}?S Aints- und Anzeigeblatt für den Urri- Gieren. Amtlicher ®eil 10. !U ifl i I Pneumatik mit daß Cie fast in IHU Anzeigen-verrnittlmtgSstellen bei In- unb KuXanbei nehmen Kuyigeu fär den Siebener Anzeiger eatgcfW. 15 « Blebaktiou, Appebition unb Druckerei: -chnkstriße Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Dtätter für hessische UaiKsKunde. In seiner letzten Sitzung am Samstag behandelte der Kongreß mehr sachliche Fragen, denen allgemeineres Interesse kaum zukommt. Am Freitag wurden 67 Teilnehmer am Kongreß im Neuen Palais vom Kaiserpaar empfangen. Die Vorstellung dauerte fast zwei Stunden, die drei ältesten Prinzen waren dabei zugegen. Das Kaiserpaar sprach dem Präsidenten des Kongresses, Herzog zu Ratibor, gegenüber seine Freude über den Verlauf des Kongresses aus. Die Majestäten und die Prinzen sprachen mit jedem einzelnen Delegierten, und unterhielten sich längere Zeit mit den ausländischen Delegierten. Offenb. Ztg. iB nW1 Ul' Alt-Reichskanzlers Fürsten Otto von Bismarck. Besonder- wird ferner darauf hingewiesen, daß die nationalen Aufgaben der Kriegervereine, die von ihren Mitgliedern die Pflege eines treuen monarchischen Sinnes und lauterer Vaterlandsliebe in den Vereinen und demgemäß die Betätigung solcher Gesinnungen im bürgerlichen Leben erfordern, nur im innigen Zusammenarbeiten mit den Staatsbehörden erfüllt werden könnten. Die Ausgestaltung des Ständigen Kyffhäuser-Ausschusses, welcher alle deutschen Kriegerverbände mit 20663 Vereinen und 1 707 232 Mitglieder umfaßt, nimmt erfreulichstenFortgang. Die folgenden Abschnitte, welche von den einzelnen Zweigen des Bunde- handeln, legen ein beredtes Zeugnis ab von der segensreichen Thätigkeit dieses größten deutschen Kriegerverbandes. Der Bund vereinigt jetzt in 295 Verbänden und 13068 Vereinen 1126 232 Mitglieder. Das Bundesvermögen beläuft sich auf rund 1017 238 Mark. An Unterstützungen wurden im verflossenen Jahre gewährt: an 4376 Kameraden und 2863 Witwen 108382 Mark. Hierzu kommen die Kosten der Waisenpflege einschl. der Beträge für Neu- und Umbauten mit 131629 Mark. In den beiden Kriegerwaisen- häusern zu Römhild und Canth in Schlesien befinden sich gegenwärtig 176 Kinder. Das dritte Waisenhaus wird ira Juli d. I. in Osnabrück seine Weihe erhalten. Die Zahl der Sanitätskolonnen des Bundes beläuft sich auf 485, welche sich im Kriegsfälle dem Roten Kreuz zur Verfügung stellen. Die Kolonnen sind aber auch befähigt, im Frieden bei plötzlichen Unglücksfällen willkommene Dienste zu leisten. Auch dieser Bericht giebt wieder einen Beweis von der patriotischen und gemeinnützigen Thätigkeit und der großen Bedeutung des Kriegervereinswesens. fltren wird. _ c _ _ D Wenn wir in folgendem kurz das Fazit des Kongresies sichen, so haben wir zunächst der in den Verhandlungen mehrfach betonten Thatsache Erwähnung zu thun, daß die gitatiftif der Tuberkulose leider noch sehr unvollkommen ist. Qie Gründe hierfür liegen darin, daß die Statistik der Erkrankungen an Tuberkulose, soweit es sich um leichtere •Me handelt, sich zumeist der Feststelluug entziehen, und baß bei den in der Hauptsache durch Tuberkulose verur- jochten Todesfällen nicht selten andere Krankheiten, an denen der Patient zuletzt litt, als Todesursache angegeben werden. Auf Grund dieser noch mangelhaften Statistik ist festzustellen, d" ' «**510 Lest. Staats V; Jura-SE lft! Prim &&' । r„st Hannover. 0 1 Eisengießerei h H n Arbeiterinnen 303 Erw.;19Lehrl. . u. mit 57 Petersburg, 29. Mai. Die zunehmende Arbeiterbewegung birgt Möglichkeiten in ihrem Schooße, die mcht unterschätzt werden dürfen. Das zeigt sich wieder bei den Ausschreitungen in Riga. Diese scheinen nicht bloß örtlicher Art zu sein, sondern im Zusammenhang mit anderweitigen Vorgängen zu stehen, nämlich mit einer Aufreizung der Arbeiterschaft durch gebildete sozialistische Elemente überhaupt. So haben gleiche Ausschreitungen und Straßentumulte in Libau stattgefunden. In Petersburg selber hat man auf vielen Fabriken revolutionäre Manifeste beschlag- nahmt sowie verschiedene Exemplare von Hauptmanns „Webern" in einer russischen Übersetzung, die in Rußland verboten ist. Es soll eine außerordentliche Gährung unter den Arbeitern herrschen, die die Regierung mit allen Mitteln zu unterdrücken bemüht ist. lung vor dem Kassationshofe begann um Punkt 12 Uhr und zwar unter dem Präsidium Mazeaus. Ihm zur Seite saßen Löw, Ballot-Beaupr« sowie der Präsident der Civil- kammer. Zuerst ergriff das Wort BalloteBeauprL, um zu schildern, wie und wann das Bordereau eingeliefert wurde. Weiter verlas er die Note, welche Dreyfus über seine Verhaftung gemacht, sodann den Bericht Henrys über die Ueber- führung von Dreyfus ins Gefängnis. Alsdann wandte er sich zu der Erzählung, wie die Experten