1899 Diensta« den 28. November Erstes Blatt» Kr 280 Gießener Anzeiger mit Bringerlohu. Henemt-Anzeiger ZNnts- unb Attzeigeblatt fßr den 'Kreis Gissen Bei Postbezug 2 Marl 50 Pfg. vierteljährlich. Bezugspreis vierteljährlich Alle AnzeigeU'VermittlungSstellen deS In- und AuSlande- nchmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Krlchelnl täglich mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener Jiamilleuvläller tverben dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. y 2 Mark 20 Pfg. ' monatlich 75 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei; Schulstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener FamMenblütter, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Gießen, 27. November 1899. zwängen die ireubleibenden Untertanen zum Kriegsdienste, und osfiziell festgestellt wird, doß die Einwohner des Ka^ landes nördlich von Queenstown aufgestanden und unter sich und aus ihren eigenen Reihen Feldkornets ernannt und diese mit der Konzentrierung der lokalen Commandos oe- Eine Nachricht ohne Bedeutung, die der Draht geschwätzig meldet, sei hier nur der Vollständigkeit halber angefügt: Belmont, 25. November. Der Spezialkorrespondent der Londoner „Morning Post", Schriftsteller Knight, wurde in der Schlacht am Arm verwundet. Die Stimmung in London wird uns in Folgendem geschildert: London, 24. November. Die Londoner Abendblätter von gestern versuchen gar nicht einmal, ihre tiefe Entmutigung noch zu verhüllen, sie geben übereinstlmmig zu, daß man weitere schwere Verluste erwarten müsse, bis die drei britischen Kolonnen in der Kapkolome und Natgl sich vereinigten und die Invasion beginnen könnten. Alle bestätigen, daß das Entsatzungsheer für Ladysmith von Joubert und Lukas Meyer in fast gleichstarke Rumpskorps zerschnitten, die in Estcourt und dem Lager am Mooiflusse vollständig abgeschnitten, in Pietermaritzburg und Durban in Begriff ständen, eingeschlossen zu werden, es sei denn, daß es einem kühnen siegreichen Vorstoß General Clerys gelingen werde, die Vereinigung der einzelnen Truppenkörper durch Entsetzung der beiden vorderen Korps herbeizufuhren. Von einem Marsche auf Ladysmith spricht man schon gar nicht mehr. Die Hauptsorge ist auf die Kapkolome gerichtet, deren Erhebung man umsomehr befürchtet, als die letzten • o 1 fß* r I öeren kSTuCuUTlQ mau Uuljuiiicyi uc| Das Großherzogliche Krersamt (meßen offiziellen Meldungen die Mär zerstört haben, die Buren ao^Großh. Polizeiamt Gießen nnd die Grotzh. > Nnter.banen «um Sne^enfte, Bürgermeistereien der Landgemeinde« des Kreises. Wir bringen zu Ihrer Kenntnis, daß für den Kreis Gießen zum Vertrauensmann der Steinbruchsgenosfenschast zu Berlin L. Huh« in Gießen und zu dessen Stellvertreter Oskar Graff in Londorf von neuem bestellt worden sind, v. Bechtold. London, 26. November. Die Buren sprengten die Eisenbahnbrücke zwischen Rosmead Funktion und Middelburg in die Luft, um den Vormarsch der Engländer nach Port Elisabeth zu verhindern. London, 26. November. Eine starke Rekognoszierungsabteilung stellte in der Richtung auf Highland die Anwesenheit einer großen Feindesmacht mit Geschützen fest. Die Buren beschossen die britische Abteilung, deren Geschütze das Feuer erwiderten. Die Abteilung berichtete ferner, eine andere starke Feindesmacht befinde sich nordöstlich von Mooi- River-Station. Die britischen Kanonen kehrten ins Lager zurück, und die Infanterie ist zurückgefallen. auf dm Gießener Anzeiger für den Monat Dezember werden von allen Postanstalten, Zeitungsträgern und der Expedition, Schulstraße 7, sowie den Zweig- und Abholestellen, jederzeit entgegengenommen. Neueintretende Abonnenten erhalten die Zeitung bis 1. Dezember kostenfrei. Di- erledigte Stelle eines Kreisstratzeuwarts mit dem Sitz in Gießen ist demnächst wieder zu '^^B-werber wollen ihre Meldungen unter Angabe von Alter und seitheriger Beschästigung, sowie unter Verschluß von Zeugnissen hierüber bei dem Kreisstraßenmeister Rohrer dahier bis zum 7. Dezember lsd. Js. -inr-ch-n. Gießen, den 22. November 1899. Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen, v. Bechtold. Ausland. Wien, 26. November. Der Obmann des Jungczechen- klubs, Dr. Engel, hat sich nach Prag begeben, um sich dort mit den Vertretern seiner Partei über bte Kompromiß- Verhandlungen mit der Regierung zu besprechen und die Ansichten über die von der Regierung gemachten Vorschläge einzuholen. - Die deutschen Parteien versichern nochmals, daß sie sich den Verhandlungen mit den Czechen so lange feindlich gegenüberstellen, als durch die den Czechen stündiger Aufenthalt ist in Vlissingen vorgesehen, wo der Kaiser die Dockeinrichtungen besichtigen will. — Das „Kl. Journ." meldet aus Amsterdam: Infolge der erheblichen Verschlechterung der diplomatischen Beziehungen zwischen England und den Niederlanden werden die beiderseitigen Gesandten abberufen. Die Posten bleiben vorläufig unbesetzt. In der Bevölkerung hat die antienglische Stimmung einen gefährlichen Grad CrrCl_‘ Nach Erkundigungen an unterrichteter Stelle können die „Berl. Neust. Nachr." nochmals bestätigen, daß es sich bei den Meldungen englischer Blätter über den Inhalt der Unterhandlungen in Windsor um müßige Kombinationen und haltlose Erfindungen handelt Namentlich ist Transvaal überhaupt nicht ein Gegenstand von Verhandlungen oder Erörterungen gewesen. — Die „Nat. Ztg." schreibt: Nachdem das durchaus grundlose Gerücht von politischen Verhandlungen zwischen dem deutschen Kaiser und englischen Ministern widerlegt worden ist, taucht eine neue Meldung auf, Kaiser Wilhelm bemühe sich als Friedensstifter zwischen England und Transvaal. Auch diese Mitteilung können wir aus guter Quelle als freie Erfindung bezeichnen. Mit der strengen Neutralität, die Deutschland zu beobachten entschlossen ist, dürfte die dem Kaiser zugeschriebene Rolle : schlecht im Einklang stehen. . — Der „Naüonal-Ztg." zufolge macht sich im Reichstage gegen die sozialdemokratischen Anträge zur Gewerbeordnung und zum Strafgesetzbuch allgemeiner Widerspruch geltend. München, 23. November. In Münchener