Nr. L5S Fünftes Blatt. Sonntag den 4. November ISO^Jahrgang 1900 Keneral-Anjeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In« und Ausland«! nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. ZSezugspreiL vierteljährl. vtt. 2,20 monatlich 76 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. 1,96 monatlich 66 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. tr^eiwt lägNch _ mit Ausnahme deS W d s Gießener Anzeiger Zlints- und 2lnzeigablntt für den Ureis Gieren. AedakNon, Expedition und Druckerei: Kchntstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Uotkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Württembergisches. Die württembergische Kammer beschäftigte sich dieser Tage mit derpreußisch-württembergischenMi- litärkonvcntion. Der Äbg. Gröber (Z.) suchte zu beweisen, daß der Absatz im Artikel 12 dieser Konvention auch heute noch gelte, der besagt, daß Württemberg diejenigen Ersparnisse für sich einstecken dürfe, die in seiner Militärverwaltung an der Gesamtsumme gemacht werden, die es dein Reiche für militärische Zwecke zur Verfügung zu stellen hat. Das waren nach dem § 62 der Verfassung 225 Thaler für jeden im Reichsheer dienenden württembergischen Staatsangehörigen. Später ist jedoch die Reichsfinan^verwaltung von dieser Zahlung einer Pauschalsumme 225 mal Kopfzahl des württembergischen Kontingents abgegangen und hat sür jeden einzelnen Verwaltungszweig des Heeres: Intendantur, Erziehungswesen, Turnwesen, Festungen rc. besondere Etats aufgestellt und Einzelbeiträge von den Einzelregierungen eingezogen. Der §62 der Verfassung gilt also in dieser Beziehung heute nid)t mehr. Seitdem das geschehen ist, hat die Reichsregierung bestritten, daß die Ersparnisse, die bei dem württembergischen Kontingent an den von Württemberg geleisteten Beiträgen gemacht worden sind, auch Württemberg zugute kämen. Der Ministerpräsident Frhr. v. Mittnacht hielt es für ausgeschlossen, daß Württemberg diese Ersparnisse vom Reich wieder zugesprochen würden. Trotzdem wurde mit allem gegen 9 Stimmen der von Gröber befürwortete Antrag der Kommission angenommen, der diese Ersparnisse auch beim spezialisierten Etat von neuem für Württemberg zurückfordert. Es bleibt abzuwarten, wie dieser Rechtsstreit über die Auslegung der Militärkonvention zwischen der Reichs- Regierung und Württemberg zum Austrag kommen wird. Auch hier wieder macht sich das Fehlen eines ober st en deutschen Schiedsgerichtes bei Streitigkeiten zwischen Bundes st aaten untereinander und mit dem Reiche unangenehm fühlbar. Man ist auf gütliche Einigung angewiesen. Nicht minder als dieser Beschluß sucht ein anderer das Recht und die Selbständigkeit Württembergs innerhalb des Reiches zur Geltung zu bringen. Man faßte einen Beschluß, der sich unter Zustimmung der nationalen Parteien gegen eine „zu weitgehende Besetzung württembergischer Kommando st eilen mit preußischen Offizieren" und umgekehrt wendet. Der Beschluß ist als Meinung und Wunsch der Kammer aufzufassen, wie die sogenannte „Bebenhäuser Konvention", die int November 1893 zwischen dem König von Württemberg und dem deutschen Kaiser auf dem Jagdschlösse Bebenhausen abgeschlossen wurde, vom württembergischen König ausgeführt werden soll. Beide Herrscher einigten sich, um eine größere Verschmelzung des württembergischen und preußischen Offizierkorps herbeizuführen und dadurch das Avancement des ersteren zu befördern, zu folgender Abmachung, die als „Königlicher Befehl" am 1. Dezember 1893 bekannt gegeben wurde: „Geleitet von dem Wunsch, die Dienstalters- und Beförderungsverhältnisse Meiner Offiziere mit denen der Königlich preußischen Armee in Uebereinstimmung zu bringen und zu erhalten, habe Ich — in Gemäßheit der Art. 5, 8 und 12, Abs. 2 der Militärkonvention rc. vom 21./25. November 1870 — beschlossen, die Beförder- ung Meiner Offiziere fortan nur unter dem Gesichts- Armenien und Mord-Mesopotamien. Aus dem Vortrage von Dr. C. F. Lehmann. SfÄ GeMsch^ für Erd- und Völkerkunde hielt am 25. Oktober der Prwatdozent für alte Geschichte in Berlin, Dr. C. F. Lehmann