1900 Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Giefzen en. b. c. rg 50 Bernhardt. Sonntag den 3. Juni SStjugspreU viertkljährl. Mk. SM monatlich 75 Pjg. mit Bringerlohn; durch die AbholesteLe» virrteljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 virrteltSHN. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de- In- und Ausland«- nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. lUteUto*, Wffpedition und Druckerei: >4*rtre|e Ar. 7. Annahme *ee Anzeigen zu der nachmittags für be* fstgeade« Tag «scheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. LddefteLungen spätestens abends vorher. mit zur Stelle zu bringen. Die zur Beurteilung von Reklamationen in Betracht kommenden Personen, wie Eltern, Geschwister, haben ebeusalls zu erscheinen, ansonsten aus die betreffenden Reklamationen keine Rücksicht genommen werden kann, was die Großh. Bürger- . meister den betreffenden Reklamanten noch besonders mitzuteilen I sowie Zucht und. Pflege des ® e T tu 1 Militärpflichtigen; die zur Ersatz Reserve in Die landwirtschaftl. Haushaltungsschule zu Lindheim. Provinz Oberheffeu. Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten; f. die von den Truppenteilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden besondere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, welche den betreffenden unverzüglich zuzuftellen sind. Der Vollzug der Ladungen ist innerhalb 5 Tagen anzuzeigen. Die Militärpflichtigen find außerdem anzuweiseu, ihre Losungsscheine haben. „ Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzeigen, und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weggezogeu ist, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist. Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem Ober- Ersatz-Geschäfte bis zum Schluß des gesamten Aushebungs- Geschäftes selbst anwesend zu sein, um bei der Untersuchung von Felddienstuutauglichen, sowie Invaliden ev. Auskunft geben «zu können, auch haben fich dieselben darum zu bemühen, daß die Militärpflichtigen, den Ladungen entsprechend, eine Stunde vor Beginn des Geschäfts zur Stelle find, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen, und während des Aushebungs- geschäftes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten, was denselben vor Abreise nach den einzelnen Aushebungs- Bezirken noch ausdrücklich zu eröffnen ist. Gießen, am 21. Mai 1900. Der Zivil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Kommission des Kreises Gießen. Boeckmann. Es war am Abend desselben TageS. Wir saßen in der Laube im Pfarrgarten. Auf dem runden Steintisch stand eine mächtige Terrine, eine frische Maibowle bergend. Die alten Herren, zu denen sich auch der Kantor und der Lehrer des Dorfes gesellt hatten, waren in ernsthafte Gespräche vertieft. Sie werden wohl ihrer entschwundenen Jugendzeit wehmutsvoll sich erinnert haben. Jedenfalls hörten und sahen sie uns nicht, uns vier lächerlich junge Anfangsmenschen, des Pfarrers braunäugige und blondhaarige Tochter, ihren Bruder, einen hoffnungsvollen Obersekundaner, der seine kurzen Pfingstferien in vollen Zügen anakreontisch genoß, des Kantors höchstens sechzehnjähriges, schüchternes Töchterchen, das beinah zu weinen anfing, wenn es von einem fremden männlichen Individuum angeredet wurde, aber eine echte Backfischliebe zum höchst gelehrt und bedeutend thuenden Pfarrersohne in ihrem Westentaschenherzchen zu hegen schien, — und endlich mich als den würdigen Senior dieser auserlesenen Kindergesellschaft. ES war wirklich „riesig nett", und ich glaube fast, damals habe ich meine erste Rede gehalten, auf die ich hinterdrein sehr stolz war. Sie war auch danach. Das aber weiß ich, daß ich heute leider kaum bessere Reden reden kann als damals. Mancher bringts eben zu nichts. Nur zu früh zerschellen alle überkühnen Jugendhoffnungen an den kantigen Klippen der nüchternen Wirklichkeit. Schön gesagt, nicht? Käthchen, meine holde Nachbarin, erzählte mir von ihren Pensionsjahren in der Regierungshauptstadt, von ihrer Töchterschulweisheit und von der Musik, die sie über alles