6S1.U n. 86X 1885 « Navderer. Stl ;tXD^m Mannten 'm 'Nen: s Psg. pr. 6t * । । . 5 . 5.-. r.-. lpparatt N. 1.80. btzd. 60 Ps,. üt. ftenS au$fitW)tt abrilr m Platze. _____________________Tti aht, m 00, touwetu üschelt erteilt. Äöhl. Ictf'1 enh.DBV L p^Ä'b'Ä $ I vkurck-b-'N jiol jLSS " \900- brrrrn» Wle 98.1p 99 IS 23.H' ul’ «is 0« Freitag den 2. Februar 1900 Zweites Blatt R«. 27 Meßmer Anzeiger Heneral-'Unzeiger ZZezngspreis vierteljährl. Mk. 2,28 monatlidj 75 Psg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle» vicrteljährl. Mk. 1,98 monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener M«»itte«0tätter »erden dem Anzeiger hn Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für heff. Volkskunde" »öchtl. 4 mal beigelegt. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- «nd Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Psg., auswärts 20 Psg. »»«ahme von Anzeigen zu der nachmittags für den fvtgenden Tag erscheinenden Nummer biS vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Amts- rind Anzsrgeblatt für den ‘Kreis Gieren. Gratisbeilagen: Gießener Famiiienblülter, Der hessische Landwirt, Klütter für hessische Volkskunde.__________________ Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar. 7. Amtlicher Teil- Bekanntmachung. betreffend: Die Veranstaltung von Verlosungen innerhalb des Großherzogtums. Der Gemeindevorstand von Schotten beabsichtigt mit dem am 5. Juni l. Js. zu Schotten stattfindenden Zuchtvieh* und Bullenmarkt eine Verlosung von Vieh, landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen zu verbinden, um die Mittel zu Prämiierungszwecken zu gewinnen. Das Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 4000 Lose zu 1 Mark das Stück, ausgegeben werden dürfen, und mindestens 60 Prozent des BruttoerlöseS aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose in der Provinz Oberhessen gestattet worden. Gießen, den 29. Januar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Die Versicherungspflicht sowie die freiwillige Versicherung (Selbstversicherung und Weiterversicherung) nach dem Jnvalidenversicherungsgesetze. Die nachstehenden Bestimmungen des am 1. Januar 1900 in Kraft tretenden Jnvalideuverficherurrgs» gesetzes bringen wir hiermit zur Kenntnis der Beteiligten mit dem Anfügen, daß die Aenderungen gegen die seitherigen Bestimmungen des Gesetzes, betr. die Jnvaliditäts- und Altersversicherung, durch fetten Druck kenntlich gemacht find. Die Versicherungspflicht beginnt mit dem vollendeten 16. Lebensjahre. A. VersicheruugspfUcht I. (§ 1 des Jnvalidenversicherungsgesetzes.) 1. Personen, welche als Arbeiter, Gehilfen, Gesellen, Lehrlinge oder Dienstboten gegen Lohn oder Gehalt beschäftigt werden. 2. Betriebsbeamte, Werkmeister und Techniker, Handlungsgehilfen und -Lehrlinge (ausschließlich der in Apotheken beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge), sonstige Angestellte, deren dienstliche Beschäftigung ihren Hauptberuf bildet, sowie Lehrer und Erzieher, sämtlich sofern sie Lohn oder Gehalt beziehen, ihr regelmäßiger Jahresarbeitsverdienst aber 2000 Mk. nicht übersteigt. 3. Die gegen Lohn oder Gehalt beschäftigten Personen von Fahrzeugen der Binnenschiffahrt, Schiffsführer jedoch nur danu, wenn ihr regelmäßiger JahreSarbeitsverdienst au Lohn oder Gehalt 8000 Mark nicht übersteigt. II. Hausgewerbetreibende in der Tabakfabrikation (Bekanntmachung des Bundesrats vom 16. Dezember 1896). III. Hausgewerbetreibende in der Textilindustrie (Bekanntmachungen des Bundesrats vom 1. März 1894 und 9. November 1895). IV. (§ 5 des Jnvalidenversicherungsgesetzes.) Beamte des Reichs, der Bundesstaaten und der Kommuualverbäude. sowie Lehrer und Erzieher au öffentlichen Schulen oder Anstalten unterliegen der Versicherungspflicht nicht, fo lauge fie lediglich zur Ausbildung für ihren zukünftigen Beruf befchäftigt werden oder so« fern ihnen eine Anwartschaft auf Pension iw Miudeftbetrage der Invalidenrente nach den Sätzen der ersten Lohuklasse (116 Mk ) gewährleistet ist. Beamte der Versicherungsanstalten und zugelasseueu besonderen Kasseneinrichtuugeu unterliegen der Berficheruugspflicht nicht, sofern ihnen eine Anwartschaft ans Penstou in der im Absatz 1 bezeichneten Höhe gewährleistet ist. DerBersicherungspflicht unterliegen ferner nicht Personen, welche Unterricht gegen Entgelt erteilen, sofern dies während ihrer wissenschaftlichen Ausbildung für ihren zukünftigen Lebensberuf geschieht, Personen des Soldatenstandes, welche dienstlich als Arbeiter beschäftigt werden, sowie Personen, welchen ans Grund der reichsgesetzlichen Bestimmungen eine Invalidenrente bewilligt ist Der Versicherungspflicht unterliegen endlich nicht diejenigen Personen, derenErwerbsthätig- keit insolge von Alter, Krankheit oder anderen Gebrechen dauernd auf weniger als ein Drittel herabgesetzt ist. Dies ist dann anzunehmen, wenn sic mcht mehr im Stande sind, durch eine ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechende Thätigkeit, die ihnen unter billiger Berücksichtigung ihrer Ausbildung nnd ihres bisherigen Berufs zugemutet werden kann, ein Drittel desjenigen zu erwerben, was körperlich und geistig gesunde Personen derselben Art mit ähnlicher Ausbildung in derselben Gegend durch Arbeit zu verdienen pflegen. V. (§ 6 des Jnvalidenversicherungsgesetzes.) Auf ihren Antrag sind von dec Versicherungspflicht zu befreien, Personen, welchen vom Reiche, von einem Bundesstaat, einem Kommunalverband, einer Versicherungsanstalt oder zugelassenen besonderen Kässeneinrichtung, oder welchen ans Grund früherer Beschäftigung als Lehrer oder Erzieher an öffentlichen Schulen oder Anstalten Pensionen, Wartegelder oder ähnliche Bezüge im Mindestbetrage der Invalidenrente nach den Sätzen der ersten Lohnklasse (116 Mk.) bewilligt sind, oder welchen auf Grund Der reichsgesetzlichen Bestimmungen über Unfallversicherung der Bezug einer jährlichen Rente von mindestens demselben Betrage zusteht. Dasselbe gilt von solchen Personen, welche das siebenzigste Lebensjahr