’s 'I 1 di* j ift ' Weis3., N Co. 189 uhlvare« PreUtoert. Als b((M digg“ mü 6t< ^ltt6 in gediegennSicl- i, Marktplatz » lillftilfflBtii (sehen Schutzgebiet?- otten Nur Geld-Gewinne otottia .>100600=1*' la 50000=» 1185000=» la 15000=1* !. 10000= * la 5000=M (h 11)91) 1 00.50#=* > WfW-Av 0. 50= W HMS4W» 816 5Ä aben bei: Buchacker, Cigami iS'»* >rädei offen, "A rdentlich kW16 I, DWlD *Zfl* Dloft Iptad' ; . c°A- lkiMp" . Kreitag den 31. März 1800 Erstes Blatt. .77 Gießener Anzeiger ■.Hie Gießener General-Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Areis Giefzen. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf«, vierteljährlich. Aezug-prel« vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,, mouatlich 75 Pf^ mit Bringerloh». Llle Anzeigen-BermittlungSstellen bei In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger ent gegen. w**ri ttgNch , Ml Ausnahme des viontags. Wtkn dem Anzeiger «Mheutlich viermal beigrlrgt. ■I mime »en «n»rig.° ,u der nachmittags für den fiHpbon Lag erfcheinenden Nummer dis vorm. 10 Uhr. I Rtbeftion, Epreditton und Druckerei: Zch.kstrntze Ar. 7. Adrefle für Depeschen: >«|tlgtT frkit*. Fernsprecher Nr. 51. Gratisdeilasrn: Gießener Familienblätter, Der heWhe Landwirt Klätter für hessische Volkskunde._________________ Deutsches Keich. Berlin, 29. März. Der Vertrag des Reiches mit dem Norddeutschen Lloyd wegen Unterhaltung deutscher Postdampfschiffs-Verbindungen nach Ostasien und Australien tritt nach neueren Vereinbarungen mit dem Norddeutschen Lloyd nicht am 1. April, sondern erst am 1. Oktober d. I. in Kraft. Königsberg, 29. März. Im P r o z e ß Ros e n g art beantragte der Staatsanwalt die Eröffnung des Grabes des verstorbenen Gutsbesitzers Rosengart, um festzustellen, ob fick etwa das Mordgewehr im Grabe befinde. Königsberg, 29. März. Die G r a b e s ö f f n u n g wurde um 2i/, Uhr nachmittags vorgenommen, der Sarg blos- aeleqt und ebenfalls geöffnet. Das Ergebnis der genauen Untersuchung war gänzlich negativ. Es fand sich kein Gewehr noch sonst irgend ein verdächtiger Gegenstand vor. Hamburg, 29. März. Offiziere und Mannschaften der Bulqaria" werden am Samstag unmittelbar nach dem Festessen vor dem kaiserlichen Seeamt vernommen werden. Ausland. Wien, 29. März. Zu Vertretern Oesterreich-Ungarns auf der Friedens-Konferenz wurde der Stalwnschef im Auswärtigen Amt, Graf Welsersheimb, und der Gesandte im Haag, Okolicsanyi, ernannt. Denselben wird ein militärischer und ein juridischer Fachmann bei- gegefon-pc. ${e £agC des Grafen Thun, so wird uns aus der Donau-Kaiserstadl geschrieben, gelten als oeräblt In Oesterreich werden Schritte zur Besserung immer noch nach dem alten Rezepte „festinalente“ (eile nut Weile) in die Wege geleitet. Schließlich kann es aber gar nicht fehlen, dasi Vorstellungen, die an der maßgebenden Stelle dahm aemacht werden, daß mit derartig subalternen Maßregeln, wie sie neuerdings in Wien mit Vorliebe angewandt werden zu gehen, hat sich der Fürst nach Baden-Baden begeben, und dort verbringt er seinen Geburtstag in voller Zurückgezogenheit, welche die immer noch frische Trauer um die aus dem Leben geschiedene Fürstin bedingt. I^n.^r Hinsicht hat der heutige Geburtstag des Fürsten-Reichs- kanzlers auch eine politische Bedeutung. Nur wenige Wochen sind verstrichen, seitdem wieder einmal von einer bald bevorstehenden Kanzlerkrisis die Rede war, und unwidersprochen ist bisher die halboffiziöse Erklärung geblieben, daß Fürst Hohenlohe aller Voraussicht nach bald nach Vollendung des achtzigsten Lebensjahres von seinem Amte zurücktreten werde. Man darf demnach jetzt ernstlich die Frage ventilieren: „Wird binnen Kurzem em Wechse in der Person des Reichskanzlers eintreten?" Fürst Hohenlohe ist ein alter Mann und frei von b— ««*•—* k,<‘ der Macht zu führen. Er hatte ein ' Karfreitag. 