"Wtn ; ogeti ^erprobt und 'Sutachtet pÄÄWte Eningen ber « mb Drogerien. '*=• Berlin 80.16 ”9ratit Mb ftenco. «Hilkm kuhtütig. thschlag lslfegisHäst, Hess, Giess; liefert Ibahnen eerz n-u-MdM EE Wb E itatotW* jrtlne. » W* phon" mtfS» Ä* U btW . uten! m6ra«b, MW cht — kauf- und miet»* eichen, Drehacbr iastenklpper;Ra Lagermetalle 9'Puddingpulver Backpulver Fruchtgrüt» Vanillinveir liW****8*- Ä^Mover. lM ünM Mr. 284 Erstes Blatt. Dienstnq den 4 Dezember 150. Jahrgang LVQO ießener Anzeiger Keneral-Anzeiger frf4r. Betreff erwachsenen Ueberwachungsbogen, bezw. Ihnen obliegenden Berichterstattung, im Falle in Ihrer «Smernde solche Kinder nicht verpflegt worden find, bis zum ! 5. Januar 1901 entgegen. v. Bechtold. Gießen, den 1. Dezember 1900. Seit.: Zurückstellung unabkömmlicher Beamten, hier von Lehrern und Schulverwaltern im Falle einer Mobilmachung. Die Aoßh. Kreis-Schulcommission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Sie wollen die Lehrer oder Schulverwalter einklasfiger <• schulen, welche militärpflichtig find, darauf aufmerksam 1 Mchem, daß Gesuche um Zurückstellung im Falle einer Mo t-HlmHung innerhalb 8 Tagen bei uns einzureichen find. Später einlausende Gesuche können nicht berücksichtigt t wiben. Hn den Gesuchen ist anzugeben: 1. Ztvilstellung, 2. Bor- und Zunamen, 3. Militärcharge und Truppengattung, 4. Genaue Angabe des Truppenteils, Regiment, Kompagnie 2C., bei welchem der Eintritt erfolgt ist, und Datum des letzteren, 5. Bezirk des Landwehrbataillons. Bei Lehrern oder Schulverwalteru, welche bereits früher blriuns reklamiert haben, bedarf es der Angabe 1—5 nridjl, <3 genügt hier eiosache Meldung. Abwesende Lehrer oder Schulverwalter, die als allein- stiihinde Lehrer zur Reklamation berechtigt find, wollen Sie joftftt benachrichtigen. v. Bechtold. Gießen, den 3. Dezember 1900. Melk.: Ermittelung der landwirtschaftlichen Bodenbenutzung im Deutschen Reich, Das Großherzogliche Kreisamt Gießen ei» die Großh. Bürgermeistereien des KreiseS. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Einsendung des FjommlarS 2 b noch tm Rückstände sind, werden an deren Tdliv'gung bis zum 15. Dezember d. I. bei Meldung der Z^.pdung eines Wartboten erinnert. v. Bechtold. Bekanntmachung. BLelreffend: Antrag der Großh. Bürgermeisterei Gießen S-M Absatz 1 deS Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 1899 außer Wirksamkeit zu setzen. Nachdem die Stadtverordneten.Versammlung zu Gießen Mi btr Sitzung vom 27. September d. Js. beschlossen hat, dnß dms Armenamt und die Bezirksvorsteher, sowie die SÄrlve^rtreter der Letzteren ermächtigt sind, ihnen vorgelegte »liebte für mittellose Personen auf die Armenkasse anzu- itM'-ik sodaß die Rezepte in jeder Apotheke auSgeferttgt w'trdkn können, hat Großh. Ministerium des Innern, dem Aüßrag e der Bürgermeisterei Gießen entsprechend, die Armen- pMge Lieser Stadt als eine geordnete im Sinne des Ar- tikM L, Absatz 2 deS Gesetzes, betreffend die Haftverbind- lidifliit der Gemeinden in Bezug auf unbezahlte Arznei- re.ch-unigen, vom 12. Juni 1899 anerkannt, und die Be- sti:«g des Artikels 1 Absatz 1 dieses Gesetzes für den B«W der Stadt Gießen, vom Januar k.IS. an, außer Düllsiavlkeit gesetzt. DSie Apotheker in Gießen find demnach von diesem 3e*ntt an zur Abgabe von Arzneien ohne sofortige Be- zaMngg an Personen, welche in dem Stadtbezirk Gießen »«MNmi, Expedition und Druckerei: AchmtHraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätler für hessische Volkskunde. -------- . "-.-7T--L Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. ———————...... ii nwapza/n; ihren Wohnort haben, nur noch unter der Voraussetzung des § 63 der Medizinalordnung vom 25. Juli 1861 (wenn entweder die Armut des Empfängers bescheinigt, oder das Rezept von dem Arzte mit dem Beisatze „eilt“, „arm- versehen ist) verpflichtet, während ihre Verpflichtung zur Abgabe von Arzneien an die Bewohner der umliegenden Ortschaften nach Maßgabe deS Gesetzes weiterbefteht. Gießen, den 30 November 1900. Großherzvgliches Kreisamt Gießen. ____________________________v. Becktold._____________________________ Politische Wochenschau. Im ganzen hat die Chinadebatte des Deutschen Reichstages vier Tage in Anspruch genommen; sie schloß mit der Verweisung der Vorlage an die Budgetkommission. Der neue Reichskanzler hat während dieser Erörterung sich als ein geschickter, schneidiger Debatter gezeigt, der die Situation gut auszunutzen versteht, auch auf die Gefahr hin, daß bei näherem Zusehen der Eindruck etwas verblassen muß. Auf den Augenblickserfolg kommt es eben bei Staatsreden oft genug an. Im Ernste hat die Berufung des Grafen Bülow bei der Besprechung der Nichteinberufung des Reichstages auf die „Freis. Ztg." keine Bedeutung; sie erfolgte mehr als vier und einen halben Monat nach jenem Zeitpunkte, wo, wie Graf Bülow sagte, gegen seinen Wunsch die Nichteinberufung des Reichstages vorgezogen wurde. Damals war man, wohlgemerkt, beschäftigt, nur ein Seebataillon nach China zu schicken. Erst später häuften sich die Rüstungen, und da wurde denn auch die Einberufung des Reichstages immer dringlicher. Was anfangs Juli noch nicht dringlich erschien, war es schon sehr zwei Monate später. Eine weitere Staatsaktion ging in Scene, als der sozialdemokratische Abg. Auer wegen der 12000 Mark der Industriellen für das Reichsamt des Innern (Agitation zu Gunsten des Zuchthausgesetzes) interpellierte. Graf