Freitag den 31. März Ikr. 77 Zweites Blatt 180» Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Airzeigeblatt fiiv bett Tlveis Gietzen leit liebe»: ♦♦♦♦* Verbrechens erblickt! Ernst Hoffmann. ;on mit käuflich m* M Feuilleton ihül 80f Anzeigen.BermittlllngSftrÜen de« In- und AnZlande« arhmen Anzkigrn für bm Gießener Anzeiger entgegen, den UM des lime^me een Anzeigen zu der nachmittag- für den jUgnabce Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. letettien, Expedition und Druckerei: Ach.lflraße Ar. 7. Briefe aus der Aesidenz. (Ortßtnalberitft für den .Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) Gratisbeilagen: Gießener Famüienblätter, Der heWhe Landwirt, Mittler für hessische Volkskunde. rege Aufmerksamkeit gewidmet hat. Während früher die bedingte Aussetzung der Strafvollstreckung stets erst nach Verbüßung eines Teiles der Strafe eintrat, empfiehlt eine Verfügung des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. Juni 1895 den Strafvollstreckungsbehörden, die bedingte Aussetzung der Strafverbüßung in geeigneten Fällen auch dann zu beantragen, wenn mit dem Strafvollzug noch nicht begonnen worden ist. Das erste Aufblitzen der Reform-Idee in der hessischen Gesetzgebung! Während seither der Erlaß des Strafrestes nur eine Belohnung für die gute Führung im Gefängnisse war, soll jetzt der erstmals verurteilte, im Grunde noch unverdorbene Gesetzübertreter vor der ansteckenden Berührung mit dem Gefängnis überhaupt bewahrt bleiben. Eine nähere Ausführung fand diese Verordnung durch eine Verfügung des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 25. Juni 1896. Nach der Natur der Sache lassen sich allerdings, wie in dieser Verfügung mit Recht dargelegt wird, allgemein gültige Regeln dafür, wann die bedingte Begnadigung eintreten soll, nicht aufstellen. Dem Ermessen des Gerichtes bleibt es überlassen, zu Prüfen, ob die sofortige Vollstreckung der Strafe oder die bedingte Aus. setzung derselben mit der Aussicht auf spätere Begnadigung im einzelnen Falle das geeignetste ist. Eine Voraussetzung für eine sachgemäße Beurteilung bildet die Kenntnis der Wurzeln der strafbaren That. Liegt der Grund der Uebel- that in einer schlechten Charakteranlage oder in Verwahrlosung der Erziehung, so wird sich in der Regel die Vollstreckung der Strafe empfehlen (bei Jugendlichen Zwangserziehung !). Ist dagegen die That auf jugendlichen Leichtsinn, Unerfahrenheit, Unbesonnenheit oder Verlockung durch Dritte zurückzuführen, so kann die bedingte Begnadigung bessernden Einfluß auf den Uebelthäter haben. Die Scheu vor dem Eintritt in die Strafanstalt kann namentlich jugendliche Personen, die noch nicht vollständiger Verwahrlosung oder Verdorbenheit anheimgefallen sind, zu sittlichem Ernst und Wohlverhalten anspornen und den verbrecherischen Keim ersticken. Bei jugendlichen Uebelthätern haben die Strafvollstreckungsbehörden in Hessen die Pflicht, die erforderlichen Erkundigungen über die einschlägigen Verhältnisse einzuziehen. Wie sich aus dem uns von dem Reichsjustizamte in entgegenkommender Weise zur Verfügung gestellten Material ergiebt, wurde die bedingte Begnadigung in Hesien in der Zeit vom 1. Juli 1895 bis 1. Dezember 1897 in 93 Fällen gewährt. Hiervon entfallen 62 auf Jugendliche und 31 auf Erwachsene, 61 auf männliche und 32 auf weibliche Personen. Die Verurteilung war in 9 Fällen wegen eines Verbrechens, in 68 Fällen wegen eines Vergehens und in 16 Fällen wegen einer Uebertretung erfolgt. Bei 77 Personen bestand die bedingt erlassene Strafe in Gefängnis, bei 16 Personen in Haft. Die Bewährungsfrist wurde in allen Fällen gleichmäßig auf 5 Jahre festgesetzt. Führt sich der Verurteilte während dieser Zeit gut, so wird ihm die ganze Strafe im Gnadenwege erlassen. Da die Frist frühestens vom l.Juni 1895 an datiert, ist sie bis jetzt noch in keinem Falle abgelaufen. Ein Urteil über den Erfolg der bedingten Begnadigung läßt sich daher für Hessen noch nicht abgeben. In 10 Fällen mußte bis zum 1. Dezember 1898 die bedingte Begnadigung wegen