mit der Prüfung des Bordereaus beauftragt wurden. Im Prozeß Dsrouläde richtete der Präsident das Wort zuerst an den Angeklagten. Befragt, weshalb er versuchte, die Soldaten von ihrer Pflicht abtrünnig zu machen, antwortete er, seine That sei wohl überlegt gewesen. Er protestiere dagegen, daß er die Soldaten habe verführen wollen. Er ruiniere nicht die Disziplin und habe nur den General verführen wollen. Doroulede betonte in seinen Aussagen fortwährend seinen Patriotismus und seine Verehrung für die Armee. — Der Verhandlung vor dem'Kassationshofe wohnte auch der Prinz Henry von Orleans bei. — Der Gang der Verhandlungen vor dem Kassationshofe wird folgender sein: Heute und morgen verliest der Berichterstatter Beauprs seinen Bericht, Mittwoch stellt der Rechtsanwalt Mornard seine Anträge, Donnerstag schließt Oberstaatsanwalt Manau seine Arbeit, Freitag berät sich das höchste Gericht und am Samstag dürfte das Urteil verkündet werden. Haag, 29. Mai Der Freitagssitzung des Schiedsgerichts-Ausschusses der Friedenskonferenz messen nach privaten Berichten die daran teilnehmenden Delegierten außerordentlich große Bedeutung bei, indem sie behaupten, die Hauptschlacht der Konferenz sei schon geliefert. Die Russen hatten ein fertiges Schiedsgerichts-Programm, welches Staat nach Pauncefotes Vorschlag aus seiner Tasche hervorholte. Das Programm zerfällt in drei Teile, von denen einer die Mediation (Vermittelung), einer die Arbitration (Schiedsgericht), und einer eine neue Einrichtung, die sogenannte Commission internationale d’enquöte behandelt. Das Wesen der russischen Vorschläge besteht in folgendem: Alle Mächte sollen sich verpflichten, in Streitfragen, welche weder die nationale Ehre, noch Lebensinteressen berühren, die guten Dienste neutraler Staaten anzurufen. Weiter: Das Appellieren an ein Schiedsgericht soll in allen Geldfragen vorgeschrieben sein und auch in Grenzfragen, soweit sie nur geometrischer Natur sind, ferner in Streitfragen, betreffend das literarische Eigentum. Die von den Russen vorgeschlagene neue Einrichtung der Commission d’enquete soll die Aufgabe haben, Streitfragen zwischen den Mächten zu studieren und unmaßgebliche Vorschläge zu machen. Sir Julian Pauncefote, das englische Delegationshaupt, fand diesen Antrag noch nicht weitgehend genug und bat die Delegierten, nicht auseinander zu gehen, ohne den Plan eines beständigen internationalen Schiedsgerichtes wenigstens im Grundsatz gutzuheißen. Die Rede versetzte die Versammlung m unbeschreibliche Aufregung. Einige Delegierte riefen aus: „Soweit gehen unsere Vollmachten nicht." Andere riefen: "Der Vorschlag ist durchaus unannehmbar", während zwei oder drei sagten: „So eine schwierige Frage kann von einer zahlreichen Versammlung, wie die unserige, nicht besprochen werden." Darauf schlug Pauncefote vor, eine kleine Unterkommission zu ernennen, welche sich ausschließlich mit dieser Frage zu befassen habe. Diesem Vorschläge gab die Versammlung ihre Zustimmung. Der Unterkommission gehören an: Professor Dr. Asser (Holland), Senator Descamps (Belgien), d'Estournelles (Frankreich), Rechtsanwalt Holls (Vereinigte Staaten), Professor Dr. Lammasch (Oesterreich), Geheimrat vou Martens (Rußland), Nationalrat Odier (Schweiz) und Professor Dr. Zorn (Deutschland). - Der Samstag brachte wieder einige Zerstreuung, indem der Stadtrat vom Haag abends zu Ehren der Delegierten ein glänzendes Konzert gab, das vom Stadtorchester von Amsterdam ausgeführt wurde. In beiden letzten Betriebsarten erhalten dieselbe« in der Regel Stücklohn. In den Feldziegeleien werden die jugendlichen Arbeiter gewöhnlich mit Abtragen der geformten Ziegelsteine beschäftigt. Der vereinzelten Lage derselben wegen ist es für den Beamten sehr schwer kontrollierbar, wie lange diese Beschäftigung dauert. Die Arbeit ist an und für sich sehr anstrengend und wird die gestattete Arbeitszeit, wie an anderer Stelle bereits erwähnt, sehr häufig überschritten. Im diesseitigen Bezirk wurden im Berichtsjahre in Feldziegeleien nur sehr wenig junge Mädchen und erwachsene Arbeiterinnen beschäftigt, sondern als jugendliche Arbeiter fast nur junge Burschen angetroffen. Empfehlenswert wäre es, wenn die Arbeiterin mit der Zeit, der schweren Arbeit wegen, ganz aus dem Ziegeleigewerbe verdrängt würde. Lehrlingswesen. 