151 Sonntag bcifl Juli Erstes Blatt. 1900 Kießwer Anzeiger Keneral-UHeiger Mezugspreii vierteljährl. Mk. 2M monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn» durch die Abholestell« vierteljährl. Mk. IM monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahr«, mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS 3tu und Auslandes nehmen Lnzeigm für den Gießener Anzeiger nttygak Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Annah«»t Anzeigen zu der nachmittag» für de« ^^gevdes tq erscheinenden Nummer V>« vorm. 10 Uhr. RLLeßeLuugen spätestens sdeudS vorher. scheint lägllch mit Ausnahme deS MsntagS. Die Äießener Asemtkl-nSrätter Wetter dem Anzeiger tat Sechser mit „£>cff. Landwirt n. ..Blätter M Heß. Volkskunde" vSLtl.4»Ol teigdegt. Amts» und Anzeigeblatt für den Breis Gieren. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der heWhe Landwirt, Matter für hessische UMstwnde.__ Krtubter, Expedition und Druckerei: Fchnkstraße Nr. 7. _i__i_________!■■■■■ 11 ■1111111111'rmurrr— ~ ■ ...... -2—!------------------J Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieß«. Fernsprecher Nr. 6L Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Abhaltung der Biehmärkte. Die Abhaltung des Biehmarktes zu Allendors L. d. Lumda am 11. Juli d. Js. kann unter folgenden Bedingungenstattfinden: m} , c 1. Alles nach dem Marktorte gebrachte Vieh muß auf den Marktplatz gebracht, und daselbst der veterinär- ärztlichen Untersuchung unterworfen werden. 2. Geschieht dies nicht, so ist das Vieh quarantäne- pflichtig. 3. Vieh aus Orten, in welchen die Maul- und Klauenseuche herrscht, darf nicht aufgetrieben werden. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Gießen, den 29. Juni 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Nachstehende Bekanntmachung deS Königlichen Land- -ratSamtS Marburg bringen wir zur Kenntnis der Jnter- sssenten. Gießen, den 29. Juni 1900. Großherzogliches KreiSamt Gieße«, v. Bechtold. Bekanntmachung. Der Provinzialrat hat genehmigt, daß seitens des Verbandes der Herdbuchgesellschaften für das Vogelsberger Rind im Anschluß der von ihm veranstalteten Ausstellung am 16. Juli d. Js. aus dem Schweinemarktplatze hier ein Markt für Zuchtvieh Vogelsberger Rasse abgehalten wird. Marburg, den 26. Juni 1900. Der Königliche Landrat. Tu felix Austria nube. Gießen, den 30. Juni 1900. „Bella gerant alii, tu felix Austria nube“: Kriege mögen andere sichren, du glückliches Oesterreich, feite Hochzeiten!" Diese Worte beschaulicher Selbstzufriedenheit, wie sie in Oester- reichi geprägt wurden, als ihm das, was andere in heißem Kumpfe zu erringen strebten, durch materiell vorteilhafte Eheschließungen mühelos in den Schoß fiel, haben heute ihre Geltung verloren. Die Zeiten haben sich geändert und wenn fürstliche Heiraten gegenwärtig, noch eine politische Bedeutung besitzen, so ist es im allgemeinen nicht mehr die, d,aß sie den Erwerb von Ländern und Krpnen im Gefolge haben. Aber ein anderes Glück scheint über den neuesten Eheschließungen im Hause Habsburg zu walten: an die Stelle der politischen Vorteile, die einstmals der geschickten Anknüpfung von Familien - Beziehungen entstammten, ist in der letzten Zeit ein mehr persönliches, ja man kann fast sagen, bürgerliches Glück getreten, das! dort strahlt, wo nur unter dem Zeichen der Liebe der Bund füpd ias Leben geschlossen ist. Die Kronprinzessin Stephanie h^t unter Verzicht auf ihre Stellung als kaiserliche Prin- dem Grafen Lonyay die Hand gereicht, und am morgenden Sonntag wird der Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand sich mit der unebenbürtigen Gräfin Sophie lLhotek vermählen.' Es war ein eigentümliches Schauspiel, dessen Zeugin die Wiener Hofburg am Mittwoch war, ein Schauspiel, das dem uralt-bezopften Anhänger geistiger Versteiner- ungstheorun als der Ausdruck fürchterlich revolutionärer Gedanken erscheinen mag. Ein Sprößling des alten Habsburger Hauses, der künftige Erbe der Kaiserkrone, hat um seiner Liebe willen auf das kostbare Recht verzichtet, das Ratererbe seinen Kinder» und Enkeln zu hinterlassen, et fegte einen feierlichen Eid ab, daß nie und nimmermehr sein Fletsch und Blut Anspruch erheben wird auf Szepter Und Thron. Mitten hinein m den kriegerischen Ernst des Tages Ringen Laute, wie aus den Zeiten des guten Königs Rene, tönen bukolische Klänge, tönen Märchenweisen vorn Prinzen und dem armen Mägdelein, und eine Episode fürstlicher Romantik löste den Ernst ab, der aus den krieger- tsthen Ereignissen in China, der aus dem Heldenkampfe der Buren ehern zu uns spricht. Und eine Reihe bunter Bilder tritt vor unser Auge. Meder empfinden wir das Leid der Bernauerin, und .wir freuen uns des stolzen blondlockigen Pattiziertöchter- lefns von Augsburg, der schönen Philippine Welser; Ka- » tharina die Erste war eines Tagelöhners Weib, ehe sie den Thron bestieg, und die furchtbare Tsu-Tsi, die mit Dämonischer Energie heute zum Vernichtungskampfe-gegen! die Fremden ihr Volk bewaffnet, hat in dem dumpfigen. Wohnraum eines chinesischen Arbeiters den ersten Atemzug gethan. Aber noch ein anderes Bild wird vor uns lebendig, ein Bild von unendlicher Zartheit und rührender Tragik, ein Bild von tiefem Leid und herber Entsagung, von treuem Pflichtbewußtsein und tttännlichem Ueber-, winden. In der Seele, in der Phantasie des Volkes wird Wilhem l. fortleben als der Alte, als der königliche Greis, der in drei Kriegen Sieger war und das Deutsche Reich er- chuf, der in der Königsstadt der Bourbonen die Kaiserkrone ich auf das ehrwürdige Haupt gesetzt hat und zu den, Vätern ging, während eine Welt in Trauer versank. Er schied als ein Glücklicher, und dennoch hat auch ihn einftt tiefes Erdenleid betroffen, und er, dem das Schicksal den. Weg auf der Höhe gewiesen, wanderte einst durch das tiefe Thal menschlichen Leides. Der Kampf, den er um Elisa Radziwill führte, bildete den Inhalt eines der rührendste^ Dokumente fürstlicher Tragik. Erzherzog Franz Ferdinand! gelangt morgen an das Ziel seines Sehnens und er wird herzlicher Teilnahme überall dort begegnen, wo man das. rein Menschliche höher stellt, als die Macht der Ueber-, lieferung; Prinz Wilhelm hat verzichtet, weil er die eherne Klammer eben dieser Ueberlieferung nicht durchbrechen konnte, ohne mit der Staatsstotwendigkeit in einen harteU Konflikt zu geraten. So wie jetzt die Gräfin Chotek, so galt einst Elisa Radziwill, so hoch auch ihr Rang war, nicht äcks ebenbürtig für einen Prinzen aus dem stolzen Hause der Hohenzollern. Selbst der freundliche Wille des Vaters zerschellte an t)-er eisernen Macht der Tradition, und Todesweh int Herzen, schrieb der Prinz an den Ver- ttauten, als seine Hoffnungen zerfielen: „Oester hatte ich mir die böse Katastrophe vorgestellt; daß sie mich aber so überwältigen würde, ahnte ich kaum." Und er klagte über „die Welt, die ihm- öde und freudlos vorkommt", ihm, dem Fürstensohne, der