schlechter Führung des Verurteilten widerrufen werden. Es ist nicht zu verkennen, daß die Einführung der bedingten Begnadigung den hessischen Strafvollstreckungsbehörden, insbesondere den Amtsrichtern bei den Schöffengerichten, eine neue, ernste und schwierige Pflicht auferlegt: die Pflicht sorgfältiger Erforschung der Wurzeln der Strafthat. Nachdem jedoch Wissenschaft und Praxis die Strafvollstreckung als gleichberechtigten Teil der Strafrechtspflege neben der Schulduntersuchung anerkannt haben, sind wir überzeugt, daß das Vertrauen, welches man allgemein in die Tüchtigkeit des hessischen Richterstandes setzt, auch in dieser Richtung sich als berechtigt erweist. Allerdings dürfte es sich vielleicht empfehlen, die Strafvollstreckung bei den Amtsgerichten in die Hände desjenigen Richters zu legen, der bei der Verurteilung mitgewirkt hat; denn er ist am besten in der Lage, die Frage der Zweckmäßigkeit der bedingten Begnadigung zu entscheiden. Mit der Einführung der bedingten Begnadigung hat man einen erfreulichen Schritt vorwärts gethan auf der Bahn der kriminalistischen Reform; jener Reform, die eines ihrer Hauptziele in der möglichst hohen Anpassung der Strafe an die Individualität des Verbrechers und des Abrisse für Depeschen: Anzeiger chtetze«. Fernsprecher Nr. 51. eN di» Wiel* Die bedingte Begnadigung in Hessen. (Nachdruck verboten.) Unsere heutige Strafrechtspflege wird von der kurz- gtitigtn Freiheitsstrafe beherrscht. Aus der Kriminalstatistik «rgieot sich, daß etwa zwei Drittel aller Strafen Gefängnis- Dafi n sind, und daß in dieser Klasse wieder verhältnismäßig «M zahlreichsten die Strafen unter drei Monaten sind, umratlich wegen gefährlicher Körperverletzung, Betrugs, Unterschlagung und einfachen Diebstahls. Die Erfahrung that jedoch gelehrt, daß die Gefängnisstrafe in ihrer gegen; würdigen Anwendung den Uebelthäter oft weder bessert noch Lbschreckt, sondern vor allem den Neuling in vielen Fällen Iwtrab auf die Bahn des Verbrechertums führt. In der Strafanstalt lernt der jugendliche Uebelthäter die Schliche und Kniffe des abgefeimten Verbrechers kennen, und verläßt er die Anstalt, so hat er vielfach Amt und Stellung ver- Coren und ist gebrandmarkt für sein ganzes Leben. Alle Arakluker stimmen darin überein, daß die gegenwärtig herr- ftynh kurzzeitige Freiheitsstrafe den Zwecken der Ttraf- uchtSspflege oft nicht entspricht. Die Aufgabe der Kriminalpolitik ist es daher, den Weg iiii geßunden Reformen zu suchen. Als ein Hauptmittel zur wirksameren Gestaltung der Strafrechtspflege hat man nun besagen, ^bedingte Verurteilung" erkannt und in «chüdeutschen Ländern praktisch eingeführt. Es sind dabei .IN Systeme zu unterscheiden: nach dem nordamerikanisch- ! iglischen System wird von dem Gericht zunächst nur die Zchuidfrage untersucht, jedoch kein Strafurteil gefällt, Lidern der für schuldig erkannte Thäter einige Jahre auf * ßrobt gestellt; führt er sich nun während der Probezeit 6|mt, sjo bleibt er von jeder Verurteilung frei; andernfalls iniib nachträglich ein Strafurteil ausgesprochen. Bei dem fumz »fisch-belgisch en System, welchem sich Luxemburg, - ßorlu gol und Norwegen angeschlossen haben, wird dagegen 1 bfort ein Strafurteil gefällt; die Verurteilung gilt jedoch eiDi nicht geschehen, wenn der Verurteilte während der 'ßivbt zeit von mehreren Jahren nicht rückfällig wird. Mit titibtn Systemen hat man günstige Erfolge erzielt. Im Deutschen Reiche hat man sich bis jetzt zur Ein- f ia|nmg der bedingten Verurteilung noch nicht entschlossen. G&att dessen suchen die deutschen Einzelstaaten durch die Ulubingte Begnadigung, die sich innerhalb des Rahmens bestehenden Reichsgesetzgebung verwirklichen läßt, den d iurch das Vorherrschen der kurzzeitigen Freiheitsstrafe herbei- c irrten Mißständen zu begegnen. Einer der ersten deutschen Bundesstaaten, die die Bahn dick Reform in dieser Richtung betreten haben, ist das tztz.ivßherzogtum Hessen, besten Regierung ber Straf- vichrtckung seit ber Mitte bieses Jahrhunderts stets ihre mann'sche „Fuhrmann