Rk. 259 Zweites Blatt. Sonntag den 4. November 150. Jahrgang ZVOG Gießener Anzeiger General-Anzeiger Lczugsprels viertcljährl. 2>(f. 2.20 monatlich 75 Plg. mit Brinqcrloßn; durch die Abkolksicllen vicrleljiihrl. NN. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 viertel'.ährl. mit Bestellgeld. grf<6dul iLgkich eit LuSnadme deS Montag«. Die Gießener Aamitleuvtätler werden dem Anzeiger im Wechsel mit ^Heff. Landwirt" u. „Blätter für h«ff. Volkskunde" »ächll. 4 mal beigelegt. Alle Anzeigen-Dermittlungsstellen deS In« und AuSlaade» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen, Zeilenpreis: lokal 12 Pfg,, auswärts 20 Pfg. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den fallenden Tag erscheinenden Nummer bis »arm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Amts- uitb Anzeigeblertt fiw den TLveis Grefzen. Rebeftien, Expedition und Druckerei: ^chnkfiraße Nr. 7. GratisKeüagen: Girßener Familien blätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hietzen« Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Heil. Gießen, 3. November 1900. Betr.. Unterrichtszeit in der Fortbildungsschule. Die Grotzh. Kreisschulkommisfion Gießen au die Schulvorstände des Kreises. Um den in Gießen arbeitenden Fortbildungsschillern einiger Nachbargemeinden Gelegenheit zu geben, ihrer Schulpflicht in Gießen möglichst leicht genügen zu können, ist in der städtischen Knabenschule Mittwochs und Samstags von 4—6 Uhr Unterricht für dieselben vorgesehen. Anmeldungen stndeu Mittwoch den 7. November um 4 Uhr in der städtischen Knabenschule statt. Sie wollen die Interessenten hiervon in Kenntnis setzen. v. Bechtold. Bekanntmachung. In der Zeit vom 27. Oktober bis 3. November l. I sind in hiesiger Stadt a) gefunden worden: 1 Trauring, 2 Kinderschürzen und 1 Laterne. b) zugeflogen: 1 Kanarienvogel. c) verloren worden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Damengürtel, 1 Anhängsel und 1 seidene Kaputze. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Rechte alsbald hier geltend zu machen. Gießen, den 3. November 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, Hechler. Preußische Hypotheken-Aktien-Bank und Deutsche Grnndschuld-Bank. Gießen, 3. November 1900. Wir gehen heute eingehend auf den Status der beiden Banken ein, soweit er sich durch die Veröffentlichungen der Direktorien, resp. der Revisions-Kommission pro 30. September übersehen läßt. Wie sich der Stand noch im Oktober verschoben hat, muß man späteren Erklärungen überlassen. ES muß bemerkt werde«, daß die Verwaltungen auf verschiedene Angriffe von Zeitungen überhaupt nicht antworteten, bis sie jetzt durch den Gang der Affaire gezwungen wurden. Bester wäre es für die Institute selbst, wie auch für alle Interessenten gewesen, wenn Direktion wie auch AufsichtSrat auf die öffentlichen Aufdeckungen mehr Gewicht gelegt hätten und sofort offen und ehrlich vorgegangen wären mit energischen Schritten, um allen Mißständen sofort abzuhelfen. Wenn dies auch nicht hätte umgehend geschehen können, so wäre doch der gute Wille zu loben gewesen und das Vertrauen hätte vielleicht eher wieder zurückkehren können. So aber haben die Verwaltungsorgane es leider vorgezogen, erst nach und nach Bruchstücke zu veröffentlichen, woraus man sich nur das Bild großer Verworrenheit machen konnte. Wir geben nachstehend die erste Kundgebung der Delegierten des Kuratoriums, die beauftragt waren, zu untersuchen, was eigentlich an den Vorwürfen sei, die man den Instituten machte: _ „ _ . t Kundgebung. . TOI« in der Kundgebung dec Aussichtsorgane vom 25LA iu®^ru?!0un6 der Pfandbriefbesitzer auf die nach den veröffentlichten Bescheinigungen der Treuhänder unter ihrem Mtt- »erschluß liegenden Hypoth.ken-Bestände hingcwiesen, gleichzeitig aber auch eine Prüfung de4 zur Unterlage der ausgegedenen Pfandbriefe dienenden Materials zugesagt worden ist, hat zu mißverständlichen Auffassungen gefühlt. Wir geben daher in erster Linke hierdurch die Erklärung ab: Daß die Prüfung der Pfandbrief Unterlagen lediglich im Interesse der Vollständigkeit der Revision und detz hierüber an die außerordentliche Generalversammlung zu erstattenden Berichts und nicht etwa deshalb beschlossen worden ist, weil die AufsicktS- organe Bedenken gegen die Qualität der zur Pfandbrt-fdeckung bienenben Hypotheken hatten. Wir sind vielmehr überzeugt, daß die In Frage kommenden Hypotheken ausnahmslos den statutarischen