Donnerstag den 28. Decembcr Erstes BlM Nr. 304 00000! Anrts- und Anzeigeblntt fiw den Ttveis Meszen Der Vorstand. mmee Alle AnzeigeN'BermtttlungSstellen deS In- und AuSlandrt nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgege». ■■oe|me »en Anzeigen zu der nachmittag« für den ß»l>«dru leg erscheinenden Nummer bii »arm. 10 Uhr. M. e eeiieiii Ä*ehha, Expedition und Druckerei: Fch.kflretr Nr. 7. Dezngsprels vierteljährlich 2 SWavl 20 Pig monatlich 75 'ßfg. mit Bringerlohn Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde._________________ Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße*. Fernsprecher Nr. 51. London, 27. Dezember. Der aus der Gefangenschaft entkommene Buren-Kommandant Demeillon ist wieder eingefangen. — Wie verlautet, sind die Ver- Handlungen wegen Verkaufs der Delagoa-Bai dem Abschlüsse nahe. London, 27. Dezember. Aus Modder River wird gemeldet, daß das Bombardement auf beiden Seiten fortgesetzt wurde. Die Buren schossen aus zu großer Entfernung, sodaß die Geschosie die Engländer nicht erreichten. Kapstadt, 27. Dezember. Nach der amtlichen Statistik wird die Zahl der hier weilenden englischen Flüchtlinge auf 11,664 Mann geschätzt. Diese Zahl nimmt noch täglich zu. Athen, 27. Dezember. 252 frühere Offiziere und Mannschaften boten der englischen Regierung ihre Dienste für Südafrika an. * Bom Kriegsschauplatz. Wir haben unmittelbar nach der Tugela-Schlacht die Gesamtlage in die Worte zusammengefaßt: „Der erste Burenkrieg ist zu Ende", und der Verlauf der Ereignisse hat diese Auffassung bestätigt. Was soll noch geschehen, wenn die beiderseitigen Hauptkräfte einander gegenüberstehen und man beiderseits nicht mehr angreifen kann oder will? Man geht dann wieder auseinander. Bei Bunzelwitz im siebenjährigen Kriege hatten Russen und Oestereicher 1761 die durch drei Jahre erstrebte Vereinigung Friedrich dem Großen gegenüber erreicht und trauten sich nicht anzugreifen, der Feldzug von 1792 ging in die Kanonade von Valmy aus, der kein Angriff folgte. Die Engländer wollen erst 50,000 Mann Verstärkungen zusammenbrmgen, notabene mit allem erforderlichen Kriegsmaterial, ehe sie neue entscheidende Schritte thun. Die Buren werden voraussichtlich Meßmer Anzeiger Mnerat-Anzeiger 8726 Mter rc. Ladysmith, Kimberley und Mafeking bezwingen, während es Methuen wohl noch gelingen wird, wieder hinter den Oranjefluß zurückzukommen, wenn auch unter Opfern. Bis wie weit Bullers Rückzug führen wird, läßt sich nicht sagen. Wochen, vielleicht Monate können vergehen, und niemand kann wissen, welchen Einfluß das südafrikanische Klima, der Aufstand der Afrikander und die allgemeine politische Lage bis zur Vollendung der neuen englischen Rüstungen ausüben werden. Es scheint, daß die Tugelaschlacht ihrer Bedeutung nach vielfach in dieser Weise aufgefaßt worden ist. Die Auffassung hat ihren Ausdruck gefunden in den zahlreichen aufrichtigen Glückwünschen aus dem zivilisierten Europa, die der Vertretung Transvaals zu dem endgiltig abgewiesenen ungerechten Angriff übermittelt worden sind. ES wird dazu geschrieben: Der Transvaal-Gesandtschaft in Brüssel sind aus Anlaß des Sieges der Buren über General Buller am Tugela- flusse so viele Glückwünsche aus verschiedenen Ländern in Form von Telegrammen und Zuschriften zugegangen, daß man sie nur durch gedruckte Formulare hat beantworten können. In der deutschen Danksagung heißt es: „Die von Herzen kommende, aufrichtige Teilnahme und die großen Beweise von Sympathie, die meinem für seine Freiheit und sein gutes Recht kämpfenden Lande von einzelnen sowohl, wie von ganzen Versammlungen entgegengebracht worden sind, müssen zu Herzen gehen und müffen aufs tiefste bewegen. Ich sage daher namens