Sonntag den 3. Juni Erstes Blatt. r Brak Anrts- und Anzeiseblatt für den "Kreis Gieren ^“ondkri^ 8 Wen. siten. Aiezugrpreis vierteljährl. Mk. 9,26 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholkstelle» vierteljährl. Mk. 1,96 monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. 1 detail: n. Alle Lnzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgege». Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auSwäriS 20 Psg. M ter, LL- k\*. jMrttfaw, «Spedition und Druckerei: >4»CNr«fct Nr. 7. »,»«h»r een Anzeigen zn der nachmittags für den senden Deg «rfchriuenden Nummer bi- vorm. 10 ühr. Attest-Lungen fpLtestenS ab««dS vorher. Man schreibt uns aus Berlin: Deutschland hat heute im fernen Osten weit wertvollere Interessen zu vertreten, als dies noch vor zwei Jahrzehnten der Fall war, und deshalb bringt unsere politische und unsere Handelswelt den Ereignissen, die sich gegenwärtig in China abspielen, lebhafte Aufmerksamkeit entgegen. Bon jeher hat man beobachten können, daß alle Erhebungen chinesischer Europäer gegen die Christen mehr oder weniger die teilweise Erschließung deS Landes die Duldsamkeit seiner Bewohner gefördet, nein, der Haß gegen die „Fremden" ist nicht geringer geworden. Wie schon gesagt, ist man in Peking an der leitenden Stelle ebenfalls nicht von freundlichen Gesinnungen gegen die Christen erfüllt, und eS ist nicht zuviel gesagt, wenn wir behaupten, daß die Negierung kaum alle die im Laufe der Zeit vorgekommenen Greuel- thaten an Missionaren u. s. w. verhindert hätte, falls ihr dies möglich gewesen wäre. Die von den betroffenen fremden Mächten geübten Repressalien waren freilich der chinesischen Regierung unbequem, aber schließlich lag ihr nicht allzuviel daran, jedeSmal einige ihrer bezopften Unterthanen als Opfer der Gerechtigkeit auszuliefern und aufknüpfen zu lassen. Aber selbst wenn man in Peking den besten Willen hätte, so würde doch in gar vielen Fällen die Macht gefehlt haben, diesem Willen Geltung zu verschaffen, denn eS ist nicht gut zu leugnen, daß es der Widersacher gegen die jetzige Dynastie sehr viele giebt und daß Aufruhr und Empörung in einzelnen Teilen deS Reichs der Mitte an der Tagesordnung sind. Die jetzige Bewegung der Boxer und ihre für die ausländische Bevölkerung Chinas so gefahrdrohenden Ausschreitungen sind, so vermutet man in europäischen Kreisen, . nicht ohne Vorwissen der Pekinger Regierung inS Werk ge- I setzt worden, und die letztere hat sich erst dann veranlaßt > gesehen, die Aufständischen zu beruhigen, als die fremden Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde._________________ abreffe für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. r v.» P ' f , r . in Aussicht stellten. Nach den neuesten Meldungen hat die aufrührerische Bewegung nachgelassen und ihren besorgniserregenden Charakter verloren, was natürlich nicht auSschließt, daß die Fremden fortgesetzt stark auf der Hut sein müssen, denn den Chinesen ist nicht zu trauen. Es ist ja bekannt, daß die jetzt am Ruder besindliche Kaiserin-Witwe am liebsten alle Fremden aus China entfernen lassen und die diesen im Laufe der Jahre gemachten Zugeständnisse wieder zurücknehmen möchte. Infolge dessen ist gefährlichen Anschlägen fanatischer Zopfträger noch mehr als bisher der Weg geebnet. Man darf aber wohl annehmen, baß die Mächte künftig nicht zögern, vollen Ernst zu machen, um nicht die in China erworbenen politischen Rechte und wirtschaftlichen Vorteile aufs Spiel zu setzen. Es wird die Zeit kommen, wo wir den wahren Wert der von der deutschen Reichsregierung befolgten Chinapolitik und des erworbenen Kiautschougebiets recht zu würdigen vermögen. Jedenfalls sind wir infolge unseres dortigen Stützpunktes vor manchem Staate im Vorteil, falls in Ostasien Ereignisse eintreten, die eine größere Machtentfaltung der fremden Reiche erforderlich machen sollten. . Soweit unser Berliner politischer Mitarbeiter. — Ueber die Sekte der Boxer sind noch folgende Angaben von Interesse: Sie wurde im Mai des vorigen Jahres von einem Banditenchef gegründet, und führte pittoreske Bezeichnungen, die im Laufe der Zeit wechselten. So hieß sie Roter Lampenschirm, Schleier der goldenen Glocke, Hemd aus Eisenstoff, zuletzt nannte sie sich Faust des Patriotismus und des Friedens. Seither werden sie auch von den Europäern Boxer, das ist Faustkämpser, genannt. Die Anhänger der Sekte verlocken dadurch zum Beitritt, daß sie den Leuten einreden, die Gesellschaft verfüge über allerlei wunderkräftige Zauberformeln, die stich« und kugelfest machen. Sie gaben sogar vor, daß ihre Mitglieder das Feuer der Kanonen nicht zu fürchten brauchten. Zunächst ließen die Boxer ihre Wut an den Katholiken aus, später wurde aber kein Unterschied mehr zwischen katholischen und protestantischen Christen gemacht. Als der Gouverneur Yu von Schantung 100 Mann gegen sie entsendete, verschwanden | die Rebellen spurlos. Am 11. Oktober vor. Js. aber sammelte der Führer wieder ungefähr 1000 Mann um sich, und erließ eine mit seinem vollen Namen unterzeichnete Bekanntmachung, in der es heißt: „Die Faust des Patriotismus und des Friedens will die Mandschu-Dynastie hochbringen und die Fremden ausrotten." Regierungstruppen, die man gegen sie geschickt hatte, erlitten von den Aufrührern eine Niederlage, und nun häuften sich die Gewalt- Daß sie unter stetem Kampf alle ihrem Fortschritt ent- I gegengestellten Hindernisse überwindet und hinweggeht über unendliche Trümmerhaufen überholten Wissens, — das offenbart die unzerstörbare, siegende Kraft des Geistes, von dem die altindische Weisheit in den mindestens 2000 Jahren vor unserer Zeitrechnung entstandenen Veda-Ur- | künden sagt, daß aus ihm alles wird, daß er das Höchste । ist das Sein und das