echW^ ond krä^ 6151 t Gi088el\j Men treten durch die Agmtm: Carl | !. Schulhof. der Red: Star-Linie, in Antwerpen wohlbehalten in Ultw^orl anze tr&b'&afiämt, in Mwtvptn, galten in ^ilabt^ii an-- > . Kch» d«i M’l'l1 W»' adt. is, MS ito W*' Eg DamMtt WI,Ir iicb‘ lier. C. B«tb *2 , mm MO E tM&*. *i50W' ‘fU6r A 5Ojf* Jessen eßer ** f0®a) • ßrä« xrol*6 »i '“meüPPÜ «di8 8'“cb » k '*^5* • wurde V " jRtf J 1 > Rittes 'Aschen Mt b\^er 4 ‘***J!T5 f^ÄSW* s 0|,8* Man scheib, i '« NlÄ^-N. rkiichuiq .milr J m Ni: l6ur9i'N ««• >uch m der PE 2"» .«* -LZP YLZK w. WM *fi™ w * 4; v« Hochschule wird doch einmal ' RM die Meinung des Kieler n^ n Hamburgers, der das Thema * behandelt. $on L Ä °"e hr« zu gründende nsherigen deutschen Universitäten chule tm alten exklusiven Sinne ire mit einer Handelsakademie zsbedürfniffe weiterer Kreise auch n und gerade für hiesige 8tr Einrichtungm der amerilani- tniversität von Michigan, Ann rn einem Abgangszeugnis einer M w.e Hv'düdung nMUäz en erwartet wird, so ist doch auch zur Weiterbildung geboten, indem idierenden auch für sie solche üb» ter Form gehalten werden. 6i den „Publika" unserer Universi- schließlich nur Studenten zugäna- Sonntag den 29 October Nr. 255 Erstes Blatt. 1899 Gießener Anzeiger Henerat-Anzeiger Zlnits- «i»d 2lnzeigeblatt filt* den Urck Giesze» ArjUflspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf^ monatlich 75 Pfg^ mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. SnNahme von Anzeigen zn der nachmittags für de« fotzenden Tag erscheinenden Nummer bis vor«. 10 Uhr. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen des In- und Ausländer «rhmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich aut Ausnahme der Montags. Die Gießener NamiltenVlälter werden dem Anzeiger »üchentlich viermal beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Dlütter für hessische Ualbslrnnde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Ferniprecher Nr. 51. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Mit dem 1. Januar 1900 tritt der nachstehend abgedruckte § 15a der Gewerbeordnung in Kraft. Derselbe findet Anwendung sowohl auf bereits bestehende, als auch auf nach diesem Zeitpunkt errichtete Geschäfte. Wir empfehlen den Gewerbtreibenden und Kaufleuten, die vorschriftsmäßigen Aufschriften für die bestehenden Geschäfte bis zum 1. Januar anbringen zu lassen. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mk., im Unvermögensfall mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft. Gießen, den 27. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. § 15 a. Gewerbetreibende, die einen offenen Laden haben oder Gast- oder Schankwirtschaft betreiben, sind verpflichtet, ihren Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen an der Außenseite oder am Eingänge des Ladens oder der Wirtschaft in deutlich lesbarer Schrift anzubringen. Kaufleute, die eine Handelsfirma führen, haben zugleich die Firma in der bezeichneten Weise an dem Laden oder der Wirtschaft anzubringen; ist aus der Firma der Familien- «ame des Geschäftsinhabers mit dem ausgeschriebenen Vor- «amen zu ersehen, so genügt die Anbringung der Firma. Auf offne Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien finden diese Vorschriften mit der Maßgabe Anwendung, daß für die Namen der persönlich haftenden Gesellschafter gilt, was in Betreff der Namen der Gewerbetreibenden bestimmt ist. Sind mehr als zwei Beteiligte vorhanden, deren Namen hiernach in der Aufschrift anzugeben wären, so genügt es, wenn die Namen von zweien mit einem das Vorhandensein weiterer Beteiligter andeutenden Zusatz ausgenommen werden. Die Polizeibehörde kann im einzelnen Falle die Angabe der Namen aller Beteiligten anordnen. Gießen, 27. Oktober 1899. Betr.: Die Aufschriften der Gewerbetreibenden und Wirte am Eingang des Ladens oder der Wirtschaft. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an das Orotzh. Polizeiamt Gießen, die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden «nd die Großh. Gendarmerie des Kreises. Sie wollen die vorstehende Bekanntmachung mehrmals ortsüblich veröffentlichen und für die Ausführung der fraglichen Vorschriften von ihrem Inkrafttreten an besorgt sein. Der letztere Auftrag gilt auch für die Großh. Gendarmerie. ____________________v. Bechtold.____________________ ~ Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche zu Annerod. In Annerod ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet worden. Gießen, den 28. Oktober 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Zigarren-Etui, 1 Universitäts-Kalender, 1 Maaßstab, 1 Kinderschuh, 1 Kinderwagen, 1 gestrickter Geldbeutel, 2 Kindermützen, 1 Kinderkragen, 1 Taschentuch, 1 Handschuh, 1 Paar Strümpfe, 1 Laterne und 1 Kette. Gießen, den 28. Oktober 1899, Großherzogliches Polizeiamt Gießen. __________________Muhl._________________ Zur Reise des Kaisers nach England. Im Gegensatz zu allen bisherigen Meldungen über die Reise des Kaisers will die „Germania" erfahren haben: ,2) i e angeblich projektierte Reise des Kaisers Wilhelm nach England unterbleibt, so wird jetzt von angeblich authentischer Seite mitgeteilt. Noch im August war eine Reise des Kaisers