aus Hamburg einen Vortraa über seine mit katserltcher Unterstützung und unter türkischer Militär-Sck)utzwache gemeinsam mit Dr. C. Belck ausgeführte, der Erforschung der Alterthümer des Landes und namentlich der Auffindung von Inschriften gewidmete Reise. Die Ergebnisse derselben waren recht erfreulich Es gelang nicht nur, zahlreiche Inschriften neu auf- zu find en und die Zahl der bisher bekannten zu verdoppeln, sondern auch wichtige Aufschlüsse über die Geschichte der Chalder und ihre Beziehungen zu den Assyrern zu gewinnen. Dazu treten noch eine Anzahl teils entdeckter, teils gründlich durchforschter Höhlenwohnungen und Felsen- dauten, sowie durch Ausgrabungen gewonnene Altertümer, welche die Kultur der Chalder beleuchten. Dieses Volk war besonders weit vorgeschritten in der Metalltechnik, wovon unter anderen eine aufgefundene Goldplatte, mit dem Bilde einer Göttin und einer vor ihr stehenden Frau verziert, Zeugnis ablegt. Tie noch heute d ort geübte Art der Silberbearbeitung mit Schwefel, das iwgenannte „Tula-Silber", rührt von den Chaldern her, ^,bnso waren sie Meister in der Bearbeitung des Eisens, wtit bewunderungswürdiger Geschicklichkeit und Sorgfalt punkt eintreten zu lassen, daß alle Schwierigkeiten vermieden werden, welche sich bisher in unerwünschter Weise und zum Nachteil Meiner Offiziere bei deren Kommandierung nach Preußen, sowie auch umgekehrt der Kommandierung Königlich preußischer Offiziere nach Württemberg geltend gemacht haben. Nach mündlicher Vereinbarung mit Sr. Majestät dem Könige von Preußen bestimme Ich daher folgendes: rc. Und nun folgen die Anordnungen 1) betr. Herstellung einer gemeinsamen Dienstaltersliste als einroant)freier Grundlage für die erforderlichen beiderseitigen Kommandierungen, 2) betr. Tragen der Uniform je des Truppenteils, dem ein Offizier zugeteilt wird, 3) betr. vereinigtes Erscheinen der Ranglisten und endlich 4) „Einen Meiner Offiziere zur dauernden Dienstleistung zum Militärkabinett Sr. Majestät des Königs von Preußen zu kommandieren, behalte Ich mir vor.". Nun hat die Kammer beschlossen, diese Verschmelzung des preußischen mit dem württembergischen Offizierkorps auf das dringend Nötige zu beschränken. Folgender Beschluß kam nach langer Debatte zustande: „Der mit der Gegenzeichnung des württembergischen Kriegsministers versehene königliche Befehl vom 1. Dezember 1893 ist als staatsrechtlich innerhalb der dem Träger der Kommandogewalt des königlich württembergischen Armeekorps zustehenden Befugnisse erlassen zu erachten. Denn er bestimmt nur die Grundsätze und Gesichtspunkte, nach welchen der württembergische Kontingentsherr die Beförderung württembergischer Offiziere eintreten lassen will, und enthält eine Bindung der freien Entschließung desselben nach der authentischen Erklärung des königlichen Staats-Ministeriums nicht und kann auch mangels der Voraussetzungen für lein Vertragsverhältnis im Bedürfnisfall durch einen anderweitigen königlichen Befehl ersetzt werden. Die königliche Regierung wird aber ersucht, daraus bedacht zu sein, daß auch während des Bestehens dieses königlichen Befehls die in Artikel 1 der Militärkonvention vom 21./25. November 1870 garantierte Geschlossenheit des württembergischen Armeekorps eine Einbuße nicht erleidet. Insbesondere wolle die königliche Regierung die zur Beförderung der Gleichmäßigkeit in der Ausbildung und dem inneren Dienst z-uläfsigen Kommandierungen preußischer Offiziere in das württembergische Armeekorps und korrespondierende Kommandierungen württembergischer Offiziere in die preußische Armee innerhalb der Schranken des wirklichen, in Art. 8 der Militärkonvention vorgesehenen Bedürfnisses vornehmen und daraus halten, daß das württembergische Armeekorps vor allem in den höheren Kommandostellen in der Hauptsache von württembergischen Offizieren geführt wird." 2Lh5 Stadt und Land. Gießen, 3. November 1900. • • Auszeichnung. Dem Schriftsteller und Chefredakteur Otto Fr. Koch in Dresden, unserem LandSmanne, dessen kürzlich erfolgte Dekoration durch Kaiser Franz Joses von Oesterreich wir