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S*ne>*e »nzeigen |U der nichmittag« für d« (leiynfcte Xe% erscheinenden Nummer W eorm. 10 Uhr. u«a4 mit Nu»ruch»e de» W«nt«ß« Di« Gießener Werden dem Nnjeißer vsdchrntttch viermdl fcdytegt Zlurts- und Anzeigeblutt fiw den T^veis Gieszeir. Gratisbeilagen: Gießener Familirnblälter, Zer hessische Kandwirt, Kl Ater für hessisch e Uslkskunde. Adresse für Depeschen: Kuzetger Fernfprechcr Nr. 51. 4*t#r*6< Nr. 7. ffwm—gUMMOI———EM HmtlicherTeil. Nr. 38 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 24. d. M., enthält: Nr. 2614: Verordnung, betreffend Beschränkungen der Einfuhr aus Portugal. Vom 22. August 1899. Gießen, den 28. August 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Prozeß Dreyfus. Neunes, 28. August. Das Kriegsgericht nahm die Verhandlung heute früh 63/t Uhr wieder auf. Der am Samstag unterbrochene Zeuge Javol, welcher das System Bertillons als völlig unrichtig bezeichnet, macht mit seiner Aussage auf die Mitglieder des Kriegsgerichts sichtbaren Eindruck. Der Zeuge giebt seiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß die Schrift Esterhazys nicht einer gründlichen Untersuchung «nterzogen worden sei. Die Schrift des Bordereaus sei eine natürliche und keine verstellte. Auch der Zeuge, Grubeningenieur Bernard unterzieht das System Bertillons einer längeren Kritik und versucht, den Mitgliedern des Kriegsgerichts die Fehler in den Beweisen Bertillons klar zu machen und kommt ebenfalls zu dem Schluß, daß die Schrift des Bordereaus eine natürliche sei. An der Hand photographischer Aufnahmen beweist er alle Fehler, welche Bertillon in seinen Aufzeichnungen gemacht habe. Der Schriftkundige von 1894 Teyssinieres bekundet, daß er seinen Bericht von 1894 in seiner Gesamtheit aufrecht erhalte. Die Schrift des Bordereaus sei von derselben Hand wie diejenige der bei Dreyfus beschlagnahmten Vergleichsstücke. Weiter erklärt Zeuge, daß er niemals das Schriftstück, welches Dreyfus nach Diktat geschrieben, gesehen habe. (Große Bewegung.) Nunmehr wird dem Zeugen das Dokument gezeigt, mit der Aufforderung, dasselbe mit dem Original-Bordereau zu vergleichen. Zeuge ist hierzu bereit, sagt aber, daß er wenigstens drei Tage dazu gebrauche. Zeuge wird nunmehr einem Kreuzverhör unterworfen, welches ihn manchmal so ins Gedränge bringt, daß ihm der Angstschweiß ausbricht. Auf eine Frage des Verteidigers Demange über seine Arbeitsgewohnheiten ruft der Zeuge: Hier bin ich Zeuge, morgen kann ich vor einem anderen Gericht Angeklagter sein. Ich . . . Vorsitzender Jouaust: Nicht davon sprechen Sie, sondern nur über die Schriftproben. Der Zeuge entfaltet ein Zeitungsblatt und sagt, man hat mich angegriffen. Vorsitzender heftig auffahrend: Davon kein Wort. Nachdem Zeuge noch weitläufig über die Form der einzelnen Buchstaben gesprochen und behauptet hat, daß die Schrift nur von Dreyfus sein könne, wird nach einer kurzen Pause der Autographen- Händler Charavay vernommen. Derselbe sagt aus: Er habe 1894 zwischen dem Begleitschreiben und der Schrift Dreyfus Aehnlichkeiten und Verschiedenheiten gefunden. Erstere seien zahlreicher gewesen als letztere und er habe sein Gutachten dahin abgegeben, daß das Begleitschreiben wohl von Dreyfus sein könne. Im Jahre 1897 habe er zum ersten Male die Schrift Esterhazys gesehen. Eine Vergleichung habe ganz unzweifelhaft erkennen lassen, daß Esterhazy das Begleitschreiben geschrieben habe und nicht Dreyfus. Er Zeuge sei froh, daß er hier seinen Irrtum eingestehen könne. Der Vorsitzende fragt den Zeugen, wie lange er Esterhazys Briefe in Händen gehabt habe, um sich eine Meinung über sie zu bilden. Der Zeuge erwidert, lange genug, um von ihrer Übereinstimmung mit dem Begleitschreiben überzeugt zu sein. Verteidiger Demange bittet hierauf den Zeugen um eine Erläuterung über das M. in dem Worte Madagaskar. Zeuge bekundet, daß dieses M. nicht dasjenige von Dreyfus sei. Der nächste Zeuge ist der Schriftkundige Pelletier, der schon 1894 erklärte, Dreyfus sei nicht der Autor des Bordereaus. Heute erklärt er wiederum, das Bordereau sei in normaler natürlicher Schrift geschrieben. Die Schrift sei nicht diejenige von Dreyfus, wohl aber finde er Aehnlichkeit mit der Schrift Esterhazys. Es folgt nun die Vernehmung der drei Experten des Esterhazy-Prozesses. Der erste ist ein Herr Couard, der dabei bleibt, daß das Bordereau nicht von Esterhazy sei. Das Bordereau zeige eine zögernde Schrift und es könne sein, daß der Schreiber versucht habe, seine Handschrift zu verstellen. Schriftkundiger Varinard bleibt gleichfalls dabei, daß Esterhazy das Begleitschreiben nicht angefertigt habe. Auf die Frage des Präsidenten, ob Dreyfus etwas zu bemerken habe, konstatiert derselbe, daß fast alle Experten erklärt haben, das Bordereau sei nicht von ihm. Regierungs-Kommissar CarriSre beantragt, da die versprochene schriftliche Aussage Dupatys nicht eingetroffen ist, diesen kommissarisch vernehmen zu lassen. Um 11 Uhr 40 Min. wird der Prozeß alsdann vertagt. — In der heutigen Pause erschien Kapitän Freystätter im Hofe des Lyceums und bat Picquart vorgestellt zu werden. Beide schüttelten sich die Hand. Freystätter sagte zu den Umstehenden: Ich bin glücklich, daß ich diesem Manne die Hand schütteln kann. Deutsches Keich. Darmstadt, 28. August. Wie man der „Darmstädter Ztg." aus Jagdschloß Wolfs gart en meldet, waren zum gestrigen Luncheon bei den Allerhöchsten Herrschaften Sir Lascelles und Sir Stephen geladen. Berlin, 28. August. Der Kaiser hörte gestern nach dem Gottesdienst im Neuen Palais den Vortrag des Chefs des Civilkabinetts v. Lucanus. Zur Abendtafel war u. a. Staatssekretär Graf v. Bülow geladen, dessen Vortrag der Kaiser nach der Abendtafel hörte. Heute morgen empfing der Kaiser zum Vortrag den Chef des Civilkabinetts mit dem Stadtbaurat Hoffmann, welcher die Entwürfe zu dem projektierten Neubau des märkischen Provinzialmuseums vorlegte. Später hatten der Staatssekretär Tirpitz und der Chef des Marinekabinetts, Freiherr v. Senden-Bibran Vortrag. Berlin, 28. August. Das Befinden der Kaiserin läßt noch zu wünschen übrig. Soweit bekannt geworden, handelt es sich