7/75 ii» LW getoonbld Wt das alle Hau^ versiehl auch im Bügeln Mren W. 8 in der Sroeb. b. U MSL kidchm toflleid) gefuch'. «orthrstra^ LV. te WtikmgnLherk m gefudt. keltertlveg ir. IW»ffatf Mävcherr 16 bauShall gtünilü mber für kleinen HM infäniiche Borstellue. Ronember, abends vsi 7W «, Hotel Sroßherzog Fsisergarteu. »\a. f.r>.m. wie fch.M (die. Bitte d. Bersc". d. Schleier d. gM' ijüfteiL______2ff Wchm empfiehlt fit« außer betn W WÜL^1^' I Wort Moatmvva^ f^r. 04120 an t ilatuMtW- an extrem WB* juMt rii«rA«^ 'il. fflfnb 8<* I» ibn- yHfl: KV» 58 ErRes Blatt Samstag den 3. November 150. Jahrgang LAOEV Gießener Anzeiger General-Anzeiger Erscheint tägNch mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamtrieuvlätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für heff. Volkskunde* wöchtl. 4 mal beigelegt. Alle Anzeigen-DermittlungSstcllen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Psg. 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Behandlung einer von den Gegnern für politisch gleichgiltig erklärten Vorlage als so wichtig, daß allmählich auch zu zurückhaltendem Urteil geneigte Politiker annehmen mußten, die Regierung wolle es auf eine Kraftprobe mit dem Agrarkonseroatismus ankommen lassen; dann ausdrückliche Ankündigung derselben, Drohung mit der Auflösung des Abgeordnetenhauses, Warnung vor Beschlüssen, welche das Verhältnis der Regierung zu den Konservativen verändern müßten; hierauf nach der Verwerfung der Vorlage die Zurdispositionsflellungen, die verfassungsrechtlich und politisch nur begründet sein konnten, wenn eine Politik beabsschligt wird, die mit den abgesetzten Beamten als Organen der Regierung unmöglich gewesen wäre — und alsdann nichts, schlechterdings nichts, was zu solchem Verfahren paßte, vielmehr sehr bald das Gegenteil einer dazu passenden Politik. Wir hoffen bestimmt, daß dergleichen unter dem neuen I in der Regierung auf, dann ist auch wieder der feste Punkt gegeben, I um welchen sich eine zuverlässige Reichstagsmehrheit einigen kann. Aber auch jetzt schon, in der Erwartung, daß der im kräftigsten Mannesalter stehende, unzweifelhaft thatkrästige Neue leitende Staatsmann die Zügel straffer in seiner Hand halten wird, ist es wünschenswert, daß die positiven politischen Parteien und Gruppen, auf deren Mitwirkung bei den bevorstehenden Zollverhandlungen gerechnet werden muß, ein ver- I ständnisvolles Zusammengehen vorbereiten. Die radikale Linke ist jetzt schon emsig bemüht, einen gewaltigen Sturm zu organisieren, um die Verwirklichung eines ausreichenden Schutzes für die nationale Produktion auf dem Boden des Interessenausgleiches zu verhindern. Die übrigen Parteien würden also eine Unterlassungssünde begehen, wenn sie sich gegen diesen Ansturm, von dem verkündet wird, er werde derart sein, daß noch niemals etwas ähnliches in Deutschland gesehen worden sei, nicht rechtzeitig und genügend rüsten würden. Die „Schles. Ztg." spricht sich nicht deutlich genug aus, um erkennen zu lassen, ob sie mit der Warnung, den neuen Kanzler „von vornherein mit weitgehenden Forderungen zu bestürmen"' die Eingabe des Vorstandes des Bundes der Landwirte im Auge hat, die schon an demselben Tage erlassen wurde, als die Ernennung des | Grafen Bülow im „Reichs-Anzeiger" stand. Jedenfalls i geht aus der ganzen Redeweise hervor, daß die Konser- ! vativen in Bezug auf den neuen Kanzler ihrer Sache keineswegs sicher zu sein glauben. Dasselbe ist aber auch ! bei den Liberalen der Fall, von denen die „Schles. Ztg." sagt, daß sie einen „Ansturm" vorbereiteten, wie er ähnlich in Deutschland noch nicht gesehen sei. Man sieht das aus einem Artikel der manchmal sehr offenherzigen „Saaleztg.", worin gesagt wird, es sei schon mancherlei an die Oeffent- lichkeit gedrungen, das die Besorgnis rechtfertige, Graf Bülow werde sich keineswegs als der starke Mann erweisen, den man in der Nachfolge Hohenlohes gebrauche, wenigstens nicht als der starke Mann vom Standpunkte der Liberalen aus. Letzteres glauben wir auch nicht. Es will uns bedünken, daß er in feinen politischen An» schauungen mehr Anknüpfungspunkte mit den Konfervativen als mit den Liberalen hat, wenn er auch schwerlich auf das konservative Parteiprogramm eingeschworen sein dürfte. Das übrige thun dann vielfach die Umstände, die Erfordernisse der Lage. Es gibt konservative Staatsmänner, die mehr in liberalem Sinne regiert haben, und liberale, bei denen das Umgekehrte der Fall war. Auch Herr v. Miquel hat den Ministersessel im preußischen Finanzministerium schwerlich mit der Absicht bestiegen, feine Amtszeit dem Dienste der konservativen Partei zu weihen, und doch werfen die Liberalen ihm das vor. Man muß eben bedenken, daß ein Staatsmann, der nicht als Parteiführer die Leitung einer Regierung übernimmt, große Rücksicht auf die bestehenden parlamentarischen