'Ol9enbt8 s» bä u"*691ii), 116 hob, ^Schill Ml8tli«*«' Ji»r *** « 5s -SM Wt. 256 Erstes 1899 Gießener Anzeiger monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Generat-M^eiger IZezngsprcis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg Bei Postbezug 2 SDZart 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den fetgfnbai Ta- rrfchrinenden Nummer biS vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen des In- und AuSlande» nchmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich ■in Ausnahme dcS Montags. Die Gießener AnmitlenblLlter werden dem Anzeiger wdchentlich viermal beigelegt. Amts- und Zlnzeigeblntt fiw den Tkveis Meszen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchntstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandnmt, Klätter für hessische UolKsKunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Ließen. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Heil. Gießen, den 26. Oktober 1899. Betr.: Den Schutz der Telegraphen- und Fernsprechleitungen. Die Großh. Kreis-Schulcommission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Bon nachstehender Verfügung der obersten Schulbehörde geben wir Ihnen zur weiteren Veranlassung Kenntnis. v. Bechtold. Darmstadt, den 20. Oktober 1899. Betr.: Wie oben. Das Großh. Ministerium des Innern Abteilung für Schulangelegenheiten an die Grotzh. Kreis Schulkommisftonerr. Nach Mitteilung der Kaiser!. Oberpostdirektion dahier ist es auch in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, daß Papierdrachen, welche schulpflichtige Knaben in der Nähe von Telegraphenleitungen haben steigen lassen, sich in den Drähten der Telegraphen- und Fernsprechleitungen gefangen haben, und daß hierdurch recht unliebsame Störungen und Unterbrechungen des elektrischen Nachrichtendienstes verursacht worden sind. Die Beseitigung solcher Papierdrachen ist namentlich auf freier Strecke immer mit großen Schwierigkeiten verbunden und erfordert nicht unerheblichen Kosten- und Zeitaufwand. Da sich dieser Unfug immer wiederholt, und eö in den meisten Fällen nicht gelingt, die Thäter zum Ersatz und zur Strafe heranzuziehen, sehen wir uns im Interesse der Erhaltung eines ungestörten Betriebes in den öffentlichen Zwecken dienenden Telegraphenleitungen veranlaßt. Ihnen mit Bezugnahme auf unser lithographiertes Ausschreiben vom 28. Oktober 1890 (zu Nr. M. I. 26809) wiederholt zu empfehlen, die Ortsschulvorstände aufzufordern, unter Hinweis auf die §§ 317 und 318 des Reichsstrafgesetzbuchs durch eindringliche Warnung in den Schulen zc. die Schüler von der Gesährdung des Betriebs der Telegraphenleitungen zurückzuhalten und gegebenen Falls durch Disziplinarstrafen dem Unfuge thunlichst zu steuern zu suchen. Dabei sprechen wir auch diesmal die Erwartung aus, daß die Schulvorstände den ihnen von seilen der Post- und Telegraphenbehörden zugehenden Ersuchen Folge geben oder im Anstandsfalle diesen Behörden ihre Bedenken mitteilen werden. ________________vr. Eisenhuth. de Beauclair. Bekanntmachung. Für die demnächst ins Leben tretende Großh. Hessische Landeslotterie sind jetzt die Kollekteurstellen zu besetzen. Selbständigen, unbescholtenen und geschäftstüchtigen Personen, die allgemeines Ansehen genießen, und die zur Stellung der Kaution und zum Betriebe der Kollektion erforderlichen Geldmittel besitzen, bietet eine Kollekteurstelle die Möglichkeit eines einträglichen Nebenerwerbes. In erster Linie kommen Inhaber offener, flottgehender Warengeschäfte in Betracht, in denen auch Bewohner der Umgegend zahlreich verkehren. Bewerber haben ihr Gesuch um Verleihung einer Kollektion an die Großh. Hess. Landeslotteriedirektion in Darmstadt zu richten, hierbei ihren Lebenslauf, und das, was sie zur Begründung ihres Gesuches anführen können, kurz darzustellen, sowie Alter und Staatsangehörig- keit anzugeben. Darmstadt, den 26. Oktober 1899. Großh. Ministerium der Finanzen. Küchler.Neumann. Bekanntmachung. Wegen Ausbruchs des Gewölbes der Unterführung der Kreisftratze Gietzen—Klein-Linden bei Klein-Linden wird die letztere an genannter Stelle am Donnerstag dem 2. und Freitag dem 3. November l. I. für jeglichen Verkehr gesperrt. . Als Verbindungsweg zwischen Gießen und Klein-Lmden dient an genannten Tagen die Klinikstraße und der entlang bet Bahn an der Margarethenhütte vorbeiführende sogen. Mittelweg. Gießen, den 24. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Kunstgewerblicher Unterricht. Im Anschluß an die technische Mustersammlung und Vorbildersammlung des Landesgewerbevereins soll in dem Dienstgebäude der Zentralstelle für die Gewerbe zu Darmstadt auch im kommenden Winter ein Kunstgewerblicher Zeichen- und Modellier- Unterricht abgehalten werden. Der Lehrplan umfaßt: Zeichnen und Malen nach Naturformen, Modellieren in Thon, Plastelin und Wachs. Bearbeitung von Entwürfen und Modellen für die Praxis nach dem Berufe der Schüler. Der Unterricht eignet sich für Gewerbetreibende und Kunsthandwerker, insbesondere für Bildhauer (Stukkateure, Steinmetze, Schnitzer), Töpfer, Ciseleure, Gold- und Silberarbeiter, Kunstschlosser, Kunstgewerbliche Zeichner und Maler, Lithographen, ebenso für Damen, welche sich berufsmäßig ausbilden wollen. Handwerksmäßige und technische Vorkenntnisse werden vorausgesetzt. Die Dauer des Unterrichtes ist auf 4 Monate mit wöchentlich 5 halben Tagen vorgesehen, der Beginn ist auf 13. November d. I. festgesetzt. Das Uuterrichtsgeld beträgt monatlich 2 Mark für jeden halben Wochentag, jedoch bei Besuch des ganzen Kursus höchstens 25 Mark halbjährlich. Anmeldungen sind an die unterzeichnete Behörde zu richten, woselbst nähere Auskunft erteilt wird. Die Lage der Unterrichtsstunden wird nach vorheriger Besprechung mit den Teilnehmern festgesetzt. Großh. Zentralstelle für die Gewerbe. Noack. XX Zur Flottenfrage. Gießen, 30. Oktober 1899. Mehrere Jahre lang hatte der Kampf um die Verstärkung unserer Marine getobt, alle Forderungen der Regierung waren bis zum Jahre 1896 abgelehnt worden, als der Reichstag das Tirpitz'sche Flottengesetz annnahm. Damals schrieb" die „Nordd. Allg. Ztg." in dem bekannten offiziösen Druck: „Als ein denkwürdiger Tag wird der 28. März 1898 