töOOOOQßö * M Stimmt« q klvünjchc ' Q und Frau, Q l ÄMNM. Q DOOOOCXX» t Freunden und Be. 8* Ire | wünsche! ä • und Familie g 19.............I pfFFf i «liehüichl« Nmhbm- j | ickwünslße jj ahre! x OOOOOOOOCT ben X MwünslKe | ihre! 1 nd Fran. § JOOOOOOOOO# luntffl °.d J Kkllts D'j k und Frau- ♦ 180» Sonntag den 3t- Deeember Alle Anzetgen-vermsirlungSstellen deS Ja« und Äu8(onkt nehmen Anzeigen füc den Gießener Anzeiger entgegou Redaktion. Expedition und Druckerei: Achukstraße Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hleg«. Fernsprecher Nr. 51. Unaahmr »on Anzeigen zu der nachmiktagS für den (Otgendm 5U| erscheinenden Nummer b»S vorm. 10 Uhr. Gratisbeilagen; Gießener Familienblätter, Der hessische Kandmirt, Mütter für hessische UotKsKunde. ZSczugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bcingerloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf», vierteljährlich. «r. 307 Viertes Bl-itt. Gießener Anzeiger General -Anzeiger Aintr- «nd Anzeigeblatt für den Areis Gieren Grscheint ltgklch mit Ausnahme des Montag». Tie Gießener JamitteuVlLlter iverden dem Anzeiger wöchentlich viermal beißelkßt. * Der Krieg tu Südafrika. Gießen, den 30. Dezember 1899. Das Schreiben des Präsidenten Krüger an die amerikanische Nation hat jenseits des Atlantischen Ozeans die Sympathien für die Buren noch gesteigert, und die Engländer sind nahe daran, auch ihre letzten Freunde zu verlieren, denen sie doch im letzten spanisch-amerikanischen Kriege manch guten Dienst geleistet hatten. Freilich bleibt noch der Sultan, das Haupt aller Gläubigen, der Freund Englands, und man munkelt jetzt, daß seine Freundschaft schon recht bald auf eine Probe gestellt werden solle. England habe nämlich die Absicht, des Padischah Erlaubnis einzu- holen, daß egyptische Truppen in Südafrika verwendet werden. Wenn nun auch diese Nachricht sehr unwahrscheinlich klingt, so ist sie doch ein Beleg dafür, in welcher Verlegenheit England sich befindet wegen der Heranschaffung des Menschenmaterials. Seine Kolonien kann es nicht ganz entblößen, denn auf die Loyalität der unterjochten Völker zu rechnen, dazu bat England keine Veranlassung, und die häufigen Aufstände in dieser oder jener Kolonie haben gezeigt, daß manche Stämme sich nur widerwillig unter das fremde Joch gebeugt haben. In Großbritannien setzt man jetzt alle Hoffnung auf das Eingreifen der Generäle Roberts und Kitchener m die Aktion. Es fragt sich nur, ob überhaupt noch einzelne Persönlichkeiten, mögen sie noch so hervorragend sein, aus den Gang der Ereignisse einzuwirken vermögen. Die bi^ her erlittenen Niederlagen haben die Engländer Physisch und moralisch erheblich geschwächt, und wenn auch> die strenge Censur alle Nachrichten, welche von emer Erhebung der Kapkolonie gegen England sprechen, unterdrückt, so kann man doch aus dem Wenigen, was trotzdem ZU uns gelangt, Ersehen wie schlecht die englischen Aktionen in Südafrika ^CI9In der Unzufriedenheit daselbst würden auch einige Erfolge auf feiten Englands kaum etwas ändern, die Überdies noch in ferner Zukunft stehen dürften. lagen in Südafrika auch auf die Situation in den übrigen englischen Kolonien einwirken, darüber liegen noch keine Meldungen vor. Lauten diese ungünstig, so würden sie shnehin der Unterdrückung verfallen. Daß man in England schon längst eingesehen hat, wie verhängnisvoll es war, den Chamberlain'schen Planen nach- ruaeben wollen offiziöse Kreise zwar nicht zugeben, aber im @ro8 der Bevölkerung ist der Kolonialminister langst verurteilt. Auch wenn wider Erwarten England doch noch Erfolg haben sollte, so sind die Wunden, welche ihm geschlagen Gewitter an ro-ttett.e|^e§ Jahr w