6in Tag der Trauer nnd doch ein Tag des Triumphes ifür der Karfreitag. Der Menschheit ganzer Jammer, dWil gesamte Leid der Erde findet sein Sinnbild in dem ttmuze, an dem der einzige Gerechte, den die Erde je ge- i schn hat, den Tod der Schmach und Schande gestorben ul Der Menschheit ganzes Heil, die vollkommene Fülle Mel seligsten Trostes leuchtet zu uns von dem Kreuze her- nmeder, an dem der treue Heiland und erbarmende Freund .unserer. armen, sterblichen Geschlechts sich freiwillig für uns m Opfer gebracht und dem Tode die Macht genommen h^i. vor der Größe dieser Erlösungsthat fällt auch in den Krrzm derer, die dem Herrn ferne stehen, die gewohnte Mcichg iltigkeit ab, und in großen Scharen ziehen am H^lfreitage auch die zum Gotteshause, die sich des Kirchen- gxchns sonst entwöhnt haben. Dem Gekreuzigten haben fije allr zu danken, denn dem Siege des Kreuzes auf Erden is-: alles zuzuschreiben, was wir als die kostbaren Güter cktchbcher Gesittung besitzen. Wenn doch auch die Haupt- s.ßch sich den Herzen der Menschen recht einprägen wollte, duf khristi Tod für jeden einzelnen von uns ein Erlebnis f.': int? eigenen Jnmrn werden soll, damit wir alle, von ^.nvislxnsnot und Todesfurcht befreit, als Gottes Kinder, irnHeiiitze. Pes ewigen Lebens, das auch den Tod überwindet, umserem Heiland nachfolgen, und den Frieden Gottes be- st,Mjg in uns tragen können! Ja, würde doch Christi Mreuz 'in unser aller Herzen aufgerichtet, damit auch wir D-tauns getrösten lernen: In diesem Zeichen mißrst du siegen! übernommen, als er L- .—. wurde: er folgte dem Rufe nur, weil der Kaiser erklärt hatte: „Ablehnen gilt nicht", und im allgemeinen hat er sein Amt mit entsagender Würde geführt, dem alten Satze folgend, daß man mitunter aus Klugheit Dinge gutheißen müsse, die man nicht hindern oder ändern kann. Danut wollen wir dem hochverdienten obersten Reichsbeamten durchaus nicht zu nahe treten; jedermann muß erkennen, daß Fürst Hohenlohe in allen Fällen vom besten Willen beseelt gewesen ist. wenn es ihm auch nicht vergönnt war, die Zeit seiner Kanzlerschaft mit hervorragenden Thaten auszufüllen. Schon oft ist von der Regierungsmüdigkeit des Fürsten Hohenlohe die Rede gewesen, und gar vielfach hat sie auch wohl ernstlich bevorgestanden. Im Jahre 1897 erklärte Prinz Alexander Freunden gegenüber, sein Vater werde im Herbst aus dem Amte scheiden, und der Kanzler selbst hat damals aus seiner Amtsmüdigkeit kein Hehl gemacht. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger war er niemals herausfordernd, es fehlte ihm aber auch die mächtige Leidenschaftlichkeit des Fürsten Bismack, und deshalb hat sich Fürst Hohenlohe wohl kaum einen persönlichen Gegner erweckt. Der Fürst blickt an seinem heutigen Ehrentage auf em ungemein bewegtes und thatenreiches Leben zurück. Dem Deutschen Reiche und nicht minder den Einzelstaaten Preußen und Bayern hat er seine Kräfte in aller Uneigennützigkeit und Berufstreue gewidmet, und das wird ihm unvergessen bleiben, selbst wenn die Geschichtsschreiber vielleicht betonen, daß seiner Kanzlerschaft die Thaten gefehlt haben. Sem Patriotismus und seine Opferfreudigkeit stehen unübertroffen da und können als Vorbild gelten einem jeden echten deutschen Manne. sollten ein großes Reich wie das österreichisch-ungarische unmöglich auf die Dauer regiert