in der Geschichte des Deutschen Reiches bestehen. Denn an ihm hat die Volksvertretung endgiltig erklärt, daß sie in vollkommener Uebereinstimmung mit der Regierung entschlossen ist, dem Reiche die Flotte zu schaffen, die es braucht zum Schutze des Vaterlandes, zur Wahrung des Ansehens im Rate der Völker, zur Förderung seiner wirtschaftlichen Bestrebungen und zur Beschirmung der Deutschen im Auslande." Freilich hatte die Negierung damals bindende Erklärungen abgeben müssen, daß sie für die Zeit der Durchführung des Gesetzes mit Neuforderungen nicht hervortreten würde, und in das Gesetz selbst wurde ein Paragraph ausgenommen, in welchem es heißt: „Während der nächsten sechs Rechnungsjahre (1898 bis 1903) ist der Reichstag nicht verpflichtet, für sämtliche einmalige Ausgaben des Marine-Etats mehr als 408,900,000 Mk. sowie für die fortdauernden Ausgaben mehr als die durchschnittliche Steigerung von 4,900,000 Mk. jährlich bereit zu stellen. Soweit sich darnach das Flottengesetz bis zum Ablauf des Rechnungsjahres 1903 nicht durchführen läßt, wird die Ausführung bis über das Jahr 1903 hinaus verschoben." Um diesen Paragraphen und um dessen Auslegung wird es sich bei der wieder akut gewordenen Flottenfrage hauptsächlich drehen. Wie wir in letzter Zeit mehrfach berichtet haben, ge- winnen die Meldungen mehr und mehr an Wahrscheinlichkeit, daß die Regierung das für die Durchführung des letzten Flottengesetzes gegebene Sextennat nicht abwarten, sondern schon vorher mit Neuforderungen an den Reichstag herantreten werde. Veranlaßt waren die Erörterungen insbesondere durch die Rede des Kaisers in Hamburg und durch die Reise des Staatssekretärs Tirpitz zum Reichskanzler nach Baden-Baden. An amtlicher Stelle hatte man bisher geschwiegen, sodaß völliges Dunkel darüber herrschte, was die Regierung plane. Dieses Dunkel wird durch die am Samstagabend in der „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlichte, als offiziös geltende Auslastung etwas gelichtet. Freilich ist an keiner Stelle gesagt, daß die Regierung dieser Veröffentlichung nahestehe, daß sie thatsächlich die darm kundgegebene Auffassung sich zu eigen machen und mit einem darnach stipulierten Plane operieren werde. Aber mindestens darf man die Auslastung doch als einen Fühler ansehen, ausgestreckt, um die Anschauungen der Parteien kennen zu lernen. Was nun den Inhalt der Kommuniques anbelangt, so handelt es sich in der Hauptsache darum, das bestehende Flottengesetz zu prolongieren bis zum Jahre 1917 mit der Wirkung, daß aus dem Bestände nach Ablauf des Sextennats aus einer Flotte mit einem Schlachtschiffdoppelgeschwader durch Ersatzbau für acht minderwertige Küstenpanzer und durch zehn neue Linienschiffe die Wehrkraft zur See verdoppelt wird. Mit dem neuen Plane soll aber nicht erst bis zum Ablauf des Sextennats gewartet, sondern schon mit dem Jahre 1901 eingesetzt werden, wenn auch für die Jahre 1901 bis 1903 nur je ein Ersatzbau als über den jetzt geltenden Flottenbauplan hinausgehend vorgesehen ist. Das in den Jahren 1898 bis 1900 innegehaltene Bautempo soll bis zum Jahre 1917 dauernd beibehalten werden, was man ohne neue Steuern durchführen zu können hofft. Man muß zugestehen, daß das entwickelte Programm manches für sich hat, wenn wirklich an die Steuerlast des Reichs keine höheren Anforderungen gestellt zu werden brauchen, und Anhänger einer Flottenverstärkung werden darauf Hinweisen, daß das Deutsche Reich das, was es in den Jahren 1898 bis 1900 für seine Marine zu leisten vermochte, auch bis zum Jahre 1917 aufbringen könne. Unter allen Umständen aber wird die Regierung, falls sie mit einer entsprechenden Vorlage an den Reichstag heranzutreten gedenkt, die Notwendigkeit einer Verstärkung eingehend begründen müssen, sonst dürfte sie doch einen sehr schweren Stand haben und in einen aussichtslosen Kampf gehen. Daß nunmehr, nachdem die in amtlichen Kreisen herrschende Anschauung bekannt ist, die Flottenfrage vorerst wieder im Vordergründe des Interesses stehen wird, ist selbstverständlich, und an heftigen Fehden in der Presse dürste es nicht fehlen. Hoffentlich tritt bei der Beurteilung dieser Angelegenheit die Parteifrage mehr in den Hintergrund und macht der Sachlichkeit Platz, die gerade hier das Hauptwort beanspruchen darf. * Bom Kriegsschauplatz. Man ist heute wieder auf unsichere Nachrichten und Vermutungen.vom Kriegsschauplatz in Südafrika angewiesen. Der „Berliner Lokalanzeiger" erhält folgende Meldung: London, 27. Oktober. Die Buren beherrschen die Bahnstrecke Cotenso-Ladysmith und wollen versuchen, die tn und um Ladysmtlh vereinigten, aber augenblicklich jeder größeren Anstrengung nicht gewachsenen Truppen der Generale Aule und White auch vom Meere abzuschneiden. So wird die Situation tn den LeydS nahistebenden Kreisen dargestrllt. Für die Richtigkeit dieser Mitteilung scheint das Ausbleiben aller Meldungen von Ladysmith über Durban zu sprechen. Der gleichen Quelle entnehmen wir folgende Nachricht: Paris, 29. Oktober. Nach den neuesten hier eingetroffenen telegraphischen Prioatmeldungen, die augenblicklich nicht zu kontrolieren find, aber aus absolut zuverlässiger Quelle stammen, haben di« Buren Maseking genommen. Ein solcher Schlag auf dem westlichen Kriegsschauplätze würde für die britischen Truppen nicht nur strategisch, sondern auch moralisch schwer ins Gewicht fallen. Die Londoner „St. James-Gazette" bespricht die Lage in Natal in sehr pessimistischem Sinne. Sie sagt, die Erfolge, wie die bei Glencoe und Elandslaagte (?), könnten nicht einer wesentlichen Schwäche der Lage das Gleichgewicht halten. Die „Gazette" fürchtet, daß der Rückzug von Ladysmith seewärts notwendig werden dürfte, da verschiedene Anzeichen vorhanden seien, daß Joubert eine Wiederholung des kreisförmigen Flanken- morsches als Nachahmung des Versuchs der deutschen Armee gegen die Franzosen bei Sedan vornehme. Zum Rückzug dürfte es jetzt, nachdem Ladysmith vollständig cerniert ist, zu spät sein. Auch sonst herrscht in London eine sorgenvolle Stimmung, wie aus folgender Meldung hervorgeht: London, 28. Oktober. Aus amtlichen Kreisen verlautet: Auf dem Kriegsministerium herrscht tiefe