1899 Donnerstag den 30 November Bthftlr, epfbitien und Drudttrt: 4 AS« Knid$fn-8tnntttlin^4ftt£eti des In- nnb luileeW ««Innen An»ri,en für em SNßrner Rnzeigrr «treffe für Depeschen: Ax-dStr $141*. Fernsprecher Nr. 61. GrsttskMsgr«: Gießemr Fsmüincklätter, Her hrUsche zandwitt, ZtStter für hessische DMskMde. Da Plötzlich gegen 12 Uhr mittags ertönte weithinschallend die Signalflöte zum Zeichen, daß die Besucher das Schiff zu verlassen hätten, bald daraus ertönten die Abfahrtssignale und von der Kapelle des Schiffes, die vorher die deutsche und holländische Nationalhymne gespielt hatte, erscholl das alte Lutherlied: „Ein feste Burg fft unser Gott!" Unter den Klängen dieses Liedes setzte sich der „Herzog , gezogen von einem Schlepper langsam in Bewegung. Die Menge, ergriffen von den weihevollen Klängen des Liedes und der Bedeutung des Augenblicks, verharrte in tiefem Schweigen. Dann aber erscholl um so stärker der brausende Ruf: „Lewe de Buren!" Die Tücher wehten, die Hüte wurden geschwenkt und das Hurrah pflanzte sich fort von Dock zu Dock, von Schiff zu Schiff, von Brücke zu Brücke! Ein unvergleichlicher Augenblick! Der Himmel trüb und regnerisch, alles grau in grau gesärbt; dennoch aber eine vielrausendköpsiige Menge, begeistert und von nationalen Hochgefühlen erfüllt, welcher unser ganzes Volk durchzittert. Und auf dem Schiffe 45 hoch- und niederdeutsche Aerzte, Pfleger und Pflegerinnen zu gemeinsamer edler That tm Dienste der Menschlichkeit und Barmherzigkeit verbunden. Möge es eine gute Vorbedeutung für die Zukunft sein, daß dieser dem deutschen Gedanken entsprossene Hilfszug auf dem deutschen Dampser „Herzog" hinausging, welcher die Hamburger Flagge führt, während am Vormast die Transvaalflagge wehte, vom Hauptmast die Zeichen der Deutschen Reichspost und am Heck die schwarz-weiß-rote Flagge Deutschlands! Eine dreistündige Fahrt durch den Nordseekanal brachte den „Herzog" in die Schleuse von Nmuiden: hier verließen die Herren des Hufsausschuffes den Dampfer. Der Hamburgische Vertreter, Herr Rechtsanwalt A. M. Jacobsen, rief den von Hamburg aus entsandten Teilnehmern ein letztes Lebewohl zu. Ein Heu Jssendorff, Heil Hamburg! scholl hinauf zur Kommandobrücke, auf der grüßend der Kapitän stand, um den „Herzog", ein beweisendes Zeugnis deutscher hanseatischer Arbeitsund Schaffenskraft, mannhaft und sicher hinauszubegleiten in das wogende Meer. Rr. 282 Zweites Blatt Kokales und Provinzielles. Gießen, 29. November 1899. ** Geschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Vor 155 Jahren, am 30. November 1744, würbe aus Waller»ein der Dichter Kar! Ludwig v. Knebel geboren. Mit Goethe stand er über ein Menschenaller im vettraulichsten Verkehr. Seine Tagebücher, sowie sein Briefwechsel bilden eine wichtige Quelle zur Erkenntnis jener goldenen Lttteratur-poche. Hingegen werden seine Gedichte und philosophischen Abhandlungen kaum noch gelesen. K. staro am 2d. tfee- ruar 1834 in Jena. virrikljährliL 2 Mark 20 W menatüd) 75 Ps^ mit vringcrletz«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,. vierteljährlich. schmack von Karlsbader Sprudel auf der Zunge empfand. Ich musterte mit zärtlichen Kennerblicken den hübschen, gold- grundierten Deckel, schlug ihn aus und las den Titel: „Spemanns goldenes Buch der Musik. Eine Hauskunde sür jedermann. ^ef Erich, „meine musikalische Pythia! Ich bemerkte das Buch kürzlich im Schaufenster, und konnte der Versuchung nicht widerstehen, es zu kaufen, obwohl ich damit meinen ganzen Monatsetat über den Haufen geworfen habe. Seit zwei Wochen lese ich täglich einen kleinen Abschnitt — mit welchem Erfolge, weißt Du." „Du handeltest wie ein Weiser, Polyhymma segne Derne Entschlüsse!" sagte ich feierlich, und blätterte mit Interesse in dem Werke. Eine Stunde später kaufte ich mir beim nächsten Sortimenter „Das goldene Buch der Musik". Es ist seltsam __ mir hegen kaum Bedenken, süns Mark sür eine Flasche Wein oder eine Handvoll Importen oder sonst einen flüchtigen Moment des Genuffes hinzugeben, aber wenn wir uns sür süns Mark ein Buch kaufen, und sei der Preis, iw Verhältnis zum Gebotenen auch noch so billig, so bilden wir uns immer ein, ein direkter Nachkomme von Raimunds Verschwender zu sein. Aber diesmal bereute ich die Ausgabe Nicht, ^ch las und lese noch mit Vergnügen in dem kleinen, dicken Buche, allerdings nicht zu dem Zwecke, um gleich meinem Mosen Freunde Erich in Gesellschaft mit schöngeistigem unter- haltunqsstoff zu prunken, sondern um die vielen Lücken der musikalischen Bildung, die bei Laien doch ganz natürlich sind, auszufüllen, und meine musikalische Genußfähigk^t zu steigern. Und dazu eignet sich, meiner Ansicht nach, Nwlimg urber 1899, Spemanns „Goldenes Buch" ganz vortrefflich. Wie das Werk sich äußerlich schmuck und ansprechend präsentiert, so zeichnet es sich auch durch gediegenen und praktisch gegliederten Inhalt aus. Der Herausgeber hat zur Durchführung seiner Ausgabe: „in einem handlichen Werke alles zu sammeln, was jedermann, welcher der holden Musika huldigt, wissen sollte", Mitarbeiter von bestem Rufe zu gewinnen verstanden: Professor Karl Reinecke, den Nestor der deutschen Klavierkünstler, Dr. Hugo Riemann, den berühmten Historiker, Prof. Beruh. Scholz, den Freund Joachims und Klara Schumanns, Dr. Karl Grunsky, Dr. Leopold Schmidt, Otto Hollenberg u. a. Wo so bewährte Kräfte zusammenspielen, da darf man wohl etwas Gutes und Harmonisches erwarten. £, _ Ein Blick in den Inhalt zeigt die große Reichhaltigkeit des behandelten Stoffes: Das Musiktalent und seine Ausbildung, Epochen und Heroen der Musikgeschichte, Künstlerlexikon, Klang-, Harmonie- und Formlehre, Jnstrumenten- und Orchesterkunde, einen Führer durch Konzertsaal und Oper mit knappen, aber erschöpfenden Analysen der Werke rc. Besonderes