einst Herrscher werden sollte. Und als ihm der Machtspruch! seines Königs die letzte Hoffnung raubt, da schreibt er nur: „Ich werde Ihr Vertrauen rechtfertigen und durch Bekämpfung meines tiefen Schmerzes und durch Standhaftigkeit in dem Unveränderlichen, in dieser Prüfung bestehen. Gottes Beistand werde ich anrufen. Er verließ mich in so vielett schmerzlichen Augenblicken meines Lebens nicht, er wird mich auch jetzt nicht verlassen." Nur wer die Eisenkur des Leids mit standhaftem Herzen ertrug, dem schenkt das Schicksal das Höchste. Des Erzherzogs Ferdinand Zukunft wird weniger reich sein an Trauer und weniger reich an Erfolgen. Er wird das Szepter tragen, aber er wird seinen Söhnen das Erbe nicht hinterlassen. Und wenn ihn der Hermelin schmückt und der Stolz des Herrschens seine Brust schwellt, dann wird plötzlich die Demütigung auch an ihn heran- treten und schmerzlich wird er es empfinden, daß auch für ihn die Tradition unüberwindlich! blieb. Denn sein Weib wird nicht neben ihm stehen, das kleinliche Zeremoniell wird es verbieten, neben ihr in der Hofloge zu erscheinen, beim festlichen Mahle an ihrer Seite zu fitzen, und all die kleinen Nadelstiche werden ihn treffen, die sonst das Leben den Mächtigen erspart. Und obwohl man mit menschlicher Teilnahme es begrüßt, daß eine Frau nichtfürstlichen Standes die Gattin eines Kaisers fein wird, so wird man dennoch! nicht mit ungeteilter Genugthuung die Lösung des Konfliktes aufnehmen, der sich an der Hofburg erhob. Denn wie man mit Staunen und nicht ohne ein Gran von Entrüstung den seltsamen Windungen folgte, die sich in dem (Streit um Lippe ergaben, wie man nicht in den Gedanken sich! finden wollte, daß die späten Nachkommen einer Modeste von Unruh nur deshalb des Fürstentums unwürdig seien, weil ihrer Ahnfrau Adel nicht genügend erwiesen war, wie mau mit Achselzucken an der Behauptung vorübergehen würde, daß unsere Kaiserin nicht eine Zierde des Thrones sei, weil in den Adern einer Urelternmutter das Blut eines recht tüchtigen Bürgers floß, so sttäubt sich auch- heute das Selbstgefühl, die Minderwertigkeit einer schönen, zarten und edelsinnigen Frau anzuerkennen, nur weil der ererbte Rang nicht dem Range eines Erzherzogs gleicht. Adel muß verdient werden, so lautet ein Wort aus Huttens Tagen. Unsere Zeit, die Zeit, die aufgebaut ist auf den Errungenschaften der französischen Revolution, baut das Wort weiter: Es giebt nur Adel, der selbst verdient wurde. Tief hinein in unserer aller Seelen drang ein unauslöschlicher demokratischer Hauch, und Schiller, auch wenn ihn ein Weimarer Fürst nicht geadelt hätte, würde uns als adeliger gelten als irgend ein Prinz, der das Recht seiner Geburt nicht durch tüchtige Thaten neu gewinnt. Und nicht nur die Schule der Geschichte hat uns gelehrt, mit staunendem Auge die wunderliche Thatsache zu betrachten, daß eine Fürstin Wertheim-Freudenberg Kaiserin werden kann, weil ihre Ahnen an einem bestimmten Tage gerade noch reichsunmittelbar herrschten, daß aber eine Gräfin Chotek nur die Staffel einer morganatischen Gattin erklimmen kann, sondern auch die Lehren der Naturwissenschaft haben uns zu der Erkenntnis geführt, -daß die stete Mischung des gleichen Blutes verhängnisvolle Wirkungew heraufführen kann. Die enge Vereinigung katholischer Fürstengeschilechter bildet vielleicht den letzten Grund mancher Tragödie, deren Schauplatz ein Königsschloß war. Und andererseits will unsere Logik nicht standhalten, toentt. wir den Enkel eines Seidenhändlers auf Schwedens Thron erblicken, auf den nur das Recht der Revolntton den Ahneir erhob, und wenn uns Bernadottes und Beauhamais Enkelkinder als ebenbürtig gelten müssen. Wenn Sophie Chotek Kaiserin von Oesterreich würde, so würden vielleicht einige adelsstolze Erzherzoginnen die Nase rümpfen über die „Crapüle", aber jeder Bürger würde sich freuen und deo Frau, deren Reiz und Tugend sie erhob, gern und willig unterthan sein. Die lippische Frage. Seit 1883, nach dem Tode des Grafen Karl zur Lippe-Biesterfeld, bezog Graf Ernst zur Lippe-Biesterfeld als nächster Agnat des damals regierenden Fürsten Waldemar aus der Nebenlinie die jährlich 10000 Thaler betragende sogen, lippische Rente. Die Weißenfelder Linie bestritt nun feit einiger Zeit die Berechtigung des Grafen Ernst zu dieser Apanage und berief sich auf den Brüder- vergleich von 1749, nach dem für den Genuß der Rente Abstammung aus ebenbürtiger Ehe gefordert wird. Sie behauptete, die Stammmutter der Biesterselder, Modeste v. Unruh, fei nicht freiherrlichen Standes gewesen und habe somit dem § 18 des betr. Brüdervergleiches nicht genügt; selbst ihre adelige Abkunst sei nicht erwiesen, sie habe somit nicht einmal dem gemeinrechtlichen Ebenbürtig- keitSerfordernis des niederen Adels entsprochen. Das Landgericht in Detmold hatte die Adelsfrage ununtersucht gelassen, da eS sich auf den Grundsatz stellte, für die SuccessionS- fähigkeit in die lippische Rente gelte überhaupt keinerlei Ebenbürtigkeitserfordernis mehr. DaS Oberlandesgericht Celle hat auf Aushebung des Detmolder ErkenntniffeS entschieden, indem es feststellte, daß zur Ebenbürtigkeit in den Linien Biesterfeld und Weißenfeld mindestens freiherrlicher Stand der Braut oder Frau erforderlich, atfo § 18 des Brüdervergleiches noch in Kraft sei. Da Modeste v. Unruh erwiesenermaßen nicht freiherrlich war, kam eS auf die Frage, ob sie überhaupt adelig gewesen, weiter nicht an. Zunächst wird sich das ReiHssgericht endgiltig mit der Angelegenheit zu besaffen htMn. Wenn dieses den Celler Spruch bestätigt, so argumentieren die Gegner der Biesterselder Ansprüche, stellt sich ein sonderbares Mißverhältnis zwischen diesem Erkenntnisse und dem Schiedsgerichtsspruche heraus. Zum Genüsse der Rente von 10000 Thalern müßte darnach die nächste Nebenlinie ihre Ebenbürtigkeit nach § 18 des Vergleiches nachweisen, während nach dem Schiedssprüche das diesem Erfordernis nicht entsprechende Haupt der künftigen fürstlichen Linie (Graf Ernst) für Lippe fuccessionsfähig wäre. Daß darin ein Mißverhältnis liegt, läßt sich nicht bestreiten. Indes giebt es gegen den Schiedsspruch keinerlei Appellation mehr, und die Regentschaft und Thronfolge des Grasregenten wird durch irgendwelche Entscheidung in Leipzig nicht im geringsten berührt. Inwieweit seine Söhne davon betroffen werden, läßt sich jedoch noch nicht Voraussagen, da über deren Successionssähigkeit vielleicht noch ein weiteres Schiedsgericht zu urteilen haben wird, das an die Begründung des Spruches des ersten Schiedsgerichtes nicht gebunden ist, da dieses sich lediglich mit der Succession des Grasen Ernst befaßte. Graf Erich zur Lippe-Weißenseld konnte nur einen Teil der Rente einklagen, da, wenn er genußberechtigt ist, noch eine Anzahl Mitglieder seiner Linie Anteil hat; aber diese letzteren werden, wenn Leipzig für den Grafen Erich günstig entscheidet, jedenfalls auch ihre