9it. 52 Zweites MM Samstag dm 3. Mär, Aint-- und Anzeigeblatt für den Kreis «efje« ■ Dienstag den 27. März, vormittags von 9 Uhr an: MV -eine eine Damenuh, t jirei fietten, in le n. Sbjugtbtn gar n CffiiitrMM* fr Metal ttgnq mit LuSvahmc beS Montag-. Die Gießener MOMtkieuVlLtter Werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. BenbnHrt* n. „Blätter Mr heg. volk-kunde- W-chtl. 4 m«i beigelegt. Alle Anzeigen-Bermittlungsstellen de- In- und Auslands nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger rnr^ :i Zeilenprei«: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Wftatttea, Expedition und Druckerei: Kchnkstraße Ar. 7. ■ eeeNmt *»n Anzeigen zu der nachmittag- für de« lstgenden le% erscheinenben Nummer biS vorm. 10 Uhr. LbbesteSungen spätestens abends vorher. Adrefle für Depeschen: Anzeiger Hiehr Fernsprecher Nr. 51. Itadllieater 4. Wrz 1000, Nt * Uhr, VvMvvtz.-Wtz rbseten. Asten von @ötnet 6intritt§pteüt nvs S Uhr: l des Komikecs -uberg vou V» der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf an der Lahn, Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, Daubringen, Großen- Buseck und Hattenrods- Dienstag den 3. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1898 und 1899); a Mittwoch den 4. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1900) der Stadt Gießen; Donnerstag den 5. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Großen-Linden, Heuchelheim, Klein-Linden, Lollar, Mainzlar und Oppenrod; Freitag den 6. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck. Samstag den 7. April, vormittags von 9 Uhr an: Losziehuug. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt __Mütter für hessische Volkskunde. Freitag den 30. März, vormittags von 9 Uhr an: oegenigen der Gemeinden Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Äillingen und Watzenborn mit Steinberg. Samstag den 31. März, vormittags von 9 Uhr an: Losziehung. * Vom Kriegsschauplatz. Dem heldeumütigeu Widerstände General Croujes widmet die Wiener „Neue Freie Presse", die sonst von englandfreundlichen Tendenzen nicht frei ist, folgende anerkennende Worte, die noch vor dem Bekanntwerden von Eronjes Kapitulation geschrieben sind: „Am ehesten hielte noch Osman Paschas zähe Verteidigung der Erdwälle von Plewna den Vergleich mit der Heldenthat Cronjes aus, aber auch die nicht vollständig. Mau muß bedenken, daß die Buren elf Tage und elf Nächte im Freien liegen, bald von der Sonne gebraten, bald vom tropischen Gewitterregen fast weggeschwemmt, in der Nacht den Frösten preisgegeben und stets auf der Hut gegen den anrückenden Feind, den die Ungeduld und die Sorge zu immer neuen Angriffen treiben. Da hält keine kriegerische Begeisterung vor, da geht der glühendste Mut langsam in die Brüche, da bleibt nur eines am Menschen übrig, der zähe Trotz, der sich nicht überwinden läßt, so lange die Nerven überhaupt noch dem Gebote des Willens folgen. Nun, gute Nerven haben die Oranje-Buren. Sicher wie ihr Auge und ihre Hand, ist auch ihr Gehorsam. Ihr holländisches Phlegma birgt ungeheure Reserven unverbrauchter Willenskraft. Wie die badischen Landwehrleute des Generals v. Werder in den verschneiten Vogesenpässen lagen, hungernd und doch frohgemut einander die Parole zurufend: Hier kommt niemand durch! und in der That die dreifach überlegene Truppe Bourbakis in die neutrale Schweiz abdrängten, so steht Cronje mit seinen Leuten, kaltblütig und geduldig des Entsatzes harrend. Die Engländer sind noch recht weit von dem Erfolge, auf den sie nur noch stundenlang warten zu müssen vermeinten, und Marschall Roberts muß mit Sicherheit schon erkannt haben, daß er vielleicht Cronje zur Kapitulation wird zwingen können, daß er aber mit einem Feinde von solchen Qualitäten auch 3.8 W” n. «.« Gießener Anzeiger Keneral-Miheiger Elges. ung I , , Großherzoglicheu Bürgermeistereien Haven sämtliche ihrer Gemeinde augeböriqeu oder in ihrer Gemeinde gestelluttaspfl-cktiaeu Militärpflichtige aus Grüns der ih«e« beretts zugegaugeuerr Stammrolle» z« der Muster»»» vorzuladeu- Bemerkt wird hierbei, das; Militärpflichtige, welche flch auswärts aushalten, zur Musterung nicht geladen werden dürseu, da I solche nur an ihrem Anseuthaltsort gestellungspflichtig sind. Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinde im Musterungstermin rechtzeitig anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die letzteren V2 Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungsgeschäftes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im stände ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugnis des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt ed-^ofc, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet Samstag den 24. März im Gasthaus „Zum Nappen'- zu Grünberg, Freitag den 30, März im Rathaus zu Lich, Freitag den 6. April in der Restauration „Zum Lonys Bierkeller, Schanzenstraße 18, zu Gieße», die Klassiflzieruug der Mannschaften der Reserve, der Landwehr ersten und zweiten Ausgebots und der Ersatz - Reserve rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehrmänner ersten und zweiten Aufgebots sowie die Ersatz- Reservisten, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, morgens 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 1. März 1900. Der Zivil-Vorfitzende der Ersatz-Kommission des Kreises Gießen. B o e ck m a n n. 23qugsptd5 vierttl jährt. Mk. 2LP moiicdücl) 75 Psg. mit Briiigcrlohn; durch bit Abholcst?llc» vttrlrljährl. Mk. 1,S4 monatlid) 65 Ptg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vieneljäbrt mit Beslcllgklb. Besondere Bestimmungen. I l- Zur Musterung haben sich, bei Meidung der gesetz- I lichen Strafen, zu stellen: Diejenigen, dem Großherzogtum Hessen oder einem I andern Staate des