’«i88) erte d auf du Drogen. kuits isenmehl i erkakao öre eheack. I ilscbaft i «Mi jöwtll abgqebtii wrte Amt M platz 2. noderoen fein sM i ab Mkiert nia. |rdi®' ftaftitt fteU W« 'M und W )ie Mche tt t, Dlluelude imt Gieße«. ater. TaMv ckW -ss je Herze« E»*ä wi'S Freitag beit 1 giini Rr. (26 Kweites Blatt ießener Anzeiger Heneral-Nnzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den "Kreis «Sieben Alle Anzeigen-Bermittlung-stellen de- Ja« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgehe». ZcilenpreiS: lokal 12 Pfg., auSwirt- 20 Pfg. Annahme Anzeigen zu der nachmittag- für de« falzenden tq erscheinenden Nummer bi- Dornt. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- «benbS vorher. Orscheint tägtich mit Ausnahme des Montag-. Die Greßenrr Mam'kleuörLtler »erden dem Anzeiger hn Wechsel mit „Hess. Landwirt" a. ^Blätter 9flr Hess. Volkskunde" »kchtl. 4 mal beigelegt. 1900 Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2M monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die AbholrstelleK vierteljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährL mit Bestellgeld. Rebatttan, Expeditton und Druckerei: Kchntftratze Ar. 7. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der heMche Landwirt, Ktätter für hessische UslKsKundr. Adresse für Depeschen: Anzeiger chtetz«, Fernsprecher Nr. 5L Amtlicher Teil. Gießen, den 28. Mai 1900. Betr.: Die Ablieferung der Vakanzüberschüffe erledigter Schulstellen an den Provinzialschulfonds. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung unseres Ausschreibens rubr. Betreffs vom 2. April l. IS. (Gießener Anzeiger Nr. 79) im Rückstände sind, werden hierdurch an alsbaldige Vorlage der Berechnungen, bezw. Erstattung der Fehlberichte erinnert. v. Bechtold. Bekanntmachung. Der Verband der oberhessischen Geflügelzuchtvereine beabsichtigt, mit der in den Tagen vom 12. bis 14. Oktober ds. Js. zu Friedberg stattfindenden 1. Verbands- Provinzial-Geflügelausstellung eine Verlosung von Geflügel zu verbinden. Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 6000 Lose zu 40 Pfg. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden find. Zugleich ist der Vertrieb der Lose in der Provinz Oberheffen gestattet worden. Gießen, den 29. Mai 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Landwirtschaftliche Landes-Ausstellung zu Darmstadt vom 14. bis 17. September 1900. Um den Mitgliedern des landwirtschaftlichen Vereins slr die Provinz Oberheffen die Beschickung der rubr. Ausstellung mit Tieren zu erleichtern, sind mir vom Ausschuß des Vereins Mittel zur Verfügung gestellt worden, durch welche den Ausstellern die Beschickungskosten teilweise ersetzt werden sollen. In Aussicht ist genommen, diesen Ersatz sär EisenbahntranSportkosten, Fütterung und Pflege der Tiere auf der Ausstellung, Vertretung bezw. Begleitung des Transports zur und auf der Ausstellung und Ver- I sicherungsgebühren, nach der Bestimmung des Hessischen I Landwirtschastsrates für größere Ausstellungen, eintreten zu lassen. Diese Unterstützung ist abhängig von einer Vorbesichtigung durch vom Provinzialverein ernannte Sachverständige, der die betr. Tiere unterworfen werden müssen. In Betracht kommen hierbei Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe. Die Pferdeausstellung wird vom Landespferdezuchtverein arrangiert, und sind Anmeldungen bezw. Unterstützungsgesuche in dieser Abteilung an den Landespferdezuchtverein in Darmstadt zu richten. Da der Anmeldetermin für die obenbezeichneten Tier- Abteilungen mit dem 1. Juli d. Js. zu Ende geht, ersuche ich diejenigen Mitglieder des Vereins, welche von meinem Anerbieten Gebrauch machen wollen, ihre betr. Tiere bis zum 10. Juni b. Js. bei der Geschäftsstelle des Vereins in Alsfeld gefl. anmelden zu wollen. Laub ach, den 26. Mai 1900. Der Präsident des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen. Friedrich, Graf zu SolmS-Laubach. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der für Dienstag den 5. Juni l. I. festgesetzte AmtStag auf Donnerstag den 7. Juni verlegt worden ist. Großh. Steuer-Kommissariat Gießen. I. V.: Krug. Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Landftande. M. G. Darmstadt, 30. Mai 1900. Die Regierungsvorlage, betr. Ankauf des Gärtnerschere Hauses auf der Burg zu Friedberg (zur Uebernahme der Verpflegung der Seminaristen in Selbstbetrieb der Regierung), Neubau eines Kreisamtsgebäudes in Bingen und Kreisamtsgebäude in Dieburg betr., werden rasch nach den Ausschußanträgen erledigt. Gemäß dem vom Abg. Noack gestellten Antrag werden nach Vorlage der Regierung zur Förderuug der kleineren gewerblichen Unterrichts-Anstalten 5000 Mark weiter bewilligt. Zu der Regierungsvorlage „Sonstige Förderung des K u n st g e w e r b e s" liegt eine (von uns mitgeteilte) ausführliche Begründung der Regierung vor. Es ist beabsichtigt, die durch Gründung der Künstler-Kolonies in Darmstadt neu belebten kunstgewerblichen Bestrebungen, von denen man die segensreichsten Folgen für ba^ Land erwartet, durch einen für