Nr. 177 Erstes Blatt. Mittwoch den 1 August 1900 Gießener Anzeiger General-Anzeiger tatairf ■. „Xttitec 0k H- »tiHhinbe- Alle «njrigen.BermittlungSstellea de» Ja- und » arhmm Anzeigen für den Gießener Anzeiger tntgcfou ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auSwSrtS 20 Pf,. *t u#n4 Vel**** de» Nezngrpret» »ierteljährl. Mk. »M monatlich 75 Pf,, mit Lringerlohur durch die AbholesteL» vierteljährl. Mk. IM monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 oicrtdjiK mit Bestellgeld. Qe««|*e W* Lnzeigen zu bet »ochmittagS für ke -rdgende» Log «fcheinenden Nummer btt »erm. 10 Ahr. BMkKmyH spätestens ek*M vorher Die W*wr HewWeelUtfet »erben k* Lnzei grr Amts- und Anzeigeblatt fö» den Aweis Gieren. «Uno» II! Jl ■!! I HIHI 1 ■ Expedition und Drucker«: K4«tßr«tze Nr. 7. "<■ »J’.i * * * * * 6 * * * * 11jgjaauMWShas-L j. »■ jo ■ — i 1 । - uwh-rm^qiumi h « jhw.mii.hu । j — Grütrsbeilagrs: Gießener FamilienbMer, Der hesikfche Landwirt, KlMer für hessische UMstmndr. Ldreffe für Depeschen: Anzeiger 0U|ek Fernsprecher Nr. 5L Amtlicher Keil. Gießen, 28. Juli 1900. Betr.: Remunerierung des Polizeiaussichtspersonals. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Zur Remunerierung des Polizeiaussichtspersonals ist uns auch für das Etatsjahr 1900/1901 von Großh. Ministerium des Innern eine Summe zur Verfügung gestellt worden. Wir sehen daher binnen 14 Tagen Ihrem Berichte entgegen, welche Polizeibediensteten Ihrer resp. Gemeinden sich durch besonders gewiffenhaste Pflichterfüllung in 1899/1900 einer Belohnung würdig gezeigt haben und wollen Sie hierbei das nachstehende Schema zur Anwendung bringen. In den Berichten ist ferner anzugeben, ob auch das ^autzerdieustliche Verhalten der Polizeibediensteten zu Klagen Anlaß gegeben hat oder nicht. Diejenigen Bediensteten, welche Sie einer Belohnung nicht würdig erachten, wollen Sie uns ebenfalls unter Angabe der Gründe namhaft machen. v. Bechtold. Name Alter Dienstjahre Anzahl der pro 1898/99 von den Polizei- bediensteten erhobenen Anzeigen Aeußerung über die Dienstführung Betr.: Die Abhaltung des Jugendsestes. Donnerstag den 2. August lfd. IS., nachmittags von 2 Uhr ab, wird das diesjährige Jugendfest im Philosophenwalde abgehalten werden. Zwecks Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit bestimmen wir hiermit, daß an genanntem Tage von V/a Uhr nachmittags ab der Fuhrwerksverkehr nach dem Philosophenwald nur den Mittelweg entlang und von da zurück nach der Stadt nur durch die Eichgärten; von 6 Uhr nachmittags ab aber in umgekehrter Richtung bewerkstelligt werde. Das Publikum wird gebeten, sich nicht in den Zug hereinzudrängen, auch nicht die Spielplätze im Philosophenwalde zu betreten oder in die Spiele einzugreifen. Gießen, den 30. Juli 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Politische Tagesschau. Die „Straßb. Post" erwidert in Nr. 667 auf die Be- ■mer hingen in Nr. 166 des „Gießener Anz." über die „Bildung des katholischen Klerus", daß nachf- gewiesenermaßen Professor Schmid 1867 doch aus der katholischen Kirche ausgetreten sei. — Dazu wird uns nun wiederum von derselben Seite aus Kreisen der protestantischen Geistlichkeit geschrieben: „Ich war zu jener Zeit nicht mehr in Gießen, überhaupt bald darauf längere Zeit außer Landes, konnte das deshalb nicht wissen; nur wundert es mich, daß ihm doch obwohl nicht wieder zurück- tzetreten, die kirchliche Beerdigung nicht verweigert wurde. Wenn bemerkt wird, Schmid sei nicht rechtgläubig gewesen, so muß doch die Majorität des Mainzer Domkapitels auch nicht rechtgläubig gewesen sein, weil sie einen Nichtrccht- gläubigen wählte. Wie stimmt das? Was ist überhaupt rechtgläubig? Ein Beispiel. Vor dem 18. Juli 1870 lehrte die Kirche: Die Kirche ist unfehlbar, d. h. die im Konzil vereinigten Bischöfe unter dem Beistand des hl. Geistes; und wie manches mal mußten wir evangelische Gymnasiasten von unseren katholischen Mitschülern uns sagen lassen: Wenn Ihr sagt, der Papst sei unfehlbar, so ist "das eine protestantische Lüge. Am 18. Juli 1870 wurde