1900 Dienstag den 1 Mai ist * Amts- mrd Anzeigeblatt fät den Ureis Gietzen Gießen, den Bezugspreis vierleljährl. Ml. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholcstelle» vicrlcljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierleljShrt. mit Bestellgeld. tägkich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener A«mik1e«vlLtter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" wöchtl. 4 mal beigelegt. Alle Anzeigen-BermittlungSstellea deS In- und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. *M.G. 1456 ien der ihe, schmutz; Kebaktton, Txpeditton und Druckerei: Kchutstraße Ar. 7. Folge haben, daß ein großer Teil von ihnen, (wenn nicht alle, in Zukunft von der Benutzung unserer Schiffe absähen. Eine Steuer auf Schifffahrtskarten will also, wie gesagt, sehr überlegt sein. Was die in Aussicht genommene Besteuerung des Saccharins nnd der Schaumweine, sowie die Erhöhung des Zolls auf Champagner, feine Liqueure, ausländische Cigarren und Cigaretten betrifft, so bietet die Ausarbeitung der hierauf bezüglichen Gesetzentwürfe so viele technische Schwierigkeiten dar, daß sie vor dem Herbst nicht vorgelegt werden können. Auch hier muß mit Bedacht vorgegangen werden. Die Erhöhung des Zolls auf Cigaretten beispielsweise würde voraussichtlich die Cigarettenfabrikation im Jnlande ermutigen, und so den ohnehin schon in starker Zunahme begriffenen Verbrauch von Cigaretten noch weiter steigern. Eine Erhöhung des Cigarettenverbrauchs würde aber eine Verminderung der Tabakseinfuhr und deshalb auch eine Verminderung der Zolleinnahmen zur Folge haben, da natürlich für die Cigarettenfabrikation eine weit geringere Menge Tabak nötig ist als für die Herstellung von Cigarren. Ganz unklar ist noch das Schicksal der Ergänzungs- Reichssteuer, die in Aussicht genommen ist für den Fall, daß die obengenannten Steuern nicht ausreichen sollten, um die Kosten der Flottenvermehrung zu decken. Gegen die Reichseinkommensteuer tritt die konservative Partei auf, und in Bezug auf eine Reichserbschaftssteuer sind auch die Ansichten im Zentrum geteilt. Wenn nicht Staatssekretär Frhr. v. Thielmann eine glückliche Hand hat, dann kann die Ergänzungssteuer das Zustandekommen der Flottenvorlage lange hinausschieben; denn der § 7 des Zentrumsvorschlags sagt ausdrücklich, daß das Flottengesetz erst mit den noch zu erwartenden Steuern und Zollgesetzen in Kraft treten darf. Eine Nachlese der Preßstimmen über die Beschlüffe der Budgetkommission verstärkt den Eindruck, daß das Kompromiß auf keiner Seite ernstlich beanstandet wird. Die „Deutsche TageSztg." ist mit der gefundenen Lösung zufrieden: „Selbst diejenigen, die noch erhebliche Bedenken gegen die Flottenvermehrung hatten, können nunmehr mit gutem Gewissen dafür stimmen." Die „Germania" versichert: Das Zentrum wird unbedingt an dem Standpunkt sesthalten, daß die Deckungsfrage eine positive und gleichzeitige gesetzgeberische Lösung erfährt, wie wir dies von Anfang an verlangt haben. Es ist in dieser Beziehung auch durch die Bestimmung im § 7 des Zentrumsantrags dahin Vorsorge getroffen, daß das Flottengesetz gleichzeitig mit den zur Deckung desselben in Aussicht ge- Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Matter für hessische Volkskunde.___________ Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieß«« Fernsprecher Nr. 51. Die Flotteuvorlage. Gießen, ben 30. April 1900. Die Auffassung des Ergebnisses der Abstimmung über die Floltenvorlage in der Budgetkommission des deutschen Reichstages ist in den meisten Blättern sehr ruhig. Durch den Verlauf dieser Verhandlungen erscheint das Flottengesetz mit Ausnahme der Auslandsschiffe gesichert. Die Auslandsschiffe aber wird eine cura posterior, über die nach den Auslassungen des Zeatrumsführers Müller aus Fulda das Zentrum mit sich reden lassen werde; denn was die Zukunft bringt, sagte der Fuldaer Müller, „möge man auch erst in Zukunft erwägen." Es besteht wohl auch kaum ein Zweifel daran, daß auch in Bezug auf die Deckungsfrage eine Verständigung zwischen Reichsregierung und Reichstagsmehrheit zu erwarten ist. Ueber die einzelnen Steuervorschläge, die gemacht sind, wird man sich das Urteil Vorbehalten müssen, bis die entsprechenden Steuervorlagen selbst vorliegen. Soweit sie sich auf die Erhöhung der Stempelabgaben für Wertpapiere und Lotterielose beziehen und auf die Einführung eines Stempels für C o n o s s a m e n t e werden die Vorschläge schon bis zur nächsten Sitzung der Budget- kommission zu erwarten sein. Man rechnet auf eine Erhöhung des Stempels auf Wertpapiere um 50 Proz., und es ist nicht zu bezweifeln, daß eine solche Erhöhung die Zustimmung des Reichstages finden wird, obwohl die Folge wieder eine weitere Benachteiligung der kleinen und mittleren Bankgeschäfte zugunsten der großen Banken sein würde. Wegen der Einführung der Konnoffamentssteuer haben Verhandlungen mit den Hansestädten stattgefunden. Sie wird so zu bemessen sein, daß durch sie nicht unsere auf- blühenden Schifffahrtslinien zugunsten der ausländischen Erneuerung geschädigt werden. In der Kommisson war früher schon ein prozentual nach der Fracht abgesteckter Steuersatz in Vorschlag gebracht worden. Von der Einführung eines Stempels auf Schifffahrtskarten wird voraussichtlich Abstand genommen werden. Die Vereinigten Staaten hatten eine solche während des Krieges eingeführt. Sie sind aber im Begriff, diese Steuer wieder abzuschaffen, deren Einführung bei uns doppelt überlegt sein will. Die Reisenden, die von Amerika nach Europa wollen, sind auf die Benutzung der Häfen der Bereinigten Staaten angewiesen. Für die europäischen Reisenden nach Amerika bietet sich auch Gelegenheit, holländische, belgische, französische, italienische oder englische Häsen zu benutzen. Und der Versuch, auch den ausländischen Reisenden, die unsere Schiffe bisher gewählt, einen Teil der Kosten unserer Kriegsflotte aufbürden zu wollen, würde voraussichtlich zur Nr. 100 Erstes Blatt. fäiaei M md vom itrages Stores bis Mk. i. Der Meter. sanxcoeper Breiten, tote wim 4 M, Imhem» irkt 9-lo. iiitT"' Gießener Anzeiger General-Anzeiger 2O_Pfeool6^ Tr-htt^ Rjs 5Ä-.S SttettW Bekanntmachung. Bei bet Geschäftsstelle des landwirtschaftlichen Provinzialvereins sind die nachstehend verzeichneten reinrassigen Bullen Verkauf angemeldet, auf die wir insbesondere die Gemeinden mit Vogelsberger Zucht aufmerksam machen._________ 28. April 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den ^lamdm Tag erscheinenden Nummer biS Dorrn. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abends vorher. Oer breit, E, fit in reis von Stark toter 'M > UW löten empßrhll 01689 Meinfrt. 43. W 801' dlingrla en Preisen i & Soli nommenen Steuer- und Zollgesetzen in Kraft treten soll. Die am Dienstag fortzusetzenden Kommissionsberatungen werden also noch eine schwere Frage zu lösen haben, bevor die Annahme der Flottenvermehrung nach den gestrigen Beschlüssen der Kommission als gesichert gelten darf." ______________ Politische Tagesschau. Ueber die Menschenschlächtereien int Kongo st aate veröffentlicht der Korrespondent des Pariser „Petit Bleu" am Kongo folgende amtliche Pro- * ° Unabhängiger Kongostaat. Bezirk der Bangala. Protokoll. Am 20. November 1899 erschienen vor uns, dem Verweser der Faktorei der Antwerpener Handelsgesellschaft auf dem Posten von Mandika, in unserer Eigenschaft als> Polizeibeamter: die Sergeanten Massomboko und Mulanda und die Soldaten Mutuana und Pongo, sämtlich von dem Posten von Mandika, die auf ihren Eid folgendes erklärten: Weißer! Wir haben soeben den Krieg mttgemacht. Wir sind in das Dorf Ambao gekommen. Wir waren 30 Soldaten mit dem Weißen Jmela (Van Eycken). Dieser befahl uns, in das Dorf einzudringen, um zu sehen, ob bie Eingeborenen Kautschuk sammelten. Wenn sie es nicht Ichäten, müßten wir Frauen und Kinder töten. Wir kamen ins Dorf, erkundigten uns, sahen, daß keine Arbeit getharu sei, und töteten dem Befehl gemäß alles, was sich im Dorfe befand. Einige Stunden später kam der Jmela (Van El)cken) und wir erzählten ihm, was wir gotlhan hätten. Er sagte, es sei gut gewesen, doch seien wir noch nicht fertig. Er befahl uns, den Männern die Köpfe abzuhauen und sie auf die Pfähle des Dorfes aufzuspießen, auch ihnen andere Körperteile und die Hände abzuschneioen, dann die Frauen und Kinder in der Form eines Kreuzes auf Pfähle aufzuspießen. Wir sind von N'dobo mit einem Weißen Lumami' (van Kinsbergen) und mit 70 Frauen, die aus Neuant-i werpen nach Mandika sich begeben hatten, durch das Dorf gekommen, wo wir den Krieg geführt hatten, und da haben wir alle Leichen an den Pfählen hängen sehen, und kein Haus konnte uns mehr Obdach bieten. Der Weiße Jmela (van Eycken) hatte uns gezwungen,sämtlicheDör- f er bei unserem' letzten Durchmarsch niederzu-t brennen. Ich beschwöre, daß dies Protokoll der Wähi> heit entspricht. gez. Moray. Das zweite Protokoll, datiert vom 26. Dezember 1899, ist von demselben Agenten verfaßt und enthält die Aussagen von sechs anderen Soldaten über folgende Gräuelthaten: Am 10. Dezember 1899 begab sich der Weiße JMela (Van Eycken) zu der Faktorei von Ambaka und sagte uns, daß man einen unserer Brüder getötet hätte, der zu den Posten von Mandika gehörte. Der Häuptling des feindlichen Stammes läge hier an der Kette. Bei diesen Worten lie fier den Häuptling vorführen und schlug ihn, damit er sagen solle, wo sich das Gewehr des getöteten Soldaten befinde. Als der Häuptling nicht antwortete, ließ ihn der Jmela niederwerfen, er selbst ergriff einen Stock und stieß ihn dem Manne etwa 10 Zentimeter in den Körper . . ., dann hieß er ihn; aufstehen und knüpfte ihm ein Seil an den Hals. Es wurde uns befohlen, sofort zu schießen, wenn der Manu fliehen wolle. Das geschah auch. Der Jmela liefi dem Häuptling den Kopf abhauen und ihn aufspießen. Dann befahl uns der Weiße: Ihr werdet jetzt «alle (wir waren 20 Soldaten) in den Wald gehen, der das, Dprf umgiebt, und dort alles töten, tvas Ihr findet. Ihr werdet die Köpfe, Hände usw. abhauen und sie hierher bringen! Einige Stunden später kehrten wir zu dem! Weißen zurück, der sich bei uns erkundigte, wie die Sache verlaufen sei. Wir berichteten ihm, daß wir zwar Männer getötet, aber ni ch t verstümmelt hätten. Der Weiße, Jmela (Van Eycken) geriet in Zorn und schimpfte den Sergeanten Mongalla einen Feigling; wenn Mongalla nicht slofort die Köpfe, Hände usw. der Getöteten beibringe, werde er seinen Dienstgrad verlieren. Darauf machte der Sergeant mit seinen Mannschaften Kehrt und begab sich nach dem Busch, wo zwei Leichen der von ihnen getöteten Leute lagen. Die Leichen wurden verstümmelt und die Körperteile den Weißen zugetragen. Letzterer befahl, die Köpfe auf Stangen über der Häuptlingshütte aufzuspießen, worauf wir das ganze Dorf mitsamt der Häuptlingshütte anzündeten. Nun veröffentlicht zwar der Kongostaat einen offiziellen Bericht über den durch diese Gräuelthäten hervor- gerufenen Aufstand der Bundjaneger, der wenig Interessantes bietet und nur bereits bekanntes enthält. Bon den vorhergegangenen Schlächtereien steht aber uarurtwy kein Wort darin. Auch der bereits von uns nneder^egebene' Rechtfertigungsversuch des früheren Majors ^othcnre kann, den Kongastaat nicht von' der Anklage reinigen, diese Schlächtereien zugelassen und geduldet zu l)aben, ohne gegen deren Anstifter einzuschreiten. p Name des Verkäufers. --- Geschlecht Nh- Herdbuch-Nr. Preis Mk. 8t r- jQ Wohnort desselben. Alter. Farbe. stammung. Bemerkung. 0 1 Fischer, Karl Hof Zwiefalten bei Schotten Bulle 18 Mon. dunkelrot V. Nr. 77 B. „ 85 1074 2 20 „ 33. , 77 1075 ■ w B. „ 80 I. V. Nr. 134 14 rot V. „ 77 w B. „ 93 „ , „ 133 4 15 „ B. „ 77 W B. „ 85 » H ■ * 1» , w V. , 57 B. 96 1076 400 400 8 Zimmer, Julius Bingmühle bei Lauter W 2 Jahre 20 Mon. n Vogelsberger V. Nr. 28 1023 1021 - w w B. „ 21 8 9 10 11 w * • w ■ n 20 . 