Wesen aller Dinge, weshalb der Mensch seine Verehrung auf ihn £ii richten habe. — Die Geschichte lehrt uns auf jedem ihrer Blatter, daß sie nichts anderes ist, als ein stetiges siegreiches Fort- schreiten des menschlichen Geistes über Unwissenheit, Unwahrheit, Ungerechtigkeit und Gewalt; er führt aus Barbarei'zur Gesittung und Humanität, aus Knechtschaft zur Freiheit, aus Finsternis zum Licht; in den Wissenschaften, die zur Herrschaft der Vernunft leiten und, der Kulturentwicklung die Wege bahnen, feiert er seins Triumphe. Der menschliche Geist ist's, der das Gesetz. der Natur immer wieder aufs neue zur Geltung bringt, das der fromme Weimarische Oberhofprediger Gottfried von Herder so schön und treffend zusammenfaßt m die Worte: „Der Mensch sei Mensch! Er bilde sich seinen Zustand nach dem, was er für das Beste hält". Wir wissen, die jüngst im Reichstag Unterlegenen werden wiederkommen mit ihren Vorschlägen „zur Hebung der Sittlichkeit", zur Knebelung und Aechtung des göttlichen Geistes im Menschen; und abermals werden? wir zu hören bekommen die Tiraden, daß es gelte, ie a ton nennen, oie ziui iiunui|u#t.H gu । — vor der „Besudelung" zu behüten. Die Herren sagen sich I A^^ii Truppen landen ließen und ernstere Demonstrationen jetzt erst tierbammten Kerl, den Geist, Müssen wir doch kriegen!" Sie'mögen thun, was sie nicht lassen können, wozu ihre, Blindheit sie treibt. Der Geist hat ihnen sein Urteil gesprochen. Immer mächtiger regt er sich, die Einzelgeister zusammenfassend, zu einem Gesamtgeist unter dem Namen Goethe. Und in allen deutschen Orten und Landen erstehen ihm Propheten, die verkünden: In diesem Geist ist . tni che«! M UM«« !" Pur HL w JJ (Mögliches igsgeträil ■ ° No. 13559) der ser-Fabrik ‘ Röhrte. Gießener Anzeiger General-Anzeiger nt. 128 mit Ausnahme des Montag». Die Gießener yemintnltÄfter werben dem Anzeiger « Wechsel mit „Hess. 8«nb»irtw n. „Blätter ffcr btff. Volkskunde" whchtt. 4x1 beigelegt. 0*«. * thaten. , . Es ist für uns außer Zweifel, daß in der nachdrücklichen Zurückweisung und dauernden Verhinderung der- artiger Ausschreitungen und Rechtsverletzungen, die alle bedrohen, sämtliche Großmächte volle Emigkeit und Ent- schiedeuheit an den Tag legen werden. Der le.ne deutsche Kreuzer „Iltis" ist von Tsingtau nach Taku in See ge- "u„b auch das deutsche Kreuzergeschwader unter offen H Beifalls der "Pekinger Regierung sich erfreuten. I Admiral «enbemann durste nicht allzu Denn niemand darf sich etwa der Täuschung hingeben, daß I wirb eS ein Leichte« fein, oen Ins Asingstftft. ’ W. Gießen, 2. Juni. Alljährlich begeht die Christenheit das Fest des Pfingst- wunders, das nach der Apostelgeschichte die Erfüllung der SSeissagung des Propheten Joel war: die Ausgießung de s hl. Gei ste s über die Jünger des am Kreuze gerichteten ^göttlichien Nazareners, der da deu Minen irnd Enterbten Evangelium der Liebe verkündet hatte. Unter gewaltigem Brausen und in Gestalt feuriger Zungen kam er, wir es im Buche der Bücher heißt, herab, der heilige Geist, auf jeden der zu gemeinsamer Feier versammeltes Christusbekenner, daß sie redeten in fremden Sprachen und so der herbeigeeilten Volksmenge Anlaß gaben zu der spöttischen Bemerkung: „Sie sind voll süßen Weines". Das Pfingstfest ist also die Verherrlichung des Afistes, den der fromme Christ von Gott ableitet, wie in der Stelle bei Joel: „Und es geschieht hernachmals, ich gieße aus meinen Geist über alles Fleisch, und danu prophezeien eure Söhne und eure Töchter". Die erste Christengemeinde unterschied sich von der übrigen Welt durch den neüen Geist, der in ihr sich lebendig zeigte, nicht nur in der äußeren Begeisterung, die sich in Worten kund thcü, sondern in den Werken des Geistes im öffent-t tickten Leben als eines Geistes der Wahrheit, und vor allem! der Liebe. So ist es noch. Ein M e n s ch verkennt seinen Namen, nur dann, wenn Geist in ihm ist, und ein rechter, echter Mensch, stets nur, wenn der rechte echte Geist der Wahrheit und der Liebe in ihm ist. Eine Nation verdient, den Namen Nation nur, wenn nationaler Geist, nationales! Leben in ihr ist; fehlt das, so istAe im Absterben. Das nulionale Leben darf aber nachher nicht blos in Phrasen, sich kundthun, sondern muß in nationalen, Menschen und Völker beglückenden Werken sich auswirken. Eine religiöse Geni ein schäft verdient nur dann ihren Namen, wenn der Geist ihres Stifters in ihr waltet, wenn der tote Buchstabe durchweht wird von seinem Lebenshauch, wenn unter dem Lichte seines Geistes das tote starre Gesetz Leben, gewinnt und in seiner wahren Bedeutuiig als ein. Fuhr«- nm Heil und nicht blos als ein verdammender Rickster sich daustellt. „Die Worte, die ich rede, sind Geist und Leben . Pfingsten soll uns eine lebendige Mahnung sein: „Werdet Kinder des Geistes, deß Wahrheit und Liebe immer kräftiger aufwachsen und gedeihen . Pfchgsten mch seinem neuen Leben in der Natur, mit seinem kräftigen Er-i rurken der Saaten, verursacht durch den neuen Lebenshauch, ber die Natur durchweht, ist so recht dazu angethan, uns in, fehren• Nur der Geist macht lebendig. Wie aber steht es heute mit dem Pfingstgeist? Es ist iw dieser Hinsicht gar viel anders geworden, als in des 18 Jahrhunderts Neige, in der Aufklarungsepoche, die man wohl auch ein Pfingsten der Weltgeschichte genannt hat, die Besten des Volkes es verhießen Lessings geläuterte, duldsame Religion, die die universellen Zuge des, Geisteslebens in den Vordergrund stellt, seine zeitgeschichtlichen Beschränkungen aber zuruck,chiebt, gilt heute beinahe aö§ das Urbild seichter Glaubensaufklarung, wahrend doch Lessing den erhabenen Lehrsatz vertrat, daß Religion Herzenssache des Einzelnen sei. Heute fehlt nicht viel, daß ^er Hauptpastor Götze in Hamburg im Gegensatz