Henschel" wohl der Haupttreffer der Saison bleiben. Das französische Stück hat dem Hoftheater auch wieder einmal auswärtige Gäste zugeführt. Da das Frankfurter Schauspielhaus das Werk noch nicht auf seinem Spielplan hat, sahen sich Frankfurter und Mainzer Kunstfreunde zu einem Besuch in Darmstadt veranlaßt, wo ihnen die treffliche Inszenierung des Schauspiels, die in der Schlacht- und in der Klosterszene geradezu mustergiltig genannt werden darf, rückhaltlose Bewunderung abnötigte. Während der Karwoche schweigen füglich alle Konzert- und Theaterunternehmungen, und nur die Kirchen- und Gesangvereine , welche geistliche Musikaufführungen veranstalten, haben das Wort. Der „Musik-Verein" hat sich wieder einmal die gewaltige Aufgabe der Beethovenschen „Missa solemnis" gestellt. Bis zum Gründonnerstag wird auch der bewährte Leiter dieser Konzerte, Hofkapellmeister Willem de Haan, von seiner Tour nach Barcelona zurück sein, wohin ihn die ehrenvolle Aufforderung gerufen, den Spaniern große sinfonische Konzerte zu dirigieren. Auf Grund dieser Barcelona-Konzerte und der Musikfeste in Madrid ließe sich folgern, daß Spanien wirtschaftlich noch nicht ganz dahin sein muß, wenn es sich derartige ästhetische Genüsse leisten kann. (Sin Stadtteil in Darmstadt schaut eben nicht sehr festlich aus, der Teil um das Residenzschloß herum. Wegen notwendiger Kanalanlagen sind hier die Straßenpflaster aufgeristen und für eine Strecke sogar der Wagen- und elektrische Straßenbahnverkehr gesperrt worden. Es wird rüstig gearbeitet, sogar die Nacht hindurch, und vor den Ostertagen glaubt man mit allem in Ordnung zu sein. Sijitgsptd» »irrtcliährfiA 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pf-, mit Bringrrloha. vki Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. ist auf Verfügung des hiesigen Polizei-Präsidenten als Ausländer der 48 Jahre alte, aus Warschau gebürtige Schriftsteller SimonJungherz,ein russischer Staatsangehöriger, hier ausgewiesen worden. Berlin, 29. März. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg." hört, werden als Vertreter des Deutschen Reiches an der des modernsten der Modernen, der auch allmählich im Darmstädter Konzertleben Wurzel zu fasten scheint. Die PH. Schmitt'sche Tonakademie hat hier zuerst mit den historischen Konzerten, nebst einleitenden Vorträgen den Anfang gemacht. Daß sich auf diese Weise künstlerische mit pädagogischen Interessen in einer dem Publikum zusagenden und einleuchtenden Weise verbinden lassen, scheint jetzt auch der in den letzten Jahren seiner Thätigkeit ungemein gewachsene „Richard Wagner-Verein" gefunden zu haben, welcher seinen letzten Vereinsabend im Stile einer Kammersoirse in Bach-Haydn'scher Zeit gab. In den Kreisen der „upper tens“ ist die Rede von der Neugründung eines Mädcheninstituts, das, hauptsächlich für die Töchter von Adeligen und Offizieren bestimmt, in seinen Klassen nur eine beschränkte Anzahl von Schülerinnen aufzunehmen beabsichtigt. Ein Bedürfnis nach einer solchen Schule liegt nun allerdings nicht vor, aber das ist kein Grund, daß sie nicht doch ins Leben treten sollte; sie müßte sich dann natürlich im sogenannten Villenviertel etablieren. Im Hoftheater war das letzte Ereignis von Bedeutung: die Einstudierung des „Fuhrmann Henschel", die jedenfalls zeigte, daß unser Publikum nachgerade ein liebevolleres Verständnis für die berufenen Vertreter der jüngsten Richtung zu entwickeln beginnt. Die kleine Minderheit, die im Theater nur immer das allerobersiächlichste Amüsement sucht, sich nur schwer in den Ernst der Situationen zu finden weiß, und, selbstredend auch im „Fuhrmann Henschel" nach Heiterkeitsanlästen suchte, wurde energisch zur Ruhe gezischt. Mit dem „Cyrano von Bergerac" wird der HauptDeutsches Reich. Berlin,29. März. Der Kaiser hörte heute vormittag Vortrag des Geheimrat Lukanus und begab sich dann 11 Uhr nach Charlottenburg, um daselbst den Vortrag Professors Slaby zu hören. Berlin, 29. März. Aus dem preußischen Staatsgebiete hfNttnt Ußnd) eil Uu-nahmr dr- Kontage. Die Girhener