vom Konzil beschlossen: Nunmehr ist der Papst, wenn er ex cathedra spricht, unfehlbar und alle Päpste vor ihm waren es auch. In den Religionsbüchern werden die Stellen geändert. Man kann sagen: Das kann ein Mchtkatholik nicht begreifen. Ganz recht, das kann überhaupt ein Vernünftiger nicht begreifen. Was bei Schmid Anlaß gab — das war: Er war katholisch aber nicht ultramontan. Wenn in der Entgegnung der Passus von der Toleranz der katholischen Priester damaliger Zeit stillschweigend übergangen wird, so sehe ich das als Zustimmung an. Das erwähnte geheime Zirkular des Bischofs v. Ketteler machte sich seinerzeit dadurch fühlbar, daß die katholischen Amtsbrüder den evangelischen, mit denen sie bislang verkehrt hatten, zu wissen thaten, das habe jetzt ein Ende. Das war allerdings stramme Zucht.» Schließlich ist des badischen Ministers von Rüdt Erwähnung ge- than, es ist gesagt, „der Großherzog" erkenne es an usw. Soll das der Großherzog von Baden sein, so sollte es mich Wundern; sollte aber der Großherzog Ludwig III. von Hessen gemeint sein, dessen Land ja den größten Teil der Diezöse Mainz ausmacht, so. fei hier bemerkt, daß dieser Fürst, ein überaus gutmütiger, wohlwollender Herr blindlings seinem mit Herrn v. Ketteler eng Verbündeten Minister von Dalwigk vertraute. Und was sich dieser Minister erlauben durfte, wird am besten dadurch klar gelegt, daß er, als im Juli 1870 die Wogen der Begeisterung für den Feldzug gegen Frankreich in Darmstadt schon hoch gingen, eine in Suchen des Krieges berufene Volks-Versammlung zu verbieten suchte — aus Rücksicht auf den französischen Gesandten in Darmstadt. Zum Verständnis der chinesischen Verwaltung und der chinesischen Eigennamen dürften folgende Erläuterungen willkommen sein. Das eigentliche China umfaßt 18 oder, wenn man $>ie südliche Mandschurei (Liaotung) hinzurechnet, 19 Provinzen, die zu Vicekönigreichen oder Generalgouvernements gruppiert sind. Jede Provinz zerfällt in Departements (fu); letztere sind in Bezirke (tschou) und diese wieder in Kreise (hien) geteilt. Die eingeklammerten Worte werden gewöhrrlicy, dem Namen des Hauptortes des in Betracht kommenden Departements, Bezirks oder Kreises angehängt. Auf jeden Kreis entfallen durch^- schnittlich 50 bis 70 Gemeinden (pao oder tu). Außerdem giebt es eine gewisse Anzahl Bezirke, die als tschili-tschou unmittelbar von der Zentralverwaltnng der Provinz ab- hängen. Die ting oder Militärpräfekturen sind sehr zahlreich in den Gegenden mit gemischter Bevölkerung : stehen sie Unmittelbar unter der Centralverwaltung, so heißen sie tschili-ting. Peking hat eine besondere Militärverwaltung, deren Gewalt sich auch! auf einen Teil der Umgebung der Stadt erstreckt. An der Spitze der Vicekönigreiche stehen die Vicekönige (tsongtu), an der Spitze der Provinzen die Gouverneure (futai). Dem Provinzialverwaltungsrat gehören ferner an ein Hauptsteuereinnehmer, ein Provinzialrichter und je ein Oberaufseher für die Salz- und Getreidesteuer. Nach den Gouverneuren kommen die taotai (Regierungspräsidenten), dann die zahlreichen Verwalter der Bezirke ünd Kreise. Sonderkommissare heißen kintschai. Allgemeinere Regel ist, daß kein Amt länger als drei Jahre verwaltet werden und sein Inhaber nicht aus der Gegend sein darf, wo er eine Stelle bekleiden soll. In Europa werden die chinesischen Beamten gewöhnlich als Mandarinen (von dem portugiesischen Mandar) bezeichnet. Den Chinesen selbst ist dieser Ausdruck unbekannt; sie nennen die höheren Civil- wie Militärbeamten kuangfu. Diese zerfallen in neun Klassen, die sich durch die Farbe des Knopfes auf ihrer Kopfbedeckung unterscheiden. Sämtliche Aemter werden von der Centralverwaltung in Peking vergeben, die sich um die inneren Angelegenheiten der Provinzen nur insoweit kümmert, als sie die Beamten ernennt oder absetzt. Das Regierungssystem ähnelt sehr einer Bundesgenossenschaft. Die Gemeinden haben eine weitgehende Selbstverwaltung, sind dafür aber auch durchs weg auf sich selbst angewiesen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 