1S99 Dienstag den 3 göitbeire Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, »clche den betreffenden unverzüglich zuzustellen sind. Der Soll; ug der Ladungen ist innerhalb 5 Tagen anzuzeigen. Sir Militärpflichtigen sind außerdem anzuweisen, ihreLosungs- gitimc mit zur Stelle zu bringen. Die zur Beurteilung von Reklamationen in Betracht Almuden Personen, wie Eltern, Geschwister, haben eben- M zu erscheinen, ansonsten auf die betreffenden Rekla- aitwaeu keine Rücksicht genommen werden kann, was die chchh. Bürgermeister den betreffenden Reklamanten noch WiderS mitzuteilen haben. Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ;ii iltr Grund hiervon berichtlich anzuzeigen und ist, wenn im Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weg- lypgcn ist, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist. Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem llka-Ersatz-Geschäfte bis znm Schluß des gesamten Aus- lsidu iigs-Geschästs selbst anwesend zn fein, um bei der Unter- Minia von Felddienstuntauglichcn sowie Invaliden ev. Aus- !W geben zu können, auch haben sich dieselben darum zu Inickhen, daß die Militärpflichtigen, den Ladungen ent- tzreayend, eine Stunde vor Beginn des Geschäfts zur Stelle |iL uüchtcrn und reinlich gekleidet erscheinen und während iif Aushcbungsgeschäftes ein anständiges und ruhiges Ver- illdrn beobachten, was Sie denselben vor Abreise nach dm Mziclnen Aushebungs-Bezirken noch ausdrücklich eröffnen ■tollen. Gießen, am 25. Mai 1899. k-r Zivil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Kommission des Kreises Gießen. Boeckmann. Kongreß zur Bekämpfung der Tuberkulose. Ueber die Behandlung der Schwindsucht mit Arznei- I Mitteln sprach Professor Kobert (Rostock). Er äußerte I sich dahin, daß es spezifische Heilmittel gegen die Schwind- I sucht z. Z. noch nicht giebt. Ein zweiter trauriger Satz von ebensolcher Richtigkeit ist, daß bei allgemeiner Tuberkulose keine einzige Art der Behandlung etwas nützt. Auch bei der sogen, galoppierenden Schwindsucht kommen wir I mit all unserer Behandlung meist zu spät; es läßt sich da I der Tod nicht einmal auf Wochen hinausschieben. Dagegen I ist der pharmako-nihilistische Standpunkt, daß kein Arznei- I mittel bei der Schwindsucht irgendwelchen Nutzen bringt, nicht mehr aufrecht zu erhalten. In der Bekämpfung der chirurgischen Tuberkulose ist z. B. das Jodoform em ausgezeichnetes Mittel. Auch die Behandlung der Gelenk- I tuberkulöse mit Schmierseife verdient Empfehlung. Gegen I die unaussprechlichen Schmerzen der Hals- und Darm- I tuberkulöse, namentlich in schweren Fällen, werden Narkotika I gar nicht zu entbehren sein. Auch mit künstlichen Nähr- | Mitteln und die Verdauung anregenden Arzneien (Kreosot, I Leberthran, Albumosen, Kefir) läßt sich bei individualisirender Behandlung manches erreichen. Gegen die Verwendung der Fiebermittel hat sich neuerdings eine Strömung geltend gemacht, die behauptet, daß sie mehr schadeten, als nützten. Kobert hält diese Art der Naturheilmethode, die das Fieber im Körper nicht dämpfen, sondern austoben lassen will, für nicht berechtigt. Fieber schädigt immer das Körpergewicht. Allerdings sollen Fiebermittel erst dann benutzt werden, I wenn länoere Bett- und seelische Ruhe, Bäder u. s. w. das | Fieber nicht beseitigen. Das beste Fiebermittel ist das Pyramidon. Ein wirksames Mittel ist noch das Kampferöl. I Es kräftigt das Herz und regt, wie die Zimmtsäure, eine heilkräftige Leucocytose an, wodurch die Ausheilung der kranken Stellen begünstigt wird. Als eigentliches Heilmittel kommen auch noch das Kreosot und seine Derivate in I Betracht. „ , Professor Brieger spricht darauf über die Behandlung I der Tuberkulose mit Tuberkulin. Der große Rückschlag, I der den ersten Verheißungen bei Anwendung dieses Mittels gefolgt ist, war nicht berechtigt. Das Tuberkulin ist in der That ein spezifisch wirkendes Mittel. Aber da es aus I Tuberkelbazillen gewonnen wird, wirkt es nur auf reine I Tuberkulose, nicht aber bei Mischinfektionen. Die beginnende I Tuberkulose wird auch günstig durch das Tuberkulin beein- I stußt. Daß das Tuberkulin schadet und, allgemeine Tuber- I kulose verursachen könnte, ist nicht zutreffend. Ueber klimatische Heilverfahren einschl. Seereisen verbreitete sich Sir Hermann Weber aus London. Bel der I Behandlung der Schwindsucht sei das Klima wohl wichtig, aber ohne ärztliche Ueberwachung ungenügend; die Behandlung in Heilanstalten verdiene den Vorzug; sie sei für die unbemittelten Klassen überdies eine Notwendigkeit Ein alter Vorkämpfer der Freiluft- und Diätbehandlung, Dr Dettweiler (Falkenstein im Taunus) erhielt jetzt das Wort. Redner kann auf eine 20jährige Erfahrung und Adresse für Depeschen: Anzeiger $u|au Fernsprecher Nr. 51. Ne»ug»prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Ps,. monatlich 75 Pfg mit Bringerlohn. Bei Postbezug R Mark 50 Ps^ ^erteljährlich Wehener Anzeiger Heimat-Anzeiger Bekanntmachung. Am Samstag dem 6. Juni d. I., vormittags 10 Uhr, findet im Lenz'schen Saale in der Bahn- sif'straße (Liebigstraße) die Generalversammlung des lüntowirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen mit nachstehender iMsordnung statt, zu welcher die Mitglieder des Vereins r.b alle Freunde der Landwirtschaft hiermit eingeladen ttd'ben. Etwa um 11 Uhr wird der untenerwähnte Vor- tragg stattfinden, zu welchem jedermann, der sich für die 8-cche intercssirt, eingcladen ist. Die Herren Bürgermeister Men dies in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen r Auswahl, lieber Bekanntmachung. Großh. Ministerium der Finanzen hat genehmigt, daß mit Rücksicht auf die verspätete Zustellung der Steuerzettel in der Stadt Gießer, die Frist zur Vorbringung von Reklamationen für die Stadt Gießen bis E«de Juli verlängert ist. Gießen, den 27. Mai 1899. Großh. Steuerkommissariat Gießen. Bähr. ____ Bekanntmachung, reti effeud: daS Ober-Ersatzgeschäft für 1899.$ Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1899 wird im Kreise Niejffe« Sreii ag, den 16. Juni im Rathause zu Sich, vormittags 8 Uhr, Uaw Stag, de« 17. Juni daselbst, vormittags 8 Uhr, Mo» tag, de« 19. Juni in der Restauration „Zum Lvnys Bierkeller", Schanzenstraße Nr. 18, zu Gießen, r ormittags 8 Uhr, Devstag, den Lv.Juvi daselbst, vormittags 8 Uhr, Mittwoch, de« 581. J«ui daselbst, vormittags 8 Uhr, Donnerstag, de« 582 Juui im Gasthaus „Zum Rappen" s.u Grüuberg, vormittags 8 Uhr, stattfinden. Es haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Br!c!düngen an den genannten Tagen vor der Großherzog- lilheu Ober-Ersatz-Kommission im Bezirk der 49. Jnsanterie- Uchode in sämtliche« Aushebuugsorteu zu gefteöen: a. die für dauernd untauglich befundenen Militärpflichtigen, soweit denselben eine besondere Ladung hlasige Bett» j ,.W.M viele Erfolge zurückblicken. Er sieht die Lungenschwindsucht nicht als eine einfache, örtliche Erkrankung an, sondern als eine solche, die Störungen im ganzen Körper verursacht. Darum ist die hygienisch-diätetisch-physikalische, die Anstaltsbehandlung, jeder andern durch ihre Erfolge überlegen. Die Behandlung der Schwindsucht ist eine Machtfrage, der Körper muß in seinem Kampfe gegen die Eindringlinge mit allen erdenklichen Mitteln unterstützt werden, das vermag nur die diätetisch-hygienische Behandlung. In der Sitzung am Samstag morgen wird vor Eintritt in die Tagesordnung ein Antrag auf Errichtung eines Denkmals für Dr. Brehmer einstimmig angenommen. Den Vorsitz übernimmt Präsident des ReichsversicherungS- amts Gaebel. Mit dem heutigen Tage tritt die Versammlung in den wichtigstenAkt von den fünfen der bisherigenTagung; heute soll das Fazit gezogen werden aus den Vorträgen und Erörterungen der vergangenen Tage, insofern es sich darum handelt, zu erwägen,wie die Lehren der vergangenenTage in die Praxis em- zuführen sind. Auch von einem anderen Gesichtspunkte aus bilde die heutige Versammlung gewiffermaßen die Krone des Kongresses, indem jetzt die Bekämpfung der Tuberkulose als Volkskrankheit erörtert wird. Als das Volk seien jedoch I nicht einzelne Bevölkerungsklaffen, sondern die gesamte Bevölkerung zu verstehen, wenn auch heute zur Erörterung steht, welche Heilstätten, welches Heilverfahren aanz besonders für die arbeitenden Klassen geeignet sind. Aber die Losung der Gesamtausgabe gelte auch den Jntereffen aller minder- begüterten Schichten der Bevölkerung. Vorsitzender begrüßt es mit besonderer Freude, daß durch die Teilnahme vieler Versicherten die Versammlung des heutigen Tages em anderes Gesicht zeige, als in den Tagen zuvor. Es werde das viel dazu beitragen, Mißverständnisse zu klären. Danach erhielt Proseffor v. Leyden das Wort zu einem Vortrag über die Entwicklung der Heilstättenbestrebungen. Zur Bekämpfung der Tuberkulose müssen sich alle Völker zusammenthun; wir brauchen dazu alle Kreise H-canirt, 12,10, 3$ iicher Prüfung der Rechnung für 1898/99. Aufstellung des Voranschlags für 1899/1900. Wahl eines Ausschußmitglieds. Wahl zweier Mitglieder in die Kommission für Milchverkaufsverordnung der Stadt Gießen. Vortrag desHerrn Regierungsbaumei st ers Schmick von Frankfurt a. M. über „Die Wasserversorgung der Gemeinden mit besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse im Kreise Gießen. _____ ;»r. 124 tt-Nch r Ausnahme beS MonlagS. üt Gießener tatter •rtat dem Anzeiger ■Waitiid) viermal beigelegt. t ÄuswG, i, »0, id W : Gießener Fmnmenoumer, Mr i Mütter für hessische Volkskunde und auf einen zahlreichen Besuch hinwirken, da in vielen Orten die Frage der Wasserversorgung eben erörtert wird. Gießen, den 27. Mai 1899. Der Direktor des Landw. Bezirksvereins. v. Bechtold. Tagesordnung. bekannte Dichter, deren Werke — genügenden Raum vorr^ gesetzt — einen passenden Platz in der Feftzeitung (hfl® würden. Alle diese — Damen und Herren — seien dS verlieren, wird viele zum vorzeitigen Abbrechen der Kur veranlassen. Dem muß vorgebeugt werden. Alle öffentliche Fürsorge, auch die weitestgehende, welche in Deutschland durch die sozialpolitische Gesetzgebung ermöglicht ist, und wenn sie gesetzlich vorgeschrieben würde, vermag das Fürsorgebedürfnis in seiner Gesamtheit nicht zu decken; ein Teil wird stets der Wohlfahrts- und Wohlthätigkeitspflege überlassen bleiben müssen; auch wäre es gar nicht zweckmäßig, die Wohlthätigkeit dadurch zu unterbinden, daß man 100 v. H. des Bedürfnisses durch öffentliche Leistungen deckt. halb freundlichst aufgefordert, Poesien ernsten und heiteiei Inhalts, mit oder ohne Bezug auf das Schützenwesen, unD Vaterstadt u. s. w., hochdeutsche oder Dialektdichtunz^ humoristische Dialoge u. dgl. vertrauensvoll an die $ daktion, Nordanlage 21III, einzusenden. ** Radrennen. Nach regenreichen Tagen zeigte gestrige Sonntag ein etwas freundlicheres Gesicht; auch das „Mailüftl" etwas kühl über das Lahnthal V.v unterstrich, so hatte sich doch ein schaulustiges und spird freundliches Publikum auf der Rennbahn an der Hardl eingefunden, um dem ersten diesjährigen Nadwettfahin ** Gelegentlich des bevorstehenden Schützenfestes soll <» Festzeitung in sechs Nummern ausgegeben werden, der« Verlag die v. Münchow'sche Druckerei übernommen M 2ßenn nun auch schon eine ganze Reihe einheimischer-Di arbeiter für Ernst und Humor gewonnen sind, so blitt3 doch sicher im Verborgenen noch viele der Redaktion „ Zollabfertigungsstelle am Bahnhof ist mit e Jer. 160 an das Stadt-Fernsprechnetz angeschlost« worden. Deutsches Deich. Berlin, 28. Mai. Der „Lokal-Anzeiger" meldet aus Riga: Die hiesigen Excesse scheinen nicht lokaler Natur zu sein. Es handelt sich vielmehr um eine Aufreizung der Arbeiter durch intelligente Elemente, die weiter um sich greift. So haben genau dieselben Ausschreitungen und Straßen-Krawalle in Libau stattgefunden. Dieser Tage ist der Gouverneur von Kurland dort ^persönlich eingetroffen, um selbst Untersuchungen anzustellen und Maßnahmen zu treffen. Zwischen den strikenden Arbeitern und denjenigen, welche die Arbeit fortsetzten, kam es zu blutigen Schlägereien. Am Freitag sind zwei schwer verwundete Arbeiter gestorben, während viele Verwundete in ihren Wohnungen verpflegt werden müssen. Eine große Drahtfabrik hat ihre Arbeiten wieder ausgenommen, doch befürchtet man, daß es nicht lange andauern wird. — Koloniales. Den Erfolg der deutschen Stras- expedition nach Jtsch au bestätigt auch Bischof Anzer durch ein Telegramm aus Tsining vom 8. April an den Gouverneur in Kiautschou, Kapitän zur See Jaeschke: „Die Be- ' setzung von Jtschau macht Eindruck. Danke herzlichst und i wünsche besten Erfolg." Laut telegraphischer Mitteilung ist I die nach Jtschaufou gesandte Expedition von dort nach Tsintaufort zurückgekehrt. — Der russischen Telegraphenagentur wird aus Tschifu gemeldet: Die Diamantgruben nn Bezirk Jtschau in der Provinz Schantung, die bisher chinesisches Eigentum waren, sind von einer deutschen Firma angekauft worden. Die Gruben sind insofern wichtig, als I fie Diamanten für die Glaser und Schleifer in ganz China I liefern. Samoa. Die Samoa-Kommission hat am 16. Mai I ^ste Sitzung gehalten, und stundenlang mit dem I Oberrichter beraten, lieber das Ergebnis ist nichts in die I Oeffentlichkeit gedrungen. Einer Washingtoner Drahtunq I der „Mormngpost" zufolge verlautet, Admiral Kautz sei ab- I berufen worden wegen seines jüngsten indiskreten Briefes I an einen Freund in Amerika, worin er auf die Schwieriq- I reiten hinwies, auf die er in Samoa gestoßen sei, und sagte, I er glaube nicht, daß er indiskret handle, wenn er die Deut- I scheu für den Aufstand verantwortlich mache. — Die Deut- I schen bereiten jetzt ihre Entschädigungsansprüche vor. Eine Firma verlangt 60,000, andere Deutsche 20,000 Dollars — Mataafa erklärt, er habe den Berliner Vertrag respektiert; an der Erhebung seiner Häuptlinge sei nur die un- I gerechte Entscheidung des Oberrichters schuld. Er habe seinen Leuten verboten, auf Europäer zu feuern, sonst I wären viele Blaujacken aus dem Busch heraus erschossen I worden, ehe sie es sich versehen hätten. Pans, 28. Mai. Gestern abend fanden hier große ??brsammlungen statt, in welchen die Arbeiterführer die Arbeiter der Weltausstellung aufforderten, unverzüglich von den Unternehmern eine Ibprozentige Lohnerhöhung zu fordern oder die Arbeit niederzulegen. Eine Resolution m diesem Sinne wurde angenommen. Die Forderungen der Arbeiter werden heute den Arbeitgebern mitgeteilt und von ihrer Antwort wird es abhängen, ob morgen die ganze Thatigkelt in der Weltausstellung niedergelegt wird. Madrid, 28. Mai. 30000 Menschen erwarteten gestern am Bahnhofe die Leiche Caste!ars. Die Uebertragunq derselben nach dem Kammergebäude gestaltete sich zu einer großartigen Kundgebung. Unter den Republikanern herrscht große Unzufriedenheit, weil der Kriegsminister den Anqe- hongen des Heeres verboten hat, in Uniform an dem Begräbnis terlzunehmen. 