Mehrheitsverhältnisse nehmen und statt gegen Wind und Wellen zu fahren, leicht bestrebt I fein wird, feine Segel nach der herrschenden Luftströmung zu stellen. Man kann das nicht ohne weiteres als verwerflich bezeichnen, weil hierin ost die einzige Möglichkeit liegt, vorwärts zu kommen. Nur soll man nicht schwanken, eine Regierung, die heute liberal und morgen konservativ regiert, ein Zickzackkurs taugt unter keinen Umständen etwas. Die „National-Ztg." hat nicht Unrecht, wenn sie in dieser Beziehung die Haltung der Regierung bei der Kanalvorlage als abschreckendes Exempel konterfeit: Gießen, 2. November 1900. •* Sarafate-Konzert. ES ist vielfach die Ansicht verbreitet, Frau Berthe Marx-Goldschmidt wirke ledig- lich als Begleiterin im Vereins-Konzert am Sonntag mit. An der Schwelle der Reichstags-Verhandlungen. Vom Zusammentritt des Reichstages trennen uns nun» Mehr nur noch zwei Wochen; man merkt es an dem immer lebhafter werdenden Pulsschlag dcS politischen Lebens. Der , Ruf zur Sammlung", den einst Herr v. Miquel erschallen ließ, ergeht jetzt von allen Parteileitungen an ihre Getreuen, denn es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der parlamentarische Winterfeldzug in diesem Jahre heißer werden wird, als viele Jahre zuvor. Mehrere Umstände haben zusammengewirkt, um die Zuzuspitzen. Da ist zunächst die Chinaexpedition, welche Geldsummen gekostet hat, die schon fast die Höhe Hes ordentlichen Etats erreicht haben, ohne daß sie, was besonders hervorzuheben ist, vom Reichstage bewilligt wurden. Die Chinafrage wird heftige Debatten provozieren, aber ganz gewiß noch heftiger dürfte die Frage der Erneuerung der Handelsverträge die Geister aufeinanderplatzen lassen. Zahlreiche Kreise und Jnteressenten- gruppen erblicken in der Art, wie das geschieht, eine Existenzfrage, und zugleich fallen bedeutsame politische Bestrebungen damit zusammen, indem der Liberalismus nicht undeutlich die Erwartung auöspricht, daß er im Falle einer Niederlage des „Agrarkonservatismus" selbst ans Ruder gelangen werde. Von beiden Seiten werden die größten Kraftanstrengungen gemacht, um das Feld zu behaupten, und auch an dem neuesten Ansturm gegen den Grafen Posa- öowsky sind offensichtlich dahingehende Bestrebungen mit beteiligt. Zu dem allen kommt noch der Kanzler wechsel, der nicht nur in verschiedenen Parteilagern Hoffnungen und Bffürchtungen mannigfacher Art erregt, sondern auch die Kampflust anftachelt, weil ein jüngerer Mann an die Spitze der Geschäfte getreten ist, der selbst Rede und Antwort stehen wird, statt, wie sein Vorgänger that, die Staatssekretäre und Minister für sich reden zu laffen. Ueberall scheint die Stimmung zwischen Hoffnung und Sorge zu schwanken. Für die Auffassung der konservativen Kreise sind folgende von der „Kreuzzeitung" । wiedergegebene Auslassungen der „Schlesischen Zeitung" bezeichnend: I Das ist indessen eine ganz irrige Annahme. Die Dame I ist eine Pianistin von großer Bedeutung, eine Schülerin I Steffen Hellers, die nur als Solistin sich hören laßt. I Die Begleitungen am Klavier hat, wie ja auch das Pro- I gramm sagt, Herr Otto Goldschmidt, der Gatte der I Künstlerin, freundlichst übernommen. •• Französische Vorträge. Wie im Annoncenteil an- I gezeigt, wird Lektor Goetschy die für dieses Semester | angekündigten sechs französischen Vorträge schon am I 14. November beginnen, und zwar wird er in seinem I ersten Vortrag die Frage von dem „Einfluß derFrauen I auf die französische Litteratur" überhaupt be- I sprechen. •* Vortrag. Wie im Inseratenteil angekündigt, wird I auf Veranlassung des Kaufmännischen und des Ortsgewerbe- I Vereins Dr. Alexander Olinda am kommenden Mon- I lag im Theatersaale eine Allers -Soiree vorführen. I C. W. AllerS ist einer der bedeutendsten und originellsten I der jetzt lebenden Zeichner. Seine Schöpfungen: „Die I silberne Hochzeit", „Klub Eintracht", „Eine Hochzeitsreise I durch die Schweiz", „Hinter den Koulissen des Zirkus I Renz", „Spree-Athener", „Fürst Bismarck in Friedrichsruh", I „Unser Bismarck", „Capri", „Unsere Marine", „La bella I Napoli“, „Die Hochzeitsreise nach Italien", „Das deutsche I Jägerbuch" find Meisterwerke, die auch noch nach Jahr- I Hunderten ihren Wert, ihre Bedeutung behalten werden. I Sich selbst übertroffen hat aber Allers in den Zeichnungen, I die er von seiner neuesten Reise um die Welt heimgebracht. I Die Vorführung dieser ganz einzig in ihrer Art dastehenden I Bilder begleitet ein teils geographisch-wissenschaftlich, teils I humoristisch gehaltener, fesselnder Vortrag Dr. Alexander I Olindas, dessen Vorträge in den Wiffenschaftlichen, I Bildungs-, Kaufmännischen und Gewerbe-Vereinen stets die | reichste Anerkennung geerntet haben. I O Befitzwechsel. Die Hofraite des Zimmermeisters I Ruckstuhl, Asterweg 55, einschließlich des