Jntereffe verdient auch das biographische Tom künstler-Verzeichnis derjGegenwart mit zirka 300 vorzüglich gelungenen Porträts der bemerkenswertesten Persönlichkeiten. Außerdem ist „Das goldene Buch" noch mit einer großen Anzahl von Vollbildern geschmückt. Alles in allem ein Buch, wie cd nur deutscher Autoren- und Verlegerfleiß zu schaffen im stände ist; ein Buch, dem man von Herzen wünscht, daß ihm überall eine Hemistätte gewährt wird, wo Frau Musika waltet. P. W. «tt WrtwMwt brr »•wmeeMtltr Kiba be» Itijdyt ** In Kriegszeiten. Jeder Krieg wirkt störend aus die Beziehungen der Völker. Für die w'rtschaftliche Entwickelung ist er ein Moment, mit dem sich an Plötzlichkeit kaum ein anderes vergleichen läßt. Naturgemäß brmwt er immer Handelsstockungen mit sich. Er unterbricht stellenweise den Seeverkehr, wie wir ja deutlich tm Vorjahre spürten, als Spanien und Nordamerika in Fehde lagen, und auch momentan wieder, wenn die beteiligten Handelskreise von amtlicher Seite ersucht werden, zu erwägen, ob es nicht ihren Interessen entspricht, während des letztgen Krieges die Benutzung britischer Dampser zur Beförderung von Waren nach Südafrika zu vermeiden. Der Krieg macht immer den Transport gefährlicher und deshalb thenrer. Er verhindert vielfach Geschäftsreisen, vermindert persönliche Beziehungen und ruft schon durch die Unsicherheit der Lage die Neigung hervor, sich vom Geschäft teilweise zuruckzuziehen. Diese Beobachtung ließ sich im Vorjahre machen und zum Theil auch jetzt wieder. Und mit dem Handel merkts der Geldmarkt. Das flüssige Geld, welches man sonst in Werten anlegt, wird rar, woraus sich dann sehr ost ein Coursrückgang ergiebt. Jede Versteifung des Geldmarktes hat außerdem Diskonterhöhungen zur Folge. Treten dazu noch starke Engagements auf dem Geldmarkt ein, wtt m der Regel vor Weihnachten, so macht sich die indirekte Wirkung eines Krieges erst recht geltend. Erfreulicher Weise ist ja die Lage der deutschen Arbeit immer noch eine günstige, doch pendelt nach den neuesten Beobachtungen des ..Arbeitsmarktes" die Konjunkturkurve bereits zwischen Aus- und Abstieg hin und her. Bei manchen Handelsartikeln ist der Einfluß des jetzigen Krieges unverkennbar, namentlich bei Wolle. Naturgemäß werden durch die Hausse bei einem solch wichtigen Handelsartikel sofort eine Reihe Berufe der Bekleidungsindustrie in Mitleidenschaft gezogen. Man merkt es also recht deutlich, daß bei den innigen Wechselbeziehungen der Völker des Erdballs untereinander ein Krieg — und sei er noch soweit entfernt — die großen fremden Staaten nicht unberührt läßt. Den praktischen Beweis liefern die Notizen in unserem heutigen Handelsteil. »* Die Staatsanwalt in Gießen hat auf erhobene Anzeige gegen 12 bis 15 Burschen aus der Gemeinde Pfordt wegen eines hier nicht näher zu bezeichnenden Splnn- stubenunfugs Untersuchung eingeleitet. Die Opfer in der betr. Affaire waren 15- und 18jährige Mädchen aus Pfordt und dem benachbarten Qu eck. Die Strafanzeige ging von letzterer Gemeinde aus. Der Spinnstubenskandal ereignete sich in einer Pfordter Wirtschaft. — Friedberg, 28. November. Seitdem die Frankfurter Quartett-Vereinigung (Herren Hermann Feuilleton. Gin musikalischer Kausfreund. Mein Freund Erich - er ist Kunstmaler und seine Eltern haben auch nichts - bot se.t -m'g-r Z-.t seltsame Symptom- dar. Obwohl ich genau weist, daß er unmusikalisch ist wie -in Karpsen, und ,-de Melodi-, die er zu pseisen beginnt, in die „Wacht am Rhein übergehen lübt, verblüffte er in den letzten Wochen unsere geselligen Kreise durch seine wahrhaft fundamentalen Kenntnisse in der Musikwiffenschast. Bald spricht er über den Kontrapunkt wie -in Professor, und bald über Transpositionen, bald rieht er über die Programmmusiker los, und bald stimmt er ein Klagelied darüber an, daß die heutige Generation nicht genug Achtung vor Joh. Seb. Bach habe. Als er neulich in einer Gesellschaft wiederum feine musikalischen Sentenzen durch den Saal schleuderte, zog ich ibn in einen Winkel. Sage mal, alter Schwede," fragte ich, „von wannen ward" Dir eigentlich diese fabelhafte Erleuchtung ? Soll ich wirklich an eine Inspiration glauben, oder darf ich um eine meinem Skeptizismus besser angepaßte Erklärung des Phänomens bitten?" r _ . . , Er lachte. „Du ahnungsvoller Engel Du! Ja, ich will Deinen Wiffensdrang befriedigen. Wenn Du nächstens in mein Studio kommst, werde ich Dir meinen Inspirator v°^Äls ich ihn bald darauf besuchte, deutete er auf den Tisch; dort lag ein Buch von kleinern Format, aber so liebenswürdigem Embonpoint, daß ich unwillkürlich den Ge 4- Für die Bureu. Hamburg, 26. November 1899. Bon einem gelegentlichen Mitarbeiter aus Hamburg wird uns geschrieben: r _ _ Am Nachmittage des 24. Novembers setzte sich der aus insgesamt 35 Personen, Aerzten, Pflegern und Schwestern hochdeutschen, holländischen und vlämischen Stammes bestehende Antwerpener Hilfszug für die verwundeten Buren, begleitet von emer ungeheuren Menschenmenge, nach dem Amsterdamer Bahnhof in Antwerpen in Bewegung, die Teilnehmer in ihrer für den Kriegsschauplatz berechneten malerischen Kleidung und am Arme die Binde des roten Kreuzes. Der Lebendigkeit der Antwerpener Bevölkerung entsprechend, steigerten sich die Kundgebungen, je mehr der Zeitpunkt der Abfahrt näher rückte. Ein brausendes Hurrah nach dem andern erscholl, und die Zurufe „Leve de Buren!" wollten kein Ende nehmen. In Amsterdam wurde der Hilfszug auf dem herrlichen Hamburger Dampfer „Herzog", Kapitän v. Irndorf, erwartet, mit welchem die Hamburger Teilnehmer bereits an- qekommen waren. Zu ihnen stießen noch einige Aerzte, darunter der ostmärkische Chirurg des St. Pöltener Hospitals in Nieder-Oesterreich, Herr Dr. Albrecht, sowie der Leipziger Arzt Herr Dr. Tilemann. Am Morgen der Abfahrt, dem 25. November, strömte