28. Mai. Dem Zaren gehen täglich ausführliche telegraphische Berichte über die Beschlüsse aus dem Haag zu. In ministeriellen Kreisen spricht man davon, der bekannte englische Journalist Stead habe vom Zaren 50000 Rubel für seine eifrigen Bemühungen um die Friedens-Propaganda erhalten. Alexandria, 28. Mai. Die Pest greift rapide um sich. menschlichen Gestaltung der Kriegsführung und der Einsetzung von Schiedsgerichten der Fall sein. Die Konferenz dürfte demnach in dieser Richtung wertvolle und wirksame Beschlüsse fassen. Was die Frage des Schutzes des Privateigentums zur See während des Krieges betrifft, so sollen sich ziemlich weitgehende Meinungsverschiedenheiten ergeben haben. Mehrere Delegierte sind nämlich der Ansicht, daß diese Angelegenheit nicht in den Rahmen des von den Mächten angenommenen Konferenz-Programmes gehöre, während andere betonten, daß diese Frage sich in die Gruppe der Maßregeln zur Humanisierung des Krieges einfügen ließe. Die Er- I orterung dieses Gegenstandes werde gewiß weiter verfolgt werden, und wahrscheinlich werde bald näheres darüber in he Oeffentlichkeit gelangen. Man weiß genugsam, daß England allen Bestrebungen, den für den Landkrieg durch- I geführten Schutz des Privateigentums auf den Seekrieg I auszudehnen, entschieden widerstrebt. — Was die Schieds- gerichtsfrage betrifft, so entwickelte in der Freitagssitzung der dritten Kommission ihr Vorsitzender, der Franzose Bour- I geois, daß es wünschenswerter sei, auf friedliche Mittel I zurückzugreifen, um Streitigkeiten zwischen den Völkern zu schlichten, als deren Lösung auf dem Wege der Gewalt vor- I zunehmen. Der englische Bevollmächtigte Paunceforte be- I antragte, die Kommission möge unverzüglich die Frage der I Errichtung eines ständigen Schiedsgerichtshofes beraten. Da I jedoch die Kommission der Meinung war, daß die vom Vorsitzenden vorgeschlagene Reihenfolge in der Besprechung der verschiedenen Fragen innezuhalten sei, so zog Pauncefote seinen Antrag zurück. — Uebrigens sind Versuche gemacht worden, die armenische, die mazedonische, die finländische I jjnb anbere Fragen vor bas Forum ber Konferenz zu bringen. Doch hat biefe von Anfang an bie Weisung, sich in ihren Beratungen streng an bas letzte Runbschreiben bes Grafen Murawiew zu halten unb keine innerpolitische Frage irgenb eines Staates in ben Bereich ihrer Erörterung zu ziehen. I Denn wenn bie Konferenz von biefer Regel abwiche, würbe 1 sie einen Berufungsfall schaffen, ber zahlreiche Schwierigkelten veranlassen würbe. Der Empfang von Delegationen ber betr. Völkerschaften, bie feierliche Überreichung von Denkschriften usw. ist also unmöglich, was aber die ver- schiebenen Aktions- unb Agitationsausschüsse nicht abgehalten hat, Delegierte nach bem Haag zu schicken, denen die Aufgabe zufällt, die Konferenzdelegierten privatim für ihre Interessen zu bearbeiten. Selbstverständlich kann die Friedenskonferenz auch nicht hindern, daß derlei Schriftstücke, deren feierliche Überreichung unmöglich ist, ihren Mitgliedern auf dem Wege durch die Post zugestellt werden, und so werden denn bie Delegierten derzeit mit einer Unmasse von Flugschriften und Petitionen überschwemmt. — Ganz offenbar I E die Berichterstattung einiger englischer und amerikanischer Blätter über die Haltung Deutschlands auf der Friedenskonferenz tendenziös gefärbt mit der deutlichen Absicht, Verstimmung zwischen Deutschland und Rußland zu erregen. Danach bilde Deutschland gewissermaßen den Führer einer aus den Dreibundmächten und der Türkei bestehenden Koalition, welche die Bestrebungen der Konferenz von vornherein unwirksam machen sollen. Mit Nachdruck wird indes von Berlin aus davor gewarnt, solchen Aus- I ftrenungen Glauben zu schenken. — Einigermaßen überraschend ist die Meldung mehrerer Blätter aus I dem Haag, Präsident von Staat habe eine weitere Einschränkung der Oeffentlichkeit in dem Sinne beantragt, daß I auch die bisherigen Mitteilungen des Redaktionsbureaus der Konferenz über die Arbeiten der letzteren fortan unterbleiben I sauen. Der Antrag des Barons Staal habe jedoch nur bei den französischen Delegierten Unterstützung gefunden und sei bei allen anderen auf so entschiedenen Widerstand gestoßen, daß die Russen den Antrag zurückziehen mußten. Paris, 28. Mai. Der Minister des Innern ist gestern abend benachrichtigt worden, daß die nationalistischen Führer und die Antisemiten im Einvernehmen mit mehreren hochgestellten Militär-Personen in einem geheimen Schreiben an ihre Anhänger dieselben aufgefordert haben, sich morgen und nächsten Samstag auf mehreren öffentlichen Plätzen von Paris zu versammeln. Es soll sich um nichts weniger als I um eine Erneuerung des Putsch-Versuches DöroulZdes und Huberts gehandelt haben. Mehrere