Sonntag den5^August 1900 Nik. 181 Drittes Blatt. Gießener Anzeiger General -Anzeiger li8<< bti PtV*tA*I. Bqngsprtl» virrleljährl. Mk 9rX monatlich 75 Pfg. mit Brmgrrlohn, durch dir Abholkstel« virrteltährl. Mk. IM monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Ditrttljl|e4 mit Bestellgeld. Lllr Lnzeigen-BermittlungSstellen des In- und äuIUhM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgef*. ZeikenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfß. kinahmr »•« Anzeige« zu der nachmittags für ke geifcnb« leg «escheinender. Nummer W tonn. W HW. JttkÜ-üunqen spätestens ikM vorher. Aints- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gictzen. WchMch», eptbihon und Druckerei: Nr. 7. GrÄisbeilagr«: Gießener Zamitienblätter, Der hessische Kandwirt, Mütter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger KistzM. Fernsprecher Nr. 51. König Umberto und seine Ratgeber. Seit dem Tode Cavours 1861 fehlte der italienischen Staatsregierung zielbewußte Beständigkeit. In den siebzehn Jahren, die seit dem bis zum Tode Viktor Emanuels II. verflossen waren, wechselten 15 Ministerien nrit acht verschiedenen Ministerpräsidenten untereinander ab, und dieser ewige Wechsel blieb auch unter König Umberto beständig, ja wurde in noch höherem Maße die Signatur der Zeit, seit Depretis den Transformismus erfunden hatte. Agostino Depretis war der Ministerpräsident, den Umberto bei seiner Thronbesteigung am 9. Januar 1878 im Amte fand. Damals war Francesco C r i s p i Minister des Innern, M a n c i n i Justiz-, M a g - liani Finanz-, Brin Marine-, Coppino Unterrichtsminister, also eine qualitativ gewiß bedeutende Regierung. Schon nach zwei Monaten mußte sie aber einem Kabinett Cairoli-Zanardelli-Seismit-Doda weichen, das dem neuen König viel weniger genehm war. Mit dieser Kabinettsbildung vom 24. März 1878 begann schon die Resignation der Krone gegenüber dem Parlament, der Verzicht auf eigne Initiative, dem Umberto während seiner 22 Regierungsjahre treu geblieben ist. Im ersten Jahrzehnt hatte er es dabei insofern leicht, als es sich nur um zwei in Frage kommende Persönlichkeiten handelte. Am 19. Dezember 1878 löste Depretis wieder Cairoli, am 14. Juli 1879 Cairoli wieder Depretis ab, bis am 29. Mai 1881 das sogenannte große Kabinett Depretis ins Leben trat. Groß daran war nur die Geschicklichkeit, mit der sich Depretis durchs den Transformismus im Sattel hielt und vermöge der partiellen Ministerkrisen von Mai 1883, März 1884, Juni 1885 und April 1887 blieb Depretis der leitende Staatsmann und erste Ratgeber seines königlichen Herrn, bis er am 29. Juli 1887 starb, demselben Tage, an dem 13 Jahre später der Mord von Monza erfolgte. An Depretis Stelle trat Francesco Crispi, aber in dem Jahrzehnt, das nun folgt, wirkte die systematische Zertrümmerung der Parteien nach, die Depretis betrieben hatte. Während von 1878—88 König Umberto nur zwei Ministerpräsidenten, Cairoli und Depretis, allerdings sich ablösend und mit stets in partiellen Krisen wechselnden Mitarbeiten an seiner Seite sah, mußte er von 1888 bis 1900 deren fünf berufen, von denen auch zwei wiederholt am Ruder waren. Auf Crispi folgte 1891 Rudini, die Rechte, die 1876 gestürzt worden war, schien wieder ans Ruder zu kommen, aber es bestand weder eine organisierte Rechte, noch eine organisierte Linke mehr. So wurde 1892 statt des konservativen Rudini der liberale Giolitti berufen, an seine Stelle sollte 1893 sogar der fast radikale Zanardelli treten, an dessen Unfähigkeit aber die geplante Kabinettsbildung scheiterte. So kam wieder Crispi und 1896 nach Alira wieder Rudini heran. Als dessen Ministerium im Sommer 1898 nach den Maiunruhen zusammenbrach, wich Umberto von der Tradition ab und berief den General Pelloux. Rach zwei Jahren beispielloser Kämpfe scheiterte dieser an dem Versuch, dem Vereinsund Versammlungsrecht, sowie dem Preßgesetz schärfere Fassungen zu geben. Mancher, der diese „Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten" wütend bekämpfte, wird heute sich wohl fragen, ob die Italiener für diese Freiheiten wirklich reif sind. Der letzte verantwortliche Ratgeber des unglücklichen Fürsten war Giuseppe Saracco, dem nun die schwere Verantwortung der Staatsleitung in diesen traurigen Tagen zufällt. Als er aufwuchs, da herrschte