werden könne, ihres Eindrucks nicht verlustig gehen. Und an solchen Vorstellungen hat es in der That nicht gefehlt. „ . Tarnowitz, 29. März. In der hiesigen Kavallerie- Kaserne fand zwischen dem Oberst-Leutnant Baron B. und dem Ober-Leutnant Prinzen C. vom hiesigen Dragoner- Regiment ein Duell statt. Letzterer ist schwer verwundet Rom 29. März. In der italienischen Presse hat das englisch-französische Afrika - Uebereinkommen Verstimmung gegen England hervorgerufen. Man spricht mit Rücksicht auf die englisch-italienische In eressengemein- schaft in Afrika ganz offen von emer Enttäuschung, die t I durchtteuft. Der Kassationshof hat heute die Untersuchung des diplomatischen Dossiers beendet. Das Gutachten über das Revisionsgesuch wird noch vor Beendigung der parlamentarischen Ferien veröffentlicht, so versicherte wenigstens der Präsident des Kassationshofes. Der Kassationshof wird eine ergänzende Untersuchung anordncn, in welcher Picquart dem General Roget gegenubergestellt werden wird. — Barres veröffentlicht über den Putschversuch Deroulödes weitere Einzelheiten und sagt, Dtzroulöde sei es bei seiner Verhaftung darum zu thun gewesen, sich gewisser kompromittierender Schriftstücke, welche er bei sich trug, zu entledigen. Es sei ihm dies auch gelungen, indem er diese Papiere in seinem Ofen verbrannte. Unter diesen Papieren habe sich ein Aufruf an das Land sowie verschiedene Briefe an politische Persönlichkeiten befunden, worin er diese auffordert, mit ihm die Beseitigung der Republik und die Abänderung der Verfassung von 1871 zu unterzeichnen. Paris, 29. März. Zum gegenwärtigen Stande der Drevfus-Angelegenheit wird der „Tägl. Rundsch. aus Paris geschrieben: Erst die Verhandlungen des Obersten Gerichtshofs über den vom Advokaten der Frau Dreyfus gestellten Antrag haben das Aktenstück zu Tage gefordert, in welchem die vom früheren Ministerpräsidenten Brffson befragten Räte des Obersten Gerichtshofs ihr Gutachten gegen die Revision begründet haben. Es wird darin gesagt, daß keinerlei Beweisstück für die Unschuld des Dreyfus beigebracht worden sei. Oberst Henry habe auf die Entschließung zum Verfahren gegen Dreyfus keinen Einfluß genommen, seine Rolle sei überhaupt in der ganzen Sache eine bedeutungslose gewesen, und die von ihm begangene Fälschung könne nicht als die vom Gesetz verlangte „neue Thatsache" gelten, weil sie erst zwei Jahre nach der Verurteilung begangen worden sei. Mit Recht ist aus diesem juristischen Gutachten und seiner Nichtbefolgung geschlossen worden, daß Brisson, nur um seiner radikalen Gefolgschaft zu gefallen, dennoch das Verfahren einleiten ließ. Denn auch der Justizminister Sarrien hatte dem Gutachten zugestimmt und nachträglich nur dem Drucke des Ministerpräsidenten nachgegeben. Bei der erwähnten Verhandlung ist übrigens auch die Unfähigkeit offensichtlich geworden, die dem Generalstaatsanwalt Manau seither nur von Jemen antirevisionistischen Gegnern nachgerühmt wurde. In seinem Eifer ließ der Generalstaatsanwalt die Gutachter des Obersten Gerichtshofes Dinge sagen, die in der Senatskommission von den Dreyfusfreunden gesprochen worden waren. Der Berichterstatter des Kassationshofs mußte daher Herrn Manau unterbrechen, während, wie der revisions- freundliche „Figaro" hervorhebt, die Herren Räte lächelten. Herr Manau ist nämlich ein „politischer" Richter. ©eine I Stellung verdankt er nicht seinen Talenten oder seiner Tha- tigkeit, sondern seinen radikalen politischen Freunden. Hauptmann Freystätter, einer der Richter aus dem Drey- fus-Prozesse, hat schon vor mehreren Monaten einige ihm von elsässischen Landsleuten, die ihn in Madagaskar verstorben wähnten, in den Mund gelegte Aeußerungen als freche Erfindungen bezeichnet. Das hat die „Jndependance Belge" nicht gehindert, neuerdings dieselben Aeußerungen, wonach Freystätter von der Unschuld des Dreyfus überzeugt sei, in die Welt zu setzen. Der genannte Hauptman yat nunmehr dem „Temps" mitgeteilt, daß er immer von der Schuld des Dreyfus überzeugt gewesen und daß die Verurteilung auf Grund der eidlichen Auslagen unbefangener 3eU9£onbon°29.gj?