Mittwoch den 1 August Nr 177 Zweites Blatt. ifNoe Anrts- und Auzcigeblutt für den Ureis Giefzen 8«*e*r «. .Blätter Kr H Mlhmbt* De»ug»prei» Vlrrteljährl. Mk. 9.M monatlich 76 Psg. mit Bringer!otzn; durch die AbholestcLeM vierktljShrl. Mk. 1,N monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljLtzN. mit Bestellgeld Alle Anzrigeu-BermittlungSstellen de- In- und An-laude- nehmen Anzeigen für dm Giestmer Anzeiger mtgrge», Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auSwLrlS 20 Pfß. Ldrefie für Depefchm: Anzeiger Fernsprecher Nr. 6L Gratisbeilage«: Gießener Zamitienblätter, Der hePsthe Kandwirt, KAter für hesfifche Volkskunde. $rf*rbd tägNch »ü L»a»ah»r bei Die Gi«->ner »**Uit*tHl(cr ward« de» Anzeiger »«nah«« »•* R«»eige« zu der «achmMagi für da» HlMka e*e «rfcheinmden Numm« bis Hrm. W Ahr. spätestens eb*M w*r. MtaMn, «spadiei»« und Bro*»* Vr. 7. Gießener Anzeiger Generat-NHeiger König Humbert von Italien. Der Reichs-Anzeiger schreibt: Der König von Italien ist das Opfer eines fluchwürdigen Ber- brechms geworben. Ueberall im deutschen Reich erweckt dieser neue grauenvolle AuSbruch anarchistischer Mordsucht den tiefsten Abscheu gegen den THLter. Die tiefste Teilnahme für die Herrscher-Familie und die Bevölkerung des verbündeten Königreichs Jtalim. Das jähe Hinscheid en des edlen Monarchen trifft auch unser Vaterland als ein großer schmerz, licher Verlust. Der Kaiser beweint in dem Entschlafenen einen treuen unvergeßlichen Freund und mit der italienischen Raston teilt an der Bahre ihres geliebten Königs alle herzlichen Sym- pathleen für seinen erlauchten Sohn und Nachfolger das gesamte deutsche Volk. Die Nordd. Allg. Ztg. sagt: Durch sein enges Freundschafts-Verhältnis zu Kaiser Friedrich, durch viele, grade das deutsche Gemüt ansprechende Züge seiner ebenso liebmswürdigen wie hoheitsvollen Persönlichkeit, hat sich König Humbert in dem Herzen des deutschen Volkes einen Platz gesichert, wie kaum je ein ausländischer Fürst. Wir klagen um ihn, als sei einer der Besten aus Deutschlands eigenen Fürstenhäusern dahingegangen. Unsere innigste Teilnahme gilt der schwergeprüften königlichen Frau, die ander Seite des Verewigten den Thron Italiens geziert hat und aus bewegtem Herzen bringen wir heiße Segenswünsche dem erlauchten Prinzen, der unter so erschütternden Umständen zur Krone berufen wird. Die Post schreibt: Die Nachricht von der Ermordung des Königs von Italien hat in hiesigen politischen Kreisen Entsetzen und Empörung über diesen neuesten Akt anarchistischer Blutgier hervorgerufen. Es liegt kein politisches Verbrechen vor, sondern einzig ein Akt anarchistischer Mordlust und Blutgier. Fast die gesamte Presse der Welt äußert sich in ähnlicher Weise. Sämtliche Berliner Abendblätter besprechen in langen Artikeln den an dem König verübten Mord und geben ihrer tiefen Entrüstung über das Verbrechen Ausdruck. Aus Berlin wird uns geschrieben: Die Ermordung des Königs von Italien hat hier eine außerordentlich tiefgehende Entrüstung in allen Schichten der Bevölkerung hervorgerufen. Im italienischen Botschaftsgebäude in der Wilhelmstraße wurden den ganzen vormittag zahlreiche Coudolenzbesuche abgestattet. Graf Lanza, der italienische Botschafter ist nicht hier, ebenso Graf Bülow. Den Beileidsbesuch dürste deshalb der Reichskanzler der hiesigen italienischen Botschaft abstatten, während der Kaiser selbst, so vermutet man, außerdem direkt condolieren wird. Die hiesigen Staatsgebäude haben sämtlich halbmast geflaggt. Wer als Vertreter Deutschlands nach Italien geht zur Beerdigung des Königs, ist bisher nicht bestimmt. — Von anderer Seite wird uns aus der Reichshauptstadt geschrieben: Als die Nachricht von der Ermordung König Humberts in Berlin eintraf, war weder bei dem Auswärtigen Amt noch bei der italienischen Botschaft die Trauerkunde eingegangen. Nm 10i/3 Uhr begab sich der Vertreter des abwesenden Grasen Lanza nach dem Auswärtigen Amt, wo die Schreckensnachricht soeben eingelaufen war. Um 11 Uhr traf das offizielle Telegramm, welches das Ableben des Königs anzeigte und aus Rom datiert war, bei der Botschaft ein. Sofort hißte das Botschafts-Palais die Flagge auf halb- mast. Unter den zahlreichen Leidtragenden, die sich in der Botschaft einfanden, erschien als erster der Minister des königlichen Hauses von Wedel, dann der russische und der französische Botschafter, die Flügel-Adjutanten von Boehn und von Jacobi. Es folgten viele Mitglieder des diplomatischen Korps, Justizminister Schönstedt und andere. Um l1/« Uhr traf der Botschafter Graf Lanza aus Schwerin hier an. Oberbürgermeister Kirschner hat ein Beileidstelegramm an den Bürgermeister von Rom gesandt. Ueber das Verbrechen geht uns aus Rom folgende Meldung zu: Ganz Italien trauert um den König, der noch bis um 10 Uhr Preisverteilungen anläßlich des Turn-^ festes beiwohnte. Sofort nachdem der König mit seinem Adjutanten den Wagen bestiegen hatte, drängte sich ein junger Mann heran, der drei Revolverschüsse ab- feuerte. Der König sank in die Wagenkissen zurück und verstarb bald darauf. Der Mörder wurde sofort verhaftet. Die Polizei mußte ihn gegen die Lynchversuche des Volkes schützen. Die erregte Volksmenge verfluchte den Mörder. Derselbe heißt Angelo BreSci aus Prato in ToScana. Der Ministerpräsident reiste sofort nach Monza. Das junge Königspaar befindet fich auf einer Orientreise. — Der erste Schuß traf den König, während er im Wagen aufrecht neben dem General Ponzlo-Vaglia stand, in die-Brust, dicht unter dem zum Gruße erhobenen rechten Arm. Der zweite Schuß traf das Herz und der dritte durchbohrte die linke Schulter. Der König erhob heftig, wie zum Schutze, den rechten Arm und sank dann sofort lautlos in die Kissen des Wagens zurück. Die scheu gewordenen Pferde verließen in raschem Tempo den Schauplatz des furchtbaren Attentats. BreSci's Verhalten ist ruhig und gleichgiltig. „Laßt mich in Ruhe, laßt mich schlafen", erklärte er. Sein Bruder ist Offizier im 10. Infanterieregiment. Der Revolver, von kleinem Kaliber, war mit drei weiteren Schüssen