vollendet haben, lieber den Antrag entscheidet Die untere Verwaltungsbehörde des Beschäftigungsortes. Gegen den Bescheid derselben ist die Beschwerde an die zunächst vorgesetzte Behörde zulässig, welche endgiltig entscheidet. Bei Zurücknahme des Antrags tritt die Versichernngspsticht wieder in Kraft. In der gleichen Weise sind auf ihren Antrag von der Bersicherungspsticht zu befreien Personen, welche Lohnarbeit im Laufe eines Kalenderjahres nur in bestimmten Jahreszeiten für nicht mehr als zwölf Wochen oder überhaupt für nicht mehr als fünfzig Tage übernehmen, im übrigen aber ihren Lebensunterhalt als Betriebsunternehmer oder anderweit selbstständig erwerben, oder ohne Lohn oder Gehalt thätig sind, so lange für dieselben nicht bereits einhundert Wochen lang Beiträge entrichtet worden sind. Der Bundesrat hat hierüber in der Bekanntmachung vom 24. Dezember 1899 (Kreis- hjatt Nr. 11 v. 1900) nähere Bestimmungen erlassen. VI. (Bekanntmachung des Bundesrats vom 27. Dezember 1899) Vorübergehende Dienstleistungen sind danach als eine die Versicherungspflicht begründende Beschäftigung (§ 4, Abs. 1 des Jnvalidenversicherungsgesetzes) dann nicht anzusehen : 1. wenn sie von solchen Personen, die berufsmäßig Lohnarbeit überhaupt nicht verrichten a) nur gelegentlich, insbesondere zu gelegentlicher Aushilfe, b) zwar in regelmäßiger Wiederkehr, aber nur nebenher und Gegen ein geringfügiges Entgelt, welches für die Dauer der Beschäftigung zum Lebensunterhalte nicht ausreicht und zu den für diefe Zeit zu zahlenden Versicherungsbeiträgen nicht in entsprechendem Verhältnisse steht, verrichtet werden; 2. wenn sie von solchen Berufsarbeitern, die in einem regelmäßigen, die Versicherungspflicht begründenden Arbeits- und Dienstverhältnisse zu einem bestimmten Arbeitgeber stehen, ohne Unterbrechung dieses Verhältnisses bei anderen Arbeitgebern nebenher, sei es nur gelegentlich zur Aushilfe, sei es regelmäßig verrichtet werden. Dasselbe gilt 3. für Dienstleistungen zur schleunigen Hilfe bei Unglücks« fällen oder Verheerungen durch Naturereigniffe oder zur schleunigen Beseitigung von Verkehrs- und Betriebsstörungen, sofern diese Dienstleistungen uaw ihrer Art die Dauer von zwei Arbeitstagen voraussichtlich nicht übersteigen werden. 4. für Dienstleistungen in Verpflegungsstationen oder ähnlichen Einrichtungen, wenn sie gegen eine Geldentschädigung verrichtet werden, welche nicht als Entgelt für die gelieferte Arbeit, sondern als eine Unterstützung zum Zwecke des besseren Fortkommens gewährt roirD. B. Freiwillige Versicherung. (Selbstversicherung und Weiterversicheruug.) Zur Selbstversicherung sind fortan befugt, solange sie das 40. Lebensjahr nicht vollendet haben: 1. Betriebsbeamte, Werkmeister, Techniker, Handlungsgehilfen und sonstige Angestellte, deren dienstliche Be- schästigung ihren Hauptberuf bilden, ferner Lehrer und Erzieher, sowie Schiffsführer, sämtlich sofern ihr regelmäßiger JahresarbettSverdienst an Lohn oder Gehalt (auch Tantiemen oder Naturalbezüge) mehr als 2000 Mk., aber nicht über 3000 Mk. beträgt; 2. Gewerbetreibende und sonstige Betriebsunternehmer, welche nicht regelmäßig mehr als 2 versicherungspflichtige Lohnarbeiter beschäftigen, sowie Hausgewerbetreibende, sämtlich soweit nicht durch Beschluß des Bundesrats die Versicherungspflicht auf sie erstreckt ist; 3. Personen, welchen als Entgelt für ihre Beschäftigung nur freier Unterhalt gewährt wird; 4. Personen, welche vorübergehende, eine Versicherungspflicht nicht begründende Dienstleistungen verrichten. Diese Personen sind ferner berechtigt, beim Ausscheiden aus dem die Berechtigung zur Selbstversicherung begründenden Verhältnisse die Selbstversicherung fortzusetzen und zu erneuern. Zur Weiterverfichcrurrg sind fortan befugt, alle Personen, welche aus einem die Versicherungspflicht begründenden Verhältnis ausscheiden, ohne Rücksicht auf ihr Lebensalter. Den freiwillig Versicherten steht die Wahl der Lohnklasse frei. Eine Zusatzmarke kommt vom 1. Januar 1900 an nicht mehr in Verwendung. Gießen, den 20. Januar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Das Bureau der unterzeichneten Stelle befindet sich vom 1. Februar d. IS. ab im Gasthaus zum ..Prinz Carl" (Inhaber H. Otto Bopp) 2. Stock. Hungen, den 30. Januar 1900. Großh. Distrikts-Einnehmerei Hungen. I. E.: Neuning, Vikar. * Der Thronwechsel in China. Gießen, 31. Januar. Die Kaiserin-Wittwe von China ist als eine sehr energische Dame bekannt, Die Recht und Gesetz ihrem Willen unterzuordnen versteht. Sie verfolgt ihre Pläne mit eiserner Konsequenz und schreckt selbst vor Staatsstreichen nicht zurück, deren sie nun schon mehrere auf dem Gewissen hat. Auck, Menschenleben sollen in ihren Augen keine Rolle spielen, und wer ihren ehrgeizigen Absichten im Wege ist, der wird beseitigt, welcher Rangklasse er auch angehören mag. Es ist noch in frischer Erinnerung, wie diese that- krästige Frau dem bisherigen Kaiser Kwangsu die Zugel der Regierung entriß und sich zur Regentin einsetzte. Damals hieß es sogar, der junge Kaiser sei ermordet worden, was sich aber nicht bestätigt. Jetzt hat die Kaiserin den der Regierungsgewalt bereits längst Entkleideten kurzer Hand entthront und einen neuen Kaiser ernannt, für Den jie aber noch lange Jahre die Regierung führen muß. Im .Allgemeinen bleibt also vorläufig alles beim alten, so baß anscheinend der Thronwechsel im fernen Osten die Gemüter gar nicht ernstlich aufzuregen brauchte. Doch sind die letzten Ereignisse nach mehreren Richtungen hin bedeutungsvoll. Man hat schon gelegentlich der Ucbenmbme der Regentschaft seitens der Kaiserin-Wittwe nach Gründen für diesen Schritt gesucht, und allgemein ist man zu der lieber» zeugung gekommen, daß Die von Kwangsu geplanten Reformen unter allen Umständen verhindert werden sollten. Es ist ja bekannt, daß der bisherige Kaiser sich Der Erkenntnis von Den Fortschritten europäischer Kultur Durchaus nicht gänzlich verschloß und manche, wenn auch vorlausrg noch unreife Pläne mit sich