Deutschen Reiches angehörigen Militär- I pflichtigen, welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domizil — ihre Heimat oder ihren ständigen Wohnsitz — haben und sich nicht in einem andern Teile des Großherzogtums Hessen oder einem andern Staate in einer der nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufhalten: b) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirtschaftsbeamte, Handlungsdiener und -Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; e) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslande geboren sind, und weder im Großherzogtum Hessen, noch in einem andern deutschen Staate Domizil besitzen oder sich aufhalten; und im Jahre 1880 geboren sind; ferner SämtlicheMilitärpflichtige,welche im Jahre 1898 bezw. 1899 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenenNum- mer disponibel geblieben, d. h. nicht einberufen worden sind. Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zum einjährig-freiwilligen " Militärdienst erteilt worden ist. 2. Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweitcn- oder drittenmale erscheinen, haben ihre Losungsscheine mitzubringen. 3. Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter Zurückstellung in Anspruch genommen wird, so ist für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten Thatsachen erforderlichen Nachweise und Zeugnisse vor dem zur Musterung beraumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amt- । lich ausgestellt oder beglaubigt sein. | Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz-Kommission ein- zufindeu, oder, wenn dies nicht möglich ist, kreis- ärztliches Attest im Termin vorlegen zu lassen 4 Wenn em Militärpflichtiger an Gebrechen leidet die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. s. w., so ist dies I durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugnisse des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s. w. nachzuweisen. Das Vorhandensein vou Epilepsie I V* . eidliche Erklärung von mindestens I ^"^laubwürdrgen Zeugen zu erhärte». An.- r Losziehung persönlich teil zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend sind, zieht ein Mitglied der Ersatz- Kommission das Los. gn sängen". M oyüi, SS ttb: III. Zu Gießen in der Restauration .Zum Lonys Bierkcller", Schanzenflraße 18. MEag den 2. April, vormittags von 8 Uhr an: Musterung Donnerstag, SU W stn. -36 _ base tzbrl, mden A' unb Mädern ) Wtiq erteilt. Gch ^SänbieSyebiuon. Stucks. „ _______________________ Oy. Musterung 4 M'. 2»^. £cr Militärpflichtigen der Gemeinden Mach, Bellersheim, '-ist.' 5. $ Dettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, 6. farbenreich, Grumngen, Hausen und Holzheim; . Miltwock den 28. n ... ,.nen: _ Mittwoch den 28. März, vormittags von 9 Uhr an: Sr i MM ^,CridQn Hungen, Inheiden, Langd, Lang- icr Uv. Gns, Langsdorf und Lich ; $tieba N Donnerstag den 29. März, vormittags von 9 Uhr an- L, RÄ Wenigen der Gemeinden Leihgestern, Münster, Muschenheim, Rieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, turnten Lber-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim, Röthges und M Einbach; leM&& 9W \«oft. it 2ii6tDt9 J00’1 AmtlicherTeib Gießen, den 1. März 1900. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen Ott die Großh. Bürgermeistereien, Verwaltungen der Gemeiudekraukenverficheruugen, die Vorstände der eiugeschriebeueu HilfSkafsen des Kreises, sowie der BetriebS°(Fabrik-)Kraukeu- kaffeu der Main-Weser-Hütte zu Lollar uud von Ria« Sf Cloos zu Heuchelheim. Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt ohne Nr. vom 3. Januar 1900 erinnern wir Sie daran, daß die fraglichen Nachweisungen, soweit eS noch nicht geschehen, bis spätestens Ende März an uns eingesendet sein müssen, v. Bechtold. Gießen, 1. März 1900. Aetr.: Vermittelung von Lehrlingsstellen. Die Großh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir beauftragen Sie, die Lehrer Ihrer Gemeinden darauf aufmerksam zu machen, daß wir nunmehr die Berichte über die Erfolge ihrer, gemäß dem mündlichen Auftrage unseres technischen Mitglieds gelegentlich der Herbst- Konferenzen gemachten Mitteilungen an die zu Ostern zu entlassenden Schüler in rubr. Betreff erstattet zu sehen wünschen. Die von den Lehrern Ihnen alsbald zu überreichenden Berichte sind umgehend an uns weiterzugeben. Fehlberichte sind nicht zu erstatten. __________________v. Bechtold. Bekanntmachung, das Ersatzgeschäft pro 1900 betreffend. Die Musterung und Losziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1900 findet an den nachbenannten Tagen statt und zwar: I. Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen. Freitag den 23. März, vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter und Lindenstruth; Samstag den 24. März, vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Londorf, Lumda, Odenhausen, Oueckborn, Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. Montag den 26. März, vormittags von 9 Uhr an: LoSziehuug. II. Zu Lich im Rathaussaale. auf ihre Kosten herzustellen. Die auf 3300 Mk. veranschlagten Kosten der Herstellung erhöhter Bürgersteige in der Plockstraße werden bewilligt. Die Bürgersteige sollen vorerst nur mit Bordsteinen eingefaßt und bettest werden, da vor vollständiger Bebauung der Straße Asphaltbelag zu viel der Beschädigung ausgesetzt ist. Für die Herstellung des Feldweges am Johannesberg in der Lichtenau werden 300 Mk. bewilligt. Infolge des in vorvoriger Sitzung gefaßten Beschlusses, zur Unterbringung der durch Teilung mehrerer Klassen der Volksschulen geschaffenen neuen Klassen drei Baracken zu errichten, hat das Stadtbauamt Voranschlag im Betrage von 18 500 Mk. vorgelegt. Zwei Baracken sollen im Garten der Mädchenschule an der Westanlage, eine in Garten der Knabenschule, woselbst