an m. :e, atro 10181 Ittven, -Zz -'»rell.zrüch„», in ®pe etc., iabe ti$ rbig, ß-U____ und Ostern: 1 und äeeWe H echte, Jorellm ier Gemüse-Kon* rveo mpßehlt billigst hulhof. itltfl: I-rausbestellimgey geff. ck.i iihig M raße 32 'N t Hasen eit e unb Zuckn. m-W 17 25 26 27 46 ii 39, 60, litt« Nr. 75 Erstes Blatt. Mittwoch den 29. März ISO» Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. »en Anzeigen zu der oachmirtagS für den jolynbrn $*| erschein en den Nummer bi« »ocm. 10 Uhr. 38f|Mfl»prds vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pf- mit Bringerlohn. lAt Luzeigen.BrrminlungSstelltn de« In- und Hullanbti nehmen Anzeigen für den Lietzener Anzeiger entgegeu. ftfrlthd täglich mit Ausnahme des ManiagL Die Sie-en er Pl«»tkie«§ lttter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegi. Aints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. » ..... p ' ■■■■■■ i"a” Redaktion, Expedition und Druckerei: Achnlßratz« Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener FamilienblSNer, Der hessische Landwirt, Ktätter für hestische Volkskunde. Ldreffe für Depeschen: Anzeiger chietzen. Fernsprecher Nr. 51. Fm erfahrungsgemäß beim Quar- -chA talwechsel eintretende Störungen im Bezug zu vermeiden, ersuchen mir unsere verehrt. Abonnenten, schon jetzt die Erneuerung ihres Abonnements bei den betreffendenPostanstalten,Zweigstellen und Zeitungsträgern bewirken zu mollen. Verlag des Gießener Anzeigers. Amtlicher Feil. Bekanntmachung, Amtstage des Großherzoglichen Kreisamts Gießen betreffend. Die unterzeichnete Behörde wird Samstag den 8. April 1899, von vormittags 9 Uhr au, einen Amtstag im Rathause zu Grüuberg abhalten und tvnrd den Kreis-Eingesessenen aus den Amtsgerichts-Bezirken Gl-itnberg, Homberg und Laubach anheimgestellt, etwaige Anliegen in diesem Termine vorzubringen. Gießen, den 23. März 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Gießen, 23. März 1899. 8«tr.: Wie vorher. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen am die Grofth. Bürgermeistereien der in den Umtsgerichtbezirkeu Grüuberg, Homberg und Lunbach gelegenen Gemeinden des Kreises Giesteu. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Vüise zur öffentlichen Kenntnis bringen laffen. _________________v. Bechtold.___________________ Bekanntmachung. Bei der am 23. März d. Js. zu Grün berg ab- gchaltenen öffentlichen Faselschau sind die nachfolgend ver- stichneten Fasel für tauglich befunden worden, als Gemeinde- Zvlchtstiere verwendet zu werden. Gießen, den 25. März 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. D.: vr. Wagner. t Eigentümer. Fasel. Körperbeschaffenheit. GesundheitS- und Nährzustand. ’j Namm. Wohnort. Rasse. Alter. Farbe. 1 Heinrich Lein Klein- Eicher Simmenth. Reinzucht 153Ton. Falbscheck gut gut 2 lOito Ludloff Merlau Simmenth. Kreuzung 15Mon. Falbscheck gut gut J Georg Keil Grün Vogelsberg 15Mon. rot zieml. gut genügend gut 1 Weinr. Müller Klein Elche» Vogelsberg. 15Mon. rot gut 5 Th. Triebert Kitschgarten Vogelsberg. 16Mon. rot gut gut Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eines Kreisstratzeuwarts mit- dem Sitz in Trais-Horloff oder einem der nächst ge« I-gömen Orte soll demnächst wieder besetzt werden. Bewerber wollen ihre Meldungen unter Angabe von Mr und seitheriger Beschäftigung sowie unter Anschluß rM Zeugnissen bei dem Kreisstraßenmeister Lrstmann in Humgen bis spätestens 5. April l. I. einreichen. Gießen, am 24. März 1899. Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen. I. B.: Dr. Wagner. Berichtigung. Die unterm 5. ds. Mts. erlassene Bekanntmachung des Großh. Bezirkskommandos Gießen, betr. die Kontrollversamm- hingen ist dahin zu berichtigen, daß der Appell für die Bewohner von Allendorf a. d. Lahn, Großenlinden, Langgöns, Leihgestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen, am 15. April 1899 und nicht, wie es in der betr. Bekanntmachung heißt, am 14. April, stattsindet._______________________________ Deutsches Reich- Darmstadt, 27. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, Allerhöchstwelcher morgen aus Florenz hier eintrifft, werden Sich am Mittwoch nach Gotha begeben. Darmstadt, 27. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden am Mittwoch, 29. d. M., weder Audienzen erteilen, noch Meldungen und Vorträge entgegennehmen. Berlin, 27. März. Die bereits angekündigten großen militärischen Beförderungen haben zum Teil gestern stattgefunden. Der bisherige Kommandeur der zweiten Garde-Jnfanterie-Division General-Leutnant Freiherr von Alvenhausen ist mit der Führung des XIII. (württember- gischen) Armee-Korps betraut worden, während der bisherige Befehlshaber dieses Armee-Korps, der General der Infanterie von Lindequist das am 1. April nächsthin neu zu bildende XVIII. Armee-Korps mit dem Sitze zu Frankfurt a. M. erhalten hat. Die zweite Garde-Jnfanterie- Division ist an den bisherigen Kommandeur der ersten Garde- Jnfanterie-Brigade, General-Leutnant von Kessel übergegangen, während ihm im Kommando der ersten Infanterie- Brigade der bisherige Kommandeur des Alexander-Regiments, General-Major von Molkte gefolgt ist. Das Alexander- Regiment hat Oberst vou Scheffer erhalten. An dessen Stelle als Chef des Generalstabs des Garde du Korps- Regiments ist General-Major von Hüllsen-Häseler getreten, dem wiederum im Kommando des Garde-Füsilier-Regiments der Oberst von Knobelsdorf, bisher Ober-Leutnant beim Stabe des Infanterie-Regiments No. 94 gefolgt ist. Des Ferneren ist auch der Flügel-Adjutant, Freiherr von Secken- dorff, Kommandeur des Kadetten-Korps, General-Major geworden. Berlin, 27. März. Aus sicherer Quelle hört die National-Zeitung, daß die bayrische Regierung augenblicklich Umfragen hält, welche darauf gerichtet sind, allen denjenigen bayrischen Hhpothekn-Bauken, deren Pfandbriefen noch keine Mündelsicherheit zugesprochen worden ist, diese Sicherheit zu verleihen. Berlin, 28. März. Ein Berliner Brief der „Neuen Züricher Zeitung" enthält einige Bemerkungen über die parlamentarische Disziplin, wie sie neuerdings im Deutschen Reichstag geübt wird: Die Session hat in ihrem bisherigen Verlaufe schon wunderbare Blüten gezeitigt, — man braucht nur an den „Eiertanz" zu denken, der als unparlamentarisch gebrandmarkt worden ist, und in der gestrigen Sitzung haben sich die Präsidenten förmlich Überboten; Ballestrem hat den Ausdruck „wohlfeile Redensarten" für unpaffend erklärt, Frege will weder von „Despoten" noch von „Terrorismus" etwas hören. Früher hat eine ähnliche Disziplin nie stattgefunden und man steht offenbar der Frage gegenüber, ob das gegenwärtige reaktionäre Präsidium des Reichstags nach irgend einem geheimen Losungsworte handelt, um die Redefreiheit der Versammlung zu beschränken, sei es nur, daß es sich selbst diese Losung gegeben, oder daß sie ihm von einer höheren Stelle gegeben worden ist, der es sich gern unterwirft. Die deutschen Parlamente haben niemals einen übermäßigen Gebrauch von der Redefreiheit gemacht, obgleich z. B. in der Konfliktszeit recht derbe Ausdrücke gebraucht worden sind (hat doch der gewiß recht sanfte Herr Gneist, später Herr v. Gneist, den Ministern Eidbruch vorgeworfen); aber die Redefreiheit ist namentlich in Deutschland heut, wo die Preßfreiheit starken Beschränkungen unterworfen ist, etwas so wertvolles, daß man jede Beschränkung, wenn sie nicht durchaus geboten ist, lieber vermeiden sollte. Bisher hat die Mehrheit des Hauses allerdings an der Praxis des Präsidenten keinen Anstoß genommen, und die liberale Partei ist so schwach, daß sie gar keinen Versuch des Widerstandes macht. — Die Betrachtungen über Kunst und Reichstag sind noch nicht zu Ende. Auch das Gebäude des Reichstags muß sich dabei wieder manches Wort des Tadels gefallen laffen. So in der „Schlesischen Zeitung": Wallot hatte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, und vieles, was er verfehlt hat, war nicht seine Schuld. In seinem eigenen Entwürfe sinden wir nur, daß das dekorative Element das konstruktive überwuchert und unorganisch neben diesem hergeht: vom Erdgeschoß bis zum First zu viele Säulen und Pfeiler, die zu nichts weiter dienen, als zur Aufstellung von Zierrat und Figuren, dazu eine Kuppel ohne jede innere Notwendigkeit, nur zur Krönung des Werkes für das Auge des Beschauers. Oder sollte das einen tieferen Sinn haben und doch die Bestimmung des Hauses als Beratungsort einer Volksvertretung kennzeichnen? Wie jene konstruktiv unnützen Säulen und Pilaster, so stützt auch mancher Teil des Parlamentarismus nichts vom Staatsbau, sondern ist nur fürs Auge und für einzelne Figuren da, die er hervorhebt. Jene Kuppel aber, die sich über dem flachen Dach des Sitzungssales wölbt und zu nichts dient als zur Verdunkelung des Raumes, ist mit ihrer immensen Hohlheit vielleicht auch ein Sinnbild. Nach würdiger Vollendung seines Bauwerkes scheitert Wallot nun an der Aufgabe, die geeignetsten Kräfte zur malerischen Ausschmückung zu wählen. „Das beste ist noch immer", wie Graf Posadowsky sich ausdrückte, „mit Ruhe zu warten, bis sich hervorragende Künstler zeigen, die geeignet sind, die Aufgaben zu lösen; und diesen sollte man dann mit freigebiger Hand solche Aufgaben übertragen, damit sich ihr Genie an dem großen nationalen Bauwerke bethätige. ... So könnte sich eine ganze Kunstschule allmählich heranbilden."