bi bei dem Anzeiger -tchenUich viermal b rigelegt. N»‘ „ -5. XI. Schule und Gesellschaft. — Hoftheater. Beginn der Karwoche. Die verschiedenen Schul- und Schlußprüfungen, sowie >.ie8u8fteUungen gewerblicher Arbeiten zeigen, daß wir uns d im österlichen Zeit nähern, die immer im Schulleben einen fchhi ereignisreichen Abschnitt bedeutet, indem sie sowohl GfMrlungen bestätigt, als auch Hoffnungen enttäuscht. Die unter dem Protektorate Ihrer Königlichen Hoheit d.jmGnoßherzogin stehende Alice sch ule hat durch Auf- n m 6me neuer, praktischer Unterrichtsfächer, wie z. B. der HHandelsgeographie und der Buchführung, dem Charakter der eine den steigenden Zeitanforderungen angemestene W^kiubung gegeben, und dürfte sich demnächst noch mit cmtai Programmerweiternngen tragen. ber musikalischen Welt haben bie alle zwei Jahre st.srttfin benben Hauptprüfungen der Ph. Sch mitt'schen D-oüa kad emie allgemeines und intensives Interesse erregt. HMitytaitet wurden dieselben durch ein „historisches Konzert", rvochm ein kurzer orientierender Vortrag vorausging. Das M^DMM umfaßte Kammermusikwerke und Salon-Kom- pch jiliomen moderner Meister. An der Spitze stand die auf fetty ftzianos gespielte, in Üppigen Klangrerzen blühende K» tzwldmark'sche „Sakuntala"-Ouverture; den Beschluß btite ein Sa? aus dem C-moll-Quartett Richard Strauß', 281 aus. Konferenz im Haag der kaiserliche Botschafter in Paris, Graf Münster, der Professor der Universität München Freiherr Dr. v. Stengel, der Professor an der Universität Königsberg Geh. Justizrat Dr. Zorn und je ein höherer Offizier des Landheeres und der Marine teilnehmen. Berlin, 29. März. Den „Berliner Neuest. Nachr." zufolge hat der Gesetzentwurf zum Schutze der Arbeitswilligen nunmehr die Genehmigung des Kaisers erhalten und wird demnächst im Bundesrat eingebracht werden. Berlin, 29. März. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Arnstadt: Bezüglich einer bei zahlreichen Teilnehmern der Palästinafahrt des Kaisers aufgetretenen eigenartigen Krankheit stellt das hiesige Tageblatt nach Anfragen an ärztlicher Stelle in Palästina fest, daß es sich um Jerichooder Aleppo-Beulen bezw. sogen. Orientbeulen handelt, die durch ärztliche Behandlung nicht fortzubringen sind und die ein Jahr anhalten, dann aber von selbst verschwinden. Ansteckungsgefahr in Deutschland liegt nicht vor. Anstand. Saloniki, 29. März. Der Dali von Ueskueb verständigte die Konsuln, daß eine Bestrafung der an den letzten Unruhen schuldigen Albanesen wegen der andauernd herrschenden Aufregung unter der muhamedanischen Bevölkerung zurzeit unmöglich sei. Vermischtes. * Frankfurt a. M., 27. März. Berechtigtes Aufsehen erregt der Selbstmord des Rechtsanwalts und Schriftstellers Dr. Wilhelm Wolff, der sich in der Nacht zum Sonntag in seiner Wohnung erschoß. Ueber die Beweggründe ist man völlig im Unklaren; man spricht von Geldsorgen, aber Wolff galt bisher stets für vermögend. Die Rechtsanwaltschaft hat er nicht ausgeübt, sondern sich ganz der Bühnenschriftstellerei gewidmet. Er verfaßte eine Anzahl von Stücken, die aus der Frankfurter Bühne, teilweise auch in Berlin, zur Aufführung gelangten, aber keinen dauernden Erfolg zu erringen vermochten, obwohl z. B. sein Lustspiel „In Dingsda" eine entschiedene Begabung verrät. Wolff hat ein Alter von 39 Jahren erreicht. „Darmst. Ztg." * Stettin, 26. März. Die Schnee stürme der letzten Tage haben auf See wieder manches Opfer gefordert, aber auch dicht an der Küste ist manches Schiff zerschellt, und es zeigte sich die ganze Schwere des Schifferberufes. Der schwedische Schuner „Juna", mit Eisenerz von Helsingborg nach Stettin bestimmt, strandete in der Nähe von Wolgast, die Besatzung bestand aus dem Kapitän Rörerg, dem Steuermann Persen und drei Mann. Die beiden erstgenannten hatten in einem Segel des Hintermastes einigen Schutz gefunden, die anderen drei saßen festgebunden im Vordermast, fortgesetzt von den Wogen überspült. Der Koch wollte sich nach dem Hinterteil begeben, wurde aber von den Wellen über Bord gefegt. Endlich