Rr. 10 Z Erstes Blatt. Donnerstag den 3. Mai 1900 Meßmer Anzeiger r Henerat-AHeiger 2l Amts- Hiib Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. 5. 6. 7. Kcjugsprcis Vierteljährl. Mr 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohnx durch die Abholestell« vierteljährl. Mk. 1,9» monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anteigen-BermittlungSstellen deS In- und AuSlaoSeO nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. ReHTtien, Expedition und Druckerei: Ochnkfiraße Ar. 7. Erscheint täglich .mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Mamitleudkätter werden dem Anzeiger tm Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für hesi. Volkskunde" kvSchtt. 4 mal beigelegt. Gratisbeilagen: Gießener FamilienblAler, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kietz«« Fernsprecher Nr. 51. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abend- vorher. Tagesordnung: Prüfung der Rechnung für 1899/1900. Jahresbericht. Beschickung der Bezirkstierschau in Schotten. Beschickung der BerbandStierschau zn Marburg am 14./15. Juli d. I. Plan für die Schauen deS Jahres 1900/1901. Statutenänderung. Verschiedenes. Gießen, den 1. Mai 1900. Der Direktor des Kreiszuchtvereins. Boeckmann. 1. 2. 3. Telegramme deS Giesteuer Anzeigers. London, 2. Mai. Die Königin überreichte gestern dem General White, dem Verteidiger von Ladysmith, im Schlosse zu Windsor das Großkreuz des Viktoria- Ordens, den höchsten militärischen Orden Englands. London, 2. Mai. Im Unterhause teilte der Staatssekretär des Kriegsministeriums mit, daß die Kriegs- Ausgaben sich augenblicklich auf 23 250 000 Pfund belaufen. London, 2. Mai. Aus Mafeking wird vom 19. April durch Spezial-Courier über Otts gemeldet: Mafeking ist hart bedrängt. 3000 Buren mit zahlreichen Geschützen verhindern jede Verbindung mit der Außenwelt. Die Versuche der Garnison von Kimberley, Mafeking zu entsetzen, haben uns große Freude gemacht. Wir envarten, daß unsere Stadt mindestens in ber Zeit vom 20. bis 24. Mai entsetzt wird. — Aus Mafeking wird ungünstig lauten: sämtliche Weiße und der größte Teil der Schwarzen sind mehr oder weniger schwer verwundet. Morgen geht alles, was sich in Viktoria noch an Soldaten auftreiben läßt, unter Führung des Polizeimeisters Brückner Herrn v. Besser zu Hilfe, doch beträgt der Nachschub kaum hundert Mann. Der Bote des Hauptmanns von Besser hat 14 Tage zum Marsche hierher gebraucht, ebenso lange mindestens dauert der Marsch der Hilfsexpedition, so daß wir mit Sorgen um unsere Kolonie in die Zukunft sehen. Es wird des energischen Eingreifens bedürfen, des Aufstandes der Eingeborenen Herr zu werden. vom 20. April gemeldet: Soeben erhalten wir eine Mitteilung von Lord Roberts, worin dieser die Garnison auffordert bis zum 18. Mai auszuhalten. Die Garnison: ist niedergeschlagen, aber bennodj entschlossen. Die Buren haben die Absicht, die Eisenbahn zu zerstörerr und halten die Stadt noch immer eng umzingelt. Ihre Belagerungsarbeiten werden täglich fortgesetzt. Sie versuchten heute die Stadt im Sturme zu nehmen, wurden pber zurückgeschlagen. Es wird gemeldet, Oberst Plumer habe sich bis auf 60 Meilen der Stadt genähert. London, 2. Mai. Die Morgenblätter sprechen die. Hoffnung aus, daß die Anregungen des Lord Roberts- die Umzingelung der Truppen des Kommandanten Dewet zur Folge haben werden. Durch die Bewegungen des Generals Maxwell werde nach Ansicht der Blätter wenigstens einem Burenkommando der Rückzug abgeschnitten werden. Man glaubt allgemein, daß die großen Truppenbewegungen und Kriegsoperationen nunmehr von neuem beginnen werden. In militärischen Kreisen hat man das größte Vertrauen zu der bevorstehenden Aktion. London, 2. Mai. Lord Roberts meldet aus Bloemfontein von gestern: General Jan Hamilton marschierte gestern von Thabanchu aus mit berittener Infanterie und. der Brigade Smith Dorrten von der 7. Division in nördlicher Richtung bis Houtney. Dort traf er auf eine starke Streitmacht der Buren, die von Generah Botha persönlich befehligt wurde und während ds ganzen Tages noch weiteren Zuzug erhielt. Ich befahl daher demt General French, während der Nacht von Thabanchu aus; Hamilton zu unterstützen. Außerdem wird Hamilton heute durch Bradwoods Kavallerie-Abteilung, die 7. Batteris und Bruce Hamiltons Infanterie-Brigade verstärkt werden, Harnilkon meldete gestern, daß seine Verluste etwa 301 Mann betragen. Die Brigade Maxwell von der 7. Division besetzte gestern Vlakfon tein, Scham kraal und eine Reihe von Kopjen, ohne auf Widerstand zu stoßen. Deutsches Keich. Berlin, 1. Mai. Der Kaiser traf heute früh pünktlich 7 Uhr 15 Min. in Goldstein ein; dort fand Maschinenwechsel statt, und nach 5 Minuten Aufenthalt fuhr Kaiser nach Cronberg weiter. Die Ankunft fand schon 8 Uhr 10 Min. statt. Am Bahnhof wurde der Kaiser von dem Prinzen und der Prinzessin Adolf von Schaumburg- Lippe empfangen. Der Kaiser unternahm um 10 Uhr eine Ausfahrt mit seiner Mutter nach der alten Cronberger Burg und in die nächste Umgebung der Stadt. Mittags fand Familientafel im engsten Kreise statt. Um 3 Uhr 30 Min. begaben sich der Kaiser, die Kaiserin Friedrich, Prinz und Prinzessin von Schaumburg-Lippe, sowie Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen nach der Saalburg, bei Homburg. Nach Ankunft auf der Saalburg besichtigte der Kaiser unter Führung des Baurates Jacoby die Restaurationsarbeiten. Darauf erfolgte die Rückfahrt nach Schloß Friedrichs Hof. Heute abend ist der Kaiser nach Station Wildpark abgereist. Bei der Abreise von Cronberg hat der Kaiser sein Wiederkommen für Mitte Sommer bestimmt in Aussicht gestellt. — Die Ankunft des Kaisers im Schloß Ur Villa ist auf den 8. Mai festgesetzt worden. Der Aufenthalt des Kaisers dauert bis zum 15. Mai. Die Kaiserin bleibt dort mit den beiden jüngsten Prinzen und der Prinzessin Viktoria einige Tage länger. — Prinz und Prinzessin Heinrich werden sich heute von Kiel aus in Begleitung des Prinzen Waldemar nach Berlin begeben, um an der Feier der Großjährigkeitserklärung des Kronprinzen teilzunehmen. Hierauf reist das prinzliche Paar zum Besuche der Kaiserin Friedrich nach Schloß Fr i e d r ich s h o f; dort ist ein etwa vierzehntägiger Aufenthalt vorgesehen. — Für die Feier des 6. Mai haben noch ihren Besuch am hiesigen Hofe angemeldet: Der Großherzog von Hessen, der Herzog-Regent von Mecklenburg- Schwerin , der Fürst von Waldeck, der Erbgroß- herzog von Aachs en-Weimar und Prinz Ernst von Sachsen-Altenburg. — Der frühere deutsche Botschafter am italienischen Hofe, Freiherr von Saurma-Jeltsch ist auf Schloß: Brauchitzschdorf bei Lüben im Alter von 64 Jahren gestorben. — Regierungs-Asssssor v. Miquel, ein Sohn des Finanzministers, ist als Nachfolger des Reichstagsabgeordneten von Löbell zum Landrat des Kreises Rathenow ernannt worden. — Die „Kreuzztg." hält die Meldung, daß das preußische S t a a t s m i n i st e r i u m mit den Grundzügen des Kompromisses zum Fleisch b e schau gese tz sein Ern- Verständnis ausgesprochen hat, sowie die wertere Nachricht, daß über die Einbringung der Kanalvorlage rn der gegenwärtigen Session des Landtages und die werteren sich daran knüpfenden Fragen die Regrerung noch kerne Be- Politische Tagesschau. Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldete am Montag, daß der bekannte Zentrumssührer und Münchener Universitätsprofessor Dr. Freiherr v. Hertling seinen Aufenthalt in Rom abgebrochen habe, um seinen seit mehreren Monaten verweisten Lehrstuhl wieder einzunebmen. Aus dem Artikel des halböffiziösen Blattes spricht deutlich das Bedauern darüber, daß das deutsche Reich beim' Vatikan nicht ständig vertreten sei. Bekanntlich bestand bis zum Jahre 1874 eine deutsche Botschaft bei depr Inhaber des Stuhles Petri, die aber sert dem ge^ nannten Jahre unbesetzt blieb, als der von der Reichsregierung als neuer Vertreter vorgeschlagene Prinz Hohenlohe, der Bruder unseres jetzigen Kanzlers, vorr der römischen Kurie nicht acceptiert wurde. Erst in späteren Jahren, als der Kulturkampf seine Schärfe verloren hatte, richtete Preußen eine Gesandtschaft beim Vatikan ein, und seit dieser Zeit datieren die verhältnismäßig guten Beziehungen zwischen dem Berliner und dem päpstlichen Diofe. Immer wieder ist jedoch von der Zentrumspartei der Wunsch ausgedrückt worden, daß das Reich eine eigene Vertretung beim Vatikan erhalte. Prof. v. Hertling war bekanntlich in Rom thätig wegen Errichtung einer katholischen Fakultät an der Universität Straßburg. Seine Bemühüngen scheinen noch nicht abgeschlossen zu fein, wenigstens geht dies aus dem erwähnten halb- offiziösen Artikel hervor. Interessant ist jedenfalls das darin ausgesprochene Bedauern, daß das Deutsche Reich keine immerwährende Vertretung beim heiligen Vater habe, und man will daraus schließen, daß etwa an die Reichsregierung herantretenden neuerlichen Wünschen auf Errichtung einer Botschaft beim Vatikan von amtlicher deutscher Seite kein Widerstand entgegengesetzt würde. Der „Post" erscheint allerdings diese Ansicht für unbegründet. Diese Angelegenheit wird nun vielfach in Zusammenhang gebracht mit der F l o t t e n v o r l a g e und mit den guten Diensten, die das Zentrum in dieser Angelegenheit der Regierung geleistet hat. Denn wie wir bereits gestern meldeten, hat das preußische Staatsministerium den in der Flottenfrage gestellten Anträgen des Zentrums zugestimmt, also die' Kommissionsbeschlüsse acceptiert. Selbstverständlich läßt sich nicht kontrollieren, inwieweit jene Vermutungen, als ob die Errichtung einer Botschaft beim päpstlichen Stuhle als Zugeständnis für das Entgegenkommen des Zentrums in der Flottensrage geplant fei, richtig sind. Aber diese Art politischer „Handelsgeschäfte" ist ja längst bekannt. Die letzte amtliche Mitteilung über die Expedition des Hauptmanns v. Besser, die im nördlichen Teil Kameruns von den aufständischen Bangwa angegriffen worden war, datiert vom 1. April. Das amtliche „D. Kol. Bl." meldete damals, daß über die Einzelheiten der stattgehabten Kämpfe, bei denen Hauptmann v. Besser, die Leutnants Buddeberg und v. Petersdorfs und der Assistenzarzt Dr. Dittmer verwundet wurden — letzterer ist inzwischen seinen Wunden erlegen — noch keine Mitteilungen vorlägen. Jetzt liegen in der „Frkf. Oderztg." nähere Angaben vom 28. März vor, die aus privater Quelle stammen und e r n st e B e s o r g n i s s e einzuflößen -geeignet sind: sie lauten: Endlich sind sichere Nachrichten bon Hauptmann v. Besser eingetroffen, die freilich recht Bekanntmachung. Betr.: Generalversammlung des KreiSzuchtvereinS für Vogelsberger Vieh. Nächsten Montag, 7 Mai d. IS., nachmittags gi/4 Uhr, findet im CafS Ebel, oberer Saal, dahier die Generalversammlung des Kreiszuchtvereins für Vogelsberger Rindvieh im Kreise Gießen statt, zu welcher ich alle Mitglieder des Vereins, auch der jn ihn angeschlosfenen OrtSzuchtvereine, sowie jedermann, der sich dafür interessiert, hiermit einlade. Der Krieg in Südafrika. Bei Thab a n chu haben sich wieder heftige Kämpfe entsponnen. Die Buren stehen in einer sehr starken Stellung vor dieser von den Engländern be^ setzten Stadt und haben sogar einen Offensivvorstoß versucht; der schließliche Ausgang der Kämpfe ist noch nicht bekannt. Nach einem Londoner Telegramm wird aus. Tchabanchu front 30. April gemeldet: ,Die Buren machten gestern einen entschlossenen Flankenangriff, um sich eines Bergpasses zu bemächtigen und einen Convoi abzuschneiden. General French griff sofort die Flanke des Feindes .an und sandte Truppen auf die dort sehr steilen. Berge. Die Dunkelheit ermöglichte es den Buren, sich zurückzuziehen. Von anderer Seite wird darüber aus London telegraphiert: Nach Meldungen aus Thabanchu von heute nacht haben die Buren auf einem Streifzuge einen englischen Convoi zwischen Dewetsdorp und Thäbanchu, weggenommen. General Brabazon erschien gerade noch zu rechter Zeit mit der Yeomanry von Wepener her und befreite den Convoi. — Die Buren halten immer noch den Bergrücken östlich von Thabanchu besetzt. Die Generale Hamilton und Smith Dorrien haben feste Stellungen an Pern Wege nach Norden eingenommen; General Rundle steht den Buren in der Front gegenüber. — Die „Times" meldet aus Bloemfontein, Lord Roberts habe sehr strenge Maßregeln getroffen gegen diejenigen Buren, die sich unterworfen haben. Diesen wird in Zukunft nicht mehr erlaubt, die von ihnen bewohnten Städte und Dörfer zu verlassen. Ebenso werden ihnen sämtliche Waffen und Pferde abgenommen. Eine etwa 200 Mann starke Burenabteilung hab Windsor ton besetzt und drei Einwohner verhaftet. In London verlautet, daß nach der Veröffentlichung der Kritik Lord Roberts über die Kämpfe am Spion- kop General Buller um seine Entlassung gebeten habe, die Lord Roberts jedoch nicht bewilligte. — In Kapstadt liegt ein halbes Dutzend englischer