Bülow gab das Verfahren preis, das im Reichsamt des Innern beliebt worden war, desgleichen auch den Fürsten Hohenlohe, indem er sagte, unter seiner Oberleitung würde ein solcher Mißgriff nicht passieren, gleichzeitig aber gab er dem Grafen Pojadowsky eine Ehrenerklärung im ausdrücklichen Gegensatz zu den gegen ihn gerichteten Angriffen. Die Verhandlungen über die Revision der Militärpensionsgesetze vermochten keinen starken Besuch herbeizuführen. Dieses Thema ist wiederholt im Reichstage zur Sprache gekommen; ihm gegenüber macht sich kein Parteiunterschied geltend. Die Regierung aber erklärt, dem einmütigen Wunsche des Hauses nach Aufbesserung der Militärinvaliden nicht nachkommen zu können, der Reichsinvalidenfonds sei bankerott. Aber da der Reichstag durchaus geneigt ist, anderweitige Mittel zu bewilligen, käme es nur aus eine entsprechende Vorlage an. Die Seemannsordnung, die gleichfalls schon früher das Haus beschäftigt hat, wurde an eine Kommission verwiesen. Die Erörterung drehte sich dabei hauptfächs- lich um die Sonntagsruhe bet Seeleute und um deren Koalitionsrecht. Sehr akademisch verlief die Beratung des von der Regierung eingebrachten Versicherungsgesetzes, das ebenfalls an eine Kommission verwiesen wurde. Inzwischen nimmt der Krieg in Südafrika lebhaftere Formen an; der südafrikanische Sommer beginnt und die Beweglichkeit der Buren nimmt zu. Von dem Glauben, die kriegerische Markt der Buren in den Nordosten des Transvaal zusammengedrängt und im übrigen den Oranjefreistaat uno den Transvaal in Besitz genommen zu haben, sind die Engländer gänzlich abgekommen. Von der sogenannten Hauptmacht der Buren unter Botha hört man wenig, weil die Engländer anderswo genug zu thun haben. In beiden Republiken giebt es heute keinen wichtigen Punkt, in dessen Nähe nicht Burenkommandos auftauchten und den Engländern zu schaffen machten. Nun soll Lord^litchener durch eine neue Organisation der englischen Truppen den Buren beikommen; die Engländer sollen durchweg beritten gemacht und mit je zwei Pferden versehen werden; weiter will Kitchener ganze Landstriche verheeren und entvölkern, damit die Kämpfer der Buren weder auf den Feldern, noch den Wiesen, noch in Bauernhäusern Lebensmittel finden können, mit einem Worte, weite Strecken sollen durch Sengen und Brennen in eine Wüste verwandelt werden. Schon seit Monaten hat Lord Roberts dieses Verfahren an manchen Stellen durchgeführt, so zwar, daß jetzt England selbst von Klagen aus englischem Munde über diese barbarische Kriegführung widerhallt, die glaubwürdigste Bekräftigung der Beschwerden der Buren, zu deren beredtem Dolmetsch soeben Präsident Krüger sich gemacht hat. Der große, unter dem Namen Nationale Reformvereinigung bekannte englische liberale Verein hat an die Parlamentarier seiner Farbe Resolutionen geschickt, worin der Ueberzeugung Ausdruck gegeben wird, daß die Fortsetzung des Krieges Südafrika den Ruin bringt und Großbritannien schwere Verluste an ko st baren Leben und Gut aurerlegt, und daß die neuerdings von den englischen Generalen angenommene Taktik, Farmen und Wohnhäuser niederzu-^ brennen, Frauen und Kinder obdachlos oder zu Gefangenen zu machen, barbarisch und unenglisch ist. Den angegebenen Zweck, nämlich die Männer zur Uebergabe zu zwingen, erreiche das doch nicht, es bringe England Schande und schaffe unvermeidlich eine Erbschaft des Hasses und der Rachsucht für zukünftige Generationen des englischen und des holländischen Volkes. Die vielgepriesene englische Humanität geht bei diesem Kriege in die Brüche, weil auch, die vielgepriesene Beschützung der Freiheit der Völker durch England zum Spott geworden ist. Allmählich fängt man das in England jetzt an einzusehen, wo die Kosten ins Unabsehbare wachsen und der Krieg selbst unabsehbar ist. Der greise Krüger befindet sich auf dem Wege nach Berlin. Er traf am Samstag in Köln ein, und dort ereignete sich ein ominöser Unfall. Bei seiner Ankunft auf dem Bahnhof in Köln st ü r z t e eine ganze Anzahl von Personen in das Souterrain. Viele wurden schwer verletzt. Dieser Unglücksfall wird den alten abergläubischen Herrn schwer getroffen haben, und die Hoffnungen, dieser auf seine Berliner Reise setzte, werden dadurch recht erheblich herabgestimmt sein. Ein Komitee ist aber in Berlin eifrig an der Arbeit, ihm den Berliner Aufenthalt wenigstens äußerlich so angenehm als möglich zu machen. Ein offizieller Empfang dürfte nicht stattfinden, und es ist sogar anzunehmen, daß Krüger nicht vom Kaiser, sondern vom Reichskanzler empfangen werden wird. Wenn die tapferen Buren sich jetzt auch noch sa wehren und wenn Transvaal bis jetzt auch noch nicht ganz verloren ist, so dürfte doch die Anwesenheit Krügers in Berlin wenig zur Rettung der südafrikanischen Republiken beitragen; eine solche kann und wird nur von innen heraus, d. h. von Südafrika her kommen. Es handelt sich für den Augenblick also lediglich um möglichst günstige! Friedensbedingungen und auch in dieser Hinsicht erscheint es fraglich, ob Präsident Krüger in Berlin mehr Erfolg haben wird, als in Paris, wo er auch von der Bevölkerung mit großem Enthusiasmus empfangen wurde und sogar eine Sympathie-Kundgebung des Parlaments erhielt, aber anscheinend nicht erlangen konnte, daß Frankreich die Initiative zu einem angemessenen Friedensschluß ergreife. Wenn Deutschland auch für günstige Friedensbedingungen eintreten