und gesetzlichen AusleihungSöedingungen entsprechen und nicht blos formell, sonoern auch materiell zur Deckung der Pfandbriefe anSreichen. _ _ „ , , Aus den anliegenden beiden Status der Hypothekenbanken er« siebt sich, daß auch das Aktienkapital als intakt anzusehen ist, talls die Forderungen an die Debitoren als vollwertig zu betrachten find. . . . Wegen der Bonität der Aktien-Gesellschaft für Grundbesitz- und Hypotheken-Verkehr verweisen wir auf die -ms gelieferte ZusammmsteUung der Werte, deren Prüfung wir bis zur Generalversammlung durchzuführen suchen werden. Die Forderung der Preußischen Hypotheken - Aktien -lBank an die Aktten- ^esellschoft für Grundbesitz- und Hypotheken-Verkehr belief sich nach Wer Bilanz für 1899 auf etwas über 9 Millionen Mmk. Die Erhöhung der Forderung resultiert nach der Versicherung der Direktion daraus, daß die Aktien Gesellschaft für G-undbesitz und Hypotheken- Vttk.hr zum Zwecke der Neuerwerbung von Terrains ihre Betriebsmittel vermehrte. Da4 Kuratorium hat hiervon erst jetzt Kenntnis erhalten. Bezüglich des vielbesprochenen Geschäftes mit der Treber- Trocknuntzs-Gesellschaft werden wir eine genaue Darlegung in der Generalversammlung geben. Soviel bis jetzt au? der Korrespondenz ermittelt, liegt ein reines Kaufgeschäft über Grundschuld Bank-Aktien zum Kurswerte von 2025000 Mk. vor. Die Grundschuld-Bank hat diese im Austrage der Eigentümerin der Aktien, der Aktien-Gesellschaft für Grundbesitz- und Hypotheken-Verkehr, an sechs Groß-Industrielle, die der Trcber-T>ocknungs Gesellschaft nahestehen, v rkaust. Auf den Kaufpreis ist 1 Million bar gezahlt, für den R?st Sicherheit (durch formellen Kauf von Petersburger Desttllations Aktien mit Rückkausiverpfltchtunp) gewährt. Berlin, den 28 Oktober 1900. Die Delegierten des Kuratoriums der Preußischen Hypotheken-Aktien- Bank und des Aufsichtsrats der Deutschen Grundschuld-Bank. Bankier W. Konitzky, Zelter, Rechtsanwalt, in Firma Gg. E. Mecke u. Co., Bremen. Wir bemerken hierzu, daß sämtliche Direktoren und Aufsichtsräte, die durchweg sehr reiche Leute, zum Teil sogar vielfache Millionäre sind, für die durch die gesetzwidrige Geschäftsführung entstandenen Verluste haftbar gemacht werden können, und eS find, wie wir hören, bereits dahingehende Bestrebungen im Gange. Wie leichtsinnig oder wenn man will: wie leichtgläubig die Aufsichtsräte die Revisionen handhabten, geht daraus hervor, daß sie erst jetzt davon erfahren haben wollen, in welcher enormer Höhe die Direktoren sich bei der Aktiengesellschaft für Grundbesitz engagiert haben. Diese Gesellschaft veröffentlicht leider nichts als nachfolgende kleine Aufstellung: 1. Buchwert von 12 TerrainS (die größten und wertvollsten: Torney b. Stettin Danzigerstraße in Be Iln) Mk. 11305034.63 taxirter Verkaufswert derselben . . . Mk. 45427 541.— 2. Ratergut Kletn-Kölzig Buchwert............ 1572 779.— 3. Buchwert von 5 Terrains in Berlin Mk 14 150 272 97 taxirter Verkaufswtrt derselben .... 19105070 — Sa. Mk. 66 105 390.— Bisherige Belastung der Position 1. Mk. 17 925 300.- „ „ 2. „ 850 000- „ „ 3. „ 11 160 400.— Sa. Mk. 29 935 700,- Urber schuß Mk. 36169 690.— Auf Veranlassung deS Kuratoriums der Preußischen Hypotheken-Aktien-Bank find für letztere neuerdings hypothekarisch ein- * getragen............. Mk. 20000000.— verbleibender Ueberschutz Mk. 16 169 690.— Wenn dem wirklich so wäre, dann könnten die Aktionäre der Preußischen Hypotheken-Aktien-Bank beruhigter der Zukunft entgegensetzen, selbst im Falle, daß es Jahre bedürfte, um diese gewaltigen Terrains zu verlieren. Gestern — Freitag — sind die Aktien der Banken weiter gebeffert. Preußische Hypotheken-Aktien-Bank 60 Proz, Deutsche Grundschuldbank 40 , Die Obligationen haben ihren Stand behaupten können. Nach unseren Wahrnehmungen hat man in den meisten Kreisen die Ansicht, daß ein Verkauf von Pfandbriefen jetzt nicht ratsam erscheint, da nach der Veröffentlichung der staatlich bestellten Treuhänder die Hypotheken vorhanden find. * In den heutigen Kursen der Pfandbriefe ist schon ausgedrückt, daß man einen Ausfall an Hypotheken erwarten darf, wie er jedenfalls nicht eintreten wird. Preußische Hypothekeu-Aktieu-Bauk. Aus Grund der Bücher und Register der Preußischen Hypotheken- Aktien-Bank bescheinigen wir hierdurch, daß am Samstag, den 20. Oktober er., dem Tage, an welchem der Kurs der Pfandbriefe der Bank um 10 Proz. gefallen ist, Pfandbriefe