geladen. Da in Mailand und Sizilien der Ausbruch der Revolution befürchtet wird, beschloß der Ministerrat, bei den geringsten Unruhen den Belagerungszustand über einzelne Distrikte, eventuell ganz Italien zu verhängen. Der Mörder gestand seine That ohne eine Spur von Reue ein. Die Börse und die Geschäfte in Rom sind geschloffen. Die Stadt ist vollständig schwarz beflaggt und aus allen Landesteilen treffen tausende von Kondolenz-Depeschen ein. Von allen ausländischen Fürsten und Regierungen sind Beileidstelegramme eingelausen. Heute nachmittag sand ein Kronrat statt. Der junge König kann erst in drei Tagen eintreffen und wird am Donnerstag den Eid aus die Verfassung leisten. Bis dahin führt das Ministerium die Regentschaft. * * * Wir leben in einer Zeit, die erschrecklich reich ist an „Tyrannenmorden". Abgesehen von dem Bubenstreich, den jüngst ein minderjähriger Bursche gegen den Prinzen von Wales glücklicherweise ohne Erfolg zur Ausführung zu bringen fuchse, welche entsetzlichen Morde und Mordversuche haben wir nicht alle in jüngster Zeit erlebt! Die Kaiserin von Oesterreich, eine unglückliche Mutter und kranke Frau, die niemals auch nur irgend wie provokatorisch hervor- getteten war, starb im September 181)8 durch Mörderhand. Präsident Carnot, einer der persönlich liebenswürdigsten Präsidenten, die Frankreich besessen hat, fand ein ähnliches Endx.. ebenso Stambulow, der bulgarische Staatsmann. Und nach am Sonntag verübter Ermordung Humberts kommt heute aus Paris die Nachricht von einem Attentatsversuch auf den Schah von Persien (Vgl. Ausland.) Wenn die Menschenhand bessernd oder frevelnd mit Thaten, die die Welt erschüttern, in den natürlichen Gang der Ereignisse der Geschichte eingreift, so fragt der Ursache und Wirkung vermittelnde Verstand der Mitlebenden zuerst nach einer Erklärung ihres Beginnens. Für den Fanatismus der Boxer und bezopften Mordbuben in China findet er wenigstens eine solche Erklärung, die Thaten des Anarchismus sind ihm ein schwarzes, unlösbares Rätsel, so lange er sich dagegen sträubt, einen bestialischen, seuchenhaft ansteckenden Mordwahn als Erklärung zuzulassen. So erscheint auch die Ermordung Umbertos als ein unerforschi- liches Rätsel, dsenn blinder und wahnwitziger hat nie eine Kugel ihr Ziel erreicht, als die, mit der Angelo Bresci den Herrscher getroffen, dessen Hochherzigkeit, Edelmut, Milde und Menschenfreundlichkeit wir gestern schon erwähnten und die ihn, wie man glaubte, für alle Zeit vor solch frevler Unthat gefeit hätten. König Humbert ist bei einer der Herrscherhandlungen, die über die Pflichten des Königs hinausgehen und d.urch die grade der Ermordete es verstand, immer und immer wieder den Beweis zu liefern, daß er an allen Regungen seines Volkes Anteil nehme, von der Hand des Mörders ereilt worden. Der Turnverein „Stark und Frei" hatte auf Sonntag den 29. Juli die Vereine der Provinz Mailand zu einem Wettbewerb nach Monza geladen, zwanzig Vereine waren der Aufforderung gefolgt, und König Humbert war selbst erschienen, um nach dem Wettturnen die Preise an die Sieger zu verteilen. Als er abends halb elf Uhr nach der Preisverteilung mit seinem ersten Flügeladjutanten den Wagen bestieg, um sich ins Schloß zu begeben, fielen die tötlichen Schüsse. Wir erwähnten gestern schon den 1878 gegen König Humbert verübten Mordanfall. Vor drei Jahren erst, am 22. April 1897, als der König zu Rom nachmittags nach dem Rennplatz fuhr, verübte der 24 Jahre alte Schmieds arbeitet Acciarito ein zweites Attentat, indem er durch einen Dolchstoß den König zu töten versuchte. Das dritte Mal hat ihn der Frevel erreicht, und das Herz, das ganz feinem Volke gehörte, vorzeitig gebrochen. Werfen wir einen Blick rückwärts auf das Leben des ermordeten Königs, so sehen wir, eine wie weite Laufbahn sein Land und sein Volk zurückgelegt haben, welche Fortschritte vollendet wurden, seit er zur Regierung kam. Die Nachfolger solcher Fürsten, denen es vergönnt gewesen, mit eigener Kraft und mit Hilfe günstiger Zeitströmungen große fruchtbare Umwandlungen im Leben ihrer Staaten zu vollbringen, haben in der Beurteilung weder der Mitwelt noch der Nachwelt einen glücklichen Stand. Insbesondere ist die Mitwelt, verwöhnt durch die glänzenden Thaten einer großen Entscheidungsepoche, tote die der nationalen Einigung Italiens und Deutschlands war, stets zu einem unbilligen Vergleich zwischen dem naturgemäß bescheideneren Wirken der Nachfolger und den blendenden Erfolgen der Vorgänger bereit und ist geneigt, den füllen Ausbau dessen, was im Sturm der Ereignisse rasch errungen worden, mit dem Maßstab der Ungeduld zu messen und sich enttäuscht zu fühlen, wenn die in den Tagen des nationalen Aufschwunges erhofften Früchte nicht o schnell reifen wollen, wie der Baum gepflanzt war. Diesem Mißgeschick, wenn man es so nennen darf, war König Humbert umsomehr ausgesetzt, als der leichtbeweg-- lichen aber ernsten Tiefe entbehrenden Mehrheit des ita- ienischen Volkes jenes schiefe Urteilen besonders nahe liegt, da sie durch äußeren Glanz leicht entflammt, aber zu geduldiger Arbeit, die späte Frucht bringt, minder befähigt ist, und da vor allem das durch die Einigung Italiens ge- chaffene Staatsgebilde einem Gewand zu vergleichen ist, in das die Mehrheit der Nation moralisch und materiell noch lange nicht hineingewachsen war. Enttäuschungen konnten in Italien um so weniger ausbleiben, als-durch eine liberale Verfassung der Schwerpunkt der Regierung in die erwählte Vertretung einer politisch noch unreifen Bevölkerung gelegt war, und daher Ueberschätzung der eigenen Kraft neben schweren Vernachlässigungen des dringend Notwendigen kaum zu vermeiden war. Aber es erfüllte sich doch das schlichte Wort seines Vaters, Viktor Emanuels I.: „Humbert wird mit feinem gesunden Sinn und guten Herzen seine Sache als König gut machen". Er hatte sich das Pflichttoort des großen preußischen Königs, daß der Fürst des Staates erster Diener zu sein habe, rückhaltlos zu eigen gemacht. Ihm war das Bewußtsein, ein konstitutioneller