LOGO GMes Blatt ZlttrtS- Uttd Zlnzeigeblertt flw den Mvsis Greszen . 86,8220 Hektar .329,2893 Hektar Mittwoch den 3 Januar Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Psg. mit Bringcrlohn; durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigcn-Vermittlungsstcllen des In- und Ausländer nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schutstrahe Ar. 7. Marine gehören; sie sind vielmehr Schiffe im Privatbesitz, die in bestimmten Zwischenräumen die Post nach unseren überseeischen Kolonien zu befördern verpflichtet sind, wofür die Eigentümer eine Subvention vom Reich erhalten.^ SB Gegen den Antrag haben gestimmt: 68 Grundeigentümer mit . beteiligter Fläche. Für den Antrag haben gestimmt: 161 Grundeigentümer mit . beteiligter Fläche. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dornt. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Die Beschlagnahme des Reichspostdampfers „Bundesrat". Wie wir bereits kurz mitteilten, ist der Dampfer „Bundesrat" von der deutschen Ostafrika-Linie vor der Delagoa-Bay angehalten und durch das englische Kriegsschiff „Magicienne" als Prise in den Hafen von Durban gebracht worden. Als Grund zu diesem im höchsten Grade befremdenden Uebergriff der englischen Marinebehörden wird von englischer Seite behauptet, daß der „Bundesrat" eine -roße Anzahl Passagiere, einschließlich etwa 30 deutscher Offiziere und 'Soldaten, und eine Quantität Kriegskontre- bande an Bord hatte. Der Dampfer wurde zur Abur- darauf, daß seit der letzten Festsetzung der ortsübliche» Taglöhrre gewöhnlicher Tagearbeiter bereits über 6 Jahre verflossen sind, auch dieselben den thatsachuchen Verhältnissen nicht mehr entsprechen, eine Neufestsetzung dieser ortsüblichen Taglöhue empfohlen. Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 31. Mai 1892 (Anzeigeblatt Nr. 128) und die dort mitgeteilten Grundsätze beauftragen wir Sie daher, alsbald mit der Stadtverordnetenversammlung, bezw. dem Gemeinderat, wegen der uns zu machenden diesbezüglichen Vorschläge ins Benehmen zu treten, die beantragten Festsetzungen in eine dem nachstehenden Muster entsprechende Tabelle einzutragen, die von dem gesamten Ortsvorstand zu unterzeichnen ist, und uns dieselbe biuueu längstens 14 Tagen einzusenden. v. Bechtold. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. *) Spalte 4 ist nur bann auszufüllen, wenn in einem Bezirk die Lohnverhältnisse der unter 16 Jahre alten (jugendlichen) gewöhnlichen Tagearbeiter erhebliche Verschredenhetten aufweisen, je nachdem es sich um „junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren oder um „Kinder unter 14 Jahren" handelt und der ortsübliche Tageloyn für dieselben verschieden festgesetzt worden ist. In diesem Falle ist die Spalte 3 unausgefüllt zu lasten. Der Rege! nach wird wohl nur Spalte 2 und 3 auSzvfüllen sein. teilung durch das jüngst gebildete Prisengericht in den Durbaner Hafen gebracht. Der englischen Behauptung gegenüber versichert nun die Direktion der Ostasrika-Linie in Hamburg, daß der Dampfer keine Kriegskontrebaude an Bord hatte. Das Auswärtige Amt ist um seine Vermittlung bei der englischen Regierung ersucht worden und hat' diese sofort zugesagt. — Es ist zu hoffen, daß die einzuleitenden Verhandlungen schleunigst zur Aufhebung der Beschlagnahme und überhaupt zu einer völlig befriedigenden Lösung des Zwischenfalls führen, der einen doppelt verletzenden Eindruck macht angesichts der vielen Freundlichkeiten, die Deutschland in letzter Zeit England erwiesen hat. Zur völkerrechtlichen Seite des Zwischenfalls wird von wohlunterrichteter Seite folgende Darstellung gegeben : „Völkerrechtlich liegt die Sache so, daß das Schiff einer neutralen Macht — Deutschland — nach dem Gebiet eines ebenfalls neutralen Staates — Portugal — segelte. Kriegsmaterial für Transvaal hat der Dampfer in Hamburg nicht an Bord nehmen können, weil dies nach der Neutralitätserklärung Deutschlands die entsprechenden, Bestimmungen gar nicht gestatten. Nur vermöge falscher Vorspiegelungen konnte an Bord des „Bundesrat" Kriegs- kontrebande gelangt sein, d. h. Kisten, deren Inhalt z. B. als Baumwollware deklariert ist, die aber Gewehre enthalten. Vor Betrug ist eben niemand sicher. Aber liegt ein solcher Betrug vor und wird er in Lourenxo Marques aufgedeckt, so ginge die Sache doch nur Portugal an. Dieses hätte auf Grund seiner neutralen Stellung die Verpflichtung, die nötigen Schritte zu thun, d. h. die weitere Absendung des Kriegsmaterials zu verhindern und die Hand darauf zu legen. Niemals aber hatte England ein Recht, sich darein zu mischen, dessen Vorgehen daher den einfachsten Bestimmungen des Völkerrechts widerspricht. Das wissen die Briten natürlich genau so gut wie wir. Sie glauben auch gar nicht, daß der Dampfer Kriegskontre- bande habe. Wurde daher der „Bundesrat" wirklich nach Durban gebracht, so dürste es zuvor zwischen unserem Kapitän und dem des englischen Kriegsschiffs „Magicienne" zu einer argen Differenz gekommen sein, die aus der Forderung der Engländer, den Dampfer zu durchsuchen, und dem energischen Protest unseres Kapitäns entstanden ist. Und das Ganze ist wohl nur ein Manöver gewesen, um den Passagieren Nngelegenheiten zu bereiten und ihre Landung zu Hintertreiben. Das Schiff ist mit deutschen und holländischen Herren vollbesetzt, deren Ziel die Delagoa-Bay ist und aus dem Argwohn der Engländer, es möchten diese Reisenden Offiziere fein, welche in die,Reihen der Buren treten wollen, dürfte der Zwischenfall entstanden sein. Um Irrtümern vorzubeugen, mag daran erinnert werden, daß die „Reichspostdampfer" nicht etwa zur N«. I Erscheint täglich mir Ausnahme des Montags. Die Gießener NamilienotLlier werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess- Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" wöchtl. 