liebte. Leoncavallo kannte sie zwar ebenso wenig wie athenische Eulen, Dantes Francesca ebenso wenig wie DreyfuS, der übrigens nachgerade seinen Namen in Tausendfuß hätte umwandeln können. Oder war's damals nicht Dreyfuß, sondern Boulanger? Nun, irgend ein Franzose war'S ge- zugeht; die zum Landsturm I in Vorschlag gebrachten LS haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzoglichen Ober-Ersatz-Kommission im Bezirk der 49. Infanterie- Brigade in sämtlichen Aushebuugsorteu zu gestellen: a. die für dauernd untauglich befundenen Militärpflichtigen, soweit denselben eine besondere Ladung «drefle für Depeschen: Anzeiger chtet«. Fernsprecher Nr. 51. lUlUlt. MUVI --- J---X, • tl Unterweisung erfolgt ferner in der Fertigung weiblicher Handarbeiten (Stricken, Flicken, stopfen und Weißnähen mit der Hand und der Maschine, ttleidermachen, wobei sich die Mädchen für den eigenen Bedarf und für denjenigen ihrer Familie beschäftigen dürfen). Auch wird in den F o r t b i l d u n g s f ä ch e r n , nämlich tm Rechnen, in der Abfassung von Aussätzen und Briefen und in der Buchführung Unterricht erteilt, wie auch Unterricht in den Anfangsgründenl der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgt. Esi ist in der Anstalt für eine gerst- und gemütbildende Lektüre gesorgt, und wird der Gesang gepflegt. Ein Klavier ist der unentgeltlichen Benutzung der Mädchen überlassen. _ ... . Die unmittelbare Leitung der Anstalt ist einer Vorsteherin (Hausmutter) und einer Assistentin (Jndustrie- lehrerin) übertragen, welche beide in dem Anstaltsgebaude wohnen. Außerdem erteilen in der Anstalt der Großh. Kreisarzt zu Büdingen, ein Landwirtschaftslehrer, em Volksschullehrer und der Kreis-Obstbautechniker Unterricht. Es finden j ä h r l i ch z w e i Unterricht s k urse von je 5 Monaten statt, in welchen jede Schülerin für Unterricht Wäsche und Logis 20 Mk. bei dem Eintritt, und für «r. 12» Zweites Blatt trMrbd »glich «tt Lu-aahme deS Montags. Die Gießener Pi«mikte»StLtter »erden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Benbmirt* e. „Blätter Ar Hess. Volkskunde- » dchtt. 4 mol beigelegt. Militärpflichtigen; d. die von der Ersatz-Kommission als tauglich und einstellungsfähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich derjenigen aus früheren Jahrgängen; e. die von den Truppenteilen zur Disposition der Amtlicher Keil. Bekanntmachung. Betr.: Die Maul- und Klauenseuche. Nachdem die Seuche bis auf ein Gehöft zu Ober- Ohmen, Kreis Alsfeld, erloschen ist, ist die Gemarkungssperre aufgehoben worden. Bezüglich eines noch verseuchten Gehöfts bleibt Gehöftesperre bestehen. Die für die Gemarkungen Massenheim, Ober- Eschbach und Petterweil, Kreis Friedberg, verfügten Gehöftesperren sind, da die Seuche dortselbst erloschen ist, abgehoben worden. Zu Melbach, Kreis Friedberg, ist die Seuche auö- gedrochen und Gehöftesperre angeordnet worden. Die in Freienseen, Kreis Schotten, verhängte Ge- hö'ftesperre ist aufgehoben worden, da daS Erlöschen der & uche dorten amtlich feftgestellt worden ist. In Kinzenbach, Kreis Wetzlar, ist die Seuche erloschen. Gießen, den 1. Juni 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Mttl endank Kl "6, Kaiser Wilhili Krausse. Sntrte 50 Pfg, Gießener Anzeiger General-Anzeiger Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der hesfifthe Landwirt, Mütter für hesfifche Uslkskun-e. —M—«M—-M—WW— ltttag .. gjflusii ater, 'M ??8tie^ sjfis ickhehe Tae. j ttbau" wiß. Denn etwas ist ja bei unfern interessanten Nachbarn im Westen immer los, wovon man in aller Welt spricht. Da, wo Masuren und Littauen zusammenstoßen, scheint dieser Welt Ende zu sein. _ Von Mozart und Schumann, von Theodor Storm und dem viel zu wenig gekannten Möricke aber schwärmte Käthchen so, daß ich aus meinem Erstaunen über ihr keusches Kunstgefühl nicht heraus kam. Sie erzählte mir auch, daß der Dorfkantor ihr den ersten Klavierunterricht erteilt, und später ihr auch gestattet hatte, auf der Orgel zu spielen, und daß ihr Vater ihren Wunsch, ein Konservatorium der Musik zu besuchen, niemals erfüllen werde, da