bereits im vorigen Jahre eine errichtet wurde, aufgestellt werden. Die in der vorvorigen Sitzung angeregte Frage, ob sich anstelle der Baracken nicht Mieträume finden würden, hat nach Mitteilung des Herrn Oberbürgermeisters nicht in günstigem Sinne gelöst | werden können. Die in derselben Sitzung geäußerten Be- I fürchtungen, daß der Aufenthalt in den Baracken für die Schulkinder gesundheilschädlich werden könne, sind durch ein Gutachten des Herrn Medizinalrat Dr. Haberkorn für un- I begründet erklärt worden; das Gutachten bezeichnet die Baracken auf Grund eingehender Untersuchungen und Temperaturmesiungen vom hygienischen Standpunkt als ein« wandsfrei. Der Voranschlag wird genehmigt, desgleichen die Anschaffung der inneren Einrichtung für eine Baracke im Betrage von 1165 Mk. seiner Armee von 50 000 Mann konzentrieren. — Nach in Brüssel eingetroffenen Nachrichten zufolge rücken die Generale Roberts und Kitchener in Eilmärschen auf Bloemfontein, wo sie zu Beginn der nächsten Woche eintreffen dürften. beantragen. Synodaler Lucius als Berichterstatter^deS AuSschuffeS legt dessen Stellungnahme zu den einzelnen Ausgabe- und Einnahmeposten dar. Er verweist auf die Unsicherheit und Unklarheit der Verhältniffe, und findet, daß die Art, wie die Staatsregierung die Frage des Zuschusses seither behandelt habe, etwas ungemein peinliches und niederdrückendes in sich trage, und wenig Freudigkeit zur kommenden Arbeit verleihe. Das Provisorische zeige sich auch in der That- fache, daß man zweifelhaft sein könne, ob man sich darauf beschränken solle, lediglich den Voranschlag für 1900/01 oder den für 1901/05 zu beraten. Der Finanzausschuß habe sich im Einvernehmen mit dem Oberkonsistorium für die Empfehlung des letzteren entschloffen, mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß binnen Jahresfrist der gesamte Voranschlag revidiert und eintretenden Falles den neuen Verhältniffen entsprechend geändert werde. Der Finanzausschuß habe dabei die sichere Erwartung ausgesprochen, daß das hiermit geschaffene Provisorium mit dem 1. April 1901 sein Ende erreiche, und insbesondere mit Wirkung von diesem Termine die Gehaltsgesetze in ihrem vollen Um* fange in Kraft gesetzt, und die zu deren Durchführung erforderlichen Mittel durch Einstellung eines entsprechenden Betrages an Kirchensteuern beschafft werden, falls eine anderweite Deckung nicht möglich sein sollte. Synodaler Gold mann Exz. spricht sein tiefstes Bedauern darüber aus, daß das Großh. Ministerium ein weiteres Entgegenkommen nicht gezeigt habe. Er könne sich nicht denken, daß die Finanzlage die Ausbringung weiterer 70000 Mk. nicht ermögliche und hoffe, daß das Ober- kousistorium von dem übel unterrichteten an das besser zu unterrichtende Ministerium sich wenden, und die dringend« Bitte aussprechen möge, den höheren Zuschuß von 1901 ab zu gewähren. (Lebhafter Beifall.) Die Synode tritt in die Beratung der poa 1 bei Einnahmen, Beitrag des Staats zu den Bedürfnissen bei evangelischen Kirche, ein. Synodaler B r a n d - Mainz bespricht die endlicherfolgt« Vorlage Großh. Ministeriums an die Stände bezügl. der Erhöhung der StaatSzuschüffe an die Kirchen (70000 M für evangelische, 35000 Mk. für katholische Kirchen, 6000 M für die allkatholische Gemeinde Offenbach). In der Moti vierung betone die Regiernng, sie halte an dem Grundsah fest, daß die Kirchen ihre Mittel selbst aufzubringen hätten Die Motivierung sei dürftig und kalt, diesem Gefuhl- I müsse er Ausdruck geben und die Hoffnung auSschließer I daß die Worte der Exz. Goldmann auf fruchtbaren Bode: I fallen möchten. , _ , , Synodaler Walter- Engelstadt: Alles drehe sich schließ I lich um den Zuschuß deS Staates. Eins sei sicher, da! I Landtag und Regierung vor dem sozialdemokratischen Gruno I satz: „Staat und Kirche gehen einander nichts an", D|! I Waffen streckten. In der Synode sei der Ort gegebei I öffentlich festzulegen, was der Staat der Kirche schult": I sei. Der Staat könne Gesetze geben auf allen Gebieten I er könne ihre Durchführung erzwingen, aber Gesinnunger Stimmung machen könne er nicht; dazu bedürfe er anberc I Faktoren, hier setze besonders Religion und Kirche eir | die schaffe den Geist, sie leiste Arbeit, und der Staat mu|- Sechste ordentliche evangelische Landessynode. Darmstadt, 1. März 1900. Die Synode trat heute, Donnerstag den 1. März zu mehrtägiger Beratung zusammen. Eröffnung der Sitzung vormittags 9>/z Uhr. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt der Präsident Geh. Juftizrat Dr. Weber des Jubiläums, baß dem Prälat D. Habicht am vergangenen Montag anläßlich seines vor 25 Jahren erfolgten Eintritts in die oberste Kirchenbehörde zu feiern beschieden war. Er hob hervor, wie der Jubilar eine seltene Pflichttreue in seinen verschiedenen Stellungen als Oberkonsistorialrat, Superintendent von Oberhessen und als Prälat jederzeit offenbart, wie er als treuer Berater und Helfer eines jeden, der ein Anliegen hatte, als einer der besten unserer Kirche allezeit bekannt war, und sprach die Hoffnung aus, daß er noch recht lange mit alter Frische und Gewissenhaftigkeit seines Amtes walten möge, wie man es bisher an ihm gewohnt gewesen sei. — Die Glückwünsche der Synode hatte Redner bereits am Jubeltage persönlich überbracht. — Zu Ehren des Gefeierten erheben sich die Synodalmitglieder von ihren Sitzen. Herr Prälat D. Habicht dankt herzlich mit bewegten Worten. Nach Verpflichtung zweier stellvertretenden Synodalmitglieder und Verlesung der Einläufe kommt die Vorlage Großh. Oberkonsistoriums betr. die allgemeine geistliche Witwenkasse, zur Beratung. Es wird die Ge- nehmiqung der Landeßsynode nachgesucht, daß daß genannte Gesetz am 1. April 1900 in Kraft trete. Entsprechend dem Antrag deß Ausschusses