31. Juli 1900. ** Das Regierungsblatt Nr. 57 vom 28. Juli veröffentlicht die Bekanntmachung, den praktischen Kursus der Aspiranten des Finanzfaches betreffend, die bestimmt, daß zu den Stellen und Beamten, bei denen die in einer speziellen Prüfung der ersten Kategorie bestandenen Aspiranten des Finanzfaches nach ihrer Wahl und nach erhaltener Genehmigung der dem betreffenden Dienstzweig vorstehenden Behörde den mindestens einjährigen Kursus zu bestehen haben, auch die Stelle des Rechners und Oeko- nomen des „Alicestifts", Anstalt für Blödsinnige, zu Darmstadt gerechnet werden soll, jedoch nur dann und solange, als der jeweilige Inhaber der Dienststelle die spezielle Prüfung der ersten Kategorie im Finanzfache seinerseits bestanden hat. •* Auszeichnungen. Der Großherzog hat dem Obersaktor G. A. Knode, der 46 Jahre in der Offizin des „Mainzer Journals" thätig war und seit dem 1. Juli in )en Ruhestand getreten ist, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" am Bande des Ludwigs- ordens verliehen. Dem Setzer Braun, der seit 47 Jahren in der genannten Druckerei beschäftigt ist, wurde dieselbe Auszeichnung am Bande des PhilippsordenS zuteil. ** Persoualuachrichteu. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Vilbel: Wilhelm Heinrich Gilbert, Ludwig Wenderoth, Louis Stoll und Heinrich Erb. ** Landesgewerbeverein. Die Hauptversammlung der Mitglieder des Landesgewerbevereins findet am 23. September zu Worms statt. Die von dem Ortsgewerbeverein Worms veranstaltete Ausstellung von Maschinen und Werkzeugen für das Kleingewerbe, sowie die Landesausstellung von Lehrlingsarbeiten findet in der Zeit vom 18. August bis 24. September statt. Bei der gleichzeitig in WormS stattfindenden Schülerarbeitenausstellung werden die Handwerker und Gewerbeschulen der Provinz Rheinhessen vertreten sein. ** Zum Ausflug nach den Schlachtfeldern bei Metz erhalten wir im Anschluß an die kürzlich von uns gebrachte Notiz vom Kriegerverein Gießen die Mitteilung, daß für den Besuch der Schlachtfelder bei Metz folgende Touren zu Wagen vorgesehen sind: Am 17. August: Metz—Moulins —St. Hubert—Schlucht von Gravelotte—Gravelotte— Rezonville—Bionville—MarS-la-Tour in Frankreich—Gorze —Novsant—Montigny—Metz. — Am 18. August: Metz —Amanweiler (Denkmal der hessischen 25. Division) —St. Privat—St. Marie-aux-Ch6neß, dann ein kleines Stück durch Frankreich, Habonville—Verneville—Gravelotte Ars—Metz. Meldeschluß zur Teilnahme ist auf den 6. August festgesetzt. ** Vor 30 Jahiren. In einer Zeit, in der wieder deutsche Truppen, darunter Angehörige unseres Kaiser- Wilhelm-Regiments, zum Kampfe ausrücken, dürfte ein Rückblick aus das Jahr 1870 am Platze sein. Am 16. Juli 1870 traf die Mo bilm achu n g sordre in Gießen ein; bereits am 21. Juli war unser damaliges 2. Infanterie-Regiment auf Kriegsstärke formiert, am 23. Juli in der Umgebung (Krofdorf, Heuchelheim, Atzbach, Kinzenbach, Dutenhofen und Münchholzhausen) einquartiert. Das Ersatzbataillon blieb in der Kaserne. Der Ausmarsch aus den bezeichneten Orten erfolgte am 25. Juli. Das Regiment wurde auf der Lahnbahn Über Koblenz nach BiebrichMosbach befördert und trat von dort ab den Marsch über Mainz, Alzey, Worms, Kaiserslautern, Saarbrücken nach dem Kriegsschauplatz an; das Regiment überschritt am 11. August die Grenze, am 15,. bei Corny die Mosel, und bereits am 16. konnte- es sicy bei Vionville-Marslatour mit dem Feinde messen. Die Tage des 18. August (Grave- lotte-St. Privat), Noisseville, Orleans usw. sind mit Flammenschrift in die Geschichte des Regiments eingetragen. Am 26. Juni 1871 kehrte das Regiment wieder in feine Garnison Gießen zurück, reich an Ehren und Auszeichnungen; denn außer den Kriegsdenkmunzen erhielten die Offiziere Ujnd Mannschaften 78 eiserne Kreuze, einen Ludwigsorden, 55 Militärverdienstkreuze, 3 silberne Kreuze des Philippsordens, 3 Sanitätskreuze, eine Rote Adlerorden-Medaille, 5 russische Orden. Sieg, Ehren und Auszeichnungen waren teuererkauft: 7 Offiziere und 180 Mann starben den Heldentod, 14 Offiziere