Volksschulen wird mittags ein Teller warmer Suppe verab- I reicht und zwar an Bedürftige gratis. Nun hat die „M. I Post" konstatiert, daß man die Gewährung von Suppe von dem Unterzeichnen eines Reverses abhängig macht, in I welchem der Vater den Empfang der Suppe ausdrücklich als Armenunterstützung im Sinne des Gesetzes an- I erkennt. Mit anderen Worten: Ein armseliger Teller Suppe bildet für die Bedürftigen den Preis für ihre bürgerlichen Ehrenrechte. Dieser erscheint denn doch abnorm, I und mit Recht fordert das genannte Blatt deshalb die Fa- milienväter auf, lieber auf die Suppe zu verzichten. Es unterstellt dabei dem Münchener Armenpflegschaftsrat die Absicht, er habe einer großen Anzahl Arbeitern das Wahlrecht entziehen wollen, auch habe er gegenüber noch nicht I heimatberechtigten auf Grund des bayerischen Gesetzes über Heimat, Verehelichung und Aufenthalt vom 16 April 68 eine Handhabe zur Ausweisung gewinnen wollen. Die I Münch. Neust. Nachr." behaupten dazu, bte Gewährung von Suppe habe schon immer als Armenunterstützung ge= nölten unb der Revers habe nur den Zweck, hierauf noch I ausdrücklich aufmerksam zu machen. Trotzdem erscheint ba8 Vorgehen der Münchener Verwaltung in dieser Angelegen- I beit in recht traurigem Lichte. Die Gewährung von Suppe an die Schulkinder ist eine Maßregel von entschieden sanitärer wie sozialer Bedeutung, und man darf ihre Segnungen nicht durch derartiges Vorgehen illusorisch machen. Schon das geringste sozialpolitische Verständnis dürfte bte maßgebenden Persönlichkeiten Wege haben finden lassen, die Ge- I Währung von Suppe von dem Odium der Armenunterstützung zu befreien; sei es nun, daß man an bte wohlthätigkeit appellierte oder bte ^forderlichen^ aus dem Armenetat, sondern aus dem der Schulen bestritt, aber an sozialpolitischem Verständnis schemt es bei dew I Münchnern, wie ja noch an so vielen Orten, recht sehr zu fehlen. Dieser Revers ist auf jeden Fall kein Blatt des Ruhmes für die Münchener Stadtverwaltung. (Inzwischen ist, wie di- „5ft. Ztg. schreibt, di- Angelegenheit in der Gemeindevertretung erörtert worden. Nun behauptet aber die »Münchener Post", daß sogar die Gewährung ft cur I Lehrmittel als Armenunterstützung mit all ihren haß- : I lichen Folgen angesehen werde. Da scheint denn ^doch em gründlicher Wandel notzuthun!) * Bom Kriegsschauplatz. Der Kriegsnachrichteu sind zwar nur wenige, jedoch sind diese nicht ohne Bedeutung. Zunächst erfahren wir etwas Über die Friedensunterhandlungen: | Kapstadt, 25. November. Der Afrikanderführer Hos- meyer erklärte Friedensunterhandlungen für aussichtslos, so lange nicht die Entscheidung m Natal und Kimberley gefallen, da Milner die von den Buren gestellte Vorbedingung, die Garantie der Unabhängig- keil beider Republiken, nicht erfüllen könne. Sollte diese Erklärung das Scheitern der Friedensunterhandlungen bedeuten, so stehen wir mcht an, das als frohe Botschaft aufzunehmen. Noch ist der Augenblick zu ehrlichem Friedensschluss- nicht gekommen; be, d-n bisherigen Nachrichten wurde man den Gedanken nicht I°S, daß es die Engländer gegenwärtig nur darauf absähen, Zeit zu gewinnen. Eine weitere Nachricht besagt: London, 25. November. Aus Mafeking meldet der Kommandant Baden-Powel: Die Besatzung ist seit sechs Wochen gezwungen, in Kellern und Er bloch er n zu leben; ba sie an Wassermangel unb ®ranyClt?? leibet, ist sie unfähig, länger auszuhalten, wenn nicht rasch Entsatz kommt. _ . A , Das ist eine arge Hiobspost; benn an Entsatz ist eben in nächster Zeit garnicht zu benten. Unb nun scheint auch die Aftikandererhebung in der Kap-Kolonie größeren Umfang anzunehmen, bas Aergste, was ben Engländern passieren kann. An der Thatsache ist kaum noch zu zweifeln; denn die Nachricht, die wir hier wiedergeben, stammt aus englischer Quelle, die in diesem Spezialfalle als zuverlässig gelten kann: - London, 25. November. Die zweite Ausgabe der „Times" veröffentlicht ein Telegramm aus Queenstown von gestern, nach dem 400 Afrikanders aus der Kap-Kolonie, unter denen sich auch der bisherige Ortsvorsteher von Barkley-East befindet, sich den Buren angeschloffen Haden. Die Buren sollen jetzt auf dem Marsche von Barkley- East nach Dortrecht sein. auftragt haben. Heute morgen haben wir nun den nötigen großen Steg, diesmal bei Belmont, das nach englischen Angaben bisher immer in britischem Besitz gewesen. General Lord Methnen meldete offiziell, er habe den Feind am 23. d. M. bet । Tagesanbruch in starker Stellung südlich von Belmont an- I gegriffen unb mit stürmender Hanb, zum Teil nut dem Ba- ionet, von drei hintereinanderliegenden Höhenrücken zurück- geworfen, wobei der Feind ebenso mutig wie geschickt Widerstand geleistet. Der englische General meldet eingehend, er hab- eine große Anzahl Pferde und Kühe, ohneju sagen, ob er diese den Buren abgenommen. Von einer Verfolgung der letzteren ist gar keine Rede, noch viel weniger von einer Wiedereinnahme Belmonts. Nach allen bisherigen Erfahr- unqen macht dieser Bericht ganz den Eindruck, als hatte die südlich von Belmont zur Beobachtung des Feindes vorgeschobene Avantgarde der Buren, ihrer gewohnten Taktik gemäß, lediglich versucht, die Garden des Generals weiter gegen die festen Burenstellungen am Modderfluß hmaufzu- ziehen und dort in einen ernsten Kampf zu verwickeln, was General Methnen vorsichtiger Weise ablehnte. Ueber die Verluste der Buren weiß der General nichts weiter zu sagen wie, er habe 40 Gefangene gemacht und „eine gute Qahl Buren begraben". Diese Zahl muß recht gering gewesen sein, sonst würde er sie angegeben haben, umsomehr, als seine eigenen Verluste schwer sind. Sem Brigadegeneral Fetherstonhaugh ist mit 25 anderen. ardeoffizleren schwer verwundet, fein Gesamtverlust betragt -31 Mann i nämlich 58 Tote, 151 Verwundete und 22 Gefangene. Viel Trost bietet das auch nicht, wobei zu beachten, daß nach Methuen's eigenen Angaben er den Buren numerisch, wie an Artillerie weit überlegen war. Deutsches Keich- Berlin, 26. November. Das Kaiserpaar ist gestern nachmittag von Windsor nach bewegten Abschied von der Königin