20 „ 14 „ 14 „ H • e Vogelsb. Elt. ■ Herdbuchtiere 1389 1003 1381 1382 12 Kunkel, Wilhelm Eschenrod u 16 „ 9f Vogelsberger 1097 32 13 14 r ff ■ ■ 14 „ 18 V ■ 1273 ■ * u 06 ihre Zufrieddnheit darüber aus, daß die Mission der Spezialgesandtschaft in Europa erfolglos verlaufen ist. Laspalmas, 30. April. Eia mit Truppen für Natal beladener Dampfer ist hier eingetroffen, ebenso zwei aus Kapstadt kommende Dampfer mit Verwundeten und Kranken an Bord. ^"dentvaldt Wie wir Mitt I“ gtitiomt Gießen MWl, ßüß V 'M in dm e Hub zunächst ein fljt genommen JntnesseM ui tißir hchn. W un *♦ Mii Mischen Wes die Genbahn ßiejjen, W geworben. @i unb 12 Uhr 1- Ach ans der S , »iinschen, daß i non Wetzlar, w 'Gießen dnrchge bis Wetzlar zui '* StftlM gangen« Koche Slamifafomm 33000 Mark. M Wei lege« Haus des Henn Achbinde dMilllhei» öodesaison nimn «abgabe ßndü vi vvrMazS 6 lll 3b dir Jnhalati '-trieb bei Gral Kommen. DüL L ich \tw - M In Nr. 99 । daß die Skat Vorteil von l Verbindung m Obersürsterei E. Dreißj, vereinten 8n Feuerwehr gei Ausland. Loudon, 28. April. Gestern abend fand im Hotel „Metropole" das Jahresfestessen des deutschen Hospitals in DalSton statt. Dtn Vorsitz führte Graf Metternich. Er brachte einen Trinkspruch auf die Königin aus, worin er der freundschaftlichen Be- I Ziehungen zu ihrem kaiserlichen Enkel gedachte. Hierauf toastete Metternich auf Kaiser Wilhelm, Kaiser Franz Josef und die anderen fürstlichen Gönner des Hospitals, und betonte, die beiden Kaiser seien nicht nur Bundesgenossen in Waffen, sondern auch auf dem Gebiete der Nächstenliebe. Bei dem folgenden Toaste auf das Hospital erwähnte Metternich, daß das KriegSamt das Anerbieten des Hospitals angenommen habe, eine Anzahl Betten für die verwundeten Soldaten aus Südafrika zur Verfügung zu stellen. — Unter den Beiträgen für das Hospital befindet sich ein solcher Kaiser Wilhelms von 200 Pfund. Kaiser Franz Josef spendete fünfzig Pfund; der Gesamtbetrag der Sammlungen beträgt 3077 Pfund. Brüssel, 29.April. „PetitBleu" kündigt eine Ministerkrisis an. ES behauptet, der Kammerpräsident Beer- naert und der Katholikenführer Wo ette arbeiteten darauf hin, das Kabinett zu stürzen und Parlamentswahleu zu organisieren. — AuS dem Interview Lothaire ist noch nachzuholen, daß er zugiebt, selbst zugegen gewesen zu sein, als die mit den Belgiern verbündeten Wilden ihre Feinde aufraffen. Er behauptet, nicht die Macht gehabt zu haben, sie gewaltsam daran zu verhindern. Antwerpen, 29. April. Unter den hiesigen Miliz« truppen nimmt die Unzufriedenheit über die Instrukteure große Ausdehnung an. Gestern wurde wieder ein Sergeant, der sich mißliebig gemacht hatte, mißhandelt. Gegenwärtig ist ein Komitee in der Bildung begriffen, da» sich mit seinen Beschwerden an den Minister wenden wird. Paris, 29. April. 335 AssumptionistenpatreS haben sich in Marseille nach Jerusalem eingeschifft. Die übrigen Assumptionisten verlassen ebenfalls Frankreich und gedenken sich in Holland und Belgien niederzulassen. — In amtlichen Kreisen zirkuliert daS Gerücht, daß die Ueberreste GambettaS erst im Januar 1901, dem Todestage des VolkStribunS, im Pantheon beigesetzt werden. Rom, 28. April. Prof. Dr. Frhr. v. H e r t l i n g hat Rom wieder verlassen. Seine Verhandlungen bezüglich der Errichtung einer katholischen Fakultät in Straß« bürg stießen plötzlich auf heftigen Widerstand, jedoch werden die Verhandlungen zu gelegenem Zeit wieder ausgenommen. — Wie verlautet, find für etwaige Ereignisse in Marokko, die eine eventuelle Aktion erheischen könnten, Vereinbarungen getroffen worden zwischen der französischen und italienischen Regierung. Die Blätter, welche dieses Gerücht verzeichnen, behaupten, eS sei offiziöse» Ursprungs. Wie», 29. April. Man erfährt aus zuverlässiger Quelle, daß Kaiser Franz Josef in den allernächsten Tagen seine Einwilligung geben wird, daß der Erzherzog Franz Ferdinand sich mit der Gräfin Chotek in morganatischer Ehe vermählt. — Graf und Gräfin Lonyay treffen in Gries bei Bozen ein, wo sie mit der Erzherzogin Elisabeth Zusammentreffen. — Der Kaiser hat dem vom Ministerpräsidenten von Körber entworfenen und von dem gesamten Ministerium gebilligten Sprachen-Gesetzentwurf die Genehm ig- nng zur Vorlegung in beiden Häusern des Reichsrates erteilt. Für den Gesetzentwurf erklärte sich auch der Lande-- marschall von Böhmen Fürst Lobkowitz. — Wie verlautet, wird Kaiser Franz Josef dem deutschenKronprinzen anläßlich seiner GroßjährigkeitS- IM, £ to d-M tg *6 Äh-m ^eßey iK'Nun v. :I,‘" «seid ’ i«1* h«6 : »rtii S i «i4t Sprach'"? accePt«6': Me kenn V I d°b ß-A 1 Fl-H '..„lull «■* «llltiiuf- u*« jarg unb btt V Der Krieg in Südafrika. Die Verfolgung der Buren im Rücken des Bloemfonteiner Heeres scheint nun so ziemlich zum Abschluß gekommen und für die Engländer ganz ergebnislos verlaufen zu fein. Der „Times „„Times" wird aus Bloemfontein telegraphiert, daß General French am Donnerstag die Verfolgung fortfetzte, aber nach der Meldung Hamiltons, er habe die Buren Mittwoch mit Granatenfeuer auf lange Schußweite angegriffen, sei wahrscheinlich, wenig Aussicht, ihnen eine wirksame Züchtigung zuzufügen. General Botha, der am Montag in Dewetsdorp ankam, begriff die Lage sofort und ordnete den unverzüglichen R ü ck z u g der Burenstreitkräfte, einschließlich derjenigen vor Wepeuer an. Die Mehrzahl der Truppen zog sich auf der Straße nach Ladybrand zurück. 750 Mann vom schweren Train derselben haben Kronstadt von Süden aus erreicht. Nur wenige leichte Trainwagen blieben zurück. Nach einer Meldung aus Aliwal North ist die Verbindung mit Wepener wiederhergestellt. Eine Depesche des „Manchest. Guardian" vom 27. April besagt, die Buren hätten Thabauchu geräumt und sich nach Osten zurückgezogen; Hamiltons berittene Infanterie habe die Staot besetzt. Eine Abteilung Dragoner der Division des Generals French soll von den Buren bei Rapuilskop östlich von Thabanchu aufgerieben oder gefangen genommen worden sein. Das Londoner Kriegsamt behauptet freilich, eine Bestätigung dieser Meldung bisher nicht erhalten zu haben. Wahrscheinlich zur Beruhigung der englischen Zeitungsleser wird jetzt wieder einmal von Vorbereitungen! zum Entsätze Mafekings gemeldet: Nach Londoner! Meldungen verlautet, in Kimberley werde eine starke Kolonne unter General Hunter demnächst aufbrechen, um