eiM Freitag den 2. März 1900 Rr. 5t Erstes Blatt. n von Anits- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. mein KoM Allr Anztigtn-Bermittlungsstcllen deS In« und Ausland«! nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen, ZeilmpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. IkUHte«, Expedition und Druckerei: Fch«kstr«-e Nr. 7. liieeleie *♦* Anzeigen zu der nachmittag- für de« t<4faaft(a leg erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. »Gißiffungen spätestens abeodS vorher. Täte”' "" n Elementen, mgsdraht u.s.w, n durch zu- Mg tüchtiger Bezugspreis vierteljährl. Mk 2LS monatlich 7ö Pfg. mit Brtngerlohn; durch die Abholestelle, vierteljährl. Mk. 1,9« monatlich 66 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl mit Bestellgeld. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Ktätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. ren ■ GesW einen Lehrling« Markus Bauet (irchenplati I dauert der Krieg noch lange, so dürften wohl noch mehr Kapfreiwillige nach Ableistung ihrer „Dienstzeit" keim zu „Muttern" wollen. 3 y 3 Der russische Staatsrat Bloch über den Trausvaalkrieg. Der „Daily Telegraph" veröffentlicht ein Interview seines Petersburger Mitarbeiters mit dem russischen Staatsrat Bloch, dem bekannten Friedensvorkämpfer. Ueber die Kriegführung in Südafrika äußerte sich Bloch folgendermaßen : „Ich muß zu meinem tiefen Bedauern — wenn auch ohne Zögern — gestehen, daß die tapfere britische Armee, die jetzt in Südafrika operiert, einem Problem gegenübersteht, das weder sie selbst, noch irgend eine europäische Armee mit Erfolg lösen könnte. Die Hartnäckigkeit, mit der man dieses Problem durchaus lösen will, kann, wie mir scheint, die Lebensinteressen deS Reiches ernster schädigen, als die meisten Leute anzunehmen geneigt sind. Die militärischen Schwierigkeiten sind so groß, daß alle Truppen, die jetzt in Südafrika operieren, sich als zu schwach erweisen werden, um dauernde Erfolge zu erzielen und Pretoria einzunehmen. Der Grund hierfür ist nicht in der Unfähigkeit der britischen Soldaten zu suchen, sondern in den Bedingungen, unter welchen der Krieg geführt werden muß. Oesterreich war vor 21 Jahren gezwungen, 260 000 Mann gegen 60 000 Bosniaken zu senden, und die Bosniaken waren im Gegensatz zu den Buren schlecht genährt, schlecht ausgerüstet und arm, während die Oesterreicher im Gegensatz zu England ihre Hilfsmittel gleich bei der Hand hatten. Wie viel Leute braucht dann erst England, um das ganze Territorium der südafrikanischen Republiken anzugreifen, einzunehmen und festzuhalten? Aber selbst, wenn Truppen in genügender Anzahl an die Grenze geschickt worden wären, um das Territorium anzugreifen, zweifle ich noch sehr daran, ob sie auch mit Erfolg die Eisenbahn gegen plötzliche Angriffe kleiner Abteilungen von Buren verteidigen könnten. Die Buren sind durch ihre Schnelligkeit der Bewegung fast allgegenwärtig. Und wenn einmal die Eisenbahnverbindung abgeschnitten wäre, so würde das Schwierigkeiten für die Beschaffung des Proviants, Krankheiten und Lockerung der Disziplin unter den britischen Soldaten bedeuten. Als die Deutschen im Jahre 1870 mit Frankreich Krieg führten, da mußten sie ihre Flanke gegen die unorganisierten Scharen der Franctireurs verteidigen und mußten für diesen Zweck allein 150 000 Mann verwenden. Und doch war das Terrain von Frankreich keineswegs so gebirgig, wie das in Südafrika. Außerdem sind die britischen Berufssoldaten, wenn sie auch wunderbar trainiert sind, keineswegs daran gewöhnt, in unabhängigen, kleinen Gruppen zu kämpfen, und haben keine Erfahrung in der Methode des Guerillakrieges. Man muß weiter bedenken, daß die britischen Berufssoldaten auf dem Felde kaum so abgehärtet sind, wie ihre Feinde. Sie sind an Bequemlichkeiten gewöhnt, die die Buren als höheren Luxus betrachten, und wenn das auch ein Zeichen höherer Kultur für die Briten ist, so bleibt es in Südafrika doch ein stark in Betracht kommender Nachteil. Und dann muß es noch einmal betont werden, daß die Buren selbst nach dem Einfall der Engländer in ihr Territorium nicht um Frieden nachsuchen werden. Ein hochorganisierter europäischer Staat würde vielleicht nachgeben; aber die Buren werden den Kampf so lange fortsetzen, bis alle ihre Hilfsmittel buchstäblich erschöpft sein werden. Wt anderen Worten: ich möchte sagen, daß Friede, soweit er von der Unterwerfung der Buren abhängt, kaum erhofft werden