Karl Albert, unter Viktor Emanuel II. ist er zu einem der bekanntesten Politiker geworden, Umberto hat er 22 Jahre lang treu gedient und nun macht das Geschick den 82jährigen zum er st en Ministerpräsidenten Viktor Emanuels III. HtreWge durch die Pariser WütausstMug. Von PaulLindenberg. (Nachdruck verboten.) XIX. Der Pavillon von Sau Marino. — Ein Musterstaal. — Das Kostum Palais. — Was e8 birgt. — Ein Paradies der Frauen. Jenseits des Teiches, im unmittelbaren Schütze des Eiffelturms, ist San Marino durch einen allerliebsten Pavillon vertreten mit schlankem Glockenturm, in seiner von drei Portalen und zierlichen Arkaden darüber unterbrochenen Front dem prächtigen Rathause der kleinen Republik nachgebildet, der ganze, sehr sorgsam aufgeführte Bau in seinem schönen Florentiner Stil ebenso graziös wie eigenartig. Auch das Innere ist von vortrefflichem Eindruck und bietet sehr viel Interessantes, macht es uns doch eingehend bekannt mit dem Leben und Weben der kaum 10 000 Seelen umfassenden Bevölkerung der kleinen Republik, deren gleichnamige Stadt auf dem trotzigen Gebirgshaupte des Titano liegt, keck, malerisch, selbstbewußt. Aus vielen geschichtlichen Erinnerungen ersehen wir, daß diese Republik zu dem ältesten Staatengebilde des Erdballs zählt und auf eine fast zwölfhundertjährige Geschichte zurückblickt, die reiche ist an mutigen Kämpfen der Einwohnerschaft gegen in erdrückender Uebermacht erscheinende Feinde und gegen die noch schlimmeren heimlichen Listen und Tücken der umwohnenden Herzöge und Grafen, die nach dem Besitz des Bergnestes strebten. Aber mit erstaunlicher Kraftanstrengung und bewundernswerter Energie, unter selbstloser Aufopferung von Gut und Blut wurden alle Angriffe abgeschlagen, und noch heute weht die blauweiße Fahne frei und unangetastet über dieser merkwürdigen Republik, deren Namen jeder kennt und von der niemand etwas Genaues weiß. Oder richtiger: bisher wußte! Denn durch die so geschickt und fesselnd veranstaltete Vertretung in Paris wird die allgemeine Aufmerksamkeit auf den kleinen Staat gelenkt, von dem wir hier ein umfassendes Bild erhalten. Tioranten, Gemälde und Photographien zeigen uns die landschaftlichen Schöii- heiten dieses idyllischen, friedlichen Erdenwinkels, dessen Besuch allen Jtalienreisenden empfohlen werden kann; neben den Landesprodukten, wie Früchte, Wein, Oel ic. sind meisterhafte Stickereien, kunstvolle Möbel, schöne Majolikageräte ausgestellt, und auch hier erfreut die gediegene, saubere Herstellung, die der kunstgewerblichen Tüchtigkeit der Bevölkerung ein gutes Zeugnis ausstellt, während die Behörden eine Uebersicht geben von dem Schulwesen, den Wohlfahrt-seinrichtungen, der muster- haften Verwaltung des Ländchens. Unter den historischen Erinnerungen fesseln am meisten jene an Napoleon I., der San Marino warme Sympathien bezeugte und ihm Waffen, Geld und Nahrungsmittel zur Verfügung stellte, damit sich in den vielfachen Kämpfen jener Tage die Republik ihre Selbständigkeit bewahren konnte. „Ich werde zu allen Zeiten und unter allen Umständen bestrebt sein, dem Volke San Marinos Beweise meiner Ack)tung und meinet; Anteilnahme zu geben", schließt einer der hier photographisch wiedergegebenen Briefe des Kaisers. Etwas mehr seitlich stoßen wir auf das K o st ü m - Palais, elegant und flott ausschauend mit seinen anmutigen Formen und seiner koquettcn Front, an der sich Guirlanden aus natürlichen Blumen hinziehen. Es ist ein Museum der Mode, das der Pariser Damenschneider Felix errichtet hat und das sich des zahlreichsten Besuches erfreut, den es übrigens verdient, denn selbst die Mitglieder des stärkeren Geschlechts werden mit wachsendem Interesse diese sorgsam gestalteten Gruppen betrachten, die uns in zeitgenössischem Rahmen die Mode von den frühesten Epochen bis zum heutigen Tage veranschaulichen. In diesem Palais zeigt sich übrigens das zarte Geschlecht von seiner stärksten Seite in des Wortes wahrster Bedeutung, denn solche Püffe und Knuffe wie hier habe ich noch nie bekommen, nicht einmal bei einem Berliner Volksfest, und das will viel sagen; teils stehen die holden Schönen vor ihren so kostbar aufgeputzten Abbildern in Wachs wie festgebannt, teils drängen, stoßen, schiebeir sie sich vor den hohen Glasscheiben, daß einem angst und bange wird und man