und 298 Mann trugen ehrende, mehr oder minder schwere Verletzungen davon. — Von der Thätigkeit, die zur Linderung der im Kriege geschlagenen Wunden, zur Verpflegung der durchmarschierenden Truppen usw. in der Heimat von Vereinen, Privaten und Komitees entfaltet wurde, haben nur die Zeitgenossen der großen Ereignisse einen Begriff. Wenn man ferner bedenkt, daß sogar anfänglich mit französischer Besatzung gerechnet wurde, so erhält man einen Begriff von oen Opfern, die damals das deutsche Volk brachte. •* Ja Amerika verstorbene Heffeu. New-Dork: Marie Mc Dugall Wwe., geb. Hills, 65 Jahre alt, aus Liß- berg. — Leith, Jnd. Township, O.: Katharine 9)oft, 66 Jahre alt, aus Weitershausen; Pittsburg, Pa.: Marie Winter Wwe., 71 Jahre alt, auS Oberseemen. -d- Heuchelheim, 29. Juli. Zu einer Abschiedsfeier für einen alten Heuchelheimer, Herrn Philipp Steinmüller, Besitzer einer Zigarrenfabrik in Baltimore, den die Sehnsucht nach der alten Heimat wieder für kurze Zeit hierhergesührt, hatten sich heute Verwandte, Freunde und Bekannte im Lokale von L. Steinmüller eingesunden. MS warmer Freund des Gesanges lud Herr St. den Gesangverein „Liederkranz" ein, der verschiedene der Abschiedsfeier angemessene Stücke vortrug. Ein Lied, das Herrn Stein - müller bei seiner Abfahrt von Amerika in dem Augenblick, als er das Schiff bestieg, von dem Gesangverein „Arion", dem er als aktives Mitglied angehört, mit auf den Weg gegeben wurde, hörte er hier wieder, und bewegt stimmte er als 1. Bassist mit ein in das Lied: „Nach der Heimat Markus Bauer 187 möcht ich wieder!" Leider Verliesen die schönen Stunden I zu rasch. Zum Schlüsse wurde Herr Steinmüller durch I den Präsidenten des Vereins, Herrn Dechert, zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt und ihm ein I ehrendes Andenken überreicht. Mit dem Schlußlied: „Mein I Vaterland, jetzt gilts zu scheiden," trennte man sich. -e- Heuchelheim, 30. Juli. Seitdem im Lahn- I Wiesengrund nach Abernten des ersten Schnittes die Wiesen I Lurch den Bieberbach berieselt werden, sind sie der Sammel- I platz einer großen Schar von Störchen geworden. Wohl I 30 bis 40 Stück in mehreren Abteilungen kann man in den I -überfluteten Wiesen einherschreiten sehen, wo sie reichlich! I ihren Tisch gedeckt finden. t Grünberg, 30. Juli. Im Lokale der hiesigen I Sonntags-Zeichen schule ging gestern nach)! Schluß | des Unterrichts unter entsprechender Feier die U e b e r I Zeichn ng der Gese ll e n b r i e f e an drei Lehrlinge;! vor sich, die sich der vom hiesigen Gewerbeverein veran- I stalteten Gesellenprüfung unterzogen hatten. Die von den I Prüflingen angefertigten Gesellenstücke, ein Riegelschlvß I eine Kassette mit Einsatz, drei Steigeisen und ein englisches I Hufeisen, sowie die Zeichnungen hierzu waren ausgestellt I und wurden von den erschienenens Meistern und Mitgliedern I des Gewerbevereins mit großem Interesse besichtigt. Der | Vorsitzende der Prüfungskommission, Fabrikant H.. Schmidt, ! sprach den Lehr- und Prüfungsmeistern, wie auch dem I Lehrer der Handwerkerschule, Herrn G r ü n i g aus Gießen, I den Dank für ihre Mühewaltung aus und überreichte den I Prüflingen, denen von der Kommission die Gesamtnote I „gut" erteilt worden war, ihre Gesellenbriefe. Hierauf I «ermahnte der Vorsitzende des Gewerbevereins, Spengler- I meister H. Kaiser, die Schüler der Sonntagszeichenschüle 1 in eindrucksvoller Ansprache zum regelmäßigen und pünkt- I lichen Besuche des Unterrichts, indem er betonte, daß in I Zukunft nur derjenige Handwerker den Titel „Meister" | führen Und Lehrlinge ausbilden dürfe, welcher seine Be- | sähigung hierzu nach gewiesen habe. Im Anschlüsse an | die einfache Feier sand noch die Einführung eines weiteren I Lehrers an der Sonntagszeichenschule statt, da die stetig I wachsende Schülerzahl eine Teilung in zwei Klassen nötig machte. A Lißberg, 28. Juli. Gestern nachmittag sprach ein elegant gekleideter Herr in der hiesigen Wirtschaft von •Jß. Mann vor, begehrte ein Zimmer, um sich zunächst umzukleiden und auch über Nacht zu bleiben. Mit