Rechte geltend machen, und dann wird der Nutznießer der Einkünfte des fürstliche» Hauses fortan jährlich an die Weißenfelder 30000 Mk. zu zahlen haben, bis auf eine kleine Summe, die schon jetzt an die weniger bekannte Linie der Grasen von Lippe- Falkenflucht in Württemberg gezahlt wird. Handelt es sich somit schon nach dieser Seite um ein recht erhebliches Objekt, so ist noch in Betracht zu ziehen, daß im Falle des Obsiegens der Weißenselder ohne Frage auch die jährliche Summe von 30000 Mk. nachträglich mit Zinsen an die Weißenfelder herausgegeben werden müßte, welche die Biesterselder Linie seit 1883, seit dem Tode pes noch dem § 18 genügenden Grafen Karl Friedrich zur Lippe-Biesterseld, zu Unrecht bezogen haben toürbe,« uttb das macht, etwas über eine halbe Million Mark aus. Es ist aber gar nicht abzusehen, wohn diesir. Bettag genommen werden sollte, da das fürstliche Hausvermögen nach de« gesetzlichen Bestimmungen in seiner Substanz nicht vermindert werden darf. Der Krieg in Südafrika. . Heber neue Kämpfe berichtet indes der „Daily Telegraph- vom Donnerstag aus Pretoria: „Seit Sonntag bemühen sich General French auf dem linken Flügel, General Hamilton aus dem rechten und die elfte Division im Centrum, die Stellung des Feindes auf den Hügeln 15 Meilen östlich von Silverton zu umzingeln. Ein dreitägiger Kampf hat stattgefunden, aber Dienstagnacht rückte der Feind ostwärts längs der Delagoabahn ab. Die englischenVer- luste betragen insgesamt gegen 150 Mann; man hofft, daß es General Buller gelingt, den Buren den Rückzug abzuschneiden." Aus Pretoria wird gemeldet, daß das Amtsblatt ein Dekret veröffentlicht, wonach kein Bure, der über 60 Jahre alt ist, sich in der Stadt aushallen darf. Die Frage der großen Verluste au Krankheiten auf der englischen Seite während des gegenwärtigen Feldzuges in Südafrika behandelt, wie uns ein gestern bereits von uns veröffentlichtes kurzes Telegramm mitteilte, die Times in einem drei Spalten langen Bericht des konservativen Parlamentsmitgliedes Burdett'CouttS aus Kapstadt, der ein grelles Licht über einen Teil &Ä Ursachen verbreitet, die Englands Verlustliste so mächtig geschwellt haben. Es ist ja selbstverständlich, daß mit der längeren Dauer jedes Feldzuges auch der Prozentsatz der Krankheitsverluste wächst und stets wachsen wird, allein daL Verhältnis in diesem Feldzuge ist denn doch nachgrade ungeheuerlich geworden. Nimmt man allein die Gesamtzahlen, so findet fich, daß 2973 Mann ihren Wunden, aber 3985 Krankheiten erlegen find. Von 16358 Mann aber, die als dienstuntauglich nach England zurückbesördert wurden, find wohl 12000 durch Krankheiten in den Zustand gebracht worden, daß fie entlassen werden mußten. Nimmt man dazu die augenblickliche Krankenliste, deren Zahlen natürlich nicht zugänglich sind, so erklärt sich zur Genüge, warum fort und fort und Woche auf Woche ein mächtiger Strom von Ersatz von England nach Afrika geleitet wird, um das Heer aus seiner vollen Stärke und Schlagfertigkeit zu erhalten. Die englische Krankheitspflege ist ganz ungenügend. Burdett Coutts hat unter anderem die Feldlazarette in Bloemfontein besucht und berichtet darüber folgendes: Ich fand in einem 316 Kranke, von denen die Hälfte an typhösem Fieber litt, ihr Zustand war kaum zu beschreiben. Die Zelte waren Glockenzelte, die für sechs bis acht gesunde Leute Raum gewähren. Hier lagen aber in manchen dieser Zelte zehn typhöse Kranke eng zusammengedrängt. Es fehlte an Raum, um zwischen sie zu treten. Betten oder Matratzen waren nicht vorhanden. Man verfügte nur über 42 Tragbahren, daher lagen 274 Kranke einfach auf dem Boden. Auch an Decken herrschte Mangel, kein Kranker konnte mehr als eine erhalten. Dazu kam eine wasserdichte Decke zwischen dem Körper des Leidenden und der nackten Erde. Der Boden war steinhart und bei Rgcht sank die Temperatur unter den Gefrierpunkt. Abgesehen von andern Dingen, an denen es fehlte, die man nicht gut nennen kann, waren weder Kiffenüberzüge noch Leintücher, überhaupt keinerlei Bettzeug vorhanden. Nur die rauhe wollene Decke kratzte die empfindlichen fiebergequälten Leiber. Die Hitze dieser Zelte in der Mitte des Tages war überwältigend, der Geruch unerträglich. Die armen Kranken lagen dort und hatten das Gesicht mit Haufen von Fliegen bedeckt, waren aber zu schwach, fie fortzuscheuchen, und suchten vergeblich durch schmerzhaftes Zucken der Züge fich ihrer zu erwehren. Niemand war da, es für fie zu thun. 17 Lazarettordonanzen waren mit der Hilfe des Feldlazaretts eingettoffen oder dazu aufgeboten worden; 10 waren davon wieder entnommen worden. Der Ausfall wurde durch Leute von der Krankenträgerkompagnie gedeckt. Die Leute hatten aber anderes zu thun, als den Kranken die Fliegen zu verscheuchen. Nachts waren ihrer nicht genug vorhanden, um die Kranken, die vom Fieberwahn befallen wurden, zu hindern,, halbnackt aufzufiehen und in der bitteren Kälte im Lager umherzuirren/Die einen sahen nicht nur, sondern fühlten die anderen neben sich sterben. Kurz nachher besuchte BurdettCoutts dasselbe Feldlazarett nach einem heftigen Regenguß und sand viele der Kranken 10 Ctm. tief im Schlamm liegen. Er kam noch einmal und fand bei 300 typhösen Fällen nur drei Aerzte, fand, daß die wenigen ausgebildeten Lazarettgehilfen versetzt und durch 25 unwiffende gemeine Soldaten ersetzt worden waren, die zum größten Teil selbst Genesende waren. Als das Lazarett geräumt wurde, mußten 20 der schwersten Kranken in Ermangelung von Ambulanzwagen über Feld befördert werden. Diese Beobachtungen wurden aber in Bloemfontein gemacht, vier Wochen nach der Besetzung, an einem Ort, wo sieben Wochen lang der Oberbefehlshaber seinen Sitz hatte und wo man annehmen durfte, daß binnen Monatsfrist das Nötigste wenigstens hätte herbeigeschafft werden können und müffen. Gleichzeitig kommt aus Kapstadt die Alarmnachricht von großer Mißwirtschaft in einzelnen dortigen Lazaretten. Im Unterhaus wurde am Donnerstag die ganze Angelegenheit zur Sprache gebracht. Als Antwort auf mehrere Anfragen verlas der Erste Lord des Schatzes, Balfour, Auszüge aus Mitteilungen des Feldmarschalls Roberts, worin dieser hinweist auf die unvermeidlichen Schwierigkeiten des Transports, die von ihm ergriffenen Maßregeln angibt und gleichzeitig die Einsetzung einer kleinen, aus zwei erfahrenen Aerzten und [ettoa zwei vernünftigen Leuten bestehenden Kommission vorschlägt, die diese Angelegenheit näher prüfen soll. Balfour erklärte, daß die Regierung mit diesem Vorschlag des Feldmarschalls Roberts einverstanden sei. Noch ein Epilog zur Gutenbergfeier. Aus Mainz gehen uns heute einige Zeilen zu, die den Empfindungen weiterer dortiger Volkskreise Ausdruck geben sollen. Die Festespracht ist vorbeigerauscht, die nüchterne Kritik kann unbeirrt ihres Amtes walten. So glanzvoll alles verlaufen, so sehr die Leiter des Ganzen Lob ver- ' dienen, so groß war auch