meiner Regierung und meiner kämpfenden Landsleute herzlichen, herzlichen Dank!" Der Gesandte. Eine Depesche berichtet nachträglich zur Tuge la- Schlacht. Turban, 23. Dezember. Wie sich herausstellt, sind die in der Schlacht am Tugela zu der von Oberst Long befehligten Artillerie-Abteilung gehörigen Geschütze mit Ausnahme von zweien, deren Rettung dem Hauptmann Shofield gelang, verloren. Die Bedienungsmannschaft ist fast durchweg gefallen oder in Gefangenschaft geraten. * ♦ Wie«, 26. Dezember. Nach hier eingelaufenen Privatmeldungen aus einer Buren-Quelle soll Ladysmith am 22. Dezember kapituliert haben. 9000 Engländer, 32 Kanonen und der ganze Eisenbahnpark sowie große Munitionsvorräte sollen in die Hände der Buren gefallen sein. — London, 26. Dezember. Eine Bestätigung der Gerüchte über die Uebergäbe von Ladysmith liegt hier nicht vor. — Gerüchtweise verlautet, die Regierung des Oranje- Freistaates verlege ihren Sitz von Blömfontein nach Win bürg, weil Blömfontein sich nicht zur Verteidigung eigne. — Blättermeldungen zufolge hat der Herzog von Connaught dem Lord Roberts gegenüber den Wunsch ausgesprochen, seinem Stabe attachiert zu werden. Lord Roberts gab seine Einwilligung hierzu, die Regierung aber weigerte sich. — Wie aus Lorenzo Marquez gemeldet wird, belaufen sich nach einem amtlichen Bericht der Transvaal-Regierung die Verluste der Buren am Tugela-Fluffe auf 30 Tote und Verwundete. Am 16. ds. sind über 500 Engländer als Gefangene in Prätoria von Stormberg eingetroffen. Telegramme des „Gießener Anzeiger". London, 27. Dezember. Der militärische Kritiker der „Times" urteilt sehr pessimistisch über die Lage in Südafrika. Die Aufgabe, welche Roberts übernommen, sei von jedem Gesichtspunkte aus mit Schwierigkeiten verbunden. Seine Truppen seien allenthalben auf die Verteidigung beschränkt und über einen großen Flächenraum verteilt. Obendrein werde die Leitung der Operationen unter die Kontrolle eines gänzlich neuen Generalstabes fallen. Letzterer werde die Aufgabe haben, eine gänzlich neue Feldarmee aus Truppen, die gegenwärtig nach Südafrika unterwegs seien, zu formieren. London, 27. Dezember. „Daily Mail" meldet aus Gibraltar: Lord Kitchener ist gestern hier eingetroffen. Lord Roberts wird heute früh hier ebenfalls erwartet. Beide werden sich alsbald nach Südafrika einschiffen. Loudon, 27. Dezember. Aus Chiveley wird berichtet, daß Vorposten des 7. Husaren-RegimentS in der Nähe von Weenen von 60 Buren angegriffen und niedergemetzelt wurden. Die Buren überschritten dann wiederum den Tugelafluß. /^Dte uns aus dem Leserkreise anhaltend gezollte Anerkennung, sowie die stetige Zunahme der Leserzahl bezeugen nachhaltiger als alles andere die Wertschätzung, deren sich der „Gießener Anzeiger" zu erfreuen hat. Wir werden auch in Zukunft wie an dem Ausbau unseres Geschäftes, so an der Vervollkommnung unseres Blattes unbeirrt weiterarbeiten und hoffen dabei auf die thatkräftige Unterstützung aller beteiligten Kreise rechnen zu dürfen. Den Postbezug des Gießener Anzeigers nach auswärts zu erleichtern, haben wir den vierteljährlichen Bezugspreis auf Mk. 2.— bei Bestellung durch die Post herabgesetzt. Arühk'sche Druckerei, (Verlag des Gießener Anzeigers.) frf4riot ILtzliL mit Ausnahme de» MintagS Die Gießener »ewUttwiratttr »erden dem Anzeiger »AchmUtch viermal »tigtlcgl Deutsches Keich. Berlin, 26. Dezember. Der Kriegsminister stellte, wie aus Posen gemeldet wird, gegen den früher in Rawitsch amtierenden Probst Dulinski wegen Beleidigung des Ofsizierkorps Strafantrag, weil ein Brief Dulinskis, der sich auf das Mitnehmen von Kriegervereinsfahnen in die Kirche bezog, solche Beleidigungen enthielt. — Samstag mittag 12 Uhr hat in