Verhaftungen wurden in der Angelegenheit in der Provinz vorgenommen. I Paris, 28. Mai. Die Revision des Dreyfus- I Prozesses erscheint nunmehr gesichert. Die Schluß-! antrage des Oberstaatsanwalts Manau lauten gleich denen des Berichterstatters und des Advokaten Mornard auf Revision oes Dreyfus-Prozesses mit Verweisung der Sache vor ein I neues Kriegsgericht. I , ** Carlschulh-Abend. Vor gut besetztem Hause di- s ck » 9abend Herr Carlschulz seinen bum<4 I f $ e h Ab end mit dem allerbesten Erfolge. feine musikalische, wie rhetorische Vortragsweise ist un4 nn ücrEat ben Endigen Bühnenkünstler, dralles durchaus deszent, trotzdem voller Humor. j, | Publikum hat sich ganz prächtig amüsiert unb durch ruh' I eu.beuwollenben Beifall das Programm verdoppelt, benn t teitnnfligft entsprach Herr Carlschulz dem stürmische k I fCI?er Hörer. Seine Partnerin, Fr. Fedora SdroM- I Anteil an dem Erfolge des Abends, bei der Begieiw I folgte sie uut Geschick den, im humoristischen Vortrag J I ermüdlichen kühnen Sprüngen des Sängers. Die So!» I " Ovaren mit Geschmack gewählt und gut Oorgeto Hoffentlich hat die Künstlerin nicht bei allen ihren Konzir I abenden em so widerspenstiges Pianino zu bekämpfen I , Litteratur-VortrLge. Wir verweisen (siehe Jnsei:, I unsere Leser auf die am Mittwoch dem 31. dss. Mts. « ginnenden Litteratur-Vorträge von Frl. Dr. <5l!i (Darmstadt) Die Dame absolviert alljährlich» Darmstadt und Frankfurt größere Vortragscyclen über ft schemungen der modernen Belletristik, und hat in m schiedenen größeren Städten (Berlin, Hannover, WieSbada Gotha, Karlsruhe, München, Antwerpen rc. rc) stets e größtem Erfolge gesprochen. Im verflossenen Winter fanta ! ihre m Worms daselbst in der Aula des Gymnasiumsö gehaltenen Vorträge über „Zola" und „Hauptmann" n sehr zahlreiches, gewähltes Publikum und die einmütige S» erfennung der Wormser Presse. — Aus den Wunsch schiedener Interessenten ist für Gießen die Nachmittags^ von 4—5 Uhr gewählt worden. *e Akademischer Gesangverein. Fest - Konzert m Mittwoch dem 14. Juni, abends 5 Uhr, in ©teiui Saal. In diesem Jahre sind 100 Jahre verflossen, [tu Haydns erhabenes Oratorium „Die Schöpfung" erfttu Male zur öffentlichen Aufführung gelangte. @iier fold)en Seit zu gedenken, ist Pflicht jeder musikalischr Körperschaft von Bedeutung, deßhalb veranlaßte auch un^ei nie rastender Universitäts-Musikdirektor Trautmann lei Akademischen Gesangverein, eine Säkularfeier zu verir stalten. Diese Feier wird selbstredend in einer AusfUhrn, oeS Oratoriums bestehen, und zwar in einer muftergütigr, Denn schon feit Monaten ist der Akademische Gesangvern in fleißigstem Studium bestrebt, seine große Aufgabe, er sich gestellt, würdig zu lösen. Hervorragende Solistr deren Namen wir in den nächsten Tagen oeröffentlüta werden, haben ihre Mitwirkung zugesagt, und so ist bm; uues so sorgfältig vorbereitet, daß an einem groit: musikalischen Erfolge nicht zu zweifeln ist. Aber auch i; oaS pekuniäre Gelingen darf keine Besorgnis entstchr Gießens musikalisches Publikum kann solche Gelegenheit ni vorübergehen lassen, sondern wird sein Interesse für uic Kunstleben durch vollzähliges Erscheinen beweisen. Challier liegt der Plan des Saales aus, unb köwv dort jetzt schon Vormerkungen auf Sperrsitze (3 Mk.) ai geführt werden. Ausland. O c. ®i'n- £8- •?Zai- Die bayrischen Offiziere der Militär- Luftschiffer-Abteilung, der Oberleutnant Sämme und der Leutnant Bl am sind gestern abend mit ihrem Ballon hier eingetroffen. Budapest, 28. Mai. Hier cirfuliert das Gerücht, daß sowohl Szell wie Graf Thun bereits am vergangenen Alltag ihre Demission angeboten hätten; ebenso soll die Stellung des Grafen Goluchowsky ernstlich erschüttert sein. Im liberalen Klub erklärte Coloman Szell, die Regierung werde in der Ausgleichsfrage unter feiner Bedingung nachgeben und keinerlei Konzessionen machen. Oesterreich-Ungarn. Die gesamte politische Welt beider Halsten der Monarchie blickt mit größter Spannung ber öom JUifer zu fällenden Entscheidung in ber Aus- bichskrisis entgegen. Dabei greift immer mehr bie Auffassung um sich, daß es sich für den Grafen Thun qar nicht um Szells Formel, fonbern vielmehr um ein aus aHerlei innerpolitischen Grünben inszeniertes Manöver hanble, namentlich um sich einen „schönen Abgang" zu sichern, bei dem sein „mannhaftes" Auftreten gegenüber den ungarischen Forderungen nur seinen Rückzug vor den unbesiegbaren Schwiengkeiten der inneren Lage Oesterreichs verdecken solle. In tschechischen Kreisen betrachtet man das Kabinet Thun als gefallen, und nimmt an, ein Beamtenministerium werde äUL.^lrAf.ü^un9 des Ausgleichs gebildet werden, welches nach Erledigung des letzteren von einem Ministerium ber Achten abgelost werben soll. - Die nächste Woche wirb müssen^ Entscheibung über Thuns Schicksal^bringen 281 c Die gesamte liberale Presse ver- Aufruf von bem klerikalen Ausschuß, in X i « h n Bevölkerung aufgefordert wird, an der R i e s e n - : Kundgebung theilzunehmen, welche morgen ftattfinben j T)?rp$nnHInn28ti1 ?