— Die Zukunft lächelt uns um so rosiger, als der jetzige Kunstkonflikt mit der weitgreifenden Bewegung der Geister, vielleicht zur Zeitigung noch unentwickelter Genies beiträgt. — Die „Freisinnige Zeitung", die Herrn Wallot im übrigen große Anerkennung zu teil werden läßt, bedauert das Fehlen jedes Symbols, das den Zweck des Hauses ausdrücken könnte: In der Vorhalle des englischen Parlaments sind die Statuen der verstorbenen großen Redner des Hauses ohne Unterschied der Parteien angebracht. In Oesterreich ist an dem großen Parlamentsbau im Giebelfeld eine Darstellung angebracht, wie der Kaiser Franz Josef seinen Völkern die Verfassungsurkunde verleiht. Selbst in dem Neubau des preußischen Abgeordnetenhauses finden sich doch wenigstens einige Versuche, den Zweck, dem das Haus dienen soll, in seinem Schmuck zum Ausdruck zu bringen. Es geschieht dies durch die Gemälde in der Wandelhalle, welche die Thätigkeit des Abgeordneten in der Plenarversammlung und in einer Kommissionsberatung darstellen. In dem Treppenhaus hat doch wenigstens die Figur der Beredtsamkeit eine Stelle gefunden. Im Neichstagsgebäude dagegen sind als figürlicher Schmuck in der Regel allegorische Figuren verwendet, die Gerechtigkeit, die Stärke, die Weisheit, die Frömmigkeit darstellend, Figuren, die an dem Denkmal jedes kleinen Doudezfürsten ebenfalls zumUeberfluß angebracht sind. Als wirklich charakteristische Dekoration für die Bestimmung des Sitzungssaals sind nur die springenden Hammel an den Abstimmungsthüren angebracht — Die neuen Fernsprechgebühren. Nach den Angaben über Begründung der Gesetzesvorlage über die Fernsprechgebühren würde eine Verteuerung um 5 bis 30 Mark in 16 Orten und eine Verbilligung um 5 bis 70 Mark in 515 Orten eintreten, vorausgesetzt, daß sämtliche heutigen Teilnehmer beim Pauschalsystem bleiben. Diese Zahlen liefern indessen, wie die „Elektrotechn. Zeitschrift" berechnet, ein nicht zutreffendes Bild von den Ver- hältniffen, wie sie sich in der Praxis gestalten würden, weil hierbei die Orte, nicht die Teilnehmer gezählt werden. Zählt man diese, was freilich nicht ganz genau geschahen kann, so ergiebt sich, daß eine Erhöhung der Gebühren von 5 bis 30 Mk. bei etwa 70 v. H. der heutigen Teilnehmer eintritt, bei 8 v. H. die bisherigen Gebühren bestehen beiden und Ermäßigungen um 5 bis 70 Mk. bei etwa 22 v. H. eintreten würden; und zwar entfallen von diesen letzteren 18 v. H. auf Ermäßigungen um 5 bis 40 Mk., weniger als drei auf solche um 55 Mk. und nur 1. v. H, auf eine Ermäßigung um 70 Mk. Da aber infolge der Einführung von Einzelgebühren die wenig sprechenden Teilnehmer aus der Pauschalgebührenklasse austreten dürften, so würde dadurch, daß sich für die verbleibenden Teilnehmer die durchschnittliche Zahl von Verbindungen erhöht, der größere Teil der Orte in höhere Klassen hinaufkommen, als in der Tabelle zur Begründung der Gesetzesvorlage angegeben wird, und es giebt somit nicht nur diese, sondern selbst die Zahlen von 70 v. H. für Erhöhungen und 22 v. H. für Ermäßigungen ein günstigeres Bild, als es den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen würde Nach der neuen Gebühren- »rdnung würden wesentliche Ermäßigungen nur vorübergehend Platz greifen; denn im allgemeinen würden sich die Pauschalgebühren in den Grenzen von 140 bis 190 Mark bewegen. Eine Ausnahme werden nur die neu errichteten Netze während der ersten Jahre ihres Bestehens bilden, wie denn bei den 140 und 105 Orten, in denen die Gebühren nach den Angaben der Vorlage auf 95 und 80 Mark festzusetzen wären, es sich durchweg um Orte handelt, deren Fernsprechanlagen nur 2 bis 3 Jahre zählten. Für die dauernden Verhältnisse wird man, wenn man den Einfluß der Einzelgebühren berücksichtigt, nach den Berechnungen der „Elektrot. Zeitschr." folgende Pauschalgebühren haben: in Berlin 190 Mark, in Orten mit 5000—20000 Teilnehmern 180 Mk., mit 1000—5000 Teilnehmern 165 Mk. «nd in solchen mit 5—1000 Teilnehmern 140-150 Mark. Zum Fall Delbrück schreibt die „Tägl. Rundschau": Professor Delbrück ist