weites Blatt M 100 ■fl A tet Itk Äutüu*dl nehme« L«jeig« f*r bat «ritzen« Ä*|dyc VnMMt* 8« VolbW 1 Kart 50 W vierteljLhrlrch Äicttwn, Expedition nnb Druckerei: -chnlßr.tze Ur. 7. tensität, um die jum Eintritt des Schlafe- nötigen Ermüdung-- stosse in ausreichender Menge zu bilde». SS wäre nun ganz verfehlt, bei solchen Patienten den Schlaf durch Saltwasier- kure» oder Ueberwiudung großer Anstrengungen erzwing« zu wollen, denn der Leidende würde einfach znsammenbrech« wie ein abgehetzte- Pferd, welche« zugemutet wird, »ntar erbarmungslose» Peitschenhiebe» eine seine Kräfte ibev steigende Last einen steilen Berg hinanfzuziehe». Wenn «ff» derartige Patienten zn Sebirg-touren veranlaßt oder an d« Meeresstrand schickt oder einer Kaltwasserbehandlung nnter wirst, ist der Erfolg in der Regel anch ein höchst nachteiliger. Man mnß vielmehr dafür sorgen, daß der Leidende durch ein blntbereit«de» Regime erst wieder z» Kräften kommt. Sorgfältige Auswahl der Nahrung, ausgiebige passive Ruhe »nd der Genuß der Organische», bereit- köstlich verdaute» Sise»eiweißverbindu»ge«, wie sie au- de« Blute gesuuder Tiere seit eiuige» Jahren in vortrefflicher Qualität hergefielt werde», führe» »eisten- z» einem volle« Erfolge. Neben zahlreich« Persauen, welche sich durch ihr ga»z-s Leben de- Schlafe« eine« Murmeltiere- erfveue», giebt ei leider auch eine garnicht unbedeutende Zahl, welche ohne erkennbare Ursache zn einem leise» Schlafe disponiert, dar dnrch die geringsten änßere» Reize gestürt wird. Daß ma« in diese» Falle bemüht sei» mnß, alle störende, Einflüsse, namentlich Licht nnd Geräusch, vom Schlafzimmer fam- znhalten, brascht kan» erst gesagt zn werd«. Gänzlich „begründet ist ferner da« «ornrtnk, daß •*» jenige, der einen schlechten Nachtschlaf hat, der «twa wv er,, aßenbi U Mm mA «nli »le r o« «egeiitw |u ba ea$erir.*|dO* hofftrav ortrag 61 and Tal» lQzial-Rabbinet D( x ,ril> 8*/i Uhri ,erk'o»e, ü,.; len. BaS’SSi? geiMmnime ------r , - Nuli-chitLenheit hervorgerufen, und er würde es bedauern, x'eam bir Regierung, einer beffercu Einsicht Folge gebend, die-ifs« Widerstand nicht aufgeben würde. Die Deckung des HuUjiDt einer Weinsteuer fei seiner Ansicht nach, ganz gut dmmh Mrkere Heranziehung des Großkapitals zu erreichen. Dt'mh Hie neue Steuerveranlagung fei dieses nicht der Fall. Ili a Sementeil würden nach den neuen Steuersätzen einige Glvtzinti ustrielle um 4 bis 6000 Mk. mit Stenern weniger leittofici Er freue sich, nnb habe die wohlthuende Em- und.i)uij|, daß die sozial-demokratische Partei in der Stener- reHim praktisch Mitarbeiten wolle. Die Vorschläge des Abg. Al büch iu Bezug der Durchführung der Progression möchten (ui i -Miiblick etwas hoch erscheinen. Wenn man jedoch in BeMch! ziehe, daß den große» Besitze« die Grundsteuer t* looapti1 roerbe, so müffe man eine schärfere Heranziehung Viech.: Sireise zur Einkommensteuer nur für gerecht halten. S^nRl aff enlottetic stellt sich Redner im allgemeinen ^ito'/tiiTiunere Berechtigung nicht abspr^echem Da jedoch I leistungsfähigere Schultern zur Steuer herangezogen werden, n*. ^a6mUt‘lSeit nicht »°rh°nd-7 find, fo »erbe > ™ann »nd Ulrich müsse er bei. er: »r diese stimmen. Der Einführung einer Bein- stUuer trete er mit Entschiedenheit entgegen, und er be- zamss ldaß sich die Regierung in de» landwirtschaftlichen Rttao die Sympathien, welche sie befeffen, fast ganz und zaz-°(chcherzt habe. Durch die Weiusteuer werde, und das la'Ifiisich nicht ablengne», in erster Linie der Winzer ge- »riDchi, der mit Mühe und Arbeit sein Stückchen Land be- bakiai, nnb bann seinen Ertrag »och besteuern müffe. Schon »mitMem Grunbe sei die Deinstener nicht annehmbar. Der RMm mit der Weinsteuer werde er nicht zustimmen. Er tzoGeb.'er, daß sich »och ein Ersatz finde» werde, damit oal^zanze Reformwerk doch noch zu« Wohle de- Landes ■ukomme. — Abg. Weidner erklärt, daß, so lange dieäiüigiiernng keine genügenden und annehmbaren Ersatz- .li rMbnrbieten werde, er für die Weinsteuer eintreten werde. UeM «in:I:«7ioh«e bei lootfagl. !!' Hieffnier -»«pniltan-tätter »erxitc tym Auz-i-er wö«W'ch viermal liflekflt eine Verminderung der Kunstweinfabrikalion herbeizuführ«, der täusche sich gewaltig. Denn diejenigen, welche d« Wein im Keller fabrizieren, werden, auch wenn die Kontrolle noch so scharf ist, die Sache weiter treiben. Er wert« gegen die Weinsteuer stimmen, weil er mcht wolle, daß die Provinzen ins Extreme geführt würden durch Agitator«, welche andere Tendenzen im Auge haben. Durch falsche Vorspiegelungen sei die Verführung dann um so leichter. Diese Thatsachen möge die Regierung sehr wohl erwäg« und sehen, ob e» nicht möglich sei, auch ohne Weinsteuer die Reformen durchzuführen. Nach einer kurzen Pause macht der Präsident de» Hause Mitteilung von einer Interpellation des Abg. rotlut I Ulrich unbG-n°ss-n. Di-G-bahr-n-Srh-ihunge. sür dieselbe an dem Ort«gericht zn Ossenbach bctr. und aus । FellUletou. KchlafkostgKeit und Schsafmittek. Von Dr. Kurt Rudolf «reu-ner. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Vi wäre unsinnig, gegen den abendlichen Genuß eines WMi-l Vier oder Wein eifer» zu «ollen; i« Gegenteil hat »aWirich ein mäßige- Quantum bayerische- Bier, »ach lerni tibenb6rDbe getrunken, auf viele au Schlaflosigkeit (etiöibtteine besonber- schlaferzeugeube Wirkung. Die schwere» UMp^Ie, wie Süßweine, Schnäpse und Liköre hingegen stsiWeefge» ihres Gehalte- a» neroenanfregenben Substanzen DeMltiiiche Feinde eine- gesunden Schlafe-, nnb befördern tbi8K;»iS auch noch die Entstehung nervöser Herzkrankheiten iäiU IrrterienDertalf»ng. noch höherem Grade gilt dies von übermäßigem »nd Zigarrenrauche». Weitete Herren vv» so»st ge-iissvr Konstitutio» »nd in gesicherter Lebenslage, welche seW Mrzehnten starke Rancher find, wollen eft um keinen VVterj auch nur die Möglichkeit zugebe», daß chte immer u»M;rnehmer sich bemerkbar machende Schlaflosigkeit eine 'chres übermäßige» «a»che»s sei» könne. Und doch jtil Ku i so. Denn anch tausende, ohne an ihrer Gesund- l|dei Staben zu nehm«, bis i» ihr hohe- Alter große OiMäten Tabak und Zigarre» rauche» könne», sv giebt ebenso gewiß auf der anbeten Seite ta»fe»be, bei sich die Folgen der chronischen Nikotinvergiftung Qur Steuer-Reform ergreift der Abg. Metz-Gieße» da- Wort. Er verkennt nicht die Wichtigkeit der Steuer- Reform, allein die Regierung hätte in de» einzelnen Steuer sätzen noch weiter gehen können. Mit ober ohne Steuer- Reform müßten die Ausgaben eingeschränkt werden. Er und seine Partei werde für die Reformen eintreten mit ober ohne Weinsteuer, falls Ersatzmittel da seien. Er schließt, daß da- Resultat der Verhandlungen dazu führen müge, daß die Beschlüffe zum wirtschaftlichen Besten des Lande« bienen werden. — Geh. Staatsrat Krug v. Nidda erklärt, daß die Regierung mit der neuen Steuer-Reform eine gerechte Veranlagung der Steuern des Lande« beabsichtige, und daher gehöre jedes Glied i» die Kette dieser Reform. Wenn Herr Ulrich gesagt habe, die Regierung möge in bie Kaffenschränke der reichen Leute etwa« «ehr hineingreif«, so wäre die- geschehen, wenn eS durchführbar wäre. Oder glaube er vielleicht, daß sich die Negierung davor fürchte? Dazu gehöre doch kein Mut. ES müffe aber i» den oberen Steuerklassen mit Vorsicht verfahren werden. Die Regierung sei dankbar für alle Belehrungen aus de« Hause und hofft, daß es doch noch gelingen werde, eine Einigung in ben Grundsätzen der vorliegenden Steuer-Resor« zu erziel«. — Abg. Schmeel begrüßt ebenfalls die Initiative der Regierung hinsichtlich der Steuer-Reformen. Er kann sich jedoch gegen eine Reihe von Bedenken nicht verschließen, welche bi- jetzt vorgebracht worden sind. Hauptsächlich ist er gegen bie Weiusteuer, weil er biefelbe in allen Teilen Erstell ttheater i Theater-Vd 1 Donnerstas 8 Uhr. , Operette in 1 Ü Lustspiel in 1 Kt ’ang in I Akt vw' durch Mitglieder d«; es Herrn Kapellmeister Ernst Challler ?: Loge Mk. 2,25, k ikarten Mk. 1.-, Oft Den Ansichten ber Abg. Osann und Ulrich müffe er bei- treten, da e- von eminenter Wichtigkeit fei, baß bie Einkommensteuer in bester Form zur Veranlagung komme. Die vom Ausschuß beantragten Steuersätze seien seiner Ansicht nach sehr reparaturbebürftig, nnb baher fei ber Antrag Schröber-Schmitt eingebracht worden. Für eine Erhöhung der Hundesteuer sei er and dem Grund, weil dadurch dem Hundeunfug einigermaßen gesteuert werde. Gegen bie Einführung einer Llaffenlotterie müffe er sich entschieden aussprechen, da er einen mühelosen Erwerb jederzeit verwerfe. „93cte und arbeite“ sei für ihn das Losungswort in unserer heutigen lockeren Zeit. Der Weinsteuer werde er nickt rustimmen, da sie eine ungerechte Belastung einer , — a-a-* — — -rn - - . „< eiuiiqen Erwerbsgruppe sei. Er müffe dieselbe sogar als I für ungerecht hält. Er ift für eine Erhöhung der Erb- ein^ Attentat auf ^die^ Freiheit des Verkehr- in Rheinhessen schastSsteuer und dafür, daß bei der Einkommensteuer die bezeichnen. Wer da glaube, mit dem Weinsteuer-Gesetz Steuersätze erhöht werde». Auch einer Erhöhu»g der Der- Er halte die Weinsteuer für gerecht, da sie ein Glied in der Steuer-Reform bilde. Den einzelnen Steuervorschlägen die gemacht seien, lege er kein Gewicht bei. Bezüglich ber Hunbesteuer wünsche er, baß man Preußen folge und biefelbe aus be« Staatsbubget streiche. Bei ber «rb- fchaft-steuer halte er eine Erhöhung für gerecht. Die Vermögenssteuer möge man bei 3000 bi- 5000 Mk. mit 55 Pfg. festfetzen und bann bie Progression eintreten lassen. Bezüglich ber Sink o mm en st euer habe er gegen bie vorgeschlagenen Steuersätze nicht- einzuwenben, nur dem Antrag Schröder-Schmitt könne er nicht zustimmen. Er habe noch ben einen Wunsch, daß ma» die Konsum-Vereine nicht steuerfrei laffe, weil dieselben die Schädlinge der Heinen Handels- [eite auf dem Lande seien. Für bie Landeslotterie werde .................................FSWäSmssssI •ssssss sefe äs-sä dem Hunde auf den Schwanz schütte, so laufe er nach allen BimmerleiUe - - - Richtungen