nach England beabsichtigt, allerdings lediglich als familiärerer Besuch der Königin Victoria. Ehe ein auch nur annähernd feststehendes Programm entworfen werden konnte, wurde das Reiseprojekt aufgegeben. Und zwar geschah das wegen des damals schon drohenden Transvaatkonfliktes. Die in Londoner Blättern verbreiteten Nachrichten über Einzelheiten des Programmes der Kaiserreise nach England beruhen lediglich auf Erfindung, verfolgen allerdings gleichzeitig politische Zwecke. Sowie das Gerücht von einer Zusammenkunft des deutschen Kaisers mit dem Zar auftauchte, und Murawiews Reise nach Paris bekannt wurde, glaubte man in England durch die positive Nachricht über einen Besuch des deutschen Kaisers daraus in politischer Hinsicht Kapital zu schlagen- Die Furcht Englands vor einem Eingreifen des „Zweibundes" in die südafrikanische Krisis bestand damals schon, der angekündigte Besuch des deutschen Kaisers in England sollte deshalb als eine politische Gegenmine gelten. In Kiel glaubt man zwar immer noch an die englische Reise, wo die kaiserliche Aacht „Hohenzollern" für eine Reise ausgerüstet wird. Das stimmt auch, die Reise geht aber nicht nach England, sondern nach Rußland." Andererseits geberden sich die englanvfreundlichen Blätter so, als ob sie entweder die Reise nach London zu befehlen hätten oder in ganz besonderem Vertrauensverhältnis zur maßgebenden Stelle sich befänden. Eine derartige Auslassung lautet: In politischen Kreisen wird die Resolution, die der alldeutsche Verband in Hamburg gefaßt hat, aufs schärfste verurtellt. Wenn irgend etwas, so ist sie gerade geeignet, die Reise des Kaisers nach England unvermeidlich |u. machen. Es ist doch unerhört, daß hier die Meinung ausgesprochen wird, ein Monarch sei direkt verpflichtet, da- Gegenteil von dem zu thun, was zweifellos patriotisch gesinnte Männer wünschen. Ausland. Wien, 27. Oktober. Im Abgeordnetenhause wurde Dr. Pacak zum Generalredner gewählt. Derselbe begann seine Rede in tschechischer Sprache. — Nach Beendigung der gegenwärtigen Diskussion dürften morgen die Delegationswahlen vorgenommen werden. Wien, 27. Oktober. König Alexander von Serbien trifft morgen in Wien em. Derselbe begiebt sich von hier zu 40tägigem Aufenthalt nach Karlsbad und von dort nach der Rtviera. Wien, 27. Oktober. Das „Fremdenblatt" spricht sich recht abfällig aus über die Haltung der tschechischen Abgeordneten im Parlament und bemerkt zu der gestrigen Rede des Dr. Zazek, derselbe habe vor allem verschwiegen, daß die Behörde nicht gegen die nationalen Demonstranten, sondern lediglich gegen die Plünderer eingeschritten sei. Das Verantwortlichkeitsgefühl eines Ab- gcordneten müffe sehr gering sein, wenn er so wenig Bestreben zeigt, auf die Unterlassung von Ausschreitungen in seinem engeren Heimatlande hinzuwirken. Paris, 27. Oktober. Der in Untersuchungshaft befindliche Antisemit Guerin ist bedenklich erkrankt. Er suchte um seine Ueberführung in ein Hospital nach. Die Gewährung seines Ansuchens ist wahrscheinlich. Paris, 27. Oktober. Der hier weilende französische Botschafter in London, Cambon, hat den Wunsch ausgesprochen, die französische Presse möge England gegenüber einen gemäßigten Ton anschlagen, da sonst das Gelingen der Weltausstellung teilweise erheblich geschädigt werden könnte. London, 27. Oktober. Entgegen den Berliner Blättermeldungen bleiben die englischen Blätter dabei, daß Kaiser Wilhelm demnächst zum Besuch der Königin Viktoria in England eintreffen wird. London, 27. Oktober. Die Königin Viktoria hat der Witwe des Generals Symons ein Beileidstelegramm gesandt. London, 27. Oktober. Die Königin hat im Parlament eine Botschaft verlesen lassen, die in ihren Grundzügen folgendes enthält: Die Königin drückt ihre Freude darüber aus, daß das Parlament mit großer Freigiebigkeit die notwendigen Kredite für den Krieg gewährt habe. Sie giebt ihrem „Kummer" Ausdruck, daß so viele tapfere FeuilletsN. Theaterverein. (Matkowsky Abend). Gießen, 28. Oktober. Unter den Schauspielergrößen der Reichshauptstadt nimmt der Heldendarsteller des königlichen Schauspielhauses, Herr Adalbert Matkowsky, einen ersten Platz ein. Ja man darf ihn, ohne sich einer Uebertreibung schuldig zu machen, getrost als das stärkste künstlerische Temperament bezeichnen, seitdem Joseph Kainz Berlin verlassen hat und dem Ruf an das Wiener Burgtheater gefolgt ist. Kainz stellte in gereiftem Betracht Matkowskys Antipoden dar, obwohl sie bis vor kurzem an verschiedenen Stätten die gleichen Rollen inne hatten. Man hat von jeher zwei Gruppen unter den Schauspielern scharf geschieden, und die Wertschätzung dieser beiden Gruppen in den Augen der Aesthetiker schwankte lang, oft zu gunsten der einen, oft zu gunsten der anderen hinneigend. Die einen waren die Vollblutnaturen, die ausgeprägten Individualitäten, die kraftstrotzenden Temperamente, die immer sie selbst blieben, deren Eigenart keinen Wandlungen und Beeinflussungen unterlegen war. Jede Rolle mußte ihnen auf halbem Wege entgegenkommen, wenn -sie ihrer Herr werden wollten; sie mußte sich an ihr ureignes Fühlen und Denken wenden, wenn sie unter ihren Händen Leben und Gestaltung annehmen sollte. Der