die Sustentationsgehatte erforderlichen Betrag von 20000 Mk. zu unterstützen. Abg. Noack halt es für wünschenswert, daß man sich über die Bestrebungen und die Richtung der Kunst im Hause äußere, damit nicht der Anschein erweckt werde, als ob die Bewilligung ein stillschweigendes Einverständnis mit bei: ganzen Kunstrichtung bebeute, indivibuelle Geschmacksrichtung, unb es könnte fraglich sein, ob mit bieser den Stempel des Vorübergehenden an sich tragenden Ge- schmacksrick)tung dem Kunsthandwerk gebient sei. Ein tieferes Naturstudium wohne freilich einem großen Teile der modernen Bewegung inne, doch), auch ein gewisser blasierter, gigerlhafter Zug, gegen den fich „edr gute Geschmack" auflehne. In solche gährenbe Entwickelungsbewegung nach einer bestimmten Geschmacksrichtung einzugreifen, sei im Hinblick auf bie Konsequenzen ein gefährliches Spiel. Mit bemselben Rechte könnte eine freischaffende Gemeinde von Dichtern und Musikern Beachtung und Förderung verlangen. Er könne sich) nicht zu der Ueberzeugung durchringen, daß die neue Richtung volkstümlich und allgemein verständlich werden könnte; die moderne Formensprache und Symbolik werde ihm ebenso unverständlich bleiben wie die Dichtkunst eines Ibsen int Vergleich' zu der eines Schiller. Aber die gute Absicht, durch Hebung der Kunst und die wirtschaftlichen Verhältnisse des Volkes einzuwirken, sei anzuerkennen. — In seinen weiteren Ausführungen übt der Redner Kritik an den Ausführungen des Ausschußberichtes (richtiger: der Begründung durch die Regierung). Verschiedene Argumentationen stünden nicht auf festen Füßen. Nachdem sich der Redner hierüber verbreitet hatte, betonte er, daß es schwierig sei, diesem Privatunternehmen gegenüber Stellung zu nehmen, da Stände und Regierung nur zu bewilligen hätten, aber nicht mitsprechen tonnten. Ihm wäre es angenehm gewesen, wenn der Staat in der Art eines Garantiezeichners eingetreten und eine Pauschalsumme bewilligt hätte, tao werde die Sache als Budgetposten im Staatshaushalt jährlich erscheinen, ob sie floriere ober nicht. Abg. Köhle r - Darmstadt wendet sich, gegen den Vorredner. Er weist nach', daß dieser Ausführungen der Regierung, nicht Ansichten des Ausschusses angegriffen habe. Der Ausschuß habe die von dem Vorredner angeregtere Fragen über Berechtigung ober Nichtberechtigung einer Kunstrichtung ganz außer Acht gelassen ; über Geschmacksrichtungen lasse sich überhaupt nicht streiten. Der Ausschuß trete um beswillen sehr warm für bie Vorlage ein, weil biese Künstlerkolonie bem Lanbe zur Ehre Feuilleton. — Deutsche Kunst und Dekoration. Wir möchten unsere Leser wieder einmal aus die vortreffliche Zeitschrift aufmerksam machen, die unter diesem Titel bet Alex, -och in Darmstadt erscheint. Besonders in ganz Hessen, muß bas Maiheft interessieren, das vornehmlich bie - ii n stlerkolonie in Darm stabt behandelt und text^ ließ wie namentlich illustrativ allgemeine Aufmerksamkeit verdient Das Heft hebt mit einem Bericht über die Grund- Pinlegung des Künstlerhauses an, bei welcher Gelegenheit' unter Großherzog bekanntlich die fronen Worte -mach - „Mein Hessenlareb blühe unb ihm die Kunst! — 2ann lesen wir in goldgelber Umrahmung, bie wahrscheinlich Prof. P. Behrens geschaffen hat, eme Dichtung von ticora F uch s „Znr Weihe des Grundsteins, ein festliches' «spiel", das durch ihren Gedankengehalt und ihre Form 6ie rechte Wirkung erreicht, lieber der Darmstadter Künstler „nächste Arbeit" spricht darauf -^oseph M. Ol brich. 4lus allen seinen Worten atmet frische, fröhliche Schaffensfreude, an der der Leser Anteil gewinnt. „Frei von allere Genossenschaften, frei von allem Respekt Zwang gegen Kunstministerien, frei von jedem Streit ob Alt ober Neu, vertrauend auf ein naiv empfindendes Volk und auf eigene »mft" — dieses köstliche Gefühl der absoluten Selbständigkeit Vlieses Gefühl, aus dem Innersten schaffen zu können, und furchtlos, frei und frank, beseelt die Darmstadter jkünstlerlolonie und führt fie ju immer neuen Jmpu en M Nächste Arbeit ist die Errichtung der Kunstlerhauser auf der Mathildenhöhe, die erstehen «ollen en baulicher Einheit aus innerem Empfinden, in beiien sich Raum an Sm n reihen soll, etwa wie Sang an Sang. Auch über die Ausstellung 1900 referiert Olbrich Ein kleiner Artikel w Ludwin Habich gewidmet, von dem wir unter den Illustrationen zwei Entwürfe zum Ali ce-Den km al iw Da r Ni » a d t finben. Einer davon, em seiner ganzen Idee mserem Kriegerdenkmal nicht unähnlicher Obelisk, ist rnv Siörunq bestimmt. Heber die „Dekoration aut der Bühne“ läßt sich Pros. Behrens aus, unb man wird [Zen verständigen und klaren Ausführungen bekommen. — Soviel vom Text des Heftes, den wir hiermit keineswegs erschöpft haben, der vielmehr noch manchen längeren, lesenswerten Artikel bringt. Das weitaus Wichtigere aber sind die Abbildungen, die wuchtigen Holzschnitte rc. von' Behrens, die geschmackvollen Flächenornamente von. Olbrich, die poetisch wirkenden dekorativen Gemälde, die entzückenden Glasmalereien und flotten Zeichnungen zu den verschiedensten Gebrauchsgegenständen von Prof. Hans C h r i st i a n s e n , die Teppiche rc. Zeichnungen und gigantischen Gebirgsstudien von Paul Bürck, bie Meister-Medaillen von Rudolf Bosselt, bie Zimmer- rc. Einrichtungen von Patriz Huber — wahrlich ein außerorbent- lich reicher Inhalt.