zum Betrage von Mk. 362 772 100,— im Umlauf waren, und daß diesen Pfandbriefen an Deckung Hypotheken zum Betrage von Mk. 365 682 688,18 (und zwar nach Abzug eines Amortisationsbetrages von Mk. 443 039,59) gegen- überstanden. Diese Hypotheken befinden sich, wie das Hypothekenbankgesetz dies vorschreibt, unter unserem Mitverschluß. Berlin, den 22. Oktober 1900. Die Treuhänder. _ _ . Krech, Zentzytzki, Geheimer Seehandlungsrat. Justizrat. Der Krieg in China. Bis zum 17. Oktober lag der Schwerpunkt unserer ost asiatischen Flotte vollständig in Taku; sämtliche Admirale befanden sich dort, sowie vier Linienschiffe, zwei große Kreuzer, zwei kleine Kreuzer, ein Kanonenboot und ein Torpedobootszerftörer, während in dem nicht weit entfernten Tsingtau noch zwei große Kreuzer stationiert waren. In und bei Shanghai waren damals nur drei kleine Kreuzer, zwei Kanonenboote und drei Torpedobootszerstörer. Seitdem hat eine lebhafte Kreuzfahrt fast sämtlicher Schiffe stattgefunden, sodaß zeitweilig die meisten von ihnen in See waren. Nunmehr scheint wieder eine Sammlung einzutreten, und zwar derart, daß die stärksten Schiffe sich vor Shanghai zusammenfinden. Bei T aku liegen jetzt nur noch die großen Kreuzer „Hertha" und „Hansa" mit Contre-Admiral Kirchhoff an Bord, inTschifu wird der kleine Kreuzer „Irene" erwartet sowie das Kanonenboot „Tiger", in Tsingtau befinden sich das Linienschiff „Weißenburg", der große Kreuzer „Kaiserin Augusta" mit Vizeadmiral Bendemanu an Bord, der kleine Kreuzer „Hela", das Kanonenboot „Jaguar" und die Torpedobootszerstörer „Haitsching", 890 und 892. In und bei Shanghai find die Linienschiffe „Kurfürst Friedrich Wilhelm", Flaggschiff des Contre- Admirals Geißler, „Brandenburg" und „Wörth" nebst den kleinen Kreuzern „Seeadler", „Geier" und „Schwalbe", während flußaufwärts in Han kau bad Kanonenboot „Iltis" liegt. In S wat au ist noch der kleine Kreuzer „Bussard" stationiert, in Hongkong bezw. Kanton der kleine Kreuzer „Gefion", das Kanonenboot „Luchs" und der Torpedobootszerstörer 891, Kommandant Oberleutnant Püllen von der ehemaligen Rhein-Torpedodivision. Das Flottenflaggschiff „Fürst Bismarck", Kommandant Graf Moltke, ist nach Nagasaki (Japan) abgegangen. Nach Mitteilungen des Armee-OberkommandoS aus Peking werden gegen Ende der ersten Novemberwoche die deutschen Truppen in Petschili folgendermaßen verteilt stehen. In Peking: 1. und 2. Seebataillon, 1. Infanterie-Brigade (ohne 1. Bataillon 2. Infanterieregiments), 2. Schwadron d— ftimmung finden, sind die lobenden Bemerkungen meist bedingt und lauherzig. Die meiste Billigung findet die Ernennung Brodricks. Haag, 2. November, lieber den Zeitpunkt der Vermählung der Königin, die bereits einem Morgenblatte zufolge für Ende Februar festgesetzt sein sollte, ist noch nichts beschlossen. Die enbgiltige Festsetzung des" Termins ist erst nach der Rückkehr der Königin aus Oldenburg zu erwarten. Paris, 2. November. Der zur Disposition gestellte Kommandeur der Artillerieschule in Fontainebleau, General Perpoyre, richtete an die Offiziere der Anstalt em Abschiedsschreiben, in dem er erklärt, daß seine Haltung stets korrekt gewesen sei und er seine Maßregelung daher für ungerechtfertigt halte. Madrid, 2. November. Heute wurde über ganz Spanien derBelagerungszu st andverhängt, um den Karlismus auszurotten. Alle Karlisten- klubs sind aufgehoben und die karlistischen Blätter unterdrückt. Die Truppen, die die katatonischen Banden verfolgen, sind verstärkt. Der Papst wird eine Encyclica publizieren, worin der Karlismus verurteilt wird. Madrid, 2. November. In dem heute früh stattgehabten Ministerrate wurde beschlossen, allen Provinz- Gouverneure telegraphisch mitzuteilen, daß die Königin em Dekret unterzeichnet habe, wonach die konstitutiv- nellen Garantien in ganz Spanien aufgehoben und die strengsten Maßnahmen zur Niederwerfung der karlistischen Bewegung angeordnet werden. Wien, 2. November. Kaiser Franz Josef reifte abends nach Goedoelloe ab. O l m ü tz, 2. November. Gesterii fand auf dem evangelischen Friedhof in Prerau die feierliche Einweihung des Kriegerdenkmals für die dort im Jahre 1866 gefallenen preußischen Krieger statt. Der Superintendent Haase hielt eine ergreifende Weiherede, worin er der heutigen überaus herzlichen Beziehungen zwischen Oesterreich und Deutschland gedachte. Der Feier wohnten bei der deutsche Militärattachee v. Bülow, der