4mal beigelegt. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Bettenhausen. Das Ergebnis der am 23. November l. I. zu Bettenhausen erfolgten Abstimmung über den Antrag auf Feldbereinigung der Gemarkung Bettenhausen ist folgendes: Flächeninhalt der gesamten zu bereinigenden Fläche......416,1113Hektar. Gesamtzahl der auf dieser Fläche begüterten 229. Gießener Anzeiger General-Anzeiger * Vow Kriegsschauplatz. London, 1. Januar. Sämtliche Telegramme aus Lorenzo Marquez bringen schlimme Nachrichten aus Ladysmith. Die dortige englische Garnison soll im Begriffe sein, ihre schweren Geschütze zu zerstören, damit dieselben im Falle der Einnahme von Ladysmith durch die Buren diesen nicht in die Hände fallen. Ein letzter verzweifelter Ausfall soll unmittelbar bevorstehen, da die Lage infolge Krankheit und Futtermangel unhaltbar ge^ worden ist. — „Daily News" meldet aus Colenso vom 30. Dezember. Die Artillerie bombardierte die Burenstellung mit schweren Geschützen. Die Buren beantworteten das Artil- krtefeuer. Ueber das Ergebnis des Kampfes ist noch nichts bekannt. London, 1. Januar. Die Mehrzahl der heute erschienenen Blätter bespricht in pessimistischer Werse daS begonnene Jahrhundert. „Daily Telegraph- erklärt in einem Rückblick auf das verflossene Jahr: Wenn jemand vor sechs Monaten erklärt hätte, England befinde sich in der jetzigen Lage, so hätte, man diesen als geisteskrank bezeichnet. (Sehr, richtig!) „Morning Leader" stellt fest, Idaß England einen großen Schritt rückwärts gemacht habe und sich augenblicklich in einer schlimmen Lage befinde, schlimmer als während des Krimkrieges. „Daily Mail" prophezeit für daS kommende Jahr die verbiffeuste Nebenbuhlerschaft zwischen England und seinen Rivalen sowohl in geschäftlicher Hinsicht als auch in Bezug auf Rüstungen. Loudon, 1. Januar. Aus Bombay wird gemeldet, daß die indische Regierung eine Cirkularnote an alle Behörden erlassen hat, worin sie mitteilt, daß sie gezwungen fei, die Unterstützungen zu Wohlthätigkeits- zwecken zu reduzieren. Loudon, 2. Januar. Vom Modder River wird gemeldet: Der moralische Zu st and der Truppen ist ein zufriedenstellender. Jeden Tag machen wir weitere Versuche mit den marcouischen Apparaten. Wir sind im Begriff, Brücken zu bauen. — General Cronje hat ein Todesurteil gegen einen Bürger des Oranje-FreistaateS unterzeichnet, weil derselbe einer Aufforderung, sich zu stellen, nicht Folge leistete. Kapstadt, 2. Januar. Die ausländischen Holländer griffen in großer Anzahl Dordrecht an, wurden aber zurückgeschlagen, wobei sie acht Tote, sowie dreizehn Pferde auf dem Kampfplatze ließen. Die Engländer hatten nur Verwundete. * * Telegramme des „Gießener Anzeiger". Loudon, 2. Januar. Aus den letzten hier eingetroffenen Telegrammen vom Kriegsschauplatz geht hervor, daß die Truppen des Generals French Colesberg besetzt haben. London, 2. Januar. Die „Times" veröffentlichen folgende Meldung aus Sterke ström vom 31. Dezember, 10 Uhr abends: Die Abteilung des Leutnants Milford befand sich während eines Marsches plötzlich in isolierter Stellung, wodurch ein interessanter Kampf entstand. Kapitän Goldowortky besetzte eine vorteilhafte Stellung unter dem Feuer der Buren. Leutnant Montmorency begleitete eine Abteilung Scharfschützen, die das steile Ufergelände erstürmten. Trotzdem wurde die Abteilung des Leutnant- Milford hart bedrängt, und es war Zeit, daß Verstärkung eintraf. Die Buren zogen sich auf die benachbarten Hügel zurück, von wo sie ein unwirksames Feuer eröffneten. Unsere Artillerie beschoß die Buren, die sich zurückziehen mußten. In der Zwischenzeit hatten unsere Fußtruppen eine gedeckte Stellung bezogen. Dieses Gefecht kann als eine Niederlage der Buren betrachtet werden. (?) Deutsches Keich. Berlin, 2. Januar. Die Nagelung der neuen Feldzeichen erfolgte Samstag mittag im Rittersaale des königlichen Schlosses zu Berlin. Der Feier wohnten außer dem Kaiserpaare bei: die kaiserlichen Prinzen und die hier anwesenden Mitglieder des königlichen Hauses, die im Gardekorps dienenden Prinzen aus regierenden deutschen Häusern, das Hauptquartier des Kaisers und die hier anwesenden General-Adjutanten, Generale L la suite und Flügeladju- Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt Mütter für hessische Volkskunde. Amtlicher Teil. Gießen, den 28. Dezember 1899. Betreffend: Festsetzung der ortsüblichen Taglöhne gewöhnlicher Tagearbeitet, sowie der Durchschnittswerte der Naturalbezüge. Das Großherzogliche KreisamL Gieße« «» die Großh. Bürgermeistereien de- «reise-. Auf Grund des § 2 der Verordnung vom 13. Dezember 1899, betreffend Ausführung des Jnvalidenversicherungs- gesetzes vom 13. Juli 1899 (Kreisblatt Nr. 303) haben wir dem Kreisausschuß Vorlage gemacht und dieser mit Rücksicht Hiernach hat der Antrag die gesetzliche Majorität erhalten. In der Zeit vom 4. Januar bis einschließlich 10. Januar 1900 liegt das Abstimmungsprotokoll nebst der Zusammenstellung des Abstimmungsergebniffes auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen zur Einsicht offen. Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit des Ergebnisses sind binnen 14 Tagen, von der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Kreisblatt an gerechnet, mittels schriftlicher Beschwerde bei Großh. Obern landwirtschaftlichen Behörde in Darmstadt geltend zu machen. Friedberg, den 20. Dezember 1899. Der Großh. Bereinigungskommiffär: Süffert, Regierungsrat. Gesunden: Geld, 1 Taschentuch, 1 Manschette mit Knopf, 1 Haarpfeil, 1 Schirm, 1 Damenkragen, 1 Schürze, 1 Handschuh, 2 Gebetbücher, Glückwunschkarten und 1 Mitgliedskarte des Eisvereins. Gießen, den 2. Januar 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. 1. Gemeinde 2. Erwachsene Arbeiter (über 16 Jahren) 3. Jugendliche Arbeiter (unter 16 Jahren) 4.*) Jugendliche Arbeiter (unter 16 Jahren)_______ Junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren Kinder unter 14 Jahren männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich JC JL. JL JL « B^> c ° S ä Werfer", 19 Personen, welche sich sonstiger Übertretungen schuldig gemacht, und fünf besonders hervorragende „Radaumacher"; gestochen wurden zwei Personen. ** Die neuen Postwertzeichen. Die „Berliner Börsenzeitung" übt an den neuen deutschen Postwertzeichen eine scharfe, aber zutreffende Kritik. Sie schreibt: „Wenn wir uns das vielbesprochene neue Opus betrachten, so müssen wir sagen, daß die Künstler der Reichspost sich damit keinen besonderen Ruhm erworben haben. Die Zeichnung der Vorderseite, diese wie von Kinderhand gestrichelten Wolken, die charakterlose Zahl „1900", all das erinnert in § c5 £ 1/1 r/r Kiel, 29. Dezember. Die Stadtvertretung beschloß, dem Prinzen Heinrich, der seit zwei Jahren im Dienste des Vaterlandes fern von Haus und Heimat weilt, bei seiner bevorstehenden Rückkehr durch eine festliche Begrüßung die Sympathieen der Stadt auszudrücken. § B Z Ä Lokales und Uroonyielles. Gießen, 2. Januar 1900. •* Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Bürgermeister Heinrich Seng zu Lehnheim, sowie dem Bürgermeister Theodor Schmitt zu Ohmes das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Philipps-Ordens zu verleihen. *• Aus dem Gerichtsdienst. Durch Entschließung Groß« herzoglichen Ministeriums der Justiz wurden mit Wahrnehmung der Dieastverrichtungen eines Amtsrichters beauftragt: bei dem Amtsgericht Mainz der Gerichtsassessor Börckel in Mainz, bei dem Amtsgericht Oppenheim der Gerichtsassessor Dr. Gebhardt in Mainz, bei dem Amtsgericht Offenbach der Gerichtsassefsor Gill er in Darmstadt und bei dem Amtsgericht Bad Nauheim der Gerichtsassessor Schulz in Darmstadt. ** Stadttheater. Wegen plötzlicher Erkrankung des Fräulein Hammer muß die für heute angesetzte Vorstellung von „Zaza" ausfallen, und wird dafür das Lustspiel „Jugendfreunde" zur Aufführung gelangen. — Morgen Mittwoch, 3. Januar, bringt das Stadttheater wiederum eine Novität, und zwar das dreiaktige Lustspiel: „Auf Strafurlaub" von Gustav von Moser und Thilo von Trotha. Die Novität hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens sich doch schon einen Platz in den Repertoirs sämtlicher namhaften Bühnen gesichert und wurde allüberall Vermischtes. * Marburg, 2. Januar. Heute nacht feuerte ein Student auf der Straße einen Schuß ab. Die Kugel traf einen Familienvater und verletzte denselben tötlich. * Haag, 1. Januar. Die Marine-Präfektur berichtet, daß der englische Dampfer „Emily" in der Nähe des Leuchtturms Euihem mit Mann und Maus gesunken ist. Der englische Konsul ist davon benachrichtigt worden. Bis jetzt wurden keine Leichen geborgen. * Havre, 1. Januar. Der französische Dampfer St. Jean, von Antwerpen nach Lissabon unterwegs, ist an der nordfranzösischen Küste gesunken. Ein Teil der Mannschaft wurde gerettet. Die Zahl der Umgekommenen ist unbekannt. i Mann der zur weiteren Hebung dieses VerkehrsinstitutL- I hervorragend beigetragen hat; sodann tn Bad Nauheim, I 88 Jahre alt, der Senior der dortigen Aerzte (und viel- I leicht der des Großherzogtums), Geheimer Medizinalrat I Dr, Friedrich Bode, dessen bedeutender Verdienste um Bad I und Stadt bei verschiedenen Anlässen in dieser Zeitung ge- I dacht wurde. D. Z. /X Seligenstadt, 1. Januar. Das Eis auf dem seit I 14. Dezember zugefrorenen Mainstrome setzte sich gestern I vormittag gegen 9 Uhr langsam in Bewegung. Gewehr- I salven verkündeten der Bewohnerschaft dieses großartige I Naturschauspiel. Das Wasser stieg rasch um 40 Centimeter und trieb mit mächtigem Rauschen die krachend berstenden Eismassen vorwärts. Später aber stellte sich das Eis wieder und verursachte eine bedeutende Stauung der Fluten, die alsbald um weitere 60 Centimeter wuchsen. Gewaltige Eisschollen türmten sich auf, bis der riesige Druck des Wassers mit voller Wucht das lautbrausende Eis vorwärts trieb. Der aus seinen Ufern getretene Fluß zog sich bald wieder in sein Bett zurück und hinterließ an beiden Ufern gewaltige Eismassen. Der mehrfach