um das Fußleiden, welches sich die Kaiserin bei ihrem Berchtesgardener Aufenthalt infolge des Sturzes zugezogen hat. Die hohe Patientin hat seit vorgestern nicht das Zimmer verlassen. Generalarzt Dr. Zuncker, der Leibarzt der Kaiserin, ist wiederholt nach dem Neuen Palais berufen worden-und hat auch dort die letzte Nacht verbracht. Irgendwelche Bedenklichkeit im Befinden liegt jedoch erfreulicherweise nicht vor. Berlin, 28. August. Die „Voss. Ztg." meldet aus Nürnberg: Ein auf dem Kontinent sich aufhaltender englischer Diplomat teilte mit, die Veröffentlichung der Verträge mit Portugal wegen dessen ostafrikanischen Besitzes stehe in den nächsten Tagen bevor. Der Norden des portugiesischen Ostafrika werde deutscher, die Delagoa-Bai englischer Besitz, Feuilletan. Arankfurter Irief. Originalbericht für den „Gießener Anzeiger". (Nachdruck verboten.) Der Festakt, veranstaltet vom freien deutschen Hochstift und der Goethe-Gesellschaft. Dr. M. Es war eine wirklich erlesene Gesellschaft, die sich Montag um 11 Uhr in den Räumen des Saalbaues zur „Akademischen Feier" eingesunden hatte. Denn bei dieser Gelegenheit kam es nicht darauf an, wie bei einer Theaterpremiere, wer den höchsten Preis für seinen Platz zahlen könne, sondern die Kartenverteilung war hauptsächlich solchen zu gute gekommen, die wissen, was sie an Goethe haben und bemüht sind, zu immer tieferer Kenntnis seines Wesens zu gelangen. Um 11 Uhr wurden die Thüren dem harrenden Publikum geöffnet. Trotz der großen Kartennachfrage war dennoch eine Anzahl Plätze und zwar solche, die man in der ersten Hälfte des Saales reserviert, mindestens 50, unbenutzt geblieben. In die rechte weihevolle Stimmung führte sofort das herrliche Lied „Gesang der Geister über den Wafsern", zu welchem Franz Schubert die congeniale musikalische Fassung, für achtstimmigen Männerchor mit Begleitung von Bratschen, Violoncellen und Contrabässen, gefunden hat. Der Sängerchor des Lehrervereins, der im Konzertleben Frankfurts einen sehr ehrenvollen Platz' behauptet, führte unter Leitung seines vortrefflichen Dirigenten W. Fleisch und unter Mitwirkung',der verstärkten Palmgarten-Kapelle die Kompositon schwungvoll "durch. Die Reihe der Begrüßungen eröffnete Herr Oberbürgermeister Adickes, der zunächst der Kaiserin Friedrich, die mit zwei Prinzessinnen und kleinem Gefolge in der Loge rechts vom Rednerpodium saß, seinen Dank für ihr Erscheinen sagte und sodann die übrige Festversammlung begrüßte, die Vertreter der Stadt, der Goethe-Gesellschaft, die Abgesandten der deutschen Hochschulen, von welchen zwölf zur Stelle waren. Hierauf sprach der Vertreter des „Freien deutschen Hochstifts", mit Freude hervorhebend, daß es gelungen sei, die beiden großen Goethe-Vereine zu gemeinsamer Feier in schönem, harmonischen Bündnisse zu bewegen. Er gedachte der Thatsache, daß der von Goethe angestrebte Begriff einer „Weltlitteratur" immer mehr an Boden gewönne, daß auch zu dieser Frankfurter Feier das Ausland, England und Oesterreich, seine Vertreter entsandt habe. Herr Geheimrat R u h l a n d aus Weimar dankte sodann im Namen der „Goethe-Gesellschaft", worauf er unter lebhaftem Beifall des Auditoriums ein längeres Begrüßungstelegramm des Großherzogs von Sachsen-Weimar verlas, in welchem es u. a. heißt: „Die Traditionen meines Hauses und meine eigenen Gefühle machen es mir zur Pflicht, im Geist dieser hehren Feier beizuwohen." Das Weimarer Kultusministerium und die gelehrten Gesellschaften daselbst, wie Goethe-Museum, Bibliothek, Goethe-Archiv hatten gleichfalls sympathische Grüße geschickt. Im Namen der deutschen Hochschulen sprach noch ein Jenenser Professor, betonend, daß gerade die Universität Jena, mit der Goethe bis zu seinem Lebensabend rege Fühlung unterhielt, ein doppelt inneres Anrecht an dieser Feier hätte. Etwa um 12V4 Uhr kam das Wort an den eigentlichen Festredner, Professor Dr. Erich Schmidt aus Berlin. Derselbe ist ein hochgewachsener, schlanker, breitschulteriger Herr, gerade in der Fülle seiner Kraft. An den Schläfen ist das Haar leicht ergraut. Mit freier Haltung tritt er auf das Podium, seine Stimme ist kräftig, wohllautend und füllt ohne Mühe den weiten Raum, der eigentlich mehr für Konzertzwecke geschaffen ist. Man könnte sich den Mann ebenso gut auf der politischen Rednerbühne denken. Er sprach über „Goethe und Frankfurt". Die allgemeinen Gesichtspunkte überwogen natürlich in dieser Festrede, in der es ja weniger darauf ankommt, neues, noch nicht dagewesenes zu bringen, als bekanntes in schöner Rundung und mit innerer Wärme zu einem wohlthuenden Bilde zusammenzufügen. Erich Schmidt zeigte, wie in den damals immerhin großen Verhältnissen der ehemaligen Reichsstadt, früh in dem jungen Goethe der Sinn des Historikers erwachen mußte, der uns dann den „Götz" bescherte, wie der innere und äußere Zusammenhang mit der Vaterstadt wie für den Menschen so auch für den Dichter nie aufgehört habe, wie der letzte Aufenthalt in Frankfurt Goethen den winterlichen Rauhreif von der Seele fortgeblasen und ihn wieder in ein lebendiges Verhältnis mit den poetischen Anfangsgebilden des „Faust" versetzt habe. Die scharfe Kluft, welche ältere Biographen zwischen dem Frankfurter und Weimarer Goethe aufrichten zu müssen glaubten, bestehe in der Wahrheit nicht. Auch auf Goethes Vater warf die Rede einige interessante Streiflichter. Die Tage, da dieser halb und halb als ein Hemmnis auf dem Pfade seines genialen Sohnes betrachtet wurde, sind längst vorüber, die neue Forschung wird diesem Manne gerechter. Dr. Prof. Erich Schmidts Rede klang aus in ein Hoch auf die Stadt Frankfurt a. M. Der zweite Festredner war der stille und bedächtige Goetheforscher Professor Dr. Veit Valentin in Frankfurt, der sich mit seinem Thema: „Natur und Kunst bei Goethe" eine philosophisch geartete Aufgabe gestellt hatte, indem es ihm darauf ankam, nachzuweisen, daß der Prozeß, welcher in der Natur die einfachsten Grundkeime lege, der nämliche sei, der in der Kunst aus natürlichen Elementen (wirklichen Erlebnissen) ideale Schöpfungen, nach ihrem eigenen inneren Gesetze Hervorrufe. Auch in der Kunst walte wie im Leben der Natur, die „Umbildung", die „Metamorphose". Ein beliebtes Kunstmittel sei es bei Goethe, das wirkliche Erlebnis, das Elementare, dadurch zu heben und in seiner Wirkung zu steigern, daß er es in eine andere Umwelt versetze, z. B. das, was sich unter nordischem Himmel zugetragen, in südlicher Zone zum Kunstgebilde reifen lasse. Den Beschluß der erhebenden Feier machte „Maho- mets Gesang", den Lothar Kemptner zu machtvoll anschwellender Tonflut für Männerchor und großes Orchester verarbeitet hat. beides in der Form einer 99 jährigen Pachtung. Mozambique bleibe portugiesisch. Berlin, 28. August. Untersuchung gegen den „Vorwärts". Wir erwähnten bereits die Beschlagnahme einer Beilage des „Vorwärts", in der von einer Denunziation wegen Majestätsbeleidigung berichtet worden war, und zwar unter der Ueberschrist: „Der größte Schuft im ganzen Land......" Allerdings konnte wohl die Ergänzung des angedeuteten Verses von Hoffmann v. Fallersleben: „Das ist und bleibt der Denunziant" als bekannt vorausgesetzt werden, sodaß über den Sinn der Ueberschrist wohl kein Zweifel bestehen konnte. Am Samstag ist nun der verantwortliche Redakteur des „Vorwärts" von dem Untersuchungsrichter vernommen worden, wobei ihm eröffnet wurde, daß die Untersuchung wegen Majestätsbeleidigung eingeleitet sei, weil die Ueberschrist jenes Artikels auf den Kaiser (!) bezogen worden sei. „Wenn die Notiz in der „National-Zeitung" gestanden hätte, so würde man sie, meinte der Herr Untersuchungsrichter, für unbedenklich halten. Aber da sie im „Vorwärts" zu lesen war, so könne man sich einer derartigen bösen Absicht wohl versehen." Der „Vorwärts" meint weiter dazu: „Bisher haben wir geglaubt, es gehöre zu einem gerichtlichen Einschreiten eine strafbare Handlung. Jetzt hören wir, daß die Voraussetzung einer bösen Gesinnung genügt, um in jede, noch so harmlose und untadlige Haltung ein Delikt hinein zu interpretieren." Darin hat das Blatt leider nicht unrecht. In der That dient hier nur die Voraussetzung einer bösen Gesinnung dazu, um einem vollkommen verständlichen und in keiner Weise strafbaren Ausdruck gewaltsam einen Sinn unterzulegen, den ihm bei einiger Ueberlegung kein vernünftiger Mensch unterlegen kann. Eine solche Verdrehung eines einfachen Thatbestandes nur auf der Grundlage, daß dem Beschuldigten das in Rede stehende Verbrechen zuzutrauen ist, zeigt unsere Staatsanwaltschaft auf einem bedenklichen Abwege, die ihr Ansehen um so mehr untergraben muß, als von einer Verurteilung doch unmöglich die Rede sein kann. Kastel, 28. August. Heute mittag entlud sich über die Stadt ein Gewitter, verbunden mit Hagelschlag, der über eine Viertelstunde anhielt und unermeßlichen Schaden anrichtete. Hagelkörner fielen in der Größe von Taubeneiern, verwüsteten die Anlagen und entlaubten die Bäume. Hunderte von Fensterscheiben sind zerstört. Viele Händler, welche die jetzt hier stattfindende Messe besuchen, sind schwer heimgesucht worden. Auf den Feldern sind Gerste und Weizen, die noch draußen stehen, vernichtet worden. Frankfurt a. M., 28. August. Die ,,Franks. Zeitung" meldet aus Konstantinopel: Nach dem vorgestrigen Selamlik wurden der französische Botschafter Constans und der deutsche Geschäftsträger v. Schlözer nacheinander vom Sultan in Audienz empfangen. Von wohlinformierter Seite verlautet, daß der Sultan in beiden Audienzen eingehend die Angelegenheit der Verlängerung der Anatolischen Bahn nach Bagdad besprach. Neisse, 28. August. (Telegramm der „Köln. Ztg.) Katholikentag. Zum ersten Präsidenten wurde Reichsgerichtsrat Dr. Spahn gewählt, Dr. Spahn bemerkte bei der Uebernahme des Vorsitzes: „Es ist gestern abend gesagt worden, daß die schlesischen Katholikenversammlungen immer an einem Wendepunkt in unserer innersten Geschichte statt- gefunden hätten. Daß wir jetzt an einem Wendepunkt in unserer inneren Geschichte stehen, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, aber wir stehen an der Wende des Jahrhunderts. Das veranlaßt uns, diese Versammlung zu benutzen zu einem Rückblick auf das, was geschehen ist, zu einer Gewiffens- erforschung und zu einer Beichte, auch zu einem Entschluß, was zu thun ist, und so steht uns ein großes Tageswerk bevor." Zu Vicepräsidenten wurden gewählt das Mitglied des Herrenhauses Reichsgraf zu Stolberg-Wernigerode und der Erbprinz zu Löwenstein. Huldigungstelegramme gingen an der Kaiser und den Papst. Reiste, 28. August. Deutscher Katholikentag. Die am Freitag ausgegebene erste Präsenzliste weist bereits 1464 Namen auf. An erster Stelle steht Fürstbischof Kopp, welcher jeden Morgen von seiner Besitzung Johannisberg bei Jauernick in Oesterreich-Schlesien nach Neisse herüberkommen wird. Ferner haben ihre Teilnahme angemeldet: Der Präsident des Reichstages, Graf v. Ballestrem, Dr. Lieber, Dr. Schädler, Dr. Porsch, Landgerichtsrat Gröber, Dr. Lingens, Freiherr v. Heereman, Rechtsanwalt Trimborn, Oberlandesgerichtsrat Roeren, Rechtsanwalt Dr. Bachem, Prinz von Arenberg. Die Zahl der eingelaufenen Anträge beträgt bis jetzt 28. An der Spitze steht der die Unabhängigkeit des Papstes fordernde Antrag der Abgg. Arenberg, Bachem, Gröber, Heereman, Lieber. Ein weiterer Antrag des Centralkomitees verlangt die Bildung eines Reservefonds für die Katholikentage. Ausland. — Der Ausbruch des lange erwarteten Konfliktes zwischen russischen und britischen Interessen in Hankau lst endlich eingetreten. Die Firma Jardine, Matheson u. Co. schntt infolge Weisung des britischen Konsuls am Samstag dazu, ihr Besitztum innerhalb der russischen Niederlassung einzuhegen. Britische Konstabler beschützten die Arbeiter, aber ein Dutzend Kosaken, die das russische Konsulat entsandte, vertrieben die englischen Arbeiter gewaltsam. Darauf landete das britische Kanonenboot „Woodlark" 15 Blaujacken und näherte sich, bis seine Kanonen das russische Konsulat beherrschten. Der Kampf schien bevorstehend, wurde aber abgewendet. Die Blaujacken bewachen jetzt das englische Besitztum. Das britische Kanonenboot „Esk" ging von Shanghai nach Hankau ab. — Zur Transvaalkrisis. Chamberlain hielt heute bei seinem Empfang in Highbury eine Rede, in welcher er ausführte, daß ungeachtet der