Niedergeschlagenheit. Aus Natal liegen sehr ernste Nachrichten vor. Man hält sie aber zurück, bis das Parlament vertagt ist, um unangenehmer Kritik von dieser Seite zu entgehen. Die bisherigen brillanten Siegesmeldungen waren auf Bestellung in solcher Form gegeben, um jede Opposition im Unterhause zu übertäuben. Sie entstellten die Lage total. Thatsache sei, daß ein großer Teil der britischen Kolonien in der Hand des Feindes ist, der fast von der gesamten, England totfeindlichen Bewohnerschaft unterstützt werde. Der Rest schwanke am Abgrunde einer Revolution und werde nur von den britischen Behörden durch ote rtgo= rosesten Maßregeln von Stunde zu Stunde gehalten. Die Ausgabe der Wiedereroberung Südafrikas sei eine gigantqche, wogegen die Eroberung Kubas und der Philippinen ein Kinderspiel gewesen. Aus dem Kriegsministerium beschäftige man sich bereits mit Plänen von Zwangswerbungen. Wir reihen noch nachstehende Meldungen an: London, 27. Oktober. Das „Reutersche Bureau" belichtet aus Bulawajo vom 23. d. M.: Eine starke Buren- Abteilung bedroht den Häuptling der Bamang- watos, Khama in Betschuanaland. Der Häuptling des Bakathla-Stammes, Linschwe, bleibt loyal. Kapstadt, 27. Oktober. Hier jft heute vom Gouverneur Milner eine vom Premierminister Schreiner unterzeichnete Proklamation veröffentlicht worden, die die Proklamation des Oranje-Freistaates über die Einverleibung eines Teiles der Kapkolonie in das Gebiet des Oranje- Freistaates für null und nichtig erklärt und die britischen Unterthanen an ihre Pflichten gegen die Königin gemahnt. Amsterdam, 27. Oktober. Das Panzerschiff „Friesland" ist nach der Delagoabai abgegangen. Im Kriegsamt ist bisher kein bestätigendes Telegramm über die Besetzung von Co len so durch die Buren eingetroffen. Man glaubt, daß die Lage kritisch ifU Seit zwei Tagen ist der Telegraphen-Berkehr mit Ladysmith unterbrochen. werden die Kinder schon von frühester Jugend zu Ansprüchen, zur Begehrlichkeit, zur Eitelkeit und Selbstüber- Hebung erzogen. Ist es da ein Wunder, wenn die Kinder späterhin mit einer gewissen Verachtung auf ihre armen, schlichten Eltern herabsehen, wenn ihr ganzes Wesen sich veräußerlicht und verflacht, wenn sie ihr Herz an eitlen Tand und Flitter hängen, der ihnen das Geld für Befferes und Notwendigeres raubt? Wollten das alle Mütter beherzigen und nicht in falscher, von müttercicher Liebe weit entfernter Eitelkeit ihre Kleinen zu selbstgefälligen Affen heranputzen und so selbst in sie den verhängnisvollen Trieb der Putz- und Genußsucht pflanzen, der sicher später ihren Kindern schlimme Früchte tragen wird. Das Schönste bleibt ja doch immer das Einfachste. * * Die Einweihung des auf dem Dünsberge errichteten AnssichtstnrmS ZlUg gestern nachmittag vor sich. Das mehr an oas Frühjahr als an den Herbst erinnernde Wetter veranlaßte eine Völkerwanderung nach der Höhe: die fahrplanmäßigen Züge der Bieberthalbahn, sowie ein ©rtrauio pachten Ausflügler, Mitglieder der in der Umgegend bestehenden Tounsten-Vereine und des deutsch-österreichischen Alpenvereins, des Frankfurter Taunusklubs, der Turnvereine von Wetzlar und Gießen, Vertreter von Gesang- u. s. w. -Vereinen in großer Zahl nach der Station Bieber, • Don wo aus der Aufstieg nach dem Dünsberg erfolgte. Ebenso groß war die Schar der zu Fuß eingetroffenen Gaste aus der näheren Umgebung des Dünsbergs, aus Rodheim, Fellingshausen, Königsberg, Hohensolms, Krofdorf besonders war die jüngere Generation beiderlei Geschlechts stark vertreten. Die Feier sollte eigentlich durch ewige Gesangsvorträge des Kronbauer'schen Quartettvereins verschönt werden. Leider wartete man das Eintreffen der Sanger nicht ab, und so kam die große Festversammlung um einen Kunstgenuß, der ohne Zweifel zur Hebung der vorhandenen guten Stimmung beigetragen hätte. Gegen 3 Uhr ergriff Herr Architekt Meyer (Firma Stein und Meyer) das Wort. Nachdem am 13. August d. I. die Grundsteinlegung zum AussichtSturm erfolgt, hatte man gehofft, den Turm um Mitte Oktober einweihen zu können • es sei indes infolge eingetretener Zwischenfälle so spät geworden, daß von einer größeren Feier Abstand genommen werden mußte. Im nächsten Jahre soll durch Veranstaltung eines größeren Festes nachgeholt werden, was in diesem Jahre versäumt wurde. Ein saueres Stück Arbeit sei die Hauptträger des Blumenthal-Kadelburg'schen Humors, de» nörglerischen Glühstrumpf-Fabrikanten Giesecke und seine» gegnerischen Rechtsanwalt Doktor Siedler, Josepha, die liebenswürdige Wirtin aus dem sonnigen Salzkammergute, und den Professor des poetischen Reisezaubers, den Doktor Hutzelmann aus Greifswald, zur weitesten Popularität gebracht. Sie sind werte, alte Bekannte und liebenswürdige Freunde aller lachlustigen Theaterbesucher geworden, und Leuten wieder zu begegnen, die in diesem oder jenem Punkte unsere Sympathieen erobert haben, muß auch stets ei» neues Vergnügen erwecken. Jedenfalls darf das neue „Weiße Rößl" auf zahlreiche Wiederholungen hoffen. Mit den Darstellern wurden die Verfaffer wiederholt stürmisch nach jedem Aktschlüsse gerufen. •• Polizeibericht. Ein Student, welcher gestern abend mit Kommilitonen seiner Verbindung verschiedentlich ruhestörenden Lärm verursachte, und sowohl seine Karte vorzuzeigen, als auch seinen Namen zu nennen sich hartnäckig wetgerte, mußte zur Wache sistiert werden. Als er später den Unfug trotz mehrfacher Ermahnungen der Schutzleute auf der Straße weiter fortsetzte, und sogar dem Beamte« eine Flasche vor die Füße warf, sodaß die Scherben herumflogen, mußte er, um weitere Exzesse zu verhindern, verhaftet werden. Während der Anwesenheit des Studenten auf der Wache hatten sich einige Angehörige der Verbindung vor der Wache versammelt und empfingen die Beamten beim Betreten der Straße mit allerhand höhnischen Bemerkungen, wobei sie ebenfalls durch lautes Skandalieren die Ruhe der Bewohner in gröblichster Art störten. — Zwischen zwei kartenspielenden Gästen einer Wirtschaft in der Bleichstraße entspann sich heute nacht ein Wortwechsel, welcher in Th ä t- lichkeit ausartete, in deren Verlauf der eine Spieler de« andern einen Bierkrug in das Gesicht warf, so daß er eine Verletzung am Kinn