er, der Witwer, sich von seiner Tochter nicht trennen könne. . . Ich dagegen schilderte ihr das Studentenleben in Leipzig. WaS ich da alles geschwatzt habe, das weiß ich heute natürlich nicht mehr. Jedenfalls werde ich mit vorsichtiger Auswahl berichtet haben. Ganz gewiß aber erzählte ich ihr von dem einzigen Kolleg, das ich regelmäßig besucht habe, dem des alten gemütstiefen ProfefsorS Hildebrandt, der uns in einem seiner freien Vorträge über das Volkslied einst mit seiner schwachen, zitternden Greisenstimme im düsteren Hörsaale das alte Lied „Als ich auf einer Bleiche ein Stückchen Garn begoß" vorgesungen und thränenden Auges hinzugefügt hatte: „Ach, meine Herren, dieses Lied liebte meine Mutter!" Unter derartigen gefühlvollen Reden floß die Zeit dahin. Schließlich schlug ich vor, in dem Walde, der in nächster Nähe des Pfarrhauses sich dicht an den Kirchh^ anschloß, im Mondschein zu wandeln. Damit war auch das andere, leise plaudernde Pärchen frcub$t^ und so machten wir uns denn, von den Alten unbemerkt, aUf ba" meinen mehr ober weniger angenehmen Eigenschaften aebörte es damals, in besonders stimmungsvoller Laune einen Solocantus anzufiimmen. Damals war meine Stimme bürg- Olüi Die zu Lindheim seit 1889 bestehende Haushaltungs- schule des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen steht unter Oberleitung und Verwaltung des landw. Bezirksvereins Büdingen, und eines Aufsichtsrats zu Lindheim und hat die Aufgabe, Mädchen im Alter von etwa 16—20 Jahren die Gelegenheit zur Aneignung der- Vorschlag gebrachten I jenigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu geben, welche zur I Führung einer wohlgeordneten, einfachen '» ! bürgerlichen Haushaltung erforderlich (sind, sie an Reinlichkeit, Pünktlichkeit und Fleiß, Ordnung und Unterordnung, sowie an Sparsamkeit im Haushalt zu gewöhnen und auf Geist und Gemüt billdend einzuwirken. In dieser Lehranstalt erhalten die Mädchen vorzugsweise Unterricht und praktische Anleitung tm Koche n. Die Unterweisung erfolgt hierin abteilungsweise an zwei Kochherden und ist auf die Erlernung der Zubereitung einer schmackhaften und kräftigen sog. Hausmannskost gerichtet. Weiter wird unterrichtet im Konservieren von Nahrungsmitteln, wie Einmachen von Gemüsen und Früchten, Einsätzen von Fleisch, Räuchern von Fleisch und Wurstwaren, sodann im Backen, im Waschen, in der Behandlung der Wäsche und Kleidung, im Bügeln und Putzen. Hieran^ schließen sich an: Molkereiwesen, (Behandlung der aus dem Orte Lindheim bezogenen Milch, und Bereitung von Butter und Käse in der in dem Anstaltsgebäude eingerichteten kleinwirtschaftlich^r Molkerei), Bestellung uiid Ausnutzung des Gemüsegartens, Ein stilles Grab. Eine Pfingsterinnerung von P. W. (Gießen). Fortsetzung. So erfuhr ich denn, daß sie die einzige Tochter des iekiaen D.'er ev. Pfarrherrn und Amtsnachfolgers meines Großvaters sei, daß sie auf ihrem Waldspaziergange den Maaen aeseben hätte, der uns, meinen Vater, zwei seiner Brüder und mich, hierher gebracht hätte. Auf ihrem Rückwege, den sie über den Kirchhof nahm, hatte sie die tfremben all dem Grabe des alten Pastors gesehen und aus ihren ergriffenen Mienen ihre Schlüsse gezogen.Um wnfercernflen Gedanken zu zerstreuen und vom Grabe zum blühenden Leben zurückzuführen, hatte sie die Orgel ertönen und den einleitenden düsteren Trauerklängen Helle Auferstehungs- ^b'^WaS ^so ein^Mädel doch manchmal fein kombinieren und tief empfinden und nachempfinden kann, dachte ich und schaute sie von der Seite mit bewundernden und ganz anderen Blicken als vorher an. Wir waren unterdessen, ohne daß ich dessen recht bewußt geworden war, zusammen weiter gegangen und nun Landen wir vor dem Pfarrgarten. Dort saß in der schattigen Laube im Lehnstuhl der behäbige Pfarrer. Er nmifctp9 nn§ gehört haben, denn das Zeitungsblatt, in dem Äfci Ä regte er aus der Hand und schritt mit wrwunberten Blicken ans uns zu. ©eine Softer nannte Hm meinen Namen. Freudig überrascht, ^ß Mich w ll- 'rammen und als er erfahren hatte, daß ich nicht aßein g ekommen war, machte er sich sofort selbst auf