Dichter hat ihnen nur den Rahmen geschaffen, in den sie mit ihrer ganzen Persönlichkeit hineintraken. Die andern waren die Verwandlungskünstler, die vielseitigen Proteusnaturen, die, auf die eigene Person vollständig Verzicht leistend, rastlos in der ihnen vom Dichter vorgezeichneten Figur aufgingen. Mit jeder neuen Rolle stellten sie auch einen anderen Menschen auf die Bretter. Für sie bestand der Grundsatz des Aristoteles, daß Kunst Nachahmung sei, zu rechten und in erster Linie. Und diese beiden Gruppen, die sich vielfach berühren und in einander übergehen, so daß die Grenze nicht immer streng zu ziehen war, bestehen auch heute noch neben einander auf allen Bühnen. Matkowsky ist einer der hervorragendsten Vertreter jener ersten Gruppe, der vollsaftigen Jndividualnaturen. Welche Rolle er immer zu verkörpern hat, ob er Shakespeare oder Schiller oder Hebbel darstellt, er bleibt immer Matkowsky. Mag er in noch so verschiedener Gewandung erscheinen, mag er einen andern Bart umbinden oder eine andere Perrücke aufsetzen, heute den braun geschminkten Mohren Othello, morgen den glatten Höfling Leicester spielen: sobald er die ersten Sätze seiner Rolle gesprochen hat, wissen wir, das ist Matkowsky und kein anderer, das ist der berühmte Heldendarsteller. Seit geraumer Zeit gehört er dem Verband des Berliner Schauspielhauses an, und bildet eine seiner Haupt- zierden, die ihm noch auf lange gesichert ist. Der Spielplan dieser Hofbühne kommt seinem Talent sehr zu statten, obwohl es in der letzten Zeit nicht immer Gelegenheit zu voller Entfaltung fand. Aber die Hofbühne ist doch eine Hauptpflegestätte der Klassiker, und hier liegt Matkowskys Größe und Stärke. Wenn das moderne Lustspiel gerade letzthin übergebührlich berücksichtigt wurde, benutzte Matkowsky die unfreiwillige Rast stets zu Gastspielreisen in die Provinz. Es ist merkwürdig und erwähnenswert, daß er, dessen eigentlichste Domäne die Klassiker sind, von der modernen Produktion fast völlig unberührt blieb. Die Erklärung dieser Thatsache liegt einmal darin, daß das Repertoire des Berliner Schauspielhauses an dem zeitgenössische« Drama sozusagen spurlor vorüber geht. Aber die Frage bleibt offen, ob Matkowsky überhaupt bei seiner pathetischen Veranlagung den Nervenmenschen der Hauptmann, Halbe, Schnitzler und wie sie alle heißen mögen, gewachsen wäre. Er ist nur in seinem Element, wenn sich sein Temperament austoben kann, wenn es die Darstellung einer gewaltige« Leidenschaft gilt. Er muß wie ein Sturmwind über die Bühne fegen, wenn er sich wohl fühlen soll. Dann setzt er seine ganze Kraft ein, um in die Tiefen der menschlichen Leidenschaften hinein- und hinabzuleuchten. Gelegentlich läßt er sich im Ueberschwang des Gefühls zu weit reißen; er verliert für Augenblicke die Herrschaft über sich. Aber der willige Zuhörer steht immer im Banne feiner Leistung, die aufs tiefste packt und erschüttert. Und darum zählt maw Matkowsky mit Recht zu den berufensten Vertretern einer großzügigen Schauspielkunst. Uebrigens hat es ihm auch im Ausland nicht an Ehrungen gefehlt, und gerade jetzt Soldaten nnd Offiziere in der Ausübung ihrer Pflicht gefallen oder verwundet worden sind. Sie schließt ihre Botschaft, indem sie die Hoffnung ausdrückt, Gott möge die Anstrengungen der Armee unterstützen, um den Frieden wiederherzustellen und eine gute Regierung in diesem Teile ihres Reiches zu sichern und die Ehre Englands zu verteidigen. z-tultrs im- Vrormyiettes. Gießen, den 28. Oktober 1899. ** GeschichtSkalerrdei». (Nachdruck verboten.) Vor 631 Jahren, am 29. Oktober 1268, wurde Konradin Herzog von Schwaben, der letzte Hohenftaute, nebst seinem Busenfreund Friedrich von Baden auf dem Karmelitermarkt zu Neapel mit dem Beile enthauptet. Fern der Heimat wurden die Leichname der Getöteten in eine kleine Kapelle und später in der Kirche St Maria del Carmine beigesetzt, wo sie sich jetzt noch befinden. ** Kunfivereiu. In der Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand sind einige Gemälde von Rich. Sckolz, München, neu ausgestellt. *• Geflügelzucht-Verein. Wie uns mitgeteilt wird, hält, nachdem sich Herr Chr. Duill in der liebenswürdigsten Weise zur Hergabe der Lokalitäten bereit erklärt hat, der hiesige Geflügel- und Vogelzucht-Verein am 26., 27. und 28. Januar n. I. in den oberen Lokalitäten des „Wind- hofes" seine 3. allgemeine Geflügel- und Vogel- Ausstellung ab. Der Verein hat mit seinen derartigen Veranstaltungen seither entschiedenen Erfolg gehabt. Seine Bemühungen um die Hebung der Geflügelzucht haben all- seitige Anerkennung gefunden. Es steht deshalb wohl außer jedem Zweifel, daß die 3. Ausstellung, deren Leitung in tüchtigen Händen ruht, sich anerkennender Teilnahme in der Oeffentlichkeit erfreuen wird. Wir werden über den Fortgang des Unternehmens bald weiteres berichten. *’ Aus dem Theaterbureau. Wie bekannt, findet morgen Sonntag die erste Kindervorstellung: „Prinzessin Marzipan", statt. Dieselbe beginnt um 4 Uhr und sind die Billets hierzu im Vorverkauf bei Herrn Challier und von 37i Uhr ab an der Kasse zu haben. Die Preise der Plätze sind aus dem Inseratenteile ersichtlich. — Abends kommt „Im weißen Rößl" zur