Mafeking zu entsetzen. Die Streitkraft werde voraussichtlich scharfe Kämpfe zu bestehen haben, aber wenn Me - thuend'ie 6000 Mann starke Burenstreitkraft bei Four- teenstreams in Schach halten könne, könnte erstere den Baalfluß bei Barklywest leicht überschreiten und von da I nach dem 200 Meilen entfernten Mafaking marschieren. I Vvn Kimberley nach Warrenton sei die Eisenbahn in I viollem Betriebe unter englischem Schutz. Ueber die Johannesburger Explosion wird I gemeldet: Einem Johannesburger Telegramm der „Köln. I Ztg." zufolge sind bei der Explosion der Geschützgießerei I 70 Personen umgekommen. Unter den Verwun- I beten befindet sich der Deutsche Otto Oldenburg aus i Berlin. Unbeachtet der bedeutenden Beschädigungen wird I hie Arbeit in kurzer Zeit wieder ausgenommen werden) I können, Aus Lorenzo Marquez wird gemeldet, daß in I dieser Angelegenheit 20Personen verhaftet wurden und I mehreren anderen das Verlassen des Landes untersagt) I worden ist. Aus besonderer Wiener Quelle erfahren die „Dresd. I Reuest. Nachr": Die Konferenz des' niederländischen I Ministers des Aeußern de Beaufort mit den Mitgliedern! | der Burengesandtschaft hatte, wie in Wiener diplornati- I Men Kreisen versichert wird, ausschließlich den Zweck, die | Burenmission von der Aussichtslosigkeit ihrer Bemühun- I gen, eine der europäischen Mächte zu einer direkten Inter-- I vention zu veranlassen, zu überzeugen. Minister Beaufort I hat auf dringenden Wunsch der Burenmission sich an die | Kabinette von Deutschland, Oesterreich, Frankreich und I Rußland gewandt und von allen Seiten unter erneutem! I Hinweis auf die vorausgegangene Neutralitätserklärung I dieser Mächte die Auskunft erhalten, daß ein Eingreifen I in die südafrikanischen Vorgänge ein Ding der Unmöglich- I feit fei. Nach der augenblicttichen Kriegslage sei es vielmehr I angebracht, daß die föderierten Staaten den Engländern I zu einem Friedensschlüsse die Hand bieten, der ihnen, wenn I aüch nicht ihre Unabhängigkeit, so doch ein rasches Ende I des ans die Dauer doch unnützen Blutvergießens sichere, I Es ist wahrscheinlich, daß die Burengesandtschaft auf diese I entmutigenden Mitteilungen hin in die Heimat zurück- I kehren wird, nachdem sie vorher auf ihrer Rundreise an I die Hauptzentren der für die Buren thätigen Unterstütz- I ungs-Komitees den Leitern dieser Komitees ihren persön- I lichen Dank ausgesprochen hat. Vor der Wohnung der Mitglieder der Burenkommission I in Haag hat am Abend eine große Kundgebung statt- I gefunden, an der sämtliche Musikgesellschaften von Haag I und Umgegend sich beteiligten. Der Generalrat des französischen Departements Haut- I Saone hat einstimmig eine S y m p a t h i e a d r e s s e für I die Buren angenommen. » * Telegramme deS Gießener Anzeigers. London, 30. April. Aus Thabanchu wird vom I 28. ds. gemeldet: General Rund le ist gestern hier ein- I getroffen ohne während seines Vordringens mit Buren zu- I sammengestoßen zu sein. Dieselben befinden sich in nordöstlicher Richtung der Stadt. London, 30. April. Aus Aliwal North wird gemeldet: Die Stadt Rouxville ist beinahe gänzlich ver- I lassen und die Stadtbehörden existieren nicht mehr. Die I Einwohner wissen nicht, unter welchem Präsidenten sie sich befinden. Im Gefängnis befinden sich 3 Gefangene. Der Gefängnis-Inspektor erklärte, er habe von Niemandem Auftrag erhalten, sie mit Nahrung zu versehen. Zahlreiche Buren des Distriktes Rouxville sind nach ihren Farmen zurückgekehrt; auch viele Nachzügler sind in der Umgegend gesehen worden. Man behauptet Kommandant Olivier sei am 23. April bei Wepener verwundet worden. London, 30. April. ..Daily Mail" meldet ans Lorenzo Marquez, die Buren hätten keineswegs vor, Kron- I stadt zu verteidigen. London, 30. April. Die heutigen Morgenblätter geben I zu, daß die Buren bei Wepener jedenfalls der ihnen I gestellten Falle entschlüpft sind. Sie loben den General I Botha wegen seiner Kriegslist, und beglückwünschen sich andererseits dazu, daß die Besatzung von Wepener den Buren nicht in die Hände gefallen ist. Auch sprechen sie | ums sollte die Kompromißfassung durch die Minister Graf Posodowsky und Freiherr v. »ammerftein befürwortet werden und voraussichtlich die Zustimmung des Staatsministeriums finden. Diese Formulierung, in erster Reihe die Aufhebung des unbedingten Verbots von Pökelfleisch, wird sodann durch die Mehrheitsparteien als Antrag zur dritten Lesung im Reichstage eingebracht werden Noch in nächster Woche soll die dritte Lesung des Fleischbeschau^ geseües auf die Tagesordnung gesetzt werden. — gu dieser Meldung über das Fleischbeschaugesetz schreibt die „Deutsche Tageszeitung": Wir heben demgegenüber nochmals hervor daß die konservative Partei keinen Auftrag zu irgend welchen Kompromißverhandlungen er* teilt hat. Ob mit dem Zentrum und den NationalliberaleK verhandelt wird, und ob diese Unterhandlungen auf Aufträgen der betreffenden Parteien beruhen, entzieht sich unserer Kenntnis. Daß die Fleischbeschauvorlage im Lause der kommenden Woche in dritter Lesung im Reichstage beraten werden könnte, ist nach Lage der Sache ausgeschlossen. — Der „Post" zufolge hat man an maßgebender Stelle beschlossen, die den Rhein befahrende Torpedoflotille nicht blos bis Koblenz den Rhein aufwärts führen zu lassen, sondern wenn es die Wasserverhältnisse gestatten, bis Straßburg. _ Köln, 29. April. Das Bürgerkomitee beschloß, den Befehlshaber der nach Köln unterwegs befindlichen Tor- pedobootdivision, Kapitänleutnant Funke, zu er» suchen, die Fahrt derart einzurichten, daß die Flotille am Donnerstag Nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr in Köln ein trifft. Das Komitee wird auf einem Rheindampfer der Flottille bis zur Stadtgrenze unterhalb Mühlheim entgegenfahren, Salutschüsse austauschen und alsbald mit der Flottille am Kölner Werst vor Anker gehen, wo am Land die lo ffizielle Begrüßung stattfindet. Während des dreitägigen Aufenthalts sind große Festlichkeiten geplant. Alsdann fährt ein Teil der Boote rheinaufwärts bis B i n g e n. Auf der Rückfahrt