Verhandlungen, welche während der letzten drei Monate mit dem Präsidenten Krüger stattsanden, nur ein geringer Fortschritt zu verzeichnen und die Krise noch nicht beendet sei. Krüger mache Anerbietungen, welche er selbst für unmöglich halte, oder weigere sich, England das Recht zuzuerkennen, die Art der von ihm vor- geschlagenen Reformen zu studieren. Die englische Regierung zeige eine Geduld, wie sie noch niemals von einer suzeränen Macht ihrem Vasallen gegenüber bewiesen worden sei. Die von England verlangten Reformen seien von jedermann als gerecht und vernünftig anerkannt worden, weniger zu fordern sei unmöglich. In Krügers Hand liege die Entscheidung über Krieg und Frieden. Wenn Krüger auf den von Milner vorgeschlagenen Vergleich eingegangen wäre, so würde die Lage keine so kritische geworden sein, und wenn Krüger in letzter Stunde den abgeänderten Reformforderungen zustimmen wollte, so würden die gegenwärtigen Schwierigkeiten behoben sein und die Unabhängigkeit der südafrikanischen Republik gesichert erscheinen. Die Lage sei zu drohend und zu gespannt, als daß sie noch lange Zeit so fortdauern könnte. Sollte sie noch länger anhalten, so würde die englische Regierung sich nicht auf die schon gestellten Bedingungenbeschränken, sondern Schritte thun, um Bedingungen zu erhalten, welche endgiltig die englische Vorherrschaft in Südafrika herstellen würden. Wenn es zu einem Bruch kommen sollte, was England mit allen Mitteln zu vermeiden gesucht habe, so sei die Regierung sicher, daß sie das ganze Land auf ihrer Seite habe. — Afrika. Nach einem Telegramm der „Times" aus Kapstadt herrscht in Geschäftskreisen die größte Besorgnis über die Verzögerung in der Beilegung der Krisis in den Beziehungen zwischen Großbritannien und Transvaal. Der Handcl liegt völlig darnieder. Die Kaufleute halten ihre Waren in den Hafenplätzen zurück, da sie es nicht wagen, dieselben der Möglichkeit des Verlustes auszusetzen. Die „Times" führt in einem Artikel aus, es sei Grund zu der Annahme vorhanden, daß in den allerletzten Tagen im Kriegsamte endgiltige Abmachungen hinsichtlich der Richtung getroffen seien, welche die im Falle eines Bruches mit Transvaal notwendig werdende Expedition im allgemeinen einhalten solle. Kotmtes und UrsvinMes. Gießen, 29. August 1899. ** Ordens-Verleihungen u. s. w. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben dem Oberstleutnant und Distrikts- Kommandeur Cullmann im Großh. Gendarmeriekorps die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Kaiser und König verliehenen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Allergnädigst zu erteilen geruht. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 26. August dem Geheimen Staatsrat Krug von Nidda das Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, — dem Vorsitzenden der Abteilung des Ministeriums der Finanzen und für Steuerwesen, Ministerialrat Deisler, das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, — dem juristischen Hilfsarbeiter im Ministerium der Finanzen, Oberfinanzassessor Dr. Becker, den Charakter als „Regierungsrat", — dem Ministerialrat im Ministerium der Justiz, Karl Pückel, das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, — dem Oberlandesgerichtsrat Dr. Philipp Hangen, — dem Landgerichtsrat Dr. Georg Best und dem Ministerialsekretär im Ministerium der Justiz, Regierungsrat Daniel Lorbacher das Ritterkreuz 1. Klasse dieses Ordens zu verleihen. * Kirchliche Dieustnachrichten. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 19. August dem Pfarrer Otto Fertsch zu Muthenheim die evangelische Pfarrstelle zu Heppenheim a. d. W., Dekanat Worms, zu übertragen. * * Ordens Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 2. August dem Gemeinderatsmitglied Joseph Waldeck II. zu Heidesheim das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. ’♦ Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Sr Königl. Hoheit des Großherzogs vom 15. Juli ds. Js. den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Gießen Ludwig Friedrich und Franz Wigandt. *' Verzeichnis der Hauptgeschworenen für die am 25. September beginnenden Sitzungen des Schwurgerichts pro 4. Quartal 1899: 1. Nauheimer, Gottlieb, Bauunternehmer in Gießen. 2. Mickel, Hermann, Landwirt in Offenheim. 3. Heil, Karl II., Bäcker und Oekonom in Butzbach. 4. Netto, Dr. Eugen, Professor in Gießen. 5. Kunkel, Wilhelm, Landwirt in Eschenrod. 6. Muth, Heinrich V., Landwirt in Gettenau. 7. Benzler, Heinrich, Landwirt in Staufenberg. 8. Fendt, Karl, Färber in Nidda. 9. Eich, Karl, Rentner in Gießen. 10. v. Jungenfeld, Frhr., Arnold, Bankvorstand in Gießen. 11. N o s, Konrad I., Landwirt in Wolf. 12. Pirr, Ludwig, Metzger in Gießen. 13. Quanz, Rudolf, Landwirt in Eichelsachsen. 14. Carl, Karl I., Landwirt in Heegheim. 15. Otto, Karl Peter, Bürgermeister in Büdesheim. 16. Kliem, Andreas III., Bürgermeister in Kloppenheim. 17. Schwarz, Gustav, Kaufmann in Friedberg. 18. Steuernagel, Albert, Landwirt in Groß-Felda. 19. Kretzmüller, Gilbert, Landwirt in Gambach. 20. Melior, Karl, Landwirt in Vonhansen. 21. Velten, Heinrich II., Landwirt in Großen-Linden. 22. Müller, Karl, Gutsbesitzer in Neuhof bei Leihgestern. 23. Pflug, August Georg Wilhelm, Landwirt in Nieder - Wöllstadt. 24. Horst, Kaspar II., Landwirt in Ruppertenrod. 25. Neuscher, Georg, Fabrikant in Alsfeld. 26. Eif- länder, Konrad, Landwirt in Unter-Sorg. 27. Fischer, Konrad III., Bürgermeister in Rudingshain. 28. Gilbert, Heinrich II., Landwirt in Heuchelheim. 29. Weber, Balthasar, Landwirt in Bingenheim. 