JQQOö hat), sert 7198 aisef Wilhelm 8e. V 2. Oaiett in Klänge ans dem « 5. Ouvert. zu odlerin v. Bellini' Fester Karneval! Knecht Buprecht lästige Weiten!' ritt 35 Pfg. UMr 1 Uhr: •s 8). on 4 Ufr ab r, 7180 Zorstaud. Ä LU^ub: fit ernhard^. ----— I •M;» I lüteiiivn^ -iftupgSfähig- Bermebe wer Hü Lchvürr- einfltiübtier iter M«. 259 Erstes Blatt. Sonntag den 4 November t50. Jahrgang 19O<§ Henerat-UHeiger 2lnrts- und Anzaigeblutt für den Tireis Gieren. Alle Anzeigen-Bcrmittlung-stellm de- In« «nd Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kle-e». Fernsprecher Nr. 51. Bttoftton, Expedition und ®ruderd; Achulstraße Ar. 7. Annahme von Anzeigen zu der nachmittag- für den ivtgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abend- vorher. Aezngspreks Vierteljahr!. Mk. 2,30 monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abholestellen viertcljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Kälter für hessische Volkskunde. Orfcheivl täglich X V Ä ± i Wim- mit Ausnahme de- V s Gießener Anzeiger Amtlicher Heil. Bekanntmachung. Betr.: Landwirtschaftliche Winterschulen. Die nachstehenden Bekanntmachungen veröffentliche ich Mit der Empfehlung an die Landwirte unseres Kreises, Gebrauch von den gebotenen Gelegenheiten zur Ausbildung ihrer Söhne zu machen. Die Herren Bürgermeister bitte ich, in ihren Orten besondere Bekanntmachungen alsbald ergehen zu lassen, und dabei auch auf die Alsfelder landw. Schule, bezüglich welcher gestern Bekanntmachung erfolgte, hinzuweisen. Gießen, 1. November 1900. Der Direktor des landw. Bezirksvereius. v. Bechtold. Bekanntmachung. öetr.: Großherzogl. Obstbau« und landw. Winterschule Friedberg. Das Wintersemester der. landw. Abteilung beginnt Montag den 5. November, vormittags 9 Uhr, und endigt Mitte März. Anmeldungen sind schriftlich oder mündlich an unterfertigte Direktion zu richten, von welcher auch Programme, sowie Wohnungsausweise, wie Schülerfahrscheine £u erhalten find. Letztere wollen beizeiten eingereicht werden, Damit sie mindestens 8 Tage vor Schulanfang den Bahn- fcmtern der betreffenden Stationen eingehändigt werden können, andernfalls Verzögerung des GiltigkeitSterminS zu erwarten ist. Großherzogliche Direktion der Obstbau- und landwirtschaftl. Winterschule. Dr. v. Peter. Bekanntmachung. ®ctr.: Beginn der landw. Winterschule zu Büdingen. An der landwirtschaftlichen Winterschule zu Büdingen beginnt der Lehrgang 1900/1901 am 5. November, vormittags IO»/* Uhr. Die Anmeldungen haben rechtzeitig schriftlich oder mündlich bei dem Vorsteher der Schule, Großh. Landwirtschaftslehrer Andrae in Büdingen, zu erfolgen, von welchem der Unterrichtsplan und Jahresbericht unentgeltlich bezogen und jede gewünschte Auskunft eingeholt werden kann. Büdingen, 15. September 1900. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der landwirtschaftlichen Winterschule Büdingen. Jrle, Großh. Kreisrat. Bekanntmachung. Betr.: Die landw. Winterschule zu Alsfeld. Die nachstehende Bekanntmachung veröffentliche ich mit der Empfehlung an die Landwirte des Bezirks, die Gelegenheit zur Ausbildung ihrer Söhne nicht zu versäumen. Gießen, den 1. November 1900. Der Direktor des landw. Bezirksvereins. v. Bechtold. Die landw. Winterschule zu Alsfeldlbetr. Die Landwirtschaftliche Wiuterschule^zu Alsfeld beginnt ihren 29. Winterkursus Montag den 5. November ds. IS. vormittags 11 Uhr. Indem wir zum Besuche der Schule einladen, be« merken wir, daß die Schule das Ziel verfolgt, jungen Land« wirten diejenigen Fachkenntnifse, welche heute zur rationellen Bewirtschaftung bäuerlicher Güter notwendig find, in zwei fünfmonatlichen Winterkursen zu vermitteln. Zur Er« reichung dieses Zieles lehren an der Schule drei Landwirtschaftslehrer und vier Hilfslehrer. Die Schule ist mit einer reichen Lehrmittelsammlung zweckentsprechend ausgerüstet. Ausgenommen werden junge Leute im Alter von 14 bis 20 Jahren, welche das Unterrichtsziel au der Volksschule erreicht haben; in den oberen Kursus nur solche, welche schon den unteren Kursus mit Erfolg besucht haben, oder welche nachweisen, daß sie die Kenntnisse, welche der untere Kursus vermitteln soll, bereits besitzen. Aeltere Landwirte können als Hospitanten ausgenommen werden. Die jungen Leute stehen während ihres Hierseins unter Aufsicht der Lehrer und müssen sich der Schulordnung unbedingt unterwerfen. Sie nehmen Wohnung in bürgerlichen Familien und können Wohnungen von 30 bis 40 Mk. per Monat von dem Vorsteher der Schule, Herr Oekonomierat Leithiger, nachgewiesen werden. Das Schulgeld beträgt für das Wintersemester 25 Mk. Anmeldungen sind an den Aufsichtsrat oder an Herrn Oekonomierat Leithiger zu richten, welcher auch bereit ist, speziellere Anfragen zu beantworten. Alsfeld, den 1. September 1900. Der Auffichtsrat der landw. Winterschule Alsfeld. Politische Tagesschau. Das neue