schnell — sofern dies hier möglich ist — weitereilt, um von neuem gedrückt, getreten, gezerrt zu werden. Wer nicht über eine Engelsgeduld verfügt, wer nicht stundenlang verweilen will in diesen halbdunklen, heißen, dumpfen Räumen, der gehe nicht mit seiner Ehelieosten oder irgend einem anderen weiblichen Wesen hierher, er lasse sie allein hineinpilgern und verabrede sich mit ihnen drei, vier Stunden später, denn so lange braucht die Mehrzahl der Besucherinnen zu einer „flüchtigen" Betrachtung aller der Herrlichkeiten wie Thorheiten der launischsten aller Göttinnen, der Herrscherin Mode. Dos Altertum wird uns vergegenwärtigt durch eine । Szene aus dem Römischen Leben, durch eine Darstellung ! aus Aegypten und einer Huldigung fremder Gesandten Berliner Brief. (Plaudereien aus der Kaiserstadt.) (Nachdruck verboten.) Berolina trauert. —» Tie Boxer auf den Brettern. — „Hostalle" ohne Zeremouial Die Flaggen auf den Königlichen Schlössern und den öffentlichen Gebäuden sind auf Halbmast gesunken; in der italienischen Botschaft in der Wilhelmstraße herrscht ein ruheloses Kommen und Gehen von Söhnen des schönen Italiens, die ihrer Trauer Ausdruck geben wollen, und auch viele Deutsche sprechen vor, um ihr Mitgefühl zu bezeugen; die kleinen Gvpsfigurenhändler mit den gebräunten Gesichtern, aus denen sonst die dunklen Augen so munter blitzen, wandern stiller und ernster durch die Straßen der großen, fremden Stadt, und wenn sie jemand anspricht ob des fürchterlichen Attentates, so stiehlt sich eine Thräne in die jungen Augen um den geliebten und verehrten Re Umberto. Alles ist einmütig in der Verurteilung des schändlichen Mordes; ^jeder betrauert und bedauert den ritterlichen König und feine Witwe, die ebenso gütige wie anmutige Königin Margherita, nur die Sozialdemokratie macht in ihrem anerkannten Parteiorgan den krampfhaften Versuch, das schmachvolle Bubenstück als eine erklärliche Frucht der von Den führenden Klassen unablässig geschützten Mächte des Elends, Aberglaubens, der Unwissenheit und — man staune: „der Gewaltthätigkeit" lstnzustellen. Dasselbe Blatt leistet sich auch die Geschmacklosigkeit, Hermann den Cherusker, Schill und Zork von Wartenberg als „deutsche Boxer" zu charakterisieren und so zwischen den Großthaten unserer vaterländischen Geschichte, bei denen es sich um die Abschüttelung einer wirklichen und gewaltsam heraufgeführten Fremdherrschaft handelte, und den heimtückischen Grausamkeiten der Chinesen eine Parallele zu ziehen. Nun, die massenhaften Meldungen von Freiwilligen aus allen Ständen haben es, Gott sei Dank, bewiesen, daß diese traurige Auffassung int Volke fein Entgegenkommen sindet. Man braucht kein Kolonialschwärmer zu sein, um den nach dem Osten gehenden Truppen ehrlich Erfolg zu wünschen bei den großen und durch die jüngsten Ereignisse notwendig gewordenen Aufgaben, dem deutschen Namen Respekt zu verschaffen. Ebenso geschmacklos wie diese Ausfälle des „Vorwärts" berühren die industriellen Bemühungen etlicher Bühnenleiter dritten und Bühnendichter dreizehnten Ranges, die im Vordergrund der Tagesgeschichten stehenden furchtbaren Ereignisse für ihr Theater auszuschlachten. Transvaal ist passee; flugs geht es an China heran. Ohne Rücksicht auf die Familien der in Peking Ermordeten oder Eingeschlossenen, ohne jedes Bedenken, daß der gute Geschmack, der notwendige Takt erfordern, nur immer mit dem geldhungrigen Blick auf die zu füllende Theaterkasse macht man sich an die Arbeit. Man kennt zwar so gut wie nichts von China, aber dafür giebts ja Reisebeschreibungen, von den Ereignissen der fürchterlichen Juliwochen stehen nähere Berichte and), noch gänzlich aus, aber dafür ist man doch Dichter! Und ebenso spornt der Theatermaler seine Phantasie; gleich wacker tummelt sich der Theaterschneider und bald ift das Wunder fertig: die Boxer in China zeigen sich auf den Brettern, so die Welt bedeuten, Chinesendolche funkeln, Gewehre knattern, Kanonen brüllen, Paläste brennen, es fließt Blut in Strömen, wenn auch nur nachgemachtes — und das Geschäft floriert! Wer ein ernstes, tief angelegtes, aus den edelsten Motiven geschaffenes Werk wie Tolstois „Macht der Finsternis" wird von der Polizei verboten. Es sind das Widerspräche so schreiender Art, daß man vergeblich nach dem logischen Zusammenhänge