bereits meldeten, ist in Anbetracht seiner verdienstvollen publizistischen Thätigkeit zur Hebung der industriellen Beziehungen zwischen Deutschland und Serbien haben sie große Säle, ja ganze Wohnungen, in den harten Fels gehauen, die Wände schön geglättet und teilweise ihre Inschriften dort angebracht. Ganz Armenien ist erfüllt von Höhlenwohnungen und sogar in Georgien, z. B. in Uplistziche finden sich Höhlenstädte. Die Forscher haben unzählige teils besucht, teils neu aufgefunden. Einige der Höhlenwohnungen, wie die in Hassan-Hef tragen einen anderen, mehr wilderen und roheren Charakter. Es ist zweifelhaft, ob sie von den Chaldern herstammen. Vielleicht haben sie in späterer Zeit Zufluchtsstätten der Christen gebildet. In Van, der Hauptstadt des alten Chalderreiches, finden sich die verschiedensten Felsensäle in dem Vanfelsen, der einst die Burg der ältesten Stadt, heute die Citadelle der Türken trägt. Inschriften bezeichnen die Namen ihrer königlichen Erbauer. So an dem Saal des Königs Mennas, während an den Argistiszimmern die Annalen des Königs angebracht sind. Auch auf dem Gebiete der Bewässerungsanlagen waren die Chalder Meister. Die assyrischen Anlagen, wie der Ngub-Tunnel bei Mosnl, sind längst unbrauchbar geworden, aber die chaldischen Stauseen und Kanäle erfüllen noch immer den Zweck, zudem sie angelegt worden sind. Wie zur Zeit der Chalder versorgt der Kanal des König Mennas die Stadt Van mit Wasser und wahrscheinlich sind die fogenannten persischen Wasserleitungen auch chuldischen Ursprunges. das Ritterkreuz des königl. serbischen Takowo- Ordens verliehen worden. • • Fortbildungsschulen. Der „Schulbote für Hessen" schreibt in Nr. 21: Man scheint' sich dem Gedanken, daß bei der seitherigen Erteilung des Fortbildungsschulunterrichts in den späten Abendstunden wenig herauskommen konnte, eine Fortbildung der aus der Volksschule entlassenen Jugend in der Jetztzeit aber eine unbedingte Notwendigkeit ist, auch in weiteren Kreisen nicht verschlossen zu haben. Daher die erfreuliche Thatsache, daß die neuerliche Verfügung Großh. Ministeriums, betr. eine frühere Fortbildungsschul Unterrichtszeit, im allgemeinen viel weniger auf Widerstand stößt, als man anfänglich glaubte. Sogar in industriereichen Gegenden, wo doch am ersten Widerspruch zu erwarten war, scheint man sich mit der betreffenden Verfügung leicht abzufinden. Die Regierung dürfte deshalb umsoweniger Veranlasiung nehmen, dem Drängen einzelner Unzufriedener, denen eine gute Volksbildung wenig am Herzen liegt, nachzugeben und denselben Ausnahmen von den ergangenen Bestimmungen zu gestalten, da solche dann sicherlich zum Nachteile unserer Heranwachsenden Jugend sehr mißbraucht würden. * • Organisteilverein. Die Teilnehmer an dem diesjährigen Orgelkursus in Darmstadt haben die Anregung zur Gründung einer Vereinigung gegeben, die sich benennen soll: „Verein evangelischer Organisten und Kantoren im Großherzogtum Hessen." Unter der Leitung des Profesiors Mendelsohn und im Beisein deS Oberlehrers Backes fand deshalb eine Besprechung statt, in der die Notwendigkeit der Vereinsgründung erörtert und anerkannt wurde. Zweck des Vereins soll sein, Förderung der kirchlichen Musik, besiere Aus- und Fortbildung und materielle Besserstellung der Organisten und Kantoren. Der Aufruf zum Beitritt richtet sich an alle Freunde der kirchlichen Musik. * * Verband Deutscher Handlungsgehilfe». Obgleich sich die Gesetzgebung in den letzten Jahren der Handlungsgehilfenschaft warm angenommen hat, bleibt doch sür die einzelnen Glieder gerade noch genug zu thun übrig, um ihren Stand oben zu halten. Besonders kommt hier die kaufmännische Stellenvermittlung in Frage, die durchaus individuell ist und seit einer Reihe von Jahren als wesentliche Aufgabe dcr kaufmännischen Vereine gepflegt wird. Bedingung dabei ist, daß diese Stellenvermittlung durchaus kostenlos geschieht und daß sie allen Anforderungen genügt. So hat der Verband Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig bis jetzt für feine Stellenvermittlung etwa 300000 Mk. ausgegeben, aber