Generalmajor Schodler und eine Deputation der Offiziere des 10. Dragonerregiments. New-Pork, 2. November. Eine großartige deutsche Demonstration zeigte wieder, daß das deutsche Element der Wählerschaft auf Seiten M c Kinleys steht. Aus Stadt und Land. \ Gießen, 3. November. ** Herr Oberstleutnant Petze! hat als rangältester Träger der hessischen Abzeichen beim ostasiatischen Expeditionskorps dem Großherzog unmittelbar vor der am 2. August erfolgten Abfahrt des Dampfers „Rhein" aus Bremerhafen die allerunterthänigsten Abschiedsgrüße des Großh. hessischen Kontingents zu Füßen gelegt, worauf folgende telegraphische Rückantwort erfolgte, die uns von geschätzter Seite liebenswürdiger Weise im Original zur Verfügung gestellt wurde: Oeslau, 2. August, 12" mittags. Sagen Sie meine« Heffeu, daß mein Herz mit ihnen geht, und daß ich weiß, daß vor allen deutschen Fürsten ich am meisten das Recht habe, auf meine LandeSkiuder stolz zu sein. Gluck auch für die Zukunft! Ernst Ludwig. * * Kuustverein, Der Gemälde-Ausstellung ist gestern noch weiter eine Kollektion Pastelle und Aquarelle von H. Meyer-Zürich zugegangen, wodurch die Ausstellung nunmehr über 100 Gemälde umfaßt. * * Theaterverein. „Jephtas Tochter", die vorgestern hier aufgeführt wurde, ist von Herrn Alfred Halm für die deutsche Bühne bearbeitet, der Anfangs der 80er Jahre an der Gießener Bühne seine Rekrutenzeit gedient hat. * * LohuzahlungsbLcher. Die durch Abänderung der Gewerbe-Ordnung (Gesetz vom 30. Juni 1900) für minderjährige Arbeiter erforderlichen Lohnzahlungsbücher sind nunmehr von der Buch- und Formularienhandlung von Wilhelm Klee in einer größeren Auflage fertiggestellt und nach den gesetzlichen Bestimmungen eingerichtet. Näheres ist im Inseratenteil angezeigt. Darmstadt, 2. November. Nach einer Meldung der „Neuen Hess. Volksblätter" ist der Großherzog gestern abend nach Italien gereist. — Finauzminister Kitchler wird am 3. November, vormittags 11 Uhr, im Offenbacher Krematorium durch Feuer bestattet. Mainz, 2. November. Von der Zollbehörde wurden infolge des am 1. Oktober in Kraft getretenen Fleisch- sch äuge setz es ganz bedeutende Sendungen von Wurstwaren, die aus Italien und der Schweiz hier eingetroffen und für hiesige Geschäftsleute bestimmt waren, beschlagnahmt und vernichtet. Oppenheim, 2. November. Der neue Wein hat hier sein Opfer gefordert. Im Gasthaus zum „Rheinischen Hof" des Herrn Johann Schuppert gingen am Donnerstagabend der Kelterer und das Dienstmädchen in den mit neuem Wein belegten Keller, um einige Flaschen Most zu holen. Als beide Leute zu lange ausblieben, begab sich Frau Schuppert die Kellertreppe hinab, wo ihr das Dienstmädchen, betäubt von Stickluft, taumelnd entgegenwankte. Frau Sch. schaffte das Mädchen die Treppe hinauf und schlug Lärm, damit der bewußtlos an einem Faße lehnende Kelterer gerettet würde. Darauf begab sich Schuppert mit einem Herrn schnell in den Keller, wurde aber durch die Aufregung und eingeatmete Stickluft selbst in hilflosen Zustand versetzt, daß er in den Hof verbracht werden mußte. Es drangen alsdann zwei junge Leute in den Keller und holten den Kelterer heraus. Schuppert wurde nach seinem Zimmer verbracht, wo er bald an einem Schlaganfall starb. Die beiden Leute, die zuerst im Keller gewesen, kamen sofort in ärztliche Behandlung; der Mann erholte sich bald wieder, während das Mädchen erst nach längerer Zeit wieder vollständig zu sich kam. Aus dem Kreise Biedenkopf, 2. November. In diesen Tagen hat der Magistrat der Stadt Dillenburg und das Eiseubahnkomitee zu Oberscheld eine Denkschrift herausgegeben betreffend die Fortführung der Scheldethal. bahn nach Wallau mit Abzweigung nach Eisemroth. Nach dieser Denkschrift ist man schon seit Anfang 186l> bestrebt, eine direkte Verbindung des Dillthales mit dem oberen Lahnthal herzustellen. Die Denkschrift weist nach, daß der Ausführung des Projektes in technischer Beziehung keine besonderen Schwierigkeiten entgegenstehen. Die Strecke beginnt in der Nähe des Dorfes Oberscheld bei der Station Prinzkessel — bis dahin ist die Linie durch den Bergfiskus ausgebaut — und führt weiter durch das Thal der Tringensteiner Schelde. Am oberen Ende des Jrrscheldethales wird sie durch einen kurzen Tunnel in das eigentliche Scheldethal übergeleitet, geht das Thal entlang bis vor die Wasserscheide und erhält von da den größeren Tunnel. Jenseits der Wasserscheide führt sie an dea Orten