angrenzenden I Zimmerplatzes ging für 31000 Mk. durch Kauf in den I Besitz des Bäckermeisters Loeber über. | 0 Geliindeankaus. Die Stadt verhandelt durch einen Vertrauensmann schon längere Zeit mit den betreffenden | Eigentümern wegen Ankaufs von Gelände auf der Höhe des Seltersberges, auf dem die weiteren projektierten Kliniken errichtet werden sollen. Zum Teil find schon für 5 Mk pro Quadratmeter Verkäufe vorbehaltlich der staatlichen Genehmigung abgeschlossen, während andere Besitzer des benötigten Geländes je nach beffetr Sage erklären, es unter 8 und 10 Mark nicht berqeben zu wollen. ** Jubiläum. Gestern waren es 30 Jahre, daß unser städtischer Gasmeister F r e i d r i ch M a y in Diensten des hiesigen Gaswerks steht. Gut geschult in namhaften Maschinenfabriken, insbesondere auch bei Riedinger in Augsburg, der im Jahre 1856 unser Gaswerk erbaute, hat Herr May nicht nur seines Amtes als Gasmeister ! immer in treuer Pflichterfüllung gewaltet, sondern auch bei den mancherlei Umgestaltungen des Werkes, die dasselbe seit seinem Bestehen erfahren, fleißig mitgearbeitet, insbesondere a^cl) bei den bedeutenden Erweiterungen der Anlage seit deren Uebergang in städtischen Besitz. Direktor Bergen nahm gestern Veranlassung, dem Jubilar ferne Anerkennung und Glückwünsche auszu- sprechen. Auch die Beamten und die Arbeiter des Gas- und Wasserwerks schlossen sich diesen Glückwünschen an und gaben der .Hoffnung Ausdruck, daß es dem Jubilar bei guter Gesundheit noch lange Jahre vergönnt sein möge, seines Amtes zu walten. *• Neue Ansichtspostkarten. Eine Reihe neuer Ansichtspostkarten ist soeben in der Hof- und Universitätsbuchhandlung von August FreeS, Seltersweg, erschienen. Außer einer kolorierten, geschmackvoll ausgestatteten Totalansicht von Gießen liegt uns eine sprechend ähnliche Karte mit dem sprechend ähnlichen Porträt des Großherzogs vor. Alle Liebhaber einer echten Künstlerpostkarte dürfte die Mitteilung interessieren, daß Meister Lenbach eins seiner intimsten und reizvollsten Gemälde, die er im Jahre 1900 geschaffen, das Porträt des Prinzregenten Luitpold von Bayern, auf einer Postkarte hat wiedergeben laffen, auf der die unvergleichlich feine Art des Lenbach'fchen Kolorits und seiner Pinselführung unverkennbar zu Tage treten. Die Reproduktion ist in allen zartesten Farben- mian^cn ganz vorzüglich gelungen und erregt im Schaufenster der genannten Firma die Bewunderung der Vorüber- aehenden. — Eine nicht minder hübsche Serie neuer Ansichten von Gießen ist im Verlage von Karl Bourgeois, Markt 1, erschienen. Die uns vorliegenden, in weißem Prägedruck auf verschiedenfarbigem Untergründe Wir wollen keineswegs leugnen, daß an gewissen Stellen im kon- leLDI?lU)e,l.2aß«rr Meinung verbreitet ist, Graf Bülow habe als Staats- fekretär des Auswärtigen die landwirtschaftlichen Interessen Nicht in dem Maße berücksichtigt, als es wünschenswert gewesen eS’/ pinophach: | graphie und der Uhrkette bei Lewy stets ein negatives | abgenutzt und emgeyam. ausgeführten Karten, die das alte Schloß, die Universität i und die Johanneskirche wiedergeben, dürften sich einer all- I gemeinen günstigen Aufnahme zu erfreuen haben. _ I U ** Aktiengesellschaften. Im laufenden Jahre siud im Großherzogtum Hessen 8 3.. J wQ?aaVqVn' L schäften u. s. w. zur E i n k o m ui e n st i u e r zugegangen, l welche ein Gesamteinkommensteuerkapttal von I ' versteuern, oder nahezu 5 Prozent des Gesamteinkommen^ I . steuerkapitals von 40 218 025 M Von dem Einkommen' , steuerkapital der Aktiengesellschaften eutfa ler1057 ,80 M (etwa die Hälfte) auf die Provinz Starkenburg, 990 3/0 I . Mark auf Rheinhessen und nur 66 ^M.ai^ Oberhessen. Die zu versteuernden Einkommen der 83 Gesellschaften I gehen von der Einkommensklasse von er Schul-, Kirchen- und Gemeindevorstand, sowie die I Lehrer aus dem benachbarten Wißmar erschienen. -o- A u s d e m K r e i s e W e tz l a r, 1. November. Heute nachmittag waren die Lehrer der Inspektion Wetzlar zum letztenmal um ihren aus dem Amte scheidenden Kreisschulinspektor versammelt. Durch eine Deputation wurde frerr Schoeler nach dem „Römischen Kaiser" geleitet, wo unter großer Beteiligung die A b s ch i e d s f e i e r statt- faud. Der Lehrerchor empfing den Scheidenden durch Vortrag des 46. Psalmes, worauf Rektor Luersen im Namen der Lehrer Herrn Schoeler begrüßte, der daraufhin herzliche Worte an seine Lehrer richtete, mit denen er so lauge in wahrer Freundschaft verbunden war. Während des Abschiedsmahles, woran sich fast sämtliche Geistliche sowie Landratsamtsverwalter Dr. Sartorius beteiligten, wurden von den verschiedensten Seiten Toaste ausgebracht und mehrere Lieder vorgetragen. So gab die Äbschiedsfeier Zeugnis von dem herzlichen Verhältnis zwischen Pfarr- und Lehramt, wie solches im Kreise Wetzlar seither bestanden und auch noch