är$. Nach Telegrammen aus Washm^to« | haben weitere Konferenzen zwischen dem deutschen Bot- AmtlicherM. Bekanntmachung, Reffend: Die Abhaltung von Körterminen zwecks Aufnahme bin Rmcbttiere in das Provinzialherdbuch im 2. Korbezirk. Die Körkommission des 2. Körbezirks (Simmenthaler Ai tb) wird nachfolgende Körtermine abhalten: Donnerstag den 6. April 18SV: Vormittags 10 Uhr zu Inheiden, Mittags 12 .. Bettenhausen, Nachmittags 2 „ Muschenheim. Die Züchter von Simmenthaler Vieh, welche ihre Tiere iti das Herdbuch eintragen lassen wollen, werden ersucht, betreffenden Tiere an dem von betr. Großh. Bürger- nasslcrei hierzu bezeichneten Orte aufzustellen, damit die Weiten der Kommission ohne Aufschub erledigt werden kiömm. Anmeldungen zur Körung sind an den Vorsitzenden bäeftr Kommission, Herrn Gutspachter Pfannstiel-Angen- rM ober dem Geschäftsführer, Herrn Landwirtschaftslehrer rchßtihelt in Alsfeld, direkt zu machen. Laubach, den 25. März 1899. Der Präsident des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen: Friedrich Graf zu Solms^Laubach.~ Kurz und bündig ,$u sein, war der Inhalt unserer gestrigen Bitte an dunsr^iwilligen Mitarbeiter unseres Blattes. Richtete sich biliKic wut an einzelne, so gilt unsere heutige Bitte dem ge- fjiitem Leserkreise. Ihr kann jeder entsprechen, sofern en miO. Bei Verwandten, Freunden und Bekannten zugunsten dtikl.Gießener Anzeigers" ein gutes Wort einzulegen, ver- i»«ag jeder unserer verehrlichen Leser; und mehr verlangen nMr fmr heute nicht. Eigenlob stinkt! Darum sehen wir davon ab, unser 259Ialt anzupreisen; wenn aber überzeugte Freunde ihm das Wm reden, so erkennen wir das dankbar an. Jede Erweiterung des Leserkreises kommt inner fter Linie dem Inhalte des Blattes zugute. Aufgabe geeigneter Adreffen zur Versendung von Probe- imnutrn und freundliche Winke, die die Verbreitung des ,„.®itb'itner Anzeigers" fördern, sind uns stets willkommen. Reichskanzler Fürst Hohenlohe aaWftet am heutigen Freitag sein achtzigstes Lebensjahr. W« Men persönlichen Beglückwünschungen aus dem Wege ‘4. Markt 21. - Fei schuster v. Mohrenheim, dem englischen Botschafter und Staatssekretär Hay über die Samoa-Frage stattgefunden. Doch soll sie bisher der Lösung nicht näher gebracht worden sein. London, 29. März. Der deutsche Botschafts - Attache Baron Eckard Ist ein und Gemahlin in London gaben Cecil Rhodes ein glänzendes Diner, wobei Fürst Pückler, der Erste Botschaftssekretär, der österreichische Botschafter, Minister Arthur Balfour, Chamberlain und Gemahlin uns andere hervorragende Persönlichkeiten vertreten waren. Bei dem Konzert nach dem Diner gehörte auch Professor Schweninger zu den Gästen. Die Besprechungen betrafen vorzugsweise die afrikanische Nord-Südbahn, doch gelangt darüber nichts in die Oeffentlichkeit. Rhodes sagte einem privaten deutschen Teilnehmer gesprächsweise, die englische Afrikapolitik beruhe auf dem politischen Zusammengehen mit Deutschland. Belgrad, 29. März. Entgegen anderweiten Meldungen wird offiziös versichert, daß das Ober-Kommando