der Siegesallee in Berlin die Enthüllung der Kurfürst Georg Wil- Helm-Gruppe, deren Schöpfer der Bildhauer v. Uechtritz ist, stattgefunden. Zur Feier waren erschienen der Kaiser, dem man die Erkältung anmerkte — er trug einen grauen Mantel, ganz mit Pelz gefüttert und hochgeschlagenen Kragen — die Minister v. Miquel, Graf Bülow, Dr. Studt und v. Rheinbaben, ferner Bürgermeister Kirschner, v. Lucanus, der Polizeipräsident v. Windheim und ein Nachkomme des einstigen Kanzlers von Georg Wilhelm, Legationsrat Prinz Karl Schwarzenberg. Um 12 Uhr erschien der Kaiser. Der erste, den er anredete, war Prinz Schwarzenberg. Der Kaiser frug ihn, ob er sich mit der Geschichte seines Vorfahrens beschäftigt habe und dankte ihm dafür, daß die Familie ihm für die Darstellung der Büste wertvolle Stiche übermittelt habe. Auf einen Wink des Kaisers fiel sodann die Hülle. Der Kaiser näherte sich dem Bildhauer von Uechtritz und sagte Worte der höchsten Anerkennung zu ihm; er teilte ihm auch mit, daß er ihm den Titel „Professor" verliehen habe. Geh. Rat Spitta wurde zum Geheimen Oberbaurat ernannt. Alsdann machte der Kaiser dem Bürgermeister Kirschner Mitteilung von dessen Bestätigung zum Oberbürgermeister. Ungezwungen mit Herrn Kirschner plaudernd, lenkte der Kaiser selbst die Rede auf das Friedhofsportal der Märzgefallenen und machte Vorschläge, wie er auch ohne Monument eine würdige Ausstattung des Friedhofes sich denke. Er würde es sehr hübsch finden, wenn die Ruhestätte parkartig gestaltet und mit Blumen ausgeschmückt würde. Weiler sagte der Kaiser zu Herrn Kirschner: „Sagen Sie den Herren vom Magistrat und den Stadtverordneten, daß Ich ihnen keineswegs auch nur das Geringste nachtrage." Der Oberbürgermeister Kirschner dankte dem Kaiser für deffen Huld und wurde alsdann von allen Seiten, namentlich auch von den Ministern, herzlich beglückwünscht. Das Gerücht von der stattgehabten Bestätigung verbreitete sich sofort im Publikum, welches Herrn Kirschner lebhafte Ovationen darbrachte. — Die gemaßregelten Beamten. Von durchaus zuverlässiger Seite wird mitgeteilt, daß eine größere Zahl der im Sommer zur Disposition gestellten Beamten nach Neujahr wieder im Staatsdienst angestellt wird. Diese Mitteilung entspricht verschiedenen schon in den letzten Tagen aufgetauchten Gerüchten. — Ein nachahmenswerter Vorgang wird aus M.- Gladbach gemeldet. Dort hat sich eine soziale Kommission gebildet, die als Schiedsgericht bei Streiks dienen soll. Die Kommission besteht aus einem unparteiischen Vorsitzenden, vier Arbeitgebern und vier Arbeitnehmern. Von letzteren sind drei ständige Mitglieder in der Weise, daß aus dem christlichen Textilarbeiter, verband zwei uud aus dem deutschen Textilarbeiterverband ein Vertreter genommen werden, während der vierte Vertreter aus und von den Arbeitern derjenigen Fabrik gewählt werden soll, in der Differenzen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu schlichten sind. — Ein deutscher Panzer-Eiseubahnzug verkehrt jetzt auf der Militäreisenbahn Schöneberg-Kunersdorf. Der Zug ist, nach der „D. Verk.-Ztg.", durch Grusonsche red 8508 Ö 0 888 5. B JooopoB 1M jüCäi Amtlicher Teil. Nr. 50 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den20.d.M., enthält: (Nr. 2632.) Verordnung, betr. Beschränkungen der Einfuhr wegen Pestgefahr. Vom 18. Dezember 1899. (Nr. 2633.) Verordnung, betr. die Klasseneinteilung der Orte. Vom 18. Dezember 1899. Gießen, den 23. Dezember 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. BechtoIb. ptWditr y'u4lt. MMdük jf). l e Ml. Manen uub Wi-Mmchtt Ä rkaufer ItiM TVänidie senlilmße M Diener Bekanntmachung. In Lich ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Aufhebung der Sperrmaßregeln ist angeordnet worden. Gießen, den 22. Dezember 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _______________I. V.: Dr. Wagner._______________ Bekanntmachung. Der Biehmarkt zu Gießen am 9. Januar 1900 muß wegen der MHNn großem Umfang in unserem Kreise und den Nachbarkreisen herrschenden Maul- und Klauenseuche verboten werden. Gießen, den 22. Dezember 1899. Großherzogliches KreiSamt Gießen. _______________I. V.: Dr. Wagner.