forscht. Alljährlich wenn die schönen, langen Sommerabende ins Land ziehen, beginnt für Berlin eine Reihe von Hoffestlichkeiten, auf denen es ungeheuer lustig zugeht und die sich durch feine Hosetiquette, keinen würdigen Hofmarschall, keine steifleinenen Hofbedienten irgendwie einschrän- ken lassen. Freilich finden diese schönen Feste auch nicht int weißen Saale oder in irgend einem anderen Königlichen Prunkraum statt; ihr Schauplatz ist vielmehr der mehr oder weniger große, dafür aber unendlich hohe Hof der mächtigen, viele Familien beherbergenden Mietshäuser in Berlin N. oder Berlin O. Denn soviel auch auf die Berliner Hauswirte raifonniert wird, und zum guten Teil leider nicht mit Unrecht: eine ganz erfreuliche Reihe gutherziger und opferwilliger Menschen giebt es doch auch Darunter, die gern denen eine Freude bereiten, di allmonatlich an ihre Thüre klopfen und den sauererworbenen und mühsam zusammengehaltenen Mietsmammon auf ihre blanke Tischplatte zählen. Schon wochenlang vorher kündet der brave Hauspascha es seinen Mietern an, wann der „tzofball" vor sich gehen soll, und die Jugend, die vor allem dabei beteiligt ist, entwickelt eine fieberhafte Thätigkeit. Es wird gemalt und geklebt, gezimmert und lackiert, künstliche Blumen erstehen unter geschickten Mädchensingern, die mit frischen Laubgewinden den herrlichen Tag verschönern helfen sollen, während die Mutter die weißen Kleider wäscht und bügelt. Endlich, endlich bricht der ersehnte Morgen an. Natürlich Kaiserwetter, wie sich's für einen Hofball schickt! Die ganze Jugend in Gala, der man es oft nicht ansieht, daß sie aus Vaters Sommeranzug oder Mutters altem Waschkleid entstanden ist. Ter Wirt hat für Ueberrasch- ungen gesorgt, unter denen Papierlaternen und die unmöglichsten Musikinstrumente eine Hauptrolle spielen. Ein Leierkastenmann erscheint als Hoforchester; Kaffeee und Kuchen erinnern in ihrer immer sich erneuernden Menge ans Schlaraffenland; auck) eine Bierauelle strömt und „heiße Würste" tauchen im Hintergründe auf. Wwoio» naise, Tanz und Toaste, auf den Hauswirt natürlich der erste! Und er verdint auch daß sie ihn leben lasten, roe n er einen „Hofball" arrangiert. her Tasche und feuerte mehrere Schüsse gegen die Unglück-- licke Frau ab, die lebensgefährlich verwundet wurde. Als die Schüsse fielen, eilte die Tante der Frau, Fräulein Marie herbei und suchte den Rasenden, der nod) Wetter schoß zu entwaffnen. Der Mörder aber richtete die Waffe aeaen sie und tötete sie gleichfalls. Inzwischen trat bte 17 jährige Giosuina Carvalho, eine Base der ermordeten Eleonora in das Zimmer ein, in welchem das Drama sich abspielte' und stürzte sich in ihrer Verzweiflung aus den Mörder 'um ihm den Revolver zu entreißen. Es entspann sich ein wilder Ringkampf; das Mädchen drängte den Mann bis zur Thür, die zur Treppe führte, rollte mit ihm die Treppe hinunter und kämpfte so lange, bis es der Polizei gelang, Machado zu entwaffnen. Er wurde sofort ins Gefängnis gebracht." von der Kammer unterstützten Eingabe der Gvoßh. Handelskammer Worms, betr. Erleichterung der zollamtlichen Behandlung von Gütern, welche zur Durchfuhr durch das Ausland und zur Wiedereinfuhr in das Inland bestimmt sind, keine Folge gegeben hat. 6. Der Kammer sind vertrauliche Mitteilungen zugegangen, betr. die Lage der elektrischen Industrie in der Kolonie Reu-Süd-Wales, der Submission von rollendem Eisenbahnmaterial in Chile, sowie betr. die Vergebung des Monopolkampfers der Insel Formosa. Dieselben können von Interessenten auf dem Büreau der Kammer eingesehen werden. Es starben an: Altersschwäche Lebensschwäche Lungenschwindsucht Gehirnschlagfluß Herzfehler Magenentzündung Milzentzündung Eingekl. Bruch Atrophie Krämpfen Brandwunden Summa: 14 (4) 10 (3) 3 (0) 1 (1) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Vermischter. * München, 1. August. Der „Berl. Lokalanz." weiß von einem neuen Liebesroman amHofe zu erzählen, I der trotz der entgegenstehenden Hindernisse wohl zum Ehe- I bunde führen werde. Die Beteiligten seien Prinzessin Klara I von Bayern (geb. 1874), jüngste Tochter des verstorbenen Prinzen Adalbert von Bayern, eines Bruders des Regenten, und der Infantin Amalie von Spanien, sowie der gleichalterige Freiherr Theodor v. Cramer-Klett, ein Nürnberger Großindustrieller, der