legt die gesamte Flotte in Düsseldorf an. Deutsches Wich. I Berlin, 30. April. Der Kaiser will sich, wie die I Hamburger „Korrespondenz Meyne" aus Hofkreisen erfahren haben will, am 18. Oktober in der Schloßkirche I Königsberg als König von Preußen krönen lassen. | Anläßlich der Krönung würden große Festlichkeiten ver- I anstaltet, wozu zahlreiche deutsche Fürstlichkeiten eingeladen I werden. Die Hofchargen seien bereits von der Abhaltung I der Festlichkeiten in Kenntnis gesetzt. — (Haben denn die I Hundstage jetzt schon angefangen in Hamburg? D. Red.) I — Die Kabinettsordre, die General v. Kessel I im Auftrage des Kaisers dem Grafen Waldersee überreichte, hat folgenden Wortlaut: „Mein lieber General-Oberst! Ich spreche Ihnen I 5U dem morgenden Tage, an welchem Sie vor 50 Jahren I in die Armee eintraten, Meine aufrichtigsten und herz- I lichsten Glückwünsche aus. Es ist Mir eine angenehme Pflicht, Mich hierbei der ausgezeichneten Dienste zu erinnern, welche Sie in dieser langen Zeit Ihren Königen | und der Armee geleistet haben. Es war Ihnen vergönnt, schon zu Meinem in Gott ruhenden Herrn Großvater in nahen Beziehungen zu stehen unb Seines besonderen I Vertrauens in ernster, großer Zeit sich zu erfreuen. Wie Sie diesem Vertrauen allezeit bei den verschiedensten und wichtigsten Aufträgen voll entsprochen haben, so haben Sie fich auch in den höchsten, verantwortungsvollsten Stellungen, als Chef des Generalstabes der Armee wie als kommandierender General des 9. Armeekorps, rühmlichst bewährt. Die Erinnerung an diese Ihre reichen Verdienste wird unvergessen bleiben. Mir aber gereicht es zur besonderen Freude, Ihnen heute Meine dankbare Anerkennung und Meine warme Wohlgeneigtheit dadurch zu bethätigen, daß Ich Ihnen die hierbei erfolgenden ; Brillanten zu Meinem hohen Orden vom Schwarzen | Adler verleihe. Ich verbleibe immer Ihr wohlgeneigter Wilhelm". Karlsruhe, 26. April 1900. Ferner sandte der Kaiser folgende Depesche aus Karlsruhe-Schloß: „Herzlichen Glückwunsch zu heute! Möge Gott Sie Meiner Armee und Mir noch lange erhalten und Sie Ihren fiöhlichen Wagemut, Ihr unermüdliches Arbeiten und Ihren unverwüstlichen Schneid Meinen Offizieren einimpfen". — Zum Ehrendienst beim Kaiser Franz Jo- s e f für die Tage feiner Anwesenheit in Berlin werden I kommandiert: v. Lin deq nist, kommandierender Ge-I neral des 18. Armeekorps; Generalmajor Graf v. Hül- I sen - Haefeler, Oberst und Flügel - Adjutant von I Schwärzkoppen, Kommandeur des Kaiser Franz | Garde-Grenadier-Regiments Nr. 2, Oberstleutnant v. Me - I chow, Kommandeur des Husaren-Regiments Kaiser Franz I Josef von Oesterreich, König von Ungarn (Schleswig-Hol- I steinischen) Nr. 16, Rittmeister und Flügeladjutant von! Bülow, Militärattachee bei der Deutschen Botschaft in I Wien. Rittmeister Graf Breda ist, wie aus Großwardein I telegraphiert wird, nach Wien abgereist, um als Vertreter I des Husaren-Regiments Wilhelm II., Deutscher Kaiser und I König von Preußen, in das Gefolge des Kaisers Franz I Josef eingereiht zu werden. — Am 5. Mai findet nach | dem Scharfschießen bei Jükerbog dort ein Früh- I stück statt, abends diniert Kaiser Franz Josef bei seinem I Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2. Am Abend des 6. Mai I gedenkt er dann Berlin wieder zu verlassen und nach Wien I zurückzukehren. Kais er Wilhelm begiebt sich gleich! darauf nach Ur Ville. — Gegen den kaiserlichen General-Konsul in I Kapstadt, Dr. Focke, waren vor einiger Zeit Vorwürfe | laut geworden, deren Unbegründetheit an der Hand eines I amtlichen Berichtes dargethan werden konnte. Neuerdings I werden im einer Reihe von Blättern abermals angebliche I Aeußerungen und Handlungen berichtet, durch die oer Ge- I neral-Konsul sich eines pflichtwidrigen Mangels an natio- I nater Gesinnung schuldig gemacht haben soll. Es entspricht I nicht, so schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.", den Gepflogen- I Heiten im auswärtigen Dienst, einen Beamten preiszu- I sieben, bevor er Gelegenheit erhalten hat, sich auf die gegen I ihn erhobenen Vorwürfe zu rechtfertigen. Zu solcher Recht- I fertigung ist auch dem General-Konsul Focke sogleich nach I dem Bekanntwerden der neuen Beschuldigungen aufgefor- I dert worden. Es wird von dem Aufschluß des General- I Konsuls abhängen, ob sich die Konsulatsbehörde zu Maß- I regeln wegen seines Verhaltens veranlaßt sehen wird I ober nicht. — Der Vorstand des Deutschen Landwirt-I schastsrats hat dem Bundesrat, dem Reichstage und I den deutschen Staatsregierungen eine Denkschrift zu dem I Gesetzentwurf, bett, die Schlachtvieh- und Fleisch - I beschau, unterbreitet. Düe Denkschrift zerfällt in zwei I Abschnitte; der erste behandelt die hygienische und veteri- I ncirpolizeiliche Seite der Schlachtvieh- und Fleischbeschau, I der zweite erörtert ihre wirtschaftliche Seite. Diese tvirt- I schaftliche Untersuchung erstreckt sich auf folgende vier I Punkte: 1. die Leistungsfähigkeit der inländischen Vieh- I Kucht für die Ernährung der Bevölkerung; 2. die Einfuhr I Fleisch- unb Fleisch waren mit Rücksicht auf bie De- I schlüsse des Reichstages; 3. die Beteiligung der Parzellen- I betriebe, Bauernwirtschaften und Großbetriebe an der I Viehproduktion im Deutschen Reich; 4. den Wert der in- I ländischen Fleischproduktion. Die Denkschrift schließt mit I oer Bitte, daß alle für ben obigen Gesetzentwurf maßgeben- I den Stellen bie Darlegungen des Landwirtschastsrats ernst- I M prüfen und danach die für das Wohl der Landwirtschaft I bedeutsame Entscheibung treffen mögen. Wie ein parlamentarischer Berichterstatter zuver- I Lanig erfahren haben will, ist über eine anbere I Zleischbeschaugesetzes nach lcm- I aeren Verhanblungen eine Verständigung zwischen I Grcifen Posadowsky unb ben Vertre- I tern der Mehrhettsparteien des Reichstags erzielt worden. I ^n der gestrigen Sitzung des Staatsministeri-I Eier SreignG i*Ä 3184 I. V.. Wolff. in ?»n vvvhiuifcii 4 und 5 Pf-. per etfltf, 3175 A. Steinreich Lindengasse 2, Ecke Marktlaubenstraße. anerkannt worden. wr Petersburg, 