Herumtrug, in seinem gewaltigen Reiche bedeutsame Reformen einzuführen, tue Dem internationalen Handel unD Verkehr zu gute gehuninen wären. Das wollte aber eine mächtige Partei, welche be- strebt isst, China noch ferner von der Außenwelt abzuschließen, verhindern, und zu diesem Zwecke trat die Kaiserin-Wittwe hervor. So lange aber Kwangsu noch nomineller Kaiser war, vermochte er immerhin einen Einfluß auf seine Anhänger auszuüben, und deshalb schien es wohl der Kaiserin-Regentin geboten, ihn auch seines Ranges zu -entkleiden und ihm einen Nachfolger zu geben, der infolge seiner großen Jugend noch lange die Gefahr eines selbständigen Auftretens ausschließt. Die europäischen Regierungen haben also alle Ursache, den Thronwechsel in China sehr mißtrauisch aufzunehmen, da er jedenfalls geeignet ist, die Fortschritte, welche in Bezug auf die Erschließung des Reichs der Mitte bisher gemacht worden sind, in Frage zu stellen und weitere Erfolge in dieser Hinsicht unmöglich zu machen. Abgesehen aber davon, ist die Befürchtung nicht ungerechtfertigt, daß der gewaltsame Thronwechsel Unruhen im Gefolge hat, durch welche die europäischen Interessen stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb dürfte die Diplomatie das Ereignis nicht leicht nehmen, sondern die Weiterentwickelung desselben aufmerksam verfolgen, umsomehr, als es sich um viele Millionen europäischen Kapitals handelt, welche dabei in Frage stehen. Deutsches Reich. Berlin, 31. Januar. Der Militär-Attachee bei der hiesigen englischen Botschaft, Oberst-Leutnant G r i e r s o n ist am Dienstagabend nach London abgereist. Er wird sich von 'dort nach Südafrika begeben, um am Kriege teil zu nehmen. Ein Stellvertreter für Berlin ist noch nicht ernannt. — Der K aiser hatte heute vormittag eine Konferenz mit dem Staatssekretär Grafen v. Bülow und hörte alsdann den Vortrag des Chefs des Zivilkabinets von Lukanus. — Wie die Germania meldet, hat die Besserung im Befinden des Dr. Liebe r auch heute zwar a n gehalten, aber nicht so erhebliche Fortschritte gemacht, wie an den vorangegangenen Tagen. Immerhin ist wenigstens kein Rückschritt zu verzeichnen, der neue Besorgnisse einflößen könnte. — Auf der Bühne des Theater in Dortmund ereignete sich heute früh bei einer Probe ein Unfall. Ein Theater-Arbeiter ließ das Tau einer Versenkung etwas zu früh los, wodurch 8 Personen einige Meter hinabstürzten. Dieselben kamen mit leichten Verletzungen davon. — In der Wahlprüfungs-Kommission des Reichstages wurde die Wahl des Abg. Sachse (Soz.) für u n g i l t i g erklärt, die der Abgg. vonKardorff (Rp.) und Stöcker für g i l t i g. Die Wahl des Abg. Dr. H a e n e l wurde b e a n st a n d e t. — Im Reichstage ist heute die Interpellation Czarlinski (Pole) eingegangen, betreffend Handhabung des § 187 des Gerichtsverfassungsgesetzes. — Das A b geordnetenhaus beriet heute den F o r st e t a t. Die Titel zum Ankauf von Grundstücken zur Anlegung von Forsten sowie das Ordinarium und Extra- Ordinarium wurde,: an die Budget-Kommission zurückverwiesen. Der Rest des Etats wurde in Ordinarium und Extra-Ordinarium genehmigt. Morgen ist Fortsetzung der Etat-Beratung. — Der frühere konservative Reichstagsabgeordnete H e l l d o r f f erklärt in der „Konservativen Korrespondenz", daß die vom Fürsten Herbert Bismarck in der Reichstagssitzung vom 20. Januar gemachten Mitteilungen, die sich auf die Unterhandlungen zwischen dem Altreichskanzler und Herrn von Helldorf über das Sozialistengesetz beziehen, thatsächlich unrichtig sind. Herr von Helldorf habe am 24. Januar 1890 nicht beim Fürsten Bismarck gespeist, sondern habe, einer besonderen Aufforderung folgend, noch in später Abendstunde ein Gespräch mit ihm gehabt, welches nur zwischen ihm und dem damaligen Reichskanzler und nur über das Sozialistengesetz geführt wurde. Fürst Bismarck habe ihm damals weder gesagt, noch sagen lassen, daß die Regierung das abgeschwächte Sozialistengesetz aufheben würde. Herr von Helldorf wird demnächst über den Vorgang Einzelheiten veröffentlichen. — Wie das „Berliner Tageblatt" aus Brüssel meldet, ist die Mission des Kammerpräsidenten Beernaert in Berlin vorläufig gescheitert. Infolgedessen wird die gemischte Kommission, deren Entsendung im Anfänge der ,Unterhandlungen beschlossen schien, sich vorläufig nicht konstituieren. Die schwebenden Fragen bleiben daher vorläufig unerledigt. B r e s l a u, 31. Januar. Das gestrige Schneewetter hat den größten Schaden im Telephonbetriebe seit dessen Bestehen angerichtet. Sämtliche 4000 Leitungen sind zerrissen. Der Schaden ist ungeheuer. Der Betrieb ist erst in Wochen wieder aufzunehmen. Auch mit Oberschlesien und Berlin ist der Betrieb auf längere Zeit gestört. Ausland. Wien, 31. Januar. Die gesamte Presse beurteilt d:e englische Thronrede sehr abfällig, und bezeichnet dieselbe als ein trauriges Zeichen politischer Verblendung. Die Blätter drücken ferner die Befürchtung aus, daß England im Begriffe steht, in den verderblichen Abgrund zu stürzen, den das historische Weltengeschick in Südafrika geöffnet hat. Wien, 31. Januar. Ministerpräsident Körber reist morgen in Angelegenheit der Besetzung des Bank-Gouver- neur-Postens nach Budapest. B u d a p e st, 31. Januar. Der P o st w a g e n des nach Arad abgelassenen Personenzuges wurde während der Fahrt ausgeraubt. Der Schaden ist noch nicht festgestellt. Rom, 31. Januar. Die Riva-Affaire ist noch nicht beigelegt. Der Botschafter Graf Nigra soll berichtet haben, d aß man in Wien die Angelegenheit verschleppen wolle. Rom, 31. Januar. Nach Information hiesiger Blätter soll die Ankunft Kaiser Wilhelms in Rom im April erfolgen. London, 31. Januar. Die Abendblätter veröffentlichen ein Telegramm aus Pietermaritzburg, demzufolge die ganze britische Armee das ©Übufer des Tugela erreicht hat. Diese Nachricht widerspricht der Meldung, daß die Brigade Lytteltons noch ihre ursprüngliche Stellung inne habe. L o n do n, 31. Januar. Aus Colesberg wird über Prätoria vom 25. Januar berichtet: Der Buren- Kommandant D e l a r e y hat den Engländern bei Colesberg eine große Niederlage beigebracht. Der anstürmende Feind wurde mit bedeutenden Verlusten zurückgeworfen. Auf Seiten der Buren sind nur zwei Mann verwundet worden. Die Beschießung von Kimberley dauert fort. London, 31. Januar. Ein Telegramm aus Kimberley vom 26. Januar besagt, daß oie Buren während der Nacht die Stadt mit großer Energie beschossen. Es wurden nicht weniger als 600 Granaten abgefeuert. Die Engländer antworteten resultatlos. Konstantinopel, 31. Januar. Infolge des Ultimatums des italienischen Botschafters wird Silvia G e - meli noch heute ausgeliefert. Lokales und Provinzielles. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welche« Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) zGieß en, 1. Februar 1900. GeschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 71 Jahren, am 2. Februar 1829, wurde zu Renthendorf bet Neustadt a. d. Orla der berühmte Naturforscher undRetsende Alfred Edmund Brebm geboren, weltbekannt durch fein Hauptwerk „DaS Tterleben". Nur wenig Naturforscher unserer Zrtt find als Lehrer- und Hausfreunde zu so wetten Kreisen des deutschen Volkes in innigste Beziehung getreten, wle dieser Gelehrte. Der noch nicht 50jährtge Forscher starb am 11. November 1884 in seinem Geburtsorte. • * Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 23. Dezember v. I. dem Bürgermeister Johannes Euler I. zu Ober Roden das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Philipps Ordens zu verleihen. * • Bon der Universität. Der Physiker Prof. Dr. W. Wien hat den an ihn ergangenen Ruf nach Würzburg angenommen und um seine Entlassung aus dem hessischen Staatsdienst nachgesucht. * * Kunstnotiz. Wie wir im „Darmst. Tagebl." lesen, hat daselbst im „Mozart-Verein" ein geborener Gießener, Herr Regierungsassessor Lony gesungen und gute Erfolge erzielt. Das Blatt schreibt u. a.: „Die Mozart'sche Cantate „Lob der Freundschaft" schloß sich ihm an. Die Soli für Tenor und Baß wurden von den Herren K. Lony und H. Oppenheimer gesungen. Ersterer erregte sowohl in diesem Solovortrag, als auch in den späteren, unter denen wir den „Prolog" aus „Bajazzo" hervorheben, durch seinen prächtigen, jugendfrischen Tenor eine gewisse Sensation, sodaß der Wunsch berechtigt ist, ihn einmal in einem öffentlichen Konzert des Mozart-Vereins zu hören. An den offiziellen Teil des Programms schlossen sich zwangslose Vorträge an. Besonders zündend wirkten die schönen Solovorträge des Herrn Lony, der die Anwesenden so begeisterte, daß ein Hoch von Herrn L. Trier auf ihn ausgebracht wurde . . . ." * • Am 4 Februar findet in Darmstadt das dies jährige große Gala-Saalfest des Darmstadter Bicycle Klubs statt, dessen großartige Vorbereitungen einen glänzenden Verlauf erwarten lassen. Am Morgen desselben Tages hält der Gauvorstand eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: Gau-Tourenbuch und -Karte, Bürgerliches Gesetzbuch und Gau; sportliche Veranstaltungen (Wanderfahrten u. a). Gleichzeitig finden sich die Ortsvertreter des Gaues zusammen und beraten über: Ortsvertreterwesen, Bundesgasthäuser, Warnungstafeln, Wegweiser rc. Der Nachmittag vereinigt sämtliche anwesenden VereinS- fahrwarte des GaueS zu einer gemeinsamen Aussprache. Man sieht, der Gau tnmmelt sich rührig mit Rücksicht auf die herannahende Fahrsaison. Q Vom Laude, 29. Januar. Die Klagen der Landwirte über Die herrschende „Leutenot" werden immer allgemeiner und lauter. „Petri Stuhlfeier" — 22. Februar —, an welchem in vielen Gegenden sich der Dienstbotenwechsel zu vollziehen pflegt, naht heran, und zahlreiche Landwirte sehen sich vergeblich nach einem Knechte oder einer Magd um. Manche Bauersleute gehen tagelang auf Reisen, um zum bevorstehenden Umzugstermine einen Dienstboten zu suchen. Selten kehren sie mit Erfolg zurück und dann auch nur, wenn sie enorme Löhne anlegten. Auch mit de« aus Nord- und Ostdeutschland importierten Dienstboten macht man nicht immer erfreuliche Erfahrungen. Die Leute acclimatisieren sich schwer, können sich an die süddeutsche Kost nicht leicht gewöhnen und werden gewöhnlich bald vom Wandertriebe ergriffen. In den Städten suchen die Dienstboten vom platten Lande ein bequemeres Leben. Diese „Landflucht^ und dieser „Zug nach den Städten" beschäftigt neuerdings auch die pädagogischen Kreise, welche auf Mittel und Wege zur Verminderung dieser die Landwirtschaft benachteiligenden Erscheinung sinnen. Der Zug nach den Städten wird zum größten Teile zurückgeführt auf den Mangel an Heimatliebe, Mangel an Verständnis für heimisches Volkstum und auf eine gewisse Gleichgiltig. feit für alles, was mit der ländlichen Heimat zusammenhängt. Den Lehrern der Dorfschulen fällt nun die Bekämpfung der Landflucht zu. Der Geschichtsunterricht kann vor allem ein Mittel zur Pflege der Heimatliebe sein. Darum wäre besonderer Wert zu legen auf geschichtliche Ereignisse, deren Schauplatz die engere Heimat war. Auch der geographische Unterricht soll geeignete Anknüpfungspunkte aufgreifen, um die Anhänglichkeit an den heimischen Boden in den Herzen der Jugend zu festigen. Den Kindern sollen dabei Die mancherlei Gefahren der Großstädte vorge- führt werden, ohne dabei in einseitig abschreckender Weise vor den Großstädten zu warnen. In unserer im Zeichen des Verkehrs stehenden Zeit wäre letzteres wohl auch ein vergebliches Beginnen. Dagegen können beispielsweise die Unterschiede in gesundheitlicher Beziehung zur Beleuchtung des Landlebens recht wohl besprochen werden. Bedeutungsvoll wäre es auch, die Landjugend zur Wertschätzung der ländlichen Arbeit zu erziehen, die Freude an der heimatlichen Natur und eine sinnige Betrachtung derselben anzuregen. Nachhaltiges Interesse am Landleben und an der Landwirtschaft soll bei der Jugend geweckt und gepflegt werden. Durch Anleitung zur Baumpflege, Gemüsezucht rc. soll sich der Landlehrer der Jugend annehmen. Die angedeuteten Momente sind zwar gegenüber einer für die Landwirtschaft verhängnisvollen Erscheinung