seinem Handkoffer bezog der Herr das Zimmer, verweilte geraume Zeit darin und begab sich, das Köfferchen zurücklaffend, ins Dors. Sofort lenkte er seine Schritte nach der Haltestelle, ließ einen lOO-Markschein wechseln und fuhr mit der Bahn weiter. Der Wirt wartete vergebens aus die Rückkehr seines Gastes. Durch dessen Nichterscheinen argwöhnisch gemacht, begab sich der Wirt ins Fremdenstübchen und sand, daß aus einer Schublade 300 Mk. entwendet waren. Von dem feinen Herrn hat man bis jetzt keine Spur. -th. Okarben, 29. Juli. Der hier kürzlich verstorbene Gastwirt Hch. Baßmann war Mitglied der die Rechte einer juristischen Person besitzenden Sterbekasse be8 1 Bundes Deutscher Gastwirte (Sitz in Darmstadt), und insolgedeffen wurde an die Hinterbliebenen das ansehnliche Sterbegeld im Betrage von 1000 Mk. aufs Prompteste ausbezahlt. Sicherlich kann die Zugehörigkeit zu einem derartigen sürsorgenden Institute als ein Schutz und Segen für jede Familie bezeichnet werden. Wie wir vernehmen, hat diese Kaffe jetzt mehr als 1 Million Mark für Sterbegelder an deutsche Gastwirtssamilien ausbezahlt. Das sicher angelegte Kaffenvermögen beträgt ca. 600 000 Mark, wohl der beste Beweis für die Sicherheit und das Gedeihen der Kaffe. Darmstadt, 30. Juli. Der Großherzog und die Großherzogin, sowie die Erbprinzessin zu Hohenlohe-Langenburg sind am Samstag abend zum Besuch der Herzoglichen Herrschaften nach Koburg abgereist. Darmstadt, 31. Juli. Die zweite diesjährige Schluß- prüsung der Kandidaten der evangelischen Theologie hat gestern vormittag in den Amtsräumen des Oberkonsistoriums ihren Anfang genommen. Es beteiligten sich daran sieben Examinanden, von denen zwei aus Starkenburg, drei aus Oberhessen, einer aus Rheinhessen und einer aus der Provinz Sachsen sind. () Darmstadt, 29. Juli. Gestern wurde der von der Großherzoglichen Centralstelle für die Gewerbe verunstaltete 14tägige Kursus für Lehrer an Handwerkerschulen durch den Vorsitzenden, Regierungsrat Noack, geschlossen, an dem sich 6 Volksschullehrer und 5 Techniker beteiligt hatten. Der Kursus wurde von Gewerbeschulinspektor M e y e r und Ingenieur Ackermann geleitet und erstreckte sich auf Freihand- und geometrr- abzuhalten. c „. -u- Gleiberg, 29. Juli. Gestern wurde hier unter I Teilnahme zahlreicher Leidtragender von nah und fern ] Frau Franziska Lochau zu Grabe getragen, die sich niM I allein in der Gemeinde Gleiberg-Krofdorf, sondern auch I in der Umgegend allgemeiner Beliebtheit erfreute. Vor I einigen Wochen hatte sie sich in der chirurgischen Klinik I einer schweren Operation unterzogen. Am Dienstag starb I sie an Magenentzündung. „ . , , , I Braunfels, 30. Juli. Wir hatten in letzter Woch? I zwei genußreiche Theater-Abende. Am Donnerstag I wurde „Komtesse Guckerl" in vollendeter Werfe gespielt, I und die Gäste des Witkop'schen Schloßhotels benutzten den I Anlaß, um den trefflichen Künstlern eine anerkennende I Ueberraschung zu bereiten. Am Freitag erfreute uns dann I Herr Fritz von Sachs, der neu ernannte Regisseur des I Wiesbadener Hoftheaters, als komischer Alter, nämlich mit I der Rolle des Kommerzienrates Bolzau in dem „Stiftungs- I fest" von Benedix. Der Künstler erntete reichen Beifall. I -i- Wetzlar, 30. Juli. Für die jungen Leute, die I sich dem Lehrerberufe widmen wollen, wird nun« I mehr eine dreiklassige Präparandenanstalt zu Neu- I wied eröffnet und mit dem dortigen Seminar verbunden. Bisher besuchten die Aspiranten des Kreis^ Wetzlar die I Präparandenanstalten zu Herborn, Usingen, Schmiedel oder I Simmern, um später in das Neuwieder Seminar einzutreten. Eltern, die ihre Söhne dem Lehrerberufe zufuhren wollen, können sie nun während der ganzen Vorbereitrrngs- geit — drei Jahre Präparandenschule, drei ^ahre Seminar — in Neuwied haben « meine Mitteilungen mi8 Reffen und den N-chbarsta-ien. In der „Dortmunder Ztg." (Nr. 331) zeigt die Hebamme | Frau Lohmann an: „Nach sechsmonatlichem Kursus m der Königl. Univ.