1) auf 100 erwachsene männliche Arbeiter 26 erwachsene Arbeiterinnen kommen (1897 waren es im diesseitigen Bezirk dagegen 31); 2) auf 100 männliche Arbeiter insgesamt 28 Arbeiterinnen kommen (1897 waren es dagegen 32). Der im Jahre 1897 erscheinende höhere Prozentsatz von Arbeiterinnen im Vergleich zu den männlichen Arbeitern hat seinen Grund in der Hauptsache darin, daß im Berichtsjahre durch die eingehendere Erhebung sehr viele Betriebe mit meist männlichen Arbeitern in den Gruppen IV und XI Hinz« gekommen sind. In der Regel sind die Lehrlinge der Fabriken männliche jugendliche Arbeiter. Eine besondere Gattung bilden die Lehrlinge in den Cigarrenfabriken. Hier sind es meistens junge Mädchen, denen die Fabrikation gelehrt wird. Denn von 338 jugendlichen Arbeitern in Cigarrenfabriken sind 254 junge Mädchen, also 75 Prozent. Von diesen sind 163 als Lehrlinge bezeichnet, im Grunde genommen sind sie es fast alle. Es ist üblich in den hiesigen Cigarrenfabriken, daß die Lehrlinge einen dreijährigen Lehrkontrakt eingehen, welcher sie verflichtet, nicht nur diese drei Jahre ununterbrochen auszuhalten, sondern ihnen auch bei Kontraktbruch die Aufnahme in einer anderen Cigarrenfabrik fast unmöglich macht. Einesteils werden zuweilen in dem Vertrag Konventionalstrafen vorgesehen, andernteils nehmen die Cigarrenfabriken einen Kontraktbrüchigen nicht auf. Im ersten Jahre verdient ein solcher Lehrling etwa bis 50 Pf. pro Tag, im zweiten Jahre 0,90 bis 1,20 Mk., im dritten Jahre bis 1,50 Mk. Unverkennbar liegt in solchen Kontrakten eine gewisse Härte, wenn es auch auf der anderen Seite dem Fabrikbesitzer nicht zu verdenken ist, daß er sich seine Mühe belohnen läßt. Gute Behandlung und angemessener Verdienst halten strebsame Arbeiter auch ohne Kontrakt. Viele Cigarrenfabriken dagegen wollen überhaupt keine jugendlichen Cigarrenarbeiter mehr anlernen, da fast mit Sicherheit darauf gerechnet werden kann, daß sie nach der Lehrzeit ihre Stelle verlassen. Viel Schuld werden hier die Unterbeamten der Fabriken haben. Die wirklichen Lehrlingsverhältnisse sind in nachfolgenden Betrieben näher i untersucht und wurde gefunden: auf 100 Erwachs.: Aus Vorstehendem ist ersichtlich, daß Kupferschmieden, Schlossereien und Mechanische Werkstätten 57 bis 60 Prozent Lehrlinge halten. Der nächsthöchste Prozentsatz Lehrlinge wird in Buchdruckereien gefunden. B. Arbeiterinnen. Am 1. Dezember des Berichtjahres betrug die Gesamtzahl der erwachsenen Arbeiterinnen 2434 (gegen 2207 im Vorjahre). Von diesen Arbeiterinnen waren 16—21 Jahre alt 946 (1897: 947) und über 21 Jahre alt 1488 (1897: 1260). Gegen ba§ Vorjahr hat demnach die Gesamtzahl um 227 zugenommen, welche Differenz fast genau (228) durch die größere Anzahl der über 21 Jahre alten Arbeiterinnen gebildet wird. Diese erwachsenen Arbeiterinnen wurden im Berichtsjahre in 137 Fabriken beschäftigt, während im Vorjahre nur in 103 Fabriken erwachsene Arbeiterinnen zu treffen waren. Hieraus geht vergleichsweise: hervor, daß: Lokales und Provinzielles. Gieße«, 30. Mai 1899. ** BestLtig«»ge». Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 23. Mai der am Aus dem Jahresbericht des Grotzh. Hessischen Gewerbe-Inspektors der Gewerbe-Inspektion Gietzeu für 1898 (bie Provinz Oberhessen umfassend) (Fortsetzung). _. Art der Beschäftigung. h. <®tc Gesamtzahl der jugendlichen Arbeiter beträgt 1248, die der erwachsenen Arbeiter dagegen 11611. Es komme« demnach etwa 11 jugendliche Arbeiter auf 100 erwachsene, tzöheres"^" Jndustriegrnppen ist dieses Verhältnis ein In Gruppe V sind es namentlich die Eisenqießereien ”,9e ®ebereien' *wl*e 6icI iug-udttch- 3m aagemeinen werden di- jugendlichen Arbeiter nnr zu Hülseleistungen verwandt. In den Webereien bedienen sie allerdings meist selbständig die W-bstühle, und ebenso ist ihre Arbeit >n den Cigarrenfabriken, welche letzteren allein 338 jugendliche Arbeiter beschäftigen, eine selbständige. Kunstverein zur Ausstellung, worauf wir jetzt schon ich Kunstfreunde aufmerksam machen wollen. ** Zionah. Am verflossenen Sonntag abend fandi Lokal „Kaiserkrone" hier auf Einladung der jüdisch Studenten-Verbindung „Zionah" wiederum o überaus gut besuchte Versammlung von Mitgliedern ick ! Gemeinden, der israelitischen Religionsgemeinde und @t[d schäft, statt, um einem Vortrage aus der jüdischen GeM beizuwohnen. Herr Inspektor Fröhlich von hier h handelte das Thema: „Die Frau nach der Auffassung m Judentums." Ohne uns auf die einzelnen Ausführmgu des Redners näher einzulassen, wollen wir nur konstatier», daß er es verstand, das Interesse aller Zuhörn anzurlg» und festzuhalten, so daß er sich des Dankes aller versitz« halten darf. Die sonstigen Darbietungen des DeieÄ sorgten zum Schluffe auch für das nötige Amüsement. L ein großer Teil der Erschienenen keinen Platz mehr jid und daher umkehren mußte, ist, wie wir vernehmen h schlossen worden, sich demnächst nach einem größeren Äti umzusehen, um hierdurch jedem Wißbegierigen die Teilriisn an diesen Vorträgen zu ermöglichen. ** Schützenfest. Nachdem der Wirtschafts-Zuschuß seine Vorarbeiten beendet, kann ein Gesamtbild w Thätigkeit gegeben werden. Von Beginn an stellte e: st zur Aufgabe, bei allen