ferner bestehen dürfte. Friedberg, 1. November. Die Eröffnjungs-Vor- stellung des Gießener Stadttheater-Ensembles im hiesigen Saalbau findet Montag den 5. November Le"wy erklärt, daß er feit dem Morde nur ein oder zweimal habe schlachten können. Schornsteinfegermeister Czawiadowski hat die heutige Besichtigung bei Lewy rnitgernacht. Auch er hat eine kleine au'sgebesserte Stelle gefunden. Lewy erklärt, daß er dies vor kurzer Zeit durch Schornsteinfeger- meister Zemke habe machen lassen, weil es bei Fraulein Kroll geraucht habe. . Maurer Polar z hat die Feuerungsanlage m Lewy'schen Keller repariert. Von einem hohlen Raum darunter hat er nichts gemerkt. , Kriminalinspektor Braun ist an dem Tag Könitz gekommen, als der Lokalaugenlchein bei Lewy in folge ber Aussagen Masloffs stattfand Am Abend hat er den Lokaltermin bei Licht abgehalten. Zuers sp' M Masloff von einer Spalte in der ^hur von oben nach unten. Als er dort war und keine Spalte fand, meinte er, es sei unten eine Ritze gewesen, durch, die er gesehen habe. Bei dem vorgenommenen Versuch sah er wohl^icht konnte aber die Personen nicht unterscheiden und wußte auch nicht anzugeben, wieviel dort waren. Braun hat dann selbst den Versuch gemacht und konnte auch nicht mehr sehen. Ter Präsident Mit bem Masloss vor, daß er zuerst die LichtgcschiMe verschwiegen hatte MaZloss meint, bas sei nur nicht geschrieben - Inspektor Maun sagt weiter aus, daß er wiederholt die Raume von ~ » durchsucht habe, daß er aber weder unterirdische Raum n0^°Mat Ma“am 24. März vernommen. Damals hat Masloff von dem Licht tragenden Mann im “wenig erzählt wie von der -^nFtabaksdo ^ Er hält Masloff für einen schlechten Menschen, -riese Meldung ist damals an die Staatsanwaltschaft gegangen^ doch ist nichts erfolgt. Tie ausgesetzte Belohnung be- trna damals schon 200 Mark. , ^Polizeikommissar Block wird gefragt, ob er einmal eine Haussuchung bei Frau Roß vorgenommen hatt ^ verneint dies. Er wollte nur durch das yau^ gehen Dabei gab es Streit, und am anderen Tage kam Frau Roß auf die Polizeiwache, um sich zu beschweren. Dabei erzählte sie dann die Geschichte von dem Knecht, der dieselben Wahrnehmungen gemacht ^en wottte, tote Masloff sie angegeben bat Zeuge hat sie nach dem Lause mitgetcilt habe. Ebenso hat (ie. dem Zeugen dre Wich" von dem Knecht erzählt. Ber der nächsten Anne Nett des Knechtes habe Frau Roß mit ihm die "otatität sestgestellt. Es sei das S?au8 des Lewy acwesen. qeuac hat sich vergeblich bemüht, diesen Knecht zu ermitteln. Bei einem späteren Besuche hat dann Frau Roß auch von den Wahrnehmungen Maslosss erzählt, dagegen bei dem ersten Besuche schon von ^eßerung der Krau Lew». Daß diese jedoch die Aeußerung von der jüdischen Gemeinde geihan hat. hat Frau Roß^mcht gesagt ie hat nur von einer jüdischen Frau ohn»e ta gesprochen. Don der Uhrkctie, d)e Frau Ma-l°ss gesunMn haben wollte, W sic wahrscheinlich auch^ ich?" «bsstrochen. Bei dem dritten Besuche legte Zeuge,, dei^ mit Mer anderen Herren dort war, der Frau Masloss I von Uhrketten vor, von denen sie solche, oxe Der ^inie schen ähnlich waren, heraussuchte. Bei diesem BeW I ermhlte^ auch Frau Roß die Geschichte von dem Knechte I nber Hofrichter gewann den Eindruck, daß die #rau Roß fefet an der Stelle des Knechtes ihren Schwiegersohn I unterschieben wollte, sodaß sie einmal die Unwahrheit Resultat ergeben. Die vorgefundenen Ketten hätten keine Aehnlichkeit mit der Winter'schen. Ein Geschworener will im Keller Lewys bei dem Kessel Blutspuren bemerkt haben. Der Oberstaatsanwalt bemerkt, daß in einer Fleischerei das Vorkommen von Blut wohl natürlich ist. Es wäre jetzt nach sechs Monaten auch ohne Belange wenn sich Blutflecken finden würden. Wehn erklärt, daß er damals bei der Untersuchung keine verdächtigen Blutflecken gesehen hat. Möbelhändler Kirstein hat ihm den Ort gezeigt, wo Masloff seine Wahrnehmungen gemacht haben will. Masloff hat diese Stelle Kirstein gezeigt. Diese Bekundung steht in direktem Widerspruch zu den gegenwärtigen Aussagen von Masloff. Auf Befragen des Präsidenten giebt Masloff an, daß er die Stelle mehreremale einigen Herren gezeigt hat. Wehn: Lewy war jederzeit bemüht, alle dunklen Punkte aufzuklären. Als er zwei Pakete zurückerhielt und die Polizei das Papier der Pakete beschtagnehmen wollte, schaffte er selbst das Papier herbei, das noch die Post- nummer trug. . . Inspektor Braun pflichtete ihm bei, daß es sich bei den Aussagen von Masloff und der Roß um ein Lügengewebe gehandelt haben'muß. Der Staatsanwalt fragt benj Zeugen nach den Bekundungen des Schreibers Orda. Dieser will gesehen haben, datz Sßinter auf der Chaussee von einem Fuhrwerke aus mit einem Lasso nieder gerissen sei und dabei gerufen habe: „Ich bin Ernst Winter!" Hunrath teilt mit, daß Orda bereits seinen Meineid eingestanden hat. ri o - Der