es bereits um 8 Uhr morgens nach dem Dock, an welchem der „Herzog" vertäut war. Immer neue Tausende kamen heran und suchten und sanden Platz an den langen Docks, auf den Dächern der Speicher, auf den Schiffen und in den Böten. Geduldig harrte die Menge des Augenblicks der Abfahrt. Das stolze Amsterdam mit seinen zahlreichen Kanälen, Türmen und hochragenden öffentlichen Gebäuden war eingehullt in einem leichten Nebelschleier und unaufhörlich rieselte em ferner Staubregen hernieder. Auf dem Dampfer entwickelte sich em überaus reges Leben. Es drängte sich di- Menge in den Gängen und Kajüten um die Teilnehmer. Jeder wollte ihnen ein lieb-S Wort des Abschieds zurufen Exzellenz Dr LeydS, der Brüsseler Gesandte der Sudaftikamschen Republik, ließ sich alle Mitglieder des Hilfszuges vo^ stellen. Ganz besonders lange und teilnehmend sprach er mit der alten Frau Siemssen aus Ottensen, die ihren Gatten, drei Söhne und zwei Schwiegersöhne gegen England im Felde stehen hat. Herr Dr. Koster und der Generalkonsul des Oran;efreistaats hielten Ansprachen Die Zeitungsberichterstatter sammelten eifng ihre Bemerkungen Photographen vom Fach und Liebhaber suchten und fanden hinreichend Gelegenheit, die Teilnehmer zu photographieren, kurzum es herrschte auf dem Dampfer einige Stunden lang ein ungemein fesselndes Leben und Treiben. kn-che« 6*et, m- 8*' ’ffl» 832t 25 W , iM-B itn xiöiluöS' bei bet» Wt, (tu t1 “e= Ovaler- Hm** • Verniet tagg. ntf. 8328 'Äc ^77z Mich 12 ' Ibau. eniber: m ert Husaren. Halt!!! t >?? r ZchesM $ »he 47 t tv. November J Stellung; euneckM. \ 833l ■ hr. — Iet "euen Satzung^. Der Vorstand. «•ein. 5. Dezember er. «he. mann Faber, kaus in Frankfurt a.M. mds an der Kasse, 8311 Ende 10'/, Uhr. Ich 8 Uhr. Gießener Anzeiger sä;äGeneral-^^n^eiger Aints- unb Anzsigeblatt sÄr den Ttrel» Gieren. Hock, Frita Dippel, August Allekotte und Heinrich Appunn) hier regelmäßig, wie seit mehreren Jahren, Kammermusikabende veranstaltet, wächst das Interesse an dem Genuß dieser intimsten Instrumental-Musik. Dies hat sich auch an dem gestrigen Abend, der durch die Mitwirkung des Herrn Carl Preußer, erstem Solo-Hornisten der Frankfurter Oper besondere Anziehung bot, gezeigt. Das Prädikat „vorzüglich" verdienten alle Programmleistungen: Mozarts Hornquartett, Beethovens Trio (Serenade op. 8), Soli für Waldhorn von H. Hofmann und C. Reinecke, sowie Dvoraks interessantes As-dur-Öuartett (op. 105). Auf den Erfolg ihrer Bestrebungen in und außerhalb von Frankfurt darf die Quartett-Vereinigung, die seit fünf Jahren besieht, mit großer Befriedigung blicken. nn. Darmstadt, 28. November. Als heute morgen ein Fuhrwerk der Firma Merk, welches mit zwei prächtigen Pferden bespannt war, Abfallstoffe der Fabrik nach den Lehmgruben am Ziegelbusch bei Kranichstein transportieren wollte, kam der eiserne Kastenwagen beim Entleeren ins Rollen und stürzte mit den beidenPferden in einen der dortigen Teiche. Der Wagen kam auf die Pferde zu liegen, wobei die Tiere in der jämmerlichsten Weise ums Leben kamen. Der Fuhrmann konnte sich noch durch einen Sprung retten. Der Unfall hatte eine Masse Publikum herbeigezogen. Erst gegen abend konnten Wagen und Pferde heraufgeschafft werden. Darmstadt, 28. November. Heute vormittag ll®/4 Uhr wurde das Urteil in der Privatbeleidigungsklage des StadtverordnetenMayer gegen den Schneidermeister Wittmer verkündigt. Das Schöffengericht sah den Nachweis als erbracht an, daß Mayer bei der Abänderung des Stadtbebauungsplanes in Förderung eigener Jntereffen sein Stadtverordneten-Mandat mißbraucht habe. Dieser Punkt der Anklage fiel also. Als nicht bewiesen sah dagegen das Gericht die Behauptung Wittmers an, daß Mayer beim Ankauf des Causseehauses in Bessungen beteiligt gewesen sei und auch dabei seine Stellung als Stadtverordneter mißbraucht habe, ferner, daß er den Versuch einer Steuerhinterziehung gemacht habe. Doch wurde auch bei diesen Anklagepunkten zu gunsten des Angeklagten angenommen, daß Aeußerungen Mayers zur Erregung von Mißverständnissen vielleicht geeignet gewesen seien. Der Schutz des § 193 wurde dem Angeklagten nicht zugebilligt. Wittmer wurde demnach wegen Beleidigung nach §§ 185/186 des Strafgesetzbuches zu einer Geldstrafe von 30 Mk. evtl. 6 Tagen Hast verurteilt. Es erscheint ganz unmöglich, daß Herr Mayer nach diesem Nrteilsspruch sein Stadtverordnetenmandat ferner beibehält. (Fft. Ztg.) Darmstadt, 28. November. Eine gestern abgehaltene Versammlung von Vertretern des Handelsvereins, der Handelskammer, des Gewerbevereins, des Verkehrsvereins und des Detaillistenvereins beschloß, erneut bei dem Staatsministerium wegen Erbauung einerVollbahnDarm- stadt-Oppenheim vorstellig zu werden, die Stadtverordnetenversammlung um Unterstützung zu ersuchen und die Abgeordneten der Stadt Darmstadt zu bitten, einen entsprechenden Initiativantrag in der Zweiten Kammer zu stellen. Die technische Ausführbarkeit des Bahnbaues soll noch einmal von Sachverständigen geprüft werden. A Babenhausen, 28. November. Eine Zigeunerhör de von etwa 150 Köpfen überflutete mit wohl 18 Wagen gestern die ganze Umgegend. Unter dem Verdacht, hier einen Golddiebstahl verübt zu haben, wurde in Seligenstadt eine junge Zigeunerin festgenommen. Die schmutzige Gesellschaft hatte sich inzwischen in der Richtung nach Frankfurt verduftet. Bei dem „Zigeunerhäuptling" wurden hier ungefähr 14000 Mk. in Gold und Papier wahrgenommen. Der „Pserdehandel" scheint sich also bei den braunen Pußta- söhnen sehr zu rentieren. A Mainflingen, 28. November. Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl in unserer unterfränkischen Nachbargemeinde Hörftein wurde der bisherige Bürgermeister Karl von dem Gegenkandidaten Gastwirt Eduard Kern geschlagen. Dieser erhielt 132 und jener 91 Stimmen. Dem Vernehmen nach soll gegen die Wahl Reklamation erhoben werden. Offenbach, 27. November. Schon wieder nach kurzer Zeit verkündeten heute abend f/38 Uhr die Alarmpfeifen den Ausbruch eines Brandes. In dem linken Dachflügel der Infanterie-Kaserne des II. Bat. Großh. Jnf.