*• fp^sche Kolonie hat eine ®eleg att o n na JDla bri b abgefanbt, bie einen vrackt- üollen Kranz überbringt unb an ber Beisetzung CastelarS tellnehmen wirb. In Brüssel selbst wirb auLbem ein Trauergottesblenft für Castelar ftattfinben. B Niederlande Die vertraulichen Besprechungen ber Dele- Friebenskonferenz haben, wie au« dem Haag berichtet wirb bas erfreuliche Ergebnis gehabt, daß sich tue Aussichten für eine erfolgreiche Tätigkeit einiger- gebessert haben. Dies soll allerdings nicht bezüglich der Beschränkung der Rüstungen, sondern nur bezüglich ber | I Gestern sind hier sechs Pestfälle konstatiert toorbttr j vermögenden Familien verlassen die Stadt. | Lokales und Provinzielles.—" Gießen, 29. Mai 189c *• Aus dem Gerichtsdienst. Durch Entsckliek>.„ \ h°rz°gl,chen Ministeriums der Justiz ist der Ger^ch"^ Pfeiffer m Friedberg bis auf weiteres mit Wabrn^' der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts bei dem 5 herzoglichen Amtsgericht Mainz und der G-ri^» Jost >» G-eß-n mit Wahrnehmung solcher bei btn b" "tä9e^t£n ®ie6C"' Hung» und stich J *• ernannt wurde am 24. Mai l. Js. der sßi ^artin David Singer zu Seligenstadt zum komnnssanatsgehilfen. 6 r c ** .Anläßlich des Flottenaufrufs vom ^ahr? k fanöen selbigmal in Gießen verschiedene Vers«? lungen statt, in denen man sich über den üeröffjj? Aufruf an die Bewohner Gießens aussprach. Ä1 ©arten kam es einmal zu einer scharfen Auseinande^ über den Wert und Unwert einer Flotte überhand' Spießbürger protestierte lebhaft gegen' r, Seeflotte indem er zu wiederholten Malen während Rede im Brusttöne der Ueberzeugung ausrief: „Was Ihr nut einer Seeflotte, erst müssen wir eine fianbh Än!" ann fÖnnCn toir Ql8 u°ch an eine L Es Uf nsL Intel 8(fonb »in bejo S« 2000 $OT10«f i"b,. •*j" ® ’fte 41 'S w- Mitglieder der hat Anrecht ans Vanderpreis n und dritte je « MDuill'G Frankfurt 4 3 Gießen 4 Mn äber 4000 Met Mer: Theod. Zweiter: Karl. Dritte Fah^i g der Mascha di 2000 Mete:. ; Mer: MH. 0 Otto Stigma H. Doenges-t fahren mit 1 Werte von 60,2 wb J. Snschi Dvggiv-Turin Dritter: Sach 3 Set. Dani machern. 3 E Erster: J.Se Otto Stegm Karl Duill- ung der Reni Verteilung stat ** Hunde- die am 15. uni HiindeausMn raffen besteht au fiatt für Äernha Krecktvitz, Mi t?>rer)l)oMr, De Bracken, Schwe^ hnnde unb Da' Leonberger und Collies; Arth Hunde, Spitze, ZeilM In unser i üngetragen, da Witwe in ihrem verstorb Hnndelsgewerb Firma,Jakob Lich, am 21 __Zroßherzog . unser H y* da Dogt VII, 9 & '^ihechen Firm uettersührt. ^ich, am 27. -Sq-i, K iseS «*8 ' Ton. Es fanden sieben Rennen statt, bei einigen waren 1 _ ... . . rnr» .IV....fRnrr»Tlt1Pt1 tlntlfl. » . . . • I 01981] Eine reinliche Monatsfrau für Drei bis vier Immer >S.und-n m°r^uh 'n verknusen Ztellen-Ge! liche Nerschiedenes Offene Stellen UeOeillerimgen, Wietneluche Capitalien . (iHiipfrliliiutirii Vermietungen . — Neueste Wel-ungen. Depeschen deS Bureau „Herold^. 4259] Die Wohnung deS Herrn General von Madai ist sofort, mit oder ohne Stall, anderweit zu vermieten. Näheres Südaulage 19, II. 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Boppel, Cann- stak! für Bernhardiner und deutsche Doggen; E. v Otto - Srr ckwitz, München für Neufundländer, Mastiffs, Barsois, Vrcr.chounds, Deerhounds, Bulldoggen, Boxer, Dalmatmer, Braicken, Schweißhunde, Schweizer Laufhunde, Kaninchen- huiide und Dachsbracken; Dr. Diffinö, Rüsselsheim für Lemberger und Pudel; Dr. Barthels K°nigswmter für !»stlliies-' Arthur Meyer, Stuttgart für deutsche Schäfer- »Lk'SpÄ Pinsth°r, Black and Tun T-rr.-rs, Bull- völkerung. Paris 29. Mai. Die Wendung m der Dreysus- Sache wird in der Bevölkerung friedfertig aufgenommen Aus dem ..Echo de Paris", wo Beaurepaire täglich leit- artikelte, ist sein Name seit gestern verschwunden. ..Stöcle erzählt die Entstehung der gefälschten Kaiserbriefe. Darnach habe sich Boisdeffre bei den russischen Kaiser-Manövern mit Kaiser Wilhelm über die Schlacht bei Cannae unterhalten worüber später der Kaiser an Boisdeffre schrieb. Mittelst dieses Autograph sei das Falsifikat hergestellt worden. Paris, 29. Mai. Am nächsten Freitag wird das Urteil über den Freilassungsantrag Picquart erfolgen. Paris, 29. Mai. Der „Figaro" veröffentlicht heute die Anklageakte gegen Döroulöde und Hubert. Der General-Staatsanwalt erhebt gegen beide die Anklage, Militär-Personen zum Ungehorsam und zum Verbrechen gegen die Sicherheit des Staates aufgereizt zu haben. London, 29. Mai. Aus Shangai wird dem „Daily i Telegraph" gemeldet, daß die Japaner anfangen, die Inte- ressen der Chinesen gegen die Europäer in die Hand ZU nehmen Japan hat erkannt, daß seine Interessen nn äußersten Osten dieselben sind, wie die Chinas, und daß die Austeilung Chinas auch für Japan gefährlich wird. Mainz, 29. Mai. (Telephonmeldung. Herold.) I Heute vormittag wurden die Nummern des „Mainzer Journals" und der „Mainzer Neuesten Nachrichten" wegen | des Abdruckes eines Artikels aus der „Franks. Ztg." über den Fall Küchler beschlagnahmt. Gleichzeitig wurde gegen die verantwortliche Redakteure dieser beiden Blatter I das Strafverfahren eingeleitet. ^mohn-n. Dem R-nn-n^ging di-Üblich-Korso-Auffahrt | Thi-?