-Frauenklinik und Hebammen-Lehranstalt zu Marburg lasse ich mich in Altenderne und Umgegend I nieder." Frau Lohmann muß einen kolossalen Umfang haben. — Die Frage der Wetterführung der vom Kreistag des Kreises Marburg beschlossenen Ebsdorfer Bahn dürfte in nächster Zeit wieder in Fluß kommen. Das Marburger Eisenbahnkomitee, das für seine Pläne an maßgebender, einflußreicher Stelle weitgehendes Entgegenkommen gefunden hat, wird voraussichtlich nach Beendigung der Ernte in der Gegend von Holzhausen, Mardorf und^Roßdorf einige Versammlungen abhalten. — Am 5. u. 6. August findet das altberühmte Friedrichsdorfer Schießen statt. I — Mit der Entfestigung der Stadt Mainz m engerem I Sinne, nach der nordwestlichen Seite hin, wurde soeben der Anfang gemacht. Die FestungSumwallung^neomto) zwischen I Rhein- und Mombacherthor, welche die Mttiwrbehörde zum I Verkauf gestellt hat, wird soeben durchbrochen. Es wird I an dieser Stelle eine neue Kavallerie-Kaserne erbaut. Die I Verhandlungen mit der Stadt wegen Erwerbung der ganzen | nordwestlichen Umwallung sind noch in der Schwebe. KeruriWer. * Hagen i. W., 28. Juli. In einem Kohlenschacht deS' hiesigen Bergwerks entstand gestern abend eine Explosion schlagender Wetter, infolge deren 20 Bergleute schwer und vier tötlich verletzt wurden. Die meisten der Verletzten sind Familienväter. Es ist jedoch Aussicht vorhanden, daß die Verletzten am Leben erhalten bleiben. * München, 29. Juli. In der Theer- und Erdöl- Fabrik Pasing (Filiale Hamburg) brach gestern mittag nach 12 Uhr infolge einer Kesselexplosion Groß- feuer aus, das gewaltige Dimensionen annahm. Bis gestern abend waren drei Leicht- und zwei Sch werverletzte aus den Trümmern hervorgezogen. Wie es heißt, handelt es sich um Fabrik-Angestellte. • Eine zärtliche Gattin. In Folklingen i. Lothr. spielte sich kürzlich folgende Tragikomödie ab. Als der Hüter des Gesetzes einen Mann, der bei einer Schlägerei in Klein-Rosseln beteiligt war, aus seiner Wohnnng abführen wollte, bat die Ehefrau des Mannes, der berettS geseffelt war, den Gendarm, einen Augenblick zu -verziehen, damit sie sich von ihrem Ehemanne verabschieden könne. Der Gendarm ließ sich rühren und nunmehr begann eine gar eigenartige Abschiedsszene. Die Frau holte einen Besen herbei und prügelte mit größter Kaltblütigkeit auf den Delinquenten los, wahrscheinlich, damit der Gatte ihrer noch längere Zeit hinter Schloß und Riegel gedenke. Ob das Wiedersehen etwas zärtlicher sein wird? • Das Borkumer Strandidyll. Baurat C. Hensel, giebt in dem „HildeSh. Kur." folgende Darstellung der von uns bereits nach der „Dtsch. Tagesztg." erzählten Borkumer Strandidylle: „In Borkum wird bei den allabendlich in Köhlers Strandhotel und in dem demselben Besitzer gehörenden Kaiserhos stattfindenden Konzerten regelmäßig vom Publikum die Zugabe des BorkumliedeS gefordert, welches dann von den Badegästen mit stürmischem Begeisterung mitgesungen wird. Mir erschien dies regelmäßige Hinausschreien der Worte „Juden hinaus" eines gebildeten Publikums unwürdig und widerlich, und um dre besseren Teile dieses Publikums stutzig zu machen und ihnen im Spiegel- oder Zerrbilde zu zeigen, wohin eine derartige Ausartung des Rassenhaffes nach meiner Ansicht führt, verfaßte ich das Pekinglied, das ich unter nicht genügend vorsichtiger Verheimlichung meines Namens durch Anschlag und am Abend des vergangenen Samstags während des Konzertes durch Austeilung von Druckexemplaren verbreiten ließ. Es lautet folgendermaßen: O Peking, alte Kaiserstadt, Dich grüß' ich heut wie stets, Die wohl die dicksten Mauern hat, Pagoden und Minarets, Wo man steht Zöpfe HauS bei Haus, Eng drückt der Schuh den Zeh, Im Harem und im Kaffeehaus Trinkt echten Peckothee. O, lasset laut dein Lob und fingen, Wer liebt chinesischen Gesang, Begeistert soll der Rus erklingen: Peking chi Hang, Peking chi Hang! Wohl giebt es Städte viel und reich Im weiten Vaterland, Doch kommt an Wert dir keine gleich Du unser Ruhmes Pfand! In deinem Zauderbann, wie weicht Die Sorge scheu zurück, Wie wird das Herz so frisch und leicht, Wie hebt sich froh der Blick! Drum wollen laut dein