den Weg, ov den anderen Grabespilgern entgegenzugehen. Er wollte o« alle zum Pfingstmahl bei fich sehen. -» * Bekanntmachung. Die Abhaltung des für den 7. Juni l. Js. zu Boben- hlRusen, Kreis Schotten, vorgesehenen VtehmarkteS ist wegen der in der dortigen Gegend herrschenden Maul- und Klauenseuche verboten wurden. Gießen, den 1. Juni 1900. Großherzogliches KreiSamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Betreffend: das Ober Ersatzgeschäft sür 1900. DaS Ober-Ersatzgeschäft für 1900 wird im Kreise Mittwoch de« 13. Juni im Rathause zu Lich, vor« Freitag den 15^ Juni daselbst, vormittags 8 Uhr, Samstag den 16. Jnui in der Restauration „Zum Lonys Bierkeller", Schanzenstraße Nr. 18, zu Gieße», vormittags 8 Uhr, . Moutag den 18. Jnui daselbst, vormittags 8 Uhr, DieuStag den 19. Juni daselbst, vormittags 8 Uhr, Mittwoch den 2V. Juni im Gasthaus „Zum Rappen" zu Grünberg, vormittags 8 Uhr, stattfinden. fonzert ma. jgromm. "W Eintritt siel'. iitßtrW Kost und Verpflegung -Pro Tag 1 Mk. in Monatsraten praenumerando am 1. jeden Monats schuldet und zu entrichten hat. Außerdem sind noch etwaige Ausgaben für Arzt und Apotheke zu bestreiten. Vom Tage be£ Eintritts an, also während des Kursus, dürfen die Mädchen ohne Erlaubnis oder Auftrag der .Hausmutter außerhalb der Anstalt nicht verkehren und sie haben sich der eingeführten Hausordnung unweigerlich zu fügen. Insbesondere ist ihnen aud) Ehrerbietung, Gehorsam und Unterordnung 'gegen das Aufsichts- und Lehrerpersonal, Freundlichkeit, Verträglichkeit und liebevoller Verkehr untereinander und endlich Treue, Fleiß und Sorgfalt bei denj Arbeiten zur strengsten Pflicht gemacht. An Sonn- und Feiertagen werden die Mädchen veranlaßt, den Gottesdienst ihrer Konfession zu besuchen, wobei die Hausmutter bezw. die Assistentin die Begleitung übernimmt. Morgens vor dem Frühstück, vor und nach dem Mittagessen und abends vor dem Schlafengehen findet gemeinsames Gebet statt. Besuche von Eltern und Schwestern sind gestattet, solche anderer Personen nur unter Begleitung eines Mitglieds des Aufsichtsrats. In die An st alt sind mitzubringen: 1 Bettdecke, 1 Unterbett, 1 Kissen, (Bettstelle und Matratze werden gestellt), 1 doppelter Ueberzug, 1 weißer Bettüberwurf, 3 Betttücher, 2 e infache Druckzeugkleider, 6 Hemden, 4 Handtücher, 2 Bettjacken, (Kleider und Wäsche gezeichnet), 1 Kleiderbürste, 1 Schuhbürste, 1 Zahnbürste, 1 Regenschirm, 1 Nähstein, Zeug und Leinwand zur Anfertigung bezw. Unterhaltung von Kleidern, Hemden und Bettwäsche, Wolle und .Garnl zu Strümpfen rc. und zwei Borhängschlößchen. Am Schlüsse des Kursus findet eine Ausstellung der gefertigten Arbeiten, die Uebergabe von Zeugnissen über Betragen und Leistungen, sowie eine feierliche Entlassung der Schülerinnen statt, wozu deren Eltern und Angehörige eingeladen werden. Der zweite Kursus pro 1900 beginnt Dienstag den 3. Juli und wird Freit ag den 30. November geschlossen werden. Die Meldungen hierzu sind bei dem unterzeichneten Vorsitzenden des landw. Bezirksvereins Büdingen unter gleichzeitiger Angabe des Vor- und Zunamens, des Tags, Monats und Jahres der Geburt und des Wohnortes der Schülerin und des Namens der Eltern oder des Vormunds schriftlich einzureichen. Beim Eintritt in die Anstalt hat eine jede Schülerin ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, das sich über ihren Gesundheitszustand, sowie weiter darüber aussprechen muß, daß gegenwärtig keine ansteckende Krankheit in ihrer Familie und bei deren Hausbewohnern bestehe. Lind heim, 25. Aprih 1900. Der Vorsitzende des landw. Bezirksvereins Büdingen. I r l e, Kreisrat. Der Aufsichtsrat: Westernacher, Oberamtmann. Frau Westernachek. Buß, Schulrat. Bär, Pfarrer. Lipp, Bürgermeister. König, Beigeordneter. Aus Stadt und Land. ** Pfingsten, das „liebliche Fest", ist gekommen ... es kommt eben alljährlich, sobald die Sonne wieder in Erdnähe kommt oder vielmehr unsere Erde sich der Sonne.nähert, wie der Frühling kommt und die Schwalben wiederkehren. Das Fest der Hochfrühling- und Sommerfreude ist sonach mit der Blume des Feldes wie mit