wohl der reichste Mann in Bayern ist. Der Adel der Familie flammt erst aus dem Jahr 1876. Der Freiherr, der auch erblicher Reichsrat der Krone Bayerns ist, gehört der protestantischen Konsession an, hat aber neulich viel von sich» reden gemacht durch seine | reichen Zuwendungen an den Benediktinerorden, woraus vielfach auf seinen bevorstehenden llebertritt zum Katholizismus geschlossen wurde. Prinzessin Klara, eine sehr fromme Dame, (ift Aebtissin des königlichen Domstiftes zur heiligen Anna in Würzburg. Geschwister von ihr sind die Prinzen Ludwig Ferdinand und Alfons, sowie die Prinzessinnen Isabella und Elvira, die, erstere mit dem Herzog von Genua, letztere mit dem österreichischen Reichs- grafen v. Wrbna verheiratet sind. * Die Andree-Boje. Jrn Sitzungssaale der Akademie der Wissenschaften zu Stockholm wurde gestern in Gegenwart der Polarforscher Nordensköld, Nathurst und anderer Gelehrten und Fachmänner die kürzlich bei Island aufgefundene Andree-Boje geöffnet. Die Boje trug die Inschrift: „Andrees Polarexpedition, Nr. 3 1896"; sie war, von der verschwundenen Färbung abgesehen, ganz unbeschädigt. Bemerkt wurde, daß infolge der schlechten Ausführung des Schraubengewindes der Oberteil der Boje sehr leicht durch Wellenschlag oder Eisdruck abgeschraubt worden sein konnte, und daß die Boje, da die untere kupferne Spitze unversehrt ist, nicht auf Land oder Eis gefallen sein kann. Ein Vergleich ergab, daß der früher aufgefundenen Andree-Boje Verschluß und Kupferhülse fehlten. * P e ch! Die für vergangenen Sonntag bereits festgesetzt gewesene Vermählung des Königs von Serbien ist ans einer erheiternden Veranlassung um eine Woche verschoben worden. Der serbische Thron-, der bet den Vermählimgsfestlichkeiten füglich nicht entbehrt werden kann, befindet sich nämlich seit einigen Monaten in Parts, wo er zur Ausschmückung des serbischen Pavillons in der Ausstellung verwendet worden ist, und konnte auch bet der schnellsten Beförderung nicht mehr rechtzeitig in Belgrad anlangen. Bis zum nächsten Sonntag, der nun für die Hochzeitsfeier festgesetzt ist, wird der: ^hronsessel wieder in Belgrad eingetroffen sein. — Ist denn kein -Bl- vor wrn.gm u>ar ^L16'Ko8m«tiV ihr« G-sch- vorlchrl-b, 1° auch d-» Z-nlrum d-r modernen K-Sm-Iik. J-d-S Toll.il, mltt-I, da- von d-r« >u un- ^^dülsboch Ä'bV' d-ullche JnW. Heute hat glücklicherweise umere überwunden. Die das Prunken mit stemdl^dtschen Namen UrLnfieo Wohlaerüche Ch-mie, die auS dm einfachst« SÖ hervorzaubert, hat eS ermogliat. au Haut dem Um- zustellm, welches ^Uie große 6cr Haut enthaltenen Fett ni^^Di?Lanöltnf"brik Martinikenfelde hat sich seit mehr identisch ist. Die Lanoimsa Borteil« deS Lanolin Jung und Ält E sie ihr weltbekanntes zugänglich zu ^A^j^-xoUette *ream-Lavottn n'mrdlng- ihr- 6,t. selbe F.brlk.t, stnd Lanolinseise mit dem L g Q[kn Apotheken und Drogerim «bwllch Ihre S»lhcl> wird durch die allecmeln Mannte Marke Pfeil-ing verbürgt. Krieskasten der Redaktion. W. B.-Dtaufen-erg. Ein sich für den Dienst nach Chm^ meldender Freiwilliger bedarf nur der Zustimmung seinesi Vaterst bezw. Vormundes, wenn er noch nicht das mündige Alter, 21 Jahre, erreicht hat. . Man setze seinen Speisen „Toril“ zu; wenn der Kranke fcft» Speisen nickt vettragen kann, bereite man eine kräftige Suppe nur aus Toril. — Die Schmackhaftigkeit des Torll ermöglicht die Aufnahme auch beim appetitlosesten ^nfen und wird dessen Appetit m kurzer Zett gehoben. — Toru ist die leichteste Nahrung, der ganze Nährstoff geht w» Blut über und befördert die Genesung. „Toril“ ist Fleischextrakt auS bestem Ochsenfleisch mtt kräftigenden und nahrhaften Substanzen. jff" Man verlange überall „Toril“. W vor der Kaiserin Eudoxia in Byzanz — letztere Gruppe von außerordentlicher Pracht und stimmungsvoller Anordnung. Himmel, was müssen allein diese golduber- ladenen Kostüme gekostet haben! Die ersten Bewohner von Paris, die Gallier, sehen wir in etwas einfacherer Tracht, in Tierfellen. Das frühe Mittelalter ersteht vor uns in der - von der heiligen Clothilde ausgeübten Almosenverteilung an Arme und Kranke, die zur Zett der Kreuzzüge in einer ein Turnier beobachtenden Gruppe edler Frauen, die dem siegreichen Guy von Lusignan, der fielt später die Krone Jerusalems aus das Haupt setzte, zu- jubeln, und eine benachbarte