Lixfeld, Frechenhausen, Gönnern, Eisenhausen, Omotzhausen, Wolzhausen, Breidenbach, Breidenstein vorbei und mündet bei Wallau in die Cölbe Laasphe-Bahn. Die Abzweigung der Strecke nach Eisemroth (Station der im Bau begriffenen Bahn von Weidenhausen nach Herborn) erfolgt am oberen Ende des Jrrscheldethales mittels Einschnittes und Tunnels und hat eine Länge von 2700 Meter. Die Strecke von Oberscheld-Wallau beträgt 28,5 Kilometer. Der Prozetz Masloff in Kouitz. Am siebenten Verhandlungstage eröffnet um zehn ein Viertel Uhr der Präsident die Sitzung. Der Staats- anwalt teilt mit, daß eine Reihe von Zeugen geladen sind, die in den Sachen Rosenthal und Meyer als Entlastungszeugen fungieren. Rechtsanwalt Vogel beantragt noch« die Ladung des Amtsrichters Rigalski-Kamin. Das Gericht beschließt dementsprechend und genehmigt auch die Ladung einiger anderer Zeugen. Der Präsident iveift darauf hin, daß das Gericht bereit ist, den Anträgen der Verteidigung in weitestem Umfange stattzugeben, er macht aber die Geschworenen darauf aufmerksam, daß die verschiedenen Anträge nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der vorliegenden Sache stehen, die sich nur auf Masloff und Genossen bezieht. Ueber den wiederholten Antrag des Verteidigers H u n r a t h, den Fleischermeister Hoffmann zu laden, entspinnt sich eine Debatte, bei der der O b e r sta a t s a n w a l t darauf aufmerksam macht, zu welchen unmöglichen Konsequenzen es führen würde, wenn man in einem Prozeß den Angeklagten zeugcneidlich über das Verbrechen vernehmen würde, das ihm zur Last gelegt wird. Diese Konsequenz würde sich aber ergeben, wenn man Hoffmann fragen würde, ob er Winter ermordet hat oder nicht. Das Gericht setzt die Beschlußfassung über diesen Antrag aus. Zuerst ^werden nunmehr die Zeugen aus dem Prozeß Jsraelski vernommen, die über die Fort- ichuffung des Kopfes und Armes bekunden sollen. Als erster erscheint der Botenmeifter Friedrich Fiedler, der leine Aussagen aus dem früheren Prozeß wiederholt. Verteidiger Vogel beantragt die Ladung des Bahnarbeiters Dühring. Schützenwirtin Weynerowski hat «uch einen verdächtigen Mann gesehen, der aber bereits vor 10 Uhr in der Nähe der Fundstelle des Kopfes gewesen ist. Bei der Konfrontierung mit Jsraelski hat sie diesen nicht erkannt. Es hat noch um diese Zeit stark geregnet. Förster Zentner hat auch in der zehnten Stunde in der Nähe der Fundstelle einen Mann mit einem Paket gesehen, der ihm ein Strolch« zu sein schien. Zwei Frauen, die hinter ihm gingen, etwa in einer Entfernung von 150 Schritten, ist dieser Mann nicht, mehr begegnet. Jsraelski hat er dabei nicht erkannt. Der Staatsanwalt macht darauf aufmerksam, daß dieser Mann nicht Jsraelski gewesen sein kann, da die Zeitangaben nicht stimmen, wie sie im Prozeß Jsraelski festgestellt worden sind. Gärtner Richert bestätigt die Aussagen des Zeugen Zentner. Es hat um halb zehn Uhr stark geregnet. Die einzige Aehnlichkeit zwischen dem von ihm gesehenen Strolch und Jsraelski bestand in der Größe. Er glaubt, daß dieser Strolch nicht so gute Kleider trug wie Jsraelski. Tinen Mann mit einem Ueberzieher, wie Jsraelski ihn trug, würde er nicht als Strolch bezeichnet haben. Gärtnersrau Marie Richert hat am Charfreitag vormittag den Strolch. nicht gesehen, den die Männer vorher beobachtet haben wollen. Nach, 12 Uhr haben sie am Schützenhause wieder einen Strolch gesehen, der aber keinerlei Aehnlichkeit mit Jsraelski hatte. Von den Vernehmungen des Amtsgerichtsrats Gorsky und des Dr. Müller wirb Abstand genommen. Zeuge Jsraelski wird aufgerufen. Er sieht viel besser aus als früher, geht sauber und reinlich gekleidet und macht gar nicht den schlechten Eindruck, wie man nach den früheren Schilderungen annehmen sollte. Auf An trag des Oberstaatsanwalts wird das Urteil gegen Jsraelski verlesen, durch das dieser freigesprochen wurde. Die Begründung der Freisprechung geht dahin, daß Jsraelskis mißgestimmtes Wesen in der kritischen Zeit teils durch häuslichen Aerger, teils durch die Hänseleien wegen des Mordes zu erklären ist. Das Zeugnis des Fiedler ist deswegen nicht entscheidend, weil der Kopf schon lange Zeit an der Fundstelle gelegen haben kann. Auch, steht durchaus nicht fest, was in dem Sacke, den Jsraelski trug, gewesen ist. Ferner hat Fiedler den Jsraelski nur eine ganz kurze Strecke weit gehen sehen und er weiß nickft, ob dieser in derselben Richtung