Aufführung, und am nächsten Dienstag findet die Premiere der Fortsetzung desselben „Als ich wieder!am" statt. Der „Berliner Börsen-Kourier" schreibt über die Erstaufführung in Berlin folgendes: Des „Weißen Rößl" andere Hälfte ist gestern abend im „Lessingtheater" mit stürmischer Heiterkeit begrüßt worden. Das vom ersten Augenblicke an fröhlich gestimmte Publikum bereitete dem zweiten Teile der Giesekeade einen rauschenden Erfolg und rief die vergnügten Verfasser und die vergnügten Darsteller immer wieder heraus. Mehr als aller Applaus beweist das Lachen den Erfolg eines luftigen Stückes, und gelacht wurde gestern abend im Lessingtheater so viel wie beim „Weißen Rößl". *♦ Ueber das vom Saalbauvereiu zum Konzert für den 2. November gewonnene Quartett Udel schreibt das „Leipziger Tageblatt": „O, das war guat!" — In diese wenigen charakteristischen Worte faßt man wohl am treffendsten das einstimmige Urteil der gesamten gestern abend die weiten Räume der mächtigen Alberthalle füllenden Hörerschaft über die ganz einzigen Darbietungen des unübertrefflichen Udcl-Quartetts aus Wien zusammen. Das war einmal wirklicher, echter, unverfälschter Humor, dessen unwiderstehlicher Macht sich niemand zu entziehen vermochte, ein Humor, der in der That „wie ein Gruß der holden Frühlingssonne anmutet und mit seinen Wärme und Fröhlichkeit verbreitenden Strahlen das Dunkel so manchen menschlichen Gemütes erhellt". Wir haben Künstler und Gelehrte, die ihr ganzes Leben und Streben immer nur dem Dienste des Wahren, Heiligen, Ernsten in Kunst und Wissenschaft geweiht haben, wir haben Leute, deren Wesen und Art, deren Begriffe und Anschauungen deutlich den Stempel der Strenge, der Würde und des Ernstes ihres Berufes, pflichtgemäßen Thätigkeit tragen, gestern abend ohne Unterschied herzlich lachen hören und sich freuen, belustigen, ergötzen und amüsieren gesehen, und wir haben beobachtet, wie gerade sie mit am eifrigsten die Hände regten, wenn es galt, die Sänger zu lohnen für die heiteren Genüsse, die sie bereiteten, und ihnen immer neue Gaben aus dem unerschöpflichen Füllhorn ihres Humors abzujubeln. Auf die Vorträge (speziell auf die Solodarbietungen des Hauptes und der Krone dieses Quartetts, des Herrn Professors Udel) einzugehen, dürfen wir uns sparen, wohl aber glauben wir, uns nicht versagen zu dürfen, im Namen aller, die das Udel Quartett gehört und schätzen gelernt haben, die stürmische Bitte um baldige Wiederkehr Herrn Professor Udel gegenüber mit aller Nachdrücklichkeit zu unterstützen. *• Kaufmännische Verein. Ueber die Vorträge der Herren Clausen und von Bronk, Berlin, schreibt die „Goslarer Ztg.": Der gestrige Vortrag der Herren Clausen und von Bronk-Berlin, über „Fernwirkung der Elektrizität", hatte wiederum ein äußerst zahlreiches Publikum angelockt, das mit der gespanntesten Aufmerksamkeit den Ausführungen des Redners, sowie den sehr interessanten Experimenten folgte. Im ersten Teile des Vortrages wurden die verschiedenartigen Wirkungen der Gleich- und Wechselströme, sowie zum Schluß die geheimnisvollen Röntgenstrahlen vorgeführt, während im zweiten Teile die neueste Erfindung, die wunderbare Fernwirkung der Elektrizität, die zu den Versuchen der Telegraphie ohne Draht geführt hat, demonstriert wurden. Die Experimente gelangen sämtlich vorzüglich, und der erläuternde Vortrag war selbst für Laien durchaus verständlich. Es war wieder einmal ein genußreicher und lehrreicher Abend, den wir dem Wissenschaftlichen Verein zu danken haben. nn. Darmstadt, 28. Oktober. Die Abreise der russischen Herrschaften wird jetzt nach neueren Nachrichten nach dem Todestage des Zaren Alexander III. am 3. November stattfinden, da an diesem Tage noch eine große Totenfeier in der hiesigen Kapelle abgehalten werden soll. — Das städtische Elektrizitätswerk ergab im verflossenen Jahre einen Ueberschuß von Mk. 81,102. Das Wasserwerk einen solchen von Mk. 49,554. Frankfurt, 27. Oktober. In dem hiesigen Untersuchungsgefängnis wurde dieser Tage für einen Gesungenen ein Brief abgegeben. Das Schreiben wurde, wie üblich, dem Untersuchungsrichter übergeben, der es las und auf Grund des Inhaltes einen Gefangenenaufseher und -Vorführer verhaften ließ. In dem Briefe wurden dem Adressaten Vorwürfe über feine Untreue, gemacht; die Schreiberin habe ihm doch alles Mögliche zugesteckt. Der Vorführer wird beschuldigt, sowohl diesem als auch noch anderen Angeklagten geheime Mitteilungen guter Freunde, die für den Gang des Prozesses von großer Wichtigkeit waren, zugesteckt zu haben. Eingesandt. Gießen, 28. Oktober 1899. An die Direktion des hiesigen Stadt-Theaters! Verehrliche Direktion wird hiermit höflichst ersucht, Leute, die sich erlauben, bei Volksvorstellungen für später Kommende Plätze zu reservieren, etwas mehr ins Auge zu fassen, wie man am Mittwoch zu beobachten die Gelegenheit hatte. Dieser Unfug muß im Keime erstickt werden, ehe er noch mehr um sich greift. Würde es sich überhaupt nicht empfehlen, um Ueberfüllungen vorzubeugen, für die Folge nicht mehr Billets auszugeben, als Plätze im Saale vorhanden sind? r. Arbeiterbewegung. Barmen, 27. Oktober. Sämtliche Kesselschmiede und Hilfsarbeiter