nahten die Rettungsboote und nahmen Kapitän und Steuermann auf, die beiden Mann em Vordermast waren inzwischen angefroren und mußten mit Aexten abgehauen werden. Der eine war tot, der zweite wurde fast hoffnungslos in das Krankenhaus zu Wolgast gebracht, wo ihm die hartgefrorene Kleidung vom Leibe geschnitten werden mußte. An der Rügenschen Küste waren zwei schon bejahrte Fischer, Tegge aus Freetz und Pohl aus Muglih, zur Ausübung des Fischfanges in See gefahren. Sie wurden vom Schneesturm verschlagen und en das gelbe Ufer (Zudar) geworfen, wo die Boote an den Steinen zerschellten. Da die alten Leute nicht wußten, wo ste sich befanden, blieben sie am Ufer sitzen, durch die mehrstündige Segelfahrt war die Kleidung vollständig durchnäßt und am Morgen fand man die beiden Männer am Ufer als festgefrorene Leichen. * Wiesbadener Festspiele. Für die auf Allerhöchsten Befehl Sr. Majestät des Kaisers und Königs vom 14. bis 28. Mai ds. Js. bei dem Kgl. Theater in Wiesbaden stattfindenden Festspiele hat die Kgl. Intendantur, um bei dem erfahrungsmäßig sehr starken Andrange dem Publikum möglichst entgegen zu kommen, eine Reihe von Bestimmungen erlassen, die für weitere Kreise von Interesse sein dürften. Der Vorverkauf der Billets ist mit Rücksicht auf die Bequemlichkeit des auswärtigen und internationalen Publikums einheitlich dem Universal-Reisebureau SchottenfelsLCo., Wiesbaden übertragen; dorthin sind alle Vorbestellungen zu richten. Letztere müffen in deutlicher Schrift den Namen des Werkes und das Datum der betreffenden Vorstellung enthalten. In erster Linie werden nach Möglichkeit Bestellungen auf alle 14 oder auf mindestens 7 bis 14 Vorstellungen berücksichtigt, in zweiter Linie die übrigen. Die Bestellung erfolgt mittelst frankierter Postkarten, welche auf der Vorderseite die Adreffe des Bestellers, aus der Rückfette die Angabe der Wünsche enthalten sollen. Die Postkarten sind in frankiertem Kouvert unter gleichzeitiger Absendung des erforderlichen Betrags an das Reise-Bureau Schottenfels & Co. in Wiesbaden, 36/37 Theater-Kolonnade, zu senden. Die bewilligten Billets resp. Postkarten mit Vermerk, wenn dje Bestellung nickt hat berücksichtigt werden rönnen, gelangen in kurzer Zett an die Besteller zurück. Das Programm der Festspiele ist folgendes: 14., 17., 21., 26. Mai: „Der Eisenzahn". 15. Mai: „Mignon." 16. Mai: „Undme". 18. Mai: „Der Waffenschmied". Der Ring des Nibelungen. Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend. 19. Mai: Vorabend. „Das Rhein- gold." 20. Mai: Erster Tag. „Die Walküre." 22. Mai- Zweiter Tag. „Siegfried." 24. Mai: Dritter Tag. „Götterdämmerung." 25. Mai: „Der Waffenschmied." 27. Mai: „Der Waffenschmied." 28. Mai: „Undine." Die Preise der Plätze incl. 50 Pfg. Vormerkgebühr pro Billet betragen: Mittelloge 15,50 Mk. — Seitenlogen, 1. Ranggallerie, Orchestersessel 12,50 Mk. — Parquet 10,50 Mk. — Parterre, 2. Ranggallerie 6,50 Mk. — 3. Ranggallerie 4,50 Mk. — Amphitheater 3,50 Mk. (Geldsendungen per Postanweisung sind 5 Pfg. Bestellgeld zuzufügen.) * Die Gerüchte über Andree wollen nicht zur Ruhe kommen. Obgleich von den russischen Beamten ganz positiv ausgesprochen worden ist, daß alle Nachrichten aus Sibirien reine Erfindung seien, ist man auf verschiedenen Seiten dennoch geneigt, zu glauben, daß Andree sibirischen Boden betreten habe. (?) Es wurde bereits mitgeteilt, daß der schwedische Sibirienforscher Dr. Frederick Martin auf Kosten der schwedischen Regierung eine Aufsuchungsexpeditiou nach Sibirien unternehmen wolle; er ist, wie gemeldet, nach Rußland abgereist. Nunmehr regen sich auch in Rußland Zweifel an der Richtigkeit der Angaben der Beamten. Man denkt deshalb dort daran, eine Aufsuchungsexpedition auszurüsten. Der „Berl. Lok.