zu Lessing als der verständigere und urteilsfähigere Mann verehrt wird weil er die Antwort auf das religiöse Verlangen des Menlckunberzens fix und fertig in den vor Hundertenc von. [ Jahren für alle Zeiten in gleicher Weife gütigen Lehr- uiffE^gen'ffi unbeabsichtigt und unbewußt die Probe darauf gemacht worden, wie der heutige Zeit-, arist auf den Geist des Aufklärungszeitalters eingeht, als drr Goethebund gegründet wurde, der in der That recht eigentlich aus dem Geiste der klassischen Zei geboren ist. W^is vor hundert Jahren sicherlich emeallgemem Bleweauna der Geister hervorgerufen hatte, was überall eine That auf dem Gebiet der Geistestultur gegolten Len würde, ist heute für viele, die. sich fonft mit Recht ■u ben Aufgeklärten zählen, eine epteleret, eine Schwärmerei" eine Kuriosität, die sie ernster Erörterung nicht für ^"llnd^wird doch so viel gesündigt gegen den Geist, maen den gevffenbarten Geist der Gottheit, gegen dm b!ttioe und unverletzliche, dem Geiste der Gottheit ent- avo smpftnrhnuna! Immer wieder will man den Müt^in Fefteln schlagen, vernichten dieses teure &ut des » » kiitnrifdv öenEenben Menschen. Und doch, was ^nn man b« chun chs für sich si'in höchstes mensch- bleckt ber freien Entwickelung des Geistes m An» Lch ^nehmen nicht allein um seinetwillen sondern !im des Fottschritts der Menschheit, der Kulturentwickelung Aber alle Versuche nach dieser Mchtung hin können die lk^itturmenschheit ihVem natürlichen Beruf, immerfort vor- «artTunb «ufwärtä zu schreiten, nicht entziehen. Rettung. _ . . Y , Aber auch da, wo die Geister aufeinauderplatzen, auch | wo in hartem Kampfe um die Wahrheit gerungen wird, j da soll man der Liebe nicht vergessen, da soll man sich bewußt bleiben, daß der Gegner, ob er gleich über: den. Wea zum Ziel anderer Meinung ist, doch bemfelbekrVolke und Staate angehört, demselben Vaterlande zu dienen' wünscht. In unseres Vaters Hause sind viele Wohnungen, lasset u'ns sein trotzalledcm gute Hausgenossen ! ■ Wer aber aus Mißmut und Unzufriedenheit über dieses! und jenes in unserer geistigen und politischen Entwickelung sich etwa anschicken sollte, an dem Kampfe um diese Ent^ Wickelung nicht mehr teilzunehmen, die Dinge laufen zU lassen, wie sie gehen, der hat Unrecht und setn KlEnut ist verwerflich. Nicht kopfhängerisch möge er durch die Frühlingslandschaft schreiten, sondern bosMungsvoll ausblicken. Und es macht ja auch Freude, die berechtigte Freude anderer zu beobachten. Unsern hessischen Volksschullehrern hat die Zweite Kammer unseres Landes durch Annahme des Antrages Backes eine außerordentlick-e Pfingstfreude bereitet, die ihnen! wahrlich zu gönnen ist, und Freude rnußte auch jedem! Kunstfreunde die vortreffliche Landtagsrede des Ministe-i rialrats Braun am 30. v. M. machen, eine Rede, wie man sie leider nicht allzu häufig von deutschen Minister- tischen aus hört, außer etwa bei ähnlichen Anlasseii iw Dresden und Karlsruhe. Und endlich ist für uns Gießener und die Cmtwickelung unserer Universität erfreulich, daß unsere städtischen Behörden für das vom Staate zu erwerbende Gelände zur Erbauung einer neuen chirurgischen und ophthalmologischen Klinik, sowie einer zeitgemäßen Veterinäranstalt einen Zuschuß von 200 000 Mk. bewilligt haben. Es geht also, Gott sei Dank, doch nicht alles geaeu den Geist, an dessen allversöhnenden göttlichen Beruf das! Pfingstfest uns gemahnt, und der uns die Worte des Sängers in den Mund legt: Sieh der Saaten schwellende Felder, Sieh das sonnige Grün der Wälder, Wonnige Winde regen sich, Menschenherz, 0 freue Dich! Zur Lage iu China. Iirung kmäler. rui° 5520 etC* Syenit Fe* ,6L einer ausreichenden internationalen Truppenmacht klarzumachen, daß Ruhe und Ordnung unter allen Umständen aufrechterhalten werden, und daß das Leben und Eigentum der Ausländer unangetastet bleiben müssen. Wie im Jahre 1898, so wird sich auch jetzt Deutschland nicht der Pflicht entziehen, au jedem gemeinsamen Einschreiten der Großmächte zum Schutze der gemeinsamen Kulturintereffen ein- trächtig und nachdrücklich teilzunehmen. Nach einer amtlichen Depesche aus Tsingtau hat der Kreuzer „Kaiserin Augusta- einen Offizier und 50 Marinesoldaten an Bord genommen und ist sodann nach Taku in See gegangen. Ueber Schutzmaßnahmen der andern Mächte meldet das „Bureau Reuter- aus Tientsin vom Mittwoch folgendes: Hier sind heute folgende Kriegsschiffe eingetroffen: Die russischen Schiffe „Gremjaschtschi-, Dmitri Donskoi" „Sfiffoi Weliki", „Gaidamak-, „Wffadnik- und zwei Torpedoboote, das französische Schiff „DeScarteS", die englischen Schiffe „Orlando" und „Algerine- und das italienische Schiff „Elba". Von allen Schiffen werden Seesoldaten oder Matrosen gelandet. — Nach weiteren „Reuter"-Mel- dungen sind am Mittwoch zum Schutze der fremden Gesandtschaften Truppen-Detachements der verschiedenen auswärtigen Mächte, jedes hundert Mann stark, nach Peking beordert worden, der Vizekönig lehnt es aber ab, die Beförderung dieser Detachements auf der Eisenbahn von Tientsin nach Peking ohne Genehmigung des Tsung-li-Aamen zu gestatten. Ein japanischer Kreuzer hat Befehl erhalten, nach Tientsin zu gehen. Die chinesischen Behörden machen also, wie sich schon aus diesen Nachrichten ergibt, dem beabsichtigten militärischen Schutz der Fremden große Schwierigkeiten. „Reuters Bureau" meldet in dieser Hinsicht auch noch, daß die chinesischen Behörden den russischen Truppen die Erlaubnis verweigert haben, die Forts von Taku zu passieren. Die Ruffen dürften sich daran wenig kehren, sondern die Einfahrt mit Gewalt erzwingen. Die starrköpfigen Mandarinen haben damit den schärfsten Konflikt herausbeschworen. Andererseits veröffentlichen Londoner Blätter ein Telegramm aus Shanghai, nach dem die chinesische Regierung ein Edikt erließ, durch das der Bund der Boxer bei Todesstrafe verboten wird. Nach Meldungen einer englischen Telegraphenagentur ist das Edikt gegen die „Boxer" zweideutig abgefaßt und mißbilligt nicht offen die fürchterliche Fremden- und Christenhetze. Die plötzliche Einstellung der Operationen der Boxer zeige, daß sie den Befehlen hochgestellter Personen gehorchen, und nicht blos unorganisierte Banden seien. Das Militär gehe maffenhaft zu den Rebellen über. Es ver- lautet, General Aung-lu, der Generalissimus der chinesischen Armee, und viele Minister wollen ihre Aemter niederlegen. Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Laudftäude. M. G. Darmstadt, 1. Juni 1900. Das Haus ist wie gestern vollzählig besucht. Abg. Köhler-Darmstadt berichtet über eine neu eingelaufene Vorlage ver Regierung, betr. die Teilung des Gymnasiums in Mainz, die bis Herbst l.I. erfolgen soll, obwohl der Neubau eines zweiten Gymnasiums erst nach Jahren vollendet sein rann. Sie wird als dringlich auf die Tagesordnung gesetzt. Die Regierungsvorlage, die dienstliche Stellung de rRätebeidenProvinzialdirektionen betr., Regierungsvorlage, Weitere Nachtragsforderungen zu Kap. 142, Titel 13, „Re gie ru n g s g e b äud e zu Mainz" betr., Regierungsvorlage, Nachtragsforderung Ministeriums des Innern zu Kapitel 48, „Volksschu-i len" betr. und zwar Titel 1. a) Zuschüsse an bedürftiges Gemeinden zur Aufbringung der Lehrergehalte; b) Dienste alterszulagen; c) Remunerationen an Katecheten; Titel 3. Fortbildungsschulen; Titel 4. Schullehrerpensionsfonds; Regierungsvorlage, die Lehramtsassessoren an höheren Bürgerschulen betr., werden ohne Debatte; nach Anträgen des Ausschusses erledigt. Zur Regierungsvorlage, Weitere Tiefbohrung auf Thermalwasser n Bad-^Nauheim betr., führt Abg. Graf Oriola aus, er wolle es nicht unterlassen, seiner Freud? darüber Ausdruck zu geben, daß, nachdem die ersten Bohrversuche so glänzend gelungen seien, die Regierung sofort daran gehe, die Versuche fortzusetzen; er hoffe, daß es den großen Fähigkeiten unserer Techniker, die sich glänzend ewiesen habe, gelingen werde, dem sich rasch und prächtig' entwickelnden Bade eine neue Quelle des Gedeihens zu geben. Tas Haus stimmt zu, daß ein Betrag von 25 000 Mk. für eine weitere Tiefbohrung zu Lasten des Kurfonds verausgabt werde. 35 000 Mk. der für die letzte Bohrung bewilligten Summe von 90 000 Mk. sind nicht zur Verwendung gekommen. Es werden nunmehr eine größere Anzahl von Beschwerden und Vorstellungen erledigt. Bei Genehmigung eines Gesuchs der Oberlehrer Dr. Seidenberger und Völsing in Friedberg um Anrechnung weiterer Besoldungsvordienstzeit nimmt der Abg. Schröder die Gelegenheit wahr, darauf hinzuweisen, daß eine Reihe von' Beamten anderer Beamtenkategorien bei Berechnung ihres Besoldungsdienstalters sich in ähnlicher Lage wie die Ge- suchsteller befinde. Es werde gut sein, wenn das Staats-' Ministerium sich mit dieser Frage behufs gleichmäßiger Behandlung befasse. Aba. Köhler-Darmstadt als Berichterstatter des Ausschusses teilt mit, daß der Ausschuß sich lediglich aus die Erledigung des speziellen Gesuchs beschränken zu müssen geglaubt habe. Es liege die Ein-; gäbe einer größeren Anzahl akademisch gebildeter Lehrer vor, die eine generelle Behandlung der Verhältnisse ermöglichen werde; eine solche erscheine allerdings als wünschenswert. Es werden hierauf eine größere Anzahl Beschwerden und Vorstellungen persönlicher Art debattelos erledigt, auch die Vorlage der Regierung, die Teilung des Mainzer Gymnasiums betr., wird angeiiom- men. Geh. Oberschulrat N o d u a g e l erklärt auf Anregung des Abg. Schmitt, daß die Regiermng auch von der Notwendigkeit überzeugt sei, daß in den räumliches Verhältnissen des Realgymnasiums und der Realschule zu Mainz Wandel geschaffen werden müsse. Auf die von dem Abg. Graf Oriola und Gen. gestellte Anfrage, betr. die Besteuerung der Luxuswagen erklärt Staatsminister Rothe: Diese Bestimmung des Stempelsteuergesetzes verdanke ihre Entstehung einem Anträge der Abgg. Graf Oriola und Reinhart; eine Definition des Wortes „Luxuswagen" hätten die Antragsteller nicht gegeben; die Regierung habe wenig Anhaltspunkte gehabt und den Begriff Luxuswagen zur Ausfüh-, rung des Gesetzes dahin erläutert, daß darunter verstanden sein sollten „alle zum persönlichen Gebrauche des Besitzers' oder seiner Angehörigen bestimmten Wagen, die nicht zur beruflichen oder gewerblichen Thätigkeit nötig seien". Außerdem habe man die nicht auf Federn ruhenden Wagen von der Steuerpflicht befreit. Nach solchen Anweisungen an die Behörden habe man voraussetzen zu dürfen geglaubt, daß die Unterscheidung im einzelnen Falle nicht schwer werden würde. Leider seien aber bei den Behörden bei Auslegung des Wortes noch immer Zweifel entständen. Um die Besteuerung nicht besteuerungspflichtiger Wagen zu verhüten, habe die Regierung am 2. Februar ein Ausschreiben an die Kreisümter erlassen und darin ausgeführt, daß in jedem einzelnen Falle auf Grund der sestzustellenden Verhältnisse nach Maßgabe der Anlage 2 der Erläuterung des Stempelgesetzes die Entscheidung zu treffen sei, vorbehaltlich der im Gesetze vorgesehenen Beschwerde. Bei Zweifeln empfehle man, für Wagen, deren erster Anschaffungspreis 1000 Mk. nicht übersteigt, eine Besteuerungspflicht nicht anzunehmen. Abg. Graf Opio l a beantragt Besprechung der Interpellation; >biem Anträge wird stattb^eben. Abg. Graf' Oriola weist auf die allgemeine'Unsicherheit der Kreise am ter in der Auffassung dessen f)in, was als Luxuswagen' anzuwhen sei, lynd die große Erregung und Erbitterung, zu der man Anlaß gegeben habe. Im Sinne der Antragsteller habe nur gelegen, den Luxus zu besteuern; eine allgemeine Begriffsbestimmung lasse