Viktoria nach Sandwigham abgereist, wahrend sich die kaiserlichen Prinzen zu kurzem Aufenthalt nach Cumberland Lodge begaben. Am Donnerstagmorgen erfolgt die Ankunft der kaiserlichen Familie in Potsdam. Em zwei- Vermischtes hatte, wegen einer Lappalie sein Vaterland zu verlassen und Frankreich kommenden Güterzuge zusammen. Neun Kunst und Wissenschaft. wiegend heileres Wetter. zu gewährenden Konzessionen die nationalen Jntereffen der Deutschen tangiert werden. Paris, 26. November. Im Distrikt Audricourt haben die Arbeiter den Kammerpräsidenten und den Handelsminister Millörand zu Schiedsrichtern in der Lohnangelegenheit gewählt. Die Arbeit wurde wieder ausgenommen. Verschiedene klerikale Blätter versichern, die Arbeiter hätten in der Versammlung erklärt, man habe sie den Ministern geopfert. Loudon, 26. November. Der Sieg über den Khalifen ruft hier allgemeine hohe Befriedigung hervor. Details berichtet folgende Depesche vom Sirdar: Die Kolonne marschierte bei Mondschein von Gedin und fand den Khalifen bei Om Debredit. Die Derwische griffen um 6J/4 Uhr an. Danach avancierte die ganze britische Truppe und durchbrach die Position der Derwische. Oberst Wingate rühmt das Verhalten und die Ausdauer der Truppen, welche 60 englische Meilen marschierten und zwei entscheidende Treffen in 61 Stunden lieferten. London, 26. November. Die bekannten politischen Männer Dilke undLabouchöre hielten Reden gegen den Krieg. Letzterer stellte fest, daß der Krieg bis jetzt bereits 330 Millionen Francs gekostet und mindestens noch das । Doppelte kosten würde, bevor er beendet sei. Er ist der i Ansicht, daß das Geld hätte besser verwendet werden können, um die Not in England zu mildern. Der Krieg werde vomVolke nicht gebilligt und finde nurBeifall in den Börsenkreisen und in den Verwaltungen der Goldminen. (Vgl. Leitartikel.) seine Existenz aufs Spiel zu setzen. Die Sache hat sich, wie gesagt, in Reutlingen, nicht in Schilda, zugetragen und gehört ins Kapitel der Schwabenstreiche, obwohl sie ihre ernste Seite hat. ** Wetterbericht. Das Minimum, welch;s gestern vor der mittleren norwegischen Küste lag, ist rasch ostwärts gewandert, beeinflußt aber durch einen Ausläufer noch die Osthälfte des Kontinents. DaS barometrische Maximum behauptet seine Herrschaft über Central- und Süd-Europa, und ist daselbstdementsprechend ruhiges und von Morgen- nebeln abgesehen, heiteres Wetter vorherrschend. Ueber dem Südwesten verliert der Luftdruck nunmehr langsam an Intensität,^ebenso ist nordwestlich von Schottland das Nahen einer neuen Depression angedeutet. — Voraussichtliche Witterung: Don Morgennsbeln abgesehen vor- für längere Zeil' nachgesucht, den er auch bewilligt erhielt. Da sich die Untersuchung hinzog, bestellte er schließlich einen Reisepaß, wurde aber wegen Fluchtverdachts verhaftet. Am Abend desselben Tages ließ man ihn gegen Kaution frei. Es sei bemerkt, daß Dr. Z. seinen Urlaub erhalte» hatte vor jenem Vorgang, daß er aus seiner Reffeabsicht * Leipzig, 24. November, v. Lasfert, Hauptmann und Kompagniechef im Infanterie Regiment Nr. 106, hat sich heute früh erschossen. Man hört, daß der in mili- tärlschen und gesellschaftlichen Kreisen sehr geschätzte Offizier öfter Schwermutsanfälle zu erleiden hatte. * Bamberg, 25. November. Der Zahlmeister Z emsch vom hiesigen Ulanen-Regiment ist gestern erhängt aufgefunden worden. Es war plötzlich eine Revisionskommission von der Intendantur aus Würzburg eingetroffen. Ob da- Ergebnis der Revision Ursache des Selbstmordes ist, steh«: bis jetzt noch nicht fest. o Wißmar bei Lollar, 26. November. Am nächsten Sonntag, als am 3. Dezember, nachmittags V23 Uhr findet in der „Abel'schen Wirtschaft" Hierselbst eine Versammlung des Obst- und Gartenb au Vereins für den Kreis Wetzlar statt. Herr Kreisobftbaulehrer Kilb von Wetzlar wird über Pflanzung und Pflege des Obftbaums einen Vortrag halten. Alle Freunde des Obstbaumes sind zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. — Lauterbach, 25. November. Dem Steuer-Kommissär des Steuer-Kommissariats Lauterbach, Albert Nispel wurde von Sr. Köngl. Hoheit dem Groß Herzog der Charakter als „Regierungsrat" verliehen. △ Hartmauushaiu, 26. November. Dem Kreisstraßen- wart Johannes Ruhl 3. hier, wurde das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Arbeit" verliehen. * Brüffel, 26. November. Bei der französischen Grenzstation Anor stieß ein Personenzug mit einem aus Antwerpen, 25. November. Verschiedene Mitglieder der Gerlach'schen Expedition hielten gestern abend in der hiesige« geographischen Gesellschaft Vorträge über die Südpolarforschung. Der Vorsitzende der geographischen Gesellschaft überreichte den Mitglieder« Denkmünzen in Gold, Silber und Bronze. Der Bürgermeister von Antwerpen begrüßte aufs Herzlichste die Teilnehmer an der Expedition. lohern, sowie weißen Minorca und Lackenfelder. Hinsichtlich der Wohnung empfiehlt er warme Stallung, Unterbringung z. B. in einem Raum, in den die Wärme des kein Hehl machte, daß diese von seinen Vorgesetzten gebilligt wurde, daß er überhaupt gar nicht den mindesten Grund Katastrophe ist durch falsche Weichenstellung verursacht worden. Acht Tage vor jenem Vorkommnis hatte Dr. Z. um einen Urlaub ins Ausland Bestreuen der Wiesen mit künstlichem Dünger, Anlagen, von Ent- und Bewässerungsgräben auf den Wiesen, Abhauen von Gebüschen an Rainen, zwecks Auskommens der Roggensaat usw. * Ans Württemberg, 24. November. Ein merkwürdiges Vorkommnis teilt der „Beob." mit. Ein Profefforats- kandidat Dr. Z. in Reutlingen hatte einen Streit mit mehreren anderen Herren im Museum, fühlte sich durch deren Aeußerung beleidigt und antwortete in entsprechender- Weise. Die Herren wandten sich darauf mit einer Beschwerde an den Ausschuß des Museums, wurde aber abgewiesen, worauf sie austraten. Gegen den Dr. Z. wollten sie auf dem Wege der Privatklage vorgehen. Nun mischte sich aber die Staatsanwaltschaft in die Angelegenheit und entdeckte ein „öffentliches" Interesse in ihr : es wurde gegen Konstantinopel, 26. November. Die Gerüchte über den Ausbruch von Unruhen in Erzerum, Bitla und Musch werden offiziell dementiert. Konstantinopel, 26. November. Die Verhaftungen in der Komplottsache dauern fort. Im Palaste wird behauptet, daß die Haussuchungen bei den drei deportierten Staatsräten das gravierendste Material zutage förderten, wonach des Thronfolgers Bruder, welcher sich großen Anhanges erfreut, auf den Thron gebracht werden sollte. — Bei der gestrigen Audienz des englischen Botschafters bekundete der Sultan großes Interesse an den Nachrichten vom Kriegsschauplätze. Er gratulierte (kondolierte?) dem Botschafter herzlich anläßlich des Sieges der Engländer.