würde, so geschähe das fraglos erst nach erhaltener Gewißheit darüber, daß ein Abweichen Deutschlands von der bisherigen Neutralität in England nicht ungünstig aufgefaßt werden würde. Wie die Dinge politisch in China liegen, weiß man heute so wenig, wie früher. Enolich glaubte die Welt, es sei mit den unwiderruflichen Forderungen, der decision irrevoeable, eine unverrückbare Grundlage für die Verhandlungen der Mächte mit der chinesischen Regierung geschaffen, von der nichts abbröckeln dürfe, und nun heißt es auf einmal wieder, daß die Vorbedingungen für den Abschluß des Friedens von den Gesandten endgiltig festgesetzt worden seien. Ob das aber die unwiderruflich letzten Bedingungen sind, weiß niemand. Es wird immer mehr von den Forderungen nachgelassen, ganz gewiß nicht zur Stärkung des Ansehens der Mächte. Wie lange hat es nicht geheißen, der Vollzug der Todesstrafe an den Rädelsführern, wie Tuan und Tungfuhsiang, sei unerläßlich, so man mit der Regierung Chinas überhaupt verhandeln wolle! Und jetzt wissen die deutschen Offiziösen zu melden, Deutschland kaprizier e sich keineswegs auf die Hinrichtung der Rädelsführer! Was wird schließlich überhaupt an Genugthuung noch übrig bleiben, wenn die „unerläßlichsten" Bedingungen so leicht preisgegeben werden? Politische Tagesschau. Der „Reichsanzeiger- veröffentlicht einen Erlaß des Kaisers an den preußischen Kultus Minister Studt vom 26. November, wonach der Kaiser einverstanden ist, daß die im Jahre 1892 eingeleitete Reform der höheren Schule» nach folgenden Gesichtsvunkten weiter geführt wird: I. Bezüglich der Berechtigungen ist auszugehen davon, daß das Gymnasium, Realgymnasium und die Oberrealschule in der Erziehung zur allgemeinen Geistesbildung als gleichwertig anzusehen sind und nur insofern eine Ergänzung erforderlich bleibt, als es für manche Studien und Berufszweige Vorkenntnisse bedarf, deren Vermittelung nicht oder doch nicht in demselben Umfange zu den Aufgaben einer jeden Anstalt gehört. Dementsprechend ist auf die Ausdehnung der Berechtigungen der realistischen Anstalten Bedacht zu nehmen. Damit ist zugleich der beste Weg gewiesen, das Ansehen und den Besuch dieser Anstalten zu fördern und so auf eine größere Verallgemeinerung des realistischen Wissens hinzuwirken. 3. Durch grundsätzliche Anerkennung der Gleichwertigkeit der drei höheren Lehranstalten wird die Möglichkeit geboten, die Eigenart einer jeden kräftiger zu betonen. Mit Rücksicht darauf will der Kaiser nichts dagegen erinnern, daß im Lehrplan der Gymnasien und Realgymnasien das Lateinische eine entsprechende Verstärkung erfährt. Be» sonderen Wert lege er darauf, daß bei der großen Bedeutung, welche die Kenntnis des Englischen gewonnen habe, diese Sprache auf den die ■ Gymnasien eingehender berücksichtigt wirb. Deshalb ist überall neben dem Griechischen englischer Ersatzunterricht bis zur Untersekunda zu gestatten, außerdem in den drei obersten Klaffen der Gymnasien, wo die örtlichen Verhältnisse dafür sprechen, das Englische an Stelle des Französischen unter Beibehaltung des letzteren als fakultativen Nnterrichtsgegenstandes obligatorisch zu machen- Auch erscheint es mir angezeigt, daß in den Lehrplan der Oberrealschulen, welcher nach der Stundenzahl noch Raum dazu bietet, die Erdkunde eine ausgiebigere Fürsorge findet. 3) In dem Unterrichtsbetrieb sind seit 1892 auf den verschiedenen Gebieten unverkennbare Fortschritte gemacht worden. Es muß aber noch mehr geschehen, namentlich werden die Direktoren eingedenk der Mahnung „ Mültum, non multa“ in verstärktem Maß darauf zu achten haben, daß nicht für alle Unterrichtsfächer gleich hohe Arbeitssorderungen gestellt, sondern die wichtigsten unter ihnen nach der Eigenart be' verschiedenen Anstalten in den Vordergrund gerückt ' und vertieft werden. Für den griechischen Unterricht ist entscheidendes Gewicht auf bte Beseitigung unnützer Formalien zu legen und vornehmlich im Auge zu behalten, daß neben der ästhetischen Auffassung auch die den Zusammenhang zwischen der antiken Welt und der modernen Kultur ausweisenden Betrachtungen zu ihrem Recht kommen. Bei den neueren Sprachen ist mit besonderem Nachdruck die Gewandtheit im Sprechen und sicheres Ver- üändnis der gangbaren Schriftsteller anzustreben. Im Geschichtsunterricht machen sich noch immer zwei Lücken fühlbar: die Vernachlässigung wichtiger Abschnitte der alten Geschichte und zu wenig ein gehende Behandlung der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts mit ujien erhebenden Erinnerungen und großen Errungenschaften für das Vaterland. Für die Erdkunde bleibt sowohl auf den Gymnasien wie auf den Realgymnasien zu wünschen, daß der Unterricht in die Hand von Fachlehrern gelegt wird. Im naturwissenschaftlichen Unterricht haben Anschauung und Experiment einen größeren Raum einzunehmen und häufigere Exkursionen den Unterricht zu beleben. Bei der ™ Chemie ist die angewandte technische Seite nicht zu ver- nachläsfigen. Für den Zeichenunterricht, wobei übrigens auch die Befähigung, das Angeschaute in rascher Skizze darzustellen, Berücksichtigung verdient, ist bei den Gymnasien dahin zu wirken, daß namentlich die Schüler, welche sich der Technik, den Naturwissenschaften, der Mathematik oder Medizin zu widmen gedenken, von dem fakultativen Zeichenunterricht fieißig Gebrauch machen. Außer den körperlichen Uebungen, welche in ausgiebigerer Weise zu betreiben sind, hat auch die Anordnung des Stundenplans mehr der Gesundheit Rechnung zu tragen, insbesondere durch eine angemessene Lage und wesentliche Verstärkung der bisher zu kurz bemessenen Pausen. 