sich freilich nicht geben; man müsse jeden einzelnen Fall beurteilen. Das' Wort „benötigen" im Ausschreiben der Regierung sei von einem Kreisrat dahin verstanden worden, daß, wenn ein Landwirt einen Wagen besitze und er „benötige" ihn nach Ansicht des Kreisrates nicht zum Beruf, er Steuer zahlen müsse; das sei doch irrig, es sei doch das Wort so zu verstehen, ob der Wagen zur Ausübung des Berufes „diene." Im übrigen freue er sich über die Erklärung der Regierung und hoffe, daß bald eine richtige Handhabung zu allg. Beruhigung eintreten werde. Er wünsche, daß die zuständigen Behörden mit einer gewissen Warmherzigkeit und Liberalität die Stempelsachen behandeln möchten. Staatsminister Rothe versichert, daß die Regierung die größte Liberalität in dieisen Dingen walten lasse, und entsprechende Anweisungen erteilt habe, sie habe auch einige Entscheidungen in der Frage der Besteuerung der Wagen sämtlichen Kreisämtern mitgeteilt. Da Ministerialrat Dr. Br eidert bezügl. des Wortes „benötigen" die Auffassung des Grafen Oriola nicht teilt und Abg. Schmitt eine Erklärung der Regierung wünscht, ob sie die Ansicht ihres Vertreters zu der ihrigen mache, fixiert Staatsminister Rothe Prüfung dieser Frage und ihre Erledigung durch erläuternde Anweisungen an die Kreisämter zu. Von Interesse >lch die Mitteilung des Grafen Oriola, daß die Regierung die Unterscheidungen von Bauernhöfen, Forsthäusern re. als unhaltbar erkennt und einen Gesetzentwurf vorlegen werde, wonach der Begriff der Wachhunde anders festgelegt werden soll. Abg. Ulrich bezeichnet die Resolution als eine der Folgen der unglücklichen^ Stempelgesetze. Abg. Köhler-Langsdorf greift die neue Steuergesetzgebung an und veranlaßt den Finanzminister Küchle r zu scharfer Entgegnung. Der letztere giebt der Ueber- zeugung Ausdruck, daß der Bauernstand mit dem Steuerzettel in der Hand ihm und den Mitgliedern der Kammer Dank abstatten werde für eine Steuergesetzgebung, auf die eu- nicht zu hoffen gewagt habe. Vorerst bitte er aber, eine Reform, die aus großen Gesichtspunkten hervor- gegangen fei, nicht im Voraus zu diskreditieren. Die Verantwortung für die Folgen der improvisierten Luxuswagensteuer und Grundsteuer könne er ablehnen. Ueber die Mitteilung des Abg. Ulrich, daß der Stempel 1 Million mehr eintragen werde, über diese Mitteilung aus seinem Ressort, die ihm bisher noch nicht zur Kenntnis gekommen sei (große Heiterkeit), sei er ganz außerordentlich erfreut. Nachdem durch das Eingreifen des Präsidenten Haas! einer allgemeinen Steuerdebatte rechtzeitig vorgebeugt worden ist, mahlst Abg. Schmitt dem Hause die Mitteilung, daß die Stadt Mainz an die.Mitglieder der zweiten Kammer durch ihren Oberbürgermeister'die Einladung ergehen lasse, zum Gutenbergfest,e zu, erscheinen. Präs. Haas dankt hierfür Namens .per Kammer. Abg. Schmeel stellt eine Anfrage an die Regierung, ob ihr die gegen sie in öffentlichen Blättern erhobenen Angriffei in der Angelegenheit, betr. den Verka irf der Jsenburg- Bir st ein scheu Waldungen bekannt seien und ob sie in der Lage sei, diesen Angriffen entgegenzutreten. Die Dringlichkeit der Sache wird anerkannt und sie wird sofort auf Tagesordnung gesetzt. Ministerialrat Milbrand führt aus, daß die Mitteilung der „Frkf. Ztg.", wonach die Hess. Gemeinden, denen Gerechtigkeiten an den Fürstl. Jsenburbischen Waldungen zuständen, in keiner Weise von der Regierung veranlaßt worden seien, in eine Ablösung nicht einzuwilligen. Diese Gemeinden hätten sich vielmehr umgekehrt der Regierung gegenüber dahin erklärt, daß sie niemals in eine Ablösung einwilligen würden.. Die Stellung der Regierung in dieser Angelegenheit ergebe sich aus dem Gesetze. Wenn der Fall eintreten solle, daß die fraglichen Wälder von einem Privaten angerauft würden, so könne die Regierung heute schon sagen, daß sie in eine Abtrennung des Waldes zu Spekulationszwecken niemals einwilligen werde. (Bravo.) Bei etwaigen Devastationen werde sie ebenfalls mit gesetzlichen Mitteln sofort ein- gretfen. — Auf Grund der Darlegungen des Redners, der Abg. Schmeel und Gut fleisch und der sehr ausführlichen Mitteilungen des Ministerialrats Braun ergiebt sich, daß die Waldungen an einen Privaten verkauft wurden, dieser Verkauf aber nicht die Zustimmung der Agenten gefunden hat. Daraufhin sei die Hess. Regierung einge- sprungen und habe denselben Kaufpreis wie jener Private geboten. Dieses Kaufangebot habe aber wesentliche Vorzüge insofern bei einem Verkauf an den Privaten die Ver- pMung des Verkäufers vorgesehen war, jene Servituten abzulösen, was aber bei der von vornherein au erwartend?» Stellungnahme der Gemeinden zu erwarten war Anderer erts wäre nach jenem Vertrage eine Versorgung der Wald beamten ganz außer acht gelassen worden. Einem des Vertrages znnschen dem Hess. Fiskus und( Verkäufer hatten Personen von Frankfurt aus entgegengewirkt bir neue Kaufofferten machen zu wollen erklärten. Ein aewiü^ Bernhard Schiss sei hierbei in erster Linie beteiligt. Man habe erklärt, ein anderes Konsortium sei bereit, für 7 Mill in bar die Waldkomplexe zu erwerben; bodti habe man sl«ch' erste Frist von vier Wochen erbeten; die ganze Sache sei auf eine reine Spekulation hinausgegangen. Gegenwärtig fei die Zustimmung eines Agenten zum Kaufabschluß noch nicht erfolgt, möglicherweise würden die Waldungen einem öffentlichen Ausgebot ausgefetzt werden Diese letztere Thatsache wird durch den Abg. Gut fleisch bestätigt, der dieser Tage bereits als Sachverwalter des den Verkauf betreibenden Hypothekengläubigers den Antrag stellen wird. Ministerialrat Braun weist die völlige Un- richtigkeit der Frankfurter Zeitungsnotiz in ihren einzelnen Teilen nach und nennt verschiedene Behauptungen perfide Insinuationen. Er glaube, daß