Kriegskorrespondenten schwer krank darnieder. Vier von ihnen sind körperlich so gebrochen, daß sie heimkehren. Eine Maseru-Meldung vom 30. April lautet: Zum zweiten Male haben Ba s u t o s in Verwunderung gesehen, wie die Burenmacht in Frieden abzieht und ihre Viehherden mitnimmt, die nach Ansicht der Eingeborenen den Engländern zur Beute fallen mußte. Die Hauptmacht der Buren hatte gestern den L u w f l u ß westlich Ladybrand erreicht. Kleine Abteilungen bleiben in Zwischenräumen zurück, um ihre Nachhut zu schützen. Der Oberhänptling Lerothodi und Jonathan Malopo mit anderen Häuptlingen befinden sich in Maseru. Der Zweck ihres Besuches ist unbekannt. Die Stadt Wepener ist jetzt ganz verlassen; alle englischen Bewohner haben in Mafeking Zuflucht gesucht. — Wie der „Times" aus Bloemfontein gemeldet wird, ist dort eine englandfeindliche Vereinigung entdeckt worden, die zahlreiche Mitglieder hat und mit dem Feinde in Verbindung stand, auch demselben unter heimlicher Mithilfe benachbarter Farmer Waffen lieferte. Eingehende Informationen über die Bewegungen der Engländer wurden den Buren durch Taubenposten und reitende Boten gegeben. Jetzt darf niemand die Stadt betreten oder verlassen. Müsse gefaßt hat, für zutreffend. Bezüglich des Fleischbeschaugesetzes sei anzunehmen, daß die Mehrheit des Bundesrates dem Beispiel Preußens folgen und dem Kompromiß ebenfalls seine Zustimmung geben werde. Die „Kreuzztg." bestätigt, daß die neue Kanalvorlage noch nicht fertiggestellt ist. — Die Z e n t r u m s f r a k t i on des Reichstages hielt gestern abend eine Besprechung über die Flo t t e n - V o r - läge ab. Die „Germania" teilt aus den Beratungen nur nrit, daß sich in der Gesamtbeurteilung und in der Anerkennung der Stellungnahme derjenigen Fraktions-Mitglieder, welche der Flottenkommission angehören, Einmütigkeit ergeben hat. — Wie der „Börsen-Courier" aus Stuttgart meldet, wurde dort in einer gestern abend abgehaltenen, zahlreich besuchten Versammlung die endgültige Konstituierung des Goethe-Bundes vollzogen. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde Hof-Theater-Jntendant Baron v. Puttlitz gewählt. — Dem „Berliner Tageblatt" zufolge ist es wahrscheinlich, daß aus dem bekannten Kompromiß-An- trage Müller- Fulda zur Flotten-Vorlage der Passus über eine direkte Reichs st euer zur Aufbringung der Mittel, die aus den vorgeschlagenen Steuern nicht aufkommen, als überflüssig nicht zur Anwendung gelangen wird. Dies sei um so wahrscheinlicher, als Freiherr v. Thielmann heute in der Kommission erklärte, die Mehrheit der verbündeten Regierungen sei für keine direkte Steuer. (Vgl. den Artikel über die Verhandlungen der Budgetkommission.) — Das preuß. Abgeordnetenhaus beriet gestern in zweiter Lesung die Gemeindewahlreform-Vorlage. § 1 wurde in der Kommissionsfassung angenommen, desgleichen §2 mit einem Anträge Zedlitz (freikons.), wonach die zu fingierten Steuersätzen eingestellten Beträge bei der Berechnung des durchschnittlichen Steuerertrages außer Betracht bleiben. Ferner wurden die §§ 3, 4, und 5 nach den Kommissionsbeschlüssen genehmigt. Zu dem § 5a wurde ein Antrag Zedlitz betreffend Zulassung der Bildung von Abstimmungsbezirken in den einzelnen Wahlbezirken angenommen, desgleichen der Rest des Gesetzes. Morgen kommt die Interpellation von Eynern betreffend die Dotation der Provinzen zur Beratung. — T-as preuß. Abgeordnetenhaus beriet heute Sen Antrag v. Epnern (natl.), die Regierung wolle einen Gesetzentwurf vorlegen, durch den nach dem Grundsätze des Gesetzes vom 8. Juli 1875 den Provinzialverbänden aus den Ueberschüssen des Etatsjahres 1899/1900 ein Fonds von 50 Millionen Mark überwiesen wird. Dieser Antrag wurde an eine besondere Kommission verwiesen, desgleichen ein Antrag von Dziembowski, die Regierung unter Ablehnung des Antrages v. Eynern aufzufordern, einen Gesetzentwurf vorzulegen, wonach unter der betreffent- den Abänderung des Gesetzes vom 8. Juli 1875 eine ander- weite Verteilung der Ueberweisungen an die Provinzen Nach Maßgabe ihrer Aufwendungen vorgenommen wird. — Im Reichstag hat Graf Schwerin-Löwitz (Yons.) eine Interpellation eingebracht, in der um Auskunft ersucht wird, weshalb der Bundesrat zu den wiederholten Beschlüssen des Reichstages betr. Aufhebung der gemischten Transitlager und Mühlen tonten sowie besonders zu den letzten im Jahre 1897 angenommenen Resolutionen weder in ablehnendem noch zustimmendem Sinne Stellung genommen hat. — Abg. Wassermann (natl.) hat einen Antrag im Reichstage eingebracht, wonach Liköre in Gebinden von 180 auf 240, ausländischer Branntwein in Fässern von 125 auf 160, in Flaschen und Krügen und anderer Umschließung von 180 auf 240, Schaumwein, in Flaschen eingehend, von 80 auf 120 Mk. im Zolltarif erhöht werden sollen. — Der vom Abg. Müller-Fulda in der Kommission eingebrachte Gesetzentwurf über die Erhöhung und Einführung von Stempelsteuern zum Zweck der Deckung der Flottenvorlage ist nun auch im Plenum desj Reichstages eingebracht worden und steht bereits zur ersten Beratung auf der morgigen Tagesordnung. — In dem Gesetz betr. die ärztlichen Ehrengerichte werden die Gerichts-, Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbehörden verpflichtet, soweit kein dienstliches Interesse entgegensteht, auf Ersuchen des Ehrengerichtes behufs Aufklärung des Thatbestandes Auskunft zu erteilen. Das Ehrengericht ist berechtigt, die Ortspolizeibehörde um Auskunft oder protokollarische Vernehmung von Personen zu ersuchen. — Dem Reichstag ging eine Petition betr. reichsgesetzliche Regelung der Arbeitsverhältnisse der Kellnerinnen zu. — Der im Reichsschatzamt ausgearbeitete Entwurf eines Saccharingesetzes hat, wie die „Post" hört, die Z u st i m m u n g des S t a a t s m i n i st e r i u m s gesunden und dürfte demnächst dem Reichstage zugehen. — Im Reichstage soll der Versuch gemacht werden, die Session gegen Himmelfahrt zu schließen. Die Regierung hat bereits ihre Wünsche zu erkennen gegeben, die alle größeren Vorlagen umfassen, bis auf oie Lex Heinze, auf die verzichtet werden soll. — Eine Konkurrenz fürKruPp durch Gründung! eines P a n z e r p l a t t e n w e r k s ist, wie mehreren Zeitungen aus Kiel geschrieben wird, geplant von einem Konsortium, zu dem!U nter anderem die Howaldtwerke in Kiel und der „Vulkan" bei Bredow gehören. Das Anlagekapital soll zunächst sieben Millionen Mark betragen. Das Werk soll am Audorfer