4) Da die Abschlußprüfung bei ihrer Einführung den gehegten 'Erwartungen nicht entsprochen und namentlich dem übermäßigen Andrang zum Umoersitätsstudium eher Vorschub geleistet als Einhalt gethan hat, so ,st d,ese baldigst zu beseitigen. , Einrichtung von Schulen nach den Altenaer und Frank- furter Lehrplänen hat sich für die Orte, wo sie besteht, nach den bisherigen Erfahrungen im ganzen bewährt. Durch Realschulen mit um- sastendem gemeinsamen Unterbau bietet sie zugleich einen nicht zu unterschätzenden sozialen Vorteil. Ich wünsche daher, daß der Versuch nicht nur m zweckentsprechender Weise fortgeführt, sondern auch, wo die Vor- auosetzungen zutreffen, auf breiterer Grundlage erprobt wird Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß die hiernach zu treffenden Maßnahmen, für | Durchführung ich auf die allzeit bewährte Pflichttreue, das Verständnis und die volle Hingebung der Lehrerschaft rechne, unseren höheren Schulen zum Segen gereichen und an ihrem Teile dazu beitragen werden, die Gegensätze zwischen den Vertretern der humanistischen und realistischen Dichtung zu mildern und emem versöhnenden Ausgleich entgegenzuführen im Dir.-Bezirk Mainz die normalspurige NebenbahnM Guntersblum—Rhein dürkh eim mit den Haltestelle Gimbsheim, Eich, Hamm und Ibersheim für den Personell'. Gepäck- und Güterverkehr, sowie für die Abfertigung von Leichen und lebenden Tieren eröffnet worden. ** Eine Feldpaketpost nach China geht wieder von Hm bürg am 12. Dezember mit dem Reichspostdampfer „Sachsen" der Hamburg-Amerikanischen Paketfahrt-Aktiengesellschaft- Sie befördert jetzt auch Geldbriefe bis zum Betrage von 1500 Mk. und bis zum Gewicht von 250 Gramm. Die Geldbriefe bis zu 150 Mark und 50 Gramm find portofrei. Bei höherem Gewicht beträgt das Porto bis zum W betrage von 150 Mk. 20 Pf., bis 300 Mk. 30 Pf-, M 1500 Mk. 40 Pf. Die Wertbriefe gelangen erst an W Marine-Postbureau in Berlin, welche die Kafienschlüsse^ die ostasiatischen Truppenteile und Schiffsbesatzungka & fertigt. Die gewöhnlichen Pakete sammelt das PosM 5 in Bremen. Schlußzeit für Berlin ist Montag, 10. Du zember. Die „Sachsen- trifft in Schanghai am 26.Januar ein. Wann die Pakete und Wertbriefe auf dem Kriegs' schauplatze ankommen, hängt von den mehr zufälligen Verbindungen zwischen Schanghai und Taku ab. N. Lang Gons, 2. Dezember. Wirt und Balltechnik K. I. Wenzel legte das Amt als 1. Hauptmann bet Freiwilligen Feuerwehr nieder. Neuwahl wird am 12. Dezember stattfinden. — Als Gemeinderechnungsgehülse uvo Steuererheber wurde Konr. Karl Brücke! verpflichtet. x Lang-GönS, 3. Dezember. Die Hauskollekte M die Anstalt Niederramstadt und Bethel betrug 107 M. 68 Ps Kastel, 2. Dezember. Der sozialdemokratische Verein hier kaufte um 45000 Mk. ein Haus an der Ecke der großen und kleinen Kirchstraße, um dann eine Wirtschaft und Konsumanstalt zu eröffnen- Der Kauf gilt nur als vollzogen, wenn die Wirtschaft konzesfion erteilt wird. , . Frankfurt a. M., 30. November. Ein fünfjährige Kind, das in der elterlichen Wohnung auf der Bergerstrap allein gelassen war, stürzte, als es sich am Fensters schaffen machte, heraus und blieb auf der Stelle tot. Einer jungen Dame wurde auf der Straße von etll Menschen das Handtäschchen entrissen. • fier Sturz des z,W-r vleMh ff fff vis-r, W*1 tlM/ «Mi «if in X; A», ja," ■'# Mn, die die Wel ■in tW b*t 8«# W 8*8 6*V übet Uw* W « in W .Je «mN ittfbem er mir öH unvefl Mheben, „welche prächti, Smtung!" „Der Deu pxorfeti!« Der Prinz v ^ustizrat Dr. Sello teilt mit, daß anonyme Briefe eingegangen seien, die Dr. Werthauer beschuldigen, die Pfeffer beeinflußt zu haben. Zeuge Arndt bekundet, daß die Briefe von ihm seien. Was Frau v. Gräfe anlange, so habe ihm eines Tages Frl. Platho mitgeteilt, daß sie sich hinter eine Frau v. Gräfe gesteckt habe, die im Hause des Oberstaatsanwalts Jsenbicl verkehre. So viel stehe fest, daß Frau v. Gräfe in diesem Sommer in Kissingen gewesen sei, wo auch Herr Jsenbiel geweilt habe. Auch in Hamburg sei Frau' v. Gräfe gewesen; was sie dort gewollt habe, wisse er nicht. Die Verteidigung beantragt nunmehr, daß Arndt den Namen seines einflußreichen Mittelmannes nennt. Der Staatsanwalt schließt sich diesem Anträge an. Der Gerichtshof beschließt, daß Arndt den Namen zu nennen habe. Arndt nennt den Namen: Es ist der Bankier Fritz Behrens in Berlin, Kurfürsteudamm Nr. 11, Vorsitzender der Freiwilligen Sanitätskolonne. Rechtsanwalt Tr. Werthauer erklärt sämtliche Bekundungen Arndts als Verleumdung. Dr. W. schilderte dann die Unterredung, die er mit Frl. Platho gehabt hat, und in welcher über ein Gnadengesuch gesprochen worden ist, das Arndt ihm vorgeschlagen habe. Von einem Gnadengesuch habe er aber nichts wissen wollen weil die Revision unzweifelhaft habe durchgehen müssend Was Frl. Pfeffer anlange, so weise er die Verdächtigung sie beeinflußt zu haben, entschieden zurück. Die Pfeffer sei nur zu ihm gekommen, um ihn zu bitten, daß sie doch nicht als Zeugin auftreten müsse. -ras Gespräch, das Dr. Werthauer mit Arndt gehabt, hat I „ , Mlu Siebert, die Schwägerin der Vorzeugin, be- I (tätigt dies. Dr. Möhring habe ihr gesagt, Sternberg sei I unschuldig, die Bankiers seien neidisch auf ihn, und die I Ploizei