der serbischen Armee in Belgrad verbleibt. Von einer Verlegung des Ober-Kommandos nach einer andern Stadt könne keine Rede sein. §§ Fauerbach bei Nidda, 28. März. Gestern mittag brach in dem der hiesigen Gemeinde gehörigen Walddistrikt Zipfen Feuer aus. Das dürre Gras bot dem Element reichlich Nahrung, so daß bald eine größere Fläche von dem Feuer ergriffen war. Zum Glück waren einige Personen in der Nähe, und ihrem thatkräftigem Eingreifen ist es zu danken, daß nicht ein größerer Schaden entstanden ist. Im ganzen sind 1 bis 1 x/2 Morgen junge Fichtenpflanzen vernichtet worden. Möge dies allen, welche bei gegenwärtiger trockener Witterung den Wald betreten, zur Vorsicht und Warnung dienen. §§ Kaulstoß (Kreis Schotten), 27. März. Der kürzlich verunglückte Gastwirt Johann Hergert mußte infolge seiner schweren Verletzungen in die Klinik nach Gießen verbracht werden. Lauterbach, 23. März. Die Abrechnung über das vom 25.—27. Juni v. Js. hier abgehaltene 25. Turnfest des Gaues Hessen ist jetzt erfolgt. Sie weist einen Fehlbetrag von 221,53 Mk. auf, so daß 20 pCt. des seinerzeit gezeichneten Garantiefonds in Anspruch genommen werden mußten. Der ungünstige Abschluß ist dem an dem Hauptfesttag (26.) eingetretenen starken Regenwetter, sowie dem Mangel einer geräumigen Turnhalle, welche die Festgäste während des Regens hätte aufnehmen können, zuzuschreiben. §§ Freiensteinau, 29. März. Heute morgen wurde dem hiesigen Kaufmann Scheuermann ein roher Schabernack zugefügt. Sein neu erbautes B i e n e n h a u s mit 33 Bienenstöcken stand nämlich in Hellen Flammen und brannte gänzlich nieder, es wurde sogar ein angrenzender kleiner Stall noch von dem Feuer ergriffen. Der Schaden wird auf 1400 Mk berechnet. §§ Stockhausen (Kreis Lauterbach), 29. März. Heute mittag gegen 11 Uhr brach in der Hofraite des Bäckers Kimpel Feuer aus, welches infolge starken Windes sehr : rasch um sich griff. Die herbeigeeilten hiesigen und benachbarten Feuerwehren waren nicht imstande, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, bis nachmittags gegen 7 Uhr konnte dem Feuer zupi erstenmale etwas Halt geboten werden. Der entstandene Schaden läßt sich bis jetzt, wo unser Berichterstatter dies schreibt, noch nicht feststellen. Es sollen, oberflächlich gerechnet, 22 Hofraiten mit 50 bis 55 Gebäuden abgebrannt sein. Ueber die Ursache der Entstehung des Feuers ist bis jetzt noch nichts bekannt geworden. Die meisten Abgebrannten sind versichert. Darmstadt, 29. März. „Die Streichhölzerfabrik I brennt!" Dieser Schreckensruf versetzte gestern abend I 8 Uhr die ganze Einwohnerschaft des Taunusviertels in I die größte Aufregung, und in der That loderten in dem Erdgeschoß der Fabrik bereits hohe Flammen empor, sodaß I jedermann das letzte Stündlein dieses in der letzten Zeit I vielbesprochenen Etablissements für gekommen hielt. Doch I es nahte rasch Hilfe. Beherzte Männer aus der Nachbar- I fdjaft drangen rasch in die Fabrik ein und ihrer energischen I Thätigkeit gelang es, des Feuers in kurzer Zeit Herr zu werden, sodaß die mittlerweile alarmierte Feuerwehr gar I nt$t m Thätigkeit kam. Wäre das Feuer richtig zum Ausbruch gekommen, dann wären alle Rettungsversuche selbstverständlich vergebens gewesen, und wer weiß, ob die nächste | I die Frau Prinzessin winkte beschwichtigend zu ihren Kleine» I hinauf und eilte ihrer Loge zu. Die Kgl. Hoheiten wohnten I der Vorstellung bis zum Schluffe bei. e* Polizeibericht. Auf Oswaldsgarten entstand gestern I nachmittag zwischen einem betrunkenen Zuschauer und einem Budenbesitzer Streit, welcher