Monarch zu sein, dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen, daß es für ihn in verfassungsrechtlichen Fragen kein Schwanken, keine Unsicherheit gab, er vielmehr stets mit nie versagendem Feingefühl die konstitutionellen Schranken seiner Stellung genau innehielt, wie er aber auch anderseits darauf bedacht war, die versasfungsmäßigen Rechte der Krone M- verfehrt zu erhalten. Nie hat er den Versuch gemacht, dem Lande etne Regierung und eine Politik aufzudrängen, die dieses nicht wollte, nie den Versuch eine Regierung und eine Politik zu halten, nur weil er sie wollte. Auf einem Gebiete freilich zog er dem freien Spiel der politischen Kräfte eine unübersteigliche Schranke, die Grundlinien der auswärtigen Politik bestimmte er, insbesondere die Bündnispolitik war sein Werk und der Gegenstand feiner von keinen innerpolitischen Tagesströmungeu beeinflußten Fürsorge. Mit dem weiten und scharfen Blick, den er sich schon in jungen Jahren erworben hatte, erkannte er, baft die Zukunft Italiens nur dadurch zu sichern fei, daß es den engsten Anschuß an Deutschland suche und jede Lockerung der Bündnisse, die sich aus diesem Grundsatz ergeben, s orgsam verhüte und vermeide. Mancherlei Wechselfälle hat Italien unter Humberts Regierung durchgemach, Sieg und Niederlagen auf dem llnheilsboden Afrikas, politische, wirtschaftliche und soziale Krisen, Erschütterungen der öffentlichen Ordnung in verschiedenen Laudesteilen hat es durchleben müssen, aber mich gewaltiger Fortschritte darf es sich rühmen, und wenn es, wie wir hoffen, die jetzt durch die Ermordung König Humberts heraufbeschworene Krise unschwer überwindet, dann dankt es die Kraft dazu zum guten Teil dem Wirken dieses trefflichen Fürsten, dessen Sohn und Thronfolger voraussichlich die gleichen Bahnen wandeln wird. Der „Prinz von Neapel", auf den die Krone Italiens übergegangen, ist, soviel man weiß, ebenso konstitutionell gesinnt wie sein Vater, und ein ebenso überzeugter Anhänger der Dreibundpolitik. So tief und herzlich die Trauer um König Humbert ist, die das deutsche Volk bewegt, ebenso innig und aufrichtig sind die Wünsche, die es seinem Sohne, dem Freunde unseres Kaisers, entgegenbringt und die darin gipfeln, daß er seinem Volke dasselbe werden möge, was fein unglücklicher Vater ihm gewesen ist. Die Nachricht von der Ermordung des Königs Humbert wurde in Frankfurt gestern in den Vormittagsstunden bekannt und erregte mit Rücksicht auf persönliche Beziehungen besondere Teilnahme. Seit der König zum Chef des hessischen Husaren-Regiments Nr. 13 ernannt worden, hat er auf seinen Berliner Besuch sr eisen stets in Frankfurt Halt gemacht, um dieses Regiment, das die Namenschiffre „U" auf der Achselklappe klappe trägt, zu besichtigen. Aus seine Verwendung hin hat der Kaiser das Regiment, dessen Versetzung nach Saarburg bereits beschlossen war, in der Garnison Frankfurt belassen. Bei diesen Anlässen haben ihn die Frankfurter kennen gelernt. Er war schlank, nicht groß von Gestalt, überragte aber doch seinen Sohn, den jetzigen König, um mehr als Haupteslänge. Sein ernstes Gesicht erhielt den charakteristischen Ausdruck durch die gutgewölbte Stirn und den buschigen Schnurrbart. Sein Kopfhaar toar vorzeitig grau und in den letzten Jahren weiß geworden ^n seiner ganzen Erscheinung machte der König den Umdruck eines Mannes, der seinen Berns nicht leicht nimmt und wenig Freude daran finbet. Der Ernst seiner Natur wich am wenigsten von ihm, wenn er gezwungen war m (ne Ceffet (Weit zu treten. Aber einmal haben ihn doch die Ber mer herzlich lachen sehen. Das war, als er das letztemal tue los. — Nach, einer Londoner Meldung sollen die Buren den englischen General Baden-Po well in Rustenburg einschließen. Die Buren, die sehr zahlreich sind, nehmen starke Stellungen ein. Oberst Hickrnan, der zn seinem Entsatz anrückte, wurde vom Feinde zurückgeworfen. Nach Depeschen verschiedener Blätter aus Pretoria scheint der neueste Vorstoß Roberts', soweit er die Abfangung Bothas bezweckte, fehlgeschlagen zu sein. Der Burenführer entrann nach einer „Standard"-» Meldung aus Pretoria ostwärts von Middelburg. Seine Truppen zerstreuten sich über das Gelände. Hunderte sollen schublos, mit blutenden Füßen, in Lumpen, hungernd nach Norden wandern. Die britische Kolonne büßte auf dem Marsche nach Middelburg 300 Ochsen und 120 Maultiere ein. Die Bahnverbindung mit dem kampflos besetzten Middelburg ist offen, sechs Wagen mit Lebensmitteln trafen dort ein. Piet de Wet geriet mit seinem Stabe in Gefangenschaft, doch entkamen wiederum die Geschütze wie die Wagenkolonne. Es gelang den Buren, durch das bergige Gelände nach einer Stellung am Vaal durchzubrechen, wo sie sich anschicken, standzuhalten. Die Wirren in China. Nach einem Telegramm des deutschen Konsuls in Tientsin vom 28. ds. hat der Erste Sekretär Der deutschen Gesandtschaft in Peking, von Below- Saleske, unter dem 21. Juli mitgeteilt, daß das Befinden des Dolmetschers Cordes befriedigend ist, und daß die übrigen Mitglieder der Gesandtschaft wohlauf find. Das Detachement hatte 10 Tote und 14 Verwundete. Die Leiche des Freiherrn von Ketteler sei von der Regierung geborgen. Der Angriff der chinesischen Truppen aus die Gesandtschaften sei seit dem 16. Juli Ausland. Paris, 30. Juli. Die größte Aufregung herrscht über ein auf den Schah von Persien beabsichtigtes Attentat. Ein Polizei-Agent, der Zeuge des Vorganges war, erzählte^ als der Schah aus dem persischen Pavillon heraustrat, versuchten zwei Personen an ihn heranzukommen. Der Agent machte mehrere Kollegen auf die Betreffenden aufmerksam, von denen einer mit einem Dolch bewaffnet war. Als sie ich bemerkt sahen, flüchteten sie, einer wurde aber von den Polizei-Agenten eingeholt und verhaftet. Er heißt ArS- man und gehört der persischen Theater-Gesellschaft an, die in der Ausstellung Vorstellungen giebt. Budapest, 30. Juli. Die Hochzeit deS Königs Alexander wurde definitiv auf den nächsten Sonntag anberaumt, weil erst bis dahin der in Paris ausgestellte Thron zurückkommt. Das KönigSpaar