januar. Infolge fortgesetzten rapiden Steigens des Oberrheins, sowie sämtlicher Nebenflüsse desselben ist Hochwasser zu erwarten. Umfangreiche Vorkehrungen zum Schutze gegen eine Hochflut werden bereits getroffen. * Berlin, 4. Januar. Wie dem „Berliner Tageblatt" aus Potsdam gemeldet wird, hat dort heute morgen zwischen einem Offizier der Prenzlauer Garnison und einem pornmer- schen Gutsbesitzer ein Pistolen-Duell stattgefunden, in welchem der Offizier eine Verwundung am Arme erlitten haben soll. Heber die Veranlassung zu dem Zweikampf verlautet nichts näheres. * Wien, 4. Januar. Im Keller eines in der Strauchgasse gelegenen Hauses fand infolge unvorsichtigen Hantierens der Monteure eine furchtbare Gasexplosion statt. Zwei Monteure wurden tätlich, einer leichter verletzt. • Zürich, 4. Januar. Im Gotthard-Tunnel entgleiste heute früh ein Güterzug. Der Verkehr ist unterbrochen. * Riva, 4. Januar. Der verhaftete Italiener Bals an t i ist gegen eine Kaution von 4000 Gulden aus der Hast entlassen worden. * Dover, 4. Januar. Der Dampfer Patria von der Hamburg Amerika Linie wurde heute morgen gehoben und eine halbe Meile weit bugsiert. An Bord des gesunkenen Dampfers fand man noch zwei Ertrunkene. * Petersburg, 4. Januar. In Werny fand vorgestern ein starkes fünf Sekunden dauerndes Erdbeben statt. Dasselbe war von Kanonendonnerähnlichem Getöse begleitet. In Akontana wurde neuerdings ein heftiger Erdstoß verspürt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 7. Januar. 1. Sonntag nach Epiphanias. Landes-Misfiousfest. Gottesdienst. In per Stabtkirche. Vormittags 9*/« Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Donnerstag den 11. Januar, abends 8 Uhr, Bibelstunde im Konfirmandensaal, Kirchstraße 9. Pfarrer Dr. Grein. In der Joyarrneskirche. Vormittags 9% Ubr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Montag den 8. Januar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmändensaal der Johanneskirche. Text: Ap.-Gesch. Kap. 8, ff. Pfarrer Euler. Nack den Gottesdiensten in beiden Kirchen Kollekte für die Heidenmisfion. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirchlichen Trauung auch ein kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat, und wird dringend gebeten, eS rechtzeitig — spätestens eine Woche vor der Trauung — bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen. Katholische Gemeinde. Samstag den 6.Januar. Nachmittags um 41/# Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 7. Januar. Fest der Erscheinung des Herrn. Vormittags von ß^e Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Communion; , um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe; , um 9i/e Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht mit Segen. Universität und Hochschule. — Aus dem Seminar für orientalische Sprachen. Dar Seminar für orientalische Sprachen an der Berliner Universität hat, wie die „Berl Börfinztg." nulteilt, in diesem Winter eine bisher unerreichte Besuchsziffer aufzuweffen Die Zahl der Seminaristen, unter denen sich auch eme Lchrerm befindet, beträgt 186, gegen 118 im vorigen Halbjahr. Aus dem Auslande stammen 8 Dem Berufe nach sind 102 Assessoren, R-ferendare und Angehörige der juristischen Fakultät, darunter 62 Dragomanats^Aspiranten, von denen 4 bereits die Diplomprüfung bestanden haben. 35 sind Lehrer, Gelehrte und Angehörige der philosophischen Fakultät. Weiter reihen sich 25 Beamte, Privatpersonen und Kaufleute an, sodann 14 Offiziere (1 Hauptmann), 3 Mediziner, 5 Theologen und 2 Techniker. Aus einer Uebersicht nach den einzelnen Klassen ergiebt sich, daß die Vorlesungen über Realien von 69 Seminaristen, und die sprachlichen Kurse wie folgt besucht werden: Russisch 34, Arabisch 32, Chinesisch und Spanisch je 27, Suaheli 26, Türkisch 25, Neugriechisch und Persisch je 9, Japanisch 8, Guzerati 5, Hindustani 2, andere Kolonialsprachen 6. Die nichtamtlichen Kurse für Kaufleute besuchen: im Russischen 103, im