Samstag den 28 Oktober Nr. 254 Zweites B5M Amt«- rmd Anzeigeblatt ffir den Kreis Gieren. igieriger- Un-Seife flaaafcKt wen «njetge« t» «achmittags für tat {»igtsftta leg rrfchrtneoden Nummer HB »or* 10 Utzr. Llle Anzrißen-BermittlungssteSeu btf In- und nehmen An»eigen für den Ättßener Änidgtr entftf*. Ludwig van Beethoven (1770-182T). Gefahr nicht erkennen, die aus einem Eingreifen der Mächte droht? England selbst war ja stets der eifrigste Vertreter einer Theorie der Kompensationen, es wird nicht zürnen dürfen, wenn dieselbe Waffe, die es so oft gebraucht hat, jetzt gegen den eigenen Leib gerichtet wird und wenn außer der sentimentalen deutschen Diplomatie, die das angenehme und nützliche Amt anstrebt, den Helden von Samoa den Rücken zu decken, die gesamte europäische Diplomatie schon an der Feststellung der eigenen Forderungen thätig ist. Jeder Machtzuwachs der einen schärft den Appetit der anderen Macht, und so paradox es klingt, so ist es dennoch möglich, daß Buren und Engländer mit ihrem Blute einen russischen Hafen im persischen Golf oder im Mittelmcer be- zwischen de» Depeschen von 1870 und den Depeschen von 1899. Es ist ja möglich und sogar wahrscheinlich, daß die Engländer hier und da, und namentlich in der ersten „Schlacht bei Glencoe" einige taktische Erfolge errungen, daß sie mit überlegenen Kräften und vor allem mit Hilfe «»eß stärkeren Artilleriematerials Vorteile über kleine Schare» deS Gegners errungen haben; aber selbst diese zahlen: die Reise des Grafen Murawjew nach Spanien: und Frankreich war sicherlich keine Vergnügungstour. Und wenn England besiegt wird, oder doch in jahrelange» Kämpfen seine Kraft ausreiben muß, was dann? Außerhalb Berlins ist man keineswegs grundsätzlich gegen eine „Schnapp- hahnpolitik" eingenommen. Und trotz der Kaiserreise und aller Offiziösen wird man doch auch bei uns wenigstens das natürliche Gebot nicht Preisgeben, die Engländer in ihrem eigenen Fette schmoren zu lassen. Starke Begeisterung für den Krieg hat in England niemals bestanden, heute dürfte sie bereits so weit abgekühlt sein, daß das Quecksilber kaum noch über den Gefrierpunkt hinaus reicht. vierltljährUch k# 2 Mark 20 P',. monatlich 75 Psz- mit Bcingerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pftz. HcrleljLhrl'ch. Deutsches Reich. Berlin, 26. Oktober. Der Kaiser hörte heute vormittag die Vorträge des Kriegsministers v. Goßler und deS Chefs des Militärkabinetts, v. Hahnke. Um 2 Uhr hat sich der Kaiser mittelst Sonderzuges nach Blankenburg a. H. begeben. — Der neue Oberpräsident v. Bethmann- Hollweg hat sein Erscheinen in der morgigen Sitzung des hiesigen Magistrats in Aussicht g e st e l l t. — Wie der „Reichsanzeiger" meldet, ist der Fürst Christian Kraft zu Hohenloh e-Oehringen, Herzog von Ujest, seinem Antrag gemäß von dem Amt eines Oberst- kämmerers entbunden worden. — Zum Nachfolger des bisherigen schwedisch-norwegischen Gesandten am hiesigen Hofe, v. Lager heim, ist der Gesandte beim Quirinal, Freiherr v. Bildt, bestimmt. Berlin, 26. Oktober. Staatssekretär Tirpitz wird bereits morgen früh wieder hierher zurückkehren. Wie der „Lokal-Anzeiger" zu berichten weiß, dürfte es sich bei den gemeinsamen Vorträgen der Staatssekretäre v. Bülow und Tirpitz beim Kaiser wenigstens in der Hauptsache um eine Besprechung der Flottenfrage gehandelt haben. — In sonst wohlunterrichteten politischen Kreisen ist demselbe» Blatte zufolge die Meinung verbreitet, daß der Reichstag noch in diesem Winter in irgend einer Form mit der Flottenfrage befaßt werden soll, wenn auch vorläufig oieb leicht nur in Form einer Denkschrift über den voraussichtlichen Mehrbedarf von Schlachtschiffen nach Erreichung beim Flottengesetz vorgesehenen Soll-Bestandes. Es wird angenommen, daß eine Verständigung zwischen dem Kaiser und den beiden Staatssekretären bereits erfolgt ist, und daß auch der Reichskanzler derselben beitreten wird. — Der Regierungs - Präsident von Sigmaringen, v. Oertzen, früher Staatsminister von Lippe-Detmold, ist j als Nachfolger des zur Disposition gestellten Herr« v. Colmar Meyenburg zum Regierungs-Präsidenten von Lüneburg in Aussicht genommen. — Der Magistrat hat, vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten, für die Ueberschwemmten i« Oesterreich 20,000 und für die Ueber schwemmte» in Bayern 30,000 Mk. bewilligt. — Ein Telegramm aus dem Missionshause der Pallottiner in Limburg meldet, daß die Missionsstationen der Pallottiner zu Kribi und Buambo in der Kolonie Kamerun von Bulu-Negern, wie befürchtet, zerstört und ausgeraubt sind. Die Missionare seien geflohen, einer verwundet. — Die deutsche Botschaft in Madrid hat der spanischen Regierung die Mitteilung gemacht, daß Prinz Albrecht am 4. November d. I. früh mit Gefolge an der spanischen Grenze ankommen und noch am selben Tage abends in Madrid eintreffen wird. Zu diesem Zwecke sandte, wie aus Madrid gemeldet wird, der Minister des Innern Instruktionen an alle Gouverneure, durch deren Amtsbezirke Prinz Albrecht fahren werde, damit ihn zahlreiche offizielle Kommissionen auf der Durchfahrt begrüßen. In Madrid I soll unter anderen Veranstaltungen eine große Parade statt- I finden, an der sich sämtliche Waffengattungen des spanische« I Heeres beteiligen werden. Frankfurt a. M., 26. Oktober. Die Kaiserin Fried- I rich ist gestern abend mit großem Gefolge in eigenem I Salonwagen um 11 Uhr 08 Min. über München nach I Trient abgereist. Karlsruhe, 26. Oktober. Wie der Hofbericht der I „KarlsruherZeitung" meldet, hat der Kaiser vo» Rußland dem Großherzog von Baden seinen und I der Kaiserin Besuch für nächste Wvche angesagt. Meßmer Anzeiger Keneral-Anzeiger Gratisbeitagen: Gießener FamÜienbtätter, Der hessische Landwirt, Mittler für hessische Doikskunde. n“, Op. 62 | Orchesters > Dorchester / 840-1893). 1843). -1865). ersten Scharmützel bedeuteten, wie die Folge gelehrt hat, I einen strategischen Sieg der Buren. Treffend erinnert die „Deutsche Ztg." an die Situation vor Metz und an das | Wort des Generals v. Alvensleben, als er Bazaine bei ■ Vionville zum Stehen zwang: „Schlagen kann er mich, aber los wird er mich doch nicht." Auch wenn General von Alvensleben damals die Schlacht verloren hätte, so war doch das Ziel, Bazaine in Metz einzuschließen, erreicht. Glencoe und Elandslaagte haben es nicht verhindert, daß die britischen Truppen jetzt umzingelt und von ihren rückwärtigen Verbindungen abgedrängt sind, und bei der erstaunlichen Energie, die in der Kriegsführung der Buren zu Tage tritt, dürfte die Entscheidung in allerkürzester Frist erfolgen. Ja, es liegt eine seltsame Energie in diesen schlichten Leuten, die gestern noch Feldbauern und Hirten waren und heute auf das Roß steigen, die Flinte Überwerfen und den Kampf gegen einen der gewaltigsten Gegner aufnehmen. Es sind dieselben wetterharten, eisenfesten Bauerngestalten, wie sie einst in den Kämpfen der Stedinger um ihre Freiheit rangen, bis sie bei Altenesch erlagen, dort, wo die „Stedingsehre" noch heute ihr Heldentum kündet. Nur wenige entkamen, so berichtet die Chronik. Und auch jene Männer von Dithmarschen tauchen wieder herauf, die in jahrhundertelangen Kämpfen für ihre Freiheit fochten und am Dusend-Düwels-Warf bei Hemmingstedt in einer der furchtbarsten Schlachten des Mittelalters den Sieg errangen. Selbst Namen und Sprache klingen mit jenen Zeiten zu- trfttbrt ttßNch mit luluefcmt kl ÄeHtegi. Vfe Gkßkner xrden dem Anzeiger -u>5chenU»ch viermil bd gefegt Rrtsttian, Expedition und Druckerei: Ar. 7. fl.e„ ckerei V Mlver.