Gewerbe-UnfallverficherungSgesetz, das bekanntlich mit dem 1. Oktober d. I. in Kraft getreten ist, hat die Versicherungspflicht auf einen größeren Personenkreis ausgedehnt und es werden infolgedessen eine Anzahl neuer Betriebe bei der untern Verwaltungsbehörde anzumelden sein. Dem Reichsversicherungsamt ist gesetzlich die Ermächtigung erteilt worden, eine Frist festzusetzen, innerhalb der die neuen versicherungspflichtigen Betriebe bei der untern Verwaltungsbehörde anzumelden sind. Diese Frist hat das Reichsversicherungsamt in einer Bekanntmachung auf die Zeit bis zum 15. November 1900 einschließlich festgesetzt. Säumige Unternehmer können zu der Anm Idung von der untern Verwaltungsbehörde durch Geldstrafen im Betrage bis zu 100 Mk. angehallen werden. Für die Versicherungsund infolgedessen Anmeldepflicht kommen folgende Betriebe in Betracht, soweit sie nicht bereits der Versicherungspflicht unterworfen sind: 1. die gewerblichen Brauereien; 2. die Gewerbebetriebe, die sich auf die Ausführung von Schlosser- oder S chmiede-Arbeiten erstrecken, sowie das Fensterputzer- und das Fleischergewerbe; 3. die gewerbsmäßigen Lagereibetriebe; 4. die Lagerung s Holzfällungs- oder der Beförderung von Personen oder Güter dienenden Betriebe, wenn sie mit einem Handelsgewerbe, dessen Inhaber im Handelsregister eingetragen steht, verbunden find. 5. Betriebe jeder Art, für d i e durch tierische Kraft bewegte Triebwerke nicht blos vorübergehend zur Anwendung kommen. Wir machen hierbei besonders auf die für die Handelswelt wichtige Ausdehnung der Ver- ficherungSPflicht auf die unter 3 und 4 genannten Betriebe aufmerksam. Die gewerbsmäßigen Lagereibetriebe unterliegen — im Gegensatz zu dem bisherigen Rechtszustande — der Versicherungspflicht auch dann, wenn die Lagerung der Güter ganz oder teilweise unter freiem Himmel stattfindet. Die Voraussetzung für die Versicherungspflicht der unter 4 angeführten LagerungS-, Holzfällungs- und Beförderungsbetriebe ist, daß sie mit einem Handrlsgewerbe verbunden sind und daß der Inhaber dieses Gewerbes im Handelsregister eingetragen steht. Zu der Anmeldung ist verpflichtet der Unternehmer des Betriebes oder sein gesetzlicher Stellvertreter. In der Anmeldung ist der Gegenstand des Betriebes genau zu bezeichnen, ferner ist die Zahl aller in dem Betriebe durchschnittlich beschäftigten versicherungspflichtigen Personen anzugeben. Für den Fall, daß ein Unternehmer zweifelhaft ist, ob er seinen Betrieb anzumelden hat oder nicht, wird er gut thun, die Anmeldung zu bewirken, um den aus der Nichtanmeldung eines versicherungspflichtigen Betriebes sich ergebenden Nachteilen zu entgehen. Deutsches Reich. Berlin, 2. November, lieber die bevorstehende Reise des Kaisers zur See sind zwei Versionen im Umlauf. Nach der einen dampft der Kaiser mit der „Hohenzollern" direkt nach! Aberdeen, um die Königin Viktoria in Balmoral zu besuchen, der Kronprinz werde sich seinem Vater anschließen; nach der anderen geht er nach M a lmö, um an den großen Jagden in den Wäldern Südschwedens teilzumymen. In den nächsten Tagen sind bestimmte Angaben zu erwarten. Der Kaiser hat anscheinend den Entschluß zur Herbstreise in der allerjüngsten Zeit gefaßt, denn noch vor wenigen Tagen war die Besatzung der „Hohenzollern" im Unklaren darüber, ob sie ins Winterlager gehen oder eine Auslandsreise antreten werde. Seit längerer Zeit sprach man von einer Kaiser- Wenvenuto Gellini. Gießen, 3. November. November feierte ganz Italien mit Jubel den 400 jährigen Geburtstag des Benvenuto Cellini. Das Geburtsjahr Benvenutos war das Jubiläumsjahr 1500, das der lasterhafte Alexander VI in unverschämtester Weise benutzte, um die von allen Seiten herbeiströmenden Pilger möglichst zu brandschatzen. 1492 war in Florenz Lorenzo der Prächtige gestorben und damit war der Glanz des Hauses Medici in Wirklichkeit erloschen, denn all die späteren Titel und uie äußere Herrlichkeit können nicht über den inneren Verfall täuschen. 1498 starb der strenge Bußprediger Savonarola den Märtyrertod auf der Piazza della Signora, aber seine strenge Persönlichkeit warf noch lange einen Schatten auf das frohe Florentiner Leben. , . . Die Herrlichkeit der Kunst schien rn Florenz nur zu erlöschen, um doppelt glanzvoll sich über Rom zu verbreiten. Aber für Rom war es doch nur ein erborgter Schimmer, der bald erlosch, nachdem bie Allgewaltigen Rafael und Michelangelo ihren' Lauf vollendet hatten. Die Laster der Borgia, die gewaltigen Heldenthaten Julius II., die Glanzperiode unter Leo X. und der Todes- kompf der Republik Florenz, das sind die Erergmsse, welche die Jugendjahre des Benvenuto Cellini ausfimen. Heber die Kinderjahre des Benvenuto Cellmi wissen wir wenig. Nach 18jähriger Ehe war er das erste Kind seiner Eltern, daher sein Name Benvenuto (fei willkommen). 