-Anz." erhält darüber folgendes Privattelegramm: London, 23. März. Der „Standard" meldet aus Moskau, aus den sibirischen Zeitungen erhelle klar, daß man im Jeniffeidistrikt an die Wahrheit der Gerüchte von der Auffindung Andrees und seiner Genossen glaube. Die Tungusen hätten den Regierungsbeamten gegenüber wohl nur geleugnet, aus Furcht, zu dem Transport des Ballons gezwungen zu werden, wie dies schon öfters bei den Mammuth-Auffindungen der Fall gewesen ist. Der Vorschlag ist nun angeregt, eine Expedition behufs sorgfältiger Nachforschungen in jene Gegend auszusenden, wo der Ballon vermutet wird. Die Expedition soll vor Ende März abgehen und mehrere hundert Werft auf Schneeschuhen zurücklegen. * Das fünfzigjährige Berufs-Jubiläum begeht am 1. April der langjährige Mechaniker des physikalischen Instituts der königlichen Universität in Berlin, Herr E. Nöhden. Gerade in die Zeit seiner Thätigkeit am Institut fällt die Epoche wichtigster Entdeckungen auf physikalischem Gebiet. Bei wie viel Forschungen und Experimenten kommt es doch vor allem auf sicher funktionierende Apparate an. Die wichtigen Forschungen von v. Helmholtz, Herz, Kund, Rubens, Warburg und vielen anderen sind zweifelsohne dadurch gefördert worden, daß die geschickte Hand des Jubilars es verstand, zweckentsprechende Einrichtungen zu treffen und zu finden, wozu besonders auch sein Genie und seine langjährigen Erfahrungen ihn befähigten. * Vermißte Dampfer. Den Stürmen, die im Februar auf dem Atlantischen Ozean tobten, sind, wie unsere Leser wissen, zahlreiche Schiffe zum Opfer gefallen. Leider scheint die Verlustliste noch nicht abgeschlossen zu sein, denn noch zehn Schiffe werden vermißt, die Ende Januar aus nordamerikanischen Häfen nach Europa abgingen. Es sind dies die Dampfer „City of Wakefield", „Allegheny", „Oberon", „Dora Förster", „Picton", „Crost", „Laughton", „Port Melbourne", „Arona" und „Minister Maybach". Seit ihrem Abgänge hat man von keinem dieser zehn Schiffe etwas gehört oder gesehen, und von Tag zu Tag schwindet immer mehr die Hoffnung, daß sie jemals ankommen oder geborgen werden. Zusammen enthalten die obigen zehn Dampfer 29,464 Tons und haben einen Gesamtwert von 251,000 Dollars, während ihre Ladungen einen Wert von rund 300,000 Dollar repräsentieren. Es sind bedeutende Kapitalien, die mit den Dampfern verloren gehen. Aber noch weit schwerer fällt der Verlust an Menschen mit den Schiffen in's Gewicht. Wenn sich auch zur Zeit die genaue Besatzungsziffer der 10 Dampfer noch nicht angeben läßt, so dürfte dieselbe mit 300 Personen nicht zu hoch gegriffen sein. Wenn nun auch noch die schwache Möglichkeit vorliegt, daß wenigstens ein kleiner Teil dieser Leute von passierenden Seglern gerettet ist und vielleicht erst nach einigen Wochen in dem einen oder dem anderen Hafen gelandet werden kann, so ist doch wohl leider mit Bestimmtheit anzunehmen, daß wieder mehrere Hnndert braver Seeleute ihrem Beruf zum Opfer gefallen und eine Beute des tückischen Meeres geworden sind. * Lebensregelu für Neurastheniker. Von Dr. med. Ralf Wichmann, Nervenarzt in Wiesbaden und im Sommer dirig. Arzt der Kuranstalt Ilmenau. Preis 1 Mark. Verlag von Otto Salle in Berlin W. 30. — Seinen für Laien bestimmten und seither weit verbreiteten Schriften „Die Neurasthenie und ihre naturgemäße Behandlung" und „Die Wasserkuren im Hause" läßt hiermit der schnell bekannt gewordene Nervenarzt ein weiteres Buch folgen, welches den zahlreichen über ihre Nerven Klagenden Aufklärungen über die verschiedenen Erscheinungsformen ihrer Krankheit giebt. Alle Klagen werden sachgemäß einzeln behandelt; so gelangen, um nur einzelnes hervorzuheben, die Kopfbeschwerden, die Rückenschmerzen, das Gefühl allgemeiner Körperschwäche und großer Mattigkeit, das Herzklopfen, die Klagen über Magenbeschwerden und Verdauungsstörungen, die sexuelle Neurasthenie, die Klagen über Zwangsgedanken und über Angstgefühle zur Besprechung. Bei den einzelnen Fällen werden gleich die betreffenden Verhaltungsmaßregeln angeführt. Angesichts der weiten Verbreitung der Neurasthenie dürfte dieses neue Buch, das aus langjähriger nervenärztlicher Praxis heraus entstanden ist, vielen Nervenleidenden willkommen und eines Erfolges sicher sein; dasselbe ist durch jede Buchhandlung wie auch direkt durch den Verlag von Otto Salle in