Vergebungen möglichst hiesig! @t schäftsinhaber zu berücksichtigen und ist es ihm auq>? lungen, soweit hiesige Firmen sich um die diesbezügik Ausschreibungen interessierten, mit Lieferungen, je deren Offerten unter der Konkurrenz am Platze zu betwn Vornweg wurden den vier hiesigen Brauereien: Aüia brauerei, Gg. Bichler, Brauhaus Dönninghoff und Fn'-' u. Asprion bie vier Bierhallen längs der Liebigshöhe i tragen, während die Eckbierhalle nahe am Eingang p Festplatz dem Bierverleger Herrn E. Schmall zum Aus^ von bayerischem Bier überwiesen und der Bierbr^ Förtsch der Kantinebetrieb auf dem Trieb bis zum F' überlasten wurde. Zum Wirtschaftsbetrieb der Fest- >• Weinhalle hatte sich kein hiesiger Bewerber gefunden, mußte man eine auswärtige Firma hierzu Heranzieher, r- erhielten die Herren Jacobi u. Schönewolf in Frarkc a. M. den Vorzug. Die Kaffeehalle hat Konditor W hier übernommen und die Wirtschaft im Schützenhaus/ Schießhalle hat der jeweilige Restaurateur des SchuV i Hauses Herr Schultheis. Die Weinlieferungen mürber vorheriger streng unparteiischer Probe den Herren Zinßer, Gebr. Schwan, Gebr. Meyer, Aug. K. Schwaab, C. Roth II. und Fr. Helm, die SektlieflrU! den Herren A. Frank, K. Petri, Emil Fischbach, A. Wallenfels und I. Kann Söhne und die Wasserliefen^ den Herren I. Weisel, W. Wallenfels Sohn und P Spieß dahier übertragen. Für Speise- und Geträukeliefinl ist nun gesorgt, und wünschen wir, daß an de« fteW selbst die Festbesucher mit dem Wirtschaftsausschuß zufrieden fein werden. ** Polizeibericht. Arretiert wurde«: 1. eit* beiter in einer hiesigen Ziegelei wegen mehrfach veM In den Fabriken des Bezirks waren beschäftigt: Arbeiterinnen I 9' durch die Stadtverordueten-Versam» Mainz erfolgten Wiederwahl des Geheimen Sommer Hermann Rein ach II. in Mainz zum Siitatm 'l Beigeordneten der Provinzialhauptstadt Main, I am 30. März l. Js. durch die Stadtverordneten ^)^ i I lung zu Offenbach erfolgten Wahl des Stadtbaurap Walter zu Mühlhausen i. Th. zu« zweiten bc . ? Beigeordneten der Stadt Offenbach die Bestätia 7 j erteilen. 9 l Tagesordnung für die Sitzung der Sladtvns^ I Versammlung Donnerstag den 1. Juni iT? nachmittags 3-/z Uhr: 1. Nachlaß des K. § V manns Friedrich Heyer von Rosenfeld in Wien. 2’S der Steinstraße; hier: Verkauf von städtischem 3. Gesuch des Heinrich Tichy zu Gießen um käufliche lassung von städtischem Gelände. 4. Gesuch der Arch^ Stein u. Meyer um käufliche Überlassung der altenV rnelsterwohnung; hier: Anlage einer Straße vom nach der Ostanlage. 5. Herrichtung von WasserM- an der Stadtkirche; hier: Uebernahme eines Teilt-./ Kosten auf die Stadtkaste. 6. Errichtung eines VM-'.,' | hier: Einfriedigung auf der Westanlage. 7. Geir-, I L- Klinke! um Erlaubnis zur Erbauung einer Felds! > am Krofdorferweg; hier: Reklamation des G. W 8. Die Parallelstraße zur Grünbergerstraße am Steiivü hier: Plan und Voranschlag. 9. Gesuch des (fei Schmitz um weitere Überlassung eines Kellers unter b Stadtmädchenschulgebäude. 10. Teilung verschiedener M ber Volksschulen; hier: Reinigung der Lokale unb h Feueranmachen in denselben. 11. Delegierten- unb W Versammlung des hessischen Landeslehrervereins; hier ßj such um Bewilligung eines Zuschusses zu den Kosten. 12. such des Vereins hessischer Lehrerinnen zur BegniMp eines Lehrerinnenheims um Bewilligung eines IM beitrages. 13. Die Feier des 25jährigen Beftehem hiesigen Kriegervereins; hier: Gesuch desselben uw ll^ lassung des Wassers aus der Wasserleitung. 14. des Festausschusses des 17. Verbandsschießens um solgung von Gas und Wasser. 15. Einrichtung eines @t. Werbegerichts für den Gemeindebezirk der Stadt Ach, hier: Wahl des Vorsitzenden des Gewerbegerichts und W Stellvertreters. 16. Gesuch des Heinrich Senner II. k Erlaß des Steigpreises für Benutzung von städtischem k lände zur Eisgewinnung an der Lahn. 17. Gesuchs Philipp Hofmann um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetriel i Hause Wetzsteingasse 8. 18. Gesuch des Philipp Gansu Erlaubnis zum Ausschank von Branntwein über die Slrq im Hause Dammstraße 34. 19. Desgl. des Karl Lch im Hause Bahnhofstraße 31. ** Koloffal Gemälde. Wie uns mitgeteilt wird, se x langt in den ersten Tagen ein großes Gemälde von Pei Bouchard, Paris: „Die Stummen des Serails" ! 3 Kupferschmieden rc. „ 8 „ „ 14 „ 57 7 Maschinenfabriken 86 „ ,, 877 „ 10 5 Schlossereien 12 „ „ 20 „ 60 2 Webereien 3 „ H 32 „ 10 4 Fabr.d. Lederbranche 6 N .. 