wird die Genehmigung erteilt. Auf der Tagesordnung steht ferner die Vorlage Großh. Oberkonsistoriums, den Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben des evangelischen Centralkirchenfonds für die Jahre 1900 bis 1905 betreffend. Oberkonsistorial-Präsident Buchner verliest ein tag« vorher eingegangeneß Schreiben Großh. Ministeriums des Innern, wonach, infolange nicht eine wesentliche Aenbe- rung in der Finanzlage des Großherzogtums eintrete, die Regierung auch in den auf baß Rechnungsjahr 1900/01 । folgenden Jahren nicht in der Lage sein werde, eine Er- i Höhung biß gegenwärtigen Staalszuschusses von 240,000 Mk. in höherem Betrage als 70,000 Mk. bei den Ständen zu Tische zu sitzen." Der Kampf dauert fort. Nichts wäre verkehrter, als jetzt annehmen zu wollen, I die Buren würden durch diesen einen Mißerfolg ihren Widerstand aufgeben. Brüsseler Meldungen bestätigen auch, I daß man alles daran setzen werde, Bloemfontein gegen I den englischen Angriff zu schützen. Die zähe Widerstands- I kraft der Buren wird sich jetzt auf ihrem eigenen Gebiet I zeigen können. Schon einmal hat ein Volk unter ähnlich schwierigen I Verhältnissen seine Freiheit gegen England errungen. I Als die dreizehn Neu-Englandstaaten im Jahre 1775 ihren I Unabhängigkeitskamps gegen Großbritannien begannen, I hatten sie nicht einmal ein .Heer zur Verfügung. Aus den I dürftigen Milizaufgeboten mußte Washington im Laufe des Feldzuges sich erst Soldaten heranbilden. Infolge- I dessen folgte zu Beginn des Krieges Niederlage auf Nieder- I läge. Die Milizen schlugen sich zwar ganz brav, zeigten I sich aber höheren Anforderungen nicht gewachsen. New- I York mußte aufgegeben, Boston geräumt werden, und die I Schwere der Ausgabe für Washinton wuchs mit der Dauer I des Feldzuges, denn nicht allein mit dem Feinde hatte I der amerikanische General zu kämpfen. In seinem eigenen I Heere griff Mißstimmung und Hoffnungslosigkeit Platz, I und die Milizen weigerten sich, auch nur einen Tag über I die gesetzte Frist für ihre eigene Sache, für ihre Freiheit, I im Felde zu stehen. Trotzdem gelang es Washington, am I 17. Oktober 1777 bei Saratoga das ganze 8000 Mann I starke englische Heer gefangen zu nehmen, womit der Krieg I entschieden war. I Der Unabhängigkeitskampf der Amerikaner hat manche I Aehnlichkeit mit dem Freiheitskampf der Buren. Auch I hier ein ungeschultes Heer, welches keinen Offensivangriff I wagt, einem übermächtigen Heere von Berufssöldnern I gegenüber. Und jetzt, wo sich der Krieg in ihr eigenes I Land hinüberspielt, wo den Buren also eine umfassende I Terrainkenntnis zu Hilfe kommt, ist die Hoffnung be- I rechtigt, daß es ihnen gelingen wird, noch längere Zeit | einen erfolgreichen Widerstand zu leisten. Ob dieser freilich I gegenüber der Kriegskunst Roberts und Kitcheners und I der Uebermacht der Engländer wieder eine Wendung des I Kriegsglückes zu Gunsten der Buren nach sich ziehen wird, I das vermag niemand mit einiger Zuversicht vorauszusagen. I Die Buren sind allem Anscheine nach nicht im stände, große, I energische Offensivstöße auszuführen und so dürfte es im I weiteren Verlaufe wohl nur zu zahlreichen kleineren Kämpfen kommen, wenn es nicht gelingt, die Buren, wie f. Z. die Nordamerikaner, im Laufe des Kampfes zu wirklichen Angriffs-Soldaten zu machen. • * • London, 1. März. General Buller telegraphiert, daß der General Dundonald gestern abend in Ladysmith 1 eingerückt ist (Bereits durch Anschlag an unserer Expedition mitgeteilt. Red.) London, 1. März. Daß Telegramm, mit welchem Buller heute früh die Entsetzung Ladysmiths mitteilte, lautet: Dundonalt rückte gestern abend mit den Natal- schützen und gemischten Regimentern in Ladysmith ein. Daß Land zwischen mir und Ladysmith war, wie mir heute gemeldet wurde, frei vom Feinde. Ich rücke nach Nelthorpe vor. London, 1. März. Die Preß-Association berichtet, daß die Verluste der Engländer während der letzten 13 Tage 2319 Mann, die Gesamtverluste bis zum heutigen Tage 12 825 Mann betragen. Berlin, 1. März. Nach einer Meldung deß „Berliner Tgbl." auß Brüssel beschleunigen die Buren die Räumung deß englischen Gebietes. General Joubert wird die Umgegend von Wynburg im Orsnje-Freistaal als Verteidigungspunkt wählen und daselbst zunächst daß Groß gleichen wird. Die Rechnung deß Realgymnasiums und der Realschule für 1898/99 gleicht sich auß in Einnahme und I Ausgabe mit 106 966 Mk. Der aus die Stadt entfallende I Anteil zu den Besoldungen beziffert sich auf 26 494 Mk., I die ganz von der Stadt zu tragenden sachlichen Ausgaben I auf 6312 Mk. Die Ausgleichssumme im Voranschlag derselben Lehranstalten für 1900/1901 beträgt 111,495 Mk., der Beitrag der Stadt zu den Besoldungen 29 003 Mk., die sachlichen Ausgaben 7408 Mk. Einem Ersuchen Großh. Oberrechnungskammer entsprechend wird Beschluß über den den Voranschlag überschreitenden Aufwand bei Herstellung der Decke des Stadt- verordneten-Sitzungssaales nachträglich gefaßt. Herr Buchdruckereibesitzer Kindt beabsichtigt einen Teil des Obergeschosses seines an der Johannesstraße zu errichtenden Neubaues in Holzfachwerk auszuführen. Die Versammlung stimmt dem Anträge auf Dispenserteilung zu. Ebenso befürwortet wird daß Dispensgesuch der Burschenschaft Alemannia, deren an der Ecke des Schiffenberger- tvegß und der nach dem Ludwigsplatz führenden Straße zu errichtendes Verbindungshaus teilweise Holzkonstruktion erhalten soll. Dem Gesuch des Herrn Johann Georg Pfaff um Erlaubnis zur Errichtung einer, dem Betrieb eines Dampf- | sägewerks dienenden Bretterhalle am Schiffenbergerweg soll unter Verzicht auf die in § 5 des Ortsbaustatuts enthaltenen Bestimmungen stattgegeben werden. Zur Benennung der vom Ludwigsplatz nach dem Schiffenbergerweg anzulegenden Straße, sowie