ie das Iah r 1 89 9 hat man seit Menschengedenken, vielleicht niemals, gehabt. Dte Gewüter sind w den beiden letzten Jahrzehnten des IS Wunders viel ah reicker netten früher geworden und mit ihnen die Einschläge. Das letzte ÄÄ ,uLe6 selben Jahres I* M X ” ? ®e‘ günstig. Es blieb mild und nicht zu feucht bis Medardustag (8. De zember), sodaß wir die Herbstbestellung noch recht^schdn Ein kleines Erdbeben im Ried wurde auch im sudl chen• -eile: bet: W» vinz Oberhessen verspürt und bildete den würdigen Abschluß der excessiven Naturerscheinungen des Jahres 1899. Was die Erträge des Jahres 1899 anbelangt, so sind sie durch, gängig gut ; dagegen sind die Preise gewichen, und das verdirbt wieder vieles. Die letzten Jahre zeigen: Feuchte (aber lerne nassen) Jahr Kg™ ben fyB=mnunb Beamten». 1 ber noch nn.ühlig- Bäcker und Metzger ihre Preise hoch halten. Aufl» der hat nn Arbeitermangel zu kämpfen, mehr als je; ^e Tag. und Gesindelohne steigen fortwährend, die Leistungen werden mäßiger, statt dessen wachsen die Ansprüche des Gesindes an Putz, Vergnügungen und Getränke Da, wo die landwirtschaftlichen Maschinen nicht angewendet werden können, also in Gebirgsgegenden, wird der Körnerbau wehr und mehr zurüa- treten müssen? und statt dessen dürfte Obstbau und Viehzucht zu pflegen sein. Im Vogelsberge werden große Meliorationen ^landwi^schaft^ licher und forstwirtschaftlicher Hinsicht vorgenommen. In den Thalern aus auen xanoern ötyuni. ...... —— _ . ( mals 7000 bis 8000 Einwohner haben mochte, einen Weltruf erhielt. Für uns Landwirte wurde Liebig im Jahre 1840 durch sein unvergängliches Werk: „Chemie in Anwendung auf Agrikultur und Ph>^ siologie^' zum Wohlthäter und Bahnbrecher. Es giebl-wohl kaum noch ein Buch auf der Welt, das so die Anschauung der Menschen nicht blos der Landwirte - geändert hat, wie dieses. Darum hat es ab c auch wie teilt anderes zahllose, begeisterte Freunde und ebenso viele grimmige Feinde und erbitterte Gegner gefunden, um schließlich die herrlichsten Triumphe zu feiern. Liebig lehrte uns, die Pflanzen richtig z ernähren, dem Boden die entzogenen Stosse wieder zu ersetzen, die physikalischen Eigenschaften des Ackers zu verbessern und bo, wobie mineraliscyen Stoffe fehlen, sie durch künstliche zu ergänzen. Er zerstörte die Ansicht: der Boden könnte dereinst erschöpft werden: und wies nach. Sobald dem Boden die entzogenen Mineralstosie nach der Ernte wieder zurückgegeben werden, muß das Feld bet guter Bearbeitung wieder Ernten in gleicher Größe bringen. Durch die Anwendung von künstlichen Dungstosten hat Ltebig ben SlÖlf Cm _ _ . < rx O.Httämann hpr nackt untäbliae Tabak, Hopfen, Zuckerrüben, gewannen bedeutend. Im Jahre iv^ unb Heuwender folgten nach und werden jetzt, nachdem überall F ld- bereintgungm ftattsindm oder schon stttttgesunden haben, silbst von alle lange genug auf die Erfüllung ihrer Wünfche gewartet haben, so kann mans ihnen auch gönnen! — I Ueber das neue Jahrhundert, das nun heraufsteigt, sind die Streitakten noch immer nicht geschloffen. Trotz aller amtlichen Feststellungen und Verfügungen wird die Gruppe der Opponenten in dieser Frage: nicht zum^Schwngen gebracht werden, und eine ganze Anzahl unserer Zeitgenoffen wird die Jahrhundertwende erst em Jahr spater feiern. Ich habe mir mit meinen Freunden die Sache hm und her überlegt und nach reiflicher Erwägung sind wir zu dem Entschluß gekommen, beide Termine festlich zu begehen^ Denn obgleich die 1901er nicht Unrecht haben, hat es zu wenig Verlockendes, bei so fröhlichen Gelegenheiten im Schmollwinkel zu stehen! „Wo alles l«bt, tarn!Rad aUein nicht hassen!" Und wer weiß, wie nächstes Jahr die