■ ■ ■ ALL' SS; >d''Äkh£;- 7 !*"» «*t*.,. ZJ®.v«* fe “achten ist festgesfi. £*■***; ,b0 ha) zum ^bauezumAbhau^; *-T*b*5 «wer jährlichen !\ ‘es Grubenfeldes bis te Bohrlöcher Mj\ nachgewiesen ist. B«grat Othber? fo 18 Iu Eschweileraue x Eiuu Sv* ,S'«V rk|**J ; de» 8 ” 1 hM 597 einschliesslich hat 90000 Tons beträte Mk. 551 000.- ergeh id folgende: aktlon. Eisenstein Tons ) 156 I 546 I 378 ) 1260 l 803 Schisma Tom 11401 662! । 5 075) - I «atz. Versand-Erlös X 910157 79 1 027446 36 998362 13 1215 919 12 1 062291 88 k i 6> n: ä I Ulf 898 ist noch nicht fte bekommen der Betrieb für Rwh- gt. auf dem vorsteW von ca. 4 qkm, v aldthunlichst eine rr a-Weser-Bahn einnr» rstärken. rerkscbaft ist das b ls Aktiva die mehre^ en Werte von . » Förderungs-An«, jtos Inventar im und von den fachten als inerte von . • • 1 i Werte von • • , i nicht aofberei- nschlämnieii ; I ,amt Werte von & ’ L I ehe.de Anleihe r®11(1 U , durch reiche J •it 5 icht, ali®aucb^ ner rnie b de°'""^ jrr i.l W" {jrOne*11 .„bei" jr' dd^ LfO per®1 s-< 1899 Freitag dm 30. Juni Gießener Anzeiger General-Nnzeiger Anrts- uird Zlnzeigeblcrtt fut den Ureis (Sieben die Krondiamanten des Alle Anz«ig«n-BermittlungSstellcn bei In- unb Äullenb*! nehmen Anzeigen für den Gießener Anjrigcr tnigttce. fnmebHit »sn Anzeigen zu der Nachmittag- für bni »igtmben La, erscheinenden Nummer bii vorm. 10 Uhr. eines kleinen achtzehn- . . Ohne Zweifel hatte Heboftion, Lspcdition und Druckerei: Nr. 7. In einer Tanzpause dann war er Plötzlich neben ihr gewesen. „Fräulein Margarete, wo sind denn Ihre schönen Zöpfe?" hatte er gefragt, und in einem Tone, der fast wie ein Borwurf klang. Selbstverständlich hatte sie sich das russischen Kaisers, oder —“ „Nun, oder?" oder die blinde Thorheit Hessischer Kandtag. Zweite Kammer der Stände, nn. Darmstadt, 28. Juni 1899. Die Sitzung wird um ‘/41O Uhr eröffnet. Arn Minifter- tisch: Justizminister Dittmar, Ministerialrat Krug v. Nidda und Breidert, sowie eine Anzahl Regierungsräte. Nach Bekanntgabe einer Anzahl neuer Einläufe und Rückäußerungen aus der ersten Kammer, erstattet Abg. Friedrich Bericht über die Wahlen der Abgg. Korrell und Molthan. Der Ausschuß beantragt, diese Wahlen zu bestätigen, und beschließt die Kammer demgemäß. Die Beratung des Stempel-Tarifs wird bei Position 10a fortgesetzt. Der Ausschuß beantragt, für die Automobilen einen Stempel von 5 bis 50 Mk. festzusetzen. Der Antrag wird angenommen. — Die Position 11, Bank, 12. Baugenehmigung; 13. Bauvorschriften; 14. Beerdigungen; 15. Befreiungen; 16. Beglaubigungen; 17. Bergwerke und 19. Bestätigungen von Familienstiftungen wurde ohne Debatte angenommen. — Position 20. Bestellung einer Hypothek und Grundschuld oder Rentenschuld wird ebenfalls genehmigt. — Abg. Brunner beantragt als Position 20a die Besteuerung der französischen Billards mit 20 Mk. jährlich. — Die Abgg. Ulrich und Köhler- Darmstadt warnen das Haus, in dieser Weise nach neuen Steuerobjekten zu suchen. Die Kammer werde, wenn dies so weiter gehe im Land in einen bösen Geruch kommen. Der Antrag Brunner wird hierauf mit großer Majorität abgelehnt. — Position 21, Börse; 22, Bürgschaften; 23, Doktordiplome; 24, Ehelichkeitserklärung; 25, Eheverträge; 26, Eingabestempel; 27, Einigungen; 28, Eintragungen in das Grundbuch; 29, Entlassungs-Urkunde; (30 und 32 ausgesetzt) ; 31, Erbscheine; 33, Erbverzichtsverträge finden ohne Debatte Annahme. Position 34, Erlaubniserteilungen (Kon- Adrcfse für Depeschen: Anzeiger -letze*. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde.__ Zessionen, Genehmigungen der Behörden in gewerbepolizei- ichen 2c. Angelegenheiten giebt zu längeren Debatten Veranlassung. — Abg. Metz hält die Stempelsätze für viel zu hoch, und wird gegen diese Position stimmen. Auch der Abg. Osann hält einzelne Stempelsätze, insbesondere diejenigen für Veranstaltungen von Singspielen, Schaustellungen, Kunstreiten und anderen öffentlichen Darstellungen und Be- ustigungen in einem stehenden Lokale, für viel zu hoch. Man möge doch den Bogen nicht zu straff spannen, und die Schultern armer Leute nicht mit neuen Steuern belasten. — Abg. Schröder hält die Sätze des Ausschusses für nicht zu hoch, und hat auch nicht die Meinung, daß man die Sache zu leicht machen solle; denn es sei nicht alles schön, was geboten werde. — Obersteuerrat Bitte! betont, daß die Sätze wie sie jetzt konstruiert seien, von jedem getragen werden, weil sie sehr mäßig und gerecht seien. Die Regierung könne daher einer Herabsetzung des Tarifs nicht zustimmen. Der Tarif setzt hier für jeden Tag, an welchem Vorstellungen stattsinden oder für jede Woche oder für das Jahr die folgende besondere Stempelab- qabe durch Lösung einer entsprechenden Karte zu bezahlen fest, und zwar für einen Tag 1—20 Mk, für eine Woche 6 bis 130 Mk., für ein Jahr 50—1000 Mk. Abg. Osann beantragt 50 Pfg. bis 20 Mk. pro Tag, 3-100 Mk. pro Monat und 25—500 Mk. pro Jahr zu setzen. Abg. Osann wünscht von der Regierung Auskunft darüber, wer die Stempelsätze bestimmt. Obersteuerrat Bittel erwidert, daß dies Sache des Kreisamtes sei. Der Ausschußantrag, nach dem Antrag Osann motiviert, wird hierauf gegen 4 Stimmen angenommen. Zu öffentlichen Tanzbelustigungen auf Kirchweihen, Jahrmärkten und Hochzeiten sind für jeden Tag 20 Mk. Stempel festgesetzt. Abg. Weidner beantragt einen Stempel für Orte bis 500 Seelen 12 Mk., bis 1000 Seelen 15 Mk., über 1000 Seelen 20 Mk. festzusetzen. Dieser Antrag wird hierauf mit großer Majorität angenommen, der Ausschußantrag abgelehnt. Zu Tanzbelustigungen bei anderen öffentlichen Veranstaltungen für jeden Tag werden a) für Darmstadt, Mainz, Gießen Offenbach, Worms und Bingen, sowie in den Orten, welche weniger als eine Stunde von diesen entfernt sind, 20 Mk., b) in anderen Orten von 2500 Seelen und mehr 12 Mk., c) in anderen Orten von 50 bis weniger als 2500 Seelen 10 Mk., d) in Orten von weniger als 50 Seelen 8 Mk. festgesetzt. Zu öffentlichen Tänzen für einen Nachmittag ist die Hälfte zu zahlen. Ein Erlaubnisschein ist auch einzuholen für Tanzbelustigungen, welche in geschlossenen Gesellschaften bei bezahlter Musik stattsinden. — Abg. David erklärt, daß Darauf hatte sie lächelnd „Vielleicht!" gesagt, und er war gegangen. Ohne Abschied. Nicht einmal eine Verbeugung hatte er für sie gehabt. Das hatte ihr einen Stich gegeben. Aber nachher war so viel lustiger Blödsinn ausgeschüttet worden, daß sie darüber weggekommen war, und erst heute Morgen vor dem Spiegel wieder daran erinnert wurde. Die Augen so skeptisch, das Haar so wirr! Und wie sie es einflocht und dem Rittmeister zum Trotz in einen Knoten aufstecken wollte, kam ihr das Spiegelbild so ausdruckslos und unschön vor, daß sie mit einem plötzlichen Ruck die schönen, langen Zöpfe wieder vom Haupte schüttelte und sie wie ehedem über den Nacken hängen ließ. Aber die abscheulichen Zahnschmerzen! Alle Tinkturen