den Blüten der Dichtung und des Volksliedes geschmückt. Am Hofe des sagenhaften Königs Artus mit seiner Tafelrunde geschieht fast jedes hervorragende Ereignis „ze einen Pfingesten", und auch die Geschichte vom verschlagenen. Reinecke Fuchs beginnt, wie sie von unfern Vorfahren erzählt wird, stets zu Pfingsten. Goethe Hub daher auch seinen „Reinecke" mit der Schilderung des Pfingstmorgens an. In dem Vierzeiler: „Dieser Monat ist ein Kuß, Den der Himmel giebt der Erde, Daß sie jetzund seine Braut, Künftig seine Mutter werde" besang der Epigrammatiker Logau die Zeit des Maien und des Pfingstfestes. Dieser Verstandesschärfe Dichter konnte sich auch dem Zauber des schönsten Naturfestes nicht entziehen, freilich muß dieser Zauber erst wohl geraten. Die Aussichten sind nicht gerade die besten. Und wie hat gerade in diesem Jahre König Lenz lange auf sich warten lassen; beinahe behielt von allen Lenzeslyrikern nur der Zaunkönig recht, den der alte Volksreim klagen läßt: ,,Wie kalt ist der Reif, wie dünn ist mein Kleid, wie undicht mein Bett, wie lang ist die Nacht — wer hat das wohl dacht?" — Der Maibaum ist uralt und! spielt in den Volksliedern seine Rolle. Wenn der tiefe Kenner der Volksseele, Shakespeare, in seinem „Macbeth" ein ganzes Heer mit grünen Reisern gegen den finsteren dämonischen König ins Feld rücken und ihn besiegen läßt, so ist dies nicht aus Shakesspeares freier Erfindung geschaffen, sondern er erzählt die alte Volkssage vom düstern Winterkönig, der vom Maienkönig geschlagen wird: es ist der alte Naturmythus, der Kampf zwischen Sommer und Winter. Im ganzen germanischen Norden war die Frühlingsfreude übergroß; der Süden kennt sie nicht; denn er kennt nicht den Eisriesen Winter. Da ist es wohl begreiflich, daß in alter Zeit das junge Volk um das erste Veilchen tanzte, und daß der erste Maikäfer festlich eingeholt wurde, ja daß sogar derjenige, der den ersten Storch, und die erste Schwalbe bemerkte, einen guten Botenlohn empfing. Die Kompendien lehren, daß die christliche Kirche das _ Pfingstfest mit Regelmäßigkeit schon zur Zeit der -Wostel beging. Der Zeit nach ist es aus bent Mischen Religionskultus herübergekommen. Der Geist des Evangeliums füllte ben alten Schlauch mit bem neuen Wein, ber aus ben Armen am Geiste, ben Fischern unb Schiffern vom See Tiberias, bie GlaubenSboZen machte, bie mit ihrer feurigen Berebtsamkeit bie morsche Welt ber Antike in; Flammen setzten. Einige sinb aeueigt, bas allgemein- christliche Pfingstfest mit ben Mziekl sonnenwenbifchen Opferfesten zu verquiken, bie unsere Heidnischen Vorfahren au Ehren ihrer Götter zu Pfingsten begingen' Ja, Pfingsten, bas unsere Altvorderen mit frohem Pfingstgruß unb in Pfingstfreube begingen, es bleibt für alle Zeit bas Fest ber Wanderlust unb ber Hoffnungsfreubigkeit. Immer wieber bekränzen wir Haus unb Hof mit Maien, mit frischem, buftigem Birkengrün. Wie bas Weihnachtsfest uns ben bunMgrünen Tannenbaum als erstes Sinnbild bes sich wieber zu uns toenbenben Lichtes bringt, so schenkt uns bas Pfingstfest bie lichten Birkenreiser: bas Licht triumphiert, es hat ben grünen Schmuck ber Natur geschaffen unb wir wollen uns ber Sommerlust freuen. Der Fröhliche schüttelt ben Staub ber Stabt von ben Füßen unb strebt ben Wälbern unb Bergen zu; bie Lanbpartieen unb Pfingstausflüge finb ber moberne Rest bes germanischen Wanbertriebes. Viele trösten sich mit einem einfachen Spaziergange, wie ihn Schiller verherrlicht hat: „Sei mir gegrüßt, Du Berg mit bem rötlich strahlenben Gipfel, — Sei mir Sonne gegrüßt, bie ihn so lieblich bescheint." Eine -ritte Gemeinbe muß wohl ganz unb gar zu Hause bleiben, ie unternimmt ihre Pfingftfahrten, wie ber bekannte Wippchen von Bernau seine großen Kriegs- unb Reisezüge unternimmt, in ber Phantasie. „Es wär' so schön gewesen" . . . Denen bie frohgemut unb waghalsig in bie Ferne zogen, wollen wir wünschen, baß sie ihre Wanberlust recht aus vollem Herzen genießen, allen unfern Lesern rufen wir zu: Fröhliche Pfingsten? ** Personalnachrichten. Am 26. Mai wurde dem Hauptmann v. Zangen, persönlichen