mit einem blutigen Kopfe I der einen Partei endete. Den Bewohnern der angrenzenden Häuser dieses Tummelplatzes werden derartige ärgerliche Szenen öfter geboten. — Ein betrunkener zugereister I Bierbrauer wählte als Erholungs- und Schlafftätte die Ostanlage, verursachte dadurch einen großen Auflauf von Menschen und erregte bei denselben allgemeines Aergernis. Derselbe wurde verhaftet. — Ein zugereister Metzgergeselle, welcher bei den hiesigen Meistern umschaute, be- nutzte die Gelegenheit, in einem Laden auf der Mäusburg I gleichzeitig in einem unbewachten Augenblicke ein Stück Schinken zu entwenden. Dem Scharfblick des Meisters entging dieses jedoch nicht, und soll denn auch die verdiente Strafe auf dem Fuße gefolgt sein. Derselbe wurde verhaftet. t* Zur Beseitigung der Animir-Kueipen schreibt die T.R. Emen überaus beachtenswerten Schritt, um dem Kellne- rinnen-Unwesen zu steuern und die Animier-Kneipen möglichst zu beseitigen, hat das großherzoglich hessische Ministerium gethan. Es hat die Verordnung erlassen, daß I einem Wirte, der seinen Kellnerinnen keinen Lohn zahle und 1 sie infolge dessen nur auf Trinkgelder und andere Einnahmequellen Hinweise, die Konzession entzogen werden solle. Das Ministerium nimmt, und zwar mit allem Recht, an, daß solche Wirtschaften nur dazu dienten, um die Völlerei zu fördern und die Unsittlichkeit zu unterstützen. Weiter hat dann das hessische Ministerium noch die Verordnung erlassen, I daß auch dann solchen Wirten, wie die bezeichneten, die I Konzession entzogen werden könne, wenn nachgewiesen sei, I daß der Inhaber einer Wirtschaft keine Kenntnis von den Vorfällen in seiner Wirtschaft habe, da er für das verantwortlich sei, was bei ihm vorgehe. x Grünberg, 29. März. Bekanntlich wird auf dem Lande I beständig und mit Recht über den Mangel an den zum Betrieb der Landwirtschaft nötigen Arbeitern, wie I Knechten, Taglöhnern rc. geklagt. Die jungen Leuten ziehen es vielfach vor, in den Jndustriegegenden, in Westfalen und den Rheinlanden lohnenden Verdienst zu suchen. Aber auch die wenigen in unserer Gegend befindlichen Fabriken, Eisen- I steingruben, Bauxitwerke rc. könnten weit mehr Arbeiter I beschäftigen, als dies jetzt der Fall ist. Trotz der für die hiesigen Verhältnisse ziemlich hohen Löhne hält es schwer, das zum erfolgreichen Betrieb nötige Arbeiterpersonal zu I erhalten. Gl W ** -l-ibas (irnte u°d ff iiiO ^Feinste (*« W la. Frankstrte, la. neue Hell I frist eingelrofh A. & G. Wa Markl2-^TeI Hottrsdirnst m der Synagoge. Samstag den 1. und Sonntag den 2. April 1899: Passahfest. . ... Tag. Borabend 630 Uhr, morgens 8” Uhr, nachmiiu ' 4 Uhr, abends 7<° Uhr. «. Tag. Borabend 7« Uhr, morgens 8« Uhr VrtW nachmittags 4 Uhr, Festesausgang 7*° Uhr. Gottesdienst der israelitischen KeligionsgesellM Samstag den 1. und Sonntag den 2. April 1899: Passahfest. 7. Tag. Vorabend 6«o Uhr, morgens 8*> Uhr, nac mittag 38o Uhr. 8. Tag. Vorabend 7! schöner zu gestalten. Schellfii Mit, itbtnbt fiartrt i iottlltn Wlroffen. Nipin Lersandl nad rtz! I Rclonialnxmn» und M Schellfi : Utjfen heute ein bei eit für die Z« “31; 1596, k: ^skartes (Carles 'undD-nkenaA denkenden Substm denke, also bin ich) c- Uun9 eines absolut tt Seele folgert er k ohne welches du. starb am 11. * äs; LK '» i« bet EK V> Sim. M '"Naumburg tQQen; ltnb'-8=l=iliSt 1. April 1730, wurdü non Geßner gebonr «handel und machte sich es Schweizers an fein: len fehlt indes fe- ■ Sprache schön, naiv. Meßner hoch, begeisur cheau. Der Dchu Laterstadt. ssenschafi iiri L steht vor der Thür c* ehen. In vielen jtgmftitia durch fltiä* Dir die Gelegevhki!