hatte sie schon gebraucht, die auf ihrem Toilettentischchen standen; auch ein Kamillenkissen hatte ihr das Mädchen gebracht, während sie noch im Bette gelegen: nichts war von Erfolg gewesen. Vielleicht konnte Onkel Heinrich ihr helfen. Seeleute kommen in der Welt herum. Weshalb sollte der alte Seebär nicht dabei ein Mittel gegen Zahnschmerzen kennen gelernt haben? Bei den Botokuden vielleicht! Sie ging hinunter in den Park, wo er sicher faß und rauchte und Zola dazu las, und fragte ihn. „Verdammt will ich sein, wenn's nicht hilft, Kind!" beteuerte er. „Du mußt eine ordentliche Havanna rauchen." „Pfui!" entrüstete sie sich, und wurde rot bei dem Gedanken, obgleich das eigentlich garnicht zu motivieren war. Rauchen als Heilmittel ist etwas ganz anderes, als rauchen zum Vergnügen. Das machte er ihr denn auch mit der ganzen Kunst feiner Ueberredung klar, und verschwor sich dabei in sämtlichen existierenden Höllen des Weltalls hinein, wenn die Schmerzen länger anhielten als seine „Upmann". !!r. 151 Zweites Blatt England gezeigte „strafbare Apathie" soll in der Kapkolonie verbessert werden. Wir werden also demnächst von vielen begeisterten Meetings hören, die von den „Zweigorganisationen" in vielleicht ganz obskuren Ortschaften veranstaltet werden, und wir werden die mit Hilfe von Freibier erzeugte „Begeisterung von Taufenden von Teilnehmern" nach ihrem wahren Werte zu schätzen wissen. An und für sich wäre dieses Treiben vielleicht verhältnismäßig harmlos, aber es birgt immerhin die Gefahr in sich, daß es die Buren immer noch mehr erbittern und somit die Möglichkeit einer Explosion wieder vermehren wird. T. R. Me»«gs»rei- vierteljährlich 2 Mart 20 Pf,, monatlich 75 Pf, mit Bringerloh«. Bei Postbezug R Mark 50 Pf,, vierteljährlich jährigen Mädchenherzens!" Das war zu stark gewesen! . , er sich über die Huldigungen geärgert, die ihr von allen Seiten erwiesen worden waren. Aber wer gab ihm ein Recht dazu, ihre Freude an so viel Kundgebungen von Liebe und Verehrung zu verhöhnen? Nun wollte sie sich erst recht mit den Herren beschäftigen, so auffallend wie möglich, damit er sähe, wie gleichgiltig er ihr fei! Unb so war es denn gekommen, daß sie alsbald in einer Korona von jungen Herren und Damen, angesteckt von der tollen Laune des Augenblickes, sogar die Zigarrette nicht verschmäht hatte, obgleich sie sonst eine abgesagte Feindin des „Weiberrauchens" war. Und so hatte sie den Triumph gehabt, ihn mit finsterer Stirn in der Thür des Salons stehen zu sehen. Er war dann zu ihr getreten und hatte ihr ein ironisches Kompliment gemacht, wie „schneidig" sie aussähe — einJEßert, das er nicht leiden konnte — und ob sie nicht nächstens auch Zigarre und lange Pfeife acceptieren würde. nicht gefallen lassen. „Wo sie immer waren," hatte sie schnippisch geantwortet. „Oder glauben Sie, ich könnte sie ablegen wie einen Hut oder ein Paar Handschuhe?" . „O, gegen die Echtheit Ihres Haares habe ich nie den leisesten Zweifel gehegt!" hatte er abscheulich ernsthaft erwidert. „Das ist so echt, wie tv. Tie Treibereien der englischen Kriegspartei. Die Kriegsbegeisterungs-Fabrikanten in England sind l>ilt! r enttäuscht. Erst waren sie voll begieriger Erwartung; als sich auf ihre Trompetenstöße nicht sofort das ganze Lavid einstimmig gegen Krüger erhob, fühlten sie sich be- unrnchigt, und sie sind nun, da immer noch keine Aussichten für die Einschiffung der gewünschten 40000 Mann vor- hanven