Lob wir stngm» | Wer liebt chinesischen Gesang, Begeistert soll dein Ruf erklingen: Peking chi Hang, Peking chi Hang! Es herrscht in dir, ehrwürd'ge Stadt, Ein echt chines'scher Sinn, Drum wer was vom Chinesen hat, Zieh' freudig zu dir hin! In P king nur chinesisch gilt, Chinesisch ist'S Panier. Wir halten rein den Ehrenschtld All Chinas für und für. Doch wer dir naht mit blonden Haaren, Mit weißem Teint und rundem Äug', Der soll nicht deinen Schutz erfahren, Dem schlitzt den Bauch, dem schlitzt den Bauch! Dieses Lied wurde durch Anschlag im Umdruck mit I folgender Vorbemerkung veröffentlicht: „Von einem dem I entsetzlichen Blutbad in Peking entronnenen Europäer ist I uns nachstehendes Nationallied in der Uebersetzung über- | mittelt, welches vor dem traurigen Ereignis in allen öffent- | lichen Lokalen mit stürmischer Begeisterung gesungen wurde. I ES entspricht zwar nicht in allen Punkten unseren christ- I lichen Gesinnungen, zeugt jedoch von warmem patriotischen I Gefühl, weshalb wir es unseren Borkumer Badegästen nicht I vorenthalten wollen." Das Lied erregte einen großen Auf- I stand, man ermittelte meine Person, suchte mich in großer I Rotte am anderen Tage in meinem Strandzelt auß be- I schimpfte mich auch thätlich, und zwang mich, den Schutz I der Badbehörde und der Gendarmerie in Anspruch zu nehmen- I Vor allem wurde ich als Jude geschimpft der lch nicht I bin — ein gemeiner Mensch genannt, das Lied als em ge- | meines bezeichnet, und mit körperlichen Mißhandlungen I man müsse mir sämtliche Knochen zerschlagen (der Ausdruck „Bauchausschlitzen" wurde nicht gebraucht)"gedroht. Den Ort hätte ich, auch wenn mich mente Reisepläne nicht so wie so am Montag weiter geführt hätten schon im Interesse I meiner Familie schleunigst verlaffen müssen. tätskolonnen erschienen sind. Die Tagung begann heute morgen mit einer großen Hebung auf dem „Kleinen Sande" und der Ingelheimer Aue. Ihr lag die Idee zu Grunde, daß eine Belagerungsarmee Mainz auf dem linken Rheinuser eingeschlossen, auf der Westfront das Terrain bis Mombach in Besitz genommen und sich längs der Mainz- Alzeyer Bahn festgestellt habe. Der Angreifer wurde aus dieser Stellung durch einen Ausfall aus dem Rhein- und Mombacher Thor heraus zurückgeworfen, worauf der Führer des Sanitätsdetachements den Befehl erhielt, sich nördlich der Hartenmühle zu etablieren und seine Verwundeten von da nach dem Feldlazarett nach Mombach zu verbringen. Letzteres ist mit Rücksicht auf seine sehr exponierte Lage angewiesen, die transportablen Verwundeten dem zunächst liegenden Kriegslazarett zu überweisen. Die weitere Evaeuation aus dem letzteren fand nach dem Flußhafen statt, wo die Verwundeten dem Hilfslazarettzug einverleibt wurden, um in die Heimat befördert zu werden. Die Idee kam musterhaft zur Ausführung und bot ein wahrheitsgetreues lebendes Bild von der Thätigkeit der freiwilligen Sanitätskolonnen von dem Auftauchen der Verwundeten auf dem Schlachtfelde nach der Schlacht bis zu deren Verbringung nach der Heimat mit allen Zwischenstationen. Das vorläufige Verbinden der Verwundeten, ihre Lagerung, der Transport nach dem Lazarett, die Verladung in die Eisenbahnzüge und Schiffe usw. ging alles mit einer so großen Ruhe und Pünktlichkeit vor sich, daß man wahrlich glauben konnte, die Mitglieder der freiwilligen Sanitätskolonnen gäben sich tagtäglich diesem Berufe hin. Den interessanten Hebungen wohnten zahlreiche Zuschauer, darunter die Spitzen der Behörden, viele höhere Offiziere re. re. bei. Am Nachmittag fand in der Stadthalle ein Festessen statt, welchem die Spitzen der Civil- und Militärbehörden beiwohnten. In dem Toast, den der Vertreter der Militärbehörde, Gouverneur von Colla^, auf den Kaiser und die mit ihm verbündeten Fürsten ausbrachte, fiel es allgemein auf, daß Herr v. Callas auch die Vertreter der freien Rei chsstädte einschloß. Es ist das erste Mal, daß aus dem Munde eines Militärvertreters in Mainz, bei einem Toaste auf den Kaiser, auch der freien deutschen Städte gedacht wurde.