auch seine großen Aufwendungen belohnt gesehen. Es kamen 1898 13430 offene Stellen zur Anmeldung, 1899 stieg diese Ziffer auf 14344 und in diesem Jahre sind bereits 12000 zur Besetzung auf- gegeben worden. Ueber 35000 Stellenbesetzungen gelangten seither zum Abschluß. Aus diesen Zahlen geht hervor, daß der Leipziger Verband bei dem geringen Beitrag von 3 Mk. jährlich es verstanden hat, Prinzipale und Gehilfen gleichmäßig zufrieden zu stellen. Aber auch auf der anderen Seite hat er seine Aufgaben erfüllt. Außer der Stellenvermitt- Armenien könnte zu einem der fruchtbarsten Länder dcr Erde gemacht werden, wenn für bessere Bewässerung und Verkehrsmittel gesorgt würde. Die weiten Ebenen — wahrscheinlich aus großen Seen entstanden — bieten Raum für Ackerbau. Dan der Mangel an Verkehrsmitteln viele Schuld an den traurigen Zuständen trägt, beweist die Thatsache, daß, während in der Umgegend von Alasgert das Getreide wegen Uebersülle verdarb, in den Grenzdistrikten von Armenien Hungersnot herrschen konnte. Tas Land liefert außer dem Getreide Salz, die Salinen bilden sogar die Haupteinkünfte der Sette Publique. Ferner Tabak, den die Kurden von Häk anbauen, und Wein. Besonders in der Umgegend von Urmia wird der Weinbau gepflegt und die Bereitung von Rosinen bildet dort einen wichtigen Handelszweig. Daß die Chalder auch bereits Wein bauten und zu bereiten verstanden, beweisen riesige Weinkrüge, welche die Expedition auf Toprak Kaley, t>em alten Burgfelsen von Van, ausgegraben hat. Auch etwas Seidenbau wird in der Stadt Charput betrieben und ganz vereinzelt von Kurden. Ta der Maulbeerbaum aber dort sehr gewöhnlich ist, könnte der Seidenbau, mit Energie und Verständnis betrieben, eine Quelle Zur Hebung des Wohlstandes werden. Die Expedition hatte Gelegenheit, nicht nur die brennende Hitze in der Araxesebene kennen zu lernen, sondern auch auf dem Wege von Van nach Bitlis und Söört alle Mühseligkeiten und Gefahren einer winterlichen Gebirgs- lung bietet er seinen Mitgliedern noch Unterstützung bei Stellenlosigkeit, Rechtsschutz, Witwen- und Waisen-, sowie AlterSversorgungS- und Jnvaliditätskaffeu, weiter eine gut fundierte Kranken- und Begräbniskasse und endlich ein Genesungsheim im sächsischen Erzgebirge für erholungsbedürftige Mitglieder. , r, -m- Klein-Linden, 2. November. Unser Schulhaus steht nun seit drei Wochen ohne Dach da. Bei dem Regenwetter der vorigen Woche und besonders nach den bedeutenden Niederschlägen am verstossenen Montag und Dienstag drang daS Wasser durch die Decken, tropfte herunter in Stuben und Möbel des noch darin wohnenden Lehrers und stand in Pfützen in den Stuben und Gängen. Der Lehrer war deshalb genötigt auszuziehen in eine gerade leerstehende Wohnung, die die Gemeinde mieten mußte. Die Lehrerwohnung ist durch das eindringende Wasser bereits sehr beschädigt, und da immer noch Wochen vergehen, bis das Dach wieder gedeckt sein wird, dürfte noch weiterer Schaden entstehen, ja es steht zu befürchten, daß bei schweren Regen das Wasser bis in den unter der Wohnung liegenden Schulsaal bringt. Man hätte einen so ansehnlichen Bau im Frühjahr beginnen sollen und nicht erst Mitte oder Ende Juli, auch hätte man gegen das säumige Holzindustriewerk, durch dessen Verschulden die Arbeiten mehrmals wochenlang gehindert wurden, mit mehr Strenge vorgehen müssen. Den G-^meindevorstand trifft keine Schuld, denn er war sofort zum Bauen bereit und hat gethan, was in seinen Kräften stand. Wer bezahlt nun aber der Gemeinde und dem betreffenden Lehrer den entstandenen Schaden, und wer läßt die durchregnete Wohnung wieder Herstellen. Grünberg, 2. November. Wie der „Gründ. Anz." schreibt, liegt es in der Absicht der Süddeutschen Elektrizitäts- Aktiengesellschaft in Ludwigshafen, für die Stadtgemeinde Grünberg und die Gemeinde Queckborn eine elektrische Zentrale in der Stadt Grünberg anfangs 1901 auf eigne Rechnung zu errichten. Es sollen bereits Verhandlungen mit dem hiesigen Gemeinderat stattgefunden haben, und auch ein Gutachten soll schon über die Bau Ausführung des Elektrizitätswerks