30. Schimpf, Jakcch Kaufmann in Butzbach. § Vom Laude, 28. August. „Vom Wasser" müßte eigentlich die Kopfmarke unserer Notiz heißen; denn sie behandelt das Baden, aber das Baden in Landorten. Wer das gesundheitsförderliche Baden liebt und Gelegenheit gehabt hat, die Temperaturunterschiede des Wassers in großen Flüssen und kleinen Bächen kennen zu lernen, der weiß, daß die Wasserwärme größerer Flüsse diejenige der kleinen bemerkenswert übertrifft. Diese Wärmeunterschiede treten besonders stark während des Nachsommers in die Erscheinung. In Städten, die ja meist an großen Flüssen liegen, kann man demzufolge das Baden im Freien länger ausüben als in Landorten, die an Bächen gelegen. In letzteren wird das Baden fast lediglich von der Schuljugend ausgeführt. Hierbei liegt oft ein der Gesundheit schädigender Punkt. Die Kinder haben für die Wärmeunterschiede des Wassers im Hochsommer und Nachsommer wenig Gefühl. Durch das Baden im Sommer ist letzteres auch abgestumpft. Ein Badethermometer, das sicheren Aufschluß über die Wassertemperatur geben kann, nimmt gewiß kein Junge mit. Da aber nun das Wasser in den kleinen Bächen durch die kälteren Nächte, die kürzeren Tage viel kälter als im Sommer geworden ist, so sind oft die Bäder in dem kalten Wasser keineswegs der Gesundheit zuträglich, vielmehr direkt schädlich. Es mag das allerdings weniger direkt an dem kalten Wasser, als an der Art des Vadens durch die Kinder liegen. Diese baden tagsüber zu oft und zu lange in dem kalten Wasser. Dadurch entstehen dann sehr oft lebensgefährliche Krankheiten. Ja, uns sind Fälle bekannt, wo kräftige, blühende Kinder dem späten, unvorsichtigen Baden zum Opfer sielen. Man möge darum auf das Baden der Kinder in Landorten ein wachsames Auge haben. Man braucht es gewiß 'nicht zu verbieten, aber man sehe darauf, daß in jetziger Jahreszeit das Baden nicht zu oft und nicht zu lange und nicht in den Morgenstunden ausgeübt wird. I. Lich, 27. August. Das heutige Jugend fest ist aufs schönste verlaufen. Um 3i/3 Uhr nachmittags bewegte sich der Festzug, bestehend aus sämtlichen Volksschülern, den Schülern der Großherzoglichen Präparanden-Anstalt und sämtlichen Vereinen, unter Begleitung der Kapelle des hiesigen Musikvereins nach dem Festplatze auf der Hardt. Hier richtete Herr Bürgermeister Heller einige herzliche Worte der Begrüßung an die Festteilnehmer und solche des Dankes an die Herren, welche bei der Veranstaltung des Festes geholfen und an diejenigen, welche durch freiwillige Gaben zur Deckung der notwendigen Ausgaben beigetragen. Redner schloß mit einem Hoch auf Kaiser und Landesfürst. Die nun folgenden Jugendspiele wurden zur allgemeinen Zufriedenheit ausgeführt, die Sieger erhielten hübsche Preise. Während der Spiele konzertierte die Kapelle,, später spielte sie zum Tanze auf. Man konnte dabei wahrnehmen, daß die junge Kapelle mit rührigem Eifer weiter strebt und in ihren Leistungen gute Fortschritte macht. Auch der Gesangverein „Cäcilia" trug zur Verschönerung des Festes bei. Etwas neues brachte Herr Turnlehrer Langsdorf durch einige, mit seinen Frankfurter Schülern und Schülerinnen vorgeführte Stabreigen, welche sehr schön ausgeführt wurden und reichen Beifall ernteten. Darmstadt, 28. August. In Gegenwart Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin, Allerhöchstwelche in Begleitung der Schlüsseldame Freiin v. Grancy die ganze Feier durch ihre hohe Anwesenheit auszeichnete, und Seiner Großherzogl. Hoheit des Prinzen Wilhelm mit Gemahlin, fand gestern vormittag 10 Uhr im Diakonissenhaus Elisabetenstist die Einsegnung der neuen Schwestern und daran anschließend die Einweihung des neuerbauten Schwesternhauses statt, welche Feierlichkeit Heuer die Stelle des förmlichen Jahresfestes vertrat. In dem sehr zahlreich besuchten Hauptgottesdienst, dem auch Herr Oberkonsistorial- präsident Buchner, der gesamte Vorstand der Anstalt, die Aerzte, der Baumeister, die Lieferanten und Handwerker des neuen Hauses anwohnten, erfolgte zunächst die Erstattung des Jahresberichts durch den Hausgeistlichen, Herrn Pfarrer Deggau unter Zugrundelegung des Schriftwortes Hof. 14, 10 und sodann die feierliche Einsegnung von elf neuen Schwestern, mit einer Rede über den Text Phil. 1, 10. 11. Nach den Gottesworten der Einsegnung sang ein Schwesternchor. Nach Schluß der Einsegnungsfeier (um 1/2I2 Uhr) zog, Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin mit der Oberin und dem Pfarrer an der Spitze, die zahlreich gegenwärtige Schwesternschaft, ungefähr 120 Diakonissen, durch das alte Haus in den durch einen Zwischenbau damit verbundenen und im Stil sich ganz an dasselbe anlehnenden neuen Schwesternbau. Durch den schönen Wandelgang im alten Kreuzgangstil, aber in fröhlich-lichten Farben gehalten und mit sinnigen Sprüchen versehen, ging es in die neue große Halle, mit der nach allen Seiten hin weite schöne Räume verbunden sind. Ueberall sieht man freundlich-helle Decken und Wände, unten mit schönem gothischen Holzwerk in Naturfarbe; in der Mitte stehen einfach-geschmackvolle Tische mit schmucken Stühlen. Die Wände sind mit Kopien von religiösen Bildern Wilhelm Steinhaufens geschmückt, die auf christliches Leben und Wirken Bezug haben. Hier fand die einfache Weiherede des Hausgeistlichen statt, voll Dank gegen Gott und die opferwilligen Stifterinnen des heimeligen Hauses, auch gegen die geschickte und hingebende- Bauleitung. Der Baumeister, Herr Architekt Georg Scherer, antwortete mit Dankesworten an die Frau Oberin des Hauses als Hauptgeberin und -Beraterin beim Bau und gegen die über 40 daran beteiligten Handwerksmeister, Geschäftsleute und Firmen (die mit Ausnahme von zweien sämtlich aus Darmstadt sind). — Dann erfolgte ein Rundgang der ganzen Versammlung durch das neue Haus, wobei Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin wiederholt ihre hohe Anerkennung über dessen Anlage und ganze Ausführung Mb, '!" ™"ß|e eigtut- 5*lt ä** „ ln die tzr. m9tD6en 8iä[jen ™ 8»i‘« lang« 5 " 9«l«gtn. % 6o” d-r Sch," ?g."h.®'Meit d'° äßärme, “”b kommet 'ft fejto» L.M W«e» 'a””. nimmt ? ®* in beit mc ttrjetenjaje *- !° ß«d ojt bie 8 d-r Sefanbbeit Ö9 das allerdings f M der Art des daden tazsüber zu Dadurch entstehen Ja, uns sind nnder dem späten. Man möge darum ;n ein wachsames nicht zu verbieten, »reszeit das Baden t m den Morgen- Jugendsest ist -chmittags bewegte Heu DvUsschülern, räparanden-Anstalt ag der Kapelle des tze auf der Hardt. ’.x einige herzliche tehmer und solche der Veranstaltung , welche durch frci- igen Ausgaben bei- och auf Kaiser und ldspiele wurden zur ie Sieger erhielten ’rtierte bie spelle, innte babei wahr- igem Eifer weiter zur Der^vuerung hm Turnlehrer frankfurter Schüler« n, welche sehr schön ernteten. lwart Ihrer Kömg- Allerhöchstwelche iR Grancy die ganze eichnete, und Seiner Wilhelm mit Ge- im Diakonissenhaus ien Schwestern und neuerbautcn leit Heuer die Stelle n dem sehr zahlmch err Oberkonsistortal- mb der Anstalt, die und Handwerker zunächst die Erstatt- Aichen Herrn i des Schrlstmrt Einsegnung M elf Ä 'S««** 8'«?.