-Regts. Nr. 168 war Feuer ausgebrochen und nach kurzer Zeit schlug auch schon die Helle Flamme zum Dache hinaus. Die Feuerwehr war mit gewohnter Pünktlichkeit zur Stelle, und nachdem der Brandherd vom Dach aus in nächster Nähe der Flammen von mutigen Feuerwehrleuten unter Wasser gesetzt worden, war gegen 8 Uhr die Gefahr der Weiterverbreitung auf den übrigen Teil des Gebäudes beseitigt. Bald darauf gelang es, das Feuer zu löschen. Der linke Flügel ist, wie der „Darmst. Zig." gemeldet wird, ein Anbau, der erst im Sommer d. I. neu errichtet wurde, nachdem schon am Himmelfahrtlage dieses Jahres der Dachstuhl der Kaserne einem Brande zum Opfer gefallen war. Ucber die Entstehungsursache des Feuers ist nichts bekannt geworden. Lorsch, 27. November. Das neue Postgebäude, das von Herrn Architekten Löw in Bensheim und einem hiesigen Konsortium erbaut wurde, ist vollendet und wird noch im Laufe dieser Woche seiner Bestimmung übergeben. Das von Herrn Architekten Metzendorf aus Bensheim errichtete Sparkassengebäude geht ebenfalls seiner Vollendung entgegen. Der Einzug der Sparkasse in den Neubau dürfte zum 1. Januar 1900 erfolgen. (D. Z.) Lampertheim, 26. November. Gestern mittag fand im Rathause die Ersatzwahl für den verstorbenen Landtagsabgeordneten Herrn Bürgermeister Glaser in Nordheim statt. Es wurden 30 Stimmen abgegeben und fielen auf Herrn Bürgermeister Seelinger von Lampertheim (natlib.) 29 Stimmen. Ein Zettel war unbeschrieben. A Vom Main, 28. November. Der Gastwirte- verein für Seligenstadt und Umgegend hat sich in seiner jüngsten Versammlung gegen die Aufhebung der Feierabend stunde erklärt und die Ansicht vertreten, daß die Offenhaltung der Wirtslokale bis zur Mitternacht dem obwaltenden Bedürfnisse vollkommen genüge. A Mainz, 28. November. Der Rhein ist hier bereits unter den Nullpunkt des Pegels gesunken. Bei weiterem Sinken muß auch die zweite Trajektanstalt zwischen hier und Kastel ihren Betrieb einstellen, indem das Landen an den Ufern mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist. — In den hiesigen Häfen hat der Verkehr im abgelaufenen Jahr gegenüber dem vorhergegangenen Jahr beträchtlich zugenommen. So weist der Verkehr im Jnlandshafen eine Zunahme von 400000 Zentner, im Zollhafengebiet 210000 Zentner und im Gustavsburger Hafen 175000 Zentner. — Mainz, 28. November. Die von verschiedenen Firmen an öffentlichen Plätzen hier und der Umgegend aufgestellten Chokolade-Automaten haben den hiesigen Schulvorständen Anlaß zu den ernstesten Erwägungen gegeben: Die liebe Schuljugend frequentierte diese Automaten in einer Art, die bereits zu einer Manie geworden, die um deßwillen eine große sittliche Gefahr in sich birgt, weil schon eine ganze Reihe von Fällen konstatiert worden sind, daß Kinder sich das Geld zur Benutzung des Automates auf unredlichem Wege erwarben. Am verderblichsten bei der Sache hat sich erwiesen, daß eine der Automaten- Fabriken einen wertvollen Preis verspricht, wenn man die drei Serien ihrer Chokoladebilder vollständig hat. Es hat sich dadurch ein Sammeleifer und Handeln unter der Schuljugend eniwickelt, dem kaum mehr entgegenzuarbeiten ist. Um diesem Treiben zu begegnen, haben die Schulvorstände zunächst beschlossen, in Gemeinschaft mit dem Elternhaus den Sammeleifer in jeder Weise zu bekämpfen und diese Chokoladebilder sowohl aus der Schule wie aus der Familie zu verbannen. Eventuell soll darauf hingewirkt werden, den Automaten-Fabrikanten, wenn sie das Prämiensystem nicht aufgeben, die ihnen nur auf Widerruf erteilte Erlaubnis zum Aufstellen die Konzessionen auf öffentlichen Plätzen zu entziehen. ? Aus Rheinhessen, 28. November. Durch eine Benzinexplosion ist gestern abend in der bei Büdesheim gelegenen Kognakbrennerei „Scharlachberg" Feuer ausgebrochen, das die gesamten Gebäulichkeiten des ausgedehnten Anwesens in kurzer Zeit vernichtete. In wenigen Augenblicken stand das gesamte Anwesen in Flammen und nur mit Not konnten die Bediensteten der Fabrik ihr Leben retten. Mehrere hundert Stück Wein und viele Fäffer Essenzen sind zu gründe gegangen. Der Schaden ist ein ganz enormer. Hanau, 27. November. Wie bestimmt verlautet, hat die städtische Behörde die Uebernahme der Müll- und Kehrichtabfuhr eventuell schon für nächstes Jahr in Aussicht genommen. — Wie wir bereits vor einiger Zeit mitteilten, beabsichtigt ein Konsortium, in Vilbel ein Elektrizitätswerk zu errichten. Den hierfür zu in- teressierendenj25 Gemeinden liegen z. Z. die Fragebogen über etwaigen Anschluß vor. Vorgestern abend sprach in Vilbel Ingenieur Brockmann aus Offenbach über das Projekt. Limburg, 25. November. Von einer Brüffeler Gesellschaft, deren Vertreter seit einiger Zeit hier weilt, ist auf dem hohen Westerwald vorige Woche ein Bleierzgang, ca. 1 Meter mächtig, gefunden worden, der viel Silber in sich birgt. Der Gang ist auf einige Kilometer festgestellt und soll nach Gutachten von Sachverständigen einen ganz bedeutenden Wert repräsentieren. Es ist zu erwarten, daß eine große maschinelle Anlage dort in Kürze gemacht wird und viele Leute Beschäftigung finden werden. (Diez. Krbl.) Kaffel, 27. November. Ein Opfer des afrikanischen Klimas wurde unser Kasseler Landsmann, der Kaufmann Ferdinand Hesse, nachdem er acht Jahre lang alle Gefahren glücklich überstanden. Erst vor kurzem wurde seiner mit noch vier anderen Kaufleuten rühmend gedacht, und zwar bei dem Kampf gegen die Bulis in der Nähe von Kribi und Großbatanga. Von seiner Majestät dem Kaiser erhielt Hesse schon früher bei Gelegenheit des Da- homeykrieges in