A 1817 lnft btrjtbititn 'Se Mitleid mtnautt. \ 1678 Ifis 6 Uhr, • F. Schubert. ) . W. A. Motart. Brahms, g . G F. Hände/. y Th. Jfflngeniort. Hildach C M. t. Weber. Joh. Lewalter. Y, U^ehsohn- Bartholdy. , Jensen. , Kjendf. . Löwe. , Zarricky. 7. Rudolph hier, J61« WWe« htncM BMotMÜL ks Md»tv *W jefötf selbMbia ss zarbeil gründ. vMb ofer Se« M . B°rzchIl-n-.FA mdlung von Ernst steo Karlen. ler VorMil Mk. 1.50, 1176 fiÄÄi D i. ApnlM-l Wu- we_y_L.__— ie8 s?r§ MS ettyn9p g 0826 NN t« »ns« * : «ss>» Sonntag den 4. März LA4-O Zweites Blatt Anrts- unb Anzeigeblcrtt für den Utets Gieren Bezugspreis Vierteljahr!. Ml 2,96 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle« vierteljährl. Mk. 1,96 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de» In» und Ausländer nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Äbrefft für Depeschen: Anzeiger Hießen Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilage«: Gießener Famitienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Urtrfihr, Expedition und Druckerei: Ai^nkstratze Ar. 7. Meßmer Anzeiger Henerat-Anzeiger ttgkich ent iMHMlme deS Die «etzmer »erd« de» Anzeiger * «echi-l a*t ,He«. »M*n*r R. „Blätter Mr he». Volkskunde^ ■■■•*»< »»« Anzeigen zu der nachmittag- für h« tale*!« Sm erscheinenden Nummer biS norm. 10 vhr. Mallungen spätesten- ebewM vorher. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche. In Bellersheim ist in einem Gehöfte die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet worden. Gießen, den 3. März 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. ” Der am Dienstag dem 6. März und Mittwoch dem 7. März l. I. hier stattfindende Vieh markt beginnt an beiden Tagen um li/i Uhr vormittags. Gießen, den 3. März 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Gefunden: 10pernglas, 1 Kravattennadel, 1 Herren- Regenschirm, 1 Hut, 1 seidenes Taschentuch, 1 Bettvorlage, 1 Kopftuch, 1 Aufsteckkamm und 1 Packet Drahtstifte. Gießen, am 3. März 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. * Politische Wochenschau. Gießen, 3. März.4900. Die Erkrankung des Centrumsführers Dr. Lieber ist nicht ohne Einwirkung auf die Entwickelung unserer innerpolitischen Lage gewesen, insofern nämlich, als die Kommissionsberatungen hinausgeschoben worden sind, um eventuell den als Flotten-Sachverständigen geltenden Abgeordneten für Montabaur Gelegenheit zu geben, sein Licht leuchten zu laffen. Wir wollen wünschen, daß dies recht bald geschehen kann, denn vor der Entscheidung über die Flottenfrage bleibt die Situation dunkel. Die Regierung sollte möglichst jeden Anlaß vermeiden, es mit dem Reichstage zu verderben, sie sollte auch den Wünschen des letzteren nachkommen, insbesondere wenn sie eine große Majorität hinter sich haben, wie es z. B. mit dem Anträge auf Aufhebung des Diktaturparagraphen in Elsaß-Lothringen der Fall ist. Aber die Regierung glaubt der Forderung noch nicht stattgeben zu können, und läßt erklären, daß sie sich durch diefen Beschluß des Reichstages in ihrer Auffassung von der Unentbehrlichkeit jenes Paragraphen nicht könne irre machen laffen. — Die Beratungen deS Reichstages bewahren fortgesetzt ihren ruhigen Charakter, und selbst bei der Erörterung des Militäretats, die schon oft recht erregte Debatten zeitigte, plätscherten die Wellen sehr sanft. — Im preußischen Abgeordnetenhaus nahm die erste Lesung des Gesetzes über die Warenhaussteuer mehrere Tage in Anspruch Welches Schicksal die Borlage, die auch über Preußens Grenzen hinaus von Interesse ist, nach der Kommissionsberatung haben wird, steht noch nicht fest: Freunde und Gegner der Umsatzsteuer hielten sich ungefähr die Wage. Ganz besondere Aufmerksamkeit zogen im Laufe der letzten Woche die Ereignisse auf dem südafrikanischen Kriegsschauplätze auf sich, und man darf wohl sagen, daß die ganze gebildete Welt der Nachrichten aus Südafrika harrte. DaS Schicksal Cronjes und seiner tapferen Armee hat allerorten Teilnahme erregt, aber es ist verständlich, daß er einen unnützen Widerstand aufgab, nachdem er sein Möglichstes geleistet hatte, ebenso daß die Buren von der weiteren Belagerung von Ladysmith Abstand nahmen. Ihre Aufgabe ist ja jetzt, ihr Heimatland vor dem Eindringen der Engländer zu schützen, und daß sie daran all' ihre Kraft setzen werden, bezweifelt gewiß niemand. Es war selbstverständlich, daß die