29. April. Die Großfürstin Alexandra Petrowna, die, wie mitgeteilt, in einem Nonnenkloster in Kiew gestorben ist, war die Witwe des Großfürsten Nikolaus, des Bruders Alexanders II., und eine Tochter des 1881 in Rußland gestorbenen Herzogs Peter von Oldenburg und der Prinzessin Therese von Nassau. ltiell der 7 Die SM Gelände-Verpachtung. Das städtische, vorher dem August Brühl dahier gehörige Grundstück, Flur 16, Nr. 287 — 688 qm Acker hinter der Pulvermühle soll Donnerstag den 3. Mai, vormittags 11 Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Bürea» — Zimmer Nr. 15 — auf die Dauer von 6 Jahren öffentlich meistbietend verpachtet werden. Gießen, den 28. April 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. -bender^ i’lill, ? f*n >! * aeftatta Ä d-, Neueste Meldungen. Deves6?en des Bureau „öetolb*. Berlin, 30. April. Der Kaiser wird am 2. Mar früh von seiner Reise nach Süddeutschland in Potsdam wieder eintreffen. Berlin, 30. April. Die aus fünf Herren bestehende Deputation der Warenhaus-Angestellten wurde gestern vom Finanzminister v. Miquel empfangen, um ihm die Bedenken der Warenhaus-Angestellten gegen die Steuer vorzuschlagen. Der Finanzminister antwortete den Herren, er sei durchaus überzeugt davon, daß die Warenhaussteuer eine wesentliche Besserung in der Lage des Kleinhandels herbeiführen werde. Die Folgen der Steuer seien noch nicht vorher zu sehen. Die Steuer sei gewiffermaßen als Versuch zu betrachten, um die Gemeinden zu einer Reform der Gewerbesteuer zu veranlassen. Bei dem jetzigen Stande der Verhandlungen sei an ein Zurückziehen des Gesetzentwurfes nicht zu denken. Er habe jedoch mit Jntereffe, näheres über die Lage der Angestellten zu erfahren. Die Audienz endigte nach einer guten Stunde mit der Ueberreichung einer Denkschrift an den Minister. Paris, 30. April. Gestern nachmittag ist auf dem AuSstellungs-Terrain eine Fußgängerbrücke zusammengebrochen. Beim Einsturz befand sich niemand auf der Brücke, dagegen zahlreiche Personen unter derselben. Es sind 9 Tote aufgefunden worden. Ferner wurden etwa 50 meist schwer Verletzte unter den Trümmern hervorgezogen. (Nach anderen Meldungen ist die Zahl der Verwundeten weit geringer.) Das Unglück ruft große Bestürzung hervor. Es erfolgen bereits heftigeAngriffe gegen Millerand, der auf der Eröffnung der Ausstellung am 14. April bestanden hat. Rom, 30. April. Aus Anlaß der GroßjährigkeitS- erklärung des preußischen Kronprinzen wird gemeldet: Es wird daran festgehalten, daß die beiden Kaiser mit dem Kronprinzen von Italien die Dreibund- Angelegenheit erörtern werden. Vermischtes. • Berlin, 29. April. In der Untersuchung über die Medenwaldt'sche Mordsache ist eine interessante AieKalkstkM-Äeiubriichk der Gemeinde Niederkleen im Mühlberg sollen auf 9 weitere Jahre, Beginn vom 1. Oktober d. I ab, verpachtet werden. Gebote sind schriftlich bis znm 12. Mai d. I.. vormittags 10 Uhr, zu welcher Zeit Eröffnung erfolgt, hierhin einzu- reichen. Bedingungen hier einzusehen. Groß-Rechtenbach, 27. April 1900. im Das Bürgermeisteramt. Aus Stadt und Land. Wie wir hören, ist die Errichtung einer Beschäl- statiou zu Gieße« nunmehr beschlossene Sache. Dem Großh. Krersamt Gießen ist von der Regierung die Mitteilung zugegangen, daß für das Rechnungsjahr 1901/02 die nötigen Mittel in den Staatsvoranschlag eingestellt werden sollen, und zunächst eine Station mit zwei Deckhengsten in Aussicht genommen ist. Diese Nachricht wird den zahlreichen Interessenten unseres Bezirkes zur Befriedigung gereichen. Wir hoffen, daß sich ein guter Stall finden läßt und die Maßnahme unserer Pferdezucht zum Segen gereichen möge. ** Petition. Wegen einer besseren Verbindung zwischen Wetzlar und Gießen sind in einer Eingabe an die Eisenbahnbehörde eine große Anzahl von Personen aus Gießen, Wetzlar, Dutenhofen, Dorlar, Atzbach ec. vorstellig geworden. Es handelt sich darum, zwischen 7 Uhr 21 Min. und 12 Uhr 10 Min. abends einen Zug zu erhalten, der ruch auf der Station Dutenhofen anhält. Die Petenten . wünschen, daß der Lokalzug 8 Uhr 10 Min. ab Weilburg von Wetzlar, wo gleich nach 9 Uhr abends liegen bleibt, bis Gießen durchgeleitet, und von hier aus gleich nach 11 Uhr bis Wetzlar zurückgeführt wird. «* Befihwechsel. Andreas Euler verkaufte in vergangener Woche sein Besitztum Steinstraße No. 19 an die Manufakturwaren-Firma Gebrüder Stern-Bristenbach für 33000 Mark. •* Befitz-Wechsel. Das in der Ludwigstraße 10 gelegene Haus des Herrn August Will ist in den Besitz des Herrn Buchbinders I. Häuser übergegangen. Bad-Rauheim, 30. April. Die diesjährige offizielle Badesaison nimmt am 1. Mai ihren Anfang. Die Bäderabgabe findet vom 1. Mai an in allen Badehäusern von vormittags 6 Uhr ab statt; auch sind von genanntem Tage ab die Jnhalationsräume geöffnet gleichzeitig wird der Betrieb de- Gradierwerkes am Badehaus IV wieder ausgenommen. Die Kurkapelle konzertiert zum erstenmal am 1. Mai. § Wickstadt, 29. April. Pfarrer Pichon beging kürz, lich sein 25jähriges Amtsjubiläum. Kleine Mitteilungen aus Hesse« und den Nachbarstaaten. In Nr. 99 unter Laubach, 26. April, muß es heißen, daß die Stadt für das Wachsen der Schülerzahl keinen Vorteil von der Eisenbahn hat, weil keine günstige Zug- verbindung mit den Nachbarorten vorhanden ist. — In der Oberförsterei Marburg brach ein großer Waldbrand aus. Dreißig Morgen Kieferndickicht sind vernichtet. Den vereinten Anstrengungen des Jäger-Bataillons und der Feuerwehr gelang es, die Gefahr zu beseitigen. Mittwoch de» 2. Mai l. I. werden versteigert: 1. nachmittags 2 Uhr (Zusammenkunft in meiner Amtsstube): 1 Schtffs- scharrkel mit Zubehör, 1 Zugpferd, 1 Häckselmaschine; 2. nachmittags 3 Uhr im Bieker'schen Saale: 2 Ladenregale, 1 Theke, 1 Silberschrank, 1 Sofa, eine Partie Schuhwaren u. a. Die Versteigerung unter 1 wird vor« aussichtlich stattfinden. 