Refceftwn, Expedition und Druckerei: Kchntstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hesßsthe Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hiet«. Fernsprecher Nr. 51. Erstes Blatt. Mittwoch bett 2. Mai 1900 Rr. 101 Keßener Anzeiger Henerat-Anzeiger Aints- unb Zlnzeigrblatt für den Itveis Gieren. Z3czugsprcis viertcljährl. Mk. 2,20- monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abholestellar vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 viencljährt. mit Bestellgeld. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Anmtlienvrstler werden dem Anzeiger tat Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für heff. Volkskunde" wdchü. 4 mal beigelegt. Alle Anzeigen-BermittlnngSflellen deS In« und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eutgege«. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg^ Aonahme von Anzeigen zu der nachmittags für den ‘•Ifltnbcn Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. ufactur t "W1 ried. >atenU im 1°* ind Ausland. mdt erstrasee l M», SUnntvie Personen. !N übtzüiesm. anL-MarseÄe' brüm-LeivW' 1588 tzen ttei Syeteme I itrateen • taen • itzen. z 2391 ! Deutsches Keich. Berlin, 30. April. Aus Donaueschingen wird heute gemeldet: Der Kaiser begab sich am Samstag vor isaat 'S W Pulverfabrik von Begbie sind nach einer Reutermeldung, I im ganzen 30 Personen getötet und 54 verletzt worden. I Die von der Regierung entsandten technischen Sachverstän- I digen sind davon überzeugt, daß die Explosion böswillig I verursacht worden, und daß der angewandte Sprengstoff I Dynatnit oder Nitroglycerin gewesen sei. Ein unterttdi^ I scher Gang, welcher von einem unbewohnten Hause bis I zu dem Orte gegraben war, wo die erste Explosion statt- I fand, ist entdeckt worden. Der Eisenbahnverkehr nach der I Delagoabai ist unterbrochen worden, um das Entkommen I Verdächtiger zu verhindern. Unter den Verhafteten be- I findet sich der Sohn der Chefs des Hauses Begbie, William I Begbie. Die für seine vorläufige Haftentlassung angebo- I tene Kaution wurde abgelehnt. — Nach der Londoner I „Daily Mail" ist auch der Besitzer der Fabrik Begbie, ein I Engländer, verhaftet und des Mordes angeklagt worden. I Er steht im Verdacht, selbst die Explosion der Fabrik, die | 80000 Pfund Wert hat, veranlaßt zu haben, um sich dafür I zu rächen, daß er gezwungen worden war, Munition für I den Feind seines Landes herzustellen. Einige Arbeiter I sollen eine elektrische Vorrichtung gefunden haben, mittelst I deren Nitroglycerin entzündet wurde. Der deutsche Reichspostdampfer „Herzog" traf in I Lourenco Marquez am 29. d. M. mit 250 Passagieren für Transvaal ein, darunter 40 Personen des Roten | Kreuzes und dem Direktor der Dynamitfabrik Philip. I Der „Herzog" hat 3000 Tonnen Fracht, darunter eine I Menge Maschinen. Der Korrespondent der „Daily Mail" | fügt hinzu, das Schiff verdiene überwacht zu werden. * Telegramme deS Gietzeuer Anzeigers. London, 1. Mai. AuS Thabanchu wurde Sonntagabend 6i/t Uhr telegraphiert: Der Feind hat sich nicht weit zurückgezogen. Die Buren stehen noch in ansehnlicher Zahl im Norden und Osten. Ihre Flanken sind durch Artillerie gedeckt. Den größeren Teil des heutigen Tags über beschossen die Engländer die Buren, während die berittene Artillerie vorrückte. General Dewet machte den Versuch, den östlichen Flügel der Engländer zu umgehen, aber die Kavallerie vereitelte den Versuch. General French führt hier den Oberbefehl. London, 1. Mai. Aus Prätoria wird gemeldet: I General Botha ist zu seinen Truppen wieder zurück- | I gekehrt und hat den Befehl über die Burgers im Norden I des Sonntagsflusses übernommen. — Als Antwort auf die I Explosion in der Geschoßfabrik in Johannesburg hat die I Transvaal-Regierung ein Dekret erlassen, in dem alle I britischen Unterthanen aufgefordert werden, I innerhalb 48 Stunden Transvaal zu verlassen. London, 1. Mai. Die heutigen Morgenblätter drücken I ihre Verwunderung aus über die hartnäckige Ver- I teidigung der Buren bei Thabanchu. — Der Nachfolger des Obersten Villebois, ebenfalls ein fran- I zösischer Offizier namens Ducaine, ist von den Englän- I dern in einem Gefecht in der Nähe von Kimberley ge- I fangen genommen worden. — Ein Telegramm aus St. I Helena berichtet, daß ein gefangener Bure, der einen I Fluchtversuch unternahm, von dem Wachtposten erschossen I wurde. London, 1. Mai. Aus Kapstadt wird berichtet, daß I sich Jameson vom Typhus erholt hat und als Par- I lamentskandidat für Kimberley in Aussicht ge- I nommen wird. London, 1. Mai. Ein Telegramm aus Fourteen- | stream berichtet, daß die Engländer die Beschießung I der Burenstellungen fortsetzeü. Loudon, 1. Mai. „Daily MaiU' meldet aus Lissabon: I Ein Freiwilligenkorps wird augenblicklich hier ge- I bildet, welches Dienste bei den Buren nehmen wird. Loudon, 1. Mai. Aus St. Helena wird gemeldet: I General Cronj e empfing die Erlaubnis dem Gottesdienste I beizuwohnen. Er wurde bei seinem Erscheinen von seinen I Mitgefangenen aufs ehrfurchtsvollste begrüßt. Brüssel, 1. Mai. Hier wird das baldige Ende des I Krieges vorausgesehen. Falls die Washingtoner- Reise der Burengesandtschaft fehl schlägt, soll die Gesandtschaft entschlossen sein, zum Frieden zu raten, I weil ohne eine Intervention der Großmächte der Wider- I stand nutzlos sei. Washington, 1. Mai. Der Senat verwarf mit 29 I gegen 20 Stimmen die Annahme eines Sympathiebeschlusses zugunsten der Buren. 