gesamte nichtenglische Presse den Augen- blick zur Einleitung des Friedens gekommen erachten würde, am bemerkenswertesten ist aber die Sprache, welche die russischen Blätter führen, die aus ihrer Antipathie gegen England gar kein Hehl machen und einer Intervention das Wort reden. Es wäre zu wünschen, daß die englischen Machthaber recht bald die Hand zum Frieden reichen; sie würden dadurch schwere internationale Verwickelungen vermeiden, die nach unserer Ansicht zu befürchten sind, falls England Sieger bleibt und «ls solcher rücksichtslos gegen die Freiheit der Burenstaaten L orgeht. Trotz aller Friedensverficherungen ist Zündstoff genug in der Welt vorhanden, und bei der großen „Abrechnung", die freilich immer wieder hinausgeschoben, aber doch einmal kommen wird, dürfte England wohl den Kürzeren ziehen. Schon mehr als ein Weltreich ist zu Grunde gegangen, und das Schicksal, welches Spanien erfahren hat, muß immer wieder die Wahrheit des Satzes bestätigen, daß Hochmut vor dem Fall kommt. Lokales und VrovinMes. ** Kirchliche Dienstnachrichten. Ernannt wurden: Pfarrvikar Schweickert zu Pfungstadt zum Verwalter der Pfarrstelle zu Hahn und der Diakonatstelle zu Pfungstadt, Dekanat Eberstadt; Pfarrvikar Marx zu Wolfskehlen zum Pfarrverwalter in Lißberg, Dekanat Büdingen; Pfarrverwalter Hotz zu Maar zum Pfarrvikar in WolfS- kehlen, Dekanat Eberstadt; Pfarrverwalter Landmann zu Hahnheim zum Pfarrverwalter in Burkhards, Dekanat Schotten; Pfarrvikar Linck zu Brauerschwend zum Pfarrverwalter in Dudenhofen, Dekanat Offenbach. — Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: die evangelische Pfarrstelle zu Hahn und das damit verbundene Diakonat Pfungstadt, Dekanat Eberstadt; die evangelische Pfarrstelle zu Griedel, Dekanat Hungen. *> Kuustvereiu. Neu ausgestellt sind u. a. folgende Bilder: von D. Mastaglio-München „Mozart als Kind am Kaiserhof in Wien", von E. Compton-Feldafing „Ansicht der Berner Alpen vom Brienzer Rothhorn", von C. Breitbach-Berlin. „Blick auf Sterzing in Tyrol", von A. As- mußen-Hamburg, zwei Winterlandschaften, von E. Lougot- München „Heranziehendes Gewitter", „Heuernte", von N. v. Astudin-WieSbaden „Porta Ischia" von F. Hermesdorff- München „Gesangsprobe", „Abschied", von T. Schütz- Düsseldorf „Bauernbrautfahrt auf der schwäbischen Alp", von C. Le Feubure Tölz „Eichmühle bei Tölz", „Am Chiemsee", „Abend an der Würm", von L. Corregio- München „Dorfpartie", „Winter", von P. Greeff- Düsseldorf „Am Tümpel", von I. Gehrig-München „Gebirgsmotiv", „Stadtmauer in Roveredo", „Abend in Tyrol", von A. Weinberger - Wiesbaden „Hirsche am Waldbach", „Fuchs mit seiner Beute" von F. Ulrich- Berlin „Junge Füchse in banger Erwartung vor dem Bau", von M. Correggio-München „Kämpfende Spielhähne", von F. v. Amerongen-Cronberg i. T. „Straße in Hall, Tyrol", „Im Wald", von P. Riepert-Darmstadt „Winterabend" u. s. w. Auch das Kunstgewerbe ist diesmal vertreten und zwar mit einem Bilderrahmen und zwei Leuchtern, Kunstschmiedearbeit von C. Stohr I. Gießen, sowie fünf Glasbildern, moderne Verglasungen, von O. Hirz jun. Gießen. ** Elektrisches Licht. In der letzten nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten genehmigte die Versammlung einen zwischen der Stadt Gießen und der Königlichen Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M. abgeschlossenen Vertrag, wonach die Stadt sich verpflichtet, vom 1. April 1901 die gesammte Bahnhofsanlage mit elektrischem Licht zu versehen. Zur Erzeugung desselben wird die durch Turbinenanlage verstärkte Wasserkraft der Neumühle benutzt werden, außerdem aber noch eine Gaskraftmaschinenanlage an der Neumühle errichtet werden. Um diese Maschinen zu treiben, wird ebenfalls dort an Ort und Stelle eine Bereitungs-Anstalt für ein besonders billiges Gas hergestellt. , § Butzbach, 3. März. (Eine Familie auf der Anklagebank.) Wegen Unterschlagung eines gefundenen Körbchens von unbedeutendem Werte bezw. Hehlerei hatte sich eine von auswärts stammende fünfköpfige, im nächsten Verwandt- und Schwägerschasts-Verhältnis unter einander stehende Gesellschaft, die per Wohnwagen häufig unsere Provinz geschäftlich zu bereisen pflegt, gestern vor dem hiesigen Schöffengerichte zu verantworten. Dieses verurteilte jedoch nur den angeblichen Finder des Körbchens zu drei Tagen Gefängnis und zur Kostentragung, während die vier Mitbeklagten