habe die ganze Halbwelt aufgeboten, um Stern- I berg zu ruinieren. Wenn sie eine gute Nachricht bringe, I bekomme sie ein paar hundert Mark. Sie habe dann einstweilen 20 Mark von Dr. Möhring erhalten. Zur I Familie Huth sei sie aber uicht gegangen, weil ihre An- I gehörigen davon abgeraten hätten. I . Es tritt dann eine Pause ein. Nach Wiederaufnahme I der Sitzung wird der Kaufmann Hugo Arudt (der X. I der „Staatgb. Ztg.") vernommen. Er bekundet, daß er I bm Fräulein Plathen kenne. Die Dame führe das Geschäft ihres verstorbenen Vaters, der Bankier gewesen sei, I weiter. Er selbst betreibe Terraingeschäfte und komme I / dieser Eigenschaft öfter in das Bureau des Frl. Platho. I ort sei über den Prozeß Sternberg gesprochen worden. I ' rL Platho habe dabei stets betont, daß sie felsenfest von Sternbergs Unschuld überzeugt sei. Nach dem ersten Urteil habe sie den Zeugen gefragt, ob er nicht für eine I fvrgen könne. Daraufhin sei er mit Frl. I Platho zu Luppa gegangen und dieser habe darüber mit I Sternberg gesprochen. Letzterer sei mit einem Gnaden- I ge,uch einverstanden gewesen. Die weiteren Verhand- I lungen sollten durch Rechtsanwalt Dr. Werthauer geführt I werden. Zeuge betont weiter, daß er Frl. Platho auch I gefragt habe, woher ihr großes Interesse für Sternberg komme; fie habe erwidert, sie sei Sternberg zu großem Danke verpflichtet, denn er habe ihrer Familie viele Wohl- > traten erwiesen. Als er, Zeuge, dann wegen des Gnaden- I Fluchs zu Dr. Werthauer gegangen sei und im Vorzimmer I ^pto^tet habe, seien dort noch z/ivei Frauen gewesen, die plötzlich, als Frl. Pfeffer eintrat, aufgesprungen mit den Worten: Ach, da ijt ja die Pfeffer! Die Frauen hätten dann sehr lebhaft auf die Pfeffer eingesprochen. Frl. Kesser sei sehr erregt gewesen. Zeuge sei daun zu Dr. ! ^erthauer hiuemgerufeu worden, der ihn nach seinem Vertrauensmann gefragt habe. Er habe dessen Namen verweigert. Alsdann sei über das Gnadengesuch gesprochen I worden. Dr. Werthauer habe betont, die Revisionssache I bleibe die Hauptsache. Alsdann- habe er ihm ausdrückliche I nahegelegt, daß der „hohe Her r" dahin bearbeitet I werden )ollte, die O b e r st a a t s a n w ä l t e W a ch l e r und I nbiel für die Revisionsfrage zu iuter-I essteren, und daß auch Dr. Romen versetzt werde. I Suif diesen Auftrag habe sich Zeuge, der von Werthauer I durchaus nicht schürf angefahren oder gar aus dem I Zimmer gewiesen worden sei, nicht eingelassen. Rechts- I an walt Dr. Werthauer habe ein Gnadengesuch abgefaßt, I das dem „hohen Beamten" überreicht worden sei. Arndt I lagt weiter aus, daß er für seine Aktion 50 000 Mark I yabe erhalten sollen. Das Gnadengesuch sei aber liegen I geblieben, weil Dr. Werthauer keinen Wert darauf gelegt I habe. Auf die Frage des Justizrats Dr. Sello, wie diese I Angaben zur Kenntnis der „Staatsb. Ztg." gekommen I seien, erwidert Zeuge, er habe sich geärgert," daß die I Verteidiger im Prozeß Sternberg häufig Beamte ver- I dachtigteu. Namentlich habe er fid)i über Rechtsanwalt I ^r. Werthauer gewundert, der doch selbst indirekt I Beamte zu bestechen versucht habe. Zeuge erzählt bann, er sei erst mit seinem Material I öum „Vorwärts" gegangen; da sei ihm gesagt worden, I er möge das Material dem Landgerichtsdirektor Müller I überreichen. Hierauf sei er zur „Staatsb. Ztg." gegangen. I Der Schlußpassus des Artikels, der durchblicken läßt, daß der Erfolg der Aktion die Aufhebung des ersten Urteils I nnd die Versetzung des Staatsanwalts Dr. Romen gewesen I sei nicht von ihm und beruhe auch nicht auf seinen I Informationen. Erba Prozetz Sterrnberg. Berlin, 1. Dezember. Der heutigen Sitzung wohnt der von seiner Krankheit genesene ^ustizrat Dr. Sello wieder als Verteidiger bei. ~er Vorsitzende macht bekannt, daß zwei aufgefundene Rechnungsbucher der Margarethe Fischer überreicht wor- slnd. ^.Dieselben weisen recht erhebliche Einnahmen aus z. D. 654 Mk. in einem Monat. Die Ausgabenbücher sind nicht vorhanden. Unter den einzelnen Beträgen, die von dort verkehrenden Herren bezahlt worden sind, befinden sich solche von 100 Mark, 60 Mark, 50 Mark :c. Zeuge Berg m a u n von der Goldwarenfirma Bel- wwnte ergänzt seine früheren Aussagen noch durch einige Punkte, die darauf schließen lassen sollen, daß der Zeuge Hofmeier doch mehrfach recht viel Geld gezeigt habe. Sogar ihm selbst habe Hofmeier zur Etablierung eines Geschäftes Geld in Aussicht gestellt. Ferner habe Hofmeier eine Frau Stab« jur Frau Blümke geschickt, um sich eine Jacke machen zu lassen. Ein Herr Wohl habe im Auftrage Hofmeiers wiederholt bei Dr. Werthauer Beträge vou 50 Mark holen lassen. ’ Zeuge H ofmeier erklärt, diese Aussagen seien durch- E Thatsache, daß er Frau Kahn zu Frau Blumte geschickt habe. 3 Beuge Bergmann bleibt bei seinen Bekundungen. Zeugm Nannte Fiebig hat seinerzeit bet Frau Äruger gewohnt, aber Sternberg nie gesehen. Die Callis habe ihr niemals eine Sternberg betreffende Mitteilung gemacht. ° . d bntspinnt sich hierauf ein kurzer Diskurs zwischen dem Rechtsanwalt Heinemann und dem Staatsanwalt ?°eit erfterer beantragt, die Zeugin Fiebig, die hprp«bsw ?Cr Hausmann gewohnt hat, zu fragen, ob in öeren Wohnung nicht fortgesetzt grobe Unsittlichkeiten vor- npfrfiThTf11 rtelen c >?br Staatsanwalt meint, daß solches a ^st. Wozu solle man denn noch mehr Antrags Mrück^^" Rechtsanwalt Heinemann zieht seinen , ^e^m.nnn bekundet, daß sie ihrer Vertchrene \ ^abe- mit bcr Zeugin Schnörwange zu fie^»t^abe f,C Mr ungünstigen Eindruck auf bera^Hd^in Qhpr^;UH V V nud Freundschaft für Stern- bes92trafänfrnn.?l?.d,e 5?ur"acon !