unternimmt dann eine Rundreise im Lande. Konstantinopel, 30. Juli. Der Sultan befahl den sofortigen Abschluß der Armierung von acht m Genua umgebauten Kriegsschiffen durch Krupp. (Dieser nach langen schwierigen Konkurrenzkämpfen von Krupp erzielte Erfolg ist um so bedeutender, als es das erste Mal ist, daß die türkische Marineverwaltung Armlerungsbestell- ungen in Deutschland macht. Der Abschluß beläuft sich, aus ca. 650 000 Pfund.) _ Deutsches Mich. Berlin ,30^Juli. AusHel go land wird gemeldetr Der Kaiser hielt gestern den Gottesdienst ab und arbeitete sodann mit dem Staatssekretär Grafen v. Bülow. Abends wurde auf der Düne das Souper eingenommen. Die Ab- reise nach Bremerhaven erfolgte heute vormittag. In Vertretung des Chefs des Zivilkabinetts ist in Bremerhaven der Geheime Regierungsrat Valentin zum Vortrage beim Kaiser eingetroffen. — Der Kronprinz ist heute nacht in Begleitung des Oberstleutnants von Pritzelwitz in Oels eingetrosfen und hat sich heute früh aus die Pürsche nach, Ludwigs- dorf begeben. — Der Kaiser hat anläßlich des Mschlusses des deutsch-amerikanischen Handelsabkommens dem Botschafter in Washington v. Holleben den Kronenorden 1. Klasse, dem Direktor im Auswärtigen Amt von Körner die Krone zum Roten Adlerorden 2. Klasse und dem der Botschaft in Washington zugeteilten Forstreferendar, Frhr. v. Herman, den Roten Adlerorden 4. Klasse verliehen. ~ _ — Der Schah von Persien trifft am 29. August hier ein und wird als' Gast des Kaisers mit fernem Gefolge im Schloß Bellevue Wohnung nehmen. Am 1. September wird er auf Einladung des Kaisers in der kaiserlichen Suite an der großen Herbstparade auf dem Tempelhofer Felde und später an den mit ihr verbundenen Hoffestlichkeiten teilnehmen. Die Abreise des Schahs erfolgt voraussichtlich am 3. September abends. _ -- ■■ IIIMIFW HK^***W*^ Gieße«, 31. Juli 1900. *» Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Aus die heutige Bekanntmachung des städtischen Gas- und Wasserwerks, betr. Ausdehnung des Hochdrucknetzes der städtischen Wasserleitung, ser auch an dieser Stelle besonders aufmerksam gemacht. Die Bekanntmachung geht insbesondere die an, die an den näher bezeichneten Straßen Grundstücke besitzen oder dort wohnen. *«• Neber das schreckliche Unwetter am Sonntag nachmittag laufen noch von nah und fern zahlreiche Meldungen von Verheerungen ein, die das mit orkanartigem Sturm be- aleitete Gewitter anrichtete. So schreibt uns aus Friedberg unser d-Berichterstatter: Sonntag nachmittag gegen 6 Uhr kam abermals ein furchtbares Unwetter uver Winterstein und Johannisberg herüber über unsere Gegend. Man wähnte das Gewitter noch in ziemlicher ^fernung,. als sich plötzlich ein gewaltiger Sturm erhob und gleich darauf ein wolkenbruchartiger Regen ntebergmg. Unter heftigstem Donnern und Blitzen hielt das Gewitter eme Stunde -«scklua mebreremal ein; vom Sturm wurdenTelegraphen- an, es schlugmeh i von ^en Bäumen gerissen. Auf der Rodheimer- und Nauh°i«°r-Str°ß° lagen starke Neste und oer mooyeimer u bcr Sturm entwurzelt hatte, auch junge Ba, ch' dasselbe bedeutenden Schaden an. NObftbünm h°b n °m meisten gelitten, und di- Obst. Die Obstbüum- schien, ist teilweise zer- Wrt°'wordei? Seit Jahren hat man hier solche Gewitter L«l bt - 3» Dorheim schlug der Blitz in d Bienenhaus des Gutsbesitzers Reis und zerstörte mehrere Bote eines hiesigen amerikanischen Missionars von Peking zurück mit der Meldung, die Gesandtschaften seien vom 15. bis 18. Juli nicht beschossen worden. Die Kaiserin- Regentin habe schon lange durch eine Kundmachung besohlen, das Bombardement völlig einzustellen." Der russische Gesandte in Brüffel übermittelte dem Auswärtigen Amte ein Telegramm des Admirals Alexiew aus Tschisu, in dem berichtet wird, die Gesandtschaften in Peking f’.ien wohlbehalten. Das Kaiserlich chinesische Edikt vom 24. Juli, das der Gouverneur Juan schi-kai den Konsuln in Shanghai mitteilte, und worin versichert wurde, die fremden Gesandten befänden sich wohl und würden durch Sendungen von Nahrungsmitteln unterstützt, soll nach einem Telegramm des „Daily Expreß" folgenden, bisher unterdrückten Schlußpassus enthalten haben, der für Li-Hun g-Tschang persönlich bestimmt war: „Es ist eingestandermaßen nicht ratsam, alle Gesandten zu töten, aber ebenso unklug wäre es, sie jetzt fr eizugeben und nach Tientsin zu geleiten. Viel besser wird es sein, sie als Geiseln hierzubehalten. Wir befehlen Dir, sofort nach Peking zu kommen. Dein Verweilen im Süden, während Du hier so nötig gebraucht wirft, erregt unseren Kaiserlichen Zorn. Wir haben Dich zum Vizekönig von Tschili ernannt, weil Deine größere militärische Erfahrung Dich besser als den gegenwärtigen Vizekönig Julu befähigt, die chinesische Armee gegen die fremden Truppen zu sühnen." Li-Hung-Tschang hat, wie in London verlautet, „seines hohen Alters wegen" sein Abschiedsgesuch eingereicht und beabsichtigt, China zu verlassen, was man in London hinwiederum als Zeichen dafür betrachtet, daß die Gesandten in Peking nicht mehr am Leben sind. Weiterhin ist die folgende Depesche des deutschen Konsuls in Tschisu vom 27. Juli eingetrosfen: „ Nach einer Drahtmeldung des Gouverneurs von Schantu ng an mich- ist meine Depesche an unsere Gesandtschaft in Peking am 22. Juli befördert worden. Ferner telegraphiert der Gouverneur an das hiesige Konsularkorps, daß nach einem kaiserlichen Edikt vom 24. Juli frnit Ausnahme des deutschen Vertreters alle Gesandten unversehrt, auch mit Lebensmitteln versehen gewesen seien. Eine dritte Depesche des Gouverneurs an das Konsularkorps meldet die Weiterbeförderung eines Telegramms der Admirale vor Taku an die Gesandtschaften in Peking. In diesem Telegramm werden die Gesandtschaften gebeten, direkte Nachrichten mit fliegendem Kourier zu senden. Nach chinesischen Meldungen wurde am 8. Juli die englische Gesandtschaft von Truppen Tungfuhsiangs angegriffen, der Angriff aber erfolgreich abgeschlagen. Tungfuhsiang wurde auch von dem Truppen des Prinzen Tsching bekämpft. Gegenwärtiger Zufluchtsort der