kann, bevor England noch ein Jahr lang große Opfer an Leuten und Geld gebracht haben wird. Und die Frage bleibt offen, ob der Krieg so lange dauern kann, ohne daß Verwickelungen mit dem Auslande Thür auf Thor geöffnet werden. Die auswärtigen Staaten werden mindestens den Versuch machen, sich auf Kosten Englands zu bereichern. Ihr könnt ganz sicher sein, daß eure Kolonieen — nicht die Hauptstadt — die Achillesferse sein werden, die Englands Feinde zu verwunden suchen werden. Das Gerede über die Möglichkeit von Angriffen auf London von feiten Frankreichs oder Deutschlands ist deshalb illusorisch. Feindliche Truppen in England zu landen, ohne sich zuerst der Herrschaft zur See bemächtigt zu haben, wäre für jede Macht ein Selbstmord. Und wenn eine feindliche Macht sich wirklich der Herrschaft zur See bemächtigen könnte, dann wäre ein wirklicher Angriff nicht mehr notwendig, da sich die Hungersnot als ein rascherer und billigerer Bundesgenosse erweisen würde." * Vom Kriegsschauplatz. Die Gefangennahme Cronjes mit allen seinen Äruppen hat in England nicht nur großen Jubel h rvor- Etmftn, sondern auch Anlaß zu kühnen Betrachtungen über eine baldige Beendigung des Krieges gegeben. Mef< Erwartungen dürften sich als ebenso trügerisch er- tnrisen, wie die Hoffnung auf der anderen Seite, daß nun lttr Augenblick für eine Intervention zugunsten der Buren gifornmen sei. Die Engländer sind entschlossen, den Frieden in Pretoria zu diktieren, während die Buren von Transvaal noch immer davon überzeugt sind, daß sie sich ihri vollständige Unabhängigkeit erkämpfen können. Aus kiksem Gegensätze scheint sich die Notwendigkeit der Fort- sitzung des Kampfes zu ergeben. Wenn man nun Mh annimmt, daß schon das bloße numerische Uebergewicht schließlich den Engländern militärisch den Sieg versoffen wird, so ist damit doch noch nicht gesagt, daß dieser Elsolg auch denjenigen, welche den Krieg in frevelhafter Krise herbeigeführt haben, zugute kommen wird. Jeden- fM sind die Befürchtungen, welche in dieser Beziehung mszerhalb Englands hier und da an einen Sieg der eng- lnschen Waffen geknüpft werden, sehr übertrieben, wenn nicht i.1® großen Teil unbegründet. Die große militärische Bedeutung der Gefangen- inchme Cronjes und seiner Truppen wird allge- uria auch außerhalb Englands anerkannt, doch kann man sich «och keine sichere Vorstellung davon machen, welche Lchvvierigkeiten sich nun noch dem Vormarsche des Lord Nab'erts auf Bloemfontein entgegeustellen, da nicht geringsten Mitteilungen darüber vorliegen, wie groß ÄiZahl der Buren-Truppen ist, welche im Laufe der lqie« Woche, während Cronje die ganze englische Armee kö« KoodooSrand Drift festhielt, in der Nähe von Bloem- sAeiin zusammengezogen worden sind. Eine gewisse Ent- i'^sctzung dürfte den Engländern die Feststellung bereiten, H SCronje mit weniger als 4000 Mann und nur 15 Ge- * England im Siegesjubel. Gießen, den 1. März 1900. Daß nach all' den schweren Schlägen, welche die englischen Truppen in Südafrika bisher erlitten hatten, die Kapitulation Cronjes und seiner Armee großen Enthusias- mn8 im Vereinigten Königreiche hervorgerusen hat, ist erklärlich. Es war die höchste Zeit, daß die Engländer in Form eines greifbaren Erfolgs eine Ermutigung erfuhren, denn trotz allem Optimismus, der jenseits des Kanals zu Hause zu sein scheint, wurden doch weite Volksschichten recht verzagt, insbesondere angesichts der großen Opfer, die bereits gebracht worden waren, und mehr noch bevor- stehurch welchen General Buller jeden Augenblick die letzten Schwierigkeiten beseitigen könne, welche der Entsatz-Armee noch im Wege stehen. Deutscher Reichstag. 156. Sitzung vom 28. Februar. 1 Uhr. Tagesordnung: 3. Lesung des Antrages Winterer und Gen. (Els.) auf Aufhebung des Diktaturparagraphen in Elsaß- Lothringen. Abg. WetterlS (Els.) tritt für den Antrag ein und stellt alsdann fest, daß Prinz Alexander Hohenlohe sowohl in dem Wahlaufruf Tom 11. Juni 1898 wie auch mündlich in einer Wahlversammlung tn Hagenau versprochen habe, für Aufhebung des Diktaturparagraphen einzutreten. Andernfalls würde auch Prinz Hohenlohe keinesfalls ge, wählt worden sein, um so weniger angesichts seiner hohen amtlichen Stellung, die er auch wohl nur erlangt habe, weil er der Sohn — Präsident Graf Ballestrem, lebhaft klingelnd und den Redner unterbrechend, bemerkt, der Herr Abgeordnete dürfe wohl den Prinzen Hohenlohe in seiner Stellung als Abgeordneter