Gruppe ift der Pracht lieb enden Epoche der italienischen Renaissance gewidmet: die jugendftolze Gattin des Dogen von Venedig besteigt mit ihren Gefährtinnen eine prunkend geschmückte Gondel, um sich zu einem Fest zu begeben. Es ist unmöglich, eine eingehende Aufzahlung alles dessen zu geben, was unter genauester Berücksichtigung der geschichtlichen Treue hier in künstlerischer Weise aus dem wechselvollen Gebiete der Moden vor uns verkörpert ward: wir sehen Marie von Medici bei einem nächtlichen Besuche ihres Sterndeuters, eine Zusammenkunft der verführerischen Gabriele d'Estrees mit Heinrich IV., eine der tonangebenden Damen des Hofes Ludwigs XV., in ihrem Boudoir Besuche embfangcnb, Marie Antoinette^in ihrem bestrickenden Jugendreiz im Trianon, ein Mode-Salon zur Zeit des Direktoriums, dann, wieder ein besonderes Glanzstück, die Kaiserin Josephine in einem Saal der Tuilerien. am Tage vor der Krönung ihren purpurnen, mit goldenen Bienen bestickten und mit Hermelin umsäumten, fammetnen Krönungs - Mantel approbierend, während Napoleon in feiner grünen Jägerunisorm gerade eintritt. Die folgenden Moden dieses Jahrhunderts erscheinen am geschmacklosesten, bis auf einen Ball im Jahre 1860 mit der ihrer siegenden Schönheit bewußten Kaiserin Eugenie als Mittelpunkt. Und schließlich die Moden von heute mit den neuesten und teuersten Schöpfungen, mit Phantafielaiineii, die man nicht für möglich hält, in einer so großen Zahl und Mannigfaltigkeit, daß man wohl die Bewunderungsausbrüche der Damen versteht und ihre oft laut werdenden heißen Wünsche, hier mal so recht nad). Herzenslust auswählen und mitnehmen zu dürfen von diesen lockendes Schätzen, die für viele Evaschwestern das irdische Paradies bedeuten. 9. Sihuvg Hroßy. «Handelskammer Hießen für die Kreise Hießen, Alsfeld und Lautervach vom 1. August 1900. I (Pcotokollauszug.) Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Dürbeck, | Grünewald, Kommerzienrat Heichelheim, Jhring, Moll, I Nowack, Rinn, Schwall und Wallach, sowie der Sekretär, I Dr. Kehrn. Entschuldigt fehlen die Herren: Scheel, Balser, Hoos, I Katz, Ramspeck, Schirmer, Steinecke und Kommerzienrat I Wortmann. 1. Geschäftsbericht: Der Kammer ist der Ent- I wurf einer vom Bundesrat auf Grund des Reichsgesetzes I zur Bekämpfung des untautern Wettbewerbs zu erlassenden I Verordnung über den Kleinhandel mit Stearin-, Pa- I rassin- und Kornpositions - K e r z e n zur Begutachtung zugegangen. Der Entwurf bestimmt, daß Kerzen der genannt I ten Art im Einzelverkehr nur in bestimmten Einheiten des I Gewichts und unter Angabe der Gewichtsmenge auf der I Außenseite der Packungen gewerbsmäßig feilgehalten wer- I den dürfen. Auf Grund der eingegangenen Steuerungen von Interessenten stimmte die Kammer der beabsichtigten I Regelung bei. — Die Kammer hat im Verein mit der I hiesigen Großherzogl. Universitätsbibliothek gegenüber dem Kaiserl. Patentamt den Wunsch geäußert, daß in Ergänzung | der bisher in den Räumen der hiesigen Uuiversitätsbiblio- I thek ausliegenden Patentschriften noch eine Reihe I anderer (nämlich diejenigen der Klassen 4, 21, 30, 42, I 45, 51, 57, 68 und 34i) überwiesen werden möchten. Das I Kaiserl. Patentamt hat diesem Wunsche entsprochen, sodaß die neuen Klassen vom 1. Oktober d. I. ab Interessenten zur Verfügung stehen werden. 2. Den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete eine erneute Beratung des Entwurfs eines neuen Hande l s k am m e r g e s e tz e s. Zu demselben lag ein eingehendes Reserat des Sekretärs vor, das neben einer Reihe weniger wichtiger Abänderungs- und Ergänzimgsvorschläge in mehreren wesentlichen Punkten eine Umgestaltung des Entwurfs befürwortete. Die Kammer pflichtete den Ausführungen des Referats bei und beschloß im Sinne desselben an das Großh. Ministerium des Innern zu berichten. | 3. Der Handelsverein Lauterbach hat die Kammer um einen jährlichen Beitrag zu der dort ins Leben gerufenen kaufmännischen Fortbildungsschule ersucht; ebenso hat Alsfeld den Wunsch nach einem solchen Beitrag ausgesprochen. Die Kammer beschloß, die bisher ausschließlich für die Hefige kaufmännische Fortbildungsschule verwendeten Mittel künftig nach Maßgabe der Schülerzahl der genannten Schulen auf letztere zu verteilen. 