die allerkleiuften Eindämmungsmittel, allein zur Betrachtnng immerhin wohl wichtig genug. △ Vom Lande, 31. Januar. Die Hoffnung, daß des Winters Macht gebrochen fei, war leider trügerisch. Die letzten Tage des Januar haben uns noch eine prachtvolle Schneelandschaft beschert. Heute erschallt Denn auch allenthalben wieder das liebliche Schellengeläute der „Rennschlitten", und der „kleine Monat", wie die Landleute den Februar zu nennen pflegen, kann uns auch noch mit Frost- wetter überraschen. ck. Rödgen, 31. Januar. Bei dem nunmehr erfolgten Jahresabschluß des Gesangvereins Eintracht dahier, konnte mit Freuden konstatiert werden, daß das abgelaufene Vereinsjahr ein recht günstiges war. Dem Verein traten im Laufe des Jahres mehrere neue Mitglieder bei. □ Ruppertenrod, 31 Januar. Die hiesigen Züchter und Liebhaber reinen Rasfengeflügels haben auf der 3. allgemeinen Geflügel und Vogel-Ausstellung zu Gießen wiederum recht schöne Erfolge errrungen. Es erhielten auf Hamburger Goldsprenkel H. Maus einen Ehren- und einen 2. und 3. Preis, K. Maus auf weiße Italiener einen 2. und 4. Preis, H. Finkernagel auf Goldlack einen 2. und auf schwarze Italiener einen 2. Preis, K. Rohn aus Goldlack einen 2. Preis, H. Burg auf Silberlack einen 4. Preis und K. Burg auf weiße Minorka einen 3. Preis. Wenn man hierbei in Erwägung zieht, daß die Zeit der hiesigen Zucht reinen Rassengeflügels verhältnismäßig noch eine sehr kurze ist, so muß man sagen, daß die Züchter zielbewußt vorgehen, und daß sie keine Mühe scheuen, den Anforderungen, die eine Reinzucht verlangt, gerecht zu werden. Der eigentliche Gründer der hiesigen Reinzuchtvereine, Herr Södler in Nieder Gemünden, darf aber auch stolz fein auf die Anerkennung feiner Bestrebungen und Verdienste um die Hebung der Geflügelzucht in unserer Gegend, denn Herrn Södler lediglich gebührt das Verdienst, den Boden für die Reinzucht von Rassengeflügel hier gelegt und bearbeitet zu haben. Er selbst erzielte für ausgestelltes Ge- flügel auf genannter Ausstellung 2 Ehren , 2 erste, 4 zweite, 5 dritte und 6 vierte Preise. Aus dieser Anzahl von Preisen erhellt zur Genüge, mit welcher Lust und Liebe Herr Södler die Geflügelzucht betreibt. + Grünberg, 31. Januar. Mit dem 1. Februar verläßt Herr Ober-Postasfistent Schliephacke unsere Stadt, um seinen Dienst am Postamt Gießen, wohin er versetzt wurde, anzutreten. Zum Nachfolger des Herrn Schliephacke am hiesigen Postamte wurde Herr Ober-Postassistent Petri zu Gießen ernannt. r. Gudensberg, 31. Januar. Einen wertvollen Fund machte hier vor einigen Tagen der Schornsteinfeger- meister L. auf Dem hiesigen Postamt. Er bemerkte auf dem Boden liegend, ein altes Kouvert, welches er aufhob. In demselben befanden sich drei Hundertmarkscheine, welche L. auf dem Bürgermeisteramte ablieferte. Sehr bald meldete sich der Eigentümer, ein Schafhändler aus Westfalen, welcher das Geld beim Aufgeben einer Depesche aus dem Rock verloren hatte. Er hatte seinen Verlust erst am Dorfe Niedervorschütz bemerkt und war nun voller Bestürzung nach dem hiesigen Postamt zurückgeeilt. Seine Freude war natürlich groß, als er sein Geld wieder erhielt, gern zahlte er den Finderlohn und eine tüchtige Zeche. — § Grebenhain, 28. Januar. Hier wurde gestern abend der Geburtstag des Kaisers festlich begangen, und zwar gemeinschaftlich durch den Kriegerverein, Musikverein und Gesangverein, in dem geräumigen Saale des Gastwirts Heinrich Ganß XIV. Wie schon einigemale, so hielt auch diesmal der Kriegerverein seine Generalversammlung gleichzeitig ab. Auch fand gleichzeitig Neuwahl der Vorstandsmitglieder statt. Einstimmig wiedergewählt wurden Oberförster Weber als Präsident und Postverwalter Breit- wieser als Stellvertreter. Auch die übrigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Herr Oberförster Weber hielt dann eine Rede, dankte für die Wiederwahl und schloß mit einem dreifachen Hoch auf Seine Majestät den Deutschen Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Großherzog. Unter )en Klängen des Musikvereins, sowie bei einem guten Glase Bier fanden noch verschiedene komische Aufführungen statt. Auch wurden mehrere patriotische Reden gehalten und Toaste ausgebracht, und gingen die Mitglieder der Vereine erst gegen Nach-Mitternacht nach Hause. Es wurde bei dieser Gelegenheit gleichzeitig eine Sammlung für die Buren veranstaltet, welche die Summe von 22 Mk. ergab. A Mainz, 31. Januar. Bei den hiesigen Möbel- chreinem ist ein Ausstand im Anzug. Die Gehilfen verlangen eine Herabsetzung der Arbeitszeit von 10 auf 9 Stunden pro Tag sowie eine Erhöhung des Lohnes bei Überstunden nach Feierabend um 40 Prozent und bei der Sonntagsarbeit um 50 Prozent. Wenn diese Forderungen nicht bewilligt werden, soll allgemein in Streik getreten werden. Bis jetzt haben die Möbelfabrikanten und Meister noch keine Stellung zu den Forderungen genommen. — Mainz soll jetzt auch ein Krematorium bekommen. Der hiesige Verein für Feuerbestattung hat sich bereits wegen Errichtung eines solchen mit der Bürgermeisterei ins Benehmen gesetzt. m. Treysa, 31. Januar. Wie weit oft der Spinn- ftubenunfug geht, zeigt ein Fall, der dieser Tage in einem benachbarten Dorfe vorkam. Einer der jungen Burschen wollte dem Spinnstubenhalter einen Schabernack an- M-öe von NF„?l-Europ 100 Mar! Iftschcinnngswc^, QUl, «latt uliausgeM fest iibcrgegangcn- jrö n «schienen waren, w» ‘.