^ > 15 M' 6W mark6» t ^ein. mg lm Stadttheah.,. "'K'. I6r aa* Berlin. Traum, Ende lOi/, Ehr.“* STSftft"1 Kasse: Uerie ***‘>k5ü >rtverein. aert h abends 6 Uhr, tsvereins: ä-hencl. !ktor G. Trautmann. inkfort a, M, lh anders geehrte Künstler. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. ——— * Englische „Siege". Gießen, 27. Oktober 1899. ES besteht kein Zweifel, daß die Engländer, ehe noch der erste Schuß in Südafrika fiel, eine diplomatische Niederlage erlitten hatten, deren Wirkung noch heute unabsehbar ist, weil sie zugleich die vornehmste Ursache jener anderen Niederlagen bildet, die jetzt das englische Heer auf dem Schlachtfelde erleidet. Der Gang der Verhandlungen, die zwischen Chamberlain und Krüger gepflogen wurden, ließ keinen Zweifel an der Absicht des britischen Staatsmannes aufkommen, zwar die Entscheidung auf die Spitze des Schwerte- zu verlegen, den offiziellen Abbruch der Beziehungen jedoch hinauszuzögern, bis alle verfügbaren Streitkräfte aus dem Mutterlande und seinen Kolonien nach dem Kriegsschauplatz entsandt worden wären, auf daß das kleine Burenvolk mit erdrückender Uebermacht angegriffen und zermalmt werden könne. Chamberlain und seine Leute hatten zugleich darauf gerechnet, daß der Oranjefreistaat in kritischer Stunde unter dem Eindruck der englischen Rüstungen den Stammesgenossen des Transvaal seine Unterstützung versagen und daß vielleicht auch die wilden Stämme der Eingeborenen gegen Ohm Krüger Partei ergreifen würden. Das Rechenexempel Chamberlains ist in jeder Beziehung falsch gewesen, und geradezu grotesk ist die Aehnlichkeit, die zwischen seinem Verhalten besteht und dem Verhalten der Herren Gramont und Olivier im Jahre 1870, die ja die französische Armee gleichfalls als „archipret“ ansahen und alsbald zu ihrem starren Staunen wahrnehmen mußten, I fammcn Damals wie heute ziehr das Bauernvolk Mann daß die optimistische Auffaffung des Marschalls Leboeuf in ^ann zum Kampfe, kein Greis und kein Knabe bleibt schreiendem Widerspruche stand zu den Thatsachen. Und aurücE, und wie eine Weise aus der Zeit der Patriarchen haben nicht die beiden französischen Staatsmänner darauf I ^jugt eß, wenn wir vernehmen, wie der alte Krüger selbst, gerechnet, daß unter dem Eindruck der Kriegsgefahr Süv- ^rste Mann des Landes, mit zehn Söhnen und fünfzig deutschland der Waffengemeinschaft mit dem Norden ent- ^fefa, urit Bruderssöhnen und Schwestersöhnen, in die sagen, daß nach den ersten Siegen zwar nicht Wilde, aber zieht, wie von den erwählten Vertretern des Volkes doch Oesterreich und Italien sich zu einem Flankenangriff einziger zurückbleibt: „Wir treten mit Beten vor Gott gegen Deutschland vereinigen würden? Die Buren haben I ^u Gerechten." Herr Chamberlain aber ist weit vom Schuß, eine recht gesunde Logik bewiesen. Als der Krieg unver- | ^in Engländer ist eß, der mit blutigem Hohn über meidlich wurde, da kümmerten sie sich nicht mehr um diplo- I Politik seines Landes urteilt: „Wenn ein Seeräuber matische Formalitäten, sondern sie machten den naheliegenden I ^lche Politik verfolgt mit keinem anderen Zwecke, als Kalkül, daß die Hälfte schwächer ist als das Ganze, und bem be8 I^ubens, so bestände der einzige Unterschied darin, griffen die Hälfte an. Vielleicht ging ihnen auch das Sprüch- I ber Seeräuber nicht erst betete und seine Raubgier kitt des deutschen Kaisers durch den Kopf: „Wer nur auf I hinter for heuchlerischen Maske eines Pharisäers zu Gott vertraut und feste um sich haut ..." verbergen suchte." Und ein Engländer ist es, der sein Land Und noch eine andere Analogie zu dem großen Kriege mit dem „grauen Wolf der Nordmeere" vergleicht, „dessen springt deutlich in die Augen. Auch damals wußten die Zähne immer scharf sind, dessen Magen immer leer ist und französischen Kriegsberichte „Wunder viel zu sagen von der sich seit Generationen von dem Raube der Welt ge- Heldenlobebären", hell auf loderte die Begeisterung für Lulu, mästet hat." den jungen Mitrailleusenhelden, und die Schlacht von Saar- Gewiß, die Zukunft kann Niemand Voraussagen, und es brücken wurde eingereiht unter die großen Heldenthaten der wäre vermeffen, den Ausgang des Krieges schon jetzt fest- französischen Armee. Aber immer schweigsamer wurden die stellen zu wollen. Wohl aber kann man aus gegebenen Bulletins, immer eifriger konzentrierte man sich rückwärts, Prämissen Schlüsse ziehen, und sicherlich ist schon jetzt der «nd selbst der gläubigste Pariser glaubte nicht mehr, als er Schluß begründet, daß die Engländer, fortgeriffen durch von dem Pferde-Cotelette zum Rattenragout überging, an das Jingotum, die Kraft und Ausdauer der Buren weit die Unbesiegbarkeit der „großen Nation". Auch von dem unterschätzt haben, und daß, selbst wenn sie schließlich den Kriegsschauplatz in Transvaal meldete der Telegraph nur Sieg erringen, sie einen ungeheueren Preis an Geld und englische Siege, und wer den Worten geduldig traute, der | Blut werden zahlen müssen. Und sollte man in London die mußte überzeugt sein, daß der Feldzug zu Ende, Ohm Krüger und seine Generale tot, verwundet oder gefangen seien und daß in wenigen Wochen der Traum von dem Neuen großen Reich in Südafrika zur Erfüllung gelangen «erde. Aber es besteht eine verzweifelte Aehnlichkeit L. van Beethoven. idet m Mk. 2.W (äpetmtt enhandlung von tml ChalViw Herrn Hausverwalter Stork zi eben. mittag 11 Uhr. 7501 Herrn Challier gefälligst idet nicht statt. »freund. nut Heuer wieder die Bitte an ien hiesigen Kindern ohne Rück' retten, gütigst ju unterftuBtn. nehmen gerne an * » tentant Mag, ^Wer 'Hardt, Kustos Dr. Hmstr. fitz, Kaufmann*. W "■ | zurückgezogen. Eingeborene berichten, daß die Bure» den Wasserbehälter in die Luft gesprengt haben. I Die Maschinen sind nicht zerstört worden. I . Loudon, 26. Oktober. In hiesigen militärischen Kreise« I ist die angebliche Vereinigung der Truppen deS Generals White mit denen deS Generals Aule I sehr freudig begrüßt worden. Man sieht es als eine« großen takiischen Fehler der Buren an, daß sie die Ver- I einigung nicht verhindert haben. Loudon, 26. Oktober. Zu dem Bombardement von Mafeking wird noch gemeldet, daß daselbst mehrere I Häuser in Flammen stehen. General Joubert berichtete nach Prätoria, daß am Dienstag der Kommandant Cronje mit den englischen Truppen einen Kampf zu bestehen hatte, bei welchem 9 Buren verwundet und 6 getötet wurden. Die gesamte englische Truppenmacht zog sich auf Ladysmith I zurück. Weiter wird amtlich berichtet, daß bei Elandslaagte I e*n Hurter Kampf mit Engländern stattgefunden habe. 100 Buren seien tot, 200 verletzt. , London, 26. Oktober. Die Blätter besprechen sämtlich die jetzige Lage in Natal nach dem