freigesprochen wurden. — In dem benachbarten Ostheim findet demnächst B ü r g e r m e i st e r- wahl statt, da die Amtsperiode des seitherigen Stelle- Inhabers wieder abläuft. — Aus der mittleren Wette rau, 2. März. Der Lenzmonat März hat uns böse in den April geschickt! Die drei letzten Februartage mit ihrer ungewöhnlichen Wärme trieben Schneeglöckchen und Krokus hervor, und bei 10 Grad Reaumur sangen Amsel, Buchfink, Staar und Lerche um die Wette. Heute morgen zeigten sich Eisblumen an den Fenstern, und die Erde war mit einer weißen Schneedecke überzogen. Bleibt der Winter zu fern, nachwintert es gern, sprach Nachbar Konrad und schob einen derben Buchenknüppel in den Ofen. — In unseren größeren Marktflecken und Städtchen haben die Leute tapfer Karneval gefeiert, sogar Umzüge kamen vor, in denen der Humor keine üble Rolle spielte. — Das Mißgeschick des trefflichen Burenführers Cronje wird überall mit größter Teilnahme besprochen, aber auch ganz ausnahmslos herrscht die Ansicht, daß die gute Sache doch noch siegen müsse. — Die Erkältungskrankheiten Influenza, Katarrh und dergleichen nehmen eher zu als ab, was bei diesem Witterungswechsel ganz begreiflich erscheint. (?) Bad-Wildungen, 1. März. Die arme, alte, buckelige Christine. Am heutigen Tage wurde im hiesigen Krankenhause Helenenheim eine Aufsehen erregende Operation vollzogen, durch welche eine alte Frauensperson von ihrem Buckel befreit wurde. Nicht von dem sicheren Messer des Chirurgen, sondern von der Hand des Kimnkenhausvaters ist die Operation ausgeführt und gelungen. Die alte, buckelige Christine, wie sie in ihrem Wohnorte, dem nahen Rh. allgemein genannt wird, wohnte seit langen Jahren im dortigen Gemeindehause. Vom Alter und ihrem Buckel gedrückt, humpelte sie an ihrem Stabe umher und erweckte das Mitleid ihrer Mitmenschen. „Ach, das arme, ahle Mensche, wenn's nur de Komedie mit den Natten sin lossen kennte!" Die Menschen wollen es nur zu oft nicht begreifen, daß sich das Leid viel leichter trägt, wenn man an irgend etwas noch Freude empfindet, 's Christine hatte von jeher seine Freude an den Ratten. Die wurden von ihr noch mehr gepflegt und gehegt, als sie von den Mitbewohnern des Gemeindehauses verabscheut und verfolgt wurden. Die sonst so verfolgten Tiere sanden bei der a'lten Christine stets Schutz und machten einen so ausgiebigen Gebrauch davon, daß schon einmal von orts- polizeiwegen gegen die Ueberhandnahme der Schützlinge im Gemeindehause eingeschritten werden mußte. In letzter Zeit hatte Christinchen von ihrer Schutzberrschaft, woran sie niemand zu hindern vermochte, wieder so unbeschränkten Gebrauch gemacht, daß für sie auf einige Zeit der Aufenthalt im Helenenheim nachgesucht werden mußte, um der Ratten im Gemeindehause Herr zu werden. Im Helenenheim sollte nun heute unter Assistenz der weiblichen Bedienung die übliche Badeprozedur stattfinden, der sich aber die alte Christine mit solcher Energie widersetzte, daß schließlich der .Hausvater zu Hilfe gerufen werden mußte. Den vereinten Anstrengungen gelang es endlich, die alte, buckelige Christine nicht blos von ihren Kleidern, sondern auch von ihrem so lange getragenen Buckel zu befreien, denn derselbe bestand aus einem mit Bindfaden aus Lumpen, Papier und Werg sorgfältig zusammengeschnürten Bündel, das mit Stricken am Oberkörper befestigt war. Beim Hinfallen des glücklich amputierten Buckels ertönte aus demselben ein metallischer Klang, wodurch der Hausvater jaustnerksam wurde und bas Messer an das verschnürte Bündel setzte. Was kommt zum Vorschein? Sorgfältig nach Jahrgängen geordnet und übereinandergeschichtet, enthält das Bündel den Mammon einer Armen in Papiergeld, Gold- und Silbermünzen, zusammen 485 Mark. — Christine aber scheint froh zu sein, daß sie endlich ihre Bürde losgeworden ist, vielleicht nicht weniger als ein Mensch, der von einem wirklichen Gebrechen des Körpers, an dem er schwer getragen hat, befreit wurde. Christine liegt behaglich in ihrem Bette und lächelt vergnügt vor sich hin. Nur einmal zieht ein Schatten über ihr altes Gesicht und sie seufzt: Ach, die armen Ratten. Sechste ordentliche evangelische Landessynode. Darmstadt, 2. März 1900. Eröffnung der Sitzung 9 Uhr vorm. Das Haus setzt die Beratung der Vorlage Großh. Oberkonsiftoriums, den Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben des evang. Zentralkirchenfonds für die Jahre 1900— 1905 betr., fort. Zu Punkt 6 der Ausgaben, Kosten des Predigerseminars, hat der Ausschuß im Einverständnis mit dem Großh. Oberkonsistorium u. a. beschlossen: Die Wohnungsvergütung für einen Professor, die statt mit seither 500 Mk. mit 800 Mk eingestellt worden ist, soll bei dem früheren Betrage von 500 Mk. belassen bleiben; dem derzeitigen Seminardiener soll neben der Wohnungsvergütung von 250 Mk. noch eine besondere Remuneration für außerhalb seiner eigentlichen Dienstpflichten liegende Dienstleistungen in Höhe von 76 Mk. gewährt werden; die von der Direktion gewünschte Erhöhung des Betrages für Unterstützungen der Kandidaten von 3500 Mk. auf 4000 Mk. glaubte der Ausschuß ablehnen zu sollen, einmal weil der bisher vorgesehene Betrag erfahrungsgemäß völlig zureichend erscheine, sodann aber auch, weil eine Erhöhung der bisher gewährten Unterstützungen aus allgemeinen Gesichtspunkten nicht wünschenswert sei; insbesondere wurde darauf hingewiesen, daß es nicht im Interesse des Pfarrstandes gelegen sei, wenn durch allzu reich bemessene Unterstützungen Elemente dem geistlichen Berufe zugeführt würden, für die gerade die Aussicht auf solche Unterstützungen bei der Wahl ihres Berufes ausschlaggebend gewesen sei. Er beantragt unter Zustimmung Großherzogl. Oberkonsistoriums: I. Für 1900/1901: a) Bewilligung des Betrages von 22,000 Mk.; b) Einstellung eines weiteren Betrages, welcher erforderlich wird zur Bestreitung derjenigen Gehaltszulagen an die Beamten des Predigerseminars, welche in der Differenz zwischen ihren gegenwärtigen Gehalten und jenen des neuen Gesetzes, für alle gleichmäßig gekürzt nach Verhältnis des zur völligen Durchführung der neuen Gesetze fehlenden Betrags, bestehen; c) Ermächtigung des Großh. Oberkonsistoriums zur Feststellung des hiernach weiter einzustellenden Ausgabebetrags. II. Für 1901/1905: Bewilligung des Betrages von 23,824 Mk. Ein Unterantrag des Synodalen Weiffenbach- Friedberg, zu a) der Beschlüsse statt „für einen Professor" zu setzen „für den Professor, der den Religionsunterricht am Schullehrerseminar erteilt, solange das Verhältnis dauert", wird angeschloffen. Redner empfiehlt, was die Stipendien anlange, inbezug auf ihre Höhe sich nicht in fortwährend abwärtsgleitender Richtung zu bewegen. Sämtliche Beschlüsse und Anträge nebst dem Unterau» trag Weiffenbach werden angenommen. Zu Punkt 8, Druck- u nd Verkündigungskosten, wird ein Antrag des Synodalen Wahl-Langen angenommen, wonach filr die Folge Protokolle und Beilagen der Synoden an die Dekanate und das Predigerseminar unentgeltlich abgegeben werden, und das Bureau mit der Ausführung beauftragt wird. Punkt 11, Kosten der Verseh ung des Pfarrdienstes, zeitigt eine größere Anzahl von Anträgen. Der Ausschuß beantragt unter Zustimmung Großh. Oberkonsistoriums: I. Für 1900/1901, a) Einstellung des Betrages von 1 517 583 Mk. abzüglich derjenigen Summen, welche nach den Anträgen unter den Rubriken 2 und 6 zur Deckung der Zulagen für die oberen Beamten des Ober- konsistoriumS und des Predigerseminars erforderlich sind; b) Ermächtigung Großh. Oberkonsistoriums zur Berechnung des nach Maßgabe des Beschlusses unter a) an dem in den Voranschlag eingestellten Betrage vorzunehmenden Abstriches. II. Für 1900/1905: Einstellung des Betrages von 1 582 288 Mk. Ein hierzu gestellter Antrag Dr. Schneider und Gen. bezweckt, die Bezüge der den Pfarrern in den Städten oder an anderen besonders schwierigen Dienststellen zuge- billigten Zulagen in keiner Weise gekürzt zu sehen. Der Ausschuß und die Kirchenbehörde beharren auf ihrer Auffassung. Seitens der letzteren wird noch ausgeführt, daß der Gesichtspunkt der Teuerung in den Städten maßgebend sei. Der Standpunkt des Oberkonfistoriums beruhe auf der Auffaffung, daß die Aufrechterhaltung der Zulagen unter der Herrschaft des neuen Gesetzes, das ja für dieses Jahr schon seine Wirkungen teilweise äußere, eine Ungerechtigkeit gegenüber der Allgemeinheit der Geistlichen bedeute. — Wo ein Geistlicher die Wohlthat des neuen Gesetzes nicht spüre, solle er nicht gekürzt werden. Jeder Fall werde besonders hierauf geprüft werden. Die Antragsteller glauben, daß das Oberkonsistorium mit diesen Erklärungen ihren Intentionen genügend entgegengekommen sei, und ziehen ihren Antrag zurück. Ein Antrag der Synodalen