davon. (!) Da sei ihm doch immer noch em reiner ■ ™ Schnaps lieber als ein solches Produkt ber Natur. Die stattgefundene Agitation kann er nur bedauern, da durch dieselbe die Gegensätze nur verschärft worden feien. —■ Abg. Schröder bemerkt, daß eS erfreulich fei, daß die Regierung an eine Steuer-Reform herangetreten fct. Er wünsche nur, daß man die größte Rücksicht auf alle die BevölkeruugSklaffe» mit der Steuerverteilung nehmen möge, welche seither von derselben schwer getroffen wurden. Dem Einkommensteuer-Gesetz mit den neuen Steuersätzen kann er nicht zusiimmen und Preußen solle man nicht folgen, da in Hessen die verhältniffe ganz anders hegen. Eine gerechtere Verteilung der Lasten müffe eintreten, und . ö V- « . O- , . ... f - — . Im Awk AW Gichwer Anzeiger Heneral-^Unzeiger Aittts- und Anzeigeblatt für den TLnei- Gieszen. mögenssteuer wird er zustimmen. Damit wird die Sitzung «m Vz2 Uhr abgebrochen. Fortsetzung der Beratung morgen früh um 9 Uhr._______ Deutsches Reich. — M.P.C. Die am nächsten Sonntag von ihrer Ausreise zurückkehrende „Valdivia" mit der deutschen Tiefsee- Expedition war, wie im Programm vorgesehen, genau neun Monate unterwegs. Der Staatssekretär des Innern Graf Posadowsky wird die Heimkehrenden in Hamburg empfangen und ihnen den Gruß des Kaisers entbieten. Er hat auch am 1. August des vorigen Jahres den Ausziehenden die besten Wünsche des Kaisers mit auf den Weg gegeben. Die Abreise fand unmittelbar nach dem Ableben des Altreichskanzlers des Fürsten Bismarck statt; es war natürlich, daß dadurch die Feier auf dem Schiffe, an der auch der Königlich sächsische Kultusminister und Mitglieder der Hamburgischen Regierung teilnahmen, bis zu einem gewissen Grade beeinträchtigt wurde. — Das Expeditions-Schiff wurde seinerzeit von der Rhederei der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt in den Dienst des Unternehmens gestellt, und in individuell praktischer Weise für den Zweck so ausgerüstet, als ob es für denselben von Anfang an gebaut sei. Der Leiter des Unternehmens ist Profeffor Chun, ein ebenso gelehrter wie praktisch nüchterner Herr. Ausland. La Louviere, 27. April. Die hiesigen Behörden drückten ihre Mißstimmung darüber aus, daß die Regierung ohne jede Veranlassung eine Schwadron Kavallerie hierher geschickt hat, deren Anwesenheit völlig zwecklos ist, da die Stri- kenden sich vollkommen ruhig verhalten. Die Behörden wußten nicht, wo sie die Truppen einquartieren sollten. — MP.C. Man schreibt uns aus Madrid. Im spanisch-amerikanischen Kriege haben sich auf beiden Seiten deutsche Landsleute als Mitkämpfer ausgezeichnet. Demgegenüber spielen Fälle keine Rolle, in denen das Deutschtum durch Deutsche kompromittiert wurde. Das war unter anderem auf Manila der Fall, wo Ende November 1898 ein „aus Gesundheitsrücksichten" reisender Prinz Löwenstein eintraf und im deutschen Klub wohnte. Auf Touren in das Innere machte er Jnsurgentenbekanntschaften und es entstand das Gerede von einem deutschen Prinzen, der auf Seite der Insurgenten sei. Infolgedessen wurde ihm von autoritativer Seite sein kokettieren mit den Aufständischen vorgehalten, der Prinz ist, wie versichert wird, enterbt. Nachdem er verschiedene Pumpversuche gemacht hatte, verschwand er von der Bildfläche. Ob er sein Heil bei den Insurgenten suchte? — — M.P.C. Von amerikanischer Seite ist letzthin erkärt worden, Deutschland könne nicht erwarten, in handelspolitischer Hinsicht dieselben Zugeständnisse zu erhalten, wie sie Frankreich gewährt wurden, falls es nicht Konzessionen mache ähnlich denen, durch welche Frankreich sich das Abkommen mit Amerika sicherte. Dabei steht aber fest, daß Amerika schon bisher Anteil an solchen deutschen Zollvergünstigungen gehabt hat, wie es sie neuerdings von Frankreich errungen. Es liegt also keinerlei Grund vor, Deutschland diejenigen Zollvorteile vorzuenthalten, die es den Franzosen eingeräumt hat. — Wenn solche Zugeständnisse deutscherseits betreffs einiger Formen von Obst nicht gemacht find, so können fie um so weniger einen Vorwand bilden, als Deutschland in den wichtigen Artikeln Schweinefleisch und Schmalz viel niedrigere Zollsätze hat als Frankreich. Eine der wichtigsten Fragen bleibt die, wie sich Amerika den versteckten französischen Zuckerausfuhrprämien gegenüber verhält. handenen Neigung zu einem Mittagsschläfchen entgegentreten müsse, um nachts besser zu ruhen: Man pflückt eben die Rose, ehe sie verblüt, und jedenfalls wird das Nervensystem abends weniger überreizt sein, wenn man dem etwa vorhandenen Bedürfnis nach einer Siesta nach dem Mittagessen nachgegeben hat. Ueberhaupt ist der ganze Grundsatz „Nach dem Essen sollst Du stehn oder tausend Schritte gehn" grundfalsch. Jedes Tier, welches sich vollgegessen hat, folgt den Winken der Natur, indem es sich auf eine Weile zur behaglichen Verdauung hinlagert. Sowie die Verdauung der Speisen im Darm beginnt, konzentriert sich ein großer Teil des Blutes in der Bauchhöhle. Zwingen wir nun während der