durch seine Ausführungen dem einfältigen Mäpchen der Boden entzogen sei, daß der Fiskus seine Konkurrenten aus dem Felde schlagen wolle- es gäbe keine freiere Konkurrenz als die Zwangsversteigerung; es werde sich ergeben, ob nicht aus rechtlichen und tatsächlichen Gründen das Hess. .Land der allein möglich Käufer fein werde; wenn die Kammer hierzu ihre Ermächtigung gäbe, so würde sie die beste Quittung auf die Angriffe erteilen. Abg. Ulrich führt aus, er verstehe nicht, wie jener Agent, dessen Name öffentlich genannt werden solle, dec Prinz Max von WeMersbach, ein Mitglied der ersten Kani- mer, die Interessen des Landes direkt der Spekulation preisgeben könne. Er vermute, daß er eng mit dem Beruh. Schiss liiert sei und daß beide wüßten, warum der Vertrag mit dem Fiskus nicht zu stände gekommen sei. Die Vertreter des Landes seien entschlossen, diesem System entgegenzutreten und jenen Spekulanten eine kalte Touche zu offerieren. Es wird zum Schluffe der Beratung ein von 50 also allen Abgeordneten unterschriebener Antrag Schmitt ein- gereicht, wonach die Regierung ermächtigt wird, die Jsen- burgischen Waldungen für den Staat zu erwerben, ev. bei der Versteigerung der Waldungen ein entsprechendes Gebot abzugeben. Die Sitzung wird um 1 Uhr geschlossen. Nächste und letzte Sitzung: Samstag, 9 Uhr vorm. Aus Stadt und Land. (Ammyme Eilsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 2. Juni 1900. ** Oessentliche Lesehalle. Im Mai wurden 1581 Bände ausgeliehen: Illustrierte Zeitschriften 414, Erzählende Litte- ratur 711, Versdichtungen 18, Jugendschriften, Märchen, Sagen 224, Litteraturgeschichte 12, Geschichte und Bio- graphieen 62, Länder- und Völkerkunde 43, Naturwiffeu- schaft, Technologie 72, Land« und Hauswirtschaft 8, Staatswiffeuschaft 8, fremdsprachliche Litteratur 9 Bände. An Männer: Handwerksmeister 219, akademisch Gebildete 48, Kaufleute 159, Beamte 19, Unterbeamte 84, Techniker, Schriftsetzer 128, Arbeiter, Tagelöhner 61, Diener, Burschen, Kellner 47, Lehrlinge, Gehilfen 199, Schüler 11, Studenten 46, zusammen 1021 Bände; an Frauen: Ehefrauen, Witwen, ältere Unverheiratete 156, Gewerbetreibende 111, Dienstmädchen, Lauffrauen 32, Ar- beiterinnen, Ladenmädchen 54, Beamtinnen 34, Pflegerinnen 10, junge Mädchen, Lehrmädchen 163, zusammen 560 Bände. Nach auswärts kamen 16 Bände. •* Theater. Am Dienstag den 5. Mai — so schreibt man uns — findet in' Steins Saalbau eine Vorstellung des Gastspiel-Ensembles unter Leitung des Schauspielers Robert Friedrich statt. Zur Aufführung gelangt Dr. Hugo Müllers Volksstück „Gewonnene Herzen. Unstreitig eine glückliche Wahl, zumal die Hauptrollen mit Nesta von Franken, einer feschen, jugendlichen und stimmbegabten Soubrette, und den ausgezeichneten Komikern Verend und Mensick besetzt sind. Der Billetverkauf ist in der Musikalienhandlung des Herrn Challier (Rudolphs Nachfolger.) ** Ausbildung von Diakonissen für Erziehungsarbeit. Der Verein für Innere Mission in Leipzig hat es sich seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, Diakonissen in der Erziehungsarbeit auszubilden, zunächst mit Rücksicht auf seine eigenen Arbeitsgebiete. Wieder läßt er die Aufforderung zum Eintritt in sein Diakonissenmutterhaus an christlich gesinnte, gebildete Jungfrauen und junge Witwen ergehen, die sich dem Dienst der Liebe widmen möchten, ohne doch in der anstrengenderen Krankenpflege sich be- thätigen zu können. Solchen gewährt die in Borsdorf bei Leipzig gelegene Diakoniffenanstalt durch zweckentsprechende Schulung und Vorbereitung die Möglichkeit, ihre Kräfte zum Wohle der Mitmenschen zu verwenden und so im Reiche Gottes sich nützlich zu machen. Es dürfte manchen erwünscht sein zu erfahren, daß nähere Auskunft gern erteilt wird vom Direktor der Innern Mission in Leipzig, Herrn P. Dr. Roch, der auch jederzeit bereit ist, Anmeldungen entgegenzunehmen. Q SparkaffeuNeubau. Wir erfahren, daß es betreffs des Sparkaffen-Baues, obgleich das Preisgericht die beiden eingereichten Entwürfe der Herren Stein u. Meyer mit Preisen bedacht hat, noch einmal zu einem Wettbewerb kommen soll. § Butzbach, 1. Juni. Die zu einem landwirtschaftlichen Feste gestaltete gestrige Bezir kstierschau verlies trotz ungünstiger Witterung aufs schönste. Nach einem: Umzug der Festmusik durch die geflaggten Hauptstraßen fand um 10 Uhr in Gegenwart höheres Beamten und Vertreter landwirtschaftlicher Behörden rc. die Besichtigung der zur Hchau aufgetriebenen Tiere statt. Es waren ausgestellt: 210 Stück Rindvieh, 20 Ziegen, etwa 40 Schweins 1 i*ne Sftwt W M ***? "?JÄ »“'äSi* WrNlt,'!6 Kxsdend" |tn ihren ei' lauptungeni' T*9en tpoi ^üitgiOetjle J !«#*■* ^allein mö9h ' ^brzn jh^ ■ "Altung auf; Vicht, wie . 5?en solle, der ersten R- l der Spekula, :n9 mildem^ varum der Lern' men sei. Tie$i? ,ielem System er 'ne falte Toch i. 'S ein von AH ^ag Sch mitt M wird, die Zsen- l zu erwerben, cd. ein entsprechendes 'll'tn. g, 9 Ufr mm. Ilb. »tu 3ut)0lM, tnmta.) Juni 1900. den 1581 Wt Erzählende Litte- iriften, Märchen, sichte und 8ifr V\ WkV^tß1 8, rNnatur 9 ), afabewisch k i llnterbeanlte , ragelöhner 61, Ie, Gehilfen ISS, 1021 Sänbt; a WttftMlttt 156, inffrauen 32, fc* mtn 34, 1163, Omen ßtobt , ,ti Mu - ^uu>t u M MM des TchmM j gelangt Dr-W erzen. W Mollen m * unb stinnnbegabl» mkern Semd ist in der MD [hH it 4e «“•**’Tb ranWW'lJff "i, in ®»*L ÄflSfS Mkelt' W , M den und jo i® dürste «< ,„6 ,z Mt# h««, b0J. bi, 6* 'S*!S ><<"£, «s A«- A ■■ (Hessen) zw. Darmstadt u. Heidelberg, X3hVL02T OSLwXX Hotel u. Pension „zur Krone*, Sommerfrische. Pensionsprospekt a. Führ. grat. Les.: G. Diefenbach. mb ca. 60 Pferde bezw. Fohlen, meist stattliche Exemplare, 'v i der am Nachmittag erfolgten Prersverteilung wurden ar Geldprämien zuerkannt: 