unterbrochene Eisabgang dauert heute ständig fort. Das für Auge und Ohr gleich intereffante Spiel des Eises und der Fluten lockte eine Menge Schau- I lustiger an das Ufer. — Anläßlich der Jahrhundert» wende intonierte um die Mitternachtsstunde der hiesige Musikverein auf dem RathauSturme einige Choräle. Auch wurde an derselben Stelle ein großartiges Brillantfeuerwerk abgebrannt. Während der erhebenden Feier bewahrten die auf dem Marktplatze dicht gedrängten Menschenmengen eine würdig ernste Haltung. □ Mainz, 1. Januar. Die schon seit einer Reihe von Jahren projektierte strategische Bahn Mainz —Metz soll nach einer Blättermeldung demnächst gebaut werden. Zu drei früher bestandenen Projekten soll von einem einflußreichen Industriellen der Stadt Forbach eine vierte vorteilhafte Linienrichtung in Anregung gebracht worden sein, die große Aussicht auf Durchführung habe. Die neue Linie verfolge folgende Richtung: Mainz—Obermoschel- Kusel—Homburg—St. Ingbert—St. Arnual mit Einmündung in die Strecke Saarbrücken—Metz vor Forbach. Wie verlautet, soll dieser Plan im Verwaltungsrat der beteiligten Pfälzer Bahnen gutgeheißen, und beschlossen worden sein, falls der Reichstag seine Zustimmung giebt, sofort mit Beginn des Frühjahrs den Bau der Strecke auf pfälzischem Gebiet in Angriff zu nehmen. Die Kosten der Bahn seien auf 22 Millionen Mark veranschlagt, hiervon sollen der bayerischen Staatskasse 2 Millionen und der Reichskasse die Hauptsumme von 20 Millionen zur Last fallen. — Das Maineis hat sich verflossene Nacht in Bewegung gesetzt und ist heute den ganzen Tag in halber Strombreite hier vorübergetrieben. Die Eismassen waren am Morgen so stark, daß der Trajektverkehr zwischen hier und Kastel eingestellt werden mußte und die Schiffe, die die Häfen bereits verlassen, eiligst sich auf die linke Stromseite flüchteten. Anstand. Wien, 1. Januar. Die Neujahrsbetrachtungen der Blätter sind ziemlich reserviert gehalten. Sie rekapitulieren nur in Kürze die wichtigsten Ereignisse des abgelaufenen Jahrhunderts und sprechen die Hoffnung aus, daß das neue Jahr den Oesterreichern den inneren Völker- frieden bringen möge. Wien, 1. Januar. Nachdem die „Wiener Zeitung" die bereits angekündigte kaiserliche Verordnung, betreffend die Bewilligung der Staatsnotwendigkeiten auf Grund des § 14 publiziert hat, ist die Aufgabe des Kabinetts Wittek erfüllt. Sofort nach Neujahr dürfte ein neues Beamtenministerium gebildet werden. Prag, 1. Januar. Von morgen ab stellen die tschechischen Gemeinden die Besorgung der ihnen übertragenen Wirkungskreise ein. Budapest, 1. Januar. Ministerpräsident Coloman Szell begiebt sich morgen nach Wien, um mit der österreichischen Regierung für die weitere Lösung der schwebenden Fragen zu beraten. Die regierungsfreundlichen Organe besprechen die Entscheidung der Krone in der Quotenfrage in zustimmender Weise und bezeichnen dieselbe als die einzige derzeit mögliche Lösung. Budapest, 1. Januar. Das Gesuch der Slowenen Ungarns um Errichtung eines slowenischen Gymnasiums wurde vom Unterrichtsminister neuerdings abgelehnt. Rom, 1. Januar. Der König erließ auf Vorschlag des gesamten Ministeriums die bereits angekündigte Amnestie für sämtliche politischen Vergehen. § -I -i . CB .15 W <3 Der Warst des Kaisrrs non Rußland das Verdienst, daß er durch eine rückhaltslose Anerkennung, die ?£“ Änol”i4 (Polygonum avlc) als Linderer qual- ausgesprochen hat, weite Kreise von der Heilkraft ^''^Pstanze überzeugt zu haben. ES besteht bekanntlich sowohl in bet Aerztewelt wie beim Publikum ein völlig ungerechtfertigtes Miß- Einfache Hausmittel. Ein gelehrte« R^cept und HA»«“ffffSSSS* Dt«gnose wollen manche lieber als ein natür- Unb "d-t der Glaube aller Zeiten und ^^EE' roelche in den Pflanzen wunderbare Naturkräste vermuteten, eine deutliche Sprache. Es ist eines der erfreulichsten Zeichen unserer D-sisenschaft M mehr und mehr mit dieser Thatsache abzusinden sucht. Früher war man gewöhnt, hochmütig jede Leil- ^aft jier Pflanze zu leugnen, heute macht man nicht mehr den kt^^^iurbesträtbareS als nicht vorhanden anzusehen, sondern sucht dte Erschernungen wistenschaftlich zu erklären. Gerad die epochl! ÄMailWÄ ä gaSSSas «ääSSFk iQiiten bes Saiferö, General-Feldmarschall Graf Blumenthal, und der Chef des Generalstabes der «rmee, dre kommandierenden Generale des 1., 2, 3, 5 und 15 Armeekorps, die Inspekteure der Verkehrstruppen und der Telegraphentruppen, sowie Abordnungen oer obengenannten Truppenteile. Kurz vor 12 Uhr fuhr das Kalserpaar nach dem Schloß. Der Kaiser, der Generals- untform und den Helm mit dem schwarz-weißen Federbusch trug, sowie dre Kaiserin sahen sehr wohl aus. Nach ihren Ettern trafen die kaiserlichen Prinzen ein. Aus einem geschlossenen Landauer winkten die jüngeren Prinzen vergnügt heraus, während der Kronprinz, Prinz Eitel Friedrich und Prinz Adalbert, die in Uniform mit Orangeband des ./.w.