die Enttäuschung weiterer Kreise, als die karge Liste der anläßlich des Gutenberg- festes verliehenen Auszeichnungen publiziert wurde. Ordenshungrige Seelen werden niemals aussterben und entsprechend den Gefühlen verzeihlicher Eitelkeit hält sich jeder der Beteiligten für berechtigt, offizielle Anerkennung zu ernten. Unser kunstsinniger Landessürst verläßt sich ja selbstverständlich auf diejenigen, die berufen sind, ihm aus genauer Kenntnis der Verhältnisse entspr. Vorschläge zu unterbreiten; daß aus Anlaßei nerGutenberg- feier Auszeichnungen verliehen werden und Buchdruckerkreise sowie Litterarische Kreise ignoriert werden, das hat allenthalben verblüfft. Während Vorsitzende von Ausschüssen, die im ganzen Jahre zweimal getagt Haden (Finanz-Ausschuß) ausgezeichnet wurden, hat man die stillen, unermüdlichen Arbeiter, die seit Beginn der Vorbereitungen ihre Zeit und ihr Wissen in den Dienst der Sache stellten, vollständig übergangen. — Zunächst ist das Allerauffälligste, oaß weder ein Buchdruckereidesitzer noch ein Buchdruckergehilfe dekoriert wurden. Es wären wohl das Präsidium des Allegemeinen Verbandes, einige Buchdruckereibesitzer, die freiwillig und mit Hingebung an der Feier besonders an der typographischen Ausstellung beteiligt gewesen sind, vor allem der Senior der Prinzipale, Prickarts, und der Drucker der wissenschaftlichen Festschrift, PH. v. Zabern, sowie verdiente Gehilfen, die schon ihr 50 jähriges Dienstjubiläum gefeiert haben, eher zu dekorieren gewesen, als ein Bürgermeistereisekretär, der für die Gutenbergfeier hauptsächlich durch willkürliche Verteilung von Karten innerhalb seiner Dienststunden, für die er doch anständig von der Stadt bezahlt wird,gewirkt hat. — Die von Anfang an vorherrschende Tendenz gewisser Kreise, die Jünger Gutenbergs bei einer Gutenbergfeier möglichst in den Hintergrund zu drängen, ist auch hier wieder zutage getreten. Nicht minder herrscht — unserem Gewährsmann zufolge — in den litterarischen Kreisen Erbitterung. Während )ie Vorsitzenden aller großen Ausschüsse Anerkennung fanden, ist bei einer Gutenbergfeier der Präsident der litterarischen Kommission leer ausgegangen, nicht minder einer der bekanntesten Mainzer Guten- bergforscher, Hofrat A. Börckel, dessen populärwissenschaftliche Schriften seit Jahren für die Weltfeier propa- gandisch gewirkt haben, auch der Mainzer Journalistenverein, in dessen Schoße zuerst die Gutenbergfeier angeregt worden ist, verdiente eine weniger passive Rolle hierbei zu spielen. — Die Ouvertüre zu dieser Feier bildete der Allgemeine Journalisten- und Schriftstellertag, dessen Dirigenten einer Auszeichnung zwar nicht bedürfen und wohl kaum erstrebten, aber ebenso offizielle Anerkennung hätten erfahren können, als der geniale Leiter der Liedertafelkonzerte, schon um den innigen Zusammenhang mit der Druckkunst und Litteratur darzuthun, Presse und Gutenberg stehen schließlich doch in einem engeren! Causalnexus, als Händel'sche Oratorien und Gutenberg. — Nur einige fremdländische Sitteraten, Gutenbergforscher, sind nach dem alten Satz, daß der Prophet in seinem Vaterlande nichts gilt, eines Ordensbandes würdig erachtet worden. Dem litterarischen Leiter des Festzuges ist ebenfalls Enttäuschung nicht erspart geblieben. Es wird auch außerhalb nicht verstanden werden, von welchen Gesichtspunkten aus man in Hessen bei einer Gutenbergfeier Auszeichnungen vergeben resp. beantragt hat. Sch, Aus Stadt und Land. Gießen, 30. Juni 1900. Landtag. Die Erste Kammer der Stände, die ihre 5. Sitzung am 4. und 5. Juli abhält, hat auf ihrer Tagesordnung 46 Punkte, unter denen auch Neue Kliniken, Universitätsgebäude (Aula) und bota nifcherGarten inGießen.— Die Zweite Kammer hält ihre 23. Sitzung am 5. Juli mit folgender Tages Ordnung ab: 1. Prüfung der Ersatzwahl eines Abgeord^ neten für den 1. Wahlbezirk der Provinz Starkenburg (Beerfelden-Hirschhorn-Wimpfen). 2. Regierungsvorlage, die Verwendung von Ueberschüffen von Eintrittsgeldern und allgemeinen Studiengeldern bei der technischen Hochschule aus den Etatsjahren 1898/1899, 1899/1900 und 1900 bis 1901 betreffend. (Berichterstatter Abg. Köhler-Darmstadt.) 3. Rückäußerungen der Ersten Kammer. — Erheblichere Meinungsverschiedenheiten dürften sich wegen der Lehrerbesoldungsvorlage ergeben. Die dazu gefaßten Beschlüsse der Zweiten Kammer, die bekanntlich den am weitesten gehenden Antrag Backes annahm, sind von der Regierung für unannehmbar erklärt worden. Der Finanzausschuß der Ersten Kammer teilt, wie man jetzt hört, die Bedenken her Regierung, und empfiehlt dem Plenum Ablehnung der Beschlüsse der Zweiten Kammer, dagegen Annahme eines auch von der Regierung acceptierten Antrages Molthan (Zentr), der bei einer durchschnittlichen Alterszulage von 170 Mk. eine Erhöhung des Mindestgehaltes von 900 Mk. auf 1100 Mk., und des Höchstgehaltes von 2000 Mk. auf 2800 Mk. vorschlägt. Man sagt, die Annahme dieses Antrages in der Ersten Kammer sei so gut wie sicher. ** Den Kampf ums Dasein in der Tierwelt behandelte Prof. Dr. von Wagner in seinem Vortrage am Mittwoch abend. Ausgehend von der beliebten und verbreiteten Vorstellung vom „Frieden der Natur" zeigte der Vortragende, daß in Wirklichkeit, wenigstens in der Organismenwelt, das tzerads Gegenteil, ein Mmpfes- zustand aller gegen alle herrscht — der Kampf ums Dasein. An der Hand passender Beispiele wurde dargelegt, daß dieser, fteilich unbewußt geführte Kampf, dem fortwährend unzählige Tiere zum Opfer fallen, eine allgemeine und notwendige Folge der Ge- sam tökonomie der Natur vorstellt. Einerseits kann düs in der Natur vorhandene Nahrungsquantum über bestimmte Schranken hinaus nicht gesteigert werden, andererseits aber ist die Fruchtbarkeit der Tiere so groß, daß ohne Kampf ums! Dasein in relativ kurzer Zeit die Unmöglichkeit sich ergeben müßte, die unendliche Fülle von fiDrganismen zu ernähren und unterzubringen. Bedeutet Mithin das Kampfprrnzip in der lebendigen Natur, der geträumten Friedensidylle gegenüber einen sehr unerfreulichen Gegensatz, so wirkt dasselbe doch dadurch Gutes, daß es einen beständigen Gleichgewichtszustand int Gesamtbestande der Organism^nwelt herstellt, der nur innerhalb enger Grenzen und nur vorübergehend Schwankungen gestattet. Der Kampf ums Dasein leistet aber nvchi wert mehr, denn er ist der wichtigste Faktor für die Formbildung im Reich der Lebewesen. Das hängt damit zusammen, piaß ausnahmslos die Nachkommen von ihren Erzeugern und unter sich durch kleine individuelle Merkmale. Variationen — unterschieden sind und dadurch iir verschiedener Weise für den Kamps ums Dasein geeignet erscheinen, die einen besser, die andern schlechter. Welche Individuen überleben, welche nicht, ist infolgedessen nicht eine Sache der Willkür, sondern im großen und ganzen wenigstens bestimmt fixiert: die mit für den Lebenskampf günstigen Variationen ausgestatteten Individuen werden