gestrigen Treffe« von Rietfontein. Die Blätter sagen, dieser Krieg gestalte sich nicht zu einem militärischen Spaziergange, wie man bisher glaubte. Die Verteidigung der Natal-Kolonie werde vielmehr noch heftige Kämpfe kosten, und das Vordringe» des Generals Buller werde nichts weniger als eine Promenade sein. „Daily Telegraph- berichtet, die Zahl der Buren unter dem Befehl des Generals Joubert belaufe sich auf 15 bis 16,000 Mann. Die Buren des Oranjestaates verfügen wahrscheinlich über eine ähnliche Streitmacht, während die englischen Truppen sich auf 12,000 Mann beziffern. Es sei daher sehr begreiflich, daß General White da- ! rauf bedacht sei, die Buren-Kolonnen einzeln anzugreifen, so oft sich ihm dazu Gelegenheit biete. „Daily Graphic" sagt, die Lage habe sich gebeffert, seitdem die Generale White und Aule ihre Truppen vereinigt haben. Man könne daher volles Vertrauen haben. Loudon, 26. Oktober. Nach einer Meldung aus Kapstadt sammeln die Engländer alle Streitkräfte auf Ladysmith, während die Buren in zwei Kolonne« Vordringen, die erste von Nordost unter dem Kommando des Generals Joubert in Stärke von 12,000 Mann, die zweite von Westen her in Stärke von ca. 12,000 Man» Oranje Buren. London, 26. Oktober. Heber Lorenzo Marguez wird gemeldet, daß General Joubert neue Verstärkungen sammelt. Die Vorposten der Buren haben bereit- mit denen der Engländer Fühlung gehabt. Die englische» Vorposten haben sich aber sofort zurückgezogen. London, 26. Oktober. In Kimberley scheinen die Nahrungsmittel auf die Neige zu gehen. Der Verbrauch von Fleisch ist auf ein Pfund pro Mann festgesetzt. Loudon, 26. Oktober. Vis jetzt hat die Admiralität einen Befehl zurMobilmachung der Reserve flotte nicht erteilt. Fest steht nur, daß sie beschlossen hat, aus vier Kreuzern ein fliegendes Geschwader zu bilden, welches binnen kurzem in See geht, dessen Bestimmung noch unbekannt ist. Die drei Kreuzer des Kanalgeschwaders haben gestern Queenstown verlassen, behufs Vereinigung mit den aus den irländischen Gewässern kommenden acht Schlachtschiffen. Diese Schiffe fahren dann gemeinsam nach Gibraltar weiter. London, 26. Oktober. „Daily Mail- kommt nochmals auf die Mobilisierung der Neserveflotte zurück und sagt, es sei thöricht, zu glauben, daß dieselbe zur Sicherheit der nach Südafrika entsandten Transportschiffe notwendig sei. Es sei vielmehr beabsichtigt, denjenigen Mächten, welche aus der augenblicklich gefähr- ltchen Lage Englands Nutzen ziehen wollen, ein Warnungszeichen zu geben. * Vom Kriegsschauplatz. Auch heute muß man sich mit spärlichen Nachrichten vom Kriegsschauplätze in Südafrika begnügen, mtt dem, was das englische Kriegsamt zu verlautbaren für opportun hält. Daß in dem Gefecht nördlich von Ladysmith welches General White am Dienstag den Oranjeburen ae' liefert hat, um die auf Ladysmith im Rückzüge befindlichen Englische Drohungen. Die „Saturday Review", eines der angesehensten englischen Wochenblätter, versteigt sich zu folgenden Drohungen gegen Deutschland: „Ueberall tritt der Deutsche dem Engländer zur Seite, kämpft mit 2^1 um den Erwerb, gelte es, ein Bergwerk auszubauen oder eine Eisenbahn zu erbauen. Wenn Deutschland morgen vernichtet wäre, gäbe es übermorgen kein Engländer mehr, der nicht reicher sein würde. Völker haben jahrelang um eine Stadt oder um ein Erbfolgerecht gekämpft, sollten sie nicht auch nm einen jährlichen Handel von 250 Millionen Pfund kämpfen?" Das Blatt verlangt dann Krieg mit Deutschland und fährt fort: „England ist die einzige Großmacht, die mit Deutschland ohne schwere Gefahr und ohne Zweifel über den Ausgang kämpfen kann. Wenige Tage und Deutschlands Kriegsschiffe würden auf dem Meeresgründe sein oder unter Geleit nach den britischen Häfen. Hamburg und Bremen, der Kieler Kanal und die baltischen Häfen würden unter den Kanonen En glands liegen, die warten würden, bis die Entschädigung vereinbart ist. Nach gethaner Arbeit könnten wir ohne Bedenken zu Rußland und Frankreich sagen: Sucht Kompensation! Nehmet in Deutschland, was Euch zefallt, Ihr könnt es haben!" In der Mahnung: „Deutschland muß vernichtet werden!" klingt dann der Artikel aus. Dieser rabiate Ausfall der „Saturday Review" in Boxerstellung ist um so verwunderlicher, als seit dem deutsch- englischen Afrikaabkommen die englische Presse wieder einen viel freundlicheren, wenn auch immer noch gönnerhaften Ton gegen Deutschland anzuschlagen beliebt hatte. Warnte doch dieser Tage erst „Daily Telegraph davor, zwischen England und Deutschland die Saat der Feindschaft zu säen, sprach das Blatt doch fast begeistert von der wachsenden Freundschaft zwischen Deutschland, England und Amerika und hieß Kaiser Wilhelm in England willkommen! Der gallische Erguß der „Saturday Review" ist offenbar auf den Aerger seiner Redaktion und deren Hintermänner über die unverhohlene Stellungnahme der deutschen Presse für die Buren und ihre ablehnende Haltung in Bezug auf die „Samoa-Compensationen" zurückzuführen. Aber unseres Erachtens sieht das Blatt schärfer und kennzeichnet die Stimmung in England richtiger als „Daily Telegraph". Der deutsche Handel überflügelt denjenigen Englands. Das ist ! es, was man uns jenseits des Kanals nicht verzeiht und weshalb es nie zu einem aufrichtigen Zusammengehen kommen I Tann. Das offizielle England wird einst, wenn man ihm I »udjt unterdessen von anderer Seite einen Dämpfer aufsetzt, ”‘et Sprache der „Saturday Review" sich aneignen. Das Mit die öffentliche Meinung in Deutschland — einige radikale Sonntagspolitiker ausgenommen — nur zu deutlich heraus und deshalb weiß sie, auf welcher Seite sie jetzt schon An- fuc^n. hat. Das an die Adresse Frankreichs qe- q?Idrf burfte «gerade jetzt nicht verfangen, wo die Pariser Presse das Vordringen der Buren in Natal mit I»,1; AfnnhrUiB\Unb^"61Qnb ist Nicht fo dumm, sich an Deutschland zu bereichern, auf die Gefahr hin, die Macht seines größten Rivalen dadurch ins Nngemeffene zu vergrößern. 0 Ksksles und MoMMes. Gießen, den 27. Oktober 1899. •* Jahresfest des Oberhesfifchen Vereins für innere Mission. Das Fest findet in gewohnter Weife am 14. und 15. No- tiember statt. Am Dienstag, dem 14. November, nachmittag- 3 Uljr, versammelt sich im neuen Konfirmandensaal der Matthäusgemernde in der Kirchstraße der Vorstand mit de« Synodalvertretern zu einer Sitzung. Dabei wird Herr Pfarrer Julius Werner aus Frankfurt a M., ein als trefflicher Redner und Schriftsteller wohlbekannter Mann, die Frage erörtern, inwieweit und in welcher Weise sich die Kirche an der Ausgabe der Veredelung der Volkserholungen beteiligen soll. Die Teil- nähme auch weiterer Kreise von Vereinsmitgliedern an diese« jedenfalls sehr interessanten Verhandlungen ist gestattet und erwünscht. Der Festgottesdienst wird abends 6V4 llhr in der Stadtkirche gehalten werden. Die Festpredigt hält Herr Pfarrer Reng aus Offenbach a. M. Um 8!