intensivsten Verdauung den Körper zu einer nennenswerten Arbeit, so entziehen wir dem Verdauungsakt das erforderliche Blut und stören denselben auf das empfindlichste. Allabendlich kann jeder an sich die Wahrnehmung machen, daß eine Zeit kommt, wo er leicht einschlafen würde, wenn er sich sofort zur Ruhe begäbe. Statt nun der sich geltend machenden Ermüdung nachzugeben, sucht man — fei es bei einer interessanten Lektüre oder bei einer Arbeit oder im Bekanntenkreise — dieser Anwandlung Herr zu werden, und das gelingt auch gewöhnlich in wenigen Minuten. Man hat aber damit den geeigneten Moment ver« paßt und wird dann oft stundenlang beharrlich vom Schlafe gemieden. Jedenfalls ist es zweckmäßiger, dem Schlafbedürfnis zu folgen, sobald in der zehnten oder elften Abendstunde der „Bettzipfel winkt" und der „Sandmann kommt" und dabei am Stammtisch den Vorwurf der Philisterhaftigkeit geduldig Lber sich ergehen zu lassen, statt dem Beispiel jenes Arztes zu folgen, der um l/412 Uhr nachts nach der Uhr sieht, und sich zum Aufbruch anschickt mit den ironischen Worten: „Meine Herren, gehen Sie nach Hause; der Schlaf vor Mitternacht ist der gesundeste." Lokales und Provinzielles. Gießen, den 28. April 1899. ** Eisenbahneinnahme«. Auch im Monat März sind die Einnahmen auf der Preußisch-Hessischen Betriebsund Finanzgemeinschaft wesentlich höher gewesen, als dies in dem gleichen Monat des Vorjahres der Fall gewesen ist. Die Einnahmen haben sich auf 103 313 000 Mk. gegen 96 639 000 Mk. ober ein Mehr von 6 674 000 Mk. belaufen; davon entfallen auf den Personenverkehr im ganzen 2 980 000 Mk. und auf den Güterverkehr 4 244 000 Mk. Bei den besonderen Einnahmen ist ein Ausfall von 550 000 Mk. zu verzeichnen. Gegen das bis jetzt abgelaufene Betriebsjahr wurden auf sämtlichen Strecken der Betriebsgemeinschaft rund 70 310 000 Mk. mehr vereinnahmt als in derselben Zeitperiode des Vorjahres. Die Gesamteinnahmen betrugen bis jetzt rund 1 250 075 000 Mk. ** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Schriftsetzer Lammert Blickshager aus Aurich wegen Be- trugs von der Staatsanwaltschaft Gießen; ein angeblicher Christian Grimm aus Nieder-Roden wegen Diebstahls vom Amtsanwalt Offenbach; Agent Bernhard Groeile aus Danzig wegen Unterschlagung vom Amtsanwalt I Darmstadt ; Johannes Hamel aus Vadenrod wegen Betrugs und Schlosser Anton Kopp aus Ehrenfeld bei Köln wegen schweren Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Gießen; Handarbeiter Peter Hansel aus Darmstadt wegen Sachbeschädigung von der Staatsanwaltschaft Darmstadt; Schuhmacher Jakob Jakobs aus Ramersdorf wegen Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Mainz; Hausbursche Karl Krombach aus Krofdorf wegen schweren Diebstahls und Taglöhner Albert Küster aus Heidelbach wegen Diebstahls, beide vom Polizeiamt Gießen; ein angeblicher Karl Mohr aus Mainz wegen Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Mainz; Kellnerin Martha Nettel aus Laufwalden wegen Diebstahls vom Polizeiamt Mainz; Schweizer Stephan Winkler zu Weißenhorn wegen Körperverletzung vom Amtsanwalt Alsfeld; ferner wegen Strafverbüßung: Taglöhner Mathias Delker aus Worms, Taglöhner Joseph Pommarius aus Worms, Karl Heinrich Uhl aus Dalheim, Knecht Stephan Zink aus Wittershausen vom Amtsgericht Worms, Tüncher Otto Nikolaus Lämmer aus Viernheim vom Amtsgericht Lorsch. R Reichelsheim i. W., 27. April. Ein glücklicher Zufall, wenn man es so nennen darf, hat unsere Nachbargemeinde B. vor einem Brandunglück bewahrt. Bei einem dortigen Bürger war abends gegen 11 Uhr Feuer in einem Seitengebäude ausgebrochen, als gerade zwei Herren vorüber gingen, die den Besitzer sogleich weckten. Dieser hielt die Sache für einen unzeitgemäßen Scherz und wollte nicht aus dem Bette. Als er aber den Feuerschein bemerkte und die Herren heftig in ihn drangen, sprang er aus dem Bette und stürzte in den Hof, um zu löschen. Nun eilten die beiden Herren zu dem in der Nähe wohnenden Feuerwehrhornisten, der die Sache anfangs auch für Scherz hielt. Sehr bald überzeugte er sich jedoch von der Gefahr und nun blies er mit voller Kraft das Alarmzeichen. In kurzer Zeit eilten die Bürger von allen Seiten herbei und erstickten den Brand, der wenige Minuten später vielleicht nicht mehr hätte bewältigt werden können. W. Aus der Wetterau, 27. April. Ihre Mitteilung in Nr. 97, erstes Blatt, „Aus dem Kreise Alsfeld" über die Verwendung von Feldkräutern zu Salat und Gemüse verdient Beachtung, aber— was der Bauer nicht kennt, ißt er nicht, besagt jenes Sprichwort. Das beste und wertvollste Rraut ist jedoch in jenem Artikel vergessen und das ist der Löwenzahn (leontodon taraxacum), auch Ketten- oder Kuhblume genannt, die auf allen einigermaßen feuchten Wiesen massenhaft, mitunter als Plage, vorzukommen pflegt. Dieser Löwenzahn hat ganz vortreffliche Eigenschaften. Seine zarten Blätter geben im Frühjahre, also zur jetzigen Zeit, einen sehr guten Salat und ein sehr wohlschmeckendes Gemüse. Beides wird in Frankreich, Belgien