—Das Aprilheft hatte unter vielem anderen Abbildungen von dem A r b e i t s k a b i n e 11 unseres Großherzogs gebracht, zu dem Prof. Otto Eckmanu in Berlin die Zeichnungen angefertigt hat. — Das Juniheft ist vornehmlich dem Kaiser Wilhelm- museum und der Webekunst in Krefeld sowie der Karlsruher Kunstgenossenschaft gewidmet. Jedes reich illustrierte und auf das vorzüglichste ausgestattete Heft kostet 2 Mark und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen, bei. denen auch Abonnements aufgegeben werden können. Universität und Hochschule. Die „Alten Herren" der Deutschen Burschenschaft. Einer auf Grund des soeben herausgegebenen „Verzeichnisses alter Burschenschafter" ausgestellten Personalstatistik der Alten Burschenschafter entnehmen wir folgendes: Von den Alten Herren sind 2700 Juristen, 1262 Theologin, 1527 Philologen, 1887 Mediziner, 537 Techniker, 188 Forst-, Bergleute und Landwirte, 81 Militärs und 429 nehmen allerlei verschiedene Lebensstellungen ein. Unter den Juristen befinden sich 23 Minister, 1 Unterstaatssekretär, 3 Ministerialdirektoren, 1 Präsident des Finanzamtes, 9 Regierungspräsidenten, 23 Wirkl. Geh. Oberreg,erungs- räte, 34 Oberregierungsräte, 3 Oberlandesgerichtspräsidenten, 2 Senatspräsidenten, 19 Reichsgerichtsräte, 28 Gerichtspräsidenten, 69 Staats - anwälte, 29 Oberbürgermeister, 22 Landräte. Bei den Theologen bemerkten wir 3 Wirkl. Geh. Oberkonsistorialräte, 6 Konsistorialpräsidenten, 5 Generalsuperintendenten. An den Universitäten wirken von den Alten Burschenschaftern 226 Professoren, 3 Dozenten, 52 Privatdozenten und 2 Kuratoren. Geh. Regierungs- und Schulräte zählen wir 2, Schulräte 25, Gymnasialdirektoren rc 198, Archivdirektoren 2, 1 Geh. Ober-Postrat, 4 Postdirektoren, 9 Wirkl. Geh. Kriegsräte, 3 Geh. Kriegsräte, 2 Geh. Admiralitätsräte, 1 Generalleutnant, 3 Generalmajore, 6 Obersten, 1 Generalauditeur, 1 Korpsäuditeur, 1 Eisenbahn-Direkttonspräsident, 5 Eisenbahndirektoren, 60 Fabrikbesitzer und Direktoren, 1 Generalintendant des Hoftheaters, 2 Direktoren des Lloyd, 12 Bankdirektoren. Die Medizin stellt 10 Generalärzte, 31 Oberstabsärzte, 17 Geh. Ober-Medi- zinalräte rc. Jena, 29. Mai. Die juristische Fakultät der hiesigen Universität hat dem Vernehmen nach beschlossen, den Doktortitel in Zukunft nur zu verleihen, wenn auch eine gedruckte Abhandlung vorgelegt worden ist. — Der Studentenstreik in Würzburg ist, wie wir bereits gestern mitteilten, durch einen Widerruf des Professor- Schönborn beigelegt worden. Ueber die Angelegenheit selbst lesen wir in der „Augsb. Allg. Ztg." folgende Erklärung des Professors Schönborn: „Ich habe immer gern erlaubt, daß die Herren Mediziner, die zweimal die Klinik belegt haben und im Staatsexamen stehen, wenn sie wünschen, nach wie vor die Klinik besuchten, bin dabei aber selbstverständlich von der Voraussetzung ausgegangen, daß sie in der Zeit, wo sie bei mir im Examen stehen, die Klinik und Poliklinik nicht besuchen, denn ich bin sehr oft genötigt, die Krankheitsfälle, die ich da vorstelle, am selben oder am nächsten Tage den betreffenden Examinanden als Fälle für das Examen vorzulegen. Meiner Auffassung nach ist eß selbstverständlich, daß während der Dauer des Examens bei mir die Herren die Klinik nicht besuchen. An die Möglichkeit, daß das seit Jahren mehrfach geschehe, habe ich nie gedacht. Ich habe schlechterdings nicht gewußt, daß das häufig geschehe. An dem bewußten Tage habe ich zufällig einmal die Staatsexaminanden, die in der Prüfung bei mir standen, in der Klinik gesehen, und bin darüber derart erstaunt gewesen, daß ich sie heruntergerufen und ihnen allerdings mit scharfen Worten in einem Nebenraume des Auditoriums meine Mißbilligung ausgesprochen und sie ersucht habe, die Klinik zu verlassen. Nachträglich habe ich gehört, daß die drei Herren ihrerseits durchaus bona fide gehandelt haben, well Aehnliches, wie schon bemerkt, sehr häufig vorge- kommen ist. Nachdem ich dies erfahren, ist für mich der Grund zu dem Tadel in dem konkreten Falle hinfällig geworden, und die Sache für mich erledigt, sodaß jede Verstimmung den drei Examinanden gegenüber verschwunden ist." Innsbruck, 30. Mai. An der hiesigen Universität kam es vorgestern zu S t u d e n t e n - D e m o n st r a t i o n e n m der Vor. lesung des Professors für allgemeine Pathologie Dr. Lö w i t a« Assistent desselben ein Israelit, Dr. Fuchs aus Prag nota- bene der einzige Bewerber — mit 1. Ium angestellt wurde. Die nahe« nalradikalen Studenten wollen durch fortgesetzte Demonftratwnen die Entfernung des neuen Assistenten erzwingen. gereiche und weil aus dem Bestehen eines derartigen Kunstinstituts Vorteile materieller Art für das Land erwachsen würden. Staatsminister Rothe: Es