60 „ 10 4 Möbelfabriken 6 „ w 78 „ 8 7 Holzschneidereien 9 „ „ 99 „ 9 27 Zimmerplätze 51 „ h 275 „ 18 18Buchdruckereien 33 „ „ 116 „ 28 7 Schreinereien 10 „ „ 61 „ 16 2 Pfeifenfabriken 3 „ „ 47 „ 6 26 Cigarrenfabriken 163 „ „1138 „ 14 1894: 16—21 Jahre alt über 21 Jahre alt 676 1066 1895: 852 1117 1896: 889 1269 1897: 947 1260 1898: 946 1488 I« der Cigarrenindustrie allein waren beschäftigt: Arbeiterinnen Arbeiterinnen 16—21 Jahre alt über 21 Jahre alt 1898: 661 1116 1897: 690 956 (Fortsetzung folgt.) ! E Bettle Seliges Lite NN ulT «-ibsdsdir^ Wyjs «SS* .)Q Milliren JJ 4i/j unb 9 Pro Gesamtumsätze 1b 000 Marl u 2Ur Verteilung. M k{ttS8erii Delegierten. Bürgerliche Gc anwalt Crüger nach dem Hm buch, über d« unb Genossens Grünbuiu eine Zur Entst idun ölenossenschastst Bcreine Alsfeld, Bei der Serbati Personalwechsel Pfungstadt gewö 2 W ein stol TmMche, to' oemch. Mm), 21 verein mA in bcm Sasin Herrn von W Iiiilg ab. $ wohnten als Ministerialrat Gagern, ferne Behörde Herr meister Naegel Vereins. 3ejü tyfitm her fiöi habe unb sichert Der Bericht btt( Pferdezucht vm Die Eiusühruuc sich avsährlich' etwa 30000 M . Bor 90 . ö 9efcierte j Ws welche unter b Einnahmen un gelaufenen Jal der Pserdezuö Die Mtgliede 1631 betrager der Verein bt stallmeister v. Tötungen unb essantcThatsw über ber Wa, genommen Hal wurde eine A dahin gehend kauft werde, j preis habe, Wi Veßtz des Aul f° lange Wital Naegels ’’ir die Stuten Frantz seiner y Dessen stattgehc iu ->»- lätlgttt 1g, gttoäb ^."irag einer m e’n wteressan, Dannstadtüh ^landpunkt n 2" Sefrore, ^ltvurben. tabtbi Aus der Zeit für die Zeit. Vor 90 Jahren, am 31. Mai 1809, starb zu Wien hn gefeierte Tonkünstler und Schöpfer der modernen In- stmrnenlalmusik FranzJofephHaydn. Als Sohn eines umen Wagners und fröhlichen Harfenspielers bildete er W unter Mühen und Entbehrungen durch eigene Kraft aus. Lmeißig Jahre lang wirkte er als Kapellmeister des Fürsten Merhazy. Nach dem Tode des Fürsten ging er nach London, hoe man ihn mit Ehrenbezeugungen überschüttete. Als hoher öochziger schrieb Haydn sein u»sterbliches Meisterwerk: „Die Schöpfung" und „Die Jahreszeiten". Haydn wurde am 31.1. März 1732 zu Nohrei a. d. Leitha geboren. Vermischtes. * Wetzlar, 28. Mai. Auf^mehrseitigen Wunsch gebe» I wir das in der letzten Stadtverordneten-Sitzung verlesene I Schreiben unseres Herrn Landtagsabgeordneten, Sr. Durch- I faucht des Prinzen Hermann zu Solms-Braunfels, nachstehend in seinem vollen Inhalte wieder. Es lautet wie I folgt: Euer Hochwohlgeboren teile ich ergebenst mit, daß I mir, nachdem ich vor einiger Zeit Veranlassung genommen I hatte, bei dem Herrn Kricgsminister wegen Wiedererlangung I einer Garnison für die Stadt Wetzlar vorstellig zu werden, mit Bezug auf die von der Stadtvertretung beschlossene I Jmmediat-Eingabe seitens des Herrn Ministers nunmehr I der Bescheid zugegangen ist, es könne dem Wunsche der I Stadt Wetzlar zurzeit nicht entsprochen werden. Soweit I infolge der letzten Heeresvorlage neue Garnisonen in Be- I tracht gekommen waren, ist darüber von der Heeresver- I waltung, bevor die Jmmediat-Eingabe beschlossen wurde, I bereits verfügt gewesen. Aus dem Schreiben des Herrn | Kriegsministers habe ich entnommen, daß es bei dieser I Sachlage wenig opportum sein würde, im gegenwärtigen I Zeitpunkte die Allerhöchste Stelle mit der Jmmediat-Eingabe I zu befassen. Sobald sich hierzu unter veränderter und günstigerer Sachlage eine Gelegenheit ergiebt, bin ich, wie I Sie wissen, bereit, davon ungesäumt Gebrauch zu machen. I Mit bestem Gruße Ihr ergebenster Hermann, Prinz I zu Solms. Wetzl, Anz. * Kassel, 28. Mai. Der Wortlaut der vom Oberpräsidenten Grafen Zedlitz nach New-York telegraphierten Antwort auf die Begrüßung der deutschen Sänger Amerikas ist folgender: „Viertausend um ihren Kaiser, den erhabenen Förderer des deutschen Männergesanges, versammelte Sänger entbieten herzlichen Dank und Gruß den Sangesbrüdern in New-York. Ob Oceane uns trennen, ob unser Fuß I steht in der alten oder neuen Welt, allezeit eins: Im Liede I stark, deutsch bis ins Mark". * Köln, 28. Mai. Die „Kölnische Volksztg." schreibt I freudig bewegt: Der Kölner Männergesangverein I hat den Kaiserpreis errungen. Diese gestern nachmittag aus Kassel hier eingelaufene Drahtmeldung verbreitete sich I alsbald durch die ganze Stadt und rief allenthalben lebhafte I Freude hervor. Nicht nur, daß der in weiten Kreisen der Bürgerschaft überaus lebendige Kölner Lokalpatriotismus hierdurch eine angenehme Befriedigung erfährt, der Kölner I Männergesangverein erfreut sich thatsächlich in seiner Dater- I stadt einer solchen Wertschätzung und Beliebtheit, daß die Mitbürger an seinem jüngsten hervorragenden Erfolge den I innigsten und herzlichsten Anteil nehmen, und feine zahl- I reichen Sangesbrüder in Köln werden ihn gewiß als die ersten neidlos beglückwünschen. Bei der auf Montag abend I 7/, Uhr festgesetzten Ankunft der preisgekrönten Sänger ist denn auch schon ein festlicher Empfang am hiesigen I Hauptbahnhofe geplant, von wo er in geordnetem Festzuge I unter Mitwirkung