^äen Adler-Ordens in offenen Wagen folgten, stramm Militärisch die Grüße des Publikums erwiderten. Die Nagelung selbst verlief genau nach dem, von uns schon mit- geteilten Programm. Hierauf fand im Kapitelsaal des Schlosses die Weihe der Fahnen statt, die der evangelische, Feldpropst der Armee D. Richter unter Mitwirkung des I katholischen Feldpropstes D. Aßmann vollzog. Der Schluß der Weiherede lautete: „Ein Reich, ein Volk, ein Gott!" 3=a, ber alte Gott und die alte Treue, sie sind ein unauf- I »Elches Band um Thron und Altar, um Kaiser und Reich, I um Kriegsherrn und Kriegsheer. So wars, so ist, und so I solls auch im neuen Jahrhundert bleiben. Das geloben I nur wieder angesichts der geweihten Fahnen, so wahr uns I Gott helfe im Leben und im Sterben! Amen. — Senket | benn biefe Fahnen unb Stanbarten vor bem Herren ber I Heerscharen broben! — Auf Befehl Sr. Majestät des I Kaisers und Königs und kraft meines Amtes weihe ich diese I Fahnen und Standarten, Pro Gloria et Patria, als Dank- | pichen für des alten Gottes Barmherzigkeit; als Wahrzeichen I non des alten Glaubens Festigkeit; als Wahrzeichen an der I alten Treue Beständigkeit den Truppenteilen hier für alle I unb allerlei Zeiten zu unverletzlichem Eigentum unb hehrem I Heiligtum, im Namen bes Vaters, bes Sohnes unb bes I heiligen Geistes. Amen!" — Währenb bes Weihespruches I senkten sich bie Felbzeichen, von benen bie Fahnen rechts I vor bem Altar, bie Stanbarten gegenüber auf ber linken I • Seite stauben. — Die Felbzeichen würben bann noch im I 1 Laufe bes Nachmittags verpackt, um in bie Garnisonorte I i abzugehen, wo sie in feierlicher Weise ben Truppenteilen I i übergeben werben sollen. 1 1 feiner Dürftigkeit unb Kümmerlichkeit an bie Glückwunschkarten, die uns zu Neujahr von Schornsteinfegern und anderen naiven Gratulanten vorgelegt werden. Trostlos und unter jeder Kritik ist vor allem bie neue Reichspostmarke, bie uns hier zum erstenmale in einem amtlichen Original vorliegt. Der Kops bet Germania ist gewöhnlich, geistlos unb ohne jebe Noblesse, der Druck so unklar, daß der Kopf sich nicht im Geringsten plastisch von dem viel zu roh schrasfierten Hintergründe abhebt. Der Postbeamte, der dieses Meisterwerk schuf, muß ein Kindergemüt fein, das von künstlerischem Komponieren keine Ahnung hat. Sonst hätte er nicht auf bie einfach unglaubliche Jbee kommen können, bie Hand der Germania noch mit auf das Bild zu bringen. Man sehe sich diese verkümmerte Hand an, die da in die Ecke unten links eingequetscht ist, und man wird sich fragen, was biefe Hand und dieses schiefe Schwert eigentlich für einen Siun haben sollen. Es sieht aus, als ob die interessante Dame sich mit einem Dolch in der Magengegend herum- stochcrt. Die alte Reichspostmarke war ja gewiß etwas nüchtern und phantasielos, aber sie entsprach doch mehr der Wurde emes großen Reiches, als dieses schwächliche Werk, das im Auslande von deutschem Geschmack und deutscher Kunstfertigkeit ein merkwürdiges Zeugnis ablegen wird." (SKtr schließen uns dem Urteil der „Börsenzeitung" nach feder Richtung hm an. D. R.) B , . Wiese«, I. Januar. Der hiesige Turnverein feierte die Sylvesternacht durch eine wohlgelungene Abendunterhaltung. Nan gedachte hierbei auch der Buren unb bracht- di- Sammlung rund 18 Mk. ein, welche an das Hilfskomitee bereits eingesanbt worben sind. W. Ans der Wetterau, 1.Januar. Das alte Jahr, unb mit ihm das alte Jahrhundert — wie es nun einmal behebt wird — sind mit Gottesdienst in allen unseren Dörfern, wo sich eine Kirche befindet, zu Grabe getragen, und das neue Jahr und das neue Jahrhundert mit Glocken- gelaute begrüßt worden. Das Schießen und Lärmen war sehr unbedeutend, und nimmt von Jahr zu Jahr ab. Bei der diesjährigen Sylvesterfeier herrschte unverkenubar eine ernstere Stimmung als sonst. Die Witterung ist völlig umgeschlagen, es ist milder geworden und dichter Nebel Fluren, als befänden wir uns in der zweiten Hälfte des Februar. — Soeben streicht ein Flug Wild- baranVirib?* ba^n‘ Ob bie wohl nicht zu frühe Darmstadt, 2. Januar. 11,15 (Tel.) Se Kal berD ®”"äog verlieh dem Rektor der Techni^chen bcn Titel „Magnifizenz" Ober-Bürger- ^/o^bwe g erhielt den Ritterorden 1. Klaffe Philipp des Großmütigen. 11 Darmstadt, 2. Januar. 11,15 (Tel.) In bem Gast- hi>C«vr "Fa!I?er- wurde in der Neujahrsnacht mSttT btt F^.chuß des Möb-ltranspoueurs ■» »"v r?KiÄ* “■ I mit freundlichstem Erfolge und großem Beifall ausgenommen. I Di- Besetzung der einzelnen Rollen geht aus dem ^nfe- ralC ''Herr Direktor PaSc-e hat auch ber letztvergangenen I Weihnachtszeit den hiesigen Pfarrern Dr. Na , . t Schlosser wieder eine Gabe - jebem einige Hund Mark - überreichen lassen zurBerw en b » N kranke Kinber unb Erwachsene die Klemhnderfchule, bie Krankenpflege unb anbere LiebeSwerke. Die Freude und Wohlthat, die den vielen Bedürftigen durch diese Gab bereitet wurde, ist an sich der schönste Dank für de» gütigen wohlwollenden Geber. Es sei Herrn Direktor Pascoe aber auch hierdurch noch besonders der herzlichste Dank aus- I 9e^r»?C^ie Sylvesterfeier verlief diesmal wieder in der herkömmlichen Weise, sodaß eigentlich Anderes darüber nicht zu berichten ist. Diejenigen, welche vielleicht aus I Anlaß der Jahrhundertwende etwas Besonderes m P^cto I Radau erwarteten, wurden enttäuscht. Bis gegen 11 U£r war es auf den Straßen, wenn man von dem hier und 6 a beliebten Losbrennen von „Fröschen" und vereinzelt abgefeuerten Pistolenschüssen absieht, ziemlich ruhig. Belebt wurden die Straßen erst, als nach V,12 Uhr die mächtigen 1 Klänge des Chorals „Nun danket alle Gott" vom Turme der Stadtkirche