von dem Disziplinarhof für nichtrichterliche Beamte zu einem Verweise nnd 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Wie berichtet wird, hatte der Vertreter der Anklage die strafweise Versetzung in ein anderes Amt von gleichem Range ohne Ersatz der Umzugskosten beantragt. Der Disziplinarhof kam zu der Ansicht, daß die Form der absprechenden Kritik der Ausweisungen aus Nordschleswig die einem Staatsbeamten gezogene Grenze Überschreite. Nach der Lage der Gesetze ist ja formell gegen das Verfahren nichts einzuwenden. Aber nicht zu leugnen ist, daß hierbei der Widersinn deutlich zu Tage tritt, der in der unterschiedslosen Anwendung des Begriffs „Staatsbeamte" auf alle im Solde des Staats stehenden nichtrichterlichen Personen liegt. Daß man überhaupt auf den Gedanken kommen kann, einen Hochschullehrer, der sich vergangen hat, in ein anderes Amt von gleichem Range zu versetzen, würde doch niemand für möglich halten, wenn es nicht eben in dem Disziplinargesetz begründet wäre. Die Verschärfung des Verweises durch eine Geldstrafe deutet darauf hin, daß auch in dem Urteil auf die „Beamten"- Eigenschaft mehr Werth gelegt worden ist, als der Stellung eines Universitätslehrers entspricht, und das ist für die Zukunft unserer Universitäten nicht gerade ein beruhigendes Symptom. Daß wir das ganze Vorgehen, zu dem kein gesetzlicher Zwang vorlag, sondern das aus einem freien Entschluß des Ministeriums hervorgegangen ist, überhaupt ^ür einen politischen Fehler gehalten haben und noch halten, brauchen wir nicht zu wiederholen. — Noch ein Palästina-Telegramm des Kaisers? Aus Leipzig wird geschrieben: Durch die sächsische Presse geht die Meldung, der Leipziger Pfarrer von Seydewitz (Bruder des sächsischen Kultusministers), habe in einem in Rochlitz gehaltenen Vortrage mitgeteilt, am Tage der Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem sei von Kaiser Wilhelm, wie an die meisten andern deutschen Fürsten, so auch an den König Albert von Sachsen ein Telegramm gerichtet worden. Das letztere habe, wie der Vortragende zu wissen glaube, gelautet: „Du wirst Dich freuen mit Mir, daß Ich heute an heiliger Stätte die Erlöserkirche eingeweiht habe. Mein Glaube ruht allein auf Christo Jesu, welcher ist der Erlöser und Heiland der Welt." König Albert habe geantwortet: „Dein Glaube ist Mein Glaube, denn in Christo ruht auch für Mich das Heil für Zeit und Ewigkeit." — Da an den Depeschenwechsel (den auch der „Reichsbote" mitteilt) bereits konfessionelle und kirchenpolitische Kommentare geknüpft werden, sei darauf hingewiesen, daß Pfarrer v. Seydewitz sich für den Inhalt der Depeschen nicht verbürgt. Er schreibt dem „Rochlitzer Tageblatt", die Wiedergabe der Telegramme habe er mit den Worten eingeleitet: „der Inhalt mag ungefähr so gewesen sein". Ihren Wortlaut kenne er nicht und gelesen habe er sie auch nicht. M.P.C. Jnnungswesen. Am 1. April d. I. läuft die Frist ab, innerhalb welcher die Innungen ihre Verfassung den Bestimmungen des Gesetzes vom 26. Juli 1897 entsprechend umzugestalten haben. Es wird angenommen, daß mehr freie als Zwangs-Innungen zu stände kommen werden. Frankfurt a. M., 27. März. Der letzte Volksunt er- haltungs-Abend fand gestern im großen Saale des Saalbaues statt und bot einen würdigen Abschluß der wohl gelungenen Veranstaltungen des Ausschusses zur Volksunter. Haltung. Die vortrefflich ausgeführten Chöre des Neeb'schen Männer-Chors unter Leitung des Herrn Ferdinand Schwarz sanden ebenso großen Beifall wie die gesanglichen Darbietungen des Fräulein Jenny Fischer und des Herrn Adolf Müller. Frau Eißer-Eichenberg, welche nach mehrjähriger Pause wieder vor die Öffentlichkeit trat, erzielte mit ihrer meisterhaften Deklamation stürmischen Beifall. Auch die Gaben des gediegenen Pianisten Herrn Otto Horr und des Fräulein Lydia Stoltze (Tochter des Herrn Adolf Stoltze) wurden lebhaft applaudiert. Wiesbaden, 27. März. Der König der Belgier ist heute morgen 11 Uhr 40 Min. hier angekommen. Weimar, 27. März. Gestern vormittag brach in Kranichfeld Feuer aus, welches so bedeutenden Umfang annahm, daß ca. 40 Häuser eingeäschert wurden. Ein Feuerwehrmann, der bei den Löschungsarbeiten verunglückte, ist gestorben. Hamburg, 27. März. Die Hamburger Polizei entdeckte eine Falschmünzerbande und verhaftete drei Personen. Zahlreiche Formen, Metallvorrat und falsche fertige Ein- und Zweimarkstücke wurden beschlagnahmt. Weitere Verhaftungen stehen bevor. M P C. Samoa. Bekanntlich