3183 Gritzler, Gerichtsvollzieher. and im joid ’ deutsche, h führte ;u(6 auftie lllichentzv fff/geeilt N®, Wit ifnut des nicht nur t aus das grämt das eine Unzahl idastika zur : n für das Wilhelm ndrte fünfzig gen betrugl e Minister- fibent Beev eittt«i damf Mtvahlen za । nachzuholen, , als die mit •inbe auf- 1 ju fribtn, zen Miliz« Mdr wtbtr t, mßhaüek begriffen, U wenden M» .iflenpalres NW ®‘.f FrMunö liebet*, z GerWM mrM> on WW Hertling I bezüglich it in Sw rstand,!^ Jett tiieb« ®. Baumwachs seit Jahren bewährter Qualität. Drogerie mm roten Sira;, Lahnhofftratze 5t. 3187 Gerichtssaal. nn. Darmstadt, 29. April. Vor der Strafkammer I. ist jetzt ein interessanter Prozeß zu Ende geführt worden, nachdem die erste Verhandlung wegen Ergänzung des medizinischen Gutachtens vertagt worden war. Angeklagt war der Student der Elektrotechnik Moritz Braunstein aus Bukarest wegen Vergehens gegen § 176 Abs. 3 des Str.-G.-B. begangen an einem 5jährigen Mädchen. Der Angeklagte, der entschieden jede Schuld von sich ablehnte und die That dem Haushund Zamba zuschrieb, wurde jedoch durch die sachverständigen Gutachten des Geh Medizinalrat Dr. Lorenz, des Kreismedizinalrats Dr. Lehr, und des Heidelberger Universitätsprofcffors Dr. Strahl für überführt erachtet. Die Strafe lautete auf 8 Monate 2 Wochen Gefängnis unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft, und wegen eines unsittlichen Angriffs auf die Dienstmagd seiner Mietsleute erhält er noch weitere 2 Wochen Gefängnis. Der Angeklagte beteuerte nochmals seine Unschuld und erklärte, daß er die Strafe nicht annehmen könne. Main), 29. April. Ein Preßprozeß beschäftigte vorgestern das Schöffengericht. Der Redakteur Steuerwald, soll durch eine Briefkastennotiz die Postbeamten des Bezirkes Mainz und Kaiserslautern beleidigt haben. Ein Abonnent in Kaiserslautern hatte trotz häufiger Beschwerden auf der dortigen Post die Zeitung oft tagelang nicht zugestellt erhalten. Als keine Befferung eintrat, wendete er sich an die Redaktion des Blattes, worauf diese im Briefkasten mitteilte, das Blatt »erde regelmäßig expediert, fehlende Nummern fänden gewöhnlich „aut der Post Liebhaber". Durch diese Notiz wurde der Vorgesetzte des Postamtes in Kaiserslautern auf die Unregelmäßigkeit aufmerksam. Der Abonnent bekam von nun ab regelmäßig seine Zeitung Die Oberpostdirektion in Darmstadt und das Oberpostamt in Speyer stellten aber gegen den Redakteur Straf- anttag, weil den Beamten der Bezirke Mainz und Kaiserslautern der Vorwurf des Diebstahls gemacht worden sei. Die Staatsanwaltschaft beantragte 200 Mk. Geldstrafe. Der Verteidiger, Dr. Zuckmayer, machte den Schutz des Paragraphen geltend, der von der Wahrung berechtigter Interessen handelt. Dos Gericht erkannte auf Frei- sfprechung. Die Briefkastennotiz erhebe nur den Vorwurf der Unregelmäßigkeit in der Zeitungszustellung, picht den des Diebstahls. That- sächlich habe aber eine Unregelmäßigkeit bestanden, die erst durch die Notiz behoben wurde. Uhr in Ä Ampfer dv Alheim em sbald mit bi- Ivo am Lm. end des bre geplant. U bisBingtt Düsseldorf ar. Wendung eingetreten. Die Haftentlassung des der Mitlhäterschaft verdächtigen Georg Gluth hat stattgefunden. Derselbe ist auf selbstständigen Antrag der Kriminalpolizei erfolgt, da durch die forischreitende Unter» uchung festgestellt wurde, daß Georg Gluth für die That elbst nicht in Betracht kommt. Sein Aufenthalt am Tage >es Mordes ist nun Stunde für Stunde nachgewiesen, und es lag kein Grund mehr vor, chn noch länger festzuhalten. Nichtsdestoweniger läuft die Untersuchung gegen Georg Gluth noch weiter. Willy Gluth bleibt nach wie vor in Haft. * Znm Brande von Ottawa. Nach in London aus Ottawa eingetroffenen Telegrammen hat der ungeheure Brand 3600 Gebäude zerstört. 15,000 Menschen sind ohne Obdach, acht Personen wurden bereits als Leichen geborgen, viele werden noch vermißt. Es herrscht großes Elend. * Zum Mord in Könitz. In der Konitzer Mordsache scheint ein neuer wichtiger Fund gemacht worden zu sein. Wie ein Telegramm aus Könitz meldet, wurde bei Mewe, unweit Dirschau, einmenschlicherlinkerArm gefunden, der mit großer Wahrscheinlichkeit derjenige Winters ist. In Könitz will die Ruhe immer noch nicht wieder einkehren. Es wird gemeldet: Am gestrigen Abend ging es wieder etwas lebhafter auf den Straßen zu. Sowohl in der Synagoge, wie bei drei jüdischen Kaufleuten wurden mehrere Fensterscheiben eingeworfen. Die Thäter konnten, da der Haufe der Umstehenden zu groß war, nicht ermittelt werden. Auch am Donnerstag wogten große Menschenmassen durch die Straßen. Bei einigen jüdischen Kaufleuten wurden die Fenster eingeschlagen. — Die antisemitische „Staatsbürgers." sieht bekanntlich in dem Konitzer Mord einen Ritualmord. Die Thatsache, daß der Mörder noch nicht entdeckt ist, giebt dem Blatte Anlaß zu folgender Verdächtigung: „Das Vorgehen in allen diesen Blutmordfällen hat bisher den Anschein erweckt, als ob eine sehr große Rücksicht auf das Judentum genommen wird, ja als ob man sich sträubt, die Thäter unter den Juden zu suchen, und wenn noch so schwere Verdachtsmomente vorhanden sind. Wir aber verlangen, daß eine solche Rücksicht nicht geübt wird, wir verlangen das im Namen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit!" rrkläruna eine Alpenhütte des österreichische« Kaiser- Hauses sowie eine« Offizierssäbel mit Portepee zum beschenk machen. . _ . . _ - Die Reichswehr veröffentlicht em Interview mit einem aktiven Staatsmanne über die Aussichten der^ kommenden Reichsrats-Session, m dem b^aatsmann erklärte, daß er die bei allen in Betracht fommetiben Faktoren vorherrschende pessimistische Beurteilung der Situation nicht teilen könne. Der von der Regierung aus gearbeitet Sprachengesetzentwurf sei für die Tschechen ganz acceptabel, und da er die Tschechen als sehr vorsichtige Leute kenne, so nehme er sicher an, daß sie emsehen werden, dass fie durch weitere Obstruktion sich nur isolieren und bann im Kampfe unterliegen würden. Budapest, 29. April. Die vom Berliner Magistrat erlassene Aufforderung, beim Empfang des Kaisers Franz ^-osef die Häuser auch mit den ungarischen Farben zu schmücken, wird hier allseitig als ein neuer Sympathie-Beweis für Ungarn angesehen. Die Blätter erklären, niemals sei in einem auswärtigen Staate beim Empfang des Monarchen die Staatlichkeit Ungarns in einer solchen Welse Sportwagen Leiterwagen etc. etc. sieg empfehlen in grosser Auswahl Moritz GreM Solin. Sa & 1 ^Viefer I n I l'u&’OI ‘"tollte reiMt u - Ia9e W ■ ^che ai Jede sorgsame Mutter sollte auf den Rat des Arzte« hören und beim Waschen der Kinder die ärztlich em- fohlene Patent-Myrrholin-Seife anwenden. So schreibt z. B. ein bekannter Arzt: „Bei meinem Kindchen (z. Z. Vi Jahr alt) wegen oberflächlicher Hautschrunden rc. zu Waschungen in Gebrauch genommen, hat sich großartig bewährt." Die Patent-Myrrholin-Seife, welche überall, auch in den Apotheken, erhältlich, ist beretts in vielen Familien unentbehrlich geworden. 