'Der Vater liebte leidenschaftlich die Musik, war längere Zeit als Stadtpfeifer angestellt und war auch sonst eilt gesckstckter Manu. Er war vorzüglicher Elfenbeinschnitzer und soll auch als Kriegsbaumeister und im Unfertigen von Modellen zu Brückenbauten und dergleichen tüchtiges geleistet haben. Seinen Kindern war er jedenfalls nach dem frühen Tode ihrer Mutter ein zärtlicher, hingebender Vater, was ihn freilich nicht abhielt, den beiden Söhnen eigensinnig ihren Beruf vorzuschreiben. Sie gingen doch ihre eigenen Wege, thaten aber dem Vater zu liebe, so viel sie konnten. Benvenuto besonders scheint schon seit dem 16. Jabre Vater und Schwesters eifrig unterstützt zu haben. Er erlernt früh das Blasen dem Vater zu Gefallen, aber als eigentlichen Beruf erwählt er das Goldschmiedehandwerk. Aus der Goldschmiedewerkstadt waren ja in Florenz die bedeutendsten Bildhauer und Maler hervor- gegangen, das mochte den Ehrgeiz des Knaben reizen, lieber seine Erziehung erfahren wir wenig; die literarischen und historischen Kenntnisse, welche er zuweilen verrät, dürfte er sich im späteren Leben durch seinen Verkehr mit Gelehrten und Weltleuten angeeignet haben. Im übrigen war seine Vaterstadt für den klugen, lernbegierigen Knaben die beste Bildungsanstalt. Die herrlichen Kunstwerke waren ja noch nicht in Museen eingesargt, sondern befanden sich noch in den Räumen, für die sie ursprünglich geschaffen waren. Mochte der Knabe nun in die Klöster und Kirchen gehen, mochte er über die öffentlichen Plätze und durch die Straßen an den offeriert Werkstätten vorüberschlendern — überall bot sich ihm überreiche künstlerische Anregung. Benvenuto scheint in verhängnisvollem Maße den Jähzorn, die Rachsucht und das empfindliche Ehrgefühl feiner Vorfahren geerbt zu haben. Mit 16 Jahren wird er zum erstenmal aus feiner Vaterstadt verbannt, weil er fernem Bruder zuliebe, sich hat In eine Rauferei verwickeln lassen, und etwas unstätes, rastloses geht durch seine ganzen Lehr- und Wanderjahre. Wir treffen ihn in Siena, Pisa, Bologna, und dazwischen verschiedentlich in Florenz, dann in Rom und wieder in Florenz, lieber» aU arbeitete er bei den tüchtigsten Meistern, gewinnt bald ihre Zufriedenheit durch seine außerordentlichen Leistungen und verdient erkleckliche Summen. Sein frisches, liebenswürdiges Wesen und seine Rechtlichkeit gewinnen ihm überall Freunde, seine zügellose Heftigkeit aber zieht ihm ebenso sicher überall Feinde und Händel zu. 5-ur seine künstlerische Ausbildung interessiert unS seiner gleichmäßigen Arbeit in den verschiedenen Werkstätten besonders, daß er in Pisa eifrig nach den antiteu L-arkophagen auf dem Campo Santo zeichnet und !n o^vrenz nach den Kartons des Leonardo da Vinci und des Michelangelo. Ein Wendepunkt tritt direkt nach der Papstwahl Cle- wens VII. für sein Leben ein, als er 1523 wieder nach Rom geht. Während er in der Farnezina emsig nach den Deckengemälden Rafaels zeichnet, lernt er die feinsinnige, hochgebildete Porzia Chigi kennen. Er erhält von ihr Auftrag über Auftrag, wird bekannt in der vornehmen römischen Gesellschaft und wird bald vom Papste Clemens VII. und seiner ganzen Umgebung als einer der tüchtigsten Meister geschätzt uno mit Bestellungen über- ckeise, dä das Prunkschiff seine Außerdienftste'llung «us- Hallend hinausschob und im Kriegshafen mit voller Be- jatzung verblieb. — Bei Entgegennahme des Ehrentrunkes im Siathaussaale zu Hildesheim hat der Kaiser am Mittwoch aus die Ansprache des Oberbürgermeisters Vt ruck mann folgendes erwidert: „Es wird Ihnen wohl begreiflich sein, daß auf so historischem Boden, wie auf dem, auf welchem _ die Stadt Hildesheim steht, dem Landesherrn das Herz doppelt hoch schlagen muß. In kurzen und beredten Worten hat das verehrte Haupt Ihrer Stadt einmal einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Stadt ge- worfen, zum anderen in zu Herzen gehender Weise den Empfindungen und Gefühlen der Bürger der Stadt uris gegenüber Ausdruck verliehen. Von tiefstem Herzen erwidere ich im Namen Ihrer Majestät der Kaiserin und in meinem unseren herzlichsten und wärmsten Dank, von dem ich bitte, daß Sie ihn der Bürgerschaft aussprechen wollen. Sowohl die Ausschmückiing, wie auch die alten Teile der Stadt, die uns noch erhalten sind, zeugen von dem Geiste der Verehrung für das Vergangene, für ihre Geschichte, und beweisen, daß Sie Ihre Tradition hoch und heilig halten. Eine Stadt, die eine solche Geschichte hat, wie Hildesheim, thut recht daran. Ich beglückwünsche den Bürgersinn, der in dieser Stadt weilt; denn es schlägt uns aus ihren alten Gebäuden, den ehrwürdigen Kirchen und diesem schönen Rathause nicht der vermoderte Geist ver- gangenerJahrhunderteentg egen, sondern das Große und Schöne. Was das Studium der Geschichte der vergangenen Zeiten in uns, in dem heutigen Geschlecht, erwecken kann, ist von Ihnen gehegt und