/3 Uhr schließt sich daran ein Familie nabend, in „Steins Garten", bei dem Herr Pfarrer Vogt aus Mainz und Herr Pfarrer Werner Ansprachen über Seemannsmission und anderes halten werden. Der Kirchengesangverein wird dabei, wie auch im Gottesdienst, mitwirken. Die Gemeinde in allen ihren Kreisen, auch die Jugend, und besonders die Herren Studierenden, sind herzlich baäUcm-n^abcn* der Jahresversammlung, die am Mittwoch dem 15. November, vormittags um 10 Uhr im Konfirmandensaal der Johanneskirche beginnt, und mit einer Morgenandacht eröffnet wird, wird über „Ländliche Notstände und ihre Abhilfe durch die innere Mission" verhandelt werden. Das Referat liegt ix sehr bewährten Händen. Herr Pfarrer O. S ch u l tz aus Franken- hcim in der Rhön, jener armen Gemeinde am Fuß des Kreuzberges, die durch die Arbeit der inneren Mission aus tiefem Verfall errettet wurde, wird aus eigener Erfahrung über die schwierige Frage reden. I Truppen unter General Aule zu decken, die Engländer I einen Verlust von 12 Toten und 89 Verwundeten hatten, I wurde schon gemeldet, lieber die Verluste der Buren und I alle Einzelheiten des Kampfes schweigt sich die amtliche I Mitteilung vollständig aus, man darf also annehmen, daß I White den Zusammenstoß diesmal nicht als eine „ver- I nichtende Niederlage" der Buren in Anspruch zu nehmen I den Mut besitzt. General Aule hat bei seinem flucht- I ähnlichen Rückzüge von Glencoe Dudee nach Ladysmith nicht I den bequemsten und geradesten Weg längs der Eisenbahn, I sondern den weiten Umweg über Beith und die Thäler des Waschbank und des Sonntags Flusses (östlich der Bahn- I >inie) gewählt. Der Grund hierfür ist einfach der, daß die Eisenbahn nicht benutzt werden kann, weil die Brücke über ben Waschbankfluß gesprengt worden ist, I hauptsächlich aber wohl deshalb, weil die Buren trotz des I englischen Sieges bei Elandslaagte fast die ganze Eisenbahn- I strecke von Glencoe bis Ladysmith beherrschen. I Aus dem amtlichen Rapport geht hervor, daß die Meldung der „Daily Mail", die Vereinigung Whites I uiit Aule sei etwas nördlich von Ladysmith bereits er -= I folgt, irreführend und falsch war. Noch nicht einmal die Vorhut beider Abteilungen ist sich begegnet. Jedenfalls werden die Truppen Aales stark von den Buren belästigt, I die sich an verschiedenen Punkten der Straße eingenistet I haben werden. Wenn General White depeschiert, er habe dort alle feste Stellungen besetzt, so ist das offenbar stark übertrieben, | gab doch erst gestern das Kriegsamt bekannt, die Buren hätten I westlich der Straße in uneinnehmbarer Stellung sich festgesetzt. Hier geriet White ja auch am Dienstag mit den Buren in den Eingangs erwähnten Kampf Auffallend ist, daß I wan von dem Vormarsch des Hauptkorps der Buren unter Joubert nichts hört; möglich, daß sie nach Ausbesserung des Schienenstranges und der Wiederherstellung der Brücke I über den Waschbank Fluß die Bahn benutzen wollen. Viel- I leicht aber ist General Joubert einzelnen in der zweiten Schlacht bei Glencoe zersprengten Abteilungen Aule's noch auf den Fersen, worauf die gestern unter Neuesten Meldungen wiedergegebenen Depejchen schließen lassen. Vom westlichen Kriegsschauplatz auch heute nichts neues! Nur folgende Meldung liegt vor: London, 26. Oktober. Den „Times" wird aus Mafeking vom 18 d M. gemeldet: „Der Bur.ngeneral Cronje hat einen großen Ten seiner Truppen, die vor Mafeking lagerten, zurückgezogen. Man glaubt, daß ein heftiges Gefecht an einer anderen Stelle ihre Mithilfe nötig gemacht habe, oder daß es sich um eine List der Buren handle, die Oberst Baden-Powell verleiten soll, einen Ausfall zu machen. „Es ist kaum mehr möglich", heißt es in der betreffenden Meldung weiter, „die Operationen der Buren an der Westgrenze noch ernst zu nehmen." Uns dünkt, die Meldung der „Times" sei nicht ernst zu nehmen. Cronje befindet sich nach gestrigen Telegrammen englischer Blätter auf dem Weg nach Kimberley, um dort I einen Hauptschlag zu führen, während eine kleine Abteilung I vor Mafeking zurückgelassen ist, um dieses in Schach zu halten. — Die auffallendste Erscheinung in den Nachrichten über die Gefechte bei Glencoe und Elandslaagte ist — schreibt die „Köln. Ztg." — der gewaltige Verlust an Offizieren, den die „siegreichen" Engländer erlitten haben. Er zeugt einerseits von der tapferen, vielleicht tollkühnen Opferwilligkeit der englischen Offiziere, ist aber auch andererseits ein I Beweis dafür, daß die Behauptung, die Buren hätten im I ßaufe der Jahre erheblich an Schießfertigteit eingebüßt, I lausch war. Die Instruktion Ihrer Scharsschützen lautete I offenbar dahin, die Chargen der Gegner aufs Korn zu I nehmen, und mit welchem Erfolge sie dies gethan haben, I dafür liefern die Verlustziffern ein erschreckendes Beispiel. Im Gefecht von Glencoe betrug der englische Verlust an Offizieren W/2 v H. des Gesamtverlustes, darunter I sind 1 General, 2 Obersten, 1 Oberstleutnant, 3 Majors, 9 Hauptleute; bei Elandslaagte beträgt nach den bis jetzt I vorliegenden Zahlen — sie scheinen noch nicht vollständig I Zu sein — der Verlust an Offizieren 13 v. H. Wie gewaltig dieser Verlust ist, erhellt am besten, wenn wir ihn I an dem Osfiziersbestande der deutschen Truppen (Infanterie) I und deren Verlusten im Kriege von 1870/71 messen. Die I Stärke des Jnfanteriebataillons betrug 1002 Köpfe, darunter I 22 Offiziere, oder 2,2 v. H Offiziere. Der deutsche Verlust in der Schlacht bei Sichern, die die Engländer als I Gegenstück zu dem Gefecht von Glencoe anführen, betrug I nun 4871 Köpfe, darunter 223 Offiziere, also 4’/2 v. H. an Offizieren, während die Engländer bei Glencoe, wie ge- I fagt, 141/2 v. H. an Offizieren verloren. Dabei erscheinen I fortwährend Nachtragsverluftlisten, die den Verlust an Offizieren geradezu entsetzlich erscheinen lassen. Man will I offenbar dem britischen Publikum die bittere Pille nur in ganz kleinen Dosen verabreichen. * • £onbon, 26. Oktober. Die „Times" melden aus I Naauwport, der Präsident des Oranje-Staates habe sich mit 5000 Pfund Sterling zu seiner Haltung im I jetzigen Krieg durch die Transvaal Regierung bestechen I lassen. London, 26. Oktober. Nach einer Meldung aus Prä- torta haben die Buren gestern nachmittag mit dem I Bombardement von Mafeking begonnen. Weiter I wird berichtet, daß neun englische Offiziere, welche bei Dundee gefangen genommen wurden, in Prätoria eingeliefert wurden. London, 26. Oktober. „Daily Telegraph" zufolge sind die Buren bereits inStärke von 30000 Mann vor Ladysmith an gekommen. London, 26. Oktober. Aus Kapstadt wird gemeldet, daß das Standrecht über die ganze Natal-Kolo nie verhängt worden ist. Die Regierung fordert die Schützen- I gesellfchaften auf, an der Verteidigung von Pietermaritzburg I teilzunehmen. Loudon, 26 Oktober. Das Kriegsamt veröffentlicht folgenoes Telegramm der Direktion der Wasserwerke von Kimberley: Die Buren haben den alten Vaal-Fluß I besetzt. Die englischen Arbeiter der Waffcrwerke haben sich | — Reichskanzler Fürst Hohenlohe wurde heute vom Großherzog empfangen. Ausland. Wien, 26. Oktober. Im Abgeordnetenhause wurde heute die Debatte über das RegierungS Programm fortgesetzt. Während der Gegenrede des vr. Kramarc verließ die Linke und Die Sozialdemokratie demonstratio den Saal. Sodann griff Dr. Jaczek auf das heftigste die Regierung an, weil