Kamerun lobende Anerkennung für seinen Heldenmut und Tapferkeit. Erst vor einigen Wochen schickte er seine Frau und Kind (letzteres war am Schwarzwaffer- fieber erkrankt) wegen der dortigen Unruhen zurück in die Heimat, Potsdam, zu ihrer Mutter und dem kleinsten Kinde, nicht ahnend, daß er selbst nach so kurzer Zeit von der tückischen Krankheit dahingerafft werden sollte. Er ruht in fremder Erde, fern von seinen Lieben. Hesse war ein tüchtiger, energischer Kaufmann, der sich um den afrikanischen Handel sowohl, als auch um die Hebung des Kamerungebietes sehr verdient gemacht hat. Kaffel, 27. November. Der sechstehessischeSkat- Kongreß hat am Samstag und Sonntag hier unter großer Beteiligung hiesiger und auswärtiger Skatspieler und Vertreter skatspielender Vereinigungen im Stadtpark stattgefunden. Das mit dem Kongreß verbundene Preiswettspiel fand am Samstagabend bei einer Beteiligung von 115 Spielern statt, nachdem zuvor der Vorsitzende des Gesamtausschusses die Teilnehmer begrüßt hatte. Gespielt wurden in drei Gängen je 28 Spiele, und erzielten hierbei Herr Jentsch Kassel mit 561 Points den ersten Preis. Kaffel, 27. November. Ein schwerer Unfall, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel, ereignete sich am Sonntagabend in der Nähe der Haltestelle Oberzwehren. Der Braubursche R., auf dem Rückwege von der Knallhütte nach Kassel begriffen, wollte von der Station Oberzwehren aus den Frankfurter Personenzug benutzen und muß dabei den Weg nach der Haltestelle, der Über das Bahngleis führt, verfehlt haben. Er ist dann wahrscheinlich von dem Zuge erfaßt und getötet worden und wurde am Montag früh neben dem Bahngleise liegend tot aufgefunden. R. war verheiratet. Kaffel, 27. November. Im kleinen Saale des „Evangelischen Vereinshauses" wurde heute der vom Hessischen Verbände ländlicher Genossenschaften Raiffeisen'scher Organisation eingerichtete Rechnerkursus durch den Herrn Verbandsanwalt, Filialdirektor Rexerodt- Kaffel eröffnet. Rückers, 27. November. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag brannte auf dem zu Rückers gehörigen Hof Laggenstein ein großer Kornhaufen nieder. Der ziemlich große Schaden soll durch Versicherung gedeckt sein. — In der vorhergehenden Nacht brannte auf den Fuldaischen Höfen (Gemeinde Flieden) das Anwesen des Bauern I. nieder. Vermischtes. * Aus der Pfalz, 28. November. Wie die „Pfälzer Ztg." mitteilt, spielten neulich auf dem Kirchturm in Niederhof bei Hohenelbe einige halbwüchsische Burschen „Hängen". Der 14jährige Sohn eines angesehenen Dorfinsassen übernahm die Rolle des „Delinquenten". Der arme Knabe wurde dabei von seinen Kameraden erdrosselt, welche die Zuckungen des Sterbenden als gelungene Nachahmungen erachteten, aber dann, als der Uebelthäter sich nicht mehr rührte und die Farbe veränderte, Angst bekamen und davonrannten. * Aus Thüringen, 27. November. Ein Unglück hat sich am Mittwoch voriger Woche im Sieglitzthal in der Nähe von Oberhof zugetragen. Ein in Diensten des Posthalters König in Mehlis stehender Dienstknecht hatte zwei Wagen zur Reparatur nach Arnstadt gefahren. Von Arnstadt trat er mit einer geliehenen Kalesche die Heimfahrt an und zwar über Plaue, Dörrberg, um von hier über Oberhof nach Mehlis zu gelangen. Im wilden Gerathal bog er zu bald ab und gelangte bei Abendstunde in das wildromantische Sieglitzthal. Hier hat er sich, wie die Spuren des Wagen zeigen, verschiedenfach in den vielen abzweigenden Wegen geirrt und ist schließlich in den 5 bis 7 Meter tiefen Sieglitzteich -geraten und samt den Pferden ertrunken. Am Samstagvormittag hat die Bergung der Leiche des Kutschers sowie der ertrunkenen Pferde ftatt.» gefunden. ♦ Augsburg, 28. November. Nach achttägiger Dauer hat heute abend 9 Uhr der Aufruhr-Prozeß sein Ende erreicht. 31 Angeklagte wurden wegen Aufruhrs, Landfriedensbruchs und Widerstands insgesamt zu 148 Monaten, 14 Wochen und 45 Tagen Gefängnisverurteilt. Marth erhielt 7, Lugenhäfer 6 und Afra Singer, letztere wegen Widerstands und Beamtenbeleidigung, einen Monat Gefängnis. Ein Angeklagter wurde zu 7, 3 zu 6%, 16 zu 6, 2 zu 4, je 1 zu 3 und 2 Monaten, 2 zu 3, je 1 zu 2 und 6 Wochen Gefängnis verurteilt. 3 Angeklagte wurden freigesprochen. Von der Untersuchungshaft wurden fast jedem der zu einem halben Jahr Bestraften 3 ober 4 Monate angerechnet, insgesamt 66 Monate. Bei 3 Angeklagten wurde die Strafe als verbüßt erklärt und vier Personen wurden aus der Haft entlassen. * Dresden, 26. November. Die unter dem Protektorate der Königin stehende volkstümliche Ausstellung für Haus und Herd, die gestern im Beisein des gesamten Hofes, der Gesandten Preußens, Bayerns und Rußlands und der Spitzen aller Behörden eröffnet wurde, verdankt ihre Entstehung einer Idee der Königin Karola, welche sich wiederholt dahin geäußert hatte, daß alle bisherigen Ausstellungen sich immer nur an die wohlhabenden Klassen gewendet hätten, weshalb es an der Zeit sei, auch einmal an das Arrangement einer Ausstellung für die ärmeren Klassen, namentlich die Arbeiter, zu denken; man solle ihnen zeigen, daß auch ihnen die Fortschritte der Technik und die Schönheiten der modernen Kunst trotz bescheidener Mittel nicht verschlossen seien, daß auch der kleine Mann mit einem Einkommen von 800, 1000 ober 2000 Mark, für ben ber Pfennig und die Mark schon eine Bedeutung hätten, sich häuslich und wirtschaftlich einrichten könnten, ohne auf Bequemlichkeit, Solidität und Schmuck zu verzichten. Infolgedessen vermeidet die volkswirtschaftlich bedeutsame Ausstellung allen Prunk und gewährt ber Reklame keinen Raum. Von besonderem Interesse ist es, baß auch Wohnungseinrichtungen frember Nationen zum Vergleich mit aufgestellt ftnb. * Hamburg, 27. November. Vor dem hamburgischen Seeamte begann heute bie Verhanblung über das Feuer an Bord