von vier Musikkorps nach dem Gürzenich I geleitet werden soll. Alle Kölner Vereine sind eingeladen, mit ihren Fahnen sich zu beteiligen, und im Gürzenich soll I dann der Kölner Männergesangverein in Rede und Lied I gebührend gefeiert werden. Jedem aktiven Mitgliede des Vereins soll am Bahnhofe durch Ehrenjungfrauen ein Lorbeer- I kranz überreicht werden. Zahlreiche Herrschaften haben I ihre Equipagen zur Verfügung gestellt, um die Sänger bet dem Festzuge aufzunehmen. Der Kölner Neiterverein hat I sich angeboten, als Vorreiter an die Spitze des Festzuges I sich zu setzen. — Der Text des Preisliedes von Professor I Reinhold Becker für den Gesangswettstreit erscheint am I 1. Juni bei Julius Schubert (Felix Siegel) in Leipzig; o.tiinnt. _, . Mainz, 29. Mai. Der ..Landes-Pferdezucht- vci ein im Großherzogtum Hessen" hielt gestern nachmittag in Dem Kasino „zum Gutenberg" unter dem Vorsitz des 5tran von Westerweller seine diesjährige Generalversamm- ab. Von seilen der Großherzoglichen Regierung | mchnten als Vertreter der Versammlung bei die Herren Ministerialrat Braun und Provinzialdirektor Freiherr von tarn, ferner als Vertreter der oberen landwirtschaftlichen Morde Herr Generalsekretär Dr. Müller. Herr Ritt- Mier Naegels erstattete hierauf den Jahresbericht des Acrains. Bezüglich der Körungen wird bemerkt, daß das ZiMem der Körungen im ganzen Lande festen Fuß gefaßt hab?' und sicherlich alljährlich bessere Früchte tragen werde. Der Bericht betont indessen, daß in den letzten Jahren Die Pieadezucht einen wesentlichen Aufschwung erfahren habe. Die Einführung Oldenburger und Belgischer Pferde habe sch alljährlich gut bewährt, im abgelaufenen Jahre sind ciioci 30000 Mk. zum Ankauf von Pferden verwendet worden, Nlcche unter den Bestellern versteigert worden seien. Die Einnahmen und Ausgaben des Vereins haben sich tm ab- qdmifenen Jahre auf 6324.66 Mk. belaufen, zur Hebung dcr Pferdezucht seien 9549.19 Mk. verausgabt worden. Dir Mitgliederzahl des Vereins habe im vorigen Jahre 16317 betragen, jetzt aber bereits 1750; dadurch fei nun bec Verein der größte Deutschlands geworden. Herr Land- Mmeister v. Millich berichtet nunmehr über die Stuten- löhinqen und konstatiert derselbe u. a. die nicht unmter- (fiüinte Thatsache, daß die Aufzucht der Arbeitspferde gegen- ibec der Wagenpferde einen ungemein großen Aufschwung mommen habe. Bezüglich der Prämiierung von Fohlen Milde eine Abänderung in den seitherigen Bestimmungen dchin gehend getroffen, daß, für den Fall ein Fohlen verlaust werde, der Käufer nur dann Anrecht an den Zuchter- preiis habe, wenn das Fohlen ein halbes Jahr lang IN dem dtNtz des Käufers gewesen und wenn der Käufer auch schon so Hange Mitglied des Vereins gewesen ist. Herr Ritt- m i'ter Naegels berichtete nunmehr über neue Bestimmungen sj,c die Stutenkörung. Herr v. Westerweller stellte auf linimb seiner Nachforschungen über die vor 100 Jahren m hchen stattgehabte Pferdezucht den Antrag, an die Großh. lUatöregierung das Ersuchen zu richten, die Frage wegen Errichtung eines Pferdegestüts zu Neu-Ulrichstein in h-roägung zu ziehen. An diesen Antrag knüpfte sich nun limt längere Debatte, an welcher sich auch die Herren Dinisterialrat Braun und Provinzialdirektor v. Gagern be» billigten. Das Resultat der Beratung war, daß eine Korn- uiijfion gewählt wurde, welche noch einmal eingehend diesen in trag einer Prüfung unterziehen soll. Es folgte nun zum Schluß ml interessanter Vortrag des Herrn Oberroßarzt Höhnke- tarmftabt über das Auge des Pferdes vom anatomischen St andpunkt mit Demonstrationen, wobei die in Eis befinb- Wen gefrorenen Augen eines Pferdes den Anwesenden ge- jtta)t wurden. M. Anz. eeliaenftabt, 28. Mai. D-r diesjährig- V-rbands- tta der Erwerbs- und Wir t, ch astsg-n osjen- kften der Provinzen Starkenburg und Oberhesien wurde U im „Frankfurter Hof" unter dem Vorsitze des Herrn Monbdbirettord Bernharbt-Darmstabt abgehalten. Herr Suuaermeister Nover begrüßte bie stattliche Versammlung «imns ber Stabt unb Herr Rub. Neubauer sen namens; 1,5 Nohstoffvereins ber Schuhmacher, ber mit bem Verbands- Itqe sein 25jähriges Jubiläum verknüpfte. Nach bem von henm Rub. Neubauer jun. verlesenen Protokoll über die ntftrine Versammlung umfaßt der Verband gegenwärtig Mü'Mitglieder und hatte bisher einen Gesammtumsatz von 20 Millionen Mark. Die Dividenden schwankten zwischen 4Va und 9 Prozent. Der Jubelverein erzielte bei einem AmnNlmsatze von 1131000 Mark einen Reingewinn von 15000 Rkark und brachte durchschnittlich 6 Prozent Dividende iut Verteilung. Dem Berichte der Verbandsleitung über das letzte Verbandsjahr folgten die Mitteilungen der einzelnen Mi’gicrten. Die Anlehnung des Verbandsstatuts an bas Bürgerliche Gesetzbuch wurde beschlosien. Herr Derbands- anuialt Crüger-Berlin referierte sodann über die Bürgschaft m4 dem Handels-Gesetzbuch und dem Bürgerlichen Gesetz- bucL über die Verpfändungen, freiwillige Gerichtsbarkeit und Genossenschaften, und erntete reichen Beifall. Die Wiinibung einer Ruhegehaltskasse fanb warme Befürwortung. 