Europäer sei die dicht bei dem Kaiserpalast gelegene Peitang-Kathedrale. Der Palast selbst werde ebenfalls von den Empörern belagert. Die verwüstete Altstadt von Peking sei eng umzingelt. Das große Einschließungsheer bestehe aus Boxern und chinesischen Truppen". Auch der deutsche Konsul xn Tschisu hatte durch den Gouverneur von Schantung der Gesandtschaft in Peking ein Telegramm übermitteln lassen; darauf bezieht sich seine Meldung, daß seine Depesche vom 22. Juli befördert worden sei. Mit der Botschaft des Herrn v. Below xft die Hoffnung, daß die Mehrzahl der Gesandten und Ausländer in Peking noch leben, fast zur Gewißheit geworden. Zugleich aber sagt diese Botschaft aud).: „ein sehr schleuniges Vor rücken der Entsatztruppen ist dringend nötig". Wie uns aber von zuverlässiger Sette mttge- teilt wird, ist der für Ende Juli oder Anfang August angekündigte V o r m a r s ch der fremden Truppen m Tientsin auf Peking durch Beschluß der Admirale aus militärischen und klimatischen Gründen zunächst hi naus geschoben worden. r Ueber die Ernennung eines Oberbefehls ha b er s über die verbündeten Truppen haben in der letzten Zeit mehrfach Verhandlungen stattgefunden, doch ist diese Frage, wie unser Berliner Mitarbeiter zuverlässig erfahrt, immer noch nicht gelöst. Die „Köln. Ztg." bestätigt das durch : eine Meldung des Admirals Remey, fordert aber die be- teiliqten (Staaten auf, alsbald die kleinlichen nationalen Eifersüchteleien bei Seite zu setzen, um den Vormarsch ans Peking zu ermöglichen. Das Blatt versichert, Deutschland erhebe keinen Anspruch aus das Oberkommando und fei pereit, seine. Mippen jedwedem Oberbesehl zü ümterstellen, über den die anderen Machte sich einigen. Deutschland stimme allen Vorschlägen betreffs des Oberbefehls zu, wenn nur der sachliche Zweck gesichert und der Vormarsch auf Peking ausgesuhrt wird. Deutschiland gereiche es zur Genugthuung, day es an der Uneinigkeit keinen Anteil habe. * * eingestellt. ~ , Damit scheint, so weit sich dieses Telegramm aus der Ferne beurteilen läßt, der Beweis geliefert, daß die Gesandten und Fremden in Peking ihrer großen Mehrheit nach am 21. Juli noch lebten. Diese Annahme gründet sich daraus, daß die Botschaft des ersten LegattonSsekretars v. Below-Saleske kaum eine Fälschung sein kann, weil der I deutsche Konsul in Tientsin telegraphiert: „v.Below schreibt", ihm also offenbar die Handschrift Belows vorgelegen hat. Zweifelhafter dagegen wäre die Kunde, wenn der Ausdruck I schreibt" nur so viel bedeutete wie „meldet, teilt mit", I ab7r da dem in täglichem Verkehr mit den G-schwad-rch-ss stehenden Konsul in Tientsin bekannt ist, mit wie ängstlicher Spannung die Welt aus einen unzweideutigen Beweis der Behauptung, daß die Fremden noch leben, wartet, fo darf I man annehmen, daß er den engem Ausdruck m?t I Vorbedacht gewählt hat, um Zweifel an der Echtheit auszuschließen. Was den Inhalt der Botschaft des Herrn von Below angeht, so ist zu bemerken, daß auch dieser den Beweis von der Echtheit des Schreibens zu enthalten scheint. Das Schreiben ist die Antwort aus „Nachricht vom19. ds.", offenbar auf eine Anfrage des deutschen Konsuls in Tientsin, also ist auch eine Fälschung des Datums, etwa die Verwendung einer alten Botschaft, in der Juni in Juli gefälscht wäre, so gut wie ausgeschlossen. So geschickte Fälscher aber, die die Handschrift Belows, vielleicht gar in | deutschen Schriftzeichen, täuschend nachahmen könnten, dürsten sich in Peking schwerlich finden. Auch der Satz „ein schleuniges Vorrückeu der Entsatztruppen ist dringend nötig" spricht, wenn das Datum nicht gefälscht ist, für die Echtheit des Schreibens. Eine weitere, japanische Nachricht, die von einem aus Peking kommenden Boten stammen soll, lautet: „Wir verteidigen uns wacker gegen die Chinesen. Der Angriff hat jetzt ausgehört. Wir beabsichtigen, bis Ende des Monats auszuhalten, obwohl das keine leichte Aufgabe sein wird. Die japanischen Verluste sind folgende: Tot sind: Gesandtschastsattachs Kojima (*- Almanach nicht aufgesührt), ein Kapitän metschereleve und eine kleine Anzahl von Manne- ioldateu Schwer verwundet sind fünf oder sechs, leicht verwundet eine große Anzahl Das Telegramm erwähnt die Gesandten nicht. Sodann liegt noch eine dritte wenn such nicht fo verläßliche Nachricht desselben hoffnungs- freudigen Inhalts in einem Telegramm aus Tren sin vom 25 dS vor, das lautet: „Vergangene Nacht kam der deutsche Reichshauptstadt besuchte. Festlich empfangen, wurde er von einer Hosfchauspiclerin mit einem schwungvollen italienischen ^dicht begrüßt, und als er auf seine naheliegende Frage: „Parlate itatiano, Signora?" die überraschende Antwort: „No, Signore!" erhielt, erlag er der Komik der Situation. Die Königin soll trostlos sein. „Er, der so gut war, der niemandem ein Leid that, daß er so sterben mußte, es ist fürchterlich!" soll sie anSgerufen und die Aerzte beschworen haben, ihm das Leben wiederzugeben. Vor seiner Abfahrt noch warnte sie den König, ihn bittend, den Festlichkeiten fern zu bleiben, worauf ihr dieser antwortete, er dürste ein gegebenes Wort nicht brechen. Seine letzten Worte waren: „Seit langem habe ich so corbialen Sympathiebezeugungen inmitten meines Volkes nicht beigewohnt." Die Leiche wurde vom Erzbischof Ferrari eingesegnet. Die Königin selbst schmückte das Totenbett. In Monza werden eintreffen der Thronfolger, Prinz von Neapel, aus Griechenland, die Königin Mutter Elisabeth, Herzogin von Genua, Herzog von Aosta und Gras von Turin. Der Mörder bewahrt einen cynischen Gleichmut. Auf die Frage, ob er sich seines schweren Verbrechens bewußt sei, antwortete er mit Achselzucken und erklärte sich offen als revolutionären Anarchisten. Man bestätigt, daß eß sich um eine Verschwörung handle, da es erwiesen ist, daß zahlreiche Personen den Verhafteten den Händen der Gendarmen zu entreißen versuchten. liebet diese angebliche Verschwörung erfährt die „Grazer Tagespost" aus Völker markt: Ein do t ansässiger Italiener erhielt im vorigen Monat von seinem in der Fremde weilenden Sohn