Oberstaatsanwalt verliest aus einem Artikel der „Staatsbürger^.", daß am 28. Oktober die beiden Berliner Kommissare mit Adolf Lewy sich ^.ausfälliger Weise an dessen Hause zu schaffen gemacht hatten. Kommissar Wehn bekundet, daß er an diesem Tage mit Dr. Puppe in Marienburg und Danzig gewesen ist. Kommissar Braun ist an diesem Tage überhaupt nicht ausgegangen. . . c , Stadtbaumeister Hampel berichtet über die soeben erfolgte Untersuchung der Lewyschen Räucherkammer. ^,ch fand' nichts Verdächtiges vor. Eine kleine Ausbesserung ist anscheinend vor etwa 14 Tagen gemacht worden. Adolf Lewy nennt den Namen des Arbeiters, der diese Ausbesserung gemacht hat. Die Spuren in der Nahe des- Kessels schienen dem Baumeister sehr alte Fettspritzer statt. Aufgeführt wird Gustav v. MoserS vierakttgeS Lust- I spiel „Der Sureaufrat“, das in Gießen mit durchschlagendem I Erfolg gegeben wurde. , m „ Stünberg, 31. Oktober. Zu der h-uttg-n Bezirks- lehrerkonferenz waren außer dem KrelSschulinspeftor Pro- I fessor Dr. Lucius und Turninspektor Schmuck, sowie etwa 40 Lehrarn, der hiesige Stadtvorstand, der Schul- I Vorstand und die Leiter des Turnvereins erschienen. Lue I turnerischen Leistungen der vier Schulklassen waren recht qut und fanden allgemeine Anerkennung. Em Vortrag des Turninspektors führte Zweck und Ziel des Turnunterrichts vor Augen. Da die hiesige Volksschule keme Turnhalle | besitzt, also bei jedem Wetter und in jeder Zelt darauf angewiesen ist, im Freien zu turnen, so waren schon früher Verhandlungen mit dem hiesigen Turnverein cingeleitet, Die die Ueberlassung der Turnhalle zum Turnunterricht der Volksschüler bezweckten. Leider ist biS jetzt noch keine Einigung erzielt worden. Es steht aber zu hoffen und wird allgemein gewünscht, daß ein billiger Vertrag zustande kommt. Die Hauptmängel beim Turnunterricht auf dem Lande bestehen darin, daß nicht bei jeder Witterung geturnt werden kann, sowie daß gewöhnlich Mangel an Turngeräten hinderlich wirkt. Dem wäre durch Ueberlassung der Turnhalle für Grünberg abgeholfen. Em einfaches Mittageffen vereinigte die Teilnehmer der Konferenz im Gasthaus „Zum Hirsch". A. C. Neu Ulrichstein, 1.November. In der Arbeiter- ; Kolonie befanden sich Ende Oktober stellen-, resp. arbeitslos 30 Mann, darunter waren Arbeiter 18, Buchbinder 1, Former 1, Friseur 1, Kaufleute 2, Kellner 1, Maler und Lackierer 1, Maurer 1, Schlosser 1, Schneider 1, Schreiber 1, Schuhmacher 1. Seit Bestehen der Kolonie wurden auf- genommen 3764. entlassen 3734, mithin Bestand 30. Bestand am 1. Oktober 1900: 18. Zugänge im Monat Oktaber 15, Abgänge im Oktober 3. Die Entlassenen gingen auf eigenen Wunsch ab. Biedenkopf, 1. November. Der seit längerer Zett am hiesigen Amtsgericht beschäftigte Referendar P. aus Kassel warf sich gestern nachmittag unterhalb der Stadt vor den um 3 Uhr 25 Min. hier fälligen Personenzug und wurde, trotzdem der Lokomotivführer noch Gegendampf gab, von der Maschine erfaßt und vollständig zermalmt. Wie Augenzeugen berichten, ging P. eine geraume Zeit vorher verschiedenemal die Chaussee auf und ab und wartete auf den Zug. Der Vorfall ereignete sich so schnell, daß es unmöglich war, das Unglück zu verhindern. Das Motiv zu dieser' unglückseligen That dürfte in einem Anfall von Geistesgestörtheit zu suchen sein.___ Der Prozeß Masloff in Könitz. Am sechsten Verhandlungstage wird als erster, Zeuge Redakteur Zimmer vernommen. Zimmer hat erfahren, daß Zahnarzt Mübauer der Martha Masloff 10 Mark gegeben habe zur Unterstützung ihrer Familie. Bürgermeister D e d i t i u s hat bei seinen Haussuchungen am 15. März auch den Lewy'schen Speicher durch- sucyt, wobei nichts Verdächtiges gefunden worden ist. Auch Polizeikommissar Krischt berichtet über eine Reihe von Haussuchungen im Lewyschen Hause. Auch der Keller ist untersucht worden, und es find Nachgrabungen nach unterirdischen Gewölben angestellt worden. Ebenso sorgfältig sind der Hof, die Dunggrube und der Speicher durchsucht worden. Es hat sich aber nichts gefunden, auch nicht in der Synagoge oder in den anderen Grundstücken am Weg. Als unwahr bezeichnete er es, daß er einmal vor einer besetzten Badezelle im jüdischen Bade habe .Halt machen müssen. Zeuge erklärt, daß wiederholt die Thür des Lewy'schen Hauses offen gestanden hatte, sodaß jeder Vorübergehende sich über die lokalen Verhältnisse des Lewy'schen Hauses orientiern konnte. Polizeisergeant Kühn hat ebenfalls an der Haussuchung bei Lewy und bei Hoffmann teilgenommen. Bei । diesen beiden sowohl wie in der Synagoge wurde nicht die geringste Spur gefunden. Alle Wände wurden be- iht Cinpr ANS Wsr „Jn direkte^ *" »m $as, E*Wm Lehmen wollte ’ uoch die Poft- flP sich bei den em Lügengewebe Wait fragt deih Merbers Crba 4f her puffet Jmebergeriffett ®rnft Wintert" Wi Wto Ms einem Ai- 28. Oktober die Wh sich