davontrug. Anzeige ist erhoben. Loudon, 28. Oktober. „Daily Telegraph" berichtet noch über den Kampf von Kimberley, daß die Buren wahrend des Gefechtes plötzlich eine weiße Fahne aufgezogen Haden und dann die Pause, während welcher die Engländer das Feuer ein stellten, dazu benutzt, um die Engländer weiter zu beschießen. Das Blatt fügt dieser Meldung hinzu, daß eine solche Handlungsweise derBuren nach der von ihnenbisher geübten Taktik unglaubwürdig sei. Kapstadt, 28. Oktober. Die Munizipalität von Kapstadt hat beschlossen, den General Buller offiziell bei seiner Ankunft zu empfangen, weshalb große Empfangs-Vorbereitungen getroffen werden. Buller wird nur solange in Kapstadt verbleiben, bis feine Truppen ausgerückt sind. Alsdann wird er sich sofort nach Durban begeben, woselbst er sein Hauptquartier aufzuschlagen ge- Loudon, 29. Oktober. Nach einer Meldung aus Kap- stadt sind alleBuren vonKliPdam fortmarschiert, wie man glaubt, um sich der Belagerungsarmee von anzuschließen. Der Telegraph zwischen Barkly West und Kimberley wurde durchschnitten. — Neun | ^Hen von Ladysmith bombardierten Burenkolonnen eine । Heine Patrouille britischer berittener Infanterie. Die Po- fitwn der Buren befindet sich drei Meilen jenseits Modder- spruit. Die englischen Truppen sind jetzt vier Meilen von den Buren entfernt. Die Haltung Portugals. Wie uns von maßgebender Seite mitgeteilt wird, hat es die englische Regierung noch nicht für nötig befunden, ber portugiesischen Negierung, trotz des lebhaften Interesses, das dieselbe daran haben muß, den Ausbruch des Krieges mit Transvaal zu melden. Um für alle Fälle gerüstet zu sein, hat sich I die portugiesische Regierung entschlossen, schon in nächster 4eit I in nicht unbedeutender Weise ihre Streitkräfte in Lourenco ^orquez zu verstärken. Sicherem Vernehmen nach sollen I Me Verstärkungen in zwei Regimentern Infanterie, einem Regiment Kavallerie und mehreren Batterien Artillerie be- I stehen. Ebenso soll die portugiesische Seemacht in der Delagoa-Bai durch mehrere Kriegsschiffe verstärkt werden. In Portugal selbst ist das Volk wie die Presse einstimmig in der Verurteilung des Vorgehens Englands. Der Ton, den die Zeitungen gegen England anschlagen, ist überaus scharf, und nicht anders lauten die Berichte über die Haltung I des Publikums. Jede Nachricht über einen Erfolg der I Buren wird allseitig mit großer Freude begrüßt, während I Meldungen über englische Siege sehr angezweifelt werden. I Der amenkamche Militärattache in Lissabon wird in Kürze "ach Afrika gehen und dem Stabe Bullers für die Dauer des Feldzuges zugeteilt werden. Wie bereits mitqeteih wurde, gehören die 500 Mann „Rough Riders", mit Denen €ecd Rhodes den englischen Truppen zu Hilfe gekommen ist, nicht den englischen Truppen, sondern dem Polizeikorps an, das bie Charteret) Company in Rhodesia unterhält, «nf eine Anfrage eines Aktionärs dieser Gesellschaft wer d.e Kosten für diese Truppe in dem Kriege gegen Transvaal trage, erfolgte die Antwort der Direktion der Chartered Company, daß die Kosten für die jetzigen kriegerischen Iterationen Englands gegen Transvaal, an denen die L.' ,3h Riders" teilnehmen, von der englischen Regierung bezahlt bezw. der Chartred Company vergütet werden. Dies geschieht aus dem Grunde, weil die Gesellschaft die Gesamt- unkosten in Höhe von sechzig Millionen Mark, die durch die Niederwerfung des Aufstandes von 1896 erwuchsen, allem getragen hat, wie sie auch den Unterhalt der britischen Truppen m Rhodesia bestritt. Wer die Kosten für Jamesons Räuberzug getragen hat, darüber verlautet nichts. C'e-::; «'M» j JJ ®'tabe das Wä" eteff' ä&Ä beten eln Me hei J"*1 4.V" «e> S' «s« J Wlmals * *Sj. .11 »oll DB &0--, Hoch i*1 Winke z« Wandrer Lad' sie Weit in Daß sie Preisen । Nach diesen ffl beni $orfi$tni>tn de. ein Werk btt® Zeichen des Gemein,: Herr Kommerziei Rückblick auf die Er 1882 gelegentlich em größeren Festes mit dieser Stelle ein W idd)t verwirklicht roei sehnlichen Teil zusav Genehmigung zur Ei Dank der Unterstütz! nnd der Fürsprache folgte endlich die Ge Straften gefördert w hätten nicht ansgen Stähle Wetzlar und Gaden deigestenert, n und Freunden der Sc zur Verfügung gestellt Mitteln die Baukost fraglich, er hasse at sammengebracht wer Laues sei es allen des Schutzes. Er gebeten, den Turm gebe hiermit dems, dieser Bitte. - sprach hierauf, den' nnd den Turm in d nehmen. Ausdauer ließen und ihrer: Wir alle feien umfäl Wen fiele: Siebe, (inen Bundesgenossen Wn Waldbeschützer, nnznstimmen in den lebe hoch'. _ j ’W Sittel, daß heute der M einem Aussichtsturm schonen, den Blick h »«s fast vergessen las stehen. 6r freue st als Leuchte d Umgebung h^e und S ru dc ibfr h, ~6cUta9en t01 K n? d! r»» ben beut & brachte J S. ? 2a"bt immer dm,che 35,2, ^««trjientat @,0 6"Ming ,ut . ittr o""'“" ©nrife SKB n«°»d u”b Her, $ieSettt •• Alls dem Gerichtsdienst. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 25. Oktober dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Gerau, Anton Franz, den Charakter als „Amtsgerichtsrat" zu erteilen. •* Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der I Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 16. September dem Bürgermeister Heinrich Christoph Schaffner zu Dornheim das Silberne Kreuz des Verdienstordens I Philipps des Großmütigen zu verleihen. I ** Don der Universität. Der außerordentliche Pro« I fclloc Dr. Eichbaum wurde an Stelle des in Ruhestand I getretenen Professors Dr. Pflug zum Direktor der Veterinär- anstalt ernannt. — Letzten Samstag, 28. Oktober, fand I /Sv ^wmatriku lati o n des Wintersemesters statt. I Die Zahl der neu eingeschriebenen Studierenden beträgt 78. I ** Kolizertverein. Wie überall, so hat auch in unserem kunstsinnigen Gießen mit Eintritt der Herbstzeit die I Konzertsaison begonnen, und zwar war es ein Beet- I §??on-Abend, mit dem die Leitung des Konzertvereins die I Reihe der dieswinterlichen Konzerte mit günstigstem Erfolg am vorigen Samstag eröffnete. Schon die Wahl des Pro- I gramms, auf dem als Hauptnummern die Coriolan-Quvertiire, das Violin-Konzert, der elegische Gesang und die C-moll- Symphonie verzeichnetwaren,ließ auf außergewöhnlicheGenüffe