sind, in weinerliche Verzweiflung versunken. Die „B. James Gazette", die sich durch die Enthüllung des angk'blichen Feldzugsplans des Generalftabs der Südafrikanischen Republik lächerlich gemacht hatte, muß nun das offene Geständnis ablegen: „Wir haben während der lebten vierzehn Tage versucht, dem Lande den ganzen Ernst der Krise im Transvaal klarzulegen. Es ist für uns kein ßeiynügen, zu bemerken, daß wir bei unseren Kollegen so ivcurig Unterstützung gefunden haben." Arme „Gazette"! Sie hat nach Kräften gepfiffen, und das Publikum will nicht tanzen. Noch naiver ist die Ueberraschung und das Bekenntnis der „Saturday Review": „Transvaal ist nach Lechältnis seiner Größe das wertvollste Land in der Welt und ein Krieg mit ihm würde unseren Handel nicht im mindesten stören, und doch verhält sich die öffentliche Meinung jonlnerbar, ja strafbar apathisch mit Bezug auf diese Frage." Hier haben wir die schamlose Theorie der Raubzügler ^ariesonscher Farbe in ihrer vollen Nacktheit in einem einzigem Satze zusammengefaßt. Die Regierung — vermutlich mit Ausnahme Mr. Chamberlains — ist nicht geneigt, sich vhn« weiteres zum Kriege drängen zu lassen. Sie weiß lehr wohl, daß dies mit Bezug auf die britische Herrschaft . in Südafrika va banque»®pielen hieße. Aber die Kriegs- parttei wird ihre Bemühungen noch nicht auf geben. Sie iviröd sie auf ein anderes Feld, d. h. nach Südafrika verpflanzen. Die südafrikanische Liga hatte sich anfangs ein tugendhaftes Ansehen gegeben. Sie hatte erklärt, sie wolle sch in dieser kritischen Lage der Dinge jeder Agitation enthüll cn, — offenbar in der Hoffnung, daß über der den Uitl anders widerfahrenen Unbill der Jingoismus in England in hellen Flammen auflodern würde. Aber das von der Mgen Kriegspartei ausgesprengte Zündmaterial hat nicht genügend gefangen, und die Liga sieht sich gezwungen, dm Tugendmantel abzuwerfen, und zwar kündigt die Jingopresse jetzt an, „daß die Exekutive der südafrikanischen Liga den dringenden Bitten des Volks, von allem seinen Zweigorganisationen in der Kapkolome Meetings veranstalten zu lassen, nachgegeben hat". Niemand wird fiel) von diesem sehr durchsichtigen Kniff betreffs „der dringenden Bitten des Volks" täuschen lassen. Die hier in •tf4dwt HgM put Ausnahme be« Montags. Dl« Gießener frcBtn bem Anzeiger itcheittlich viermal beigelegt. Feuilleton. Das beste Mtlel. Wn. frWi*= °°" ^Xu^boten.) Sie batte Zahnschmerzen, jene heimtückisch wühlenden, ki denen man Anwandlungen zur Lebensverneinung be- bwmt, und sah überhaupt ein wenig übernächtig aus, die Wicke kleine Margarete, des Kommerzienrats Erdmann miaes Töchterlein. 9 Aber der Ball hatte auch bis in die Morgenfrühe gedauert, den der Vater zur Feier ihres 18 Geburtstages gegeben. Und er war so schon gewesen, sie noch niemals ein Ball in ihrem durchaus nicht walzer- mb rheinländerarmen Dasein. „Königin des Festes hatten Ä ÄÄ diesen ruhigen stahl- „* n Augen zu begegnen, in deren rätselhaftem Grunde 7 ganz seltsames Gemisch von SMt Bedauern^un^doch iu$ wieder Zuneigung zu liegen fd)i • ihr' innnr neroefen als habe er leise seinen männlich aus mÄllen Kops S-schMelt^ «der sie hatte sofort weg- jfchen und sich um ,° lebhafter mit den anderen Herren inte trt) alten. Das > Du Äetzt schlug Margarete die Augen auf. „Liebste!" murmelte er, und sie lächelte selig. „Kannst mir verzeihen ?" fragte er. „Und Du mir?" entgegnete sie erglühend. Er richtete sich beglückt auf und zog