der Dampfkesselfabrik Siller und Jamart haben gekündigt. Sie verlangen lOprozentige Lohnerhöhung und 50prozentigen Zuschlag für Ueberstunden. Leipzig, 27. Oktober. Die Angestellten der Leipziger elektrischen Straßenbahn sind in den Ausstand getreten. Zur Zeit verkehren nur wenige Wagen. Krefeld, §6. Oktober. Der nach siebzehnwöchiger Dauer been» digte Ausstand der Seidenweber des Hauses Blasberg und Gärtner ist bezeichnend für die Gedankenlosigkeit, mit der die verhetzten Arbeiter ihren Führern folgen. Es wurde befohlen, ihr müßt streiken, und die Arbeiter folgten dem Befehl, ohne über seine Berechtigung irgendwie nachzudenken. „Gegen das Dreistuhlsystem" war der Ruf zum Kampfe. Von einem solchen „System" konnte aber keine Rede sein. Ein überaus befähigter Arbeiter hatte schon seit fünf Jahren drei Webstühle zu gleicher Zeit beschäftigt, ohne daß die Mitarbeiter dem fleißigen Manne den dadurch erzielten Mehrverdienst mißgönnt hätten. Erst als der Verband der Weber entstand, wurde den Arbeitern von oben herunter befohlen, dieses angebliche Dreistuhlsystem als unmoralisch anzusehen und deswegen in einen Ausstand zu treten, nachdem die Firma erklärt hatte, daß sie es für „unmoralisch" halte, einem treuen Arbeiter dadurch, daß sie ihm einen Webstuhl entzog, einen Teil ferne# Verdienstes zu entziehen Und ein so sehr mit den Haaren herbeigezogene» Ausstand hat 17 Woch-n gedauert und über zahlreiche Familien Kummer und Not gebracht. Nach dem Ausbruche des Ausstandes forderten die Arbeiter außer der Beseitigung der Arbeit auf drei Stühlen noch eine Lohnerhöhung. Die Firma bewilligte 10% Aufschlag. Als nun vor Monatsfrist der Arbeiter, der den Anlaß zum Ausstand der übrigen gegeben hatte, um des lieben Friedens willen auf den dritten Webstuhl verzichtete als somit jeder Anlaß zum Ausstande genommen war, da forderten die Führer, die die Firma mürbe zu haben glaubten, 20 Prozent Lohnerhöhung. Sie hatten aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Firma blieb fest, und so haben denn die Arbeiter endlich — wahrscheinlich hat die Verbandskaffe, die viele tausende Mark zahlen mußte, es nicht mehr aushalten können — eingesehen, daß sic umsostst gefeiert haben, und so werden sie denn morgen früh die Arbeit wieder aufnehmen. — Die Bildung eines Verbandes der Färbereibesitzer im engen Anschluß an den Verband der Sammt- und Seidefämnkanten steht bevor. Kopenhagen, 27. Oktober. Ein Arbeiter-Konflikt ist hier ausgebrochen. Sämtliche Gießer der größten Firmen der Eisenbranch« haben die Arbeit niedergelegt, weil die Entlastung eines Arbeiters, der dem Fachverein nicht angehörte, verweigert wurde Dieser Ausstand bedeutet einen offenen Bruch des kürzlich mit den Arbeitgebern geschloffenen Vergleiches. Universität und Hochschute. — Darmstadt, 27. Oktober. An der Technischen Hochschule fungieren als Abteilungs-Vorstände für das Studienjahr 1899/1900: in der Abteilung für Architektur Prof. Wickop, für Jngenieur- wiffenschaften Prof. Landsberg, für Maschinenbau Prof. Lincke, für Elektrotechnik Prof. Dr. Wirtz, für Chemie Prof. Dr, Dieffenbach, für die allgemeine Abteilung Prof. Dr. Dingeldey. — Die unlängst von der Ingenieur-Abteilung für Studierende der Hochschule ausgeschriebene Preisaufgabe mit einem ausgesetzten Preis von 190 Mk. (einschl. 40 Mk. aus der Külp-Stistung) hat zum Gegenstand die Berechnung und Entwerfung der Eisenkonstruktion eines Turmhelmes. Lösungen, die graphisch oder analytisch durchgeführt sein können, sind bis zum 1. Mai 1900 einzureichen — Dr. Mamroth von Frankfurt a M. hat auf die ihm für das Fach der Volkswirtschaftslehre erteilte venia legendi verzichtet. Die Privatdozenten Dr. Löbell und Dr. Baur werden im laufen- Semester nicht lesen. (Darmst. Ztg.) Ernanntr Die philosophische Fakultät der Universität Jena ernannte den Prinzen Moritz von Sachsen-Altenburg zum Ehrendoktor. Verschiedenes r In der von der philosophischen Fakultät Leipzig einberusenen Sitzung wurde der Direktor des deutschen Seminars, Herr Prof. Dr. phil. Sievers in Leipzig, zum Dekan für das laufende Studienjahr gewählt Das Dekanat der genannten Fakultät war ursprünglich Herrn Geh. Hofrat Pros. Dr. phil. Wilhelm Kirchner übertragen worden, welcher sich jedoch durch seine spätere Wahl zum Rektor Magnifikus zur Uebernahme jenes Amtes außer Stande sah. Die ärztlichen Vorprüfungen an der Universität Leipzig nahmen gestern chren Anfang Es haben sich zu denselben im ganzen 18 Studierende gemeldet. — Der Konsistorialrat D. Prof. Schultze in Rostock, früher an der Liebfrauenkirche zu Magdeburg thätig, hat am 23. d. Mts. sein 25jähriges Dozentenjubiläum begangen. — Für das laufende Winte»- semester wird an der Rostocker Universität die erste Studentin in Gestalt einer zukünftigen Zahnärztin eingeschrieben werden. Das junge Mädchen hat an der Stadtschule zu Rostock das Reifezeugnis für Prima erworben. Gerichtssaal. Elberfeld, 26. Oktober. Der Knecht Franz Kenne vo» Braunichweia war im vorigen Jahre während feiner Mtlitärdienfd- zett wegen Majestätsbeleidigung und Ge.orsamsv >w tgerung vom Kriegsgericht zu 3 Jahre», und 1 Monat Gefängnis verurteilt worden. Als er im August