einen Brief, worin er sich als Anarchist bekennt und mitteilt, daß er durchs Los bestimmt sei, den König von Italien zu ermorden. Es sei beschlossen, in diesem Jahre noch vier andere Fürsten zu ermorden. Der Vater übergab dieses Schreiben der Gendarmerie, die seinen Sohn, der thatsächlich aus der Reise nach Rom begriffen war, an der österreichisch-italienischen Grenze verhaftete. — Aus New-Jork wird gemeldet: Der Italiener Carboni Sperandio ermordete am 17. Juli den Fabrikmeister Pessino in der Seidenweberei von Paterson in New- Jersey, worauf er Selbstmord verübte und einen Brief hinterließ, worin es hieß, daß er von den Anarchisten in Mailand am 2. Februar durch das Los bestimmt worden fei, König Humbert umzubringen, daß aber seine Gruppe wegen der großen Entfernung ihm erlaubt habe, eine andere zum Untergang bestimmte Persönlichkeit zu töten, worauf er Pesfino ermordete. Die aus Bremerhaven abgehende „Sardinia" wurde am Montag von dem Hamburger Dampser „Willkommen" mit der Direktion der Hamburg-Amen a-Lmie und den Vertretern der Presse bis zehn Seemeilen vor Helgoland geleitet. Dort erwartete der K a i s e r die „Sardinia", salutierte auf der Kommandobrücke ehend, wahrend die „Hohenzollern" an der „Sardinia ' vorbettuhr. Dann ließ der Kaiser das Signal: „xZch wünsche Ihnen glückliche Fahrt" aufziehen, woraus die „SardiNia in die hohe See suhr.________ . ----— DsHiiea in Südafrika. Ein Telegramm von Lord Roberts aus Pretoria berichtet über die Operationen, welche die K a p i t u lat io der Armer Prinsloos zur Folge hatten Dte btt- tischen Truppen wurden vom 26. bw 28. Juli von ve schtedenen Punkten aus vorgeschoben. Als f« jolqenDe: Lot > hielten die Buren ihre Stellungen in nachdrücklicher L s , (im Golhaischen fW btüdte in, em Dob I Geneigtheit aus, sich! ztt ergeben unter der Bedingung, daß den Burghers Pferde und Gewehre gelassen^und chnen gestattet werde, auf ihre Farmen zuruckzukehren. B Forderungen wurden abgelehnt. Hunter erhielt Befehl, den Kamps sortzusetzen, bis der F^ind v^nichtet sei oder sich ergeben habe. Schließlich ergab s rch d e r^Burenführer Prinsloo m i t 5000 M ann bedingungs- S s bi L il li ? e. 6i je L< h r C li i enkelhals- bruch erlitt. Mitleidige Hände brachten den Bedauerns^ werten in die Wirtschaft und ins Bett, auch ärztliche Hilfe war sofort zur Stelle. W. Anz. Frankfurt a. M., 30 Juli. Bei der hiesigen Filiale der Bank f ü r H a n d e l u n d Industrie sind Unterschlagungen begangen worden. Ein langjähriger Beamter der Bank, dem während des Tagesdienstes gewisse Teile der durchlaufenden Wertpapiere zugänglich waren, hat zur Deckung privater Aufwendungen sich solche Effekten angeeignet und dies, sobald die Papiere gebraucht wurden, bezw. bei den Revisionen bura) Schiebungen zu verdecken gewußt. Die vorgenommene Untersuchung ergab, daß der die Bank treffende Verlust jedenfalls den Betrag von 20 000 Mark nicht übersteigen wird. Arbeiterbewegung. Mainz, 30. Juli. Die Lohnbewegung der hiesigen Holzbildhauer hat jetzt endgiltig ihr Ende erreicht. Es wurde neuneinhalb- fiündige Arbeitszeit vereinbart incl. Frühstück- und Vesperpause, Zuschlag auf die Akkordlöhne, Einführung der Lohnbücher mit genauer Eintragung von Soll und Haben und Sicherstellung des wöchentlichen Abschlags. Bei Lohnstreitigkeiten entscheidet als erste Instanz der Inhaber des Betriebes unter Hinzuziehung einer aus 3 Bildhauern des betr. Geschäftes bestehenden Kommission. Ferner soll die Stellenvermittelung der Gehilfen bei Bedarf von den Arbeitgebern benutzt werden. Hsnbet Md Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 30. Juli. Wechsel auf New-York zu 0,00-00. Prämien auf Kredit per ult. Aug. 2.05'Vq, do. per ult Sept. 3 200/o, Diekonto-Kommandit per ult, Aug. 1.60 6/e, do. per ult. Sept. 2.7O°/o> Lombarden per ult Aug. 0.75%, do. per ult Sept. 1.15%. Deutsche Bank per ult. Juli 0.00 %. Notierungen: Kreditaktien 206.70-80.0000, Diakonto- Knmmandit 174.30-174.60, Staatsbahn 188.70, Lombarden 25.10, Italiener 92 50. Spanier 72.00, Sproz, Mexikaner 25.20-00, Bochumer 195.70-80-20-70-000 bz., Laura 213.80 B. 70 G., Harpener 185 00 bz., Gelsenkirchen 191.80 G., Ungar. Goldrente 00.00, Oesterr. Coupons 00.00. Amerik. Coupons 0.00, Privat-Dtskont 4%°b- ]te AöweHrkommMon des Deutschen Mgfaörlüauteu-Fer0a»des. BIPTVliCkPn u‘ c^r011, Kranken z- Notiz, dass m. Kuren gegen Herzerreg., Magenverstimmung, Angst, Zwangs- gedanken, Schwächezust. etc. auch d. Saison in Auerbach, Hessen stattfioden. Spezifisch wirksam bei veralteter Darmträgheit. Prospekte über Eigenart und Erfolge frei. 1929 Dr. Borcherdt. Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Friseurs Karl Franz Conrad zu Gießen wird heute, um 30. Juli 1900, vormittags 9 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Jean Böck in Gießen wird zum Konkurs, vermalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 22. August 1900 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- bigerausschuffes und eintretenden Falls über die in § 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen aus Mittwoch deu 29. August 1900, vormittags 8V- Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasie gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmafle etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen, oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkurs vermalter bis zum 22. August 1900 Anzeige zu machen. Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen, gez. Schmidt. Veröffentlicht: 5224 Neidhari, Gerichtsschreiber, ^üfför-errrng. Alle diejenigen, welche an den ^chlaß der Georg Waldschmidt Wwe., Kath. g-b. Birk oahier, Forderung oder an d!e Masse Zahlung zu leisten haben, werden hiermit aufgefordert, solches vor dem 10. August d. I. beim Unter- zeichneten schriftlich anzuzeigen. 5216 ®. Schneider, ger. Taxator. 5219] Emvsehle mich im Darnenfrifiereu. Anua Tichy, Seltersweg 60. Ät. Schlachthaus. WreibaNS. 