und anderen Ländern sehr geschätzt. Man könnte bei uns auf dem Lande diese Dinge umsonst haben, aber niemand mag die Hand darnach ausstrecken. Der ans- gepreßte Saft der Wurzeln und Blätter des Löwenzahns wurde früher häufig als Zusatz zu Visceralklystieren und zu Frühlingskuren benutzt. Der Löwenzahnextrakt (extractum taraxaci) wurde bei chronischen Unterleibskrankheiten, Stockungen im Pfortadersystem, Hysterie, Gelbsucht zc. angewandt, wofür man wohl jetzt andere Mittel entdeckt hat. Soviel aber ist gewiß, daß der Löwenzahn ein äußerst wertvolles, dabei sehr billiges und auch Überall leicht erreichbares Nahrungsmittel ist, das eine viel größere Beachtung verdient, als ihm geschenkt wird. -tz. Darmstadt, 27. April. Der 20. Stenographentag des Main-Rheingau-Verbandes (System Gabelsberger) findet hier am 6. und 7. Mai statt. Den EhrenVorsitz führt Herr Oberbürgermeister Morneweg. Den Festvortrag wird der Vorsitzende des Deutschen Stenographenbundes, Herr Dr. Clemens aus Wolfenbüttel halten. nn. Darmstadt, 27. April. Der Finanzausschuß der II. Kammer ist heute mittag zu einer Sitzung mit der Großherzoglichen Regierung zusammenqetreten, um nochmals über die Steuerreformen mit der Ersteren zu unterhandeln, insbesondere aber den von dem Zentrum eingebrachten Kompromiß-Vorschlag zu beraten. Dieser Sitzung wird auch der Finanzminister Küchler beiwohnen. Der Kompromiß-Vorschlag soll dahin gehen, daß zunächst die Regierung die Weinsteuervorlage zurückzieht, und daß das Einkommensteuer-Gesetz und die Klaffen-Lotterie nach den Vorschlägen der Regierung Annahme findet. Die übrigen Steuerprojekte sollen zwar durchberaten werden, jedoch noch nicht zur Durchführung kommen. Dagegen soll die Hundesteuer bis zur definitiven Reform der gesamten Steuer-Gesetze bestehen bleiben und nur mit 50 Prozent zur Erhebung geVermischtes. Frankfurt a. M. Im Zoologischen tz * tirramfun a. vi. -jw Ou oiog^then 6nr. k icW1' 7u.ra 1 am Sonntag zum erstenmal in diesem Jahre btt Si J »-«« u preis auf 50 Pfg. (Kinder 25 Psg.) ermäßigt g. ;i wWZ„a d- nachmittag und abend sptelt die Kapelle des 81 $ -er ErosstE , Regiments im Doppel-Konzert mit der Gattenkavell^' VW Montag dem 1. Mat an finden wieder die »benhh '' !SV ?tritt regelmäßig an allen Tagen statt. — Der neu anoeK'"'’ ’itv* unLfil’ Tiger, ein weibliches Exemplar, gehört einer htp her QnnfnnHrfip (Änrfpn htäfitr «n* ;j.. < . “ ■ • ki tSLNiih’ Jriii 1 nacher Ausschuß für Errichtung einer KrähM. Eisenach die Herren Preisrichter und b * 1 deutschen Studentenschaft ® nannia-Bonn, Hoffmann - Verbindung ^e0 46 Srebered. S. b. St. Berlin) am »ab« ■ U :l zum Rautenkranz willkommen geheißen ham, r Kocher) p ersten Tage die Sichtung der Entwurf-, = J i ber Alemannia berg, Brebereck - V. Hotel zum V^ibuTcau Otte zczen Bezahlung Ctfltneid), Schn: ständige Prima- AbrnvS Table d langen. Man hofft damit ber Großherzoglichen entgegen zu kommen, damit dieselbe auch ohne die Steuerreform durchführen kann. die der Zoologische Garten bisher noch nicht besrii Er stammt aus China und zeichnet sich vor seinen'^ lischen Artgenoffen durch ein anderes Gelb aus, nach dem Grau hinübergeht, auch ist der Schmog, ? und schlanker und die Unterseite reiner weiß. neu eingetroffenen Reptilien befinden sich Hg amen aus der Sahara, die in prächtigen Farias und zu den buntesten Eidechsen gehören, die mm * Hamburg, 24. April. Der hamburgisches bei der Bürgerschaft die Bewilligung von 150«))V nachgesucht, die zur Beseitigung der Wracks weniger als drei Dampfern im Fahrwasser bet wendet werden sollen. Es sind dies die Dampfer Corso und Bede, die am 24. Oktober bezw. 16. v. I. in der Unterelbe gesunken sind und seitdem dic heit des Fahrwassers stark beeinträchtigen. Die der Schiffe haben sich zur Beseitigung der Wracks bereit erklärt, so daß die Deputation für ‘ Schiffahrt von dem Strandungsrecht Gebrauch müd)n ‘ die entstehenden Kosten, soweit das möglich, aus ber Schiffslabungen becken wirb. Wertvolle Ladung - hält nur ber Dampfer Bebe; von ihm sind schon an>-c < Teile geborgen unb von bem Verkaufserlös 80000 1 - bei ber Schiffahrtsbeputation hinterlegt worben. ; . Trarb Nd Norbische Bergungs-Verein hat sich bereit trflärt, btc r: lerweile stark versanbeten brei Wracks für 15000c1 M . weit wie nötig burch Sprengung usw. zu kseitigen. tfuy bem erhält der Bergungs-Verein noch aQes tat 2 gehobene Schiffsmaterial und die Hälfte des frAwt L der geborgenen Ladung, während die andere bei br <*•' fahrtsdeputation hinterlegt wird. Bis zum 15. Nov- d. I. müssen die Arbeiten beendet fein. * Hamburg, 25. April. Der S chn eidetstri! Hamburg ist als beendet anzusehen. In einer gestern c abgehaltenen gut besuchten Versammlung des i ber Schneider und Schneiderinnen, Mitgliedschaft erklärte der Vorsitzende, daß in der letzten Woche not): 60 Mitglieder Strikeunterstützung erhalten hätten. ■ denen im Laufe dieser Woche ber größte Teil ebrf. toieber in Arbeit treten mürbe. Die Lohnbewegung r. sofern von