3111 Entsenbimg von Delegierten zum allgemeinen deutschen GkiMssenschaftstage in Berlin wurden durch das Loos die feine Alsfeld, Neu-Isenburg II und Lampertheim bestimmt. Bei der Verbandsleitung tritt für das nächste Jahr fein feoualwechsel ein. Für den nächsten Verbandstag wurde Pia'igstadt gewählt. An die Verhandlungen reihte sich gegen 3 Ulhr ein frohes Festmahl, durch zahlreiche Toaste und Äluksprüche, sowie durch das Tafelkonzert des Musikvereins bk ’• Th. wellamation bl51 unbergerstrch a9’ 91 Gesuch t *9 einfS Kellnz ^-Teilung verschj^ ^’nigung der W \ delegierten. t Landeslehrerverein- zu den 80-- :r Lehrerinnen lm Bewilligung eh ; bes 25jährigen & Gesuch desselben bet Wasserleitung. <■ Berbandsschießenz per. 15. Einrichtur meindebezirk der St 11 des Gewerbegerichl- ch des Heinrich Ber ' Benutzung von W in der Lahn. 17. s lubnis zum Wirtschch 8. Gesuch des PW von Branntwein übei ‘ • 19. Desgl. des K Wie uns mitgeteilt nü, ein großes Gemälde toi e Stummen des Sennl , woraus wir D1 ichen wollen. Irenen Sonntag abend füll auf Madung dn \W\\: g „ßiouaty1 W WMril1 n MgmSgemick n.‘ trage aus -er M'-' ector rsröhlich t" it ssrau nach der Ir uuf die einzelnen' sen, Men wir r itnesse aller Zuh' sich des Dankes u ,en Darbietungen - für das nötige A- ienenen feinen st - t( ist, leie wir *- iSchst °-ch MR bem SüJbejitnj» chtigen und 11 rmen M. »Jffi Än-«' gswsft« KL-S LM ßirtfN sSr’n rür U an V egrlei Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold*. Berlin, 30. Mai. Die Kanal-Kommission des Abgeordnetenhauses ist auf den 9. Juni einberufen worden. In dieser Sitzung wird der Bericht verlesen und festgestellt werden. Die zweite Beratung im Plenum durste Mitte Juni stattfinden. Berlin, 30. Mai. Der Pastor O h l 1 g von der lutherischen Gemeinde in Elberfeld ist vom Kaiser zum.Hof- prediger bei der hiesigen Domgemeinde berufen worden. Wien, 30. Mai. Die gefammte Presse konstatiert, daß die Ausgleichskrisis ihren Höhepunkt erreicht hat. Aus keiner Seite ist Geneigtheit zu Konzessionen vorhanden. Infolgedessen dürfte heute von allerhöchster Seite die Ent- scheidung fallen. Allgemein erhält sich die Ansicht, daß die Demission beider Kabinette angenommen werden wird. Brüssel, 30. Mai. Gestern abend fand hier die große antiklerikale Kundgebung gegen die Wahl-Vorlage statt, welche ruhig verlief. Nach Beendigung des Umzuges zogen einige hundert Mann mit sozialistischen Abgeordneten an der Spitze vor das Ministerium und wollten die Pouzei- Absperrungen durchbrechen. Bei dieser Gelegenheit wurden die Abgeordneten van der Velde und Fournemant verhaftet. Paris, 30. Mai. Im Gegensatz zu der Ruhe im Saale des Kassationshofes hatte der Schwurgerichtssaal das Aussehen einer Volksversammlung. Im Verlaufe der gestrigen Sitzung wurden außer Deroulsde noch Hubert, die Generale Roget und Florentin sowie andere Militär- Personen vernommen. Während Habert nur die Ausführungen Dsroulsdes wiedergab, schilderten Roget und Florentin die Vorgänge auf dem Kasernenhofe. Um 6 Uhr wurde die Verhandlung auf heute vertagt. Paris, 30. Mai. Der erste Tag der Dreysus- Revisiyn vor dem Kasfationshofe ist in aller Ruhe verlaufen. Der Berichterstatter Ballot-Beauprs fetzte feinen Rapport fort, der gestern zumeist die Meinungs-Aeußerungen anderer, wie diejenigen Mornards und juristischer Autoritäten umfaßte. Er berührte die Voruntersuchung Dupaty de Llam's und dessen Bericht an den Kriegsminister über Dreyfus. Seine persönliche Meinung, die bekanntlich revisionsfreundlich ist, wird Beauprö erst heute entwickeln. Nach Schluß der gestrigen Verhandlung wurde Frau Hadamard, I die Schwiegermutter von Dreyfus, von Nationalisten insultiert, als sie in den Wagen stieg. Sie erwiderte die Zurufe der Menge mit den Worten: Hoch das Gesetz. I Madrid, 30. Mai. Das Begräbnis C a st e l a r s fand gestern abend unter Beteiligung der Minister, Generale, Behörden und I Korporationen aus allen Teilen Spaniens statt. Der Andrang I war ein ungeheurer, indessen wurde dieOrdnung vollkommen aufrecht erhalten. Kränze und Blumen füllten ganze Wagen. Alle Geschäfte waren geschlossen, viele Häuser schwarz drapiert, die Flaggen auf Halbmast. Die Königin-Regentin wohnte dem Begräbnis bet. Der Vorbeimarsch dauerte mehrere I Stunden. Darmstadt, 30. Mai. ^Telephon-Meldung.) Nach einer soeben von Geh. Staatsrat v. Krug abgegebenen Erklärung I hat die Großh. Regierung die Einführung einer Licenz- I steuer für die Gastwirte