über die Buren bei Belmont. New-York, 26. November. Der deutsche Botschafter v. Holleben hat sich nach Chicago begeben, um die vom deutschen Kaiser gestiftete Fahne dem Kriegervereine zu überreichen. ? Grebenhain, 26. November. Der Schashändler Eß aus Dornassenheim hatte gestern folgendes Malheur- Derselbe kam mit einer Heerde gekaufter Schafe von Ober- Moos nach Bermuthshain zu, wobei er unterwegs in eine« Wald, im Distrikt „Rothenbach", die Schafe nicht mehr weiter brachte. Er mußte wohl oder übel die Tiere im Stich lassen, und wollte nach dem nahen Bermuthshain gehen, u« Hilfe herbei zu holen, wobei er sich unterwegs verirrte und nach Crainfeld, Grebenhain und dann erst nach Bermuthshain kam. Mit dem Schäfer des letzteren Ortes holte er dann seine Schafheerde, gewahrte jedoch, daß ein Stück fehlte, welches sich dann beim Nachsehen mit einem gebrochenen Bein noch vorfand. Es mußte geschlachtet werden. Passagiere und drei Beamten wurden verwundet. Die Kökstrs tmS KrsvWMLes. Gießeu, den 27. November 1899. ** Wir verweisen auch an dieser Stelle auf die heutige Bekanntmachung des Wafferwerks. . * ** Landtags Wahl. Bei der heutige«, auf dem „Windhof" vorgerrommeueu Wahl eines Landtagsabgeorduete» für deu Bezirk Gietzerr- Land wurde Herr Bürgermeister Leun in Grofien-Liudeu mit 21 Dtimmerr gewählt. ** Zn dem Milttärgottesdienst, an welchem sich auch die Spitzen der Behörden beteiligten, predigte Herr Pfarrer Dr. Grein auf Grund der Textstellen Psalm 24,3-4 und 1. Petri 2,17 über die Frage: „Was sagen uns unsere hessischen Farben?" Weiß: Ein Sinnbild der Einheit, eine Erinnerung an das Wort: „Wohl dem, der unschuldige Hände hat und reines Herzens ist", und rot: Das Sinnbild der Liebe, ein Antrieb zur Erfüllung des Wortes: „Thut Ehre jedermann, habt die Brüder lieb, fürchtet Gott, ehret den König." — Geflügelzucht. Unter dem Vorsitz des Herrn Geheimrat Provinzialdirektor von Bechtold tagte gestern im i "Löwen" eine Versammlung von Interessenten, in welcher Herr Lehrer Knaup von Heldenbergen den angekündigten Vortrag über die Grundregeln rationeller Geflügelzucht hielt. Nach einer geschichtlichen Einleitung über die Geflügelzucht in Deutschland kam der Redner auf sein eigentliches Thema und stellte folgende drei Hauptregeln auf: 1. Halten der besten Rassen und Zuchtwahl; 2. Sorge für geeignete warme Stallung; 3. Naturgemäße Fütterung. Nachdem er dargethau, daß unser Landhuhn durch Vernachlässigung in der Zucht in seiner Leistungsfähigkeit zurückgegangen, hielt er die Einfuhr fremden Blutes für nützlich, warnte aber vor dem Ankauf der viel- I fach billig angepriesenen ausländischen Hühner, die uns die I Geflügelkrankheiten mitgebracht hätten. Durch das massenhafte Sterben derselben würden die schließlich Ueberlebenden teurer, als die aus zuverlässigen deutschen Zuchten zu höherem Preis bezogenen. Für unsere Verhältnisse geeignet I empfiehlt er das rebhunfarbige Italiener- und das schwarze I Minorcahuhn, die Plymouths - Rocks (gute Brüterinnen), I Wyandottes, Langshan und die Hamburger, von welchen I Bruteier durch den hiesigen Verein zu beziehen sind. Er I empfahl dringend Zuchtwahl. Die Legefähigkeit sei keineswegs an die Rasse gebunden, sondern dem einen oder I anderen Huhn eigentümlich. Dies müsse beobachtet werden. I Die Bruteier seien von den fleißigsten Legerinnen zu nehmen. I Die über drei Jahre alten Hühner seien, da sie das Futter I nicht mehr verdienten, zu schlachten. Vom 8. bis 21. Monat sei das Huhn am legefleißigsten. DaS Anschaffen von Jahres- I ringen um das Alter zu erkennen, wird empfohlen. Redner tritt ganz besonders warm und lebhaft für Blutwechsel auch in der Geflügelzucht ein, wie dies in der Großviehzucht als notwendig längst erkannt sei. Man sieht, daß er auf die I Blutauffrischung ganz besonderen Wert legt. Für unsere Gegend gelte es ganz besonders, auf solche Rassen Gewicht zu legen, welche gute Legerinnen lieferten. Hierher gehören nach seiner Ansicht die oben erwähnten Geflügelraffen, wie I er weiter noch Kreuzungen empfiehlt zwischen schwarzen I Minorca und La Fache, weißen Minorca und Rammels- | O Gedern, 26. November. Gestern abend, während der Krieger-Verein hier zur Feier des GeburtSfestes Sr. König!. Hoheit des Großherzogs im Gasthaus zum Löwen hier versammelt war, erscholl plötzlich der Ruf „Feuer". Es brannte ein etwa 10 Minuten von hier sitzender Strohhaufen im sogen. „WildenFrauen Berg", dem Landwirt und Gastwirt Karl Landmann hier gehörig. Es sollen gegen 130 Fuhren Stroh gewesen sein. Ueber die Entstehung des Feuers ist nichts bekannt. O Crainfeld, 25. November. Von Seiner Königlichen Hohen dem Großherzog wurde auch heute dem Bürgermeister Heinrich Schmalbach hier das Silberne Kreuz de- Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Herchenhain, 25. November. Dem Holzhauer Johannes Nreß 5. hier, wurde von Sr. Königl. Hoheit dem Groß- Herzog heute das allgemeine Ehrenzeichen für „Treue Arbeit" verliehen. Viehstalles dringen kann. Den schädlichen, feuchtwarmen Dunst will er dadurch abhalten, daß er die Luft durch ein Geflecht von Holzwolle und ähnliche Stoffe streichen läßt, welche die Feuchtigkeit aufnehmen. Auf ein Quadratmeter Grundfläche können 8 bis 10 Hühner gehalten werden. Der Stall muß wenigstens so hoch sein, daß die Hühner auf den stets in gleicher Höhe mindestens 40 Zentimeter voneinander entfernt anzubringenden Sitzstangen auch bequem aufrecht stehen können. Für reine Luft durch Anbringen