„164 oo endet, sssg towawn ■ öiidjcn ÄenerMernb Stand gebrachtes Kon mehrere tausend Kar enb iktchneMn Meilung ta Liebenowschen Starte fit Ku-Erscheinung des >ahrerlarte hat sich unser ititigm Wtungeninr unb Zeichner einer W Verlags, ais vvrMch -’tegM gerneiMM ' 'm Wrrge in zartem grün. Tv die administrativ-poii Radfahrer-Ausgabe i :Webeiirabfa&rerlWi die Enifernungszahler jüinftcr Ermittelungei unö der topographiset Biiitgeteilt, teils denosj Liebenow-Ravenstein's ganz Mittel-Europa i cheittich zur Tarstellm ssmd beide Kartenwerk men doch das bargeff eh deren Verteilung bis in MW «Wdot der Kr, 1 Schuhmacher, 1 Bausch Dienstmädchen, 1 Wcheui Nachfrage der fl »necht sur Landwirtschaft u wn6 vausardeil, 1 Laussrc Sonnttetag l Kr-ar l»oo, bot *a »ho on; »wet Setneinbtwoib, i 3 T-m-l !n„ 11 «Mn , 6o[i ”*9ett werde Bao. ood: 3 stamm, 1,3 i Mrefa, ,0 ""SÄ1, 'M W „ big iR 14 235s6® 3 tm J™ Halle« 45'” 29 * S”'«hün» 5Ä"' Bh. * :t * bet Ä* a Gethin !!hun und gab seinem Kollegen davon Kenntnis. Während nun der Erstere die Anregung dazu gab, führte der Letztere Den Plan aus. Sie gingen hin und schnitten dem Spinnstubenhalter, der seinem Beruf nach Weber ist, sämtliches auf den Webstuhl gespannte Garn ab. Andern Tags auf den Schaden aufmerksam geworden, drohte der Geschädigte mit gerichtlicher Anzeige, waS den Uebelthäter bewog, den Schaden zu ersetzen. 1. frfatr öet- ’t unftrt Stadt, i-m er versetzt rn Zchliephackt Ment Petri d-i bM 4rtrW °»ch h.. ?*k*. »s*— Büßtet 8 haben auf der un9 Zu Gießen "gen- Es fr= 18 «neu Ehren-- W Italiener > Goldlack einen W, K. Rohn Sliberlack einen einen 3. Preis. !°ß die Zeit der rltnismäßig noch M bie Züchter 'he scheuen, den -echt zu werden, htvereine, Herr 1 stolz sein auf $txV\en^e um Ge^errd, \>tnn uch, den Boden :r gelegt und be» ausgestelltes ®e- 2 erste, 4 zweite, str Anzahl von : Lust und Sitbt Jitteratur. Neue Ausgabe von W. Liebenow's Spezialkarte oon Mittel-Europa, 1: 300 000 in 164 Blättern, topo- araphisch-polotische Ausgabe, und das neue Kartenwerk Liebenow- Navenstein's Spezial-Radfahrkarte von Mittel-Europa, 1:300 000 in 164 Blättern. Stichgrößc jedes Blatt 28 mal 37 Zentimeter. Ermäßigter Abonnementspreis für jede der beiden Ausgaben unaufgezogen je 100 Mark, aufgezogen in Oktav zu 180 Mark. Erscheinungsweise: 20 Lieferungen von je 8—9 Blätter^ unaufgezogen a 5 Mk., aufgezogen in Oktav a 9 Mk. Späterer Ladenpreis unaufgezogen 164 Mk., aufgezogen in Oktav 246 Mk. Einzelblättcr beider Ausgaben werden abgegeben. Preis pro Blatt unaufgezogen 1 Mk., aufgezogen 1.50 Mk. Nach dem Ableben des berühmten Autors — Herrn Geh. R.-Rat und Vorstand des kartographischen Bureaus im Königlich Preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten Professor W. Liebenow — ist obiges großartige Kunstwerk in den unterzeichneten Verlag übergegangen. Tas Werk, von welchem seither nur 142 Blätter erschienen waren, wird nunmehr auf die vorgesehene Blattzahl von 164 vollendet. Die erste Ausgabe des Werkes war bekanntlich lauft Veranlassung und.mit Beihilfe-des Königl. Preuß. Groben Generalstabes entstanden nnd fand bereits im Feldzuge 1870/71, wo die bezüglichen Blätter an die Trnppenstäbe verteilt wurden, eine Verwendung, die sich vorzüglich bewährte. Auch in der Presse fand das Werk die günstigste Beurteilung. Für die topographisch-politische Neuausgabe haben sämtliche in Betracht kommenden topographischen Bureaux der deutschen und der ausländischen Generalstäbe in bereitwilligster Weise bis aus den neuesten Stand gebrachtes Korrektur-Material geliefert. In Summa mehrere tausend Kartenblätter, welche von unserer kartographisch- zeichnerischen Abteilung zur Berichtigung und bezw. Ergänzung der Liebenow'scheu Karte gewissenhaft verwertet worden sind. Für die Neu-Erscheinung des Werkes als Liebenow-Ravenstein's Rad- sahrerkarte hat sich unser Herr Hans Ravenstein durch seine vielseitigen Erfahrungen im radtouristäschen Sport (auch Herausgeber und Zeichner einer Reihe von Radfahrer-Spezialkarten unseres Verlags) als vorzüglich geeigneter Redakteur erwiesen. Beiden Ausgaben gemeinsam sind die Situations- und Schriftplatten in schwarz, die Gebirge in Schrafsenmanier in braun, der Wald in zartem grün. Die topographisch-politische Ausgabe enthält die administrativ-politischen Grenzen in rot: wogegen auf der Radfahrer-Ausgabe mit rot unterschieden sind die Haupt- und Nebenradfahrerstraßen mit Angabe gefährlicher Stellen, sowie die Entfernungszahlen. Die Zahlen selbst sind das Resultat sorgst inster Ermittelungen unter Zuhilfenahme der Meßtischblätter und der topographischen Karten aller Staaten: teils offiziell niitgeteilt, teils den offiziellen Radfahrerführern entnommen. Die Liebenow-Ravenstein'sche Radfahrerkarte ist die einzige, welche ganz Mittel-Europa in großer Vollständigkeit und Klarheit einheitlich zur Darstellung bringt. Auch für Handel und Verkehr sind beide Kartenwerke von hervorragender Bedeutung. Bewohnen doch das dargestellte Gebiet über 100 Millionen Menschen, deren Verteilung bis in die kleinsten Wohnplätze uns die Kartenblätter bestens verdeutlichen. Eisenbahnen und Straßen (bis zum Gemeindeweg), Gewässer und Kanäle sind vollzählig dargestellt. Die Bezugsweise in 20 Lieferungen zu stark ermäßigtem Abonue- mentspreis von nur 100 Mark für das unaufgezogene Exemplar (spätere Ladenpreis 164 Mk.) erleichtert die Anschaffung des Werkes ganz beträchtlich. Der Besitz des Werkes wird in vielen Fällen die Anschaffung kostspieliger Einzelkarten - die Reichs- kartenblätter nicht ausgeschlossen — ersparen. Die erste Lieferung beider Ausgaben, enthaltend die Blätter 23: Stralsund, 35: An klam, 36: Stettin, 47: Ruppin, 48: Cüstrin, 60: Berlin, 74: Leipzig, 88: Chemnitz ist soeben erschienen. Man abonniert bei den Buch- und Kunsthandlungen. Deer und Marine. München, 28. Januar. Die bayerische Abgeordnetenkammer hatte vor kurzem den Beschluß gefaßt, es sei an die Staatsregierung nochmals das Ersuchen zu stellen, auf eine Minderung der Zahl der pensionierten Offiziere hinzuwirken, und insbesondere Pensionierungen von Offizieren nicht aus dem Grunde eintreten zu lasten, daß ein Offizier, der sich für seine bisherige Dienstesstellung als genügend befähigt erweise, für die nächst höhere Dienstesstellung nicht geeignet sei. Gestern unterlag dieser Antrag der Beschlußfaffung des Reichsrates, und in dieser Körperschaft erklärte der Kriegsminister F-hr v Asch: Ich muß konstatieren, daß, so lange ich diene — und das sind nun über 40 Jahre — niemals übergangene Offiziere im Dien st e belassen wurden. Im übrigen ist ja auch hier insofern ein Wandel zum Besseren eingetreten, als durch die Einrichtung der Landwehrbehörden den Offizieren, die aus dem Truppendienste ausscheiden müssen, die Möglichkeit gegeben ist, nach Maßgabe der vorhandenen Stellen, Wiederverwendung zu finden. Daß die Resolution der Abgeordnetenkammer eine Entwertung des Offizierkorps zur Folge hätte, darüber, glaube ich, könnte bei vorurleilssreier Erwägung des Für und Wider auch der Laie im klaren sein Ich müßte den Vollzug des vorliegenden Antrages als ein hochbedenkliches Experiment betrachten, zu dem ich nie und nimmer die Hand bieten könnte. Ich ersuche daher die hohen Herren im Interests der Armee, im Interests des Ansehens des Offizierkorps, auf ihren bisherigen Anschauungen zu beharren, und den Antrag der Abgeordnetenkammer abzulehnen. Der Antrag wurde denn auch, wie schon berichtet, einstimmig verworfen. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen. 4. Woche vom 21.—27. Januar 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 600, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 23,53%o, nach Abzug der Ortsfremden 6,36»/«;. Kinder An m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Es starben an: Zusammen: Verunglückung 2 (2) Typhus 1 Lungenschwindsucht 2 (2) Diphtheritis 1 Asthma 1 Krebs 3 (3) Gehirnleiden 1 Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr 2 (2) - - 1 — — 2 (2) - - 1 (1) 1 — — 3 (3) - - 1 — — Summa: 11 (8) 10 (7) 1 (1) Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börne vem 31. Januar. Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit p«r ult Februar 1.40°/q, do. per ult. März 2.60%, Diskonto Kommandit per ult Febr 1 20%, do. per ult. März 2.30/o, Lombarden per ult. Februar 0,60% do. per ult. März 1 00 /q. Notierungen: Kreditaktien 235.10-90-00, Diskonto-Komman- dit 195.10-196.10, Staatsbahn 137.40, Gotthard 142.20, Lombarden 27.70-00-00, Ungar. Goldrente 99.45, Italiener 94 40, 3proz. Mexikaner 26.30-00, Gesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 4%»%. 1% bis 23/4 Uhr: Kredit 235.90-80, Diskonto 196.30-40 Staatsbabn 137.40, Lombarden 00 00, Bochum 272.30-273.50. Limburg a. v. Lahn, 31. Januar. Fruchtmarkt. Durch, schnittspreis pro Malter. Roter Weizen 13.00 Mk., Weißer Weizen —.— Mk., Korn 10.75 Mk., Gerste 9.10 Mk., Hafer 6.54 Mk., Erbsen —.— Mk., Kartoffeln —.— Mk. Zahlungseinstellungen. Konkurseröffnungen: Firma Gebr. Lambertz, Welz (Aldenhoven); Kaufmann Osk. Gallisch, Hubertushütte (Beuthen, 0 -8.); Unternehmer Ludw. Peter, Biesingen (Blieskastel); Finna Otto Liebers, Claussnitz (Burgstädt); Botenfuhrmann Ernst Max Seifert, Burkhardtsdorf (Chemnitz); Kaufmann Alfr Pappenroth, Christburg; Kaufmann Heinr. Dreuscher, Dortmund ! Händler Gust. Weder, Forst; Kupferschmied Herrn. Pötzsch, Frankenberg; Bauunternehmer Heinr. Louis Irmsoher, Auerswalde (Frankenberg); Kaufmann Adolf Dannenfeld, Höhr (Grenznausen); Genossenschaft Sarstedter Konsumverein , Sarstedt (Hildesheim); Nachlass des Kaufmanns Hugo Freytag, Königsberg; Buchhändler Wilh. Biehgke (L. Neumanns Buchhandlung), Kulm; Händler Rich Kiesenthal, Landsberg a. d. W.; Nachlass des Bauers Traugott Koch, Heutingsheim (Ludwigsburg); Kaufmann Karl Friede. Aug. Bertram, Lübeck; Kaufmann Andr. Lenze, Magdeburg; Händlerin Joh. Hoter, Pleidelsheim (Marbach); Dresohmasohinenbesitzer Joh. Jost, Hailer (Meerholz); Mützenmacher Joh Kamp, Mühlheim a. d. R.; Zigarrenfabrikant Wilh. Rhein, Ratibor; Fuhrunternehmer Jak. Teschmer, Hochlarmark (Rekling- hauseo); Zigarrenhändlerin Anna Sedlmaier, Regensburg; Scauh- warenhändler Heinr. Zimmermann, Hockenheim (Schwetzingen); Juwelier Felix Katt, Strassburg i. E.; Kaufmann Paul Kühn, Senditz (Trebnitz); Kaufmann Ludw. Pilgrim, Vacha; Kaufmann Berth. Holzer, Würzburg; Firma B. Lämmlein Nachf., Würzburg. Wetterbericht, lieber dem kontinentalen, sowie über dem südlichen Europa dauert die Herrschaft des tiefen Barometerstandes an. Das Haupt-Zentrum desselben wandert durch Zentral-Europa langsam nordostwärts, wobei, es allmählich an Tiefe verliert. Ein sekundäres Minimum lagert noch über dem Golfe von Genua. Ferner befindet sich an der nordwestlichen Küste Frankreichs der Rand eines weiteren Minimums. Die Nordhälfte Europas ist von hohem Drucke bedeckt. Das Wetter ist auf unserem Gebiete andauernd unbeständig. Zeitweise fallen Niederschläge. Voraussichtliche Witterung: Fortdauernd unbeständiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. giebt dem Kaffee nicht nur eine schöne Farbe, sondern auch einen exquisiten Geschmack. 802 tt btdtf n Ml' ■ys* r bemrrkte auf lcheS er aufhob. rkscheine, welche Sehr bald mel- auS Westfale«, resche au8 dem erst am Dorfe iller Bestürzung ne Freude war tlt, yrn ytytt bt tztstnu abend i begangen, und [ein, Mufilverein Saale deS M jnigewale, so h'»t lleraloerfamn^A W# der Bvl' ergewM wurden Verwalter Br ei ' brigen Borsts rrocW unb W btn Deutsche" .em guten W Mrnngen °an. alten nnb Toafi btt tctenie d würbe bet dies« tt die Bure» va t&i ! .,7 und bei btt ^orderungrr 0ette,ei tu Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrahe 2. ««gehet der «rbeitnehmer r 1 Glaser, 2 geprüfte Heizer, 1 Maschinist, 1 Schuhmacher, 1 Bauschreiner, 1 Hausbursche, l jüngerer Kellner, 1 jüngeres Dienstmädchen, 1 Weißzeugflickerin, 1 Schreibgehilfe. Nachfrage der Arbeitgeber r 2 Baufchloffer, 1 Bauschreiner, 1 Fuhr- knecht für Landwirtschaft und Müllerei, 3 Hausburschen, 6 Dienstmädchen für Küche vnd Hausarbeit, 1 Lauffrau. llrrlkißcriiiiiicn. Hohmrsteigenmg. Donnerstag den 8. Februar 1900, von vormittag- »Va Uhr au, soll in dem Anne- rüder Gemeindewald, in den Ab- teilungen 3 Tempel, 9 Btrkeberg und 11 Rollstein, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Nutzholz. 3 Eichenstämme, dabei ein Schnittstamm, 113 Fichtenstämme, 13 bis 25 cm Durchmesser, 10 bis 19 m lang, 25,11 fm haltend, 5 Stück Eichen - Derbstangen, 0,19 fm haltend, 1079 Stück Fichten - Derbstangen, 7 bis 12 cm Durchmesser, bis 16 m lang, 64,95 fm haltend, 235 Stück Fichten * Neisstangen, 3,44 fm haltend, 3 rm Eichen-Nutzscheitholz. B. Brennholz. 