— Heure vormittag begann im großen Saale des „Gutenberg- Kasinos" die Sitzung der 5. Führer- und Aerzteversamm- lung. Den Vorsitz führte Hauptmann Halder-München. Die Teilnahme war eine sehr rege. Dazu erschienen waren Gouverneur Baron von Collas, Provinzialdirektor Geheimrat Frhr. vonGagern, als Vertreter der Staatsregierung und als solcher im Auftrag des Großherzogs der Versammlung die Grüße des Landesfürsten überbringend und gedeihliches Wirken wünschend; Eifenbahnpräsident Breitenbach und Beigeordnete Dr. Schmidt und Baurat Kuhn, als Vertreter der Bürgermeisterei. Eröffnet wurde die Sitzung mit einem Hoch auf den Kaiser und die Bundesfürsten. Dr. Rupok-Straßburg sprach dann über allgemeine Verhältnisse des Sanitäts-Kolonnenwesens, Dr. Cramer, Stabsarzt der Res.-Wittenberg über „Beförderung Kranker und Verwundeter zu Wasser (mit erläuternden Wandtafeln und einem Schiffsmodell)", Dr. Jahn, Stabsarzt-Mülhausen i. E., über „Zusammenstellung eines kurzgefaßten Leitfadens für deutsche Sanitätskolonnen als gemeinsame Unterlage für den Unterricht" und noch einige i andere Herren. — Es wurde beschlossen, die sechste Führerund Aerzteversammluug der freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz im Jahre 1902 in Hambu r g sches Zeichnen. Darmstadt, 30. Juli. Der Großherzog begibt , sich in strengstem Inkognito heute auf einige Tage zur Ausstellung nach Paris. §§ Birsteiu, 29. Juli. Heute morgen starb hier Plötz, lich an einem Schlaganfall der fürstliche Forstrat Matthes. Er stand in der Mitte der 60er Jahre und war ein allgemein beliebter und geachteter Beamter, deffen plötzliches Hinscheiden die innigste Teilnahme in der ganzen Umgegend hervorgerufen hat. M a i n z, 30. Juli. Das für die E r b a u u n g ei n er Kavallerie-Kaserne in Aussicht genommene Gelände befindet sich innerhalb der nordwestlichen Urnwall- ung der Stadt Mainz, die sich, vorn Mombacherthor bis nach dem Rheinthor hinzieht. Es schließt sich an das Mombach^enhor an und nimmt die ganze Breite der Um- wallung und noch den sich daranschließenden Festungsgraben in Anspruch, Die Kaserne wird eine respektable Ausdehnung erhalten. Mit der Durchstechung der nordwestlichen Eneeinte ist soeben begonnen worden,, sodaß damit die Entfestigung der Stadt Mainz auch nach dieser Rich- tunq hin ihren Anfang genommen hat. Mainz, 30. Juli. Die fünfte Führer- und z Aerzte-Versammlung deut scher freiwilliger Sanitätskolonne vom „Roten Kreuz" hat aeftern hier ihren Anfang genommen, zu der etwa 500 Aerzte und 700 Mann der verschiedenen deutschen Sam- Wegen vorgerückter Saison verkaufe ich die noch vorrätigen "Wasch-Anzüge, Blusen Hosen, Loden-Joppen und Sommer-Havelocks »»T zu bedeutend herabgesetzten Preisen. *g. Inventur-Ausverkauf. Z Zur Reduzierung meines großen Lagers gewähre ich von heule «6 auf viele Artikel ®5r hohen Rabatt, les 6IM Warktplah 16. Amtliche Bekanntmachung. Das bisherige TchulhauS der Gemeinde Erda soll am Mittwoch den 15. August, vormittags 11 Uhr, in dem Gemeindehause zu Erda öffentlich verkauft werden. Das Haus enthält 8 Räume, befindet fich in einem sehr guten Bauzustand, ist mitten im Dorfe Erda, das rund 800 Seelen zählt, belegen und eignet fich vorzüglich zum Betriebe eines Geschäfts; Hausgarten ist vorhanden, ferner eine 10 Jahre alte Scheune — 88 Qu.-Mtter bebaute Fläche — und ein massives Stallgebäude. Bedingungen können hier eingesehen werden. Hohensolms, den 27. Juli 1900. 5213 Der Bürgermeister: Huttel. General-Depot für Hessen: Jhrig’sKontor, Darmstadt, sdbstmit Zu haben in fast sämtlichen Hotels und Restaurants, sowie bei den Herren: Emil Fischbach, Seltersweg 24. u4Md. Klrllru2MK,Akpftl2,50Mk franko gegen Nachn. Größere Posten in Bahnsendungen nach Uebereinkunft. Jak. Linkenhöl, Neustadt a. d. Haardt, Kheinpfalj. Schellers preisgekrönter in 7i>~7a» 7* Flaschen, pro Fl. Mk.' 1.80, 2.40, 3.—, 4.—, 5.—, 7a und 7« Flaschen verhältnismässig. Niederlage bei: Heinr. Gengnagel, Giessen, Neuen-Bäue 10, 383 Heuchelheimer Konsum - Halle, Inhaber: W. 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