Adjutanten weiland des Prinzen Wilhelm von Hessen und bei Rhein, das Ritterkreuz 2. Kl. des Ludwigs-Ordens verliehen. *• Gießener Bolksbad. Wie uns mitgeteilt wird, ist das Bad in diesem Jahre nicht allein am dritten, sondern auch am zweiten Pfingstfeiertage von 6 bis 1 Uhr geöffnet. Wenn der Besuch den Erwartungen entspricht, soll diese Einrichtung dauernd werden. Kunstverei«. Wie bereits aus dem Inseratenteil ersichtllch war, ist die Gemälde-Ausstellung, nachdem em vollständiger Wechsel der Gemälde stattgefunden b.7 wieder geöffnet. Die Ausstellung umfaßt circa 70 Gemälde worunter auch diesesmal wieder ein großer Teil febr Ft? achtenswerter Werke sich befinden. △ Dodenhausen, 1. Juni. Ein äußerst trauriger Unglücksfall mit tätlichem Ausgang hat sich hier gestern nachmittag ereignet. Der vor dem Orte wohnende Land, wirt und Küfer L., ein Mann von etwa 50 Jahren, war auf einem aus dem Dorfe kommenden Wagen mitgenommen worden, um bis zu seiner Wohnung mitzufahren. Die Pferde des Gespanns wurden jedoch scheu, und sprangen m rasendem Galopp davon. L. sprang ab, fiel aber dabei fo unglücklich, daß er sich das Genick brach, und sofort tot liegen blieb. Die Pferde wurden im nächsten Dorfe aus- gefangen. *' Kunst Md Wissenschaft. — Die Wiener Akademie der Wissenschaften wählte den Unter- richtsminister Dr. v. Härtel zum Vizepräsidenten, ferner Professor V r r ch o w - Berlin zum Ehrenmitglied. Zu korrespondierenden Mitglieder« wurden gewählt die Professoren Karl Krambacher.München, Hermann Diels-Berlin, Ernst Abbe-Jena, Alsted Zittel-München und Felir Kl ein-Göttingen. Schisssnachrichte« Der Postdampfer „Noordland" der „Red ;‘©tar Linie*, in Antwerpen, ist laut Telegramm am 30. Mai wohlbehalten in New-Dori angekommen. Auszug MS den Staudesamtsregistrr» -er Stadt Meße». . . Aufgebote. Am 26. Mai Heinrich Friedrich Christoph Kohlenberg, Sergeant dahrer mit Georgine Friederike Margarete Bastian in Wetzlar. 31 Heinrich Wtlhelm Leidenbach, Weißbinder in Cronberg mit Eleonore Visosky in Großkarben. Heinrich Roth, Sergeant zu Marburg mit Glv fabethe Horst in Rockenberg. August Philipp Emil Bender, Kaufmann m Gießen mit Elisabethe Marie Emilie Anna Jung von Siegen. Philipp Jacob Theodor Baubel, Kaufmann dahier mit Adele Auguste Hermine Karoline Christine Helene Fangmann hierselbst. Eheschließungen. Am 26. Mai. Julius Karl Christ, Hilfs-Fahrkarten-Ausgeber dahrer nut Emma Emilie Wilhelm in Niederschelden. August Kehl, Fuhr knecht dahier mit Elisabeth Birkenstock hierselbst. Gustav Loose, Schreiner rn Gießen mit Auguste Elise Traß hierselbst. 30. Samuel Elsoffer (ger schaden) Kaufmann dahier mit Bertha Hochstetter hierselbst. Johannes Friedrich Preiß, Wittwer, Zugführer dahier mit Katharine Heller aus Grüningen. Geborene. Am 2. Mai. Dem Ober-Postassistenten Johann Peter Ludwig Appel eine Tochter. 21. Dem Schneider Johann Brandau eine Tochter, Jullane Margarethe. 22. Dem Buchbinder Ludwig Benner ein Sohn. Ludwig Wilhelm. 23. Dem Friseur Ludwig Zutt ein Sohn. 24. Dem Buchhändler Wilhelm Kühne eine Tochter, Bertha. 25. Dem Assistenz arzt Dr. Franz Volhard ein Sohn. 26. Dem Heizer Johann Peter Barthen eine Tochter, Josefine. Dem Bauschreiber Heinrich Junker ein Sohn. 27. Dem Geschäftsführer und Fahrradhändler Peter Joses Kronenberg ein Sohn, Hermann Christian. 28 Dem Gerber Ludwig Mühlhause ein Sohn, Heinrich Ludwig. 31. Dem Bäckermeister Bal- tasar Schomber ein Sohn, Wilhelm August Ludwig. _ _ . «estorbene. 20- Mai. Marie Brömer, 15 Jahre alt, Dienstmagd dahier. 2. Georg Hemrich Koch 15 Jahre alt, Sohn von Wirt Heinrich Koch 28. Ludwig Preisag, 41 Jahre alt, Grubenbesitzer dahier. 