gepflegt worden und giebt der Stadt den wunderbaren Reiz, der sie so weit in aller Welt bekannt gemacht hat. Zu tiefem Danke aber bin ich vor allen Dingen Ihnen gegenüber dafür verpflichtet, daß Sie dieses herrliche Denkmal dem großen Kaiser gesetzt haben. Er hat das Sehnen, das Jahrhunderte lang durch dieserrissenen d e u t sche n Lan d e gi n g, wahr gemacht und es ist ihm vergönnt worden, das Deutsche Reich zu schmieden und wieder herzustellen, zuerst in still verborgener Arbeit, hernach aber als Gottes erwähltes Werkzeug, als das er sich immer angesehen hat. So freue ich mich denn, hier aussprechen zu können, welche Freude ich an dem schönen Denkmal habe, und an der Art und Weise, wie Sie es gefeiert und enthüllt haben. Einem frommen, ehrwürdigen Deutschen Kaiser verdankt diese Stadt ihr Entstehen. Das fortdauernde Interesse doti vielen Deutschen Kaisern und von ehrwürdigen heiliggesprocheuen Bischöfen hat sie zur Blüte emporgebracht, und einem frommen alten Kaiser verdankt sie es, daß sie sich wieder eine deutsche Stadt neunen kann. Ihm haben Sie dafür das Denkmal gesetzt. Möge der edle deutsche Sinn, der in den Mauern dieser altehrwürdigen Stadt gepflegt worden ist und so schöne Blüten gezeitigt hat, in alle Ewigkeit Hildesheim bewahren und beschützen, und möge es mir vergönnt sein, ihm allezeit ein friedvoller Schützer und Förderer zu sein! Ich trinke auf das Wohl der Stadt Hildesheim!" — Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet über die von verschiedenen Seiten (auf werdenden Klagen über den Mangel an Volksschullehrern: Im preußischen Kultusministerium wird dieser Angelegenheit eine sorgfältige Beachtung gewidmet. Der Minister nahm die vorgebrachten Klagen zur Kenntnis. Es sind Erwägungen im Gange, wie da, wo es nötig ist, Abhilfe zu schaffen sei. — Die „Westd. Volksztg." schreibt: „Der P a p i e r z o l l war gedacht als Schutzzoll, d. h. er sollte die deutsche Papierindustrie gegen die damals übermächtige Konkurrenz des Auslandes schützen. Diesen Schutz hat die deutsche Papierindustrie anscheinend jetzt uidyt mehr nötig; jetzt ist es das Zeitungsgewerbe, das gegen eine ungehörige Brandschatzung durch die Papierindustrie geschützt werden muß, und dies kann nicht wirksamer geschehen, als durch die möglichst bald durchzuführe..?? Aufhebung des Zolles auf Druckpapier. Die verbündeten Regierungen haben keine Veranlassung, einem diesbezüglichen, seitens der großen Mehrheit des Reichstages an sie gestellten Ansinnen nicht stattzugeben, und es ist dafür gesorgt, daß der Reichstag alsbald nach seinem Zusammentritt zu dieser Frage Stellung nehmen kann." Häusl. Benvenuto arbeitet unaufhörlich an seiner Aus- drldung weiter, er erlernt das Emaillieren, lernt das Schneiden der Siegel, studiert, während in Rom die W^obt, unablässig die Antiken, ahmt türkische, mit S1*1^eI uack>, fertigt kunstvolle Vasen, «erden antit ^halten und ausgegeben frrn™ uutzr jede Gelegenheit um zu unb^iVim x ^.Meister einer eigenen Werkstatt J?* ""0 ch im stände feinen alternden Pater zu ui t-'r- Kutzen. Wir wurden jedoch irren, wennwirdächt nPen- »emtto habe ein arbeitsames EtnsiedlÄleben aesuhrt' Ber- SÄ Ä »»t« 5Bf|en v-rstricken ihn fortwährend in galante Men euer «nbete bo c handel Seine Klugheit und meistens fe7n Dcgkii mu(|en ihn dann immer wieder herausreiken (fr «lebt 1527 den berühmten saeeo di Roma, als der Papst »on Spaniern und Tcuychcn in der Engelsburg belagert xncb. Von der --pitze der Engclsburg aus sieht er den großartigen Brand Roms, er rühmt sich, mit eigener fjanb Karl von Bourbon getötet zu haben und leistet dem Papste nicht unerhebliche Dienste. Nach der Kapitulation der Lngelsburg geht der Künstler zunächst nach Florenz und M hier die Pest in grauenhafter Weise wütet, begießt er fich nach Mantua, wo Guilo Romano, der Schüler Rafaels ihn dem Herzoge vorstellt. Als er nach kurzem AufentWie schon »nitgeteilt, ist dein Bundesrat ein Gesetzentwurf zugegangen über die Verlegung der deutsch- österreichischen Grenze längs des Przemsa- Flusses. Nacb dem preußisch-österreichischen Grenzrezesse vom 28. August 1818 bildet die Mitte der Przemsa-Flusses aus der Strecke von Slupna bis zum Einflüsse der Przemsa in die Weichsel auf 27 Kilometer Länge die Grenze zwischen Preußen und Oesterreich. Im Lause der letzten Jahre ist mit Rücksicht aus die vielfachen, durch den reißenden Strom herbeigeführten U s e r - B e- schädigungen sowie mit Rücksicht auf wichtige Bergwerks- und Schiffahrtsinteressen von der preußischen und der österreichischen Negierung gemeinsam die Begradigung und Eindämmung des Flusses ins Werk gesetzt worden. Nach Beendigung der Regulierungsarbeiten erschien es zweckmäßig, die preußisch-österreichische Grenze von der Mitte des früheren Flußlaufs nach der Mitte des regulierten Bettes zu verlegen. Aus Grund der darüber