„,,ile sch°« I man ande spuckt, **X 5ieI Mi, » b-e ließt «^J^rer, jiltti ®.eot3 £u[(j «Vb»'"bLdi- S8au “ASw1 eifter, F .rotien P™ btt -< rt?# ■SM auszusprechen geruhten. — Im unteren Stockwerk befinden fich die gemeinsamen Wohn- und Gesellschaftsräume, die Arbeitszimmer und der 200 Personen fassende Speisesaal; im hochgelegenen Souterrain die Küche, wo für 800 Personen gekocht werden kann, daran anschließend ein besonderer Spülraum mit Kalt- und Warmwasfervorrichtungen und das Dienstbotenzimmer. Im zweiten und dritten Stock find die sauber und freundlich eingerichteten Schwestern- zimmer, die sämtlich eine einheitliche Ausstattung erhalten haben, wie überhaupt alle Möbel (nach dem Entwurf des Herrn Scherer) in Stil und Ausführung übereinstimmen. Die weilen luftigen Gänge, die eisernen Treppen, der durch alle Stockwerke gehende Speiseaufzug und die durch jedes Zimmer geleitete Zentralheizung vervollständigen das Bild eines eben so schönen wie ungemein zweckmäßigen und praktischen Neubaus, der, in der kurzen Zeit von 14 Monaten fertig gestellt, dem Baumeister wie allen aussührenden Faktoren die größte Ehre macht. Die Vorderseite des auch im Aeußeren sich sehr gefällig und freundlich repräsentierenden Gebäudes schmückt der Spruch Ps. 34,9: „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist!" Nach Süden ist eine hübsche Veranda, nach Osten hin ein großer Balkon angebaut, und den Dachfirst krönt, weithin mahnend sichtbar, das Kreuz — das ganze ein herrliches Denkmal der Liebe und der Baukunst unserer Stadt! Zum Schluß sei noch angefügt, daß das Elisabethenstist gegenwärtig 249 Schwestern auf gegen 100 Arbeitsgebieten mit einem Jahresbudget von über 160000 Mk. beschäftigt. Zudem wurde eben ein neues großes Werk, der Erweiterungsbau des Marthah aus es, begonnen. Die so segensreich wirkende Anstalt bedarf daher mehr als je der Zuführung persönlicher Hilfskräfte und opferwilligster Unterstützung aller christlichen Kreise. Möge sie stets offene Herzen und Hände finden! D. T. A. •f Das Verfahren vor dem Disziplinargerichtshof gegen den Oberschulrat Dr. Dettweiler wird, wie die „N. H. V." hören, am Dienstag, 12. September, seinen Anfang nehmen. Den Vorsitz führt in Vertretung von Excellenz v. Knorr, Herr Oberlandesgerichtsrat i. P. Heß; die staatliche Anklage vertritt Herr Ministerialrat Braun, Verteidiger ist Herr Rechtsanwalt Hallwachs. Für die Verhandlungen ist eine Dauer von drei Tagen vorgesehen. △ Mainz, 28. August. Auf der Reise von Basel hierher wurde gestern nachmittag einem auswärtigen Juwelenhändler ein Koffer mit Schmucksachen von hohem Werte gestohlen. Der Händler hatte sich in Oos in den Speisewagen begeben, um das Mittagessen einzunehmen. Aus dem Speisewagen zurückkehrend, bemerkte der Juwelenhändler sofort daß sein Koffer verschwunden war und mit demselben zwei andere Reisende, die in dem gleichen Koupö gesessen hatten. Auf bei der hiesigen Polizei gemachte Anzeige wurde sofort, nach allen Himmelsrichtungen per Telegraph nach den Dieben recherchiert, bis jetzt aber leider ohne Erfolg. — Von dem Oberhofmarschallamt in Berlin erhielt die Frau Oberbürgermeister Dr. Gaßner im Auftrag des Kaisers mit einem Schreiben eine wertvolle mit Brillanten reich besetzte Broche mit der Chiffre des Kaisers als ein äußeres Zeichen der Erinnerung an den kaiserlichen Besuch in Mainz. Bei der jüngsten Anwesenheit des Kaisers hier hat Frau Dr. Gaßner dem Monarchen ein Blumenbouquett überreicht. Mainz,28.August. Verkauf des Kasteler Festungsgeländes. Bezüglich der Veräußerung des in Kastel freiwerdenden Festungsgeländes scheint des Militärfiskus jetzt andere Bahnen einschlagen zu wollen. Während man sich seither im Kriegsministerium gegenüber allen Geboten für das Terrain sehr kühl verhielt und von der gestellten Forderung keinerlei Abstriche zugestand, hat man jetzt militärischerseits die Initiative zu einer neuen Abschätzung des Geländes selbst ergriffen, indem man ganz im stillen eine Taxationskommission gebildet hat, die ohne Berücksichtigung der früheren Abschätzungen den Wert des Festungs- geländes auf der Grundlage allgemeiner Preisnormen feststellen soll. Neben höheren Jntendanturbeamten besteht diese Kommission aus Grundbesitzern und Vertrauensleuten von hier, Kastel und dortiger Gegend.______________M. A. Aus der Zett für die Zett. Vor 50 Jahren, am 30. August 1849, hielt der Feldmarschall Radetzky seinen Einzug in Venedig, nachdem die Stadt durch die unüberwindliche Festigkeit ihrer Lage monatelang allen Angriffen und Eroberungsversuchen der Oesterreicher standgehalten hatte. Erst als nach der Niederlage der Insurgenten aller Orten jede Hoffnung auf einen erfolgreichen Ausgang des Kampfes geschwunden, ergab sich auch die Lagunenstadt vertragsweise den Oesterreichern. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 29. August, zwischen 11 u. 12 Uhr mittag-: Wasser 16‘/80, Luft 16». Rübsamen'sch« Bebeantta lt. Verkehr, Zand- und Volkswirtschaft. Gießen, 29. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. 1.15—1.25, Hühnereier per St. 7—8 4, 2 St. 14—15 Enteneier 1 St. 7—8 H, Gänseeier per St. 16—11 H, Käse 2 St. 5—6 H, Käsematte per St. 8 Erbsen per Liter 20 Linsen per Liter 32 Tauben per Paar X 0.65—0.80, Hühner per St. X 0.90—1.00, Hahnen per Stück vtL 0.60—0.90, Enten per St. «4L 1.80—2.40, Gänse per Pfund JL 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60—72 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd. 60—66 <4, Hammelfleisch per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.50 bis 6.50 JL, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. 7.00—8.00, Milch per Liter 16 H Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens biS 1 Uhr nach« mittags. Während der ersten 8 Stunden der Marktzeit darf im Umberrieben nickt ieilaeboten werden.