in aus- n gemacht hatten, an diesem Tage M gewesen ist. überhaupt nicht über bie soeben fMwimer. AH re Ausbesserung st worden. Ädvis der diese Aus- n der Mhe des alte Fettspritzer -de nur ein oder wski hat die ht. Auch er hat iben. Lewy er- i Schornsteinfeger l es bei Fräulm Mgsanlage M ni hohlen W dem W fein bei 5hn Abend hat i Zuerst \W von öden nach istte iand, mmte lXcb die er gesehen ijah er wohlM stnden und wußte ,aren. Braun ha konnte auch W Masloss vor, daß >n hatte. Maslosl , Inspektor wirbiW izjri vernarnme" «mW. « aWdjaft geg«i9“: f- °b «ft ' ’Ä Warn ö • reu. Dab^ bei ietnS wie at ilt baß \* & \«, • rs* tx dch.Aewy's^ '^^engen d" dew Q n In- ti ber <" W Ä“ SS- Ll?D Diel'111 Bel öcin M !' JJf di' f, bvb AhtvE i, KV* inw Msl ZK- Uermischtes. • Thörichte Scherze. Selbst in die Reichstags- Ersatzwahl in Berlin hat der Konitzer Prozeß hineingespielt. Einige Spaßvögel haben die Gelegenheit benutzt, um chre Stimmen für bekannte Konitzer Prozeßgrößen abzugeben. So erhielt der des Meineids angeschuldigte Maßloff zwei Stimmen. Die Zettel lauteten übereinstimmend „Der olle ehrliche Maßlos". Eine Stimme wurde für den Abdeckereibesitzer a. D. JsraelSki abgegeben. Auch der Pincenez- Lewy erhielt eine solche. Ebenso sielen auf den Grafen Pückler-Kl. Tschirne mehrere Stimmen und eine Stimme erhielt der Präsident der französischen Republik, Loubet. * Paris, 31. Oktober. Ein sehr bedenklicher und peinlicher Zwischenfall setzte am Sonntag die zahlreichen Besucher des T r a n s v a a l p a v i l l o n s auf der Weltausstellung in große Aufregung. Wie gewöhnlich, standen viele Leute vor der Büste des Präsidenten Krüger und gaben ihrer Sympathie für die Buren und ihren Führer Ausdruck. Das mißfiel offenbar einer Gruppe von Engländern, die indessen ihren Grimm zu verbeißen suchten und scheinbar gleichgiltig die ausgestellten Gegenstände besichtigten. Plötzlich löste sich aber eine junge Dame von der Gruppe ab, beschimpfte die Transvaal-Enthusiasten und eilte auf die Büste Krügers zu, um sie zu bespeien. Anfangs war die Menge über die Herausforderung vor Verblüffung sprachlos; dann ab-r bemächtigte sich der Anwesenden eine wahnsinnige Wut und sie schlugen auf die Engländerin los. Vergeblich suchten die Genoffen derselben sie zu befreien. Die Franzosen schickten sich bereits an, die Dame zn entkleiden und ihr eine besonders schimpfliche Züchtigung zu teil werden zu lassen, als es den herbeigerufenen Wachtmännern endlich gelang, die Engländerin ihren Händen zu entreißen und sie nach dem Polizeikommissariat zu bringen. Dort legitimierte sie sich als Miß Clara Liveline aus London. Man brachte sie in einen Wagen und ließ sie von einer starken Eskorte von Polizisten heimgeleiten, da man noch weitere Ausschreitungen gegen sie seitens der furchtbar erregten Menge befürchten zu müssen glaubte. * Der Wirt des „Weißen Rößl" — bankerott! Josef Draßl, der Besitzer des Hotels „Weißes Rößl" in St. Wolfgang, das dem bekannten Blumenthal-Kadel- burg'schen Lustspiel zur Staffage dient, hat seine Insolvenz erklärt. Draßl betrieb auch ein Hotel am Schafberg und ein Winterrestaurant in Bozen. Der finanzielle Ruin scheint durch diss gleichzeitige Bewirtschaftung der räumlich auseinander gelegenen Betriebe herbeigeführt worden zu sein. Eigentlich muß es aber doch recht Wunder nehmen, daß die kolossale Reklame, die Blumenthal und Kadelburg durch ihr Stück für das „Weiße Rößl" gemacht haben, den Wirt vor dem Ruin nicht bewahren konnte. Wie wäre es übrigens, wenn die beiden Lustspielfabrikanten dem unglücklichen Wirte mit einem Teile ihrer ansehnlichen Tantiemen aus der Verlegenheit helfen würden? Vielleicht geben sie ihm eine Hypothek auf den Schimmel oder erstehen käuflich das Grundstück, das ihnen soviel Geld eingebracht hat. Sie könnten es ja zu einem Lustspieltheater umbauen! * Leere Bierflaschen sind ein sehr hervorragender Ausfuhrartikel im Handel von Kiautschou. Nach dem amtlichen Bericht über das Jahr vom 1. Juli 1899 bis 30. Juni 1900 sind nicht weniger als 189 805 Stück leere Flaschen aus Kiautschou wieder ausgeführt worden, nachdem der Inhalt von der deutschen Besatzung genoffen worden ist. Landwirtschaftliches. — Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Der Zweiten Kammer der Landstände ging folgende Anfrage des Abgeordneten Köhler-Langsdorf, die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche betreffend zu: Vom G i e ß e n e r Markt aus hat zu gegenwärtiger Zeit eine große Anzahl von Händlerw^ie Maul- und Klauenseuche nach ganz Oberheffen, Kurheffen, Nassau und wohl noch weiterhin verschleppt, und hierdurch Hunderttausende Mark Schaden und großes Elend über den so wie so schon durch die neuzeitliche Gesetzgebung der deutschen verbündeten Regierungen genugsam geschädigten Bauernstand gebracht. — Die Ausbreitung der