sachlich in angemessener Weise angreifen, aber diese persönlichen Beziehungen und amtlichen gehörten hier nicht zur Sache. Abg Wetterlö (Els.) fortfahrend, erwähnt, daß bei der Wahl in Colmar ein Brief des Statthalters eingetroffen sei, worin gestanden habe: „Wenn Preiß nicht,gewählt werde, würde binnen 3 Monaten der Diktaturparagraph fallen." (Rufe: Hört! Hört!). Redner verbreitet sich dann über die Preßzufiände unter dem Paragraphen und betont, daß er selbst einmal von der „Heimat", dem Organ des Statthalters, der berufene Nachfolger des Guillotineurs Eulogius Schneider genannt worden sei. (Heiterk.). Geh. Rat Halley bestreitet, daß in dem Briefe des Statthalters ähnliches, wie Borredner behauptet, gestanden habe. Abg. Roellinger (Els.) erklärt, im Namen des gesamten elsässisch-lothringischen Klerus erhebe er feierlichen Protest gegen die neulichen Aeußerungen des Reichskanzlers, daß der Widerstand der dorttgen katholischen Geistlichkeit gegen eine katholisch-theologische Fakultät in Straßburg auf französische Gesinnung zurückzusühren sei. Der Reichskanzler habe mit Aufrechterhaltung des Diktaturparagraphen eine „Warnungstafel" aufrichten wollen. Es sei aber jetzt Zeit, endlich eine Versöhnungstafel aufzurichten. (Bravo!). Was die Kandidatur bei Prinzen Hohenlohe anlange, so wolle er, Redner, noch bemerken, daß eine solche offizielle Kandidatur in Elsaß-Lothringen nicht mehr möglich sein könne. Nunmehr wird mit großer Mehrheit der Antrag ange- nommen. Für denselben stimmten auch vereinzelte Deutsch- Konservative. Es folgt die Beratung des Antrages Küchly und Gen. (Gesetzentwurf) betr. Einführung des Reichstagswahlrechts bei den Wahlen zum elsässisch-lothringischen Landesausschuß: Abg. Winterer (Els.) begründet den Antrag, Abg. Küchly (Els.) empfiehlt denselben. Abg. Büsing (nl.) äußert sich namens seiner Freunde gegen den Antrag. Abg. G roeber (Zentt.) meint, die Behauptung, daß in Elsaß- Lothringen -deutschfeindliche Bestrebungen die Oberhand nach Annahme des Antrages gewinnen würden, sei ganz unerwiesen. Lieber gar keine Volksverttetung, als nur den Schein einer solchen. Abg. Bebel (Soz.) kann sich nicht darüber wundern, daß die Natienalliberalen einem solchen Anträge entgegen seien. Bon dieser Partei sei ja nichts anderes zu erwarten. Gerade in Elsaß-Lothringen bedeute die Einführung des allgemeinen Wahlrechts nur die Wiederherstellung eines alten Rechtes. Abg. Sargmann (frs. Bp ) erklärt die Zustimmung seiner Part^. zu dem Anträge. Abg. Delsor (Els.) tritt für den Antrag ein. Die elsässisch- lothringische Regierung sträube sich gegen Verzicht auf das bestehende Wahlrecht hauptsächlich deshalb, weil letzteres Wahlbeeinflufsungen zulafse. Den Antrag wird angenommen. Es folgen noch Petitionen. Bei der Petition betr. die kommunale Besteuerung der Konsumvereine empfiehlt Abg. Bebel (Soz.) seinen Antrag, die Petition dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen (statt, wie die Kommission beantragt, über dieselbe zur Tagesordnung überzu« gehen). Es sei unverantwortlich, die Konsumvereine als großkapitalistische Vereinigungen anzusehen und als solche besonders scharf zu besteuern. Die üble Lage des Kleinhandels entspringe nur der ungemein großen Konkurrenz, die sich die Kleinhändler untereinander machten. Deshalb sei auch dieses ganze Vorgehen gegen die Konsumvereine ein Schlag ins Waffer, der den Kleinhändlern gar nichts helfe.' Abg. Gröber (Zentr.) ist mit dem Anträge der Kommission auf Uebergang zur Tagesordnung einverstanden, weil eine etwaige übermäßige Höhe der Umsatzsteuer das Reich nichts angehe, sondern vielmehr Sache der Einzelstaaten sei. Abg. Oertel-Sachsen (kons.) ist ebenfalls für den Kommissions« antrag und bestreitet gegenüber einer Aeußerung bes Abg. Bebel, daß der Bund der Landwirte als solcher mit dem Vertrieb der sog. Pldtz- zigarre etwas zu thun habe. Er, Redner, sei persönlich mit einer staffel- förmigen Gewerbesteuer, je nach der Größe der Betriebe, einverstanden. Es sei endlich Zeit, aus den Schnürstiefeln des Manchestertums heraus zukommen und große Mittel zu wählen, um den Mittelstand zu erhalten. Der Mittelstand sei viel wichtiger, als eine noch so große Flotte. Abg. Raab (Antis.) verbreitet sich ebenfalls über die Notwendigkeit der Erhaltung des Mittelstandes. Abg. Wurm (Soz.) tritt nochmals für den Antrag seiner Partei ein. Mit der Besteuerung der Konsumvereine schädige man nur die armen Arbeiter. Der