sie an sich- „Verrücktes Volk!" brummte der Kapitän und dampfte' daher wie ein Kriegsschiff, das eben in See stechen will. „Sag mir bloß eins, Margarete," schrie er die Glückstrunkene Plötzlich an, „hat's geholfen oder nicht?" „Es giebt kein besseres Mittel!" sagte sie voller lieber* zeugung und sah den Geliebten dabei an, worauf sich Kapitän befriedigt umdrehte und im Weggehen weiterpaD. Gleich darauf begegnete er seinem Bruder, dem Kommerzienrat, und wie der sich über die schönen Rauchringe freute, )ie der Seebär, ab und zu stehen bleibend, in die Luft bues, knurrte der Kapitän: „Gut, daß Du Ringe gern hast! Da um die Ecke werden, wenn ich nicht ganz auf den Kopf gefallen bin, glaube ich, eben ein paar gewechselt . . . mhm." [ so hoch zu nehmen, insbesondere da die Besitzer ihren Wohn- fltz nicht wechseln können. Gerechtigkeit müsse man hier in erster Linie walten lassen mit Rücksicht auf die Nachbarstaaten Baden, Bayern und Württemberg. — Abg. He id e n- reich will zwischen Fideikommiß und landwirtschaftlichen Erbgütern einen Unterschied gemacht haben. Man müsse den letzteren das vom Staat garantierte Recht, sich nach Möglichkeit auszudehnen, nicht durch eine hohe Belastung ^malern. — Abg. Ulrich hält es für richtig, daß diese rfioelkommisie gegenüber den Bauerngütern so hoch wie nur Möglich ZU besteuern seien. - Abg. Joutz ist der Ansicht, daß man der Ersten Kammer gegenüber eine bestimmte IE"ug nehme, weil diese Herren nicht gewohnt seien, Rücksicht auf die Beschlüsse der Zweiten Kammer zu nehmen. Bei der nun folgenden Abstimmung wird der Antrag David mit 29 gegen 15 Stimmen angenommen. Der An- , "ag Brunner war hierdurch gegenstandslos geworden. f - k, O i^S^ng wird um r/z2Uhr abgebrochen. Morgen früh 9 Uhr Fortsetzung der Beratung. „So haben Sie sie erst dazu genötigt?" „Und ob! Wenn ich den Erfolg freilich geahnt hätte, wäre es mir nicht im Traum eingefallen, hier den Wunderdoktor zu spielen! Ein Kapitel hätte ich sicher schon weiter u)en können in diesem verfluchten Zola hier, der uns die Welt nnt Gewalt zu einem Schweinestall machen will!" "cn auch nicht Margaretens Lektüre?" „Ra, hören Sie mal, Herr Rittmeister, der Tabak ist . 'u.r, ich beinah zu stark!" entgegnete darauf Onkel Heinrich und wollte ihr von neuem die Schläfe reiben. Aber mit frohem Ungestüm hatte der Rittmeister ihn beiseite gedrängt und kniete vor dem lieblichen Mädchen, die schöne weiße Hand, der das Unkraut der Havanna endlich entglitten war, mit Küssen bedeckend. Lokales «ad PrsvinMes. „ . +* fceffWt LandwirtschastSrat. Mit Bezug auf den 4' Ausschusses der 2. Kammer der Landstände Ä ®,rnMU”9/lnel Lundwirtschaftskammer für I das Großherzogtum Hessen erfahren wir, daß der hessische I ^"dwirtschaftsrat durchaus nicht die unbedingt ablehnende Stellung dieser Frage gegenüber einnimmt, wie sie in dem Bericht des genannten Kammer-Ausschusses zum Ausdruck I I Egalen ist. Der Landwirtschaftsrat hat sich vielmehr für die Zweckmäßigkeit einer festeren selbstständigeren und I weltergreifenderen Organisation ausgesprochen, und sich s Q nur deshalb dem Antrag des ^b9eorbnrte^%^Uer TÄT des hessischen Bauernstandes gegenüber Mehnend verhalten, weil er sowohl den dort vorgeschlaqenen I Weg als auch die Zeit der Ausführung für eine derartiae I Neu-Organisation für ungeeignet hielt. Seit längerer 3e?t I namentlich aber augenblicklich bestehen hierübe/wiederum Verhandlungen im Landwirtschaftsrat