dränge ihn, seiner Freude darüber Ausdruck zu geben, daß der Ausschuß die hohe Bedeutung des Unternehmens der Künstlerkolonie für das einheimische Gewerbe richtia erkannt und gewürdigt habe. Wer Gelegenheit gehabt habe, die Aufgaben kennen zu lernen, die die Künstler sich! gestellt haben, die Mittel und Wege, auf denen sie ihr Ziel erreichen wollen, könne sich darüber nicht im Zweifel befinden, daß es sich nicht um die Pflege einer bestimmten Richtung handele, sondern um ein Unternehmen, das geeignet sei, das Ansehen unseres Landes zu heben, das Kunstgewerbe zu fördern und finanzielle Vorteile zu bringen. Es handle sich aruh nicht darum, daß Verbindlichkeiten und Lasten des Landes auf die Tauer übernommen würden; die Forderrürg' fei. nur auf drei Jahre gestellt; innerhalb dieser Zeit werde sich zeigen, ob dem Unternehmen die erhoffte Lebenskraft innewohne; er glaube, daß die Kammer die Bewilligung nicht zu bereuen habe. Ministerialrat Braun wendet sich in ausführlichen Darlegungen gegen!den Abg. Noack. Wenn dieser anerkenne, daß infolge der Pflege eines tieferen Naturstudiums ein frischer Zug «dürch die modernen Kunstbestrebungen gehe, so sei es gerade diese Thatsache gewesen, die für das Land nutzbar zu machen die Regierung geglaubt habe. Im Ausschußbericht sei nachdrücklichst betont, daß man die ganze Sache aus dem Gesichtspunkt der Rückwirkung auf unser heimisches Kunstgewerbe betrachte. Das soziale, in dem Unternehmen liegende Moment habe Abg. Noack nicht richtig erfaßt. Wenn wahre Kunst nach Aristoteles die Darstellung des Schönen in der Form der Wirklichkeit sei, dann seien das Kunstgewerbe und -Handwerk in erster Linie berufen, Führer und Leiter des Volkes zu sein. Das Kunstgewerbe beruhe auf dem Gedanken der Uebertragung künstlerischer Formen auf praktische Zwecke; es diene dem Trieb des Menschen, die alltäglichen Bedürfnisse ästhetisch zu verklären. Eine wahrhaft vornehme Aufgabe fei es, die Beziehungen zwischen künstlerischen Formen und praktischen Zwecken immer enger zu gestalten, beginnend im Hause, in dem man wohne, endigend mit dem Teller, aus dem man esse. Je mehr man zu den kleinen Gegenständen herabgehe, umsomehr ermögliche man dem Volke an dem künstlerischen Leben der Nation teilzunehmen. Wenn man diese Vermittlerrolle des Kunstgewerbes in den Beziehungen zwischen Volk und Kunst anerkenne, müsse man auch die Vorlage und ihr Ziel als richtig erkennen. Daß die Formen unseres Kunstgewerbes Widersprüche Hervorrufen müßten, liege im Wesen der Kunst; das Kunstbetrachten sei zu allen Zeiten verschieden getvesen. Man dürfe hier nicht rechten, sonst komme man unter Außerachtlassung des stets Flüssigen und Lebendigen im Kunstbegriff dahin, eine Großh. H es s. Kunst zu verlangen und andere Kunstbestrebungen zu perhorrescieren.. Die für die Regierung allein maßgebende Frage, ob man vom Fort- und Werdegang der Dinge eine nützliche Rückwirkung auf unser einheimisches Kunstgewerbe erwarten dürfe, fei sicherlich zu bejahen. Abg. Reinhart wünscht auch, daß sich die moderne Richtung etwas läutern möge, begrüßt im übrigen das Unternehmen, das an vergangene Jahrhunderte erinnere, in denen sich kunstliebende Fürsten an die Spitze gestellt hätten. Abg. Schröder will in der Sache ein hoffentlich glückliches Experiment sehen. Abg. Graf Oriola erinnert an die großen Zeiten in Deutschland, Italien und Frankreich, wo durch die Bestrebungen intelligenter und verständiger Fürsten auf künstlerischem und kunstgewerblichem Gebiete die fegens», reichsten Einwirkungen auf die Entwickelung des Landes! erzielt worden seien; ob eine Richtung entwickelungsfähig) fei, lehre erst die Zeit, an die Stelle einer nicht entwickel lungsfähigen trete eine andere. Abg. Schönberger sieht in der Sache ein Experiment; in Hessen geschehe schon soviel wie in irgend einem Staate von Deutschland oder Europa auf diesem Gebietet Gr stimme der Vorlage nicht zu. Abg. Noack stellt fest, daß ihm Dinge in die Schuhe geschoben wvrden seien, an die er nicht gedacht habe. Gegen den Vorwurf persönlicher Angriffe habe er sich von vornherein verwahrt. Die Vorlage habe er nicht im mindesten erschüttern wollen. Abg. v. Brentano kann sich eine idealere Aufgabe für,den Landtag nicht denken, als Kunst und Kunstgewerbe zu unterstützen. Nach weiteren ^stimmenden Aeußerungen der Abgg. Ulrich und Weioner und verschiedenen persönliches Bemerkungen wird die Vorlage gegen 2 Stimmen angenommen. Der an Stelle des Abg. Breimer für den Wahlbezirk Beerfelden-Hirschhorn-Wimpfen gewählte Abg. Schubert wird vereidigt. Finanzminister Küchler wird eine Zusammenfassung des Resultats der in der Nebenbahnvorlage von dem Ausschüsse gepflogenen Verhandlungen dieser Tage an das; Hans gelangen lassen. Er stellt fest, daß er einer Vertagung dieser Angelegenheit durchaus nicht zugestimmt und auch darüber keinen Zweifel in den Ausschnßv e rh a n d tun a e« gelassen habe. Die Regierungsvorlagen, den Gesetzentwurf, die Fort-^ führung der Gr un d b u ch ka r t e n und der b is h er i- g e n G