^ ruf ein nettes BWo» ; Bewohner unseio/- iMgefcheok dpr--“ r Ricker'sche^. Unncitt £tin, M rigtMHfrn Mn oob . en e$ sein, die w« nbldjtt M, M At; ibtmMt, beton'' bdjxti, \o Üd itrM- tt vck MMtzer Wi- P1 |m, Itbl leider bk WJJ Mnissm und WM ein recht Dkle ^in P >rr Dichterin ihr« Leb^e t io btt WW- Sonntag dm 2. •m"' lasiahfest. j» Uhr, morgens «"wv 7« Uhr, morgen! «*a' igang 7« Uhr- W« ( Sonntag den2- ' e^M,^morgens H uhr, morgen! 8* fc 6RÜ UnlKss ßeM!!^ >cs Bureau ^st> 7di- A»i vLE -SK ifjes dem Honved-Mimster Fesjervary gelungen, die für fe Honvedarmee schon seit Langem angeslrebte Artillerie zu galten. Es sollen vorläufig vier Batterien gebildet werden. Paris, 30. März. Der Siöcle greift in den heftigsten «orten den Obersten Paty du Elam an und beschuldigt • ifr: r. mit Esterhazy und Madame Pays, der Anstifter br Fälschungen gewesen zu sein. 2. die Geheimnisse der kriegsgerichtlichen Untersuchung zu gunften Esterhazys, des f Nrräters, preisgegeben zu haben. Den letzteren, Esterhazy, t»n allen Dingen unterrichtet und ihm Hilfe geleistet zu haben. 3. die verschleierte Dame gewesen zu sein. 4 Esterhazy auf rechtswidrige Weise in den Besitz der rechtswidrigen Schriftstücke gesetzt zu haben. 5. der Verfasser der falschen Telegramme Blanche und Speranza gewesen zu sein. Der „Siöcle" schließt mit den Worten: Oberst Paty du Elam kennt die Geheimnisie des Generals Boisdeffre, kennt diejenigen des General Mercier und dieser letztere endlich weiß manches über Dupuy zu sagen, und aus diesen Gründen wagt man es nicht, den Obersten Paty du Elam zu verhaften. Madrid, 30. März. Aus allen Teilen des Landes laufen ungünstige Nachrichten ein. Der Frost hat in den Feldern großen Schaden angerichtet. Ein großer Teil der Weinernte ist verloren. Dr. R. Schiffmann’s ßsfhma-Pulver BMlAadteUe: M^O Selpeter, 61 je Ofo rtd-Mnerikiuticker SUekipTel, 1« », necheader Kegel kolbe», ist jetzt in den meisten Apotheken Deutschlands zu haben. I» sieht Torrllhlf, leodt au rieh 11 ilt Ksge! - Apolhek». brlii, lasosleratr. 44. Kine kleine Schrift aber Aathmik, welche Uber deu aoaaerurJendlchen KTfoif dleeee Peüverw enlhllt, lei durch R. ßchlflmenn. Berlin B., Leipeigentr. VS, unenlgelilich Stiidt. SchlMhaus. Zsreibank. 2720 Heute und Samstag: Kyhsikisch 51 psg. Feinste Ahilkl Cervklatwurlt, la, Frankfurter Würstel, la. neue Hellerlinsen •friid) ieingetrofft-n bei 384 A. & G. Wallenfels, _ Markt 21. — Telephon 46. NRK Heute frische Schellfische, tab»au, Zander, Schollen, Fluß- kchtt. lebende Karpfen, Hechte, choreNen einaetroffen. 310 Prompter Versandt nach auswärts. ®fr- I. M. Schulhof, Noloiwalwaren- und Delikatessenqesckäft. Schellfische Russen heute ein bei 362 A. & G. Wallenfels. Markt 21. — Fernspreck-Nr. 46. Zirka 1000 Ztr. 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Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Kameraden Peter Ott geziemend in Kenntnis zu setzen. Beerdigung findet Freitag den 31. d. Mts., Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester 2815 Frau Fried. Schmidt Wwe., sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen tiefgefühlten Dank Die trauernden Kinder. Gießen, den 29. März 1899. »/z2 Uhr, statt. Zusammenkunft bei Kamerad Bourgeois um 2831 Der Vorstand. Für die von allen Seiten bewiesene Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste unserer lieben Tochter und Schwester Lina Ziegler sowie für die überaus reichen Blumenspenden sagt innigsten Dank Familie Ziegler. Gießen, Halle a. S., den 29. März 1899. Die Beerdigung findet Freitag den 31. März, nachmittags i/a2 Uhr, vom Sterbehaufe, Westanlage 11, aus statt. 