in Verbindung mst d^ landw Promnzial-Vereinen. Welche Ergebnisse di eftlbm haben werden ist zur Zeit noch nicht zu ersehen Wn ^“einpr ^-hfA bal eme Neu-Organisation nicht zu einer schädlichen Storung der gerade in neuerer Qpit fn I te^äCr"n“bütfe3en4re'^ tokFenben ,anbrt’- D°r-ins-Thäkig- W. Aus der Wetterau, 28. Juni. Endlich ist wieder de." Elementen eingetreten, und die Sonne lacht I Mündlich über den Fluren. Die heftigen Gewitter sind den»®e«aXgTi? ^tstandm Deutsches Reich. ^^werbung der Karolinen wird offiziös mitgeteilt: Nachdem zu dem Abkommen vom 12 Feb- d. Js. über den Verkauf der Karolinen und sonstigen verbliebenen Südsee-Jnseln an Deutschland Deutschs N 'hre Zustimmung gegeben und in Deutschland Bundesrat und Reichstag die zur Ausfübruna °rf°rd°rlich°„ Mttt-l bewilligt haben ° w,rd 'dem Vernehmen3 nach die Ratifikation des Abkommens nunmehr möglichst beschleunigt. Hierdurch wird auch die Aussicht eröffnet, daß d'e gleichzeitig zwischen Deutschland und Spanien Über die ^. chselseitige meistbegünstigte Behandlung der Wareneinfuhr getroffene Vereinbarung, die vom Bundesrat und Reichstag angenommen worden ist, noch zu Anfang Juli d. I. in beiden Landern m Kraft treten wird. ' B in W fc,ner Qual" greift schließlich noch ^anz anderen Dingen, als einer unheimlich langes dicken und schwarzen Tabaksrolle, und so saß denn auch Margarete alsbald neben dem Onkel und übte sich zu ihrem eigenen inneren Entsetzen in der gräßlichen Kunst, zu der Ff f° leichtsinnig den Anfang gemacht. Aber hia ame--n "Een nicht weichen, sehr zum Grimme des alten Kapitäns, der allerdings auch die Züge Maraa- rethens lange nicht kräftig genug fand. Stöhnend zog sie eine größere Wolke des scharfen Rauches in die zarte Kehle, verfiel aber gleich darauf in £m_cn f.° eutsetzlichen Husten, daß Onkel Heinrich erklärte das Dings wäre doch wohl für sie zu schwer, und er wolle gleich eine leichtere Sorte holen. e ©ie junge Dame, die wirklich schon etwas wie Linderuna M verspüren glaubte, rauchte nach dem Hustenanfall schüchtern weiter und blätterte dabei in beni Raman herum'den der störet al?Sckri ^7 T'. Iic6 darin auch nicht hna h'j Schritte vom Hause her erschallten. Sicher war r?fe' ber u"l emer neuen Sorte von „Giftnudeln" Dann aber erschrak sie plötzlich bis ins Mark L spöttischsten Änsa'Z- stimme sagte m FriiuiN ’* ciclIei*t um etwas Feuer bitten, gnädiges «es n- butgegnete sie gemeffen und reichte ihm die g«ne dem ouartU rLg^L"^ „Ich war eigentlich gekommen, mich nach Ihrem Befinden zu erkundigen. Wer indes bei einer so guttnUgarre gerade diese Position wieder den Beweis liefere, daß der arme Mann zur Steuer herangezogen werde, während der Reiche, der im Besitz von Räumen und des Musikinstruments sei, frei ausgehe. Dieser Tarif sei für die kommenden Landtagswahlen für seine Partei ein vortreffliches Aqitations- mittel. — Abg. Weidner beantragt, den letzten Satz zu fireichen und auch die Tanzbelustigungen ohne bezahlte Musik mit dem gleichen Stempelsatz zu belegen. Bei der Abstimmung wird der Ausschußantrag abgelehnt und der Widner mit großer Majorität angenommen. — Abg. M 0 l t h a n hält die Sätze für viel zu hoch, da sie von dem kleinen Wirt nicht getragen werden können. Er beantragt Herabsetzung des Konzessionsstempels auf die T ,9* Kramer bezeichnet das Zustandekommen des Tanfs als em Angstprodukt des Hauses, dem stets die Gefährdung der Steuerreform vorschwebe. Auch er ist der I