6 Uhr abends zur Au e r h a h n j a g d nach Sankt Georgen. An dem darauf folgenden Essen nahmen außer dem kaiser-r lichen Gefolge Prinz Max von Baden, Fürst zu Fürstender^ sowie Prinz Reuß teil. Gestern früh 3 Uhr fuhr der Kaiser abermals nach den Balzplätzen und kehrte von dort um 6 Uhr nach Donaueschingen zurück. Gegen 11 Uhr vormittags wohnte der Kaiser dem Gottesdienste in der evangelischen Stadtkirche bei und begab sich gegen 6 Uhr abendsj zur Auerhahnjagd nach Friedenweiler. Der Kaiser schenkte der Fürstin von Fürstenberg ein Armband mit seinem Miniaturporträt aus Elfenbein mit Brillanten und dem Fürsten seine Miniaturstatuette in Bronze in der Uniform der Gardes du corps. In St. Georgen erlegte der Kaiser einen Auerhahn. Am Montagabend wird der Kaiser abreisen. Die Ankunft des Kaisers in C r o n b e r & zupp Besuche der Kaiserin Friedrich erfolgt morgen vormittag 9 Uhr in Begleitung seines gesamten Jagdgefolges. Falls es die Zeit erlaubt, wird die-Kaiserin ihren. Gast nach dem nahe gelegenen Landorte Kronthal geleiten zwecks Besichtigung der Mineralquellen sowie an^ derer Sehenswürdigkeiten. — Wie der „Post" zufolge verlautet, wird der Kaiser auch in diesem Jahre einen Ausflug nach Essen unternehmen, um dem Geheimrat Krupp auf Villa „Hügel" einen etwa zweitägigen Besuch abzustatten. Der Zeitpunkt dieser Reise ist noch nicht festgesetzt, doch soll sie kurz vor Antritt der Nordlandreise erfolgen. — Die „Nordd. Allgem. Ztg." teilt heute abend das Programm der Feierlichkeiten anläßlich der Anwesenheit des Kaisers von Oe st erreich und der Großjährigkeitsfeier des Kronprinzen mit. Darnach wird Kaiser Franz Josef am 4. Mai in Frankfurt a. O. gegen 8 Uhr vormittags und in Berlin auf dem Potsdamer Bahnhof um 10 Uhr Vormittags eintreffen. In Frankfurt a. O. findet großer Empfang statt. Eine (Hrenkompagnie vom Leib-Grenadier-Regiment König Friedrich Wilhelm III. wird mit Fahne und Regiments- musik aus dem Bahnsteige Aufstellung nehmen. Bei der' Ankunft in Berlin wird d-er Kaiser von Oesterreich auf I dem Bahnhofe durch Kaiser Wilhelm empfangen werden. I Die hier anwesenden Prinzen des königlichen Hauses und I die § onstigen im Garoekorps dienenden und zurzeit bei I ihren Truppenteilen anwesenden Prinzen aus regierenden I deutschen Häusern, ferner das kaiserliche Hauptquartier und I die hier befindlichen Generale werden zugegen sein. Die I Leibkompagnie des ersten Garderegiments zu Fuß wird auf I dem Bahnsteige als Ehrenwache stehen. Die Leib-Eska- | dron des Regiments Gardes du Corps wird vor dem Bahn- I Hofe als Eskorte Aufstellung nehmen. Vom Potsdamer I Thor bis zum Schloß bilden Truppen der Garnisonen von I Berlin, Spandau und Charlottenburg Spalier. Die beiden I Kaiser fahren die Bellevuestraße und die Sieges-Alleee I entlang zum Brandenburger Thor, wo eine Begrüßung I durch die städtischen Behörden stattfinden wird. Alsdann I erfolgt die Weiterfahrt durch die Linden zum Königlichen I Schloß. Die im Lustgarten aufzustellende Leibbatteriedes I ersten Garde-Feld-Artilleriel-Regiments wird einen Salut I von 101 Schüssen abgeben. Am Schloß wird dann noch, I ein Vorbeimarsch der Garde-Regimenter: Kaiser Alexander, I Kaiser Franz und Königin Augusta erfolgen. Am 4. Mai> | abends halb 9 Uhr findet im Lustgarten großer Zapfen^ I streich der gesamten Spielleute und Musikkorps des ge- I samten Gardekorps statt. Am 5. Mai vormittags wird I eine Gefechtsübung mit Scharfschießen auf dem Truppen- I Übungsplätze Jüterbogk in Anwesenheit der beiden Kaiser I stattfinden. Ant 6. Mai vormittags findet die Großjährig- j keitserklärung und Eidesleistung des Kronprinzen statt. I Die Feier wird um 11 Uhr mit einem kurzen Gottes- I dienste in der hiesigen Schloßkapelle beginnen. In der I Begleitung des Kaisers werden hierzu erscheinen: die I Kaiserin, die kaiserlichen Kinder, die hier anwesenden Fürst- 1 lichkeiten, sowie die Mitglieder des Königlichen Hauses. I Außerdem werden u. a. zugegen sein: das kaiserliche Haupt- I quartier, die hier eintreffcnden Abordnungen fremdherr- I licher Regimenter und die hier anwesende Generalität. Nach I Beendigung des Gottesdienstes wird der Kronprinz den I Fahneneid leisten. Nach der Feier in der Schloßkapelle I findet im weißen Saale Gratulationscour statt. Bei Beginn j derselben wird die im Lustgarten stehende Leibbatterie des. I ersten Garde-Feld-ArtillerieMegiments einen Salut Don: I 21 Schüssen abgeben. — Aus der letzten Sitzung des Staats Mini st e- I riums erhält ein parlamentarischer Berichterstatter fol- I