hernieberschallten. Die augenblicklich we,he- I volle Stimmung machte nach Verklingen des letzten Tones I einem geräuschvolleren Treiben Platz, bad mit bem Glocken- I schlage „Zwölf" seinen Höhepunkt in bem allgemeinen I „Profit Neujahr"-Rusen unb sein Enbe gegen 1 Uhr erreichte. Der Rest bes Sylvesterfeierns verlegte sich in bie I Wirtschaften, von benen viele bis in den Morgen hinein I mit Gäste u gefüllt waren. — Daß trotz „normalen Ver- | laufes" des Sylvesterabends die Polizei Arbeit fand, beweist I die Liste der Strafanzeigen. Erwischt wurden 35 „Frosch- I 8965 Gießen, den 2. Januar 1900. Der Borstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann. Echebuug von GrMülmlsbchchkn und von Mndung von Gratnlatjonskartcn;u Nkvjahr 1900. Nach Schluß der vorigen Nummer d. Bl. haben noch nachbenannte Herren und Damen w dem vorbezeichneten Zweck der Kleinkinder-Bewahranstalt Gaben »uaewendet' WM-MW MB 102* Fabrikant Philipp Lotz. 103. Rentner C. Schwan sen. 104. Kaufmann Schlatter und ^rau. 105. Fabrikant Heinrich Eichenauer. 106. Kohlenhändler Klinkel. 107 Iran» Schneider und Frau. 108. Gottl. Nauheimer und Frau. 109. Kreisamt- mann Boeckmann. HO. Fabrikant Bender. 111. Von dem Stammtisch im „Prmz Carl" wurden gespendet zusammen 14,50 Mk. 112. Kanzleirat Schäffer. Auch diesen freundlichen Gebern sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. Insgesamt wurden gespendet 315,50 Mk. — eine sehr erfreuliche Förderung der Aufgaben unserer Wohlthätigkeitsanstalt. Berlinische Leöens-Werstcherungs-Heselrschaft. Begründet 1836. Der im Jahre 1900 au die mit Anspruch auf Dividende Bereicherten zu verteilende chewinu für 1895 stellt sich auf WO. 1001695.10, die Prämien- summe der Teilnahmeberechtigten beträgt Mk. 3 338 983.60. Die hiernach zu verteilende Dividende von 30* o der Zahresprämie (Modus I) und von 2,750/c der in Summa gezahlten Aahresprämien (Modus II) wird den Berechtigten auf ihre im Jahre 1900 fälligen Prämien in Anrechnung gebracht. Die Gesellschaft übernimmt Levens-, Spar- und Leibrenten-Berstcherungen unter günstigen Bedingungen. , -Versicherte Personen Ende 1898: 39636 mit Mk. 185663540 Sers.-S»mme und Wk. 376244.65 jährt. Rente. Harantie-Kapital Ende 1898 .....Mk. 65372169. Berlinische Lebeus-Bersicherungs-Gesellschaft ZSerlin SW., Warkgrafeustraße 11-12. 20 Nähere Auskunft wird gern erteilt, auch werden Anträge auf Aevens», Spar- und Leiörenteu-Berstcherungen entgegengenommen von Ang. Strnck- Gietzen, Bismarckstraße 6. Preuss.Renten-Versicherungs-Anstalt Gegründet 1838. „n T>ppi:n Vermögen: Besondere Staatsaufsicht. JJ<511111. 110 Millionen Mark. ----- Rentenversicherung ----- zur JElnkommenserhöhung und Altersversorgung. ----- Kapitalversicherung ----- 34 für Aussteuer, Militärdienst und Studium. Vertreter: Heinrich Hochreuther in Giessen, Südanlage 5. WrWmuiM Mittwoch den 14. Ieör., nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht das dem Karl Helfenbein in Gießen an nachbenannten Immobilien zustehende ideelle Zwölfteil: Flur 40 Nr. 86 — 1950 qm Acker links am Schwarzlachweg, Flur 40 Nr. 87 — 1975 qm Acker daselbst, Flur 40 Nr. 88 — 1975 qm Acker daselbst, Flur 40 Nr. 89 — 2075 qm Acker daselbst, Flur 40 Nr. 91 — 1500 qm Acker an den Schwarzlachsgärten am Fluthgraben,' Flur 40 Nr. 92— 1508 qm Wiese daselbst, Flur 40 Nr. 93 — 1325 qrn Acker daselbst, Flur 40 Nr. 94 — 1500 qm Acker daselbst, Flur 40 Nr. 95, 98, 98,8 — 2357 qm Acker daselbst, Flur 40 Nr. 96,2 — 2600 qm Acker daselbst, Flur 40 Nr. 100,2 — 1556 qm Acker in der Schwarzlach, Flur 40 Nr. 244"i/ioro — 122 qm Grabgarten in Gartfeld in der Schwarzlach links, Flur 40 Nr. 2447,Vioo? — 180 qm Hof- raite daselbst, Flur 40 Nr. 24478i/j0M — 33 qm Grab- garten daselbst, Flur 40 Nr. 2447m/iooj — 363 qm Hof- racke daselbst, Flur 40 Nr. 24476t/10ik. — 245 qm Grabgarten daselbst, Flur 40 Nr. 24476,/1^0 — 187 qm Hof- raite daselbst, Flur 40 Nr. 244768/10oo — 346 qm Grabgarten daselbst, Flur 40 Nr. 244’ß’A 00 — 204 qm Hof- raite daselbst, Flur 40 Nr. 244:66/1n00 — 186 qm Grabgarten daselbst, Flur 41 Nr. 26Vio — 16 qm Hofraite vor der Warte auf die Marburgerstraße, Flur 41 Nr. 95»/,, — 13786/,, qm Hofraite daselbst, Flur 41 Nr. 956/io — 7882 qm Acker daselbst, Flur 45 Nr. 148»/,0 — 3409 qm Acker am Galgenweg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 2. Januar 1900. Großh. Ortsgericht Gießen. ___________I A.: Bogt._________83 Mittwoch den 14. Aebr., nachmittags 2-/. Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der Jean Hanstein Ehefrau geb. Klöpper und deren Kinder Wilhelm und Ernst Hanstein in Gießen und der Emilie Hanstein in Frankfurt a. M., Ehefrau des Wilhelm Göbel, an nachverzeichneten Ommobilien zustehenden 7/a: lut 27 Nr. 1525»/10o — 289 qm Acker in der Stephansmark zwischen dem kleinen und dem großen Steinweg, Flur 27 Nr. 152,11 1 516 qm Hofraite 153a 13; (Wohnhaus mit 2CT , 153b 18 J Hinterbau daselbst) meistbietend versteigert werden. Gießen, 2. Januar 1900. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A-: Bogt. 84 Uhnpfrliliinncu i * Stöbt. Schlachthaus. Freibank. 97 Heute und morgen: Schmim-eisch 50 Mg. Malztreber. Von heute ab täglich frische Malztreber per Zuber 45 Pfennig. 