daß das Wirtsgewerbe Lasten genug habe, und man mache die Etablierung neuer Wirtschaften noch schwieriger. Er ist ebenfalls für Reduzierung der Sätze. — Geheimer Staatsrat Krug v. Nidda weist auf die Nachbarländer Baden und Bayern hin, wo die gleichen Stempelsätze ein- gefuhrt feien. — Der Ausschußantrag empfiehlt Annahme der Regierungsvorlage und beschließt das Haus gegen b Stimmen demgemäß. a a I Zu 5. Genehmigungen beantragt Abg. Schönberger Streichung der Ziffer 1 des Tarifs. Derselbe begründet semen Antrag. — Abg. Köhler-Darmstadt hält die Sätze I Tur außerordentlich minimale und ersucht das Haus, die- selben anzunehmen, was gegen 8 Stimmen geschieht. Ebenso werden 6 bis 19 genehmigt. - Zu Position 35 Familien- Fideikommisse und landwirtschaftliche Erbgüter ist festgesetzt, x Q?On Jcbem angefangenen 100 Mark für Anmeldung und Annahme je 50 Pfennig und für die landesherrliche Genehmigung 2 Mk. Stempelsteuer erhoben werden soll. — in ^antragt statt dessen, für jede 100 Mark 10 Proz. Stempelgebühr zu setzen, während Abg. Brunner rm Interesse der bäuerlichen Erbgüter 5 Prozent für oe= Justizminister Di11mar gibt der Kammer zu bedenken, daß durch die verschiedenen Rechtsmanipulationen die Fideikommisse schon sehr verteuert würden. — Abg ^LlVnVid^ findet den Antrag David viel zu weit- Snbr?nb landwirtschaftlichen Erbgüter seien uu i nutzbringend für den Staat anerkannt und dürften blne noch höhere Besteuerung geschädigt werden. Die Regierungsvorlage treffe das Richtige, und er werde SL™ ^bg. von Köth will über den 3e" "?b b" Berechtigung der Fideikommisse nicht streiten, halt aber im übrigen den Antrag David für annehmbar und wird demselben zustimmen. — Abg. Ojann will ebenfalls über die Berechtigung der Fidei- kommißguter heute nicht streiten, glaubt aber nicht, daß durch erneu erhöhten Stempel das gewünschte Ziel, die Verminderung derselben, erreicht werde. Er glaubt ferner M die Erste Kammer auf eine weitere Erhöhung des : Stempelsatzes Nicht eingehen werde. Er hält den Antrag | Sruimer für acceptabel und wird für denselben stimmen. — Abg. David verwahrt sich gegen den Vorwurf der Re- Cr 8« »eit gegangen sei. Nach anderen Staaten habe man mcht zu fragen, und auch das Votum der Ersten Kammer lasse ihn kalt. Die Hauptsache sei, daß könn?//^b^ der Fideikommisse nicht außer Landes gehen Kamm?r> ^icht der Regierung und der E« k^altung des Bauernstandes hinzuarbeiten. E,.^statistisch festgestellt^ daß sei dem Jahre 1868 im Deutschen Reich über 2 Millionen Bauerngüter durch Ein- I verleibung m Fideikommisse verschwunden seien. Dieses be- I fordere die Unkultur. Wenn die Erste Kammer durch Ab- I feincd. binen Konflikt heraufbeschwören wolle, dann möge sie es verantworten. Das Volk werde I bann diesen Standpunkt zu beurteilen wissen. — Geh. Staats- rat von Krug halt es für sehr bedenklich, den Stempelfatz | Landwirte versichert Vieh, ^rürf>fp o t Mobiliar, Ihr habt es nicht zu bereuen - Heu kommt jetzt unter Dach, manches bat mnhTft nassen Woche viel an seiner Güte eingebüßt L Kleeäcker Rüben und Kartoffeln war fer MsgL^ von unbezahlbarem Werte, es steht tounberfS9 Setbern. Selbst bie Halmfrüchte ha^n gegen'd-7 ' SJegen gut ausgehalten, man sieht nur Wenig Sagte 4- Bingenheim (Wetterau), 27. Juni Schaden nahm heute der Landwirt Fr Schwab indem er trotz eines älteren Bruchleidens sich ohne ml bem Heuablaben bezw. Gabeln Überanstrengte unu/fe solchergestalt innere Verletzungen des Leibes -mo» 7«"' noch am Abend in die Klinik nach Gießen verbrack! mu6te. Schwab hat eine starke Familie, bie Co7me77' Tagen erst wteber Zuwachs erhielt. ’"tl ftartc Settüre — Pardon — einer so starken Zigarre eme so gute Lektüre treibt, dem muß es ja ausqeteftbne 9Et,enm?