gende angeblich authentische Mitteilungen: Die Sitzung I hat von 3 Uhr nachmittags bis 7 Uhr abends gewährt. I Alle preußischen Staats minister, außer dem Fürsten Hohen - I lohe, Frhrn. v. Rheinbaben und Schönstedt, welch letzterer I durch den Unterstaatssekretär Dr. Nebe-Pflugstaedt ver- 1 treten war, und die Staatssekretäre bis auf Dr. Nleberdmg. waren erschienen. Auf der Tagesordnung standen die I Flotten Vorlage, das F l e r s ch be s ch a u g e s etz und I die vom Reichsrat des Innern ausgearbeitete Novellezum I Weingesetz. Nach eingehender Erörterung ent sch red Der Krieg iu Südafrika. Meldungen über Nachtrabsgefechte der nach Norden I abziehenden Buren sind die einzigen neuen Nachrichten, I die heute vom KriegStheater südöstlich von Bloemfontein I vorliegen. Ueber das Ergebnis dieser Kämpfe im einzelnen verlautet noch nichts. Es wird nur beispielsweise aus Maseru telegraphiert, daß am Samstag früh in der Richtung I von Thabanchu mehrere Stunden lang anhaltendes Feuer I gehört wurde, und daß die Hamilton'sche Kavallerie zehn I Meilen östlich von Thabanchu einen Kampf mit den quer- I selbem ziehenden Buren zu bestehen hatte. Die Kavallerie, I die zur Verfolgung der Burenkommandos ausgesandt wurde, I ist bereits wieder nach Bloemfontein zurückgekehrt, ohne I irgend etwas ausgerichtet zu haben. Ebenso ist einer I Meldung des Reuter'schen Bureaus zufolge die Division I Pole-Carew am Samstag wieder dort eingetroffen. Da [ gegen wollen die Engländer Thabanchu wegen seiner I strategischen Wichtigkeit weiterhin besetzt halten, namentlich | um künftigen Streifzügen der Buren entgegenzutreten. Aus aufgefangenen Briefen und anderen Quellen geht nach eng- I Uscher Angabe hervor, daß die Unterwerfung der Freistaat- I buten in zahlreichen Fällen gerade zu dem Zwecke geschah, I um jeden Augenblick die Feindseligkeiten wieder aufnehmen I und Streifzüge gegen die englischen Verbindungslinien aus- I führen zu können. General French sandte zwei Kavallerie-Brigaden! mit dem Auftrage aus, von einander unabhängig einen I Aufklärungsritt um die östlich von Thabanchu gelegenen I Hügel auszuführen. Derselbe ergab, daß die Buren die | Hügel noch mit starker Macht besetzt halten;! offenbar bilden sie nur einen Nachtrab, da sie über keine | Transportwagen verfügen. In nächster Zeit rechnet Lord Roberts auf einen ent- | scheidenden Zusammenstoß mit den Buren. Das geht aus | einer Reuternachricht aus Kapstadt hervor: Um für alle | Fälle Vorkehrungen zu treffen, sind Befehle gegeben worden, I alle Krankenhäuser zu räumen. Die derzeitigen I Insassen werden, sobald es ihr Zustand zuläßt, auf die I Hospitalschiffe gebracht werden. Gegen die durch p o r tu g i e si s ch es Ge b i e t v o n Beira hervorrückenden Engländer ist nach einer Standard-Meldung aus Durban der BureN-Kommandant Clare- port auf dem Marsche von den Biggarsbergen nach Ma - f e k i n g, um dem von Beira her kommenden englischen General Carrington entgegen zu treten. Den portu-. giesischen Neutralitätsbruch verurteilt die offiziöse Petersburger „NowojeWremja" in scharfen Ausdrücken. Das Blatt weich'. auf die in dem Vertrage von 1891 enthaltene Bestimmung hin, nach welcher englischen Truppen der Durchmarsch durch portugiesisches Gebiet nur zur Verteidigung von Rhodesia gestattet ist. Die Truppen Carring- | tons dürften sich mithin nur defensiv verhalten, andern- j Salls läge ein Vertragsbruch vor, ebenso wie bei einem! etwaigen Einmarsch in Transvaal. Aus demselben Grunde ■ fei es ausgeschlossen, daß die Truppen den Entsatz Mafe- kings versuchten. . Die Belagerung von Mafeking dauerte am 11. April volle sechs Monate. Ueber die Feier dieses Tages berichtet die „Times" aus Mafeking vom 12. April: Die Buren feierten diesen Tag, indem sie heftig auf die Stadt feuerten Es wurde viel Materialschaden angerichtet, doch ist kein Verlust an Menschenleben zu beklagen. Auch Tags darauf setzten die Buren die Beschießung fort. Dann versuchten sie über die eingeborenen Vorposten herzufallen, welche das weidende Vieh bewachten. Die Eingeborenen warfen aber die angreifenden Buren zurück, nachdem sie sich bis auf eine Entfernung von 500 Yards genähert hatten. , , Die Stärke der Burentruppen betrug nach in Bloemfontein eingettoffenen, von feiten der Burenregierung veröffentlichten Verlustlisten int Dezember v. I. 54 800 Mann, abgesehen von 5000 Aufständischen. Am, 13. März 1900 zählten die Burentruppen angeblich nur noch 26 500 Mann. Die Verluste der Buren bis zum 13. März stellten sich auf 6500 Gefangene, 8000 Tote und Verwundete. Es ist unaufgettärt, was aus den anderen fehlenden 14 000 Mann geworden ist. In dem amtlichen Berichte der Buren wird behauptet, diese seien nach ihrer Heimat zurückgekehrt. . Unter den englischen Gefangenen in Pretoria sind bedenkliche Krankheiten ausgebrochen. Ueber Missethaten gegen Burenfrauen berichtet die „Times" aus Bloemfontein vom 27. April. Es haben sich mehrere Fälle ereignet, daß Kafferndienev holländische Frauen