vor. Js. zur Ve>büßung dieser Strafe in das hiesige Arresthaus gebracht wurde, beg'ng er bald nach feiner Einlieferung abermals eine Majeflätsbeletdigung. wegen deren die hiesige Strafkammer am 14. November vor. Js. die gegen Kenne schon verhängte Strafe auf 4 Jahre und 6 Monate Gefängnis erhöhte. Kaum war Kenne wieder in feine Zelle gebracht, so stieß er abermals eine Majcstätsbeleidtaung aus. In der Sitzung vom 1. Februar ds. Jtz., in der sich Kenne wegen der abermaligen Msjesiätsbeletdigung verantworten mußte, kam die Strafkammer zu der Ansicht, daß Kenne nicht ganz zu>echnungSfähig fein müsse. Sie ließ ihn daher in der Provinzia -Irrenanstalt in G afenberg auf seinen Geisteszustand beobachten und sprach ihn auf Grund der Beobachtung in einer fpät.ren Sitzung frei. Zugleich wm de hinsichtlich der am 14. November ausgesprochen n Zasotzstrofe daS Wiederaufnahme-Verfahren eingeleitet, da der Direktor der Grafende! ger Irrenanstalt bekundete, daß Kenne nach feinen Ermittlungen und Beobachtungen geistig minder wertig fei, schon in der Schul- und während der Milttärzett an krankhaften Erregungen eelitien, die Majestätsbeleidioung in nnzurechnunasfäbigem Zustand bega-ger» bade. Jnfolged'ffen erkannte die Slra'kammer j.tzt aus Freisprechung. Zu entscheiden bleibt noch die Frage, ob Kenne die vom Kriegsg richt mit 3 Jahren und 1 Monat G.sä-ignts geahndete Maj stättzbeleid flung und Gehorsams» rwetgerung nicht ebenfalls in unzurechnungsfähige« Zustand begangen bat. Breslau, 26. Oktober. Die hiesige Strafkammer verurteilte den Redakteur Löbe von der sozialistischen ,$ol'6troc6t* wegen Beleidigung des Dresdener Oberlai desgerichts in einem Arickel Über das Urteil im Prozeß wegen des Löbtauer LandfrtedenSbrucheS zu 2 Monaten Gefängnis. plant der Künstler eine Tournee, die ihn an der Spitze einer eigenen Truppe auch in den Orient führen soll. Wie bereits erwähnt, bieten die Klassiker Matkowskys Eigenart die dankbarsten Aufgaben. Hier findet er das günstigste Feld zur Bethätigung seines Charakterisierungsvermögens. Allmählich ist aus dem jugendlichen Helden und Liebhaber wegen der zunehmenden Fülle seiner Gestalt der Held und Charakterdarsteller geworden. Der jugendliche Mortimer („Maria Stuart") ist zu Lord Leicester aufgerückt, der Knabe Don Carlos zum reiferen Marquis Poja. Matkowskys Repertoire ist schier unbegrenzt. Es dürfte kaum eine klassische Figur seines Faches geben, die er nicht dargesteüt hätte. Und überall hat er sich mit derselben liebevollen Hingabe in seine Rollen versenkt und hat sie plastisch herausgearbeitet. Heute „liegt" ihm natürlich der Othello besser als der Romeo, der Grübler Faust besser als der Liebhaber Heinrich, Grillparzers König Ottokar besser als Phaon in der „Sappho". Immerhin ist beispielsweise fein Orest eine überwältigende Leistung, und mit zu den allerglänzendsien Offenbarungen seines Talents gehörte von je der Sigismund in Calderons „Leben ein Traum". — Unserem rührigen Theaterverein gebührt der Dank aller seiner Mitglieder für diesen ersten Abend seines Wintercyklus! Vor allem: ein tief bedeutsames tiefernstes, durch und durch klassisches Stück; sodann in der Hauptrolle selbst eine natürliche instinktive und impulsive Elementarkraft nach Ausdruck treibend; endlich bei der späteren Selbstbestimmung, geistigen Beruhigung und sittlichen Läuterung ein auch für das über- schäumende Temperament einen Matkowsky auffallend maßvolles, besonnenes, durch edle Feinheiten und ruhig große Momente künstlerisch gesegnetes Spiel — so trafen günstige Vorbedingungen und Umstände gestern abend vortrefflich in eins zusammen, wurden Kongruenzen von Inhalt und Darstellung erzielt, welche in ihrer befriedigenden und einheitlichen Wirkung uns noch lange vorschweben werden. Die nachfolgenden Gäste des Theatervereins werden Mühe haben, den Matkowsky-Abend verblassen zu machen. Daneben bot Matkowsky, trotz seines mit den Jahren vorgeschrittenen Embonpoints, als Sigismund eine entzückend schöne Erscheinung, wie er als Königssohn so strahlend jugendlich in den Thronsaal da hereinschritt; jetzt begreifen wir erst die Frauen! — Es war endlich auch viel Ge- haltenheit und klare Würde später in seinem Spiel, namentlich in den letzten Aufzügen; und vor Allem: man durfte hier einmal viel innere Hingabe an den künstlerischen Ernst der Aufgabe und jedes Fehlen von Virtuofenlaunen beobachten — und das war das Gute, ja das Beste der Wiedergabe des Sigismund durch Matkowsky, das war es zugleich, was uns innerlich erfreute und mit Genuß sattschauen ließ. Unsere einheimischen Kräfte treten naturgemäß hinter dem Gaste etwas zurück; das ist natürlich fein Tadel — wir können ja in unseren einzelnen Berufsstellungen nicht alle gleich und im Besonderen nicht alle Koryphäen sein — sondern das liegt in der Natur der Sache und der Personen. Thatsächlich haben sie sich alle wacker gehalten. Namentlich Herr Rolan als König Basilius hatte einen schweren Stand, behauptete sich aber tapfer und würdig. Das Auditorium erkannte fein Streben und seinen Erfolg wiederholt an. Fräulein Haussig als Nosaura, in männlicher Kleidung wie als Dame gleich lieblich, verstand eS durch Gewandtheit