Walter-Engelstadt und Römheld-Nidda bezweckt Einbeziehung der nicht definitiven Geistlichen in die Erhöhung der Pfarrgehalte pro 1900/1901; er wird zurückgezogen und vom Synodalen Jaudt-Planig wieder in anderer Form ausgenommen. Es soll danach den älteren Pfarrverwalteren der für die Jahre 1901/1905 vorgesehene Betrag von 3000 Mk. schon für die Jahre 1900/1901 bewilligt werden, wenn sich dieser Betrag durch Mehreinnahmen und Verringerung der Ausgaben ergeben sollte. Synodaler Jost-Bechtheim beantragt, nur denjenigen älteren Pfarrverwaltern die Aufbesserung zu gewähren, denen keine Gelegenheit gegeben war, eine definitive Stelle zu erhalten; eventuell sollen sie durch ein Monitorium des Oberkonsistoriums zur Meldung veranlaßt werden. Synodaler Stamm-Gießen wendet sich entschieden gegen diese Anträge, die nicht in die gegenwärtige Lage hereinpaßten. Es müsse ein zwingender Grund vorliegen, von dem allgemeinen Grundsatz abzugehen, nicht mehr zu bewilligen als verlangt werde; der sei aber nicht gegeben. Gestern habe man noch ausgerechnet, was man zu gunsten der Pfarrer eventuell noch herausbringen könne, die selbst noch nicht der Wohlthat des Gesetzes teilhaftig seien; heute wolle man über die gleichen.Mittel wieder anders verfügen. Man solle keinen Menschen in Versuchung führen, auch nicht die Räte des Oberkonsistoriums. (Heiterkeit). Sie möchten leicht finden, daß die Pfarrverwalter nsch nicht lange genug diese Stellung bekleideten, wenn sie zu gut bezahlt würden. Non licet vos esse, dies gelte für die Pfarrverwalter und Vikare und bedeute, man müsse alles thun, um sie bald zur Anstellung zu bringen. Auf dem gedachten Wege ergebe sich dieser Erfolg aber nicht. Oberkonsistorialrat Buchner stellt fest, daß die finanzielle Lage für dieses Jahr die Wünsche der Antragsteller unmöglich mache. Hierauf wird die Vorlage des Oberkonsistoriums angenommen, der Antrag des Synodalen Jaudt gegen fünf Stimmen abgelehnt, der Antrag Jost zurückgezogen. Synodaler Wahl-Schlitz teilt mit, daß die älteren Geistlichen, die Assistenten haben, bei der einmaligen Gehaltsaufbesserung vorigen Jahres vollständig übergangen worden seien. Dies habe große Enttäuschung hervorgerufen; man habe nach dem Inhalt eines Schreibens des Oberkonsistoriums an die Regierung annehmen müssen, daß nur diejenigen Geistlichen hätten ausgeschlossen sein sollen, denen ein Vikar beigegeben sei. Oberkonsistorialrat Präsident Buchner bedauert, daß man das Wohlwollen des Zukunftsgesetzes nicht diesen alten, besonders würdigen Herren gegenüber habe wirken lassen können. Die einzige Handhabe biete § 7 des Gesetzes, wonach den Geistlichen, die zur selbständigen Versehung ihrer Amtsgeschäfte zeitweise unfähig seien, die ein halbes Jahr übersteigende Dienstzeit nicht angerechnet werden solle. — Die folgende Debatte bezieht sich auf die Auslegung dieses Paragraphen. Ihr Ergebnis ist, daß auch die Geistlichen, die nicht mehr ihren Dienst voll und ganz versehen, mit den dienstunfähigen gleichgestellt sein sollen. Zu Punkt 13, Unterstützung erkrankter Geist- licher, werden nur 2000 Mk., 1000 Mk. weniger gegen die vorige Budgetperiode eingestellt, nachdem Oberkonsistorialrat Nebel ausgeführt hat, daß die Verkürzung dieser Mittel eine Konsequenz der Gehaltsaufbesserung sein müsse. Punkt 14 der Ausgaben betrifft Studienunterstützung. Die Vorlage Großherzoglichen Oberkonsistoriums sieht die völlige Beseitigung der sogenannten Neisestipendien und Herabsetzung der Studienunterstützungen von 8000 Mk. auf 7500 Mk. vor. Ein Mitglied des Ausschusses, der Synodale Wahl-Langen, beantragt, den eingestellten Betrag weiter auf 6000 Mk. zu ermäßigen mit der ausdrücklichen Bestimmung, daß von diesem Betrage 2000 Mk. zu Reisestipendien verwendet werden sollen. Er weist zur Begründung dieses Antrages, was zunächst die Herabsetzung des Betrages für reine Studienunterstützungen auf 4000 Mk. betrifft, in eingehender Weise auf die Schädigungen hin, welche dem geistlichen Stande dadurch erwachsen, daß durch überreichliche Stipendien junge Leute zum Studium der Theologie verlockt würden, die im übrigen für deu geistlichen Beruf wenig oder gar keine ernstliche Neigung, vielleicht auch nicht die erforderliche sittliche und intellektuelle Qualifikation hätten. Sei dies schon bei den Kandidaten des Prcdigerseminars hervorzuheben gewesen, so treffe es