Seuche geschah unter der Aufsicht der bedeutendsten Tierärzte unseres Großherzogtums, nachdem dieselben das kranke Vich als gesund erkannt hatten. Besonders der letztberegte Umstand, erläutert durch frühere Vorkommnisse, veranlaßt die Bauern, der tierärztlichen Aufsicht bei den großen Viehmärkten nur ein sehr geringes Gewicht beizulegen. Denn es würde kaum Hundert wissenschaftlich gebildeten Tierärzten möglich sein, in der gegebenen kurzen Beobachtunqszeit und bei solch' großer Viehmenge, als auf Dem Greß-ner großen Vrehmarkt, der der größte in Mitteldeutschland ist, versammelt wird, alle Spuren kommender, bestehender und im letzten Stadium befindlicher Maul- und Klauenseuche unbestreitbar sicher zu erkennen. Solche Vorkommnisse, wie hier auf dem Gießener Markt, schädigen in ganz bedeutendem Maße, aber — wenngleich auch in unberechtigter Weise — das Ansehen der Tierärzte überhaupt und lassen manchem Bauern den Wert tierärztlicher Wissenschaft als nur äußerst gering erscheinen. Alles dies, das sowohl den Landwirt, als den Händler, nicht minder aber auch den Tierckrzt inbezug des Ansehens seiner Wissenschaft und seiner Vertrauenswürdigkeit in ganz hervorragendem Maße schädigt, sollte stets ein Grund für die Großherzogliche Regierung sein — und es ist anzunehmen, daß dies der Fall ist — ihr stetiges Augenmerk auf diese so hochwichtige Angelegenheit der zweckmäßigen und erfolgreichen Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche zu richten. Hierbei hätte die Großherzogliche Regierung nun in allererster Linie zu bedenken, daß die seitherige Art und Weise der Bekämpfung eine ganz und gar verfehlte war, nur einzig und allein das Eine erreichend: die nachhaltige Schädigung des Bauern standes und der Händler dmch die Sperrmaßregetn und die Desinfektionspoffen. Von dieser Erkenntnis ausgehend, die gleichermaßen die Erkenntnis aller Praktiker, und derjenigen besonders ist, die es in erster Linie angeht, der Bauern, sollte die Großherzogliche Regierung veranlaffen, andere Wege inbezug der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche ein« zuschlagen, als die seither begangenen. Es wäre hierbei vor allem wert, alle Aufmerksamkeit auf die Verbreitung der Seuche durch den Handel, (die Märkte und den Hausierhandel mit Vieh) zu lenken. Hierbei erachte ich es nun sehr des Erwägens wert, ob es nicht avgezeigt wäre, alles durch Händler in eine Gemarkung einzuführende Klauenvieh für Zuchtzwecke einer mehrtägigen Beobachtung in örtlichen Sanitätsställen, die außerhalb der Ortschaften (vielleicht für eine Anzahl denselben gemeinschaftlich) zu errichten wären, durch gesetzliche Anordnung zu unterwerfen. Beispiele für die erfolgreiche Wirksamkeit solcher Veranstaltungen gaben uns seither schon manche größere Höfe und insonderheit der Hof-Güll unter der Leitung des Herrn Ober-Amtmanns Hoffmann. Es kann keine Frage sein, daß diese Maßregel die der Hof-Güll sich freiwillig und zu seinem Nutzen auferlegt, nicht als drückend für die Dorfschaften, (und besonders dann, wenn sich mehrere zu gemeinschaftlicher Veranstaltung entschließen) sich erweisen würde. Nur die Händler würden einigen Einwand hiergegen erheben, der freilich bei der bekannten argen Verblendung, darinnen unser Beamtentum infolge der auf den Universitäten vorgetragenen national- ökonomischen Irrlehren befangen ist, gar leicht zum allein ausschlaggebenden werden könnte. Aber ich habe das Vertrauen zur gegenwärtigen Kammer, daß sie allen Versuchen, die Händlerinteressen allein maßgebend werden zu lassen, erfolgreich entgegentreten werde. Auch zur Großherzoglichen Regierung möchte ich dieses Vertrauens nicht gänzlich bar sein, und frage darum hierdurch ergebenst an: ob der Großherzoglichen Regierung alle diese Verhältnisse bekannt seien, und sie etwa gewillt wäre, auf dem Wege der Gesetzgebung, der Verordnung oder auch freier Vereinbarung mit den Gemeinden die Herstellung von Sanitäts-Ställen für alle Gemarkungen zu veranlaffen? macht den Kaffee wohlschmeckend, gesund und gut bekömmlich. (Original-Marke in Dosen.) Wahrheit bleibt Wahrheit! Herrn E. Weidemann in Liebenburg (Harz). In Erfüllung einer lange unterlassenen Pflicht teile ich Ihnen nun folgendes mit: Ich hustete seit 3 Jahren und befand mich schließlich in einem Stadium, wo dabet stets eiternde, mit Blut untermischte Klümpchen ausgeworfen wurden und endlich auch starke Blutungen eintraten, außerdem ein starkes, knisterndes und pfeifendes Geräusch beim Athmen von Tag zu Tag zunahm. Appetitlosigkeit und Schlaflosigkeit, sowie nächtlicher Schweiß stellten sich ein, und ein nervöser, peinigender Zustand verließ mich überhaupt nicht mehr. Nachdem ärztliche Behandlung erfolglos geblieben, gedachte ich nun roch — ohne besonderes Vertrauen — Ihren Thee (russ. Knöterich) zu versuchen. Nach 30tägiger Kur (15 Pakete Thee) stellte sich die erste Linderung ein und nahm ss zu, daß ich mich nach weiteren 30 Tagen als vollständig hergestellt betrachten konnte und alle vorgenannten Krankbettserscheinungen verschwunden waren. Dies war im Frühjahre vor 3 Jahren, und hatte ich seitdem nicht einmal mehr einen starken Schnupfen (der mich früher überhaupt fast nie verließ), geschweige denn gar einen schlimmen Husten zu verzeichnen, höchstens bei Verkühlung, und dann nur mit ganz kurzem, normalem Verlaufe. 