4. Der deutsche Handelstag richtete an die deutschen Handelskammern ein Rundschreiben, in welchem er dieselben um Begutachtung des Plans der Errichtung einer Auskiiuftsstelle für den auswärtigen Handel in Deutschland (Reichshandelsstelle) ersucht. Die Auskunstsstelle soll in erster Linie dem Ausfuhr-, jedoch zum kleineren Teile auch dem Einfuhrhandel dienen. Als Gegenstand der Thätigkeit der genannten Institution sind vor allem die Vermittelung der Kenntnis des für den Export- und Jmporthandel in Betracht kommenden ausländischen Rechts (Gesetze, Verordnungen u. f. f. betr. Zollwesen, Handlungsreisende, Steuern, Patent-, Muster- und Zeichenrecht, Handelsrecht und nicht durch Handelsrecht ersetztes bürgerliches Recht u. s. f.), der besten Beförderungswege, der Berech- nungsweise der Frachten, der Länder und Orte, Personen und Firmen für Bezug und Absatz der verschiedenen Waren n s w ins Auge gefaßt. Die Kammer beschloß, der An- aeleaenheit näher zu treten und zunächst; eine Anzahl' Fragebogen an die Hauptinteressenten ihres Bezirks auszugeben. 5 Es wird zur Kenntnis der Kammer gebracht, daß die Eingaben derselben an den Reichstag betr. die gemischten' Getreide-Privat-Transitläger sowie betr Errichtung deutscher .Handelskammern im Ausland infolge des Schlusses des Reichstags nicht zur Beratung und Beschluß- faf ung gelangen konnten, ferner daß der Bundesrat der Stuhl da? , „ r . *EinLöweineinem Eisenbahnwagen. Em I furchtbares Abenteuer, dem Mr. Ryall, ein bekannter Po- lizeünspektor, auf einer Reise in Ost-Afrika zum Opfer I fiel, wird jetzt von einem Mitreisenden in der „Eastafriccm I und Uganda Mail" erzählt. Der Zug war von Mombasa nach Krma gekommen. Hier hörte Mr. Ryall, daß em Lowe sich in einer Entfernung von 200 Yards befinde. Er loste feinen Korridor-Wagen los, begab sich zu einer anderen Abteilung des Zuges, in der sich Heubner, Parenti und der Erzähler dieses Abenteuers befanden, um nut diesen das Tier zu suchen. Die drei Männer schlossen sich Ryall an, aber die Jagd hatte keinen Erfolg. Da ihm aber wiederum der Stationsvorsteher sagte, daß zwei Löwen in jeder Nacht nahe der Station ein vernehmliches Brüllen ertönen ließen, entschlossen sie sich, in dem abgelösten Wagen, der auf em Nebengeleise ausrangiert wurde, auf Wache zu bleiben. Um Mitternacht legte sich Parenti auf den Boden, um zu schlafen, Heubner hatte ein Bett darüber, und Ryall saß auf feinem Platz und hielt zuerst ®atfie. Um 1 Uhr 30 Mm. erwachte Parenti plötzlich und fand einen Löwen auf ihm knieen. Er sah die Vorderiatzen des Tieres auf Ryalls Körper und hörte Ryall einen Schrei ausstoßen. Er versuchte, zu feiner Flinte zu kommen, aber es ging nicht; bann gelang es ihm, durch das Fenster zu kriechen. Er lief, um den Stationsvorsteher zu holen; als fte zuruck- kamen, fanden sie Heubner in der Küche un hm ter en Teil des Wagens. Sie riefen: „Ryall! Ryall!", aber es kam keine Antwort. Darauf holte der Stationsvorsteher ferne Leute und kehrte mit Feuerbränden zu dem Wagen zurück. Sie fanden diesen mit Blut getränkt, aber leer. Ryall war nirgends zu sehen. Der Tag kam herauf und nun entdeckten sie noch mehr Blutspuren und Spuren von den Tatzen eines Löwen und eines Jungen. Ryall ist nicht ge- I |unb™*i!b^rimmtr Gatte. Aus Rio de Janeiro wird unter dem 3. Juli berichtet: „Die Stadt steht unter bem Eindruck eines tragischen Ereignisses das wegen der Personen, die dabei beteiligt waren, bas größte Aufsehen erregt. Der Abgeordnete Jreneo Machado, einer der jüngsten und tüchtigsten Parlamentarier, der den ersten Wahlkreis von Rio" de Janeiro vertritt, hatte barbreit Jahren die achtzehnjährige Eleonora Carvalho, des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten geheiratet. I Bald nach der Hochzeit knüpfte Machado jedoch em -^er- I hältnis mit einem anderen Weibe an; seine eifersüchtige I Gattin erklärte darauf, daß sie in das Elternhaus zuruck- I kehren würde. Inzwischen war Dr. Carvalho von seinem I Ministeramt zurückgetreten und hatte eine Reise nach I Europa unternommen; seine Tochter beschloß daher, den I endgiltigen Entschluß bis zu seiner Rückkehr zu verschieben. I Heute sollte er heimkehren. Gestern abend fragte Machado seine Frau, ob sie bei ihrem Beschlüsse bleibe, woraus fte I mit großer Entschiedenheit erklärte, daß sie nichts mehr I von ihm wissen wolle und zum