5237 Heute und morgen: 50 M,. Jene mm». Heringe empfiehlt 5238 J. M. Schulhof. S eigene Weinberge besserer Lagen. Killig wegen Krllkttiinumug 1896er, 1897er Weister unb roter Traubenwein, ä Ltr. 36 Pfg., prima Tischwein, ‘ J?,”“11 hochfeine Sorten, ‘ Die Weine sind kräftig, glanzhell, auch geeignet für Kranke. Probefäßchen von ca. 25 Liter per Nachn. Fäßchen leihweise. H. Carl Fischer, Weingutsbefitzer, Neustadt a. Hardt (Rheinpfalz). Zahlreiche Anerkennungen in Original ___zu Diensten.__5212 Qurken prima frische, zum Einmachen, zu haben heute Mittwoch 03164 Marktlaube Nr. 10. Feinsten Rum, Arrac, Nordhäuser und echten Weiorsfig Eiumcheu empfiehlt 5223 Chr. Wallenfels, _________17 Marktplatz 17._________ Aeltergmg 81: GrlkkSpfkl. Emma Seuling Wetzstelustraße 45. 5089 Billigste Ausnahmepreise für: Klrr- machgläser in allen Größen, Masser- ssaschen mit und ohne Glas. Fliegengläser und Fischglocken. ZSein-, ZSier- und Wassergläser. Kinder-Strtchflaschen, pr. St. 10 Pfg. la. 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Kmdlsabknd Klein-Linden Indem ich für das mir geschenkte Vertrauen und Wohlwollen bestens danke, bitte? zu wollen. Gleichzeitig bemerke ich, dass ich die von mir geführte Weinhandlung unverändert. mit dem Heutigen an Herrn Ludwig Spuck übergeben habe, ich, dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen weiterbetreibe. Hochachtungsvoll Wilhelm Rinn Geschäfts-Uebergabe Meiner hochgeehrten Kundschaft hiermit zur Nachricht, dass ich die von mir schon seit 25 Jahren betriebene KM- Restauration -Mg Bezugnehmend auf Vorstehendes empfehle ich mein neues Unternehmen einem hiesigen und auswärtigen geehrten Publikum, sowie meinen langjährigen seitherigen Gästen und Gönnern mit der Bitte um zahlreichen Zuspruch. Durch Verabreichung von ff. Bier im Glas, reingehaltenen Weinen . vorzüglicher warmer und kalter Küche werde ich allen Wünschen meiner werten Gäste gerecht zu werden suchen. 6221 Hochachtungsvoll Istffitrifj JSpuch. Bekanntmachung. n .Infolge Einberufung des provisorischen Oktroierhebers Haas zu staatlicher Verwendung ist die Stelle eiueS provisorischen Oktroi ttbtberd, mit welcher neben freier Wohnung ein Bareinkommen von 920 Mt. verknüpft ist, alsbald neu zu besetzen. Geeignete, zuverlässige Bewerber, welche in schriftlichen und rechnerischen Arbeiten die nötige Ge- toanbt^tt besitzen, wollen sich unter Vorlage eines Lebenslaufes bis 4. nächsten Monats bei der unterzeichneten Stelle schriftlich melden. Gießen, den 28. Juli 1900. 5227 Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________ Gnauth. Bekanntmachung Durch Anschluß der neuen Isriedhofsankage an die städtische Wasser- leltung machte sich eine entsprechende Ausdehnung des seitherigen Kochdruckgeöietes des städtischen Rohmetzes nötig. Wegen demnächftiger Inbetriebsetzung der Masserteitrmg für den neuen Zsriedhof wird deshalb von Donnerstag den S. August ab i« nachverzeichneten Straßen anstatt des seitherigen Aiederdrrrcks von And 2Vr Atmosphären dauerud Kochdruck — wie in dem gesamten übrigen Hochdruckgebiet — von 6 Atmosphären gegeben werden: in der Msmarckfiraße, von der Wieseckbrücke bis zur Südanlage, in der Südankage, von der Bismarckstraße bi» zur Gartenstraße, in der Hartenstraße, von der Wieseckbrücke bis zum Bürgermeistereigebäude, in der Lonystraße, von der Gartenstraße bis zum israelitischen Ge- meindehaus, in der ganzen Hflanlage- von der Gartenstraße bis zum Wallthor, einschließlich der Wiesevflraße und des Kromerraderrrvegs vor den Neubauten nächst der Landgrafenstraße, in der MarSrrrgerstraße, vom Thorhaus bis zur Abzweigung der Straße nach dem neuen Friedhöfe und in dieser Straße selbst. Obgleich alle Straßen- und Hausleitungen bei ihrer Anlage auf 10, seit Ausführung des Queckborner Werks sogar auf einen verstärkten Probedruck von 12 Atmosphäre« geprüft worden sind, so ist es immerhin denkbar, daß die eine oder andere Stelle der Leitung infolge inzwischen eingetretener Beschädigungen dem verstärkten Druck nicht mehr Widerstand zu bieten vermöchte. Wir empfehlen deshalb zur Verhütung etwaigen Schadens allen in obigen Straßen beteiligten Haus- und Gartenbesitzern, deren Stellvertreten, wie deren Mirtern, irr de« Nächste« 8 Zage« ihren Wasserleitungen eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken und bei etwa eirrtretenderr Ilrrdichtheite« sofort das vor dem Aaflermesser befindliche Absperrventil z« schließen und zwecks Abhilfe alsbald demjenigen JnstallationsgLschäfte, welches die betreffende Kausteitrrng etc. a«s- geführt hat, erforderlichen Falls uns, Anzeige zu erstatten. Gießen, den 31. Juli 1900. 5230 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Versteigerung. Im Konkurs über das Vermögen des Oscar Höpfner kommen infolge Auftrag« drs Konkursverwalters Freitag den 8. August 1900, nachmittags 2 Uhr, im Saale des Cas6 Leib zur Versteigerung: Verschiedene Möbel, als: 1 vollständiges Nett mit eiserner Aalentbettstelle, 1 Kinderbett, Nachttisch mit Marmorplatte, Schreibtisch. Sessel, Trumeavx mit Spiegel, Ausziehtisch, 1 Waschschrank, für eine« Arzt sich eignend, verschiedene Vorlagen, feines Küchengeschirr, verschiedene Bilder, darunter 1 Oelgemälde und 20 Marinebilder, Hartenmövel, 2 schöne Fracee», eine größere Anzahl Sortiere« mi Hallerie«, Draperien, Vorhänge und Rouleaux für Saloneinrichtungen, 1 Bücherreal mit Schrank, etwa 300 Bände Bücher, als Romane, No- vellen, Gedichte, Zeitschriften, 1 vollständiges Arockhans'sches Kon- versationsteLikon (Jubiläumsausgabe) u. a. m Die Versteigerung findet bestimmt statt. 6231_____________________________________Geitzler, Gerichtsvollzieher. Concert-Verein. Ordentliche Generalversammlung Donnerstag, 2. August, abends 7 Uhr, im Klubgebäude. 5234 Tagesordnung: Geschäftsbericht Voratandswahl. Kaufmännischer Herein Gießen. Zu dem Souutag den S. August er. in Wetzlar im Restaurant Gchützeugarteu stattfindenden Sommerfest laden wir unsere verehrlichen Mitglieder nebst werten Angehörigen ergebens! ein und büten um recht zahlreiche Beteiligung. 