eines Ventilationsloches, für Licht und Reinlichkeit muß gesorgt werden. Die Wände müssen glatt verputzt sein, um dem Ungeziefer keine Schlupfwinkel zu bieten. Ebenso soll der Boden glatt, am besten zementiert sein. DN Raum ist zweimal im Jahre auszuweißen, der Kalkmilch, Petroleum oder Karbolsäure zuzusetzen um die Brut des Ungeziefers zu vernichten. Die Sitzstangen sind öfters mit Lauge abzu» waschen. Holzställe sind im Innern mit öfters nachzustreichender Dachpappe zu verkleiden. Das Futter muß ein natürliches sein. Das Huhn liebt Käfern, Maden, Insekten, Larven. Wenn solche mangels freien Auslaufs fehlen, ist Ersatz durch Fleischabfälle, Käse, Milch, Buttermilch u.s. w. zu schaffen, was man mit gekochten Kartoffeln mischt. Im Winter sind die Hühner 2 Mal zu füttern, bei freiem Auslauf auch im Sommer 2 mal. Morgens ist denselben warmes Futter zu reichen und zwar Weichfutter, damit solches möglichst rasch der Kropf passiert und in den Magen , gelangt. Abends empfiehlt sich Körnerfutter, was besonders notig ist, weil das Huhn ein Körnerfreffer ist. Das Korn muß länger im Kropf bleiben, wie Weichfutter. Deshalb ist die Nachtzeit zur Verdauung dieses Futters am besten geeignet. Grünfutter ist im reichem Maße zu reichen. Als Ersatz empfiehlt Redner im Winter Heu und Grummet, in heißem Wasser aufgeweicht, erkaltet zu verfüttern. Grüner Klee und Kleeheu sind gut wegen des -Eisengehaltes. An mineralischen Stoffen sind zu reichen: zerkleinerter Kalk- I Mörtel, zerstoßene Eierschalen, eventuell phosphorsaures Kalkpulver. Besonders ist immer für reines Trinkwasser I Sorge zu tragen, damit die Tiere nicht aus den Pfützen I oder gar Jauche saufen, was sie krank machen kann und I den Eiern einen schlechteu Geschmack verleiht. In das Trinkwasser gehören Nägel, oder 2-3 Gramm Eisenvitriol auf 1 Liter Wasser. Nachdem Redner noch besonders die I Notwendigkeit des Staubbades erörtert, schloß er seinen beifällig aufgenommenen Vortrag, dem eine größere Be- I teiligung zu wünschen gewesen wäre, namentlich wenn man I sich die Samen vor Augen führt, welche Deutschland nach I den Angaben des Redners für Geflügel und Geflügelprodukte alljährlich an das Ausland zahlt! Polizeibericht. DiebstahlimVolksbad. Ju letzter Zeit wurden an verschiedenen Tagen im Innern des Volks- I bades von einem eisernen Geländer, 22 Stück Messingknöpfe (Verzierungen) abgeschraubt und weggebracht, ohne daß I man eine Spur von dem oder den Thätern entdeckt hatte. I Am Samstag abend gelang es, 2 an dem Thatort auf- I gestellten Schutzmännern, einen der Thäter bei der That, I er hatte bereits 2 Stück der Knöpfe abgeschraubt, ab- I zufassen. Die Thäter, deren bis jetzt 3 ermittelt wurden, I find hiesige Schüler. — Entwendung von Zigarren. I | Bei Oer Entwendung einer größeren Anzahl Zigarren in I einer Wirtschaft der Liebigstraße wurde heute nacht ein I Student (!) ertappt und zur Anzeige gebracht. — Frei- I heitsberaubung. Gegen eine hiesige Wirtin, welche I heute nacht ihr Dienstmädchen eingeschlossen, so daß dieses I um polizeiliche Hilfe zum Fenster hinausrief, ist Anzeige I , erhoben. Die betreffende Wirtin hat sich dieses Vergehens wiederholt schuldig gemacht. — Arretierung. Ein be- I trunkener Arbeiter der Snnntng früh fortgesetzt Ruhe- ...... ..... storung in hiesigen Straßen verübte, mußte der Ordnung Dr. Z. Untersuchung eingeleitet, halber in das Haftlokal verbracht werden. — Simulant. ! ~ - • - - - a Ein Fremder, der gestern in hiesiger Stadt den Arm in I einer Binde trug und dabei unter der Angabe, er sei ver- I unglückt, bettelte, wurde zur Konstatierung dieser Angabe von einem Schutzmann zur Wache gebracht, wo es sich herausstellte, daß der in der Binde getragene Arm ganz gesund war. — Ueberfall. Eine hiesige Frau, welche Samstagabend zwischen 9 und 10 Uhr durch den Bahnviadukt von der Hammstraße nach der Westanlage auf der Mitte der Fahrbahn ging, wurde an einer sehr dunklen Stelle des Viaducts plötzlich von einem unbekannten Menschen angefallen, zu Boden geworfen und der Versuch zur Vergewaltigung gemacht. Auf das Hülferufen der Frau erschienen alsbald Leute, sowie auch ein Schutzmann am Thatort. Man konnte jedoch von dem Thäter, der auf das Geschrei die Flucht ergriffen hatte, keine Spur mehr auffinden. Heute morgen wurde der Thäter in der Person des in einem hiesigen Geschäft als Hausbursche beschäftigten, bereits wegen ähnlichen Fällen vorbestraften Heinrich Philippi aus Ruppertenrod ermittelt und verhaftet. j = Vom höheren Vogelsberg, 25. November. Wie alle - Arbeitslöhne in die Höhe gegangen sind, wie bei Dienstboten u. s. w. so ist dies auch der Fall gewesen für diesen Winter bei den Holzhauern in dem Walde. Dieselben bekommen nämlich jetzt für den Raummeter 1 Mk. i 30 Pfg., währenddem früher nur 1 Mk. 10 Pfg. bezahlt wurde ' also 20 Pfg. pro Raummeter mehr, wodurch doch immer noch wenige Leute da sind, infolge des Bahnbaues Lauterbach- l Gedern. ES ist ja somit auch ein schöner Verdienst für die < geringen Leute unserer Gegend. — Infolge der seitherigen: günstigen Witterung konnten noch viele, mitunter sehr nötige landwirtschaftliche Arbeiten verrichtet werden, wie : Rezept. Man nehme 1 Liter Weingeist, l*/< Liter Wasser, füge für 75 Pfg. Melling Hoffs Kognak-Essenz hinzu, man erhält dann 2i/« Liter Kognak, welcher der chemischen Zusammensetzung nach dem echten gleich ist und ihm an Geschmack und Bekömmlichkeit nickt nachsteht. Mellinghoffs Kognak-Essenz ist echt nur in Originalstaschen zu 75 Psq. mit dem Namenszuge des Herstellers Dr, A. W. Mellirrghof in Bückeberg.8295 von W. Fries |r., Seifenfabrik, Siegen, hat nach vorgenommenen chemische» Analysen den bis jetzt unerreichte« höchsten Fettgehalt — 42 % — und ist dadurch das hervorragendste, beste und billigste Waschpulver. 8297 Alleinverkauf bei Herrn Emil Fischbach. J der ’t die BUUL de« non j Teilneh^-^^^d« 6 ^nt5Ä'- und Ä-*' Mgent LsZÄ ’sS« IQnu ust J ims J ledoch h hystr ^^I'ehen nist ri! $tü< 4 ■* rzogs im a * »Ä"‘* 10 ®i« „ " & äs* Ulfe ÄS’ ?