550 Mk. für Pferde, 1395 M. für Rindvieh, 340 M. für Schweine und 145 M. für Zregen. Tags über fanden am Ausstellungsplatz Konzert und Volksbelustigungen statt, die mit einem kleinen Ball abends in der Turnhalle schlossen. ~ m () Hartmannshain, 31. Mar. Dem Postrllon Otto Hilbert aus Gedern, der gestern früh die erste Per- jonenpost von Grebenhain nach> Gedern fuhr, loste srch ein Äad vom Postwagen. Glücklicherweise befand srcl) noch ein, Passagier in der Post, der dem Postillon behilflich war, das Rad wieder an die Achse zu bringen, so daß der Postillon ohne Verspätung den abgehenden Zug xxx Gedern ucch erreichen konnte. „ !? Gedern, 1. Juni. Das von der hiesigen Sektion des V. H. C. erbaute Tempelchen bei dem Weiler Schonbausen wurde an den hiesigen Gastwirt Landmann verlauft, der diese Schutzhütte auf der oberhalb. Gedern gelogenen Anhöhe Wildfrauhaus aufgestellt und durch Anbau einer Küche vergrößert hat. Am zweiten Pfingstfeier- tage findet die Einweihung statt, bei Konzert der hiesigen Kapelle. . Noggm 113; ruff. Hafer 99-117; Mixed Mais 88, per Tonne afr Rotterdam. Ä Kohlen. E« notieren: Ruhr-Frttnuß Körnung I und N M!. 230 bi« qnr 940 Nußschmikdekoblen Mk. 215 bis Mk. 225, Deutsche Anthractt-Nußkohlen Mk. 310 MS 320, 'Ng'"ch-Anthracit-N^kohlen Mk. 350 bis Mk. 360, Rubr-Flammnuß Körnung 1 und ll Mk. 230 bis Mk. 240, Ruhr - Flammnußkohlen Körnung I 3R - 220 bis auf 230 Kkttickrot Mk 200 bis Mk. 210, Rubr-BruchcorS Mr. 33U 155bi« mr. 165. ab Mannheim. Die Verhältnisse haben sich fett voriger Woche nicht verändeit. „ „ Tabak. Wir sind nicht in der Lage, eine Besserung im GeschLftewührend der Berichtswoche konstatieren zu können und sind uns außer emigm kleinen Posten Einlegetabaken sonst keine Abschlüsse bekannt geworben^ Ob sich das Geschäft nach der Beendigung der Maifermentatten hebe« wird, bleibt noch abzuwarten; wir bezweifeln dies. Die Tabake sind qualitativ nicht leicht genug und dieselben wurden z. Z. im Berhä tm» zur Ware von den Produzenten auch viel zu teuer gekauft. Bei emem ausgesprochenen Zigarren-Jahrgang kann der Händler, wenn er aus seine Kosten kommen will, im Preise ebenfalls nubt mehr wi bei 1899er, von einem Verdienste ist hierbei noch keine Rede. Wenn Javatabake zu letztwöchenllichen Preisen offeriert werden, mutz der Händler an 1899er Pfälzer Tabaken Geld verlieren, da der Fabrikant die Javatabake in diesem Falle vorzieht, obgleich diese in Qualität mcht beffer, teilweise sogar schlechter find als Pfälzertabak, iw. Brandfind dieselben jedoch meistens zuverlässiger. Von einem Fachblatte °ll un «e Ansicht nicht geteilt werden, unsere Berichte werden ,ogar alS tenden-wS hingestellt. Wir werden nach wie vor der Wahrheit entsprechend berichten um zu vermeiden, ebenfalls nicht ernst genommen zu werden, wie jenes. In losen Pfälzer Rippen geschäftslos, lose ferne Mk. 9 biS 9,50, gebündelte Mk. 11,50 bis 12. — Preußischer Beanrtenvereiir iti Hannover. Lebens-, Kapital- (Aussteuer- und Militärdienst-), Leibrenten- und Begräbnisgeld- Versicherungs«Anstalt für alle Deutschen Reichs-, Staats- und Kommun^ rc. Beamten, Geistlichen, Lehrer, Rechtsanwälte, Berate, Tierärzte, Apotheker, Redakteure, Ingenieure und geprüften Baumeister, sowie für Privatbeamte in gesicherten Stellungen. Keine bezahlten Agenten und infolgedessen niedrige Verwaltungskosten. Verficherungsbestand Ende April 1900: 56,579 Versicherungen über 193,411,550 Mk. Kapital und 466 347 Mk. jährliche Rente. Reiner Zugang vom 1. Januar bis Ende April 1900: 1122 Versicherungen über 5,447-dOO Mr. KaMal und 11,960 Mk. jährliche Rente. Vermögensbestand: 56,932,000 Mk. eit. Juli 2.500/g, Diskonto-Kommandü per ult. Juni 1.35«/» do. per ult. Juli 2.50 %, Lombarden per ulh Juni 0.60 %, do. per ult Juli 1.056/ , Berliner Handelsges. per ult. Juli 0.00. Notierungen: Kreditaktien 223.50-00-000., Diskonto- Kommandit 185.70-90-186, Staatsbahn 189.0-139.30, Gotthard 140.50, Lombarden 25.90-00 00, Ungar. Goldrente 97.25, Italiener 95.00, Bproz. Mexikaner 25.30, Oesterr. Coupons 84, Amerik. Coupons 4.183/* Privat-Diskont 49/i«-4,/i°/o iVr26/« Uhrt Kreditaktien 223 50-224.10,00 Diskonto-Kom- mandit 185.80-186.40, Staatabahn 139.50, Lombarden 28.90-00, Portugiesen 00.00, Bochumer 244.60-245-241.80. Märkte. Gieße«, 2. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. •* 0.90—1.10, Hühnereier per St. 5—6 4, 2 St. 10—11 H, Enteneier 2 St. 12—14 4, Gänse« eier per St. 10—11 Stofe 1 St. 5—7 H, Kasematte 2 St. 5—6 Erbsen per Ltter 19 Linsen per Liter 30 Tauben per Paar X 0.88—0.90, Hühner per St. 1.20—1.60, Hahnen per Stück X 1.40-2.20, Enten per St. X 2.00—2.50, Gänse per Pfund X 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4, Kuh. und Rindfleisch per Pfd. 62—64 4, Schweinefleisch per Pfd. 50—70 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 74 -A, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 A, Hammelfleisch per Pfd. 50—66 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 biß 6.00 X, Weißkraut perSt. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 8.00—9.00, Milch per Liter 16 * , n. Friedberg, 31. Mai. Da auf dem gestrigen Ferkelmarkt das Angebot die Nachfrage bei weitem übertraf, waren die Preise nicht hoch. Für das Paar Primaferkel wurden bis zu 36 Mk. bezahlt; für geringere 24 bis 30 Mk. Viele Ferkel wurden garnicht verkauft. Biehmärkte. Wohl die inzwischen eingetretene regnerische Witterung mag veranlaßt haben, daß die süddeutschen Viehmärkte in der Berichtswoche im allgemeinen sehr stark frequentiert waren, denn die Futterernte wird hierdurch um einige Wochen hinausgeschoben, was auf die Qualität des Futters nicht ohne Einfluß ist. Aber auch das Geschäft entwickelte sich an allen Plätzen sehr lebhaft, sowohl Großvieh als auch Kälber und Schweine wurden flott g^andelt, es blieb wenig Ueberstand. Getreide. Auch in bet abgelaufenen Woche konnte sich kein lebhaftes Geschäft entwickeln, da die amerikanischen und argentinischen Offerten unteren Markt vollständig beherrschten, die zwar im Preise ziemlich unverändert blieben, aber doch die Kauflust unserer Mühlen lahmte. Inzwischen haben sich zu den Klagen über schlechten Saatenstand bet uns noch Befürchtungen wegen Pest in Rumänien gesellt, und bedarf der Markt nunmehr eines geringen Anstoßes, um au« seiner Lethargie zu erwachen. Roggen bleibt fest; Hafer ist preishaltend; Gerste ruhig. Mai8 gut gefragt. Zu notieren sind: Redwtnter 2, 130.