r u n d b ü ch e r, ferner Erweiterung und Ergänzung t.a "^Eisenbahnnetzes unt> feiner Anlagen betreffend, werden angenommen; ebenso die Regierungsvorlagen betreffend die Vermehrung der Betr'iebs- mrttel der S t a at s e i s e n b a h n e n für 1900/1901 Unb den Art. 2 des Gesetzes vom 9. August 1899, die .Verstellung mehrerer Nebenbahnen betr. Es kommen zur Beratung die Regierungsvorlage zu Kap. 151, die Ergänzung des Staats-To manial- vermögens für 1900/1901, sowie die Anträge des Abg. Haas- Offenbach und der Abgg. Schröder und Mol - t h a n , die Aufstellung der Wormser Schiffbrücke bei Gernsheim bezw. Oppenheim betreffend. Der Ausschuß beantragt hierzu, die Negierung zu ermächtigen, die Brücke auch aus der Hand zu verkaufen und den mutmaßlick>en Erlös zur Herstellung von Trajektverbindungen bei Gernsheim und Oppenheim zu verwenden. Nachdem Abg. Haas seinen An- 5>te „setzte Zuflucht" der Auren. o/feiyuAe WaLb X z z I I X r— X W I ■ Hl I " '-«.I -I -L ^!- ' - Dieletite Zuflucht der Vieren Im? In den letzten Wochen ist der Distrikt Lydenbnrg wiederholt mit großem Nachdruck genannt worden; es' hieß, wenn Pretoria trotz aller Anstrengungen doch nicht zu halten sei, hätten die Buren die Absicht, sich nach LtMnburg durchzuschlagen und von diesem unnahbaren! und iu neinnehmbaren Platze aus den Guerillakrieg gegen, die Engländer zu führen und zwar bis zum letzten Männl und bis zur letzten Patrone. Es ist vielleicht nur Vermutung, daß die Buren ihre Farmen aufgeben und zu einem jahrelangen Verzweiflungskamps in die Berge flüchten; jedenfalls aber ist es Thatsache, daß der Distrikt; Lydenbnrg in der letzten Zeit verproviantiert worden ist, und, da er sich wie kein anderer Platz"rst Transvaal zur letzten Zuflucht eignet, ist es interessant, näheres über ihn zu erfahren. Lydenbnrg liegt nordöstlich von Pretoria, unweit der Grenze von Portugiesisch-Ostafrika. Der ganze Distrikt ist ein Gewirr steiler, nackter Felsen, wild zerrissener Schluchten und von unzähligen Höhlen und natürlichen Tunnels! durchsetzt. Das Klima ist im Norden des Distrikts selbst für die zähen Buren unerträglich und vielleicht der gefährlichste Malaria-Bezirk Afrikas; im Nordwesten, nach Portugiesisch-Ostafrika, sowie nach Süden auf Komatipoort zu, schließen sich weite Thäler an das Hochplateau an, und nach Komatipoort führt die Selati-Bahn. Beide Thalregionen sind aber für eine aufmarschierende Truppe geradezu unpassierbar, da neben der Malaria die vielleicht noch schlimmere Tsetsefliege dort unumschränkt herrscht. In dem Distrikt wurde vor etwa 60 Jahren von den ersten Burentrecks, die nach Delagoa-Bay stoßen wollten, eine Stadt, Oghrigstad, gegründet, aber sie mußte sehr bald wieder aufgegeben werden, da Malaria und Tsetsefliege die Gegend unbewohnbar machten. Im Jahre 1847 gründeten darauf die Buren die Stadt Lydenbnrg südlich in erheblicher Entfernung von Oghrigstad. Lydenbnrg liegt 5000 Fuß über dem Meeresspiegel und ist eine durchaus gesunde Stadt. Mehrere Jahre war es die Hauptstadt eines eigenen Burenstaates, der sich bis nach Utrecht hin erstreckte,, aber im Jahre 1860 vereinigte diese Republik sich mit den Potschefstroom-Buren zu einer südafrikanischen Republik. Lydenbnrg selbst kann nicht verteidigt werden, da' es von den umliegenden Hügeln beherrscht wird, aber der Vormarsch einer Armee auf die Stadt ist wegen ihrer Unzugänglichkeit sehr erschwert und könnte von entfernter liegenden Kopjes, die die Straßen beherrschen, lange Zeitz aufgehalten werden. In der Nähe der Stadt liegen, zwei Berge, Mauchs- — —————■—!■■■» trag begründet und der Regierungsvertreter Ministerialrat v. Biegleben betont, daß die Regierung den Anträgen Haas! und Schröder nicht zustimmen könne, wurde der Antrag des, Ausschusses angenommen. Der Antrag des Abg. Schönberger, den von der Verwendung des Erlöses handelnden Teilsatz des Ausschußantrags zu streichen, wird abgelehnt. Tas Haus tritt in den letzten Punkt der Tagesordnung die Regierungsvorlage, den Gesetzentwurf, die Gehalte der Volks schulte hr er betr., sowie in die hierzu vor- liegenden Anträge Backes, Molthan, Schlenges u. Gen., Köhler u. Gen., sowie Vorstellung des Vorstandes des Hessischen Landes-Lehrervereins ein. Staatsminister Rothe: Die Regierungsvorlage sei aus demselben aufrichtigen Wohlwollen für die Lehrer hervorgegangen, von dem die Haltung der Regierung in Bezug auf die Besoldungsvorlagen der vergangenen Jahre stets getragen worden fei. Aber das Wohlwollen der Regierung habe seine Grenzen in der Steuerkraft und in den Finanzen des Landes. Nach! dieser Richtung hin sei die Vorlage sehr wohl erwogen worden. Die Regierung habe geglaubt, nicht weiter gehen zu können, als es in der Regierungsvorlage geschehen sei; sehe doch diese Vorlage schon Besoldungssätze vor, wie sie bis jetzt in keinem der deutschen Staaten gegeben seien. Die Anträge Backes und Köhler involvieren Mehrforderungen, deren Zustimmung die Regierung nicht in der Lage sei. Die vom Abg. Molthan vorgeschlagene Gehaltsskala fei dieselbe, die