2834 Zum Osterfeste empfehle ich meine vorzüglichen Rhein-, Mosel-, Siiiweine uni Kognaks sowie täglich frische Maibowle. Wilh. Kupke, Weinhandlung und Weinstube, ____LudWigSplatz 13._______________________2812 Für Einjahrig-Freiwillige Der Unterzeichnete hält fich in Anfertigung von Aniformen aller Art unter Garantie für guten Sitz und elegante Arbeit bestens empfohlen. DV Lager in sämtlichen Militär-Effekten bester Qualität. 2823 Hochachtungsvoll _____________W. Hess, Kraudgasse 6. Tüll-V orhang*e Spachtel-Gardinen und Stores schmale Vorhangstoffe und bunte Vitragen Rouleanxstoffe und abgepasste Rouleau sind in neuer grosser Auswahl eingetroffen. Reste und vorjährige Muster bedeutend unter Preis. P. P. Das Waschen und Färben gebrauchter Vorhänge wird prompt und billigst besorgt. 2248 Ernst Bloedner, Seltersweg. Todes-Anzeige Ä, Anna Hamel, geh. Schubert Die bedingt! nach kurzem, schwerem Leiden zu sich zu rufen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Hamel Giessen, den 30. März 1899. bk tot Mck, to ho loxtn unb \\\ ybxa unter Zusicherung reellster Bedienung bestens empfohlen. Hochachtungsvoll Briefe a (Crt6tnilber|(6t Allen Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, gestern abend 11 Uhr meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante 1 Milet siiwmrn ba ' scheide kurzzeitigt $ ■ rechtspflege ost nid)t Die Aufgabe be : zu gefunden Reform > mirtfameren Oeftalti t die fvgen. .beding : außerdeutschen Ländt ! z»ei Systeme zu unt । bciitltl1 Lass Unsere h utige fl «eitigrnFreih^stra« ü rrgirbt sich. buH etwD ' strafen sind, und da» : am zahlreichsten diel i namentlich wegen gel 1 Unterschlagung und j I Hot jedoch giltst, da । Bärtigen Anwendung i : ab^ndt, sondern vor > binerib auf die Bahn sbtrafanstalt lernt de runb Kniffe des abgefe Geschäfts-Verlegung. Z Meiner werten hiesigen und auswärtigen Kundschaft die ergebene Mitteilung, daß ich Anfang April er. mein Geschäft in das von mir käuflich erworbene Ä Haus des Herrn Wilh. Schmidt Seltersweg Nr. 30, meinen ftithenge« Lokalitäten gegenüber. ! verlegen werde. Durch die ausgedehnteren Ladenräume, welche ich jetzt erhalte, bin ich in der angenehmen Lage, mein Geschäft entsprechend vergrößern zu können und halte mich bei eintretendem Bedarf in Stahlwaren, Waffen, sowie auch in optischen Artikeln 4 Die Beerdigung findet statt: Freitag den 31. März, vormittags 11 Uhr, vom Trauerhause, Bleichstrasse 7, aus. 1 flam Reinig. NB. Alle in mein Fach einschlagende Reparaturen werden pünktlich, gut und billigst ausgeführt. 2832 ! cngliffyn System toi • Abfrage unttrfuq - Nem bet für fdfulbi gestellt; führt W, so bleibt er von j ®hb nachträglich ein C 'stanzäsifch-belgifchen l Portugal und Rorwege 1 sofort ein Strafurteil > "ls »icht geschehen, 1 'Probezeit von mehrere veL«, Systemen hat n .... 3m Deutschen Re Wung der bedingten ** I-chm I ii’Mm $i6jtä«b,n ihrr l1?" d« elften Br in M •oUftretfung [,it bet Mädchenhüte! Damenhttte! €1 rosste Auswahl I Warenhaus Adolf Baer, Giessen, Schulstrasse 6 > Eine gutgehende Wirtschaft tML (Sfc _ ®iw türf,ti4er . j 4 mit hohem Bierverbrauch in guter Sage tfchfe Hl M Gießens zu verkaufen. 2826 BÄSÖK BBS ^11 JBLIM1. - _Mberes W. Hild, Bahnhofstr, 1b, II. 17 fette SckWeiNe ■ V I^W*M** 0>( s , 2827) Ein Hau» mit Sasen, in im Gewicht v. 14«—»»« Vsd. gesucht. Eintritt sofort. Dauernde Stell»»«. billig zu verkaufen. 2824 Teltersweg 35. im Gewicht v. 140—230 Pfd. 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