der „Patria". Es waren 28 Zeugen geladen, darunter die Offiziere, Maschinisten und sonstige Mannschaften des verbrannten Schiffes, sowie mehrere Passagiere. Neue Momente kamen bisher nicht zu Tage. Nach ber Vernehmung einer Anzahl von Zeugen wurde die Verhandlung bis zum Eintreffen des Kapitäns Fröhlich vertagt, der sich immer noch in der Nähe des Wracks befindet. Von diesem letzteren ist noch nicht genau bekannt, ob feine Hebung möglich sein wird. Wie bereits mitgeteilt, wurde die „Patria" von dem Schlepper „Hansa" bis zu ber Stelle gebracht, wo sie sank. Als die „Hansa" mit Kapitän Fröhlich an Bord am 18. die noch immer lichterloh brennende „Patria" sichtete, war man nicht wenig erstaunt, auf der Vorderspitze des Schiffes sechs Menschen zu sehen. Es waren fünf belgische und em französischer Fischer aus Antwerpen, die schon 24 Stunden, ohne zu essen und zu trinken, auf dun Flammenschiffe zugebracht hatten. Auf einer über die Back geworfenen Strickleiter waren die tollkühnen Leute hinaufgeklettert, dann in bie Wanten des Großmastes gestiegen und hatten hier die ftan- zösische und die belgische Fahne befestigt. Hierdurch glaubten sie das Wrack für sich in Besitz genommen zu habeu^ h)Qt **<>88 4? ft* 4 !“«9 *£*J*H t3 Bauern z, «i b®' 2yftt Swffa ssfts !"5f? «‘»neu, Lkich ***• Hör *• ®in Ungliij ,’” AOAI in btt 1 “ Dlitftni bli $0», MM baff, J#'ei 1'«Wen. SBon fa, «fließe die Heimfahrt \ um von hier über ^m wilden Gerathal bn Abendstunde in bas , 9Qt er sich, nie die ledensach in den vielen Mßlich in den 5 bis und samt den Pjerden lag hat die Bergung ^trunkenen Pferde flatb lach achttägiger Dauer Hr-Prozeß sein Ende en Aufruhrs, Land- ands insgesamt zu 45 Tagen Gefängnis Lugenhäfer 6 und erftanbs unb Beamten- iii. Ein Angeklagter ' zu 4, je I zu 3 im> > 6 Wochen GefäMs eigesprochen, Son jedem der zu einem lonate angerchtl, ins. igten wurde die Strafe svnen wurden aus der runter demMtoratr ,che Aussicllung für m Win des gesamten Bayerns und Ruhlands röfsnet wurde, verdan» ligin Sarola, welche s aß alle bisherigen W wohlhabenden Klassen gefeit sei, auch eW^n «it die ärmeren Hen, - man solle ihm E. Technik und dieSchvm ^fcheidener Mel nich leine Uten «»■ * ooonrt ,8tW««9ÄS •d#' Lw zu Tage- n bisher * „utk SÄ' ^4®*“?’ in«1 S«°Ä d°«" ’L dh°«Ä-ch.-^ und sie hatten zwei englische Dampfer engagiert, um es | fortzuschleppen. Als nun der Steuermann der „Hansa" • mit 1 Matrosen an Bord der „Patria kam, zeigte sich besonders der Franzose wie rasend; er glaubte sich in seinem Besitzrecht gekränkt und wollte den Matrosen erschlagen. Indessen ließen sich die Hansaleute nicht beirren, hollen die fremden Fahnen herunter und hißten wieder die deutsche, worauf die Fischer das Wrack verließen. Hierauf begann man, die „Patria" fortzuschleppen. Noch am Abend desselben Tages erfolgte eine furchtbare Explosion, das Petroleumtank hatte Feuer gefaßt und aufs neue schlug die Flamme zum Himmel. Dann begann das Schiff, sich nach einer Seite zu neigen, wodurch in die runden Kajütenfenster („Ochsenaugen") Wasser drang. Die in das Feuer strömende Flut erzeugte enorme Rauchwolken, während das Schiff immer rascher sich füllte. Zum Glück gelang es noch vor dem völligen Sinken, in seichtes Wasser zu kommen, so daß das Wrack sichtbar ist. Es ist übrigens unterhalb der Wasserlinie außen intakt; oberhalb aber sind die Platten völlig verbogen. Alle Kajüten und Decks sind gründlich zerstört. Die zwei Masten des Vorderdecks stehen noch. * Wien, 28. November. Die „N. Fr. Pr." meldet aus Bozen: Bei der Rückkehr vom Penegalgipfel stürzte der 87jährige anglikanische Bischof Monson aus Manchester ab und erlitt einen komplizierten Schlüsselbeinbruch und Kopfverletzungen. Momson wurde nach GrieS transportier^__________________________________________________ Heer und Marine. Eine neue Vorschrift über die Pensionierung der Beamten des preußischen Heeres, die an die Stelle der durch krtegsmintsterielle Verfügungen vom 21. Oktober 1876 und 21. April 1898 gegebenen Bestimmungen tritt, ist jetzt zur Ausgabe gelangt- Während des letzten Herbstmanövers haben verschiedene Truppenteile der Garde das neue Gewehr probeweise in Gebrauch genommen. Dem Vernehmen nach hat fich dieses neue Gewebrmodkll lehr bewährt, und die Umänderungen gegen das Modell 88 haben sich als so praktisch erwiesen, daß die neuen Gewehre auch schon an einige Linienkompagnien ausgegeben worden find. Die Verbefferungen, welche das neue Modell ausweist, sind von uns schon angesührt. Ein neues Signalhorn soll bei den Truppen anaeschafft werden und laut kaiserlicher Anordnung die allmähliche Einführung desselben bei den Lintentcuppen bis spätestens 1. Oktober 1902 be- endet sein. Jagd und Sport. Fulda, 27. November. Bet der dreitägigen Hochwildjagd im la chgraflichen Nomenroder Forst bet Fulda woran Teil genommen haben die Herren: General von Roon, Genersl von Liebermann, Oberst Sieg, Graf MontS, Frhr. von Rtedesel zu Eismbach, Polizeipräsident v. Müffling, Kammerherr v. Bothmer und Hof- ma. schall o. Strahl wurden zur Strecke gebracht: 4 Alitiere, 1 Achtender, 2 Spießer, 1 Rehbock und 1 Zwölfender. Letzteren Kapital- Hirsch erlegte Herr v. Müffling durch einen Doppelschuß ins Blatt. Sämtliche Jagdgäste des Landgrafen logierten im Gasthof „Zum Kurfürsten" und begaben fich täglich flüh zu Wagen in das wohlgehegte Jagdrevier. Die enorme Verbreitung des Radfahrens in Frank- reich zeigt folgende kleine ©taufttf. Es Riebt dort ein Departement (Seine), zu dem Paris gehört, mit 163096 Radfahrern, zwei Departements (Seine et Oise und Nord) mit mehr als 30000 Radfahrern, fünf Departements (Gironde, Marne, Rhone, Seine-Jn- ferteure und Seine et Marne) mit mehr als 15 000 Radfahrern und elf Departements mit mebr als 10 000 Radfahrern. 