weitergegangen ist. Tie von den Zeugen Weynerowski, Zentner und Richert gesehene Person kann aber keinesfalls Jsraelski gewesen sein. Floßmeister Steinke aus Prech^au, der nächste Zeuge, war im Oktober, um Fleisch zu holen, bei dem Fleischer Eisenstädt. Dabei sprachen beide von dem Gymnasiasten Winter. Eisenstädt meinte, Winter sei gut zum Schlachten. Zeuge sagte, dazu sei er zu schade, aber Eisenstädt meinte: I was, warum zu schade? Der Zeuge hat si ch"damals nichts bei jener Unterredung gedacht. Dann hat Steinke gesagt: Es ist doch zu wenig Fleisch dabei, aber Eisenstädt erklärte: Wenigstens giebt es Blut. Der Zeuge hat hierauf angeblich dem alten Winter gesagt: „Hat Ihr Sohn an dem Eisenstädt einen Feind?" Ter Zeuge Steinke erzählt weiter. An einem Tage hörte er auf der Bahnhofstraße in Könitz zwei Männer von Jsraelski sprechen. Einer von ihnen'sagte: Nu, es wird alles bezahlt. Das Gespräche fand Mitte Mai statt, und der andere Mann soll dabei gesagt haben: Die Sache ist verschlechtert. Klempnermeister Ziegler aus Prcchlau sagt aus, daß bei einem Gespräche der Floßmeister Steinke gesagt habe, es hätte ihm jemand gesagt, der Ernst Winter wäre gut zum Schlachten. Später hat Steinke die Sache noch ausführlicher erzählt. Fleischer- meistev'Joseph Ei s e n st ä d t hat mit dem Zeugen Steinke über den Bauunternehmer Winter gesprochen. Ganz entschieden bestreitet der Zeuge, die ihm in den Mund gelegten Redensarten gethan zu haben. Au.chi die Konfrontation beider Zeugen führt zu keinem anderen Ergebnis; beide bleiben bei ihren Erklärungen. Ein Dritter war bei dem Gespräche nicht zugegen. Mit der Erklärung Eisenstädts: Es ist eben traurig, daß bei diesem Gespräch kein icricherer mit dabei war, sonst würde Steinke so etwas nicht behaupten, schließt dieser Zwischenfall. Der Oberstaatsanwalt beantragt die Ladung einer Anzahl neuer Zeugen. Das Gleiche thut Rechtsanwalt Vogel. Zeuge August Dieckmann har einige Tage vor dem Morde auf seinem Hotelwagen fünf Juden in die Stadt gefahren. Diese stiegen bei dem Kaufmann Lewinsky ab. Deren Abreise hat der Zeuge nicht gesehen. Telegraphist Brennekamp hat acht Tage vor dem Morde ebenfalls fünf Juden gesehen, von denen ihm einer besonders auf- sällig erschien. Kaufmann Lewinsky weiß nur von einem Besuche von zwei Personen und nennt ihre Namen. Auf eine Frage des Oberlehrers Meyer sagt der Kutscher und der Hausdiener aus, daß sie nicht genau wissen tonnen, ob diese fünf Personen alle ?u Lewinsky oder Rosset gegangen sind. Kürschner Nossek weiß sich nur folgender Gelegenheit zu erinnern: Am Montag den 5. Februar vormittags kam sein Schwager zu ihm, am Mittag kamen dann noch ein Herr Czersk und zwei Herren aus Danzig xiefe drei Herren, Nossek und sein Schwager, im ganzen also fünf, fuhren vom Bahnhof aus nach seinem Hause, wo er mit Lewinsky zusammen wohnt. Auf das Gespräch mit Brennekamp besinnt er sich ganz genau. Der Verteidiger Vogel fragt, ob Eisenstädt bei Nossek gewesen i)L~ Derselbe sagt nein. Es stellt sich schließlich heraus, daß Eisenstädt bei seinem Schwager Lewinsky, der im gleichen Hause wohnt, zu Mittag gewesen ist. Bahnarbeiter Dühring hat Jsraelski an einem Tage an einer Stelle bei dem Friedhöfe früh morgens um fünf dreiviertel Uhr getroffen. Um diese Zeit 'ist schon lebhafter Verkehr. Es ist ihm aufgefallen, daß Jsraelski damals nicht gehinkt hat. Paul Brügge m a n n hat am Mittwoch vor Ostern abends um halb 11 Uhr Helene Levy mit einem Umschlagetuch und einem Paket die Danziger- straße so entlang gehen sehen. Auch Adolph Levy hat er gesehen. Helene Levy sei ihm ausgebogcn. Ter Oberstaatsanwalt bemerkt hierzu: Dabei kann ich nichts finden, denn wenn Sie nicht aus dem Wege gehen, mußte es doch das Mädchen thun, sie konnte doch nicht an Sie anrennen. Zeugin Margar. Winter beschreibt die Uhr- kette, die sie ihrem Bruder Ernst geschenkt hat. Gerichtssaal. Darmstadt, 2. November. Die Strafkammer verurteilte den Bürgermeister Massing -Griesheim, der als Ortsgerichtsvor- steher vier Kaufbriefunterschriften fälschlich als in seiner Gegenwart vollzogen beurkundet hat, zu einem Monat Gefängnis. Arbeitsüberbürdung kam ihm nach der „Mainz. Vztg." als mildemder Umstand zugute Berlin, 2. November. In der heutigen Verhandlung gegen den Bankier August Sternberg gab es wieder eine große Ueberraschung dahin,, daß die 13jährige Hauptbelastungszeugin Woyda alle Angaben, die sie in der früheren