über die minder vorteilhaft ausgerüsteten Genossen obsiegen. Somit vollzieht der Kampf ums Dasein in jeder Generation eine Auslese oder Sichtung, durch welche die Träger zweckmäßiger Variationen erhalten, die mit ungeeigneten Merkmalen behafteten Individuen aber ausgemerzt werden. Hierzu kommt nun noch die Vererbung, durch welche die im Daseinskämpfe gesichteten Variationen von Generation zu Generation befestigt und ausgebildet werden, wodurch schließlich aus einer alten eine neue Form (Art oder Spezies) hervorgebracht erscheint. Der Kampf üms Dasein bedeutet also thatsächilich einen gewichtigen Faktor in der Entstehungsgeschichte der Tierwelt, deren fast unendliche Mannigfaltigkeit durch dieses Kampfprinzip mit Hilfe der beiden elementaren Funktionen der Variabilität und Vererbung entwickelt worden ist (Darwins natürliche Zuchtwahl). — Mit einem kurzen Ausblicke auf den Kampf ums Dasein im Menschenleben schloß der Vortragende seine Ausführungen, betonend, daß die modern« Einsicht in die Tragweite dieses steten l^istenzkampfes schon lange vor unserer Zeitrechnung von Heraklit in den Worten aus gedrückt worden ist: der Kamps ist der Vater der Dinge. „Der allgemeine Friede im Reiche des Lebendigen wäre die Ruhe des Todes und die Stille des Grabes — der Kampf allein bedeutet das Leben." •• Verleihung von AdelSpradikateu. Die Gen.-Leutnants Perthes, bisher Kommandeur der 21. Division, und Davidson, bisher Kommandant von Koblenz und Ehrenbreitstein, wurden in den Adelstand erhoben. *• Der Gesangverein „Gemütlichkeit" begeht am Sonn, tag dem 8. Juli die Feier seines 15. Stiftungsfestes in Steins Garten. Zu dieser Feier find zahlreiche Einladungen an hiesige Vereine ergangen, die auch bereits ihre Teilnahme zugesagt haben. w. Bad-Nauheim, 29. Juni. Zur Nachfeier der Taufe des neuen „Ernst-Ludwig-SprudelS" wurde heute im Kurtheater das Bühnenfestspiel in 6 Teilen: „Hier geneset man" von Wilhelm Wagner-Nauheim, dem Ver- faffer der „Chronik von Bad-Nauheim" und mehrerer erfolgreicher Theaterstücke, aufgeführt. Die einzelnen Teile des Stückes, das von den Römerzeiten bis zur Gegenwart spielt, heißen: 1. Die erste Heilquelle (spielt 284), 2. Eine alte Sage (1585), 3. Der Salzgräfe von Nauheim (1730), 4. Freiheitsstürme (1813), 5. Heilquelle und Spielbank (1855), 6. Am neuen Sprudel (7. März 1900). Von diesen sechs Aufzügen ist jedes ein kleines Drama für sich von dramatischer Kraft und Bühnenwirkung, die Sprache, z. T. Jamben, ist fließend und schön. Das Stück überragt andere Festspiele, die bei ähnlichen Anlässen gespielt wurden. Das Publikum rief den Autor nach den meisten Akten und zum Schluß wiederholt hervor. Auszug MS den StandesamtsreHistrrn der AM Meße». Aufgebote. Juni 23. Louis Otto Wegerdt, Ingenieur dahier mit Klara Bender zu Remscheid. 25. Heinrich Ranft, Maurer in Weitershain mit Elisabethe Hahn in Bernsfeld. 25. Johann August Frank, Fabrikarbeiter in Essen mit Luise Girnus in Altendorf. 27. Julius Moritz Otto Mickel, Schleifer zu Lollar mit Barbara Niederhöfer Hierselbst. 27. Wilhelm Leike, Taglöhner in Wölfersheim mit Luise Zimmermann zu Wiederhausen. 27. Heinrich Kröck, Güterbodenarbeiter in Frankfurt a. M. mit Marie Schneider in Elbenrod. 27. Karl Wilhelm Nicolai, Zigarrenmacher in Großen-Buseck mit Luise Klinkler daselbst. Ehrfchttebnttgen. Juni 23. Heinrich Arnold, Packer dahier mit Katharine Dittmann Hierselbst. 27. Johannes Großhaus, Bahnschaffner in St. GoarShausen mit Christine Freihöfer dahier. Geborene. Juni 20. Dem Lackierer Philipp Weigel eine Tochter. 20. Dem Hilfsbremser Bernhard Gerbig eine Tochter, Emmy Margarethe. 22. Dem Kaufmann Joseph Seeler eine Tochter, Mathilde Christiane Minna. 23. Dem Hilfsbremser Philipp Schick ein Sohn, Friedrich Emil Gustav. 28. Dem Buchbinder Johannes Heinrich Karl Noll eine Tochter. 24. Dem Restaurateur Heinrich Brandt ein Sohn. 26. Dem Taglöhner Heinrich Nau ein Sohn. 26. Dem Taglöhner Franz Rentmeister em Sohn, Franz Joseph Georg Konrad. 26. Dem Schmied Heinrich Becker VI. eine Tochter. Gestorbene. Jnni 25. Karl Walter, 61/, Jahr alt, Sohn von Schrerner Phrlrpp Walther in Wieseck. 25. Hermann Vogt, 24 Jahre alt, Postassistent vt« Gießen. 27. Ezechiel Wulff, 41 Jahre alt, Kaufmann von Odessa. 28. Christiane Seeth, 72 Jahre alt, Privatin dahier. Dande! und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vem »S. Juni. Wechsel auf New-York zu 4.201/9-21 Vi* . “Prämien auf Kredit per ult. Juli 2.200/0, do. per ult. Äug. 0.00%, Diakonto-Kommandit per ult. Juli 1.95%, do. per ult Aug. 8.00 */(h Lombarden per ul*. Juli 0.70 0/0, do. per %• Aug. 1.10%. IVnilAHinffeB: Kreditaktien 215-215 10-214-214.10, Dte- konto-Kommandit 180.40-179.70-179.80, Steatsbahn 142.10, Gotthaid 188.00, Lombarden 27.00, Ungar. Goldrente 96A0, Itaüener 94^40, ßproz Mexikaner 25.10, Oesterr Coupons 84.00, Amerik. Coupons 4 i gr/.. Privat-Diskont 47 o8/o Geld. ' il/. bis 2»/, Uhr: Kreditaktien 214-214.70-00 bx., Dißkonto- Kommandft 179.80-180-0 bz., Staatsbahn 142.20 be., Lombarden 27.00-00 bz. Viehmärkte. Die süddeutschen Biehmärkte waren im allgemeinen während der Berichtswoche mittelmäßig frequentiert Der Handel m wickelte fick an einigen größeren Märkten nur sehr schleppend, während wohl infolge der guten Futterverhältntffe Milchvieh allenthcüben schr gefragt war und der Bedarf an einigen Plätzennicht,gedeckt werde« konnte. Die Preise blieben die gleichen der Vorwoche. Mastkälber waren überall sehr gefragt und fanden bei anziehenden Pressen sanken AbfA, geringere Qualitäten waren weniger beachtet. DerPrers für Schweine ?oa bedeutend an, man zahlte fü? prim- Ware Mk. 1,50-2 mehr, es wurde fast v-llständi- hierin ausverkauft. Getreide. Infolge der im Laufe dieser Woche wieder etwas gewrchenen amerikanischen Kurse, welcher Rückgang durch Gewinnrealisattonen hauptsächlich verursacht sein soll, wurde die Stimmung wieder eine ruhigere. Roggen ziemlich unverändert, Gerste ohne Veränderung, Hafer pretä« haltend, Mais gut begehrt. Die heutigen Notierungen sind: Revwmter 2, Rk. 142,50, neue Redwinter —, Juli-Lugust-Abladung Mk. 144,50, Kansas 2, Mk. 140, Laplata f. a. q. 137 bis 140, ruff. Roggen 9»/i b's 114, rufs Futtergerste 109, amertkan. Hafer 108, Mixed Mais Mk. 85 per Tonne cif Rotterdam. Hopfe«. Die Umsätze in Nürnberg sind nicht belangreich und beschränken sich nur auf das Notwendigste für den Bedarf. Die ekilaufenden Berichte über den Stand der Pflanzungen lauten allenthalben sehr befriedigend. DaS feuchtwarme Wetter ist den Pflanzen sehr zu träglich, läßt Ungeziefer nicht aufkommen, und die Entwickelung der Pflanzen kann hierdurch besiere Fortschritte machen. Eabak. Auch während dieser Berichtswoche läßt sich ernt Dosierung im Geschäfte nickt konstatieren. Die neuen Tabake werden infolge ihrer Qucüftät nicht so rasch reif, man muß sie öfters auf Kühlbänken Umschlägen um solche packreif zu erhalten, und