78 ________Aktien-Brauerei Gießen« 041 Täglich frische Milch und Schmier- käs bei Ehr. Haubach I. Vermietungen 04635] Logis per 1. Februar zu bete mieten. Jungblut, Rodheimerstraße 2 82] Weserstraße 3 (Ecke der Nordanlage) schöne 6-Zimmerwohnung mit allem Zubehör auf 1. April zu vermieten. Näheres im 3. Stock._________________ 80] Schöne geräumige Mansarden- Wohnung zu vermieten. ___Neustadt 10. 9055] Ludwigftraße 10 mittlerer Stock, 6 große Zimmer rc., per 1. April zu vermieten.______________Angust Will. Hordanlage 33. Bel-Etager 7 Zimmer mit Zubehör und allen Bequemlichkeiten, Balkon, Gas- und Badeeinrichtung, auch Gartenanteil per 1. April d. I. an ruhige Familie zu vermieten, eventuell kann Mansarde zu- gegeben werden._____________________76 06] Zimmer mit Kabinett, mit ob. ohne Möbel zu vermieten. Seltersweg 0. 08] Möbliertes Zimmer zu vermieten. _______________Mäusburg 7 II Olu] Einfach möblierte Stube zu vermieten.___Neuenweg 48. 04527] 2 schöne, möblierte Parterrezimmer per 1. Januar an ruhige Mieter zu vermieten. Näh. Bruchstratze 11. Mietgeluche 03] Ich suche auf den 1. 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Eine tüchtige, unabhängige Fran, welche waschen, bügeln und flicken kann, wird gesucht. [92 Näheres zu erfahren bei Frau J. Path, Offizier-Kasino __________Jnf.-Regt. „Kaiser Wilhelm". 09] Ordentl., sauberes Laufmädchen auf sofort gesucht. Bahnhofstr. 60 n. 02] Eine Frau oder Mädchen zum Wecktragen sucht____________I. Lein. Gesucht ein älteres, gebildetes Mädchen, welches auch Krankenpflege mit übernimmt. Schriftliche Offerten einzusenden unter Chiffre H. J. 04636 an die Exp. d. Bl. FMeiiWuche Geb. Haushälterin. 36 I., in Küche und Haus erfahren, beste Zeugn., sucht sofort oder bald Stellung bei besch. Ansprüchen, auch zur Aushilfe. Gefl. Off. u. LI. F. 36 hauptpostlgd. Gießen. 04637 Jüngerer Kommis sucht für Kontor und Lager sofort Stellung. — Offerten unter Nr. 017 an die Expedition dieses Blattes. Ein gut eingerichtetes, altes Geschäftshaus, bester Lage in Lich, ist zu verkaufen. Anfragen befördert die Expedition dieses Blattes unter Nr. 75. Verschiedenes r Unseren werten Freunden und x U Gästen 07 Q Z die herzlichste« g S Glückwünsche 0 z zum neuen Jahre! * 8 Wilhelm Dreher x ß und Frau, * V Wirtschaft zum Pfau, * 0 Neustadt 55. Q OOOOOOOOOOOOO Der Kursus beginnt am 15. Januar l. Js. Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. Akademische Zaschneideschale Je Vogel, _________Sonnenstraße 12. [90 Nachhilfestunden für schwächere Schüler im Latein und Griechisch. Preisermäßigung bei Beteiligung von mehreren an einer Stunde. Gymnasiallehrer Dr. Roese, 72_____________Goethestraße 34._________ 16] Antritt sofort. Resp. la. Hamburger Haus zahlt sol. Herren 120 Mark pro Monat und hoheProvision für Zigarrenverkauf an Wirte, Private usw. Offerten unter F. 8938 an G. L. Daube & Co., Hamburg. Giessener Stadttheater. Wegen plötzlicher Erkrankung des Fräulein Hammer wird heute Dienstag statt „Zaza" das Lustspiel »Jugendfreunde^ gegeben. Gießen, 2. Januar 1900. Kruse & Helm. Schänder, Jnspeklor, Minna, Jungfer, Jacubasch, Bursche, Franz, Diener, Franz Rolan. Susy Berken. Wilh. Wilhelmi. Wald. Eckartz. Alwin Henry. Antonie Rux. Carl Walter. P.Zimmermann. Nosa Knöfel. Horst, s. Neffe, Lina, s. Schwester, Arnau, Fabrikant, Agnes, s. Frau, Mary, s. Tochter, Möding, Maler, Paul Paren. Hedwig Sommer, Wwe., Agnes Hammer. Mittwoch, den 3. Januar 1900t Auf Strafnrlanb. Lustspiel in 3 Auszügen von G. v. Moser und Th. von Trotha. Personen: von Felsen, Major a. D. Joseph Curland. Waldy, s. Sohn, Walter Steinert. Giessener Konzertverein. Viertes Konzert Sonntag den 7. Januar 1900 im grossen Saale des Gesellschaftsvereins: Kammermusik-Abend. Ausführende: Das Waldemar Meyer-Quartett Herren Prof. Waldemar Meyer, I. Violine; Max Heinecke, II. Violine; Dagobert Löwenthal, Viola; Albrecht Löffler, Violoncello. PROGRAMM. 1. Quartett in C-dur (Kaiser-Quartett).........J. Haydn. 2. Konzert für Violine (D-dur)...........W. A. Mozart. Solist: Professor Waldemar Meyer. 3. Quartett in Es-dur, op. 74 (Harfen-Quartett) ..... L. van Beethoven. Eintrittskarten *^r Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50) sind in ------------------- der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachfolger), und abends an der Kasse, für Studierende nur im Vorverkauf auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. 54 Halt! Halt! . Heute, Dienstag den 2. Januar und Mittwoch den 3. Januar 1900: Große Darstellung der Trappe Hella Jirilia im Konzertlokal zu den vier Jahreszeiten W. Busch, Grünbergerstrahe 47. 4 Damen. 6 Kerren. W Niemand versäume die Borstellnugeu. Anfang abends 8 Uhr. 91 Huuiuirdeitsschule non Fräulein Laudmnn Gießen, Südanlage 7. Wiederbeginn des Unterrichts in allen weiblichen Handarbeiten, sowie Kunftarbeiten 86 Mittwoch, den 3. Januar 1900. Grüirberger Uerdenerstchernnggnereiu. Die Besichtigung der Pferde findet am 6. Januar 1900, vormittags VzlO Uhr, Gießruerstraßr stahirr statt. Auf § 21 des Statuts wird verwiesen. Grünberg, dm 27. Dezember 1899. 71 Der Direktor: Georg Keil. Gothaer Abensverfichcrungsbaick. Verficherungsbestand am 1. Dezember 1899: . 770i/z Millionen Mark. Bankfonds am 1. Dezember 1899 .... 