ist das deutsche Reich den Vereinigten Staaten von Nordamerika beim Abschlüsse der Samoa-Akte im Jahre 1889 weit über Erwarten entgegengekommen. Nichtsdestoweniger hat sich bei den jüngsten Wirren in Samoa der amerikanische Vertreter dort nur in sehr beschränktem Grade an die damaligen Abmachungen gebunden gefühlt. Deutschland aber besteht darauf, daß an den Stipulationen der Samoa-Akte so lange strickt festgehalten werde, bis die letztere eine Abänderung erfahren habe. Da für Deutschland das Tridominat in Samoa keineswegs einen Zustand darstellt, den man in nationalen und besonders im nationalwirtschaftlichen Interesse, als einen erwünschten geschweige denn als einen fördersamen anzusehen Veranlassung haben könnte, so ist der Verdacht ausgeschlossen, als wolle Deutschland unter allen Umständen gern an der Samoa-Akte festgehalten wissen. Auf der anderen Seite haben es aber die verbündeten Regierungen zu allen Zeiten für unbedingt richtig gehalten, im Verkehr mit anderen Mächten und so insbesondere auch mit denen, die gleichzeitig mit ihnen an einer bestimmten Sache interessiert sind, die bestehenden Verträge zu achten. Ausland. Wien, 27. März. Der ungarische Ministerpräsident Szell ist hier eingetroffen. Derselbe wird, dem „Neuen Wiener Tageblatt" zufolge, lediglich einigen Mitgliedern des kaiserlichen Hauses seine Aufwartung machen. Verhandlungen mit der österreichischen Regierung seien nicht in Aussicht genommen. Arco,27. März. Das Befinden des Erzherzogs Ernst ist andauernd ein unbefriedigendes. Der Patient hat nur wenig Schlaf, leidet an großer Mattigkeit und nimmt nur geringe Nahrung zu sich. Der Puls beträgt 80, die Temperatur 38,01. Brüssel, 27. März. Die belgische Friedensliga hielt gestern abend ihre Jahres-Versammlung ab. Der Vorsitzende erklärte, er habe eine Cirkularnote an alle Bürgermeister Belgiens abgesandt, um Unterschriften zu sammeln. Antwerpen, 27. März. Die Sozialdemokraten beschlossen auf ihrem gestrigen Parteitage eine Allianz mit den Liberalen für die kommenden Gemeinde- Wahlen. Paris, 27. März. „Siecle" fragt heute, ob es wahr sei, daß in dem Kabinettsrat vom 16. März der Kriegsminister erklärt habe, er beabsichtige, den Obersten Paty de Clam zu verhaften, und daß Dupuy sowie der Justizminister sich geweigert hätten, diesem Entschluß zuzustimmen. Paris, 27. März. Der frühere Kabinettschef des Präsidenten Faure dementiert die Meldung, Faure habe verschiedene Unregelmäßigkeiten im Prozeß Drey- fus gekannt und erklärt weiter, er habe die Papiere des verstorbenen Präsidenten in Ordnung gebracht und dabei einen Artikel des „Cri de Paris" vom 27. Februar 1898 gefunden, in welchem eine Mutmaßung in obigem Sinne ausgesprochen war, und an dessen Rand Präsident Faure die Worte geschrieben habe: Das ist eine Lüge. Das Blatt „Voltaire" versichert heute, es werde morgen eine Erklärung Casimir Periers über die Aeußerungen des Präsidenten Faure bezüglich der Unregelmäßigkeiten im Dreyfus-Prozeß veröffentlichen. Paris, 27. März. Die Sicherheits-Polizei hat am Samstag abend einen im Dienste Englands stehenden Spion verhaftet. Er ist aus Brüssel und heißt Josef Klaeys. Er steht im Alter von 36 Jahren und ist verheiratet. Er wurde der Sicherheitsbehörde von Cherbourg signalisiert, weil er die ganze Nordküste in Begleitung seiner Gattin bereiste, überall Notizen und Skizzen sowie photographische Aufnahmen der Befestigungswerke machte. Zahlreiches in einem Besitze befindliches Material dieser Art wurde be- chlagnahmt. Bordeaux, 27. März. Gestern abend wurde ein Boot mit fünf jungen Leuten, welche eine Vergnügungsfahrt auf der Garonne unternahmen, von der Strömung erfaßt und umgeworfen. Sämtliche Insassen des Bootes ertranken. M.P.C. Norwegen. Der Eisexport ist wiederum in )er Zunahme begriffen und zwar besonders nach Deutschland ;in. Ende letzter Woche gingen von Christiana 4 Eisladungen nach deutschen Häfen. Im ganzen sind im Monat März 32 Schiffe mit Eis von Norwegen abgegangen. Nach Registertons gerechnet betrug die Ausfuhr in der ersten Hälfte des März 40997 t. gegen 28415 t. in der letzten Hälfte des Februar. M.P.C. Rußland. Folgende auf verschiedenen in- und ausländischen Werften im Bau begriffene Kriegsschiffe sind »urch Verfügung vom 21. Dezember 1898 in die Marineliste mit folgenden Namen ausgenommen: Panzerschiffe: Pobieda, im Bau auf der Baltischen Werst. Retoizan, in Philadelphia auf der Cramp Werft. TserarSvich, im Bau auf