um bei der Sortierung gut brennende Tabake auswählen zu können. Nach guten, alten, brennenden und leichten Umblatt- und Umblatt-Einlage-Tabaken besteht mehr Nach- sraae die Vorräte hierin find jedoch nicht belangreich. Umgesetzt wurden wahrend der Berichtswoche in Herxheim 300 Zmtner 1898er Tabak von Spekulanten an Händler zu Mk. 45,50, versteuert, an einen Fabrikanten wurden einige Hundert Zentner 1897er Gebirgstabak zu Anfang ZO Mk. verpackt, trans., ferner eine Partie 1896er Gunditabake zu unbekannten Preisen. Lose Blätter und Abfälle wurden je nach Be- sckaffenheit ca. 200 Zentner von Mk. 14—18 . verkauft. In losen Pfälzer Rippen geschäftslos, feine Mk. 9—9.50, gebündelt Mk. 11,50—12. ES notieren: Ruhr-Fettnutz Körnung I und II Mk. 240 biS Mk. 25 0, Nuhschmiedekohlen Mk. 215 bis Mk. 225, Deutsche Anthracit-Rutzkoblen Mk. 320 bis 330, englische Anthractt-Nußkohlen Mk. 380 bis Mk. 400, Ruhr Flammnuß Körnung I und II Mk. 240 bitz Mk. 250, Ruhr - Flammnußkohlen Körnung III Mk. 220 lttS Mk. 240, Fettschrot Mk. 210 bis Mk. 220, Rubr-Bruchcoks Mk. 360 bis Mk. 380, AuSfiebgries Mk. 170 biS Mk. 180. Alles per 10 To. ab Mannheim. Die Nachfrage beginnt wieder zur reinen Panik aus- zuarte». SchWsnachrichte« Norddeutscher Lloyd. Vertreten in Gießen durch die Agenten: Car LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 27. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer Bremen, Capt. R. Nierich, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 6 Uhr morgens wohlbehalten in New-Dork angekommen. Bremen, 27. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer Rhein, Capt. H. Gathemann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr morgns wohlbehalten in Balimore angekommen. Bremen, 27. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Schnellpostdampfer Kaiser Wilhelm derGroße, Capt. H. Engelbart, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 3 Uhr nachmittags wohlbehalten in New-Dork angekommen. Der Postdampfer „Kensington" der „Red Star Linie* in Antwerpen, ist laut Telegramm am 27. Juni wohlbehalten in New-Aork angekommen. Wie kann der Kranke sich rasch erholen und kräftigen? Man setze seinen Speisen „Toril“ zu; wenn der Kranke feste Speisen nickt vertragen kann, bereite man eine kräftige Suppe nur aus Toril. — Die Schmackhaftigkeit deS Toril ermöglicht die Aufnahme auch beim appetitloseste» Kranken und wird dessen Appetit in kurzer Zeit gehoben. — Toril ist die leichteste Nahrung, der ganze Rührstoff geht i«s Blut über uub befördert die Genesung. „Toril“ ist Fleischextrakt aus bestem Ochsenfleisch mit kräftigenden und nahrhaften Substanzen. _ 4380 0T Man verlange überall „Toril“. Markus Bauer Spezial-Geschäft in fehret Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener Werkstätte. Gießen, Urrchenplatz u- 718 Beton. Asphalt. Terrazzo. Hierdurch gestatte ich mir die ganz ergebene Mitteilung, dass ich äusser dem Betriebe meiner Dampfbaggerei Arbeiten jeder Art in Beton, Asphalt und Terrazzo auszu. führen übernehme. Bei billigster Preisberechnung, sauberster Herstellung und Verwendung |nur bester Materialien übernehme ich weitgehendste Garantie und bitte, vorkommenden Falles Kosten - Voranschläge von mir einfordern zu wollen. 4415 Hochachtungsvoll und ergebenst Conrad. Rübsamen, Giessen, Laiinstrasse 11. im Gothaer Wensverficherungsbank. Versicherungsbestand am 1. Juni 1900: . . 779,1 Millionen Mark. Bankfonds am 1. Juni 1900 ......254 „ M Dividende im Jahre 1900: 30 bis 138 Prozent der Jahres-Normal- 51 Prämie — je nach dem Alter der Verfichemng. Vertreter: Heinrich Hochreuther, Südanlage 5. Dachfalzziegel, in vorzüglicher Ware, liefert billigst Emil Horst, Hießen, 2565 Zemeutwareu- uud Kunststein-Fabrik. Jean Denn & Cie. Westaulage 31 Giessen Telephon 21 unterhalten stets großes Lager in IW* Meißner Kaohel-Oefen aller Art und etil, einfach und reich dekoriert mit gewöhnlicher Regulierung und amerikanischem Aeueruugs-System. Spezialität: Altdeutsche Kachel-Oese« «nd Kamine. BW* Das Setzen der Oefe« geschieht durch Fachleute unter Garantie meisterhafter, kompletter Ausführung. 1746 Hermann Hess, Giessen liefert Feldbahnen 8668 neu und gebraucht — kauf- und mietweise Baugelelse, Weichen, Drehscheiben, Muldenkipper,Kastenkipper, Radsätze, Achslager, Lagermetalle etc. „Sodor“ ist der beste, einfachste, praktischste und billigste Apparat zur bequemen, sofortigen, Aschen Selbstbereitung von kohlensauren Aetränken in der Familie. 10 Stück Sodorkapseln für 10 große Flaschen Kohlensäuren Labetrank kosten nur 70 Pfennige. Alleinige Niederlage bet 4449 Otto Schaaf, Seltersweg 39. Nussschaleil-Extrakt aus der Hof-Parfümerie C. D. Wunder« ttch, Nürnberg, 3mal preisgekrönt. Rem vegetabilisch, ganz unschädlich, um Haaren em dunkles Ansehen zu geben. W Haarfürbe.NutzSl, -MA ein das Haar dunkel färbendes, feines Haaröl, zugleich vorzüglich zur Stärkung deS Wachstums der Haare, ä 70 Pfg. W. Kilbinger, Drogenhandlung, Seltersweg 52. 1645 _ , Eisschränke Gartenmöbel Rasenmäher Emaillierte Geschirre Petroleumkocher Spiritusgaskocher Hanshaltungsmaschinen empfehlen A. Kröll SÖhUO. I Landbutter zum Einkochen, so lange Vorrat, per Pfd. 80 Pfg. 4504 H. F. Nassauer, Neuenweg 18. Prima junges Fleisch empfiehlt 4477 Keßler, Pferdemetzger. Gallseife empfiehlt 4038 k>. Jos. Mobs, Mäusburg 8, Seifenfabrik. Herrenhemde« «ach Maß oder Muster werden unter Garantie des guten Passens in kürzester Zeit geliefert. 1440 Reiche Auswahl in Stoffen nnd Einsätze«. Geschw.Heerz,9mmttf97. Wer seilte Mgel lieb bat, der gebe ihnen nur Schatz's prämiierte Futterarien: Singfutter für Kanarien. Ferner Drossel-, Dompfaffen-, Finken-, Nachtigall-, Papageifutter, Eier« brot rc. Zu haben bei [2265 Otto Schaaf, DrogeshMlimg. D. Schmall, cmÄ "nut MW und Stiefel für Arbeiter und Landleute, sowie sein großes Lager in alle« feine« ««d farbigen Schuhwaren sehr preiswert. 30 bis 40 Waggons Kiefernrahmen (Borratshölzer) bester Qualität, in Längen von 3,00 bis 6,50 m, 10X10, 10X12, 12/12, 12X14 om stark, preiswert abzugeben. Anfragen unter Chiffre 3339 an die Expedition d. Bl._________________________ ®Zöpfe, Dreher, Haar Uhrkette«, Toupös, Scheitel u. Perrücker, werden billigst angefertigt. Spezialität in grauen und weißen Haaren bei 910 H. Tichy, Stlltiwg 60. Backsteine, Feldbraud, prima Qualität. Nahe und gute Abfahrt. Auch können solche an die Baustelle geliefert werden. 2363 Andreas Euler. Cigarren. Durch große Einkäufe bin ich imstande, vorzügliche Qualitäten in jeder Preislage zu liefern. 2064 Bei Abnahme von Vio, Vio u. s. w. entsprechende Gmtäßigung. Cigaretten und Tabake. Ferd. Schott, Bahnhofstraße, Ecke Wolkengaffe. Vermietungen 1896] Zwei Logis, je 8 Zimmer, Wasserleitung und allem Zubehör, alsbald zu verm. 8. Feidel, Sonnenstraße 8. Militär! Umzugshalber 2. Stock, uüUlai ■ drei Zimmer, Korridor; Ma«farde, 2 kleine Wohnungen, auch zusammen, mit Zubehör zu vermieten. Beziehbar sofort. 