dieselbe auf die Excedenten in Böhmen und Mähren habe schießen lassen. Derselbe erklärte, in Wien hätte sich die Regierung so etwas nicht erlauben dürfen. Das Blut der in mährischen Städten unschuldig Ermordeten sollte allein genügen, diese Regierung hinweg zustoßen. Die Parteien der Linken beabsichtigen, im Lause der heutigen Sitzung Schluß der Debatte für das Regier- «ngsprogramm zu beantragen. Wien, 26. Oktober. Da in Böhmen und Mähren die Exceffe fortbauern, wurden aus Nieder - Oesterreich Gendarmerie Mannschaften behufs Verstärkung der dortigen Departements abgesandt. Brüssel, 26. Oktober. Von unbekannter Hand wurden an die Wand des englischen General-Konsulats zu Antwerpen mit Ochsenblut die Worte gemalt: Blut, Blut, Burenblut! Die Polizei traf Maßregeln, um das General-Konsulat vor Ausschreitungen zu schützen. Amsterdam, 26. Oktober. In holländischen Blättern giebt Or. Leyds folgende Erklärung bekannt: „Es wird mir berichtet, daß England farbige Eingeborene bewaffne, um sich ihrer im Kampfe gegen die Buren zu bedienen. Die Regierung der Republik kann nichts anderes thun, als gegen diese verwerfliche Handlungsweise zu protestieren, deren sie sich in Kriegen gegen Weiße stets enthalten hat und die in ihren Konsequenzen eine große Gefahr für alle Weißen in Südafrika hat. Athen, 26. Oktober. Die hier verankerte französische Flotte wird dieser Tage, in zwei Geschwader geteilt, ab- fafyren. Das eine geht nach Smyrna, das andere nach Beirut. NewYork, 20. Oktober. Die „New-Aork-Times" tritt nun, wie die „Evening Post", auch dafür ein, daß die Ver- ; einigten Staaten von Nordamerika ihre Ansprüche ! auf Samoa aufgeben, ausgenommen auf den Hafen Pagopago. -fo' 6(1 ich, dnt« S1 £1. «Sm« läßt- ä Verkehr zu SÄ-Ä bereits eingetragenen Z ut, der Nrusslhäugb L sowie auch aus Jnberer Warenklassen gen Men zur Verfügung, Mangel entsteht. Das b bureau F. A- Wen 11 sich bereit erllärt, den Le solcher neuen Zech einschlägige Angelegenheil erwähnen jedoch nochmal! find, infofern nicht durch die Ausstattung der Wa Bildzeichen bedingt wird. '* Patente, und Ge Gtohherjogtriru Hessen le Meldungen. Feinfilter schinenfabrik Akt.-Ges. 1 1.2.99. Bentilausklinl Hcenterantrieb, M. F. < versichern MMderschl tzduarb Ms, WW Herstellung non Farbs thrachinon und Bni Christian Deichler, 3t mit sich drehendem Sttr 8eil, Lampertheim, 11. Weber, Offenbach a. teiluungen. Pflug des Streichbrettes, G. ab. Kantensetzrnaschine vom 6. 8. 98. ab. &tei frls, vom 20. 11. 98 M mittleren frutyigt F. Gulermuth, Darm ab. Husbeschlag aus Ob Belag. 5. Umbttit, tzi Weber, Offenbach a. Kuppelung mit WM, geteilte Mutter, G. $ Gebrauchs ",r D1't Drahtgewedi geeichtem Blechzylinder, Mn Wt.9ef. Mrm/. Ä* f6r durch m mit abtauf, Wt für Selb,, 6i ' Ri durch »trbunbenen und uuch Sombinierte SBortetreinr. tag »ttbunbtn fab, j ©ebrau*«1"01"1“''mit d Ä9'9'*^ «ÄS ba"b to«r« bnb°?9(l durch (§*r vm Heuß, $ Herrn, tzrns. Skalen Sj) «?*'•iS'« «er ch uff., Rieben M a. an “ tatiui, fcotniuelf.n , • 2.99, S. 8. 99. _ W'ffer u. f V-rlz ' t"18 eß' Uieder-c y161 cn 27. Oktober 1899. „ gonfitnianb«H * **«&*£ fta* nnHT $W -r »**”£ Mt !"d I” ”y*itbtU»4 «11'4 •«* mW’®*" J «cfioll'l eia*8“ „ tb °dk«d» ie »'K'crfi o-®’ ,n «n 5a® «oat ««i Mt «*» ’ flb“r S-° ur E AK ' 2 4 Keferat lieg' ? {fr: - d-r "" B I des G,^. ppen bti fielt ya‘f 8«I, """'^fiet^ "eral ^oubVt ?e^rcte ÄfeÄ unb h-»°. iWflÄ tn iaetaTg “b"6** fäntlit n 'biA1" MÄ Ä En Unhat?l:Rolonittoetbe * Wh das $orbrinqtÄ £* als eine $4, A"'die Zahl her Suren Hubert belaufe sich Quf ÄMt'?^renb Mann beziffern. General White da- n-Kolonnen einzeln dazu Gelegenheit biete. 7 !>ch gebessert, seitdem ihre Truppen vereinigt vertrauen haben. «er Meldung aus Aap- ' alle Streitkräfte )uren in zwei Kolonne« unkt dm Koumando von 12,000 Mann, die lt von ca. 12,000 Mann r Lorenzo Marquez wird bert neue Verstärk, n der Buren haben bereits 3 gehabt. Die englischen zurückgezogen. Kimberley scheinen die eige zu gehen. Der Ler- und Pro Mann festgesetzt. )t hat die Admiralität ngderKeferve/la/le daß fit beschlossen hat, Geschwader zu Men, dessen Bchmvmr noch t detz KanaiMmderS tzen, dehufs Bereinigung dewäfzern kommenden acht hren dann gemeinsam nach [n Mail" kommt nochmals Referveflotte zurück stauben, daß dieselbe zur ntsandten TransportschO beabsichtigt. d»jmg» ugenblicklich gefähr- itzen ziehen wollen, :ben. ♦♦ Ein grefier Fehler unserer industriellen Kreise beruht darin, daß vielfach Warenzeichen zur Eintragung angemeldet werden, welche einen ganzen Wust von einzelnen Bildelementen enthalten, sodaß sich der Gesamteindruck schlecht feststellen und natürlich auch schwer im Gedächtnis festhalten läßt. Der Zweck der Warenzeichen ist, zur Unterscheidung der Waren im Verkehr zu dienen, wobei man in den meisten Fällen auf das Gedächtnis angewiesen ist, sodaß also ein Warenzeichen umsomehr an Wert verliert, je kompliz-erter es ist. Natürlich giebt es Fälle, z.B. im Exportverkehr oder, wenn es sich um Packetpackuugen und bergt handelt, wo komplizierte Bildzeichen nicht zu vermeiden sind, jedoch soll man in der Regel möglichst einfache Zeichen wählen und zwar umso einfacher, je geringer das Auffassungsvermögen der in Betracht kommenden BerkehrSkreise ist. Tee Wortzeichen find gerade deshalb so beliebt, weil sie im Verkehr als Schlagwort für die Ware dienen. Ebenso kann man aber auch von Schlagbildern sprechen, wenn dieselben sich durch ein dem Verkehr geläufiges Wort zweifellos identifizieren lassen. Trotz der großen Menge der bereits eingetragenen Zeichen stehen jedoch aus dem Haushalt, der Berufsthäligkeit, der Tier- und Pflanzenwelt, sowie auch aus bereits eingetragenen Zeichen anderer Warenklassen genügend Motive für einfache Bild- zeichen zur Verfügung, sodaß an solchen so leicht kein Mangel entsteht. Das bekannte Patent- und Warenzeichen^ bureau F. A. Hoppen in Berlin, Charlottenstraße 3, hat sich bereit erklärt, den Lesern dieses Blattes bei der Auswahl solcher neuen Zeichen zur Seite zu stehen und über einschlägige Angelegenheiten kostenlos Rat zu erteilen. Wir erwähnen jedoch nochmals, daß Wortzeichen stets vorzuziehen sind, insofern nrcht durch die Eigenart des Geschäftsbetriebes, die Ausstattung der Ware oder dergleichen die Wahl von Bildzeichen bedingt wird. •* Patente- und Gebrauchsmuster-Eintragungen von im Großherzogtum Heften lebenden Erfindern. Patent-Anmeldungen. Feinfilter, Filter- und Brautechnische Maschinenfabrik Akt.-Ges. vorm. L. A. Enzinger, Worms, 1. 2. 99. VentilauSklinksteuerung für Dampfmaschinen mit Excenterantrieb, M. F. Gutermuth, Darmstadt, 18. 8. 98. Verfahren zum Niederschlagen von Metallen auf Aluminium, Eduard Mies, Büdesheim, 15. 12. 98. — Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen durch Kondensation von An- thrachinon und Anthrachinonderioaten mit Resorcin, Christian Deichler, Nieder-Jngelheim, 5. 8. 97. Pflug mit sich drehendem Streichbrett, Friedrich Keller und Andreas Keil, Lampertheim, 11. 3. 99. Aufzwickmaschine, Mack u. Weber, Offenbach a. M., 15. 7. 