der Mittelmeerwerft bei La Seyne in der Nähe von Toulon. Kreuzer: Bayan, in La Seyne bei Toulon. Variag auf der Cramp-Werft in Philadelphia. Bogatyr beim Vulkan in Stettin. Askold bei der Germania-Werft in Kiel. Novik bei Schichau in Elbing. Torpedoboote: Vier zu je 350 t: Kit, Skat, Delphin, Kasatka bei Schichau in Elbing. Som, 350 t, auf Lairds Werft in Birkenhead. Osetr, Kefal und Losos Forel und Sterliad zu je 312 t, in Havre. Gagara, Voron, Filin und Sova auf der Neva- Werft. Transportschiff: Aenisei auf der Baltischen Werft. Washington, 27. März. Hier herrscht große Besorgnis wegen der Lage auf den Philippinen. Mac Kinley erklärte einem Journalisten, es sei noch gar nichts Bestimmtes beschlossen über die Politik, welche auf den Philippinen befolgt werden soll. Man sieht daraus, daß die Vereinigten Staaten die Philippinen nicht annektieren wollen. Algier, 27. März. In Bona erstürmten gestern Dreyfus-Anhänger einen Laden, in dessen Schaufenster eine Palme ausgestellt war, welche die Worte trug: Die Antisemiten ihrem verehrten Max Regis. Die Dreifusianer zertrümmerten das Schaufenster, bemächtigten sich der Palme und vernichteten dieselbe. Afrika. Ein Zunehmen der gereizten Stimmung zwischen Großbritannien und Transvaal ist ganz unverkennbar. Anläßlich der Klage eines Unterhaus-Mitgliedes über die Behandlung der Ausländer durch die Reaiern des Transvaal erklärte der Kolonialminister Chambers richtig sei, daß Präsident Krüger nach dem Einfall Jameia Versprechungen gemacht habe, und daß bis jetzt ferne einn? erfüllt sei, und daß die Beschwerden eher zugenommen c- abgenommen hätten. Aber eine britische Intervention nur gerechtfertigt, im Falle eines Bruches der Londons Konvention oder einer Verletzung der internationalen Höflj^ keil. Allerdings bilde der gegenwärtige Zustand der Dince so lange er anhalte, eine wirkliche Gefahr. Auch London,- Blätter scheinen von den Reformversprechungeu Krüge:« nicht sehr erbaut zu sein, denn sie urteilten darüber größtem teils sehr abfällig, als durch den Berliner Besuch Rhodu ihm nur vorläufig abgepreßt. — Nun hat am Freitag Rustenburg der Prädent Krüger das Wort zur Antwon genommen. Er bestritt, daß er Versprechungen gegebn habe, welche von ihm nicht erfüllt worden seien, und for, derte Chamberlain auf, das Gegenteil zu beweisen, gfl, Unruhe komme von außen. Die Leute im „Rand- feien mit den Verhältnissen gegenwärtig zufrieden. Was b3f Feinde allein quäle, sei der Wunsch, Transvaal für tzn^ zurückzugewinnen. Wenn Chamberlain in der That ntiüü. habe, was die Blätter melden, so habe er sehr utworfc gehandelt, von ihm, dem Präsidenten, zu reden, bevor er brr Angelegenheit vollständig geprüft habe. Uebrigens erneuern Präsident Krüger die Versprechungen, die er am 17. d.M in Heidelberg betreffs des Dynamitmonopols und der Herab setzung der Naturalisationsfrist von 14 auf 9 Jahre gi: macht hatte, und bemerkte, seine Machtvollkommenheit sei zwar keine vollkommene, er werde aber alles thun, was n seinen Kräften stehe, um den Volksraad zur Votirung bei versprochenen Reformen zu bestimmen. — Am selben Freitai haben nun aber auch die Uitlanders wieder ein Lebenzeiche: von sich gegeben. Es wurde nämlich am genannten Tage dem britischen diplomatischen Agenten in Pretoria, Greene ein von 21,000 britischen Unterthanen in Transvaal unter zeichnetes Bittgesuch an die Königin Viktoria zugestetl, damit er dasselbe an den Oberkommissar der Kapkolonu weitergebe. Das Bittgesuch setzt die Beschwerden der Hit landers im einzelnen auseinander, und sagt, ihre Lage h seit dem Jahre 1895, in welchem Präsident Krüger RefoM - versprochen habe, immer schlechter geworden und sei unerträglich. Durch das direkte Vorgehen der Regierung sei ihnen die Erörterung ihrer Beschwerden unmöglich ge- macht. Daher bitten sie die Königin, ihren Schutz auf sie auszudehnen, eine Untersuchung über ihre Beschwerden zc veranlassen und eine Reform der Mißbräuche herbeizuführen. — Damit bestätigen die Anstifter des Bittgesuches ja doch nur, was Krüger über den Zweck der Umtriebe von briti scher Seite geäußert hat! T. R. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 28. Mäy 1899. ** Dem Kriegerverein Gießen, der bekanntCäz \xv Jahre sein 25jähriges Stiftungsfest in größerem MMade (Volksfest auf Oswalds Garten u. s. w.) halten will, werde» die Frauen und Jungfrauen eine Fahnenschleife stifte«. ** Ueber Asbest hielt gestern abend Herr Ingenieur Förtsch in der Montagsversammlung der Gießene: freiwilligen Feuerwehr einen Vortrag. Redner schil derte eingehend die Gewinnung des Steines, dessen Der arbeitung und seine mannigfache Verwendung als wirksame Schutzmittel gegen Feuer. Asbest läßt sich zu Papier, Pappe. Dachschiefer, zu Flechtereien und Gespinnsten verarbeiten und bildet, wie bereits erwähnt, in allen Verarbeitung^ arten ein wirksames Schutzmittel gegen Feuer. Es wurdet verschiedene Asbestfabrikate einer starken Stichflamme aus gesetzt und den Anwesenden veranschaulicht, in welcher Br ziehung das Material zu Feuerlöschzwecken steht. Für dal Löschwesen kommen hauptsächlich in Betracht: Asbestpappe Asbestfarben, Asbestschiefer für Bauzwecke, Asbestgewebe fiii Theaterdekorationen, Asbest-Kleider, Seile, Strickleitern Schutzwände, Feuerlöschtücher und Schläuche mit Asbest Umlage. Um Holzgegenständen einen gewissen Grad voi Feuersicherheit zu geben, bedient man sich des Asbestanstriches Die zur Erläuterung des Vorgetragenen dienenden Asbest fabrikate hatte die Firma „Asbest- und Gummiwerke Älfrei Calmon, Aktien -Gesellschaft in Hamburg, Berlin uni London", zur Verfügung gestellt. "Radsport. Gestern ist Franz Verheyen hier wieder eingetroffen. Derselbe wird gleich nach Ostern feiner» Trainier-Kursus eröffnen. Verhayen beabsichtigt, am^.Apn in der Reichshauptstadt zu starten, und wird zu diesen Zwecke die wenigen Tage vor den Feiertagen benutzen, uv auf dem Sportplätze an der Hardt zu trainieren. •• Zn Amerika verstorbene Heffen. In New-d°r Friedrich Fink, 69 Jahre alt, aus Worms. — In Loui4 ville, Ky., Frau Hörr, geb. Becker, 62 Jahre alt, av Londorf. — In Baltimore, Md., Friedrich Becf 66 Jahre alt, aus Langenbergheim. — In OkawvilU Jll., Louis Heberer, 55 Jahre alt, aus Dietzenbach. - In Berlin, Ca., John A. Frank, 73 Jahre alt, Hessen-Darmstadt. _ Aus der Zeit für die Zeit. Vor 217 Jahren, am 29. März 1672, starb zu Sto> Holm der Theosoph Emanuel v. Swedenborg, ein vu* fettiger, durch gründliche Schriften über Mathematik utv Bergkunde ausgezeichneter Gelehrter. Tiefes Forschen noy den Geheimnissen der Natur und innere religiöse Kämpr führten ihn zum Glauben des „Umgangs mit Geistern" V würdigt zu sein. Später fühlte er sich berufen, die „Sire des neuen Jerusalems" zu gründen. — Seine Lehren W, in Schweden, Deutschland, England und Nordamerika vc» breitet. Er wurde am 29. Januar 1688 in Stockho» geboren. M btm Cpiu »nein Menbotf a sogenannte Äleinm 61 d. Lda. soll ar »eröen. Resleltan ”enl Vorstände d *•$>»« *) Mr geben bt% die Trage eine Bmn wir unS Vnstmmlungnr b bah lebtgltch die üt PauSbcfihtl einer tiüffm banaj doch Nur btvorstr kille Sorten K .1* fft. iafeliftei MM) JN* iSSs C, bin- N i N*en L d-r 8» «wielen, W Ulten, »eitet tf’Ä- 15»*, 5?*»' ÄSE ram $ 3fl fir. 60 i ja» einer oorgW Henn Stierstes Lollibor auc vueni RdittflfttauB} bebl »olle Aberkennung M, el» ganz angeregt« P'vM »ngetehm, daß w Fuhrwerk, eS fast 114« Slrch ja pa in werben, !r wihnt werben, ba Mt In Frage kom worb« stnb *). Mühle Hmen-, Dmkil- und Kindklstieftl. 'M Fussböden Zur Konfirmation 2748 empfehle 2758 »Mehlt «Jfluinntiiiiidjinigfii OinpfeMlyeii Vermietungen Offene Stellen CD K) Die dem Spar- und Vorschuß- Kretin Allendorf o. d. Lda. pehörige logemannte Kleinmühle bei Allendorf i. d.. Lda. soll anderweit verpachtet irrdtkn. Reflektanten wollen sich bei km Vorstände de» Vereins biS |nm 5, April 1899 melden. S.. Abraham Bahnhofstraße S. Architekten und Bildhauer Berlins vertreten. SS wurde ein BeqrüßungStelegramm an Wallot abgesandt. Wien, 28. März. Aus Washington erfährt die »Neue Freie Presse-, daß das Nikaragua-Projekt vollständig aufgegeben und eine Verständigung mit der Panama- Gesellschaft gesichert sei. Wien, 28. März. Die großen Kaiser.Manöver in Tyrol und Böhmen finden Ende August statt. Zu denselben wird auch Kaiser Wilhelm erwartet. Prag, 28. März. In hiesigen unterrichteten Kreisen wird die Wiener Meldung, derzufolge die Negierung den Plan, ein Sprachengesetz mittelst des § 14 zu erlassen, aufgegeben hat, für völlig unbegründet bezeichnet. Innsbruck, 28. März. Die Ausschließung des Ab- geordneten Grabmayr auS dem Landes Wahlausschüsse veranlaßte zwei Abgeordnete, aus demselben auszutretcn. Antwerpen, 28. März. Die hiesigen Sozialisten beauftragten gestern einen Abgeordneten der äußersten Linken, die Regierung darüber zu interpellieren, ob sie zu den Er- qebnissen der Abrüstungs-Konferenz noch Zutrauen hegen