Antrag der Kommission gelangt zur Annahme. Eine Petition des Vereins zur Bekämpfung des Mißbrauche geistiger Getränke um höhere Besteuerung des Trinkbranntweins beantragt die Kommission, der Regierung als Material zu überweisen. Abg. Binde mal d (Antis.) beanttagt Uebergang zur Tagesordnung. Dieser Antrag wird angenommen. Morgen 1 Uhr: Beratung des Etats des Auswärtigen AmtS. Schluß 58/, Uhr. Deutsches Keich. Berlin, 28. Februar. Der Kaiser empfing heutc den Herzog von Ratibor in Gegenwart des Herrn von LucanuS in Angelegenheit der Errichtung einer technischen Hochschule in Breslau. — Die 20. Reichstagskommission hat heute die zweckt Lesung des Gesetzentwurfs, betr. die Patent' anroälte, erledigt Der Rest wurde nach den Beschlüsse" erster Lesung genehmigt. Tas Gesetz soll am 1. April d. 3 in Kraft treten. J Köln, 28. Februar. Die „Köln. Volksztg." schreck! bezüglich der Haltung des Zentrums gegenüber der Flottenvorlage, die Verstimmung des Zer- trums erstreckt sich nicht allein auf den Gemeindewahlrechts' entwurf, sondern auf die ganze en canaille-Behandl« die es seit Jahren von der Regierung erfahren habe. Tas Zentrum habe zahlreiche wichtige Vorlagen durchbringc" helfen, die ohne seine Mithilfe gescheitert wären. & ?«*** ' 6*1 *. »-Sch ? dm Seb. dm Priv in angemef, ien und , [•Mw btt Ei ; birdner en^, fl9Wjen unbtafB S°n bts CtE^.' u§6Nlb,S wfe des gesamle , Segen bi b” W'bystand btt ■Wwww awp«ap^tn ei, jetzt Zeit, MH r die Jtimbibdut \ noch btmttkn, i: n nicht mehr mb:. bet Antrag asn ereinzelte S)eut : Küchty unb 61 bei ben M 'g,Abg. Küchly ((' mr greunbe gegen t Ptung, bah in IV; tthanb nach Anne! t^tn. Mer gar Im u btt wundern, Mb jen seien. Son bch be in Kslch-Lolhm;: /s nur bit Mebch nimung feiner tyrrh ein. Die MW \ aut bai besteh end »erinstustungm M : Sesteuerung bet ) seinen «nlrag, d« g zu üdemism M Xageiotbm^tt^ e als grohtOM rs scharf zu HWI!’ bet ungemem M Ätt machten. D«i:. Mtrrme ein SW' taiie bet Romtnilfion weil eine etwaige Ü Is angehe, sondern r b fü> »• 1.5SSS « w '***. schibige man f“1 ■ ;i |0t» ”**' tidj. »riet e*® « ÄKxs soll In. srums 9 c 'rsti^Äwahl^ canalUk , tg ÄF leqe deshalb entschieden Verwahrung dagegen ein, daß es zum Danke dafür schlecht behandelt werde Bet einer solchen Behandlung sei das Zentrum nicht in der Stimmung gewaltige Flottenforderungen zu bewilligen. CS werde auf der Lösung der Deckungsfrage verharren, ehe es überhaupt der Flottenvorlage näher trete. AilsUm-. Wien, 28. Februar. Der hiesige englische Botschafter ist onaeblick in politischer Angelegenheit, und zwar be^ug* llch eine^Frie"deIntervention der Mächte, nach^Londoii ^bgere^s^^b^^b^^^^o^ zufolge hielten der Funaczechenklub, der konservative Großgrundbesitz und der Slavenklub eine Konferenz ab, welche einen Verband dieser drei Parteien zum Zwecke hatte. Paris, 28. Februar. Das vom Londoner „Daily Telegraph"verzeichnete Gerücht, Kaiser Wilhelm habe anläßlich der Kapitulation Cronjes ein Glückwunschtelegramm (!!) an die Königin Viktoria gesandt, hat in den hiesigen politischen Kreisen ungeheures Aufsehen hervorgerufen. Allenthalben istüian gespannt, ob sich das Gerücht bestätigt. — Nach einer Depesche des „Temps" aus K o n st a n - tinopel hat der russische Botschafter in Konstantinopel, nachdem der Sultan ihm eine abschlägige Antwort auf seine verlangte Konzession in Kleinasien erteilt, eine energische Note an seine Regierung gesandt, in welcher er dieselbe ersucht, einen Druck auf die Pforte auszuüben, um sie williger zu machen. Lokales und Provinzielles. ’♦ Reifeprüfung am hiesigen Gymnasium. Heute findet die Reifeprüfung am hiesigen Gymnasium statt. Ter PriU fung unterziehen sich 17 Kandidaten. Auf gründ ihrer schriftlichen Leistungen wurden vom mündlichen Examen dispensiert die Herren Ludwig Emmelius, Albert Fromme, Fritz Helm, August Keller, Gustav Knauß, Walther Löhlein, Konrad Richter, Hans v. Scheven, Paul Schoberth, Manfred Scriba, Rudolf Zöckler.Die übrigen sechs Kandidaten müsien eine mündliche Prüfung ablegen. ♦* Eine sehr interessante öffentliche Versammlung wird nächsten Montag stattfinden. Wie bekannt, hat vor kurzem Herr Professor Dr. Leist im nationalliberalen Verein einen Vortrag gehalten, in dem er die Agitation der Gewerkschaften als „Gimpelfang" sehr energisch bekämpfte. (Den größten Teil seiner Ausführungen hat ja der „Gießener Anzeiger" in der letzten Sonntags- und Dienstags Nummer wiedergegeben). Schon in jener Vereinssitzung war Herr Erdmannsdörffer, Redakteur der natl.