31. ^bruh Martin Emil Julius Pausch, 33 Jahre alt, Lackierer dahier. Heinrich Engel I. (Alter unbekannt) Bataillons-Büchsenmacher dahier. Einmal gegessen — Zweimal gekauft. — . Das versteht sofort Jeder, der Brown und Polsons Mondamin versucht. Es gefällt dann so gut, daß Mondamin nicht nur ein- oder zweimal, sondern ständig gekauft wird. Mit Hilfe des Mondamin bereitet man mühelos schmackhafte Puddings, Flammris, Milch- und Eierspeisen, wie es kaum anders möglich ist. Eine Auslese erprobter Rezepte auch mit warmen Mondamingerichten bieten Brown u. Polson, Berlin C. 2, kostenlos jedem an, der unter deutlicher Adresse. es verlangt. Mondamin ist überall käuflich. nicht so übel, als es heute andern zu werden pflegt, wenn ich einmal mit ihr loslege; ein Seidenpinscher konnte mich um sie beneiden. Das für jene Mondschein-Gelegenheit paffende Lied von Peter Cornelius war mir damals noch ebenso unbekannt wie heute bie Gründe für die Straubinger Rede des Prinzen Ludwig von Bayern. Mein Lieblingslied jener Tage war ein anderes unb ich werde es wohl in jener lyrischen Situation gesungen haben: „Gesungen und gesprungen, Gelacht, geliebt, geherzt, Bei tausend Huldigungen Mit keiner e8 verscherzt, Das ist Studentenweise, Das ist Studentensinn, Trara, tralalalalala. Ja, ja, Studentensinn." Käthchen unb ich, wir standen allein am Grabe meines Großvaters. Der zunehmende Mond schielte grämlich auf uns hernieder. Daß der unangenehme Herr in seinem unveränderlich glatt rasierten breiten Gesicht die traditionelle Bedeutung seiner Farbe nicht verleugnen kann! So dachte ich an jenem Abend. Ich habe mich nie wieder über ihn so geärgert als damals. War er so hell, oder schien er nur so! Ich glaube, er ist viel heller, als es manche manchmal wahr haben möchten. Ich kenne ihn jetzt sehr gut. Mit seinem goldigen Auge blickte ein Maßlieb aus üppig grünem Bette zu mir empor. Ich hob es auf zu mir und reichte es meiner schonen Begleiterin. Und dann erzählte ich ihr die symbolische Sage vom Helden Sigfrid, wie er von dem ruchlosen Hagen an einem heiter sprudelnden Quell ermordet wurde, wie auf ein kleines weißes Maßlieb ein Tropfen Blut aus dem Herzen des treuen Mannes floß, und nun zu ewigem Andenken an den Toter des Drachens, den Vernichter der Lüge unb bes Unglaubens, in bes schönen Maßliebs ganzem Geschlechte sich biefer Tropfen, mit ben Jahrhunderten immer mehr unb mehr verblassend, bis an ben jüngsten Tag sich vererbe. Vom Maßlieb zum LiebeSmaß, zum Ermessen unb Aeußern Liebe ist ein kurzer Weg. Unb wir schlürften, — so heißt es in meinem Tagebuch, besten kinblich schauerlich Geschraubtheiten im Stil ich hier bisweilen roiebergebe, wenn's allzu „schon" klingt, — aus dem schäumenden Maße des jungen Liebesmostes Tropfen des seligsten Glücks. Es war am Morgen des folgenden, des zweiten Pfingsttages. Ich stand versteckt am blumenumrankten Zaune des Pfarrgartens. In der blühenden Laube saß Käthchen. Sie mochte denken — an wen wohl? Zu ihren Füßen liefen, luftig pickend, kleine niedliche Hühnchen umher, die vielleicht gestern erst, am heiligen Pfingstseste, bad Licht ber Welt ervlickt haben mochten. Unbemerkt von ihr schlich ich näher unb im nächsten Augenblick saß ich neben ihr auf ber schmalen Bank. Lange wollte kein Gespräch in Fluß kommen. Wir saßen still nebeneinanber, sahen uns an, schlugen dann aber aber flugS wieder die Augen nieder. Wir fühlten uns beide recht glücklich, aber auch ebenso beklommen. Wir dachten wohl an unsere junge und ebenso gute Bekanntschaft, an den gestrigen Abend auf dem stillen Friedhof — unb fanben keine Worte. Wir beibe hofften, ber andere würde zuerst das Schweigen brechen — unb so saßen wir denn und schwiegen. Und wir waren glücklich. Käthchen fand schließlich zum Wort zuerst den Mut — selbstverständlich. Auch späterhin ist eS mir manchmal passiert, baß ein Mäbel mit Zittern unb Zagen in Situationen Worte fand, für die mir jede, auch die zarteste Bemerkung banal erschien unb in denen ich vergebens nach bem rechten Worte rang. Käthchen machte sich bie Sache, wie die meisten Eva- tochter in derartigen Fällen, leicht. Sie blickte auf ein possirliches keckes winziges Wesen, das eben munter in die £aube geschritten kam, uns keines Blickes würdigte, sondern an bem frischen Laube zu zupfen begann. »Die Hühnchen finb boch nette Tierchen." Mir fiel zwar sofort ein bekannter Vers von Wilhelm Busch ein, aber ich unterdrückte ihn weislich und sagte: „O ja, besonders wenn sie groß und fett und gebraten sind." Nun lachte