ür ein Zurücknehmen Er ergäb t haft ^ ,Cmu6t un? 51VQr jedes Entgelt. äs'» berg Siibba nnö er seien der Ansicht gewesen daß wenn es sich um einen Strafantrag wegen Deflorieruna band?? cs nicht unstatthaft fei, die Eltern zur fst, Ückna°hm7des Strafantrages zu bewegen. )Tnc oed I Stierftäbter beftreitet, baß er zur Abgabe des Strafantrages gedrängt habe. J oed Bei der Frage ob noch ein zur Callis-Sack-e genannter Beuge geladen werden solle, erklärt der S t a a t s a n w a l t daß der Fall Callis ausscheide, weil das Mädchen über 14 Jahre alt gewesen sei. Auf den Zeugen wird ver- I I Dienstag Fortsetzung der Verhandlung. Aus Stadt und Kand^ T tt m Sieben, 3. Dezember I L- Von der Universität. Herr Dr. Rober I Eiefmann au« Hamburg hat vom Senat der verdat bte venia legendi für das Fach der Nations I okonomie und Statistik erhalten. I ** Eine häßliche Schlägerei entstand, wie wir nachts ltch erfahren, am letzten Mittwoch zwischen jungen 2 J 1" Wirtschaft. Ein junger Herr, der sich wenig 1 I ständig dabei benommen und die Prügelei veranlaßt I ^abei recht schlecht abgeschnitten haben uufr ,Dr I Anzeige gebracht worden fein. *’ Freisinniger Verein. Einem in letzter tz-v,. Versammlung gefaßten Beschlüsse zufolge soll an Z I ersten Dienstag im Monat ein Zusammenkommen dnU. glieder stattfinden, um in zwangloser Weise politische W fragen zu besprechen und zugleich der Geselligkeit zu Dre erste Zusammenkunft wird am Dienstag Abend jz Cafe Ebel abgehalten werden. Hierzu sind, wie man w I mitteilt, Gäste willkommen. •• „Hasfia" und „Feldpost". Wir teilten in unfm- "tzten Sonntagsnummer mit, daß die KriegerkamcradM I "Hufsia" die Absicht haben soll, die bei Scherl in Bulii gedruckte „Feldpost" zum Verbandsorgan zu machen tw burch. wie wtr aussührten, die gesamte hessische TageSprch. erheblich geschäd.gt würde. Wir führten gleichzeitiq m Kennzeichnung Scherls ein paar feiner, nun, sagen im Sonderbarkeiten an, denen wir heute eine neue hinzustze mochten. In Berlin erzählte man sich im Sommer öJ. daß Herr Scherl die „Feldpost", deren Herausgeber,M Wrlhelm-Dank, Verein der Soldatenfreunde", ist, und di: in Wahrheit nichts anderes als eine verkleinerte und aut | verschlechterte Ausgabe des Scherl'schen „Berl. Lokaianz." mit starkem patriotischem Aufguß ist, für tiefen herein angeblich unentgeltlich drucke, um zu itgtnb einem schönen Titel wie kgl. preuß. KommissioaLr^ M Geh. Kommissionsrat, oder zu einem Knopfloch^muä, etwa vom Range des kgl. preuß. Kronenordens 4. 8lH, zu gelangen. Aber diese stolzen Hoffnungen des ehrgeizigr: Herrn, der, während er mit einem Auge nach Höherer schielt, sein anderes Auge immer auf neue Spekulation richtet, haben sich nicht erfüllt, und wir glauben nicht, das heute noch, nach dem Scheitern seines schönsten Leben-- traumes, Herr Scherl ebenso scheinbar generös wii früher den „Feldpost"-Diuck besorgt. Wir vermuten, das er seine Blicke jetzt auf unser Land gerichtet hat in dei stillen süßen Hoffnung, in Darmstadt bad zu erreichen, worum er in Berlin vergeblich sich bemühte. Gern gönnte wir jebem bas Seine, aber wir setzen uns zur Wehr, wenn eS sich um die Aufrechterhaltung unserer berechtigten teressen handelt. Der Kriegerkamerabschaft „Hassia", tin diese kleinen schwankhaften Intimitäten aus der Welt M den Konlissen des „Felbpoff'-Druckers sicher geH M bekannt waren, wirb nun, bos bezweifeln wir feinen NCIV blick, diesem Zeitungs-Fabrikanten die rechte Av/M ans sein Anerbieten nicht schuldig bleiben. ** Neue Eisenbahnen. Am 24. November 1900 ift zichtet. Hierauf wird die Callis wiederum vorgerufen und nach Ermahnung zur Wahrheit aufgeforbert, alles auszusagen, was sie über den Maler aussagen könne. Sie müsse den Namen wissen, da sie einen Rohrpostbrief mit der Adresse des Malers zur Post besorgt habe. Die Callis erwidert, daß sie die Adresse nicht mehr wisse. Es wird ihr weiter vorgehalten, daß nach ihrer eigenen Aussage die Fischer, sobald auf die Modellannoncen sich Mädchen gemeldet hatten, einen Brief geschrieben habe und der Herr dann gekommen sei. Die Callis antwortet, es sei ihr gesagt worden, der Betreffende sei ein reicher Herr aus Frankfurt a. O. Die nächste Zeugin ist die Verlobte des Rechtsanwalts Dr. Möhring, Frl. Katharine Lieb er t. Sie stellt in Abrede, daß sie von Dr. Möhring beeinflußt loorben sei. Einmal habe Dr. Möhring zu einer armen Verwandten von ihr gesagt, sie könne sich 20 Mark verdienen, wenn fie Frau Huth aufsuchen und sich nach der Woyda erkundigen würde. Oeffmtlü ™' ^ls Nächst, teils: in bin W **S?yeKS tirfoetq Doni^' Nur f***»S,*' ’m Uttb n, 1V;®e x Me 5t | X? tu G SS*. w>,, tz h Nur XlU m' au t Nur XV £ 8ranj 413/ Rub»?11' G-, • 9r. 7?8 8' w LStz- ,|rwr- &ibwi9 x111' G< il 4 nur wenige Minuten gedauert und das Beanabim.v J gejuch zum Gegenstand gehabt. Er habe klipp uÄ* gefagt, daß em Begnadigungsgesuch ganz überflüssw »j,. daß es hirnverbrannt wäre, anzunehmen, bau r\n welche Beamte auf die Richter in Leipzig ^2? konnten. Arndt habe dann den Bankier Sehren^ r" feinen Hintermann genannt. Ein Begnadiguqsaesuä, i abgefaßt worden, aber er, Werthauer, habe an bemüi^ nicht mitgewirkt. M bettel toi biifa wißen taürl Pllth dahier über die nl') Sbortwgen abgeschloss< laßbein