Spanischen 49 Fremde. AlS Hospitantinnen nehmen 3 am Unterricht teil. Die Gesamtzahl der Seminarbesucher stellt sich a'so auf 341. — Wien, 4. Januar. Der Borstand des embryologischen Instituts, Professor Leopold Schenk, der von der medizinischen Fakultät wegen der reklamenhasten Ankündigung seiner Schrift über die Voraus- bestimmung des Geschlechts eine Rüge erhielt, wurde vom Unterrichtsministerium veranlaßt, um seine Pensionierung nachzusuchen. — Die katholisch-theologische Fakultät in Straßburg darf nunmehr als gesichert angesehen werden. Daß man damit umgehe, eine solche Fakultät wieder an der Universität in Straßburg zu errichten, ist längst bekannt, und berichtet worden. Jetzt wird gemeldet, daß der F r h r. v. Hertling mit seinen Bemühungen in Rom deswegen den gewünschten Erfolg erzielt habe. — Verschiedenes r Dem Herrn Dr. Carl Forch zu Darmstadt wurde die venia legendi für Physik an der Großh. Technischen Hoch- schule zu Darmstadt erteilt. __________________________ Aeurste MeUmngen. Berlin, 5. Januar. Die von einem konservativen Parlamentarier verbreitete Nachricht von der bevorstehenden Wiedereinführung der dreijährigen Dienstzeit wird dem „Lvkalanzeiger" als ganz unbegründet bezeichnet. An maßgebender Regierungsstelle hält man die Rückkehr zur dreijährigen Dienstzeit überhaupt für ganz ausgeschlossen. Berlin, 5. Januar. Als Präsident der Seehand lang stehen dem „Berl. Tagebl." zufolge drei Kandidaten zur engeren Wahl, nämlich der gegenwärtige Oberbürgermeister der Stadt Posen, Witting, der Direktor der Dresdener Bank, Geheimer Finanzrat Müller und Dr. Heiligen st adt, Mitglied des Direktoriums der preußischen Centralgenossenschaftskafse. Berlin, 5. Januar. Das „Kleine Journal" meldet aus Paris: Die gesamte Presse von Paris bezeichnet die Kaperung des Reichs-Postdampfers „Bundesrat" als eine unverschämte englische Herausforderung, und man fordert zugleich die französische Regierung auf, die Aktion Deutschlands gegen England zu unterstützen. Man glaubt in Paris allgemein, England bereite die gewaltsame Besetzung der Delagoa-Bai vor. Die deutsche Protestnote in der „Bundesrat"-Frage ist ungewöhnlich scharf gehalten. Salisbury konferierte im Kolonialamt mit Chamberlain. Berlin, 5. Januar. Während der gestrigen Vorstellung im königlichen Schauspielhause kam hinter der Szene ein Statist mit einer Fackel einer Kulisse zu nahe, sodaß sie Feuer fing. Dieselbe stand sofort in hellen Flammen, und Schauspieler und Statisten eilten den Not- Ausgängen zu. Mehrere Schauspieler rissen die Kouliffe herunter und erstickten das Feuer. Im Publikum war von dem Brande nichts bemerkt worden. Stettin, 5. Januar. Der Stappellaus des Schnelldampfers „Deutschland" ist nach Ablauf des Eises auf den 10. d. M. bestimmt. Der Kaiser hat sein Erscheinen zugesagt. Etienne, 5. Januar. Gestern abend kam es hier zu argen Str aß en -Krava llen und es kam zu einem Zusammenstoß zwischen den feiernden Webern und der Polizei. Viele Personen wurden verwundet. Polizei und Gendarmerie gingen mit großer Brutalität vor. Die Demonstranten flüchteten nach dem Marengo-Platze, wo sie die Gendarmen mit leeren Flaschen erwarte- t e n. Die Gendarmen erhielten Hilse von einer Schwadron Dragoner. Inzwischen hatten die Demonstranten die nächstgelegenen Straßen durch Tische und Stühle für die Dragoner unpassierbar gemacht. Es entstand ein neue« Handgemenge, wobei ein Dragoner Offizier durch einen Glassplitter schwer verletzt wurde. Eine große Anzahl Demonstranten wurde verhaftet. Patrouillen durchziehen die Stadt. Paris, 5. Januar. Die Regierung hat gleich nach der Urteils-Verkündigung des Staatsgerichtshofes gestern abend über die gegen Deroulöde und Buffet zu treffenden Maßnahmen beschlossen. Beide sind heute morgen 5 Uhr mittelst Spezialzuges nach der belgischen Grenze abgeschoben worden. Sie waren von Spezial-Agenten begleitet, die beauftragt waren, sie nach Belgien abzuschieben. Guörin wird seine Strafe in Clairvaux verbüßen. Paris, 5. Januar. Der „TempS" meldet aus London, daß das Gibraltar-Geschwader für einen noch unbekannten Zweck abberufen sei und das Kanalgeschwader ersetzen werde. Christiania, 5. Januar. Das Schiff „Akershus" ist bei Farsund gescheitert. 