28 Departements haben mehr als 5000 Radfahrer (davon vier mehr als 9000 Radfahrer.) Nur in sechs Departements giebt es weniger als 1000 Radfahrer. Die kleinste Anhängerzahl hat daS Fahrrad im De partement Corse auf der Berginsel Korsika, wo bloS 205 Radfahrer find. Kandwirtschast. (S) Rus Oberheffen, 28. November. Im Herbste, wenn die Blätter zu Boden gefallen, und im Frühlinge, wenn die Knospen zu schwellen beginnen, begegnen wir in der Presse mit einer gewissen Regelmäßigkeit der Aufforderung zur Pflege der Ob st bäume. Die dabei gegebenen Winke und Ratschläge sind gewiß recht gut gemeint, aber sie gleichen gar vielfach dem Samen, der auf den Weg fällt und zertreten wird und — keine Frucht bringt. Nicht, daß man von der hohen Rentabilität der Obstbaumzucht und ihrer Bedeutung in volkswirtschaftlichem Sinne keine Ahnung hätte, im Gegentell, die Ueber- zeugung davon dringt in immer weitere Kreise und auch der kleinste Landwirt schätzt heute das Obst viel höher, wie ehedem. Aber es fehlt auf dem Lande an in der Obstbaumzucht ausgebildeten Leuten, die gegen entsprechende Belohnung die Pflege und Verbesserung der Obstbaumzucht ausüben. Der Landwirt der auf dem Lande in der Regel auch den Obstbaumzüchter darstellt, hat meist weder Zeit noch das erforderliche Verständnis zur rechten Behandlung der Obstbäume. Man bezahlt recht gerne die Auslagen für Obstbaumzuchtverbesserung, wenn man nur jemand bekommen könne, der die Sache versteht. An ausgebildeten Obstbaumwärtern fehlt es. In diesem Mangel liegt des Pudels Kern zum Mangel der rationellen Obstbaumzucht. In jede Gemeinde gehört ein Obstbaumwärter, der die Sache versteht, und der sein Verdienst in der Obstbaumzucht sucht und findet. Es ist wohl eine auffallende Thatsache, daß die Obstbaumwärter so selten sind, da doch der Oberhessische Obstbauverein die erwünscht» Gelegenheit zur Ausbildung alljährlich wiederholt, durch seine Unterrichtskurse giebt. Aber diese Thatsache ist vorhanden, obwohl mancher junge Mann durch Befassung mit der Obstbaumpflege und sei es nur ein Nebengeschäst, eine sehr schöne Einnahme erzielen könnte. So lange in den Gemeinden selbst keine geschulten Obstbaumwärter vorhanden sind, welche das Verlangen zur Verbefferung der Obstbaumzucht erfüllen können, so lange wird eS der Obstbaumzucht an dem Haupthebel ihrer Verbesserung fehlen. Hierauf müssen die Ge- meindeverwaltungen ihr Augenmerk richten, sie müssen mit allen Mitteln zu erreichen suchen, daß in den Gemeinden Leute vorhanden sind, die, in einem Obstbaumkursus in Friedberg ausgebildet, die Obstbaumzucht in der Gemeinde auszuüben vermögen. Dann werden die edlen Bestrebungen des Oberheff. Obstbauvereins erst zur vollen That und die Obstbaumzucht selbst zur heilvollen Blüte gelangen. Handel und Uerlirhr. Uolksumtschafl. Frankfurter Börse vom 28. '.November. "Wechsel auf New-York zu 4.201/2'21 Vs« Prämien auf Kredit per ult. Januar 3.90%, do. per ult. Dez. 2.30%, Diskonto Kommandit per ult. Nov. 0.007 , do. per ult. Dez. 2.00%, per ult. Jan. 3.40, Lombarden per ult. Jan. 1.50% do. per ult. Dez. 0.70/o, Staatsbahn per ult. Dez —.—%. Notierungen: Kreditaktien 233.50-30-40, Diskonto-Kommandit 193.40-30-50, Staatsbahn 140.70-60, Gotthard 143.50.0000, Lombarden 32.00, Ungar. Goldrente 97.70, Italiener 93.50-00, ßprozentisch Mexikaner 00.00, 3proz. Mexikaner 25.50-00, Gesterr. Coupons 84% Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 5% btz. 11/« bis 2% Uhr: Kredit 283.40-234.80, Diskonto Kommandit 193.50-194, Staatsbahn 140.50-60, Lombarden 31.90, Türken C 00.0 Nierstein, 23. November. Obwohl die Weinlese hierorts noch nicht ganz beendet ist, läßt es sich heute schon berichten, daß eine erstklassige 1899er Krcszenz beieits ihren Abschluß gesunden hol. Frau Bürgermeister Anton Balbach Witwe hier, Besitzerin eineS best.enommierten Weinguts verkaufte gestern c«. 28 Stück 1899er Wein, worunter die feinsten Auslesen dieses Jahrganges zum Preise von 1800 Mk. pro Stück an die Weingroßhandluna I. Langenbach und Söhne in WormS. (Worms. Ztg.) Strrttgart, 26. November. (Allgemeiner Deutscher Verfiche- rungS-Derein.) Im Monat Oktober 1899 wurden 1150 Schaden- fälle reguliert. Davon entfielen auf die Betriebs-Haftpflichtversicherung 520 Fälle und zwar 299 wegen Köiperverletzung und 221 wegen Sachbeschädigung; aus die Haus-Haftpflichtversicherung 16 Fälle und zwar 11 wegen Körperverletzung und 5 wegen Sachbeschädigung; auf die Unfallverstcherung 541 Fälle, von denen 2 den sofortigen Tod und 9 eine gänzliche oder tellwetse Invalidität der Verletzten zur Folge hatten. Von den Mitgliedern der Kapltalversicherung für den Todesfall sind 73 in diesem Monat gestorben. Neu abgeschlossen wurden im Monat Oktober 5884 Versicherungen. Von den vor dem 1. August 1899 angemeldeten Schäden der Unfall- Versicherung (incl. der Todes- und JnvalidttätS-Fälle) find nur 169 noch in Behandlung. Frankenthal, 26. November. Die Schnellpressensabrik Frankenthal Albert und Komp. A. G. beging heute ein dreifaches Jubiläum, nämlich die Fertigstellung der 5000sten Mafchine, das 40jährige Bestehen des Etablissements und das 10jährige Bestehen der Firma als Aktiengesellschäst. 