die Regierung bei der Bearbeitung der Vorlage ins Auge gefaßt habe. Es lasse sich nicht bestreiten, daß diese Skala vor der von der Regierung gebrachten den Vorzug besitze. Die Regierung habe sie aber verlassen, weil sie eine Mehrausgabe von 133 000 Mark bedeute. Wenn nun die Regierung sich dennoch entschlossen habe, einer Aenderung der Art 1 des Gesetzentwurfs im Sinne des Molkhanschen Antrags zuzustimmmen und damit eine jährliche Mehraufwendung für Volksschullehrergehalte von rund 100 000 Mark gut zu heißen, so fei die Regierung damit bis zur äußersten Grenze gegangen, und er erkläre auf Grund der Beschlüsse des Staatsministeriums, daß Anträge, durch welche die Staatskasse mit einem noch Peak, der fast 3000, und Spitzkop, der etwa 2200 Meter hoch ist. Nördlich von Lydenbnrg liegt in der Ebene ein Kreis von Kopjes, Johanneskraal, bei dem 1876 die Buren erbitterte Kämpfe mit den Kaffem führten und sie schließlich verdrängten. Nördlich von Johanneskraal liegt die Festung Krügerspost, die nach den Kämpfen 1876 errichtet wurde, um den Weg zu den Goldfeldern bei Pilgrimsrest und Macmac offen zu halten. Ist schon Lydenbnrg mit feiner Unzulänglichkeit und dem schwierigen Gelände im Norden und Osten eine vorzügliche Verteidigungsstellung, so ist indessen das Gebiet, das sich in geringer Entfernung westlich von Lydenbnrg in Form eines langen Ovals von Norden nach Süden erstreckt, geradezu uneinnehmbar. Das Gebiet ist bergig und besteht fast ganz ans Feuerstein. Die Erhebungen fallen vollständig senkrecht ab, die Wände sind glatt, wie poliert, und die Ränder messerscharf. Die Gebirgskette besteht ans einer Reihe furchtbarer Spitzen und Schluchten, die wiederum von tiefen Klüften zerrissen sind und un zählige Höhlen enthalten. Die meisten dieser Höhlen halten bequem mehrere hundert Menschen und sind durch natürliche Tunnel oder unterirdische Gänge, die die Kaffem, welche sich hier jahrelang gegen die Buren und spater gegen die Engländer hielten, hergestellt haben. Die Kaffem haben auch, die ganze Bergkette in eine vollständige Festung umgewandelt, Schießscharten und Schutzwehren gebaut und unzählige Beobachtungslöcher gebohrt. So könnten die Besatzungs-Mannschaften der Berge den Feind bis aus wenige Fuß herankommen lassen und ihn aus sicherer Stellung beschießen, ohne daß er sie sieht und ihnen schaden kann. Die Bergkette hat einen Umkreis von etwa 50 Kilometer und ist an der nordwestlichen Seite überhaupt unzugänglich, da sie ihrer ganzen Länge nach in einem 700 Meter; tiefen, steilen Abhang aus der Ebene aufragt. Artilleriefeuer ist dieser natürlichen Festung gegenüber so gut wie nutzlos, höchstens könnten die Gase der Lydditbomben, wenn solche in die schmäleren Gänge geworfen werden können, schädlich) wirken. Die Wege innerhalb des Gebirges sind nur Fußpfade und meist so schmal und steil, daß Pferde auf ihnen nicht vorwärts kommen. Die meisten der Höhen und Hügel haben natürliche Quellen, sodaß eine Reihe verzweifelter Scharfschützen auf diesem Gebiete sich geradezu unbegrenzte Zeit halten könnte, vorausgesetzt, daß es ihnen nicht an Lebensmitteln fehlt; im inneren Kreise der Hügel befinden sich kleinere Ebenen, auf denen Getreide gebaut und Vieh gehalten werden kann. höheren Aufwand belastet werden würde, auf die Zustimmung der Regierung nicht würden zu rechnen haben. Er müsse nur sehr wünschen, es möchte verhütet werden, daß eine Vorlage zu Fall komme, über deren Notwendigkeit alle Kreise einverstanden seien. Die Beratung wird hier um 1 Uhr unterbrochen. — Nächste Sitzung: Donnerstag vormittag 9 Uhr. Aus Stadt und Land. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 31. Mai 1900. • • Auszeichnung, Dem Bürgermeister Philipp Hart» mann III. zu Rimborn wurde daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste- am Bande des PhilippSordenS verliehen. • • Auszeichnung. Dem Rittmeister Krämer, Flügel» adjutant des Großherzogs von Hessen, wurde der preuß. Rote Adlerorden 4. Kl. verliehen. • * Der Zweite« Kammer der Laudstiinde ging 1) her Bericht des Zweiten Ausschusses über die Regierungsvorlage, betr. den Gesetzentwurf, die Legitimation durch nach« folgende Ehe; 2) der Bericht deS Ersten Ausschusses über die Regierungsvorlage, betr. den Gesetzentwurf, die Witwen- und Waisenkasse der Volksschullehrer, sowie über die Vorstellung des Landeslehrervereins und der Ludwig-Alice-Stiftung zu jenem Gesetzentwurf; 3) die Regierungsvorlage , betr. weitere Tiefbohrung aus Thermalwasser in Bad-Nauheim, wofür 25000Mk. gefordert werden, zu. * * Ernennungen. Der Großh. Hess. Kreisassistenzarzt Dr. T j a d e n in G i e ß e n ist zum Kaiserlichen RegierungSrat und Mitglied des Gesundheitsamts ernannt worden. — Der Großh. Hess. Oberlandesgerichtsrat Forch in Darmstadt rst zum richterlichen Mitglied des Reichseisenbahnamts ernannt worden. o v. Hast yil! liegen, vis * *V=i hak' ? a«° ys:vnigstilckes' Mrttcnlbtl g,> Die Dsmstadl- wtWe««««(«" t« 3«W- Mße«, ■OH zB-'M-s'"" w toilöe*1111 wilere 8*flW jiabtflenbe i« a in A-nh-w tinl