6225 Der Vorstand. Abfahrt Gießen 3 Uhr 25 Min. Rückfahrt Wetzlar 11 Uhr 53 Mn. 03162] Freitag den 27. d. Mts., nachmittags, sttö. Aamenrrhr mit gotd. Kette verloren. Abzugeben gegen Belohnung in der Expedition dieses Blattes. Vermiotnngeu S.Zimmerwohnung per sofort oder später zu vermieten. 5208 Grünbergerstratze 24. Nordanlage 11 DF 6'Zimmerwohnung mit Badezimmer, Balkon und mit allem Komfort der Neuzeit eingerichtet, im zweiten Stock, ist wegen Versetzung des Herrn Postkassier Stroh per 1. Oktober zu verm. Kleine Wohnung zu vermieten. 5205 *'V ____________Großer Steinweg 5. ß)Ieine Mansardenwohnung an ruhige »V Leute zu vermieten. 03165 __________Grünbergerstratze 10 a. 5226] Schöne 3-Zimmerwohn. nur an ruhige Leute zu vermieten. Asterweg 44. 5222] Mansardenlogis, 3 Zimmer und Küche mit Wasserleitung, zu vermieten. __________________Marktplatz 17. QoqiS an ruhige Leute zu vermieten. 03155 Ernst Lotz, Tiefenweg 19. (Yim möbl. oder unmöbl. Zimmer zu vermieten.________Diezstraße 10, III. /Atübchen mit Belt an anständigen Arbeiter zu verm. Katharinengaffe 15. Möbliertes Zimmer zu vermieten. 03154______________Mäusburg 7. Gut möbliertes Zimmer sofort zu vermieten. 5232 __Bleichftratze 12, I. Elegant möbliertes Zimmer sofort zu vermieten. 5233 __Südanlage 23, Part. Pstt-efloll Großer Steinweg 5." Dietges uche Zwei möbl. Zimmer, nächste Woche oder zum 1. Okt., zu mieten ges. Voraussicht!, auf Jahre hinaus. Angebote mit Preis- ang. u. Nr. 03147 an die Geschäftsstelle d.Bll Offene Stellen . DU Vakanz, Wir suchen zur Verwaltung der Gevkral-Ageutür für Metzen mit Bezirk unserer nur in den besseren Kreisen arbeitenden Gesellschaft (Erlebevs- vers. Branche)einen rharkrafligen Herrn. Acceptable Bedingungen. Da Jnkasio übertragen, wird Kaution gewünscht. Gefl. Offerten mit Angabe bish Thätigkeit und Referenzen beförd. unter F. 9791 Heinr. EiSler in Hamburg. 6141 Ueber 45000 Stellen wurden bisher durch unsere Stellenvermittelung (für Mitglieder und Geschäftsinhaber kostenfrei) besetzt. Für gut empfohlene Bewerber vielseitige Verwendung. 5209 Kaufmännischer Verein Frankfurt (Main).____ Ein tüchtiger älterer Bautechniker für ein Baugeschäft in dauernde Beschäftigung gesucht. Offerten mit GehaltSansprüchen u. Zeugnissen unt. Nr. 5167 an d. Exp. Existenz! Personen, welche ihren Beruf wechseln und zu einer vorteilhaften, gewinnbringenden Branche überzugehen beabsichtigen, oder welche eine dauernde, gut dotierte Existenz suchen, gut beleumundet und kautionsfähig sind, belieben Offerten abzugeben unter J. A. 6005 an Rudolf Moffe, Berlin SW. 5162 Eine erste Kraft für Reise und Domizil, repräsentierende Persönlichkeit, bald gesucht. Herren mit Acquisitions- und Organisationstalent werden um gefl. Offerten mit Lebenslauf und Referenzen ersucht unter J. B. 6006 an Rudolf Mosse, Berlin SW.5168 Lohnkellner zum Jugendfest gesucht. 5220 _________________L. S-idel. Schreiögehilfe gesucht. Wir suchen zu baldigem Eintritt einen jungen Schreibgehilfen mit schöner, gewandter Handschrift. Des Maschinenschreibens schon etwas kundige Bewerber werden bevorzugt. 5171 Gießen, den 27. Juli 1900. Grotzh. Kultrrrinspektion Gieße«. __Wißmann.__ Zigarrenmacher n. Wickelmacher werden jederzeit angenommen in Gießen, Rodheim und Krofdorf. sie» Gg. Phil. GaiL Ein tüchtiger Werkmeister wird zur Leitung einer Filiale per sofort gesucht. Derselbe muß im Anlernen von Wickel- und Cigarrenmachern sehr perfekt und auch mit der Sortiererei gut bewandert sein. Offerten mit Lebenslauf, Zeugnissen, Photographie und Gehaltsansprüchen beliebe man unter 5080 an die Expedition dieses Blattes zu richten. 4712] Schreiner gesucht gegen hohen, Lohn. H Sack I., Schreinermeitzer. 08158] Tüchtiger Dachdecker gesucht.. Ehr. Schwalb, Dachdeckermeister. 03159] Gchuhmachergeselle gesuchte Friedrich Hainer, Tiefenweg 4. 03152] Schuhmachergeselle gesucht. Heinrich Müller, Wolkengasse 23 03163] Tüchtiger Arbeiter sofort geo sucht. Liebigstraße 61, Holchandlung. Tüchtiger Lagerarbeiter findet bei hohem Lohn dauernde Stelle. 5168 M. Rofeaihal, Liebigstraße. Tüchtiger Fuhrmann gesucht. 523b _____Giestener Brauhaus. Tüchtiger Pferdeknecht gegen hohen Lohn gesucht. 523& _________________Carl HaaS jr. 03150] Solider, jüngerer Hausbursche sofort gesucht.Seltersweg 62<- 03120] Ein Hausbursche gesucht. ________________Neuenweg 38. Bärschchen für leichte Arbeit gegen hohen Lohn gesucht. 5182 H. Kühn, Papierhandlung. /gesucht wird ein jüngeres Mädchen,. V-z welches Liebe zu Kindern hat, für einen kleinen Haushalt durch _________Frau Sparr, Löwengaffe 2. Lehrmädchen aus achtbarer Familie, mit guten Schul- kenntnissen per August-September gesucht. 4895- Otto Rathschlag, ______________________Wäschegeschäft. Mädchen für Küchen- und Hausarbeit gegen guten Lohn gesucht. 5151 Näheres in der Expedition d. Bl. Tüchtiges Dienstmädchen bei gutem Lohn per sofort gesucht. 4723 SelterSweg 2, I. 031481 Ein ordentliches Mädchen, das mit Kindern umgehen kann, gesucht. _____________Asterweg 40, Part. 5208] Ein hiesiges, besseres Kurrund Wollwaeengcschäft sucht sofort ein kräftiges Lehrmädchen aus achtbarer Familie gegen monatliche Vergütung von 10 bis 15 Mark. Offerten unter Z. 5208 befördert die Expedition d. »l. 03149] Für sofort Mädchen für den Vormittag gesucht. Frankfurterftraße 4, Part. Tüchtiger Kaufmann in den 80er Jahren, verbeir., der viele* Jahre in selbständiger Stellung thälig war, sucht Bureau-, Lager- oder sonstigem Vertrauensposten. Gefl. Offerten unter Nr. 03167 an die Expedition dieses Blattes erbeten._______ Ein zuverlässiger Mann sucht Be- schäftigung als Kassierer oder sonst einen Vertrauensposten. Kaution kann gestellt werden. Off- unt. Nr. 03115 an d. Exn. Kaufmänn. vorgebildeter junger Mann suckt Lehrstelle auf einem hiesigen Kontor. Offerten unter Z W. 03153 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 4701] Wer Stelle sucht, verlange unsere „Allgemeine Vakanzenliste". W. Hirsch Berlag, Mannheim. verentwertltch für Im «llzemeinen KtU: P. Wittker für kn Äntdtetrtdk Ha«» «rck. Sicud uns »trieg der Srlchl'fthm UnMerfNitü-Such« und GMndruÜerei (lftietsch trfccn) In Gichm