ÄT*” ?; Wt beul Hvnst. w »Treue Weit« ,Ä iUbin Wp,l J et*03 d-r Lhnckn "ber; $e« Sttilfttafa, •6e tai «Ogemtine 61», « «W »«diesen Itawmta. äffl Mia Wt eine gerfam«, bauvereiur (hbtu iSob^auIt^tx M dor 5 Pfirge des Obstbaums lde des Obstbaumes sind t eingeladen. Les. >• Lasser!, Haupwann ! Regiment Nr. 106, hat m hört, daß der in mili« sen sehr geschätzte Offizier 'n hatte. DerZaMeisttr Zemfch gestern erhängt ass- eine Revisionskommission g einMvsien. Ob da» S SüdsimvrdeS isi, sieht; mber. Ein merkwürdiges mit. Ein ProfefsoratS- i hatte einen Streit mit nfenm, W- sich buch (»ortete m entsprechender harauj mit einer 8e> ifeumS, würbe aber * Segen den »■» * . Mg-be». to ®* iB die »izelegecheü m re in ihr; e« -mrdeM-i, «*Ia8' *.ES nen Urlaub m3 „ mch bewilligt eche«. bestellte er »Esm chwert-ch» »“W '*: man ihn E Sau ’ (einen Urlaub «W /«z (einer H# :i”e\$”Sn9®S rSss tfpUSff* * sys*** Gingesandt. (Atu $OTtn und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel Übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Gieße«, 25. November 1899. Der Detailltsten-Verein hat in seiner Generalversammlung, dir zugestandrner Weise sehr schwach besucht war, beschlofferi, beim Kreisamt vorstellig zu werden, um am heiligen Abend die GeschästS- zett btS 9 Uor abends auSdehnen zu können. Eine Anzahl Geschäftsleute hält diesen Beschluß für kurzsichtta; denn erfahrungsgemäß erlischt das Hauptgeschäft schon in den späten Nachmtttagbslunden, was nach 6 Ihr kommt, sind Arbeiter und Angestellte, die erst dann frei werden. Fällt jedoch der heilige Abend auf etnenSonntag, so hat mit Ausnahme der geplagten Geschäftsleute jeder frei, und in der 3'it von 11 Uhr bis 7 Uhr kann er seinen Bedarf reichlichst decken. Wir hoffen sicher, daß das KretSamt den Antrag des Detaillisten- VerttnS pure ablehneu wird und sich dadurch den Dank der Geschäftsinhaber und des Personals, den.n doch wirklich mal ein Weihnachtsabend zu gönnen ist, erwerben wird. Der Kaufmännische Verein hatte in Verbindung mit dem Gewerbeoerein am 22. November Herrn Regisseur Beck aus Köln zu einer Rezitation entboten. D r bekannte und gefeierte Künstler bereitete der zahlreichen Zuhöre-schaft einen äußerst genußreichen Abend. Was soll man aber dazu sagen, daß von den Herren deS Vorstands niemand sich bemüßigt fand, den Künstler zu begrüßen und ihn mit ein paar einleitenden Wo.len der Versammluna vorzustellen. Es war - gelinde gesagt — eine Formlosigkeit. War, wie man hort, der Vorsitzende deS Kaufmännischen Vereins erkrankt, so mutzte an seiner statt ein anderer Herr das Amt übernehmen, dem Künstler gegenüber den Verein zu v rtrrten. Wie die Dinge lagen, wutzte Herr Beck nicht einmal, wann er seine Rezitation beginnen sollte. Schließlich mutz es gerügt werden, daß die Vereinsleitung es unterlass n hat, der P esse ein Referat über den hervorragend gelungenen Aoend zu übergeben. x- y» Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag den 27. November, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Ap.-Gesch. 8, Vers 1 ff. Pfarrer Euler. Landwirtschaft. — Dom Lande. D i e günstige Herb st Witterung kommt den Landlevten bei ihren letzten Arbeiten sehr zu statten. Das Dreschen ist meistens beendet, nur ganz selten hört man noch das einförmige Klipp-Klapp der Dreschflegel. Jedoch flieht es auch im Spätherbst für den Landmann noch manche Arbeit, die unbedingt vor Eintritt kälterer Witterung ausgeführt werden muß. Hierher gehören z. B. das Anlegen von Be- und Entwässerungsgräben in den Wiesen. Auch ist jetzt die günstigste Zeit, um die Wiesen zu düngen, denn nur der durch die Winterfeuchtigkeit aufgelöste Dünger kommt der nächsten Heuernte zu gute. — Eine weitere notwendige Arbeit ist das Ausputzen der Obstbäume, welches bei der jetzigen Witterung noch sehr gut ausgeführt werden kann. Dabei empfiehlt sich, den Schnitt nur unmittelbar über dem Astringe, und womöglich von unten nach oben auszuführen. Bei Frostwetter soll das Ausputzen ganz entschieden nicht ausgeführt werden. Auch das Reinigen der Obstbäume vom angesetzten Moos ist jetzt vorzunehmen Alten Obstbäumen schadet das Moos, ausgenommen, daß es Ungeziefer beherbergt, weniger; jungen ist es dagegen wegen des dadurch bewirkten Luftabschlusses sehr schädlich. Neueste Meldungen. Teneschen des Bureau „Herold'. Berlin, 27. November. Das Kaiserpaar ist nach einem Telegramm aus Sandringham vorgestern abend dort eingetroffen und von dem Prinzen und der Prinzessin von Wales, dem Herzog und der Herzogin von Aork und der Prinzessin Kar! von Dänemark empfangen worden. Wien, 27. November. Ministerpräsident Graf Clary hatte gestern eine längere Audienz beim Kaiser, in welcher er über den Stand der innerpolitischen Situation Bericht erstattete. Heute soll eine Besprechung zwischen dem Ministerpräsidenten Clary und dem Obmann des Jungtschechenklubs, Dr. Engel, stattfinden. Man legt dieser Unterredung eine große politische Bedeutung bei, und glaubt, daß cs gelingen werde, die Jungtschechcn von der Obstruktion abzubringen. Von der Demission einzelner Kabinettsmitglieder ist nicht mehr die Rede, noch weniger kann eine Veränderung im Programm des Auswärtigen Ministeriums erwartet werden. Brüsiel, 27. November. Der Gemeinderat gestattete dem Unterstützungs-Verein für die Buren, öffentliche Geldsammlungen für die Hinterbliebenen der gefallenen Buren zu veranstalten. Heute findet ein Meeting zu Gunsten der Buren statt. Paris, 27. November. Die nationalistische Presse fordert die Freilassung Dvroulödes, dessen Gesundheitszustand Anlaß zu Besorgnissen gebe. DaS Unwohlsein Döroulödes soll durch die schlechte Behandlung im Gefängnis hervorgerufen worden sein. Bayonne, 27. November. Zwischen einer Bande spanischer Grenzschmuggler und sranzösischcn Zollbeamten kam cs an der Grenze zu einem heftigen Zusammenstoß. Eine Anzahl Schmuggler wurden verhaftet. Loudon, 27. November. „Daily Telegraph" meldet aus New-Aork, der bekannte Finanzmann Piller sei wegen Unterschlagung von 5 Millionen Dollars verhaftet worden. London, 27. November. Die Preß-Associalion meldet eine Verschlimmerung in dem Befinden des Lord Salisbury. brigade