98. Patent - Erle i l u n n g e n. Pflug mit sich drehendem Kegel anstelle des Streichbrettes, G. Braun, Windhausen, vom 4.11.98. ab. Kantensetzmaschine für Schuhsohlen, A. Helm, Erbach, vom 6. 8. 98. ab. Steinspaltma chine, K. Kreuzer. Lindenfels, vom 20. 11. 98 ab. Vorrichtung zur Bestimmung des mittleren Feuchtigkeitsgehalts eines Dampfstromes, M. F. Gutermuth, Darmstadt, Kiesstr. 107, vom 20.1.99 ab. Hufbeschlag aus Ober- und Untereifen mit elastischem Belag, F. Umbreit, Groß - Tabarz i. Thüringen und F. Weber, Offenbach a. Main, vom 11. 10. 98. Wellen kuppelung mit Einrückung durch Schraubenspindel und geteilte Mutter, G. Dirnmler, Worms, vom 18. 5. 98 ab. — Gebrauchsmuster - Eintragungen. Fein filter mit Drahtgewebe-Haube zwischen Gasestrumpf und gelochtem Blechzylinder, Filter- und Bautechnische Maschinenfabrik Akt.-Ges. vorm. L. A. Enzinger, Worms, 1. 2. 99. Regulierkopf für durch Schieber einstellbare veränderliche Druckhöhen mit Ablauf, Ph. Straterneyer, Mainz, 9. 8. 99. Bügel für Geld-, Cigarren-, Cigaretten- und Biieftaschen, welche aus zwei durch einen oder mehrere Zwischenbügel verbundenen und nach innen zu öffnenden Taschenhälften bestehen, Hermann Lehmann, Offenbach a. M., 29. 7. 99. Kombinierte Portetresors, deren Teile durch Schienen wechselseitig verbunden sind, D. Heymann, Offenbach a. M., 12. 8. 99. Portemonnaie mit drehbarer Scheibe, zur Aufnahme von Gebrauchsgegenständen, Derselbe. An die Wand zu stellender Vorhang- und Gardinen-Träger, bestehend aus zwei Fußsäulen mit darin geführten und in beliebiger Höhe feststellbaren, den Vorhangträger mit Zierleiste stützenden Stäben, Wilhelm Heuß, Lengfeld, 5. 6. 99. In der Breite durch Schrauben verstellbarer, aus zwei Teilen bestehender und auf drei vertikalen Spiralfedern ruhender Fahrradsattel, Herrn. Kraft und Franz Senner, Gießen, 17. 8. 99. Vorrichtung zum Ein- und Ausschieben von Ansichten, Aufschriften u. s. w., für Portefeuilleartikel u. dgl., bestehend aus einer Kulisse mit Ausschnitt und seitlichem Einschiebeschlitz, Marcus Jaegy, Offenbach a.M. 8.8.99. Schlößchen für Geldtäschchen, Spiegel, Brieftaschen u. dgl., hergestellt aus offenem federnden Ring, welcher durch Einklappen in eine Oese den Verschluß bewirkt, und versehen mit einer Hebelade zum Oeffnen des Verschlusses, Markus Jaegy, Offenbach a. M., 30. 8. 99. Hufbeschlag mit Filzeinlage, Steinhäuser u. Kopp, Offenbach a. M., 4. 9. 99. Trommel mit unter dem oberen Trommelfell ausgespannten Saiten, Hugo Conrad, Mainz, 2. 8. 99. — Verlängerung der Schutzfrist. Käse- neffer u. s. w., Rudolf Backhaus, Lauterbach, 5. 9. 96., 4. 9. 99. Oscillierende Saug- und Druckpumpe u. s. w, Julius Kahling, Nieder-Jngelheim, 27. 8. 96., 23. 8. 99. Spanndraht für Kothschützer u. f. w., Peter Schlesinger, Offenbach a. M., 3. 9. 96., 1. 9. 99. Kettenkasten n. s. w., Peter Schlesinger, Offenbach a. M., 5. 9. 96., 2. 9. 99. Kirche und Schule. Di- Zahl der einfache« Volksschule« im Groftherzogtum lelrug im Frühjahr dss. Jhs. 986, wovon 884 gemeinsame Schulen ->«ren. Außerdem bestanden noch 52 evangelische, 49 katholische und I israelitische Schulen. Nach Schulklaffen geordnet bestanden 503 ein- llÄfige, 24i zweiklassige, 105 dreiklassige 72 vierklassige und 65 mehr- massige Schulen; in 67* Schulen wurde kein Schulgeld, in 310 wurde ein solches erhoben. An Lehrkräften waren vorhanden 2415 Lehrer und 188 Volksschullehrerinmn. Die Zahl der Schulkinder betrug im ganzen 1 9 68", wovon 79 408 Knaben und 8 272 Mädchen waren. Nach dem Bekenntnis verteilen sich bitfcI6tn auf 107459 evangelische, 49242 katholische, 2167 israelitische und 8'2 anderer Konfessionen An Fortbildungsschulen bestanden im Großherzogtum um die ange- geb-ne Zeit 735 einklassige, ilo zweiklassiqe und 6" mehrklassige. Die Zahl der Schüler betrug im ganzen 6857, wovon 3303 evangelische, 34 2 katholische, 38 israelitische und 104 anderen Brki nntnifsis waren. Die Zahl der Privatunterrichtsanstalten betrug im ganzen 52, woran 118 Lehrer und 130 Lehrerinnen thätig waren. D>e Zahl der Schüler betrug 41"8, nämlich 135 Knaben und 2757 Mädchen. Gerichtssaat. Braunschweig, 26. Oktober In dem Spielerprozeß nahm der Gerichtshof an, daß es sich nur um Unterhaltunaslpiele gehandelt habe und sprach alle Ang. klagten von der Anklage des gewerbsmäßigen Glücksspie s frei. Nur d--r Angeklagte Simon wurde wegen Buchmacherei zu 1 Monat Gefängws verurteilt. An die Auren! Nun zeig', Du tapfres Volk der Buren: Du bist das niederdeutsche Blut, Von dem die Spanier einst erfuhren, Daß es im Kampfe Wunder tbut! Das größte Räubervolk auf Erden, Noch immer ist's nicht ländersatt: Krieg wills, — so mags ein Kampf denn werden, Wie David's gegen Goliath! Der Riese trieb es niederträchtig Sein ekles Spiel der Heuchelei; Nun steht er da, gerüstet mächtig, Der Dir so lange blies Schalmei. Dich sollte Teufelsspiel bethören: Die Gunst der Stunde flog davon — So spät läßt Du den Schlachtruf hören: „Hie Schwert des Herrn und Gideon!" O Burenvolk, nun gilt's zu fechten! Verlassen gehst Du und allein, Verlassen von der Erde Mächten, Mit Gott in Not und Tod hinein. Dein ist das Recht, der Ruhm, die Ehre, Wenn Du das Räubervolk besiegst; Dein ist das Recht, der Ruhm, die Ehre, Wenn Du ihm heldenhaft erliegst. Will's Gott, so wird es anders kommen, Als schnöde Gier nach Gold es will! Und zu der Menschheit Heil und Frommen Erneue sich Majuba-Hill! Der Anfang wär' es von dem Ende, Der schwarze Tag Britannias — Steig' auf, an des Jahrhunderts Wende, Du Freiheitstag Südafrikas! („Münchener Jugend.") Kitteralur. — Sorben erschien im Verlage von Karl Siegismund, HofbuchhäudUr Seimr Kö stglich-n Hobst des Prinzen F iedrich August, H z. Sachten, Berlin S.-"W, D ssauersteaße 13, die neueste Ausgabe von Siechert'S Armee-Einteilung und Quartier» Liste des deutschen ReichsheereS und der Kaiserl. Marine, 330. AuSgab-, 40. Jahigang. Adg.schloss n 7. Oktober 1899. — D«ese feit 4 Iah,en regelmäßig erscheinende Armre Liste enthält eine tabellarische und s hr übe> sichtliche Zusamm nstrllung aller Trippenteile der deuisch.n Armee nach amtlicher Angabe der Chefs (Inhaber), der Kommandeure und Standorte, sowie kurz? Uniform-B schre'bungen und Abbildungen der R-glm'nt8- Namenzüge, ferner die Personalien der Kriegsministerien und höheren Militär-Behörden, die Generalstäbe, Inspektionen. Gouvernements und Kommandanturen, Erziehungs- und Bilbungswesen, Verwaltungsbehörden; ferner die Landwehr- und Territorial-Bezirke; ein Verzeichnis sämtlicher Truppenteile und Waffengattung und Nummerfolge und den alphabetischen Quartierstand. — Die Stechertsche Armee-Einteilung, welche gegen die letzte Ausgabe bedeutend erweitert und um einen ganzen Bogen vermehrt wurde, bringt in der neuen Ausgabe folgende neue Angaben: Die Kommandeure der Bez -Kommandos; die etatsmäß. Stabsoffiziere,Platzmajors, Adjutanten der Kgl. Prinzen und deutschen Fürsten, ferner Beschreibung der eingetretenen Uniform-Aenderungen, sow e als wichtigste Neuerung: eine Anciennitätsliste der Generalität, der Obersten und Oberstleutnants. Mit diesen Neuerungen ist die Stechert'sche Liste die vollständigste geworden und entspricht allen