Berlin W. 30 zu beziehen. * Quer durch Asien. Ueber die nunmehr beendigte Forschungsreise der Herren Dr. Holderer und Dr. Futterer durch Asien sind in Karlsruhe Nachrichten eingegangen, denen die „Allg. Ztg." folgendes entnimmt: Die ganze Expedition hat der badische Amtmann Dr. Julius Holderer aus Lahr auf eigene Kosten unternommen und er hat sich zum wissenschaftlichen Begleiter den Professor der Geologie und Mineralogie an hiesiger Hochschule Dr. Futterer gewählt. Ausgerüstet mit Hilfsmitteln aller Art und mit wirksamen Empfehlungen, traten beide am 19. Nov. 1897 die Reise über den Kaukasus an. Sie ging vielfach abseits der großen Heerstraßen durch unwegsame, unwirtliche Gegen- de«, die reich an wiffenschastlicher Ausbeute »arr, auch au Mühen und Gefahren. Auf eine weite S» Wegs gaben den Reisenden drei Kosaken Schutz und G; eine Maßregel, die sie ihren Empfehlungen und dem 1 gegenkommen der russischen Regierung zu danken L, Ende April 1898 erreichten sie die Grenze der Mustek die mit einer Kameelkarawaue zur Beförderung des um z reichen Gepäcks auf schwierigen Pfaden durchquert Um so reicher war der Gewinn in geologischer und jooIcqtc Hinsicht. Immer größer wurden die Sammlungen, mv ausgedehnter die Last des Gepäcks, das weiterhiu Ochsen (Jaks) befördert wurde. Die Forscher, welche ' ganze Reise zu Pferde machten, mußten ihre deutschen mit einheimischen vertauschen. Der Marsch durch das^- land von Tibet bot wiederum außerordentlich Die*"' Interessanten, namentlich an geologischen und geograph,-> Beobachtungen. Hier hatten die Reisenden einen räubewj Ueberfall zu bestehen seitens tibetanischer Horden, । jedoch dank ihrer vorzüglichen Waffenausrüstung zurückschlugen, wenn sie auch einen großen Teil $2» tiere den Räubern preisgeben mußten. Von weitere v dringen ins Innere von Tibet sahen sie sich daraus laßt abzustehen. Sie wandten sich nach dem Thalr; Tanho und brachen am 1. Dezember von Min-Tsch^ Maultierkarawane auf nach Singan, wo Weihnacht ■ feiert wurde. Am 31. Dezember konnten sie auf zwei 8. den Tanho abwärts fahren bis zu seiner Einmündung den Hoangho, der sie nach Hankau hinabfühtte, w: ; gewonnenen reichen Schätze zur Versendung in die \ verpackt wurden. Anfang Februar erreichten die Reisig Shanghai. Damit ist die erste Durchquerung Asiens fatn deutscher Forscher glücklich und erfolgreich zustande gekourn» Meratur, Wissenschaft unifllM Schmidt, Dr. Max C. P., Gymnasialprofeffor in Berich Reform der klassischen Studien auf Gymnasien, ö» Dürr'sche Buchhandlung 1899. Preis 75 Pf. Der Kampf wider die humanistischen Studien auf unseren sc!-. Schulen ist seit Einführung der neuen Lehrpläne 1892 in ein Ck» der Waffenruhe eingetreten. Das ist der rechte Augenblick, um -n Rückblick zu thun und einen Ueberblick zu gewinnen. Was hiia! modernen Forderungen für Ziele und für Berechtigungen? Wai!..^ die Vertreter klassischer Studien dagegen einzuwenden? Was fu;-j weitere Maßregeln vonnöten, um die Waffenruhe vorübergehendfc mattung in einen Friedensschluß zu dauernder Befriedigung zu van dein? Das sind naheliegende Fragen, die alle Lehrer, alle Suter, i Gebildeten auf das lebhafteste interessieren müffen, da von der Irtita Beantwortung die Zukunft der Schule, das Wohl der Jugend, der €t.-i der deutschen Bildung abhängig sein wird. Diese Fragen nun sucht hier ein Fachmann zu beantworten, fr sichtlich ein ebenso warmer Freund des Altertums ist, wie er den ssc und daS Recht moderner realistischer Bestrebungen anerkennt, t erörtert diese Fragen in einer allgemein verständlichen Form, dii k an alle Gebildeten wendet, in lebendiger und knapper Darstellung, t keine Ermüdung auskommen läßt, in völlig ruhiger und objektiver H wägung, die jede Ansicht hört und ihr gerecht wird. Jeder wird finden, daß in der vorliegenden kleinen Broschüre rr groß« Fülle des einschlägigen Stoffes kurz und klar bemäntelt und » Kernpunkte geschickt und übersichtlich herausgehoben sind. Gustav Kadetburg läßt im Verlage von Max S^W.