Aktien stehen' Darum los: es lebe das neue Jahrhundert, auch Lernt'=8 noch nicht ganz trocken hin^den Ohr-n^m sollte! Und daß es mit einer Glückshaube zur Welt kommt, obwohl der Sonntag just verrauscht ist, sei unser ^""unsere lieben Spaßvögel übrigens haben es heillos gut durch dieses neue Jahrhundert! Wie billig »nd dabei wie wirksam sind jetzt die Pointen einer gewissen Sorte! Der Mann, der zum Sylvestertag versichert, daß die Bezahlung seiner Schulden in diesem Jahrhundert nicht mchr erfolgen werde und einen einfältigen Piccolo damit stutzig macht, kommt in den Rus eines ganz ungeheuerlichen Witzboldes und wer sich am ersten Januar mit Redensarten wif • , Daraus kann ich mich nicht mehr besinnen, das war noch im^v o^ri gen^J ahr hundert!" versieht, kann darauf rechnen, als Teilhaber in irgend eine Lustsptelstrma auf. genommen zu werden. Daß die Worte emeS Mitternachtsredners, der eine Minute vor zwölf beginnt, „durch zwei Jahrhunderte hallen", ist selbstverständlich, doch äensoselbstverständlich wird es auch sein, daß die ersten Kater des neuen Säkulums den letzten Affen des verflossenen w^rd^ie^erste Bör?enhausse wird aller Wahrscheinlichkeit nach » -jstjüä'. ... stehen sollen, der „alten Zeit" so würdig wie möglich zu ertragen suchen. Wenn nach dem ersten unvermeidlichen Katzenjammer nur sonst alles gut und glatt geht, ttnTö Berlin schon zufrieden sein! Wer freilich kann das wisseni. Der Berliner hat einen ganz netten Wunschzettel, und ich glaube nichts daß sich alle Posten aus dieser L-P°r-ll°-L.st- realisieren lassen werden! Da siguneren neue Bahnhose, neue Straßenbahnlinien, Parkanlagen, Tarifverbilligungen, niebriaerc Mieten und geringere Steuern! Auch etwa» weniger Bevormundung in allerlei dem echten Spree.Athener nicht unerwünscht! Von den kleinen Herzenswünschen der Einzelnen g°r n>cht zu red^n^ Aber das wird m Berlin nicht allein Jo l«n. De Mensch ist überall daraus angelegt, sich bei passenden Ge- leaenheiten mal in Wünschen was zu gute zu thun und sich dadurch in eine angenehmere Stimmung zu bringen, und ich zweifle nicht, daß auch Du, lieber Leser, so manches auf dem Herzen hast, was Dir das Jahr mit den zwei Nullen erfüllen soll! Möge es denn, wie das ganze Jahrhundert, nicht im Zeichen der Enttäuschungen stehen! Und nun. Prosit Neujahr und auf Wiedersehn! . . Ai R1 Feuilleton. Berliner Aries. (Plaudereien aus der Kaiserstadt.) (Nachdruck verboten.) Kurschnerwetter. — Das neue Jahrhundert, eine Fundgrnb? für unfere Spaßvögel- Berliner Wunschzettel für das kommende Sakulum. Eine aanre Reihe schmunzelnder Gesichter hat der liebe »erben! - »ber diesmal rone tau(cnb ber hdrlich durch die Straß . (tc8 roelj>en dem nimmer, frönen ^Df.ol“bean^1'* x ^.dankbaren Moloch Ösen in den satten und dabei oft n {(irren am Arm der Rachen geschoben; ' . Backfische und der ärmste Bursche gutvermummten rotbackigen i aus Rikdors Die Patschen in noch dcker wärmendes ^'^^e mit- Kürschner ab» lächeln so Bister von Berlin geworden. wurden, so tief und nachhaltig, daß dadurch der Gewinn I bilden sich Wafserbttugeiiossenschaften, wozu die LandeS- vollständia ausgewogen wird. Und dabei bleibt immer oas I (re^itta^e unb die Landeskulturrentenkasie bereitwillig und gegen gering Odium auf England hasten, am Schluß des Jahrhunderts, l Zinsen die Kapitalien herleihen. Das unmittelbar nach der Haager Friedenskonferenz, einen Krieg Muijt J ^Di?Haushaltungsschulen für Bauern- leichtfertig vom Zaun gebrochen zu haben. I Achter füllen sich mit jedem Jahr mehr durch fleißige Schülennnen, das lanbmirtschaslliche G-n°ff-nschaftSw-,°n st-ht in großer Blüte, unb all- Landwirtschaftliche Rück-, Um- und Vorschau wöw roütWn übrig und zwar vor. 0U^ bad|inb Jahrhundert. $ $ I an veralteten s" ^„elwlfen baben und können 0. Aus Oberhessen, Ende Dezember. bie NEUNgen.