Erfolg gewesen, als es gelungen sei, ü allergrößten Zahl ber Werkstellen feste Lohntarife tiimrü" und auch einen höheren Lohnsatz zu erreichen. Jm üv: habe die Lohnbewegung im Jahre 1889 weit mehr > freubigfeit ber Gesellen zutage geförbert als der biei; ir fünfwöchige Ausstand. Damals seien gegen 20,000! aufgebracht, dieses Jahr dagegen kaum der zehnt? ti Angesichts der nunmehrigen schwachen Beteiligung«'^ die Agitationskommission veranlaßt, den am 20. Mij' - - lolvie ti; L' originelle uni ' LchcK Form . L Zwischen klärten Ausstand für beendet zu erklären. * Zur Erforschung von Kloudyke wurden m Jahre von der norbamerikanischen Regierung zwei nnlb:^ und eine wissenschaftliche Erpedition unb vom GW* Institut vier Kommissionen nach dem neuen 0OÜ6* sendet. Fünf Expeditionen sind nun zurückgekehrt: über die wichtigsten Fragen gründliche und Studien gemacht. Ferner wurden Tracen für MM« anlagen bestimmt. Ihre Hauptaufgabe bestand m 11 findung eines Seeweges, auf welchem große £Wr :r: Ozean auf bem Aukon-Flusse ins Innere des£ande«r langen können. Hierdurch ist ber Zugang j« selbem nicht nur sehr erleichtert, fonbern and) du W* dauer um Hunderte von Kilometern abgekürzt. D" 1 lärischen Expeditionen sind am Aukon-Flusse $urüdgeb * Bismarcksauleu! In Eisenach tagte am e 22. April das Preisgericht, dem die SnMewung , die Form der „Bismarcksäule" oblag. Dem RMv deutschen Studentenschaft hatten in freundlichster wen Herren Präsident ber Akabemie ber Künste Gehetmra Berlin, Oberingenieur Anbreas Meyer-Homvurg, rat Schäfer-Karlsruhe, Professor Fr. v. Thterfch-M Geheimrat Wallot - Dresben Folge geleistet. Overr , a. D. von Bennigsen, ber bekanntlich das bes Ausschusses übernommen hat, mußte kramhv leiber sein Kommen absagen. Der Preisrichter ham . leichte Arbeit. Waren doch nicht weniger als Werbungen, insgesammt mehr als 1000 ölatt , eingegangen. Selten dürfte eine Konkurrenz dem folg gehabt haben, sowohl was die Menge, a , Güte der einzelnen Entwürfe betraf. Eisenacher Ausschuß für Errichtung einer «wma- in Eisenach die Herren Preisrichter und bi □ Pfla 18 W, Apfeli P« Psd. 38 Psg Preis 42 Pfg. Kölner Ke 'Nwwonhafie 27. am ersten Tage die Sichtung oer ' ,nier:£^ inspektor der Wartburg, Herr Dittmar, tm G übersichtlich geordnet hatte. Bon der Benutzung ° saales der Wartburg, den der Großh-rzog Huld »s, Verfügung gestellt hatte, mußte wegen der gl- chi -Cj> wefenheit des Kais-rS «bstand genommen werd-"- wurde den Herren gestattet, die Wartburg t|n^j besichtigen, ein Gang, der allen T-iln-hm-ru b-, »°sr. 1 iotM Drime . fattung der Sell »Reining Bonn, S : gtäbte unb Geme : Ml ist, dem B 1 ton LÜrn hvhrn' ium ®tbäd)tni6’. ' BilüSi > i in> Wien. Di i Zürich (gegen! ; so auch Heuer \ ■ zu Pfingsten ui ' Italien zu btn ■ nach Mailand, £ | sich jebermann I Verpflegung, ul I fahrttir 1. Ma/je 1 ir.b fltiltbud) im 1 bunb ganj gtaliei - irrten nach C6e t soviel, kinzelperfm y dir auf eigene Fa' tzLrist, ßapptn blM t arstrllt. unb wert 1 )U einer 0* i ©emiß wird die . Vorwurfs grofec i Nnstlerisch ^öw * ter Abend des i „1 Mhir-ich-n B , Rautenkranz. ' Zlunmrhr merb , üe die Srrichtu 1 baden, die tror ,a»nei Amerikanische Paketfahrt-Aktien-Gesellschaft hierin nicht un= wti gehendste Beachtung finden. Mher bekannt gegebenen . 0 0 Gardinen WoltLestraße 8. Hießen. Ausweis: Armenfchei«. 8245 ißn 0 0 Niederlage bei A. Kllbinger, Seltersweg 19. 3516 jumii dcMchtnis! ' Killige Pfingst- und Sommerfahrten nach der Schweiz nildü jiolan. Das schweizerische Reisebureau Otto Erb in ii inith gegenüber dem Hauptbahnhof) bietet wie alle Jahre so . vih kjeucr wieder dem reisenden Publikum Gelegenheit, zu PnlMen und im Sommer sehr billig die Schweiz und Jta Äi» i',u bereisen. Seine 6 tägigen Bergnügungsfahrten nackchKttand, Lugano und den oberitalienischen Seen, denen sichjrdcrimann anschließen kann, kosten Logis und Prima- Ver tOgring, alle Eisenbahnsahrten 2. Klasse und Schiff- fahchm'l.. 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Diese auf einem dünnen Häutchen (wahrscheinlich Kollodium) verkleinerten Mitteilungen werden in ein Kautschuckröhrchen ng im Jahre W«r- »zutage geförbat tll - . Damals skia gkgc )ahr dagegen fm® - Die allerbesten und doch die allerbilllgsten sind ,,Talisman - Fahrräder“ u. Zube- hörtelle, Motor- räder. Wiederverkäufen gesucht, p*1 Verlangen Sie Preisliste. I Kortin J. Lehmann. OeraK. Seit 18^ best. Fahrrad-Vcrsdh. | ♦(L. Stölner) per Pfd. 35 Pfg. Speck, la., fett pera ft. 65 Pfg., bei 5 Pfd. 62 Pfg. Delikates* - Schinken ;s—*«hiunb schwer) per Pfd. 65 Pfg. '_______j pr. Pfd. von 39 Pfg. an ThiiiirInger Rotwurst der drei ersten Versuchsreisen der französischen Packetboote „Touraine", „Normandie" und „Champagne" bediente man „Hygiea“. Oskar Höpfner’s Anstalt für schwkd. KkilgMnaüik, Grthrpödie nnb Medical-Uaffagt-Kiltt» w Staatlich konzessioniert. am Stück und aögepaßt. 33«, Größte Auswahl, öilligste greife Fritz Nowack Ausstattungs Geschäft und Wäsche Aaönk. 