See, der vom Kaiser-Wilhelm-Kanal durchschnitten wird, angelegt werden. — Die Sozialdemokraten feierten den 1. Mai in der üblichen Weise. In sämtlichen Versammlungen wurde eine gleichlautende Resolution angenommen. In einigen Versammlungen wurde besonders gegen die Flottenvorlage Stellung genommen. Von sozialistischen Abgeordneten sprachen nur Fischer-Berlin, Kloß und Zubeil. Die A n a r ch i st e n hatten die Abhaltung einer besonderen Versammlung ausgegeben und beteiligten sich an Gewerk-, schaftsversammlungen. Auf den Neubauten wurde nur teilweise gearbeitet. Cs ist eine Zunahme der Feier im Baugewerbe, namentlich bei den Zimmerern gegen das Vorjahr zu konstatieren. In der Tischlerbranche und im Schneidergewerbe haben Diele kleinere Meister, um Konflikte zu vermeiden, Arbeitsruhe am heutigen Tage gestattet. Die Vergolder feierten fast alle. Emmerich, 1. Mai. Abends 7 Uhr traf die Tor- pedoboots-Flotille wohlbehalten hier ein. Kassel, 1. Mai. Gestern nachmittag fand in Anwesenheit der Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen, des Oberpräsidenten, Staatsminister Grafen zu Zedlitz und Trützschler, des Regierungspräsidenten von Trott zu Solz, sowie der Damen und Herren vom Vaterländischen Frauenverein und zahlreicher sonstiger Gäste die feierliche Einweihung der neuen Lunge nh eil st ätte bei Oberkaufungen statt. München, 1. Mai. Hebet das Befinden des Königs Otto wurde heute folgendes Bulletin aus- gegeben: Nachdeni sich bei dem Könige seit zwei Jahren keinerlei krankhafte körperliche Erscheinungen wahrnehmen ließen, stellten sich am 21. April Schmerzen im Unter- leibe ein, die später in der rechten Lungengegend sich bestimmter lokalisierten und durch Druck unter den rechten Rippenbogen auch jetzt noch hervoraerufen werden können. Es kann kaum ein Zweifel bestehen, daß ein Zusammenhang zwischen den jetzigen Schmerzen und dem vor zwei Jahren vorhandenen Blutharnen gegeben ist. Nach der Läge der Dinge handelt es sich um ein Konkrement im rechten Nierenbecken. Im übrigen ist das Befinden zufriedenstellend und giebt zur Zeit zu ernsten Besorgnissen keinen Anlaß. Schloß Fürstenried, 1. Mai 1900. Ziemssen, Bauer, Angerer, Grashey. — Nach den „Neusten Nachrichten" richtete ein Studentenausschuß eine Huldigungsadresse an Professor Lipps. AuÄand. London, 1. Mai. Das Unterhaus ernannte eine Kommission zur Untersuchung der Betrügereien, die angeblich bei den Verträgen mit dem Kriegsamte vorgekommen sind. London, 1. Mai. Die „British Ampere League" veranstaltete gestern abend ein Festmahl zu Ehren des Prinzen von Wales. Der Herzog von Devonshire brachte einen Toast auf den Prinzen von Wales aus, in welchem er Bezug nahm auf dessen Errettung aus Lebensgefahr. Der Prinz von Wales dankte für die ihm zuteil gewordene Aufnahme, und sprach hierauf rühmend von den Diensten der Kolonialtruppen. Salisbury führte aus, der Eindruck, den der Beistand der Kolonialtruppen hervorgerufen, habe die Welt von der Vorstellung zurückgebracht, daß das britische Reich für praktisches Zusammenwirken zu weit auseinander liege. Desgleichen sei die Welt jetzt imstande, sich im voraus zu sagen, daß mit fortschreitender Zeit die einzelnen Teile des Reiches zu noch engerem Zusammenschlüsse mit einander gelangen würden, und daß im Verhältnis hierzu die Macht desselben wachsen würde. Die Kolonien hätten England eine moralische Unterstützung von nicht geringem Werte geleistet. Nichts sei bemerkenswerter, als die Einstimmigkeit, mit der verschiedene andere Nationen und namentlich ihre Straßenpresse sich in der Verurteilung von Englands Vorgehen und in der Verleumdung der tapferen Haltung seiner Truppen (?) zusammengeschlossen hätten. Nichts sei, wie gesagt, bemerkenswerter, mit Ausnahme der Gleichgiltigkeit, mit der dies von dem englischen Volke wahrgenommen worden sei, und diese Gleichgiltigkeit rühre daher, weil es wisse, daß die anderen Unterthanen der Königin in der ganzen Welt, die zuständigere Beurteiler seien, die Haltung Englands billigten. England wisse nach dem, was die Kolonien ge- than haben, daß es eine Nation von größerer Bedeutung in der Welt sei, als vorher. Nach dem Premierminister hielt Chamberlain eine Ansprache, in der er sich hauptsächlich über den australischen Bund verbreitete. Brussel, 1. Mai. Die Kongoregierung hat über die Untersuchung der Vorgänge in Mongalla heute telegraphische Nachrichten erhalten. Danach befindet sich Laeroix seit dem 8. März in Untersuchungshaft in Boma, wo der Dossier über sein Vergehen in Neu-Antwerpen noch nicht eingetroffen war. — Im heutigen Ministerrat wurde einstimmig beschlossen, sich jeder Diskussion des Antrags auf Verkürzung der militärischen Dienstzeit zu widersetzen, und darüber die Kabinetsfrage zu stellen. — In der Kammer erklärte Woeste, daß auch er die Zeit für ungeeignet halte, um noch die Militärfrage auszurollen. Im Augenblick scheint also das Ministerium gerettet. — Das Blatt „Petit Bleu" veröffentlicht einen Brief aus dem Kongostaate, in dem erklärt wird, daß der Agent Moray gesetzlich das Recht hatte, die von ihm eingeleitete Untersuchung über die Greuelthaten des Agenten van Eyken vorzunehmen. Paris, 1. Mai. Die Eröffnung der beiden Kunst- paläste in den Champs Elysoes durch den Präsidenten der Republik verlief in den einfachsten Formen. Um 2 Uhr kam der Präsident mit Gemahlin an und besichtigte in einem kurzen Rundgang, von Picard geführt, zuerst das kleinere und dann das große Palais. In beiden ist noch viel zu thun, ehe von einem geschloffenen künstlerischen Eindruck die Rede sein kann. Das zahlreiche Publikum war in etwas gedrückter Stimmung, die durch unpraktische Absperrungsmaßregeln nicht gerade gehoben wurde. Loubet wurde beim Rundgang durch den großen Kunstpalast _ am Eingang zur deutschen Abteilung von dem deutschen Generalkommissar Richter begrüßt. Er besichtigte die deutsche Abteilung mit großem Jntereffe und sprach Richter seine Bewunderung aus über die prächtige und stimmungsvolle Ausschmückung der deutschen Säle. Im Auftrage des Präsidenten besuchte ein Ordonanzoffizier die bei dem Unglück in der Weltausstellung Verletzten und verteilte Hilfsgelder. Infolge Aufforderung des Polizeipräfekten Lepine ordnet der Generalkommissar der Ausstellung an, daß mehrere den Anforderungen an die Sicherheit nicht genügende Schaustellungen in der Ausstellung zu schließen seien. Wien, 1. Mai. Die Maifeier der Arbeiterschaft ist hier und in der Provinz äußerst ruhig verlaufen. Die Teilnahme an den Versammlungen, in denen über die Be- I deutung der Maifeier und über die Forderungen der Arbeiter referiert wurde, war wesentlich schwächer als im Vorjahr. Auch der Ausmarsch nach dem Prater wies eine geringere Beteiligung auf. Aus Stadt und Md. («rwrryme Einsendungen, gleichviel welche« Anknltes. Werde« grundsätzlich nicht aufgenommeü?) Gießen, 2. Mai 1900. • • Personalien. Der Finanzaspirant Wilhelm Merkel aus Darmstadt ist zum Ministerialrevisor bei der Buch. Haltung der Ministerien des Innern und der Justiz, der Kammerrat Stephan in Braunfels zum Ober Kammerrat ernannt worden. Der Poften des Gemeinde-Empfängers zu Hohensolms ist Herrn Karl Tropp auS Ehringshausen übertragen worden. * • Aus dem MUitar Wochenblatt. Dr. Gau de, einj., freiw. Arzt beim 1. Nass. Inf. Regt. Nr. 87, unter Versetzung zum Jnf.