Verhandlung und bei allen Vernehmungen gemacht hatte, widerrief und erklärte, sie sei wohl mit Sternberg zusammen gewesen, aber er habe sich nicht gegen sie vergangen. Ihre früheren Angaben seien ihr durch den Schutzmann Stierstädter eingegeben worden. Ein gleiches Geständnis habe sie bereits ihrer Schwester abgelegt._________________________________________ Neueste Meldungen. Wien, 37 November Der Führer der Klerikalen, Baron Dipauli, erhielt vom Papste das Großkreuz des Sankt Gregor-Ordens. Diese Auszeichnung wird zur Folge haben , daß der ausgebrochene Streit im' klerikalen Lager beigelegt und Dipauli in Süd-Tyrol, wieder als Abgeordneter gewählt wird. Das Blatt „Tyroler Stimmen" veröffentlicht bereits einen Aufruf an die Wähler der 5. Kurie, Dipauli ihre Stimmen zu geben. Petersburg, 3. November. Die Ernte im Gouvernement Cherson und in den übrigen südlichen Provinzen ist so schlecht ausgefallen, daß eine Hungersnot für den Winter auszubrechen droht. Brüssel 3. November. König Leopold wird sich in den. nächsten Tagen nach London begeben, wo er mit der Königin Viktoria eine Rücksprache über die Kaiserin Fri e dr ich haben wird. Der Aufenthalt des Königs in England wird jedoch nur von kurzer Dauer sein. Rom, 3. November. Die Polizei besch lagnahmte bei mehreren Bankiers in der Provinz Obligationen im Werte von 200 000 Lire. Diese stammen aus dem v a t i k a n i s ch e n K a s s e n - D i e b st a h l. Könitz, 3. November. Ter Vater des ermordeten Ernst Winter hat gestern durch den Rechtsanwalt Tr. Hahn aus Charlottenburg der hiesigen Staatsanwaltschaft eine Zuschrift zugehen lassen, in der er den gestern>«er- nommenen Schlächter Eisenstädt aus Breslau der Beihilfe zum Morde an Ernst Winter, sowie Eisenstädt und 'den Tempeldiener Nossef auf Grund ihrer gestrigen Aussagen des wissentlichen Meineides be-ü schuldigt. Antwerpen, 3. November. Ein Telegramm be richtet aus Nagasaki: Ter norwegische Dampfer „Ta len da" stieß mit einem anderen Dampfer zusammen. Ter norwegische Dampfer sank innerhalb weniger Minuten. Tie meisten Passagiere und ein großer Teil der Mannschaft ertrank e n. Börsennachrichten. Deutsche Grundschuld-Bank do. do. unk. b. 1904 Deutsche Grundschuld-Bank W (4°/e) (8V1) Berlin, 2. Preuss. Hypotheken-Aktien-Bank ----- November. 00.00 M. 75.00 „ 75.00 „ 72.25 „ Telephonischer Kursbericht Frankfurt, den 3. November. 31/» % Reichs anleihe . . 96.20 Kreditaktien 3% do . 88.15 . 95.95 . 87.75 . 92.70 . 95.20 42.- . 23.95 . 25.85 . 75.90 Dißkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. ßtaatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . 206.70 . 176.50 . 135.— . 147.80 . 148.40 . 140.50 . 144.20 . 203.50 . 181.80 . 180 70 3*/i % Konsole . . . 3 0/o do ... 3Ve % Hessen . . . 5 n/0 Italien. Rente . . 4 % Grieoh. Monop.-Anl. 3 o/o Portugiesen . . 3 % Mexikaner . . . 41/» % Chinesen . . . Harpener . Tendenz: fest. — 4% Anleihe der Stadt Mainz vom Jahre 1900 im Betrage ven 4 000000 Mk. Am Dienstag dem 6. November d. I n no™ Subskription auf die vorstehend? Anl-ihe zum Preise oon 98,80 % statt. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen S, , ^***beit»ehmer: 1 Drechsler, 1 Schlaffer, 3 Bauschreiner, L Gcffchfrauem' $,au§bur^en' 1 ^hrknecht, 1 Kutscher, 1 geübte Näherin, 1 r 1 Küfer, 1 Metzger, 4 Rockarbeiter, 3 Bau. 1 ibreincr, 1 Spengler, 1 Dienstmädchen, 1 Laufmädchen. 2 Schrew^Wagne?.^^ 1 ®ucbbinbcr'1 Friseur, 1 Kupferschmied, 1 Mechaniker, 7223 Gießen, den 31. Oktober 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Bekamrtmachung. Wtr briNß-n hierdurch zur öffentliche« fienntnü, daß der für Mittwoch den 7. November 1900 voraesed-»- markt in Gießen ftattfiudet, daß aber die für den 6. und 7. Noo^ber vorgesehenen Biehmärkte ausfallen. I. V.: Wolff. Hütten-Cokes. la. Stück-Cokes per Centn er 1 Mk. 50 Pfg. la. Breck-CokeS 1 70 nm Ed. Klinkei, Kahuhosßtaßk 10. Derdmgmg der Drucklegung der Mr^en Pläne der Großberzoglich Hessischen Landes- lottene in b<*r Auflage von wenigstens 150000 Exemplaren für jede Lotterie. Bedingungen werden gegen Zahlung von 60 Pfg. für das Exemplar abgegeben oder gegen porio- und bestellgeldfreie Einsendung von 80 Pfg. portofrei zugesandt. Schriftliche Angebote sind bis spätestens zum 10. Jovember d. Js., vormittags 11 Uhr, einzureichen. 