überfielen, die auf den Farmen ohne Schutz zurückgeblieben waren. Diese Verbrecher wurden^ wenn man ihrer habhaft werden konnte, sofort hmge-. richtet. „ , . . Bei der Explosion in Johannesburg m der sich das Staats Ministerium dafür, die Beschlüsse der Budgetkommission des Reichstageszur Flottenvorlage trotz der Abstriche gut zu heiß en. Die preußischen Vertreter im Bundesrat werden demnach ihre Stimmen für dieselben abgeben. Voraussichtlich) wird heute dias Plenum des Bundesrats zusammentreten, um auch bezüglich der Deckungsfrage Stellung zu nehmen und, wie die Budgetkommission verlangt hat, die vom Staatssekretär Frhr. v. Thielmann abgegebene Erklärung sich anzueignen. In der Frage des Fleisch-Beschaugesetzes stellt sich die preußische Staatsregierung im großen und ganzen auf den Boden des Kompromisses, der zwischen dem Reichsamt des Innern und hervorragenden Reichstagsmitgliedern angebahnt ist. Das Zustandekommen der Vorlage ist daher als sehr wahrscheinlich anzusehen. Dagegen stellten sich der vorliegenden Fassung der Novelle zum Wein-Gesetz Schwierigkeiten in den Weg; auch sind Einsprüche erhoben worden, die nicht von der Hand gewiesen werden können. Diese Vorlage wird also für diese Tagung zurückgestellt bleiben. — Das „Berl. Tageblatt" erfährt, daß der vom preußischen Staatsministerium angenommene Kompromiß zum Fleischbeschaugesetz sich auf einer anderen Grundlage, als die früheren Verhandlungen bezweckten, bewegt. Er nähere sich damit in gewissem Sinne dem Standpunkte der ausgesprochenen Gegner aller Kompromißverhandlungen, die an den Beschlüssen zweiter Lesung festhalten. — Demselben Blatte wird von einem parlamentarischen Korrespondenten bezüglich der Kanalvorlage versichert, daß int Schoße der Staatsregierung die endgültige Entscheidung noch! nicht darüber getroffen worden ist, ob diese Vorlage aus dem Arbeitsplan der laufenden Tagung ausscheiden wird oder nicht. Die Entschließung werde nämlich von dem Verlauf der Arbeiten im Reichstage abhängig gemacht. — Wegen des Konitzer Mordes hat das Herren- haüsmitglied von Hertzberg -Lottin nach dem „Berliner Tageblatt" folgende Interpellation im preuß. Herrenhaus eingebracht: „Welche Schritte gedenkt die königliche Staatsregierung zu thun, um weiten Kreisen der christlichen Bevölkerung die Gewißheit zu verschaffen, daß die in den letzten Jahren vorgekommenen unaufgeklärten Morde an christlichen Jünglingen und Jungfrauen von den Juden begangene sogenannte Ritualmorde sind?" — Die Begründung geht von der Annahme aus, daß die Morde in S k u r z und Xanten Ritualmorde gewesen sind. Die Interpellation solle nicht nur endlich Klarheit über die „Motive und den mysteriösen Mord in Könitz schaffen, sondern auch hauptsächlich die christliche Bevölkerung darüber beruhigen, daß seitens ihrer berufenen Vertreter alles geschehen wird, um eine Verdunkelung des Thatbestandes zu verhindern. Die Bevölkerung wird durch diese Gewißheit hoffentlich abgehalten werden, sich durch Provokationen seitens der Juden zu Gewalt- thätigkeiten hinreißen zu lassen, die schließlich nur den Juden nützen und die Aufmerksamkeit der staatlichen Organe von der dieser Erregung zu Grunde liegenden scheuß-- ttchen Mordthat abzulenken geeignet erscheinen". Anstand. Kopenhagen, 30. April. Der König von Dänemark läßt sich bei der Großjährigkeitserklärung des preußischen Kronprinzen durch den ältesten Sohn des dänischen Kronprinzen, Prinzen Christian, vertreten. Der Prinz Überbringt dem Kronprinzen den Elefant en - orden. Rotterdam, 30. April. Die d eutsche Torpedoflottille traf heute hier auf ihrer Rheinfahrt ein, und bleibt bis zum 1. Mai früh hier. Die deutschen Offiziere statteten um 12 Uhr dem Bürgermeister auf dem Rathaus einen Besuch ab. Mittags fand im deutschen Verein Reunion statt. London, 30. April. Wie in hiesigen Finanzkreisen verlautet, streckt die russische Regierung augenblicklich Fühler aus, um den französischen Geldmarkt zu veranlassen, den russischen Anleiheplänen entgegenzukommen. Anscheinend will die französische Regierung ihre Dienste davon abhängig machen, ob Rußland zur Erhöhung des Glanzes der Ausstellung dadurch beitragen will, daß es den Besuch der Ausstellung durch den Kaiser Nikolaus fest zusagt. Paris, 30. April. Bei den gestrigen Senatswahlen stimmten im Pas de Calais 70 Nationalisten für den Präsidenten Krüger. Lissabon, 30. April. Im Auftrage des Königs überbringt der Herzog von Oporto dem Deutschen Kronprinzen zum 6. Mai das Collier des Turm- und Schwert orden S. Konstantinopel, 30. April. Der Sultan bewilligte die Forderungen Frankreichs in der Angelegenheit der syrischen Bahn. Der Botschafter Constans erhielt ein Jrade übermittelt, wonach der Sultan auf den konzessions- mäßigen Weiterbau der Linie Beyrut-Damaskus- Rajak nach Biredjik verzichtet und die Konzession zum Weiterbau nur als von Rajak nach Homs-Hamam, ungefähr 200 Kilometer, bestehend, umgeändert ist. Die jetzt definitiv angenommenen französischen Forderungen