in noch weit höherem Grade für die Unterstützungen der Besucher der Hochschule zu. Was dagegen die Reisestipendien betreffe, so liege deren Erteilung ganz besonders im Inter' esse der Hebung des geistlichen Standes; die hohe Wichtigkeit solcher Stipendien sei bei Beratung des Voranschlags für 1895/1900 von allen Seiten anerkannt worden, und es sei lebhaft zu beklagen, wenn man jetzt die Mittel hierfür vollständig versagen wolle. — Die Mehrheit des Ausschusses hat sich für die Vorlage des Oberkonsistoriums entschieden; bezüglich der Unterstützung Studierender geht sie mit dem Antragsteller durchaus dahin einig, daß allzu reichliche Gewährung von Stipendien bedenklich sei, glaubt aber, daß eine solche innerhalb der von der Kirchenbehörde vorgeschlagenen Grenzen nicht zu befürchten sei; auch der Wert der Reisestipendien wird an sich nicht verkannt, jedoch mit Rücksicht auf die Finanzlage, sowie auf den Umstand, daß während der ablaufenden Budgetperiode der vorgesehene Betrag überhaupt nicht Verwendung gefunden hat, von der Einstellung eines besonderen Betrags für Reisestipendien Abstand genommen, dagegen vorgeschlagen, das Großherzogliche Oberkonsistorium zu ermächtigen, einen etwa verbleibenden Ueberschuß aus den zu Studienunterstützungen vorgesehenen Beträgen zu Reisestipendien zu verwenden. Der Ausschuß hat hiernach den Antrag auf Herabsetzung des Postens auf 6000 Mk. und Verwendung von 2000 Mk. für Reisestipendien mit allen gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt. Unter Zustimmung des Großherzogltchcn Oberkonsistoriums beantragt er: a) Einstellung des vorgeschlagenen Betrags; b) Ermächtigung des Oberkonsistoriums, etwaige Ueber schüsse aus dieser Rubrik zu Reisestipendien zu verwenden. Die Minderheit beantragt: Einstellung von 6000 Mk. mit der Bestimmung, daß hievon 2000 Mk. zu Reisestipendien werwendet werden sollen. Synodaler Eger-Darmstadt beantragt, die Synode möge beschließen, den vorgeschlagenen Betrag von 7500 Mk. einzustellen, mit der Maßgabe, daß 1500 Mk. für Reisestipendien verwendet werden können. Der Antrag Eger wird schließlich, nachdem der Finanzausschuß und das Oberkonsistorium zugestimmt haben, angenommen. Bei Punkt 26, Kirchlicher Dispositionsfond, weist Oberkonsistorial-Präsident Buchner deffen Nützlichkeit und Notwendigkeit nach, indem er die Verwendung von 25000 Mk. in den letzten 5 Jahren für Kirchenbauten, reparaturen, Pfarrhäuser rc. zusammenstellt. Alle übrigen Einzelpunkte werden meist ohne Debatte, nach Antrag des Ausschusses, genehmigt. Damit ist die erfie Lesung der Vorlage beendet. Ende der Sitzung 11/2 Uhr nachmittags. Zweite Lesung und Erledigung einiger Anträge SamStag, den 3. März, vormittags 9 Uhr. Nachweisung über den telegraphische« Verkehr der Pop- und Telegraphenanstalten im Kreise Gießen für das Jahr 189». Name der Telegraphenanstalt Telegramme Aufge- Einge- Name der Telegraphenanstalt Telegramme Aufge- Einae- geben Stück gangen Stück geben Stück gangen Stück Allendorf a. d. Lda. 348 464 Uebertraa 49008 47339 Alten-Buseck 65 92 Hungen 1452 1658 Arnsburg 288 333 Keffelbach 77 82 Bellersheim Beltershain 284 4« 273 Langgöns 11 Langsdorf 182 271 278 256 Beuern (Heffen) 280 109 Lich 1766 2054 Eberstadt (Kr. Gieß.) 104 152 Lollar 1890 1320 Geilshausen 60 53 Londorf 462 641 Gießen I 80244 33047 Lumda 56 16 „ H 14809 9977 Mainzlar 75 88 Gietzen zusammen 45053 43024 Obbornhofen 129 98 Großen-Buseck 231 266 Odenhausen 71 59 Großen-Linden 310 400 Reiskirchen 293 229 Granberg (Heffen) Heuchelheim 1515 293 1562 395 Staufenberg Steinbach (Heffen) 52 195 36 251 Hofgüll 67 127 Steinberg (Kr. Gieß.) 175 182 Holzheim (seit 1.Juni 1899) 61 78 Treis (Heffen) Billingen (Hessen) 167 138 145 122 Wieseck (Heffen) 348 424 zu übertragen 49008 47339 Summa 56307 55273 Hotzrrersteigerung im Wilsecker Semeiudemld. Freitag deu 9. März 1900, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen in den Distrikten Rehecke und Kornberg versteigert werden: 142 Eichenstämme mit 57 fm, darunter Schnittholz, 1 Buchenstamm mit 1,39 fm, 7 Nadelstämme mit 3,51 fm, 8 Eichenstangen mit 0,75 fm, 114 Kiefer«, und Fichtenstangen mit 2,46 fm, 131 rm Buchen-Scheitholz, 40 „ Etchen-Scheitholz, 64 „ Buchen «Knüppelholz, 29 „ Erchen-Knüppelholz, 1625 Wellen Buchen-Rristg, 1100 n E:chen-Reistg, 150 „ Nadel-Retsig, 20 rm Buchen-Stockholz, 23 n Eichen-Stockholz. Die Zusammenkunft ist am Kornberg beim Pflanzgarten. Wieseck, am 2. März 1900. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 1657 Hutzversteigerung im Ltkindachtt Ekvikiudkmld. Mittwoch deu 7. März 1900 soll in den Distrikten Todtenzipfen, Heegheck und Gesäng versteigert werden: 278 Nadelstämme von 14—33 cm Durchmesser, 6—16 rn Länge, mit 70 fm, 76 Eichenstämme von 13—34 cm Durchmesser, 4—12 m Länge, mit 20 fm, 390 Nadel-Derbstangen von 7—13 em Durchmesser, 6—13 m Länge, mit 30 fm, 2 Buchenstämme von 35 cm Durchmesser, 5 m Länge, 1,10 fm, 7 rm Nadel Knüppel, 1200 Nadel-Wellen, 21 rm Stöcke. Der Anfang ist morgens 10 Uhr an bcc Kreisstraße Steinbach-Oppenrod am Fichten-Stammholz, nachmittags 2 Uhr am Gesäng bet der Lehmkaute. Steinbach, am 1. März 1900. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. 1653 Krämer. Bekanntmachung, betreffend. Die Ergänzungswahl der Grotzh. Handelskammer Gießen für 1900, Zur Ersatzwahl, welche infolge Austrittserklärung des Herrn E. Klingspor als Mitglied der Handelskammer erforderlich ist, lvird Termin auf Donnerstag den 8. März f. K, nachmittags von 2-6 Ahr, im Handelskammer-Lokal, Nordanlage 15 (im Kaufmännischen Vereinshaus) anberaumt. Die Wahlberechtigten des Handelsstandes der Stadt Gießen werden zu dieser Wahl mit dem Anfügen eingeladen, daß ein Mitglied zu wählen ist. Gießen, den 4. März 19 0 0. 1640 Großherzogliche Handelskammer. C W. Nowack, Wahlkommissär. Jagd-Berpachtung. Montag deu 12. März 1900, nachmittags 2 Uhr, wird die der Kreisstadt Büdingen zustehende Wald- und Feldjagd, ca. 700 Hektar Feld und 1010 Hektar Stadt- und Markwaid in zwei Abteilungen oder auch zusammen auf weitere sechs Jahre auf hiesigem Rathause verpachtet. Büdingen, den 8. Februar 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Büdingen. Knaf. 1630 0781] Ab 1. März befindet fich meine Korb- «. Stuhlflechterei Mckengch 21. Ferdinand parihier. Gute Gartenerde wird billigst angefahren. 0775 <£♦ Rübsamen. MSI Adau, .Ave uh’sS’ A« J Tch Wim des In der & Ml deu Augost Otoc fyaaie wtgen «hat bar GrA Schi Ä m 16. Kbn Recht nlM: Der NNe Ai Landwirt zu Ral iki der Beleidiguvg 88185 und 186 det schuldig und wird eine Gefävguisstras zehn Tage«, sowie j der 5oste« der Vr * w Veleiditztev, B ' Widder syeiw i W«if dir Bei sprocheu, den en der Urteil» auf Kl NKfaft beifelh, 'Mem Rteiäb »«Wut »ach-n AWt d Wiforinel wird A-LchrMM i «ff*be?* ^irzerich yZäS ®e6, , w*6 * "Fs* 2. Wllillgeib Spl DerDire Mw Mar i» Mittwoch deu Otwtinbestni yi 18 93 141 27 Eichens 4 W 170 W 842 42 Kiese 14,4 rm 45,6 „ QoQenfolt gs>- ftoaigt Heber Wbien ju oet« ’S iüS ^-L ■•«E SX; “«»enbtn, L ®'S“«9 hl ” 2000 ÜJif, ij 7 d-, ft,* ^chMNMg, datz ttwendrt tDttbtn 9b die Syvodr g von 7500 Mk Mk. für Rch dem der Finanzamt haben, an- vfitionsfond, deffev Nützlichkei! LerwendnnA von x Ärfynbauttn, 1t. st ohne Debatte, gr beendet, lgs. lnträge Samttag, 1890 W 18807 d 77 182 Ml 1166 462 56 15 12» 11 293 52 195 115 161 138 348 82 278 256 2054 1t 88 98 51 ffi 31 251 183 115 123 421 n) _ Wina tÄXtUvftVW W E. Telegramme 8ufgt= rinze- geben g-ngea * Stück Stück rtrag 49008 41839 1452 1658 H£X .Gieß.) ^611900. ^ot als D!lt- 2-6* 1640 6* Für nur Mk. 1.— kaufen Sie ein Pfund reinschmeckenden, kräftigen und ausgiebigen gebrannten Kaffee b°- Robert Stuhl, üruM 23. _______________________1208 Krepp ein täglich frisch. 272 Friedrich Roll, Hofbäcker, Mäusburg. Ar Wirte nab öicbrrnttkäafer empfehle meine Fabrikation in Seltersiosffrr und limonadkn sowie Lieferung flüssiger Kohlensäure. Billigste Berechnung. 1614 Karl Reh, Wsgeugssse. Sehr alter Kornbranntwein Marke: E. H. Magerfleisch, Wismar a. d. Ostsee — eingeführt in annähernd 10,000 Geschäften Deutschlands — Kornbranntweinbrennerei gegr. im Jahre 1734 - — prämiiert mit vielen gold. Medaillen, dem franz. Kognak an Güte gleickstehend, pro Liter JL 1,80 bei Emil Fischbach. Aeiufte« Emmenthaler Käse, Edamer, echt, Kaiserkäse, Frühstückskäse, Camembert 1,58 empfiehlt Emil Alschbach. 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Die Zahl der Mitglieder betrug bei Gründung der Kaffe 39 Während 1899 gingen zu 22 Spar- und Darkehnskaffe Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Der Direktor: Der Rendant: Adam Marsteller. Adam Lorenz Biugel. if n ri 0d Daher Stand der Mitglieder Ende 1899 Grüningen, den 2. März 1900. 