-sozialen „Hess. Landeszeitung" in Marburg, dem Vortragenden entgegengetreten, hatte jedoch auf eine ausführliche Darleguug seines Standpunktes aus naheliegenden Gründen verzichtet. Dafür hatte er die Anwesenden zu einer öffentlichen Versammlung eingeladen, in der die GewerkschaftS frage von national- sozialer Seite aus behandelt werden solle. Für diese Versammlung hat Herr Redakteur Weinhausen aus Berlin, eine bekannte Autorität in Gewerkschaftsfragen, das Referat Übernomen. Die Debatte, die sich daran anschließen soll, wird, wie man mit Sicherheit annehmeu darf, eine außerordentlich anregende und interessante werden. Es liegt ja auf der Hand, daß nichts das politische Verständnis mehr zu fördern, die scharfen Gegensätze mehr auf das Sachliche zu beschränken geeignet ist, als ein ruhiger in der Oeffentlichkeit ausgefochtener Redekampf zwischen Sachverständigen aus den verschiedenen politischen Lagern. Wiener Soubretten-Theater. Aus dem Theaterbureau geht uns die Mitteilung zu, daß am Dienstag und Mittwoch der kommenden Woche, dem 6. und 7. März, das „Wiener Soubretten-Theater" (Bühne ohne Männer) im hiesigen Stadttheater gastieren wird. Das unter Leitung des Direktors Gothov Grüneke stehende Soubretten-Ensemble befindet sich auf einer großen Tournee durch^Mitteleuropa und ist u. a. jüngst in Amsterdam, Köln a. Rh., Essen rc. mit größtem künstlerischem und pekuniärem Erfolge aufgetreten. Augenblicklich gastiert das „Wiener Soubretten-Ensemble" im Wiesbadener Residenztheater. — Das „Kölner Tageblatt" Nr. 80 vom 5. Februar 1900, schreibt über das „Wiener Soubretten- Theater": „Im Scalatheater ist das Wiener Soubretten. Ensemble des Herrn Gothov Grüneke eingekehrt und hat am Samstag und gestern dort gewaltig durchgeschlagen. Wir müssen uns heute auf wenige Zeilen beschränken, da wir auf die originellen Leistungen des Ensembles noch eingehend zurückkommen werden; wir wollen aber schon heute den vollen Erfolg dieser lediglich aus Damen bestehenden Truppe, bei welcher auch die Männerrollen von Damen gespielt werden, konstatieren. Am Samstag zeigten die Wienerinnen ihre Künste in einem Singspiel von Offen- bach „Die überlistete Scharwache", einem GesangSdiver- tiffement „Aus dem Wiener Prater" und in einer Gothov Grüneke'schen Burleske „Ein Studentenstreich". Die Solistinnen unter den 23 Damen, die übrigens nicht nur singen, sondern auch mit dem Ballet in die Schranken treten, verfügen meist über gute, geschulte Stimmen, alle Damen der Truppe aber sind ausnahmslos hübsch und an Kostümen wird ein Luxus entfaltet, der eine wahre Augenweide darbietet. Es wurde denn auch sehr lebhaft applaudiert und besonders ergötzte sich das Publikum an der überaus komischen Burleske Grüneke's. Sicherlich werden die Wienerinnen dem Scalatheater volle Häuser machen. ** Männerturnvereiu. (Unliebsam verspätet!) Am letzten Samstag feierte der hiesige Männerturnverein sein diesjähriges Winterfest. Das hierzu aufgestellte Programm bot den "zahlreichen Besuchern eine angenehme Abwechslung. Besonders hervorzuheben ist der Turnreigen, der in exakter Weise von einer größeren Anzahl von Turnern ausgeführt wurde. Vielen Beifall fand die Vorführung von Turnübungen am Reck, Barren und Pferd. Die Uebungen einiger Turner zeigten von einer tüchtigen Schulung. Allgemeine Anerkennung zollte man auch der sog. Altersriege, und möchten wir wünschen, im nächsten Jahre eine noch größere Anzahl „alter Herrn" antreten zu sehen. Sehr hübsche Marmorgruppen, denen Stoffe aus dem griechischen Altertume zum Vorwurfe dienten, schlossen den ofßziellen Teil des Vergnügens. Diesem reihte sich ein flottes Tänzchen an, das die Festteilnehmer bis zur frühen Morgenstunde zusammenhielt. m. Treysa, 27. Februar. Den Schmiedemeister Noll aus dem benachbarten Dorfe Armsfeld, welcher gestern abend von Zwesten gekommen, fand man heute morgen ertrunken in dem unterhalb des Dorfes vorbeifließenden, stark angeschwollenen Bache. Durch einen Fehltritt dürfte Noll in das Wasser gefallen sein und hat dann hierin seinen Tod gefunden. — Der schon vor 2 Jahren gegründete Efze- thal-Sängerbund konnte aus verschiedenen Gründen bis jetzt noch nicht in Aktion treten. Zu weiterer Beschluß- faffung versammelten sich gestern im benachbarten Homberg die Vorstände der Gesangvereine zu Kaßdorf, Frielendorf, Holzhausen, Lenderscheid, Mardorf, Oberbeisheim