-Negt. Nr. 26 zum Unterarzt ernannt. * ♦ Die hier wohnenden pensionierten Volksschullehrer haben, wie man unS mitteilt, gestern eine arge Enttäuschung erfahren. An den Zahlstellen — Rentamt, DistriktS- einnehmerei — wurden sie bedeutet, daß ihre Zulage betreffs der Wohnungsmietentschädigung nur für das Rechnungsjahr 1899/1900 bewilligt sei, und für das laufende Jahr 1900 nicht gelte. Die mit nur geringen Pensionen bedachten Lehrer hatten geglaubt, diese MietSentschädigungen — von 150 Mk. bis 170 Mk. — würden dauernd, auch in der Zukunft ausgezahlt werden. ** Konzertgesellschaft. Man schreibt uns, daß die beiden Konzertgesellschaften in den vier Jahreszeiten, die russische Jnstrumentalgesellschaft Romanow und das Stockholmer Damen-Quartett in schmucker Nationaltracht auftreten und gute Leistungen bieten. Die Instrumentalisten Romanow (2 Damen, 1 Herr) sollen außerordentlich vielseitig fein: Mandoline, Guitarre, Geige, Xylophon, Schlittenschellen, Glocken, Tybaphon, Zither, Flöte, Klavier. Das Stockholmer Damen Quartett verfügt über angenehme Stimmen und singt deutsche und schwedische Weisen. 1. Sozialdemokratische Versammlung. In der gestern abgehaltenen sozialdemokratischen Versammlung gelangte folgende Resolution zur Annahme: Die Versammelten entbieten am heutigen Tage ihren brüderlichen Gruß den klassenbewußten Arbeitern aller Länder und verpflichten sich weiter, mit allen Kräften die Beseitigung der Klassenunterschiede und Herstellung des Weltfriedens anzustreben. Zur kulturellen Hebung der Arbeiterklasse erklärt die Versammlung die gesetzliche Einführung des achtstündigen Normal- Arbeitstages in allen Industriestaaten für unerläßlich. Da eine Durchführung desselben ohne jede Schädigung der Industrie möglich ist, fordern wir die sozialdemokratische Fraktion des Reichstags auf, diese Forderung wiederholt in der Gesetzgebung zu beantragen. ** Marine Verein. Ein interessantes Geschenk wurde dem „Marine-Verein Gießen" von seinem Ehrenmitglied, Leutnant z. See d. R. und Schiffsoffizier Sch mehl zugesandt, das aus dem Gebiß eines im Arabischen Meere erlegten gewaltigen Haies besteht. Darmstadt, l.Mai. An die Versammlung der Freie» litterarisch - künstlerischen Gesellschaft hat aus Anlaß der Gründung eines Darmstädter Goethebund es der Münchener Hauptbund eine Depesche folgenden herz, lichen Wortlauts zur Begrüßung gesandt: „Bravo Darm- stadt. Bravissimo. Wir freuen uns auf ichtig und neidlos des bei Euch herrschenden frisch und frei emporstrebenden künstlerischen Geistes, und rufen Euch ein herzliches Willkommen im Goethebund zu. Münchener Goethebund: Max Halbe, Georg Hirth, Fritz August v. Kaulbach." m. Ziegenhain, 1. Mai. Gestern fand hier irn „Deutschen Hause" unter dem Vorsitz des Landrats v. Schwertzell die Generalversammlung des Obstbauvereins statt. Nachdem der Vorsitzende die äußerst zahlreiche Versammlung und insbesondere den Direktor der landwirtschaftlichen Winterschule zu Marburg, Dr. Hasse, begrüßt hatte, wurde das Protokoll der letzten General-Versammlung ver- lesen und genehmigt. Sodann berichtete der Landrat über die Vereinsthätigkeit im verflossenen Jahre, und machte die erfreuliche Mitteilung, daß der hiesige Kreisausschuß de« Obstbauverein für dessen Zwecke die Summe von 600 Mk. zur Verfügung gestellt habe. Von der Anstellung eines Obstbautechnikers für den hiesigen Kreis hat man bis jetzt Abstand genommen. Dr. Hesse referierte über die Tätigkeit des Hauptvereins und brachte im Anschluß hieran ein Hoch auf den Vorstand des Obstbauvereins für den KreiS Ziegenhain aus. JnstitutSgärtner Huber aus Caffel erfreute die Anwesenden in einem längeren fesselnden Vortrage über Obstbaumpflege und-Schädlinge. Lehrer Dickhaut -Siebelsdorf berichtete über seine Thätigkeit im Institut zu Geisenheim. Damit auch der praktische Teil nicht fehle, Pflanzte der Lehrer Thiel-Schwarzenborn auf dem „Bunten Bock" vor der Versammlung einen Apfelbaum. ** Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Zwischen Rüdesheim und Aßmannshausen ereignete sich ein Unfall. In der Nähe des Bingerlochs scheuten die Pferde eines Wagens vor dem Zug. Die Insassen, sechs Personen, sprangen aus dem Wagen, wobei eine Dame und zwei Herren Verletzungen erlitten. Die Verletzten gehören einer Kopenhagener Familie an. Das Unglück wurde dadurch herbeigeführt, daß, als die-Pferde scheuten, dem Kutscher die Zügel rissen und er vom Bock geschleudert wurde. — Die beiden aus Mainz mi| hyg Mk. durchgegangenen Konfirmanden sind in Heidelberg verhaftet worden. — In Neunkirchen wurde der Pfarrer Pieper verhaftet. Er ist beschuldigt, 26000 Mk. Gelder des Gustav Adolf-Vereins, die zu Kirchenbauzwecken W s» ti-1"1 stb F* S-S iä- 3* 25 Ö A, dWj’J •-ir<*22La .(Mi* iii in 'S ja ihrem leine dte* ft. Meld, m Dick letzt" TLebenS>ai _ Du W TtvLmM Uttini fiin« ein versilbertes filbtm Mrl jrojt gemür Mm Ws auf die 8M feitet hat d ginftn allen getrauten a mit frunilieti '■.T I )n beu in unserer He prunfDDÖe Hl lidjtn Hofe ft die MM doch BMemg st Natdeä'Pyr Mn Mn zu. Die hohe die Königin $ Holland sind mittelst Txtr btt hvhe Br Fürst unb der Braut Königin vc Staut) toei Wenn; erst Dann, finden, so gestern ab genommen, schäft dem i der MiMr. einer uieltau Straßen de Spifien Vorstände d ?■ Mitglie «ernne, gtl W angeko Ständchen. Sprache i Wolfens fü au8 dem n Z J?ie lur A, NraTfr. s Gescheh am Wemc W Sch mehl abischrn Meeii * kN ’,ä imjc ,,tä *•i kS.-er Freie- aft hat M Ehebande- ilgenben Herz- Btaüo Dam- uad tttiblM M^cebendru |tx$\tyl M» chebu^'. Ma; ach.