herbeigeführten Verständigung ist mit Oesterreich ein Vertrag abgeschlossen worden. Durch die Grenzveränderung wird an den privatrechtlichen Verhältnissen der auszutauschenden Grundstücke nichts geändert als daß nach Maßgabe des Vertrages die beiderseitigen im Staatseigentum befindlichen Grundstücke gegeneinander ausgetauscht werden. Vom preußischen Landtag ist die Veränderung der Grenzen des preußischen Staatsgebietes bereits genehmigt worden. Da zugleich eine Veränderung der Reichsgrenze eintritt, ist auch die Zustimmung des Bundesrats und des Reichstags erforderlich. Zu diesem Zweck ist der vorgelegte Gesetzentwurf ausgearbeitet worden. In § 1 wird nach dem Vorbilde des Reichsgesetzes über die Vereinigung von Helgoland mit dem deutschen Reich vom 15. Dezember 1890 zum Ausdruck gebracht, daß das Reich seine Zustimmung dazu erteilt, daß Preußen, den bisher österreichischen Gebietsteil im Austausch gegen den an Oesterreich abzutretenden Teil des preußischen Gebiets erwirbt. Durch § 2 wird anerkannt, daß der bisher österreichische Gebietsteil durch seine Vereinigung mit Preußen dem Reichsgebiete hinzutritt, und es wird über das Inkrafttreten der von Reichswegen erlassenen Vorschriften in dem neu erworbenen Gebiete Bestimmung getroffen. Das Ausscheiden des preußischen Gebietsteils aus dem Reichsgebiete wird m § 3 Merkannt. — Zur 12 000 Mark-Geschichte des General-Sekretärs Bueck wird dem Paderborner „Westfäl. Volksblatt" von „gut unterrichteter Seite" folgende Darstellung übermittelt: „Es handelt sich, wie das „Vbl." schon früher richtig bemerkt hat, um eine pri bäte, nicht um eine amtliche Angelegenheit, die aber, was gleich bemerkt werden soll, nicht hätte vorkommen dürfen. Ein Berliner orthodoxer B l ä 11 er v e r l a g , der sich zur Zeit des „Zuchthausgesetzes" große Mühe gab, durch ein ostentatives Eintreten für dasselbe sich an höchster Stelle beliebt zu machen, wandte sich durch seinen Vertreter, einen evangelischen Theologen, an Herrn von Woedtke, und fragte diesen, ob nicht etwa für eine solche Preßagitatiou (Beilagen zu Kreisblättern) eine finanzielle Unterstützung zu erlangen sei. v. Woedtke erklärte als Privatmann, er könne nicht annehmen, daß für solche Zwecke Gelder aus Reichsmitteln flüssig zu machen seien, aber vielleicht lasse sich auf andere Weise die Summe beschaffen. Der betreffende Prediger berief sich aus eine sehr hochstehende Dame, welche diese Preßthätigkeit angeblich sehr wünsche und empfehle. Vielleicht hat sich v. Woedtke dadurch bewogen gefühlt, bei dem Verbände der Großindustriellen wegen der Summe anzufragen. Eine amtliche Thätigkeit des Reichsamts des Innern ist in der Sache nicht erfolgt, und Graf v. Posadowskh dürste überhaupt von der ganzen Afsaire erst erfahren haben, als das Leipziger sozialdemokratische Blatt den Bueckschen Brief veröffentlichte. Aus Stadt und Land. Gießen, 3. November 1900. ** Perfonalnachrichten. In den Ruhestand wurde versetzt der Pfandmeister des Beitreibungsbezirks Offenbach Christoph Stellwag in Offenbach auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers an und ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. halt nach Florenz zurückkehrt, findet er alle die Seinen an der Pest gestorben mit Ausnahme seines Bruders und seiner jüngeren Schwester. Es würde zu weit führen, alle die Arbeiten, die Abenteuer und das ganze, reiche, oft gefährdete Leben zu schildern, das Benvenuto unter der Regierung des Papstes Clemens VII. geführt hat. Clemens VII. ist derselbe Papst, gegen den in Rom öffentliche Bußprediger auftraten und ihn als den Antichrist bezeichneten. In Benvenutos Schilderung tritt er uns als ein Gewaltherrscher entgegen, der Verständnis und Interesse für die Kunst hegt, der sich wohl zuweilen w ungerechten Launen hinreißen läßt, im ganzen aber die Leistungen seiner Diener wohl zu schätzen weiß. Als es zu dem bekannten Konflikt zwischen der Stadt Florenz und dem Papste kommt, veranlaßt eine wiederholte Aufforderung des Papstes Benvenuto schleunigst nach Rom zurückzukehren. In Benvenuto Cellini sehen wir in eigentümlicher Weise den Autoritätsglauben mit Aberglauben gemischt. Er unterwirft sich den Satzungen der kirche, erträgt geduldig die Bußübungen, die ihm jeweilig auferlegt werden, kurz er erfüllt äußerlich alle Vorschriften der Religion, ohne daß dies im geringsten Einfluß hätte auf fein inneres Leben oder ihn abhielte auf's eifrigste Rat zu suchen bei Beschwörern und Zauberern. — Es würde hier zu weit führen, wollten wir auf alle Einzelheiten seines Lebens eingehen, wir müssen uns auf diejenigen Geschehnisse beschränken, welche auf des Künstlers Leben einen verhängnisvollen Einfluß Üben sollten. T-a güt es vor allen Dingen die Ermordung seines geliebten ** Oeffentliche Lesehalle. Im Oktober wurden 1453 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Illustrierte