Hm» $ain|, 29. » Ackh-ck eine S tifden Sn"«) für bin FesW " die zahlreich W teilt. SS ist das historischen Festzw «tönen. Dr. - chcht, teils nad ichsierige Arbeit Nahmen des fte' treten Sutters g Verneinen Ach ptÜen wirken m f dWeile und eine fowette von Frc bit fitben hiefio sich burd) frtmb und für bat l tonftümfeft toel MMS arrang fallen mit. Di freien Eintritt ha Bilgen, 30. gierung, den Reiö HardMmer v Freitag den w^mittag« 2 u Lötveva, h Möbel l°wie et tiuaert 1 A (8t k i Unüb ®llQi ft M 2200 Meter l? ®tneeinfe b die Aren c und sie Win 'skaal liegt k en 1876 erridi: dei Pilgrim;^ Englichkeit ur> Osten eint do: ■ifen das ®ebir von Lltdenbn'! >en nach Gebiet i|l bergiz Jif Trhebimger sind glatt, ipi> Gebirgslette imb &bluä!tn, ■ iinb mb im= Mit Men nb sind durch edie Kadern, : und später Tie Kaisern ldige Festung n gebaut und könnten die eind bis ans aus sicherer ihnen schaden Ma 90 Kiko- dnharchi unzu- einem'00 MetS agt. Mlerie- über so gut mit ditboinben,n>ein! werden können i Gebirges sind eil, daß Pseck l'ten bet Höben aß eine W’ te sich geraden ch daß es ihnen kreise der Mr Meide grdaut unterbrachen.' 9 Uhr. i aus die ichnen haben- tütet werden,^ fit TiotroenR B- 31, N-i lM ter «W ®!1 WineW treue ®* * »timet, 8$ würbe bet P" ®tWÄ. otivurs, 1 Sf »S»' M» G y>' Polizeidiener Verunglückte erlitt einen bestimmte Zeit verbleibt. Mainz, 29. Mai. Gestern nachmittag fand in der Stadthalle eine Sitzung der Musikkommission des historischen Gutenberg-Festzuges statt. Es wurden die für den Festzug in Aussicht genommenen Musikpiecen an die zahlreich erschienenen Herren Militärkapellmeister verteilt. Es ist das erstemal, daß in Deutschland bei einem historischen Festzuge auch streng historische Weisen ertönen. Dr. Volbach hat die passenden Stücke teils ausgesucht, teils nach alten Motiven neu komponiert. Eine schwierige Arbeit war es, die 450 Musiker paffend in den Nahmen des Festzuges einzuteilen; dem energischen Eintreten Sutters gelang es, auch diese schwierige Aufgabe zur allgemeinen Zufriedenheit zu lösen. Von auswärtigen Ra» -eilen wirken mit: Zwei Dragonerkapellen, eine Infanterie- kapelle und eine Artilleriekapelle von Darmstadt, die Husaren- lapelle von Frankfurt, die 80er Kapelle von Homburg und bie sieben hiesigen Kapellen. Einzelne Kapellen verstärken sich durch fremde Musiker. Für den Kommers wurde eine, imb für das Volksfest zwei Kapellen engagiert. Beim Ävlnstümfest, welches unter Leitung der Zugskommission des Festzuges arrangiert wird, wirken drei komplette Jnfanterie- kapellen mit. Das Kostümfest, zu welchem alle Kostümierte freien Eintritt haben, verspricht recht glänzend zu werden. Bingen, 30. Mai. In Eingaben an die hessische Re- gierung, den Reichstag und den Bundesrat ist die hiesige Handelskammer vorstellig geworden gegen die geplante die Pferde durchgingen, und der Mann unter geriet. Fast volle 3 Stunden blieb der liegen, bis Hilfe kam. Der Verunglückte Beinbruch. land für frische Eier genießen und sich mit Erfolg an der Einfuhr nach England beteiligen will, dann ist dieser Punkt einer näheren Untersuchung und, wenn möglich, einer Abhilfe drmgend bedürftig. Besteuerung der inländischen Schaumweine, I >urch die deren Herstellung erschwert, der Konsum vermin- I )ert und der mit dem Wohl und Wehe der Schaumwein Industrie eng verbundene Weinban schwer in Mitleiden- chaft gezogen würde. Aber auch der in hohem Maße an »em Vertrieb der inländischen Schaumweine beteiligte Wein- Handel werde bedeutende Einbuße erleiden. Die Kammer ist der Ueberzeugung, daß eine Erhöhung des Zolles auf | ausländische Schaumweine die inländische Industrie vor den l ihr aus der Besteuerung erwachsenden Schädigungen nicht 1 schützen werde. Die deutsche Schaumweinindustrie habe sich mit jahrzehntelangen Mühen und unter schweren Opfern ein bedeutendes Absatzgebiet allerwärts errungen, und ihre gleichmäßige Fortentwickelung dürfe nicht gehemmt werden. Die Kammer kann auch der Ansicht nicht beipflichten, der deutsche Schaumwein sei in dem Grade Luxusgegenstand, daß seine spezielle Heranziehung zu den Kosten der Flottenvermehrung gerechtfertigt erscheine. 0 Burkhards, 30. Mai. Heute morgen war ein Land- »irt aus KaulstoS mit der Walze beschäftigt, als plötzlich die Walze Q Burkhards, 29. Mai. Der hiesige . JohaneS Haxt fand gestern beim Umgraben eines Gartens eine alte Münze (Kreuzer) von der Größe eines Zwer- pselinigstückes. Die Vorderseite trägt die Aufschrift: „Röntg* sich WÜrttembergische Scheidemünze, VI Kreuzer, in der Mitte die Initiale F. R., die Rückseite ein Wappen mit Oer Jahreszahl 1812. Das Geldstück ist noch gut erhalten und die Schrift mit dem bloßen Auge leserlich. Darmstadt, 30. Mai. Auf eine Anregung der Südwestdeutschen Konferenz für innere Mission hat das Ministerium ctr Justiz, wie die „N Bad. LandeSztg." erfährt, jüngst beschloffen, in Zukunft bedingte Begnadigungen von Frauen evangelischer Konfession, die zu längeren Freiheitsstrafen verurteilt sind, beim Vorhandensein der eine Begnadigung an sich rechtfertigenden Voraussetzungen auch in der Weise eiutreten zu lassen, daß neben der Bedingung des Wohlverhaltens in dem seither üblichen Sinne, die nettere Bedingung gestellt werden wird, daß die zu Be- gnadigende in daS Frauenheim „Elisabethenhof" bei Eckenheim eintritt, und dort bei guter Führung eine Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 30. Mal. Wechsel auf New-York zu 4.20'/,-21«/,. Prämien auf Kredit per ult Juni 1.35 °/o, do. per ult Juli 2.40%. Diskonto-Kommandit per ult. Juni 1.25%, do. per ult Juli 2.40 % Lombarden per alt Juni V.S0%, do. per ult Juli 1.050/ , Berliner Handelns, per ult. Juli 0.