und Sicherheit in Nolle und Haltung ein unangenehmes Distanzegefühl zwischen dem Gast und sich selbst beim Publikum nicht aufkommen zu lassen. Die Konstatierung dieser Thatsache darf uns zur Hoffnung auf weitere schöne Leistungen der Dame berechtigen. DaS gleiche gilt, natürlich nach Maßgabe des RollenumfangeS auch für Frl. Hammer, die — wie wir zu unserer Freude konstatieren — wieder recht gesund aussah, d. h. sofern ei* kräftiges Rot das Zeichen blühender Gesundheit ist. Die Herren Cur land (Clotald), Par en (Herzog Astolf) und Henry als Clarin standen voll in ihrer Aufgabe. Auch die Regie der Herren Helm und Kruse war vortrefflich. Nicht zum letzten freuen wir uns auch über die gute Besetzung des HauseS. Wir loben letztere aber auch, denn die Aufführung des allegorischen, ernst moralischen und belehr end'eu Dramas — eigentlich mehr: tiefsinnige» Spieles — war in ihrer Gesamtheit eine über alle Erwartung verständnisvolle. Darsteller wie Direktion dürfe» nach dieser ersten Aufführung für den Theaterverein ba$ Bewußtsein in sich tragen neben einem so großartig veranlagten Talent, wie es Maskowsky besitzt, ehrenvoll bestanden zn haben. —r. U: uni»* * ’• *; um »M« W’-.’ tot w IW* “ ' yflkj ' Pfanei; in W ;;$S- sn Herr« Dr. F. •ihre strundtW Zeüen, die Sri H Dielen W*\ einet TaMiMg M M «chihEb.___ Deveslbn Damßadt, 28. Df der hiesige unverheit Mädchenschule Gaß we l ich feit verhaftet. D seine Wohnung und nal ftlbtn vor. DamM,28. Dtti ipaat lütillt heute in EiMuse vor. Damstadt, 28. £ Stadtverordnete! hiesigen Verein für s Platz wr Errichtung kostenfrei zur Verfüg' Berlin, 28. Okto der Kaiser die M treten. Heute nadjmi Botschafter Grafen E Mark zur Jagd hege Mn, 28. Qhofr Blankenburg am $ Botschafter Tewsil Pas Snttans überreichen so Är 6« Sie Ausführung vor Erd-.und 180 cbm B W'kung der Flüge! Verlängerung @e @SnleQ n ng in § Effecte Lollar - jreDi Ruttershausen) soll öffei werden. Termin am 13 Je,dlneten Bell Übungen und Bedir »AemMenundAn Ume Einsendung ’ (Ä b0Jl bergen w- vsieBen, den 27 Fit, t 9$' *wen ttii c ■ ben Saaten? eme* «tfc ^nb der übti?tUnnflöot,$lonoti: bntten Sßtb£pebtn^tte, Ritten mat H *Wte Sl°ubten, 20 $JOtbetl«n bi, °hne bi W*« Lohntt- “ **«** taufenbe $ari wahr- ^ ehen, bah G ^ ^te, 5a* * äjfa; A-» 5imnb#& i” Raffung ehitSrtS ert wurde 3)12 ?^ * E d°. äysf* *»Ä LVLLr LWÄmÄ ^menbaujjtof. eftn?” ‘ M -kotvkly Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Dienstag den Bl. Oktober. NachmmagS um 4‘/> Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beredte. Mittwoch den 1. November. Allerheiligen. BormittagS von SV, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der beil. Lomrnunion; BormittagS um 8 Uhr: die zweite heil. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt. . um 9i/s Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5 Uhr: Predigt; darauf Rosenkranzandacht mit Segen. Nack der Andacht und abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Donnerstag den 2 November. Allerseelen. Vormittags von 6«/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Cornrnunion. , um 8 Uhr: Seelenann für alle Verstorbenen der Pfarrei; in demselben Austeiluug der hl. Communion. Nachmittags um 61/i Uhr: Rosenkranz-Andacht mit Segen. Schluß ____________des Rosenkranzgebetes.________________________________ Briefkasten. Herrn Dr. F. S. hier, Steinstratze. Herzlichen Dank für Ihre freundlichen Zeilen, die im Journalistenleben nicht allzuhäufig sind. Bei d^n vielen Unannehmlichkeiten, die naturgemäß die Redigierung einer Tageszeitung mit sich bringt, berühren solche Worte ungemein «ohlthuend.____________________________________________Die Red. Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold*. Darmstadt, 28. Oktober. (Tel.) Gestern abend wurde der hiesige unverheiratete Oberlehrer an der Stadt- müdchenschule Gaß wegen Vergehen gegen die Sittlichkeit verhaftet. Derselbe bestellte die Schülerinnen in seine Wohnung und nahm unzüchtige Handlungen mit denselben vor. Darmstadt, 28. Oktober. (Tel.) Das russische Kaiser- Paar weilte heute in unserer Stadt und nahm verschiedene Einkäufe vor. Darmstadt, 28. Oktober. (Tel.) Von feiten der hiesigen Stadtverordnetenversammlung wurde gestern dem hiesigen Verein für Feuerbestattung auf dem Friedhöfe ein Platz zur Errichtung eines Krematoriums mit Urnenheim kostenfrei zur Verfügung gestellt. Berlin, 28. Oktober. Gestern abend um 11 Uhr hat der Kaiser die Rückreise nach dem Neuen Palais angetreten. Heute nachmittag wird sich der Kaiser mit dem Botschafter Grafen Eulenburg nach Liebenberg in der Mark zur Jagd begeben. Berlin, 28. Oktober. Vor seiner Abreise nach Blankenburg am Harz hat der Kaiser den türkischen Botschafter Tewfik Pascha empfangen, der ein Geschenk des Sultans überreichen sollte. Berlin, 28. Oktober. Dem „Kleinen Journ." zufolge soll es sich bei der neuen Flotten-Vorlage um den Bau von 30 Schlachtschiffen handeln. Berlin, 28. Oktober. Nach dem „Kleinen Journal" ist der Rücktritt des Fürsten Hohen loh e-Oeh ringen vom Posten des Oberst-Kämmerer lediglich auf seine Haltung in der Kanalfrage zurückzuführen. Bekanntlich ist der Fürst konservativer Abgeord neter und hat als solcher gegen die Kanal-Vorlage gestimmt. (Vgl. „Deutsches Reich".) Wie», 28. Oktober. Einer offiziösen Meldung des „Fremdenblattes" zufolge, wird die deutsche Negierung bei Beginn der Reichstags-Session bei Erörterung der Flottenfrage das Schwergewicht ihrer Ausführungen darauf legen, daß angesichts der maritimen Anstrengungen anderer Weltmächte und behufs nachdrücklicherVerteidigung deutscher Interessen bei überseeischen Territorialfragen namentlich auf die Eventualität eines Seekrieges Deutschland mit den bewilligten 19 Schlachtschiffen sein Auskommen nicht finden könne, daher an die Vermehrung dieser Zahl rechtzeitig denken müsse. Paris. 