______________________________ Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 29. August. Die Nachricht, daß der Chef des Generalstabes Graf Schliessen nach den Manövern seinen Abschied einreichen werde und der Kommandeur der Garde, kommandierender General von Bock und Polach zu seinem Nachfolger ausersehen sei, ist, wie das „Kleine Journal" erfährt, vollständig unzutreffend. Berlin, 29. August. Wie nunmehr beabsichtigt ist, wird die Session des Landtages schon heute geschlossen werden. Das Herrenhaus dürfte in seiner heutigen Sitzung den letzten Differenzpunkt beseitigen. Es ist kaum ein Zweifel möglich, daß die königliche Botschaft, welche Fürst Hohenlohe zum Schluß der Tagung kundgeben wird, das Bedauern über die Ablehnung der Kanalvorlage im Abgeordnetenhause aussprechen, aber zugleich erklären wird, daß die Regierung voraussichtlich in der nächsten Session eine neue Vorlage bringen wird. Frankfurt a. M., 29. August. (F e st vor stell un g im Opern hause.) Es war ein festlich erleuchtetes und festlich besetztes Haus, in dem gestern Goethe's „Egmont" zur Aufführung gelangte. Vorauf ging ein Prolog von Emil Claar, den Fräulein Boch in schönem und zum Schluß begeistertem Tone sprach. Ein prächtiger Prospekt der Vaterstadt, sonnenbeschienen und davor unsere Muse dem großen Sohne Frankfurts huldigend. Als das Publikum die Worte zu hören bekam: „Denn er war unser!" erinnerte es sich jenes berühmten Goethe'schen Nachrufes an Schiller und brach gleichsam in doppelten Beifall aus. Nach geendetem Prologe hob sich ein weiterer Vorhang und an einem Postamente mit Goethe's Büste, dem Kranzgenien nahten, erblickte man die bedeutendsten Gestalten aus des Dichters Dramen, vom Goetz bis Iphigenie. Der dann losbrausende Jubel war unbeschreiblich. Aus dem Egmont selbst heben wir vor allem die neuen Palast- und Zimmer- Dekorationen hervor. Aeußerst wirkungsvoll wurden die Volksszenen gespielt, aus denen sich die führenden Stimmen merkwürdiger Weise weit besser abhoben, als nachher in den abgeschlossenen Szenen. Herr Bartel als Egmont hatte da, wo er wirklich leidenschaftlich sein sollte, einige glänzende, ja hinreißende Momente. Das Clärchen der Fräulein Pollner, sowie der Oranien des Herrn Bauer wurden von dem an diesem Abend besonders dankbaren Publikum beifällig ausgenommen. Vorzüglich gab Herr Frickel den Brackeburg. — Präzis 9 Uhr eröffnete Professor Rehn den letzten Teil des Goethefestes, den K o m m e r s, im Palmengarten. Es wurden nur einige offizielle Reden gehalten, und zwar vom Vorsitzenden der Kaisertoast, von Direktor Reinhardt die Goethe- Rede, und von Prof. Oncken aus Gießen wurde das Hoch auf Frankfurt ausgebracht. Außerdem sprach noch Prof. Martin aus Straßburg, dec Vertreter der englischen Shakespeare- Gesellschaft, ferner der Abgesandte des Wiener Goethe-Vereins. Erst in sehr früher Morgenstunde wurde der Schluß des offiziellen Teiles erklärt, und der zweite Vorsitzende des Kommerses, Dr. Laquer eröffnete die Fidelität mit einem sehr launigen Toast auf die Damen. Fast jeder Satz der nicht gerade sehr kurzen Rede wurde von stürmischem Applaus unterbrochen. Wir wollen noch erwähnen, daß, von Herrn Dr. v. Steinle gestellt, drei Gruppen nach Goethe'schen Bildern als lebende Bilder sich dem Publikum zeigten. Auf Veranlassung des Vertreters des Straßburger Goethe- Denkmal-Komitees wurden von den Chargierten, welche jedem einzelnen Tische präsidierten, an den betreffenden Tischen die bekannte Goethe-Karte verkauft, deren Reinertrag zugunsten des Straßburger Denkmals bestimmt ist. Von überall her waren Depeschen eingelaufen, und wir können stolz sein auf das Wort, welches gestern gesprochen wurde, daß Frankfurt sich jetzt mit Recht die Goethe-Stadt nennen kann. Wien, 29. August. Den „Münchener Neuesten Nachrichten" wurde das Postdebit für Oesterreich-Ungarn entzogen. (!) Paris, 29. August. In einem Saale der antisemitischen Partei fand gestern eine polizeiliche Haussuchung statt, bei der Guörin belastende Schriftstücke gefunden wurden. In der Umgebung der Rue Chabrol zeigen sich starke Ansammlungen. Die von dem langen Dienste überaus ermüdeten Schutzleute zeigen sich sehr gereizt gegen die Gaffer. Der Staatsanwalt verbot dem Dr. Lorenzi den Besuch in der Festung Guerin, weil man annimmt, daß derselbe noch andere Interessen als rein medizinische hat. Paris, 24. August. Die niederschmetternden Aussagen Freystätters bringen die Generalstabs-Presse in Wut. „Libre Parole" und „Jntransigeant" beschuldigen Frcystätter der Bestechlichkeit und fordern seine Verhaftung wegen falscher Zeugen-Aussage. Bukarest, 29. August. In ganz Rumänien finden Massen-Entlassungen von ausländischen Arbeitern statt, weil die Negierung verfügte, daß infolge der gedrückten Finanzlage alle Arbeiten für den Staat aufs äußerste zu reduzieren seien. Hekanntmachung. Vom 2. September l. I. ab befinden fich die Geschäftszimmer des Großh. Uuiversitäts - Rentamts und der Grotzh. Ghm- uafialkasse nicht mehr auf dem Brandplatz, sondern in dem Hause Btsmarckstraße Nr. 16 (Ecke Ludwig- und Bismarckstraße), part. Wegen Umzugs ist das Bureau am 31. August und 1. September d. I» geschlosirn. Gießen, den 29. August 1899. Großh. Universitäts-Rentamt. _________Weimer.______6307 Arbeitsvergebung. Die für die Räumung der Kleebach in den Gemarkungen Allendorf, Dutenhofen und Heuchelheim im Gebiete des alten Lahnbettes erforderlich werdenden Arbeiten sollen in 5 Losen von je 100 Mtr. an Ort und Stelle vergeben werden. Zusammenkunft Freitag den 1. September d. Js., vormittags 8 Uhr, bei der Mündung der Kleebach in die Lahn an der Dutenhofen-Heuchelheimer Gemarkungsgrenze. 6304 Gießen, am 28. August 1899. Großh. Kulturinspektion Gießen. Bekanntmachung. Sogleich nach Beendigung der Grummetgras-Versteigerung von den Gemeindewiesen, soll das Grummetgras von den Pfarrwiesen der Pfarrei Wieseck in dem Dorfeld'sch-n Garten versteigert werden. 