machte Front und deckle die Flanke, wobei sie schwer litt. Der Feind focht hartnäckig und litt schwer. Wir begruben 20 Buren, die außerdem 31 Tote und 48 verwundet hatten. Mehr als 50 Pferde blieben auf einer Stelle tot. Unsere Truppen gingen auf GraaSspeno zurück, um auszuruhen. Weiter meldet die „Deutsche Warte" aus London: Wie offiziell aus Kapstadt gemeldet wird, rückte der General Methuen am Samstagmorgen 3 Uhr mit der gesamten Kolonne vor, in der Absicht, die Buren bei Belmont zu umgehen, wurden aber um 6 Uhr morgens in der Flanke und im Rücken von 2000 Freistaat-Buren angegriffen und erlitten schwere Verluste, umgingen aber schließlich die Burenstellung mit dreifacher Uebermacht, und erreichten Graßpan-Station. London, 27. November. Aus Durban wird gemeldet, das 9. Lanzen Reiter-Regiment, welches nach Moois River entsandt wurde, um einen Aufklärungsritt zu machen, ist noch immer nicht eingetroffen. Man befürchtet, daß daS Regiment von den Buren aufgerieben worden ist. Die gesamte Presse spricht ihren Unwillen über diesen voraussichtlichen Verlust aus und macht die Heeresleitung dafür verantwortlich, daß sie anscheinend in denselben Fehler wie Elandslaagte gefallen sei. Amsterdam, 27. November. Nach hier eingetroffenen Nachrichten hat in den jüngsten Tagen ein Briefwechsel zwischen dem Präsidenten Krüger und dem Führer der kapländischen Holländer, H o f m e y e r, stattgefunden. Letzterer habe einen Waffenstillstand behufs Einleitung von Friedensunterhandlungen oorgeschlagen. Präsident Krüger habe jedoch einen Waffenstillstand ohne bestimmte Garantien abgelehnt, da derselbe England gestatten würde, seine Rüstungen Vom Kriegsschauplatz. London, 27. November. Die „Times" berichtet aus Queenstown: Die Buren haben Barkleyest erobert. 300 Gewehre und eine Große Menge Munition fiel in ihre Hände. London, 27. November. Aus Esteourt wird vom 26. berichtet, General Joubert zieht sich nach der Gegend von Ladysmith zurück. Die Buren mußten, als sie sich vor den Truppen des Generals Hildyard zurückzogen, eine große Anzahl Gewehre und viel Munition zurücklassen. Die Engländer machten auch einige Gefangene. Andererseits wird aber gemeldet, daß die Buren sich zurückgezogen hätten, um bessere Stellungen einzunehmen. Ihre Geschütze bedrohen nach wie vor die Stadt. London, 27. November. Die „Times" berichten aus Moois River vom 26. ds.: 200 Mann Kavallerie unternahmen einen Kundschafterritt in die Gegend von Esteourt und erklärten, daß die Eisenbahn-Verbindung bald wiederhergestellt sein wird. London, 27. November. Ein Telegramm aus Kapstadt berichtet, daß die Buren gestern Stormberg besetzt haben. London, 27. November. Aus Kapstadt wird dem Kriegsamt vom gestrigen Tage 11 Uhr 20 Min. telegraphiert: General Methuen meldet: Ich bin gestern mit der 9. Brigade des berittenen Korps (Lanciers) und zwei Batterien vorgegangen und stieß bei Graaßpeno nördlich von Belmont auf 2500 Buren mit 6 Geschützen und einem Maxim- Geschütz. Das Gefecht begann um 6 Uhr morgens. Die Batterien feuerten Shrapnels bis die Höhen von den Buren gesäubert wurden. Das Gefecht dauerte bis 10 Uhr abends. Als die Höhen genommen waren und die Buren zurückgingen, wurde die 9. Lanciers-Brigade aufgestellt, um sie zu fangen. In dem Gefecht griffen uns die Buren im Rücken an. Die Marinc- zu vollenden. Aus dem Geschästslrben. Hnsbeschlag für Pferde im Winter. Allen Pferdebesitzern und Pferdefreund-n ist viel daran gelegen, auf glatten Straßen, Eis, Schnee feuchtem Asphalt rc. sich sicher auf und hinter dem Pferde zu wissen, sei es als Reiter oder als Fahrer. Genügende Sicherheit hierfür bietet nur der Hufbeschlag. Bei diesem haben sich die Stollen mit j—j-förmigen Querschnitt (Patent Neuß), wie solche von der Firma Leonhardt & Co. Schöneberg-Berlin in großem Maßstabe fabrikmäßig hergestellt werden, so vorzüglich bewährt, daß alle anderen Beschlagsarten weit in den Schatten gestellt worden sind Die Stollen haben die Form eines |—|, dessen Kanten stets scharf bleiben. Das Pferd erhält dadurch, selbst auf glatten Wegen, einen sicheren Gang und wird geschont. Verletzungen, wie solche durchwandere Stollen häufig vorkommen, sind durch die s—j.Stollen vollständig ^ausgeschlossen. Nie hat eine Neuerung im Hufbeschlag solch großen '.Anklang gefunden, wie diese j—j-Stollen. Der Absatz ist enorm, sodaß die Fabrikanten fortgesetzt das Fabriketablissement vergrößern mußten, um der regen Nachfrage genügen zu können. Nunmehr ist der Sitz der Firma in Schöneberg- Berlin und das imposante Fabriketablissement ist zur bequemere« Vollführung der Transporte in unmittelbarster Nähe des Bahn» geleises angelegt._______________________________________________________________ <$MYRRHOUN-SEFr~ „Sir macht bie Haut weiw und geschmeidig und dürfte Leuten, welche an splöder, zum Auffpringen neigender trockener Haut leiden, sehr zu empfehlen s/in," ist die Ansicht eines erfahrenen ArztrS. UeberaU, auch in den Apotheken, erhältlich. ’ in eigener Werkstütte. Bekanntmachung, Wasserleitung betreffend. Infolge stattgchabten Bruches des Hauptrohres in der Moltkc- straße waren wir vorgestern, Samstag hen 25. d. Mts., mittags 12 Uhr, genötigt, die Wasserleitung in einem Teil der Moltkestraße sofort ab,u- sperrcn und das gesamte Niederdruckuetz der städtischen Wasserleitung unter Hochdruck zu stellen. Da ein Satz einer größeren Bekanntmachung vor dem Beginn des Druckes nicht mehr möglich war, so mußten wir uns am Samstagnachmittag auf eine bezügliche Lokalnotiz beschränken. Das Niederdrucknetz umfaßt außer der Moltkestraße alle zwischen dem rechten Wieseckufer und der Lahnseite liegenden Straßen der Stadt. Die Wiederherstellung der Leitung, welche alsbald begonnen und in der Samstag- nacht fortgesetzt wurde, wird voraussichtlich bis morgen, Dienstag, oder spätestens Mittwochabend beendet sein und so lauge mutz auch das Niederdruckgebiet unter Hochdruck stehen bleiben. Obgleich alle Hauswasserleitungen — nicht nur diejenigen des Hochdruckgebiets, sondern auch diejenigen des Niederdruckgebiets — seinerzeit mittelst Hochdrucks geprüft worden sind, so empfehlen wir dennoch allen Hausbesitzern, bezw. deren Stellvertretern, des oben bezeichneten Niederdruckgebiets, ihrm Hauswasserleitungen für die Dauer des Hochdrucks eine etwas erhöhte Aufmerksamkeit zu schenk-n und bei etwa eintretenden Undichtheiten sofort das vor dem Wassermesser befindliche Hauptabsperrventil zu schließen und uns Anzeige zu erstatten. Nach erfolgter Wiederherstellung der Leitung wird weitere Bekanntmachung erfolgen. Gießen, am 27. November 1899. Städtisches Ges- und Wasserwerk Gießen. 