41.63 11438.26 Holzverfteigerung. Mittwoch den 7. März, vormittags IO Uhr, kommt im Gemeindesaal zn Altenkirchen das nachbezetchnete Holz der Gemeinden Altenkirchen und Ahrdt zum Ausgebot. 2 Eichen-Stämme 1. Klaffe mit 6,39 Fcftmeler, 18 ii 2. h ,/ 20,70 „ 93 ii 3- H ii 62,84 141 ii 4. ii ii 23,41 27 Eichenstangen 1. und 2. Klasse mit 1,54 „ 4 Erlen-Stämme 4. Klaffe mit 1,39 „ 170 Kiefern-Stämme 3. „ „ 87,45 „ 342 „ 4. „ „ 67,07 „ 42 Kiefernstangen 1. und 2. Klaffe mit 3,46 „ 14,4 rm Eichen-Nutzholz (2 Meter langes Grubenholz), 45,6 „ Kiefern-Nutzholz (2 Meter langes Grubenholz). Hohensolms, den 28. Februar 1900. 1636 Der Bürgermeister: Huttel. M Namndks Großherzogs! In der Strafsache gegen den August Stock zu Raberts- hauseu wegen Beleidigung hat das Großh. Schöffengericht zu Ntdda am 16. Februar 1900 für Recht erkannt: Der Angt klagte August Stock, Landwirt zu Rabertshausen, ist der Beleidigung im Sinne der 185 und 186 des R.-St-G.-B. schuldig und wird dieserhalb in eine Gefäuguisstraße von vierzehn Tagen, sowie zur Tragung der Koste« des Verfahrens verurteilt. Zugleich wird dem Beleidigten, Bürgermeister Widdersheim in RabertS- Haufen, die Befugnis zage- sprocheu, den enrscheidrndm Teil des Urteils auf Kosten deS Angeklagten binnen 14 Tagen nach RechtLkraft desselben durch einmaliges Eturücke» in daS Gießener KreiSblatt öffentlich bekannt machen zu laffen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilrformel wird beglaubigt und die Vollstrcckbarkät des Urteils bescheinigt. Nidda, den 28. Februar 1900. v(L.8.) (gez.) Dosch, Gerichtsschreiber de» Großherzoglichen Amtsgerichts. Vorstehende» Urteil mache ich hiermit in Ausübung der dem Beleidigten, Großherzogl. Bürgermeister Widders- Heim zu Rabertshausen, eingrräumten Publikationsbefugnis auf Kosten des -Verurteilten, August Stock zu Rabertshausen, ordnungsmäßig bekannt. Nidda, im März 1900. Der Bevollmächtigte der Beleidigten: Metz, 1648 Rechtsanwalt und Notar. Miliar-NersteigekiW. Montag den 5. März: Fort- sschung der Versteigerung auf Louys Vierkeller, Schanzenstraße 18. Hochfeiner Kameeltascheu- Divan, 1 Sofa mit zwei Seffelu, IKredeuzfchrauk, 1 Kommode mit Aufsatz, eine Partie Läufer und Vorlagen, Hau», und Küchengeräte. /1662 I. A.: Schneider. Mau-undAußholz- Dersteigerung Freitag den v. und Samstag den IO. März d. I., vormittags um 10 Uhr anfangend, kommen in dem Wohnbacher Gemeindewald zur Versteigerung: 78 Eichenstämme von 15—62 cm Durchmesser, 5—14 m lang, ----- 44,57 fm Inhalt, 4 Buchenstämme mit 5,50 fm Inh., 1 Kirschbaum mit 0,96 fm Inh., 82 Eichen-Derbstangen mit 4,62 fm Inhalt, 418 Fichten- und Kiefernstämme von 5—22 m lang, 15—35 cm Durchm., — 126 fm, 890 Ftchten-Derbstangen mit 59,62 fm Inhalt. Freitag wird mit dem Eichenstammholz der Anfang gemacht. Das Fichtenstamm- und Stangenholz kommt nachmittag» zum Ausgebot. Sodann kommen Samstag noch 168 rm Kiefern- und Fichten-Scheit, Knüppel und Stöcke, sowie 240 rm Nadel-Reisig zur Versteigerung. Die Zusammenkunft ist am 9. März auf der Kreisstraße nach Münzen- berg, am 10. März auf dem Chom- thurberg. Wohnbach, am 2. März 1900. Großh. Bürgermeisterei Wohnbach. 1649 Fatum. Bei der auf den 6. d. Mts. anberaumten Holzversteigerung in Wißmar, bei Wirt Lauz, kommt das ausgeschriebene Eichenstammholz nicht zum Verkauf. Krofdorf, den 2. März 1900. Der Bürgermeister. Lichtenthaeler. 1650 .(ihijipfchluniKii __- . * lü.Hausmachkr Eiergemiisenudel« lose und verpackt, la. Bandnudeln Jtal. Macearoni Bruchmacearoni Türkische Zwetschen Apfelringe Apfelspalten empfiehlt billigst 1209 Robert Stuhl, WM 23. Geschäfts Empfehlung. Einem verehrten Publikum von Gießen und Umgegend zeige hiermit ergebenst an, daß ich unterm Heutigen ein Lackier- und Weißbinder-Geschiist eröffnet habe. Indem ich mich in allen in mein Fach einschlagenden Arbeiten bestens empfehle, bitte ich um geneigten Zuspruch. Karl Marx. Bestellungen werden entgegengenommen Wallthorstraße 47 und WokLeugasse 18. 1634 Auf Oswalds Garten. Sonntag bis einschließlich Mittwoch, von 10 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends. W* Neumann’s großes wissenschaftliches Enthält 1000 Präparate über den gesunden und kranken Menschen, besonders hervonuheben: Die Kinderkrankheiten, Herz-, Leber-, Nieren- und Lungen-Krankheiten. 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