Zeitschriften 332, Erzählende Litteratur 686, Versdichtungen 13, Jugendschriften, Märchen, Sagen 232, Litteraturgeschichte 14, Geschichte und Biographieen 54, Länder- und Völkerkunde 23, Naturwissenschaft, Technologie 87, Gesundheitslehre 5, Staatswiffenschaft 7 Bände. Es wurden verliehen an Manner: Handwerksmeister 180, akademisch Gebildete 36, Kaufleute 122, Beamte 23, Unterbeamte 55, Techniker, Schriftsetzer 122 , Arbeiter, Tagelöhner 57, Diener, Burschen, Kellner 31, Lehrlinge, Gehilfen 279, Studenten 45, Rentner 4, zusammen 954 Bände; an Frauen: Ehefrauen, Witwen, ältere Unverheiratete 120r Gewerbetreibende 91, Dienstmädchen, Lauffrauen 27, Arbeiterinnen, Ladenmädchen 44, Beamtinnen 24, Pflegerinnen 32, junge Mädchen, Lehrmädchen 161, zusammen 499 Bände. Nach auswärts kamen 32 Bände. •• Stadttheater. Für Sonntag den 4. ds. Mts. ist im Stadttheater ein ausgezeichnetes Volksstück mit Gesang angesetzt: „Gewonnene Herzen- oder „Nord und Süd" in 3 Akten von Hugo Müller, Musik von R. Stal. Die längst mit Spannung erwartete Erstaufführung von Gerhard Hauptmanns Schauspiel „Die Web erfindet am Dienstag dem 6. dss. Mts., und zwar im Abonnement bei gewöhnlichen Eintrittspreisen statt» -f. Großeu Buseck, 2. November. Ein seither flüchtiger hiesiger Einwohner, der wegen Tierquälerei eine sieben- wöchentliche Gefängnisstrafe zu verbüßen hat, konnte vorgestern durch einen Gendarmen aus Gießen in seiner Wohnung dingfest gemacht werden. Er hatte sich etwa drei Wochen im Walde aufgehalten. Doch hatte er sich scheinbar infolge der schlechten Witterung eines Besseren besonnen, und war zu den heimischen Penaten zurückgekehrt, wo er durch Beschaffung eines ärztlichen Attestes seiner Verhaftung zu entgehen hoffte. Die Hoffnung aber erwies sich als trügerisch, da nach Ansicht des Arztes seiner Verhaftung keinerlei Hindernis im Wege stand. § Butzbach, 2. November. Die dem früheren hiesige« Arzte Dr. Melchior, zurzeit in Frankfurt a. M., gehörende kleine Villa nebstHauSgarten hier, hat derGroßh. Fiskus gestern zum Preise von 50,000 Mk. gekauft. Dem Vernehmen nach soll der zweite Oberförster zu Butzbach Dienstwohnung 2c. in dem genannten Anwesen erhalten. -nn. Darmstadt, 2. November. Allgemeines Aufsehen erregt hier das plötzliche Verschwindendes Garnisons- Verwaltungsdirektors RechnungSrats Wild, der schon eine Gesamtdienstzeit von ca. 40 Jahren hinter sich hat und demnächst in den Ruhestand treten sollte. Als am Mittwoch früh Kasernenrevision sein sollte, war W. verschwunden; er hat sich im Laufe des Tages noch bei einer ganzen Anzahl von Bekannten und Geschäftsleuten unter allen möglichen Ausreden teilweise nicht unbeträchtliche Summen geliehen. ES stellt sich auch heraus, daß W. wahrscheinlich auch die am 31. fällig gewesenen Gehälter der gesamten Garnisonbeamten, die er auszuzahlen hatte, mitgenommen hat; denn die stellvertretenden Beamten mußten sich, um die Gehälter auszahlen zu können, bei einem hiesigen Bankinstitute Vorschuß geben lassen. Auch soll sich W. von einer ganzen Anzahl von Geschäftsleuten, die für die Garnison Arbeiten auszuführen hatten, schon seit längerer Zeit sog. Vorschußquittungen haben geben lassen, das Geld aber nicht auS- bezahlt haben. Auch sollen sonst bei Lieferungen und Ausführungen von Arbeiten nicht ganz saubere Manipulationen zum Nachteil der Militärbehörden vorgekommen sein. Nach den bisherigen Feststellungen handelt es sich um ganz deutende Summen, und die Miltärbehörde hat sofort ans die Kaution und sonstiges Vermögen Beschlag getaG1- hatte außer freier Wohnung ein Gehalt von ca. 4500 Mk. pro Jahr. Er lebte im allgemeinen soweit bekannt solide und genoß allgemeines Ansehen und Vertrauen. Er trat die hiesige Stelle vor ca. 12 Jahren an und war vorher längere Zeit in Mainz und Kolmar. ätfYRRHOUN-SEFE „leistet mir vorzügliche Dienste, die Haut bleibt trotz der vielen Waschungen, denen wir die Hände unterziehen müßen, glatt und geschmeidig, sodaß ein Einreiben mit Glycerin, Vaselin rc. überflüssig ist und werde ich dieselbe empfehlen." Aehnliche Schreiben vieler hervorragender Mediziner liegen vor. Ueberall, auch in den Apotheken, erhältlich. einzigen Bruders zu erwähnen. Um den Tod au rächen tötet Benvenuto den Pompeo von Mailand und bereitet sich dadurch trotz bald erlangten päpstlichen Freibriefes! jahrelanges Elend. Papst Clemens ist inzwischen gestorben und Paul III. aus dem Hause Farnese ist zum Papst erwählt. Wohl bestimmt er Benvenuto solle seinen alten Platz als Stempelschneider bei der Münze wieder haben und überhäuft ihn mit Beweisen seiner Gunst, aber der Boden ist für Benvenuto kein sicherer mehr. Eine natürliche Tochter des von ihm getöteten Pompeo war mit einem Günstling Peter Ludwigs, des natürlichen Sohnes Pauls III., vermählt. Durch diesen Günstling wird Peter Ludwig