schließen, und die Ausführung, auf deren Einzelheiten wir später eingehen, dürfte selbst dem verwöhntesten Geschmack gerecht geworden sein. Mit gewohnter liebevoller Hingabe hatte ^niversitätsmusikdirektor Trautmann die einzelnen Tonschöpfungen des unvergleichlichen Altmeisters Beethoven | einstudiert, und die verstärkte Kapelle unseres Jnfanterie- I regiments, die den Orchesterpart übernommen hatte, war eifrig und mit bestem Erfolg bemüht, auf die geistvollen Intentionen ihres Führers einzugehen. So konnte sich die stlmmungsreiche Coriolan - Ouvertüre einer Interpretation erfreuen, die dem Orchester wie dem verdienstvollen Dirigenten gereicht. Gleiches Lob spenden wir gern der Aufführung der Symphonie, die in ihrer Vielseitigkeit sowohl dem gesamten Orchesterkörper wie ben einzelnen Jn- strumentengruppen reichliche Gelegenheit bot, ihr Können im beften ßic^t zu zeigen. Die Auffassung seitens des geschätzten Dirigenten war, wenn auch unseres Erachtens nicht immer streng im Sinne der Partitur, so doch stets geistreich und Erriet überall den feinsinnigen Geschmack des denkenden Musikers. Für das Violinkonzert hatte der Vorstand, getreu feinem empfehlenswerten Prinzip, von dem Guten immer nur das Beste für feine Zwecke zu wählen, Herrn enar Heermann aus Frankfurt gewonnen, einen Kunftler, dessen bloße Namensnennung für eine tadellose Wiedergabe der von ihm gewählten Kompositionen bürgte. Kraftvolle und elegante Bogenführung, eine selbst bei den schwierigsten Passagen nie versagende Technik und eine außerordentlich wohlthuende Tonfülle, die vom zartesten Plainssimo bis zum rauschendsten Fortissimo allen Anforderungen der dynamischen Vorzeichen gerecht wird, sind die großen Vorzüge, die, unterstützt von einer vornehmen uno den Intentionen des Komponisten entsprechenden Auffassung, dem Vortrage sowohl des Violinkonzerts als auch dem der Solostücke von Tschaikowsky, Sgambati und Ernst IN erster Linie nachzurühmen sind. Im Violinkonzert sei die Orchesterbegleiiung, in den Solostllcken die feinsinnige Klavierbegleitung Herrn Trautmanns lobend erwähnt. Daß Herr Professor Heermann schier endlosen Applaus erntete, war ?ach dem Gesagten selbstverständlich, und es wird jeder bedauert haben, daß sich der beliebte Künstler nicht zu einer Zugabe verstand. Zwischen den Violinvorträgen des Herrn Professor Heer- mann stand der „elegische Gesang" für gemischten Chor und Streichorchester, und konstatieren wir auch hier mit Freuden, k strebsamer akademischer Gesangverein mit Geschick und Gluck der weihevollen Stimmung dieser im allgemeinen selten aufgeführten Schöpfung Beethovens würdigen Aus- o.™. verlieh. — Wir konstatieren nochmals, daß die diesjährige Konzertsaison einen viel versprechenden Anfang genommen hat, und können mit Stolz behaupten, daß die Ver- anftallungen unseres Konzertvereins, dank der Tüchtigkeit seines Vorstandes und seines musikalischen Beraters, sich den Unternehmungen gleichartiger Institute in Großstädten getrost an die Seite stellen können. pr ** Aus dem Theaterbureau. Der ungemein hohen Erst- aQÖr“?d*foftcn toC9en sindet die morgige Premiöre von ^^brkam" zu erhöhten Preisen statt. ® Billets trotzdem eine sehr rege ist, empfiehlt es sich, sich rechtzeitig einen guten Platz im Vor- öerfauf beä Herrn Challier zu sichern. — Die „Staats- burger-Zeltung" schreibt Folgenbes über bie Premiere in ^Die erfolgreichen Verfasser bes Lustspiels „Im weißen Roßl" unb so mancher anberen heiteren Komödie ^aben mit ber am Sonnabend zur Erstaufführung gelangten ^owy.OAUle-Arbeit: „Als ich wiederkam . . . wieder ‘eine glückliche Hand bewiesen. Unaufhaltsam, ununterbrochen begleitet von schallendem Lachen des vollen Hauses, gelanate kgu •itVC‘m -Ar2ßc^e Rößl", d. h. ein zweiter Teil des „Weißen Roßl", an ba§ Ziel eines durchschlagenden Erfolges. Der große Erfolg des „Weißen Rößl" hat die ifkfUs und Proviumttes. Ä Gießen, den 30. Oktober 1899. on --?/'?ichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 109 Jahren, ÄffiS d» btbeuttnbe P-dLg°g- d-r n-u.' -u ^rau8aeber h,? %?e8' Stegen geboren. Als Emanzipation der '$olfÄC^enb w d.r^öL^ünd affin ^ Geputzte Kinder. Eine Unsitte, die verderblicher wirkt, als viele ahnen, kann man bei uns häufig an Sonn- Hnb Festtagen beobachten. Da sieht man bei vielen Familien geradezu auffällig geputzte kleine Kinder. Oftmals neben bie Eltern in schlichter Kleidung nebenher. Aus diese Weise ♦ • ®lebler, c>.?°, feinti '^nigen Sg.V^ha, dir .»Ä ifcSss ? It,U6 QU* Nolb bar?h^tt eil Pingen Lff 5 neut " *ti?U5 °"S s°!-°HI ftine S *■ jä- Lb st£*6 s*«te L,u »*«««. Wesenheit des $4.1’ gütige h» 8ttbi b l” te,e ■"*» hm Amdckmi die Mhe A tollt« in srtät. *f dn eine Spielet b(w W jMtf, fo bai er eine AVlge ist erhoben. KW M Sm*»* , fit w * ■«&* ®£‘X ch bet 6^i.„bL'aL Ä jauiirfl* A,f«g- |l ä,rg «I1*' W ti ei»gei»fi®* *" 'Ää ig<« ®‘ Seiet ^QiatieW««'”* I- i« 111 H-bE , gmeiiel W H»a@lein«» I wtäi* L einw* n spät Livischev^^B^^ feie« ■JfaidpPff °L<- »*' 1 lerer v Erbauung des Turmes gewesen, manche Schwierigkeit hätte sich dem Bau entgegengestellt, namentlich habe der Transport des Materials viel Mühe und Arbeit verursacht. Es wäre nicht möglich gewesen, den Turm in verhältnißmäßig kurzer Zeit zu vollenden, hätten nicht edle Stifter durch Schenkung von Baumaterial aller Art den Bau gefördert. Er dankte den Meistern und Arbeitern für ihre Mitarbeit, ferner dem Turmbaukomitee, insbesondere den Herren Georgi, Zurbuch und Kühn. „Rage du stolzer Bau Hoch in des Aethers Blau Winke zur trauten Rast Wandrern nach Müh und Last. Lad' sie zur Umschau ein Weit in das Land hinein, Daß sie in Jubel nur Preisen dich, o Natur!" Nach diesen Worten übergab Herr Meyer den Bau dem Vorsitzenden des Baukomitees, Herrn Kommerzienrat Georgi mit der Bitte, denselben in seine Fürsorge zu nehmen, als ein Werk der Erholung für Jung und Alt und ein Zeichen des Gemeinsinns für spätere Generationen. Herr Kommerzienrat Georgi warf hierauf einen kurzen Rückblick auf die Entstehung des Baues. Die im Jahre 1882 gelegentlich eines auf dem Dünsberge abgehaltenen größeren Festes mit Begeisterung aufgenommene Idee, an dieser Stelle ein Aussichtsturm zu