der im Bau befindlichen Straße vom Brandplatz nach der Ostanlage wurden der Versammlung mehrere Vorschläge unterbreitet. Bezüglich der erstbezeichneten Straße wollen die hiesigen Gabelsberger Stenographen unter Hinweis darauf, daß bereits in über 40 Städten „Gabelsbergerstraßen" bestehen, die gleiche Benennung einer Gießener Straße; die Burschenschaft Alemannia tritt für die Benennung „Alemannenstraße" ein, weil ihr Verbindungshaus an diese Straße zu stehen kommt, auch ein von der früheren Kneipe nach dem Schiffenbergerweg führendes Gäßchen als „Alemannengäßchen" bezeichnet wurde; die in diesem Jahre i stattfindende 500jährige Erinnerungsfeier an den Erfinder der Buchdruckerkunst hat eine Anzahl Buchdrucker veranlaßt, die Bezeichnung „Gutenbergstraße" vorzuschlagen. Für die Straße Ostanlage Brandplatz ist mit Rücksicht auf die altertümlichen Bauten am Brandplatz die Bezeichnung „Landgrafen st raße" in Vorschlag gebracht worden. Die Versammlung beschloß, die Beschlußfassung auszusetzen. Dem Gesuch von Bewohnern der oberen Frankfurter Straße wegen Anlage eines Rohrkanals kann mit Rücksicht auf die bevorstehende allgemeine Kanalisation der Stadt nicht entsprochen werden; es soll dagegen den I Gesuchstellern gestattet werden, einen provisorischen Kanal Sitzung der Stadtverordneten am 1. März 1900. Anwesend Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Wolff, von feiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmelins, Euler, Faber, Flett, Dr. Gaffky, vr. Gutfleisch, Hanau, Haubach, Helfrich, Huhn, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Köber, Orbig, Dr ©Ja er, Scheel, Schiele und Wallenfels. — Entschuldigt die Herren: Beigeordneter Grüneberg, Stadtverordneten Dr. Fuhr, Grünewald, Heichelheim, Heyligen- staedt, Petri und Schmall. Die abgeschlossene Rechnung der Stadt Gießen für 1898/99 wird, wie üblich der Finanzkommission unter Vorsitz des Herrn Scheel überwiesen. Herr Oberbürgermeister Gnauth bezeichnet in seinem Referate den Rechnungsabschluß, der in diesen Tagen im Druck erscheinen wird, als recht günstig. Die Betriebsrechnung schließt ab mit einem Überschuß von 164 200 Mk. gegen 138 398 Mk. im Vorjahre. Betreffs des ebenfalls in kurzem fertig gestellten Voranschlags für 1900/1901 ist trotz einiger den Ausgleich nicht besonders begünstigender Ausgabeposten Aussicht vorhanden, daß sich der Voranschlag ohne Steuererhöhung aus- nach teuer erkauftem Siege über das eine Detachement I "0^Wi^d//Kamps am Modderriver auch ausfallen möge, ob es den Engländern gelingt oder nicht Aelin^, Bloemfontein in Bälde zu erreichen, einen großen Drenst hat Cronje seinem Volke jetzt schon erwiesen. Heldentaten werden aus den Büchern der Geschichte nicht^weggewstcht- Sie bleiben als ewiger Besitz dem Volke, desten Sohne sie verübten. Kein Sieg hat den Hellenen mehr Ruhm gebracht als der Heldentod der spartanischen Jünglinge. Um den Ruhm ist es nun freilich den Hollandern in Afrika nicht zu thun; aber dieser Ruhm hat auch seine Wirkung für die Gegenwart. Es ist ein merkwürdiger Umschwung in der Haltung der englischen Presse seit einigen Tagen zu verzeichnen. Vor kurzem war der Bure noch der verächtliche, treulose Feind, dem man nickst Böses genug nachsagen konnte. Heute sprechen die Militärkritiker und Korrespondenten schon von den Helden, denen man seine Bewunderung nicht versagen könne. Aus dem Lager des Marschalls Roberts telegraphiert einer von ihnen: „Ich kann mir nicht helfen, aber in die Knie möcht' ich sinken vor solcher Menschengröße." Als die Offensive des Marschalls Roberts gemeldet wurde, da tauchten in den englischen Blättern schon Vorschläge auf über die Bedingungen, denen sich die Buren würden unterwerfen müssen. Die „Times" sprachen von dem Diktatur-Paragraph, der analog wie in den deutschen Reichslanden, in den Republiken anzuwenden sei. Nun ist es schon wieder still geworden von diesen Vorschlägen. Mag die neuerwachte Sorge über den Ausgang des Kampfes dabei ihre Rotte spielen, gewiß ist, daß auch die Bewunderung für die holländischen Vaterlandsverteidiger solch grausame Erörterungen nicht zeitgemäß erscheinen läßt. Von heute auf morgen ist ein totaler Umschlag der Stimmung in England nicht zu erwarten. Dazu sind auch die Engländer zu hartnäckig in ihren Urteilen, die zu bilden und zu verbilden jahrelang gearbeitet worden ist. Aber Kriegstage zählen doppelt, und nun zieht sich der Kampf schon in den.fünften Monat hinein, ohne daß von den Buren anderes zu erfahren gewesen wäre, als daß sie tapfer und opfermutig sind, wie es kein Mensch geahnt hätte. Herzen von Stein müßten die Engländer haben, sollte das Heldentum eines so kleinen Volkes auf die Dauer seine Wirkung verfehlen. Heute schon wird gemeldet, daß ein Bankett, an dem Chamberlain tettnehmen sollte,'abgesagt werden mußte, weil zu viele Leute dagegen protestierten, mit diesem Manne an einem ■'täte te«s ne ^shvode. Mz 19oo ben' «kl » \i Ühr. •guws aWontag Mz- g.™ b/- obttfe 5 W hervor, »*«, mit „ Ott ei« «rtiegm 1 E»i> bei recht ü mw«5 ■* ft _ öner btrriti M ren dr-tzr^nin ircn Sitzrn. hm MM Uferten, Wen Synodal. die Vorlage tiatm »6 M die tze. daß dar qtnanntt Entsprechend den Wg erteilt, e Vorlage Großh. er Einnahmen entralkirchen. 05 betreffend, verliest ein tti Ministeriums td wesentliche Sen^ Itumf dnltttt, die llWhr 1900/01 werde, eine 6v ton 240,00» i den TiLnden zu ter',des KMußl lnen Ausgabe- uti t Wcherheil ml 'afi bit tirt, v inffes seither bi ) Merbriiäendtl lvrnraenden Arbiü auch in der Thal >b man sich barail hlag für 1900,01 )er FinanzauSstzi berkonsistomm jii n, mit btm aui' Bist der gefamti Falles den neu« de. Der Sinan)' M ausgesprochen, W B« in chrrrn vollenden DurchHmg-^ ei«5 ** [t werben, M!t (ölte. , „,» ich! fein h<|?e* > fc»'«ß iffe, daß '«b-« E°, 3ÄSi‘ ;*t die endlich nl ?