wurden von deutscher Seite auf das wärmste beim Sultan unterstützt. — Der zum General-Gouverneur von Tripolis ernannte Staatsrat Ismael Kemal, der vorgestern auf einem kaiserlichen Dampfer nach Tripolis abreisen sollte, hat wenige Stunden vorher auf einem englischen Frachtdampfer sich ins Ausland geflüchtet. Aus Stadt und Land. Auszeichnung. Dem Rittmeister 'z. D. Grafen v. Schwerin, Bezirksosfizier und Pferde-Vormusterungs- Kommisfar bei dem Landwehr-Bezirk Schwerin, seither Eskadronchef im 2. Großh. Heff. Dragoner-Regiment (Leib- K Zur Feuersbrunst in Ottawa. Wie unsere Leser erfahren haben, ist die Vorstadt Hüll der kanadischer Stadt Ottawa und ein Teil der Stadt selbst ein Raub der Flamme« geworden. Ottawa liegt am gleichnamigen Fluß und ist seit 1858 die Hauptstadt der Dominion of Canada. Die Vorstadt Hüll liegt auf dem anderen Ufer des Fluffes. In unserer nebenstehenden Abbildung ist die Vorstadt mit einem Kreuz bezeichnet. Dragoner-Regiment) Nr. 24, ist das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen worden. •* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 3. Mai 1900, nachmittags 31/2 Uhr: 1. Gesuch des Theodor Haubach wegen Benutzung des städtischen Weges an der Moltkestraße zum Gelände des Gaswerks. 2. Baugesuch des Heinrich Winn für die Crednerstraße; hier DispenS. 3. Gesuch des Kaufmännischen Vereins um Erlaß der Bauverpflichtung auf dem Gelände an der Nordanlage. 4. Anlage erhöhter Bürgersteige; hier: Spezialvoranschläge. 5. Aufstellung eines neuen Pisioirs am Seltersthor. 6. Anlage von Gruppengräbern auf dem Friedhöfe und Wiederbelegung von Gräbern daselbst. 7. Uebernahme von Medikamenten- Rechnungen der Apotheker an Arme auf die Armenkasse. 8. Gesuch des Turnvereins zu Gießen um Gewährung einer Unterstützung seitens der Stadt. 9. Das 13. Deutsche Bundesschießen im Jahre 1900 zu Dresden; hier: Gesuch des Festausschusses um Bewilligung einer Ehrengabe. ** Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, die Sonne scheint, die Fruchtbäume sind mit voller Blütenpracht besäet, überall leuchtet und flimmert der Frühling, schießt das Grün aus der Erde, schießen die Spargel, — schießen die Studenten. Zur Feier des Eintritts in den Wonnemonat veranstaltete der 8. C. in der vergangenen Nacht seine Maifeier am Kriegerdenkmal. Mit brennenden Kerzen und gefüllten Gläsern zogen die Studenten nach dem Marktplatz, wo nach dem üblichen Salamander das Lied: „Deutschland, Deutschland über alles" stieg. O Silbernes Jubiläum. Heute beging die Firma Moritz Gregori und Sohn Hierselbst, am Kreuzplatz, das Fest ihres 25 jährigen Bestehens. Der Inhaber der Firma, Herr Müller, hat es verstanden, das aus kleinen Anfängen hervorgegangene Geschäft durch rastlose Thätig- keit zu dem bedeutendsten der Branche in Gießen empor zu bringen. Die Angestellten des Hauses gratulierten heute morgen ihrem Chef und überreichten ihm als Andenken an den Tag eine photographische Aufnahme des gesamten Personals. •• Ein Bubenstreich Am Sonntag Nachmittag wurde im Teufelslustgärtchen ein junger Mensch, der harmlos am Fenster stand, von einem bis jetzt Unbekannten mittels eines Flobertgewehres in die Hand geschossen. Die Kugel befindet sich noch in der Hand des Verletzten. *• Diebstahl. In der Nacht vom 29. zum 30. April wurde in einer Küche durch das Fenster in der Franksurter- straße eingebrochen, und aus der Speisekammer zirka 40—50 Pfund Wurst gestohlen. Der Dieb wurde heute morgen in der Person eines hier vor einigen Tagen zugereisten Gauners beim Verkauf eines Quantums der gestohlenen Wurst betroffen und dingfest gemacht. ** Schützenverein. In der Montagabend im Schützenhause stattgehabten außerordentlichen General-Versammlung des Schützenvereins erstattete der Oberschützenmeister Bericht über das vergangene Winterhalbjahr. Dem Rechner wurde nach Prüfung der Rechnung pro 1898-99 Entlastung erteilt. In Erledigung des nächsten Punktes der Tagesordnung: „Beteiligung an der Einweihung des Kriegerdenkmals", wurde beschlossen, sich an der Spalierbildung beim Empfang des Großherzogs möglichst vollzählig zu beteiligen. — Zur Herstellung der Schießanlagen wurde ein Kredit von Mark 700 bewilligt. Der aus der Vereins- und der Baufondskasse gedeckt werden soll. Im übrigen ist es dank der Opferfreudigkeit der Mitglieder gelungen, durch Ausgabe von Anteilscheinen den zur Er- fverbung der Schießanlagen erforderlichen Betrag aufzubringen und den Schützenverein in die angenehme Lage zu versetzen, Ende des Monats die Scheibenstände definitiv vom geschäftsführenden Ausschuß übernehmen und mit den offiziellen Schießübungen beginnen zu können. Nach Beendigung des sogenannten Anschießens wird am Abend in den Räumen des Schützenhauses ein Festkommers mit Damen stattfinden, zu dem sämtliche Mitglieder der Ausschüsse des vorjährigen Verbandsschießens Einladungen erhalten werden. Auswärtige und hiesige bewährte Humoristen und Komiker haben ihre gute Mitwirkung zur Ausfüllung des humoristischen Teiles