- hier im „Deut' zv.SchwerßeL ^Vereins zchch Ler- - la^Eaft' , begB^' rsaM^z w r Landrat w und machte [t von 600 y- MM/T/i jt man bls ich ib» di- 1R N hi«°" für d-« K °u-E feffdnba .ätiakeit lvl Jj -rndorn ans In*”* 1 * * * * * * 8- 1 ,o" eteign“1 W * ^„letzter Lp •Ä* fit, 'LtwtW ta>. b°id>- ,«« I M»»C I ,b-e™pf5 “W 6^t '*• ”«Ut ?y ernautt I? 3«lage t» >ur das Ret r ^a8 lausend! Peusianu ^lschadigungu dauernd, anj daß die beide, in' die ruW 8 Stockholm .austreten uit fien Romano, vielseitig feil' । -chlittenschchc, '• Das Etrck- khme Stinmec dn flrtct t >lung gtlanyt r itn &niß bin yMten sch ; WaffenunUv- reben. Am | :e Ver'^mn-1 xn Narwal' üMch. Da | hädlgung btt ^demokratisch! wiederholt ii Kunst und Wissenschaft. — Der Maler Michael Munkacsy ist in der Heilanstalt Endenick bei Bonn in den Armen seiner Frau gestorben. Michael von Munkacsy, eigentlich Lieb, Maler, wurde 1844 zu Munkacs als Sohn eines Tischlers geboren und anfangs in diesem Handwerk erzogen, ging dann nach Wien, hierauf nech München, um sich zum Maler auszubilden. Das ergreifende Werk: Der letzte Tag des zum Tode Verurteilten (1869), machte großes Aufsehen. Zu den Genrebildern gehörten ferner: Milton seinen Töchtern das „Verlorene Paradies" diktierend (1878), sowie Die letzten Augenblicke Mozarts (1886); außer» dem M. Szenen aus dem Familienleben und ungar. Dorf- und Volksszenen, wie Besuch bei der Wöchnerin (1879, München, Neue Pinakothek), Der Taschenspieler in der Schenke, Der Hahn im Dorf. Auch Trpesch« deS Bureau „Herold". Berlin, 2. Mai. Die nationalliberale Reichstagsfraktion hat gestern abend die Flottenvorlage beraten. Zu dieser Sitzung war Staatssekretär Freiherr v. Thielmann geladen. Auch die konservative Reichs- ragsfraktion war gestern abend zusammengetreten und hat zu der Flottenvorlage insofern Stellung genommen, als sie die Beschlüsse der Budget-Kommission sowie einen gestern eingebrachten Antrag Müller-Fulda betreffend Bereitstellung der Mittel gut geheißen hat. Karlsruhe, 2. Mai, 1.10 mittags. (Priv.Teleph.- Meld. d. G. A.) Die 2. Kammer des badischen Landtages beschäftigte sich heute mit der Lex Heinze. Bon der national- l beraten, demokratischen, fteifiunigen und sozialdemokratischen Fraktion war der Antrag gestellt worden, „die Regierung zu ersuchen, für den Fall, daß der deutsche Reichstag die von der Reichstagsmehrheit vorgeschlagenen Paragraphen 184a und 184b der sogen. Lex Heinze aunehmen sollte, dem badischen Bevollmächtigten zum Bundesrat Instruktion zu erteilen, daß derselbe gegen die Paragraphen zu stimmen habe." Begründet wurde der Antrag von dem Abg. Musen (Dem.) Staatsminister Rocc erwiderte, daß er eine bestimmte Erklärung seitens der Regierung nicht abgeben könne, weil eine bestimmte Form des Gesetzes nicht vorliege. Die Regierung habe aber schwere Bedenken gehabt, und diese Bedenken seien auch jetzt noch nicht gehoben. Der Antrag wurde mit 28 gegen 18 Stimmen des Zentrums anaenommeu. Paris, 2. Mai. Infolge des Unfalles in der Ausstellung werden sämtliche Brücken in der Ausstellung auf ihre Festigkeit hin einer neuen Prüfung unterzogen werden. Brüffel, 2. Mai. Die hiesigen Sozialdemokraten feierten den gestrigen 1. Mai durch einen Umzug. Um 8 Uhr abends durchzogen etwa 2000 Personen mit roten Fahnen die Straßen. Zwischenfälle sind nicht vorgekommen. Budapest, 2. Mai. In Erlau richtete das Hochwasser großen Schaden an. Viele Dörfer sind überschwemmt, Weinberge und Getreidefelder vollständig vernichtet. Sidney, 2. Mai. Die Pest nimmt immer mehr zu. Die Behörden sind gezwungen, die Sicherheitsmaßregeln zu verdoppeln. rienen sollten, unterschlagen zu haben. Die Unterschlag- inaen sollen Jahre lang zurückdatieren. — Beim Bahnbau Laubach-Mücke soll, wie verlautet, Militär vom E.sen- lahnregiment in Berlin beschäftigt werden. Em Ma)vr nnb ein Hauptmann des betr. Regiments waren in Gemeinschaft mit einem Ingenieur dieser Tage zur Einsichtnahme dort. ES soll eine Teilstrecke bestimm! worden sein, und dürfte Saubach im Sommer 1 bis 2 Kompagnien gtnquattautig erhalten. Als Vergütung seitens d-S Staates werden sur das Militär nur die Proviantkosten mit 85 Psg<, pro Mann und Taq beansprucht, - In Kirchhain beschlossen der Maaillrat und die Stadtverordnetenversammlung, den Zms- sutz für hypothekarische Darlehen und für Darlehen an Gemeinden ^und Korporationen von 3*/« ^">8- auf 4JJtDj. ’m 1. Juli d, I. zu erhöhen, — Die Leiche d-S be, der Nachenkatastrophe bei Bingen verunglückten Dr, >l Berberich aus Wiesbaden ist bei der Engelsburg bei Oberwesel, die Leiche der Frau Erb aus Winkel bei Aß- mannshausen gelandet worden. — In Laubenheim bei Bingen spielte sich ein schauerliches Liebesdrama ab. Der etwa 25 jährige Jakob Schnell von da unterhielt Mit der etwa 22 jährigen Klara Enk von Dorsheim em Liebesverhältnis. Als sich Mutter und Tochter Enk m ihren Weinbergen in der Gemarkung Laubenheim befanden, stellte sich bei ihnen auch Schnell ein. Wutentbrannt griff der verlassene Liebhaber zum Meffer und stach auf die Enk ein. Die Schwerverletzte wurde nach Laubenheim gebracht; an ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Schnell flüchtete in seine elterliche Behausung, wo er sich durch Erhängen der irdischen Gerechtigkeit entzog. — In Niederohmen, Är. Alsfeld, wurde am letzten Tage des April die Witwe Dick zur letzten Ruhe bestattet, die in wenigen Tagen das '«6. Lebensjahr vollendet haben würde, die älteste Person unserer Gemeinde und jedenfalls eine der ältesten in Hessen. — Der Königlich Preußische Regierungsbaumeister Thomas Stock in Fürstenwalde a. d. Spree hat gelegentlich des Jubi- läumS seines Vaters der Kirche in Stockhausen ein versilbertes Kruzifix mit vergoldetem Körper und zwei silberne Altarleuchter und der Kirche in Rixfeld eine i^roße gemalte Fensterscheibe geschenkt. Aus gleichem Anlaß stifteten die Frauen in Rixfeld für die Kirche eine sammetiw Kanzelbekleidung mit Goldborden und Kreuz, einen Teppich .fuf die Kanzel und einen in die Sakristei. Der Jubilar selber hat der Pfarrei ein Kapital übergeben, aus dessen Zinsen allen zukünftig in der Pfarrei Stockhausen kirchlich Getrauten am Traualtar eine schön ausgestattete ganze Bibel mit Familienchronik überreicht werden soll. mehrere Porträt« hat N. gemalt (das des Kardinal Haynald, Liszts u a) Eine gewisse melancholisch-düstere Richtung und eine tief gestimmte Farbe sind seinen Arbeiten eigen. Die Kuppel der Wiener Museen schmückte er mit Kompositionen mt Stil de8 Tiepolo; fett 1892 war er mit dem Kolossalbilde: Besitzergreifung Ungarns durch den großen Arpad, für den Sitzungssaal des neuen Parlamentsgebaudes in Budapest beschäftigt. Er wurde |in den öftere. Adelsstand erhoben und erhielt die große goldene Medaille der Berliner Ausstellung Nach Budapest zurückgekehrt, wurde er 1895 zum Oberlandeskunstmspektor eruannt. 