*,s> falt. .-tas Si"„Mrn^ sGta -N a“L s-s>«< igion «n Registrator abwärts, sowie den Dienern dieser Behörde tote 1 des Predigerseminars diejenigen Beträge, um welche ihre I nach dem neuen Gesetze über die Gehalte der Beamten des I Oberkonsistoriums und des Predigerseminars berechneten I Gehalte ihre gegenwärtigen Gehalte übersteigen, schon jetzt | als Zulage ausbezahlt erhalten sollen, daß die Beamten des Oberkonsistoriums, soweit sie I nicht oben erwähnt sind, und die Profesioren des Prediger- I seminars, sowie sämtliche Geistliche für 1900/1901 | neben ihren derzeitigen Gehalten die Differenz zwischen diesen und den Gehalten der neuen Gesetze, für alle gleich- | mäßig gekürzt nach Verhältnis des zur völligen Durchführung der Gesetze fehlenden Betrags als Zulage erhalten sollen, Großh. Oberkonsistorium die Ermächtigung zu erteilen, daß, soweit Einnahmeüberschüsse und AuSgabeersparungen | in 1900/1901 weitere verfügbare Mittel ergeben, diese unter den Rubriken 2, 6 und 11 der Ausgaben (Kosten des Oberkonsistoriums, des Predigerseminars, der Versetzung I des Pfarrdienstes) verwendet werden dürfen, um die für dieses Rechnungsjahr nötige Herabsetzung der Zulagen zu den gegenwärtigen Gehalten zu mindern, beschließen, daß die für dieses Jahr hiernach gewährten Zulagen als pensionsfähiges Gehalt angesehen und behandelt werden rc. _ . Die zu den Ausgabeposten: Kosten der Landcssynode, des Oberkonsistoriums, Bureaukosten der Superintendenten, Diäten und Reisekosten der Superintendenten und Dekane, Anwaltskosten gestellter Ausschußanträge bezwecken Be- I willigung und werden genehmigt. Die Sitzung wurde um IV2 ^Ijr nachmittags ge- I schlossen. Fortsetzung der Beratung: Freitag 9 Uhr vor- I mittags. __________ offizielle Erklärungen: I 1. Das Oberkonsistorium sei nicht in der Lage, für das I Budgetjahr 1900/01 über den Koeffizienten von 2,2 — I dieser ist bereits durch Erhöhung des bisherigen Ko- I effizienten von 1,7 entstanden — hinauszugehen. Einem I solches bezweckenden Beschluß könne es seine Zustimmung I nicht erteilen. Der Grund liege in den Erfahrungen I vergangener Jahre, sowie in der Auffassung, daß schon I die erfolgte Erhöhung von 6/10 ein mit Sorge zu unter- I nehmender Versuch sei. Der Oberkonsistorial-Präsident I habe noch jüngst dem Großh. Ministerium wegen des I z. Z. von den Steuerkommissariaten vorzunehmenden I Kirchensteuerausschlags Mitteilung von dieser seiner I Auffassung und Stellungnahme gemacht und beantragt, I die Steuerkommissariate anzuweisen, 2,2 auszuschlagen. | Dies letztere sei geschehen. 2. Diese Stellungnahme beziehe sich nur auf das lausende I Budgetjahr. WaS später zu geschehen habe, sei eine I Sache für sich. Im nächsten Jahre werde mit der Steuerreform, auch für die Erhebung der Kirchensteuer I eine andere Unterlage geschaffen werden; vielleicht er- I mögliche die Verteilung der Steuerlasten dann die Ein- I setzung eines höheren Betrags. Z. Den allseits geäußerten Wunsch, mit dem 1. April 19U1 I zu einem Definitivum zu kommen, verstehe man voll- I ständig. Das Oberkonsistorium werde alle seine Kräfte I einsetzen, damit dieses Ziel erreicht werde. Ein Antrag B ern b eck -Staden, die ganze Position an den Finanzausschuß zurück zu verweisen, wird angeDer Ausschuß empfiehlt indes mit 4 gegen 1 Stimme, in Berücksichtigung der entschiedenen Erklärung des Ober- konsistoriums Ablehnung des Antrages auf Erhöhung der Kirchensteuer. t r r Synodaler Stamm- Gießen: Die Synode habe großes Interesse, daß über den Antrag abgestimmt werde. Die Lage sei eine sehr traurige; aus diesen provisorischen Zu- | ständen müsse man unbedingt herauskommen, denn sie seien entsittlichend, sie seien gefahrdrohend für die Zukunft des geistlichen Standes. Der Antrag der 24 Synodalen sei ein weithin verständliches Zeugnis; die Ueberzeugung der Synode müsse ausgesprochen werden, daß dem provisorischen Zustand ein Ende gemacht werde. Synodaler Weiffenbach-Friedberg stellt den Antrag, daß es für das Budgetjahr 1900/01 bei dem Satz von 2,2 verbleiben, dagegen vom 1901 ab, wenn bis dahin die vorausgesetzte Erhöhung des Staatsbeitrags um 140 000 Mk. nicht eingetreten sein sollte, die dann erforderlichen Mittel auf dem Wege der Kirchensteuer eingebracht werden sollen. Zu den verschiedenen Anträgen sprachen eine große Anzahl Synodale. Oberkonsistorial-Präsident Buchner rechtfertigt die unbestimmte Erklärung des Oberkonsistoriums und glaubt, daß doch der gute Wille hier zunächst die Hauptsache sei. Der Antrag Weiffenbach bedeute in seinem ersten Teil Annahme der Vorlage des Oberkonsistoriums, der zweite Teil, als Resolution ohne verpflichtende, sondern nur mit moralischer Wirkung, sei ein Ausweg, auf den das Oberkonsistorium gerne eingehe. Der Antrag auf Kirchensteuererhöhung fallt, nachdem einige Antragsteller in die Zurückziehung gewilligt, gegen 14 Stimmen. Der Antrag Weiffenbach wird gegen eine Stimme angenommen. Die Beratung über die Übrigen Einnahmeposten er- giebt keine Meinungsverschiedenheiten. Nach ihrer Annahme wird zur Beratung der Ausgabe-Rubriken geschritten. Es kommen u. a. zur Annahme die Anträge des Ausschusses, zu beschließen, daß den Beamten des Großh. Oberkonsistoriums vom rbl hierfür ein großes Arbeitsfeld gewähren; er müffe sie I noch äußerlich unterstützen. - Heute foDe ««« A«°n übrig, als sie i" wählen $fet da-Verhältnis von «d-ÜffentaJif*“n etanbpurfte aus; die Staat uno Kirche W ' '^rer Selbständigkeit immer Kirche werde sich t ^ieIIc Gehaltsfragen vermöchten I «- "> zu^Sunodaler Eger-Darmstadt spricht sich in ähnlichem Sinn^wie Synodaler Walter aus, hat aber die gleichen Öffnungen, wie Exz. Goldmann. Die Verbindung zwischen S unb Kirch! sei eine evangelische