errichten, konnte so rasch nicht verwirklicht werden; das Geld sei zwar zu einem ansehnlichen Teil zusammengekommen, doch war die staatliche Genehmigung zur Errichtung des Turmes nicht zu erlangen. Dank der Unterstützung der verschiedenen Touristen-Vereine und der Fürsprache des Herrn Forstmeister Baumann er- folgte endlich die Genehmigung; das Werk konnte mit allen Kräften gefördert werden. Aber die vorhandenen Mittel hätten nicht ausgereicht, hätten nicht die Bewohner der Städte Wetzlar und Gießen, die Vereine u. s. w. größere Gaben beigesteuert, wäre dem Komitee nicht von Gönnern und Freunden der Sache der größte Teil des Baumaterials -ur Verfügung gestellt worden. Ob aus den vorhandenen Mitteln die Baukosten gedeckt werden könnten, sei noch fraglich, er hoffe aber, daß das etwa noch fehlende zusammengebracht werde. Aber mit der Fertigstellung des Vaues sei es allein nicht gethan, derselbe bedürfe auch be8 Schutzes. Er habe Herrn Forstmeister Baumann gebeten, den Turm in seinen Schutz zu nehmen, er übergebe hiermit demselben den Turm, unter Wiederholung dieser Bitte. — Herr Forstmeister Baumann versprach hierauf, den Wunsch des Herrn Georgi zu erfüllen und den Turm in dauernde Obhut der Forstverwaltung zu nehmen. Ausdauer und Bürgersinn, besonders der Stadt Gießen und ihrer Vertretung, verdanke man das Werk. Wir alle seien umschlungen von einem Bande, auf dem geschrieben stehe: Liebe zum Walde, und wir alle hätten darin einen Bundesgenossen in Sr. Majestät dem Kaiser, dem hohen Waldbeschützer. Er bitte die Versammlung mit ihm einzustimmen in den Ruf: Seine Majestät der Kaiser, er lebe hoch! — Der Vorsitzende des Frankfurter Taunusklubs, Herr Kitte l, gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß heute der König unseres heimatlichen Berglandes mit einem Aussichtsturm gekrönt werden konnte, an einem so schönen, den Blick in die Landschaft eröffnenden Tage, der uns fast vergessen lasse, daß wir an der Pforte des Winters stehen. Er freue sich ferner, daß die Stadt Gießen, bekannt als Leuchte der Wissenschaft, eine solch' herrliche Umgebung habe und eine neue Hochwart deutschen Landes errichten half, zu der der Frankfurter Verein sein kleines Scherflein beitragen konnte. Herr Kittelsprach sich ferner lobend über die Thätigkeit des Baukomitos aus, betonte, daß das Wandern in den deutschen Bergen die Liebe zum Vaterland hebe, und brachte mit dem Wunsche, daß der Himmel dem schönen Lande immer Frieden schenken möge, ein Hoch auf das deutsche Vaterland ans. — Der hierauf von Herrn Kommerzienrat Georgi an die Versammlung gerichteten Einladung zur Besichtigung des Turmes wurde allseits Folge geleistet. Die Besucher waren entzückt von dem Bau, der inneren Einrichtung des Turmes und der ihnen von der Zinne desselben gebotenen Aussicht in die herrliche Umgebung. — Dank der Fürsorge des Komitees war auch für leibliche Genüsse hinreichend gesorgt; es gab Speise und Trank in vorzüglicher Beschaffenheit, und wer das Bedürfnis fühlte, seiner geistigen Regung Ausdruck zu verleihen, dem stand Herr Fritz Kühn, der unermüdliche Freund und Förderer des Turmbaus, mit hübschen Postkarten zu Diensten. Der hessische Provinzialausschutz des deutsche« FlottenvereinS. Seitens des Provinz-Ausschusses des Deutschen Flotten- Bercins ist uns der nachstehende Vortrag zur Verfügung gestellt worden, den seinerzeit Prof. Busley in München über die dentsche Flotte und deren Entwicklung gehalten hat. Gerade in der Jetztzeit, in der Aller Blicke sich nach Außen richten, dürste dieser Vortrag geeignet erscheinen, das Interesse für unsere Deutsche Kriegsflotte und den Deutschen Flotten-Verein zu wecken und zu heben: »Offenkundig und klar sind auf den Ehrenblättern der Geschichte die Heldenthaten verzeichnet, die unsere Armee auf den Schlachtfeldern vollbracht hat. Erst seit neuerer Zeit aber, seitdem man versuchte, den Einfluß der Seemacht auf die Geschicke der Staaten zu erforschen und ßefizulegen, hat man auch der Marine die ihr gebührende Aufmerksamkeit zuzuwenden begonnen. Und doch hätten wir früher schon unser Augenmerk auf sie lenken sollen, gemahnt durch die Geschichte aller Ltlker, aus der ich nur drei Beispiele herausgreifen will, an denen ich machweisen werde, wie eng verknüpft die Machtstellung einer Nation mit d»rren Seemacht ist. Beim Ausbruch des ersten punischen Krieges war Karthago die Beherrscherin der Meere. Wäre Hannibal nicht zu seinem Marsche über die Alpen gezwungen gewesen der ihm einen großen Teil seiner besten Truppen kostete, wäre sein Bruder Hasdrubal, der ihm zu Äilfe eilte, nicht von den zu Schiffe ihn überholenden römischen Heer- !«Haren auf seinem weiten Landwege angegriffen worden, die Römer Hütten nie die stolze Macht der Karthager gebrochen. Im 16. Jahrhundert war Spanien zu Reichtum und Macht gelangt infolge seines großen Kolonialbesitzes. Philipp II. rüstete damals die berühmte Armada aus, eine Flotte von 130 größeren und 30 kleineren Schiffen, gegen die England den Kampf um die Weltherrschaft nicht aufnehmen konnte. Als Spanien durch Stürme und ungeschickte Führung des Admirals Sidonia den größeren Teil der Flotte verloren hatte, war auch seine Macht gebrochen. Spaniens Seemacht hat sich von diesem Schlage seitdem nie mehr erholt, und damit war auch seine Rolle ausg-spielt. Blicken wir auf die allerneueste Zeit, auf den Kampf der konföderierten Staaten Amerikas gegen die nordamerikanische Union, so müssen wir uns gestehen, daß das treffliche Heer der Konföderierten, von der Flotte der Union blockiert und von aller Lebensmittelzufuhr abgeschnitten, lediglich durch Hunger zur Ergebung gezwungen wurde. Die Preise der Lebensmittel stiegen zu einer solch fabelhaften Höhe an, daß die Soldaten gerade noch das Leben fristen, aber keine Strapazen mehr aus- hallen konnten. Nun betrug aber dort die zu blockierende Strecke 4400 Kilometer, eine Strecke, die von Memel die Meeresküste entlang durch den K>nal über Frankreich und Spanien bis nach Sizilien reichen würde. Es würde uns in Deutschland, wenn unsere Küsten blockiert würden, nicht bester gehen. Wie damals in Amerika die Leute auf den Kolo- nieen in Alabama, so würden in nicht gar