kann, nachdem der Zar, der die Initiative zu dieser Kon- ferenz ergriffen, sein eigenes Wort gegenüber den Fm- ländern gebrochen hat, und ob die Regierung es infolgedeffen noch als notwendig erachte, die Konferenz im Haag mit belgischen Delegierten zu beschicken. Paris, 28. März. Der Kassationshof prüfte gestern in der Dreyfus-Angelegenheit das geheime Dossier. Toulon, 28. März. Der Leutnant Legras, Berichterstatter des Marine-Kriegsgerichts, welcher mit der Zusammenstellung eines Berichtes über die jüngste Katastrophe beauftragt war, stellt in seinem Bericht fest, daß die Katastrophe durch die Nachlässigkeit des Personals her- beiqeführt worden sei und daß die vorgeschnebenen Anordnungen nicht befolgt seien. Mehrere Personen, welche m dem Pulver-Magazin früher gearbeitet haben, sollen die Katastrophe vorhergesagt haben. London, 28. März. Berichten aus Washington zufolge sollen die drei Mächte auf den Vorschlag Amerikas dahin übereingekommen sein, das SteuerEinnahmegebiet außerhalb Ap ias auszudehnen und Verletzungen des Berliner Vertrages sowie der Verfügungen des Stadtrates unter das Kriminalgesetz zu stellen. Auch soll der Stadtrat mit Zu- i stimmung des Oberrichters Zwangsarbeit verhängen dürfen. Ferner hat Amerika vorgeschlagen, daß die Zustimmung nur zweier Mächte zur Annahme von Modifikationen des Berliner Vertrages nötig sein soll. Deutschland soll in diesem Falle zugestimmt haben, doch unter der Bedingung, daß seine Konzessionen keinen Präzedenzfall für die Lösung anderer Samoa betreffender Fragen aus der Majontäts - Basis schaffen würde. Hroßes Lager, vorzügliche Huakttäten, billige Preise. 2754 Alleinverkauf der berühmten Fabrikate von Otto Herz & Co., A.-G., Frankfurt a. M- Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 28. März. Die „National-Zeitung" bezeichnet die Blättermeldung, daß Professor Hans Delbrück die politische Leitung der preußischen Jahrbücher abgeben wolle, als unbegründet. Berlin, 28. März. Dem „Kleinen Journal" wird aus Paris gemeldet: Mornard, der Anwalt der Familie Dreyfus, richtete ein Schreiben an den Präsidenten des Kassationshofes, Macau, worin er die Eröffnung einer Untersuchung übet die Zwischenfälle Freistätter und Faure-Gibert beantragt. Vier Personen sollen am 12. ds. einem Diner bei Labessan beigewohnt und sich bereit erklärt haben, die Aussage Freistätters, daß Dreyfus unschuldig verurteilt worden sei, zu bestätigen. Freistätter fällte auch ein vernichtendes Urteil über Boisdeffre. Berlin, 28. März. Anläßlich der Festversammlung zu Ehren Wallots welche gestern in Dresden stattsand, hatten sich gleichzeitig in Berlin eine große Anzahl Freunde und Verehrer des Meisters zu einer zwangslosen Zusammenkunft vereinigt. Unter den Anwesenden waren die ersten ßschWickil- Ännes- li. Regenschirme in großer Auswahl HolzroiM Jalousien, Rolllädei uidRollschutzwäiide empfiehlt billigst in la. Qualität die berühmte alleinige Holzrouleaux-Fabrik mit Dampf- und Wasserkraft von Fritz Hanke, Hof-Göhlenau,Post Friedland, BezirkBreslau Preisliste etc. gratis und franko. A (nilltpil etc- ^ir Privatkunden Agvlllvll bei coulantesten Bedingungen. höchster Provision stets überall gesucht. Reiselegitimationskarte besorge eventl. gratis. 2741 tMTrinmnnnnnnnanDDD Hochfeine Süßrahm-Tafelbutter per Pfund 1,15 Mk. empfiehlt 2738 W. Ullrich, Schloßgasse 5. Achtung! Gelegenheit für Radfahrer! 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B! bebrurfenbe ®efei ’eif !rlbst bedrohen t in Demokratie / w Form bet $ ’Mn, " t,uta 8*. »it ____ “,an“t eine üJiinbt, Irankfurterflraße Wr. 1 und Hleustadt Pi.' ’ 2e?Jl6tMillii"i< Der Vorstand. Ginen großen Uartie-Uosten Sm«ier-NMbslh«!jl Strümpfe und Socken in unr bessere« Qualitäten empfiehlt zu 271^ enorm billigen Freisen. J. Kaan jr., am ßtnii Geschäfts-Uebergabe. Meinen verehrten Gästen, sowie Bekannten und Freunden die ergebene Anzeige, dass ich meine Gastwirtschaft „Zum Löwen“ aa Herrn Robert Schmitt übergeben habe. Indem ich für das mir stets entgegengebrachte Wohlwollen bestens danke, bitte ich gleichzeitig, dasselbe auf meinen Nachfolger übertragen 21 wollt Hochachtungsvoll Otto Luft. b Aw 2. Hsterseiertag, aöends 8 All: Ather-Kon;ert mit großem Bal! in sämINchen oberen Htäumen des Kotek ginfie Wer erteilt Klavierunterricht gut u. billig? Gefl. Offerten unter Nr. 1001 an die Exped. d. Bl. einzureicken.s___________ Gebühr find. Pension u. 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