2080 Jakob Bonstadt, Germania. 3- vis 4-Iftumerwoymmg im zweiten Stock per sofort zu vermieten. 3045__________________Steiuflraße 38. 38451 Srankfurterstratze 8«. Sehr schöne Familienwohnung, 6 bis 7 Zimmer mit allem Zubehör, erste Etage, per 1. Okt. anderweitig zu verm. H. Boller. 4828] 4. Zimmer - Wohrrirrrg im 2. Stock (Bel-Etage) per 1. Oktober zu vermietens_________Licherstratze 8. 4452] Sormeastratze 26 ist eine kleine Wohnung auf 1. August zu vermieten. Näheres bei der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15._____________________ Oswaldsgarten. Der erste Stock meines Hauses ist bis zum 15. Juli zu vermieten, eventl. auch früher. 2858 Heinrich Mansch, Neustadt 78. 2760] Ararndttche Wohnung, 4 Zim. mit allem Zubehör, zu vermieten. Näheres WaMyorflraße 16._________ 02733] 8 Zimmer, part., mit allem Zubehör, Gas- und Badeeinrichtung, per 1. Oktober zu vermieten. Weferstratze 4, nächst der Anlage. Näheres im dritten Stock.____________ 4519] Ostanlage 40, neben der Loge, ist der 3. Stock per 1. Oktober zu verm. ____________A. Keller, Ostanlage 39. 4340] Mittlerer Stock, 5 Zimmer, Küche, Bodenraum, Keller, Bleichplatz rc. per 1. Oktober zu verm. Steinflraße 42, III. pF* 6 Zimmerwohnung jWE mit Badezimmer, Balkon und mit allem Komfort der Neuzeit eingerichtet, im zweiten Stock, ist wegen Versetzung des Herrn Poftkassier Stroh per 1. Oktober zu verm 4,63_____________Nordanlage MU 4458] Logis, 5 chis 6 Zimmer MU Zubehör, zweiter Stock, per 1. Oktober zu vernneten. Ludwig Kohkerman« IV., _____________________Bleickftraße 12______ 4433] Der zweite Stock, 6 Zimmer nebst Zubehör, per 1. Oktober, evtl, auch früher, zu verm. Liebigstraße 57, part. 4011] Schöne Wohn. v. 6 Zim., Badez., Küche, Kammern, Gartenant.rc., sowie eine Mansardenwohn. v. 4 gr. Zimmern, Küche nebst Zub. SelterSweg SS per 1. Ok- tober er. zu vermieten.___________________ 02619] »erfetznngShalber schöne Wohnung von 4, eventl. auch 8 Zimmern und allem Zubehör zu vermieten. Leihgester«erweg 7. O-Zimmecwohnunq mit Zubehör zu bet* O mieten.Grünbergerstraße 48. Ludwigsplatz 10 Parterrestock, 7 Zimmer, per 1. Oktober zu vermieten. __________________ 4367 800] Ludwigstratze 42, zweiter Stock, 7 Zimmer mit allem Zubehör, per sofort zu vermieten. WUH. Seipp I», Ludwigstraße 28. 2410] Logis, 3, 4, 5 und 6 tzimmer mit Zubehör per sofort zu vermieten. ________________ L. Huh«. 2430] Bleichstratze 23, Ecke der Ludwigstraße, ist die Parterre-Wohnung, 6 Zimmer mit Zubehör, per sofort zu vermieten. Näheres bei Herrn <£a«f- man« Stnhk, Neustadt 23 zu erfragen. 4-Aimmerwohnuug mit Anvehör zu vermieten. 2891 _______________Waröurgerstraße SS. 3405] Schöne Mansardenwohnung von 5 Zimmern mit allem Zubehör per 1. August zu verm. Stei«stratze 38. 3728] Die seither von Herrn Geheimrat Prof. Dr. Bose innegehabte Wohnung Wilhelmstratze 21, Bel-Etage, 7 bezw. 8 Zimmer, ist vom 1. August ab ander- weit zu vermieten.__ 3922] Hofma««stratze 7 ist der mittlere Stock, bestehend ou8 6 Zimmern nebst Zubehör und Gartenanteil, per 1. Oktober an ruhige Leute zu vermieten. 3934s Wohnung zu vermieten. ___________________Ederstratze 18. Westanlage 51 Parterrestod, große Wohnung, per 1. Oktober zu vermiete«.______4080 4164] Zwei Wohnungen zu vermieten Neustadt 77. Näheres bei SBeifcbinber» meister Häuser, Klein-Linden.__________ 4172] Haus mit Lade« Schloß» gaffe 8 zu vermieten ober zu verkaufen. Näheres Marktstraße 28. Ml)ansardenwohnung. 2 Zimmer, 1 Stabil nett u. a. Zubehör, sofort an ruhige Familie zu vermieten. (Einzelne Dame be« vorzugt ) [4238] Bahnhofstraße 66. Ecke Neustadt 12 im yie UVUU3. Stock 2 Zimmer u«d Kabinett mit Zubehör per 1. August zu vermieten. Näheres im Laden. 4068 -um Alleinbewohnen, Ostanlage -xHUll Nr. 22 — 8 Zimmer und Zubehör, Nebenräume — zu vermieten oder zu verkaufen. Näheres bei den Architekten Stein L Meyer.________________4884 4398] Ein kleines Logis an ruhige Leute zu vermieten Atttergasse 23. 4474] Schöne Wohn, mit Wassert, an ruhige Leute zu verm. Tiefeuweg 10. /Lin Familienlogis zu vermieten. *3/ 3976______________Neustadt 81. 02687] SelterSweg 21 2 zimmer zu verm. Näh. Bergstr. 7, II. 02649] 2 Attnmer, Küche, z« ver« mieten._________________Gderstraße 6. 216] Ecke der Stephan» und Keplerstratze eine elegante Wohnung, 6 Zimmer und allem Zubehör, zu vermiete«. Näheres Bismarckstraße 17. 8923] 2 Zimmer und Kabinett mit eigenem Eingang zu vermieten. Ostanlage 29. Näheres auch bei Herrn Karl Klees. 4048] Schöne Wohnung, 3 große Zimmer u. Mansardenzimmer, per 1. Okto- ber zu vermieten. Bahnhofstr. 83. Bergstraße 15 Parterre-Wohnung, 6 Zimmer, schöne, große Veranda, an ruhige Familie zum 1. Oktober zu vermieten. 02466 4500] Nordanlage 88 sind zwei fchöne Parterrezimmer, möbliert oder unmöbliert, per 1. Oktober, eventl. früher, an besseren Herrn oder Dame zu vermieten. am geb an i Pn hat gebl hie j «ine v-rk Ja» tiet Danksagung. Für die hrrzliche Teilnahme bei dem uns so schmerzlich betroffenen Verluste unserer lieben Mutter, sowie für die tröst, reichen Worte des Herrn Pfarrer Kraus sagt innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Moritz Semmler. Gießen, dm 29. Juni 1900. 4540 Gießen, dm SO. Juni 1900. 4533 4530 Gießen, den 80. Juni 1900. 02735 Klein-Linden, den 29. Juni 1900. 4531 Gießen, den 30. Juni 1900. Gesangverein Gemütlichkeit Mädchen empfiehlt fick im Kleidermacken in und Concordia. 4536 Bei ungünstiger Witterung im Vereinslokal. Acht. Arbeitet Karl Müller, Liebigstraße 64. er Arbeiter vom Lande, “ TT T7qQ Offerten Utltet K. J. 2441 an uwi „gget ungunsttger Svnrer Spieß, Mineralwaffer- (Lin HanSvurfche fofort"99 dieses Blattes__________>4 Mr ab im Saale des Cal —-------------------------------------------——;—-—M Uni^rLizre »''ch- nah «tettckruckerei (ffliOtich Erben) in Gieß«. pie heutige Wummer umfaßt 16 Seiten. Ver«nttoorillch fir »re toll: *. WUHt fte te» M. - erste Schneise rechts. RSferS Regenerator beste Einreibung gegen Lähmung und Rheumatismus für Pferde. 3630 Adam He«, Satttermeifler. Hotel, Fabrik, Grundstück, Geschäft kaufen, verk. oder reell vertausch, will, der wende sich an das Jmmobiliengeschäft H. Müller, Darmstadt, Karlstraße 26. Kein Vorschuß, nur flrovistan bei Srfslz 13925 Offerten unter Z. 02679 an die Ex- peditton dieses Blattes. An- und Verkauf von gebrauchten Möbeln, Betten, Kleider«, Wäsche, Oefen U. Herde«, Gold- und Silbersachen, Antigirt- täten, Metallen, Eisen, Sumpe« und Knochen, sowie Uebernahme ganreg Einrichtungen. 696 Lonls Rothenberger Wwe. Die Beerdigung findet Sonntag dm 1. Juli, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Stephanstraße 32, aus statt. Die Beerdigung findet Sonntag den 1. Juli, nachmittags 2 Uhr, »om Sterbehause, Steinstraße 46, aus statt. 