______________ Bekanntmachung. Betr.: Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, insbesondere den Verkauf von Neujahrs-Glückwunschkarten. Für den Verkauf von Neujahrs-Glückwunsch» karten am Sonntag dem 31. Dezember l. Js. wird den Papierhändlern die Verkaufszeit auf die Stunden von vormittags 7 Uhr bis abends 7 Uhr mit Ausschluß der für den Vormittagsgottesdienst bestimmten zwei Stunden, von 9 bis 11 Uhr, festgesetzt. Gießen, den 21. Dezember 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. "leichte Panzerplatten geschützt. Mannschaften der Eisenbahnbrigade dienen als Besatzung. Der Zug ist mit einem Maschinengewehr ausgerüstet. Der Wagen, worin sich die mit Gewehren bewaffnete Mannschaft befindet, sieht wie eine Festungsmauer mit Schießscharten aus. Nach oben ist der Wagen offen. In einem besonderen Panzerwagen vor der Lokomotive befindet sich das drehbare leichte Geschütz. Dasselbe kann nach drei Richtungen feuern. Die Panzerplatten beider Wagen werden durch eiserne Querträger gehalten. — Flottenvorlage und Agrarier. Die „Deutsche Tageszeitung" wehrt sich mit rühmlicher Entschiedenheit gegen die Unterstellung, daß die Anhänger des Bundes der Landwirte ihre Stellung zur Flottenfrage von ihren parteipolitischen Jntereffen abhängig machen wollten. Das bündlerische Organ schreibt: „Was unsere Stellung zur Flottenfrage anlangt, so ist sie bekannt. Wir wiederholen ein für allemal, daß wir Fragen, die mit der Autorität des Staates und mit der Wehrkraft zu thun haben, niemals unter parteipolitischem Gesichtswinkel betrachten, möge es kommen, wie es wolle. Das Vaterland, seine Kraft und seine Sicherheit steht uns höher als alles Andere!" Diese entschiedene und unzweideutige Abkehr von der berüchtigten Parole „Kein Kanitz, keine Kähne" verdient uneingeschränkte Anerkennung. Ausland. Wien, 26. Dezember. Wie verlantet, tritt Graf Clary bereits anfangs Januar seinen ftüher innegehabten Statthalterposten in Graz an. — Sicherem Vernehmen nach werden auf dem am 29. d. M. in Prag zusammentretenden böhmischen Landtage Versuche zur Verständigung zwischen den Deutschen und den Czechen unternommen und von der Regierung nachdrücklichst unterstützt werden. Rom, 26. Dezember. Der Papst nahm am Sonntagvormittag in feierlicher Weise in der Sixtinischen Kapelle die Ceremonie die Eröffnung des heiligen Jahres vor. Der Papst, welcher der Ceremonie bis zum Schluß beiwohnte, sah sehr ermüdet aus. Seine Stimme klang äußerst schwach. Paris, 23. Dezember. Charles Dilke erklärte einem Redakteur des „Figaro", wenn Deutschland und Frankreich ihre Flotten vermehrten, werde auch England die seinige vermehren, derart, daß sie die erste bleibe und der zweiten und dritten zusammen gewachsen sei. Paris, 26. Dezember. In Marinekreisen verlautet, die Negierung werde demnächst von der Kammer einen Kredit von 250 Millionen verlangen zur Umbildung des Hafens von Biserta zu einem Hafen ersten Ranges. Auch der Hafen von Diego Suarez soll in einen erstklassigen Hafen umgewandelt werden. Sofia, 26. Dezember. Die russische Regierung ließ offiziell hier mitteilen, daß die Meldung der „Nowoje Wremja", Rußland beabsichtige den Hafen von Burgas zu erwerben, jeder thatsächlichen Grundlage entbehrt. Lokales und Provinzielles. Gießen, 