°rz! y D i°-tz "Ft'auksutt ° M- ,otDr.„er „bann aber beim kurzhaattg- Sßarftdjbnnbe Sߣim^ Kullmann-Schneider, Oberursel für veuifcyc . , paarig- Vorstchhnnd-, Griffons, P°in.-rs, Setters; Carl J TH-obald, Darmstad. für Pudelpamters; vr, weck. Brösicke, Berlin für d-nlsch- langhaarige Borst-hhund-, Ernst Prbßlcr, Frankfurt a. M. für Dachshunde, C. Sauer, Koblenz für Foxl-rri-rs. Die Fütterung d r Hunde und Lieferung der Boxen wurde der Firma Spratts Patent in Berlin übertragen.__ DlenStag den 30. Mai, n-chmtitagS von - ■ und abends von 7»/, bis 9 Uhr: Philharmonisches Konzert der Kur- Kapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Humoristischer Carlschulz-Abend. Mittwoch den 31. Mat, nachmittags von 4 b S 6 und -d-nds von 1*1. MS 9 Uhr: K°n»-ri b-r «utt'p-u-«uf der ÄWÄÄÄbWÄ K“ Ud' SbJ" BttÄ'mWE Bs°dttL°p°lle oon 3 bis 5 Uhr am Teichhause. Abends 8 Uhr. Theatervorstellung unt« MttwirkLg der Kmkapelle. 'S Null-rl. Fre tag den 2 Joni, nachmittags von 4 bis 6 Uhr und abendS von 7V, bts 9 Uhr . Konzert der Kurk.pelle auf der Terrasse- Abendsi 8 Uhr - Theater mittaas"7on 4 biS^: dekLkaU- aui Abends von 8 bis 10 Ühr im Saale: Tanz, vorläufige Anzeige. Sonntag den 4. Juni: Konzert der Kapelle des 5. Grohh. Heff- Jnfanterte RegimentS Nr. 168 aus Offenbach. SntHplra der ontiaigttn frankfurter Stabtttjeater. Opernhaus. qa Mai- Ära Dtavolo. Mittwoch den 31. Mat geschlossen. Donnerstag den 1. !Sunt: Der Ring deS Ntbelungen Vorabend der Trtlogte: Das Rhe 1 ngold. T"ttag den 2. Junt: Rtng des Ntbelungen. Erst r Tag der Trtlogte. Walküre SamStag den 3. Junt geschloffen. Sonntag d 6. Juni: Der Rtng des Nibelungen. Zweiter Tag: ®t^6fr*cb' Montag den 5. Junt geschloffen. DienStag deni 6L 3unJ. 2) er Ring des Ntbelungen. Dritter Tag der Trilogie. Götterdämmerung. Dimstag den 30. Mai: Das fünfte Rad. Mittwoch den 31. Mat: Das fünfte Rad. Donnerstag den 1. 3unt. Julius Cäsar Freitag den 2. Junt: Pfarrer von Ktrchfeld. SamStag den 3 ^unt: Die Journalisten. Sonntag den 4. Juni. Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Montag den 5. Juni: DaS fünfte Rad.________ Frische, geräucherte Schellfische m ’ Pfd. 26 Pfg., empfiehlt 4257 Dort, Wallthorstraße 45. liliittwodj den 31. Mai I. Is., nachmittags 2 Uhr, mÄen im Bieker'schen Saale versteigert: 1 Sofa, 1 Glasschrank, 1 ovaler Tisch, 1 Sessel, 1 Schreibtisch, 1 Regal, 1 Lino- l'urmteppid), 1 Ausziehtisch, eine Partie bh>llhwaren (Herren- und Damenstiefeln nnbo -Pantoffeln), eine Partie Notizbücher md« Griffel, 1 Ztr. Pergamin, 1 Ztr. jtaruc Dülen, 1 Haussegen, 400 Flaschen NIiertinte, 1 Ztr. Druckausschuß, eine ftommobe u. a. m. 125B Geißler, Gerichtsvollzieher. Ein Nachschlagebuch für jedermann: Das stentrpflichtise Einkommen. Anleitung und Hilfsmittel zur Anfertigung der Einkommensteuer- Erklärungen nach den Anforderungen des hessischen Einkommensteuergesetzes nebst kurzem Anhang über das bei Ergreifung eines Rechts- mittels zu beobachtende Verfahren von A r.A'ft tov Großh. Steuer-Assessor A. Kayler, in Mainz. Mit Tabellen. 4256 Preis 1,20 Mk., franko nach auswärts bei Einsendung des Betrages. Verlag von Kmil Roth m Gikßca. Die Zeitschrift für Staats- und Gemeinde-Verwaltung in Hessen sagt darüber: Das Buch will als Anfettung und Hilfsmittel zur Anfertigung der Ein- kommensteuer-Eiklärungen nach den Anforderungen des Heff. Einkommensteuergesetzes dienen. Ein Anhang enthält Belehrung über das bei Ergreifung eines Rechtsmittels gegen die Steuereinsckätz- ungen einzubaltende Verfahren. — §as Auch ist üverstchtttch angeorduet und Klar avgefaßt. Die Einkommensteuerpflichtigen können aus dem Buche über die ihnen obliegenden Pflichten die erforderliche Auskunft entnehmen und sich über die in Betracht kommenden gesetzlichen Vorschriften eingehend informieren. Das Buch kann denselben als guter Aatgever empfohke« werden. Es ist erfreulich, daß die Hessische Steuergeseß- aebung, welche verhältnismäßig wenig litterariscke Bearbeitungen aufzuweisen hat, durch daS vorliegende Buch in einem wichtigen Teile einer sachverständigen ZSearveitnng unterzogen worden ist. Bad-Nauheim, 29. Mai. Die Prinzessin Sahu- Wittgenstein, die Fürstin Hohenlohe, Gemahlin des Statthalters von Elsaß-Lothringen, sowie die Fürstin zur Lippe, geborene Prinzessin von Baden, sind zum Kur- gebrauch hier eingetroffen. Berlin, 29. Mai. Der Attachö der Pariser chinesischen Gesandtschaft, Chemi-ne, hat sich gestern wegen eines unheil- baren Leidens in seiner Wohnung zu Charlottcnburg erschossen. Sein Bruder ist Legations-Sekretär bei der hiesigen chinesischen Gesandtschaft. Berlin, 29. Mai. Nach einer Meldung aus Charkow hat in dem Kohlenbergwerk Petronskaja eine Explosion schlagenderWetter stattgesunden. 