und Waß- muthshausen. Der Anschluß anderer Nachbarvereine steht in Aussicht. Der bisherige Vorstand, bestehend aus den Herren Kantor Blettner-Frielendorf als Bundesvorsitzender, Lehrer Vögler aus Kaßdorf als Stellvertreter, Vogel aus Frielendorf als Schriftführer und Kassierer und die Vorstände der einzelnen Vereine als Beisitzer wurden wiedergewählt. Das erste Bundes-Sängerfest findet zu Frielendorf am 10. Juni dS. Is. statt. A Bodenfelde (Weser), 27. Februar. Eine wertvolle Entdeckung machte man gestern in dem beiAslar gelegenen Dorfe Wiensen. Auf dem Grundstück des Ziegeleibesitzers Filmer dortselbst machte man einen Münzfund, bestehend in Münzen aus dem 17. Jahrhundert. Auch fand man daselbst eine alte Taschenuhr. Die gefundenen Gegenstände sollen einem in ASlar zu gründenden Museum überwiesen werden. Universität und Hochschule. — Habilitiert: An der Universität Marburg Dr. jur. Paul Merkel als Prioatdozent mit einer Antrittsvorlesung über „dolus eventaaliß*. — In der philosophischen Fakultät zu Greifswald Dr. Ernst Zupitza mit einer Vorlesung über „Rasse und Sprache". — Gestorben: In Prag der Prorektor der Universität und Professor der Moral-Theologie Dr. Th. A. Kurz im Alter von 62 Jahren. . — Verschiedenes: Geheimrat Professor Ltmpricht, der langjährige Direktor des chemischen Institutes in Greifswald, feiert am 20. März sein goldenes Doktorjubiläum. — Die Kölnische Zeitung berichtet: Die juristische Fakultät in Bonn hat den Referendar Johannes Brück aus Bonn zum Doctor juris utriusque promoviert, nachdem dieser im Rigorosum das seltene Prädikat „summa cum laude“ er» rungen. — An der Petersburger Universität ist der Direktor der Unr- versttäts-Augenheilanstalt Geheimrat Dr. Graf Magawly i« den Ruhestand getreten. Dr. Magawly, früher Leibarzt des Kaisers Alexander H., war ein Schüler Albrecht v. Graefes und in Rußland der erste Vertreter der in der Mitte des vergangenen Jahrhundeits aufblühenden Augenheilkunde. Er hat 40 Jahre lang an der Petersburger Uni» versitätsaugenheilanstalt gewirkt. _________ Arbeiterbewegung. Wien, 28. Februar. Die heutige Reichsratssitzung verlief bisher ohne Zwischenfall. Die Beratung über die den Kohlenarbeiterstreik betreffenden Anträge wird fortgesetzt. Wetterbericht. Das Depressions' Zentrum ist rasch dem deutschen Küstengebiet entlang bis zu den russischen Ostsee-Provinzen gewandert und hat an Tiefe noch etwas gewonnen. Gleichzeitig hat sich das Maximum von Finnland und Nord-Skandinavien westwärts verlagert, sodaß dasselbe sich heute nördlich der britischen Inseln befindet. Eine weitere Zone hohen Druckes ist im Südwesten erschienen und ragt von dorther ein Keil relativ hohen Barometerstandes über die Westalpen bis zur Bodensee-Gegend herein. In den kontinentalen Lagen, sowie über dem Kanal und im Nordseegebiet haben sich noch mehrfach kleine Unregelmäßigkeiten erhalten. Das Wetter ist zumeist trüb, und stellenweise fallen Niederschläge. — Voraussichtliche Witterung: Wolkiges bis trübes Wetter und zeitweise Niederschläge mit nachfolgender Abkühlung. fetttiMtnS in btt ZtMgozt. Samstag den 3. März 1900. Vorabend 6 Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 8 Uhr echrift» ertlärung, Sabbachausgang 9 Uhr Neueste Kelöungeu. Depesche« deS Bureau »fcetolh*. Berlin, 1. März. Gegenüber einer anderweitigen Meldung kann die deutsche Tageszeitung über das S ch i ck s a l der Lex Heinze aus sicherer Quelle mitteilen, daß eine Einigung über den Theater-Paragraphen längst erfolgt ist, daß der Wortlaut desselben festgestellt ist, daß der entsprechende Antrag für die dritte Lesung von der Mehrheit des Reichstages unterschrieben ist, und daß begründete Aussicht auf die Verabschiedung des ganzen Gesetzes mit Ausnahme des Arbeitgeber-Paragraphen und der Hinaufsetzung des Schutzalters für Mädchen vorhanden sind; mithin darf man annehmen, daß die verbündeten Regierungen der neuen Formulierung ihre Zustimmung nicht versagen werden. Berlin, l.März. Oberbürgermeister Kirschner ist durch Allerhöchsten Erlaß vom 12. Februar nach der seitens der Stadt Berlin erfolgten Repräsentation in das Herrenhaus berufen worden. London, 1. März. Das Gerücht von dem Tele- gramm des deutschen Kaisers an die Königin Viktoria hat hier Glauben gefunden und ist mit Befriedigung ausgenommen worden. Durch diese« Telegramm habe Kaiser Wilhelm, so hörte man, in politischen und journalistischen Kreisen, den schlechten Eindruck, welchen