vorliegen. Hieraus ist ersichtlich, daß die Rentabil tät der Anlage zu erwarten ist, und es dürfte sich daher empfehlen, daß einige kapitalkräftige Bürger unserer Stadt nunmehr entschlossen vorgehen, um der Stadtgemeinde nach langen Bemühungen eine annehmbare Straßenbeleuchtung zu bieten. E. B. Darmstadt, 2. November. Der hessische Haupt- vereindes evangelischenBundes wird am Sonntag den 4. und Montag den 5. November in Darmstadt tagen. Am Vormittag findet ein Festgottesdienst in der Stadtkirche, mittags eine Sitzung des Gesamtvorstandes im Pfarrhause, Hügelstraße 28 und abends eine öffentliche Festversammlung im Saalbau statt. Nachmittags werden die Mitglieder einer Aufführung des Gustav-Adolf-Festspiels von Devrient beiwohnen Am Montagmorgen tagt zunächst im Saalbau eine Abgeordnetenversammlung, in der Pfarrer Dr. Wei brecht-Wimpfen über die Organisation und Agitation des Bundes in Hessen sprechen wird, Anträge aus den Zweigvereinen erörtert werden und die Wahl des Ortes für die nächste Hauptversammlung angenommen wird. Daran schließt sich die Hauptversammlung, in der nach Ablegung des Jahres- und tztechnungsberichts Pfarrer Reinhard-Wörrstadt über die Diakonie des evangelischen Bundes in Hessen referieren wird. Den Schluß der Versammlung bildet ein Referat über den derzeitigen Stand und die Aktion des hessischen Hilfsausschusses. -ko. Worms, 1. November. Am 1. Dezember d. I. wird die Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Worms dem Betrieb übergeben. Zum gleichen Zeitpunkte wird die Station Rosengarten für den Güterverkehr ganz und für den Personenverkehr mit Ausnahme desjenigen in der Richtung Lampertheim geschloffen. Die gänzliche Schließung der Station Rosengarten auch für den Verkehr über Lampertheim, erfolgt am 2. Januar 1901, zu welchem Zeitpunkt auch der Personenverkehr der Station Wormser- Hafen eingestellt wird. Am 1. Dezember d. I. wird? für den Personenverkehr der Haltepunkt Worms eröffnet. -ko. Offenbach a. M., 1. November. Das am Main gelegene, in den Besitz des hessischen Staates übergegangene Fürst!. Jsenburgische Schloß wird renoviert und einem gemeinnützigen Zwecke gewidmet werden. Vermischtes. * Den wohlthcitigen Einfluß des neuen Berliner Bürgermeisters Brinkmann beginnt reise durchzukosten. Kaum war dies überwunden, so suchte sie eine Hungersnot im Vilayet Mosul heim, und während der ganzen Reise wurden sie beständig von Kurden bedroht, vor.denen sie nur eine Militäreskorte schützte. Tie räuberischen wilden Kurden sind eine wahre Plage Armeniens. Sie leben beständig untereinander in Fehde und bedrucken und berauben die Armenier auf das äußerste; sie waren auch die Hauptursache der Massacres. Durch die Einrichtung der kurdischen Hamidiehs, irregulärer Reiterregimenter sind die Zustände fast noch schlimmer geworden, da die Bedruckung nun noch mit einem gewissen Schein von Recht geschieht. Zahllose Witwen, Waisen und Bettler haben die Metzeleien geschaffen und immer wieder muß hervorgehoben werden, mit welchem Eifer und Erfolg sich die amerikanischen und deutschen Missionare dieser Unglücklichen annehmen. Auch die Expedition hat viele Freundlichkeit und manche Förderung durch dieselben erfahren Außer den Inschriften, deren Lesen, Abklatschen und Photographieren oft mit großer Mühe verknüpft war — fanden die Reisenden auch verschiedene Skulpturen, so beim Dorfe Heris an einer steilen Felswand in einer nach, chaldischer Art ausgehauenen Nische die überlebensgroße Figur eines Mannes. Ebenso wurde bei den Ausgrabungen auf Toprakkaleh ein Torso zutage gefördert. Auch die bereits bekannten Skulpturen von Maltai wurden besucht und photographiert. man in der Reichshauptstadt allmählich zu erkennen. B. hat bei seiner jüngst erfolgten Einführung vor den Stadtverordneten, zum Entsetzen einiger Pedanten, ein ziemlich kühnes Programm entwickelt, worin er die Beseitigung der Wohnungsnot als eine der wichtigsten Aufgaben großer städtischer Verwaltungen bezeichnet. In derselben Rede erklärte es der zweite Bürgermeister der Reichshauptstadt für notwendig, daß die Stadt