langer Zeit die Bewohner des bayerischen Gebirges ebenso Hunger leiden, wie die Fabrikarbeiter in den norddeutschen Industriestädten. Möchten diese meine Ausführungen dazu beige tragen haben, zu beweisen, daß ein an Meeresküsten liegendes starkes Reich der Flotte nicht entbehren kann wenn es nicht auf Sitz und Stimme im Rate der Völker verzichten will. Die Frage, wie diese Flotte beschaffen sein muß, können rotr getrost den Männern überlassen, die die Verantwortung übernommen haben, dem Vaterlande gegenüber, dessen Herrlichkeit und Größe uns Allen am Herzen liegt. Auch die kleineren Staaten, die ost die Zinsen ihrer Schulden nicht bezahlen können, sind bestrebt, auf der See ihre Macht zu vermehren. In wenig unterrichteten Kreisen weist man auf die hohen Kosten hin, die in den letzten Jahrzehnten unsere Flotte verursacht habe. Aber Denen sei es gesagt, daß bis Anfang der siebziger Jahre auf unseren Werften nur hölzerne Segelschiffe und nur in ganz geringem Maße eiserne Dampfer gebaut wurden. Erst als General v. Stosch den Gedanken ausgesprochen, „deutsche Schiffe müssen auf deutschen Werften, von deutschen Ingenieuren mit deutschem Material erbaut werden", erst bann ist es mit unserem Schiffbau besser geworden. Unsere älteren Fachleute waren alle vorher in England und haben dort gelernt; unser Nachwuchs hat dies nicht mehr nötig; wir sind jetzt unseren Lehrmeistern ebenbürtig geworden. Und das danken wir unserer Marine. Dem Umstand, daß immer weitergebaut wurde, haben wir die schönen Erfolge zu verdanken, daß wir jetzt in Deutschland selbsterbaute Schiffe haben, d>e die schnellsten der Welt sind, und daß die Welt mit Staunen und mit Neid auf unsere Schiffe schaut, ja daß unsere Werften viel für das Ausland arbeiten. Für die Millionen, die wir auf unsere Marine verwendet haben, bekommen wir eine große Anzahl von anderen Millionen durch den Schiffbau wieder herein. Unsere Industrie hat durch den Schiffbau einen mächtigen Aufschwung genommen. Die Erzeugnisse unserer Hüttenwerke werden zum weitaus größten Teile für den Bau der Schiffe im Lande selbst verwendet, und so werden die für die Schiffe gewährten Summen dem Lande selbst wieder zugesührt. Auch veredelt werden die Erzeugnisse unserer Hüttenwerke zur Herstellung der Panzerplatten und Hartgüsse u. a. m., und auch diesen Erfolg haben wir der Marine zu verdanken. Mit dem Schiffbau ist heute der Dampfmaschinenbau eng verbunden, und die Marine hat die deutschen Dampfmaschinenbauer zuerst förmlich gezwungen, vieltausenpferdekräftige Schiffsmaschinen in Bau zu nehmen, so daß wir heute die allergrößten Schiffsmaschinen, die überhaupt auf allen Meeren in Betrieb sind, in Deutschland konstruiert und erbaut haben. Alle Welt erkennt heute die Vortrefflichkeit der deutschen Dampfmaschinen an. Ferner ist für die Elektrotechnik der Bau unserer Kriegsschiffe von Bedeutung gewesen. Die Schuckertschen Scheinwerfer und die Beleuchtung der Schiffe, die elektromotorischen Hilfsmaschinen, die mit Rücksicht auf die Gesundheit der Mannschaft zur Vermeidung der mit Dampfmaschinen verbundenen hohen Temperaturen der Schiffsräume immer mehr in Verwendung kommen, da sie im Kriegsfälle nicht das Leben der Mannschaften gefährden, wie zerschossene Dampfrohre, also die Schiffe sicherer, reiner und gesünder machen, alle diese Einrichtungen förderten mächtig die Forschungen und Errungenschaften auf dem elektrotechnischen Gebiete. Wenn ein Ingenieur heute einen großen Dampfer besichtigt, so werden ihm außer den maschinellen Anlagen wohl auch noch in die Augen fallen: die Wasch- und Badeeinrichtungen, die Heizungs- und Lüftungsanlagen, sowie die berühmten Lindeschen Eismaschinen und Kaltluftanlagen. Damit haben wir aber noch immer nicht die unendliche Reihe der Gewerbe erschöpft, die zusammenwirken, um den engen Raum der Schiffe wohnlich zu machen; ich spreche hier nicht von den Feenpalästen der Pastagierdampfer, sondern von den bescheidenen Kammern der Kriegsschiffe, die aber doch den Scharfsinn in Anspruch nehmen, um die praktischste Art zu finden, den engen Raum auszunützen. Alle hierzu mithelfenden Jndustrieen werden in hohem Maße gefördert durch den Ausbau unserer Marine. Kann man doch von jedem großen stolzen Dampfer getrost behaupten, er sei im wahren Sinne des Wortes eine Industrieausstellung seines Herkunftslandes. Um gleich hier dem Vorwurfe zu begegnen, als ob wir hier im Süden Deutschlands feinen Vorteil aus dem Bau der Schiffe hätten, so kann ich auf Gründ einer nur flüchtigen Durchsicht der Lieferantenlisten konstatieren, daß nicht weniger als 94 Firmen in 48 Städten speziell Süddeutschlands beschäftigt werden. So viel ist nachgewiesen, Tausende von Familien über ganz Deutschland zerstreut verdienen alles zum Unterhalte nötige Geld durch den Bau der Kriegsschiffe; gut geleitete Marinebauten bringen dem gangen Heimatlande Nutzen. (Schluß folgt) Gingesandt. ' Gießen, 30. Oktober 1899. Auf die vor einigen Tagen in einem Eingesandt im „Gießener Anzeiger" vorgeschlagene Vereinigung der Gießener vaterländischen Vereine zur Ermöglichung des Erscheinens des Ocfterreichtschen Reichsratsabgeordneten K. H. Wolf, erlaube ich mir die Mitteilung, daß in absehbarer Zeit nicht daran zu denken ist, daß Wolf hier erscheint Wolf hat auf meine in diesem Sinne gestern in Mainz an ihn gerichtete Anfrage dahin sich geäußert, daß sein Erscheinen vollkommen ausgeschlossen sei, und mich gebeten, gleichzeitig zu erklären, die politische Konstellation erzwinge seine Anwesenheit in Wien und er sei so überlastet mit Arbeit und unabkömmlich, daß an ein Erscheinen nicht zu denken sei. Nur mit den größten Schwierigkeiten habe er in Mainz erscheinen können. — Ich bemerke dazu, daß Wolf am Samstag noch der Reichsratssitzung in Wien beiwohnte, bann in der Nacht nach Mainz fuhr, wo er gestern Sonntag nachmittag um 1 Uhr erst ankam; und heute Montag ist wieder Reichsratssitzung. E. Pr. Neueste Weisungen. Depeschen deö Bureau „Herold*. Berlin, 30. Oktober. Gestern morgen nahm das Kaiserpaar an dem Gottesdienst in den Communs teil. Nachmittags um 5 Uhr begab sich der Kaiser nach Liebenberg zur Jagd. Berlin, 30. Oktober. Prinz Friedrich August