sein Telegramm an den Präsidenten Krüger hervorgerufen, wieder ausgemerzt. Bekanntmachung. Samstag den 3. März 1900, vormittags 11 Uhr, soll auf dem Bürgermeiftereigebäude — Zimmer Nr. 15 — das Rajolerr von 1OOO Quadratmeter Gelände im Zollstockswäldchen zur Anlage eines Pflauzgarteus öffentlich wenigst- nehmend versteigert werden. Gießen, am 28. Februar 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1559____________________Gnautb._______________________ Nutz- und Arennhoh-Versteigerung bet Fürstlich Silms-ßrmmfkls'schni Gönsürstnei Kungen in dem Distrikt Thiergarten bei Hungen. Es sollen versteigert werden: Mittwoch den 7. März, von vormittags 10 Uhr an: 13 Kichen-Stämme, 4 bis 9 m lang, 32 bis 52 cm Durchm. — 8,70 fm, Schnitt- und Htaser-oh. 23 Buchen-Stämme, 5 bis 8 m lang, 33 bis 54 cm Durchm. = 20 km. 2 Ändeu-Stämme, 10 m lang, 26 bis 30 cm Durchm. — 1,28 km. Ferner: 3 Stück alte starke ßichen-Wafferkändel, für Kunstschreiner geeignet. 220 Raummeter Buchen-Scheltholz. 70 ,, Buchen-Stockholz. 8 „ Eichen-Stockholz. 110 „ Buchen-Prügelholz. 7 ,, Eichen.P'ügelholz. • 500 „ Buchen-Reisig. 30 „ Eichen-Reisig. Die Zusammenkunft ist bei dem alten Pflanzgarten. 1569 Dar Nutz- und Werkholz wird von 1 Uhr an ausgeboten. Hungen, den 28. Februar 1900. Fürstliche Oberförsterei. Ausstellung für Krankenpflege Frankfurt am Main Landwirtschaftliche Halle (Ostendstrasse) Eröffnung: 8. März. Eintritt am Eröffnungstage Mark 1.—, folgende Tage 5Q Pfennig. 1568 WWWWW NnWlMßkjgttllvg Donnerstag den 8. März d. I. in den unmittelbar zusammenliegenden nachbezeichneten Gemeindewaldungen. I. Lützellinden. Zusammen funft vormittags punkt 9 Uhr auf dem Wege von hier nach Münchholzhausen, bet den Kiefern. Buchen: 4 Stämme 2. Kl. — 6,71 fm und 1 Stamm 3. Kl. — 1,96 fm; Radel: 91 Stämme 8. und 4. Kl. ----- 43,45 fm, 3 Stangen 1. Kl. und 30 rm Nutzholz. 2. Hörnsheim. Zusammenkunft mittag- 12 Uhr im Distrikt 4 b, nördlich der Straße von hier nach Wetzlar. Eichen: 1 Stamm L Kl. — 4,66 fm, 8 Stämme 2. Kl. — 6,18 fm, 12 Stämme 3. u. 4. Kl. — 6,60 fm und 5 rm Nutzholz. 3. Groß-Rechtenbach. Zusammenkunft nachmittags 1 Uhr auf der Straße von hier nach Wetzlar, am Wegweiser des Wege» nach Lützellinden. Eichen: 1 Stamm 1. Kl. — 2,55 fm, 7 Stämme 2. Kl. — 10,13 fm, 42 Stämme 3. Kl. = 33,76 fm und 4 rm Nutzholz; Nadel: 25 Stämme 3. und 4. Kl. — 6,07 fm, 60 Stangen 1. Kl, 110 Stangen 2. Kl., 235 Stangen 3. Kl. und 25,5 rm Nutzholz. Schluß der Versteigerung in der Nähe von Groß Rechtenbach. Groß-Rechtenbach, 28. Febr. 1900. 1571 Das Bürgermeister-Amt. StautucholMsteigeruvs. Donnerstag den 8. März kommen in den Distrikten 4, 8, 14, 17, 18 und 25 zur Versteigerung: 121 Eichenstämme mit 133,48 fm, 10 Eichen stangen 1., 2. Kl. mit 0,75 fm, 1 Buchenstamm mit 1,39 fm und 8 Kiefernstämme mit 2,83 fm. Unter den Eichen befinden sich mehrere Stämme von 4 bts 5 fm, auch solche, welche sich zu Weü- bäumen eignen, sowie vorzügliche» Schreiner- und Glaserholz. Anfang morgens 10 Uhr im Distrikt 25 Kirschbach. Nähere Auskunft erteilt auf Wunsch Herr Förster Schönwetter hier. 1584 Philippstein, den 26. Febr. 1900. Rosenkranz, Bürgermeister. Heffenttiche nationatsoziake 2. mit und Gießen, den 28. Februar 1900. 1577 — 187 fm, 28 im, 2,50 m lang, 129 rm, 2 m lang, und 140 rm, bei in Gustav Haustein WM tt tetestl Zur Saison > Braunschw. Leberwurst, empfehle meine 1586 140 n ff dto. // bto. eben eingetroffen bei 528 Strengreein^ 1 stier lesen! zu verkaufen. 1594 1581 Licherst-atz- 59. Hotel Grotzherzog von Hessen. verantwortlichrr Rrbatteur: H. Äoegler. 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Der Reinerlös wird dem Turnhallen-Erweiterungsfonds überwiesen, find Freunde und Gönner der Turnerei freundlichst eingeladen. Eintrittsgeld 20 Pfennig. 1590 Der Vorstand. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlichster Teilnahme während der schweren Krankheit und bet dem Hinscheiden unseres teuren, unvergeßlichen Gatten und Vaters Paul Kretzig* sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren tiefgefühltesten Dank. Die tieftrauerude Gattin nebst Kindern. GMen- und MuMusaiuttem in bekannter, vorzüglicher Qualität bestens. Friedrich Georg, KameichaMuus, Zeltersweg 60. Darlohon Offiz., Geschäfts!, Beamt. udk lvlit/11 coul. in jed.Höhe. Rückp.t 1487] Salle, Berlin 8 0 16. ML Schlachthaus. Freibank. 