an sie zu stellenden Anforderungen, zumal die Neu-Formationen der Feld Artillerie zuverlässig berücksichtigt sind. Die Abteilung „Kaiserliche Marine" enthält die Personalien des Neichs- marineamts, die Ober-Kommandos und Injektionen, die Küsten-Bezirke, Verwaltungsbehörden, Schutztruppen für die Kolonien und eine genaue Liste S. M. Kriegsschiffenebst Deplacement, Pferdekrästen und Besatzungsetat. Für den praktischen Gebrauch aller Behörden, Landratsämter, Polizei- und Gemeinde-Verwaltungen, besonders für alle Beamten militärischer Bureaux ist dieses altbewährte Armee-Schema ein unentbehrliches Hülfs- mittel. Hinsichtlich der höheren Chargen bietet dasselbe einen sehr brauchbaren Ersatz der großen, sehr viel teureren Rangliste; es ergänzt dieselbe durch die Sächsischen und Bayerischen Truppenteile, welche die Rangliste nicht enthält. Ganz besonders aber dient es den Mannschaften des aktiven Dienstes wie der Reserve, der Landwehr und den Einjährig- Freiwilligen als praktisches Jnstruktions- und Nachschlagebuch, zumal der Preis von 75 Pfg. ein sehr geringer genannt werden muß. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 29. Oktober. 22. nach Trinitatis. Gottesdienst. I« der Stadtkirche. Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Dr. Grein Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nächsten Sonntag, den 5. November, als am ReformaiionS- fest, findet im AbendgotteSdienst Beichte und heil. Abendniahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Donnerstag den 2. November, abends 8 Uhr: Vibelstttstde im Konfirmandensaal (Kirchstraße). 1. Brief Pelri, Kav. 1. Pfarrer Dr. Grein. Donnerstag den 2. November, abends 6 Ubr, im Schwesternhaus: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde, wozu auch die Neukonfirmierten ein- geladen werden. Freitag den 3. November, abends 8 Ubr, wird Herr Missionar Bohner aus Kamerun in der Stadtkirche einen Mnsionsoonrag über Kamerun ballen. In der Johanneskirche. Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrer Euler. Vonnittags 11 Uhr: Kinderkrrche für die LukaSgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Montag den 30. Oktober, abendS 8 Uhr: vibelftunbe im Konfirmandensaal der JohanneSkirche. Text: Apostelgeschichte 6. Pfarrer Ealer. ' Dienstag den 31. Oktober, nachmittags 51/e Uhr: Kon- firmandenvereimgung der LukaSgemeinde im Schwesternhaus (Johannesfttaße). Pfarrer Euler. Am Reforrnalionsfest, Sonntag den 5. November, wird von Herrn Prälat D. Habicht aus Darmstadt die regelmäßige fün'jähr ge Kirchenvifitation für die Lukas- und JohanneS- gemeinde in de- Johanneskirche abgehalten n erden. Herr Prälat wird im Vormittagsgottesdrenst eine Ansprache an die Gemeinde hallen und dann die RelrgionSprüfung der Neukonfirmierten vornehmen Die Kirchenvisitation für die Matthäus- und Markusgemeinde findet in gleicher Weise am Sonntag, dem 12. November in der Stadtkirche statt. Am Resormations^est, Sonntag den 5. November, findet Beichte und bell Abrndmabl für die Lukas- und Johannesgemeinde im Abendgottesdienst statt. Anmeldungen werden zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Am Reforrnalionsfest wird nach allen Gottesdiensten eine Kollekte für die Gustav-Adolf-Stiftung erhoben. Katholische Gemeinde. Samstag den 28. Oktober. Nachmittags um 4«/» Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 29. Oktober. 23. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe; vor und in derselben Austeilung der heil. Communion; , um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe; „ um 9>/, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2'/, Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranzandacht mit Segen. Montag und Dienstag Abend um 6'/, Uhr: Rosenkranzandacht mit Segen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 26. Oktober. Wechsel auf New-York zu 4.191/2-201/?. Prämien auf Kredit per ult. Oktober 0.707-, do. per ult. No7. 2.6u1/ , Diskonto Kommandit per ult. Okt. 0.507 , do. per ult. Nov. 2 15 /o, Lombarden per ult Okt. 0.00%, do. per ult. Nov. 0.80 /o, do. per ult Dez. 0 00. Staatsbahn per ult. Dez. 0.00%. Notierungen: Kreditaktien 231.70-90-20-40, Diskonto- Kommandit 191.40-20,Staatsbahn 139.80. Gotthard 142.10-143, Lombarden 32 UO-OO.OO, Ungar. Goldrente 97.60, Italiener 93 00, 6proz. Mexikaner —.—, 3proz. Mexikaner 25.90, Gestern Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.1M/2, Privat-Diskont 55/ie /o G l1 h bis 2% Uhr: Kredit 231.40-230 7u, Diskonto-Kommandit 191.20-190.90. Staatsbahn 139.80-60, Lombarden 32, 3proz Mexikaner 00.00 B., 00 G. Gestern abend 6% Uhr sollten Kredit 232.40 bez. notiert sein. — Dividenden. Die Maschinenbau-Aktiengesellschaft in Barop wird auf ihre Vorzugs- ebenso wie ihre Stamm-Aktien 6proz., die Offenbach er Maschinen-Fabrik vormals Hartmann wird 7 Proz. und die Berliner Union-Brauerei eine Dividende von 4 Proz. für das abgelaufene Geschäftsjahr in Vorschlag bringen. Mannheim, 25. Oktober. Obst. In der vergangenen Woche waren Zufuhren aus Baden, Bayern, Hessin, Rheinland, Oesterreich- Ungarn, Italien, Belgien, Holland und Frankreich vorhanden. Die Kauflust war eine sehr rege und fand die Ware allenthalben schlanken Absatz. Engros wurden Mk. 5 75 bis Mk. 6.10 bezahlt, im kleinen per Gentner Mk. 5.85 bis Mk. 6 30. Kraftfuttermiltel. Die Futterartikel verfolgten weiter eine steigende Richtung, insbesondere sind Weizen- und Roggenkleien sehr gefragt und die Mühlen darin auf lange Zeit ausverkauft. Die heutigen Niederungen sind für Weizenkleie Mk. 9.50, für Roggenkleie Mk. 10 50 Parität Mannheim Auch für Treber, Malzkeime, Futtergerste und Oel- kuchen ist fortwährend stärkere Nachfrage, die sich beim Eintritt kälterer Witterung steigern dürste. — Dtehrnarkt. Momentan herrscht auf allen bedeutenden Vieh- märkten Süddeutschlands reges Leben und war hauptsächlich der Großviehhandel im allgemeinen sehr lebh ft. Prima Ochsen und erstklassige Rinder waren allenthalben sehr gefragt und erzielten gute Preise. Der Zutrieb war überall ein angemessener, aber auch der Absatz ziemlich belangreich. $auptfädjlidi auch Kälber waren rasch verkauft, mußten jedoch im Preise etwas nachgeben. Die Beschickung der einzelnen Märkte mit Rindern war in der Qualität eine besonders gute, und konnten deshalb im Preise auch etwas anziehen. Auch der Kleinviehhandel zeigte im allgemeinen regeres Leben. Von Oesterreich-Ungarn waren einige größere Ochsen und Kühe angettieben. Stand der Herbstsaaten. Der „Reichsanz." meldet: Stand der Herbstsaaten im Deutschen Reich für Oktobermitte: Weizen 2,3, Winteispelz 2,1, Roggen 2,4, junger Klee 2,7, wobei 2 gut, 3 mittelgut und 4 schlecht bedeutet. In der ersten Hälfte der Berichtsperiode anhaltend gefallener R gen verzögerte die Herbstbestellung; seit Oktoberanfang hat die Aussaat unter meist günstigen Verhältnissen begonnen. Trotz der Näffe hat sich in den meisten Teilen des Reichs Mäusiplage eingestellt. Wetterbericht vorn 26. Oktober 1899. Im Noidosten des Erdteils ist nocQ de> rückwärtige Rand der nunmehr in das Innere von Rußland abztthenden Depre sion zu erkennen, die