8296 Otto Bergen. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde TraiS-Horloff für das Jahr 1900/1901 liegt vom 30. November an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Trais,Horloff, den 25. November 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Trais Horloff. Bornmann. 8292 Bekanntmachung. Aus den Zinsen der Friedrich Heyer von Roseuseld'schen Ttistuug sollen am Todestag des Stifters — 21. Dezember — 72 Mk. 81 Pfg. an solche evangelische, würdige Stadtarme verteilt werden, welche selbst in Gießen geboren sind, und deren Eltern und Großeltern ebenfalls dorten zur Welt kamen und daselbst das Bürgerrecht inne haben oder hatten Anmeldungen zum Bezug dieser Zinsen sind auf dem Armenamt bis zum 10 k. Mts. zu erstatten. Gießen, den 25. November 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 8303 Gnauth. WWMWWWM VrrdiuMg von Zinmer- btW. Schlkinttarbkit. Die zur Einrichtung der südlichen Halle auf dem Viehmarkt zu einer Wirtschaftshalle erforderlichen Zimmer- bezw. Schreinerarbeit soll Donnerstag, 30. d. Mts., vormittags 117a Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 7 während der Dienststunden zur Einsicht offin. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 18 Tage. G ehen, 24. November 1899. Das Stadtbauamt. Schwankt. 8302 362 cbm Kleinschlag, sowie 100 cbm Bindestoff für die Gemeinden Ebersgöns, Hörnsheim, Lützellinden, Niederkleen und Oberkleen zur Verwendung im künftigen Jahr sind zu vergeben. Lieferungslustige wollen ihre Forderungen schriftlich und verschlossen bis am 2. kommenden Monats, vormittags 11 Uhr, zu welcher Zeit Eröffnung erfolgt, mir einreichen. Bedingungen sind hier einzusehen. Groß-Rechtenbach, 25. Nov. 1899. 8290 Der Bürgermeister. Pl'rllkigrrmllMl Mittwoch brn 29. November l. I>, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Bieker'schen Saale: 1 Regulator, 1 Nähmaschine, 1 Sofa, eine große Partie Schuhwaren, 1 neue Bettlade, 1 Silbers,.mk, 1 Pferd, ein Sofa mit 6 Stühlen und 2 Sesseln u. a. 04276 Geißler, Gerichtsvollzieher. M Kmnlirkettkll, . Jhf zuWeihnachtsgeschenken jFj geeignet, s**’ fertigt gut und billigst an, sowie alle sonstigen Haararbeiten, H. Tichy, Seltersweg 43. W her Betten- und Wäsche-Geschäft empfiehlt in solider Arbeit za billigsten Preisen: 3&3F* in jeder Preislage. Seltersweg 64, l. verlangt. Verlobung 8304 von nebensächlicher Bedeutung ist. Brühl’sehe cUnu).-'ßueh- u. SfteindrucAerei Anfang 8 Uhr abends. 8305 Made in German v Börse vom 25. Novmeber 1899. Frankfurter Proeent erttf 231.46 Danny. 8f.'Ketten Vermietungen Mietgel uche 'n uerlrnttfen vkrsGtdenes Verloren Vereine 4 4 8 3 98 35 89.70 96.75 C 00.00 000.00 00.00 4 57.15 4 4 4 4 8 5 Brief 16.20 20.43 4.20 98 80 97 80 2470 42.85 49.10 99.50 00.60 100.50 100.80 100.75 98.95 •ttt 80 90 169 20 417 50 nen: Walter Steinert. Marg. Haußig. Alwin Henry. Wilh. Wilhelmi. Joseph Curland. Carl Walter. Alix Hardegg. Emil Richard als Gast. Franz Rolan. Wald. Eckartz. WilhelmineHelm Rosa Knöfel. Elsa Duve. Paul Paren. Aug. Kirchhoff. K v';'. 04270] Siübchen mit Belt und jtost zu vermieten.Lindenplatz 7. «tzendeourser 000.00 I Oesterr. Lredit'Actten Wirtschaft. 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Einem hochachtbaren, intelligenten und ehrenwerten Herrn, der es verstanden hat, sein Geschäft zur größten Ausdehnung gebracht zu haben, die Eigenschaft, Mitglied der Handelskammer sein zu können, nicht zuzuerkennen, ist geradezu eine Beleidigung. Daß Herr Nowack nicht redegewandt sei, ist mehr als „harmlos". In einem Kollegium von ca. 10 Herren brauchen Reden mit dem nötigen Pathos nicht gehalten zu werden; da genügt einfacher Meinungsaustausch, und — was wohl die Hauptsache ist — ernstes Streben, verbunden mit achgemäßer Bearbeitung der eingehenden Fragen. .Daß dazu f""" Nowack wohl der geeignete Mann ist, das hat er bewiesen.^ Hoffentlich bezweckt die Annonce die einstimmige Wahl des Kerru CL W. Nowack s®n 8306 3-ZiulNlttWhnullg in der Nähe des Bahnhofes per 1. Jan. gesucht. Offerten unter E. W. 8284 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 8298] 4-Zimmerwohnung zu mieten gesucht. Offerten unter W. 8298 an die Exvedition dieses Blattes.______________ Ortsgewerbcverein. 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Genanntem Herrn ist ein umfaffendes kaufmännisches Wissen, gründliches Verständnis der Branche, dabei eine langjährige Erfahrung zu eigen, und es weiß Herr Nowack seinen Gedanken in Wort und Schrift klaren Ausdruck zu geben. Wie bekannt, ist dieser Herr seither wiederholt von der Handelskammer in Fragen seiner Branche zu Rat gezogen worden und hat in Gutachten von volkswirtschaftlicher Bedeutung, den an ihn gestellten ^Erwartungen stets aufs Beste entsprochen. - Diesen Thatsachen gegenüber kann die in Rr. 279 des Gießener Anzeigers enthaltene Gegenkandidatur wohl nicht ernst genommen werden, mmal in einer solchen Körperschaft die Gabe der Redegewandtheit nur Konzerttokak zu den vier Jahreszeiten Wilh. Busch, Grüubergerstratze 47. Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. November: Grosses Zfyenner-Xonzert ausgeführt von der Serbisch-ungarischen Zigeunertruppe. Unserer heutigen Gesamtauflage ist eine Extrabeilage, betreffend Sauatogeu (nervenstärkende Ernährung) zu- geftiflf. 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Koegler. — Druck und Verlag der Brühl'fchen Universitäta-Buch. und Steindruckerei irb das» «?rf '? «atiirltch , s-Kr SsriSS s.Ä die ihnen fÄ'ta 1'°>-cht Be£ dt- b(| Uen; fi.Weberl KkZV &'Ä.*