(K). Notierungen: Kreditaktien 223.60-223.40 Kommandit 184 90-80-185, Staatabahn 189.80-139.60, Gotthard 14«J0, Lombarden 25.20-25.00, Ungar. Goldrente 86.00, Italiener 95UV. 3proz. Mexikaner 25.30, Oeatorr. Coupons 84, Amerik. Coupon« 4.18%, Privat-Diakont 4%% G. . l%-2% Uhr: Kreditaktien 223.60-000.00, ?ißkonto-Kom- mandit 184.80-185.80, Staatebahn 139.80, Lombarden 25.10-10, Portugiesen 25.10, Boehnmer 000.00-000.00. Simbrrra a. d. Lahn, SO. Mai. Frucht msarkt. Durch, schnittspreis pro Malter. Roter Weizen 13.63 Mk-, Weißer We^ —Mk., Korn 11.70 Mk., Gerste —Mk., Hafer 7.13 Mk-, Erbsen —Mk., Kartoffeln —Wf. Lebens-Versicherungs ‘ "nd Ersparnis- Bank in Stuttgart. Der 45. Rechenfthastsbericht der Bank verzeichnet in jeder Hinsicht günstige Ergebnisse. Dem großen Neuzugang des Jahres stand eine sehr geringe j Kostenziffer gegenüber. Eine besondere Hervorhebung v^r- । dient auch der überaus niedrige vorzeitige Abgang (0,8, Zober im Laufe des Jahres auf den Todesfall versichert gewesenen Summen), welcher in gleicher Weise für die solidem Geschüftsgrundsätze der Bank wie für die Zufriedenheit ihrer Versicherten Zeugnis ablegt. Der Remzuwu^ von 30650448 M. hob den Versicherungsbestand auf o<< 6Jo623 Mark. Neben der sparsamen Verwaltung tragt auch die günstige Sterblichkeit zu den hohen Überschüssen der Bank bei Da auch der Durchschnittszinsfuß wieder eine, wenn auch zunächst nur geringe Aufwärtsbewegungzeigte, so I konnte die Bank ihre Gewinn- und Verlustrechnung der Todesfallversicherung mit dem höchsten Bestehen der I Bank erzielten Jahresuberschuß von 6 269 820 Mark I abschließen. Die Bilanz weist Ende 1899 emen gegen das ! Vorjahr um 12 754 664 Mark gestiegenen Bankfonds von I 171 765 329 Mark aus. ______ jan-wirtschaft. □ Wie uns vom Hessischen L«vdwirtsch«ftsrat bezüglich der landwirtschaftlichen Landesausstellung in Darmstadt mitgeteilt wird, find für die einzelnen Abteilungen und Gruppen folgende Preise vorgesehen: I. Tiere. Pferde 3740 Mk.; Rinder 15 130 Mk.; und zwar: 1) Reine Simmenthaler 5210 Mk.; 2) Sim- menthaler Kreuzung 990 Mk.; 3) Vogelsberger 4470 Mk.; 4) Glan Donneröberger 2765 Mk.; 5) Odenwälder Rotoieh 2495 Mk., Schweine 2400 Mk., Schafe 350 Mk., Ziegen 1075 Mk., Geflügel 739 Mk. Geldpreise und Diplome, Bienen 300 Mk. Abt. II: Erzeugnisse des Pflanzenbaues. Ackerbau, Medaillen und Diplom« tat Werte von 650 Mk.; Obstbau, Geldpreise, Medaillen und Diplome im Werte von 913 Mk.; Weinbau, Medaillen und Diplome im Wert von 352 Mk.; Gemüsebau, Medaillm und Diplome im Wert von 288 Mk.; Gartenbau, 500 Mk. Geldpreise. In Abt. III: Forstwirtschaft und Jagd findet kein PreiSbewerb statt. Abt. IV: Landwirtschaftliche Hilfsstoffe, Medaillen und Diplome im Wert von 110 Mk. Abt. V: Landwirtschaft!. Nebengewerbe einschließlich Molkereiwesen, Medaillen und Diplome im Wert von 434 Mk. Abt. VI: Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, M:- datllen und Diplome im Wert von 500 Mk. Abt. VII: Wtffeuschast- ltche Abteilung, Geldpreise, Medaillen und Diplome im Wert von ca. 400 Mk. Es ist zu erwarten, daß das Pretsprogramm noch eine wesentliche Erweiterung erfahren wird; je nach der Anzahl der Ehrenpreise rc., die noch gestiftet werdm wird. — Durchschnittspreis deutscher Eier iu England. Der Durchschnittspreis der aus Deutschland nach Großbritannien kommenden Eier steht dem der russischen Eier viel näher, als dem der Eier aus Belgien oder gar Frankreich. Als Durchschnittspreise für das Groß« Hundert (120 Stück) der aus den verschiedenen Ländern eingehenden Eier sind für das Jahr 1899 die nachstehenden angegeben worden: aus Rußland 5,45 Mk. aus Belgien 6,17 Mk. „ Deutschland 5,60 „ „ Kanada 7,22 „ , Dänemark 6,06 „ „ Frankreich 7,60 „ Für die Ausfuhr deuffcher Eier nach England ist dies als em Mißstand zu betrachten. Der Preis des deutschen Eies wird durch den Preis des minderwertigen (weil älteren) der östlichen Hinterländer Deutschlands so sehr herabgedrückt, daß er um beinahe 30 pCt. tiefer steht, als der Preis der franzöfischen Eier, welche eine um etwa 2 Mk. für das Groß-Hundert höhere Notierung haben als deutsche Eier. Wenn die deutsche Landwirtschaft den Vorteil des hohen Preisstandes in Eng- Kunst-Ausstellung. ausstelhmg im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 8 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. 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