von Sachsen ist am Samstag aus einer Schnitzeljagd )ei Großenhain schwer gestürzt. Der Prinz zog sich )ei dem Sturze eine Gehirnerschütterung und einen leichten Schüdelbruch zu. Sein Befinden war gestern befriedigend. Von heute ab werden Bulletins ausgegeben. München, 30. Oktober. Wie wir vernehmen, steht 9iet em großer Skandalprozeß wegen Verbrechen $ timende Leben bevor, welcher bis in Die höheren Kreise hinaufreicht. In der Angelegenheit wurde dieser Tage bereits ein Kommerzienrat unb ein Buchdruckereibesitzer verhaftet. ‘Rom, 30. Oktober. Die „Italic hält allen Demissionen gegenüber ihre Mitteilung über die Unterschlagung von Dokumenten aus dem Archiv des Generalstabes aufrecht. Die Dokumente hätten sich auf die östliche Alpengrenze bezogen. Paris, 30.Oktober. Die „Agence Havas" dementiert die englische Meldung, nach welcher die Bank von Frankreich England einen bedeutenden Vorschuß ae = währt hat. Creuzot, 30. Oktober. Der Kabinettschef Waldeck- Rousseau weigerte sich, in dem neuerlichen Konflikt des Arbeiter-Syndikats und der Hütten-Verwaltung ein- zuschreiten wegen der Ursache des Zerwürfnisses bei der Wiederaufnahme der Arbeit. Kiew, 30. Oktober. In Nikolska bei Kiew wurde eine Falschmünze rbande von der Polizei auf gehoben, welche Rubelscheine fabrizierte. Eine große Anzahl Falsifikate wurde beschlagnahmt. Vom Kriegsschauplatz. London, 30. Oktober. Nach einer hier eingelaufenen amtlichen Meldung sollen die Buren bei Glencoe 500 To dte und Verwundete gehabt haben. London, 30. Oktober. Wie gerüchtweise verlautet, hat General White fein Lager bei Ladysmith abgebrochen und ist auf dem Wege nach Modder Sprint, während die Buren auf allen Seiten sich ihm in Uebermacht gegenüberstellen. Im Kriegsamt wird der Rückzug des Generals White nach der Küste vollständig gebilligt, da es das einzige Mittel ist, um einer schweren, unvermeidlichen Niederlage zu entgehen. London, 30. Oktober. Nach einem gestern aus Durban eingelaufenen Telegramm sind die Suren näher an Ladysmith herangerückt und haben auf einem Hügel, ber von Labysmith 2y2 englische Meilen in der Richtung uach Elandslaagte zu entfernt ist, Aufstellung genommen unb zwei schwere Geschütze dort aufgefahren. Ein Angriff wird stündlich erwartet. Die Einwohnerschaft ist ruhig. Loudon, 30. Oktober. Ein Telegramm aus Maseking vom 24. ds. besagt, daß die Buren sich der Wasserwerke bemächtigt und die Wasserzufuhr abgeschnitten haben, doch sind die Wasserbehälter gefüllt. Die Stadt sieht in Flammen. Das Anerbieten des deutschen Vereins vom Roten Kreuz, eine Sanitäts- Abteilung zu entsenden, ist von Transvaal angenommen worden. Die Verluste der Buren bei Elands- laagte betrugen 36 Tote und 64 Verwundete und bei Rietsontein 80 Tote und 150 Verwundete. Eine große englische Streitmacht rückte am Samstag auf Lady- swith ab, um die Buren, welche eine starke Stellung bei Dewaals Farrn inne haben, daraus zu verdrängen, doch mißlang ber Angriff sowohl am Vormittag als aud) am Nachmittag unb bie Truppen bezogen ein Biwack. Bei Tagesanbruch zogen sich bie Suren auf Riet- fontein zurück. London, 30. Oktober. Die letzten Meldungen aus Ladysmith berichten, daß die Stadt von den Suren vollständig umzingelt ist. Dieselben haben Geschütze aufgefahren und große Erdwälle aufgeworfen. General French verhinderte die Suren, die Eisenbahnstation Pieter zu besetzen. Die Stärke der Suren im Verein mit den Oranjetruppen wird auf 18000 Mann geschätzt. Die Lage der Stadt giebt jedoch keinen Anlaß zu Beunruhigung. London, 30.Oktober. Aus de Aar wird der „Times" gemeldet: Es sind Lebensrnittel für 9 Monate vorhanden. Son den Buren wurde ein Kanonenschuß auf die Stadt abgegeben, wobei eine Granate auf das Dach des Hospitals fiel. Es wurde jedoch niemand verwundet. Das Feuer der Suren dauert fort. Die Lage der Stadt ist nicht besorgniserregend, bie Verluste unbebeutenb. Dies wird wahrscheinlich das letzte Telegramm sein, welches abgehen konnte. Darmstadt, 30. Oktober, ll30 Vorm. (Tel.) Der Zentrumsabgeordnete und Schriftführer der Zweiten Stände- Kammer, Freiherr von Köht-Wanscheid ist gestern einem Schlaganfall erlegen. Darmstadt, 30. Oktober, lOio Borm. (Tel.) Der russische Minister des Auswärtigen, Graf Murawjew, ist gestern von Paris hier angekommen und im „Hotel zur Traube" abgestiegen. Er nahm an der Marschalltafel im alten Palais teil Nachmittags fuhr derselbe nach Schloß Wolfsgarten. Herren-, Knaben- und- Kinder-Garderobe. W Spezialität: Kinder-Anzüge« Anfertigung nach Maaes in eigener Werketitte. 7640 Markus Bauer 11 Kirchenplatz 11 gegenüber der Stadtkirche. gegenüber der Stadtkirche. Wir alle waschen uns Myrrholin-Seife, weil dieselbe vollständig neutral, absolut reizlos ist, die Haut zart und geschmeidig macht, das Aufspringen verhindert und von vielen ange, sehenen Aerzten als beste Kinderseife zum täglichen Gebrauch empfohlen wird. Für die zarteste Frauen und Kinderhaut gibt es keine bessere Seife, wie dies aus den zahlreichen Briesen angesehener Aerzte ersichtlich. 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Koegler. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch« und Steindruckcrci (Pietsch Erben) in Gießen. Me Heutige Yummer umfaßt 12 Seiten. st**? , Ai ladM W>ition! E°«lische «di Transvaal! Die schwere Nieder! ist zM großen Teil d lrarnhrit der enM vnurfacht. 3n ® die Engländer das «obilgeschütz zur Ai sich neben seiner L Kener durch große auSztichnet. Wir j Lesern eines der englist geschlitzt im Bilde vo Berlin, 28. Okt 7 Uhr 40 Minuten und begab sich um um bie Verstümmel schein zu nehmen, königlichen Schloß kabinetts v. Hahnkk den türkischen Bots Auftrages des Sulla, staatöfelle/ar Lohman und um 1 ühr ben g - ©ne Vorfi Militärzwecken v ES handelt sich um vi H MannschastStzehack ichchen gebaute Benr durch Major Madl worben. ~ Dffen zu «ich der Pfarrer Bll Boll. Er erklärte d Mb« ein Sozialist £ b" -en letzten Ren Wett hat, will de Religion recht n>i vertrage. b‘m b« (ei (Detnotr, d°N«> 4921 md toarnit somit zur bcm ^««eralei * ■ der Ä lkgung von 48 n?,e' Ob s'ch der ettr «» eine j togtatm« eti?1* fubtbat >8r«g , 16 S-irach, Lr "M LK: ?MetM eL6al '» i S“«tä d, w fiSWfe i "■«Ja