27. Dezember 1899. ** Aus dem Gerichtsdienst. Seine Königliche Hoheit der Großherzog habenAllergnädigst geruht, am 23. Dezember den Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Rhein- heffen Richard Stephan zum Landgerichtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, den Notar Johann Stenn er zu Oppenheim zum Notar mit dem Amtssitze in Ober-Jngelheim, und den Notar Dr. Johann Reinhardt in Wörrstadt zum Notar mit dem Amtssitze in Gau-AlgeS- heim, den Rechtsanwalt Otto HallwachS in Darmstadt zum Notar mit dem Amtssitze in Darmstadt, mit Wirkung vom 1. Januar 1900 an, zu ernennen. ** Ernennungen u. s. w. Seine Königl. Hoheit der G r o ß - Herzog haben Allergnädigst geruht, am 23. Dezember den Notar mit dem Amtssitze in Bechtheim Johann Jehle zum Hypothekenbewahrer bei dem Hypothekenamt Worms mit Wirkung vom 16. Januar 1900 an zu ernennen. — Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 23. Dezember die mit Wirkung vom 1. Januar 1900 erfolgte Ernennung des Rechtsanwalts Geheimen Justizrats Dr. Arthur Osann I. in Darmstadt zum Notar mit dem Amtssitz in Darmstadt auf sein Nachsuchen zurückzunehmen. *• Dienstuachrichteu. Seine Königliche Hoheit der Großherzog habenAllergnädigst geruht: Am 23. o. M. den Steuerkommissär des Steuerkommissariats Höchst, Karl Fresenius, in gleicher Diensteigenschaft, mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an, in das Steuerkommissariat Büdingen zu versetzen, sowie die Steuerkom- missariatsassistenten bei den Steuerkommissariaten Worms, bezw. Offenbach und Gießen, Regierungsaffessoren Karl Fe ick zu Worms, bezw. Adam Frenz zu Offenbach und Heinrich Lindenstruth zu Gießen, mit Wirkung vom Tage ihres Dienstantritts, zu Steuerkommissären der Steuer- kommissariate Wörrstadt, bezw. Hungen und Höchst, ferner die Steuerkontrolleure, Regierungsaffessoren Bernhard Wenzel zu Groß-Gerau, Fritz Dölp zu Friedberg und Georg H o o s zu Büdingen, zu Steuerkommissariaisassistenten bei den Steuerkommissariaten Worms, bezw. Gießen und Offenbach, mit Wirkung vom Tage ihres Dienstantritts an, zu ernennen. ** Ernannt wurde am 19. Dezember der Gerichtsschreiber-Aspirant Jakob Pitzer zu Mainz zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Mainz. •* Kirchliches. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 19. Dezember dem Sekretär des hessischen Zweiges der Südwestdeutschen Konferenz für Innere Mission, Albert Waldeck zu Darmstadt, den Charakter als Pfarrer zu erteilen. ** Militardienstnachrichten. v. Brandt, gen. Flender, Leutnant der Res. des 3. Garde-Feldart.-Regts. (Gießen), zum Oberleutnant, Koeper, Vizefeldwebel im Landwehr- Bezirk Effen, zum Leutnant der Reserve des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hessisches) Nr. 116, Hasenkamp, Vizewachtmeister im Landwehr-Bezirk Düsseldorf, Gildemeister, Bizewachtmeister im Landwehr-Bezirk Bremen, zu Leutnants der Reserve des 2. Großh. Hessischen Dragoner-Regiments (Leib Drag.-Regts.) Nr. 24, Laubis, Vizefeldwebel im Landwehr-Bezirk I Braunschweig, zum Leutnant der Reserve des 1. Großh. Hess. Jnf.°abn ?l"s°- b'"9« erlitt bttba5 Nicht von, b'R «»t ■*•* £■£**• »Ä:g ff» »utbeTüt ™?ejbtanj, einet “Wählt arretiert. Sardellen, Oelsardinen, Meter Sprotten, Bücklinge, Bismarck- Heringe, Rollmöpse re. feinsten Qualitäten zu billigsten Eureka“. I Kekanntmachung. Donnerstag, 28. d. Mts., nach, mittags 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 55 zwei Pferde, sowie Haus- und Küchengeräte aller Art zwangsweise gegen bar versteigert werden. Gießen, 27. Dezember 1899. 4000 Mark karische^ Sicherheit auszuleihen. 