bald der erbitterte Feind Benvenuto Cellinis. Der Mn stier wird nun durch die Verhältnisse wieder zu einem rastlosen Wanderleben verdammt. Um sich vor den Nachstellungen Peter Ludwigs zu retten, geht er nach Florenz und wird hier durch Herzog Alessandro de Medici auf alle Weise begünstigt. Wieder läßt er sich durch den Papst nach Rom locken, aber des Papstes erneuter Freibrief wegen des Mordes au Pompeo kann ihn auch jetzt nicht sicher stellen vor den Anfeindungen Peter Ludwigs. Cellini ist abwechselnd in Florenz und Rom, erfährt Gnade und Ungnade, glaubt den Mord des Herzogs Alessandro vorauszusehen, verpflichtet sich den Papst durch seine schönsten Arbeiten und darf doch seines Lebens nie ganz sicher fein. Schluß folgt. Ä'£ 7 Ä ** tJwW S'& .er Uchs • je« .!Lr * tfo A Ponipe' qetote^M" >*£Sh* LL«S ?sä^ nKs vung^d M- eenr, » mt». «t« nb war Dergkdnng nna DraiWmbriten, Anfuhr des Röhreuulaterials und Pfuhllieferung. Donnerstag de» 8. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, sollen an dem Rathaus» zu Utphe die in den Fluren I und II der Gemarkung Feldheim bei Hungen im Herbst d. I. auszuführenden Draiuagearbeiten xnb Materiallieferungen, veranschlagt: 1. Graben- und Röhrenverlegungsarbeiten, ca. 40000 lfde. Meter Mk. 8000.— 2. Anfuhr des Röhrenmaterials mit ca. 3620 Ctr. von Bahnstation Obbornhofen«Bellersheim „ 724.— 3. Lieferung der Ntvellierpfähle M 20.— unter den vorher bekannt zu gebenden Bedingungen an die Wenigst, nehmenden vergeben werden und find Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg, den 1. November 1900. 7212 V« Greb, Wiesenöaumeister. Submission. . In den neuen Kliniken in Gießen soll auf dem öffentlichen SubmisstonS- wege vergeben werden: 1. Die Reinigung der Personal- wüsche dir Ende März 1902; 2. Die Abgabe von auirangtettm Wäschestücken und Lumpen bis Ende März 1901. Die Bedingungen sind auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen von 3 bis 5 Uhr nachmittags einzusehen. Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Montag den 12. November 1900, vormittags 12 Uhr, einzureichen. Gießen, 1. November 1900. Großherzogl. Verwaltungs-Direktion ________der neuen Kliniken. 72! 3 Die Vernehmung der am 17. Juni 1883 als Tochter der Ehrleute Moritz Werner und Minna geb. Friedrich zu Störmthal bei Leipzig ge borenen Taglöhueriu und Dienst magd Anna Martha Werner ist im Jntereffe einer dahier anhängigen Untersuchung-fache dringend notwendig. Die Genannte war in der Zeit vom 16. bis 30. August 1900 wegen Bettelns in dem Gertchtsgefängnis zu Ehringshausen inhaftiert, wurde nach er- folgtet Verurteilung und Strafverbüßung am 30. August 1900 entlassen und zieht, anscheinend ohne festen Dienst zu nehmen, mit dem Besitzer einer Schießbude umher. Es wird ersucht, dm zeitigen Aufenthaltsort oder Dienst der Werner zu ermitteln und hierher anzuzeigen oder sie im Betretungsfalle zu ver- anlaffen, ohne weiteres dahier zur Vernehmung zu erscheinen. 7206 Limburg, den 29. Oktober 1900. Königliches Landgericht. Der Untersuchungsrichter. Ettingshausen. Die Gemeinde will ihren Pflastersteinbruch (Steine erster Sorte) Samstag den 10. November 1900, nachmittags 2 Uhr verpachten. Die Bedingungen liegen von heute an auf dem Bürgermeistereibureau offen. Ettingshausen, 1. November 1900. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. K eil, Beigeordneter. 7193 (i; in pich hi im en Keinen Keich mehr! 2000 Mk. Belohnung demjenigen, der beim Gebrauch meines Aruchbandes ohne Jeder nicht von seinem Bruchleiden vollsiändig -eheilt wird. Man hüte sich vor minder- wertiaen Nachahmungen. Auf Anfrage Broschüre gratis und franko durch das Pharmaceuttsche Bureau Balken- Vurg (8.), Holland Rr. 9, da Nus- lanb Doppelvorto__6091 Zwbeehnft chön find alle, die eine zarte, schneeweiße Haut, rosigen, jugendfrischen Teint und ein Gesicht ohne SommersproffkN haben, daher gebrauchen Sie nur: Radebeuler Mmilch-Zkife v. Nergmann & ßo., ItadeSerrk-Aresdur Schahmarke: Steckeupserd. L Stück 50 Pfg. in der tzngel-ApotYeKe, ber finit Aender, A». I. Wöös, Kart -chrvaa», ZllauK. 2810 hi ueil:iiufen Ein Grundstück an der GlsenVay«, zu ZSau- und Lagerplatz geeignet, zu verkaufen. 04698 __Chr. Hanb«fh I ImmobilieuiikrkMf. Die auf den 17. November einer Zwangsversteigerung ausgesetzteHerm. 