Berlin die Herrschaft über das Verkehrswesen gewinne, also die Straßenbahnen in eigene Verwaltung übernehme. Das ist nun freilich zum größten Teil vorläufig nur ein frommer Wunsch, da die Berliner Stadt- verwaltung unvorsichtig genug gewesen ist, das that- sächliche und vielfach rücksichtslos ausgebeutete Monopol der großen Berliner Straßenbahn bis zum Jahre 1919 zu verlängern. Aber manches kann und wird, wie man aus Berlin schreibt, doch auch hier geschehen. Vor allem ist der Beschluß bedeutsam, mit dem Bau und Betrieb eigener städtischer Niveau- und Unterpflaster-Straßenbahnen zu beginnen. * Ueber Goethe und bie Ansichtspvst- tarten bringen die „M. N. Nachr." eine hübsche Mitteilung. Ten meisten Sammlern dürfte es unbekannt sein, daß Goethe die Ansichtspostkarte bereits gekannt und die Idee eines „gesunden" Sammelsports gewissermaßen gebilligt hat. In den von Julius Frese herausgegebenen Briefen Goethes an Fritz Schlosser finden sich folgende aus dem Jahre 1830 herrührende Zeilen: „Es war wirklich, teuerster Herr und Freund, ein sehr glücklicher Gedanke, durch einen geschickten Künstler Ihre ernst-heitere Wohnung und die unschätzbare Gegend abbilden und vervielfältigen zu lassen; es kann uns nichts freudigeres und mehr ermunterndes begegnen, als wenn wir zugleich mit guten umd herzlichen Worten auch ein vorzügliches Lokal erblicken, wo Sie behaglich verweilen, wo Sie an uns denken, von woher Sie Ihre Schreiben an uns richten. Es entsteht daraus eine gewisse Unmittelbarkeit des Zusammenseins, welche höchst reizend ist." Schlosser hatte dem Dichter eine Abbildung seines Landsitzes, Stift Neuburg bei Heidelberg, zugesandt. * Königin Wilhelmines Brautkleid. Holländische Blätter geben einige interessante Einzelheiten über den Trousseau der jungen Königin Wilhelmine, deren Hochzeit mit dem Prinzen Heinrich von Mecklenburg auf den 17. Januar festgesetzt ist. Der Trousseau |ber Braut soll zu Anfang Januar fertig sein. Das Brautkleid wirb in ber Schule für Kunststickerei in Amsterbam gestickt, wo auch bas Kleib für bie Krönungsfeier hergestellt worben ist. Drei Monate lang haben bie besten Schülerinnen ber Anstalt an bem KrönungSkleib gearbeitet. Der Stoff würbe über einen Rahmen gespannt, unb bie Hälfte ber Mäbchen beugte sich barüber unb steckte bie Nabeln hinein, währenb bie andere Hälfte, unter dem Kleib auf einer Matratze liegend, die Nadeln durchzog und sie wieder zurücksteckte. Die Leiterin der Schule ist aufgeforbert worben, bie Stickerei für bas Brautkleib zu zeichnen, bas unter ihrer persönlichen Leitung ausgeführt wirb. • Andere Zeiten, andere Sitten. Aus Mailand wird berichtet: Ein Fall, der sich dieser Tage vor dem Polizeigericht abgespielt, illustriert sehr ergötzlich den alten Erfahrungssatz „Andere Zeiten, andere Sitten." Unter den Verordnungen der Stadt befindet sich auch eine, bie alle Küsse ober anbere Liebesbezeugungen auf öffentlichen Plätzen streng verbietet, ba ein solches Gebühren ben Geboten ber Moral zuwiber sei. Diesem aus ber Zeit ber Sforzas stammenden kostbaren Gesetz wird noch heute unnachsichtlich Geltung verschafft, sodaß erst jetzt wieder ein ganz achtbares Liebespaar vor Gericht geladen wurde, weil es sich in einer ruhigen Ecke des Parkes, in der eS sich unbeobachtet glaubte, — geküßt hatte. In diesem Fall urteilte ein Salomo der Stadt, baß bad Küssen, obwohl es unter solchen Umständen nicht als ein Verstoß gegen die Moral angesehen werden könnte, nicht übereinstimmend mit den Idealen der vorgeschrittenen Zivilisation in Bezug auf Wohlanständigkeit wäre. Dem Paare wurde eine Geldstrafe von 15 Lire auferlegt. * Ein „kleines Geheimnis", das bisher noch kaum an bie Oessentlichkeit gedrungen ist, wirb jetzt in ben Hofkreisen von Livabia eifrig besprochen. In ben letzten Tagen war bie Zarin nicht an ber Tafel erschienen unb hatte ben Wunsch ausgesprochen, in ihren Privatgemächern zu speisen. Der Zar, dessen innige Liebe zu seiner Gemahlin bekannt ist, wollte bie Zarin nicht allein speisen lassen, unb diniert mit ihr im traulichen „tete-a-tete". Der Grunb