Errungenschaft, weniger die Organisation, als die Entfaltung relrgiosen Lebens habe die evangelische Kirche gewollt. Juristisch sei | der Staat nicht verpflichtet, wenn er aber die Kirche unter* stütze so sei dies ein Akt staatsmännischer Klugheit. ES handle sich jetzt besonders darum, daß der Staat gegenüber beiden Kirchen jedes Mittel ergreife, um die Bande zwischen sich und ihnen zu festigen, um die letzteren in Verbindung mit dem religiösen Leben zu halten. . Der Antrag des Ausschusses, 380000 Mk. in den Voranschlag mit der Maßgabe einzustellen, daß für das Jahr 1900/01 nur 310000 Mk. in Einnahme vorgesehen werden sollen, wird angenommen. Eine sehr lebhafte Debatte brachte die pos. 4 der Einnahmen, Umlagen anf die Angehörigen der evang. Kirche. Ein von 24. Mitgliedern der Synode unterzeichneter Antrag geht dahin, statt der von dem Ausschuß vorgeschlagenen 616000 Mk. 700000 Mk. einzustellen; die Mittel sollen durch Erhöhung des für die Kirchensteuer vorgesehenen Koeffizienten von 2,2 auf 2,5 erzielt werden. Oberkonsistorial-Präsident Buchner: Er gebe folgende Lokales und VrsvüyieUes. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen«) Gieße«, den 2. März 1900. ♦♦ GeschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) IVor 107 J«hren, I «m 3. März 1793, wurde zu Poppitz bet Zn-tm der Romanschrist- steller Charles SealSfield, eigentlich Karl Postl.f roren. Seine Kulturromane, in denen er die besondere historische Mission der Nationen und W-ltteile hervorhebt, weisen neben etner glühend n Phantasie gründliche Kenntnis der menschlichen Natur und geschickte Charakterzetchnung auf. Er starb am 26. Mat 1864 auf seinem I Landgute bei Solothurn. •* Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 7. Februar 1900 Allergnädigst geruht, dem Kanzleidiener bei Großherzoglichen Hofmarstall - Amt, Josef Winter,! zum 1. März aus Anlaß seines 50jährigen Diensffubi läums die Verdienstmedaille des Ludewigs-Ordens zu ver- I leihen. . . *» Aus dem Gerichtsdieust. Seine Königliche Hoheit der Großherzog habenAllergnädigst geruht, am 25. Februar I ben Gerichtsassessor Heinrich Noack aus Darmstadt zum I Amtsrichter bei dem Amtsgericht Herbstein, den Gerichts- I asseffor Jakob Ernst Mann aus Wonsheim zum Notar mit dem Amtssitze in Oppenheim, den Gerichtsassessor Karl Nikolaus Franz aus Mainz zum Notar mit dem Amtssitze I in Bechtheim zu ernennen. Reifeprüfung am Gymnasium. Zu der gestrigen I Notiz sei bemerkt, daß auch die sechs Kandidaten, die die | mündliche Prüfung ablegen mußten, bestanden haben. Somit konnten sämtliche 17 Kandidaten mit dem Zeugnis der Reife entlassen werden. •• Rohheit. Der Student Adam Barth aus Heu bach, gegenwärtig hier, trieb sich gestern nachmittag in betrunkenem Zustande und mit offenem Messer in der Hand am Wieseckerweg herum, neckte die in den Hofraiten befindlichen Hunde, versuchte solche durch die Einfriedigung I hindurch zu stechen, und als ihm dies nicht gelang, lockte I er einen der Hunde auf die Straße, und stach dem Tier I in den Hals, sodaß es stark blutete, und jedenfalls ver- I enden wird. ** Aus ben Mittel« des deutfche« Fischerei-Vereins sind I für daS Einsetzen von Fischbrut und Aschen für die ganze Rheinstrecke, soweit derselbe deutsches Gebiet durch- I fließt, int vorigen Jahre für das Großherzogtum Hessen । I 1050 Mk. bewilligt worden. Der^Fischerei Verein für das Großherzogtum Hessen hat nunmehr im Monat Januar für diesen Betrag auf der Rheinstrecke von Mainz biS Worms folgende Einsetzungen vorgenommen: 4000 Stück einsömmerige Spiegelkarpfen und 500 einsömmerige «eschen. I Außer diesen Brutfischen wurden auch noch eine Anzahl größere männliche und weibliche «eschen in dem Rheine I beigesetzt. _______________ 8 Vom Lande, 1. März. Schneller noch, als man befürchtet, ist der Umschlag im Witterungscharakter I eingetreten. Auf die sommerlichen letzten Februartage ist I heute wieder rechtes Winterwetter gefolgt. Zu frühe haben die Schneeglöckchen den Frühling einzuläuten versucht; der I eisige Nordost, mit dem der März präludiert, läßt sie ihre I Glöcklein wieder schließen. Auch der Amselschlag und I Drosselsang ist wieder verstummt, und über die frühlings- I träumende Erde tanzen die Arriöregarden des Königs I Winter. Vorgestern gegen 15 Grad Reaumur Wärme im I Schatten, heute morgen 4 Grad Kälte, das ist ein Wechsel, I der ganz dem Witterungscharakter des diesjährigen Winters I entspricht; denn in ihm ist beständig der Wechsel. Brauchen I können wir aber jetzt die Kälte noch und zwar besser, als I die ungewöhnliche Wärme der letzten Februartage. Eine I zu frühe Entwickelung der Vegetation ist für unsere Gegend I fast nie nützlich, weil bann Kälterückfälle, die immer ein- I treten, zu großen Schaden anrichten. Sich, 1. März. Sonntag den 11. März, nachmittags I Zi/z Uhr, wird Herr Rechtsanwalt Reh aus Alsfeld in dem Saale des Gastwirts Jakob Stein, „Zur Eisenbahn", einen Vortrag in dem hiesigen Gewerbeverein über Eherecht und Erbrecht nach dem neuen Bürgerlichen Gesetzbuch halten, wozu jedermann freien Zutritt hat. A Ruppertenrod, 1. März. Gestern nachmittag, als kurz vorher die Bergarbeiter mit ihrer Arbeit $eicrabenb gemacht, brach in dem SchntzhüuSch-n der in nuferer G-. martung gelegenen Sifenfteingrube „Martin" Feuer au«. Das aus Brettern zusammengefügte Häuschen brannte vollständig mit seinem Inhalte au Seilen, Werkzeugen und anderen Dingen nieder. Der Schaden wird lluf ungefähr 500 Mk. geschätzt, lieber die Entstehungsursache des Brandes weiß man nichts Genaueres, jedenfalls ist dieselbe aus den in der Hütte befindlichen Ofen zurückzuführen. §§ Aus dem Ohmthal, 1. März. In vielen Orten unseres Gebietes tritt zurzeit die Influenza wieder sehr stark auf. Ganze Familien werden