6300 Wieseck, am 28. August 1899. Sommerlad, Bürgermeister. Submission. Für unsere Klinik soll das Reinigen der Personalwäsche alsbald anderweitig vergeben werden. Die Bedingungen liegen nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwaliungsbureau offen. Offerten, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind biS zum 4. September, vormittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Die Zuschlagrsrist beträgt 4 Tage. Gießen, den 28. August 1899. Großherzogl. Verwaltungs - Direktion der chirurg. und ophthalmolog. Univ.-Klinik. 6315 llellitigtlimiltn Hrummetgras- Wersteigerung. Das Grummetgras von den Wiesen der Gemeinde Wieseck soll nächsten Donnerstag den 31. August d. Js. versteigert werden. Der Anfang zu den Wiesen bei Wieseck ist des Vormittags 10 Uhr in dem Dorfeld'schen Garten dahier und zu den Wiesen bei der Baden- bürg des Nachmittags 5 Uhr auf der Badenburg. Wieseck, am 28. August 1899. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 6299 Mttwoch denH.Mtoöer, nachmittags LVr Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Gastwirt Leopold Schütz Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 236Vio — 169 qm Hofraite auf dem Reichensand, Flur 1 Nr. 2366/io — 94 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 29. August 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 6320 II HnsiMHM Soeben wieder eingetroffen 5684 MAGGI — wenige Tropfen genügen — Heinr. Arnold II., Marktstraße 28. Original-Fläschchen werden mit Maggi billig nachgefüllt.___ Öswaldsgarten. Morgen Mittwoch treffe ich mit einem Waggon ftiittskstem Kochgeschirr zum Markt auf Öswaldsgarten ein. 20 M20 M 6me__Martin Schwab. Steppdecken fertigt als Spezialität Freu Fourier, Neustadt 11,1 Tr. Aufarbeiten alter Steppdecken wird schnell und billig besorgt. 6297 Frühkartoffeln rote und weiße, prima Ware, 50 Kilo mit Sack ab Friedberg zwei Mark versendet gegen Nachnahme 6302 Jacob Stern-Simon, Friedberg (Hessen). Waggonladuugen entsprechend billiger. Heute Mittwoch treffen auf dem Öswaldsgarten Einmachgurken und Zwiebeln zu billigen Preisen ein. 03012 ___________I. Ferber, Dienstmann Mittwoch den 30. «nd Donnerstag den 31. August, nachmittags von 3 bis 6 Uhr: Ausverkauf beslhä-ißter EmillegeWm zu jedem annehmbaren Preis. Brüder Schmidt, Seltersweg 83. 6309 - : Uermietungen Ecke Mich- und Ktephaiiftraße Parterrewohnung, 5 Zimmer nebst Zubehör, zu vermieten. 6306 Näheres Marktstratze 28._________ 6311] Eine Wohnung von 3 Zimmern mit Zubehör per 1. Oktober zu vermieten. I. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Grossvaters, Bruders, Schwiegervaters, Schwagers und Onkels Arndorf» Gas-AKticn-GeskWiift Bendorf, Rhein, bei Coblenz. 5938] Die Grummeternte von acht Morgen Wiesen hat zu verkaufen LouiS Trotz. Karl Ijyncker. Für Chaisenverkehr während des Umbaues der Hauptstraße mache ich auf den neu angelegten Weg links vom Forstgarten aufmerksam. im Alter von 75 Jahren heute nachmittag sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen Steinbach, Gross-Umstadt, Giessen, den 28. August 1899. Installateure oder Waufchlofser für Gasleitungen, Rohrleger, Erdarbeiter Da infolge ungünstiger Witterung die gestrige Abendvorstellung der Kunst-Arena A. Stey nicht statt finden konnte, so findet 03005 heute abend 8 Uhr die letzte Abschieds -Oaka-Worffellung stall. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Die Direktion. N GrmllietMs von % Morgen Wiesen Guter Kuhmist zu verkaufen. 6318 Marburgerstratze 66. Mittwoch den 30. August 1899, 9 Uhr abends: 8. Kauptmonatsflhung (Vereinßlokal Kaiserhof). T-O.: Vereinsangelegenheiten, Eingänge, Ausgabe und Rücknahme von Bibliothekbüchern. Bericht über die diesj. Generalver- sammlg. d. D> u. Oe. A.-V. zu Passau. Vortrag: Weine diesj. Jour durch Tirol. Besprechung der demnächst. Taunustour. Sonntag den 3. September (außerhalb des Tourenprogramms): Aünsbergtour. Abfahrt Bieberthalbahn Mrgs. 5 Uhr. 12 Ubr Frühschoppen Kaiserhof. 63iS Lehrmädchen welches das Kochen erlernen will, wird gesucht auf 25 September (oder später). 5815__Hotel Kaiserhof. Lehrmädchen für em Woll- und Weißwarengeschäft gegen Vergütung gesucht. Offerten unter Nr. 6037 an die Er- pedition dieses Blattes. Todes - Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unser unvergesslicher Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Reinhards quelle besses natürliches Wildunger Mineralwasser, spezifisch heilwirkend gegen Nieren-, Blasen- und Steinleiden, von Hunderten Herren Aerzten zum eigenen Gebrauch benutzt. 6220 Haupt-Niederlage in Hieße«: Aetikau-ApotheLe, H. Dornberger. Heinrich Horn Kronenwirt IllM Klitsche vom Lande für dauernde Arbeit gesucht. Näherer in her Expedition d. Bl. Herrn Wirt Philipp Rinn sagen innigen Dank 03002] Ein älteres Mädchen, welches kochen kann, und in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist, sucht per 1. Oktbr. Stelle, am liebsten bei alleinsteh. Dame. Auskunft erteilt Gasthaus uim Löwen. ©•»•©eoeeeeeoeeeeeeeeeeee Domäne Fchissenberg. • Beliebtester Ausflugsort bei Gieße«. M Restauration zu jeder Tageszeit. • Einem ve^hrlichen Publikum zeige ich ergebenst an, daß infolge des d durch den An- bezw. 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Nachmittags 6Uhr: Abmarsch zur Schmückung der Kriegergräber vom Vereinslokal aus. 6316 _________________ Der Vorstand. Hausverkauf. Das Haus Bahnhofstratze 15, „Nassauer Hof", worin seither eine Gastwirtschaft mit Erfolg betrieben wurde, ist zu verkaufen. 6237 Nähere Auskunft erteilt die Konkursverwaltung ______I Boeck. Steinstraße 15. 6229] Haus auf dem Lande, mit Wirtschaft und gutgehendem Spezereigeschäft, Tageseinnahme 80 bis 100 Mk., der Neuzeit entsprechend eingerichtet, Wegzugs halber billig zu verkaufen durch W. Hild, Bahnhofstraße 15. ür Haus I mit großem Laden, zu jedem Geschäft passend, unter günstigen Bedingungen zu verk. durch W. Hild, Bahnhofstr. 15. 6114] Eine fast neue fahrbare Kelter u. Preise ist umzugshalber zu verkaufen. Wo, sagt die Exped. d. Bl- Louis Katz, Selteröwea 56. Ein Bursche zu einem Pferd gesucht. 6174 ______________Bäcker Klingelhöffer. 6260] Ein Hausbursche auf sogleich gesucht. H. 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familien Becker und Müller, Wieseck, den 28. August 1899. 6308 Die Beerdigung findet Mittwoch den 30. August, nachmittags 2 Uhr, statt. m #*4 «arbeit ’onita 'rMtffo Hi iei {Weit»