1896 vollendete er sein neues Koloffalgemälde „Ucce homo Vieles Aufsehen erregte s. Z auch die Ausstellung des Bildes „Ehrtstus vor Pilatus." Später verfiel der geniale Künstler m gessltge Krankheit, von der er jetzt durch den Tod erlöst wurde did'tiö1* Hochzeitsfeier avt LValdeck'schen Fürstenhofe. Ms. Arolsen, den 1. Mai. In den ersten Tagen des Wonnemonats vollzieht sich in unserer kleinen Residenzstadt eine überaus glänzende und prunkvolle Hochzeitsfeier, die, wenn auch am Fürst- lrchen Hofe stattfindend, und im engeren Sinne sich auf die Fürstlichkeiten, geladenen Ehrengäste und Hofkreise beschränkt, doch das lebhafteste Interesse bei der gesamten Bevölkerung findet. Die Prinzessin Elisabeth von Waldeck-Pyrmont (jüngste Schwester des regierenden Fürsten Friedrich von Waldeck-Pyrmont) und der Erb graf Alexander; zu Erbach-Schönberg schließen den Bund für's LebeF^Das fürstliche Schloß und die Stadt prangen im Festschmuck. Am Eingang zum Schloßhofe winkt eine ZhrenpfoM "ben Hochzeitsgästen ein fröhliches Willkommen zu Die hohen fürstlichen Anverwandten, Ihre Majestäten die Königin Wilhelmine und Königin-Regentin Emma von Holland sind mit großem Gefolge bereits gestern abend mittelst Extrazug aus Amsterdam hier eingetroffen, ebenso der hohe Bräutigam nebst Eltern und Anverwandten. Der Fürst und die Fürstin von Bentheim-Steinfurt (Schwester der Braut). Ihre Majestäten der König Wilhelm und Königin von Württemberg (Schwager und Schwägerin der Braut) werden ebenfalls zur Hochzeitsfeier heute eintreffen. Wenngleich der Trauungsakt und die kirchliche Feier erst Donnerstag den 3. Mai in der Schloßkapelle stattfinden, so haben doch die Hochzeitsfestlichkeiten bereits gestern abend mit einem pompösen Fackelzug den Anfang genommen. Derselbe wurde von der Stadt und Bürgerschaft dem jungen Brautpaar dargebracht. Unter Vorantritt der Militärkapelle setzte sich der Fackelzug um 9 Uhr, von einer vieltausendköpfigen Menschenmenge begleitet, durch die Straßen der Stadt nach dem Schloßhofe in Bewegung. Die Spitzen der städtischen Behörden, die Beamten, die Vorstände der Vereine schritten voran im Zuge, welcher von Mitgliedern der sämtlichen Krieger-, Gesang-, Turn- Vereine, Feuerwehren rc. gebildet wurde. Auf dem Schloßhofe angekommen, brachte die Arolser „Liedertafel" ein Ständchen. Der Fürst Friedrich dankte in einer herzlichen Ansprache im Namen des Brautpaares der Bürgerschaft Arolsens für die patriotische Ovation, die bei dem Scheiden aus dem Elternhaus und aus der liebgewordenen Heimat namentlich seiner Schwester so unendlich wohlgethan habe. Herr Vize-Bürgermeister Schwaner dankte und brachte ein | < Hoch auf das Brautpaar und das Fürstenhaus aus, worauf | unter brausenden Beifall die Waldeck'sche Nationalhymne I < intoniert wurde. I Vermischtes. * Dessau, 1. Mai. Der Hofbankier Herzoglich- I Sächsische Wirkliche Geheimrat Baron v. Cohn ist in der I ' vergangenen Nacht im Alter von 87 Jahren gestorben. * Zur Konitzer Mordaffaire hat auch eine Anzahl Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Berlin Stellung I genommen. Am Montag wurde der Beschluß gefaßt, ein I größeres Komitee ins Leben zu rufen, das Geldsamm I lungen unter den jüdischen Gemeinden Deutschlands ver- I anstalten soll. Der Ertrag dieser Sammlung soll für die 1 Aufdeckung des Mordes in Könitz bestimmt sein. Mit dieser I Geldsammlung wollen die Juden darthun, wie sehr auch I ihnen daran gelegen, daß die Mordaffaire in Könitz klar I gestellt werde. — Die amtliche Bekanntmachung, durch die I eine Belohnung von 20,000 Mk. auf die Ermittelung des I Mörders des Gymnasiasten Winter ausgeschrieben ist, wird I in allen größeren Städten verbreitet. Dem Berliner Polizei- I Präsidium ist der Aufruf des Regierungspräsidenten zu I Marienwerder in 200 Exemplaren zugegangen, die in der I vergangenen Nacht an die öffentlichen Säulen angeschlagen I worden sind. * Grenoble, 1. Mai. In der hiesigen Feuer- ] werkerschule des 4. Genieregiments erfolgte eine I Dynamitexplosion, wodurch ein Kapitän getötet und mehrere Soldaten verwundet wurden. Der Grundriß der deutschen Städte. Jul einer interessanten Studie über den Grundriß der deutschen- I Städte hat, wie wir der „Köln. Ztg." entnehmen, Otto- Schlüter in geschichtlicher Reihenfolge die wichtigsten Formen zusammengestellt, die in den Plänen der deutschen Städte wiederkehren. Als die ältesten Städte auf deutschem! Boden erscheinen die römischen Niederlassungen im Rheingebiet und in Ober-Deutschland. Sie zeigen überall die gleiche Form des römischen Lagers. Im Anschluß an diese römischen Siedlungen haben sich dann in deutscher Zeit eine Reihe von Städten entwickelt. Das gleiche geschah! bei zahlreichen militärischen oder kirchlichen Gründungen, und endlich entwickelten sich einige Städte aus Dörfern. I Die Anlage ist bei all diesen Orten sehr verschieden; nach i Meinung von Schlüter scheint es, als ob unter Bevorzugung der radialen Anordnung der Straßen eine weitgehende Anpassung an örtliche Verhältnisse stattgesunden hätte. Die Straßen dieser Städte sind fast ausnahmslos gewunden. Im weiteren Verlauf des Mittelalters traten dann wieder Grundrisse auf, die unter der Herrschaft der geraden Linie und des- rechten Winkels standen; so in verschiedenen Formen bei den Zähringer Städten in Baden sowie in einem der Hauptsache nach gleichen Schema bei zahlreichen Städten und Stadtgemeinden des westelbischen Deutschlands. Dieses dem römischen Lager nicht unähnliche Schema, das hier in Anwendung kam, wurde bei der Germanisierung des Ostens auch dorthin übertragen und findet sich daher auch in fast allen ostdeutschen Städten, Die Stadterweiterungen des späteren Mittelalters nahmen dann vielfach, auch im Osten, wieder die unregel- )näßige Form der alten westdeutschen Städte an. Im 17. Jahrhundert begannen deutsche Fürsten Städtegründungen, die wiederum mathematische Formen zeigen; das beliebteste Motiv war das Schachbrett-Muster (Mannheim, Hanau usw.), daneben finden sich andere schematische Figuren, z. B. die Fächerform (Karlsruhe). Die nüchterne Art der Stadtanlage nach schematischen Figuren ist weiterhin die beliebteste geblieben, hat unter der Form des Rechteck-Systems das weite Gebiet Amerikas und anderer Kolonialländer erobert und sie hat bei europäischen Stadterweiterungen die meiste Anwendung gefunden. Auch wo das Schachbrett-Muster vermieden wird, steckt, wie Schlüter betont, der heutige Städtebau noch tief im Schema. Er erwähnt besonders das moderne Stettin als Beispiel, in dem eine künstliche Figur gewählt wurde, statt daß man sich den natürlichen Verhältnissen anpaßte. Dagegen zeigen vielfach französische Stadterweiterungen mit ausgiebiger Verwendung von Diagonalstraßen und Ringstraßen, die beide in hervorragender Weise den Verkeht'sbedürfnissen zu, dienen geeignet sind, bessere Formen. Daß auch in* Deutschland derartige Formen, den Besonderheiten desj einzelnen Falles verständnisvoll angepaßt, allmählich zuv Verwenduna kommen, hebt Schlüter schließlich rühmend hervor, und bezeichnet als Beispiel dieser Art die von Stübben geleitete Stadterweiterung von Köln. Arbeiterbewegung. Telegramme des Gietzener Anzeigers. Krakau, 2. Mai. Hiesige Blätter melden aus Warschau, m dem Fabrikkeile der Stadt seien Arbeiterunruhen ausgebrochen Am Montag Abend veranstalteten die Arbeiter Straßen-Demonstrationen. DaS Militär schritt ein und sistierte den Verkehr. Btna 2000 Personen wurden feftgenommen. Die Polizei entfernte mehrere auf Telegraphenstangen angebrachte rote Fahnen mit der Jnfchrui. Acktstunden-Arbeilstag. Saude! und Verkehr. Uolkswirtschast. + Gründers, 1. Mai. Wie alle Märkte, so hat auch der hiesige Wochenmarkt, der früher zu den belebtesten Fruchtmärkten des Landes gehörte, viel von feiner einstigen Bedeutung verloren. Immerhin bringt der Markt, namentlich im Herbst und im Frühjahr, unserem Städtchen noch recht regen Verkehr. Während im Spätjahre meistens Getreide verkauft wird, herrscht jetzt der Handel mit Kartoffeln vor. Die Landwirte der oberen Wetterau bringen ihre oft noch beträchtlichen Kartoffelvorräte hierher, um sie an die Bewohner des vorderen Vogelbergs und der Rabenau abzusetzen. Mit Vorliebe verwendet man bekanntlich zur Aussaat aus anderer Gegend bezogene Kartoffeln. Es wurden nahezu 300 Doppelzentner Kartoffeln zu dem Durchschmtts- preise von 4 Mk. pro Doppelzenter verkauft. Wetterbericht. Ueber dem Ostfeegebiete ist das Barometer ziemlich stark gestiegen und ein räumlich eng begrenztes Maximum liegt an der Rigaer Bucht. Ein Depressionsgeblet bedeckt heute die britischen Inseln und die Nordsee nebst den anliegenden Küstenländern. DaS Luftdruckminimum ist von der mittleren norwegischen Küste und ein sackförmiger Ausläufer erstreckt sich von dort südwärts über die Nordsee bis nach Westfalen herunter. Em sekundäres I Minimum hat sich außerdem noch im westlichen Mtttelmeerbecken erhalten und einzelne kleinere Unregelmäßigkeiten sind auch über I den kontinentalen Lagen vorhanden. DaS Wetter rst in Sud- I Deutschland vorwiegend trüb, daselbst sind auch am Morgen die I Temperaturen etwas gesunken, während sie im Norden eine leichte Zunahme zeigen. — Voraussichtliche Witterung: Bei wechselnder I Bewölkung noch stellenweise Niederschläge, später wieder etwas I besseres Wetter. ________ Verkauf von Streumaterial. Die zur Ausschüttung kommende ausgelagerte Holzwolle wird Dienstag den 8. d. MtS., vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftszimmer, Kaserne I, versteigert. r ,rn 3232 Dte Bedingungen liegen daselbst aus. Garnisön-Verwaltung Gießen. HchgO-Erhebllug. Nächste« Montag, den Mai d. Js., soll die erste vurwärtige Erhebung von Freiherrlich von Norreck zur Rabenau'schen Holzgeldern stattfinden und zwar: 1. von vormittags 8 bis 11 Uhr in der Wirtschaft des Herrn Karl Ranft in Beuern, 2. von mittags 12 bis 2 Uhr in der Wirtschaft des Herrn Rühl in Grotzeu-Buseck, 3. von nachmittag- 4 bis 5 Uhr in Rödgen in der Wirtschaft der Frau Balser Witwe. Londorf, am 1. Mai 1900. Der Rentmeister. Schmidt. 3230 Kekanntmachung. Donnerstag den 3. d. M., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier, Neustadt 55, HauS- und Küchengeräte aller Art, sowie 16 Tafeln Bilderylas u. v. a zwangsweise gegen bar versteigert werden. Gießen, den 2. Mai 1900. 3244 Seipel, Gerichtsvollzieher. U: in |i fehl nimm werden chic und billig auf- gesteckt. Alte Zuthaten werden verwendet. 01920 Fran Else Niggl, Bleickstraße 3, Ii. Hüte LIEBIG ©ompanyt fleisch Exrratt Suppfffl. Ssucen Gemüse e/c. 268 3197 01935 werden ausgeführt von L. Kattrein, (öbetflr. 18. Bestellungen nimmt auch Herr J. Schulze, Kreuzploh, entgegen. Alle Alten OrdeusdekorMnen Ein gebrauchter, zweiräderiger Drückkarren wird zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Expedition. 3 schwere, doppekspLunige Kastenwagen zu verkaufen. 2988 Näheres Hessischer Hof. Stadt. Schlachthaus. Freibank. 3190 Heute mrd morgen: Ochsenfikislh 50 W Kuhflkisih 45 Psg. Notschlachtung. Kudfleisch 30 Wach per Pfund. 01937 Wehsteingasse42. 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Tons. 3233 im CasL Ebel. Der Borftand. 3.|5.1900^4s^| Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 2. Mai 1900. 3249 Die Beerdigung findet Freitag den 4. Mai, nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehause, Neuen weg 19, aus statt. Herrn Louis Vogt, Metzgermeister im Alter von 47 Jahren zu sich zu rufen. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, heute morgen 3% Uhr unseren innigst geliebten Gatten, Vater, Bruder, Schwager und Onkel Vrnnf-G etliche Vermietungen PerslMen.es 3ii ui'vhniifen Offene Gleiten Vereine Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: Hans veck. — Druck und Verlag der Vrühl'fchen UniverfttttS-Buch« und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Die heutige Wummer umfaßt 14 Seite« •**£« Al Aontagi Die $xt\ »‘•«'S? gelt.: 861 ih die Gros mit AuSval bezir Dir Iblti btt in Ann' somit derMtz wrlche sich. M w uM V Dn ßtü Sei 28. 2. ber£ gm'ch gelegt den btm i 3. dnL gerich Site. za Gii M beauft \m za tzill Tei Nabt btt Na bmchtev, daß n HalO sich 6ie btttn Ne Tetr.: St au bu Diejeni !• Spril I, sprochev Hal erinnert. Betresfer Das 6t •» Sttßh. v . , Z»r Bk nach A WkUui urkunde beai ist. > wunbe nid Fast, 6« Bettag to. Hiernai v^nne b W nichr $etr-' Die $68 “e b, . 111 Dom 9 Ä* w