60000 Mark wurden zu einer Stiftung bestimmt, die den Arbeitern während der Sommermonate Erholungsaufenthalt in gefunden Gebirgsorten ermöglichen soll. — Die Einfuhr Deutschlands nach Frankreich hatte im September 1899 den Wert von 27970000 Franken, im September 1898 den Wert von 25576000 Franken. In den ersten neun Monaten 1899 und 1898 betrugen die entsprechenden Wertziffern 240225090 und 242809000 Franken. Die Einfuhr Frankreich« nach Deutschland erreichte im September 1899 einen Wert von 34056000 Franken, im September 1898 einen solchen von 26968000 Franken. In den ersten Monaten 1899 betrug sie 306163000 Franken im gleichen Zeitraum 1898 gleich 268 843000 Franken. — Unter dem Kriege Englands gegen Transvaal hat von den Berliner Export-Industrien insbesondere die Konfektions brauche in ziemlich beträchtlichem Maße zu leiden. Wie unS aus sachverständigen Kreisen mitgeteilt wird, konnte sonst um die Jahreszeit die großen Konfektionsgeschäfte die Bcstellungen nach England in hellen Sachen kaum bewältigen. Augenblicklich werden diese in England nicht nur begehrt, sondern geradezu abgelehnt. Nur dunkle Sachen gehen nach wie vor. Die Nachfrage danach aber wi.d von einer verhältnismäßig geringen Zahl von Firmen gedeckt. Auf den inneren Berliner Arbeitsmarkt wirkt dieses Ausbleiben der englischen Kundschaft insofern in bedauerlicher Weise zurück, als ein beträchtlicher Teil des Nordens von Berlin, der von der Konfektionsbranche lebt, in seinen ErwerbSverhältnisien zuröckgebracht wird. Zahlungseinstellungen. Konkurseröffnungen: Schuhmacher Aug. Winkelmann, Bochum; Wurstfabrikant R. Drechsler, Eisenberg; Uhrmacher Joh. Ristei, Festenberg; Kaufmann Paul Gärtner (Franz Gärtner), lauer; Nachlass des Handelsmanns Adolf Beruh Holzhey, Kirchberg; Handelsmann Karl Alb. Ottomar Baye, Lauenstein i. S.; Putzgeschäft Siegm. Strauss, Mainz; Kaufmann J. Valfer, Mülhausen; Söldner Jos. Trautwein, Neresheim; Zimmermeister Richard Jahn, Oelsnitz; Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrahe 2. «Ugebot der Arbeitnehmer t 1 Weißbinder, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Fahrbursche, 2 Taglöhner, 2 Lauffrauen, 1 Kontorist. Rachkrage der «rdeitgeder: 1 Bürstenbinder, 1 Tapezier (Polsterer), 1 Bäcker, 1 Bauschloffer, 2 Schreiner, 1 Fahrbursche, 1 Schweizer, 20 Erdarbeiter, 4 Dienstmädchen, 1 Lauffrau, 1 gewandtes HauSmädchen. Bekanntmachung. Die landw. Haushaltungsschule zu Lindhcim beginnt ihren I. nächstjährigen 5 monatlichen Lehrkursus Dienstag, den 2. Januar 1900. Die Schule hat die Aufgabe, junge Mädchen zur Führung einer wohlgeordneten, einfachen bürgerlichen Haushaltung vorzubereiten. Gegenstände des Unterrichts sind: Hauswirtschaft und Milchwirtschaft, Gemüsebau, Obstverwertung, GesundheitS- und Ernährungslehre, Krankenpflege, Rechnen, Abfassung von Aufsätzen und Briefen, Buchführung, sowie weibliche Handarbeiten. Auch ist für gute Lektüre gesorgt und wird der Gesang gepflegt. Die Schule besitzt einen Garten beim Hause, eigene Molkerei und Geflügelhaltung. n . Die unmittelbare Leitung der Anstalt untersteht einer Vorsteherin (Hausmutter) und einer Assistentin (Jndustrielehrerin). Sowohl diese als die Mädchen wohnen im Anstallsgebäude. Für Unterricht und Logis sind 20 Mk. pro Kursus und für Kost und Verpflegung 1 Mk. pro Tag zu entrichten; außerdem find nur noch etwaige Ausgaben für Arzt und Apotheke zu bestreiten. Ausführliche Programme, aas denen das Nähere über die Anmeldungen, die möglichst frühzeitig erbeten werden, zu ersehen ist, find von dem Unterzeichneten, sowie von Herrn Oberamtmann Westernacher zu Lindheim erhältlich. Büdingen, den 31. Oktober 1899. Der Vorsitzende des landw. Bezirksvereins Jrle, Gr. Kreisrat. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde EttiugShanseu für das Jahr 1900/1901 liegt vom 2. Dezember d. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem hiesigen Bürgermeisterei-Bureau offen. Ettingshausen, den 27. November 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen. Görnert. 8331 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Weitershaiu für das Jahr 1900/1901 liegt vom 1. Dezember 1899 an acht Tage lang zur Einsicht der Beteiligten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Weitershain, den 28. November 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Weitershain. Faulstich. 8330 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Beltershain für das Rechnungsjahr 1900/1901 liegt auf Großh. Bürgermeisterei-Bureau vom 1. Dezember 1899 an acht Tage" lang zu Jedermanns Einsicht offen. Beltershain, den 25. November 1899. Großherzogliche Bürgerin eifierci Beltershain. Bast. 8333 Wichtig für sparsame Hausfrauen. Fritz Müllers Kernseifen Pulver mit der Schutzmarke: „Matrose“ ist garantiert unschädlich, äusserst preiswiirdig und das bequemste und geeignetste Wasch- und Reinigungsmittel. Die alleinige Benützung desselben sichert sich dauernde Anwendung von selbst. ir 6 p reismedaillen. -w Niederlagen bei: Ohr. Bieker, Ad. Geisse, W. Kilbinger, Löwendrogerie, L. Kohlermann II. Wwe., Neustadt, Peter Leppla, Wilh. Montanus, Gebr. Noll, Emil Orbig, C. Roth II., Robert Stuhl, C. Fr. Semmler, Gust. Walter. 6245 Damen- und Kindenmsche wie 8192 Hemden, Hosen, Nachtjacken, Unterröcke Kans-, Händel- und Kittelschürzen in reichster Auswahl und jeder Preislage empfiehlt Markt 16. 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Koegler. — Druck und Verlag der Brühl'schcn UniverfilätS-Buch» und Steindruckcrn (Pietsch Erben) in Gießen. ÄLtt. 'S*iM,e* Während die beit und Ruhmes vielmehr bisher las sicher Tapseckü r haben die Engliin errungen, dessen 2 muß. In M Sc den Khalifen, den aufs Haupt zu radikal zu vernicht englischen Herrschaft als für immer beseit Mm Wingate e' Ädil sfehrnden ausS Haupt geschlc macht des Khaliser Sieg ist dadurch geworden, daß bei Emire getötet und Der allein entflo darauf bedacht sei in Sicherheit zu bi Schwierigkeiten be So stellt fid endgiltige Serm'ch/' damit bürfte das üt ficitrunff des Sudan jetzigen Siege hat E läge gereicht, die es Länger MMch's, hatte. Damals wr Gordon bis aus Charturn fiel in di am 28. Juni 188- sein Nachfolger wr !eit 14 Jahren mit * W giwiid ®6; 3® Iah« iesetzl! m 26 r«W Safiala. _ ,3m August d Engländern, einen Mge Bei bet Krz Da kie ®ä; NÄ ftÄ, Svg kiirf. b btn Sinr “etbt”9 li’ Jf «nb bitte h ?? ?n । «frifät Ä b«! «bet fotsJ ®cmü 7 LI".«' « &tae “’OTmiiii J'i ti S* hi H«!