des Kommerses bereits zugesagt, sodaß den Teilnehmern durch ein abwechselungsreiches Programm äußerst genußreiche Stunden in Aussicht stehen. Darmstadt, 1. Mai. (Telephonmeldung des H®. A.") Der Großherzog und die Großherzogin nebst Prinzessin Elisabeth werden nächsten Freitag mittag 3 Uhr 39 Min. aus Italien hier wieder eintreffen. Der Groß' Herzog begiebt sich am Samstag dem 5. Mai, abends 7 Uhr 44 Min. nach Berlin zur Feierder GroßjährigkeitS- erklärung des Kronprinzen. In seiner Begleitung werden sich befinden Oberst Freiherr v. Grancy, beauftragt mit den Funktionen eines GeneraUAdjutanten, und die Flügel' Adjutanten Major Freiherr v. Roeder und Rittmeister Kraemer. — Gestern abend fand hier eine durch die freiwillige litterarische Kunst - Gesellschaft veranlaßte Ver. sammlung von Kunst - Interessenten statt zur Gründung eines Goethe-Bundes. ES wurde eine Kommission von 5 Personen ernannt, worunter Professor Harnack, Oberstleutnant Dad, Vorsitzender des Schriftsteller« und Journalisten-BereinS, Dr. Heilbronn, Vorsitzender des hiesigen Zweigvereins der deutschen Bereinigung für ethische Kultur, Maler Bader, Vorsitzender der freien Vereinigung Darmstädter Künstler und Herr Elias, 2. Vorsitzender des freiwilligen litterarischen Vereins dahier. Derselben liegt die Ausarbeitung der Statuten und die Vorbereitung für eine demnächst einzuberufende konstituierende Versammlung ob. — Der erste Ausschuß der zweiten Kammer ist heute zu mehrtägiger Beratung, hauptsächlich wegen der Eisenbahnfrage, zusammengetreten. UugliicksMe in der pariser Weltausstellung. Dem ersten Unglücksfall in der Pariser Weltausstellung am Sonntag Nachmittag ist am Montag Nachmittag eine zweite Katastrophe gefolgt. In dem großen Fest saale stürzte ein Gerüst zusammen, wobei 3 Personen getötet und mehrere verletzt worden sind. Die Aufregung in der Ausstellung, so lautete die uns bereits gestern abend zugegangene telegraphische Met düng, ist groß. Die „Frkft. Ztg." meldet darüber folgendes: Ein neuer Unglücksfall, der 4 Opfer gefordert hat, hat sich ; am Montagmittag nach 1 Uhr in der Ausstellung, und zwar in der Galerie des Machines ereignet. Ein Gerüst, auf dem 4 Maler an der Dekoration der oberen Galerien arbeiteten, ist eingestürzt. Drei der Arbeiter sind bereits tot, der Zustand des vierten scheint hoffnungslos. Inzwischen wird über das UnglückvomSonntag folgendes gemeldet: Von den 60—70 Personen, die a b - gestürzt sind, wurden sofort vier Männer und eine Frau unter den Trümmern tot hervorgezogen. Fünfzig । Personen, darunter viele Kinder, erlitten Verletzungen, einige schwer. Mit dem Tode ringt ein Infanterist. Die Leichtverletzten wurden teils nach den Ambulanzen innerhalb der Ausstellung gebracht, teils nach den städtischen Hospitälern. Die Toten sind der Ingenieur Lhomme, die Herren Damard und Samuel, des letzteren Gattin, ein vierzehnjähriges Mädchen, angeblich deren Verwandte, endlich der ungarische Staatsbürger Nebu. Eine aus fünf Personen bestehende Pariser Familie wird noch vermißt. Alle diese, sowie die Verwundeten hatten die Straße unterhalb des Gehsteges passiert. Dieser, aus Privatmitteln hergestellt, sollte dem Publikum dienen, das, von der Jena brücke kommend, nach dem höhergelegenen Himmelsglobus wollte. Der Skeg war noch nicht behördlich geprüft Demzufolge trifft die Direktion der Ausstellung kein Verschulden. Fachmänner meinen. I der Einsturz erfolgte, weil viel zu früh das Gerüst entfernt worden sei. Zeugen versichern, der Zusammensturz des Gehsteges ! epfolgte, nachdem in drei kurzen Intervallen ein Krachey vernehmbar geworden war, das mehrere Passanten veranlaßte, zurückzuweichen. „Was giebts denn? Warum lauft Ihr davon?" fragten die Rückwärtsstehenden, und drängten vor. Dieser Teil des Publikums fiel der.Kata strophe zum Opfer. Ein Soldat, der sich unter den Nach drängenden befand, wurde von einem Herrn zurückgehat ten. Der Soldat gab ihm, weil er sich beleidigt glaubte, einen Faustschlaa, dankte aber später kniefällig seinem Lebensretter. Fachmänner versichern, daß nicht die Anwendung des Eisencementes, der sich anderwärts gut bewährte, das'Unglück verursachte. Eher sei die Annahme überhasteter Arbeit gerechtfertigt. Jedenfalls wird der Verkehr über die Gehstege entlastet werden. Von der verlebten Personen sind während der Nacht zwe> im Krankenhause gestorben; der Zustand mehrerer anderer giebt zu ernsten Besorgnissen Anlaß. Architekt Galle von, der den Gehsteg errichtete, gab beim ersten Verhör an. daß das angewandte System der Cementbekleidung des In genieurs Mettrey alle Garantien der Sicherheit zu bieten schien. Die äußere Ausstattung des Gehsteges war luxuriös, himmelblau, gehalten. Er trug eine Art Baldachin, an dessen vier Enden reiche Schnitzereien, Nixen und Fluß götter, prangten. Solche leichte Gehstege giebt es im Ge biete der Ausstellung in größerer Anzahl. Diese Stege mußten geschaffen werden, weil das Ausstellungsgebiet von den Pariser Verkehrsstraßen durchschnitten wird, sodan Man also die Gehstege passieren muß, will man nicht neue Tickets lösen. Wie in Deputiertenkreisen verlautet, werden die Katastrophen Gegenstand einer Interpellation in der Kammer werden. Der Minister rat beschäftigte sich mit dem ersten Unglücksfall. Ministerpräsident Waldeck-RoufN" ordnete die Untersuchung an. Den durch den Unfall Betroffenen werden, falls nötig, Unterstützungen gewährt Miller and legte dar, meldje Maßregeln für die Sicherheit in der Ausstellung getroffen seien. Die Kommissare hätten sich von der Solidität aller Gebäude überzeugt unb für alles Sorge getragen, was die Sicherheit des Verkehrerfordert. 