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Dieses Verfahren wurde zuerst auf dem Postdampfer „Bretagne" praktisch ausgeführt und besteht in der Hauptsache in Folgendem : Jeder Passagier, der mit dem Festlande zu korrespon- vieren wünscht, erhält eine Karte, welche genau das Format einer gewöhnlichen Postkarte hat, mit dem Aufdruck: An Bord des Dampfers .... den .... Stunde .... Unter dem Vordruck befinden sich zehn Linien für die Mitteilungen in möglichst deutlicher Schrift. Nun kann der Rahmen, in welchen diese Karten zum Zwecke der photographischen Aufnahme eingelegt werden, genau 54 derselben enthalten. Der photographische Apparat selbst ist mit 12 kleinen Objektiven versehen und liefert demnach auch 12 Photo qramme zu gleicher Zeit. Jedes Negativ besteht aus einem Häutchen von 4 Ztm. im Geviert, welches die 54 Depeschen mit je 10 beschriebenen Linien enthält. Diese Blättchen werden bei Ankunft auf dem Festlande wieder auf photographischem Wege vergrößert und die Vergrößerung wieder auf Postkarten übertragen, deren Umrandung eine graziöse Zeichnung, eine junge weibliche Gestalt, Brieftauben aus einem Korbe aufsteigen lassend, im Hintergründe ein Postdampfer, trägt. Auf der Rückseite dieser Postkarte befinden sich einige Anmerkungen für die Korrespondenz zwischen den Dampfern und dem Festlande, eine Zeitangabe, Tarif und dergleichen. Schließlich wird die Karte dem Empfänger unter Briefumschlag zugestellt. Zweifellos wird man sich dieser Brieftaubendepeschen von hoher See aus viel bedienen und zwar nicht nur als Sport, sondern als ein wichtiges I Verkehrsmittel zwischen dem Festlande und den auf der Reise befindlichen Dampfern, solange die Entfernung zwischen beiden so gering ist, daß sie von den Brieftauben noch zurückgelegt werden kann. __ __ * Amerikanisches. Die Sträflinge im Sing Sing-Gefängnis in New-York, 1300 an der Zahl, geben jetzt eine wöchentlich erscheinende Zeitung heraus, die den Titel führt, „Star op Hope" (Hoffnungsstern). Die Zeitung ist vierseitig und enthält außer Gefängnisnachrichten eine Uebersicht der laufenden Ereignisse. Sie wird in der Gefängnisdruckerei gedruckt; der Gouverneur des Gefängnisses, Mr. Sage, ist gleichzeitig Chefredakteur und Zensor. Alle Sträflinge können Mitarbeiter werden. Gleich willkommen ftr die sparsame Hausfrau, wie für den praktischen Junggesellen sind ä 10 pffl- das Täfelchen, denn sie geben in wenigen Minuten, mit geringer Mühe und nur mit Zusatz voe Wasser, «/t Liter ebenso kräftiger als leiohtverdaullcher Suppe, die jeden Gaumen befriedigt. .2840 Erhältlich in 50 verschiedenen Sorten, wie: Erbs-, Reis-, GemÜSC- Suppe etc., in Delikates»- und Kolonial waren Geschäften. 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Bei br -Crifinung der Couverts ergab sich nun, daß die drei bestskukrtwürfe von einem und demselben Künstler, Herrn W Uhih (Dresden) herrührten, der somit den ersten, tweiMi rnd dritten Preis erhielt. Die Namen der übrigen ' pi r -Skckimten Künstler sind: W. Fränkel (Dresden), F. Moller (Be^Ä H. Riffe (Dresden), G. Rückgauer (Berlin), R. Hickisch < Dr Wt. T. MöbiuS (Leipzig), W. Brurein (Charlottenburg). Den hit sche erste Entwurf ist ein einfacher, würdiger, monu- menMn Ausbau von quadratischem Querschnitten den Kanten flanMl von vier Säulen, der einen Architrav trägt, in dem sich : n Aeuerbehälter befindet. Er genügt dem Anspruch auf i mgi nelle und wuchtige, der Persönlichkeit Bismarcks ents^chmde Form, sowie der Bedingung billiger Herstellung. In iltai Zwischenräume zwischen die Säulen läßt sich In» schnc'r, Wappen oder Bildnis anbringen. Die sämtlichen Ent ernst bleiben zunächst für einige Tage in Eisenach aus- geftM und werden dann nach Berlin übergeführt, wo sie zu । t2-.tr großen öffentlichen Ausstellung vereinigt werden. Genriis wird diese Ausstellung, die bei der Eigenart des VvvrMfjr großes Jntereffe und eine sehr große Zahl künMrisch schöner Lösungen bietet, zahlreichen Besuch finden. Dii-ibenb beS zweiten Tages vereinigte das Preisgericht mit i Mr, ichen Bürgern Eisenachs zu einem solennen Kommers im i Wwnkranz, der reich an Reden und Liedern war. NuiMkhi werden den mehr als hundert Gemeinden, Vie :it Errichtung einer Bismarcksäule ins Auge gefaßt die erforderlichen Zeichnungen, Kostenanschläge rc. f nfc-m mich Fertigstellun.- der Vervielfältigung zugesandt meudbtn. Weitere Jnterefienten können dieselben gegen Er- ftattttmfl Det Selbstkosten durch Postnachnahme von stud. rnmg Aonn, Schänzchen, beziehen. Mögen recht viele StäM wid Gemeinden nunmehr, nachdem die Hauptfrage zellfk'stjst, dem Beispiel folgen, damit am 1. April 1900 vonii ckv Höhen die Flamme lodere, unserem Altreichskanzler ytes, 25 ' 'fielt bitffM 9e«fat.?'S 8 ®Wnt JS" “tltn biife, *' rei« ubittf ?