— ; KansaS 2, 123—124; La-Plata f. a. g. 124—126; ruff. Gerichtssaal. — Ne bis In idem! Zweimal wegen derselben That sollte hie Dienstmagd Anna Freier bestraft werden. DaS Landgericht Ltegnitz verurteilte sie am 21. Mär» wegen Betrugs, begangen durch Benutzung der elektischen Straßenbahn ohne Bezahlung zu 10 Mk. Geldstrafe. Erst nach V:tkündung deS Urteils stellte es sich heraus, daß die Angeklagte wegen derselben That bereits vom Schöffengericht Ltegnitz rechtskräftig zu 6 Mk. Geldstrafe verurteilt worden ifl. DtesrS UrteU ist allerdings gegen bie Dienstmagd Anna Haupt, genannt Freier, ergangen, aber die standesamtlichen Beurkundungen naeben, daß eS sich in beiden Fällen um dieselbe Person handelt. Auf die vom Staatsanwalt zu Gunsten der Angeklagten eingelegte Rr oiston hob nun das Reichsgericht das landgertchtliche Urteil auf unb erklärte die Strafverfolgung für unzulässig. Die Angeklagte selbst scheint sich gegen die zweimalige Aburteilung garnicht gewehrt zu haben. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 8. Juni. Wechsel auf New-York zu 4.20Ve*21 */■• Prämien auf Kredit per ult Juni 1.35 %, do. per I IV. Chemnltz-Schönau. 1456 II. III. Versteigerungen von Heu und Grummetgrus ans Gräflichen Wiesen: Mittwoch den 13. Juni d. I., von morgens 8 Uhr an, in der Gemarkung Laubach auf den Schellenderger« und Ziegelhütterterch - Wiesen Bad Salzhausen. Villa Charlotte Privat-Pension- STeuerbautes Etablissement in herrlicher Umgebung. Zimmer mit und ohne Pension. Eröffnung Mitte Mai. g470 Charlotte Koch. Das solideste Fahrrad ist „Wanderer66. Wanderer Fahrradwerke form. Winklhofer & Jaenicke, A. G. Luftkurort Lindenfels im Odenwald (genannt: Die Perle vom Odenwald). Hotel und Pension Odenwald. LÜbekanntes Haus. 50 Zimmer. Schattiger Garten. Bäder im Hause. Gute Küche. Pension Mk. 8.50 bis Mk. 4.50.________3708________Ad. Vogel, Besitzer. (32 Morgen); an demselben Tage im Tiergarten, mit Beginn um 9 Uhr vormittags in der Hirtenbach, auf 59 Morgen, einschließlich Tiergärtnerteichwiese; an demselben Tage, von mittags 1 Uhr an, auf der Friedrrchshutte von 12'/, Morgen Wiesen (Hölzchen, Silbach, Lrnnes, StermeU, Wendergrund), sowie von Waldwegen des Reviers Ruppertsburg; an demselben Tage, nachmittags 4 Uhr, im Gemeindehaus zu Wetterfeld von 20 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Wetterfeld und Lauter; V. Donnerstag den 14. Juni d. I., nach Zusammenkunft morgens 8 Uhr beim „Altenkeller" (Schottener Staatsstraße zwischen Heinzeberg und Brühl), auf 112 Morgen Wiesen im Wetteranergrnnd, von den Alte- kellerwiesen (Lotzewiese) aufwärts biS einschließlich „Sorgenlos*; VI demselben Tage im Revier Freienseen auf 151 Morgen Wiesen (E»ch- ' wiesen, Wolfsgarten, Kreuzseener-Obernseener-Lippergrund rc.) von vormittags 11 Uhr an auf der Schreinersmühle bei Freienseen; VII. an demselben Tage, nach Zusammenkunft um 2>/r Uhr nachmtttags beim Flenfungerhof, in der Gemarkung daselbst auf 60 Morgen Wiesen, sowie auf Kteegrasstücken des Koffekdes und auf einigen Waldfchneisen; V in »reitaa den 15. Auni d. I., mit Beginn um 9 Uhr vormittags in der ' Aepfd5&a(fi‘‘, auf ca. 190 Morgen Wiesen daselbst in den verschiedenen Aeegbrücken, in der Herrnwiese, auf Wiesen um den RuthardShäuser Teich, einschließlich beider Hexenwiesen; IX. an demselben Tage, nachmittags von 1 Uhr an, auf dem Jägerhaus von 165 Morgen Wiesen in Ruthardshausen, Langhecke, Mulfau, Hahlgarten, Hauxtheilen, Buchholz, Schisfenbach, Aue rc. Nähere Auskunft über die Wiesen, welche durch mit Nummern versehene vftöcke oder Steine kenntlich gemacht sind, erteilen auf Verlangen vor den Ver. tte laerungsterminen der Gräfliche Wiesenwärter Süß-Laubach, sowie die betr. gräflichen Forstwarte. Die Versteigerungen I, II, V VII unb VIII werden bei etwaigem Eintritte sehr ungünstiger Witterung an geschützten Orten, die in den terminen bekannt gegeben, abgehalten, bezw. fortgesetzt werden. 3935 Laubach, 30. Mai 1900. gräfliche Iorfiverwattung. NerdiuMg von Gleisarbeittn. Die Ausführung von 8000 m Gleisumbau auf der Strecke Hanau—Aschaffenburg soll vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen sind im Geschäftslokal der Unterzeichneten zum Preise von 50 Pfg. erhältlich. Die Angebote sind bis Mo«, tag deu 11* Juul, vorm. UV- Uhr hierher einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 3921 Frankfurt a. M., den 30. Mai 1900. Kgl. Eisenb. -BetrlebStnspekttorr 2. (luiplcliliimicn 30 bis 40 Waggons Kiefernrahmen (Vorratshölzer) bester Qualität, in Längen von 3,00 bis 6,50 m, 10X10, 10X12, 12X12, 12/14 cm stark, preiswert abzugeben. Anfragen unter Chiffre 3339 an die Expedition d. Bl. Ges. gesoh. Wir laden zur Besichtigung unserer Fahrräder (Marke „Albatros, Preis Mk. 120, ' Garantie I Jahr) höflichst ein. 2977 Klein & Doemling, üeberteugen Sie sich, dass meine «ujvmmuhi Deutschland-1 Fahrrider u. Zubehörteile die besten unddabei ( äie allerbilligsten sind. Mv#* Wiederrerktufer gesucht. '’S6 Haupt-Katalog gratis & franco. 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