zurückgezogen, dagegen eine Er- I Höhung der Stempelsteuer und der Erbschafts- I steuer in Aussicht genommen. — Bei der nunmehr stattfindenden Beratung des Einkommensteuergesetzes wurde I ein Antrag des Abgeordneten Osann, die Prinzen und I Prinzessinnen des Großherzoglichen Hauses zur Einkommen- I steuer heranzuziehen, gegen 6 Stimmen angenommen. H. Main,, 30. Mai. Auf Grund eines Artikels in I Nr. 121 des „Mainzer Journals" wurde das Disziplinar- I Verfahren gegen Landgerichtsdirektor Küchler wieder auf- I genommen. _______________________________ I >T _ » .. _ 7,. Notiz, dMB d. bekannten Kuren geg. Angst, NerVOSen Zwangägedanken, Schlaflosigk, Asthma, Hen- I erreg., Magen- u. Darmträgh., Schwächeruet., I def^STeSauch in d. Jahre v. April bis Oktin Auerbach, ! I Hessen stattfinden. Prosp. üb. Eigenart il Wirkung frei I 2535 Dr. Borcherdt. Ä mS Mähte zum Nachteil seiner Mitarbeiter; 2 ein stadt- U,fl"hto- Munter Bettler wegen wiederholten Bettelns und Be- Wrciunq des Publikums; 3 zwei Knaben vonKassel, we che ■ft von ihren Eltern heimlich entfernt und das notige Lstgeld aus der Kaffe ihrer Eltern entnommen hatten, fincr derselben bediente sich hierbei eines falschen Namens. Kirchliche Nachrichten. Katholische ®emeilbe. Mittwoch den 31. Mai. . Nachmittags um 4Vs Uhr unb abends um 8 Uhr: Eelegeaheit zmr heil. Beichte. Donnerstag den 1. Juni. FrohnleichnamSfest. Vormittags von GVs Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beuvt. , um 7 Uhr: Die erste heil. Mesie; vor und in derselben Austeilung der heil. Cvmmumon; w um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt. um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2V, Uhr: Fest-Andacht mit Segen. Urrkehr, Kand- und Volkswirtschaft. «ieke«. 51. Mai. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kosteten: Butter per Md . ^ 0^b-O.9b Hühnereier oer St 0—0 A, 2 St. 9—11 Enteneier 2 St. 11—12 Ganse« der per St. 16-11 Käse 1 St. 5-8 Käsematte per St. 5 A, Erbsen per Liter 22 Linsen per Liter 32 Tauben per Paar S 0 80-1.00, Hühn7r per St. X 1.10-1.40, Hahnen per Huck u 1 50_2.00 Enten per St. X 2.t O—2.50, Ganse per Pfund xo 00-0.00,'DctfenfleUd) per !Pfb. Schwan» per Md. 62-64 Sibwemefle:Ick> per Pfd. 60-72 Schweim- H ÄÄTo-’oi UW & ^oÄUaut^er St. Äödn per Str. X 8.50-0X0, TOild'®Mer'tbter1 »larftieit von 7 Uhr morgen- bis l Uhr noch- mittags. Wahrend der ersten 8 Stunden der Marktzeit darf tm Umherziehen nicht feilgeboten werden. •tfttlWtie, 27. Mai. Frachtpreise. Weizen X 16,30-00,00/ tsrn X 15,16-00.00, Gerste X 14,00-00,00, H«ler^ l4M W.OO, Erbsen X 00,00-00,00, Linsen X 00£0-W°, Mck«, ^OO^OO' ßdn X 00.00, Kartoffeln X 4 40—0.00, Samen X 00,00—00,00- er lautet: Der Choral von Leuthen. Gesiegt hat Friedrichs kleine Schar. Rasch über Berg I und Thal. Von bannen zog das Kaiserheer im Abendsonnenstrahl; Die Preußen steh'n auf Leuthens Feld, das heiß noch von der Schlacht; Des Tages Schreckenswerke rings urnschleiert mild die Nacht. I Doch dunkel ist's hier unten nur, am Himmel Licht an Licht, I Die aold'nen Sterne zieh'n herauf, wie Sand am Meer, I so dicht; Sie strahlen so besonders heut', so festlich hehr ihr Lauf, I Es ist, als wollten sagen sie: Ihr Sieger blicket auf! Und nicht umsonst. Der Preuße fühlt's; es war ein • großer Tag. Drum still im ganzen Lager ist's, nicht Jubel noch Gelag, So still, so ernst die Krieger all, kein Lachen und kein Spott.— Auf einmal tönt es durch die Nacht: „Nun danket alle Gott!" Der Alte, dem's mit Macht entquoll, singt's fort; doch nicht allein, Kam'raden um ihn her im Kreis, gleich stimmen sie mit ein. Die Nachbarn treten zu, es wächst lawinengleich der Chor, | Und voller, immer voller steigt der Lobgesang empor. Und stärker noch, und lauter noch, es schwillt der Strom zum Meer; Am Ende wie aus einem Mund singt rings das ganze Heer; i Im Echo donnernd widerhallt's das aufgeweckte Thal, Wie hundert Orgeln braust hinan zum Himmel der Choral. Hermann Besser. Temperatur der Lahn und Luft I yach Reaumur gemessen am 30. Mat, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags Wasser 12V,«, W 13- Rüdsamen'sche Badeanstalt. Krieskasten. H.J. 6t MajeM der Kaiser steht als OderfUdherr antzer I Rang. Se. König!. Hoheit der Großherzog bekleidet in der Armee j den Rang eine» DivifionS-KommandeurS (Generalleutnants). gestern früh plötzlich und unerwartet verschieden ist. 4286 Die „Ito von Kom"VcwegW Dienstag den 6. Juni, abends SV, Uhr, zu vermieten. Ederstratze 1. Section bemessen Men! Äeu! hebt Erschöpfungskrankheiten. Auch für die Reconvalescenz Man verlange Prospekt. 3840 2)>ucf und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Bud»- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. 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