^r^v^ bürg 4, seine erste feuilletonistische Arbeit unter dem TiteV „fcumtmfh ♦ Kleinigkeiten" erscheinein. Der bekannte Mitverfaffer von „Im weife Röhl", „Auf der Sonnenseite", „Goldfische", „Berühmte Frau', „le Herr Senator", „Zwe glückliche Tage" etc, etc. zeigt sich auch in sei», neuen Werke als liebenswürdiger Plauderer und fein pointierens Humorist. „Humoristische Kleinigkeiten" gelangen am 31. Müy u Ausgabe und sind durch alle Buchhandlungen zum Preise von |it Mark broschiert, drei Mark elegant gebunden zn beziehen. S AlS eine treue Beraterin der deutschen Hausfrau erwieS sich i illustrierte Familienzeitschrift „Dies Blatt gehört der Hausfrarfl (Verlag von Friedrich Schirmer, Berlin SW. 13) auch im zweiten Dueci des laufenden Jahrganges. Neben anregenden und belehrenden Lrli!« finden wir praktische Anweisungen für die Küche und Winke für 1 Pflege des Haus- und Zimmergartens. Die schwere Aufgabe der 8 ziehung der Kinder erleichtern belehrende Artikel aus bewährten fachrL Nischen Federn; ebenso wird die Körperpflege eingehend behandelt; Idil verständlich ist jede Kurpfuscherei aus den Spalten der Zeüschrist fn® ausgeschlossen. Dem künstlerischen Bedürfnis der Hausfrau und 1 r erwachsenen Töchter kommt die Rubrik „Kunst im Hause" entgegen, re■< welcher reizende Arbeiten gebracht werden. Die Hausfrau lernt barsi ihr Heim ohne große Ausgaben behaglich und geschmackvoll zu gestel!» Geradezu als eine Fundgrube erweist sich die Abteilung , Erwerbet^ leit“, in der die Vorteile und Aussichten in den einzelnen Berusezlra:-" erörtert werden, die der Heranwachsenden weiblichen Jugend sich borhw” Für das Unterhaltungsbedürfnis sorgen zwei Romane und eine iHuftnr Beilage; den Kindern dagegen bringen die beiden Beiblätter,Da» v rm der jungen Mädchen" und „Das Blatt der Kinder" angenehm tfi““ haltende Belehrung. Der Mode- und Handarbettsteil ist mit pra/fi^n Moden, Schnittmustern' und schönen Handarbeiten sehr reichlich^"^" stattet. (Schnittmuster nach Maß gratis.) Und das alles für dm lich billigen Preis von 1.40 M. vierteljährlich. Zu beziehen ' Zeitschrift durch alle Buchhandlungen und Postanstalten. — van Dyk-Feier in Antwerpen. Man bertchlc1fr- „Frkf. Ztg." aus Antwerpen vom 20. März. Ja unsim k rüstet man bereits mächtig, um dm auf den 22. März jeiiin-* 300. Geburtstag van Dy5S festlich zu begehen. D:e W “ • freilich nicht jetzt, sondern erst in den Tagen vom 12. bis 27. Wi stattfinden. Die Festlichkeiten werden aus einem historischen M ' bestehen, der, wie jetzt definitiv festgesetzt ist, im ganzen vm - nämlich am 14, 16., 20. und 27. August, seinen Umzug dm« Stadt halten soll, sodann auS diversen Fackelzügen, Feßeff«. * . zerten, RegattaS u. dgl., ferner «uS einem internationalen Wettstreit und endlich, was wohl daS Wichtigste und 3nJn<" noch nicht bekannt geworden, eS kann aber keinem ZDetftt liegen, daß ste eine ganz bedeutmde Kollektion von Arbettev fassen wird. Dank dem Eifer, mit dem die Mitglieder deS> ttt “ komiteeS sich ihrer Aufgabe unterzogen baden, find auS und vor allem auS England zahlreiche Anmeldungm von v >» van Dyk'scher Gemälde zu der Ausstellung etngelaufen, über die Königin von England daS Ehrrnprotektorat Übernoma Man ist hier überzeugt, daß die Festlichkeiten eine koloflale v« von Fremden nach Antwerpen locken werden, und «beram» freut fich daher schon bet dem Gedanken an daS schöne uv» - Geld, das bet dieser Gelegenheit wieder einmal in unsere blet?,n wird._______________________ — Schiffsnachrichten t — Der Postdampfer „Neder-and" der „Red Star üvste t Antwerpen ist laut Telegramm am 25. März wohlde**^ Philadelphia angekommen. ) I IttiWtittf, M II II » II M II II II II II II II II II ; JiriWfi IB. , WniMl,, ; Mßliltki „ ltde* Fah SÄ Groiia. - t,w‘A i. M Ja MW S8, 8j I liuimi i, u A ' luMiuimi „ A A, ®' Ahra bringe %">»' Hnrdeaux*u' B Weine in eu>pf*£E Carl Weil'1*"* Giesse« - L y R PreblWeMj W ttttUt siaraviit bt! Bttttl ffl. Blü wr$fb.SOW-w5' Satser.«v-iUg, M per M E" ü0"5< vlnschab $ Vorschuß 9 pr W.tS M., MS? H. F. 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