von ihr hcimgefucyt und drangsaliert mit Kopfweh, Gliederschmerzen, Husten, Appetitlosigkeit und anderen Plagegeistern. Den bösartigen I Charakter hat die Grippe allerdings nicht, wie vor neun I Jahren, als sie zum erstenmale zu uns kam, aber dessen- I ungeachtet muß doch in vielen Fällen ärztliche Hilfe in An-. I spruch genommen werden. Der ewige, schroffe Wechsel deS I Wetters scheint die Krankheit sehr zu begünstigen. Darmstadt, 1. März. Nach hierher gelangter I Nachricht ist gestern in Pfungstadt Herr Kommerzienrat I Justus Ulrich, der Mitinhaber der weltbekannten I tzildebrandschen Brauerei, im 64. Lebensjahre gestorben. I Der Verstorbene hatte sich aus den bescheidensten Anfängen I zu hochachtbarer Stellung in Industrie und öffentlichem I Leben emporgearbeitet, er war ein self made man in des Wortes schönster Bedeutung. Mit warmem Herzen und I praktisch sicherem Blick nahm er am öffentlichen Leben teil und sicherte sich durch hingebungsvolle und erfolg- I reiche gemeinnützige ThÜtigkeit in weiten Kreisen größte Hochachtung und Sympathie. Herr Ulrich war eine zeit- lang Mitglied des Reichstages, wo er der nationalliberalen Partei angehörte und zu deren eifrigsten Anhängern er zählte Er bekleidete eine Reihe öffentlicher Ehrenämter, u a. war er für die Hebung der Ziegenzucht un Interesse des kleinen Mannes durch Begründung emes seit längerem in Pfungstadt und Umgebung sehr segensreich wirkenden Vereins ungemein thätig. Der sehr bescheidene und»mit den besten Charakter-Eigenschaften ausgestattete Manir. konnte am Abend seines Lebens auf em reiche* und wohl- gelungenes Lebenswerk mit aller Befriedigung zurück^ blickenn. Sein Gedächtnis wird in Ehren bleiben! Wetzlar 1. März. Handelskammer für den Kreis Wetzlar. Der „Wetzl. Anz" schreibt: Wir können heute berichten, daß der Ausschuß für die Errichtung einer^Handelskammer für den Kreis Wetzlar in feiner Sitzung vom 28 v. Ms. den Wortlaut der an den Herrn Regierungspräsidenten in Koblenz zu richtenden Eingabe, in welcher die Bildung der Handelskammer beantragt wird, festge- stellt hat Der Antrag wird in diesen Tagen emgereicht werden: er darf aller Voraussicht nach auf Genehmigung rechnen, weil die ^zwischen an maßgebender Stelle erfolgten Erkundigungen ergeben haben, daß er bei den Behörden auf Schwierigkeiten nicht stoßen tmro. tor.il Fleisch-Extract übertrifft trete billigeren Preises an N*hrkr1*1 und Wohlgeschmack die Liebig’sohen Extract* und ist L allen besseren Drogen-, Delicatessen- und Colonialwaaren-HaDdlumren en haben. Wetterbericht. Von Nordwesten her, woselbst das Barometer stark gestiegen ist, hat hoher Druck sich weiter in den Kontinent herein ausgebreitet, wahrend über der Osthälfte des Erdteils eine umfangreiche Depression lagert. Das Zentrum derselben zieht langsam in das Innere von Rußland ab. Ein am Südfuße der Alpen gelegenes sekundäres Minimum steht mit der östlichen Depression ihn Verbindung. In Zentral-Europa sind bei dieser Druck-Verteilung zumeist nördliche Winde vorherrschend geworden. In der Pfalz und in Franken, woselbst gestern und nachts Regen fiel, hatte e^, am Morgen aufgeklärt. Im füdlicheren Deutschland dagegen bestaub trübes Wetter mit ausgiebigen Schneefallen. Die Temperaturen sind auf unserem ganzen Gebiete unter den Gefrierpunkt gesunken. — Voraussichtliche Witterung. Wolkiges, ziemlich kühles Wetter uni) un ©üben noch weise Niederschläge, dann vorübergehende Besserung. Handel und Uerkehr. Uslkswirtsthast. Frankfurter Börse vom 1. März Wechsel auf New-York zu 4,21-22. Prämien auf Kredit per ult. Februar 0.00%, do. per ult. März 1.25%, do. per ult. April 2.200/0 Diskonto Kommanfht per ult. Febr. 0.00%, do. per ult. März 1.35%, do. per ult. Aprü 2.20%. Lombarden per ult März 0.85%, do. per ult. April 1.25%, do. per ult, Mai 0.00, Deutsche Bank per ult. März 0 00. Notierungen: Kreditaktien 236.60-000 , Diskonto - Kom- mandit 199 40-20-30.000, Staatsb. 140.80, Gotthard 143 30 Lombarden 29.80-00, Ungar. Goldrente 98.55, Italiener 94 80, 3prez. Mexikaner 26.30, Oesterr. Coupons 84.30, Amerik. Coupons 4.19 Privat-Diskont 5%. 1% bis 2% Uhr: Kredit 236.60-30, Diskonto 199 10-198.50-00 Staatsbahn 140.80, Lombarden 29.80, Portugiesen 24.50. Vommerfche Hypotheken - Slktten - Bank. Wie aus dem Inseratenteile unserer heutigen Nummer ersichtlich, «erden die am 1. April l. Js. fülligen Pfandbrief-Coupons bereits vom 15. März l. >jS. ab kostenlos eingelöst. Mecklenborg.Ltrelltzsch« H»poth.k.nb-nk. Wi- auä dem Inseratenteile unserer heutigen Nummer ersichtlich, «erden dre am 1. April l. Js. fälligen Pfandbrief-CoupanS bereits vom 15. Marz l. IS. I ab kostenlos eingelöst. 1589 GeffenLtiche nalionalsoziake in Garten i. 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März 1900, vormittags 11 Uhr, soll ouf dem Bürgerweistereigebäude — Zimmer Nr. 15 — das Rajolen von 1OOO Quadratmeter Gelände im Zollstocks- Wäldchen zur Anlage eines Pstanzgartens öffentlich wenigst- nehmend verstetgerl werden. Gieße«, am 28. Februar 1900. 0727] Junger Mann kann Kost u. Logis erhalten. Earl Reh, Wagengaffe Grossh. Hess. Landeslotterie!! Zu obiger überaus günstigen Staatslotterie, 1. Hauptgew. event. Mk. 700 000 ^empfehle und versende Originallose, 1 ganzes Mk. 33.— ein halbes Mk. 16.50, ein Fünftel Mk. 6.60 und ein Zehntel Mk. 3 30 für jede Klaffe. 1. Ziehung am ^rsandt der Lose sowie sofortige Bar-Auszahlung sämtlicher Gewinne prompt und diskret. Heb. Schmidt, ww, Offenbach a. 16., Fraoilforterstr. 19, llaatl. konzeff. Kollekteur der Großh. Heff. Landeslotterie. 737 Meine Wohnung befindet fich ab 1. März Neuenbäue 43, parterre. Ausverkauf meines Restlagers wird daselbst unver- ändert fortgesetzt. 1552 Jos. Mark. 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