^Sleo«o ^danken aufschwingen: Hilf Dir selbst,.so Seit einer Reihe von Jahren ist es unsere Gewohnheit cm „Gieß L[ft Dir Gottl, für den wir seit zehn Jahren m dieser Zeitung eu,- Lnreiger" einen kurzen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr zu I ^^reten sind. . _ una „erfen, gl-ichsam eine Man,, ,u d-alsch Schlnbr-chnnng °ü,nMen Nachdem wir km, hwr anbeuteten, wie 19 ^brtunbert wie es bei aewiflenhasten Geschäftsleuten auch zu geschehen pflegt. Dieses gussieht, wollen wir einmal zurückschauen, wie es ,m 19. Jahrhundert Jahr haben wir besondere Ursache dazu; denn wir stehen nicht blos am I gusgeschaut hat. Pnnbmirtt Schlüsse eines Jahres, sondern eines Jahrhunderts — wie nun einmal y Die Franzosenkriege von 1796 bis 1814 schlugent der- Landwrrt beschlossen worden ist, aber unserer Ansicht nach mit Unrecht, denn die schast schwere Wunden. Nach diesen Kriegen kam das !hungerrahr Lundert sind noch nicht voll, so sehr auch die Herren disputieren mögen I JJ bi schlechten 20er Jahre, m denen das Getreide Nichts galt. Befler - und da ift benn boppelt Ursache" Rück-, Um- unb Voeschan »“""e eä in ben ^Wen *'3^«*»»Ä ... ' I krücbte nute Preise erzielten. Der berühmte Thaer begründete im erpen ’ ^ Zuvörderst fragen wir: Was hat das Jahr 1899 geleistet? In Zettel des 19. Jahrhunderts die rationelle Landwirtschaft und war er Berua auf die Witterung die für den Bauer eine Lebensfrage zu sein I Stifter der eisten landwirtschaftlichen Lehranstalt m Celle. vsiat Ä unsmanchmal recht kratzig. Die erste Jahreshälfte war @ine fz^liche Revolution in derLandwirtschaftriefunsr be- so ungemütlich wie möglich - Sturm und Regen, Hochwasser bei ewigem tü^mter Landsmann Liebig (geb. 12. Mar 180 m: Darmstadt^ gch. Sudelwetter Schmutz, Schneegestöber ohne Eis und Schlittenbahn: das I 18y $ i( 1873 in München) hervor. Er wurde bereits mit I h Machte uns das erste Quartal. An dieses schloß sich ein unbehaglicher ^erordentlicher und mit 23 Jahren °rdentlich^ Professor der Chemie Frühling an. Die Bäume blühten, sie wurden aber durch Regen, beem- in Gießen, wo er in kurzer Zert so bedeutende Erfo ge erzielte, h h trächtig? Trotzdem gediehen Getreide, Wiesenwachs Hackfrüchte und au§ aQen Ländern Schüler Gemüse jeder Art recht gut, und als. der Juli und August wochenlangen Sonnenschein brachten, kam die Ernte wohlbehalten unter Dach. Der September wurde wieder schlecht, bis zum Ende des Monats hielten d,e kleinen Landwirten mit großem Vorteil angewandt, wie der „Gieß. Anzeiger" wiederholt im vergangenen Sommer aus der Welterau melden konnte. Damit aber nicht genug! Eine neue Kraft: die Elektrizität, tritt auf den Plan und wird neue Probleme lösen, und damit kommen wir von der Rück» und Umschau zur Vorschau. Selbst der kleinste Bauer muß zu der Einsicht kommen, daß da- 20. Jahrhundert auch auf dem Gebiete der Landwirtschaft neue Aufgaben stellt. Soviel siebt man schon in den kleinsten Dörfern ein, daß ganz anders gewirtschaftet werden muß, als früher. Der Bauer hat mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen, als die Generation vor ihm; er muß die Kunst lernen, auf derselben Fläche daS Doppelte, ja Dreifache zu erzeugen, was fein Vater und Großvater heroorbrachten. Die soziale Bewegung greift auch in die ländlichen Verhältnisse ein. DaS Gesinde verlangt mehr, eS muß ihm auch mehr geboten werden, sonst zieht es in die Städte. Infolge der stärkeren Produktion ist ein größeres Betriebskapital erforderlich, das bei den