bieser Zurückgezogenheit ist eben bas „kleine Geheimnis", bas die r u s s is ch e N a t i o n m i t neuer Hoffnung auf einen Sohn bes Zaren unb Erben bes Thrones erfüllt. Dieses noch nicht sehr nahe bevorstehenbe Ereignis wirb ben Hof wahr- Armenien unb Mesopotamien werben beherrscht von ben beiben großen Strömen Euphrat unb Tigris und ihren zahlreichen Quellflüssen. Während ber Euphrat schon an seiner Quelle sich ruhiger zeigt, stürmt ber Tigris mit ungebänbigter Wilbheit dahin, wie er benn auch wahrscheinlich bie Mitschuld an dem Untergang von Niniveh trägt. Tie Assyrer widmeten seiner Quelle, welche sie im Vilayet Diarbekir, in ’bler Nähe von Lidje, gefunden zu haben glaubten, eine besondere Verehrung, indem sie dort opferten unb ihre Inschriften unb Königsbiiber baselbst anbrachten. Dr. Lehmann gelang es, von neuem festzustellen, baß bie Felsengrotte, aus welcher ber Fluß strömt, gar nicht bie Quelle ist, sondern baß ber Tigris schon ftunbenlang an der Oberfläche geflossen, ehe er in bie Höhle eintritt. Die mühselige Entzifferung ber Inschriften ergab wichtige Resultate. Tie Reisenden machten es sich auch zur Aufgabe, die Route Xenophon's, welche er auf seinem Rückzüge mit den Zehntausend einschlug, festzustellen und zu verfolgen. Die Städte, an denen Xenophon vorbeigekommen, bieten sich noch heute so den Blicken dar, wie er sie schildert. Zwei Trümmerhügel, Kuyundjyk und Nebi Yunus, auf dessen Spitze sich die heilige Moschee mit den Gebeinen des Propheten Jonas befindet, erheben sich auf ber Stätte des alten Niniveh. Eine eigenartige Brücke führt von dort scheinlich veranlassen, den Aufenthalt in Livadia beträchtlich zu verlängern. * Der Kuß des Generals und der Kuß der Frau General. Vor dem Stadtgericht zu Livor n o spielte sich dieser Tage ein interessanter Prozeß ab. Angeklagt waren der Commendatore General Costa-Rochis und ein Arbeiter Namens Amieto Doria — der General, weil er einer jungen, hübschen Arbeiterin, Anita Morelli, gegen ihren Willen einen Kußzu geben versucht hatte, der ganz gewöhnliche Arbeiter, weil er in seiner Eigenschaft als Bräutigam der jungen, hübschen Arbeiterin dem Herrn General für den Kußversuch ein paar derbe Maulschellen verabreicht hatte. Zur allgemeinen Überraschung wurde ber galante Haudegen freigesprochen, weil ein Kußversuch noch lange kein Kuß fei; dagegen wurde der Arbeiter Doria zu 42 Lire Geldstrafe und zu — Schadenersatz (die Höhe der Entschädigungssumme soll noch festgesetzt werden) verurteilt, während Frl. Anita Morelli, die als Nebenklägerin auftrat, die Kosten des Verfahrens tragen soll. Da der Herr General, wie vor Gericht festgestellt wurde, den Schaven hatte, braucht er jetzt auch für den Spott nicht zu sorgen. — 9)lau schreibt aus Petersburg: „Auf einer Bahnstation auf dem Lande wurde man dieser Tage Zeuge einer hübschen Szene. Ein junger Mann, anscheinend ein Arbeiter, bat dringend, aber erfolglos einen wohlhabenden Kaufmann, ber auf bem Bahnsteig einherstolzierte, um eine Geld- Unterstützung. In biefem Augenblick erschien ein General auf bem Schauplatz; in deiner Begleitung befand sich eine sehr hübsche junge Dame. Um den jungen Manw abzuweisen, sagte der Kaufmann: „Wenn Sie die Frau General küssen, will ich Ihnen fünf Rubel geben". „Gut", sagte der Arbeiter, fiel dem General zu Füßen, erklärte ihm den Sachverhalt und bat ihn um die Erlaubnis, seine Ausgabe auszuführen. Ta lachte der General gutmütig und wandte sich fragend an bie Tante. Ter inrme Kerl sprang auf unb küßve ehrerbietigst bie W ange, bie ihm bie Tarne bot. Die „No- tooje Wremja", bie biejen Vorfall berichtet, bemerkt bazu, „solche Großmut" komme nur in Rußlanb vor". * Ein Liebesdrama. Aus Petersburg wird geschrieben: „Vor einiger Zeit erschien auf der ersten Seite einer viel gelesenen hiesigen Tageszeitung unter den Inseraten folgende geheimnisvolle Annonce: „I. F. Ich werde mich wie früher zu Dir verhalten. Komme sofort her oder telegraphiere Deine Adresse. M. O—skaja". Wenige Tage darauf erschien an derselben Stelle in derselben Zeitung eine schwarzumränderte