2493/s „ „ Dividende im Jahre 1900: 30 bis 138 Prozent der Jahres-Normal- 60 Prämie — je nach dem Alter der Verstcherung. Vertreter: Heinrich Hochreuther, Südanlage 5. Soeben wieder eingetroffen: Lösliche Frühstücks - Suppen Gemüse- und Kraft-Suppen Bouillon-Kapseln Suppen-Würze MAGGI W. Pfeiffer, Licdtgstraß. bei 39 4.|1. 1900 Vereine Lehrfabrik g Vrakt. Ausbild. v. Volont. i. Maschinenbau u. Elektrotechnik. Cursus 1 Jahr. Prosp. d. Georg Schmidt & Co., Ilmenau i. Th. 52] Ich, die Unterzeichnete, nehme hiermit die Beleidigung, welche ich am 8. d. Mts. gegen Konrad Bender Ehefrau zu Steinbach ausgesprochen habe, als unbegründet zurück. Steinbach, am 24. Dezember 1899. Heinrich Keßler V. Ehefrau. im Caf4 Ebel. Der Dorstand c ä i liefert «totf n tiflfigen Preisen die anTCOUVertS BrüU’sche Univ.-Hruckcrei (neteoix extood.) mit Flriiwndruck Schti.trasse 7. Kursbericht m Je Kurz & Co., Meßen, Kahahofstraßk 81 Frankfurter Börse vom 30. Dezember 1899. Proreru 81/, Deutsche bieichSanl. 97.80 8 Preuß. Svnsoir 88.60 81/, Gr. Hessische DM. 96.50 4 Stadt Darmstadt v. 1891 101.00 4 Stadt WormS unk. b. 1901 100.00 8 Oesterr. Stoa'Sbahn v. 1886 82.70 8 Jtal. staatSgar. Eisenb. 57.15 Prorent 41/# Oesterr. Silberrente 97.6-) 4 Ung. Gold-Rente 97 15 3 Portugiesen 23 85 5 Mexicaner amort. S. I-III 41.40 4 Monopol-Griechen von 1887 47 00 4 -tsenb. Rentenb. DM. 99.00 4 BuderuS Obl. 95 80 81/. Frankftr. Hyp. Bk unk. b. 1906 95.30 87i Frkf. Hyp. Lred.L. unk. b. 1906 95 00 4 dlo. unk. b. 1907 100.70 4 Deutsche Grdsch.B. unk. b. 1904 101.00 4 4 4 4 Hambrgr. Hyp Bk. unk. b. 1905 100 50 Preuß. Hyp. A. Bk unk. b. 1900 100.39 Pomm.Hyp.A.Bk.nnk.b.1904 160.25 FrkfLdw.Ered.Bk.unkch.1900 98.95 20 Kranken »St. Lngl. Vovereigns Dollar- in Gold ® tlMoritm Brief Arid 16.21 20.47 4.30 16.18 Franz. Banknoten 20.42 Oesterr. dto. 4.17 Americ. Brief —.— I 81.15 -.-168.70 —.—[4 17'/, Darmst. Bk.'Nctien Abendeourser 000.00 I Oesterr. Eredit-Actten 235 50 bei bei bei S) 1m de Ai 7., tri de da Ui tri EI sch he Pi S mi N ge S Ft ta: de I- lö- UV fol wl G de H' Kc Ft re' vo al: uv H' he sei vo S. La ab üb bei ref ab. ba fri bei Be bei W: Be Ge W ©, rei bei bes in bei Un wu bei ne He Th mi Bc Fr Bo Lu hei ne! tro Bi Ge ge' sta ass wi> voi Bc fän Um stille Teilnahme bitten Die Beerdigung findet in Darmstadt statt. Di® trauernden Hinterbliebenen 3 Lindenpl'ah 3 Giessen und Mannheim, den 1. Januar 1900 Giessen, Schotten, Darmstadt, Hainchen, den 1. Januar 1900 enheim, den 31. Dezember 1899 SoOTtwortlidjer SHeUtuur: H. «°-,I,r. - Druck mid d-r Brühl Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir schmerzerfüllt mit, dass unsere liebe Schwägerin und Tante Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3. Januar, vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Leihgesternerweg 9, aus statt tur angenommen. H. Sack Geschäfts-Verlegung. M Meiner hiesigen und auswärtigen Kundschaft bie ergebene Mitteilung, MM daß ich mein Schirm - Geschäft AM von Neuenweg 58 nach 3 Lindenplatz 3 verlegt habe. Gleichzeitig empfehle mein großes Lager in Regenschirmen ' I A von den billigsten bis zu den feinsten. Reparaturen und Aeverziehen iu eigener Werkstätte schnell und billig heute nacht um 2 ühr im 84. Lebensjahre von ihrem längeren Leiden durch den Tod erlöst worden Todes Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir tiefbetrübt mit, dass unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Katharine Elisabethe Ätzbach geb. Kreiling gestern abend 6^ Uhr nach langem, 'schwerem Leiden sanft verschieden ist. Um stille Teilnahme bitten Jakob Atzbach. Elise Weiss, geb. Atzbach. Helene Atzbach, geb. Schadeck, Daniel Weiss * und vier Enkel. Klavierunterricht Mittwoch. Ä S. Januar. Hochachtungsvoll geb. Stelz. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: J Schellenberg. Minna Kriegk, geb. Schellenberg. Anna Fuchs, geb. Schellenberg. Eina Hartmann, geb. Schellenberg. H, Kriegk, Steuerkommissär. A. Fuchs, Rentamtmann. A. Hartmann Pfarrverwalter und ein Enkel. Todes-Anseig*®. Statt jeder besonderen Anzeige. „ ,fa, entschlief sauft nach kurzem Leiden meine innigat geliebte Gattin, unsere treue, gute Mutter, Schwiegermutter llvlllv UllvlOg und Grossmutter Frau Friederike Schellenberg, e^ÜIct bes ®p- Hoch'scheu Konservatoriums N„ in Frankfurt a. M. —JtL musik-Ii'chen^Swdi°"°krtt°^n ,Rnb' unb welch- ihre iM. J’.jÄ5» f>ri w $lontafl6. Ä« s^-bbksteHu"Sk fltioftion, Cn>fblh Schulstra "GtschiM SSS*« $«onm vmtlM unb ble täNtnbtni jiorbwirll/ bit <♦ Zot Ms« |eit heule neue Perrons ohne nähme von Ho Hiernach hat derje Mrrten Teil d 1 M, zu bt* ohne giltigr Fah bestimmt gewesene welcher einen Hur bei rechtzeitiger 2 tarismahigen Fab letzteren, ohne i ichrtzrriseS, jebo ’♦ Mit d hessischen Sesch - ^totofoffienmg b Mb fomn [tatt fyt bit Lmschri/t Gesetzbuchs zur -n Reichsgesetzblatts v Mg über die h< biim Liehhandel ei züchter und Handle er eintretenden Fall leiten schützen, be Genüge thun will. + Grünberg, markt", der Mn Scher stattfinbet lebtesien unserer $ schlich Spinnriit bergS angefertigt u von den Händlern eine Saiiernfiubt £ Wnifltn Jpjns Spinnrad viel»' und die h J“r "och dem Name » mancherlei mDidI NN der Neu ^VhrSweS, ein e ^dnchinjs, @rbtNl7 "°>h < ft* *5 >"???" Sftsi »aite hi. Ich 8 SS; h t,n "bl” oifflt iSr