60 '^rit‘69 8'b glilffe s'"d SänitW ' schweviM * Pesetas ven NÄ Sei feS SM"»« BerliP liche frühere « berg soll dem freien eines ter Mutter Msizier, de ^LmerSt Oon Lau; zu W Düppel, Hu 18 m Mr, 12 M AM K'.brwK M W Windbruch 1 walb Wißmi Ärofborf, Der Ltch Ä -erste a UM M Prch lelhft cingekch Not frist! M . No Instrni Vine und Mschaß Qttai», «chrchsich Ersitzender bt un9 sür ethist ^wdniguB ersitzender bt Derselben liex orbereitung st e Versammlun n Sammer ij Uch wegen bt NN. Veltausstellll.^ j ag NNty großen fä' ' oobei 3 I )t worben/inb, f miete hie uns ■ at'bmlw Siel [firbes: Gin 1 iat, hab sich • elluntz, und | Gin Gerüst, \ ren Mericn sind bereit? [ mgslos. nSonnta: I nen, die at | ler und ml 'gen. FünM Berletzungt r ifanterisl. alanzen inner?! den städtisch!' r Lhomme, büf ?n Gattin, er i 'n verwandt! Sine au3 fiini , noeft vermißt strafte unter1 tribahuittetn «onderAE mmWobilv öi\M n bet W-if inner meint' is Gerüst er. Lr Mt ld mehrerer Ärchitekt^ eqes *S Art A da liren und M f«« yra «««"W jbts^W ;en m fachen MM verrenn? Wm zteheM^ ; fiel betN mter ben J tu zuruckß- leidigt gla-' llig seinem cht die » s gut bewah. imrhme M Mmrd ;n «•Lf Iir. Uermifchtes. ♦ Graz, 30. April. Gestern stürzte ein Wiener Tourist auf dem Hochlantsch, im Schnee ausgleitend, 30 Meter tief ab und wurde schwer verletzt nach Pernegg gebracht. • Madrid, 30. April. Ein Cyclo n hat in der Provinz Andalusien einen Schaden von mehreren Millionen Pesetas verursacht. Zahlreiche Häuser wurden zerstört; alle Flüsse sind aus den Ufern getreten. Bier Leichen wurden angeschwemmt; zahlreiche Personen erlitten Verletzungen. Sämtliche Eisenbahnlinien mußten wegen der lieber* schwemmungen ihren Betrieb einftellen. Gerichtssaal. Trier, 30. April. Im Prozeß Dasbach-Haubrich wurde Haubrich zu einer Geldstrafe von 300 Mark und in die Kosten ver- urteilt. Das Gericht war zur Ueberzeugung gelangt, daß die behaupteten Thatsachen der Wahrheit entsprechen. Würzburg, 30. April. Das Militärbezirksgericht verurteilte den Leutnant Klee vom 21. Infanterie-Regiment in Eichstätt wegen Soldatenmißhandlungen zu zweieinhalb Monaten Festung .Neueste Meldungen. r^Deikben h*fl Bureau .Herold". BertjM 1- Mai. Der in Untersuchungshaft befindliche frühere Stationschef in'Ostafrika,lHauptmann' Kannenberg soll dem „Vorwärts" zufolge, weil er durch das Schreien eines Negerkindes gestört wurde, das Kind samt der Mutter erschossen haben. Der andere Kolo- nialvffizier, der sich hier in Untersuchungshaft befindet, ist der Hauptmann Wegeberg, der in Oftasrika stationiert war. Auch ihm werden Brutalitäten gegen die Eingeborenen zur Last gelegt. Berlin, 1. Mai. lieber den Inhalt des in der Fleischbeschau - Frage vorbereiteten Kompromisses verlautet soviel, daß das Ve r b o t der Einfuhr von W u r st von den verbündeten Regierungen z u g e st a n d e n worden sein soll, dagegen die K o n s e r v e n 's r e i hereingelassen werden sollen. — Das Pökelfleisch wird höchst wahrscheinlich eine differente Behandlung erfahren. Berlin, 1. Mai. Am Tage des Empfanges des Kaisers Franz Josef in Berlin werden Reichstag und Abgeordnetenhaus die Plenarsitzungen ausfallen lassen. Berlin, 1. Mai. Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist gestern abend über Köln kommend in Berlin wieder eingetroffen. Karlsruhe, 1. Mai. Die von der badischen Regierung neu erbaute R h e i n b r ü ck e bei K e h l wird heute, soweit sie fertiggestellt ist, dem öffentlichen Verkehr übergeben. Die Baukosten belaufen sich auf 8 einhalb Mill. Mk. Son d o n , 1. Mai. Aus Chicago wird gemeldet: Der Präsident-Kandidat Bryan erklärte in einer Rede, daß wenn er zum Präsidenten gewählt würde, die demokratische Partei öffentlich ihre Sympathieen für die Buren zum Ausdruck bringen würde, und daß die Vermittelung der Vereinigten Staaten den beiden kriegführenden Parteien angeboten werden würde, ohne daß England sich dem widersetzen könnte. London, 1. Mai. „Daily Mail" meldet aus Hongkong: 17 philippinische Rebellen befinden sich augenblicklich in Hongkong und erklären, daß bei Beginn der Regenperiode Ende Mai der Au fsta n d neuerdings ausbrechen toetbe. Augenblicklich herrscht duf beit Philippinen völlige Anarchie. Briefkasten. Nevi. Ja, hinaus in den Maienwald! Aber der Frühling ist doch etwas, wenn auch nicht viel schöner als Ihr hübsches Gedicht, das