unter den seiihei chuien wollte, mußten die mt-oe mit Genehmigung bei fe i Tornenabfuhr auf di iZWan Rebe dahin über! - «heben hat, sind wir fl »• für eine Tonne t*' h n n e. „ Enlleming Dir hMeigEmi vrnttriivng zu machen, me Sieben, den 30. ®roßet Vermischtes 7825 70 Pfg. 7773 Lager in 7674 und Flur II erjo:gl. 7829 Flur XXVI Mühe. Zeit und Geld svart jede ßcuSfrau, welcke die Nr. 355 und 718» J. M. Schulhof, Kolonialwaaren, Marktstraße. Mein reich assortiertes Lager in J. Kaan Jan 1881 X. Gemarkung Watzeuboru-Stetuberg. Markt bringt. E. Dort, Wallthorstraße 45. MAGGI (i- m pfe hin Hilf n Backzuthaten jeder Art nur prima, wie bekannt, -aut», 2. Dezember. Die Stadtverordneten genehmigten bit ßnleihe von 100000 Mk. bei der Versicherungsanstalt HersrnNasiau zur Erbauung von Arbeit er wohn- Hܰ»skrn. G Emil Fischbach. * Ansbach, 2. Dezember. Ueber eine Revolver- affaire im Gymnasium berichtet die „Fränk. Ztg.": In dcr vierten Klasse des Gymnasiums sollte sich der vierzehnjährige. Schüler Georg Güllich, ein verwaister Sohn des Amtsrichters Güllich in München, zur Strafe von der Bank Herausstellen. Als er der Aufforderung des Gymnasiallehrers Dr. Fritz nicht nachkam, ging dieser auf ihn zu und faßte ihn an der Schulter, um den Widerspenstigen herauszubringen. Der Schüler zog einen Revolver und feuerte auf den Lehrer, dem es aber gelang, den Arm des Schülers noch im letzten Augenblick seitwärts zu stoßen. Die Kugel verfehlte ihr Ziel, bohrte sich neben einem Fenster ziemlich tief in die Mauer, prallte zurück und siel zu Boden, ohne daß jemand verletzt worden wäre. Nun wurde dem Knaben der Revolver entriffen. Derselbe wurde zunächst im Gymnasium in Gewahrsam genommen. Man setzte feine in Nürnberg wohnhaften Berwandten von dem Vorfall telegraphisch in Kenntnis. * Das Unglück bei San Francisco (über das bereits kurz berichtet wurde. D. Red.) fand bei einem Fußball-Wettkampf der Stanford Universität und der Berkeley Universität statt. Dem „Expreß" zufolge befand sich dicht beim Felde das neu errichtete Gebäude einer Glasfabrik, dessen flaches Dach leicht zugänglich war. Auf diesem nahmen trotz der Proteste des Eigentümers bunkerte von Zuschauern Ausstellung, die das Spiel ohne Eintrittsgeld sehen wollten. Das Dach war nicht stark gestützt und der Eigentümer, welcher ein Unglück befürchtete, telephonierte zur Polizei, daß sie die Zuschauer wegbringe. Die Oefen Großherzogliche Bürgermeisterei Birklar. Müller. wesentliche Aufforderung. Anßprüche an die unten mit Flur und Nummer bezeichneten, den öeMMÜen Besitzern in den Grundbüchern zugeschriebenen Liegenschaften, die M 'veräußert, teils überschrieben werden sollen, find so gewiß binnen vier Wochen, .'omaifc)tyetnen in den Blättern gerechnet, dahier vorzubringen und zu be- grürÄVm, als sonst die vorliegenden Verträge bestätigt, die Beschränkungen -«slö^ch umd die Einträge in die Mutationsverzeichnisse verfügt werden: I. Gemarkung Allendorf a. d. Lumda. ^abtnlorn, Ludwig II., und Ehefrau, geb. Böckmg, zu Allendorf a. d. Lumda: Klar V Nr. 59, Flur XVI Nr. 13! und Flur XXXI Nr. 6. Reinü eig, David, und Verlobte, Hannchen Joseph, daselbst: Flur II Nr. 417, im I Nr. 153, Flur III Nr. 607 und Flur XXVI Nr. 237. XI. Gemarkung Wieseck. Pavs. h, Katharina, Ehefrau des Jakob Kreilmg zu Wieseck: y >n XVI Nr. 321. Berßen, den 30. November 1900. Großherzogliches Amtsgericht. in der Fabrik waren zum ersten Male in Thätigkeit. Sie waren mit Oel geheizt und hatten die höchste Temperatur. Das flüssige Glas war in den Behältern, als plötzlich der mittlere Teil des Daches zu sammenstürzte. Die aus Eisenblech bestehenden Seitenteile senkten sich und die Mehrzahl der Zuschauer stürzte in das Innere. Ja dem Augenblicke kam die Polizei an. Eine Anzahl Männer und Knaben wurden in dem flüssigen Glase und den Deien zu Tode verbrannt, während andere durch den Fall getötet wurden. Manche Männer hielten sich an den zerbrochenen Balken fest, mußten aber nacheinander niederfallen. Mehrere Personen erhielten furchtbare Brandwunden, entkamen aber lebend. Der Fall dcr Menschenmasse war von solcher Wucht, daß ein schwerer eiserner Träger über den Retorten brach, die starken eisernen Säulen sich bogen und dadurch die Ecke eines Ofens einen Sprung erhielt, woraus das brennende Oel hervorkam, dessen Flamme sich über die Opfer ergoß. Man versuchte mutig zu retten, man nahm lange eiserne Stangen, um damit die auf dem Ofen röstenden Opfer wegzuholen. Ein Heizer brachte mit einer Stange acht Leute von einer erhitzten Retorte herunter. Verschiedene Personen, die zu retten versuchten, wurden infolge der Schreie der Sterbenden und durch den Geruch des brennenden Fleisches ohnmächtig. Mehr als 100 Männer und Knaben fielen durch das Dach 45 Fuß tief. Von diesen Personen wurden 15 getötet und 82 verletzt. Mehrere der Verletzten werden sterben. Die Hauseigentümer werden ersucht, rechtzeitig dem Unternehmer üMui.g zu machen, wenn eine Abfuhr der Tonnen erforderlich ist. ö Maggi zuaa Würzsn, Gemüse- und Kraftsappen 'S Bouillon-Kapseln, 5c Gluten-Kakao, verwendet. Sletts friscke Auswahl bei AI eßen, den 30. November 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. lc nun sich im (gpy.. oft“, deren Herauf. Soldatenfreunde-, i? als eine verkleinern. Scherl'schen „8erl. lusguß ist, für bi drucke, um zu ir ireuß. SommisfivL- zu einem KvoM preuß. SwW 4 des ehr iit M W N { Sehet Höret