12 Mann der Besatzung sind ertrunken, einer ist gerettet. -G O CO 53 a> ä 3 e£- a.5 £ 198 Pre» 204 Univ.-Buchhandlung August Frees, Giessen. 1/2 Kilo genügt für 100 Tassen Yen gegründet! 04 gesucht. 203 M. Heimburg 196 von der Frankfurter Börse vom 4. Januar 1900. P>»rem Brief Verantwortlicher ÄebaTtnir: H. Koegler. Der Vorstand. Darmst. «t^ectien $rud und Verlag der Brühl schon Univcrsitäts-Bu^ 282 10. WltilKsuche (irnuifchliiiuhii Mietgeluchr Gefunden Vermietungen WWWW (Oftene Stellen 97.90 88.70 96.70 101.00 100.50 8 5 051] Ein tracht. Rind und em Stier zu verkaufen. Herrn. Euler,Mäusburg3. 100.50 100.80 100.26 98.96 97.70 97 60 23.16 41.40 4730 99.00 16.18 20.42 4.17 4 4 Brief 16.21 20.47 4.20 Hbonnementsprds vierteljährlich (13 nummern) i mark 75 PL Zu beziehen durch die Buchhandlungen und Postämter. Proeent 41/, Oesterr. Eilberrentt 4 Ung. Vold'Rente DaS Mi u Nr Gros Einem Ersi einem Beschlüsse mir Ihnen, da 1. März l. Z unb mit Aalkvii M) gekalkt tut rang zu ttlafjtn. Hießen Ai § Kaufmann, 24 Jahre alt, mit Buchführung u. Korrespondenz vollst, vertraut, an selbständiges Arbeiten gewöhnt, s. per sof. oder später Stellung. Off. u. W. Z. 067 an die Expedition dieses BlatteS. ßiedaltio", eröffnet den Jahrgang 1900 mit den beiden hervorragenden erzählenden merken: „Im MasseTwmüel" Gießen, am 2. Januar 1900. Grobherzogliches Amtsgericht. Evang. Gottesdienste der Method. Kirche Neuenweg Nr. 9, Hinterhaus 1. Stock, Eingang Erlengasse. Sonntag den 7. Januar, nachmittags 2 Uhr: Bibelstunde, 4 Uhr: Predigt. Mittwoch, 8'/< Uhr abendS: Allianz-Gebetsstunde. HilfSprediger K. Urech. Jedermann freundlichst willkommen. Ein Handbuch von Hermann Schiller, Geh. Oberechulrat und Univ.-Professor a. D. Das Werk umfasst vier gleichmässige Bände und erscheint: 1) in Bandausgabe, vollständig in 4 Bänden, mit 90 Portraits und Karten, des Bandes broch. Mk. 8,—, geb. Mk. 10,—. 2) in Abteilungsausgabe, vollständig in 16 Abteilungen L Mk. 2.—. 3) in Lieferungsausgabe, 80 Lieferungen L 40 Pfg. Zu beziehen durch Engl. bovereign- DollarS tu Gold Portugiesen Mexicaner amort. S. I-III Monopol-Griechen von 1887 Eisenb. Rentenb. Obi. Buderus ObL Hambrar. Hyp Bk. unk. b. 1905 Preuß.Hyp.A.Bkunk.b.1900 Pomm. Hyp.A.Bk. unk. b.l 904 FrkfLdw.Lred.Bk.unk.b.1900 Die arfcnlaube Aktenfchrank zu kaufen gesucht. Offerten unter Nr. 058 an die Ex- pedition dieses Blattes. BUr.-. Dir Mufij 1818 übi gegebener Das EGi a° die Sroßh a« Hnter Söejug November 18$ Siebener Anzeiger Nr. 50, gcanz. Banknoten esterr. dto. Americ. B^Lanntmachung. In das Handelsregister unterfertigten Gerichts wurde eingetragen: Die Firma „Mettenheimer & Schultheis" zu Gießen ist mit Wirkung vom 31. Dezember 1899 erloschen. Das bisher unter dieser Firma von Kaufmann Hermann Mettenheimer auf alleinige Rechnung betriebene Geschäft wird vom 1. d. Mts. von demselben unter der Firma „Hermann Mettenheimer" fortgefühlt. Eine Damenuhr gefunden. 054 Zu erfragen in der Exped. d. Blattes. Emilie Sinning, geb. Hanweg. Anna Sinning. geb. Kleinschmidt. Kar! Sinning. Lang-Göns, den 3. Januar 1900. Die Beerdigung findet Samstag den 6. Januar, nachmittags 3 Uhr, statt. Kursbericht m J. Kui*z & Co., Gießen, K-M-sstrch 63 ® 7t Deutsche ReichSanl. ® $teM6. ®onfoI8 ®7» Kr. Hesstsche Obl. ' Stadt Darmstadt v. 1891 * Stobt WormS unk. b. 1901 Inspektor, speziell für Oberhessen, von einer alten, deutschen Lebensversicherungs-Gesellschaft gefiert hohe, feste Bezüge gesucht. Agenten, toeld)e gute Erfolge erzielt haben, werden bevorzugt, und sind Offerten, denen ftrengfte Diskretion sicher, unter F. Z. an ™ 8‘ Daube & Eo., Frank- «urt a. M., zu richten. 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