7218 Zuschlagsfrist 5 Tage. Darmstadt, den 2. Nov. 1900. Großherzogl. Landeslotteriedirektion. KramWeirWetts^ Montag den 5. d. Mts., vormittags 10 Uhr, werden hier: 15000 ig. §rallnkohlk«-Krikktts öffentlich bestbietend gegen Barzahluna verkauft. Großh. Güterabfertigung Gießen. Mentzel. 04754 Smttgs-JkWWk füllt Aufnahme neuer Schüler im Laufe des Monats November. Kie Schulleitung. Donnerstag den 8. November l d. Js., vormittags 10 Uhr, sollen drei ausrangierte Dtenppferde auf dem Hofe der neuen Kaserne Hierselbst öffentlich meistbietend gegen Barzahlung verkauft werden. Infanterie - Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116. 7225 Oiiilifrliliiiiiuii ÄL MichthLA. Freibank. 7117 Heute und Montag: Fasklochskußkisch 40 Pfg. FrWr gronbenmofl im Zapf. 04743 Z. SeiKek, gibmigsplab. Wscher Dos. Nächsten DieuStag: Lohszahlungsbücher siir Millderjöhrisr nach AusschreiVen Hroßyerzogl. Kreisamts Hießen empfiehlt 7221 Wilhelm Klee Buch- «ud Papierhandlung. 6124 und Gießener ZithelKIilb Gießen, den 3. November 1000. 7230 Es ladet ergebenst ein ßefucbt [04741 Kchumdgestüe ßiebiqUroje 13 226 <783 Direktor E. Boltz. würdig abzugeben. 7204 Ar. Schwan jr.> Wehlar. 04759} 5 Zimmer mit Hub. im 1. Stock W vermieten NkeichSr. 13. III. (Preisliste) (4000 flr.) nmfonS n. franko! Giehe». UmversitiitS-Buch. und Steindruckerei (Pierscb Erben) in Philipp Kreitiug Heuchelheim. Möbl. Mohn- ««d Zchlchimmer in der Nähe des Bahnhofes sofort zu mieten gesucht. Offerten m. Preisangabe unt. 04770 an die Exp d. Blattes VI IUVJ Vl/lll MV»*/**» , r milie sucht Stelle als Stütze der Hausfrau ob. Buffet-Fräulein hier oder auswärts. 3-eufelsluftaärtchen 26. altberühmten Heitbrunnen. vb70 Helene Hinrichs in Brink bei Langenhagen (Bez. Hann.) Die Beerdigung findet Montag den 5. November, vormittags . 11 Uhr, von den neuen Kliniken aus statt. von auswärts sucht in einem kleinen bessern Hausbalt Stelle für bald. Offert, unt. M R 04751 an die Erp, d. Bl. erb. Könlgr. Sachsen Technikum Hainichen Höh. u. mlttl. Fachschule f. Maschinenbau und Elektrotechnik. Ingenieure 5. Techniker 4 u. Werk- meister 2 Bem. Staat!. Oberaufa. Danksagung. AuS Dankbarkeit für meine wieder- erlangte Gesundheit bestätige ich hiermit der Verwaltung der »Emma-Heil» quelle" in Boppard, daß ich durch den Gebrauch des mir von derselben gelieferten Lamscheider Stahlbrunnens von meinen früheren unsäglichen Leiden: Bleichsucht, Magen- und Verdauungs- sckwäche, Appetitlosigkeit, nervösen Kopfschmerzen, Erbrechen rc. vollständig geheilt wurde. — Jahrelang litt ich an genannten Beschwerden, und was ich durch andere Mittel nicht erreichen konnte, das brachte mir die obige Verwaltung durch ihren Bcrantworllich für den allgemeinen Leck: I. B.f: A. Steffenhagkn; für den Anzeigenteil: Hans Beck. — Druck und «erlag der Brühl'schen Laden ohne WohnuNg, bester Lage, vcr bald gesucht. Offerten m.t genauer Preisang- unter 6 8 8 04747 an die Exped b. Bl. 7210 Der Vorstand. Sonntag den 4. November, uachn- Ausflug mttIlamilienachKeuchelheirrr Itestauratiorr zur ^udwigsvurg- 7207 Der Vorstoß- Lagerarbeiter gegen hohen Lohn geiuckt. ttt. Kosenthal Tüchtige Wickel- und ZiMkumHer gesucht. 7227 Justus Aormhats, Großen-Linden. Engelswerk C. W. Engels in Foche bei Solingen-K Grösste Stahlwarenfabrik mit Versand nur an Private. verbunden mit Zither-Konzert, Theater und Wall. Eintrittskarten für Herren ä 75 Pfg. (mit Berechti-ung zum Ball) nur an der Kaffe zu haben. Mitglieder Haven freie« Antritt. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Brkanutcn die schmerzliche Mitteilung, daß unser innigst geliebter Gatte, Vater, Bruder, Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Gustav Orbig Gerichtsschreiber»Aspiraut nach langem, schwerem Leiden heute morgen sanft entschlafen ist. Air tieftrarrernde Witwe: Louise Orbig, geb. Gerhardt. jr AMkMlls wegen Geschäfts-Aufgabe (Wohlthütigkeits-Vereirr.) Samstag den 10. November d J-, von abends 8 Uhr an, im Saate des Gafs Leiö: Iem des 16. Stiftungsfestes ZT Vier Jahreszeiten. 3s 47 Grüubergerstrahe 47. Keule, Sonntag de» 4. Wovcmöer 1900: Zwei große SpeziakitätenAorsteü'ungen. Ansang 4 und 8 Uhr. 047co •IP.©* X>a»16S* ist mein Lager noch reich sortiert und verkaufe, um rasch vollständig zu räumen, zu enorm billigen Preisen. lß/eimer Eine Aauffrau od. Mädchen bei bohem Lohn aushtlfswetse sofort gesucht^____________chhker, Liebigstraße 17. 047V4] Aanffrau für 1. Dezember ge^ sucht.___________Bleichslraße 8, II. 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