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Beweis: „Ich zahle demjenigen ein- „tausend Mark, welcher in der von mir „bereiteten Kognak-Effenz in Flaschen „mit meinem Namenszuge außer dem „notwendigen Färbemittel Stoffe entdeckt, „welche in echtem Kognak nicht enthalten »sind. Dr. K. W. Meüinghof". Wenn die Redensart „Für Güte und Reinheit wird garantiert", nicht immer Glauben findet, so ist für Kognak dieser Zweifel um so mehr berechtigt, a's hier der Nachweis ungehöriger Bestandteile überaus schwierig ist. Findet sich dagegen das Aroma in konzentrierter Form, als Effenz, so bat der Chemiker leichte Arbeit. Die tadellose Beschaffenheit von Mellinghoffs Kognak-Effenz ist somit in der That durch die obige Erklärung gewährleistet. Man weise daher Essenzen fraglicher Herkunft entschieden zurück und kaufe ausschließlich Originalflaschen zu 75 Pfg. mit dem Namenszuge des Herstellers, Dr. F. W. Mellinghoff in Bückeburg, in Apotheken und Drogerien. Nur so ist man sicher, vor Getränken bewahrt zu bleiben, die mit Kognak nur den Namen gemein haben. In Gießen zu haben bei Emil Fischbach und O. Schaaf. 8295 auf der Mäusbura erbverteilungshalber freiwillig meistbietend versteigert werden. 8893] Stephanstratze 42 Mansardenlogis von 4 Zimmern mit allem Zubehör, abgeschlossenen Gartenanteil, per 1. April zu vermieten. Näh. Marktstratze 28. 04588] 2 kleinere Logis p. sof. zu verm. Näh. Seltersweg 37, im Laden. 04591] Einige Logis, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, zu vermieten. A. Grünebaum, Bahnhofstraße 35. 6827] Schöne geräumige 5-Zimmer- wohnung (1. Stock) mit allem Zubehör sofort zu vermieten. Ehr. Zimmer, Bahnhofstraße 12. 7870] Das dreistöckige Wohnhaus Liebigstraße 3, dessen unterer Stock mit besonderem Eingang sich auch für Kontor eignet, ist nebst Garten vom 1. April 1900 ab anderweit zu vermieten. 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Eckartz. Ende lOVs Uhr. Die glücklich erfolgte Geburt eines gesunden W Mädchens beehren sich anzuzeigen Dr= 8° Kipper und Frau, 8884 Mary, geb. Pascoe. Giessen, den 25. Dezember 1899. Birkenstock Emina, s. Frau, Asta, s. Tochter, Sauerbrei Rosalie, s. Frau, Klara, s. Tochter, Reimann Hugo Berger Pieper L>na, s. Frau, Karner Moll Hampel Anfang 8 Uhr. Giessener Stadttheater. Mittwoch den 27. Dezember 1899: 39. Vorstellung im Abonnement. Der Hypochonder. Lustspiel in 5 Akten von G. von Moser. Personen: Hochachtungsvoll Karl Krebs, ÜuWMtt, Gieße», Schnlftratze IO. Geschäfts-Eröffnung. Meinen Freunden und Bekannten, sowie einem geehrten Gesamt- Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich mit dem Heutigen im Hause W* 43 Bahnhofstraße 43 « ein Snppen-Würze verdienen die Beachtung aller Hausfrauen. Zu haben bei Rnd. Schlabach Nachf., LudwrgsplaH. 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Statt besonderer Anzeige 5 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin Heute nachmittag gegen und Tante Fräulein Christiane Winckler Blumenspenden dankend verbeten. Die Beerdigung findet in der Stille statt. tat •°n w*\ • w* 21 *6 Im W18; 1533h Milllvner und wobei?, mrd Baierlande in den endeten Äwtyfe» rufen, so viel Gel rum wenigsten muß ein. Mitnichten, 1897 war der Bei höherer, er betrug r in den beiden Jahre Die Zahlen geb hat nicht etwa in l Niederganges, schwungeS \WW im allgemeinen Gesä Zwischenfälle gibt,' das aussteigende El auszunüßen versucht Geldmittel, noch llb daS Letztere ist das lichste auch dann, i summe dieser Rontu bei uns. Der starke Au ms genommen habe höchsten Stand em folge der sich mehre/ ihres Unternehmens btx durch dir ritze Dieser Wagemut wc bei Gesellschasten y lihim hat nicht ü wahrt. Man kam lange dieses Jahr »lS den, daß die ii i m Sommer — bk! lrächen möge. 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