Vater zurückkehren werde, j Nach dieser Erklärung zog Machado einen Revolver aus Zusammen: Erwachsene: im vom ° 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: Landwirtschaft. «Kietzen, 3. August. Nach einer Mitteilung des Herrschen Landwirtschaftsrates haben bis l^t Ehrenpreise für die Landesausstellung gestiftet: derProvmzialauvschuß die Kreisausschüfse von BenSheim, Darmstadt, Dieburg, Hep^ heim, Offenbach, Gießen, Alzey, Mainz, Oppenheim, Wonns^ Der landwirtschaftliche Bezirksverein Groß-Gerau. Die Städte Darmstadt, Bensheim, Groß-Umstadt, Heppenheim, Offenbach, Pfungstadt, Gießen, Alzey, Gernsheim. Die Spar- und Leihkaffen Groß-Gerau, Bmgen, Oppenheim, ferner der Oberhessische Bi-nenzuchtverem die GeflUgel- zuchtvereine Dietesheim und Langenbrombach, bte Obst- und Garten- bauvereine für die Bergstraße (Bensheim) und Arherlgen, der Obst, und Gartenbauverein für den Kreis Groß-Gerau, der Obstbauverem Steinbuch, die Aachen-Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft und Overamtmann Ho ff mann-Hof-Güll. . . Nachträgliche Anmeldungen von Erzeugnissen zur landwirtschaftlichen Landesausstellung können nur noch bis zum 7. August berücksichtigt werden. Babenhausen, 1. August. Die von den Hagelversicherungsgesellschaften eingeleiteten und zum Teil abgeschloffenen Ermttttungen des schweren Hagelschlags vom 15. Juli ergaben, daß stellenweise vier Fünftel der ganzen Ernte vernichtet wurden. Die auszuzahlenden Versicherungssummen sind deshalb sehr groß. Leider ist eme gr p Menge von Landwirten nicht gegen Hagelschlag versichert. — jeb Jahre werden unsere Landwirte auf die Gefahren, welche *9re^ und ihrem Vermögen durch den Hagel drohen, aufmerksam gemacht; auch in diesem Jahre ist dies wiederholt von uns geschehen. Wann wirv endlich dle Zeit kommen, wo alle unsere Bauern in dem Bewutzyem, sich gegen etwa entstehenden Schaden durch Versicherung geschützt z haben, jedem Unwetter nttt dem Gefühl beruhigter Sicherheit entgegensehen können? Gegen die Insektenplage des Viehes ist folgendes Mittel seht wirksam: Mau reibe die Tiere mir ! Theerwasser ab; auf ein Teil Gastheer — nicht Holz- theer — gieße man zwei Teile Wasser, stelle das Gesäß an einen sonnigen Platz und decke es gut zu. Nach zwei Wochen hat das Wasser einen starken Theergeruch angenommen, und die Tiere werden mittelst eines Lappens jeden zweiten oder dritten Morgen damit eingeschmieit. Wöchentliche Uebersicht derTodesfälle4nGietzen) 30. Woche vom 22. Juli bis 28. Juü 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24800, inkl. ^00 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 29,350/00, nach Abzug der Ortsfremden 20,9. /«. XiN o er Wie kann der Kranke sich rasch erholen nnd kräftigen? 1 (1) i ID — — 1 — 1 - ------ 2 2 — — 3 (1) 3 (1) — — 1 1 —— -— 1 1 — — 1 CD 1 (1) — —— 1 1 — -— 1 — 1 — r _ 1 — (i) — — 1 (l) ml Erin üme Bme Krabdeudmaler i. Msauseste in Mar«ir. S,e-ii, «r-Ait n.Sent- »Nl ln streng reeller, künstl-Aus- fugrung beikoul.PreiSnotierung PYRAMIDEN 1W- )te, »* gjlobe ZmetÜ- iS A 18«** lin off' °my rin M «Ä und ff1 Inventur - Ausverkauf, Friedr. TeipeL Marktplatz 16 8555 Leipzig, am 14. Februar 1900. 4604 Aettestes HeschLst btt Aranche am Platze. [4421 Wetzsteinstraße 44. 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D., Militär-Aerzte, Militär- Apotheker und sonstige Militärbeamten, sowie auch die bet Gesellschaften und Instituten dauernd thätigen Privat-Beamtcn. ~ _ ,, .. m Die Drucksachen des Vereins geben näheren Ausschluß über ferne "orzuge und werden auf Anfordern kostenfrei zugesandt von der Direktion deS Prentzische« Beamteu-Bereius in Hannover. Geien Zahlungen von nur 3 Mark Fahrräder prima neue, deutsche, unter Garantie. Job. Fr. Schaaf, renommiertestes Fahrradgeschäft in Gießen, 25000 Betten Beweis, wie beliebt m. Betten sind. Gr.Ober-,Unterbett u. Kissen I21 o, Praohtv. Hotelbetten I71 g.BotheHerr- 8chaftsbetten22>ä-* Bettfed. 45^., 86^ 1,10. Halbd. 1,86 u. 2,36, feinste 3,60. Herr). Schlafdecken 3,66. RotheWolls. Steppd.6,76 Bettbezugn. K. 4JI- Betttücher 1,76. Prima 2.75. Bettfedern-Musteru. Preisliste gratis. Nichtpass, zahle Betrag retour. A. Kirschberg, Leipzig. 36. KPlk Blücherstrasse 12. ßtfh Original Singer Mähmaschinen. «gl. Bayr. 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