125 Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 88. April. Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prftmlen auf Kredit per ult Mai 1.40 o/o, do. per ult. ult. Juni 2 300/q, Diekonto-Kommandit per ult. Mai 1.30® & Lombarden per ult. Mai 0.70®/f, do/per ult. Juni 1.10®/ . (Hamburger Packetf. gestern per ult. Juli 3.50°/o). Notierungen: Kreditaktien 228.50-00-00-00, Diskonto- Kommandit 188.50-60-000, Staatsbahn 186.80-00, Gotthard 141.80, Lombarden 27.00-00.00, Ungar. Goldrente 97.45, Italiener 95.20, Bproz. Mexikaner 25.80, Oesterr. Coupons 841/«, Amenk. Coupons 4 19, Privat-Diskont 4*/2-48/b*/o l cBct/VLZ-t' dCitcfvtwptote 11 yywXUt dtt StaSt&ieAe 11. . lyVetlW' der Srä!' M'-. •OS 3170] 1400 Meter gebrauchtes Mchnsleis 25 Wagen von 8/< *bm Inhalt und 7 Weichen werden billig sofort abgegeben. Anfragen unter N. W. an Haasenstein & Bögler, Ädltu tSMKT Eine Wirtschaft sofortzu verkaufen. Offerten unter 01868 an die Expedition dieses Blattes. Stadt. Schlachthaus. 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April 1900. 3177 3178 25 Kellner Gasthaus?nm Adler Kansertlokal 1. Runges 3174 jemand zum Wecktragen gesucht. [8048]Mäusburg 12. Rerslliiedenes Vermiet nn gen Mietgel nche Mst'ene Stellen Die Beerdigung findet Dienstag den 1. Mai, nachmittags 4 Uh 7, in Marburg vom Sterbehause, Luthrrstraße 15, aus statt. 01867] BV” Die über die Hebamme Gtifavetye Aenft in Londorf von mit verbreiteren Beleidigungen nehme ich als unwahr mit Bedauern zurück. Erhältlich bei: L. Engelhardt, Bahnhofstr. 12. Wilh. Haas, Bleichste. 18, H. F. Nassauer, Neuenweg 15, Phil. Schwager, Markt 8. sowie für die zahlreichen Blumenspenden, insbesondere Herrn Pfarrer Euler für die trostreichen Worte am Grabe der Verblichenen, sagen wir auf diesem Wege unfern innigsten Dank. Gießen, den 29. April 1900. Familie Job. Georg Schäfer Dis Beerdigung findet Mittwoch den 2. Mai, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Ederstraße 4, aus statt. chneide- und Mühl-Einrichtungen, Kreissäge.Anlaaen, Wasser, rüder, Transmissionen, Thonwalzen (Erdmühle" pressen rc. liefern in solidester Ausführung flftn Qfitauf dem Sand zu JuwU verpachten. [8088 Näheres Aiezstraße 7, II. Eisenwerke Kirzenhain & Lossar Hirzenhain (Hessen). i kann die Konditorei und Bäckerei erlernen. 01869 Amendt, Bahnhofstraße 62. Ordentliches Aienstmädchen gesucht 3182 Frau B. Kühn, Selteröweq 36. der Casseler N ähr mittel - Fabrik Bruhns & Co., Cassel ä C’arton 1 Mk. Neuester vervollständigter Placat-Fahrplan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Giessen, Frankfurt a. M., Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Laubach und Londorf ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Bieberthalbahn, zum Preise von 20 Pfg. in der Expedition des Giessener Anzeigers vorräthig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des Giessener Anzeigers bezogen werden. iTiirlorrter entlaufen. Halsband ge- JUXUUHl zeichnet Carl Lüdeking, Gießen. Abzugeben gegen Belohnung Seltersweg 5. Vor Ankauf wird gewarnt. 01879 Todes-Anzeige. Gestern abend 10 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden unsere innigst geliebte Tochter unseren tiefgefühltesten Dank. Weitershain, am 28. April 1900. Johannes Reichert II Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Kranksein und Hinscheiden unserer einzigen, unvergeßlichen Tochter und Schwester 3172 zur Aushilfe bei der Feier zur Einweihung des Kriegerdenkmals am 10. Mai gesucht. 3191 Ph. Schneider Gründlichen Unterricht Violin-und Klavierspiel erteilt Chr. Huttenberger Settersweg 67. 3091 Kauffrau oder Mädchen sosort zur Aushilfe gesucht. 666 ___________Stephanstratze iS- HI_ 9F Junges Mädchen “IS findet bei einem jungen Ehepaar -ei Mainz Stellung per 1 Juni. Näheres Todes-Anzeige. (Statt jeder öesonderen Anzeige.) Sonntag morgen um y23 Uhr wurde unsere liebe Mutter Frau Lehrer Karl Rahn Witwe, geb. Koch, durch einen sanften Tod von langem, schwerem Leiden erlöst. Die tieftrauerndeu Geschwister. „Der beste Fussbodenanstrieh“ ei» nettes, aus Chines. Holzöl beraestelltes Anstrichmittel, welches mit prachtvollem Glanze stahlbart auftrocfnei. In 58 — 8 Stunden sind die Böden wieder begehbar. Kegen Muster und Prospectea wende man fich an die Niederlage: Gastav Walter, Farbwaren. Gießen, MäuSburg 18. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme, welche uns beim Hinscheiden unseres lieben und unvergeßlichen Vaters, Schwieger- vaters und Großvaters entgegengebracht worden stnd, sagen wir 018821 Ein neu hergerichtetes Vereinszimmer für einen größeren Verein abzu- geben.Postkeller. $4ithptlf lucht in der Nähe der neuen Kliniken möbliertes Zimmer. Offerten unter Nr. 018 5 an die Expedition dieses Blattes erbeten. • 01877] Ludwigstraße 4, III, ein '1R5q SS etttt??e oöer Landmädchen * | algbalD gesucht. Einfach möbliertes Zimmer auf sofort gesucht. Offerten mit Preisangabe unter E. 11 postlagernd. 01874 im 9. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hintrrbliebenen: A. Hensel und Frau Kellnerlehrlirrg gesucht. 3i6i Näheres in der Exprd d. Bl. Ei« kräftiger, irrael. Junge kann die Metzgerei erlernen. Sonn- und Feiertage geschloffen. 3137 Bernhard May, Grafenhausen 1559] Spenglerlehrling ucht ______E» A. Faber, Marktftraße 1. 01822] Mehrere tücht. 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