4984 Daß ich von einem Frühjahre zum andern immer befürchtete, wieder zu Ihrem Thee greifen zu müssen und Ihnen hierbei berichten wollte, war der Grund meines langen Schweigens, doch habe ich selbstverständlich in dieser ganzen Zeit Ihren Thee ausS wärmste und aus vollster Ueberzeugung in allen mir bekannt gewordenen Fällen empfohlen, und hoffe, daß schon so mancher hierdurch Heilung gefunden u. s. w. 0. E., Fabrikant in 0. NB. Das Original liegt zu Jedermanns Einsicht bei mir bereit. E. Weidemann. Bekanntmachung Verkauf von Christbänmchev meistbietend ver- 7165 I. V.: Wolff. 7166 Süssrahm-Tafelbutter 7167 2. 7134 Der Vorstand. zu billigsten Preisen. 6713 3. 4. a a z H n n 3.-. 1.—. 0.40. 0.20. pachtet werden. 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Durch Beschluß des unterzeichneten Gerichts ist das Aufgebots, verfahren bezüglich der folgenden verschollenen Personen eröffnet worden. Nämlich: L Katharine Huth, geboren den 29. November 1835 zu Garben« AH- Tochter des Johannes Huth und seiner Ehefrau Anna Marie geb. Rumpf daselbst; 21 abeth Huth, geboren dm 30. Juni 1843 zu Garbenteich, Dochtn des Johannes Huth und seiner Ehefrau Anna Marie geb. Rumpf daselbst; beide sind vor mehr als dreißig Jahren ausgewandert und seitdem verschollen. Das von dem antragstellenden Abwesenheitspfleger Heinrich Schöck in Garbenteich ver- waltete Vermögen der ersteren beträgt ca. 523 Mk., das der letzteren ca. 5 Mk. 3. Georg Balthafer Konrad Wilhelm Dern, geboren den 12. März 1859 zu Hausen, Sohn des Müllers Johannes Dern auf der Haufermühle und seiner Eheftau Katharina geb. Hoff, mann; derselbe ist im Jahre 1870 nach Amerika ausgewandert und seit 1878 verschollen. Das von dem Abwesenheitrpfleger Konrad Bob II. zu Hausen, dem Antragsteller, verwaltete Vermögen beträgt ca. 7680 Mk. 4. Ludwig Reuschling II., geboren den 25. Mai 1818 zu Klein.Linden, unehelicher Sohn der ledigen Maria Elisabetha Reuschling daselbst. Das von dem antragstellenden Abwesenheitspfleger, Straßenwart Johannes Germer I. zu Klein-Linden, ver waltete Vermögen beträgt ca. 50 Mk. Der Abwesende ist im Jahre 1856 nach Amerika ausgewandert und schon im Jahre 1877, als ihm obiges Vermögen zufiel, verschollen. 5. Heinrich Weiß, Sohn des Johann Melchior Weiß und seiner Ehefrau zweiter Ehe Katharina Margaretha geb. Schwarz, Montag de» 5. November, vormittags 11 Uhr, sollen im Bürgermeisterei-Gebäude — Zimmer Nr. 15 — acht städtische Plätze znm geboren zu Garbenteich den 10. April 1813, in den vierziger Jahren nach Amerika ausgewandert und seitdem verschollen. Das von dem antragstellenden Abwesenheitspfleger, Bürgermeifier Schwarz von Garbenteich, verwaltete Vermögen beläuft sich zur Zeit auf 193 Mk. 41 Pfg. 6. Maria Katharina Bender, Tochter des Johann Ludwig Bender und seiner Ehefrau Katharina, geb. Rohrbach, geboren den 24. Juli 1830 zu Ruttershausen, vor ungefähr 16 bis 17 Jahren angeblich nach Amerika ausgewandert und seitdem verschollen. Das von dem antragstellenden Abwesenheitspfleger Ludwig Rohrbach verwaltete Vermögen der Verschollenen beträgt ungefähr 750 Mk. Die vorbenannten verschollenen Personen werden hiermit aufgefordert, sich spätestens im Aufgebotstermin: Donnerstag den 8. Juni 1901, vormittags 9 Ilyr, bei dem unterzeichneten Gerichte zur Empfangnahme ihres Vermögens so gewiß zu melden, als sie'sonst für tot erklärt werden und ihr Vermögen ihren sich meldenden nächstberechtigtrn Verwandten ausgeliefert werden'würde. Bis zum gleichen Termin sind eventuelle Erbansprüche bei Meidung der Nichtberückstchtigung bet dem unterzeichnete Gerichte geltend zu machen. Zugleich werden alle, die Auskunft über Leben oder Tod eines der Verschollenen zu erteilen vermögen, aufgefordert, spätestens im Aufgebotsti rmin dem Gericht Anzeige zu machen. 25 Zonneustraßk J. H. Fuhr ZMNknstraßk 25 empfiehlt in großer Auswahl Strümpfe sör Dame« Hub Kinder, Svklelt, W inter-Handschuhe, 1. Für Mutter- und Eberschweine ä reine Schweine Dem» für LHlchtvieh-Derßchttuug iu Gießen. Bekanntmachung. Laut Beschluß der General-Virsammlung vom 28. d. Mts. trttn am 1. November d. I. nachstehende Versicherungs-Prämien in Kraft: Schwämme aller Art, als: Wasch-, Bade-, Fenster-, Kinder-, Augen-, Mund, Rechentafel-, Wandtafel-, Wagen-, Pferde- rc. 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