gestern die OsthälsteEuropas bedeckte. Im Nordwesten aber ist ein neues, ziemlich tiefes Min'mum erschienen, dessen Zmtrum nördlich von den Sbetland Inseln lügt. Im hohen Norden sowie über dem Kontinent Europas lagern Gebiete ho en Druckes. Dieselben stehen durch eine sattelartigr Verltefung, die sich zwischen deu beiden Depressionen du'chz'eht, mti einander in Verbindung. D e kontinentale Zone hohen Druck-8 hat unserer Gegend Aufklärung, damit ab r auch leichte Nachtfröste gebracht. Für die Hochsta tonen besteht wt.d-rum Temperatur Umkehr. Voraussichtliche Witterung: Im Norden zunehmende Bewölkung, im Süden zurüchst noch meist heiter. Eine Frage für die Küche. Fragt man irgend eine geschickte Köchin, womit sie Suppen, Saucen rc. verdickt, wirb meist die Antwort: ,M1t Brown & Polson's Mdndamin", da es hierfür das beste Mittel ,st. Ferner frage man, ob fie auch schon die neuen Rezepte für die wa> men Mondamin- Gerichte versucht hat. Wenn nicht, kann man diese Rezepte in einem Buche kostenlos und franko von Brown & Polson erhalten. Man braucht nur unter deutlicher Adresse^angabe an Brown & Polson, Berlin C. 2, sofort zu schreiben. Geschickte Köche schätzen datz Verdienst und die leichte wie schnelle Anwendung des Mondamins bet warmen Spstlen. In den kalten Wtntertagen sind diese neuen Rezepte der Familie sowohl wie der Köchin gern willkommen. Mondamin Brown 4 Polson ist überall in Paketen A 60, 30 u. 15 Pfg. erhältlich. A sta-.dSwahl; 2ö.n ter Programm. 7627 Der Borftaud. Damen willkommen. Am 7639 Um rege Beteiligung wird gebeten. Der Emser Jagdverein 089 iß MkMlkl frisch im Anschnitt bei 7638 A. & G. Wallenfels. Samstag aöend 7641 Leu 7628 zu bedeutend herabgesetzten Preisen. H. Sack, 58 UeueiMg 58. unter Preis zu verkaufen. 7635 der Be- Börse vom 26. Oktober 1899. Frankfurter 8V unk. b. 1907 101.10 HO. Deutsche»rdsch.B.unk.b.l904 101.00 4 •<» Brief dt». Hwrrii 4 16 Verantwortlicher Redalicur: H. Koegler. — Drucl und Verlag der Brühi'schen UnwersüätS-Buch- und Stemdrurtccci (Pietsch Erben) in (Ließen. (ihiipfchliinoiii Uant Gelnche Verloren -- MMnietimgen vkMWW Offene Stellen 98.15 88 95 96.40 COO.OO 000.00 03918] Schriftltche Ucbcrsetzungen aus dem Deutschen ins Jtal. und aus dem Italienischen, Französischen und Englischen ins Deutsche werden bestens besorgt. Bon wem? sagt die Exped. d. Bl- Brief 16.19 20.43 4 20 ♦# H findet statt: Uhr, vom Portale des Friedhofs aus. 8V2 Uhr: Vortrag der Herrn Proieffor Dr Sievers über: pie potttifche und «irtschaftttche HutwiLetovg der HturenstaateN. 7626] Am Dienstag wurde in Süd- oder Westanlage ein kleiner Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unk. b. 1901 ambrgr. Hyp Bk. unk. b. 1905 Ireuß.Hyp A-Bkunk b.1900 tomm. Hyv-A.Bk. unk b. 1904 irks-Ldw.EredLkmnk.b.1900 03897] Laden zu vermieten ___________Bahnhofstraße 43. 03914] Ein Tourenrad (Dürkopp) fast neu, zu verkaufen. Westanlage 20. Hießen bei: Emil Bender. Chr Bieker. Hch. Belloff II. Karl Eichmann. Phil. Gans. Wilh. Haas. Heinr. Hihn. I. Häuter. W. Hoffmann. L. Kalkdof. Joh. Wilh. Kurz. Juft. E. Lenz. Ludw. Loth. Emil Orbig. Zu hiben k 50, 55, 60, 65, 70, 75, 80, 85, 90 u. 95 Pfg. das Vs Pfand-Packet in: 4 8 8 S'. 4 4 16.15 Franz. Banknoten 20.39 Oesterr. “' I 4 Eisenb. Rentenb. Obi. | 4 BuderuS Obl. t Genera In btt angeblich fi hi Elandslaagte (Misch in Kommandeur Gene vll«det gefangen genon Kunden erlegen fein. , ton Transvaal an unb । ^*eS tnifflofftnen $or; d D Darmstadt, den 26. Oktober 1899 Die Beerdigung Sonntag den 29. Oktober, nachmittags 2 Hießen bei: Rad. Schlabachs Nchf. Chr Schönhals. Karl Schulze II. Aug. Voigt Wwe. W. Windheil. Hroßen-WufeL bei: Wilh. Rühl. «Heuchelheim bei: Karl Kreilmg I. Wwe. Simon ©Mn. Klein-Linden bei: Ludw. Sommer. Langsdorf bei: Hch. Köhler. Lollar bei: Knörr & Cie. Londorf bei: Frau Am. Appel Wwe 7634' 96« 97 60 24 90 42.« 48.« 100.0C 0000 100 81 100.« 100.16 98.« «schrtvw»« 10 Lahnlied-Feier in Ems Sonntag den 29. Oktober er., nachmittags 4 Uhr, im Kheaterfaal des Kotet Metropole: lurtrog derM rogereuUettbewkrb um dkuzghulikdpreis grlaugeu-tnz'lt-n unter Mitwirkung von Künstlern, Gesangvereinen und Dilettanten. Preise der F»tthe: Logenplatz 3 Mk-, Balkon und Sperrsitz 2 Mk., Parkett 1 Mk., Parterre 60 Zkfg. Eintrittskarten sind am Samötag dem 28. Oktober von 11 bis 1 Uor, otoie am Sonntag von 3 Uhr nackmittagS ab an der Kasse des Hotel Metropole zu haben. Vorausbestellungen nimmt Herr Wilhelm Mailly in Ems entgegen. Kapitalien rankftt. Hyp- Bk unk. b. 1906 95-t 0 4 irkf.Lyp.Lred.B.unk.b. 1906 95 20 4 Oesterr. EtaatSbabn v. 1885 00.00 Ital. staatSgar. Erfenb. 56.20 Neuester vervollständigter Placat-FahrpBan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Gleesen, Frankfurt a. M., Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Laubach und Londorf ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Bieberthalhahn, zum Preise von 20 Pfg. in der Expedition des Giessener Anzeigers vorräthig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des Giessener Anzeigers bezogen werden. Gesucht ein gebrauchter Aktenschrank. Wo? sagt die Exvedition d Blattes. verloren. Man bittet um Abgabe gegen gute lohnung in der Expedition d. Bl Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Haupt-V ersammltmg am Montag dem 30. Oktober er., 7*/, Nhr pünktlich, im großen Saale des Kötels Hroßherzog von Kesse». Tages Ordnung: Geschäftliche Mitteilungen; Rechnungsablage; Vor- Dofort Lehrmädchen für ein Ladengeschäft gesucht. 03917 ______________Marktplatz 7. Giessener Stadttheater. DamStag den 28. Oktober 1899 r Wierte Kolks - ^orftalung. Krieg im Frieden. Lustspiel in b Akten von Moser und Schönthan. Loge l WK., Saat 40 Af., Hallerie 20j^ f. Anfang 8 Uhr. Ende nach 101/« Uhr. Sonntag den *29. Oktober 1899, nachmittags 4 Uhr: Erste Kindervorstellung. Die PmMn m MlNMil. »eldsortenr enb Für Wirte! 8u0 Vio-Bierseidel, 100 »/10 Tulpen, ein Posten neuer Flaschen, 8/< Liter Inhalt, für Beeren- und Aepfelwein, sind Gubklsllttgrr Sttiiograplieaucrciii Gießen Beginn des ^ortbilduugsuuterrichtes für Dame» Dienstag, 31. HKtober, abends 8 Uhr, im Aealgymnastum. Stenographiekundige Damen, welche dem Verein fernheben, künuen am Unterricht teilnebmen Untrrrichtslkiter: Herr Lrhrcr Karl Müller. Beginn des Debattenkursus Montag, 30. Hktober, abends 8V2 Mr, im Wereinslokal. Kursbericht w J. Kurz & Co., Gießen, Sahsh-fjiraße 63. 7631] Lebensveisicherung, welche bis 30,000 Mk. ohne ärztliche Untersuchung aufnimmt, sucht tüchtigen Ober-Inspektor bei höchsten Bezügen. Platz-Inspektoren finden ebenfalls lohnende Beschäftigung. 2 Franken-St. ingl. Sovereign- T nyfir# in mm ’ ,4stßr V Procenl 41/, Oesterr. Silberrente 4 Ung. Vold'Rente 8 Portugiesen 5 Mexicaner amort. S. I-in 4 Monopol Gnechen von 1887 Ansebeie erhalten Darlehn- und ; tlU: Kreditsuckende.sofort reell. Man nseBoeB verlange Prospekt von Gade« mann & Co., München II.76J25 Ki*1' JSJ" 3\\ urvkiuifen Iiköi. IchtüchthWß Freibauk. 7572 Heute und morgen: Mtnrintflrifdl 50 Pfg. Kuhflrisch 50 pfg. la. 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