22 Leichen wurden hcrvorgezogen. 35 Bergleute werden vermißt. Man be- fürchtet, daß dieselben gleichfalls umgekommen sind. Brüssel, 29. Mai. Bürgermeister Buls wird semen Posten am 31. Dezember niederlegen. Arad 29. Mai. Anläßlich einer behördlichen Amtshandlung in Nadabh kam es zu einer Bauern-Revolte. Die behördliche Kommission mußte fluchten. Paris, 29. Mai. „Patrie" fordert in einem Artikel die Armee auf, den Urteilsspruch des KassaNons. 4 bis 6 Uhr: Konzert Hofes gewaltsam zu verhindern. Diese und ähnliche Aus. . -——«... । Jcii'uligc„ bleiben jedoch völlig wirkungslos auf die Be- _ öleR, 29 fr,3, es mh,? ÄS ie t’.'Mnif! i,e. ««Ri Ü **» »ft- W«ä ütiritf: ( T Bussen wir e,t Qli »°ch m >■ ®or9U feine» f. Jftfa Lisch tlf^e ®ottraj8U(i|| < J 'ä'n Bü^nentünft!,. 'rofben eoflet Adg amüsiert und' vrograinm üerbortL dem pütt Partnerin, Fr. Fedon des Abends, bei bc lm humoristischen f. 9cn des Sängers, s : gewählt und gn, tt ln uicht bei allen ism ges Pianino zu Wir verweisen (sich Mwoch dem 31. Jjj.; orträge von M : Dame absolviert dD;i: iTÖßete Lortragscyclen. BelletriM und Hai •: (SBerlin, Hannover, Win: n, tottpen u. x) fkü 3™ ötrffofltnen öinter I: er Aula des Ayma/lM M" und nhaHtMM" Äm M Ut je. - Mlj den. Mi». Fest-8°k'^ abends tob 100 Jahre r n „Die Schl' Ausführung gc ist Pflicht jebn . deßhalb veranlep lusikdirektor , eine Säkularsm - selbsttedend in eiindr ad zwar in einer m t der AkademiM » irebt, seine großes Öfen. HervorrE nächsten Tagen kung zugesagt' ■ ■eitet, M.“"*.. uiwfein* rf feine B-E m ton f#Jj* » »ird fei« 3«11 'N auf 6per#Pw iMe am dahnh^! *L; mern ®r£e einM SÄ Miirs. Es fanden sieven ytennen pu«, ■ en ber qr°ß-n Zahl ber M-lbnng-n Borr-nncn nötig. N iederes Intercffe erregten bi-smal bte Motor-Dreirab-r, wlieerftin befonberem üfennen fonfurrierten, ""”npr,fnr , ßll-r-Wettfahr-n al« Schrittmacher V-rwenbung fanb-n. L! W-ttfahr-n verliefen wie folgt: ®röff , Mn 50^ 30 »r 2000 Meter, 3 Ehrenpreise tm ffierte »on o0^■ 3 ’ , »Ult. Erster: Alfred B°gg'°-^urm 1 Mm. 42 /, Se . .«.ei»,,, tzcinrich Doenges-Gteßen Mm. 43>/, Sek. der: Karl Duill.Gießen 3 Mm. 43 . S-^ Betm cknlanf zu diesem Rennen tarnen D-rr ossi.Turm un new alb. Mainz, welcher erfteren anfuhr, kurz norm Jinto zu Fall, sodaß sie das EntscheibnugSsahren aufgeben Xn Erstfahren über 2000 Meter für Herren- tirir, die auf ber Rennbahn noch keinen ersten Preis er- tragen haben. 3 Ehrenpr-if- zusammen 'M Werte von -SOMk Erster: H. Lenz-Gummersbach 3 Mm. 8 Sek. zX-r: A. Gottron-Mainz 3 Min 8-/- S-k Dritter: Li!b . G o e r tz - Weilburg 3 Mm. 89/5 Sek. Gauver- tands-Wanderpreisfahren über 2000 Meter für flitg lieber der Gauverbandes 9 des D. R.-B. Der Erst bat Anrecht auf den vom Gauvcrbandsvorstande gestifteten VaMerpreis und eine echt goldene Medaille, der zweit mb iöritte je eine silberne und bronzene Medaille. Erster, toi Duill-Gießen 4 Min. 30 Sek. ZweUer: Fr. SeeU Frarkfurt 4 Min. 30% Sek. Dritter: H. Doenges- | Giifen 4 Min. 30-/, Sek. Motor-Dreiradfahren Ar 4000 Meter. 3 Preise im Werte von 75, 50 25 Mk. tzrsti.r: Theod. I aide-Frankfurt a. M. S»Mm. 29/t @eL Ziveter: Karl Jahraus-Frankfurt 6 Min. 3 Sek Der fritu Fahrer gab nach mehreren Runden infolge Versagens irr Maschine das Rennen auf. Vorgabefahren über W Meter. 3 Ehrenpreise lm Werte von 50, 30, 20> Mk. Hir Wilh. Goertz-Weilburg 4Mm. 52i/s Sek. Zweiter. Ltlk Steg mann-Gotha 5 Min. 4/26 Uhr ruhig und sanft unser herzensguter Vater Schwiegervater und Grossvater ' lieb gesetzlich “.V w"*“*"■* °»«■ “-W- - >- iw„ , Herrn General von Madai " *" 'Ä'Ä'ÄÄ “* “* “'”*** ®“ *“ SW '*•“ - l* M- «».. k 3“ni §•> aöends V, Mr pünktlich, im Saale des KeleWaltsaereins swsäi Äisrsr1 - “*• - ** ------ «* - W Gießen, den 29. Mai 1899. AramnMldirektor. Guauth, Kü-Mrgermeister. Gebhardt, Direktor des Hefellschaftsvereins, 8»6lein, Sektor der Landesunioerktat. — von Rieou, Landgerichtsprästdent. Männer - Badeverein. Dienstag den 30. Mai, abds. 9 Uhrr Dorstluidsfitzung im Darmstädter Haus, hint. Zimmer Bet der Wichtigkeit der Sacke wird um zahlreiches Ersckeinen host, gebeten. <*) NOm-Utttiii? Dienstag abend im Kaisergarten. OlSLS Der Borstand. K.B. Um pünktl. Ersckeinen wird gebeten. Koften-Auschläge «erden bereitwilligst ausgestellt, Zeitungs-Kataloge gratir. 4970 Mit Hochachtung _ ___ Rudolf Messe , *" Flt“a: polt Münchow'sche Kof- und Mniversttäts-Aruckerei übertragen. Unser Mlial-Büreau befindet sich nunmehr Seltersweg Nr. 52. -ML Darse.b- übernimmt in gleicher Weise wie uniere übrigen Häuser die prompteste und Beförderung jede« Insertion-Auftrage- für alle in- und au«,ändisch-Hei,ungen -c. am he. Ein. yanges zu Original-Preisen ohne Kosten und Spesen. —------