„ ■ b«9< t, - & SejMtgung •fe’.W fmb dies h ■ « K Oktober' •9e unten fintm^. IQtf beetntrijch^ 7 M Beseitige P Deputats -kanbnngsrch k J' luiueit bas mö$ wirb. Wnv 'Bede; von ihm^ von bem Verkauf Mutation hintertr herein hat sich bete eün drei Wracks ft Sprengung usw. zi ings-Berein noch t ^ial unb bie Hälft, ig, wahrend bie an? erlegt wirb. Bis i leiten beenbet fein. April. Der Schr detanzusehen. suchten Bersamäi. chneiderinnen, MÜ be, baß in bei ItM keunterstützung eifer Woche ber en würde. Die äib ewesen, als ei Werkstellen feste,, en Lohnsatz zu n# Kartoffeln: 9FrftNrofa, Mau Blüte (hockfein), msgnum bonum und noch andere Sorten empfiehlt billigst 8070 I. Weisel, Snmnchnßt 6. 000000000000° schriftlich darum ersucht. * föenebictint. Es muß selbst den Unbeteiligten Freude machen, festzustcllen, wie bei der großen Konkurrenz in feinen Liqueurcn, die B^nsdictine, Fscamp, nicht allein ihren alten Platz behauptet, sondern immer mehr an allererste Stelle rückt. Mit der Zivilisation gleichen Schritt haltend, | ist die Benödictine in der alten und neuen Welt gleich heimisch und zur Königin aller Liqueure geworden. Stehe man nicht vom Tisch auf, ohne sich ein Gläschen Bsns- dictine servieren zu lassen; Schreiber dieses bleibt ihrer wie eines guten Freundes stets gedenkend. ♦ Die Peufiousaustalt deutscher Journalisten und Schriftsteller (A. V.) läßt soeben ihren Geschäftsbericht für 1898 erscheinen, der außer dem sehr instruktiven Berichte des Vorstandes, den ziffernmäßigen Darlegungen der im verflossenen Jahre erzielten günstigen Resultate, ein ausführliches Gutachten des als Autorität auf dem Gebiete des Versicherungswesens bekannten Herrn Dr. Wolf- Leipzig über die versicherungstcchnischen Grundlagen der Anstalt und einen eingehenden Revisionsbericht des Aufsichtsrates, Herrn Dr. Steinbach-Wien, enthält. Die von allen Phrasen freien, durchwegs sachlichen Ausführungen, wie die übersichtlichen Rechnungsabschlüffe des Berichtes machen den besten Eindruck und sind geeignet, das Vertrauen auf eine gedeihliche Zukunft des von so erfreulichen Erfolgen begleiteten Unternehmens nur zu stärken. In den Kreisen der deutschen Journalisten und Schriftsteller, aus deren Mitte die Anstalt hervorging, und deren wirtschaftlichen und humanitären Jntereffen sie dient, dürfte dieser Bericht weitgehendste Beachtung finden. Im Anschlüsse an die bereits । früher bekannt gegebenen Ziffern des Abschlusses für das Jahr 1898 sei noch erwähnt, daß das Vermögen der Anstalt gegenwärtig 430000 Mark beträgt. Das Bureau der Anstalt, München, Max Josephstraße l/0. versendet auf Wunsch den Bericht wie die übrigen Drucksachen kostenlos ri »ine । C4..n «fcür A0 ftranfrn (citfa 24 Mk.) giebts Billete, I Amerikanische Paketfahrt-Aktien-Gesellschaft hterm Nicht UN- bet erften Fachmänner A 'IAA -x pachte „,It bcncn3 ber Inhaber 15 Tage lang ganz nach Belieben thätig gewesen, um den Passagieren ihrer SchnelU>ampfer °he? Interesse wecken wi?d. aus allen Hauptbahnen unb zahlreichen Nebenbahnen bet den Bericht mit dem Festlande van hoher See au8 jei er. h 8 ■' n 1 Schwei, hetumsahten tann; für 3*/, Mk. ein 560 Seiten möglichen. Nähere Angaben über ihre Ersätze finb jebo$, starkes, gut gebundenes, neues Neisebuch für die ganze Schweiz unseres Wissens, bis jetzt nicht bekannt geworden. Wahrend nebst Mailand unb den oberitalienischen Seen. Jederzeit bet drei ersten Bersuchsreisen der sranzosifchen Packetboote Auskunft und Rat in Reiseangelegenheiten! Ausstellung von Touram^ „Normandie" und „Champagne" bediente man Proarammen für Einzelsahrten und Vereinsausflüge nach sich zur Besorderimg von Depefchen Blättchen aus feinem allen Ländern! Den illustrierten Generalprospekt, die Pro- ©eibenpapict, welche, direkt betrieben unb in eine Kapsel gramme der obigen Pstngstsahrten unb aller Sommer- unb Herbstfahrten, die Hotel-Couponsysteme, Reisebücherverzerch- niS rc. enthaltend, nebst einem Verzeichnis der Couponverkaus- und Anmeldestellen, erhält jeder gratis und franko, der mit Bezug auf diese Zeitung und unter Benutzung einer 10 Pfg. Postkarte das Reisebureau Otto Erb in Zürich (Schweiz) Rtourant 1 Hohenzollern. Ulna Mittagstisch IUI 70 Pfg. und 1 Mk., imn iMnntment billiger, lotoie eine auserwählte iftihKückS- »ud Abendkarte. 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Erfreulicherweise sind die Versuche, welche man in der Ausdehnung der Brieftaubenpost auf den transatlantischen Verkehr seit Jahren in Europa und jenseits des ,, । Ozeans gemacht hat, endlich von Erfolg gewesen, sodaß die «j«™™, «-ww°.z. ........... ... —-------> Compagnie tran8atlantique sic auf ihrer Linie Havre-New- & i'etaW- ftaiiM Prima-Verpflegung: Morgenefsen, Mittags unb York enbgülttg zur Benutzung si,r ihre Fahrgaste emgesuhri Vtmnlafct, tu Bbeirei T.able d’hftte mit Wein in bestrenommierten Hotel« | hat. Es mag hierzu bemerkt werben, baß auch die Hamburg- n mpfi’lilumu'u 2h Schrauth’s Gemahlene Der «orfty 3329 Ueberall zu haben ä 15 Pfg Gckuh- tttten, empfiehlt 2244 Marie. Gngros Werkauf Sei Gebr. Haustein, Hießen F S Christophlack 01656 Hammstratze 14, pari. I 3488 Otto Schaaf, SelterSweg 39. g Em Staihromirttt 8549 sofort gesucht. 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