6 rm Eichen- u. Nadel-Scheitholz 45 „ Buchen-Knüppel, 8 n Eichen Knüppel, 29 „ Nadel-Knüppel, 2360 Buchen-Wellen, 300 Elchen-Wellen, 3300 Nadel-Wellen, 21 rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Stockholz. Die Zusammenkunft ist am Oppen- roderweg auf dem Kreuz Oppenröder- veg—Pfingstschneise. Iuuerod, den 31. Januar 1900. ®r°py- Bürgermeisterei Annerod. Horn. 846 Hohversteigerung. Dienstag den 6. Aebruar d. Js. werden aus den Distrikten Ocklenstall, Esp, Wirberger Waldlache, Steinwsg, Hain, Beltershainer Wald, Steinkaute, Neuhofstannen, Hoherod und Lange Bucken der Forstwartei Reinhardshain Stämme r 51 Eichen mit 21 fm, 35 Kiefern mit 24 fm, 288 Fichten mit 92 fm, 17 Lärchen mit 9 fm; Derb« ganger» r 9 Fichten mit 1 fm versteigert. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Tränkschneise im Distrikt Ochsen- stall bei Geilshausen bei Stammholz Nr. 315. Nur daS Holz im Distrikt Ochsenstall 1 c wird bei der Versteigerung vorgezeigt, die blau unterstrichenen Nummern im Distrikt BelterShainer Wald 1 und Steinweg 1 werden nicht verkauft. Grünberg, den 31. Januar 1900. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober. 851 Kttlluhoh-Nttsteignimg in der Srä-ichtn Oberförstern Arusbmg. Mittwoch den 7. Februar, nach Zusammenkunft 97, Uhr vor» mittag» am Steinbruch, nächst der Straße Lich—Butzbach, werden aus den Distrikten Hain, Seeberg, Deckelborn, Seewald und Hard versteigert: Scheiter rm: 135 Buchen, 2 Weichholz. Prügel rm: 40 Buchen, 52 Eichen, 3 Nadel, 12 Weichholz. Stöcke rm: 44 Buchen, 59 Eichen, 43 Nadel. Stammreiser rm: 90 Buchen, 1031 Eichen, 45 Weichholz. Astreiser rm: 250 Buchen, 362 Eichen, 211 Nadel« und Wetchholz. Die Reiser aus den Distrikten Hard 8, 9 und 10 werden nicht oorgezeigt. 796 Soeben wieder eingetroffen: MAGGI bei 815 Gnstav Walter« McknSburg 13 Lösliche Frühstücks - Sappen Gemüse- und Kraft-Suppen Bouillon-Kapseln Suppen -Würze Ein rheinischer Mineralbrunnen sucht zum Vertriebe eines erstklassigen natürlichen kohlensauren Tafelwassers einen mit der Branche durchaus vertrauten gewandten und rührigen W“ Vertreter "W für Giessen und Umgegend. Gefl Offerten unter C. 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Bearbeitet von Adolf Köhler, Negier.-Affeffor, Mainz. 8° mit Tabellen Mk. 1.20. Dieses von der gesamten Preffe außerordentlich günstig beurteilte Merkchen dürfte für jeden Steuerzahler z. Z. unentbehrlich sein, da es dem Besitzer manche Unzuträglichkeiten und Kosten erspart! Vorrätig in allen besseren Buchhandlungen. Nach auswärts franko per Post bei Einsendung des Betrages. 701 Sängerkranz. Samstag den 3, Februar er., abeuds 8 Uhr: Maskenball m Steins Saalbau. Die Geheimkarten werden an die Mitglieder von Freitag früh bei dem Bor- itzenden, Herrn Karl Berg, ausgegeben. 808 Der Vorflaud. Die Kaupt-Kollekte ____ von Karl Engel in Alzey I Münchener Beginn des nächsten 4 monatlichen ii. j 1 - Kursus 698 Brauer-Akademie. 23. April 1900. Magistratlich gen. Privat-Institut Prospekte durch Dr. Doemens, München. Rillptc ■ $Perr8’tz Mk. 2,50, unnumerierter Platz Mk. 1,75, Dlllülö. Mk. sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphe Nachf.) zu haben. 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E« ist die« da» bekannte Werdauungs- und Mlutreinigrrngsrnittel, der Hubert UHrich’sche Kräuterwein Dieser Krüuterwcln ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet und stärkt und belebt den BerdauungSorganiSmus des Menschen ohne «in Abführmittel zu sein, Kräuterwein beseitigt Ltär- ungen in den Slutgefästeii, reinig« daS Blut von verdorbenen, krank» machenden Glossen und wirkt sördernd aus di« Neubildung gesunden Biutes. Durch rechtzeitigcn Gebrauch des Kiäuter-WeineS werden Magenübel meist schon tm Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstSrenden Mitteln vorzuziehen. Lymptome, rote: Kopfschmerzen, Nus- stotzen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen ^veralteten) Ragenleiden um so hcstiger austreten, werden ost nach einigen Mal Trinken beseitigt. ChtAfttorditMfnHa und deren unongemüme Folgen, wie Beklemmung, Kollkschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Psortadersysiem (Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuterwein rasch und gelind beseitigt. Kräuterwein behebt Nnver» daulichkeit, verleiht dem Derdauungisystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Etuhl untaugliche Stosse au» dem Magen und den Gedärmen. Zageres, ökeiches Aussehen, ZSkut- mangel, Entkräftung Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit unter nervöser Abspannung und G«- müthSverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaslosen Nächten, stechen ost solche Kranke langsam dahin. Äiäuletwein giebt der geschwächten Lebenskraft einen srischen Impuls. Kräuterwein steigert den Appetit, besörder« Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven nnb schafft dem Kranken neue Leben-lust. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen die». Krauter-Wein ist zu habm in Flaschen ä Mk. 1.25 und 1.75 in den Apotheken von Gietzrn, Grotzen-Linden, Wetzlar, Fronhausen, Braunfels, «uhbach, Drandoberndors, Gladenbach, Weilburg, Grotzen-Buseik, Allendors, Grünberg, Sich, Hungen, Laubach, Bad-Nauheim, Marburg u. s. w., sowie in ganz Deutschland in den Apotheken. Auch versende« die Firma „Hubert Ullrich, Leipzig, Westftratz« 82", 3 und mehr Flaschen Lräuterwein zn Origtnalpreisen nach ollen Orten Deutfchland« potlos und ktstesret. Vor Nachahmungen wird gewarnt! Man verlange ausdrücklich SV* Hubert Ullrich’sehen -W-E Kräuterwein. Ein junger Mann sucht in gutem, bürgerlichem Hause ein Zimmer mit Pension. — Offerten sind zu richten unt. Nr. 821 an die Expedition d. Bl._______ Bessere Wirtschaft, nachweislich gutgehend, von auswärtigen tüd>t. jungen Wirtsleuten zu mieten oder zu kaufen gesucht. Off. unter Nr. 0363 an die Expedition dieses Blattes. 514| Wegzugsbalber ist der 3. 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