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Steffenhagen; für den «nzeigcndeil: Hans Bect. 71 71 71 1—1200 a 1201—3200 L 3201 — 3900 L Berlin Frankfurt a. der Deutschen Effekten- und Wechselbank, dem Bankhause L. & E. Wertheimber der Stadtkasse, dem Bankhause Bamberger & Co., zur Subskription aufgelegt. Die Subskription findet Die rückzahlbaren Schuldverschreibungen sind mit”sämtlichen nach dem Rückzahlungstermiae- fälligen Zinsscheinen einzuliefern; der Betrag etwa fehlender Zinsscheine wird von dem Kapital abgezogen. Die Schuldverschreibungen der Anleihe verjähren 30 Jahre nach ihrem Rückzahlungstermine, die Zinsscheine 4 Jahre nach Schluss des Jahres, in welchem sie fällig geworden sind. Julius Heuser. Hans Ramseyer. Max Hofer. Robert Marlitz. Willy Reinhardt. Siegfr. Lachmann. Heinrich Keßler. Ernst Neumann. Siegfr. Lachmann- Grossherzogliche Bürgermeisterei Mainz. Die Beauftragten der Stadtverordnetenversammlung. Gemäss Beschluss der Stadtverordneten-Versammlung vom 17. Oktober 1900 und mit Genehmigung des Grossheraoglichen Kreisamts Mainz vom 20. Oktober 1900 hat die Stadt Mainz eine Anleihe von Berlin, Mainz, Frankfurt a. M., im November 1900. Die Anleihe ist eingeteilt in 1200 Schuldverschreibungen 2000 „ 700 Berlin Mainz Frankfurt a. M° aufgenommen, die zur Tilgung der schwebenden Schuld der Stadt im Betrage von 1 260 000 Mark und zur Bestreitung folgender Ausgaben bestimmt ist: Restkosten der Erbauung des neuen Gaswerkes, des Elektrizitätswerkes und den Schulhauses am Feldbergplatz, Kosten der Umänderung des Stadttheaters, der Erweiterung der Wasserversorgnngsanlage und des Ausbaues des Strassennetzes in der Neustadt, Bestreitung der ersten Rate des an den Reichsmilitärfiskus zu leistenden Beitrags für die Baukosten einer neuen Kaserne und Anderes. Die Genehmigung des Grossherzoglichen Staatsministeriums zur Ausgabe der Schuldverschreibungen, laut § 795 des Bürgerlichen Gesetzbuches, ist erfolgt. Die Anleihe wird mit 4<>/0 jährlich, in halbjährigen Terminen, am 2. Januar und 1. Juli, verzinst: der erste Zinsschein ist am 2. Januar 1901 fällig. Die Anleihe ist seitens der Stadt bis zum 1. Januar 1910 unkündbar. Von diesem Tage an steht der Stadt das Recht zu, jederzeit mit dreimonatiger Kündigung die im Umlauf befindlichen Schuldverschreibungen ganz oder teilweise behufs Rückzahlung des Kapitalbetrages zu berufen. Den Inhabern der Schuldverschreibungen steht ein Kündigungsrecht der Stadt gegenüber nicht zu. Die regelmässige Tilgung der Anleihe erfolgt vom Jahre 1910 ab mit jährlich V2°/o des Kapitalbetrages zuzüglich der durch die Kapitalrückzahlungen ersparten Zinsen gemäss einem den Schuldverschreibungen beigedruckten Tilgungsplanoi Die Nummern der zur Rückzahlung bestimmten Schuldverschreibungen werden jedesmal ein halbes Jahr vor dem Rückzahlungstermine, der auf den 2. Januar jedes Jahres festgesetzt wird, also jährlich am 1. Juli durch Verlosung festgestellt. Die erste Verlosung findet am 1. Juli 1910 statt. Die Nummern der ausgelosten Schuldverschreibungen, sowie der aus vorhergegangenen Verlosungen fälligen, noch nicht zur Rückzahlung vorgezeigten Schuldverschreibungen werden alsbald in einer Zeitung in Mainz, zwei in Berlin und einer in Frankfurt a. M. bekannt gemacht. In denselben Zeitungen werden auch alle sonstigen die Anleihe betreffenden Bekanntmachungen veröffentlicht. Die vorstehende 4prozentige Anleihe der Stadt Mainz vom Jahre 1900 im Betrage von 4 000 0(0 Mark, deren Zulassung zum Handel und zur Notiz an den Börsen von Berlin und Frankfurt a. M. beantragt wird, ist von den Unterzeichneten übernommen worden und wird hierdaroh Der Schmied-Hansel Nanny, f. Tochter Hermann Walter, fein Buchhalter August Wetterhahn, Schmiedegeselle Karline Hausmädchen Obermayer, Schreiber beim Landgericht Der Gems-Toni, ein Wildschütz Ein Adjutant vom Generalstab Leutnant von Trott Meneke, Unteroffizier Keichel, Tambour Huber, ) bairische Deininger,) Soldaten Friedel, Knecht während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden zu nachfolgenden Bedingungen: 1) Der Subskriptionspreis beträgt 98.80 °/'o zuzüglich 4% Stückzinsen vom 1. Juli d. J. die zum Tage der Abnahme. Den Schlussscheinstempel trägt der Zeichner zur Hälfte. 2) Die Subskription erfolgt auf Grund des zu diesem Prospekt gehörigen Anmeldungs- formulars, welches von den vorgenannten Stellen bezogen werden kann. Jeder Subsknp- tionsstelle ist die Befugnis Vorbehalten, die Subskription auch schon vor Ablauf der festgesetzten Frist zu schliessen und nach ihrem Ermessen den Betrag jeder einzelnen Zuteilung zu bestimmen. Die Zuteilung erfolgt sobald wie möglich nach Schluss der Subskription . 3) Bei der Subskription ist eine Kaution von 5 % des gezeichneten Nominalbetrages nr Bar oder in solchen Effekten zu hinterlegen, die die Subskriptionsstelle als zulässig erachten wird. __ , . , , . 4) Die Abnahme der zugeteilten Stücke hat in der Zeit vom 14. November d. J. bis zum 5. Dezember d J. zu erfolgen. Anmeldungen auf bestimmte Abschnitte können nur soweit berücksichtigt werden, ale dies nach dem Ermessen der Subskriptionsstelle mit den Interessen der andern Zeichner verträglich ist. liefert billigst SrM'sche AnMrßMs-DkuLttei. dem Bankhause Mendelssohn & Co. „ „ Bamberger & Co. der deutschen Effekten- und Wechselbank dem Bankhause L. & E. Wertheimber — Druck unk Scrtag d-r Br»hl's