4187] Eine Dame sucht Zimmer und Kabinett; wenn möglich kleine Küche dabei. Gefl. Offerten Bleichstratze 7. N.B Freunde des Vereins sind zu diesem Ausfluge willkommen. $8d ungünstiger Zbittermlg mm Aür ab im Saale des Cafti Ebel. freundlich möbliertes Zimmer zu verm. 02677 Westanlage 19. Vergütung. .. “fetten unter K. J. 2441 an die Für die herzliche Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Kindes Karl sage ich allen herzlichen Dank. Katharina Keßler. Die Beerdigung des Kameraden Reinhard Kling Eisenbahuschaffuer findet Sonntag den 1. Juli, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Stephanstraße 32, aus statt. 4544 Antreten: Ecke 'Goethe- und Stephanstraße präzis ^3 Uhr. Lehrling gesucht mit guter Schulblldung, für ein Fabrik-Kontor hier, gegsrr sofortige Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Tellnahme bei dem Kranksein und Hinscheiden unseres lieben Sohnes und Bruders, für die liebevolle Pflege der evangelischen Schwestern, für die trostreiche« Worte des Herrn Pfarrer Euler, sowie für die überaus zahlreichen Blumenspendm sagen wir unsere« innigsten Dank. Familie Hermann Bogt. (Km gebrauchter Kinderwagen billig zu verkaufen. Hinter der Westanlage 9. Dir He«- und GrumiuklerÄe von meiner Wiese hinter dem Pfau zu verkaufen. 4510 Eduard Sack, Asterweg 32. (Lin ruhiges, möbliertes Zimmer zu ver- '2' mieten. Liebigstraße 61, III. Todes-Anzeige. Men Verwandle», Frmnken und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren innigstgeliebten Gatten, Vater, Bruder, Onkel und Schwager Reinhard Kling Eiseubahnschaffuer im 50. Lebensjahre gestern abend V,ll Uhr zu sich zu rufen. Um stille Tellnahme bllten Die tieftrarrerrrde Gattirr rmd Kinder. Junger Man«, der seine Lehrzeit in einem Kolonialw.» Gesch. beendet hat und jetzt in gleichem Geschäft bei seinen Eltern thätig ist, sucht zur weiteren Ausbildung in ähnlichem Geschäft oder Kontor Stellung. Reflektiert nickt auf hohes Gehalt. 4478 Näheres in der Expedition d. Bl. Xgft e t Sonntag den 1. Juli: Ausflug mit Musik nach dem Ttaufenberg. Abfahrt nach Lollar nachmittags 3.13 U^r. 4494 Der Vorstand. Todes-Auzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Fra« Elisabeth Wilhelm Witwe gestern nach kurzem, schwerem Leiden zu sich zu rufen. Im Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Amerrd, Lokomotivführer. 4- bis 5000 Mark gegen la. Hypothek zu leihen gesucht. Offerten unter W. 02638 an die Ex- pedition dieses Blattes. . ,_,j 4355 Christian Faber, Sttrrgoferrziegelei, Leihgestern. Gegen hohe Provision und hohen Spesenzuschuß sucht leistungsfähige, süddeutsche Cigarrenfabrik gut eingeführte, solide und fleißige (Lin HauSbursche, der mit Packen um- gehen kann, sofort gesucht. 02680 Zu melden Asterweg 40, pari. Laden, , - neu, mittelgroß, in bester Lage, mit oder I Vertreter oder ^UMU^etmieten!1 Näheres durch O^etten^unter QÖ h" 4488 ’an’bte।Wochenlohn Mu^au^nnten Wünicke L^^^ noch berücksichtigt werden. 4843 1 026881 Schuhmachergeselle gesucht. Schlafstelle für Lehrling gesucht. Off. Hetttk, SvNNtag: ö mit Preisangabe unter L M. 02725 MMAAMss Waldsest. Zchnßkch, Steins Garten (Saalbau). Mittwoch den 4. Juli 1900: Einmaliges Historisch-populäres Konzert gegeben von der 50 Mann starken Kapelle des Badischen Leib - Grenadier -Regiments aus Karlsruhe unter Leitung des Königl. Musikdirektors Adolf BoettflC. Anfang 8 Uhr. Eintritt 1 Mark. Die Kapelle hat es unternommen, eine musikalische Aufführung zu veranstalten, welche dem Publikum ein möglichst getreues Bild von der historischen i Entwickelung der Militärmusik geben soll. Eine Reihe hervorragender Musikstücke von den ersten primitiven Versuchen bis zur glänzendsten modernen Ausgestaltung werden nicht allein in der ihnen eigentümlichen Instrumentierung, sondern mit den hierfür berechneten Instrumenten vorgeführt. y Eintrittskarten im Vorverkauf ä 75 Pfg. bei Aug. Frees, Univ.-Buchhandlung, Seltersweg, und bei Karl Retter, Cigarrenhandlung, Lindenplatz. Tüchtige Almllkntensammltt für ein Familienblatt (Wochenschrift) gegen hohe Provistou zu engagieren gesucht. Offenen unter .Sammler- an Th. Rutz, Annonc-n- Erpedition. Berlin SW. 47, erbeten. Karten im Vorv-rkaus einschließlich für Konzert und Ball L 1 Mk. bei den Herren Friseuren I. Aff, N-uenbäue, K. ^ottm-««, Kap.anr- Mill—Illi :.n 1 »affe, Heim Kaufmann Salomon, Schulstraß-, und Herrn Gastwirt 3. bis 4-Zimmer«oh«uug in freier zkamm- (Kühler Grund). An der Kaffe t Karten für Konzert W,9, Lage per 1. August zu mieten gesucht, Ball 1 Mk. Karle« einschließlich für Konzert uno Liall jju. I --—= = ------------ ’ DaS FestcomttS. 4255 —-------- Schön mövttertes Zimmer ' iTrthpfil NI tlPttttipf SvNUtag den 8. Jttli 1900: \-ü3na~ ... «..»..L Feier des ISjähr. Stiftungsfestes 0272? QUd? ^CTT Westanlage 2».m Schöner Laden in Steins Garten. 4442] Sehr gut möbl. Zimmer mit sep. in Mitte der Stadt gelegen, in welchem - . 4 Ahr: Konzert und Gesangsvorträge der teil« Eingang -u Um. «eu%wefl9,n. ÄS ^'^^"nehmmden Gesangvereine. /Ädi5n möbliertes Zimmer billig zu ver- bis 1. August anderweitig zu vermieten. “ * —. - - - mieten. Bahnhofstraße 26, III. | Näheres in der Exped. d. Bl 4259 ckL eränmiger Aaden mit 2 Schaufenstern zu vermietm. Aahnyofflr. 58. s337i 1 /«ivnbmacheraetzUke gesucht. 02712 H Müller, Wolkengaffe 23. QL|7.1Mllt 4)OUßMt0ItP| 02728] Junger Arbeiter vom Lande 3 Uhr Tafel EU Milöchkü Bäcker'Katz, Neuen-Bäuel^ 4493] Ein ordentliches Mädchen, daS sich jeder Hausarbett unterzieht und kochen kann, nach Frankfurt a. M. gesucht. Nur Mädchen mit guten Zeugnissen wollen sich melden. Näheres BahnhofSraKe 51, H l. 4396] Ein braves, tüchl. ^aadmädche« für Hausarbeit auf den 1. August L I. gesucht. Zskeichflraße 32, III. Wirtschaft. In einem verkehrsreichen Städtchen ifl eine Wirtschaft mit ca. 1200 Hektoliter Bierverbrauch pro Jahr und viel Branntwein bald zu verkaufen durch 4491 __________W. Hild, Nordanlage 1. 4492] Auf dem Lande gutgehende Logierwirtfchaft unter günstigen Bedingungen zu verkaufen durch W. Hild, Nordanlage 1. noch vollständig neu, vor- yluUlllUj züglickes Toninftrument, ist mit Garantieschein billig abzugeben. Schriftliche Anfragen unter D. 4510 an die Expedition dieses Blattes erbeten. Gießener Oulllibug-Gkskllslh. kauft * 4456 neues gutes Wiesenheu 02729] Kleines Handwägelchen oder Karren, für leichtes Gewicht, mit Fed., neu oder noch gut erhalten, zu kaufen gesucht. I. K. SpieS, Mineralwafferfabrik. 02694] Ein auch zwei möbl. Zimmer in ruhiger Lage zu vermieten. _____________Licherstratze 21, part. «nöblterteS Zimmer zu vermieten. ffll 02713 Kirchenplatz 3. । mröbliertes Zimmer zu vermieten. 1 M 02707 Mäusburg 7, II. "2892] Möbl. Zimmer zu vermieten. ___________Warvurgerstraße 29. 4394] Einfach möbliertes Zimmer zu vermieten. SchMerstraße 23, III. 02701] Neubau. Ein frdl.mobl. Zimmer, eventl. mit Pension, per sofort zu vermieten. Wolkengaffe 21, I. St i'lleir<6e 1‘ndjr Kauf-Gel nche Verschiedenes IHii'tiU'Imlji’ (Offene Stellen