Anzeige, in der ein Herr F. seinen Verwandten, Freunden und Bekannten den plötzlichen Tod seines Sohnes I. F. anzeigte. Der Verstorbene war derselbe I. F., an den die obige Mitteilung gerichtet war. Hinter den beiden Annoncen verbirgt sich ein Liebesdrama, das in einem anderen Lande als im Zarenreich!, wo selbst jede Zeitungsannonce erst von ber Zensur genehmigt worben muß, wohl ein weniger tragisches Enbe genommen hätte. Herr I. F. war ber Bräutigam von Fräulein O. M. gewesen; er batte Dtc Verlobung aber gelöst, ba er Grund zur Eifersucht zu haben glaubte, und nach einer heftigen Auseinandersetzung hatten die jungen Leute sich getrennt, ©inige Monate vergingen. Herr I. F. war ins Ausland gereist, um dort seinen Liebesschmerz zu vergessen; aber bald erfaßte ihn bittere Reue. Er schrieb Fräuletn M. einen demütigen Brief und bat sie um Verzeihung, teilte aber seine Adresse nickst mit, sondern beschwor seine Braut, in ber unb ber Zeitung ihre Antwort zu veröffentlichen. Das junge Mäbchen! war gern bereit, bie ihr zugefügte Beleibigung zu vergessen, unb ihrem Bräutigam zu verzeihen unb eilte nach! Empfang bes Briefes sogleich in die Expedition des Blattes, um dort ihre Annonce aufzugeben. Aber eine schwere Enttäuschung wurde ihr Z" Teil. Die Zensur gestattete die Veröffentlichung derartiger Annoncen nicht, hieß es. Alles Bitten war vergeblich, das Inserat wurde nicht angenommen. Das Ifinge Mädchen that nun bei den verschiedenen Beyorben Schritte, um bie für ben Druck ihrer Annonce notige Erlaubnis zu erwirken. Ueberall in ben vielen Kanzeleien, in welche sie geschickt würbe, erzählte sie bewegt ihre traurige Geschichte, bie tiefe Teilnahme erweckte, unb endlich, nach tagelangen Bemühungen, erhielt Fraulem M. die Erlaubnis, ihr Inserat aufzugeben. Aber bie Zeit wartet nicht, unb auch ber verzweifelte unb von Angst gequälte reuige Briefschreiber hatte nicht gewartet. Als bie Annonce schließlich erschien - hatte der Unglückliche seinem Leben bereits ein Ende gemacht". Kunst-Ausstellung. ausstellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 ühr mittags mK Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bu 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen vnn 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niobhmtgheder an Werktagen 50 Pfg. an Bonn- und Feiertagen 20 Pfg. nach Mosul. Sie ist nur bis zur Hälfte in den Fluß hinein- gebaut, die andere Hälfte ist eine Schiffsbrücke, welche bei hohem Wasserstaus fortgezogen wird. Boote, Kaiks genannt, vermitteln dann den Verkehr. Sehr üblich als Fahrzeug sind auch die Kelleks-Flöße aus aufgeblasenen Tierhäuten, welche jedoch nur flußabwärts benutzt werben können. Tie Expebition hatte Gelegenheit, noch verschiedene alte und merkwürdige Brücken kennen zu lernen und Photographische Ausnahmen von ihnen zu machen. So die Ueber» refte einer prachtvollen Brücke, bei Djezireh, deren einer Bogen nur noch vorhanden ist und deren Pfeiler mit Bildern des Tierkreises in künstlerischer Ausführung versehen sind. Ferner eine Brücke bei Hassankef unb bie über den Bitlistschai und Batmansu, welche sämtlich aus alter Zeit stammen. _ r ~ c Während die Chalder ihre Burgen auf Felsen aus- bauten.unb baran ihre Stäbte schlossen, schufen bie Assyrer meist künstlich erhöhte Plattformen, auf denen sie ihre Städte anlegten. Solche künstlichen Erhöhungen, Tel genannt, sind den Forschern verschiedentlich begegnet unb z. B. hat die Stadt Arbela noch ganz das Aussehen wie in assyrischer Zeit. —v— Pariser Welt-Ausstellung 1900. Von der Internationalen Jury wurde den Hriginat SINGER Maschinen der GRAND PRIX der höchste Preis der Ausstellung, zuerkannt. Singer Go. Nähmaschinen Act. ches. ™>» Giessen, Bahnhofstrasse 4. Shampooing (Damen Kopfwäsche«) 1 Mk. WM- Nestes Mittet gegen Schuppen und Kaaraussall. *>| Georg Lotz, 7081 Bahnhofstraße 28. aSMBWMSi I IIMIMimaMM—■ Billigste rauchlose Patronen. 100 St., Cal. 16 Mk. 8.50 Cal. 12 „ 9.50. Bei Abnahme von 500 Stück an billiger, franko inkl. Kiste. 6441 A. 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