Käthchen, und ich lachte mit. Und dann war's wieder still. Dieser dumme Fliederduft mit seiner unbarmherzig be< rauschenden Süßigkeit! Ich empfand eine merkwürdige Gewitterschwüle, obwohl der Himmel ganz blau war u»d sich kein Wölkchen zeigte. Hol'S der Henker, dachte ich, ein Studiosus der Welt« Weisheit muß immer den Kopf hochhalten. Also kos von Rom, nun heißt'S poetisch sein! Ich glaube, mir war» damals wirklich ganz ernsthaft lyrisch zu Mute. Da horte ich neben mir Käthchen ganz leise, aber so recht inbrünstig seufzen. In meinem weltweisen Studentenhaupte entsprang ein guter Gedanke. Irgendwo hatte ich einmal ein kleine» Gedicht gelesen oder gehört, das mir -für diese Situation außerordentlich paffend schien. Cs war mir nicht mehr ganz gegenwärtig, ich suchte also nach eigenen Reimen, oaö remitierte so schön ich konnte unter Aufbietung meiner ganzen Gefühlsfähigkeit: Käthchen, warum seufzest Du? Mußt nicht TrübeS denken! Läßt Dein Herz dich nicht in Ruh, Magst Du mir eS schenken. Doch Du kannst gewiß nicht recht Ohne Herze leben. So nimm meins, eS ist nicht schlecht, Will es ganz Dir geben. Mädchen, sei doch gut und lieb, Nimm mein Herz in Frieden! — Ach, es ist, Du Herzensdieb, Schon von mit geschieden!"; Ich hab' Deins! Nun küsie mich, Laß unS fröhlich scherzen; Du liebst mich, und ich Heb' Dich: Sag'S an meinem Herzen! Fortsetzung folgt CONTINENTAL CAOÜTCHOÜC & GUTTAPERCHA CO., HANNOVER. B— «4 OÖOÖCXD o ooesooo jFuesers Kaffee o o swtsregiar 3910 Neuling. 3846 CI mit ges. gesch. Kugellagern. und Fixier- Ton- Entwickler, 3895 empfiehlt 3327 Emil Fischbach von Fritz Schulz jun. in Leipzig O Diese bis jetzt unübertroffene Stärke hat sich ganz Kohlenlieferung ■ Bor den bevorstehenden Sommerreisen empfehlen H 2983 bei zu lli'liinnitnuuljiinijeii o □ □ □ mit ges. gesch. Kugellagern für Göpel- und Motorbetrieb. □ □ □ ö n a a unüvertroffe« und äußerst preiswert! BR Zum Kochen der Wäsche, reinigt die schmutzigste Wäsche rasch und ohne Arbeit. tttt ^gahil-rtrn bszrie k Suzi-stW, Sui: L fyrmr. 30. 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Ebenso werden diejenigen, welche noch mtt Zahlungen an die genannten Erben im Mckstande sind, mtt einer Frist von 14 Tagen aufgefordert, dieselben an den Nachlaßverwalter abzuführen, da sonst gerichtliche Bei- treibung erfolgt. 3908 Für da» anatomische Institut soll die Lieferung von: ca. 200 Ztrn. Hütten-KokeS, 50 „ gewaschene Nußkohle 1. Gr., „ 100 „ Anthracit auf dem öffentlichen Submission-, rvege vergeben werden. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen vormittags von 10 bis 12 Uhr auf dem Institut offen. Offerten, versiegelt und mit ent* sprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 10. Juui d. Js., vormittags IO Uhr, auf dem ana* komischen Institut abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Gießen, dm 31. Mai 1900. Prof. Strahl. 3914 Alleinverkauf bei . Carl F. Müller, Z ii1'- '' ' „N d-r Aachener und Münchener Feuer-Versicherungs - Gesellschaft versichern. Die Bedingungen sind liberal und frei von Härten. n---r — e K offener! billigst unter reellster r- » Garantie Job. 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Die zur Verlängerung der Ein» friedigung der neuen Kliniken in der ttltn'kstraße zu Gießen nötige Schlossrrarbkit wird hierdurch unter Hinweis auf den Ministertalerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg au»« geschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibung liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und kann letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote find bis zum 8. Jnui 1900, vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 28. Mai 1900. Großh. Hochbauamt. IohM fytet 2utai| nBtanbau einetodjta Big Benner em i «in Evhn. 24. Da a. 25. Dem Heizer Zohmn Pü- xt Heinrich Jun!« a pinklet Peter K Dem Gerber Lubr ;tm D5teMeifier b -x oU,Dienstmagd n von Wirt heimichü Iruimbchtztt basier. • alt, Lacki«« W- isSüchffMach« dahia 11 utfauft. - LdPolsoiksMndMl: Mlnin mdjtnur m wild. 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