Kreditgenossenschaften erhältlich ist, wenn der Darlehnsnehmer etwas taugt. Höhere Intelligenz wird unentbehrlich, wir müsien mehr lernen, alS unsere Väter und Großväter gelernt hatten. Auf der anderen Sette ist gewiß, daß in denjenigen Ländern, wo eine blühende Landwirtschaft herrscht, wohlgeordnete Zustände vorhanden sind und daß daS alte Sprichwort: „Hat der Bauer Geld, so hat's die ganze Welt!" noch heute ein Wahrwort ist und bleiben wird für alle Zeiten. Darum werden die Regierungen es auch niemals an Interesse und Fürsorge für die Landwirtschaft fehlen lasten, wie wir eö in Hessen sehen und dankbar anerkennen müssen. Unseren BerusSgenossen aber wollen wir an der Schwelle des neuen Jahres und des neuen Jahrhunderts Glück, Heil und Segen wünschen. _____Quod bonum, felix, faustumque eit! Heer und Marine. Das Amtsblatt des bayerischen Kriegsministeriums veröffentlicht eine Verordnung, betreffend die Uniformierung -er bayerischen Armee. Darin wird u. a- der hellgraue Mantel für die Offiziere eingeführt. Die bisherigen dunkelgrauen Offiziersmäntel dürfen bis zum 1. Januar 1905 aufgetragen werden. Ferner wird für die Offiziere, Sanitätsoffiziere rc. ein aus grauem, wasserdichtem Lama-, Loden- oder Paletotstoff zu fertigender Umhang mit Kapuze als Dienfibekleidungsstück eingeführt. Ein solcher Umhang tritt ferner zur Bekleidung der Radfahrer-Mannschaften als außeretatsmäßiges Bekleidungsstück hinzu. “TORTE“ (MstooMt*. Fleisch-Extract übertrifft trotz billigeren Preises an Nährkraft und Wohlgeschmack die Liebig’sohen Extracte und ist in allen besseren Drogen-, Delicatessen- und Coloaialwaaren-Handlunc-en zu haben. MrWgkMDl Ireitag den 29. Z>ezSr., nachmittags L'/s Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgerickt die den Erben der Eduard Lind Witwe in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 741 — 19 qm Hofraum au der Bach, Flur 1 Nr. 743 — 25 qm Hofraum daselbst, Flur l Nr. 744 — 44 qm Hofraum daselbst, Flur 1 Nr. 756 — 144 qm Hofraite auf der Mäusburg erbverteilungshalber freiwillig meistbietend versteigert werden. 1 Gießen, 27. Dezember 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 8897 - Wilh. Wirsig, Handschuh-Fabrik Seltersweg IO. Grösste Auswahl in Prima igeil*-, W-, Dn-, Wildleder-, He- and W-Intetota in allen Preislagen. Anfertigung der Handschuhe nach Mass. 8490 Stets das Neueste in Kravatten, Shlipsen, Herren-Unterzeugen, Hosenträgern, Hemden, Kragen, Manschetten und Manschetten-Knöpfen. 1 W 'Ä Uhu |i fr hl ii na rii Punschessenz von Bassermann & Herrsche!, Mannheim, garantiert rein nur aus Arrac, Bum oder Portwein bereitet. Niederlage bei: Benner u. Krumm, Emil Bender, Aug. 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Spar- und Leihkaffe Gieße«. Im Monat Dezember l. Js. werden bei der unterzeichneten Kaffe außer an den feststehenden Tagen Mittwochs und Samstags auch «och jeden Dienstag und Donnerstag Geschäftstage abgehalten. Die Einleger werden ersucht, unter Vorlage der Bücher die Zinsen in Empfang zu nehmen oder zuschreiben zu lasten. Zinsen, welche bis Ende Dezember nicht in Empfang genommen sind, werden den Einlegern gut geschrieben und vom 1. Januar 1900 an verzinst. Es brauchen hiernach im Monat Dezember alle diejenigen Einleger bei der Kaste nicht zu er. scheinen, welche nur Zinsen beischretben lasten wollen, dies kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen. Gießen, am 29. November 1899. Spar- und Leihkasse Gieße«. Doering. 8434 Real- und Handelsschule (Uenstonat) in Marktbreit a. Main. Die Reisezeugniffe berechtigen zum einjährig-freiwilligen Dienste. 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