sich zum Abdruck doch noch nicht eignet. Im nächsten Jahre können Sie es vielleicht schon besser. öt'YV&W^- wvvd ‘SaXcAot-§ wadv S*lLaa» in eigenes tyVetdtotätte. ®5\Ca/cÄvvvb eBcuu 3Citc?Knptatz> 11 9et &ta3t>fnidvt 11- Die Wohlfahrts-Lose ä Mk. 3.30 zu Zwecken der Deutschen Schutzgebiete der 4 Lotterie sind zur Ausgabe gelanat und durch das mit dem General-Vertrieb betraute Bankgeschäft Lud. Müller & Komp, in Berlin, Breitestraße 5, deren Zweiggeschäfte in Hamburg, große Johannisstraße 21, Nürnberg und München, sowie am hiesigen Platze durch die bekannten Losverkaufsstellen zu beziehen. — Der Verlosungsplan enthält die gleiche Los- und Gewinnanzahl wie bisher, mit Hauptgewinnen von 100000 Mk, 50000 Mk., 25000 Mk, 15000 Mk., im ganzen 16870 Geldgewinne, zahlbar mit 575000 Mk. ohne jeden Abzug. Um den Einzelversandt von Losen mit aller Sorgfalt vornehmen zu können, bittet die debitierende Firma Ludw. Müller & Komp, Bestellungen möglichst recht bald zu machen, denn kurz vor dem Ziehungs- anfang (den 31. Mai) häufen sich die Aufträge immer derart, daß die Arbeit, trotz vieler Angestellter und Zuhilfenahme der Nächte, kaum zu bewältigen ist. Holzversteigerung am Donnerstag den 8. Mai er. von nachmittags 2 Uhr ab, bei Wirt Lauz zu Wißmar. Eichen: 23 rm Knüppel, 1111 rm Reiser, Buchen: 18 rm Reiser, 1 Stamm — 1,99 fm, 12 rm Scheit und Knüppel, Nadelholz: 5 rm Knüppel, 169 rm Reiser. Das Holz liegt in den Distrikten Windbruch und Wäldchen, Gemeindewald Wißmar. Krofdorf, den 28. April 1900. Der Bürgermeister. 3210 Lichtenthaeler. U:iiiplrliliiihhii FM. Schlachtham. Freibank. 3190 Heute nnb morgen: VGllgeifch 50 W ZWeifch 45 M Preiselbeeren, selbst eingekocht, hochfeine Qualität, .empfiehlt 3216 L, Kalkliof. Textors Terrasse Täglich 3223 frische Waffeln. la. Aepfelwein empfiehlt 8214 L. Kalkhof. Gras- u. Kleesamens^L 91904] Monogramme, sowie Handarb. all. Art werden blll. angef. Löwengasie 22,1. Günstige Gelegenheit für Wirte. 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Für das meiner Mutter entgegengebrachte Vertrauen bestens dankend, bitte ich, das. selbe auch mir zu teil werden zu lasten. Hochachtungsvoll 11 11. Emil Malkomesius Sattler und Tapezier. Bestellungen werden auch bei meiner Mutter, Dammftraste 44, entgegen genommen. 1 3213 Gesellschaft für to- and Mkerlmde. Sechster Vortrag Ireitag den 4. Mai 1900, aöerrds 81/* Mr, in der großen Aula der Universität. Kerr Leyramtsassessor Theodor Koch (Krünöerg): Reise in Centralbrafilien 1898/1899. (Wit Anssteckung). Karten für Nichtmitglieder sind zu Mk. 1 50, für Studierende und Schüler zu 50 Pfg. in der SrebS'schen und Rtcker'schen Buchhandlung zu haben. 3202 WS- Schellfisch "WM 12. Blondin Kabeltau. "HW 15 Pfg. Kölner Konsum-Anstalt Bahnhofstrasse 27. 3226 Lindenplatz | Ar. met Th. Rdnewald"" 8 X Spezialarzt für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten X | Flockstrasse 12, 1. 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Bekanntmachung. 4^,2Bir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der Brieftaube«'- Klub Gießen seine Tauben der Militärverwaltung zur Verfügung gefhOi hat, und diese daher den Schutz des Reichrgesetzes vom 28. Mai 1894 genießen. Die polizeilich angeordneten Taubensperren finden auf die Reiseflüge der Brieftauben keine Anwendung. Gießen, den 30. April 1900. Danksagung, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Grossvaters, Schwiegervaters, Schwagers und Onkels Herrn Karl Sack L, Metzgermeister besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann, desgl. für die Ansprache und Kranzniederlegung des Herrn Obermeisters Pirr im Namen der Metzger- innung und des Herrn Wilh. Heinen im Namen des Schlächtervereins „Brüderschaft", sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Deutschlands Musterrad. Fahren Sie nur „A lexande r“. General- Vertreter: 3222 CARL GRAF, Giessen, Giessen, den 1. Mai 1900. Familie Renner, Familie Schultheis. 8216 Todes - Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben Sohn, Bruder und Schwager lEeiiwich Renner nach langem, qualvollem Leiden im Alter von 21 Jahren zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Die Beerdigung findet statt: Mittwoch den 2. Mai, nachmittags 1 Uhr, vom Sterbehause, Wettergasse 5, aus. Todesanzeige. Gott dem Allmächtigen hat e8 gefallen, unfern innigst geliebten Gatten und Vater Adam Schröder heute morgen 9Vz Uhr nach kurzem, abec schwerem Leiden tu sich zu rufen, waS wir Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mitteilen. ' Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 30. April 1900. 3212 Die Beerdigung findet Mittwoch den 2. Mai, nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehause, Plockstraße, aus statt. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme, welche uns bei dem Hinscheiden unserer teuren Mutter, Großmutter, Schwiegei- mutter, Schwester und Tante entgegengebracht worden sind, sagen wir unfern tiefgefühltesten Dank. 8217 Danksagung.