Staunet über die automatischen Kunstwerke der Firma W Wir teilten i, lt' M bit «riegerkm ■ soll, die bei Scherl: ierbandsorgan zu k 'le gesamte hessisches Wir führten gleij, paar seiner, nun, lvir heute eine neue b Bekanntmachung, betreffend: Tonneuabfuhr. Dec bisher zwischen der Stadt Gießen und dem Herrn Monom 2airl Puih dahier über die Abfuhr und Entleerung der Tonnen, Kübel unki! Lbortwagen abgeschlossene Vertrag läuft mit dem heutigen Tage ab. Raatzdem unter den seitherigen Bedingungen Niemand die Abfuhr übernehmen wollte, mußten die Gebühren entsprechend erhöht werden und es winfcemii Genehmigung der Stadtverordneten Versammlung vom 29. l.Mts. die Tonnenabfuhr aus die Dauer eines Jahres dem Herrn Ökonom Chnßsiilin Nebe dahier übertragen. Die Gebühren, welche der Unternehmer zu rt|ebw hat, find wie folgt festgesetzt wordrn: Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde sowie der Mark Birklar für das Jahr 1901/1902 liegt vom 4. Dezember d. I. auf dem hiesigen Bürgermeisterei Büreau zur Einsicht dec Interessenten 8 Tage lang offen. Virklar, den 1. Dezember 1900. Cap Maysi von allen Rauchern anerkannt beste und bekömmlichste 6 Pfg. Cigarre. Gleichzeitig empfehle ich mein reichhaltiges echten Schwerer Stickereien fthuk Appret) halte ich in Stücken von 4.20 Meter zu außerordentlich billigen Preisen bestens empfohlen. 50 Pfg. Entleerung eines liegenden Behälters . 1,80 Mk. Prima Kognak, Epezialmarke, garantiert, franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literflasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen feines vorzügl. Geschmackes. Ferner gellen meine französischen Kognaks unt. Original- Verschluß alS die besten, welche der a. für eine Tonne von 120 Lcker Inhalt b' w 2! " 40 „ __ „ c. „ Sltberübmtc Stemhuecr Tiichzeuge. Hand, tücher, Halbleiurn :cv dicect au« der Fabrik t>. G. Lchuster. Steinhude, in jed. 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" * heU trottete, bemerkte eine große Photographie der Königin etti entstand h,- ^''Mia auf einem in die Augen fallenden Platz. „Gott llitltooti iinii* ilsiM sie!" sagte Kaiser Wilhelm ernst, aber ganz natürlich, inner '7cn W edelste Herrscherin, die England je hervorgebracht hat!" id die Pri^s- W sagte der Prinz von Wales zärtlich, „und die Qboplffih’«16erQ^ Mutter, die die Welt je gesehen hat!" Nun folgte n, habe, eini etwas drolliger Zwischenfall. Ich hatte eben eine Auf- $ne . naw des Kaisers gemacht, als wohl infolge meiner Er- schlusi? !Rr Ic^ter oder Unruhe sich mein Fuß in dem Stativ verfing, ein Put oUfoIge fast, so Laß der ganze Apparat umstürzte. „Hollah," rief der ?^0Dlntec herzlich lachend, „endlich derSturzdesDeutschen ^oiiserrs!" „Ja wirklich," sagte der Prinz von Wales, iiiblem er mir ganz unbefangen dabei half, die Kamera aup zuftMti, „welche prächtige Ueberschrift für eine englische Zv:Ag!" „Der Deutsche Kaiser zu Boden gern 1» rftn .'"Der Prinz von Wal es zu feiner Rettung!" Cigarren, tiignrrtten und Tabak sowie große Auswahl in Weihnachts-Cigarren in 25 50 und 100 Stück-Packungen v. 1.25 2.50 2.80 Mk. ab n. hoher. Wichard Auchacker Cigarreugeschäft Neueu-Bäue 11, gegenüber d. Weideng. Das General-Depot für Konserven von E. Moitrier in Metz befindet sich b?i: (I ß Klpinhpnn Delikatessen-, Fisch und Gcflügelhandluug, Bahnhofstraße 59. Telephon 66. 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Kompagnie Infanterie-Regiments Ka.fer Wilbelm Nr. 116, welcher flüchtig ist, ist die Nntersuchungshaft wegen Verdachts der Fahnenflucht verhängt. Es wird ersucht, ihn zu verhaften und an die nächste MUitärbehörde zum Weitertransport hierher abzuliefern. Gießen, den 1. Dezember 1900.| von Dewitz, Oberst und Regiments-Kommandeur. Beschreibung: Alter: 20 Jahre. Größe: 1 m 64,5 cm. Statur: gesetzt. Haare: schwarz. Rase: gewöhnlich. Mund: gewöhnlich. Bart: schw. Schnurrbart. Sprache: deutsch. Besondere Kennzeichen: Tätowierung. Stern auf linker Hrnd, Armband um Handgelenk, längs des Armes Schlange und eine Frauensperson auf Fußsp tze stehend. 7823 Kleidung: Civil, Unisormsunterhose. Dekanntmachung. Johannes Schmidt von Münster und dessen Verlobte Katharina Schmidt von Altenhain Haden durch Vertrag von heut^ für ihre Ehe die Errungenschastsgemeinschaft des § 1519 ff. des B. G. B. vereinbart. Eintrag im Güterrechtsregsster ist 7568 Tuchhaublung, grgrünhet 1827. 17 Wallthschch!' 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Mgg- und die Entschä! 1 Vorbehalten, die übrig ' ™Wnä(jtisttn übetm 1 «fate Non ifi bea 1 °on aQtn unteren Mn, Ml unteqeidwn unb bi WWn es gch 5ie •ÜLSffl11 für f»w .^»digteit neuen Meinui ^dtkn Frankreichs und ^«forderlich gehalten wirt „ 1 äderen Mächte fick f Ä*W neue. /i aiftivp1 fl b »Ä' 11 !S1* *'S. uj ul,e5‘«a'®ält“ (l \J |6n AnzdgkN 21m1 Grosse Auswahl in Steh- und Hängelampe1 • Praktische Arbeitslampe®* Salon- und Speisezimmer-Kron6 für Petroleum und Gas. Salon- und Ständerlampen. Lampenschirme in Seide und Papier, jeder Preisiag • Grosse Auswahl in . Wandbildern. Wandtellern, Diaphanien» Aparte Neuheiten in Säulen, Ständern und Etag^r [ Hochelegante Pendules und Candela Wtihiiaclits- empfehle ich grösste Auswahl Neuheiten in Luxuswaren und Gebrauchs-Artikeln. Kanarienvogel, gute Schläger, |ur vV kaufen. Steinftraße 61, pai Pnfftnb für Wrihunchtegks^ Harzer Kanarienvögel, vorzügl.Sc zu verkaufen. 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