Ä" ®ie' ich gestört habe!» * ,n, ' stöhnte sie und biß bie Zähne zusammen Er sollte durchaus nicht triumphieren. 61 aber ‘^r ium Serfrringen, als er ginn- t?br bint Sh LS’*6 tt06t? 3°schl°ssen. Auf einmal wurd! ihr bunt und schwarz vor den Augen, die Bäume im Barke sttnf um " ?U taniCn - ein leH'er AusMei unFfie Traume6^rFan$C£e7rtoieberfe6t,e' - miP üon bcn verrückten Albernheiten, die sich wie die ansteckenden Krankheiten verbreiten!" hörte sie den SSÄÄ!" — - -» ..Sie wußte nicht weshalb, aber bie Stimme des sfiitt, meifter« that ihr Wohl wie nie, und sie hatte den Onkel wartetet f°nnen' a[S et if>m «oller Entrüstung auf. Ubmann STZ”“ h°utzutage, würden sie eine solche Frin TUtte" ®ertJa9£lt; denn bie raucht schließlich L« wenn s darauf ankommt! Natürlich ein ^yunge. . . . Vor allem aber: das Mittel hilft. Daraus können Sie Blausäure trinken, eine halbe^Tonne voll' B weg'fin^ "-'wach', ob bie Zahnschmerzen hip{ffi,,'^5-n^rnCrlCn klang es hoch verwundert und so normen fU Rittmeisters Sfimme noch nie v/r- 6. . ^s denn sonst? Denken Sie, ich auäle das stengel?" mCmem Vergnügen mit dem schwarzen Glimm- -m- Darmstadt, 28. Juni. Die Staatsrpni-^,, mcht blos bemüht, die Einkünfte zu erhöhen^ bie Ausgaben zu ermäßigen, was ja am Ende nnt ? Staatssäckel die gleiche Wirkung ausübt. Zu diesem 3^ sollen einige kleinere Distriktseinnehmereien aufaeboben - die Orte, welche diesen Einnehmereien zugehörten nn > umliegenden, in passender Weise verteilt werden h^en werden auch einige Distriktseinnehmenie«S gehoben werden und von anderen werden Orte bi? ! einen Bezirk unbequem liegen, abgetrennt und anderen getedt, aber wie dies wird, weiß man noch nicht hpn ba^ Ä^rall Sparsamkeit walten soll, doch oh hff^rICnft äUr. f^ab!9In. unb das Interesse der Zahln^ Pflichtigen zu beeinträchtigen. I ft △ Mainz, 28. Ium. Gegen die geplante Fahrra- I mCUfCr ^?nb ^bstern abend hier eine sehr zahlreich beiufi- Versammlung von Radfahrern von hier und bet UmqeJr fiatt, m welcher folgende Resolution gefaßt wurde heute hier tagende Versammlung von Radfahrern von Mairn ^r^1969^ -^hebt einstimmig Protest gegen die von tu I Hessischen Regierung geplante Fahrradsteuer. Die &r knimlung erwarte mit Sicherheit, daß die hohe Kamer die Fahrradsteuer nicht als eine Luxussteuer, sondern eh I ei”e. verkehrsfeindliche Steuer betrachtet und dieselbe idrn aKem deswegen unbedingt ablehnt." - Während der w I Salondampfer „Borussia" noch von seiner ersten^.: I blCc m Aparatur liegt, hat heute morgen hier ein iroeit-r gro^r Dampfer der Köln-Düsseldorfer Gesellschaft, di: I Ätsche Kaiser" einen Unfall erlitten, der unterllm= standen auch eine längere Außerdienststellung des Schüsc- m°?en kann. AIS der mit Passagieren zahlml besetzte Dampfer eben die Landungsbrücke verlassen batic unh auf der Mitte des Stromes zur Durchfahrt durch d-e Straßenbrücke drehte, versagte die Maschine, sodaß man I Anker werfen mußte. Die Passagiere und deren Gepäck wurden m der Mitte des Rheins von einem zweiren- Dampfer ausgenommen und erlitten außer einer halbstündigen Verspätung weiter keinen Schaden. 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