28. Oktober. Eine offizielle Note stellt die von deutschen Blättern verbreitete Meldung in Abrede, das Kabinett B ourgeois habe seinerzeit, als Kaiser Wilhelm das bekannte Glückwunschtelegramm an den Präsidenten Krüger sandte, England seine Unterstützung zur Bekämpfung Transvaals angeboten. Paris, 28. Oktober. Wie die „Patrie" meldet, wurde im Ministerrat beantragt, man möge Rußland und Deutschland veranlassen, England ein Schiedsgericht in Angelegenheit des Transvaal- Konfliktes aufzuzwingen. Dieser Vorschlag soll an dem Widerstande der übrigen Minister gescheitert sein. Bom Kriegsschauplatz. Loudon, 28. Oktober. General Joubert richtete ein Beileidstelegramm an die Witwe des Generals Symons. London, 28. Oktober. Im Kriegsministerium herrscht tiefe Niedergeschlagenheit über die aus Natal vorliegenden Nachrichten. Diese Nachrichten werden aber im Kriegsministerium zurückgehalten, bis das Parlament vertagt ist. Thatsache ist, daß ein großer Teil der britischen Kolonien in der Hand des Feindes ist, der von der England feindlichen Bevölkerung unterstützt wird. Der Rest stehe vor einer Revolution und werde nur durch die rigorosesten Maßregeln im Zaume gehalten. Die Buren behaupten die Bahnstrecke Colenso- Ladysmith und wollen versuchen, die um Ladysmith vereinigten, aber augenblicklich wegen Ueberanstrengung unfähigen Truppen der Generale White und Aule auch vom Meere abzuschneiden. London, 28, Oktober. Die „Times" berichten aus Kapstadt, das Ergebnis der Unterredung zwischen Lagdan und den Basutos-Häuptlingen werde als sehr befriedigend bezeichnet. Eine Revolte dejr Basutos gegen die Engländer sei nicht zu erwarten. Loudon, 28. Oktober. Die Engländer verloren bisher, soviel bekannt, 19 tote und 55 verwundete Offiziere und 82 tote und 430 verwundete Mannschaften, sowie 12 Vermißte. Die Totalsumme beträgt 597 Mann. London, 28. Oktober. An der Oftgrenze ist eine Teuerung ausgebrochen, die sich vorläufig nur auf Spirituosen erstreckt. London, 28. Oktober. Die letzten Meldungen aus Kapstadt und Durban bringen keine Bestätigung der angeblichen Vorteile, welche die Engländer bei Mafeking errungen haben sollen. London, 28. Oktober. Die Regierung hat das Anerbieten der Vereinigten Staaten angenommen, wonach die letzteren England das H ospitalschiff „Maine" zur Verfügung stellen. Die englische Regierung hat ferner das Anerbieten des amerikanischen Komites angenommen, die innere Ausstattung des Schiffes zu ändern. London, 28. Oktober. Aus Pietermaritzburg wird gemeldet, daß daselbst 188 gefangene Buren eingetroffen sind, darunter 11 Offiziere. Oberst Schiel ist in Ladysmith zurückgeblieben. Kapstadt, 28. Oktober. Ein englischer Dampfer ist mit einem großen Teile der Intendantur hier ein getroffen. An Bord des Panzers befand sich auch Prinz Christian von Schleswig-Holstein. Kapstadt, 28. Oktober. Der Gouverneur der Kap-Kolonie erließ eine Proklamation, worin er die von den Buren des Oranje-Freistaates veröffentlichte Proklamation, betreffend die Annektierung des von ihnen besetzten Landes, als nichtig und ungiltig bezeichnet. Ferner wird darin erklärt, daß jeder englische Unterthan, welcher sich den Forderungen der Buren fügt, als Spion betrachtet werden würde. Durban, 28. Oktober. Der Kommandant von Durban hat Befehl gegeben, daß nach 9 Uhr abends sich niemand mehr auf der Straße zeigen darf. Jeder, der sich dieser Anordnung widersetzt, wird verhaftet. Kapstadt, 28. Oktober. Die Veröffentlichung der Korrespondenz, welche zwischen dem Kabinettschef der Kapkolonte und dem Magistrat von Vryburg stattgefunden hat, liefert den Beweis, daß die Hauptursache der Neber gäbe dieser Stadt an die Buren in der feindliche» Gesinnung der Einwohner gegenüber den Engländern bestand, Herren-, Knaben- und- Kinder-Garderobe. ätNsr Spezialität: Kinder-Anzüge. “W Anfertigung nach Maa«» in eigener Werkstätte. 7640 Markus Bauer 11 Kirchenplatz 11 gegenüber der Stadtkirche. gegenüber der Stadtkirche. Verdingung. 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Um ruWen Parlaments hc Beweis dafür geliefert, ebenfo gehäfstg gegenüb putschen Parteien Haiti Abgeordnetenhauses der Halten die deutschen Z StamweSgenossen gestellt W(n. Da aber die Mn und den anderen Wn, so wurde der flSc 30 Stimmen jun «•jlwittr Vitepräsid„ vnd JrJlhiwfa ""Mii/fo »fr' »ich, 6, billig,di- S I« --ledig,? Z'" der D dbriq bleibe« ">-rd «n 8 P°U°«e ? " ®{i' ^Wnelenb. ’n fit u -«hn fr Sirfomenfgm ?. bl^tt Den 2» Ma '»Shnte Sg/frSnnt, Mei(, ? 9 ”1r q »frd-Ä^N-rikaf fr