1511 Heate nud morgen: GGuflkW 50 Wg. Rindfleisch 45 Pfg. Schweinefleisch 45 W. Faselochsenfleisch 35 Psg. Prima frische Gier, per Stück 7 Pfg., 2 Stück 13 Pfg. la. Thüringer Rotwurst, p. Pfd. 65 Pf. Kölner Konsum-Austalt C. F. Hackenberg Nachf. 1578 Bahuhosstr. 27. Lindenplatz 12. 1,10 m lang. Das Holz liegt in den Distrikten Kornstück, Kopf, Steinbusch, Erlenschlag, Altehau, Eichwald und Platte- GemeinSewald Krofdorf- Gleiberg. Krofdorf, den 28. Februar 1900. Der Bürgermeister. Lichtenthaeler. 1572 Turnverein Gießen. Vielseitigem Wunsch entsprechend, findet Sonntag den 4. März d. I., abends 7-/r Uhr in «nserer Turnhalle eine Wiederholung der mit so großem Beifall aufgenommenen Wontag den 5. März, aöends 8V2 Aflr, in Steins Garten. Vortrag der Herrn Redakteur Weiohause« ans Berlin übet: „Gewerkschaften und WarteipoMik". Freie Diskussion. Alle Sorten 1574 Saat- und Speifekarwffsln liefert zu billigsten Tagespreisen A. J. Kleeblatt, Seligeuftadt bei Frankfurt a. M 0780] Goethestraße 27 gerärrm. Künf Zimmerwohnung mit Bad, Loggia u. 2 Mansardenzimmern, eleg., mod. Aus- stattung, per April zu verm. G- Balser. 1688] Unmöbliertes Mansardenzimmer zu vermieten. Waltthorstratze 25. Geschäfts-Verlegung. Ab 1. 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Lehrling für hiesiges Generalagentur- Bureau einer Lebens- und Unfall- rc. Vers.-Ges. gesucht. Sofort Vergütung- Offerten unter K. II. 0772 an die Ex- pedition dieses Blattes. Jedermann willkommen. Zur Deckung der Kosten wird ein kleiner Beitrag erhoben. 0793____________________Der Eitiberufe* Hchversteigerung. Dienstag den 6. März d. I. werden aus den Distrikten Neuwiesenkopf, Langer- berg, Liä-te Eichen, Hölzchen, Einfiist, (Sietenberfi, Eiscnkaute, Kalteck, PfingN- weide, Aspenhaag, Neuwiese, Nafferwald und Kasparswald usw. der Forstwartei Weickarishain versteigert: Stämme: 8 Eichen mit 7 fm, 1 Birke mit 0,34 fm, 16 Buchen mit 13 fm, 88 Fichten mit 37 fm, 40 Kiefern mit 25 fm; Derbstangenr 39 Eschen mit 1 fm, 303 Fichten mit 13 fm; Reis- ftangenr 17 Fichten mit 0,43 fm; Scheiter rm: 73 Buchen, 2 Birken, 4 Elchen, 43 Nadelholz; «nüppel rm: 41 Buchen, 64 Eichen, 105 Nadelholz (hierunter 56 rm je 8 m lang); Reisig rm: 142 Bucken, 496 Eichen, 342 Nadelholz; Stöcke rm: 16 Buchen, 5 Eichen- Nadelholz. Zusammenkunft vormittags VilO Uhr im Distrikt Neuwiesenkopf bei Weickartshain, bei Stamm Nr. 194. Nur das Holz im Distrikt Neuwiesenkopf wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Die Nummern des zum Ausgebot kommenden Brennholzes sind blau unterstrichen. Grünberg, den 27. Februar 1900. Großh. Oberförsterei Grünberg. S chober. 1570 „Der de§le Fussbodeuanstrieh“ ist ein neues, aus Chines. Holzöl heraestelltes Anstrichmittel, welches mit prachtvollem Glanze stablbart austrocknet. In 2-3 Stunden sind die Süden wieder begehbar. Wegen Muster und Prospekte» wende man sich an die Niederlage: GL Walter, Farbwaren, Gießen, um Suche gegen sehr hohe Anzahlung gut rentierendes Privathans mit Garten zu kaufen. Offerten unter II. 21. 0790 an die Expedition dieses Blattes._______________ 100 Zentn. gutes Wiesenhen zu kaufen gesucht. Puth, Marburgerstr. 24. >0769 dio. „ Leberwurst, Mettwurst, Plockwurst, Cervelatwurst, Gasthaus ;nm weißru Roß. Scheuer i von Holz, außen gebrettert, an der Ebel- straße gelegen, ist auf Abbruch zu verkaufen. Nähere Auskunft erteilt Jakob Atzbach, Grünberqerstraße 10a, woselbst Angebote bis zum il.d.M.erbeten werden. 0697] Eine Partie Weißzeug zu Verkäufern______Hoöpttalveiwalter Därr. Gute Gartenerde wird billigst angefahren. 0775 __________________<5. Rübsamen. 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Grnhlflechterei WtlflkSSlflk 21. Ferdinand Patlhier. Aufforderung. Von Herrn Karl Häntzer I. von Leihgestern wurde mir betreffs Regulierung und Verwaltung seines Vcr, mögens Vollmacht erteilt. Forderungen sind möglichst bald bei mir anzumelden, und können gül- tige Zahlungen nur an mich geleistet werden. 0786. Gießen, den 1. März 1900. H. C. Werner, Eichgärten 19: ass»» Sä«*! Iw* rtftjL Kits ßr den M< Pstanstalte ^editio Zmiz- un ÄMeno l Seit.: Dn au bii Wit braust oder Schüiniu welche rohr. find nicht zn er M o beginn des ( An desselben ! Die Schule i Das Schulgel Programme Direktion der Lani Mt 3, zu erhal Schluß der i . Lettin, oem „Berliner e-nen erahnt erhalten. 7 Wie de Handlungen zw !.?8es und b' über die ler $■ genannten Th a desteueri D^erkehr Ä1’”8 h «äh*in dtt Men wird _ *»»«. s «>r’i w hüU n dem § lefo fthn. SÄ Rd