dienst der Arbeiterinnen wird bei geregeltem Betrieb auf 1000 bis 1200 Mk. angegeben. Neues aus Klondyke. Klondyke zivilisiert sich. Der Konsul der Vereinigten Staaten in Dawson-City, Mc. Cook, meinte in einem Interview mit einem Vertreter der Presse, daß Dawson City, obgleich es dem Publikum einige Zeit aus den Augen gekommen ist, doch noch immer dieselbe magnetische Anziehungskraft besitzt. Hunderte von Leuten kommen noch immer an, so daß die Stadt sich rapide entwickelt, Die roheren Elemente wurden von der Polizeimacht der berittenen kanadischen Polizei allmählich überwunden. Die Stadt hat jetzt Schulen, Kirchen und mehrere Theater, und Theatertruppen aus Kanada und den Vereinigten Staaten halten sich dort sehr gern längere Zeit auf. Der Bergbau wird maschinell betrieben, größtenteils hydraulisch. Auf fast 20 000 Einwohner kommen 80 Prozent Amerikaner. Wer Beschäftigung sucht, findet sie zum Preise von 10 bis 20 Dollars pro Tag. Mc. Donnell, der als „König von Klondyke" bekannt ist, hat mehr als jeder andere gethan, den allgemeinen Wohlstand der Stadt zu heben. Er hat tausende von Pfund in philantropischen Werken für die Stadt auSgegeben. Das Gerücht, daß er sein ungeheures Vermögen verloren habe, ist falsch. Er ist sehr wohlhabend, aber sein Reichtum ist nicht fabelhaft. Mc. Cook schätzt ihn auf einige Millionen. Er ist durchaus nicht der einzige so reiche Mann dort, es giebt mindestens zwei Dutzend Leute in Dawson-City, die ebenso reich sind. Mc. Cook prophezeit auch, daß Alaska die Welt noch überraschen würde, z. B. Cape Nome am Behringsmeer, 1600 englische Meilen weiter westlich, würde in kurzem mit Klondyke rivalisieren. ES sind schon Erzschürfer dort gewesen, und zu Beginn des Frühjahrs werden viele Tausende dahin gehen. lieber die Grausamkeit der Kaiserin-Witwe von China veröffentlicht ein französisches Blatt einen interessanten Artikel, dem die gegenwärtigen Ereignisse in China Aktualität verleihen. „Nach dem Staatsstreich", so heißt eS in dem Artikel, „dachte die allmächtig gewordene Kaiserin Tze-Hsi vor allem daran, ihren Rachegelüsten zu fröhnen. Wenige Stunden nach der in der Nacht erfolgten Absetzung des Königs, bei Tagesgrauen, wurden fünf hohe Beamte des Reiches, Vertraute des Königs und Förderer der Reformbewegung, unter einem nichtigen Vorwande in den Palast gelockt. Vier von ihnen, die von den Ereignissen der Nacht noch keine Ahnung hatten, kamen arglos in die „kaiserliche Stadt", wo sie von einer Rotte Eunuchen überfallen wurden, die ihnen ohne weiteres die Köpfe abschnitt; in China macht man in solchen Fällen kurzen Prozeß oder vielmehr gar keinen Prozeß. Der fünfte Beamte aber, Kangyuwei, den die nächtliche Einladung mißtrauisch gemacht hatte, erschien nicht im Palast und entging dadurch dem furchtbaren Schicksal seiner unglücklichen Kollegen. Als er bald darauf von der summarischen Hinrichtung hörte, flüchtete er sich in aller Eile an Bord eines englischen Schiffes, das ihn nach Hongkong brachte; von dort ging er nach Japan und dann nach den Vereinigten Staaten. Der Asiat kennt keine Gnade; Verzeihung und Edelmut weiß er nicht zu schätzen; Mitleid ist nach seiner Meinung ein Zeichen von Schwäche. Als echte Tochter ihrer Rasse mußte also auch die Kaiserin Tze-Hsi unversöhnlich bleiben. Die Opferung der vier hohen Beamten genügte ihr noch nicht. Vier Eunuchen, die dem Kaiser treu geblieben waren, wurden im Parke, fast vor den Augen der Kaiserin, enthauptet. Die Polizei in Pecktng nahm ihrerseits zahlreiche Verhaftungen vor und brachte die meisten Freunde des Kaisers hinter Schloß und Riegel. Ein Censor, der in einem Buddhistenkloster Zuflucht suchte, wurde von den Bonzen verraten und den wilden Spürhunden übergeben. Der treffliche Tantzeton, ein Sohn des Gouverneurs von Houpe, war schwer krank; er wurde aus dem Bette geriffen und verhaftet. Iangjui, der Archivar der chinesischen Akademie, wurde beim Erwachen festgenommen. Andere Würdenträger wurden auf der Straße oder während der Sitzungen des Staatsrates überfallen und eingesperrt." r Prelslaje. ^risss ■°Q. IU 100 owimer ic., pet Jhmtra. ur) o6er (pätet v |u Vermieten. y» Ärandgaffe, fcen Don hem edübte Wohnung 'ün age), befiehl . waniarbe ic„ ifo Per 1. kvll, iu vermieten, toalt, inbotMe 50, ott Bub tu vem. je, Eckehiüebrandt Küte per 1. Man t Weber. 58 ist eine new lmmerwohnuftg, )öne 3»Himmer» rtt zu vermieten. aste 35,1 Tr. ung in derl.Elage Menanteil, Bleit» u vermieten. inbergerftraße 1t Mahnung in bet uvwi-str. U. M von b eher d. 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I»n«hme een Anzeigen zu der nachmittags für den ,»4gtnb00000000010101000000000« Eintrittskarten: Mk„ 150> Sperrsitz Mk. 2.—, Studentenkarten Mk. 1.—, --Schülerkarten 75 Pfg. sind in der Musikalienhandlung voa Ernst Challier (Rudolphs Nachf), sowie abends an der Kasse zu haben — Für Studierende auch beim Hausverwalter Stork. 771 Spezial-Geschäft für feine Herren-Garderobe nach Maß. Aeichhattiges Lager in Stoffen für Heseüschaftsanzüge XamrinusiHbende in der grossen Aula der Universität zn Giessen. Zweiter Abend 7M Dienstag den 6. Februar, abends 8 Uhr. Mitwirkende: Herr August Leimen (Bariton); Herr Univ.-Musikdirektor G. Trautmann (Klavier); Herr Adolf Rebner (Violine); Herr Johannes Hegar b) Fischerknabe........ 7. Solostücke für Pianoforte: a) Prelude, cis-moll b) Nocturno, C-dur c) Rhapsodie N. 13 8. Chöre a capella: a) Am Bergstrom......... b) Frühlingsnahen 9. 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